Heute wende ich mich mal wieder von meiner kleinen Haushaltswaren-Berichtreihe ab und berichte über ein technisches Gerät.
Momentan ist ja so gut wie jeder auf der Suche nach einem portablen MP3-Player, nur viele Wissen nicht so recht, auf welche Technik sie setzen sollen, es gibt Player im CD-Format, mit Mini-CDs, Player mit Speicherkarten und Player mit integrierten Festplatten, was nun aber die richtige Lösung ist, kann man nicht pauschal sagen.
Ich besitze einen kleinen Speicherkartenplayer, den ich praktisch immer mit mir rumtrage und benutze, wenn ich Lust auf Musik habe, zum zweiten habe ich noch einen MP3 Player im CD-Format, den ich hauptsächlich auf Reisen verwende, da einfach viel mehr Musik auf einen Rohling passt, der 700 MB aufnimmt, Speicherkarten schaffen maximal 256 MB und sind dabei sündhaft teuer.
Da ich über meinen Speicherkartenplayer von Siemens ja bereits berichtet habe, ist nun der 2. dran, erworben habe ich ihn per Zufall bei Aldi und um es gleich zu sagen, ich habe ihn auch schon wieder zurückgebracht und gegen einen Player bei Lidl getauscht.
::: Lieferumfang :::
Vor allem beim Zubehör kann der Aldi Player bestechen, ausser dem Player selbst liegen in der Packung noch eine Schützhülle aus Kunstleder, die auf der Oberseite durch transparentes Plastik die Sicht auf die Knöpfe und das Display freilässt.
Die Köpfhörer, die es dazugibt halt leider wie so oft nicht das, was sie versprechen, hier ist nur lascher, kraftloser und hohler Klang, keinerlei Bässe angesagt - zum in die Tonnne werfen.
Am besten gleich etwas hochwertigere Earphones kaufen!
Eine Anleitung, die meiner Meinung etwas knapp ausgefallen ist, erklärt das Navigieren durch die MP3 Ordner und normalen CDs.
Hinzu kommt noch ein Netzteil, mit dem man sogar Akkus selbst direkt im Gerät wieder aufladen kann, leider dauert das aufladen aber sehr lange (10 Stunden und mehr...).
Als kleine Beigabe gibt es noch ein Line-Kabel zum Anschluss des Players an eine Anlage.
Wiederaufladbare Akkus waren zu meiner Freude auch gleich mit dabei.
::: Design :::
Der Player besticht nicht grade durch sein Äußeres, er wurde eher funktionell gestaltet.
Auf der Oberseite befinden sich sämtliche Bedienelemente, nicht grade genial, hier wäre eine Kabelfernbedienung deutlich besser gewesen, das war auch mit einer der Gründe, warum ich den Lidl Player gekauft habe, dieser hat nämlich eine solche.
Das Gesamte Gerät ist aus Plastik und macht trotzdem einen recht stabilen Eindruck, die Klappe ist recht robust und labbert nicht wie bei vielen anderen Playern.
Erhältlich ist der Player lediglich in der Farbe silber, nicht allzu wichtig, wenn man ihn eh immer in der schwarzen Kunstledertasche aufbewahrt.
Das Display ist schön groß ausgefallen, der ID3 Text scrollt während der Wiedergabe eines Songs von rechts nach links durch das Bild und diverse Anzeigen haben immernoch Platz (Repeat usw.).
Durch das Speichern der Musik in Ordnern kann man schnell auf einzelne Alben zugreifen, da man die einzelnen Verzeichnisse durchblättern kann, so findet man schnell die gewünschte Musik.
::: Generelles :::
Bisher alles schön und gut, nur leider ist mir nach ein paar Wochen testen des Gerätes fiel mir auf, dass der Player immer häufiger grade beim Laufen versagte, die 120 Sekunden Anti-Shock Funktion bei
MP3s (40 Sekunden bei CD) wirkte zwar, aber der Player schaltete immer öfter ohne Grund in einen Pause-Modus, obwohl die Tastensperre aktiviert war, dieser Modus ließ sich auch nicht wieder aufheben, nur das Überspringen des Tracks war noch möglich.
