Tipps & Tricks zu Absinth
Abbildung vergrößern: Tipps & Tricks zu Absinth
Tipps & Tricks zu Absinth
Tipps & Tricks zu Absinth
Tipps & Tricks zu Absinth

Tipps & Tricks zu Absinth

Platz 29 in der Kategorie "Tipps & Tricks zu Getränken".
Bewertung: Kundenbewertung 4,80 / 5,00 (4.7 von 5)

Tipps & Tricks zu Absinth Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,80 / 5,00 (4.7 von 5)
von 100% aller Autoren empfohlen (7/7).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • sehr lecker
  • Ein Spaßgetränk für Erwachsene
  • Selberhergestellt schmeckt es doch gleich besser und man weiß was drin ist.
Nachteile/Kritik
  • aber auch sehr teuer
  • Macht nicht kreativ sondern blöd. Aber was anderes sollte man Alkohol auch nicht erwarten.
  • sehr Höchprozentig
Sortiert nach 
Icesugar

Absinth, die "Partydroge"

ein Testbericht von 2004-03-07 07:41:53 vom 07.03.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: sehr lecker...
Nachteile/Kritik: aber auch sehr teuer
Hallo Ciaoaner,

heute berichte ich Euch einiges über das Partygetränk Absinth.

Herstellung und Zusammensetzung des Absinths:

Die genaue Zusammensetzung ist geheim, aber die Inhaltsstoffe sind zu Teil bekannt:
>Wermutkraut
>Anis
>Zitronenmelisse
> Fenchel
>Thujon (Nervengift)

Wermutkraut ist der Hauptbestandteil von Absinth. Die Hauptwirkstoffe in Wermutkraut sind Absinthin, Absinthinin und ein etherisches Öl, welches sich in allen Anteilen der Pflanze findet. Wermutöl, also die Essenz des Wermutkrauts, enthält 40 bis 70 Prozent Thujon.
Bittermachen ist der Inhaltstoff Absinthin.

Zu der Essenz des Wermutkrautes wurde Wasser hinzugefügt und die Mixer destilliert.
Danach wurde Alkohol bis zu einer Konzentration von 75 Volumenprozent hinzugefügt.
Einige Hersteller haben um die smaragdgrüne Farbe des Absinths zu verstärken, auch Kupfersulfat, Indigo und grünes Anilin beigefügt. Zur Verstärkung der Essenz bei der späteren Verdünnung mit Wasser ist manchmal Antimonchlorid zugegeben worden.

Thujon ist ein Nervengift und es hat eine halluzinogene Wirkung, weswegen Absinth des öfteren mit einem "flüssigen Joint" verglichen wird.

Wirkung des Absinths:

>Halluzinationen (wegen Inhaltsstoff Thujon)
>Bewusstseinsstörungen
>Nierenversagen
>Krampfanfälle/Dauerkrämpfe
>Magen-Darmprobleme
>Erregung des vegetativen Nervensystems
>Bewusstlosigkeit
>Muskelkontrakti onen

Die Geschichte:
Absinth war seit 1923 in Deutschland verboten, da es zu viele Nachwirkungen besaß. Man sagte dem Absinth nach, dass es ähnlich dem THC (Tetrahydrocannabinol) war. THC ist der Wirkstoff von Cannabis.
Ab 1991 ist es in Deutschland wieder erlaubt Absinth zu verkaufen, allerdings in verminderten Mengen von Thujan!
Absinth wurde damals auch im Krieg verwendet, um Schmerzen zu lindern und "den Kampfgeist der Truppe zu stärken".
Auch unter den Künstelern war Absinth weit verbreitet:
Van Gogh zum Beispiel hat sich im Absinthrausch ein Ohr abgeschnitten.
Einige Maler widmeten ihre Werke dem Absinth, unter anderem Picasso "Glas mit Absinth" und "Der Absinthtrinker", Degas malte " l´absinthe".
Im Mittelalter gab es den Glauben, dass Absinth die Pest abhalten würde. Man legte deshalb die Pflanze unter das Kopfkissen!

Empfehlung:
Da es verschiedene Hersteller und verschiedene Stärken von Absinth zu kaufen gibt, möchte ich Euch eine Empfehlung aussprechen:
Und zwar von Tabu, der Classic Strong Absinth mit 73%! Allerdings ist dieser Absinth nicht für den Direktverzehr gedacht, sondern für Cocktails oder andere Mischungen, wobei das bekannteste jedoch die klassische Mischung mit Wasser und Zucker ist. Natürlich darf man nicht vergessen den Zucker vorher auf einen Löffel zu legen, mit Absinth zu beträufeln und zu flambieren, bis der Zucker flüssig und bräunlich wird!

Fazit:

Wer gerne hochprozentigen Alkohol trinkt und dem dies auch nicht gleich vom Hocker haut, dem können ein paar Gläschen nicht schaden.
Mir jedoch, da ich selbst nicht der "Trinker" bin, lass lieber die Finger von Absinth, da mir dieser bittere Alkohol sowieso nicht mundet!


Also hoch die Gläser und man liest sich!

P.S. ich schreibe auch bei Ciao noch Erfahrungsberichte!

Euro Dani
Produktbewertung:Kundenbewertung 3,00 / 5,00 3
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Angelmam

***Absinth, Bünder Rötelli, Danziger Goldwasser und Magenbitter***

ein Testbericht von 2008-10-28 18:28:27 vom 28.10.2008
Empfehlung: ja
Vorteile: Selberhergestellt schmeckt es doch gleich besser und man weiß was drin ist....
Nachteile/Kritik: sehr Höchprozentig
Hallo ihr Lieben,

Wer will das so lange verbotene Getränk selber herstellen, der ist hier genau richtig, aber vorsicht, Wir dieses Wermut - Getränk zu oft getrunken, so können Nieren- unf Gehirnschäden auftreten.

