Nachdem ich euch im letzten Bericht mein erstes Auto vorgestellt habe, werde ich euch nun unser Familienauto vorstellen, dass wir mittlerweile auch schon seit 6 Jahren fahren und in Kürze wohl auch ausgetauscht wird. Es handelt sich dabei um einen Toyota Carina 2.0, der im März 1996 zugelassen wurde und bis zum heutigen Tage nur Freude bereitet hat. Wir haben das Auto damals fast als Neuwagen gekauft, er war nur ein paar Wochen alt und hatte grade mal knapp 1000km runter, heute sind es dann doch schon stolze 145.000 geworden.
Größe und Ausstattung
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Das Auto stammt aus dem Sektor der Mittelklasse, vergleichbar mit dem Opel Vectra oder VW Passat. Der Carina wurde vor wenigen Jahren vom Nachfolger Avensis abgelöst und ist heutzutage nicht mehr als Neuwagen zu erwerben. Mein Bericht bezieht sich dabei auf die Limousine. Der Wagen ist 4,53m lang und etwa 1,70 breit. Zur Ausstattung zählten folgende Dinge:
ABS
Servolenkung
3. Heckleuchte
elektrisch verstellbare Außenspiegel
elektrische Fensterheber vorne und hinten
Heckspoiler
Fahrer- und Beifahrerairbag
Nebelscheinwerfer
Ich glaube, das waren alle Extras, mehr fallen mir im Moment nicht ein. Leider verfügt der Wagen nicht über eine Klimaanlage, was ich als sehr ärgerlich empfinde. Ansonsten befindet sich ein abschliessbares Handschuhfach sowie ein sehr praktisches Fach für die Sonnenbrille direkt über dem Innenspiegel im Auto. Sehr praktisch ist ebenfalls die aufklappbare Lehne zwischen Fahrer und Beifahrer, die Platz für mehrere CDs bietet, eine Armlehne aus Stoff befindet sich auch an der teilbaren Hinterbank. Der Motor verfügt über einen Hubraum von 2000ccm und satten 133 PS. Der Neupreis für diesen Wagen lag bei etwa 43.000 DM.
Die Bedienungselemente lassen sich entweder über die Hebel am Lenkrad oder über die Schalter an der Mittelkonsole bedienen.
Diese Bedienung ist kinderleicht, weil die aufgedruckten Symbole eindeutig sind und keine Verwirrungen stiften. Ebenso ist es mit den Anzeigen im Tachobereich. Alle Warnleuchten und Hinweisleuchten sind sehr gut dargestellt und weisen auf das jeweilige Problem hin.
Schäden und Sicherheit
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Ja ähnlich wie beim Bericht zum Corolla kann ich auch hier nur positives über dieses Auto berichten. Es ist sogar so, dass dieser Wagen in den über 6 Jahren unseres Besitzes absolut noch keinen Defekt hatte. Es mussten nur jeweils die üblichen Inspektionen und Ölwechsel durchgeführt werden. Ansonsten hat sich in den ganzen 145.000km noch nicht ein Zwischenfall ereignet.
Die Sicherheit in diesem Auto würde ich als gut bezeichnen. Zwar besitzt der Carina kein ESP, allerdings halte ich dies auch nicht für wirklich nötig, auch wenn es ganz praktisch ist. Ansonsten sorgen die beiden Airbags, das ABS und die sehr gelungene Fahrwerksabstimmung für ein sicheres Fahrgefühl. Die Bremsen greifen schnell und zuverlässig.
Fahrverhalten
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Der Wagen hat für mich eine ausgezeichnete Strassenlage und das Fahrverhalten wird erst ab Geschwindigkeiten von ca. 190 km/h leicht kritisch. Ich führe die sehr gute Strassenlage auf das sportlich abgestimmte Fahrwerk und den vorne und hinten vorhandenen Spoiler zurück. Ein Unter- oder Übersteuern wie bei meinem alten Corolla habe ich hier noch nicht bemerkt. Nur wenn man wirklich sehr rasant in eine enge Kurve fährt, merkt man, wie der Wagen versucht zu untersteuern, aber dazu muss die Geschwindigkeit schon sehr schnell
sein. Ansonsten können auch plötzliche Ausweichmanöver dem Wagen nicht viel anhaben, das Auto hält treu seine Spur und reagiert wirklich sehr exakt und präzise. Kritisch wird es allerdings, wenn man in Regionen ab etwa 190 km/h kommt, dann merkt man zunehmend, wie der Wagen unruhiger wird und natürlicher auch anfälliger für Dreher etc. Natürlich habe ich letzteres noch nicht ausprobiert. Bis zu einem Tempo von 190 km/h habe ich aber stets das Gefühl, dass der Wagen wie ein Brett auf der Strasse liegt und genau so reagiert, wie ich es mir wünsche. Auch bei nassen Strassenbedingungen ist die Strassenlage immer noch sehr gut, natürlich gerät der Wagen hier schneller ins Schleudern, das dürfte aber sicher bei allen Autos so sein.
