Tod Allgemein
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Tod Allgemein Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

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Vorteile
  • Man kann den Zeitpunkt des Todes selbst wählen, die Todesart bestimmen und eventuelle Leiden abkürzen.
  • manchmal eine Erlösung für unheilbar Kranke
  • Täter werden nicht rückfällig Abschreckungseffekt
  • Ich kann momentan nichts gutes am Tod finden!
  • ich weiß nicht, aber er gehört einfach zum Leben dazu.
Nachteile/Kritik
  • Der letzte Schritt wird oft zu leichtfertig begangen, die Hinterbliebenen sind arm dran.
  • es gibt für alles eine Lösung - man muß sie nur finden wollen
  • Fehlurteile sind nicht widerrufbar
  • Vielleicht ändert sich die Meinung ja mit dem Alter!?
  • Schicksalsschläge
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Mhkize

Der Suizid-Versuch - eine wahre Geschichte

ein Testbericht von 2002-08-09 20:16:01 vom 09.08.2002
Empfehlung: nein
Vorteile: siehe Bericht...
Nachteile/Kritik: -
Der Suizid-Versuch - eine wahre Geschichte

Ich bin ein sehr sensibler Mensch und kann vieles erfühlen, was mir nicht mitgeteilt wird. So war es auch, als ich an jenem Tag nach der Arbeit heim kam, da war ein Anruf von der Familie X, meine Kinder, R. und E., möchten dort hin kommen. Ich ließ beide gehen. Dann war alles so sonderbar still im Haus. Mir war sonderbar zumute. Ich fühlte, etwas ist geschehen, was gegen mich gemacht. Ich konnte nicht ahnen, dass bei der Familie X der Sieg über mich gefeiert wurde. Ich wusste auch nichts vom Verfahren beim Jugendamt des M.T.Kreis, das gegen mich veranstaltet wurden und bei dem alle Kinder anwesend waren? Ich war der einzigste in der Familie, der hiervon nichts wste. Es war eine sonderbare Stimmung in mir und ich bekam Lust auf ein Glas Wein. Ich öffnete eine ein Literflasche Wein, schenkte mir ein Glas ein und trank es leer und ein zweites, dann trank ich einfach aus der Flasche. Etwas trieb mich dazu. Niemals vorher habe ich so etwas getan. Innerhalb kurzer Zeit, vielleicht ein Stunde, war die Flasche leer. Ich war immer noch allein im Hause. Da erschien die älteste Tochter C. und hielt mir vor, ich wolle Sie aus dem Haus werfen. Eine Behauptung an die ich niemals dachte und vollkommen aus der Luft gegriffen war. Ich ging ins Schlafzimmer, es trieb mich Schlaftabletten zu nehmen, obwohl mir bewusst war, was damit passieren konnte. Ich musste es tun, ich konnte nicht anders. Also schluckte ich einige Schlaftabletten und legte mich ins Bett. Was dann passierte weiß ich nicht.
Es war wohl am nächsten Tag, ich wachte kurz auf, just da erschien meine Hausarzt, Herr Dr. H. seines Zeichens Olypiasieger, im Schlafzimmer, fühlte meinen Puls sagte meiner Ex-Frau, dass nichts besonderes sei und machte weitere abwertende Bemerkungen über mich. Er hat wohl nicht mitbekommen, daß ich zu diesem Zeitpunkt wach war. Als er das Schlafzimmer verlassen hatte, stand ich auf ging heimlich nach und hörte, wie er Wohnzimmer noch einige abwertende Bemerkungen über mich machte. Ich ging zurück in Schlafzimmer nahm nochmals Schlaftabletten und legte mich wieder ins Bett. Ich wachte dann am nächsten Vormittag auf.
Dass nicht mehr passierte, verdankte ich wohl dem Umstand, dass ich zuviel Wein trank und dann im Schlaf den gesamten Wein erbrach. Das gesamte Bett war rot vom erbrochenen Rotwein.

Erst viele Jahre später habe ich erfahren, dass an jenem Tag das Jugendamt des M.T.Kreis mich am grünen Tisch zum Sexualstraftäter an Frau und Tochter erklärt hat ohne jemals mit mir vorher oder nachher darüber zu sprechen. Sie haben mich nur als solchen behandelt und wusste nicht warum, da ich mir keiner Schuld bewusst bin, denn ich habe so etwas nie getan.
Ich habe es oft bereut, dass dieser Versuch fehlgeschlagen ist. Es wäre mir viel erspart geblieben, aber für einen zweites Mal reichte die Kraft nicht mehr.

Es war ein Staatsanwalt, der im Hintergrund gearbeitet hat und mich zu dieser Tat getrieben hat.

heute bin ich froh in der Emigration leben zu dürfen.
...
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Heile, heile Gänschen, wird nie wieder gut...

ein Testbericht von 2006-04-09 19:27:21 vom 09.04.2006
Empfehlung: nein
Vorteile: ......
Nachteile/Kritik: Schicksalsschläge
<<Essen-Rüttenscheidt im Jahr 19..>>

Es war ein warmer Sommertag, an einem Montag im Juli 19..(Datum unwichtig), schon lange her! Frau M... stand im Babyzimmer ihrer 4 1/2 Raum-Wohnung und blickte verträumt aus dem Fenster. Die Sonne lachte sie an und Klein Jonas(gerade 8 Wochen alt) quietschte vergnügt. Sie hielt ihn auf dem Arm, ihren kleinen Wonneproppen. Tochter Sarah(2 Jahre alt) spielte in ihrem eigenen Zimmer. Frau M. konnte sie singen hören, zur Musik von Frank Zander "Oh Susi..." Frau M. lächelte. Ihr Mann Peter war arbeiten. Familie M... hatte sich für diesen wunderschönen Montag schon etwas vorgenommen, wenn Herr M.. nachmittags von der Arbeit kommt, wollten sie mit den Kindern in den Zoo fahren, nach Gelsenkirchen.

Vorsichtig legte Frau M... den kleinen Jonas auf den Wickeltisch und zog ihn aus. Ihr Blick streifte immer wieder aus dem Fenster zum hellen Sonnenlicht hinaus. Sie freute sich auf den bevorstehenden Nachmittag mit ihrem Mann. Und so summte sie fröhlich ein Lied und kitzelte Jonas, nahm ihm die Windel ab und wickelte ihn neu. Sie war schon fast mit dem Kleinen fertig, als Lärm und ein fürchterlicher Schrei ihrer Tochter sie aus den Gedanken rissen. Frau M... erstarrte! Sarah schrie erbärmlich. Frau M... rannte panisch aus dem Babyzimmer und sah in Sarahs Zimmer, doch das kleine Mädchen war nicht mehr darin. Frau M... hastete durch die Wohnung und fand ihre Tochter schließlich in der Küche. Sie wurde kreidebleich, als sie sah, dass Sarah Schaum vor dem Mund hatte. In der linken Hand hielt das Mädchen ihren Teddybären, in der rechten die Flasche Domestos, aus der sie kurz vorher getrunken hatte. Frau M... schrie laut auf, packte Sarah, die in sich zusammen sackte, und zerrte die Kleine aus der Küche, hinaus in den Flur. Sarah gurgelte leise. "Ins Krankenhaus," durchfuhr es Frau M... Sofort ins Krankenhaus! Sie rannte mit ihrer Tochter auf die Strasse, zu ihrem Wagen, legte das Kind auf den Rücksitz und fuhr hektisch los.

Es dauerte nicht lange, da hatte sie die Klinik auch schon erreicht. Sarah wurde ihr, nachdem man Frau M´s Gestammel gedeutet hat, sofort abgenommen und behandelt. Das Mädchen hatte das Bewußtsein verloren. Frau M. setzte sich in den Flur des Krankenhauses und wartete, doch dann schien ihre Welt zusammenzubrechen. "Jonas"! Der kleine Jonas war ja alleine zu Hause! Sie hatte ihren Sohn zu Hause gelassen, hatte gar nicht mehr an ihn gedacht vor lauter Panik. Krampfhaft versuchte Frau M... sich zu erinnern. Was hatte sie mit Jonas gemacht, bevor Sarah schrie? Frau M... rannte zum nächsten Münztelefon. Jonas, so erinnerte sie sich lag immer noch auf dem Wickeltisch in seinem Zimmer. Sie hatte ihn dort liegen lassen, als sie Sarah hörte. "Ich muß Peter anrufen", dachte sie. "Er muß sofrot nach Hause fahren", mit zitternden Händen wählte sie die Nummer ihres Mannes, der noch in seinem Büro saß.