Desweiteren habe ich auch noch die Rezepte zur Herstellung von Bünder Rötelli, Danziger Goldwasser und Magenbitter für euch hier zusammengeschrieben.

Viel vergnügen damit.

Absinth

* Zubereitung dauert ca. 10 Minuten
* Gärung dauert ca. 9 Tage (auf 2x, erste mal sind es 2 Tage, das zweite Mal sind es 7 Tage)
* Schwierigkeitsgrad: sehr leicht
* Zubereitete Menge: ca. 0,5 Liter

***Zutaten:***

- 500ml Wodka
- 2 TL Wermut (zerkleinert)
- 2 TL Anis (zerkleinert)
- 1/2 TL Fenchel
- 4 Kardamomen Kapseln
- 1/2 TL Koriander (gemahlen)
- 2 TL Angelikawurzel (zerhackt)

***Zubereitung:***

* Man übergießt den Wermut mit dem Wodka und lässt es 2 Tage stehen.
* Anschließend wird der Wermut durch filtern entfernt und die restlichen Zutaten zugegeben.
* Diese Mischung lässt man nun 1 Woche stehen und filitriert (filtert) dann nochmals.
* Zum Schluss wird der Schnaps noch in Flaschen abgefülltund an einen dunklen kalten Ort gelagert bis zum Verzehr.

PROST!!
--------------------------------------------------------------------------------------------------
Bünder Rötelli

* Zubereitung dauert ca. 20 - 30 Minuten
* Gärung dauert ca. 4 - 6 Tage
* Schwierigkeitsgrad: sehr leicht
* Zubereitete Menge: ca. 2,5 Liter

***Zutaten:***

- 500g gedörrte Kirschen
- 2 Zimtstange (2-3 cm lang)
- 2 Vanillestangen
- 4 ganze Nelken
- 4 Wacholderbeeren (zerquetscht)
- 1 TL Anis ganz evtl. Sternanis
- 1l gewöhnlichen Schnaps
- 1kg Zucker
- 1l Wasser

***Zubereitung:***

* Die Zutaten gibt man wie folgt in 2 1Liter Flaschen:
>250g Kirschen, 1 Zimtstange, 1Vanillestengel , 2 Nelken, 2 Wacholderbeeren, 1/2 TL Anis und 500ml Schnaps
* Das Gemisch nun 4 - 6 Wochen an der Sonne oder an einem warmen Ofen stehen. (Ab und zu schütteln)
* Nach ablauf der Zeit kocht man den Zucker mit dem Wasser auf, lässt es erkalten, mischt den Inhalt der zwei Flaschen dazu und filtriert (filtert) es.
* Zum Schluss wird der Schnaps noch in Flaschen abgefüllt, mit Kirschen verfeinert und an einen dunklen kalten Ort gelagert bis zum Verzehr.

PROST!!
--------------------------------------------------------------------------------------------------
Danziger Goldwasser

* Zubereitung dauert ca. 10 Minuten
* Schwierigkeitsgrad: sehr leicht
* Zubereitete Menge: ca. 3,25 Liter

***Zutaten:***

- 1250ml 50% reiner Alkohol
- 1l Rosenwasser
- 1l Spiritus Aurantii florum (Spiritus Aurantii florum ist eine Lösung von 10 Teilen Pomeranzenblütenöl in 990 Teilen Alkohol [80%])
- 12 Tropfen chinesisches Zimtöl
- 12 Tropfen Zitronenöl
- 12 Tropfen Muskatöl
- 12 Tropfen Safrantinktur

***Zubereitung:***

* Es wird alles miteinander vermischt und in Flaschen abgefüllt.
* In den fertigen Likör werden noch einige Blätter fein zerschnittenes Blattgold verteilt.
* Zum Schluss wird in den fertigen Likör noch einige Blätter fein zerschnittenes Blattgold verteilt.

PROST!!
--------------------------------------------------------------------------------------------------
Magenbitter

* Zubereitung dauert ca. 10 Minuten
* Gärung dauert ca. 14 Tage
* Schwierigkeitsgrad: sehr leicht
* Zubereitete Menge: ca. 1 Liter

***Zutaten:***

- 1 Zweig Melisse
- 1 Zweig Pfefferminze
- 1 Zweig Estragon
- 1 Zweig Basilikum
- 1 Zweig Rosmarin
- 1 Zweig Beifuß
- 1 Zweig Thymian
- 1 Zweig Oregano
- 1 Zweig Schafgarbe
- 10g Anis
- 10g Fenchel
- 1l 38% Korn

***Zubereitung:***

* Die ganzen Zweige mit dem Korn i eine Flasche geben und 14 Tage ziehen lassen.
* Anschließend die Zweige wieder entfernen und den Anis und Fenchel hinzugeben.
Fertig ist der Magenbitter

Hinweis zum Magenbitter: Der Schnaps ist verdauungsfördernd und besonders nach fetten Speisen sehr hilfreich.

PROST!!
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Kleiner Warnhinweis:
Reiner Alkohol ist leicht entzündlich, daher Zündquellen fernhalten und nicht rauchen.
Wer reinen Alkohol (ab 70%) trinkt riskiert Gesundheitsschäden und kann daran sterben.

