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Bewertung
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Nachteile/Kritik
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![]() Tokio - Stadt der 1000 Dörferein Testbericht von cxgirl2003-03-19 15:57:50 vom 19.03.2003 Empfehlung: jaSich zu verirren, gehört also zum standesgemäßen Programm eines Stadtrundganges durch Tokio. Wobei das mit einem Rundgang in diesem derart unüberblickbaren Irrgarten so eine Sache ist. Besser man wagt fürs erste einmal nur kleine - Geisha-kompatible Schritte - bevor man in diesem Dickicht der "Stadt der tausend Dörfer" vollends verloren geht. Scheinbar chaotisch durch die Straßen ziehende Menschenmassen, rosa- und pinkfarbene Anzeigetafeln, gläserne Wolkenkratzer und versteckt liegende traditionelle Zen-Gärten. Ein Alltag als wäre man plötzlich in einem rasant geschnittenen Werbefilm gelandet. In Shibuya, Tokios hektischstem Einkaufsviertel, spürt man den Puls der Stadt am intensivsten. Konsumpaläste mit gigantischen Videowalls an der Fassade, Schaufenster-Puppen in neongrellen Kimonos und heillos überfüllte Karaoke-Bars. Japaner bezeichnen sich selbst als "Augenmenschen", sie brauchen diese visuellen Reize offensichtlich wie ein Stück Sushi. Aber sie benötigen auch Ruhe. Und diese wird in meditativer Zurückhaltung zelebriert. In einem Teehaus etwa. Oder eben in einem der vielen Zen-Gärten. Hier ist strenge Geometrie angesagt. Im Gegensatz zur gemütlichen Unordnung, die in den Wohnvierteln herrscht. Vielfach hängen die Elektroleitungen wie Wäscheleinen an den Wänden. Tokio, dieser Tummelplatz für bisweilen bizarre Lebensformen, ist eine Stadt der Widersprüche. So wie Teenies es als völlig normal empfinden, als Lara Croft verkleidet einen auf Saturday Night Fever zu machen, amüsieren sich jahrelang verheiratete Paare wegen der dünnen Wände zu Hause in diskreten, opulent ausgestatteten "Love Hotels". Wer zum ersten Mal hierher kommt, wird mit ziemlicher Sicherheit mehr Unerwartetem begegnen als in jeder anderen Stadt. "So desu", "so ist es", bestätigen die Tokioter. Aber wenn sie dazu eifrig mit dem Kopf nicken, weiß man wieder nicht genau, wie das zu verstehen ist. |
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![]() Konnichiwa, Tokyo!ein Testbericht von eddie20002009-11-14 12:19:08 vom 14.11.2009 Empfehlung: ja Vorteile: abwechslungsreich, aufregend...Nachteile/Kritik: relativ teuer, chaotisch____________________________________________ _____ _________ Die ersten 2 Tage Tokio. Am Flughafen habe ich mir direkt eine "Passmo"-Karte besorgt und mit Geld aufgeladen (eine kleine Meisterleistung gleich am 1. Tag, da der Automat leider kein Englisch konnte...), damit kann ich nun bargeldlos Zug, U-Bahn und Bus fahren. Mein Ho(s)tel hab ich problemlos gefunden. Für die ersten 5 Nächte hatte ich vorab das Sakura Hotel Jimbocho gebucht. Das Zimmer für 8.000 Yen (ca. 60 Euro) ist winzig, die Tür schrammt beim Öffnen knapp am Bett vorbei. Für einen TV (nur japanische Sender) hat man noch Platz gefunden, für einen Schrank allerdings nicht... Es gibt jeden Tag einen frischen Kimono - aber kein Handtuch. Das muss man an der Rezeption für 100 Yen ausleihen. Aber es gibt kostenloses WLAN ;-) In der 12-Millionen-Stadt gibt es kein richtiges Zentrum bzw. gleich unzählige Zentren. Ich habe mich also darauf eingerichtet, viele Strecken mit der U-bahn zurückzulegen. Umso erstaunter war ich, dass ich von meinem Hotel im Niemandsland Jimbocho ohne weiteres bis zur Elektromeile Akihabara oder in entgegengesetzter Richtung bis zum Kaiserpalast laufen kann. Fast an jeder Kreuzung gibt es Stadtpläne der näheren Umgebung (sogar