Schweren Herzens entschloss ich mich schliesslich, das Gerät wieder bei Aldi Sued zurückzugeben, wohlwissend dass ich wohl keinen Ersatz bekomme, da Aldi solche Geräte ja nur Wochenweise vertreibt.
Gerade der Klang des Players war wirklich überragend, im Vergleich zu meinem alten, normalen Discman war er gradezu grandios.
Man konnte die gewünschte Klangabstimmung wählen, die zu der jeweiligen Musikrichtung passt, zum Beispiel Rock, Disco, Pop usw.
Bei dem Lidl Player hatte ich teilweise Probleme mit Billig-Rohlingen, der Aldi-Player fraß wirklich alles was ihm in die Lade kam... so soll das sein.
Die Batterien hielten bei voller Ladung circa 7 Stunden, bei MP3s etwas weniger.
::: Preis :::
Bei Aldi gab es den Player für grade mal 69 Euro, wirklich ein Schnäppchen, wenn man bedenkt was für Zubehör dabei ist, mein Lidl Player ist jedoch noch etwas besser ausgestattet und kostete noch 10 Euro weniger.
Bei Marktkauf habe ich den Player inzwischen auch gesehen, dort kostet er 79 Euro.
Aufgrund der Mängel und im Vergleich zum Lidl-Player könnte ich eigentlich nur eine 4 vergeben, da aber der Player anstandslos zurückgenommen wurde bei Aldi, werte ich das noch als positiv und noch eine 3.
...
Musik im MP3-Format hat durch das Internet und die verschiedenen Tauschbörsen wie Napster einen wahren Siegeszug angetreten. Nachteil an den Dateien war lange, dass man sie entweder nur auf dem heimischen PC oder auf eine normale Audio-CD gebrannt anhören konnte. Letzteres ermöglicht zwar eine größere Anzahl von Titeln als auf einer herkömmlichen Audio-CD, aber der große Vorteil des platzsparenden Formats geht verloren.
Inzwischen hat sich auch ein sehr großes Angebot an MP3-Playern entwickelt. Leider können die meisten Gerät auch nichts anderes als die Dateien wiedergeben und die Speicherkapazität ist bei einem Großteil der angebotenen Geräte abhängig von den Speichermedien (z.B. SmartMedia-Karten).
Als Alternativen gibt es aber auch CD-Player, die sowohl die „normalen" Audo-CDs als auch CDs mit mp3-Dateien wiedergeben kann. Auf diesem Weg bekommt man nicht nur einen CD-Player sondern auch einen MP3-Player mit einer großen Speicherkapazität (abhängig vom Rohling).
Ich war lange auf der Suche nach einem günstigen Gerät dieser Art und habe deshalb sofort zugegriffen, als es vom 10. bis 12. Juni 2002 bei Aldi-Süd den Tevion MD 4522 für
€ 69,99 gab.
Was bekomm ich für mein Geld:
Für diese Preisklasse ist der Lieferumfang des Tevion MD 4522 wirklich beeindruckend. In dem ziemlich dicht gepackten Karton befindet sich neben dem Player ein Kopfhörer, zwei Akkus, ein Netzteil, ein Line Out-Verbindungkabel, eine Ledertasche sowie eine 18-seitige Bedienungsanleitung.
Das Gerät an sich:
Der MD 4522 sieht zunächst einmal nicht viel anders als andere portable CD-Player aus, er ist lediglich mit drei Zentimetern deutlich dicker und auch schwerer als andere Geräte.
Er ist komplett aus Kunststoff und in Silber gehalten, allerdings gab es auch ein zweites Modell mit einer Klappe in Anthrazit. Auf der Klappe befindet sich auch das Bedienfeld mit elf Tasten und einem vierzeiligen, gut lesbaren aber unbeleuchteten Display. Die Tasten sind in der gleichen Farbe wie das Gehäuse, lediglich die Knöpfe für die Wiedergabe, Stop und Titelsprung sind in Chrom, was leider irgendwie nicht so toll aussieht.