Geschwindigkeit und Umwelt
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Da s Auto beschleunigt aufgrund des leistungsstarken Motors innerhalb weniger Sekunden auf 100km/h und hat eine excellente Durchzugskraft. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei gut 220km/h, allerdings ist dafür schon eine gewisse Anlaufzeit von Nöten, Geschwindigkeiten bis zu 200km/h werden allerdings relativ schnell erreicht.
Das Auto kann die damals noch sehr begünstigte D3-Euro-Norm aufweisen und ist dementsprechend schadstoffarm. Der Benzinverbrauch schwankt stark je nach Fahrweise. Bei ruhiger und besonnener Fahrweise ist es möglich, das Auto mit ca. 6.5 – 7 Litern Super Bleifrei zu fahren, bei sportlicher Fahrweise sind aber auch 10 Liter kein Problem. Ich denke, aufgrund der Tatsache, dass der Wagen 133 PS aufweist, sind die 6,5 Liter wirklich ein sehr günstiger und geringer Verbrauch.
Erfahrungen
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Der Wagen hat mich voll von Toyota überzeugt und dies ist nun schon der zweite Wagen aus dem Hause Toyota, der uns nur Freude und wenig Ärger bereitet hat. Bei diesem Auto ist zudem sehr positiv, dass die Strassenlage und der Verbrauch überdurchschittlich gut ist. Das einzig negative wie bei fast allen Toyotamodellen ist das viele Plastik, das doch sehr öde und einfallslos wirkt, aber bei den neueren Modellen hat sich auch diesbezüglich eine Menge getan. Für mich stellt der Carina somit auch wegen seiner sehr guten Kofferraumgröße ein optimales Familienauto für bis zu 4 Personen dar. Für Reisen mit 5 Personen wird es auf der Rückbank dann doch ziemlich eng. Ansonsten ist eine Reise in den Sitzen gut zu verkraften, wenn man nicht gerade bei heißen Sommertagen unterwegs ist, denn dann macht sich leider die nicht vorhandene Klimaanlage bemerkbar.
Fazit
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Mein Fazit fällt knapp aus. Ich empfehle den Wagen auf jeden Fall, der heutige Nachfolger Toyota Avensis kann eine ähnliche Ausstattung aufweisen und schneidet bei diversen Pannentests genauso gut ab. Ich vergebe für diesen Carina aufgrund der nicht vorhandenen Klimaanlage allerdings nur 4 Sterne, denn ich denke, die ist heute bei so einem Auto doch schon Pflicht. Ansonsten bin ich mit Toyota und insbesondere mit diesem Wagen sehr zufrieden und habe die 30.000km, die ich in etwa mit dem Wagen gefahren bin, sehr genossen.
Die Zuverlässigkeit des Toyota Carina ist legendär.
Neun von zehn Carina Kunden würden sich ihn jederzeit wieder kaufen.
Zu diesen Menschen gehört auch mein Vater.
Er erwarb 2001 eine Toyota Carina 1.8 Limousine, Baujahr 1998.
Ich hatte das Glück, in den letzten 3 Jahren auch regelmäßig mit seinem Auto fahren zu dürfen und muss sagen:
Nicht nur die Zuverlässigkeit ist toll, auch die inneren Werte stimmen.
Der Innenraum / Die Ausstattung:
Der Carina 4,53m lang. Das ist mittlerweile, das untere Ende bei den Ausmaßen von Mittelklassenwagen. Doch was Toyota auf diesen vier ein halb Metern an Platz unterbringt, ist sehr beachtlich.
Der Carina bietet sehr viel Platz für 5 Passagiere und Gepäck.
Das konnte ich auf einem 2.500 km Trip, mit 4 weiteren Personen, nach Schweden ausgiebig testen.