Herr M... konnte seine Frau kaum verstehen, als sie ihn gegen Mittag anrief. "Peter, fahr sofort nach Hause", sie lallte und es schien, als ob sie geweint hätte. "Was ist los?" fragte er vorsichtig. "Du sollst sofort nach Hause fahren!" schrie ihn seine Frau an. Dann konnte er noch den Namen Jonas verstehen, und er wußte, dass etwas nicht in Ordnung zu sein schien. Herr M... ließ alles liegen und stehen, sprach kurz mit seiner Sekretärin und verließ dann das Bürogebäude. Er rannte schnell zu seinem Auto und fuhr los. Es war ein relativ kurzer Weg bis nach Rüttenscheidt. Er mußte ein kurzes Stück über die Autobahn fahren, dann war er schon fast da. Er hantierte seinen BMW geschickt durch den Strassenverkehr, fuhr die Auffahrt entlang und wollte gerade auf die Autobahn auffahren, als er einen heftigen Stoss verspürte. Das Lenkrad rutschte ihm aus der Hand. Er hatte die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Den LKW, der ihn gerammt hatte, den sah er schon längst nicht mehr. Sein Wagen überschlug sich und Blut rannte ihm in seine Himmelblauen Augen.

"Frau M..." Die Stimme des Arztes rieß sie aus ihren tiefen, traumatischen Gedanken. Ihr Gesicht war rot vom weinen, die Augen verquollen. Sie wollte noch mal ihren Mann anrufen. Er mußte schon längst zu Hause sein, bei Jonas. "Frau M...", der Arzt sprach sie erneut an. Sie nickte. "Wir konnten Ihrer Tochter nicht mehr helfen." Sie hörte die Stimme des Mannes wie durch einen Schleier. "Ihre Tochter hat es nicht geschafft. Die inneren Blutungen, die durch die Chemikalien verursacht wurden, waren zu weit fortgeschritten." Sie nickte wieder. Eine Schwester kam hinzu und gab ihr ein Medikament. Sarah war nicht mehr! Sie war fort, für immer! "Ich muß meinen Mann anrufen", sagte sie leise. "Wir erledigen das schon für Sie", sagte sie Schwester freundlich. Sarah war tot! Tränen rannten Frau M... die Wangen hinunter. Sie schloß die Augen.

Als Herr M... ins selbe Krankenhaus eingeliefert wurde, in dem seine Frau saß, wußte er noch nichts vom Tod seiner Tochter, und Frau M... wußte auch nicht, dass ihr Mann nun sein Leben ausgehaucht hatte. Kurze Zeit nach seiner Einlieferung starb er an den schweren Verletzungen des Unfalls. Der Arzt, der ihn behandelte erfuhr, dass Frau M... ebenfalls in der Klinik war und sagte der freundlichen Schwester, dass man nun Frau M... auch über den Tod ihres Mannes informieren sollte. Die Schwester und die Ärzte sahen sich fassungslos an. Wie konnte so etwas geschehen? Erst die Tochter, dann auch noch der Ehemann.

In Frau M`s Kopf schrie es auf, als man ihr sagte, Peter, ihr Mann sei bei einem Autounfall um´s Leben gekommen. "Nein, nein, nein!" Immer wieder schrie sie die Worte. Und dann hatte sie nur noch einen Gedanken:"Jonas!" "Ihr müßt Jonas holen", rief sie den Ärzten zu. "Er ist doch alleine zu Hause. Bitte, bitte, helft Jonas. Er ist noch so klein." Das Krankenhaus rief die Feuerwehr an, die sich sofort auf den Weg zur Wohnung der Familie M... die nicht mehr existierte, machte. Die Männer der Feuerwehr brachen die Wohnungstüre auf. Neugierige Nachbarn versammelten sich schon im Hausflur. Frau M... saß zitternd in der Klinik, hatte zuerst ihre kleine Sarah verabschiedet, danach ihren Mann, den sie kaum wiedererkannt hatte. Langsam kehrte Stille ein in ihrem Kopf. Sie blicke zum Deckenlicht, und sie wußte, es würde sie voll treffen, dieses Schicksal! Sie konnte ihm nicht entkommen.

Die Männer von der Feuerwehr fanden den kleinen Jonas, in seinem Babyzimmer, tot, vom Wickeltisch gefallen. Sein kleiner Körper lag leblos und kalt auf dem Boden des Zimmers, seine kleinen Augen für immer geschlossen. Frau M... fragte immer wieder nach ihrem Sohn, doch niemand im Krankenhaus hatte noch den Mut ihr überhaupt etwas zu sagen. Man brachte sie schließlich weg. In die psychatrische Abteilung, dort brachte man ihr dann schonend bei, dass auch ihr Sohn verstorben war. Frau M´s Herz war leer. Innerhalb einer Stunde hatte sie alle verloren, was sie geliebt hatte. Innerhalb einer Stunde wurde ihr Leben zerstört. Vor lauter Vorwürfen wurde sie wirr im Kopf. Sie kam in eine Heilanstalt, wo sie niemand mehr zu Gesicht bekam, niemand hörte auch nur etwas mehr von ihr. Sie geriet in Vergessenheit, so wie ihre Tochter, ihr Sohn und ihr Mann Peter. Doch ab und zu, da kommt dann die Erinnerung, an diesen schrecklichen Tag, und dies ist die Geschichte dazu.

@ Diese Geschichte beruht auf eine wahre Begebenheit. Frau M... war eine frühere Arbeitskollegin meinr Tante. Dieser Tag liegt nun schon viele, viele Jahre zurück. Als meine Tante mir davon erzählte, ging mir Frau M... und ihr Schicksal nie so ganz aus dem Kopf. Weder meine Tante noch jemand anderes hat je wieder was von Frau M... gehört@
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Kommentare
Annna13
Annna13, 10.04.2006
sh
diana75
diana75, 12.04.2006
Kommentar siehe Ciao. LG diana75
Goldband
Goldband, 09.04.2006
Unfassbar!
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thaicattery

Der Tod, eine Endgültigkeit

ein Testbericht von 2003-07-24 15:27:04 vom 24.07.2003
Empfehlung: nein
Vorteile: Jeder hat es schon erlebt....
Nachteile/Kritik: Es schmerzt immer und hinterlässt Wunden und Trauer.
wer glaubt meine Gedankengänge schon zu kennen, der irrt. Zwischenzeitlich sind einige Wochen vergangen und einige Impulse dazu gekommen.

Als Einleitung sozusagen, möchte ich eine Strophe der Gruppe Puhdys zitieren:
Wenn ein Mensch kurze Zeit lebt, sagt die Welt das er zu früh geht.
Wenn ein Mensch lange Zeit lebt, sagt die Welt, es ist Zeit das er geht.

Der Tod!

Welche Aussprüche kennen wir?
Der gnädige Tod, wenn ein Mensch einen langen Leidensweg hinter sich hat.
Der schleichende Tod, bei Drogenkonsum, Alkohol usw.
Der plötzliche Tod, bei Unfall, Herzinfarkt.
Umsonst gestorben, ein Tod der leicht vermeidbar gewesen wäre.
Der hat den Tod verdient, ein Ausspruch, bei Leuten, die die Todesstrafe befürworten.
Die Endgültigkeit, das Ende des Seins.
Es gibt noch viele Redewendungen, Bezeichnungen, für das Ende des Lebens.

Warum ich darüber schreibe?
Weil mir der Tod schon oft begegnet ist und ich mich weigere darüber nachzudenken, mich verschließe, vor einem Thema das nur Schmerz. Leid, Abschied nehmen, Tränen bedeutet.

