Tipps & Tricks zu Weinen (Französischer Rotwein)
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Tipps & Tricks zu Weinen (Französischer Rotwein)
Tipps & Tricks zu Weinen (Französischer Rotwein)
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Tipps & Tricks zu Weinen (Französischer Rotwein)

Platz 21 in der Kategorie "Tipps & Tricks zu Getränken".
Bewertung: Kundenbewertung 4,90 / 5,00 (4.9 von 5)

Tipps & Tricks zu Weinen (Französischer Rotwein) Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,90 / 5,00 (4.9 von 5)
von 100% aller Autoren empfohlen (5/5).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • sehr charaktervoller Wein mit gutem Gusto
Nachteile/Kritik
  • teuer....
Albatros

Guter Bordeaux von Aldi - ein schöner Traum?!

ein Testbericht von 2002-09-29 21:43:14 vom 29.09.2002
Empfehlung: ja
War mal wieder bei unser aller Aldi und habe mir wieder einmal einen Wein gegönnt. Die Franzosen verlangen mitunter eine ganze Stange Geld für ihre besseren Tropfen, sodass ich bei dem Preis der Flasche gestutzt habe, denn 1,79 Euro für 0,75 Liter sind schon sehr wenig. Eigentlich habe ich auch nur einen Wein zum Abendessen gesucht, also nichts wirklich besonderes. Wie soll ich es sagen; der Preis hat meine Neugierde geweckt, ich nahm die Flasche aus dem Regal und mit nach Hause.


Verpackung:

Die Flasche ist aus dunkelgrünem Glas und trägt ein schmales weißes Etikett (senkrecht angebracht mit einem ca. 1 cm breiten Goldstreifen am unteren Rand) auf dem folgendes zu lesen steht:

BEAU REVE

2001
Bordeaux
Appellation Bordeaux Controlee

Mis en bouteille par
S.A. BOUEY
a 33440 Ambares - France

Produit de France


Beau Reve ist ein Name, der einiges verspricht, denn er bedeutet "Schöner Traum". Als mir das aufgefallen ist, hat es mich schon ein wenig nachdenklich werden lassen (wer will schon gerne einen Kater am Morgen danach....). Aber irgendwie ist das wohl auch eine Art Versprechen, dass man gerade in dieser Hinsicht nichts zu befürchten hat. Der Hinweis Appellation Bordeaux Controlee ist ein Kontrollverweis darauf, dass die Herkunft des Weins authentisch ist. Auf dem Etikett auf der Rückseite befindet sich ein genauerer Verweis auf die Herkunft mit einem kleinen Kartenausschnitt und zusätzlich noch eine Empfehlung für Lagerung (liegend) und Verzehr (kellerfrisch bei 16/17 ° Celsius zu Fleischgerichten und würzigen Käsesorten).



Der Inhalt:

Der Wein hat eine tiefrote Farbe und einen Alkoholgehalt von 12 %. Das lässt (natürlich in Grenzen...) den Schluß zu, dass er etwas trocken ist, denn je höher der Alkoholgehalt, umso weniger natürlicher Zuckergehalt verbleibt im Wein.



Geschmack:

Die Nase verspricht nicht viel. Ich fand den Duft leicht trocken, fast ein wenig unscheinbar. Der erste Schluck war dann in der Tat trocken aber nicht unangenehm. Ein kräftiger Wein mit mit einem leicht samtigen Geschmack, irgendwie angenehm voluminös und doch nicht zu dick auftragend. Zufriedenheit hat sich bei mir breitgemacht, denn bei jedem weiteren Schluck stellte sich eine angenehmes Wärmegefühl im Bauch ein. Eine besondere Geschmacksnote habe ich nicht feststellen können (halt ein typischer trockener Rotwein...).



Fazit:

Die volle Punktzahl gibt es; allerdings mit dem Hinweis, dass ich den Geschmack o.k. aber nicht herausragend fand. Wie oben beschrieben, habe ich keine besonderen Aromen gefunden. Aber man darf den Preis nicht vergessen. Für gerade einmal 1,79 Euro darf man im Grunde nicht viel (oder eigentlich eher wenig ...) erwarten und diese Erwartungen werden dann doch deutlich übertroffen. Ein süffiger Tropfen, den man sich ohne Reue (ich hatte keine Kopfschmerzen am nächsten Morgen....) öfters mal zum Abendessen genehmigen kann, ohne sich finanziell zu sehr zu verausgaben. Solide Qualität zu einem sehr guten Preis.

