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Trabant 601 Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
6 goldene Tipps für Trabifahrer
ein Testbericht von ladaci2003-08-12 08:24:10vom 12.08.2003Empfehlung: ja
Vorteile: ein Kultauto für Freunde ein Muß...Nachteile/Kritik: wird immer teuer, Schorsch zu fahren
Jahrelang war er mir treu und nun wartet er auf den Tag, an dem ich erst das Geld und dann die Zeit für seine Reperaturen finde. Fast täglich freue ich mich darauf, ihn endlich wieder fahren zu können - meinen Schorsch.
Für Euch, liebe Trabigemeinde und Interessenten habe ich hier 6 goldene Tipps zusammengestellt, die ihr (so hoffe ich) gut brauchen könnt.
Ich habe mich einmal gut mit einem Angestellten einer Tankstelle unterhalten. Der gab mir den Rat, auf jeden Fall immer selbst zu mischen. Man können den Mineralölriesen nicht vertrauen, meinte er. Das verkaufte Gemisch sei immer etwas "mager"gemischt. Glaubhaft, wenn man darüber nachdenkt, wieviel eine Tankstellenkette jährlich spart, wenn sie "nur etwas" weniger Öl dem Benzin beimischt. Des weiteren läßt sich die Tankstelle diesen Mischservice gut bezahlen - will heißen, man kommt auch noch billiger, geht man mit selbstmischen auf Nummer sicher.
Dazu noch ein Tipp: Bei längerer Autobahnfahrt empfiehlt es sich, 1:33 zu tanken und zwar 1 Liter teilsynthetisches 2-Takt-Öl auf 33 Liter Superbenzin. Jetzt werden aktive Trabifahrer hellhörig, weil ja bekannt ist, daß Superbenzin zu stark für den Motor ist und ihn schädigen kann. Das ist richtig, allerdings ist die Oktanzahl rechnerisch fast die gleiche, als würde man 1:50 mit Normalbenzin tanken. Der vorteil ist genauso verblüffend, wie logisch. Superbenzin ist sauberer und hinterläßt weniger Rückstände im Motor. Auf Autobahnen reinigt sich auf den ersten paar Kilometern der Motor << deutlich erkennbar an der blauen Fahne :o) >> und durch die sauberere Verbrennung bleibt er auch so. Der saubere Motor und der hohe Ölgehalt lassen den Motor wie ein Bienchen summen und man könnte fast meinen, er hätte plötzlich noch ein paar Pferde mehr unter der Duroplasthaube.
2. Beleuchtung
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Die rückwärtige Beleuchtung des Trabant entspricht heute keinem Standart mehr. Es ist fast schon gefährlich geworden.
Im Sommer läßt sich die Leuchtkraft hinten etwas verbessern, wenn man die Rücklichtschalen demontiert, gründlich reinigt und mit einem guten Alu-Putzmittel, wie Elsterglanz die Reflektoren poliert. Für den Winter gibt es noch eine andere Möglichkeit. Man legt hinter die zeimlich kleinen Reflektoren hochglänzende Alufolie. Die sollte allerdings beim nächsten TÜV draußen sein. ;-) Auch im Sommer fällt das jedem am hellichten Tage auf - also rechtzeitig wieder entfernen.
3. Innenraumausstattung
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G ern und sehr häufig "tunen" Trabifahrer ihr Auto durch Aufarbeitung mit Teppichbelag. Das kann je nach Sorgfalt und Qualität sehr gut aussehen und auch sinnvolle Nebenerscheinungen wie Kälte- und Geräuschschutz haben.
Wichtig dabei sind zwei Dinge. Niemals sollte man das Armaturenbrett mit Teppich bekleben. Es ist permanent stärker dem Licht ausgesetzt, als der andere Belag. Daurch bleicht er natürlich viel schneller aus und nach wenigen Wochen bereits ist schon ein deutlicher Unterschied erkennbar. Zum zweiten ist die Wahl des Klebstoffes eine sehr wichtige. Wenn man zum Beispiel unter dem Dach einen Himmel aus Teppich einziehen möchte, sollte man nicht vergessen, daß der Klebstoff stark durch Temperaturschwankungen beansprucht wird und auch das gesamte Gewicht des Teppichbelages auch bei Vibrationen der Fahrt allein tragen muß.
4. Der Winter mit dem Trabant
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Ein
bekanntes und berüchtigtes Manko des Trabants ist der Winterbetrieb. Genaugenommen die Heizung. Die kann man nicht neu erfinden. Sicher kann man sich eine Standheizung einbauen, sollte dabei aber bedenken, daß zusätzliche Technik zusätzliche Wartung bedeutet. So oder so kann folgendes nützlich sein: Der Trabant "heizt" durch die Kühlluft des Motors und die Abwärme des Krümmers. Man sollte zusehen, daß die gesamte Wärme auch im Innenraum ankommt. Dazu sind die Aluflex-Rohre und der Luftauslaßkasten mit Mineralwolle zu dämmen. Ist zwar eine ewige Frimelei, die Wolle mit Panzertape zu befestigen, lohnt sich aber. Man kann auch zusätzlich eine zweite Schallschluckhaube über den Motor legen. Einen kleinen Erfolg kann man auch mit etwas aufwendigerer Arbeit erzielen - das Abschlußblech hinter dem Motorblock schließt nicht komplett ab. Den Spalt um unteren Ende sollte man über die kalte Jahreszeit verschließen. Evtl reicht dazu eine "Konstruktion" aus Mineralwolle.
