Torres del Paine Nationalpark
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Platz 2 in der Kategorie "Mehr zu Chile". Typ: Naturpark / Ein Nationalpark in Chile ...mehr
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Torres del Paine Nationalpark gebraucht & neu

Torres del Paine Nationalpark Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Schlingel62

Als Flachlandtiroler im "Torres del Paine Nationalpark" in Chile

ein Testbericht von 2002-10-25 12:58:17 vom 25.10.2002
Empfehlung: ja
Vorwort
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Der Torres del Paine Nationalpark ist der Höhepunkt jeder Chile Reise. Die windzerzauste patagonische Ebene trifft hier unvermittelt auf die Gipfel der Südkorillere, auf die steilaufragenden Berge, die sich wie eine uneinnehmbare Felsenburg, wie granitene Nadelspitzen emportürmen.

Patagonien ist es wirklich ein Land der Gegensätze, denn kaum hatten wir auf unser einmonatigen Tour mit frischen Rindersteaks gestärkt war der Himmel wieder blau, doch der Wind blies unermeßlich so dass wir uns kaum halten konnten.

Was passierte, war es gefährlich?
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Hier muss ich zurück zum Anfang der Geschichte. Wir planten eine fünftägige Trekkingtour in den „Torres del Paine Nationalpark.

Ausgangspunkt für die Trekkingtour ist der Ort, ganz im Süden von Chile: Puerto Natales. Von hier aus sollte es in den Torres del Paine gehen.

Sie fragen sich sicherlich, wie wir Flachlandtiroler eine Trekkingtour organisieren in den südchilenischen Anden, ohne Führer und ohne große Sprachkenntnisse, zudem noch in einem Ort, von dem man vorher kaum etwas gehört hat.

Alles eigentlich halb so schlimm, man muss sich einfach gut informieren, mit Leuten sprechen, die man unterwegs trifft, immer wieder „vor Ort fragen“ und dann kurzfristig Entscheidungen treffen über die man sich erst im Nachhinein bewusst wird.

Natürlich gibt es dort im Nationalpark kein Telefon und auch die Hinweisschilder sind sehr, sehr knapp bemessen auf dem 242000 Hektar großen Gelände.

Wir kauften also genügend Lebensmittel ein, denn „Kochen“ war wieder angesagt, wie übrigens so oft in Chile. Dennoch entschieden uns kein Zelt mitzunehmen, sondern in den Berghütten des Parkes zu schlafen.

Dann ging die Tour los, man fährt erst einmal drei bis vier Stunden auf einer Piste zum Ausgangspunkt, so ist es schon Nachmittag bis es los gehen kann.

Der „Torres del Paine“ ist der Höhepunkt jeder Chile –Reise. Die windzerzauste patagonische Ebene trifft hier unvermittelt auf die Gipfel der Südkorillere, auf die steilaufragenden Berge, die sich wie eine uneinnehmbare Felsenburg, wie granitene Nadelspitzen emportürmen.


Wir entschieden uns das „W“ (Doubbelju) zu laufen. Unser „Tagestour“ war auf insgesamt 10 Stunden angesetzt.

“Wir schaffen das schon“, dachte ich immer wieder. Los gingen wir um etwa 12 Uhr am Mittag, also war entsprechendes Tempo angesagt.

Durch eine Schlucht über viele Bäche kamen wir bis zum Camp Torres. Dort trifft man auf Bergsteiger und Kletterer aus aller Welt, denn hier ist das Basislager für alpine und Klettertouren im Paine-Massiv.

Auf einem Geröllfeld stößt man dann auf die Andeutungen eines Weges zu den Torres. Das Geröllfeld ist sehr steil und größtenteils muß man sich seinen Weg selbst suchen.

Wir hatten wirklich großes Glück, denn plötzlich öffnete sich der Wolkenvorhang, der die meiste Zeit um die Spitzen der Türme wabert. So konnten wir die gigantischen Zuckerhüte aus Fels bestaunen. Ich konnte es fast nicht fassen, dass ich dort oben war, denn 2000 Höhenmeter ragen diese Spitzen aus der Ebene hervor.

Jetzt war etwa 16 Uhr am Nachmittag, dann ging es wieder zurück zu unserem „Refugio“.

Durch sumpfiges Gebiet und übe viele Flüsse ging es am nächsten Tag weiter, und das ohne Hinweisschilder.