Kleiner Tipp von mir:
Fülle den Likör in schöne Flaschen ab, dann hast du immer ein Mitbringsel oder Geschenk für andere.
Schreibe dir einen Zettel mit dem Datum wann du den Likör angesetzt hast und hänge ihn an die Flasche, dann weist du immer wann er fertig ist.

Ich wünsche schaurige Halloween

Man ließt sich
Eure Angelmam
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Neue Informationen zum Produkt automatisch per E-Mail erhalten
Missbrauch melden
Kommentare
morla
morla, 28.10.2008
wünsche dir einen schönen anbend lg. petra
sigrid9979
sigrid9979, 28.10.2008
Klasse Berichtet . Lg Sigi
Miraculix1967
Miraculix1967, 28.10.2008
Sehr interessant beschrieben! Schönen Abend, SH und LG Miraculix1967
Alle Kommentare anzeigen
Bericht bewerten und eigenen Kommentar schreiben
Raileigh

Soviel Droge wie jede Spirituose

ein Testbericht von 2003-04-05 11:48:43 vom 05.04.2003
Empfehlung: ja
Vorteile: Ein Spaßgetränk für Erwachsene...
Nachteile/Kritik: Macht nicht kreativ sondern blöd. Aber was anderes sollte man Alkohol auch nicht erwarten.
Jahrelang war er in Mode, der Absinth. Aber das ist lange her.

Getrunken wurde er sehr gern von der Pariser Kunstszene am Ende des 19. Jahrhunderts.
VanGogh, Toulouse-Lautrec, Oscar Wilde und Picasso waren ihm verfallen. Während der Zeit des Absinth-Konsums, hatte Picasso seine Blaue Phase. Wen wunderts?

Absinth ist eine Spirituose, die zu allererst aus der Wermutpflanze (Artemisia absinthium) hergestellt wird. Wermut wurde bereits in der Antike als Heilkraut angesehen. Nicht von ungefähr, verkaufen einige pfiffige Händler das Getränk mit dem Prädikat "heilend". Sicher ist dies eine Frage der Dosis.
Außer der Wermutpflanze müssen auch noch Sternanis, Fenchel und andere Kräuter bei der Herstellung herhalten. Noch mehr Kräuter - noch mehr gesund. "Woll'n wa noch ein Kräuterlikör trinken" fragt meine Schwiegermutter. "Is doch gesund, sind doch Kräuter drin!"

Manche Länder werfen auch Pfefferminze mit hinein. Die Tschechen tun das. Vielleicht hilft es gegen Husten.

Als im 18. Jahrhundert die Reblaus fast die gesamte französische Weinproduktion lahmlegte, war der Absinth ein beliebter Ersatz.
Anfang des 20. Jahrhunters kam das Verbot des Absinth.
Es gab einige wichtige Gründe dafür. Meist wurde minderwertiger Alkohol bei der Herstellung verwendet, was zur sogenannten Absinthblindheit führte. Das dem Wermutkraut innewohnende Neurotoxin Thujon kann Rauschzustände auslösen. Bei heute hergestellten Absinth werden höchstens 10mg davon erlaubt. Im 19. Jahrhundert gehörte die fünffache Menge durchaus in eine inspirierende Flasche.

Louis Pernod stellte das Getränk als erster industriell her. Nach dem Verbot änderte Pernod die Zusammensetzung des Absinth, lies den Wermut weg und verstärkte den Anisgeschmack. Der nach ihm benannte Pastis ist ein wohltuender Apperif, der Absinth war da schon weniger gefällig. Auch andere Getränke habe sich aus dem Absinth entwickelt: Anisette, Herbe de Sante, Sambuca.

Der Schweizer Jean Lanfray erschoss nach einigen Flaschen Absinth seine Familie. Dieser erschütternde "Absinthmord" war der Auslöser für das Verbot.

Pur schmeckt er nicht. Ölig, klebrig ist er dann und wirklich nur so bitter wie Medizin.
Doch lassen sich ein paar schöne Variationen zurecht mischen und dann wird er zu einem gemütliche Drink.
Der Experimentierfreude seien da keine Grenzen gesetzt.

So kann man einen ganz kleinen Löffel oder eine Gabel mit Zucker in Absinth tränken (wirklich nur eine Gabel voll, ihr wisst selbst, wie wenig dadrauf liegen bleibt) und dann den getränkten Zucker anzünden. Sobald der Zucker Blasen wirft, löscht man ihn im Absinthglas. Sofort wird das Glas mit Wasser aufgefüllt, so das es halb voll Absinth und halbvoll Wasser ist. Das ist wichtig, sonst passiert es vielleicht, das der Absinth abbrennt.

Eine andere Möglichkeit ist, den Absinth wie Pastis zu trinken. Etwas Absinth auf Eis gießen und mit Wasser auffüllen.

Wenn früher jemand den Absinthgenuss übertrieb, so bekam er ein Prädikat: "Wermutbruder!"
Wie bei allen Spirituosen macht es auch hier die Menge, die aus einem netten kleinen Getränk eine Droge macht. Das allein der Besitz von Absinth gegen das Drogengesetz verstößt, ist indes nicht zu befürchten. Seit dem Jahr 2000 ist Absinth in einigen Ländern wieder erlaubt. In abgeschwächter Form.

Und nur in ausgesuchten Spirituosengeschäften ist er zu erstehen.
In der Berliner Weinmeisterstrasse existiert das Absinth-Depot, geöffnet von 19 - 24 Uhr. Dort gibt es verschiedene Sorten und es ist auch möglich ihn an Ort und stelle zu verkosten.