auf Englisch), allerdings sind die immer nach unterschiedlichen Himmelsrichtungen ausgerichtet, was etwas verwirrend ist. Was mir sonst noch so auf der Straße aufgefallen ist: Es gibt keine Mülleimer (Japaner entsorgen ihren Abfall zuhause), es gibt keine Uhren, es gibt eine Unmenge Automaten (allerdings überwiegend mit Getränken gefüllt - und nicht, wie die Legende besagt, mit von Schulmädchen getragenen Höschen), die Fußgängerampeln spielen eine Melodie während der Grünphase. Apropros Schulmädchen: Diese sind allgegenwärtig, ob nun Echte in Schuluniform oder die sogenannten Harajuku-Girls in ihren Manga-inspirierten Outfits. "Kawaii" (=niedlich) wollen sie sein, auch wenn sie längst erwachsen sind. Apropros Manga: Auch und gerade erwachsene Männer stehen darauf, deshalb ist auch die Elektromeile Akihabara mittlerweile eher eine Mangameile. Viele Mangaläden hier haben mehr Ähnlichkeit mit Sexshops. ________________________________________ _________ ____________ Tag 3. Heute habe ich mir die erste "echte" Touristen-Attraktion angesehen: Den Senso-Ji in Asakusa. Der Tempel ist 24 Stunden geöffnet und trotzdem war es total überlaufen. Überrascht hat mich, dass selbst die Touristen zu 99% Japaner (oder zumindest Asiaten) sind. Der Tempel selbst wirkte auf mich nicht besonders eindrucksvoll. Auf dem Weg dorthin gab es aber unzählige Stände mit interessantem Nippes zu bestaunen. Danach war ich noch einmal in Akihabara. Diesmal konnte ich der Versuchung nicht wiederstehen und bin in eines der Maid-Cafés gegangen. Die Bedienungen dort sind allesamt in Zimmermädchen-Uniformen (Manga-Style) gekleidet. Wenn sie die Bestellung aufnehmen knieen sich sich vor deinem Tisch hin, beim Servieren rühren sie sogar deinen Kaffee für dich um... Das gefällt aber anscheinend nicht nur Männern, denn es gab auch weibliche Gäste. Ich war aber mal wieder der einzige Nicht-Asiate. ____________________________________ _____________ ___________ Tag 4. Heute am Samstag habe ich mich - genau wie "Millionen" Tokioter auch - auf in den Ueno Park gemacht. Grad angekommen, kam ich gleich in den Genuss einer kostenlosen Akrobatik-Vorführung. Ausserdem habe ich mitbekommen, wie dort die Obdachlosen Schlange standen, um von einem der großen Elektronikkonzerne gesponsortes Essen zu ergattern. Am Nachmittag bin ich dann nach Roppongi gefahren, um mir die Messe "Tokyo Photo 2009" anzusehen. Es war die erste Veranstaltung dieser Art in ganz Japan und daher noch sehr klein. Danach habe ich mir noch die Roppongi Hills (eine Ansammlung von Wolkenkratzern, der höchste hat 53 Stockwerke voll mit Museum, Kinos, Shops und Restaurants) angesehen. Von hier hatte man nach der Dämmerung auch einen recht guten Blick auf den beleuchteten Tokyo Tower (eine Nachbildung des Eiffelturms, aber 8 Meter höher und bunt...). So viele Fotohandys auf einmal habe ich noch nie gesehen ;-) ______________________________________________ ___ ___________ Tag 5. Sonntags treffen sich auf der Jingu-Bashi in Harajuku Tokios Cosplayer und posieren bereitwillig für die Fotografen. "Paradies der Exoten", so steht es in meinem Reiseführer und sogar im deutschen TV fand das Spektakel schon das ein oder andere Mal Erwähnung. Dementsprechend gespannt war ich - und wie es so ist, wenn man hohe Erwartungen hat, wird man oft enttäuscht... Die Jingu-Bashi ist eine unspektakuläre Betonbrücke, vielleicht 20 - 30 Meter lang und bestimmt keine geeignete Fotolocation. Die versammelten Cosplayer gehören hauptsächlich der Gothic-Fraktion an, geben sich miesepetrig und haben wohl die Schnauze voll vom fotografiert werden. Eigentlich auch kein Wunder, bei den Massen an fotowütigen Touristen. Es gab aber auch ein paar positive Ausnahmen und ein paar Schritte weiter im Yoyogi Park traf ich dann auf eine weitere Subkultur: Die Rock´n´Roller. Außerdem auf dem Programm heute standen der älteste japanische Garten in Tokio (Koishikawa Korakuen), der "wohl prächtisgte" Schrein (Meiji-Jingu) und die nächtliche Skyline (vom 41. Stock des Park Hyatt Hotels in Shinjuku aus gesehen). ... |