Ich frage mich WARUM?
- der Junge vom Steinbruch in den Tod springt.
Schlechte Schulnoten und die Zerstörung des Selbstwertgefühls.
- ein anderer, sich vom Taxi Heim fahren lässt, die Straße überquert, überfahren wird und Gehirntod ist.
Wurde doch jede Vorsorge zur sicheren Heimkehr getroffen.
- sich die Frau die Gallensteine heraus operieren lässt und 3 Tage später stirbt.
Krebs, beim Ultraschall nicht erkannt und nicht weiter diagnostiziert.

Vor Jahren haben wir neben einem Pfarrer Ehepaar gewohnt. Saßen wir auf dem Balkon konnten wir ungewollt deren Gespräche mithören.
Eine Aussage beschäftigt, belastet mich noch heute:
"Ein Mensch stirbt wie er lebte."
Was heißt das?
Stirbt der gnädige, gute Mensch, leichter?
Der böse Mensch qualvoll und langsam?
Gibt es eine Gerechtigkeit im Tod?
Sicherlich erleben Geistliche den Tod häufig und immer wieder anders. Trotzdem finde ich diese Aussage menschenverachtend.

Ich kannte gütige Menschen, die hilfsbereit jedem halfen, der die Hilfe annahm.
Gerade diese Menschen starben einen qualvollen Tod, hatten einen Jahrelangen Leidensweg. Und andere, die Gift und Galle spucken, jedem nur das schlechteste gönnen, leben, leben, leben.
Warum sterben gute Menschen früher?

Du hättest Tod sein können!
Auch diese Erfahrungen musste ich mehrfach machen.
Nur ein glücklicher Umstand, die Hilfe in letzter Minute rettete Leben.
Gerade das macht mich demütig. Erst dann wird einem bewußt, jemand führt dich, steht dir bei.
Glück gehabt! Dieser Ausspruch passt nicht.
Hat man dadurch nicht die Chance, Fehler wieder gut zu machen? Einen Neuanfang zu machen? Sich selbst zu hinterfragen?

Dem Tod begegnen.
Erst gestern sagte meine Mutter:" Noch einmal impfen, dann war es das".
Mein Vater wurde die Gallenblase entnommen sowie Teile der Leber und Lympfknoten.
Wie begegne ich dem Tod?
Gedankenfragmente...Blitze die durchs Hirn zucken....

Zwischenzeitlich habe ich meine Gedankengänge auch anderwärtig veröffentlicht und wirklich Gedankenimpulse bekommen.
Darf ein guter Mensch früher sterben?
Ist die Angst vor dem Tod auch Egoismus, denn wir, die Hinterbliebenen trauern.
Andere Kulturen, andere Art der Trauer bzw. andere Art im Umgang mit dem Tod?
Gibt es Reinkarnation?
Ist das Leben nicht deshalb so kostbar, weil es vergänglich ist?
Helfen die Gedanken über den Tod, das Leben besser zu verstehen und zu leben?
Ist der Tod die Tür zur Wiedergeburt?

Jetzt beschäftige ich mich schon eine Weile mit dem Thema. Meine ersten Berührungsängste sind gewichen und ich bin etwas offener, dem Thema gegenüber. Gerade die vielen Stellungnahmen auf einer anderen Plattform haben mich gedanklich angeregt bzw. angeregt den Blickwinkel zu verändern.

Ich möchte das Thema zur Diskusion stellen und bitte um rege Beteidigung in den Kommentaren.
...
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Sandi

Der Tragische Tod des Axel Jüptner

ein Testbericht von 2002-10-25 09:56:01 vom 25.10.2002
Empfehlung: nein
In diesem Beitrag geht es um eine Geschichte, die ich gelesen habe und die mich sehr bewegte. Es geht über den verstorbenen Fußballspieler Axel Jüptner der im Alter von 28 Jahren gestorben ist, warum er gestorben ist und warum ich diese Geschichte so kurios ist erfahrt ihr im laufe meiner wahren Geschichte.

Axel Jüptner spielte 113 mal in der Bundesliga für den VFB Stuttgart, bestritt ca. 120 Zweitligaspiele für den KFC Uerdingen und zuletzt für den FC. Carl Zeiss Jena die zu diesem Zeitpunkt noch in der Regionalliga gespielt haben. Genau einen Tag vor seinem 29. Geburtstag passierte es, nach dem Training bricht er bei der Heimfahrt urplötzlich neben seiner Frau auf den Beifahrersitz zusammen .Diagnose Herzversagen, Axel Jüptner kommt sofort ins Jenaer Krankenhaus, wo man ihn gleich an die Herz-Lungen Maschine angeschlossen hat. Anschließend wurde er von einem Rettungshubschrauber in das Herzzentrum Bad Oeyenhausen geflogen. Dort überlebt er zwar noch 2 tage aber danach starb er an den folgen eines weiteren Herzinfarktes. Er hinterläßt eine Frau ( Ines, 35 ) und seine Söhne Tobias (8) , Fabian (4) und Tochter aus erster Ehe (11).

Nun sind fast 4 Jahre vergangen und seine Frau beschäftigt sich jeden Tag aufs neue mit seinem Tod. Durch Intensive und Stundenlage Forschungen sagte sie in einem Interview das Ihr man nicht sterben mußte. Er währe „Opfer fahrlässiger medizinischer Betreuung gewesen.
Vor allem der den Mannschaftsarzt von Carl-Zeiss Jena Dr. Heribert Zitzmann sagte Ines Jüptner : „Er hätte den Tod meines Mannes nicht nur verhindern können, sondern sogar auch müssen doch aus falschen sportlichen Interessen hat er meinen Mann in das verderben laufen lassen“. Das sind harte Vorwürfe der Spielerfrau die da den Mannschaftsarzt belasten aber durch 2 Gutachten die ihr Anwalt bei Spezialisten in Auftrag gegeben hatte ziehte sie die oben genannten Erkenntnisse. Er worden alle Akten von dem verstorbenen Spieler durchsucht vor allem auch seine Krankenakte aber auch zwei EKG aus den Jahren 1995 und 1997 ausgewertet. Es geht daraus hervor, daß er schon länger Probleme mit seinen Herzen gehabt haben soll so sagte Ines Jüptner wiederum, daß ihr Mann einige Tage vor seinem Tod eine Herz-Muskel Entzündung und einen Herzhinterwand-Infarkt diagnostiziert bekommen hat.
Nun stand Carl-Zeiss Jena im Abstiegskampf und sie brauchten jeden Mann. Als befand der Mannschaftsarzt den Spieler Jüptner für Spieltauglich, da er auch kein schlechter Mittelfeldspieler war. Nun stellt sich die Frage ob er heute noch leben würde wenn er die Spiele nicht bestritten hätte. Aber die Frage wird wohl keiner beantworten können. Ich finde es nur eine totale Unverschämtheit wenn ein Spieler krank ist ihn dann spielen zulassen oder vielleicht noch falsche Diagnosen zustellen nur um eine gute Figur im Abstiegskampf zu machen.

Nun wendete sich Frau Jüptner an die Staatsanwaltschaft wo sie Mannschaftstrainer eine Schadensersatzklage gestellt hat aber die Ärzte Haftpflicht Versicherung vertröstete Sie immer wieder aufs neue. Nun machte sie sich persönlich auf den Weg zu der Zentrale nach München wo sie um ein klärendes Gespräch bat. Was wiederum nichts bewirkte. Aber sie will weiterkämpfen „So leicht lasse ich mich nicht abspeisen“ sagte sie nach dem Gespräch in der Zentrale. Am meisten leiden auch ihre Kinder darunter, deswegen mußte sie auch ihren Schönheitssalon in Düsseldorf aufgeben um voll für ihre Kinder dazusein. Das was ich überhaupt nicht verstehe das der FC. Carl Zeiss Jena noch keine offizielle Stellungnahme über den Tod von Axel Jüptner an die Berufsgenossenschaft abgegeben hat, denn dadurch könnte Ines Jüptner 2759 € Unfallrente bekommen aber bis heute kam keine Verbindung zwischen BG und dem Oberliga Verein zustande. Keiner fühlt sich so recht verantwortlich, da nur wenige Tage die gesamte Vereinsführung (Trainer, Präsident, und Geschäftsführer) zurückgetreten sind.