Mineralwolle in den hinteren Kotflügeln und hinter und unter der Rückbank verhindert, daß die Wärme durch den Kofferraum oder einfach zur Seite heraus verschwindet. Zweckmäßig ist auch die Verkleidung des Daches mit Teppichbelag (siehe Vorkapitel)
5. Nasses wetter - Wasser im Tank
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An feuchten Tagen kann sich durch Diffusion Wasser im Tank ablagern. Hier läßt es die Tankwände rosten, den Tank undicht werden und der abfallende Rost verstopft den Kraftstoffilter.
Man kann mit gleicher Waffe zurückschlagen - ein paar cl Spiritus bindet das Wasser, macht es so unschädlich und sorgt
dafür, daß es mit "verbrannt" wird.
6.Und ganz nebenbei für Nichtraucher
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Ein kleiner Tipp für Freunde des "drive-in" ´s:
Der Aschenbecher auf dem Amarturenbrett diente mir damals, als ich noch eisern außerhalb des Trabis geraucht habe als Ablage. Man kann zum Beispiel ein Nokia 5110 leicht diagonal hineistellen, oder was nicht so vergänglich ist, wie die Handywahl: Es passen perfekt die Soßen-Döschen der "Chicken Mc Nuggets" rein. Das erspart eine riesen Sauerei im Auto, wenn man unterwegs essen will.
Ich hatte mal ein Auto, da war der Innenraum enger als in einem Porsche, und die Motorgeräusche waren lauter als bei einem Ferrari. Ausgestattet war dieses Auto mit allem, was ein Fahrerherz begehrt. Das sportlich abgestimmte Vier-Gang-Schaltgetriebe, dessen Schaltknüppel direkt hinterm Lenkrad angebracht wurde, ließ sich mit relativ geringer Kraftwendung bedienen. Durch den kompakt gehaltenen Zweitaktmotor, der über eine Leistung gleich 26 Pferden verfügen sollte, wurden enorme Beschleunigungswerte erreicht - man hörte von kühnen Fahrern, die die Hundert-Km/h-Grenze bereits in der ersten Minute nach dem Start duchstoßen haben sollen. Das Fahrwerk dieses Autos wurde sehr sportlich abgetimmt, so daß dieses Auto wie eine Pappe (ähm Entschuldigung; wie ein Brett) auf der Straße lag; unterstützt wurde das Fahrwerk von bis zu 155er´n Breitreifen aus dem Qualitätshaus Pneumant. Auch im Innenraum wurde dieser sportliche Ansatz kosequent umgesetzt. Ein Multifunktionsinstrument informiert über alle wichtigen Daten, und in den gemütlichen straff gepolsterten Kunstleder-Sitzen konnten Menschen bis zu einer Körpergröße von 1,60 Metern komfortabel sitzen. Bei der Anschaffung dieses Wagens konnte man unter verschiedensten Ausstattungsvarianten wählen, und ich entschied mich für das Komfortpacket namens "deluxe". Dort wurde die sportliche Note des Wagens durch ein umfangreiches Zubehör ergänzt, welches das fahren in diesem Wagen noch angenehmer machte. Mein "deluxe" verfügte über mechanische Fensterheber, einen LW/ MW-Empänger mit einem 8-Watt-Soundsystem, eine Hartplaste-Kopfstütze am Fahrersitz und eine Rückfahrleuchte...
Natürlich waren Autos mit solch einer Ausstattung sehr beliebt, und man mußte bei der Anschaffung schon mal Wartezeiten von ca. 150 Monaten in Kauf nehmen, was aber keinen davon abhielt, diesen "Wunderwagen" zu kaufen.
;o) Bis zu diesem Punkt ist mein Bericht doch eher mit einem Zwinkern zu betrachten, aber der Trabant hat meiner Ansicht nach noch heute seine Daseinsberechtigung. Natürlich ist er Umweltmäßig nicht auf dem neusten Stand, obwohl der Verbrauch doch sehr niedrig ist.
ABER:der Trabant ist das optimale Fahranfänger Auto. Ich hörte mal den Satz: "Wer Trabant fahren kann, der kann jedes Auto fahren." Da ist schon irgendwie was dran. Den ohne technische Unterstützungen (wie Servolenkung etc.) muß man im Trabbi wirklich arbeiten. Außerdem kostet eine Schramme, die ja bekanntlich fast jedem Neuling irgendwann passiert, nur wenige Märker. Auch die Anschaffungs- und Versicherungskosten sind super günstig.
Der Hauptvorteil liegt in der geringen Leistung. Kaum ein jugendlicher Fahranfänger kann wirklich ab Beginn mit 100 PS und mehr umgehen.
Einen kleinen Vorschlag hätte ich an dieser Stelle noch anzubringen, und ich würde mich über Reaktionen und Meinungen dazu sehr freuen. MAN SOLLTE AUCH FÜR DEN KFZ-FÜHRERSCHEIN EINEN STAFFELFÜHRERSCHEIN (ÄHNLICH WIE BEIM MOTORRAD) EINFÜHREN.! WAHRSCHEINLICH HÄTTEN WIR DANN WENIGER JUGENDLICHE OPFER IM STRASSENVERKEHR ZU BEKLAGEN.