Auf der Seite des hat man den Kopfhöreranschluss und einen Line Out-Ausgang. Außerdem sind neben diesen den Anschlüssen auch zwei Tasten für die Lautstärkeregelung. Die jeweilige Lautstärke bekommt man bei Änderungen während der Wiedergabe kurz im Display angezeigt. Mit einem Schieber kann man die Tastatur sperren und mit einem weiteren Schieber die Klappe öffnen, die beim Betätigen schön weit aufschwingt.
Auf der Rückseite gibt es noch den Anschluss für das Netzteil und einen Schalter, ob eine Aufladung der Akkus erfolgen soll. Dieser Schalter ist sinnvoll, damit man nicht aus Versehen normale Batterien auflädt - oder es zumindest versucht.
Die Akkus:
Für den Player benötigt man zwei Akkus, die auch mitgeliefert werden. Die beiden Akkus von Hi-Watt haben eine Leistung von 1,2 Volt bzw. 1500 mAH. Sie können sich also durchaus sehen lassen. In ersten Probeläufen haben sie das Gerät deutlich über vier Stunden in Betrieb gehalten (mp3-Betrieb, eingeschaltetes ESP und zahlreiche Titelsprünge).
Das Netzteil:
Das Netzteil (4,5 Volt, 600 mA) kann für den stationären Betrieb oder zum Laden der Akkus verwendet werden. Allerdings würde ich auf diese Option nicht unbedingt zurückgreifen, da das Gerät keine Ladelogik hat und somit die Akkus
auf kurz oder lang „totgeladen" werden. Man sollte deshalb auch darauf achten, dass man den Lademodus auf „off" stehen hat.
Kopfhörer und Line Out-Kabel:
Zum beiliegenden bügellosen Kopfhörer kann man nur eins sagen: absoluter Schrott! Wenn man sich das Gerät holt, dann sollte man unbedingt auch gleich andere Kopfhörer kaufen. Das einzig brauchbare sind die Polster, die man dann als Ersatz für die neuen Hörer benutzen kann.
Zum Line Out-Kabel braucht man wohl nicht viel zu sagen: mit den beiden Chinch-Steckern (auf 3,5 mm Klinke) kann man den mp3-Player auch an die heimische Stereoanlagen anstöpseln.
Die Tasche:
Die schwarze Ledertasche bietet einen dem Player einen guten Schutz gegen Kratzer. Durch das Sichtfeld und die entsprechenden Ausschnitte kann man das Gerät auch in der sehr gut passenden Tasche problemlos bedienen.
Auf der Rückseite ist eine Aussparung, mit der man die Tasche zum Beispiel am Gürtel festmachen kann. Leider fehlt eine Unterbringungsmöglichkeit für die Kopfhörer, sodass man die irgendwie herumwickeln muss. Außerdem hat man auch keine Möglichkeit, einen Umhängeriemen oder etwas ähnliches zu befestigen.
Die Bedienungsanleitung:
Die deutschsprachige Bedienungsanleitung ist sehr spartanisch und einfach gehalten. Sie macht auch nur zwölf der 18 Seiten aus. Der Rest geht für die Garantiekarte und einige leere Seiten drauf.
Was kann das Ding: CD-Betrieb:
Der Tevion MD 4522 kann zu einem ganz gewöhnliche Audio-CDs wiedergeben. Probleme mit dem inzwischen gängigen Kopierschutz auf vielen CDs gab es bei mir nicht.
Neben der üblichen Titelsprung-Funktion gibt es auch bei diesem Gerät innerhalb des Titels einen schnellen Vor- bzw. Rücklauf durchzuführen. Dieser verläuft im Kopfhörer jedoch stumm.
Selbstverständlich hat man auch die verschiedenen Varianten der Wiederholung (Titel, CD) zur Auswahl oder kann eine bestimmte Titelabfolge mit bis zu 24 Tracks programmieren. Eine Zufallswiedergabe oder das Anspielen von Titeln (zehn Sekunden) fehlt natürlich auch nicht.