Nun wußte sie keinen anderen Ausweg und wendete sich an den Deutschen Fußballbund in der Hoffnung das ihr der ehemalige Präsident Egidius Braun helfen könne aber sie hatte damit keinen Erfolg er soll Frau Jüptner nur ausgelacht haben und hätte angeblich gesagt das sie nur eine kleine Spielerfrau sei und der DFB ganz andere sorgen hat und sich mit so was gar nicht erst beschäftigt. Wenn diese Aussagen stimmen find ich es nicht gerade ok vom DFB. Die einzigste Unterstützung und Hilfestellung bekam sie bei der Vereinigung der Vertragsfußballer.

Aber dann passierte das unfaßbare Axel Jüptner der nur vom KFC Urdingen an Jena ausgeliehen war, sollte zum Saison nach Oberhausen wechseln, aber durch seinen Tod konnte er diesen schon gültigen Vertrag nicht einhalten. So reagierte der Oberhausener Präsident sofort und stellte Frau Jüptner eine Schadensersatz Rechnung aus wegen Vertragsbruches. Das ist in meinen Augen eine totale Unverschämtheit, wie kann man einer Spielerfrau die ihren Mann verloren hat auch noch mit solchen dingen belasten ? Das zeigt mal wieder das Fußball ein Knallhartes Geschäft ist, wo Geld die größte Rolle spielt. Nun ging diese Sache bis zum Arbeitsgericht. Schließlich mußte sie 20000 DM an Oberhausen überweisen. Dazu sagte sie „ In kann gar nicht sagen, wie entsetzt ich über das unmoralische Verhalten des Herrn Schulz (Präsident von RWO) war, andere Vereine hätten vielleicht ein Benefizspiel organisiert. Doch er sah nur seinen eigenen Vorteil“.

Aber es sollten nicht die einzigsten Hiobsbotschaften für Frau Jüptner sein. Einige Monate nach der Beisetzung ihres Mannes in Krefeld wurde sein Grab von Unbekannten Tätern geschändet und die Urne ihres Mannes wurde ausgegraben und gestohlen. Ein halbes Jahr später wiederum bekam sie die Urne unversehrt per Post (ohne Absender) zugeschickt. Das wäre wohl eine Freude für sie gewesen aber die Täter erlaubten sich einen bösen Scherz und zeigten Frau Jüptner wegen Unerlaubten Urnenbesitzes anzuzeigen. Kurz nach dem Paketdienst klingelte auch die Polizei bei ihr und stürmten mit 24 Beamten ihr Haus in der nähe von Stuttgart. Als sie die Situation aufgeklärt hatte, flatterte trotz alledem eine saftige Rechnung von 4000 DM ins Haus. Die Staatsanwaltschaft veranlaßte nun eine geheime Urnenbestattung. Diesen Ort kennt sie bis heute nicht und kann noch nicht mal zum Grab ihres Mannes gehen dies finde ich ganz schön miß wenn man noch nicht mal auf solche weiße einen verstorbenen Gedenken kann.

Nun steht sie vor einem Berg voller Schulden und muß sogar noch aus erster Ehe ihres Mannes, wo er 60.000 DM schulden hinterlassem hat kräftig blechen. Diese Frau hat es bestimmt nicht leicht in ihrem Leben sie ist nicht zu beneiden. Vielleicht bekommt sie ja irgendwann eine gerechte Anerkennung für ihre Bemühungen. Leider kann man als außenstehender nicht sehr viel helfen erstens weil man nicht das nötige Kleingeld hat aber auch weil man diese Informationen nur von den Medien erfährt und nicht weiß, ob alles so stimmt wie es in den Meldungen berichtet wird. Es wäre nur zuwünschen das so eine Geschichte nicht auch noch anderen Leuten wiederfährt.
...
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Kommentare
aldobar
aldobar, 18.04.2002
Wuumlrde vermutlich schon helfen, wenn die Geschichte bekannt werden wuumlrde - in so fern tust Du ja durchaus etwas, indem Du hier diesen Text veroumlffentlicht hast aldobar
greinha
greinha, 18.04.2002
ist ja unglaublich. Und keine der millionenschweren genannten Institutionen tut was ?????
Mafia_87
Mafia_87, 09.04.2003
War ein Super Spieler. Aber es erwischt mal jeden. Mfg Mafia87
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free_alley_cat

Was treibt Kinder in den Tod?

ein Testbericht von 2002-07-24 00:57:05 vom 24.07.2002
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Vorteile: ich weiß nicht, aber er gehört einfach zum Leben dazu....
Nachteile/Kritik: Der Schmerz der Angehörigen und diese Leere im Herzen.
Hallo
heute schreib ich mal über ein Thema, über das ich mir ganz viele Gedanken mache und das mich sehr bewegt.
Trotz meiner erst 19 Jahre habe ich leider schon viel durchmachen müssen und viel erlebt, mehr schlechtes als rechtes. Es tut mir gut über alles zu erzählen oder zu schreiben und ich kann jedem nur empfehlen sich auch seine Sorgen von der Seele zu schreiben.
Heute hab ich über das Thema Tod nachgedacht und dabei ist mir ein alter Freund eingefallen.
Damals war ich so etwa 13 Jahre alt und er war mein bester Freund. Zu der Zeit hatte ich auch einen festen Freund den ich, ich möchte schon sagen geliebt habe, obwohl ich so jung war.
Eines Tages waren wir mal wieder unterwegs mit der Clique, als uns ein Anruf erreichte wir sollten sofort zum Häuserblock xxx kommen (Ort erwähne ich lieber nicht und privatsphäre zu wahren, wenn das ok ist). Das passte, denn wir waren nicht weit weg, also trabten wir richtung Hochhäuser. Schon von weitem sahen wir eine riesen Traube Menschen, die sich um einen Rettungswagen drängelte. Unser erster Gedanke "Ach, hat sich schon wieder jemand runtergestürzt", das war ja nix neues, denn dieser Häuserblock ist dafür bekannt, daß sich hier viele zu Tode stürzen, leider.
Neugierig wie Menschen nun mal sind, quettschten wir uns nach vorne, die Sanitäter waren gerade dabei den Tod dieses blutüberströmten Häufchens Mensch fest zu stellen. Oh nein, das hätte keiner von uns vermutet....da lag mein ehemal lebender bester Freund....warum? Sie bedeckten ihn und transportierten seine Leiche ab, während ich noch wie angewurzelt dastand. Alles bewegte sich vor mir in Zeitlupe, die Stimmen der anderen schienen von weit her an mein Ohr zu dringen. Der einzige Gedanke...das kann nicht sein...warum...träume ich?
Als die Sanitäter die Türen schlossen und abfuhren regte sich wieder Leben in mir und ich began zu schreien, begann seinen Namen zu schreien. Ich schrie, kreischte und weinte...aber er kam nie zurück, wie laut ich auch schrie. Ich konnte ihm nie auf wiedersehen sagen, das tut wohl am meisten weh.
Oben auf dem Dach fanden Polizeibeamten später einen Brief und eine kleine Porzellankatze. Der Brief war für seine Eltern und für mich...er wollte sich von mir verabschieden und mir sagen, daß er mich lieb hatte...die Katze war für mich, sie steht noch heute in meinem Regal und ist eines der wichtigsten Dinge die ich besitze. Früher haben sie mich in meiner Clique immer als Katze, Kitty oder Cat bezeichnet, weil ich so ein Wesen habe und solche Katzenaugen. Ich glaube er war der selben Ansicht...und auch heute bin ich noch die Katze wie ihr seht...ohne ihn hätte ich das wohl vergessen.
Ich werde ihn nie vergessen, werde die Katze nie vergessen und auch nicht die blutigen Bilder.
Ich habe nie verstanden warum er sich das Leben genommen hat, was ein Kind treibt soetwas zu tun, denn das hat er in seinem Brief nicht erwähnt, das bleibt für uns alle eine offene Frage.
Ich hab selbst als Kind oft an Selbstmord gedacht und ich hatte auch meine Gründe...auch Kinder haben Gründe sich umzubringen.
Aber ich weiß heute, daß es nichts bringt...man verpasst soviel schönes im Leben, er verpasst soviel schönes.
Darum erzähl ich ihm immer wenn ich an ihn denke, was er alles verpasst hat und ich hoffe er freut sich darüber. Irgendwann in vielen Jahren treffe ich ihn wieder - da oben - und werde ihn fragen, aber bis dahin, werde ich warten müssen.
...
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Indurus