Die vorderen Sitze sind großzügig geschnitten, bieten aber zu wenig Seitenhalt.
Sie haben einen eher Sesselhaften Charakter. Dafür kann man sie ausreichend weit in alle Richtungen verstellen, sodass auch groß gewachsene Personen bequem Platz finden.
Der Fahrersitz bietet darüber hinaus, noch eine Höhenverstellung (bei der aber leider nur die Sitzfläche kippt) und eine Lordosenstütze.
Auch hinten herrscht Platz, in Hülle und Fülle.
Die Bein- und Kopffreiheit ist heutzutage nur noch beim Skoda Superb zu finden und der ist bekanntlich 30 cm länger als der Carina. Sogar eine Mittelarmlehne gibt es.
Nur die Kopfstützen hinten, sollten etwas höher reichen.
Über 540 Liter!!! Kofferraumvolumen und 500 kg Zuladung ermöglichen die Mitnahme von fast allem, was man auf einer ausgedehnten Urlaubreise braucht.
Lediglich die in den Gepäckraum ragenden Kofferraumbügel und die recht hohe Ladekante, stören beim Packen. Dafür lassen sich die Rücksitzlehnen geteilt umklappen, damit man auch lange Dinge in den Wagen bekommt.
Wer noch mehr Platz will, muss sich den Kombi holen!
Die Bedienung des billigen und tristen Armaturenbretts wirft keine Fragen auf. Dafür sind die Materialien sehr langlebig und strapazierfähig.
Die inneren Annehmlichkeiten beschränken sich auf Klimaanlage, elektrische Fensterheber und Zentralverrieglung. Sie sind in einigen Sondermodellen, nach denen man sich zuerst umschauen sollte, Serie.
Des Weiteren ist das Lenkrad zwar in der Höhe, nicht aber in der Weite, verstellbar.
Es gibt schlimmeres. Das Handschuhfach, ist abschließbar und die Seitentaschen in den Türen groß genug, um alle möglichen Straßenkarten und andere Utensilien darin verschwinden zu lassen.
Die Instrumente sind übersichtlich angeordnet, leicht ablesbar und beherbergen alle nötigen Informationen.
Aber die Ausstattung reicht also völlig aus, um vernünftig von A nach B zu kommen.
Und dafür wurde der Carina gebaut. Er ist eben ein praktisches, kein verspieltes Auto.
Das zeigen auch viele durchdachte Einzelheiten.
Es gibt zum Beispiel eine Beleuchtung für das Zündschloss, die erst 5 Sekunden nach dem Schließen der Türen ausgeht, oder eine Fernentrieglung für Tank und Kofferraum, neben dem Fahrersitz und eine Anzeige für das Fahren im spritsparenden Magermix Modus.
Der Einzige wirklich störende Nachteil Innen ist, die sehr langsame Heizung. Bis die auf touren kommt, hat man sein Ziel erreicht.
Der Motor / Die Schaltung:
Das 1,8 Liter Magermix Triebwerk mit 107PS geht äußerst sparsam zur Sache.
Wer mehr als 8 Liter verbraucht (ich lag während einer Schwedentour bei 8,5 Litern und der Wagen war knüppelvoll),
muss den Motor schon ständig herausfordern.
Dies macht aber ohnehin keinen Spaß, da der Carina ab 3500 Umdrehungen unangenehm laut wird. Dies wird durch die schlechte Geräuschdämmung noch verstärkt. Dadurch ist eine normal laute Verständigung bei hohen Geschwindigkeiten nicht möglich.
Eigentlich sind hohe Drehzahlen aber nicht nötig, da der Motor schon ab 2000 Umdrehungen ausreichend spritzig zur Sache geht.
Ich habe den direkten Vergleich zu meinem eigen Auto, einem Fiat Bravo 1,6 mit 103 PS und muss sagen. Der Carina ist untenrum deutlich munterer.
Man hat nie das Gefühl untermotorisiert zu sein und der Motor dreht willig hoch.
Den Ausdruck „willig“, würde ich in Zusammenhang mit der Schaltung aber nicht gebrauchen.
Sie kommt zwar, durch ihre lange Übersetzung, schaltfaulen Fahrern entgegen.
Dafür arbeitet sie aber für meine Begriffe sehr knochig und der Rückwärtsgang ist äußerst zickig.