In diesem Sinne Prost

Euer

Alba
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
MONETIX

"Rotwein ist für alte Knaben......

ein Testbericht von 2003-06-21 20:19:29 vom 21.06.2003
Empfehlung: ja
Vorteile: sehr charaktervoller Wein mit gutem Gusto...
Nachteile/Kritik: teuer....
............eine von den besten Gaben!“

„Ein schwerer Rotwein.“ Drei Worte, die entweder voller Andacht oder mit unverkennbarer Ablehnung ausgesprochen werden.
Die Welt der Rotwein-Trinker ist in zwei Lager gespalten: auf der einen Seite die Befürworter der leichten Roten, auf der anderen Seite jene, die nur Schwergewichte ernst nehmen –zu denen zweifellos ich gehöre; nicht zu den Schwergewichten (obwohl meine Frau das anders sieht!), sondern zu denen, die schwergewichtige Rotweine lieben.

Nun gibt es zwar Weine, die ohne jeden Zweifel leicht –zum Beispiel Beaujolais Nouveau-, und andere, die unbestritten schwer sind –ganz offensichtlich gehört Barolo dazu-, doch bei der grossen Mehrheit der Rotweine entscheidet allein der persönliche Geschmack über die Zugehörigkeit.
Sowie die Schönheit im Auge des Betrachters liegt, so liegt die Schwere des Rotweines im Mund dessen, der ihn trinkt.

Je mehr ich beobachte wie normale Menschen über Wein reden, desto überzeugter bin ich, dass die Art, wie Experten Wein analysieren, damit so gut wie nichts zu tun hat.
Sie sind wie Hohepriester, die sich in endlose theologischen Dispute über Fragen verstricken, an denen ihre Herde nicht das geringste Interesse hat.

Für sie ist der Alkoholgehalt ausschlaggebend für die Leichtigkeit oder Schwere eines Rotweins. Dabei spielt dieser eigentlich bei der Art, wie der Liebhaber Wein probiert, eher eine untergeordnete Rolle.

Es gibt Rotweine, die den meisten von uns leicht erscheinen, obwohl sie 13 % Alkohol aufweisen, während andere mit zurückhaltenden 12 % generell als schwer gelten.

Es ist eher die Wahrnehmung der Gerbstoffe, die für mich bei der Zuordnung den Ausschlag gibt.
Wenn ein Rotwein fest oder hart schmeckt oder ein pelziges Gefühl hinterlässt, wird er im allgemeinen als schwer betrachtet, während ein weicher, geschmeidiger oder frischer Eindruck ihm das Etikett „leicht“ beschert.

Alle roten Weine enthalten Gerbstoffe, da die für die Farbe verantwortlichen Substanzen ebenfalls Gerbstoffe sind.
Die Familie der Gerbstoffe beziehungsweise Tannine, wie die Experten sie nennen, ist jedoch äusserst weitläufig und unterschiedlich geartet.
Ein Rotwein kann voller Tannin stecken und doch weich schmecken oder aber einen mässigen Tanningehalt haben und stahlhart erscheinen.
Einmal mehr haben die analytischen Daten der Experten wenig Bedeutung für mich als Weintrinker.
Es ist alles eine Frage des Eindrucks, den der Wein in unserem Mund hinterlässt.

Die berühmtesten unter den allgemein als schwer bezeichneten Rotweinen oder sogar der Inbegriff eines schweren Rotweines sind die Bordeaux-Weine aus Frankreich.

Allein aufgrund ihres Rufes als grosse Weine sind wir zweifellos geneigt, sie als schwer einzuordnen, aber der entscheidende Faktor ist die Kombination aus reichlich festen Gerbstoffen und einem ganz besonderen Charakter. Ein hochwertiger junger roter Bordeaux kann in Duft und Geschmack viele Aromen aufweisen, die ziemlich gewöhnungsbedürftig sind.
Man kann sie anders beschreiben, doch jeder wird mir zustimmen, das Bezeichnungen wie Bleistiftspäne, Jod, Leber oder Pferdestallnicht unbedingt einladend stimmen .

Abstruse Aromen sind denn auch keinesfalls der Grund, warum rote Bordeaux unter Sammlern auf der ganzen Welt, diegefragtesten Weine überhaupt sind und das Herz der Weinkarte in so vielen Restaurantes bilden. Nein, das Potential, dass diese Weine zu solchen Kultgegenständen gemacht hat, beruht vielmehr auf ihrer satten Fruchtigkeit, die allgemein als an schwarze Johannisbeeren erinnernd beschrieben wird, und auf der Harmonie, die ihnen trotz Üppigkeit und reichlich Tanninen eigen ist.

