Reibekuchen oder auch Kartoffelpuffer sind meine große Leidenschaft. Bei uns isst mein Mann Eierkuchen und ich Reibekuchen. Beides habe ich früher immer selber angerührt. Dann sagten einige Freunde, nee das machen wir nicht. Die vorgefertigten und gekauften Produkte schmecken genauso gut. Aber ich wollte nicht.
Nun fahren wir ja jedes Jahr zur „Grünen Woche“ nach Berlin. Die Ausstellungsfläche von Mecklenburg/Vorpommern hat sich von Jahr zu Jahr vergrößert. Dort halten wir uns immer am längsten auf. Überall, an jeden Stand, wird verweilt, geschaut und verkostet. Hier wurde ich dann auch erstmals auf das Fertigprodukt „Reibekuchen“ aufmerksam. Sie haben tatsächlich vorzüglich gemundet und nun war es beschlossene Sache, ich reibe nicht mehr, ich lasse reiben! Zu Hause fand ich sie nicht mehr so toll. So nach und nach hatte ich alle Firmen durchprobiert. Keine konnte sich bei mir beliebt machen. Dann erwischte ich „TIP- Reibekuchen. Die konnten natürlich nicht wissen, dass sie der letzte Versuch sind, aber sie sind an uns hängen beblieben.
Die Produkt- Verpackung und das Design sind nicht die beste Variante, verglichen mit anderen Produkten. Aber ich wusste ja, nicht nur auf das Äußere schauen, der Inhalt ist wichtig, und der ist gut.
●●● Die Verpackung: ●●● Die Firma, die unter der Kennung „TIP“ ihre Produkte vertreibt, wer auch immer dahinter steht, hat ihre Reibekuchenmischung einfach in eine Pappschachtel gefüllt und verschlossen. Auf der Vorderseite sind in großen Buchstaben die Worte „Reibekuchen“ und „Kartoffelpuffer“ zu lesen. In der linken oberen Ecke wird uns gesagt, dass es 15 Reibekuchen werden. Die halbe Vorderseite der Verpackung wird durch die Abbildung von gold- gelb aussehenden gebackenen Reibekuchen, die auf einen Teller, mit einigen Zutaten nett angerichtet, liegen. Mein Kommentar: So, wie die aussehen, so wünscht man sie sich!
Für die lose in die Schachtel gefüllte Backmischung hat der Hersteller sogar ein Trostpflaster bei der Hand, nämlich mit dem Aufdruck in großen Buchstaben „TOLL IM PREIS“.
Beim ersten Kauf habe ich natürlich auch die Rückseite gründlich unter die Lupe genommen. Schließlich war ich beim Ausprobieren, und das gründlich!
Reibekuchen, schreibt man hier, sind aus geriebenen Kartoffeln. Na toll, dachte ich mir, und außerdem weiß das doch jeder. Aber weiter, sie sind gewürzt und für ½ Liter Flüssigkeit gedacht. Na, dann wollen wir erst einmal
sehen, wie pikant sie gewürzt sind! Ach ja, steht alles auf der schmalen Seite. Wo nun, links oder rechts? Egal, kommt darauf an, wie man die Packung dreht.
●●● Zubereitung: ●●●
1. Den Packungsinhalt zügig mit einem Schneebesen in 0,5 l kaltem Wasser
einrühren und 10 Minuten quellen lassen.
2. Ein wenig Öl oder anderes Fett in eine Pfanne erhitzen.
3. Löffelweise Teig in die Pfanne geben, zu dünnen Fladen verstreichen und
umdrehen, wenn die Ränder knusprig sind.
4. Kartoffelpuffer heiß servieren.
●●● Meine Erfahrungen: ●●●
So, nun sage ich, wenn man das so macht, wie es der Hersteller vorschlägt, dann schmecken sie garantiert nicht besonders gut. Wenn man sich damit begnügt die Reibekuchenmischung einfach nur mit ½ Liter Wasser anzurühren, dann werden sie einfach zu dick, lassen sich in der Pfanne nur schwer glatt streichen, die dicke Masse klebt am Löffel und man zieht sie hin und her.
Also, um dies zu beheben, nehme ich die Mischung, quirle sie in das Wasser und lasse sie eine Weile aufquellen. Dann verdünne ich die Masse bis sie streichfähig genug ist. Schon ist das Backproblem behoben! Verfeinern lässt sich das Ganze mit einem Ei, eine Priese Salz und Pfeffer oder man gibt einige Löffel Haferflocken hinzu. So werden sie schön knusprig. Es ist auch möglich, gehackte Zwiebeln unter den Teig zu mischen. Jeder so, wie er es mag. Dann sind sogar Reibekuchen kein langweiliges Essen.
Reibekuchen sind ein gesundes und kalorienarmes Essen. Bei guter Zubereitung auch eine leckere Malzeit. Viele streuen sich etwas Zucker auf die Kuchen, andere mögen sie ohne Alles. Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten.
Meine Familienmitglieder mögen sie am liebster von der Pfanne in den Mund. Das führt dann dazu, dass sie am Herd stehen und so gleich aus der Pfanne „abgefüttert“ werden. Abfütterung der Raubtiere, sage ich immer.