O.K., das soll's von dieser Stelle gewesen sein; viel Spaß noch
eulenfan, 05.03.2003
Wir hatten den 601 s, und wir haben ihn geliebt! Uumlbrigens: Dein Vorschlag mit dem Staffelfuumlhrerschein ist wirklich super!
Hilli, 23.03.2002
gg
Mummy, 23.03.2002
Ja, ja, die Nostalgie. Ob die von dir vorgeschlagene Regelung rasende Jugendliche wirklich zur Vernunft bringen wuumlrde, bezweifle ich.
ein Testbericht von Stehberger2002-03-22 15:47:55vom 22.03.2002Empfehlung: ja
1991 kaufte ich mir meinen Trabant. Gletscherblau mit schwarzen Rallyestreifen. Anfangs war er nur als Zeitvertreib gedacht, nach und nach wuchs er mir ans Herz!
1994 entschloss ich mich ihn mit Hilfe eines befreundeten Kfz-Mechanikers (inzwischen -Meister) aufwändig zu restaurieren.
Seither ist er ein absolutes Liebhaber-Fahrzeug! Ich besuche soviele Trabi-Treffen wie möglich. Das Fahrzeug ist dadurch ein absolutes Langstreckenfahrzeug geworden. Die weiteste Resie führte bis jetzt nach Italien an die Adria. Dort erregt man sehr viel Aufmerksamkeit, ich habe es sonst noch nirgends erlebt, dass die Leute am Strassenrand klatschen,
wenn man vorbeifährt.
Seit der Restaurierung höre ich auch keine negativen Kommentare mehr, wie früher z.B. beim Tanken. Das obligatorische Klopfen aufs Fahrzeugdach durch Fremde, die immer wissen wollen wie Duroplast klingt, nehme ich inzwischen gerne in Kauf.
600 ccm machen die Kfz-Steuer erträglich. Der eingebaute Kat bringt leider keine Steuervergünstigung mehr, denn Dinge die früher staatlich gefördert wurden, werden jetzt ja verteufelt, wie eben mein U(ngeregelter)-Kat, das gilt aber nicht nur für 2-Takter! In einigen Bereichen des Abgases sind 2-Takter den 4-Taktern deutlich überlegen, in anderen wieder nicht. Jede Medaille hat 2 Seiten. Dafür verbraucht er eben wenig Sprit und am Ende habe ich kein schwermetall-verseuchtes Altöl, das ich entsorgen (lassen) muss.
Na ja, er macht mir viel Spass und zum Thema Umweltschutz könnt Ihr ja mal meinen Artikel unter www.trabant.tip.nu lesen.
Und den Elchtest hat er ja bekanntlich ohne Probleme gemeistert und beim Track-Test im TV war er mit serienmäßigen 26 PS schneller um den Handlingskurs als ein aufgemotzter Smart mit 80 PS.
Da ich ihn sehr vorsichtig fahre (fast nei Vollgas), komme ich mit 6 Liter Gemisch aus.
Ach ja, ich habe mich nie auf irgendwelche Experimente mit Hochleistungsölen eingelassen, sondern immer schön brav 1:50 Mineralöl (zur Not auch mal teilsynthetisches) zugemischt.
Die unten stehende Bewertung ist nicht an modernen Fahrzeugen zu messen, sondern gilt für den Vergleich mit Fahrzeugen seines Baujahres und seiner Klasse (Kleinwagen). Wir wollen doch unseren Trabi nicht in den Dreck ziehen! Doch beim Preis, bei den Unterhaltskosten, beim Aufmerksamkeitsfaktor, beim Verbrauch und in Punkto Clubleben ist der kleine für immer unschlagbar!
ein Testbericht von Das_Ei2002-03-09 11:11:08vom 09.03.2002Empfehlung: ja
In der ehemaligen DDR wurden nicht viele Autos produziert, aber eines dieser PKW’s war aber der Trabant.
Er sah irgendwie ulkig aus. Klein und eigentlich unscheinbar, aber durch seine Schuhkartonform auch relativ auffällig. Bequem war er nicht und von Komfort kann man beim besten Willen nicht sprechen. Aber damals gab es eben nichts anderes und so musste man sich mit dem zufrieden geben was man bekam. Eine Wartezeit von 10 Jahren war keine Seltenheit.
So ein Autochen machte auch Unmengen Krach. Der 2-Takt Motor qualmte vor sich hin und stank
entsetzlich nach dem Gemisch aus Benzin und Öl, dass man tanken musste. Ähnlich einer Mofa. Geschwindigkeit war keine Hexerei, mehr als 110 Sachen waren nicht drin.
Als Ausstattung gab es eigentlich nur das Lenkrad, 4 Räder und ein Dach überm Kopf. Wer hier nach Extras gesucht hat, der konnte lange suchen. ABS oder elektrische Fensterheber gab es hier nicht. Man musste eigentlich schon froh sein, wenn man überhaupt ein Fenster öffnen konnte.
Platz bot er auch nur in maßen. Große Dinge ließen sich damit nicht transportieren und wer hinten saß hatte auch so seine Probleme. Aber Hauptsache warm und trocken. Wenigstens im Sommer war es das. Im Winter kamen da schon erhebliche Zweifel auf, denn die Heizung war nicht das gelbe vom Ei.