Jacke1, 14.11.2009
sehr guter bericht - hoffe bald was neues zu lesen
Mfg Jacke
morla, 14.11.2009
lg.petra
Mondlicht1957, 14.11.2009
Sehr hilfreich und
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schönes Wochenende
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![]() Die größte Stadt der Weltein Testbericht von templerthomas2009-07-21 15:26:19 vom 21.07.2009 Empfehlung: ja Vorteile: Kultur, Shopping, Essen, "was los"...Nachteile/Kritik: HektikTokyo (alter Name Edo) bedeutet "östliche Haupstadt". Der Name Tokyo setzt sich aus dem Schriftzeichen "To" für Osten und "Kyo" für Haupstadt zusammen. Lage, Einwohner: Einwohner: 34.471.652 (in der Metropole Tokyo also die Präfekturen Tokio, Chiba, Saitama und Kanagawa, die Präfektur Tokyo hat 12.64 Millionen Einwohner) Höhe (NN): 6 m 1.1. Geschichte: Tokyo/Edo ist seit der Steinzeit besiedelt. 1457 wurde vom Daimyo Ota Dokan eine Burg gebaut, Edo war jedoch nicht viel mehr als ein größeres Dorf. 1590 ging Edo in den Besitz des mächtigen Shogun Tokugawa Ieyasu über. Er machte Edo 1603 zur Hauptstadt des neu vereinten Japans. Es war dies auch eine Machtdemonstration gegenüber dem Kaiser der in der alten Hauptstadt Kyoto residierte. Der Shogun befahl seinen Daimyo ihre Familien nach Edo zu bringen. Mit dieser Maßnahme verhinderte er Aufstände da die Familien in seiner Gewalt waren. Durch dieses befohlene Kidnapping kamen durch die Bediensteten sehr viele Handwerker und Künstler in die Stadt. Edo entwickelte sich rasch. Die Stadt wurde trotz Katastrophen wie Großbränden und Erdbeben bald die größte Stadt Japans. Dies blieb sie bis zum heutigen Tage. 1800 hatte die Stadt über eine Million Einwohner. 1868 kam der kaiserliche Hof nach Edo und die Stadt erhielt ihren jetzigen Namen - Tokyo. Auf den Großbrand von 1872 folgte eine Modernisierung der Stadt nach westlichem Vorbild. 1923 gab es ein großes Erdbeben auf das wieder eine Modernisierung folgte (u.a. mit Stahlbrücken, neuen Parks etc.) Schließlich wurden im Zweiten Weltkrieg die letzten Häuser nach Holzbauweise ein Opfer amerikanischer Brandbomben. Der Wiederaufbau und der Wirtschaftsboom nach dem Krieg führten zum heutigen Stadtbild mit einer unübersehbar großen Anzahl von Hochhäusern. Tokyo ist einfach riesig und selbst aus dem Flugzeug betrachtet scheint die Stadt kein Ende zu haben. 1.2. Allgemeine Eindrücke, Unterkunftstipp (Fast) Jede Japanreise beginnt mit Japans Hauptstadt. Tokyo ist eine Stadt die mich vom ersten bis zum letzten Tag ins Staunen brachte. Ich dachte mit Mexico City, London, Caracas etc schon Großstädte zu kennen, nach meinem Tokyo Besuch erschienen mir aber alle bisherigen Großstädte wie Dörfer. An das Tempo der Einwohner konnte ich mich nicht anpassen. Jedes Mal wenn wir mit Einwohner von Tokyo unterwegs waren empfand ich dies als sehr stressig. Shopping ist in Tokyo sowohl paradiesisch als auch (zumindestens für mich als Mann) zuviel des Guten. Dies liegt daran das es für alle Artikel eine riesige Auswahl an Geschäften gibt. In Tokyo sind die zudem alle in einer Strasse versammelt. Tokyo hat auch ruhige Gegenden, etwa sehr schöne Tempel und Parks. Diese Stadt ist mir insgesamt aber einfach zu hektisch, zu groß - dagegen war mir sogar Mexico City vertraut. Gerade in Tokyo schätze ich