Am See „Nordenskjöld“ entlang hatte das Refugio “Los Cuerno“ wirklich eine traumhafte Lage. Auf der einen Seite der smaragdgrüne See, auf der anderen Seite die „Paine Hörner“ Principal (2600m), Este (2200m) und Norte (2400m).

Natürlich bekam unser Koch „Hector“ eine der letzten Postkarten aus unserem Heimatort. Sie hängt nun dort in der Küche.

Die Refugios dort sind alle noch recht neu und wurden erst 1992 erbaut. Vorher musste man dort auf den Zeltplätzen campen.

Langsam entwickelten wir eine Art „Trappergefühl“, denn die Wege wurden am nächsten Tag auch nicht besser, zudem machte uns der starke Wind auf dem Weg zum „Italo Camp“ zu schaffen. Ziel war das Refugio „Pehoé“ direkt am smaragdgrünen See.

In meinem Tagebuch hatte ich an diesem 21.Oktober geschrieben: „Die Nacht war wieder sehr unruhig: Regen, Sturm, Wind, Blechgeklappere, Diskussion und doch gut geschlafen“.

Wir hatten nur noch einen Tag Zeit um zum „Grey-Gletscher“ zu kommen, hoffentlich passt das Wetter. Es passte, so hatten wir Sonnenschein und ganz, ganz starken Gegenwind. Etwa 120 Kilometer war der stark, sagten uns die Park Ranger, so konnte man sich kaum auf den Beinen halten, dafür entschädigte der Ausblick auf die „Eismassen“.

Irgend etwas musste ja noch passieren, mein Kumpel und ich sind am Grey-Gletscher noch weiter nach oben gestiegen um noch ein paar gute Aufnahmen zu machen, dann machten wir uns auf den Rückweg zu Ekkehard.

Mein Kumpel verschwand schnell aus meinem Blickfeld und bis ich mich besann, hatte ich mich auch schon verlaufen und stand mitten in dem „Asterixwald“, wie ich diese Gegend nannte.

Weit und breit keine Menschenseele, geschweige denn einen Pfad oder einen Hinweis. Ich sagte mir: „Nur die Ruhe bewahren, lauf mal in Richtung des Sees immer gerade aus weiter, da wirst Du schon irgendwann auf einen Pfad treffen“.

Es war spannend mitten in Patagonien, da kann auch kein Handy weiterhelfen. Nach ungefähr einer halben Stunde traf ich auf einen Trampelpfad, das war zwar nicht der richtige, doch irgendwann sah man dann die „orangenen Punkte“.

Nur fünf Stunden zu laufen waren es am nächsten Tag zur „Bushaltestelle“ im „Torres del Paine-Park“.

„Der Wind blies vorwiegend von der Seite und von hinten“, ist im Tagebuch zu lesen. So war dies fast ein Spaziergang, bei strahlendem Sonnenschein kamen wir am Ziel, der Bushaltestelle, an.

Der Bus war schon da, fuhr aber erst zwei Stunden später los. Doch das störte uns überhaupt nicht. Wir fuhren auf der neuen Straße noch einmal am Torres-Massiv vorbei. Von hier aus konnte man die schönsten Postkartenmotive fotographieren, doch der Bus hat leider nicht angehalten.

Im „Backpackers Paradise“ fanden wir eine ganz einfache Unterkunft in Punta Arenas. Der interessante Hafen von dem Expeditionen in die Antarktis starten, Museum sowie der Friedhof sind die touristischen Höhepunkte. Für uns ging es wieder zurück nach Santiago, ein vierstündiger Flug. Hier streikte immer noch das Staatsorchester, so kamen wir noch einmal in den Genuss klassische Musik zu hören. Von „Freude schöner Götterfunken“ bis zur „Star-Wars-Melodie“ gab es klassische Genüsse, bei dem auch das Auge nicht zu kurz kam.


Fazit:
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Das Fazit fällt kurz und bündig aus:

Wir werden dies jedenfalls nicht vergessen und zehren noch heute von den schönen Erlebnissen dieser Tour.

Ich denke gerne zurück an die Zeit im "Torres" ncoh nie hab ich die Natur so hautnah gespürt.

Viel Spass wünscht Euch

Schlingel62

geschrieben auch für ciao und dooyoo
...
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Kommentare
Blondine
Blondine, 29.11.2002
und denn noch weiszlig ich von einer Beziehung die nach dieser Wanderung nicht mehr existierte
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