Schalten ließ er sich auch wie jedes andere Auto, aber dafür wurde der Motor ab und zu noch Lauter.
Die Zwickauer haben schon interessante Autos gebaut. Heute stehen diese Fahrzeuge nur noch im Museum und da gehören sie meiner Meinung nach auch hin. Wer so etwas hat, muss ein Liebhaber oder Sammler sein, aber alltagstauglich ist der „Stinker“ nicht mehr.
...
ein Testbericht von koma102002-03-02 11:05:27vom 02.03.2002Empfehlung: ja
Trabant 601, schon ein Stück Geschichte
Ich lebe zwar erst seit 1980 und konnte dadurch in der alten DDR keine Fahrerlaubnis machen und mir einen Trabbant zulegen aber jetzt 12 Jahre nach dieser Zeit, erbte ich das Prachtstück meines Opa´s. Es ist zwar nur ein Trabbant 601 aber es ist meiner und er fährt noch wie ein Neuwagen. Dieser Wagen ist einfach nicht kleinzugriegen.
Mit seinen technischen Daten, die wie folgt sind:
- 26 PS entspricht 19 KW
- Zweitaktmotor ohne Katalysator
- Verbrauch lag bei etwa 7 Liter Benzingemisch
- Höchstgeschwindigkeit lag bei meinem bei 115 Km / h, auf die kam er aber auch nur weil er noch den alten ungedrosselten Vergaser drinnen hatte, die neueren wurden dann gedrosselt und erreichten gerade mal 105 Km / h
- Die Länge der Pappe lag bei etwa 3,50 Meter und die Breite bei 1,50
- Natürlich kein 4 Türer, sondern nur 2
- Betriebsspannung in den früheren Jahren mit 6 Volt, später auf 12 Volt umgestellt
- 4 Gang Handschaltung, die sich neben dem Lenkrad rechts befand
Liegt der Trabbant 601 ganz schön hinter den Standards der heutigen Zeit. Aber zeigt mir mal den Wagen, der nach fast 30 Jahren noch so einwandfrei läuft.
Mit meiner Pappe habe ich auch schon einiges durch. Ich habe sie zwar erst seit 2 Monaten aber der Versuch mit meiner Freundin blieb nicht aus. War zwar etwas eng aber es ging dan doch. Muß ich ehrlich sagen, daß ich es nicht gedacht habe, daß man in so einem kleinen Wagen so viel Spaß zusammen haben kann.
Und er hat sogar gehalten und nicht gequietscht.
Was ich auch schon selber mal als Kind erlebt hatte ist, daß mein Vater die Strumpfhose meiner Mutter als Keilriemen genutzt hatt. Also wenn das so einfach geht, ist das doch pracktisch, oder???
Auch so läßt sich der Trabbi schnell und einfach reparieren ohne das man auf die Hilfe von anderen angewiesen ist. Im Endeffeckt, kann man den Trabbi selber auseinandernehmen und auch selber wieder zusammensetzen. Gehört etwas Ahnung und Zeit dazu aber es geht.
Also, wenn jemand Spaß hat, an seinem Auto selber was zu machen und auch Spaß an Nostralgie
hatt. Für den ist der Trabbi das richtige Fahrzeug.
Cu Koma10
Preis:
Zuverlässigkeit:* ausgezeichnet
Fahreigenschaften:* mässig
Fahrkomfort:* ok
Empfundene Qualität:* ok
Bedienung:* durchschnittlich
Platzangebot:* eher zu wenig
Modelljahr:* älter
Typ/Modell/Optionen: Trabbant 601 de luxe
Service:* gut
Besitzen sie das Produkt?* ja
Dauer des Besitzes/der Nutzung? seit 1 Monat
Häufigkeit der Nutzung: so oft wie möglich
Empfehlenswert: ja
Bewertung:*
Ich lebe zwar erst seit 1980 und konnte dadurch in der alten DDR keine Fahrerlaubnis machen und mir einen Trabbant zulegen aber jetzt 12 Jahre nach dieser Zeit, erbte ich das Prachtstück meines Opa´s. Es ist zwar nur ein Trabbant 601 aber es ist meiner und er fährt noch wie ein Neuwagen. Dieser Wagen ist einfach nicht kleinzugriegen.
Mit seinen technischen Daten, die wie folgt sind:
- 26 PS entspricht 19 KW
- Zweitaktmotor ohne Katalysator
- Verbrauch lag bei etwa 7 Liter Benzingemisch
- Höchstgeschwindigkeit lag bei meinem bei 115 Km / h, auf die kam er aber auch nur weil er noch den alten ungedrosselten Vergaser drinnen hatte, die neueren wurden dann gedrosselt und erreichten gerade mal 105 Km / h
- Die Länge der Pappe lag bei etwa 3,50 Meter und die Breite bei 1,50
- Natürlich kein 4 Türer, sondern nur 2
- Betriebsspannung in den früheren Jahren mit 6 Volt, später auf 12 Volt umgestellt
- 4 Gang Handschaltung, die sich neben dem Lenkrad rechts befand
Liegt der Trabbant 601 ganz schön hinter den Standards der heutigen Zeit. Aber zeigt mir mal den Wagen, der nach fast 30 Jahren noch so einwandfrei läuft.