daher aber einen angenehmen Rückzugsort. Dieser war für mich bei meinem letzten Tokyo Aufenthalt das Hotel New Otani. Das New Otani ist ein Luxushotel - es ist sicherlich nicht das günstigste Hotel Tokyos aber jeden Cent wert. Es ist ein riesiges Traditionshotel. Im Hotel gibt es unzählige Einkaufsläden (die überraschenderweise nicht überteuert sind, aber wir haben dort nicht eingekauft), eine Kapelle, Konferenzräume (Japaner sind im NEw Otani meistens für Sitzungen, Kongresse, der Anteil Japaner/Ausländer ist daher immer mind. 5:1), ein kleines Museum, es gibt einen Garten (mitten in Tokyo!), 8 Restaurants, eine Bar und ein EInkaufszentrum. Zimmer Die Zimmer sind für japanische Verhältnisse sehr geräumig, dies ist besonders für Tokyo schon mal der erste Luxus. Die Betten sind riesig, sehr sauber. Das Zimmer war immer perfekt sauber. Im Badezimmer gibt es alles, vom Bademantel bis zu allerlei Shampoos (keine Billigware) Garten Das New Otani verfügt über einen 400 Jahre alten Garten - sehr schön! Vor allem die Kois haben mich beindruckt, es waren perfekte Exemplare dabei. Pool ist vorhanden, sauber, mit DJ und für Tokyo sehr groß, wurde von uns aber nicht genützt Essen sorry aber in Tokyo isst man nicht im Hotel auch nicht im New Otani, da muss man "raus" das kulinarische Paradies der Welt erkunden! Von anderen Gästen haben wir - der Vollständigkeit halber - aber erfahren dass es sehr gut sein soll. Es gibt im Hotel noch ein sehr großes Cafe - wo der Kuchen sehr lecker sein soll. Aber wie erwähnt wir waren immer außerhalb essen. Lage: perfekt, gleich in der Nähe einer U-Bahn Station Taxis stehen immer vor dem Hotel - würde ich aber nicht nützen zu teuer Personal/Service Es gibt kein besseres Personal. Allesamt sehr höflich, was bei den Kofferträgern anfängt und beim Manager aufhört. Als wir nach einer schwer zu findenden Ausstellung suchten gipfelte dies in der Hilfe von gleich 4 Angestellten, die umhertelefonierten bis sie uns die richtige Information geben konnten. Für Japan-Anfänger bietet das Hotel sehr viele Tipps. Es gibt diverse Möglichkeiten von Masseur, Essen aufs Zimmer... Preis-Leistung sehr in Ordnung Tipps: Wir hatten das Glück über meine japanische Freundin Noriko einen Sonderrabatt zu erhalten. Generell würde ich allen die japanische Freunde haben raten über diese zu buchen. Der Preis ging bei uns so doch beträchtlich runter. Als Ausländer ist man folglich doch preislich benachteiligt, aber als Österreicher kenne ich dass ja von uns auch. Was solls. Die website des Hotels ist http://www.newotani.co.jp/en/tokyo/ 1.3. Tempel 1.3.1. Ein Tempel den jeder besucht ist der Asakusa-Kannon-Tempel Kinryuzan Senso-ji, 2-3-1 Asakusa, Taito-ku, JP-Tokyo 111-0032 Tel: (03) 38 42 01 81. Fax: (03) 38 45 69 33. Öffnungszeiten: 6:00 bis 17:00, jeden Tag Eintritt: frei Wie kommt man dorthin: Mit der Japan railway Yamanote Linie von der Tokyo Station zur Kanda Station (2 Minuten) und dann zur Ginza U-Bahn für Asakusa (10 Minuten) Der Eingang wird von einem großen Tor mit einer riesigen roten Papierlaterne dominiert. Die Laterne ist kunstvoll kaligrafiert und das Wahrzeichen der Tempelanalage. Ein Foto der eindrucksvollen Laterne gibt es hier: http://www.dsphotographic.com/g2/11105-3/Sensoji + Temple+-+001.jpg bzw. hier http://www.cse.sc.edu/~jimdavis/ Personal/Photographs/Japan2001-SensojiTemple/Sen s oji-8-011111.JPG Im Tempelbezirk gibt es eine fünfstöckige Pagode und den Tempel. Um den Senso-ji gibt es eine Reihe von Geschäften und Essstuben, die auf mich einen Jahrmarkteindruck machten. Es gibt alle möglichen Leckereien (Tempura, Glasnudeln, Reiscracker, Zuckerwatte, Sushi Boxen etc.) zu verköstigen