Na denn! Prost!
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Philipp19

Das absolute Kultgetränk

ein Testbericht von 2002-10-24 01:51:34 vom 24.10.2002
Empfehlung: ja
Asinth ist das absolute Kultgetränk. Man kann Absinth in sehr vielen Cocktails mixen. Aber das beste was es gibt ist Absinth pur zu trinken. Absinth ist ein Anis Schnaps Ähnlich Perno. Jahre lang war Absinth verboten. Normaler Absinth hat 75 bis 80% Alkohol. In Absinth ist nicht nur Alkohol sondern noch ein anderer Stoff nämlich Thuion. Ein Absinthrausch kann daher auch holozinogene Zustände hervorrufen. In der Schweiz ( da kommt der Ur- Absinth her) ist Absinth bis heute verboten. Man sollte aber aufpassen den 75 bis 80% sind nicht gerade wenig. Bitte liebe yopis seit mir nicht böse ich geh gleich pennen. Ich bin nicht mehr in der Lage mehr zu schreiben. ( Also falls jemand Rezepte für Cocktails benötigt einfach unter marian.jeschky@t-online.de melden) Der einzige Grund warum ich Absinth so gut beschreiben kann ist der das ich vor einer Stunde ne viertel Flasche davon gesoffen hab.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:weniger hilfreich
mottemaus

ABSINTH!Kultdrink!BerichtEinerFeuchtfröhlichnNacht

ein Testbericht von 2002-07-07 17:34:41 vom 07.07.2002
Empfehlung: ja
Absinth - das wollte ich immer schonmal probieren, aber irgendwie bin ich nie dazu gekommen und hab's auch nirgends gefunden. Doch letztens auf ner Fete stand es da - mitten auf dem Tisch.

Ich mir gleich den holden Besitzer der Flasche gekrallt und mir ein Probeschlückchen erschnorrt.. Freude kam auf..

Mit grösster Neugier beobachtete ich das interessante Ritual das da vor meinen Augen vollzogen wurde:

( Absinth enthält deutlich mehr Alkohol als die meisten anderen Spirituosen und deshalb trinkt man Absinth normalerweise nicht pur. )

Zuerst gibt mal ca. 2-3 cl Absinth in ein Glas. Man häuft Zucker auf einen Teelöffel, steckt ihn in das Glas so das er sich mit Absinth vollsaugt aber der Zucker auf dem Löffel bleibt. Nun zündet man den Absinth - Zucker Mix an und wartet bis die Flamme ausgehn. Jetzt ist der Zucker caramelisiert. Man rührt dies in den Absinth im Glas und kippt gleichzeitig kaltes Wasser hinzu ( manche kippen auch kalten Champagner, Sekt, roten oder weißen Wein hinzu ) - Verhältnis 1:1

Irgendwie hatte ich damit gerechnet das das ganze schwarz aussieht ( merkwürdig oder? ) aber denkste: es war gelb. Sah aus wie Kamillentee..

Nun - so weit so gut. Ich mich ganz gespannt vor das Glas gesetzt: *schnupper* hmm roch wie Quzo gemischt mit Sambuca. Jetzt kam noch der Tipp vom holden Spender: "Mein Tipp - lass dir viel Zeit mit dem Glas.."

*nipp* hmm - schmeckte auch wie Ouzo mit Sambuca gemischt. Wer den Geschmack so anismässig mag, der mag auch Absinth. Trotz mit Wasser vermischt schmeckt das ganze recht scharf - aber gut wie ich finde!!

Ich also schöön langsam dran genippt und hatte das Glas ( mein holder Spender hat mir gleich 'n ganzes Glas voll gemacht ) so in ner viertel Stunde auf.

Ich weiss nicht ob es an den paar Bieren vorher lag oder wirklich an Absinth - jedenfalls haute das ganz schön rein und ich meine g a n z s c h ö n, weil ich echt nicht so schnell besoffen werde!

Das wird wohl daran liegen was alles drinne ist, nämlich:
Wegen psychoaktive Substanzen ( ich weiss allerdings nicht genau was das ist aber hört sich interessant an .. ) geht die Wirkung von Absinth über andere Spirituosen hinaus. Thujon ( das ist ein Inhaltsstoff des Wermutextrakts [ Artemisia absinthium] ) soll diese Wirkung hervorrufen. Die Wirkung von Absinth ist berauschend, euphorisierend, anregend und stimulierend. Dies kommt davon das hoher Alkoholgehalt mit dem Thujon zusammentrifft. Eine wissenschaftlich belegte Begründung zur Wirkung von Absinth gibts bis heute nicht.
Absinth soll in sehr hohen Mengen halluzinierende ( richtig geschrieben? ) Wirkungen haben ( Zitat des holden Spenders: "Zwei Gläser und dir gehts echt gut - nach dem 5. bekommst du Hallus" ). Es gibt eine Ähnlichkeit der Molekularstruktur zwischen Thujon und THC ( Wirkstoff der Cannabispflanze ) und somit kann man die Halluzinaltionen wohl erklären.

Nun - ich hatte ein Glas und das hat wie gesagt schon reingehauen. Ich denke fünf hätte ich davon echt nicht trinken können!

Der Rauschzustand ist echt angenehm. Man duselt so vor sich hin, fühlt sich leicht und hat seinen Spass. So wie'n richtig guter Rausch.