Mit meiner Pappe habe ich auch schon einiges durch. Ich habe sie zwar erst seit 2 Monaten aber der Versuch mit meiner Freundin blieb nicht aus. War zwar etwas eng aber es ging dan doch. Muß ich ehrlich sagen, daß ich es nicht gedacht habe, daß man in so einem kleinen Wagen so viel Spaß zusammen haben kann.
Und er hat sogar gehalten und nicht gequietscht.
Was ich auch schon selber mal als Kind erlebt hatte ist, daß mein Vater die Strumpfhose meiner Mutter als Keilriemen genutzt hatt. Also wenn das so einfach geht, ist das doch pracktisch, oder???
Auch so läßt sich der Trabbi schnell und einfach reparieren ohne das man auf die Hilfe von anderen angewiesen ist. Im Endeffeckt, kann man den Trabbi selber auseinandernehmen und auch selber wieder zusammensetzen. Gehört etwas Ahnung und Zeit dazu aber es geht.
Also, wenn jemand Spaß hat, an seinem Auto selber was zu machen und auch Spaß an Nostralgie
hatt. Für den ist der Trabbi das richtige Fahrzeug.
Zuverlässigkeit: ausgezeichnet
Fahreigenschaften: mässig
Fahrkomfort: ok
Empfundene Qualität: ok
Bedienung: durchschnittlich
Platzangebot: eher zu wenig
Typ/Modell/Optionen: Trabbant 601 de luxe
Service: gut
Besitzen sie das Produkt?* ja
Dauer des Besitzes/der Nutzung? seit 1 Monat
Häufigkeit der Nutzung: so oft wie möglich
Empfehlenswert: ja
ein Testbericht von Netti19822002-02-15 19:39:29vom 15.02.2002Empfehlung: ja
*Im Trabant durch die Zeit*
"Klein, aber mein!" Das dachte nicht nur der Staatsratsvorsitzende beim Betrachten der DDR-Karte, so lautete auch das fröhliche Fazit des Bürgers, wenn er seinen neu erworbenen Trabant vorm Wohnblock einparkte. Auf die Art hatten sowohl Volk als auch Führung etwas, worüber sie sich freuen konnten.
Der Trabant gehörte wie Rondo Kaffee und Florena Creme zu den Dauerleistungen der ostdeutschen Werktätigen. Während die Brüder und Schwestern im Westen jedes dritte Jahr in einem anderen fahrbaren Untersatz ans Mittelmeer rauschten, tuckerte der Thüringer kontinuierlich im Trabi zur
Ostseeküste. Obwohl die sächsische Straßengurke sagenhafte Wartezeiten erforderte, war sie in Stadt und Land allgegenwärtig, gab es unter den verbündeten Klassen und Schichten niemanden, der nicht irgendwann einmal in ihr gereist wäre.
Der Trabi war unverwechselbar: sein markantes Kühlergesicht, das stets ein hintergründiges Schmunzeln zur Schau stellte; seine Gestalt, die so stukig und knurplig war wie die des Ampelmännchens. Ein heiser-blechernes Töfeln kündigte ihn an und sein Geruch schwebte noch lange hinter ihm in der Luft. Dies alles machte ihn zu einem sympathischen Auto, und er avancierte allerorten zum Familienmitglied mit Kosenamen.
Seiner Kapriolen halber gefürchtet, seiner Konstitution wegen gehätschelt, gab es viele Dinge am Trabant, die seine Besitzer zu einer Gilde zusammenschmiedete: das gefürchtete Kraftstoffgemisch, der Ersatzteilmangel, die mitleidigen Blicke der Skoda- und Ladafahrer. Und wenn er auch nicht besonders groß war, so doch groß genug, um Wascheimer und Putzlappen ein passable Plattform zu bieten.
Den anderen Völkern des Erdballs rückte der Trabant erst durch die Flucht Zehntausender DDR-Bürger über Ungarn und Österreich ins Bewusstsein. Am 9. November 1989, als sich die ostdeutschen Arbeiter und Bauern aufmachten, die Welt zu erobern, erlangte der kleine Trabi großen Symbolcharakter. In der Bundesrepublik wurde er dafür zum Auto des Jahres gekürt. Bis dorthin und danach aber war es ein weiter Weg.
*Von P 50 bis 1.1* - eine Auto - Biographie
Im Krisenjahr 1953 hatte die SED eingestanden, dass die "Produktion von Personenkraftwagen nicht dem Bedarf der Bevölkerung entspricht". Um den angewachsenen Groll des Volkes zu dämpfen, beauftragten die Staatslenker den späteren VEB Sachsenring Automobilwerke Zwickau, gemäß "dem Wunsch vieler Werktätigen nach individueller Motorisierung" einen Kleinwagen zu entwickeln. Obwohl im Westen gerade Rollermobile und Motorcoupés á la Spatz und Isetta boomten, setzten die Sachsen auf ein vollwertiges Gefährt für die ganze Familie.
Nach einer vierjährigen Kraftanstrengung wurde am 7. November 1957 - rechtzeitig zum 40. Jahrestag der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution - das erste Exemplar des Trabants montiert: unter der Werkbezeichnung P 50. Bis Jahresende entstanden in der Nullserie genau 50 Fahrzeuge.