Die Natur –Klima und Boden des Landstriches um die Gironde-Mündung an der Atlantikküste –ermöglicht hier Rotweine voller Charakter, in denen alle Bestandteile sich auf bemerkenswert harmonische Weise zu einem Ganzen fügen.

Diese Ausgeglichenheit führt dazu, dass gute und damit teuere rote Bordeaux-Weine immer eleganter werden, je länger sie in der Flasche reifen.

Man dürfte kaum einen schmeichelhafteren Wein als einen roten Bordeaux zu einem Stück Rind oder Wild finden. Diese Kombination führt dann dazu sich gelegentlich durch den Kauf einer oder sogar mehrerer Flaschen eines guten Bordeaux an den Rand des finanziellen Ruins zu bringen.

Aufgrund der zuvor genannten Eigenschaften und nicht zuletzt wegen ihrer Preise sind die Weine aus der Gegend um Bordeaux die am häufigsten kopierten des gesamten Erdballs.

Doch genug der Wein-Philosophie, ich werde gleich ein Flächschen Bordeaux dekandieren und es mir heute Abend zu Gemüte führen.

Ich bedanke mich fürs lese, bewerten und kommentieren, „in vino veritas“ - Günter
©Bei YOPI=Monetix
©Bei CIAO=Knetix
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Andibaer

Großer Wein zum kleinen Preis

ein Testbericht von 2002-04-02 14:23:50 vom 02.04.2002
Empfehlung: ja
Qualitativ hochstehende Rotweine sind in Deutschland momentan sehr gefragt. Egal ob aus Frankreich, Italien, Spanien oder Übersee, der Markt boomt und dementsprechend sehen auch die Preise aus. Mit einem weinenden Auge muß man für eine gute Flasche Wein schon mal 10 Euro und mehr ausgeben.

Da lacht doch das Herz des Weinfreundes, wenn man erstklassige Qualität zu einem sagen wir supergünstigen Preis beziehen kann. So geschehen beim Chateau Pech Celeyran, einem Roten aus dem Languedoc, der bei Jacques Weindepot in München zum sagenhaften Preis von 4,50 Euro für die 0,7 Liter Flasche zu kaufen ist.

Dieser kräftige,trockene und tanninreiche Rotwein, z.Z.Jahrgang 99/00, wird aus den vier für den Bereich Südfrankreich typischen Trauben Grenache, Syrah, Mourvedre und Carignan gekeltert. Sie wachsen auf den Hängen des LaClape-Berges in einer der priviligiertesten Lagen des Languedoc.

Ausgefeilte Kellertechnik und gnadenlose Qualitätsansprüche lassen diesen feinen Wein entstehen.
Was mir an diesem Wein besonders gefällt, ist ,daß hier jeder Jahrgang eigentypisch ist und trotzdem immer ausgezeichnet. Bemerkenswert, daß die Weine von Pech Celeyran früh reif sind und auch jung getrunken werden können. Trotzdem auch lagerfähig.

Dieser Wein empfiehlt sich zu allen dunklen Fleischsorten und besonders zu Käse. Auch so mal zwischendurch zum Ratschen getrunken, wird dieser Wein großen Anklang finden.
Sehr zu empfehlen.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
rofis

Wein seit der Steinzeit ???

ein Testbericht von 2002-02-27 16:42:37 vom 27.02.2002
Empfehlung: ja
Tautavel ist ein kleines Winzerdörfchen im Hinterland von Perpignan in den Hügeln und Bergen des Corbieres gelegen.

Bekannt wurde der Ort vor allem durch den "Mann von Tautavel", einen Menschen, der vor etwa 450 000 Jahren zusammen mit seinen Waffen und Steinwerkzeugen begraben worden ist und der zu Beginn der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts (1971) unter Tierskeletten, Steinen und Geröll gefunden wurde.

Ob er schon mit Weinbau beschäftigt war, ist mir leider nicht bekannt...

Das kleine, aber feine Museum von Tautavel gibt einen Einblick in die Frühgeschichte (teil interaktiv mit sehr modernen Hilfsmitteln).

Ein paar Schritte von diesem Museum entfernt stossen wir auf die Kellerei "Les Maitres Vignerons de Tautavel", eine Cooperative, die auf 58 ha Wein anbaut und so um die 24000 Flaschen des gleichnamigen Weins erzeugt, der die Herkunftsbezeichnung "Appelation Côtes du Roussillon Villages" trägt.

Das Roussillon ist das größte Weinanbaugebiet Frankreichs und erzeugt Unmengen von zum Teil Wein, der diesen Namen eigentlich nicht verdient (viele der 1,99 DM- Weine aus dem Supermarkt gehören in diese Kategorie).