MP3-Betrieb:
Die Wiedergabe der MP3-Dateien erfolgt problemlos. Beim Einlegen einer CD liest der Player zunächst die Anzahl der Titel und Ordner aus und zeigt diese in der zweiten Zeile des Displays an. Die Obergrenze liegt hier bei 300 Titeln oder 99 Ordnern. Laut Handbuch kommt der Tevion mit MPEG-Raten von 32 bis 394 Kbpps klar.
Die Wiederabe beginnt zunächst im Root-Verzeichnis in alphabetischer Reihenfolge (Groß- und Kleinschreibung ist relevant) und setzt sich dann in den verschiedenen Ordnern auf der CD fort. In der ersten Zeile des Displays (zwölf Zeichen) bekommt man mit einer Laufschrift den Titel, den Interpreten und den Namen des Albums angezeigt - soweit diese Daten in der Datei vorhanden sind. Daneben kann man das Laufband auch stoppen oder den aktuellen Ordner anzeigen lassen. Außerdem kann man die erste Zeile auch ausschalten. In der zweiten Zeile bekommt man die Laufzeit angezeigt - allerdings nicht die Restlaufzeit.
Auch hier hat man die Funktionen wie Skip, Intro, Zufallswiedergabe, Vor- oder Rücklauf, Wiederholen und Pause. Zusätzlich können auch bestimmte Ordner wiederholt werden.
Eine Programmfunktion gibt es leider nicht.
Ein nettes Feature ist die Suchfunktion: sie ermöglicht es, auf einer CD durch die Eingabe des Namens des Titels oder Interpreten eine Datei zu suchen. Die Eingabe erfolgt über die Tasten, die, ähnlich wie bei einem Mobiltelefon, mit mehreren Buchstaben und Ziffern belegt sind.
Ton und Wiedergabe:
Der Klang des Players ist überraschend gut und für diese Preisklasse sehr gut. Über eine Taste kann man zwischen fünf vordefinierten Equalizereinstellungen (Normal, Rock, Pop, Classic, Jazz) wählen. Hier hört man auch deutliche Veränderungen bei der Wiedergabe. Bei Jazz und Classic wird die ganze Wiedergabe für mich einfach nur dumpf. Für Disco-Sachen dagegen eignet sich komischerweise der Rockmodus am besten und der Bass bollert ganz schön, während bei „Disco" eher die Höhen rauskommen. Aber selbst mit dem Normalmodus fährt man recht gut. Eigene Einstellungen kann man leider nicht vornehmen.
Während der normalen Wiedergabe hat man in den unteren beiden Zeilen des Displays eine Pegelanzeige, die aber wohl mehr Spielerei und ein Zeichen dafür, dass das Ding läuft, ist.
Das Gerät verfügt über eine sehr gute Anti-Shock-Funktion (ESP), die im CD-Modus 45 Sekunden, im MP3-Modus sogar 120 Sekunden unterbrechungsfreie Musik garantieren soll. Das ESP ist wirklich gut und man kann das Teil wirklich wie blöd schütteln ohne dass die Wiedergabe aussetzt. Allerdings mag es der Player nicht, wenn er beim Start nicht waagrecht liegt. Während der Wiedergabe ist es dann eigentlich egal welche Lage er hat.
Bedienung:
Die Bedienung des Gerätes ist im Großen und Ganzen sehr leicht und ohne große Probleme erlernbar. Bei der etwas spärlichen Anleitung hat man aber auch keine andere Wahl als sich die Bedienung durch Ausprobieren anzueignen.
Mein Fazit:
Der Tevion MD 4522, der nahezu keine Laufgeräusche erzeugt, ist für den einfachen Gebrauch sicher ein sehr gutes Gerät. Wenn man nicht all zu viel Luxus erwartet und auch keine all zu hohen Ansprüche stellt, wird man mit dem Player sicher sehr gut fahren. Für Leute, die einfach nur im Zug oder sonst wo Musik hören wollen und dabei nicht auf die Vorteile des MP3-Formats nicht verzichten wollen, ist er bestimmt eine gute Wahl.
Leider war das Angebot bei Aldi zeitlich begrenzt, aber ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass es das Gerät auch irgendwann im Medion-Shop gibt.