*Die Daten:*
Zweizylinder-Ottomotor, 500 ccm Hubraum, 18 PS, 90 km/h Höchstgeschwindigkeit - die DDR bug halt kleine Brötchen fürs Volk ;-)
Nachdem 1959 auch eine Kombiversion des Trabants gebaut wurde, entstand der P 50 / 2 mit Viergang - Synchrongetriebe und nunmehr 20 PS Leistung.
1962 konfigurierten die Zwickauer den P 60 mit 600 ccm Hubraum und 23 PS.
Doch war inzwischen offenkundig, dass ein völlig neuer Fahrzeugtyp hermusste. Ein stärker Motor mit niedrigerem Benzinverbrauch, mehr Platz und Komfort für die Insassen, so lauteten die Forderungen an den Hersteller.
Statt dessen begann im Sommer 1964 die Serienfertigung des Trabants, wie er bis heute auf den Straßen zu sehen ist: des 601.
Großes hatte man vorgehabt mit dem Nachfolger des P 50. Doch herausgekommen war nur ein bescheidenes Update. Grundproblem: Der "neue" Trabant musste mit den Fertigungsanlagen des alten gebaut werden. Deshalb wurden sowohl die gesamte Bodengruppe als auch die Vorderkotflügel mit den Einheitsscheinwerfern beibehalten. Auch die äußere Gestalt des Fahrzeugs blieb dieselbe, nämlich die einer Pontonlimousine, nur jetzt in "aerodynamisch günstiger Doppeltrapezform".
Immerhin gab es gegenüber dem Vorgängermodell 26 Prozent mehr Fensterglas und das Zurücksetzen der Heckscheibe hatte eine echte Hutablage herbeigezaubert. Auch farblich trumpfte der 601 auf: er konnte in pastellblau, pastellgrün, pastellbraun, marmorweiß oder silbergrau bestellt werden. Was den Bürger am meisten interessierte, war natürlich das Spritvermögen des 601. Nun staunten sie: Hatte die Beschleunigungszeit von 0 auf 80 km/h beim P 50 noch 36 Sekunden betragen, schaffte es der Neue in 24,2 Sekunden.
Neben Limousine und Kombi wurde vom 601 auch bald eine Oben-ohne-Variante ausgeliefert, allerdings gelangten fast alles Exemplare des "Trabi Kübel" entweder zu " Sonderbedarfsträgern" wie Grenztruppen oder Forstwirtschaft oder als "Trabi Tramp" in den Export.
Heute ist der Trabi ein Star. Über 100 Fanclubs quer durch Deutschland widmen ihm kunterbunte Happenings, ein Trabitreffen jagt das andere. Der Trabant rumpelt regelmäßig durch die Medien und erstürmte sogar die Kinoleinwand.
Der unscheinbare sächsische Kleinwagen hat es geschafft:
Er ist ein Kultmobil, eine "Legende auf Rädern"!
...
ein Testbericht von egonjr2002-02-12 23:54:53vom 12.02.2002Empfehlung: ja
Es war im Jahr 1989 , als wir unseren letzten , neuen Trabant 601 bekommen haben . Es war auch das Auto in dem ich fahren lernte - allerdings muss man fahren mit einem anderen Auto dann fast noch mal neu lernen ;-) . Auch besonders ärgerlich ist , dass er rund ein Jahr später ja fast wertlos wurde .
Ausstattung :
Unser Trabant verfügte über die DE LUXE Ausstattung - daran kann ich mich noch gut erinnern , da ich nie erfahren habe , warum .
Der 601 war
nur als 2-Türer erhältlich und man hatte somit grosse Probleme beim Einsteigen . Ein Handschuhfach war nicht vorhanden . Auch das Cockpit war sehr einfach , aber dafür übersichtlich gestaltet .
Sicherheit :
Der Trabant wurde seit 1963 nahezu ohne Veränderung und hat deshalb eigentlich gar keine Schutzmaßnahmen , die die Insassen schützen (Wer schon mal einen Pappkarton zusammengefaltet hat , weiss was ich meine). Von Sicherheitsmerkmalen wie ABS , Airbag oder ähnliches , braucht man natürlich gar nicht reden .
Schaltung:
Am sonderbarsten im Vergleich zu heutigen Autos ist die Schaltung . Wenn man noch nie dieses Auto gefahren oder erklärt bekommen hat , braucht man es gar nicht versuchen . Der Schaltknauf befindet sich in eta da , wo heutige Autos ihren Blinker haben (hinter dem Lenkrad) . Bei einigen Gängen muss man den Schalthebel reindrücken , bei anderen muss man ihn rausziehen , doch dass ist meiner Meinung nach schwer zu erklären und zu verstehen .
Persönliche Erfahrungen :
Das erste Mal fuhr ich mit dem Trabant , als ich etwa 12 Jahre alt war (natürlich Feldweg) und für mich war es damals sehr schwer die Gangschaltung zu verstehen .
Ich kann mich nicht erinnern , dass wir jemal Probleme hatten .
Heutzutage muss man für den Trabant relativ hohe Steuern zahlen (kein Kat) , so dass wir uns 1998 entschlossen hatten ihn für 600DM zu verkaufen . Dies klappte auch auf Anhieb .
...
ein Testbericht von kleineswoelkchen2002-02-12 00:06:48vom 12.02.2002Empfehlung: ja
Wer war George?