Die Rotweine werden aus verschiedenen Traubensorten gekeltert : Carignan noir, Grenache noir, Cinsault, Syrah und Mourvedre sind Beispiele für die verwendeten Sorten.

Der Wein, um den es hier gehen soll, wird aus den Sorten Carignan, Syrah und Mouvedre gekeltert und in Eichenfässern (nicht Barriques!) ausgebaut.

Wir haben die Flasche etwa 2 Stunden vor dem Genuss geöffnet und den Inhalt in eine Karaffe umgefüllt. Schon dabei fiel die strahlend rote Farbe des Weins angenehm auf. Das erste Probeschlückchen (manche können es halt nicht erwarten...) deutet bereits ein kräftiges Kirscharoma an, war aber noch etwas widerborstig.

Ganz anders dann am Abend. Die Luft hat diesem Wein gut getan. Das Aromaspektrum enthielt jetzt ganz klar Kirsche und schwarze Johannisbeere, auf der Zunge wirkte der Wein dicht und ausgewogen. Von der Kratzigkeit des ersten Schlucks war nichts mehr zu spüren, der Wein wirkte saftig und gehaltvoll (nicht alkoholisch) und blieb am Gaumen überraschend lange erhalten.

Für den Käse (verschiedene Sorten, auch Ziegenkäse und Hartkäse darunter) war dieser Wein ein sehr angenehmer und harmonischer Begleiter.

Wir haben den Wein in Frankreich erstanden, für etwa 40 FF die Flasche (das sind etwas weniger als 12 DM). Es ist natürlich kein "großer" Wein, aber ein anständiger Tropfen, der durchaus Trinkgenuss bereitet.

Ich habe ja schon in mehreren Berichten eine Lanze für deutsche Weine (auch Rotweine) gebrochen, aber ich meine, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis vieler französischer Roter, darunter auch dieser, von deutschen Rotweinen im Moment nicht erreicht wird und vielleicht auch gar nicht erreicht werden kann .

Aber ein wenig könnte man doch nach Frankreich schielen: selbst im Roussillon beträgt der durchschnittliche Hektarertrag nur etwa 50 hl - in Deutschland liegt er bei deutlich über 100 hl. Da braucht man sich über die oft katastrophale Qualität mancher "Weine" nicht mehr zu wundern...
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
owesen
owesen, 27.02.2002
Sehr interessant geschrieben !!! Gruszlig, Soumlnke owi13
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delaPoer

Drei Weine von der Haute Côte de Beaune

ein Testbericht von 2002-02-21 17:07:56 vom 21.02.2002
Empfehlung: ja
Mit ein paar Freunden habe ich drei Rotweine aus der Gegend um Beaune probiert, die alle die Appellation (Herkunfts- und Qualitätsbezeichnung) Bourgogne Hautes Côtes de Beaune tragen.
Von den drei Weinen dieser Appellation werde ich nun berichten, wobei letztere natürlich nur einen kleinen Teil der Weine ausmacht, die an der Côte de Beaune angebaut werden. Beaune zählt zu den renommiertesten Weinorten im Burgund und gehört mit Nuits-Saint-Georges und Gevrey-Chambertin zur Côte d'Or, die sich südlich von Dijon von Marsannay-la-Côte bis Santenay zieht. Dieses Gebiet umfasst einen schmalen Streifen von insgesamt 4500 Hektar Rebfläche, auf dem exzellente Rot- und Weißweine angebaut werden.

Die Côte de Beaune macht mit 3000 Hektar unter Reben stehendem Land den Großteil der Côte d'Or aus. Darunter fallen Weißweine, die zu den besten der Welt zu zählen sind, dabei ist besonders Meursault zu nennen. Diesen Ort konnte man übrigens im Januar 2001 anlässlich der Fête de Saint-Vincent-Tournante kennenlernen (dieses Jahr findet das Fest wieder in einer Weißweingegend statt: Montagny vom 26. bis 27. Januar).
Da ich aber den burgundischen Rotwein bevorzuge, hatte ich also - um zum Thema zurückzukehren - drei Weine der Hautes Côtes de Beaune in französischen Supermärkten besorgt (1).

