Habt Ihr sie schon vermisst, die klassischen 2D - Adventurespiele, bei denen der Charme mehr ausmachte als die Grafik. Heute ist es wirklich nicht leicht ein solches Spiel zu finden, oft wird nur noch spektakuläre 3D - Grafik geboten und wenig Spielinhalt. Nun versucht die Softwarefirma Xilam mit "Stupid Invaders" dem Ganzen entgegenzuwirken.
Story des Spiels
Nehmen wir mal an, es gäbe Ausserirdische. Diese würden nun aufgrund eines technischen Defekts auf der Erde notlanden müssen. Nun sind unsere kleinen Ausserirdischen Freunde auf sich
selbst gestellt und müssen zunächst mal versuchen, Ersatzteile zu beschaffen.
Dies ist aber schwieriger als ursprünglich geplant, denn unsere Helden sind mehr als nur unterbelichtet. Man könnte glatt glauben, dass BSE auch bei Ausserirdischen vorkommt.
Daher dauert Ihre Suche einfach zu lange, so dass der Aliensammler Dr. Sacarine seinen Schläger Bolok auf unsere Freunde Bud, Etno, Candy, Stereo und Gorgious hetzt. Es ist also klar was Eure Aufgabe ist, versucht die Bande vor Dr. Sacarine und seinen Schergen zu bewahren.
Allgemeines zum Spiel
Ihr spielt in gewohnter Klick und Aktion Manier. Auf einem oft knallbunten Bildschirm gilt es die verschiedensten Rätsel zu lösen. Diese sind im Schwierigkeitsgrad, von kinderleicht, bis hirnzermaternd.
Wenn Ihr in Eurer Umgebung etwas findet und es anklickt, dann wird oft eine ziemlich Aufwendige Animation gestartet, die man sich gerne anschaut. Allerdings ist es nicht immer ganz so einfach in der teilweise sehr unübersichtlichen Umgebung was zu finden, zumal Ihr keinerlei Hilfe von Eurem Helden bekommt.
Es ist teilweise sehr frustrierend, wenn Ihr mal verzweifelt an einer Stelle nach einem schwarzen Schalter auf schwarzem Grund sucht, ähnliche Situationen kommen immer wieder vor, dies mindert natürlich den Spielspass erheblich.
Weiterhin müsst Ihr beachten, dass Euer Inventar, dass nur über die Space - Taste aufgerufen werden kann, auf sechs Gegenstände begrenzt ist.
Zu den Dialogen zwischen den einzelnen Charakteren kann man nur sagen, dass man einen speziellen Humor haben muss, um darüber lachen zu können, denn 3/4 der Gespräche drehen sich um das Thema Toilette. Außerdem sind die deutschen Synchronisationen nicht unbedingt die besten.
Da kann es einem schon mal passieren, dass man lieber den Sound abstellen will, da auch die Hintergrundmusik teilweise sehr nerven kann.
Weiteres Manko ist die Tatsache, dass ein falsches Wort zur falschen Zeit oder
eine falsche Aktion schnell zum Laden des letzten Spielstandes führen kann.
Außerdem dürft Ihr Euch nicht wundern, wenn Euer Protagonist entweder extrem pingelig ist, was seine Aktionen und deren Reihenfolge betrifft, oder das er einfach mehrmals gebeten werden muss eine bestimmte Aktion auszuführen.
Einziger Lichtblick ist eigentlich die recht ansehnliche Grafik im Spiel, diese kann aber nicht alles wet machen, was einen so stören könnte.
Meine Meinung
Ich denke, dass Stupid Invaders einen guten Ansatz hat, es ist tatsächlich erfrischend zu sehen, dass es auch mal ohne aufwendige 3D - Effekte geht. Dies soll aber nicht heissen, dass ich keine 3D - Spiele mag, sie müssen nur gut gemacht sein.