Das einzige was wir nicht wissen können...

ein Testbericht von 2002-06-29 11:42:35 vom 29.06.2002
Empfehlung: nein
Der Tod und was er eigentlich ist, wie man ihn fühlt, ob man ihn fühlt, ob man andere neue Sinne entwickelt, oder was er auch immer sein mag ist wohl die einzige Frage, die wir nie lüften werden können. Ich denke menschliche Mittel werden dafür einfach nicht ausreichen um dahinter zu kommen, was mit uns wirklich passiert nachher. Ich glaube einzig der Glaub e an irgednetwas kann uns davor bewahren sich vor dem Tod zu fürchten. Ich glaube wir können so tief von einer Vorstellung überzeugt sein, dass es uns nichts mehr macht einmal sterben zu müssen, denn jeder muss dass einmal und jeder macht dann das durch was einmal sein wird mit uns, und wenn jeder das durchmacht, dasnn kann es ja gar nicht so schlimm sein. Und was soll schon schlimm sein? Wir fürchten ja sowieso imme rnur den Tod als letztes äußerstes, aus dem es kein Entrinnen mehr gibt, zu mindest denken wir auf der Welt so. Auf unserer Welt ist der Tod das allerletzte, die letzte richtnede Instanz (vor Gott?). Irgendwann geht jeder dorthin, es bleibt niemandem erspart, aber ich bin sicher, wenn gott das leben schon so geplant hat, dann hat er da den Tod auch miteinberechnet, und somit fürchte ich micht nicht mehr davor, denn was kann da schon so schlimmes kommen? Tod sind wir ja eh schon, noch toter können wir nicht werden...füt menschliche Verhältnisse vielleicht, aber vielelicht gibt es ja dann einen Tod Tod, den Tod den man im "Leben" nach dem Tod stirbt, und dann einen Tod Tod Tod usw. ich glaube es wäre falsch zu sagen, dass man das so nicht sagen kann, dass das so falsch wäre, denn wer weiß schon wie das wirklich ist? Ich glaube viel mehr als Philosophieren kann man darüber nicht. Man kann sich nur seine eigene mögliche Wahrheit finden. Aber vielleicht hat sich Gott fürd ieses Frage nach dem Tod eine ganz eigene Lösung gesucht. Warscheinlich ist das eine Lösung die wir als menschen nicht begreifen können, eine Lösung die übe runserem Vorstellungsvermögen liegt...eine Lösung die wir erst begreifen können, wenn wir abgelebt haben.
Was ist eigentlich das Lebenm, ist das was besonderes, oder ist das auch nur eines von ganz vielen? Leben wir vielleicht öfter? Aber das wäre dann eine viel zu simple theoriem eine die sich ein Mensch sogar am Rande seiner Denkens und Vorstellungskraft vorstellen könnte. Es wissen schon so viele Menschen, was nahchher sein wird, und es werden auch weiterhin immer mehr menschen wissen, alle von uns gegangenen Freunde, Verwandte und bekannte. Auch wir heir werden das einmal wissen, aber nicht ölebendig, oder vielleicht doch schon? Wozu lernt man dann eigentlich? Wozu hat man einen Beruf? Man stirbt ja dann eh wieder nach einer für ein Erdenalter so kurzen Zeitperiode, ist dann alles erlernet wieder auf Null? Weg?
Ich kann genauso wenig sagen, was nachher sein wird, ich kann nur vielelicht ganz interessante Fragen Aufwerfen, über die ihr euch einmal den Kopf zerbrechen solltet.
Wäre schön wenn ihr auch ein paar solche Fragen auf Lagre habt, die ihr einfach mal loswerden möchtet, aber ich versprech euch nicht zu viel, beantworten kann ich sie auch nicht...
Grüße
Indurus
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Thalaia

Gedanken, Erfahrungen und doch nur Worte

ein Testbericht von 2002-06-25 23:40:34 vom 25.06.2002
Empfehlung: nein
Jeder hat seine eigenen Erfahrung was dieses Thema angeht. Der Tod ist unser ständiger Begleiter und jedes Mal hinterlässt er eine Lücke, die nicht geschlossen werden kann. Mit der zeit scheint die Lücke kleiner zu werden, doch ganz verschwinden wird sie nie.

Der Tod hat viele Facetten und immer kommt er unerwartet, zumindest in der Hinsicht, das man seinen genauen Zeitpunkt nie voraus sagen kann. Doch oft ist er nicht überraschend, besonders wenn es um sehr alte oder kranke Menschen geht.
Wenn man manchmal liest: „Sie verstarb plötzlich und unerwartet im Alter von 98 Jahren.“ Denke ich was daran so überraschend ist. 98 Jahre sind ein sehr langes Leben und es ist ein Gesetz der Zeit, der Natur, das irgendwann das Ende kommt. Deshalb wird es nicht leichter, aber dieser Mensch hat sein Leben gelebt.
Viel fürchterlicher empfand ich es immer, wenn ein sehr junger Mensch stirbt. Für manch einen ist der Tod eine Erlösung, auch wenn wir immer am eben hängen.

Bei meiner Großtante zum Beispiel haben wir schon fast gebetet das sie endlich stirbt und dies hatte nichts damit zu tun, dass wir sie nicht mochten oder loswerden wollten. Nein, ganz im Gegenteil. Doch wenn man einen Menschen so leiden sieht, ist der Tod wirklich noch die einzige Erlösung auf die man hoffen darf.
Sie wollte leben und niemand hätte ihr jemals gesagt, sie solle endlich den Löffel abgeben. Und so traurig wir alle sind, dass sie nun nicht mehr ist, wissen wir doch auch, dass sie es nun ohne all diese Schmerzen besser hat. Ganz am Ende hatte man auch fast das Gefühl, das sie nicht mehr wollte.

Wenn ein junger Mensch stirbt, fragt man immer nach dem warum. Bei einem älteren bzw. alten Menschen hat man immer noch das Gefühl, dass er zumindest sein Leben noch gelebt hat. Doch was ist wenn ein Baby stirbt? Ein kleines Kind? Ein Jugendlicher? Wie viel hatten die von ihrem Leben gehabt? Was hätten sie alles noch erleben können?
Oder wenn ein enger Freund stirbt, ermordet wird. Was ist der Tod dann? Erlösung? Oder einfach nur Diebstahl? Diebstahl an dem was dieser Mensch verpasst hat, seine Hoffnungen, seine Träume, seine Pläne. Alles liegt nun brach und niemand als er selbst hätte sie verwirklichen können.
Alles ist leer und zurück bleibt nichts als Leid und Trauer. Ein ganzes Leben weggeschmissen, vernichtet. Und warum? Das kann keiner sagen. Wie kann man sich da besser fühlen? Er war nicht krank, er war nicht alt und sterben wollte er sicherlich auch nicht. Er wollte sein Leben noch genießen, alles was hätte vor ihm liegen können. WIE fühlt man sich dann besser?

Jemand hat mir mal gesagt die Zeit heilt alle Wunden, doch der hat wohl noch niemanden sterben lassen müssen, der ihm so nahe war. Denn es ist nicht wahr. Die Zeit heilt nicht die Wunden, die Zeit lindert nur ein wenig den Schmerz. Diese Wunde heilt niemals richtig.
Sie vernarbt und sinkt tiefer in uns hinein und sie droht damit aufzureißen. Je mehr Zeit vergangen ist, desto weniger werden wir uns bewusst, wie porös diese Narbe ist. Doch es bedarf nur eines leichten Stupses, einer Phrase, eines Liedes.. etwas das wir mit diesem Menschen verbinden, das alles wieder aufbrechen lässt wie ein eitriges Geschwür. Je mehr wie für diesen Menschen empfunden haben um so schwerer trifft es uns.
Es macht da keinen Unterschied ob nun ein, zwei oder gar fünf Jahre ins Land gezogen sind. Die Gefühle bleiben.