und jeglichen Schnick-schnack von T-Shirts über Fächer bis zu (billigen) Kimonos zu kaufen. Dieser Bereich wird Nakamise-dori genannt. Im Grunde nicht sehr spektakulär und sehr gut besucht. Mir war etwas zuviel Trubel aber ich war dann doch froh in der Anlage zu sein. Als wir in dem Bereich waren gab es gerade ein Erdbeben. Ich habe zuvor und danach noch nie ein stärkeres Erdbeben erlebt und meinte zuerst mit meinem Gleichgewichtssinn würde etwas nicht stimmen. Ich wankte, bemerkte aber schnell das der Boden sich bewegt. Die ausgelassene Stimmung war jäh verflogen und alle Menschen waren geschockt. Tokyo erwartet ja ein großes Erdbeben aber miterleben möchte es wohl niemand. Das Erdbeben verursachte jedoch nur kleine Schäden und keine Toten, "nur" das eine oder andere Dach stürzte ein. Die Hochhäuser wankten nach rechts und links, das war interessant zu betrachten - ich war aber froh gerade beim Senso-ji zu sein. Ruhe findet man in dem komplett überlaufenen Trubel sowieso nicht. Interessant war ein riesiger Weihrauchschwenker dem heilend Wirkung zugeschrieben wird. Vor allem war es ein Spaß sich per Omikuji die Zukunft selber vorherzusagen. Dies erfolgt mittels Papierstreifchen die man erhält wenn man eine Schachtel schüttelt. Ich bekam mittleres Glück heraus und war damit zufrieden. Es war ein interessanter Besuch, der "Jahrmarkt" machte Spaß aber der Tempel war nichts im Vergleich zu den Tempeln in Kyoto. Wer Ruhe sucht ist in anderen Tempeln besser aufgehoben, wer einfach Spaß haben will und japanische Alltagskultur beobachten möchte ist goldrichtig. 1.3.2. Mein Geheimtipp für Tokyo ist hingegen der Zenshoan Tempel Eigentlich ein ganz gewöhnlicher Tempel wandelt er sich an Obon in eine Schatztruhe außergewöhlicher japanischer Malerei. Ich wurde auf die Ausstellung durch das ausgezeichnete Buch Ghosts and the Japanese aufmerksam. In diesem Buch beschreiben die Autoren Michiko Iwasaka und Barre Toelken japanische Geisterlegenden, ua. wurde darin auch erwähnt das der Tempel an Obon alle Geisterbilder ausstellt. Da ich an Obon in Japan war musste ich einfach hin. Der Tempel Der Schwertmeister Yamaoka Tesshuu errichtete diesen Tempel im 19. Jahrhundert. Sein Grab befindet sich ebenso auf dem Gelände des Tempels wie auch das des berühmten Erzählers Sanyuutei Enchou. Enchou war in der Meiji Zeit sehr populär. Der Tempel selber ist recht schlicht, die Gräber typisch japanisch, einzig eine vergoldete Statue sticht hervor. Der Tempel ist ca. 5 Minuten von der Sendagi Station (Taito), Chiyoda U-Bahn-Linie entfernt. Er liegt in einer ruhigen Gegend in der viele Tempel sind. Der Eintritt kostet 300 Yen. An und für sich gibt es aber keinen besonderen Grund den Tempel zu besuchen -außer an Obon. O-bon ist ein buddhistischer Feiertag zur Errettung der Geister der verstorbenen Vorfahren der Japaner. Es ist in Japan ein Tag an dem man nicht unbedingt reisen sollte oder seine Reise vorbuchen sollte. Es ist ein Familienvereinigungstag bei dem die Japaner in ihre Heimatstädte reisen, ihrer Ahnen gedenken und deren Gräber besuchen. In vielen Städten gibt es dazu Feierlichkeiten. Um Obon (13-16.8, eigentlich der 15.8.) herum und zwar vom 1. bis 31. August von 10:00 bis 17:00 stellt der Tempel alle seine Geisterbilder (eigentlich bemalte Schriftrollen) aus und dies ist wirklich sehr interessant. Die bemalten Schriftrollen/Bilder Die Schriftrollen wurden von Sanyu-tei Encho gesammelt. Man sagt Encho habe diese Bilder gesammelt um durch sie für seine Geistergeschichten die er im Sommer erzählte inspiriert zu sein. Sein Ziel war es durch seine Geschichten Kälte in die warmen Räume zu bringen. Tatsächlich wird einem bei