***************
Frisch den Führerschein in der Hand, noch immer das letzte Erlebnis vor der Fahrprüfung im Nacken und kein Auto. So ist es nun einmal in der DDR gewesen.
Als ich nach Hause kam, war ich *Stolz*. Ich durfte jetzt Auto fahren. Denkste. Mein Verlobter war der Meinung, ich soll es erst einmal erlernen.
Für 500 Mark kaufte er von einem Kollegen einen Trabbi. Trabbi?
Dieses Ding? Das fällt ja fast auseinander.
Jessas sah das Teil traurig aus. Na gut, er rollt und da er aus Presspappe
ist, kann mir ja nicht viel passieren.
Wow, 26 PS bei 4200 Umdrehungen die Minute. Naja, es! rollt noch. Die beiden Lampen vorn schauten mich sehr traurig an, als ob sie meine innere Abneigung spürten.
*Es* gefiel mir überhaupt nicht. *Es* verbauchte knapp 7Liter auf 100km. Dabei fuhr *Es* maximal 100km/h mit mir, wenn es mal fahren wollte. Und das wurde innerhalb der ersten Woche seltener.
Der Beginn einer zarten Liebe
*****************************
Das ich mir schon seit meiner Jugend nicht gerne was gefallen lassen habe, spürte selbst *Es* bald merklich. Als Allererstes habe ich mir ein Handbuch für Trabbis besorgt. War zwar ganz schön schwer, so etwas zu finden und zu bekommen, doch ich hatte es geschafft. Drei Tage Abendlektüre in diesem Buch und ich bemerkte, das *Es* auch eine Seele hat. Naja Seele ist stark geschminkt an Worten, doch *Es* hatte etwas. Nur vor mir wollte *Es* dies verbergen.
Ich fuhr *Es* auf eine Rampe und lernte meinen Trabbi kennen. Mit einer Länge von 3,55m und einer Breite von 1,50m sah *Es* ziemlich verloren dort oben aus.
Ein Blick auf den Unterboden gab mir die ersten Zweifel. Kann ich diese Seele retten? Kann ich das Herz von *Es* für mich gewinnen? Ich wußte es damals nicht. Aber ich lernte meinen Trabbi kennen. Der Spurabstand(auch Spurweite genannt) zum Beispiel betrug 1,21m. Fast eine Woche hatte ich den Trabbant auf der Rampe, dann war ich mit den ganzen Arbeiten unten fertig. Ich kannte den Auspuff nun in allen Einzelteilen und hatte in dieser Woche Ersatzmaterialien zusammengesammelt, das hätte fast für einen neune Trabbi gereicht. Obwohl ich jetzt schmunzelnd gestehen muß, oft kamen all diese älteren Herren in unserer kleinen Gemeinde mal so eben mit einem Ersatzteilgeschenk vorbei, um zu schauen, was ich da fabriziere. Gute Ratschläge gabs von allen Seiten, doch ich hielt mich an mein Buch.
Dann gings mit *Es* auf den Wäscheplatz. Geparkt wurde unter der Teppichstange. Warum dies? Ich nahm das Herz von *Es* und habe es mit einer Seilwinde hochgezogen. Kannte nach einer weiteren Woche all die Laschen und Verbindungen in der Schnauze des Trabbants. Eine neue Motorklappe mußte auch montiert werden, nur leider in einer anderen Farbe.
Und danach habe ich *Es* gewaschen. Poliert und mir geschworen, wenn *Es* jetzt nicht läuft, dann hab ich versagt. Ich stellte hohe Anforderungen an mich und mein Wissen, was ich doch nur aus einem Buch gelesen hatte.
Ich stieg in dieses 1,44m hohe *Auto* ein und wollte die 615 Kilogramm in Bewegung setzen. Dieses Gefühl der Spannung, dieses Wissen, viele haben dich beobachtet und folgern eh ein Scheitern aus meinem Basteln...das zerrte an den Nerven.
Erste Gefühle
*************
Kann ich nicht beschreiben. Beim Starten ein kleines Ruckeln, tuckern und dann das langsame Anlaufen. Langsam fuhr ich vom Wäscheplatz, auf die Straße und wurde von vielen Augenpaaren verfolgt. Heute würde ich nie wieder dies machen, denn peinlicherweise zerriss knapp vor Ortsausgang der Keilriemen der Lichtmaschine.
Nein, und nochmals nein. *So blöd wie Georg kann ich doch nicht sein*, war mein Spruch. Und so bekam mein George seinen Namen. Nur, weil ich dem KFZ-Menschen Georg von vielen Erzählungen kannte, entsprang dieser Spruch meinem Mund. Nur, die Lichtmaschine war immer noch ohne Keilriemen. Also hieß es, die Lichtmaschine mit meiner teuren Strumpfhose festzubinden, denn dies hatte ich oft genug beim Bauen als Ratschlag gehört. Komisch, das ging sogar. Einfach ein Strumpfbein als Eratzkeilriemen nutzen.
Das Hochgefühl kam. Mit einer 6 Voltanlage im Herzen von George ging es dann die nächsten Wochen durch die Heimat.