In jeder Kultur verhält sich der Totenkult anders, für die Christen steigt die gute Seele in den Himmel auf, die andren geraten ins Fegefeuer oder in die Hölle.
Die alten Griechen hatten den Tartaros und das Elysium. Der Tartaros war der Ort der Leiden, das Elysium das Paradies. Die Toten überquerten auf der Fähre des Charon den Styx, der Fluss der ihnen all ihre Erinnerung an das vorherige Leben nahm, danach wurden sie entweder in den Tartaros oder in die elysischen Gefilden begleitet.
Es gibt so viele Legende über das was nach dem Tod geschieht wie es Kulturen auf der Erde gibt und gab. Einige Glauben an das Ende, andere an die Wiedergeburt oder an Himmel und Hölle.

Doch was wirklich nach dem Leben auf uns wartet weiß niemand, sicher ist nur, das der Mensch den Gedanken nicht gut ertragen kann vielleicht ins nichts zugehen. Und was auch immer nach dem Tod geschieht, den Schmerz der Lebenden kann es nicht lindern.
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Gluehsternchen

Ich falle in ein tiefes schwarzes Loch!

ein Testbericht von 2002-06-05 19:47:52 vom 05.06.2002
Empfehlung: nein
Vorteile: vielleicht die Erinnerung...
Nachteile/Kritik: der Schmerz
Montag, der 6.5.2002, war ein ganz normaler Montag. MIt der Ausnahme, daß ich zum Arzt mußte mit schlimmen Halsschmerzen.
Diagnose: Kehlkopfentzündung und absolutes Sprechverbot. 3 Tage erst mal krankgeschrieben!
Ich war also im Internet, hab gekocht, meine Mama hat angerufen und gefragt, wie´s mir geht (so gegen 15 Uhr), ich hab meinen Freund so gegen 17 Uhr am Bahnhof abgeholt.

Wir haben gemeinsam gekocht, als gegen 18 Uhr das Telefon klingelt, er geht ran (ich darf ja nicht sprechen) und wird leichenblass, gibt mir den Hörer mit den Worten: "Es ist nichts schönes!"

Ich bin auf alles gefasst, mein Opa, der eigentlich aber wieder sehr fit war, wie meine Mama mir versicherte oder meine Tante, die mit Darmverschluß im Krankenhaus liegt.
ABER was ich höre, will ich eigentlich gar nicht hören: "Der Thomas ist tot. Autounfall."

NEIN, wie kann das sein. Er fährt doch immer vorsichtig, diese Scheißstrecke, nicht ER, warum ER.

WIESO mein jüngster Onkel, wieso gerade er. Ich wollte ihn doch fragen, ob er Trauzeuge werden will an meiner Hochzeit.
Wieso er?! Wieso er, den ich von allen am liebsten mochte?!
Wieso er, der mir Schachspielen beigebracht hat und der immer so witzige Tierchen wie Kornkäfer und Mehlwürmer hatte?!
Wieso mein Lieblingsonkel?!?

Tränen fließen.Ich schreie. Scheiß auf das Sprechverbot.

Wieso gerade er?! Er hat doch zwei kleine Kinder und eine Frau, was sollen die ohne ihren Papi machen?!

WIESO nur?

Erinnerungen kommen.

Wir zwei beim PIlzesuchen im Wald. Ich weiß noch genau wie er mir total lieb alle Pilze erklärt hat.

Wir zusammen in seinem Zimmer, als er noch bei Oma und Opa wohnt... Der Kugelfisch mit den Stacheln, der uns immer so faszinierte.

Ich bei der Taufe seiner kleinsten Tocher als Patin...

Ich habe keine Fotos von ihm.

Ich seh ihn vor mir, wie er bei Oma und Opa den Garten immer wieder neu schön gemacht hat. In dicken Norwegerpullies und dünnen T-shirts.

Ich erinnere mich an NIkolaus, wo ich solche Angst vor dem Nikolaus hatte und er mich auf seinen Schoß nahm.

Das kann doch nicht wahr sein. WIESO ER?!?

Es tut so weh.Ich kann nichts mehr fühlen. Ich lenke mich ab und doch kommt immer alles wieder hoch.

In jeder Serie kommt ein Toter vor, in allen Nachrichten, in jedem Scheißspielfilm...

Ich kann nicht mehr.

ICh will, daß es nicht wahr ist. Ich will, daß es nur ein Traum war.



Ich wollte ihn doch fragen ob er mein Trauzeuge sein will....

Thomas, ich vermisse dich!
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Kommentare
Alusru
Alusru, 05.06.2002
Es tut mir so leid, und wie soll ich dich troumlsten, es ist manchmal alles so sinnlos. Aber nimm dir Zeit fuumlr die Verarbeitung deiner Trauer, weine wenn du kannst, ich halte dich ganz fest, alles Liebe Uschi.
Kenbo
Kenbo, 16.08.2002
Alles was Dir bleibt, sind all die schoumlnen Erinnerungen! Einerseits ist das nichts, andererseits ist es alles.
Pusteblume
Pusteblume, 10.09.2002
die erinnerungen kann dir keiner nehmen.
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werwoelfin666

Weine nicht...

ein Testbericht von 2002-06-03 18:08:13 vom 03.06.2002
Empfehlung: nein
Vorteile: Ich kann momentan nichts gutes am Tod finden!...
Nachteile/Kritik: Vielleicht ändert sich die Meinung ja mit dem Alter!?
Gedanken über den Tod hat sich sicher schon jeder von uns einmal gemacht. Man kann es einfach nicht begreifen, daß man irgendwann einfach aufhören soll zu atmen und nicht mehr denken, nicht mehr fühlen kann. Besonders schlimm ist es, wenn man einen geliebten Menschen verloren hat. Der „schwarze Rosenengel“ hat dies versucht in Worte zu fassen.
Es ist vielleicht auch als kleiner Trost gedacht, denn für viele schwerkranke Menschen ist der Tod nicht nur eine negative Sache sondern eine Erlösung von Schmerzen.
Ich weiß, wovon ich rede, denn ich habe im Jahr 2000 gleich drei, mir sehr liebe Menschen, durch Krebs verloren. Darunter waren mein Opa und meine Schwiegermutti, und besonders leid tat mir, daß beide noch wochenlang im Krankenhaus liegen mußten und dort auch gestorben sind. Oft gingen wir sie dort besuchen, fast täglich. Aber was war mit den restlichen Stunden. Wie empfanden sie da? Sicher fühlten sie sich einsam und allein gelassen! Man sollte dann auch loslassen können und nicht egoistisch denken und das Leiden dieser Menschen nicht noch durch Maschinen und Geräte verlängern lassen, wobei es sich sowieso meist nur um Wochen oder gar nur Tage handelt.
Auch ihnen ist dieses Gedicht gewidmet:

„Weine nicht...“

Warum weinst Du, muß ich fragen?
Warum kannst Du´s nicht ertragen,
das ich gegangen bin weit fort
an einen schöneren besseren Ort?
Weine keine Tränen mehr,
das meine Herz war doch so leer.
Der Tod, er nahm mich in den Arm
und machte mir mein Herz´l warm...!
Weine nicht, das muß nicht sein.
Ich war doch immer nur allein.
Ich konnte es nicht mehr ertragen,
all die Schmerzen, all die Plagen!
Weine nicht ums meine Leben,
die Welt , sie hat mir nichts gegeben.
Die Liebe formte nur im Herz
diesen unerträglich Schmerz!
Weine nicht an meinem Grab,
weil ich allein und einsam starb.
Ich werde nun als Stern erscheinen,
höre bitte auf zu weinen!!!
Weine nicht, es ist geschehen.
Du kannst den Tod nicht drum erflehn,
daß ich wieder komm zurück
mit meinem einsam feuchten Blick!
Weine nicht ums meine Herz,
der Tod er nahm mir jeden Schmerz,
die mich gequält so lange Zeit.
Ich war zum Sterben lang bereit!!!
Doch wenn ich sehe, daß Du weinst,
daß die Sonne nicht mehr scheint,
dann wird mein kleines Herz so schwer,
vergieße keine Tränen mehr!!!
Denn noch bin ich am Leben,
die Welt sie wird mir niemals geben
Wärme und Geborgenheit,
in meinem Herz macht Schmerz sich breit!
Die Welt sie zeigt mir kein Erbarmen
doch werde ich den Schmerz umarmen,
werde ihm im Herzen tragen
an tausend einsam kalten Tagen...!
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MondfeeMS

DIE LETZTE WÜRDE EINES TOTEN ! ??

ein Testbericht von 2002-05-14 03:01:30 vom 14.05.2002
Empfehlung: nein
Vorteile: keines...
Nachteile/Kritik: schlampige Arbeit der Bestattungsinstitute, pure Geldabzocke
Liebe Leser !
^^^^^^^
In meinem Bericht soll es zum einem um Gedanken rund um Bestattungsunternehmen gehen und zum anderem um die Frage ob es gut ist, einen geliebten Menschen nach seinem Tod nochmals anzusehen oder nicht. Viele unter Euch werden wissen das es hier um Erfahrungen geht, die ich in den letzten Wochen und Monaten machen musste. Leider hat mich das Jahr 2002 wohl offenbar weniger gut bedacht und die ersten 5 Monate verliefen so beschissen wie es begonnen hat. Bleibt nur zu hoffen das es zum Ausgleich noch etwas besseres in den restlichen Monaten des Jahres zu bieten hat.

Zwei Menschen mussten in den letzten Wochen zu Grabe getragen werden. Menschen die mich das halbe Leben lang oder zumindest große Teile davon begleitet haben, Menschen die mir nahe standen. Nun es waren nicht die ersten Todesfälle in meinem Leben, die ich miterlebt habe. In der Vergangenheit gingen bereits 2 voran, einmal in der ehem. DDR und einer hier. Als mein Onkel vor einigen Jahren gestorben ist lag ich selbst in einem Krankenhaus und bekam weniger das Drumherum mit. Auch an der Beerdigung konnte ich damals nicht teilhaben. Im zweitem Fall ging es um einen Menschen der nicht zum engsten Familienkreis gehörte, so das ich die Beerdigung nicht hautnah miterlebte. Dieses mal sollte es in einem Fall anders sein, denn es betraf einen nahestehenden Verwanden.

Zum erstem mal musste alles rund um die letztendliche Beerdigung organisiert und durchdacht werden und das inmitten von vielen Gedanken und Trauer die nicht einfach weg zu schieben war. Allein diese Tatsache war schon schwierig genug und oft ging es an die Grenzen der eigenen Kraft. Doch wie kann man es am besten regeln? Ja, man glaubt nicht allein damit da zu stehen. Es gibt ja Bestattungsunternehmen die viele Dinge regeln und alles organisieren. So kennt man es und ich war mir sicher das die Aufgaben dort in Guten Händen sind. Also auf zum Telefon und angerufen. Einige Rückfragen kamen per Telefon die sich um die in solchen Stunden schweren Fragen drehte was der Pastor bei der Rede zur Beerdigung sagen soll, ob der Verstorbene aufgebahrt werden solle oder nicht, was er anhaben soll und so weiter. Alles wurde genau angegeben. So war es unserem Angehörigen zu Lebzeiten sehr wichtig das er auf keinem Fall in einen dieser spießigen Anzüge gezwängt würde wenn man ihn in seinen Sarg legen würde, es sollte die normale Kleidung verwendet werden ohne die Knöpfe bis zum Hals zu schließen. Wir sagten es dem Unternehmen auch genauso. Es wurde abgesprochen das Orgelmusik spielen soll und er Würdevoll aufgebahrt werden möge für den letzten Abschied. Das Bestattungsunternehmen sagte dies alles zu und versicherte dies nach besten Möglichkeiten zu bewerkstelligen.

Nach 2 Tagen war all das erledigt und man kam zur Ruhe. Jetzt drehten sich vor allem für mich erstmals die Gedanken darum, ob ich ihn mir nochmals ansehen werde oder lieber so in Erinnerung behalte wie ich ihn kannte vor seinem Tod. Zuvor hatte ich es mir immer erspart den verstorbenen nochmals anzusehen, zum Teil aus Angst es nicht ertragen zu können und auf der anderen Seite weil ich lieber das Bild des noch lebenden und lachenden Menschen in Erinnerung behalten mochte. Irgendwann kam ich dieses mal für mich zu dem Schluss das ich ihn mir nochmals ansehen möchte. Mein Gedanke war das ich schon von vielen Menschen gehört hatte wie friedlich sie aussehen würden und gut zurecht gemacht. Was sollte mir also passieren? es war schließlich der gleiche Mensch den ich im Leben kannte und liebte.

Der Tag rückte näher und näher, die Beerdigung stand unmittelbar bevor. Nur 2 Tage verblieben noch bis zu diesem Zeitpunkt. Zeit also nochmals in die Leichenhalle zu gehen um mir den Menschen nochmals anzusehen. Nach mindestens 10 Zigaretten und Tausenden Gedanken die mir durch den Kopf schossen begab ich mich auf den Weg zum Friedhof. Nach wiederum mindestens 10 mal tief Luft holen wagte ich es den Schlüssel in der Tür zu drehen und sie leise und etwas verunsichert aber auch ängstlich was mich erwarten würde zu öffnen. Das Bestattungsinstitut würde es schon so hergerichtet haben das es schön anzusehen ist, war in etwa mein letzter Gedanke beim betreten jener Halle. Der Raum war sehr klein und eng und unwahrscheinlich dunkel. Ich tastete nach dem Lichtschalter und gab mir einen Ruck. Klick, an war das Licht. Kaum war dies Geschehen jagte ein Gedanke den anderen, gemischt mit der Wahrnehmung meiner Augen.

Mein erster Blick fiel natürlich auf den wohl bekannten Menschen von dem es galt Abschied zu nehmen. Ein seltsames und leicht schauriges Gefühl beschlich mich. Etwa so als ob man im dunklen durch eine Straße geht die einen Unheimlich vorkommt. Mein Blick schweifte ab, ich konnte und wollte nicht nur den Menschen wahrnehmen. Nein, ich wollte ganz bewusst die gesamte Atmosphäre auf mich wirken lassen. Doch ich hätte dies lieber nicht tun sollen, denn im gleichem Augenblick stellte ich zu meinem Entsetzen fest das Bestattungsinstitute offenbar auch unfähig sein können eine wirklich gute Arbeit zu leisten. Ja, ich fragte mich im gleichem Augenblick wofür in aller Welt sie sich so teuer bezahlen lassen und was sie unter Würdevoll verstehen. Jetzt war ich kurze Zeit hellwach und nahm die Eindrücke des Raumes sehr bewusst wahr.

Das Bild was sich mir bot jagte mir einen Schauer über den Rücken. Der Raum klein und schmal, regelrecht beengt. In der Mitte des Raumes stand der Sarg in dem unserer verwandter lag. Rundum im Raum sollte, so der Bestattungsunternehmer eine Würdevolle und für den Abschied feierliche Atmosphäre geschaffen sein. Würdevolle Atmosphäre??? Nein, das war es nicht. Neben dem offenem Sarg stand in der Ecke zum Kopf des Toten der Deckel des Sarges an die Wand gelehnt. Der Rest des Raumes kahl und leer. Kalte, graue Wände in einem halbdunklem Raum. Das einzige was sich noch darin befand waren zu beiden Seiten des offenen Sarges jeweils ein langer unschöner Kerzenständer mit einer wohl Öl betriebenen Flamme die nicht einmal angezündet war. Wenn das würdevoll oder gar festlich wirken soll dann bin ich klar überfordert. Schnalle wendete ich meine Blicke ab von der Umgebung, es war schier unerträglich.