Um Oscar Wilde mal zu zitieren: "Das erste Stadium ist wie normales Trinken, im zweiten fängt man an, ungeheuerliche, grausame Dinge zu sehen, aber wenn man es schafft, nicht aufzugeben, kommt man in das dritte Stadium, in dem man Dinge sieht, die man sehen möchte, wundervolle, sonderbare Dinge."

Wenn man mal bedenkt das es noch gar nicht so lange her ist, als Absinth noch verboten war:

Das Absinth Verbot Gesetz wurde 1981 aufgehoben. Trotzdem war in Deutschland die Verwendung von Wermutöl verboten. Seit 1991 ist "die Zulässigkeit von Thujon auf 5mg/Kg in alkoholischen Getränken von bis zu 25vol.%, von 10mg/Kg bei mehr als 25vol.% und auf 35mg/Kg in Bitterspirituosen festgelegt (Bundesgesetzblatt 1991, Teil I, Seite 2045-50)"

So weit ich weiss war Absinth gaanz früher mal ne Medizin und als die Leute die berauschende Wirkung erkannt haben, haben sie sich damit .. naja besoffen halt. Das war sehr billiger Schnaps für sie. Doch da da noch nicht die heutigen Sicherheitsvorschriften gegolten haben, war das Zeug seht giftig ( wurde deswegen ja auch verboten ) und führte zur Zerstörung des Nervensystems und vielen Sachen mehr.

Absinth hat einen sehr hohen Alkoholgehalt von 55 - 75 % deswegen wird auch von einem übermässigen und regelmässigen Konsum abgeraten.

Absinth bekommt man normalerweise nicht einfach so in Kneipen oder Restauranten. Selten findet man eine/eins in Deutschland ( ich wüsste so keins. )

Also muss man sich das wohl selbst besorgen und das kann man in Internet ( einfach mal Absinth in eine Suchmaschine eingeben und man bekommt viele pages von Online Shops gezeigt ) oder auch in manchen gutsortierten Getränkemärkten.

Der Spass is aber nicht sehr billig. So weit ich weiss ab 30,- für 0,75 ml. Nur müsst ihr ja auch wissen das man statt viiiiel Bier oder Schnaps bloss 1 oder 2 Gläser Absinth trinken muss.

Hiermit möchte ich natürlich nicht zum übermässigen Konsum aufrufen - oder zur Ausnutzung der berauschenden Wirkung NEIN ich werde mir das auch das nächste mal überlegen ob ich das trinke denn der nächste Morgen hatte es in sich ( allerdings kann man da nicht nur dem Absinth die Schuld geben. )

Also - probieren geht über studieren! Es ist echt eine Erfahrung und auch einen kleinen Kater wert das Zeug mal zu testen!!!

Mit den verschiedenen Sorten kenn ich mich nun ich aus. Da müsstet ihr euch mal im Internet informieren.

Hier hab ich noch einen Link für alle Cocktail oder Mix Fans - natürlich alle Rezepte mit Absinth:

http://www.rauter.de/html/absinth-rezepte.htm

So Leudde dann wünsch ich viele schöne feuchtfröhliche Abende! Ob nun mit oder ohne Absinth!

Eure MM
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
schweitzman

WERMUTKIFFEN - Bis die "Grüne Fee" kommt

ein Testbericht von 2002-07-04 08:46:46 vom 04.07.2002
Empfehlung: ja
°°°ABSINTH - MAGIE EINES MYTHOS

Wer wünscht sich nicht Kylie Minogue als knapp bekleidete „Grüne Fee“ im seeligen Absinthrausch zu begegnen? Kreativitätsorgien zu halluzinieren und auf einer Stufe mit Oscar Wilde, Ernest Hemingway, Charles Baudelaire und den Großen der Boheme über das Leben zu diskutieren...? Den Reiz des so lange verbotenen, von Mythen und Legenden umwobenen Extrakt der Intellektuellen zu kosten? Seit kurzer Zeit ist der Absinth wieder in Deutschland erlaubt und feiert einen grandiose Wiedergeburt. Ich habe hier Versucht viele Fakten und Informationen zusammenzutragen um den Mythos Absinth etwas transparenter zu gestalten. Natürlich wächst das nicht alles auf meinen Mist, viele Informationen stammen aus Artikeln in chemischen Publikationen wie Nature oder älterer Literatur aus der Universitätsbibliothek der Universität des Saarlandes. Ich habe diese zusammengetragen und versucht die Essenz herauszufiltern. Dieser Artikel war als Stoffsammlung für einen Vortrag konzipiert und enthält entsprechend viele Fachausdrücke und chemische Details, er wurde für die Veröffentlichung hier gekürzt und teilweise umformuliert um vielen Lesern, die keinen Zugang zu solcher Literatur haben einen Einblick in die Thematik zu geben. So ich hoffe ihr findet ein paar neue Infos über das Kultgebräu...bei Fragen einfach Kommentar hinerlassen oder bei mir im Gästebuch melden...

°°°WIEDERGEBURT EINER LEGENDE

In Bram Stoker´s Dracula feierte das Kultgetränk der Boheme seine Wiedergeburt auf der Leinwand, in „Moulin Rouge“ erlag Ewan McGregor der „Grünen Fee“ und seit einiger Zeit ist der sagenumwobene Wermutschnapps wieder in Deutschland erhältlich, wenn auch in entschärfter Form. Rosige Aussichten auf erweiterte Horizonte? Der Absinth-Rausch soll bei van Gogh immerhin die gelbe Phase verursacht haben (ob das gut war?), Picasso malte den Absinth-Trinker und der Kosename Grüne Fee wird Oskar Wilde zugeschrieben. Auch die Schriftsteller und Poeten Charles Baudelaire, Arthur Rimbaud, Alfred Jarry, Guillaume Apollinaire und Paul Verlaine sollen zumindest einen Teil ihrer Kreativität dem Absinth verdankt haben. Der englische Dichter Ernest Dowson rühmte den Absinth als Aphrodisiakum. Auch Oscar Wilde verherrlichte das Absinth-Trinken.