Durch ihre lange Übersetzung hilft sie aber beim Spritsparen.
Das Fahrwerk / Die Lenkung.
Die Federung ist ein recht ruppiger Geselle. Kurze Stöße leitet sie fast ungefiltert an die Insassen weiter. Grobe Fahrbahnwelle meistert sie etwas souveräner.
Mit zunehmender Beladung, wird der Federungskomfort aber besser..
Das gilt allerdings nicht für das Fahrverhalten.
Unbeladen liegt der Carina straff und auch recht sicher auf der Straße.
Es sei denn man vollführt hektische Lenkmanöver, dabei neigt der Wagen zum Aufschaukeln.
Steigt aber die Beladung, nimmt das Wanken in Kurven stark zu und der Carina reagiert wesentlich träger als er sollte.
Daran ist auch die etwas indirekte Lenkung schuld.
Der Gradeauslauf ist dagegen ohne Tadel.
-Sicherheit-
Die Sicherheitsausstattung reicht für den verlangten Preis völlig aus.
Sie beinhaltet 2 Airbags und ABS und Servolenkung.
Leider gibt es im Fond nur wie vollwertige Gurte. Der in Mittlere ist nur ein Beckengurt.
Die Bremsen sind im unbeladenen Zustand recht sicher (gut 40m Bremsweg),
haben aber bei voller Beladung ziemlich zu tun. Was meine Meinung nach darauf zurück zu führen ist, dass sie für die wirklich hohe Beladungsgrenze nicht ausreichend groß konstruiert wurden. Des Weiteren ist der Pedalweg der Bremsen recht lang.
-Kosten-
Der Carina gehört nicht nur zu den preiswerten Angeboten auf dem Gebrauchtwagenmarkt,
man kann bei seinem Kauf auch wirklich nichts falsch machen.
Zum einen sind die Unterhaltkosten sehr niedrig (die Versicherungseinstufung ist sehr niedrigen für ein Auto dieser Größe).
Zum anderen ist der Carina eines der zuverlässigsten Autos weltweit.
Muss man doch mal in die Werkstatt, dann wegen der nur 15.000 km kurzen Wartungsintervallen.
Sollten die Werkstätten aber doch einmal Arbeit bekommen, dann wahrscheinlich mit den Stabilisatorgelenken (Meinem Vater sind die Hinteren zweimal kaputt gegangen), der Elektrik (z.b. Instrumentenbeleuchtung) oder den Scheinwerfern.
Außerdem gehören die Werkstätten von Toyota, meiner Meinung nach, zu dem Besten was Pünktlich, Preisniveau, Gründlichkeit betrifft. Hier gibt man sein Geld schon fast gerne aus.
Das ist aber, wie erwähnt kaum nötig.
Das Fazit:
Wer ein großes, zuverlässiges und unkompliziertes Auto sucht ist mit dem Carina hervorragend bedient. Er ist zwar unauffällig, aber genau das ist auch seine größte Stärke.
Er lässt den Fahrer einfach in Ruhe.
Alle die das gewisse Extra bei einem Auto suchen, ob im Design oder an anderer Stelle,
sollten sich woanders umsehen.
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ein Testbericht von Hoschie2004-04-19 09:38:20vom 19.04.2004Empfehlung: ja
Vorteile: Ausstattung, Preis, Platzangebot, Zuverlässigkeit...Nachteile/Kritik: -
Der Toyota Carina ist eines der zuverlässigsten Fahrzeuge die es gibt. Mein Vater kaufte sich vor knapp 10 Jahren einen Toyota Carina E Liftback(Fließheck)für 38000 DM, hatte jedoch schon Klimaanlage, elektrische Fensterheber und Spiegel, Zentralverriegelung und so weiter. Mein Vater wählte den 1.6 Liter Ottomotor mit 107 PS. Er hat ausreichend durchzug, ist sehr leise und fährt 200kmh Spitze. Absoluter Vorteil des Liftback: der riesige Kofferraum, absolut Famielientauglich.
Die Sitze des Carina sind bequem, jedoch auf langen Strecken zu weich. Dafür bietet er sehr viel Beinfreiheit vorn und hinten. Zusätzlicher
Kompfort: Mittelarmlehne vorn und hinten, wobei sie vorn für mitteleuropäer deutlich zu tief ist.