Dies gilt aber auch für ein 2D - Adventure. Stupid Invaders zeigt hier gute Ansätze ist aber
im grossen und ganzen irgendwie nicht so ganz ausgereift. Es sind zu viele Kleinigkeiten, die einfach nicht in ein Adventure gehören. Die Rätsel können nicht immer überzeugen und auch die Interaktion mit dem Charakter könnte besser sein. Trotzdem sollten alle, die auf Adventures mit guter Grafik und einem gehörigen Mass an fitzeligen Rätseln stehen, diese Spiel zumindest mal antesten.
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Stupid Invaders ist der erste (und vielleicht letzte) Vertreter der klassischen Garfikadventures für den Dreamcast. Ob er sich auch lohnt erfahrt ihr jetzt in meinem Testbericht.
Ihr steuert die Stupid Invaders, eine Gruppe Außerirdische die wegen eines Defekts an ihrem Raumschiff auf der Erde notlanden musste. Gerade seid ihr wieder bereit zum Abflug (nach einer Reparatur von mehreren Jahren), wird euch ein Kopfgeldjäger auf den Hals gehetzt, der 4 von den 5 Aliens in einem Eisblock gefangen hält. Nun ist es an euch, eure Freunde wieder zu befreien und zurück nach Hause zu fliegen. Dass ihr dabei einiges erlebt könnt ihr euch sicher schon denken.
So steuert ihr also euren Charakter durch humorvolle, im Comicstil gerenderte Bildschirme. Dabei lenkt ihr die Figur nicht direkt sondern einen „Mauszeiger“ mit dem ihr auf die Stelle klickt an die ihr gehen wollt oder auf den Gegenstand den ihr manipulieren (mitnehmen, benutzen, anschauen) wollt. Leider sind die Szenarien in denen ihr euch bewegt nur mit sehr wenigen dieser manipulierbaren Gegenstände ausgestattet. So könnt ihr zu 95% davon ausgehen, dass ihr den Gegenstand zur Lösung des Spiels benötigt, wenn sein Name auf dem Bildschirm angezeigt wird. Dennoch wird euch einiges an Hirnschmalz abverlangt um alle Aufgaben zu lösen. Die Rätsel sind größtenteils logisch gehalten, auch wenn sie manchmal (wie auch die gesamte Aufmachung des Spiels) etwas arg abgedreht ausgefallen sind.
Dabei solltet ihr möglichst häufig Gebrauch von der Speicherfunktion machen, denn der Tod kann überall auf euch warten!
Technik:
Stupid Invaders setzt bei der Grafik voll und ganz auf vorgerenderte Hintergründe und Figuren. Unter anderem verschlägt es den Spieler in ein altes Haus, eine Kuhdung-Fabrik und in die Area 52. Dabei strotzten die Szenarien vor abgedrehter Ideen und provozieren den ein oder anderen Lacher. Alle wichtigen Ereignisse werden in zahlreichen nicht weniger humorvollen Zwischensequenzen dargestellt.
Nicht nur die Zwischensequenzen, sondern das gesamte Spiel wurde mit einer hervorragenden englischen Sprachausgabe hinterlegt. Leider sind die einzelnen Dialekte und Akzente der Sprecher (für den durchschnittlichen Deutschen Spieler) nur sehr schwer zu verstehen. Zwar lassen sich deutsche Untertitel einblenden, aber eine Lokalisation der Sprachausgabe hat sich Ubi Soft gespart. Sehr gut gefallen hat uns die Musik, die hervorragend zum Spiel passt, aber auch nicht zu aufdringlich ist.
Fazit:
Mit diesem Spiel hat Entwickler Xilam ein beeindruckendes Debut für den Dreamcast erstellt. Die Ladezeiten sind erfreulich kurz ausgefallen, der Humor ist schön schräg und das Spiel macht einfach Laune. Negativ aufgestoßen ist uns die relativ kurze Spielzeit (nach einer durchzockten Nacht ist man durch). Man merkt, dass den Entwicklern für das Ende des Spiels die Ideen ausgegangen sind, denn auf der zweiten CD häufen sich Zeitverschwender wie ein Senso-Spiel und ein Irrgarten (inkl. einer sterbenslangeweiligen Zwischensequenz).
Dennoch lohnt sich das Spiel für DC-Besitzer, denn viel Auswahl gibt es in dem Genre ja nicht.