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![]() Einmal hin und zurückein Testbericht von Cicila2005-07-03 19:53:48 vom 03.07.2005 Empfehlung: ja Vorteile: - neue Kultur - Spracherfahrung - neue Freunde - neue Erfahrung - "auf eigenen Beinen stehen"...Nachteile/Kritik: - wenig Schüler, die kooperierenBasis: Meine Basis war ein „organisierter“ Schüleraustausch mit englischen Schülern, die in die Partnerschule unserer Schule gehen. Also werden hier einfach mal die Schüler aus England für zehn Tage nach „Germany“ geschickt und die Schüler aus Deutschland nach England. Erfahrungen als Gastgeber: Man sollte sich keine Illusionen machen, englische und damit auch sicherlich amerikanische Schüler sind ganz sicher nicht so gut im Deutschsprechen, wie die Schüler aus Deutschland in Englischsprechen. Ich hatte das Glück, eine exzellente Schülerin als Partnerin zu haben, die sich redlich Mühe gab und ich musste mit ihr auch fast kein Wort Englisch reden, während sie in Deutschland war. Meine Freundin, die auch an dem Austausch teilnahm, sprach fast die ganze Zeit mit ihrer Partnerin Englisch, sonst hätten sie sich gar nicht unterhalten können. Na ja, wie gesagt, es kann schon Verständigungsprobleme geben, aber wer sich Mühe gibt und mit Engagement dabei ist, sollte keine Probleme haben. Man wächst mit seinem Austauschschüler sehr eng zusammen, zumindest, wenn man es so hält, sich möglichst viel zu erzählen und dem anderen seine Kultur nachzubringen. Meine Partnerin war sehr scheu und schüchtern, aber ich war mir sicher, dass es einfach die Unsicherheit mit der deutschen Sprache war, die sie so blockierte. Ich lernte schon in diesem Teil des Austausches kennen, dass sich die Engländer große Mühe gaben ein gutes Bild abzugeben und sie allesamt sehr freundlich waren. Nichts negatives, im Gegenteil. Durch die Schule waren Ausflüge in bedeutende Städte Deutschlands geplant, deshalb reichte es von meiner Seite, dass ich ihr zeigte, was ein Jugendlicher in Deutschland tut und was ich in meiner Freizeit tue, wie ich sie gestalte. Erfahrungsbericht als Gast: Also, abgesehen davon, dass die ganze Fahrt von der Schule organisiert war und ich so während der Wochentage, Montag bis Freitag, meine Leute aus der Schule zu den Ausflügen, nach London und Bath zum Beispiel, immer sah, beeindruckte mich am meisten die Erfahrung, dass man in einer anderen Familie lebt. Ich muss sagen, dass sich meine Gastfamilie sehr große Mühe gab, mich so herzlich wie möglich zu behandeln und dass die Eltern meiner Austauschpartnerin sehr nett zu mir waren, wie auch die Schwester. Es war anfangs mit Angst verbunden, die ganze Fahrt, obwohl ich mich aus eigenen stücken für diese zehn Tage entschloss. Ich hatte Angst, weil wir Freitagabend ankommen sollten und das Wochenende mit unserer Gastfamilie erleben sollten. Ich, alleine mit meiner Gastfamilie, die Sache war schon mulmig. Ich meine, ich wollte es, aber ich hatte ein flaues Gefühl im Magen 24 Stunden mit denen zu verbringen und dann auch noch Englisch zu reden. Wobei ich das eigentlich nicht als Hauptproblem angesehen habe. Ich muss hinzufügen, dass es im Nachhinein für mich eher lächerlich war, die Angst, das ganze Drumherum, aber vorher war ich sehr eingeschüchtert. Als Gast habe ich mich sehr wohl gefühlt und ich habe meine Sprachkenntnisse verbessern können, denke ich persönlich nicht, aber von anderen habe ich gesagt bekommen, dass ich wendiger geworden bin, trotz der wenigen Tage. Was ich am meisten mitgenommen habe die wenigen Tage ist ein Gefühl, dass sich das Lernen in der Schule gelohnt hat, weil ich wirklich so ziemlich alles verstehen konnte und das war eines der positivsten Dinge, die ich erfahren habe. Außerdem muss ich zugeben, dass mir der Abschied sehr schwer fiel, da ich die Familie wirklich sehr nett fand und es mir so erging, dass ich diese neue Erfahrung, immer Englisch reden zu müssen, nicht als negativ, sondern als positiv empfunden habe. Wichtig ist eben nur, dass man zu sieht, viel Zeit mit dem Reden zu verbringen. Nach dem ersten Wochenende fing ich sogar an in Englisch zu denken und habe am Montag wirklich schwer nachdenken müssen, was Dinge auf Deutsch heißen! Und das nach nur zwei Tagen intensivem Englisch! Man kann sich also vorstellen, was das heißt, wenn man für einen Monat oder noch länger ins Ausland geht. Man lernt neue Dinge kennen und verbessert sich wirklich unweigerlich. Ich habe heute noch Kontakt zu meiner Austauschschülerin, per E-Mail. So lernten wir uns auch vor dem Austausch kennen, damit wir uns schon ein bisschen beschnuppern konnten. Und nun schreiben wir uns und da wir uns sehr gut kennen, verstehen wir denn anderen. Ich schreibe auf Englisch und sie auf Deutsch, das ist unser Ritual, an dem wir momentan immer noch festhalten. Probleme: Es gibt sehr wenige englische Schüler, die rüber nach Deutschland wollen und somit auch wenige Partner, die einem deutschen Schüler ermöglichen nach England zu fahren. Aber mit einer Organisation sollte jemand zu finden sein, der jemanden aufnimmt. Trotzdem muss auf jeden Fall Vorsicht geboten sein, denn so ein Aufenthalt sollte kein Horrortrip werden, sondern etwas, an das man sich gerne und lange zurückerinnert. Auch Leute, die nicht so positiv hinfahren, können später mit einem warmen Bauchgefühl zurück kommen ;-). FAZIT: Ich empfehle einen Austausch in ein fremdes Land, ganz egal welches, denn das spielt keine Rolle. Bei seriösen Anbietern findet man sicher etwas. Allerdings würde ich nicht zu Sprachreisen tendieren, sondern zu einem Austausch, in dem man in einer Familie lebt und nicht anders kann als die andere Sprache zu sprechen. Dort ist das Lernen viel intensiver als sonst irgendwo. Man redet über alltägliches, lernt eine neue Kultur kennen und vielleicht wird es eine Bekanntschaft, die man nicht missen möchte. ... |
andrea30b, 29.08.2006
sh
Annna13, 28.02.2006
sh
Connector, 01.03.2006
Danke für deine Lesung und zur Belohnung folgt auch gleich eine Gegenlesung. LG an Dich!
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