Oh, wieviele Ersatzteile ich immer im Kofferraum hatte, das möchte ich nicht beschreiben, aber meine Garage war auch nochmals gut gefüllt. Und jeden Monat meldete Goerge sich regelmäßig. Der Kofferraum war nur klein und hatte eine umständliche Ladekante, doch man gewöhnte sich daran.
Die Liebe wurde stärker
***********************
Täglich schauten mich seine traurigen Augen an. Und Trabbis können traurig schauen.
Da in meinem Ersatzteillager sich ja nun wahrlich viele Lampen angesammelt hatten, kam eines Tages wieder die Bastellust durch.
Zuerst habe ich ein Gestell zusammengeschweißt. Stop, keine Kritik am Schweißen, ich habe eine ordentliche Ausbildung mit Schweißer- und Brennerpaß absolviert:)
Dann habe ich dieses Gestell schön schwarz gestrichen und vier Halterungen montiert. Dieses Gestell kam vorn an Georges Schnauze und hielt sogar. An die vier Halterungen kamen nochmals Lampen und auch das Innenleben habe ich innerhalb von 2 Tagen von 6Volt auf 12 Volt umgebastelt.
Na gut, das Lächeln war verkehrt herum, doch George sah auf einmal freundlicher aus.
Und viel ansprechender. Und abends, wenn ich mit George im Dunkeln fuhr, hatte ich nicht mehr das Gefühl, doch mehr im Dunkeln zu fahren. Viel weiter wurde jetzt die Straße ausgeleuchtet und meine Bremslichter, die ich zusätzlich montierte, strahlten eine Warung ab. Jetzt konnte ich fahren. Und ich fuhr.
Jede Woche fuhr George mich einmal um unseren Kreis (jetzt SpreeNeisse) und ich war stolz.
Nur einmal noch ließ George mich arg im Stich. Doch manchmal frag ich mich jetzt noch, ob er nicht doch eine *Seele* hatte. Ich war einen Tag megamächtig sauer, bin zum Auto und habe einen spontanen Fußtritt mal so eben am Reifen versetzt.
Dann nach ungefähr einer Stunde Fahrt wurde ich ruhiger. Mein Schalten wurde wieder weicher, denn die Schaltung am Lenkrad ist ja doch nicht für jedermann beherrschbar gewesen.
Als ich wieder einmal vom Dritten in den Vierten (Der Höchste Gang) schalten wollte, hielt ich den Schalthebel in der Hand. Versucht euch dieses Bild vorzustellen, man fährt, schaltet leicht mit der rechten Hand den Hebel von oben nach unten und ..huch.. man fährt noch, aber ... Das Bremsen ging dann nur mit runtertuckern lassen und volle kanne die Handbremse ziehen. Ich bin mehrere Kilometer so gefahren, doch ich wollte George daheim haben und selbst alles basteln. Das gesamte Schaltgestänge ist nun einmal ein weicher Stoff (Alu) gewesen. Und das schabt mit der Zeit und bei genügend Abrieb und etwas mehr Kraft (Wut) provoziert man dies bestimmt.
Die Kerzen sind auch alle hundert Kilometer gekommen, das lag aber daran, das ich sie kaum gereinigt hatte. Erst nachdem ich immer wieder neue Kerzen gekauft hatte, erlernte ich bei einem älteren Mann, wie man die Kerzen mit der Drahtbürste reinigt und den Zündkontakt überprüft. Nur aus Fehlern lernt man.
Lebensdauer einer Liebe
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Bis das der TÜV uns scheidet, war auch unser Spruch.
Zigtausend Kilometer hat George mich begleitet. War mein Gefährte an allen Reisetagen. War aber nie der Konkurent zu meinem Verlobten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten des Verständnisses haben mein Verlobter und ich damals sehr viel gemeinsam an George gebastelt.
Als George 24 Jahre wurde, kam ich nicht mehr beim TÜV durch. George sollte zur Verschrottung gebracht werden. Ich habe mich gewehrt. Nein, meine Liebe zu diesem Auto ist mit jedem Tag gewachsen. Und etwas, was einem am Herzen liegt, so einfach vernichten? Ich konnte es nicht. Ich gab George einer Familie, die gerade aufs Land gezogen war und für ihr Grundstück( mehrere Hektar Land) erst einmal einen fahrbaren Untersatz suchten. Nach Absprache mit dem TÜV wurde es zugelassen, das George bis zur Grundstücksgrenze genutzt werden darf.
Jetzt, ein paar Jahre später, fahre ich oft auf dieses Dorf und besuche die Familie manchmal auf einen Kaffee. Dann gehe ich auf den Hinterhof und shee George, auf Steinen aufgebockt, ohne Räder und mit jedem neuen Besuch immer mehr zerfallend.
George wäre jetzt 30 Jahre geworden, für ein Auto ein großes Alter.
Doch dies beweißt immer wieder, die kleinen Trabbis, einfache Presspappe (eigentlich war es ja Duroplast), die waren robust. Haben vieles erlebt und man konnte mit ihnen viel Spass haben, wenn man eine gewisse Zuneigung aufbauen konnte.
Es tut mir leid, das dieser Bericht so lang geworden ist, doch George war nun einmal etwas Besonderes für mich.
eure andy
bei der Bewertung setze ich jetzt einmal Vergleiche zu heutigen Autos. damals mußte ich mit leben, das meine Knie das Lenkrad hielten und mein kopf desöfterne den *Himmel* anstieß
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