Das Fahrzeug wurde im september 1994 beim Händler geholt und Läuft seit dem ohne Probleme, lediglich die Kupplungslager müssen bei der nächsten Durchsicht gewechselt werden was aber bei einer Laufleistung von 80000 km nicht unüblich ist. Alles in allem ist der Carina, besonders als Liftback sehr empfehlenswert auf Grund seiner Zuverlässigkeit, niedrigem Verbrauch und niedrigen Unterhaltungskosten. Ein ideales Familienauto, da auch die Preise für die Gebrauchten Toyotas sehr günstig sind.
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ein Testbericht von bidone2003-12-17 08:07:00vom 17.12.2003Empfehlung: ja
Vorteile: starker Motor, viel Platz...Nachteile/Kritik: Lack und Details
Heute möchte ich einmal über ein Auto schreiben, das ich zwei Jahre gefahren habe und das mir in der ganzen Zeit fast keine Probleme gemacht hat.
Es geht dabei um den Toyota Carina E GTI.
Ein Toyota-GTI? Gibt?s das? Ja das gabs, die GTI-Version war die Topversion des Carina und ist sehr selten auf unseren Straßen anzutreffen, da er ganz schön teuer war. Doch der Reihe nach.
Der Kauf:
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Ich fuhr zu dieser Zeit einen Carina II 1,6 und war schon länger auf der Suche nach dem Nachfolgemodell. Diesmal sollte es ein 2,0
sein, der seinerzeit 133 PS leistete.
Leider fand ich lange Zeit kein Modell mit vernünftigen Preis.
Als ich eines Tages einen Stuhl in einem Möbelgeschäft kaufen wollte, hielt ich zufällig am Autohaus-Saalepark an, das leider nicht mehr existiert.
Hier gab es immer sehr preisgünstige Autos und plötzlich sah ich einen Carina E stehen. Ich ging also auf das Auto zu und war erstaunt! Das erste mal das ich einen Carina GTI sah, hatte bis jetzt immer nur die Daten im Prospekt gelesen... 158PS ....8,4s 0-100 Km/h... logischerweise war ich sofort fasziniert, der Verkäufer kam auf mich zu und ich habe gleich eine Probefahrt gemacht ? eine Stunde später war das Auto meins!
Preise:
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Der Carina E GTI kostete seinerzeit als Neuwagen ca.48000 DM, mein Auto kostete mit 22000Km und reichlich ein Jahr alt nur noch 26000 DM! Das war das günstigste Angebot was ich je gesehen hatte, also habe ich es gekauft.
Versicherung:
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Ein Kapitel, das ich bis dahin in den Autokauf nicht mit einbezogen hatte! Das war ein Fehler, da die Versicherungen beim Kürzel GTI alle rot sehen. Eingestuft war er so weit ich mich erinnere in der Haftpflichtklasse 22. Das war teuer! Heutzutage ist er in der 17 eingestuft, so dass die Prämie erträglich ist.
Aktuelle Einstufung:
Haftpflicht: 17; Teilkasko: 32; Vollkasko: 28 (Stand 11/03 gültig ab 01/04)
Die Daten und die Ausstattung:
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4-Zyl inder D.O.H.C. Reihenmotor (double overhead camshaft ? zwei obenliegende Nockenwellen)
Hubraum: 1998 ccm
16 Ventile
116KW=158PS bei 6400 1/min
Vmax=215 Km/h
Beschleunigung 0-100 Km/h: 8,4s
5-Gang Schaltgetriebe
Kraftstoff: Super bleifrei
Mein Fahrzeug hatte leider nur Grundausstattung was folgendes beinhaltet:
Zentralverriegelung
4x el.Fensterheber
el. Glas-Schiebe-Hebedach
Servolenkung
Elektrisch verstellbare Aussenspiegel
Lederlenkrad
ABS
Fahrerairbag
Ve lours-Sportsitze mit Lendenwirbelstütze
Sportfahrwerk
Doppelstrang-Au spuffanlage
Heckspoiler
Alufelgen
Das Sahnestück ? der Motor
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Als ich den GTI das erste mal fuhr, war sofort für mich klar, das ich das Auto haben wollte ? leichtes Spiel für den Verkäufer!
Der Motor läuft im Leerlauf leise grummelnd. Das Gas nimmt er sehr spontan an und dreht willig hoch. Kein Vergleich zu meinem damaligen 1,6er.