°°°CHEMICAL FACTS

Absinth ist ein alkoholisches Getränk, zu dessen Herstellung u.a. ein Extrakt aus dem Wermutkraut verwendet wird. Aufgrund der Herstellungsweise müsste es trotz seines ungewöhnlich hohen Ethanolgehaltes zu den Likören gezählt werden. Üblicherweise handelt es sich um ein Produkt von smaragd-grüner Farbe mit ausgesprochen bitterem Geschmack. Absinth enthielt und enthält über 50 Volumenprozent Ethanol. Schon aus diesem Grund wird es in der Regel verdünnt und mit Zuckerbeimengung konsumiert, die in einer ritualisierten Art und Weise zelbriert wird. Der Absinth wird in einem speziellen Absinthglas „vorgelegt“ ein Stüch Würfelzucker mit dem Absinthlöffel mit dem Wermutschnaps getränkt und über as Glas gelegt. Man entzündet den getränkten Zucker, der in der Flamme zu karamellisieren beginnt. Nun „löscht“ man den brennenden Würfel im Absinth und genießt am Besten noch warm...Bei der Verdünnung mit Wasser kommt es zu einer opaleszierenden Weißfärbung, die ja auch von anderen Getränken wie Pernod, Pastis oder Ouzo bekannt ist. Ursache hierfür ist die fehlende bzw. sehr schlechte Wasserlöslichkeit der enthaltenen etherischen Öle; diese „fallen“ bei der Verdünnung aus der alkoholischen Lösung aus und trüben die entstandene Emulsion.
Dieser Farbwechsel (Louche-Effekt) ist sicherlich ein Grund für nahezu zelebrierte Trinkrituale; der entscheidendere Grund liegt aber wohl am Hauptinhaltsstoff, den Essenzen des Wermutkrauts, welche sich, zumindest zum Teil, auch für das Bitteraroma verantwortlich erweisen.

°°°DAS WERMUTKRAUT

Die bitterste bekannte Pflanze soll zwar die Weinraute sein, das Wermutkraut soll aber direkt darauf folgen. Die Hauptwirkstoffe sind Absinthin, Anabsinthin und ein etherisches Öl, welches sich in allen Anteilen der Pflanze findet. Wermutöl, also die Essenz des Wermutkrauts, enthält 40 bis 70 Prozent Thujon, daneben Thujalkohol, Absinthin, Phellandren, Cadinen, Pinen, Azulen, Cineol und Salicylsäure (Römpp Chemie Lexikon). Bittermacher ist der Inhaltsstoff Absinthin, der noch in einer Verdünnung von 1 zu 70.000. wahrgenommen werden soll (1 Gramm in 70 Litern Wasser). Nach Gessner rufen die Nervengifte Thujon und Phellandren Krämpfe hervor und können zu schweren Degenerationserscheinungen am zentralen Nervensystem führen. Im Tierversuch sollen kleine Gaben von Wermutöl zu leichten Muskelzuckungen, größere Gaben zu Krämpfen führen.

°°°DER WIRKSTOFF THUJON

Da der Absinth fast ein Jahrhundert in fast ganz Europa verboten war, sind die vorhandenen Publikationen mit Vorsicht zu interpretieren, da sie größtenteils sehr alt sind und teilweise auch die wissenschaftliche Objektivität vermissen lassen. Sicherlich ist als Hauptwirkstoff des Absinths der Alkoholgehalt zu sehen: immerhin 50 bis 70 Volumenprozent (teilweise bis zu über 80 Volumenprozent). Die besondere Rolle des Absinths unter den alkoholischen Getränken liegt aber in der Verwendung des Wermutkrauts bzw. des Wermutöls bei der Herstellung.
Bereits oben wurde das Monoterpen Thujol als Hauptwirkstoff genannt. In erster Linie ist hier das Isomer alpha-Thujol als aktiver Bestandteil zu sehen, wobei das beta-Thujol meist in höherer Konzentration vorliegt. Doch Warum sollte aber eine Droge, die krampferregend und toxisch ist, begehrenswerte Eigenschaften haben, wie sie sich in den Beschreibungen über den Absinth finden?

°°°WERMUTKIFFER?