Statt dessen beschloss ich meinen Blick auf den Verstorbenen zu wenden um Abschied zu nehmen, nachdem ich die Kerzen die man dorthin gestellt hatte wenigstens erst einmal entzündet hatte. Doch da fielen mir schon wieder so viele Dinge auf bei denen ich wäre es nicht ein solcher Anlass gewesen dem Bestattungsunternehmer sehr gern bei der Gurgel gefasst hätte. In die gefalteten Hände des Toten hatte man einen Strauß Nelken gelegt. Einen Tag bevor ich dort hin ging war dies geschehen. Doch diese Nelken zeigten bereits starke Anzeichen von Verwelkung. Rundum ein Rosenkranz. Der letzte Knopf am Hemd war geschlossen, so wie er es nie gewollt hatte und wir es dem Institut auch klar mitteilten. Doch dann musste ich die Krönung entdecken. Unserer verwandter war im Krankenhaus gestorben. Normalerweise und das muss man ja auch mit bezahlen werden die Toten gewaschen bevor sie aufgebahrt werden. Ob dies hier jemals geschehen ist musste ich mich sehr klar fragen. Sein Arm war am Handgelenk vollkommen Blutverschmiert. Es waren die Zeichen der letzten Versuche der Ärzte ihn am Leben zu erhalten. Dem nicht genug zeigte sich deutlich jeweils an beiden Handrücken und am Hals ein altes Pflaster. Nicht einmal diese hatte man entfernt! Eine Frechheit finde ich. Wofür werden diese Institute denn eigentlich so teuer bezahlt.

Gut damit, ich wollte Abschied nehmen. Dazu interessierte mich eine Frage die ich mir immer wieder einmal stellte. Kommt da noch etwas nach dem Tod? Sieht ein Toter Mensch tatsächlich so friedlich aus wie es so oft umschrieben wird?
Ich muss die letzte Frage leider mit nein beantworten. Mir schossen die Tränen bei dem Anblick nach wenigen Minuten in die Augen, denn friedlich wirkte er nicht. Ich wusste wer er ist, doch kann ich nicht sagen das er sich noch sehr ähnlich sah. es war seltsam. Er wirkte vollkommen anders vom Ansehen her. Eine unwahrscheinliche Kälte ging von dem gesamtem Bild aus. Eine Kälte die mich 3 mal dazu brachte kurzzeitig den Raum verlassen zu müssen weil ich es nicht mehr ertragen konnte. Der Körper leblos und vollkommen leer. Kein einziges Gefühl gab mir den Eindruck das danach irgendetwas weiter gehen würde oder könnte. ich nahm einige Minuten bewusst Abschied in meinen Gedanken und verließ dann den Raum. Draußen musste ich mich erst einmal setzen und einige Zigaretten rauchen bis ich all die Eindrücke verdaut hatte. ich kam letztendlich zu dem Schluss, es ist besser einen geliebten Menschen so in Erinnerung zu behalten wie man ihn kennt und sich diesen letzten Anblick zu ersparen.

Zwei Tage darauf folgte die Beerdigung. Wenigstens hier so dachte ich würde das Bestattungsinstitut seine Arbeit gut machen und würdig. Doch auch in dem Fall musste ich mich leider eines besseren belehren lassen. Als erstes kam der Bestatter auf uns zu um uns mitzuteilen das leider der Mann für die Orgel krank sei. Ein Ersatz hätte man nicht finden können und so gebe es halt keine Musik. Man könnte sich diese Tage nun einmal nicht aussuchen. Klasse! In einer Stadt mit mehreren Kirchen und noch weiteren in der Umgebung wäre es unmöglich gewesen einen Ersatzspieler finden zu können? Es schien unglaublich. In der Kirche wurde der Sarg aufgestellt, Kerzen dieses mal wenigstens angezündete umgaben den Sarg und viele Blumen und Kränze. Das war das erste mal das es wirklich würdig aussah. Dann folgte die Rede des Pfarrers, die mich mit mir ringen lies ruhig zu bleiben. Dieser Mann leierte in einer Form wie es ein Nachrichtensprecher noch besser tun würde seinen Text herunter, vollkommen lieblos und allgemein gehalten. In knappen Sätzen ratterte er herunter was man ihm aufgetragen hatte und verband es mit teilweise abstrakten Texten, die ich mit Sicherheit in keiner Bibel vorfinde. Gebete stimmte er an, doch jedes mal die falschen im Gegensatz zu denen die an dieser Stelle kommen sollten und über die, die Anwesenden informiert waren. Ein Amen zum Schluss folgte und dann führte der Weg zum Grab. Nachdem der Sarg in der Erde versunken war und nahezu jeder eigentlich mit nichts anderem beschäftigt war als Abschied zu nehmen und es irgendwie zu ertragen an dem Grab ein letztes mal vorüber zu gehen, fand es der Pfarrer offenbar schon als getan und hüpfte fröhlich zwischen den Anwesenden umher um sie mit einem Redeschwall und nachfragen wer sie seien und wie gut sie ihn kannten zu beglücken ohne zu bemerken das die meisten dafür in genau diesem Moment noch garnicht fähig und bereit waren. Das war dann das Ende eines traurigen Tages und eines schmerzlichen Abschieds.

Nach vielen Überlegungen an den darauf folgenden Tagen habe ich zumindest eines daraus gezogen, selbst bei einem Bestattungsinstitut ist nicht drin was dran steht und man muss genau prüfen wen man mit der Aufgabe betraut. Und es scheint offenbar doch wichtig zu sein seinen Tod selbst vorher bis ins Detail zu planen und es den Verwanden nahe zu legen, ehe es einfach nach gutem Ermessen so gestaltet wird wie in diesem Fall von jenem Bestattungsunternehmen. So oft sagt man es ist mir doch egal wo und wie ich eingegraben werde nach meinem Tod, doch dieses Beispiel hat mir deutlich gezeigt es ist Gelaber und absolut nicht egal. Ich jedenfalls würde eine solche Art nie haben wollen und werde auch in Zukunft, sollte es wieder einmal zu einem solchem traurigen Anlass kommen sehr genau prüfen wer diese Dinge dort vorbereitet und welchen Ruf diese Institutionen haben.

Insoweit man in einem Todesfall überhaupt das Wort Würdevoll oder feierlich verwenden kann, so muss ich sagen dieses Bestattungsunternehmen hat alles dafür getan das diese Worte keine Gültigkeit haben einschließlich einer schlampig aufgesagten Rede eines Pfarrers der wahrscheinlich nur vor Augen hatte das danach noch eine weitere Rede bei einer anderen Beerdigung zu halten ist.

Bleibt zum Abschluss eigentlich nur sich die Frage zu stellen: " Liegt einem Pfarrer nun wirklich an dem was er täglich predigt? Menschwürde, Nächstenliebe und dergleichen oder doch auch schon eher am Geld? Ist sich ein Bestattungsunternehmen eigentlich der schmerzlichen Aufgabe bewusst die es übernimmt gegen unendlich viel Geld? "

Es ist sehr traurig das man sich solche Fragen überhaupt stellen muss und zuvor wäre ich nie auf eine solche Idee gekommen, doch man lernt offensichtlich nie aus.


Eure Mondfee

Copyright © by MondfeeMS

Erstellt am 14.05.02/02:41:31 Uhr
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Kommentare
Annna13
Annna13, 14.05.2002
Ein sehr guet Bericht yum Nachdenken...Gruszlig aus Sofia
Ingwer
Ingwer, 14.05.2002
Sehr guter Bericht- schade, wenn man zusaumltzlich zum Verlust noch mit soetwas rechnen muss. LG, Ingwer
jamesi_bg
jamesi_bg, 14.05.2002
Ich wuumlrde meine Verwandten glaube ich nicht mehr sehen wollen. Aber ich war Gott sei Dank noch nicht in der Situation, dass ich es entscheiden musste. Bis dann, Bianca!
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