einigen der Bilder wirklich kalt, wenn er dies transportieren konnte wäre mir klar warum er so populär war. Sie entstammen den Begegnungen von japanischen Künstlern mit Geistern oder wurden den Erzählungen von Geisterbegegnungen nachgezeichnet. Über die meisten Zeichnungen ist nicht viel bekannt, sie kommen allesamt aus dem 18. Jahrhundert. Interessant ist das kein einziger Geist Füße hat, sie sind alle fußlos. Einige Künstler sind bekannt u.a. Ando Hiroshige der seine Begegnung mit dem Geist eines blinden Musikers verewigte oder Tani Bunitso oder Kikuchi Yosai der den Geist einer Mutter am Bett ihres Kindes zeichnete. Es sind aber auch "berühmte" Geister aus Kabuki Spielen gezeichnet. Ganz klar am eindrucksvollsten waren für mich aber die Zeichnungen von angeblichen echten Geisterbegegnungen. Ich hatte die große Ehre Fotos machen zu dürfen (was eigentlich verboten war, die Erlaubnis war insofern sehr entgegenkommend) - leider kann bei dooyoo immer noch keine Fotos einstellen .-( Aber einige (wenn auch nicht die eindrucksvollsten sondern meiner Ansicht nach die eher übertriebeneren) Bilder findet man hier: http://ladyomega.com/japanese-summer-ghost-collect ion Tokyo besitzt die größten Museen Japans ua. mit dem Nationalmuseum im Ueno Park das größte Museum Japans. Der Park an sich ist nicht wirklich erwähnenswert. Er ist sehr groß bietet aber kaum Attraktionen. Das Nationalmuseum ist hingegen ein Pflichtbesuch. Es beinhaltet in 5 Galerien 110.000 Exponate! Tokyo steht nicht für Ruhe. Tokyo steht für Shopping und Nightlife. Dies alles zu beschreiben würde jedoch auch diesen Bericht sprengen und wird von mir in Einzelberichten hier auf dooyoo nachgereicht. Fazit: muss man einmal im Leben einfach besucht haben ... |
campino, 22.07.2009
::: lg andrea :::
christianpirker, 22.07.2009
Sehr guter Bericht! Liebe Grüße, Christian
mima007, 22.07.2009
Viele Gruesse, mima007
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![]() Tokyo, ich komme wieder!!!ein Testbericht von kids1232008-11-27 13:39:23 vom 27.11.2008 Empfehlung: jaZu widersprüchlich?? Ja, denn genauso habe ich diese Stadt erlebt. Tokyo ist eine Stadt voller Gegensätze, die häufig eben auch widersprüchlich wirken. Auf der einen Seite ist Tokyo eine hochmoderne, hochtechnisierte und pulsierende Weltstadt. Hier kann man nicht nur Technik aller Art kaufen, hier kann man sie auch erleben. Das geht los, wenn man eine Toilette aufsucht. Die Toiletten sind häufig voller Technik, z.B. ist die Klobrille oft beheizt und damit für den Benutzer angenehm vorgewärmt. Natürlich werden sie auch noch automatisch desinfiziert – Technik pur. Oder man kann den hohen technischen Standard in den U-Bahnen erleben. Zum einen sind einige Bahnlinien – bei weitem nicht alle – super modern, mit tollen neuen Zügen, die pünktlich auf die Minute ein- und ausfahren. Zum anderen sieht man in den U-Bahnen jeden zweiten Japaner mit einem super modernen Handy mit Kamera sitzen und SMS verschicken. Auf den Straßen sieht man viele Menschen mit modernsten Digitalkameras, Camcordern und sonstigen Hightech-Geräten. Selbst in den Spielwarenläden findet man fast nur elektronisches Spielzeug mit super vielen aufwendigen Funktionen – auch hier Technik pur. Eine normale Puppe oder ein Kuscheltier haben wir dafür nur sehr, sehr selten in den Geschäften gesehen. Aber Tokyo hat nicht nur eine super moderne, hochtechnisierte Seite, sondern ist auf der anderen Seite auch sehr traditionell und konservativ. Dieser Gegensatz ist vor allem zwischen den unterschiedlichen Generationen sichtbar. Die älteren Japaner sind noch sehr traditionell und legen großen Wert auf Sitten und Gebräuche. Man sieht noch