Heute bin ich nun alleine übrig geblieben. Außer meinem Mann ist keiner da, und der isst Eierkuchen. Ich lasse mir meinen Reibekuchen nicht nehmen, lasse mir immer wieder etwas Neues einfallen und kann sie wärmstens zum Nachbacken empfehlen.
Guten Appetit wünscht
♣ anne66
...
ein Testbericht von Samson19012005-09-05 17:17:32vom 05.09.2005Empfehlung: ja
Vorteile: Preis. Qualität....Nachteile/Kritik: Etwas fader Geschmack. Öffnen der Verpackung.
Heute war es mal wieder soweit. Meine Freundin wollte unbedingt Nudeln und ich hatte so richtig Gelüste auf Reiberdatschi (in anderen deutschen Regionen auch als Kartoffelpuffer oder Reibekuchen bekannt). Die kann man je nach Geschmack mit süßer oder säuerlicher Beilage machen. Ich werde Euch heute mal so nebenbei mein Spezialrezept (eigentlich das meiner Mutter, bei ihr habe ich Kochunterricht genommen) geben. Da ich jedoch heute zu faul zum Kartoffel reiben bin, verwende ich das Fertigpulver für von TiP. Ich gehöre zu der Sorte Menschen, die essen können was sie wollen und so viel sie wollen ohne zuzunehmen (meine Süße beneidet mich immer darum), so daß ich die Kartoffelpuffer immer noch sehr kalorienreich verfeinere. Die Brennwertangaben unten gelten also nur für den Zubereitungshinweis wie auf der Packung angegeben und nicht für meine verfeinerte Variante.
Verpackung:
Das Kartoffelpuffer-Pulver selbst befindet sich in einer weißen Papiertüte ohne irgendeinen Aufdruck oder Hinweis. Diese Tüte ist dann wiederum in einem weißen Pappkarton mit, bei dem unten ein geringer Teil blau ist (Abmessungen: 10 cm x 2,5 cm x 14 cm), enthalten. Die Verpackung weist folgende Aufdrucke und Abbildungen auf:
Vorderseite:
TIP-Logo
Reibekuchen
Kar toffelpuffer
15 Stück
Serviervorschlag
TIP - Unsere Marke - qualitätsgeprüft
Rückseite:
TIP-Logo
Reibek uchen
Kartoffelpuffer
15 Stück
aus geriebenen Kartoffeln, pikant gewürzt, für 0,5 l Flüssigkeit
Zubereitungsanleitung
Herstellerhinw eis
Barcode
rechte Seite:
TIP-Logo
15 Reibekuchen
Hinweis vom Bundesministerium für Gesundheit: gesünder mit Jodsalz
Zutatenliste
Haltbarkeitshinweis: siehe Boden (30.05.2006)
für 0,5 l Flüssigkeit
linke Seite:
TIP-Logo
15 Reibekuchen
Nährwertangaben
Symbol der "Grüne Punkt"
Oberseite:
Reibekuchen
Kartoffelpuff er
Geruch:
Um an das Pulver heranzukommen, muß man erst mal den Karton aufreißen, was etwas problematisch ist, da keine perforierte Einkerbung vorhanden ist, die man z.B. bei Kartoffelpüree oder ähnlichen Produkten findet. Man muß versuchen den überlappenden Kartonteil aufzureißen. Hat man das bewerkstelligt, kann man dann aber ganz leicht die weiße Papiertüte entnehmen, die nicht extra verschlossen, sondern nur aufzuklappen ist. Ich halte meine Nase daran und rieche ein ganz leichtes Kartoffelaroma. Hat man das Pulver vorschriftsmäßig mit Wasser angerührt, kann man einen stärkeren Kartoffelgeruch feststellen. Gemäß Packungsaufdruck sollen die Reibekuchen pikant gewürzt sein, dies ist jedoch bei dem rohen Teig geruchsmäßig nicht erschnupperbar. Die herausgebackenen Kartoffelpuffer riechen jedoch absolut fantastisch nach Kartoffeln, so wie ich es mir auch vorgestellt habe.
Geschmack:
Ich mache, nachdem ich den Teig angerührt habe, auch einen Geschmackstest. Also unter pikant gewürzt stelle ich persönlich mir etwas anderes vor. Für mich schmeckte es nur nach leicht gesalzenen Kartoffeln und somit etwas fade. Also würze ich den rohen Teig zusätzlich schon etwas mit Pfeffer, Paprika, Curry oder Chilipulver. Dann schmecke ich den Teig nochmal ab. So jetzt bin ich auch da mit dem Geschmack zufrieden. Da ich immer das Spezialrezept meiner Mutter mache (siehe unten "Verfeinerungsvorschlag"), entnehme ich vor der Gewürzzugabe dieses Mal rohen Teig für einen Puffer, um den Geschmackstest ohne Veränderung durchführen zu können. Der herausgebackene Kartoffelpuffer schmeckt genauso fad und ungewürzt wie der rohe Teig. Allerdings ist der Kartoffelgeschmack beim rohen Teig sehr gut wahrnehmbar.