Die angebliche, halluzinogene Wirkung der früheren Absinth-Produkte mit hohem Thujon-Gehalt wurde zeitweise auf die chemische Strukturähnlichkeit zwischen Thujon und Tetrahydrocannabiol, dem Wirkstoff des Marihuana zurückgeführt. Thujon, der Hauptbestandteil des Wermutöls zeigt chemisch tatsächlich eine gewisse Strukturähnlichkeit mit Tetrahydrocannabiol, dem Hauptwirkstoff des Marihuanas. Del-Castillo et al. vermuteteten daher in einem Letter an Nature (1976) für beide Substanzen einen gemeinsamen Angriffspunkt (Rezeptor) im zentralen Nervensystem. In weiter Übereinstimmung mit diesen Autoren fanden Rice und Wilson, dass Thujon antinoceptive Eigenschaften habe und dass (-)-Thujone 10fach stärkere Wirkung habe als das (+)-Thujone-Isomer. Auch sie vermuteten einen spezifischen Rezeptor. Nach der Entdeckung des CB1-Cannabinoid-Rezeptors konnten diese Thesen überprüft werden. Cannabinoid-Anagonisten müssen Cannabinoide am Rezeptor verdrängen. Ähnliches gilt für den CB2-Rezeptor. Meschler und Howlett führten dies 1999 im Ratten-Experiment durch. In der Tat bestätigten sie einen Einfluss auf die Cannabinoid-Rezeptoren, allerdings nur in sehr hohen Dosierungen. Solche Dosierungen - einmal ganz abgesehen von der möglichen Speicherung hoher Konzentrationen im Fettgewebe (wg. hoher Lipoidlöslichkeit) und von möglichen first-pass-Effekten (schneller Abbau) in der Leber - dürften solche Blut-Thujon-Konzentrationen nur bei massiver Vergiftung auftreten. Beim Absinth-Trinker dürfte nach diesen Ergebnissen die Aktivierung von Cannabinoid-Rezeptoren keine Rolle spielen. Das Verhalten der Tiere zeigte im Experiment im Übrigen keine cannabinoid-relevanten Veränderungen wie Schmerzdämpfung und Hypomobilität (Meschler und Howlett, 1999).
Im Gegensatz zu den Cannabinoiden wirkt Thujol ja wie Picrotoxin erregend. Eine solche Substanz könnte stimmungshebend und antidepressiv wirken (Olsen, 2000). Nach der Meinung des Autors könnten die angstauslösenden und möglicherweise aktivierenden Eigenschaften der GABA-Antagonisten den angstlösenden, sedativen aber auch amnestischen Effekten von Drogen wie Benzodiazepinen und Alkohol entgegenstehen.
Es bestünde also die Möglichkeit, dass im Absinth eine gewisse Balance zwischen Wirkungen des Thujols und des Alkohols besteht, wobei einige Wirkungen abgeschwächt oder aufgehoben werden.
Diese Theorie würde die angeblich einzigartige, da zu den übrigen Spirituosen unterschiedliche, Wirkung des Absinths zumindest teilweise erklären.

°°°HERSTELLUNG UND URSPRUNG

Der Ursprung der Herstellung des Absinths lag offensichtlich in der französischen Schweiz, es ranken sich allerdings eine Reihe von unterschiedlichen Geschichten um die wahre Urheberschaft. Fest scheint lediglich zu stehen, dass ein Major Dubied, dessen Sohn Marcelin und sein Schwiegersohn Pernod 1797 eine Absinth-Brennerei gründeten.
Der Aufstieg des Absinths hing vielleicht damit zusammen, dass im 18. Jahrhundert die Weinpreise anzogen, der Preis für Absinth hingegen - letzteres vermutlich aufgrund der mittlerweile erfolgten Massenherstellung - sank. Eine nicht zu unterschätzende Rolle spielten aber sicherlich die noch anzusprechenden Bohemes, die den Absinth zum Kultgetränk werden ließen, wie auch im Film „Moulin Rouge“ eindrucksvoll gezeigt wird. (Kylie Minogue als „Die Grüne Fee“)
Neben dem Absinth von Pernod waren Fritz Duval Dubied Pére & Fils, A. Vichet, La Cressonnée, Terminus, A. Junod, Cousin Jeune, Herbsaint, Oxygénée und L. Lemercier & Duval klassische Absinth-Marken.

°°°DER FALL

Bereits um 1850 kam der Absinth in Verruf. Bei chronischer Aufnahme wurde ein Syndrom beschrieben, praktischerweise Absinthismus genannt. Als Leitsymptome galten Sucht, Übererregbarkeit und Halluzinationen. Die Diskussion wurde offensichtlich durch die damals noch weit verbreitete Lamarck'sche Vererbungs- und Evolutionstheorie angefacht. Einige Gegner glaubten, dass der Absinthismus genetisch manifest und damit vererbbar würde. Als zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Absinth fast in allen europäischen Ländern verboten wurde, stellte Pernod die Rezeptur um, schloss sich mit Jules Pernod, einem anderen lokalen Hersteller zusammen, und kreierte das Getränk, was uns heute noch als Pernod bekannt ist. Getränke, die hier als Konkurrenzprodukte nachfolgten, sind auch heute noch bekannt: Pastis, Anisette, Herbe de Sante und Sambuca.

°°°SELBSTVERSUCH (Update)

Der Versuch am eigenen Leib verlief unter streng wissenschaftlichen Vorkehrungen mit einem guten Freund nach Wahl... Also das teure grüne Teufelszeug in ein Glas, Würfelzucker damit tränken, ***wusch*** Feuer dran und nach wenigen Sekunden im Absinth versenken... Der eindeutige Wermutgeruch vermengt mit der süssen Zuckernote erreicht meine Nase. Na denn, hinein. Ich setze das Glas an, der Geruch fein verdampften Ethanols steigt mir ins Riechorgan bevor der grüne Saft meine Lippen erreicht, ein kleiner Schluck für einen Menschen, eine großer Schluck für die Menschheit. Ernüchterung. Also Geschmackstechnisch sollte das Zeug eher in den Apothekerschrank, doch für mich als alten Anisfan durchaus angenehm mit dezenten "brennen" im Abgang. Holla, das Zeugs ist heftig...nach zwei weiteren waren beide Probanden ziemlich fertig mit sich selbst und der Welt...Der Monsterkater am "Day after" schiebe ich aber auf die etlichen "Billigbiere" mit denen wir uns "warmgetrunken" haben...