Zur gemeinsamen Probe standen uns zur Verfügung:
1. Ein Bourgogne Hautes Côtes de Beaune, 1996, von P. Misserey (ein Winzer und Weinhändler aus Nuits-Saint-Georges)
2. Ein Bourgogne Hautes Côtes de Beaune, 1999, von der Domaine Bernard Bachelet et ses Fils (ein Winzerbetrieb aus Dezize-Les-Maranges; dieser Wein wurde von der Jury der Confrérie des Chevaliers du Tastevin(2) ausgesucht)
3. Ein Bourgogne Hautes Côtes de Beaune, 1999, von dem in Beaune beheimateten Großbetrieb Bouchard Père & Fils


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Die Probe ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Wir begannen mit dem ältesten Wein in dieser Reihe, dem 1996er. Dieser überraschte uns dadurch, dass er zwar den typischen Burgundergeschmack aufwies, geprägt durch den starken Gehalt am Gerbstoff Tannin, aber wenig Spiel dahinter hatte. Insbesondere durch sein Alter hatten wir uns ein gegenteiliges Ergebnis erhofft, auch da 1996 keineswegs ein schlechtes Weinjahr war.
Als zweiter Wein wurde der von der Confrérie du Tastevin ausgesuchte 1999er geöffnet und degustiert. Er konnte von Anfang durch seine beeindruckende Kraft überzeugen, die er im ganzen Mund präsentierte, sowohl Zungenspitze als auch Gaumen hatten ihren Teil an diesem vorbildlichen Burgunder. Er ist zwar noch jung, zeigt aber schon soviel Körper, dass man es gar nicht riskieren will, ihn noch länger aufzubewahren.
Die Stimmung war nicht die Schlechteste, als daraufhin der dritte Wein, ebenfalls von 1999, in die Gläser kam. Die von Bouchard Père et Fils stammende Flasche hielt eine andere Überraschung für uns bereit. Er schien sich bei uns beschweren zu wollen, dass man ihn in so jugendlichem Alter mordet: Er prickelte richtig im Mund. Dieser hohe Kohlensäureanteil im Rotwein ist weniger erwünscht und verdeckt den eigentlichen Geschmack. Dieses Phänomen war in diesem Fall zwar nicht so ausgeprägt wie man es zuweilen bei Weißweinen findet, aber immerhin erstaunlich für einen roten Burgunder.
Von jedem der drei Weine hatten wir einen gewissen Rest in der Flasche gelassen, um die einzeln probierten Burgunder später noch einmal miteinander konfrontieren zu können. Bei dieser Rückrunde kamen sie alle noch besser zur Geltung als zuvor, denn die Luft hatte ihnen deutlich gut getan. Zwar blieb das Ergebnis bestehen - der 99er Hautes Côtes de Beaune von der Domaine Bernard Bachelet hatte uns von seiner herausragenden Qualität überzeugt - aber geschmeckt hatten sie uns allesamt.
Das lag wohl auch nicht an der Menge Wein, schließlich bestand unsere Runde aus einem halb Dutzend Weintrinker.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


Fußnoten :
(1) Die Auswahl in den französischen Galerie Lafayette oder Monoprix-Läden ist in der Hinsicht traumhaft, zumindest im Vergleich mit deutschen Supermärkten. Ein Ausflug, z.B. nach Straßburg, lohnt sich allein aus diesem Grund, denn selbst dort bekam ich schon einige rote Burgunder ? von meinem Wochenende in Dijon möchte ich erst gar nicht anfangen.
(2) Die Confrérie des Chevaliers du Tastevin (Bruderschaft der Ritter des Tastevins) ist eine ehrenamtliche Jury von Weinkennern, die Weine probieren und auszeichnen. Von dieser Bruderschaft vorgeschlagene Weine erkennt man leicht an den grün-gelben Etiketten, auf denen auch ihr Wappen prangt. Benannt haben sie sich nach einer Probierschale, die früher aus geschlagenem Silber bestand, anhand derer man besonders gut die Farbe des Weines erkennen kann. In der Großkellerei Patriarche Père et Fils in Beaune bekommt man für den Kellerrundgang (5 km Kellergewölbe in denen 4 Millionen Flaschen gelagert werden!) eine blecherne Version des Tastevins, um einige der dort gelagerten Weine zu probieren.
Den Empfehlungen der Confrérie kann man in der Regel blind trauen. Für die gebotene Qualität sind diese Weine eigentlich in keinem Fall zu teuer.
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Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
rofis
rofis, 27.02.2002
die angegebenen Preise sind fuumlr Burgunder ja geradezu billig...
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Produktbeschreibung Tipps & Tricks zu Weinen (Französischer Rotwein)

 
Allgemeine Informationen Tipps & Tricks zu Weinen (Französischer Rotwein)
gelistet seit: 20.08.2003
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Produktbewertung: Kundenbewertung 4,90 / 5,00
Tipps & Tricks zu Weinen (Französischer Rotwein) im Vergleich
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