viele Frauen mit Kimono, aber eben meist die älteren Frauen. Junge Frauen haben wir nur sehr selten damit gesehen, am ehestens noch die Bedienungen in den Restaurants. Zwischen modernen Hochhäusern hat es noch ein paar alte Tempel, in denen die alten Traditionen sehr gepflegt werden. Mein Mann hat beruflich viel mit einem älteren Japaner (er ist Anfang 60) zu tun. Er ist noch sehr traditionell und hat auch bei seinen Mitarbeitern viel Wert auf die alten Werte gelegt. Er arbeitet zwar mit moderner Technik, tut sich aber sehr schwer, die Veränderungen z.B. in der Geschäftswelt zu akzeptieren. Er würde am liebsten noch Geschäfte wie vor hundert Jahren machen. Die internationale Businesswelt ist aber schneller, leider auch aggressiver geworden und fordert viel mehr Flexibilität und Toleranz. Mit dieser Toleranz tun sich die alten Japaner –soweit ich persönlich das beobachten konnte – auch in einer modernen Großstadt wie Tokyo schwer. Ein Stadtteil, in dem heute noch das alte Tokyo lebendig ist, ist Yanaka. Wir haben dort einen langen Spaziergang gemacht und dabei viele Japaner beobachten können. Hier waren viele noch sehr traditionell gekleidet und auch die Häuser waren meist noch kleine, alte Holzhäuser. In diesem Stadtteil haben wir aber hauptsächlich alte Menschen gesehen. Vielleicht ist Yanaka ein aussterbender Stadtteil oder wird bald vom modernen Tokyo vereinnahmt? Ich weiß es nicht, aber es wäre schade. Tokyo hat mich auch sehr positiv überrascht: Für eine Millionenstadt ist die Stadt viel grüner als ich dachte. Es hat viel mehr Bäume und Pflanzen als ich es gedacht hätte. Wir waren im Park, der an den kaiserlichen Garten anschließt und auch im Ueno-Park. Beide Parks sind sehr gepflegt und mit vielen für uns exotischen Pflanzen. So habe ich zum ersten Mal einen See voll mit Lotuspflanzen gesehen. Leider blühen sie um diese Jahreszeit nicht sondern sehen eigentlich schon etwas verwelkt und „hinüber“ aus. Auch in kleinen Straßen stellen die Leute jede Menge Blumentöpfe auf und versuchen sich ihr „Fleckchen Grün“ zu erhalten. Insgesamt ist Tokyo für mich eine Stadt voller Leben und so abwechslungsreich, dass man sicher sehr lange Zeit braucht, um diese Stadt voll zu erfassen und zu kennen. Trotz der riesigen Größe ist Tokyo eine sehr sichere Stadt. Ich habe mich hier nie unsicher gefühlt und wir wurden z.B. nie angebettelt. Armut kann man in dieser Stadt aber schon sehr viel entdecken. In den Parks sieht man sehr viele Obdachlose, die sich hier einen Platz zum leben gesucht haben. Und wenn man mit dem Zug durch Tokyo fährt, sieht man auch große Unterschiede, wie die Menschen leben. Einige leben in modernsten Häusern, richtig großen Anlagen mit allem Komfort. Viele leben aber auch in ärmlichen Holzhäusern, denen man nicht zutraut, dass sie das nächste Erdbeben überleben. Zu guter Letzt ist Tokyo vor allem eines: TEUER, TEUER, TEUER!! Ich hoffe, dass ich mal wieder die Gelegenheit habe, in diese Stadt zu fliegen. Mein Mann ist beruflich öfters dort und ich werde ihn bei jedem Flug dorthin beneiden. Mir hat Tokyo sehr gut gefallen und ich wüsste noch vieles, was ich dort machen oder anschauen will. ... |
Gozo-Bernie, 27.11.2008
bw und ein Gruss
aus Catania - bernie
Lachesis, 27.11.2008
Ich glaube ich würde durchdrehen bei all dem Über-Hightech und es würde mich auch sehr traurig machen die alten Traditionen aussterben zu sehen. Trotzdem sicher sehr interessant.
swissghostly, 09.05.2009
Ein absoluter Klasse-Bericht!
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| 1-4 von 4 Tokio | |||||||||||||||||||||||||||||
Allgemeine Informationen Tokio
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