Preis:
Das Produkt habe ich beim letzten real-Einkauf mit meiner Mutter mitgenommen. Zu finden ist es in dem Regal wo man auch andere Kartoffel-Produkte wie z.B. Knödel, Püree usw. findet. Bezahlt habe ich für das Päckchen gerade mal 0,79 Euro. Laut Aufdruck soll man 15 Reibekuchen herausbringen
(bei mir wurden es nur 8 Stück, allerdings etwa in Handflächengröße), was einem Stückpreis von mal gerade 10 Cent entspricht. Die Markenprodukte wie z.B. von Pfanni liegen da preislich gesehen um einiges höher. Da meine Mutter in ihrem Vorratsschrank immer ein paar Päckchen im Vorrat hat und ich somit weiß, daß die Qualität in jeglicher Beziehung sehr gut ist, greife ich natürlich auch zu der preisgünstigeren Billigmarke.
Hersteller:
Wie alle TIP-Produkte ist auch dieses hier hergestellt für:
Nährwertangaben für 100 g Trockenprodukt (durchschnittlich):
Brennwert: 1271 kJ/299 kcal
Eiweiß: 5,8 g
Kohlenhydrate: 67,3 g
Fett: 0,3 g
Sehr gut finde ich die Nährwertangaben. Allerdings vermisse ich die Angabe der Anzahl der Broteinheiten (für Diabetiker wie meine Oma wichtig), die auch aufgeführt hätten sein sollen.
Verfeinerungsvorschlag:
Ich bin nicht so der Apfelmus bzw. -kompottesser. Ich mag lieber etwas deftiger schmeckende Sachen (genau wie meine Mutter). Deshalb schneide ich nicht zu fettes geräuchertes Wammerl (für Nichtbayern: Wammerl ist Bauchspeck) und auch 1 mittelgroße Zwiebel in sehr kleine Würfelchen und gebe diese unter die rohe Teigmasse. Das gibt den fertig herausgebackenen Kartoffelpuffern eine rauchige und würzige Geschmacksnote. Habe ich mal unter der Woche Gelüste auf dieses Gericht, gehe ich noch schnell um die Ecke in die Metzgerei, in der man noch frisches offenes Sauerkraut aus dem Holzfaß bekommt (schmeckt viel besser als das aus der Dose oder dem Beutel) und hole mir dort die entsprechende Menge, das ich dann (diesmal allerdings mit Speckkrusteln: = fetter Speck in feine Würfelchen schneiden und in der Pfanne rösten und zugeben, wenn das Kraut fertiggekocht ist, damit sie noch schön kross sind) auch zu den Reiberdatschi esse. Da ich auch gerne Weißkrautsalat oder Balkansalat esse (da haben wir meistens auch immer einen Becher zuhause), habe ich das auch schon dazugegessen.
Fazit:
Also wenn ich da an die Zeiten zurückdenke, als meine Mutter während meiner Kinderzeit Reiberdatschi aus echten Kartoffeln machte und dann an einer Hand an jedem Finger ein Pflaster kleben hatte (wir hatten keine elektrische Küchenmaschine sondern ein Handreibeisen), ich manchmal auch etwas faul veranlagt bin, greife ich sehr gerne zu diesem Fertigpulver für Reiberdatschi, da der Geschmack sehr gut ist, wenn ich den rohen Teig noch entsprechend nachgewürzt habe. Auch der Geruch der fertigen Puffer ist sehr lecker. Und was mich vor allem überzeugt ist der günstige Preis. Wenn man bedenkt, welche geringe Menge man bei einer Portion an einer Imbißbude bekommt (meistens bekommt man nur 3 Stück und das ist mir persönlich viel zu wenig) und dort bis zu 2,50 Euro oder noch mehr dafür hinlegen muß, man das Fett vom Herausbacken noch extrem schmeckt oder die Puffer nur schnell aus der Fritteuse stammen, bleibe ich lieber bei den TIP-Reibekuchen, die dann auch so schmecken wie ich es will und die vom Preis her sehr günstig kommen.
Die Qualität dieser Puffer ist somit als einwandfrei einzustufen und ich empfehle dieses Fertigprodukt sehr gerne weiter. Aufgrund der fehlenden Angabe der Broteinheiten und dem etwas faden Geschmack gebe ich nicht die volle aber immer noch 4 sehr gute yopi-Sterne als Bewertung ab.
...
Hexe1860, 24.11.2004
Du hast mein Rezept stibietzt - Schlawiner!!! Liebe Gruumlszlige Mama
modschegibbchen, 11.03.2005
echt lecker, aber die heidenarbeit. da lasse ich mich gern zu einladen zum essen mein ich. schoumlner bericht. lg heike
redwomen, 26.02.2005
mag ich ja keine quotFertigproduktequot aber bei Reiberdatschi ist es mir einfach viel zu viel Arbeit und deshalb greife ich hier auch ab und an gerne zu so einem Fertigprodukt. LG Maria