Das Drehmoment ist relativ gleichmäßig über den gesamten Drehzahlbereich verteilt. Bei 2000 1/min liegen schon knapp 160 Nm an, das Maximum hat man dann mit 186 Nm zwischen 4400-5200 Umdrehungen. Damit kann man sehr gut beschleunigen und hat einen sehr guten Durchzug.
Auf der Autobahn kann man auch mal so richtig abheizen, lt. Tacho bin ich schon mit 230 Km/h unterwegs gewesen, was sicher den angegebenen 215 Km/h Maximalgeschwindigkeit entspricht. Besonders beieindruckend sind die sehr guten Leistungen im Zwischenspurt.
Auf der Autobahn machte sich allerdings die Sportaupuffanlage unangenehm bemerkbar. Wenn es auch bei kurzen Fahrten oder in der Stadt schön bollert, so nervt es doch bei längeren Autobahnfahrten. Besonders im Bereich zwischen 130-140 Km/h war es sehr laut.
Aber optisch macht sie sehr viel her, besonders im Winter wenn es auf beiden Seiten des Wagens schön dampft.
Der Verbrauch lag bei der gebotenen Leistung im Rahmen. Minimalverbrauch war etwas über 6 Liter, das Maximum zehn. Im Durchschnitt über reichlich 30 TKm waren es knapp 8 Liter, was für die gebotene Leistung angebracht erscheint.
Fahrverhalten:
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Bed ingt durch das Sportfahrwerk war der Carina sehr hart gefedert. Das bedeutet natürlich ein sehr gutes Fahrverhalten auf kurvigen Straßen. Da fährt er wie auf den sprichwörtlichen Schienen. Aber es macht sehr viel Spaß über schöne glatte und kurvenreiche Landstraßen zu fahren. Dabei hängt der Motor klasse am Gas und bügelt Steigungen nahezu glatt.
Auf unebenen und löcherigen Straßen dagegen nervt es schon etwas. Da schlägt dann jedes Schlagloch durch und kerbt sich in die Bandscheiben ein. Mit der Zeit der Jahre hat das seine Spuren am Auto hinterlassen. Empfehlenswert ist der GTI nur für gut ausgebaute Straßen, auf unseren Löcherpisten in Leipzig ist er ein wenig deplaziert.
Im Bereich Bremsen gibt es keinerlei Kritikpunkt, guter Druckpunkt der Bremse und gut zu dosieren. Bei Glätte verhindert das ABS ein wegrutschen des Autos und der Carina ist auch bei einer Notbremsung lenkbar.
Verarbeitung:
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Als ich den Carina neu hatte hat nichts geklappert. Leider änderte sich das mit der Zeit, da durch das straffe Fahrwerk, das auto ständig durchgeschüttelt wird. Im Laufe von zwei Jahren löste sich die Verkleidung im Kofferraum und im Fußraum der Beifahrerseite und liess sich nicht wieder richtig befestigen. Bei dieser Preisklasse sollte das eigentlich nicht vorkommen.
Ein weiteres Problem war der Lack. Der ist wirklich unterste Kategorie. Obwohl das Auto in der Garage stand und regelmäßig gewachst wurde, bleichte der Lack nach zwei Jahren aus. Man hat dann deutlich den Unterschied zwischen Spoiler und Karosserie gesehen.
Auf Steinschläge reagierte der Lack ebenfalls sehr empfindlich, bei einem Steinschlag platzen immer gleich größere Lackstücke heraus. Da muss man immer mit dem Lackstift hinterher sein. Beim Zweischicht-Metelliclack meines Vorgängers gabs da wesentlich weniger Probleme. Mein Tip: keinen Toyota mit Standartfarbe kaufen immer nur Metallic, der ist wesentlicher robuster.
Pannen & Co.
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Fehlanzeige! Keine Panne, keine Reparatur... Alles wie in der Werbung, anscheinend ist Toyota nicht umsonst lt. ADAC der Hersteller mit den wenigsten Pannen.
Nur einmal hat er mich verlassen, aber das war meine Schuld, da ich den Kofferraum nicht richtig geschlossen habe, hat sich die Batterie über die Innenraumbeleuchtung entladen und das Auto sprang nicht an.
Vorteile:
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Das Sahnestück ist der Motor, viel Power, genialer Durchzug bei günstigem Verbrauch. Durch die biedere Optik hat niemand den Wolf im Schafspelz vermutet, wie viele beim Ampelsprint feststellen mussten *g*.