°°°FAZIT

Bei kritischer Betrachtung bleibt der Verdacht, dass tatsächlich neben all den primär gesundheitsschädlichen Folgen des Absinthmissbrauchs gewisse halluzinogene Wirkungen nicht abgestritten werden können. Der Hauptwirkstoff Thujol hat krampferregende, cerebrale Wirkungen, wie auch das ebenfalls im Wermutöl enthaltene Phellandren.
Sicherlich mögen viele der beschriebenen Symptome des Absinthismus durch den Alkoholmissbrauchs allein erklärt werden können. Aufgrund der neueren Untersuchungen über den zentralen Angriffspunkt des Thujols könnten sich aber bei simultaner Aufnahme von Ethanol und Thujol einige einander abschwächende Effekte ergeben. Hieraus könnte in der Tat ein von der reinen Ethanolintoxikation etwas abweichender Rauschzustand erreicht werden. Die Abbauprodukte des Thujols konnten im Tierversuch im Gehirn nachgewiesen werden. Welchem Abbauprodukt nun die hauptsächliche, zentrale Wirkung zukommt, ist letztendlich noch ungeklärt..
Von einer genüsslich zelebrierten "grünen Stunde" muss somit nicht generell abgeraten werden, sie sollte aber nicht täglich sein. Zu warnen ist natürlich vor der durchaus realisierbaren Möglichkeit, sich Wermutöl als Homöopathikum zu beschaffen und den alten Absinth in Eigenregie nachzukreieren.

Als denn,

schweitzman et al. 2002

Kommentare gern gesehen.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Neue Informationen zum Produkt automatisch per E-Mail erhalten
Missbrauch melden
Kommentare
Manica
Manica, 26.04.2006
SH- Der Absith, den man hier in Deutschland legal erhält ist nur 70iger Alkohol und hat keine hallozigene Wirkung. Wenn du also keinen illegalen gekauft hast, ist die Wirkung einleuchtend! Liebe Grüße Manica
Bericht bewerten und eigenen Kommentar schreiben
krawallo

Renaissance eines KULTGETRÄNKES !!!

ein Testbericht von 2002-04-02 22:50:23 vom 02.04.2002
Empfehlung: ja
Berühmt geworden ist Absinth als Inspirationsquelle der Pariser Kunstszene gegen Ende des 19.Jahrhunderts.
Um Absinth von Kennern auch liebevoll“ Grüne Fee“ genannt gibt es unzählige Geschichten und Gerüchte.
1923 wurde er verboten und erst 1998 wurde die Herstellung und Vertrieb von Absinth wieder zugelassen.
Gebrannt wird er aus der Wermutpflanze( franz. Absinthe) gebrannt und die Normalstärke betrug seinerzeit 70% Alkoholgehalt.
Der Absinth von heute unterscheidet sich von seinen Ahnen in einem wichtigem Punkt:
Er enthält die Wirkstoffe „berauschender“ Kräuter in erheblich verringerter Dosis.
Das erlaubt die Rückkehr des Likörs mit dem verführerischen Duft nach Anis und den aromatischen Kräutern der Provence in den Handel und zusehens auch in die Szene- Bars der Großstädte.

Heute erhält der Absinth immer noch deutlich mehr Alkohol (meist 55%), als die meisten anderen Spirituosen.
Man trinkt ihn deshalb selten pur, sondern verdünnt ihn mit Wasser, mixt ihn mit Wein, Sekt oder anderen Spirituosen.

Mein Tip: Hemingways Lieblingscocktail „Death in the Afernoon“ :

4cl Absinth
in ein Champagnerglas gießen,
zwei Eiswürfel dazugeben,
das Ganze mit Champagner (oder Sekt) auffüllen
und
genießen !

Oder meinen Nachttrunk zum Abschluß eines harten Cocktailtages:

5cl Absinth
1 Barlöffel weißer Zucker
5 cl stilles Mineralwasser

Absinth in ein Old-fashioned-Glas gießen.
Den Barlöffel Zucker in die Flüssigkeit tauchen, dabei darauf achten,
daß der Zucker vollständig mit Absinth getränkt ist.
Den Zucker anzünden und solange über das Glas halten, bis der Zucker zu karamellisieren beginnt; dann die Mitur ins Glas geben.
Wenn die Flüssigkeit zu brennen beginnt, so lange rühren, bis der Zucker vollstäändig aufgelöst ist.(Drauf achten, daß das Glas nicht zerspringt!)
Mineralwasser zum Abrunden dazugeben, ein letztes Mal umrühren und servieren.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Neue Informationen zum Produkt automatisch per E-Mail erhalten
Missbrauch melden
Kommentare
Rena50
Rena50, 02.04.2002
... aber nichts fuumlr mich. Wahrscheinlich moumlgen dieses Getraumlnk lieber Maumlnner. Gruszlig Rena
Bericht bewerten und eigenen Kommentar schreiben
1-7 von 7  Tipps & Tricks zu Getränken
Top Webtipps
Amazon.de
Niedrige Preise, Riesen-Auswahl und kostenlose Lieferung ab nur 20 EUR

Produktbeschreibung Tipps & Tricks zu Absinth

 
Allgemeine Informationen Tipps & Tricks zu Absinth
gelistet seit: 20.08.2003
Bewertung durch unsere Mitglieder
Produktbewertung: Kundenbewertung 4,80 / 5,00
Tipps & Tricks zu Absinth im Vergleich
Home > Essen, Trinken & Genussmittel > Alkoholfreie Getränke > Tipps & Tricks zu Getränken > Tipps & Tricks zu Absinth > Überblick