Das Fahrverhalten ist sehr sicher und man hat immer genügend Reserven. Durch den bulligen Durchzug ist auch ein zügiges und damit sicheres Überholen möglich.
Im Auto hat man sehr viel Platz und die Sportsitze bieten sehr viel Seitenhalt, auch bei wilder Kurvenhatz. Auf den Hinterbänken ist ebenfalls bequem Platz.
Das Lederlenkrad ist schön griffig und man kann den Wagen gut dirigieren, die Servolenkung gibt eine gute Rückmeldung und ist nicht so gefühllos wie z.B. im Jeep.
Der Kofferraum ist sehr groß (470 Liter) und lässt sich gut beladen. Duch die assymetrisch umklappbare Rückbank lässt er sich auch noch wesentlich erweitern. Zieht man dabei die Sitzbank hoch erhält man einen ebenen Ladeboden. Durch die große fünfte Tür kann man bequem auch einen Kühlschrank laden. Warum gibt es das nicht bei BMW oder Mercedes?
Die absolute Zuverlässigkeit kann man nur unterstreichen. Das ist ein sehr wichtiger Grund einen Toyota zu kaufen.
Auch beim TÜV keinerlei Probleme.
Die Optik mit der Doppelstrangauspuffanlage ist sehr gut und macht meiner Meinung nach etwas her.
Nachteile:
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Als Hauptnachteil muss ich den schlechten Lack nennen. Es kann einfach nicht sein, das ein Auto, das fünf von sieben Tagen in der Garage steht, nach drei Jahren ausgeblichenen Lack hat, obwohl es tadellos gepflegt wurde und immer gut gewachst war. Die Steinschlagempfindlichkeit ist auch nicht normal, da kann man nur den Zweischicht-Metalliclack empfehlen.
Zweiter Nachteil und das ist der weswegen ich ihn auch verkauft habe, ist die fehlende Klimaanlage. Im Sommer wird es sehr heiß im Fahrzeug und das Schiebedach bringt auch keine Kühlung, nur sehr viel Lärm bei höheren Tempo. Zum Glück ist die Klimaanlage in aktuellen Modellen serienmäßig.
Bedingt durch das härtere Sportfahrwerk poltert es bei jedem Schlagloch und die Innenverkleidung löste sich nach zwei Jahren.
Die Radiovorrüstung mit nur zwei Lautsprechern in den Vordertüren ist klanglich völlig ohne Worte. Hier ist also dringender Nachrüstbedarf.
Kleines Ärgernis ist auch der fehlende Kofferraumöffnungsknopf von außen. Hier muss man entweder den Schlüssel nehmen oder von der Fahrerseite entriegeln. Im Nachfolgemodell (Avensis) hat man das schon abgestellt.
Aus unerfindlichen Gründen ist am GTI keine Stahlfelge zugelassen. Man ist also gezwungen auch für die Winterräder einen Satz Alufelgen zu kaufen.
Fazit:
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Eine unauffällige Fahrmaschine, die weniger Wert auf das Markenimage als auf innere Werte legt. Der Motor hat in allen Lebenslagen Kraft und zieht sehr dynamisch durch. Da haben damals viele große Augen gemacht.
Allerdings ist mir auch aufgefallen, das viele Zeitgenossen, sobald sie das GTI-Kürzel gelesen haben und es anscheinend für einen Fake gehalten haben, unbedingt drängeln und überholen müssen. Sehr eigenartig, sobald ich in einem anderen Auto gesessen habe war Ruhe, anscheinend glaubten alle das es keinen Carina GTI gibt, damit war ein gemütliches fahren ohne Drängler selten möglich.
Die sprichwörtliche Toyota-Zuverlässigkeit kann ich nur unterstreichen, keine einzige Panne und kein ausserplanmäßiger Werkstattaufenthalt! So soll es sein.
Ergo: So bald wie möglich verkaufe ich meinen störanfälligen Rover und kaufe den Nachfolger Avensis 2.0 mit 150 PS.
Wer also keinen Wert auf das Markenemblem legt und mit den kleinen Unzulänglichkeiten leben kann, erhält mit dem Toyota Carina 2.0 GTI ein sehr zuverlässiges und dynamisches Auto, dem ich **** - vier von fünf Sternen vergebe.