Universität Klagenfurt Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
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Platz 15 in der Kategorie "Hochschulen". Hochschulart: Universität / Die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt – seit eh und je zukunftsorientiert und dynamisch – ist die führende Bildungs- und ...mehr
Universität Klagenfurt Alpen-Adria-Universität Klagenfurt Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Die Alpen-Adria-Universität
ein Testbericht von christianpirker2005-09-05 16:07:03vom 05.09.2005Empfehlung: ja
Vorteile: Klein und noch immer überschaubar, Mitten in einem Urlaubsland...Nachteile/Kritik: keine wirklich bekannte Universität
Ich bin heute eher durch Zufall dazu gekommen, einen Bericht über "meine" Universität zu schreiben. Es handelt sich dabei um die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Ich habe hier vor längerer Zeit studiert und bin seit kürzerer Zeit selbst Lehrbeauftragter an der Uni Klagenfurt.
Der Name "Alpen-Adria-Universität" ist relativ neu, soweit ich mich erinnere wurde er im Sommer 2004 auf Initiative von Rektor Hödl eingeführt.
In meinem Bericht möchte ich einige Fakten wiedergeben, meine persönliche Sicht darstellen und vielleicht allen Interessierten ein paar Tipps geben. Zu letzterem Punkt kann auch ein Kommentar oder ein Eintrag im Gästebuch eine hoffentlich hilfreiche Antwort von mir herauslocken.
*** Die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt ***
"Die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt - seit eh und je zukunftsorientiert und dynamisch - ist die führende Bildungs- und Forschungsinstitution Kärntens. Sie öffnet ihre Tore in alle Welt und lebt Interkulturalität ohne Grenzen im Kopf", meint Rektor Hödl auf der Homepage der Universität. Die Homepage findet man unter der Adresse http://www.uni-klu.ac.at
Die Lage der Universität kann man als malerisch bezeichnen, im Grunde mitten im Grünen am Stadtrand von Klagenfurt und was im Sommersemester wohl wichtiger ist, nur ca. 10 - 15 Gehminuten vom Strandbad am Wörthersee entfernt.
Im Jahr 1970 wurde die Universität damals noch als Hochschule für Bildungswissenschaften gegründet. Die Gründung war nicht ganz unumstritten und die Universität hat lange Zeit benötigt, um einigermaßen Akzeptanz und Anerkennung zu finden. Im Jahr 1975 wurde aus der Hochschule dann die Universität für Bildungswissenschaften.
An eben dieser hatte ich mich dann 1990 immatrikuliert und zwar im Fach "Angewandte Betriebswirtschaftslehre", das damals noch als Studienversuch geführt worden ist und erst später ein reguläres Studium geworden ist. Ich war damals einer der Kritiker, dass die Universität immer noch "für Bildungswissenschaften" hieß, obwohl die meisten Studierenden nicht mehr "bildungswissenschaftliche" Studien betrieben und der Name in Anbetracht der Realität eher ein "Etikettenschwindel" ist.
Im Jahr 1993 kam es dann zur Reform und die Uni wurde in Universität Klagenfurt umbenannt, wobei im Zuge der Reform zwei Fakultäten "Kulturwissenschaften" und "Wirtschaftswissenschaften und Informatik" eingerichtet worden sind. Die Teilung der beiden Fakultäten war grundsätzlich richtig, nur finde ich die Benennung eher unglücklich gewählt, aber das haben andere Menschen so entschieden.
2004 kam dann die Namensänderung in "Alpen-Adria-Universität Klagenfurt" und die Erfindung einer dritten Fakultät, indem das "interuniversitäre Institut für interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (IFF)" zur Fakultät erhoben wurde. Warum weiß ich nicht, ebenso ist außenstehenden nicht immer ganz klar, was am IFF gemacht wird, weil sich die Aktivitäten auch auf andere Unis erstrecken.
Derzeit hat die Uni ca. 7000 Studenten und 600 Bedienstete.
Folgende Studienrichtungen werden derzeit angeboten: (ohne Anspruch auf Vollständigkeit!)
An der Fakultät für Kulturwissenschaften:
- Angewandte Kulturwissenschaft
- Anglistik und Amerikanistik
- Deutsche Philologie
- Geschichte
- Lehramt der Fakultät für Kulturwissenschaft
- Pädagogik
- Philosophie
- Psychologie
- Publizistik und Kommunikationswissenschaft
- Romanistik
- Slawistik
- Doktoratsstudium der Philosophie
- Besonderer Studienbereich Gebärdensprache
- Besonderer Studienbereich Sprachwissenschaft
An der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Informatik:
- Angewandte Betriebswirtschaftslehre
- Geographie
- Informatik
- Informatikmanagement
- Mathematik
- Unterrichtsfach "Geographie und Wirtschaftskunde"
- Unterrichtsfach "Informatik und Informatikmanagement"
- Unterrichtsfach "Mathematik"
- Doktorratsstudium der Naturwissenschaften
- Doktorratsstudium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften
- Doktorratsstudium der technischen Wissenschaften
Die dritte Fakultät bietet keine eigenen Studienrichtungen an.
Die Universität wurde in den letzten
Jahren weiter ausgebaut und teilweise modernisiert. So wurde unter anderem für die Fakultät für "Wirtschaftswissenschaften und Informatik" ein eigenes Gebäude errichtet und auch die Bibliothek wurde um- und ausgebaut.
Eine aktuelle Diskussion gibt es rund um das Thema "Rauchverbot in der Uni", das vom Rektor sogar unter Androhung von Strafen betrieben wird. Leider gelingt es nicht, eine für beide Seiten (Raucher und Nichtraucher) akzeptable Lösung zu finden. Ob ein neues Raucherlokal im Neubau die Lösung sein kann und wird, bleibt abzuwarten.
Weitere Infos findet man auf der Homepage der Uni bzw. bin ich gerne bereit, auf Fragen einzugehen und hoffentlich brauchbare Antworten zu finden!
*** Mein persönlicher Bezug zur Uni ***
Ich habe hier mit dem Studium begonnen, immer wieder als kritischer und hoffentlich auch kluger Geist gewirkt. Eine meiner besonderen Leistungen war die Entwicklung eines "Studiums irregulare", das letztlich so erfolgreich war, dass von Seiten der Professoren ein Riegel vorgeschoben wurde, weil ansonsten zu viele Studenten in das Studium gewechselt wären und wir eventuell automatisch zu einem Studienversuch geworden wären. Das "Studium irregulare" hatte die Bezeichnung "Angewandte Betriebswirtschaft mit Berufs- und Betriebspädagogik" und war an sich eine Entwicklung für einen guten Freund und mich selbst. Was wir nicht ahnen konnten ist, dass wir damit eine solche Welle der Begeisterung auslösen könnten. Damit haben wir uns nicht nur Freunde unter den Studierenden gemacht, sondern auch "Feinde", die uns natürlich als Schuldige am Liebsten "gehängt" hätten.
Letztlich wurden alle weiteren Anträge (nach Angaben eines Insiders waren es mindestens 50 Studenten die wechseln wollten) meist bereits im Keim erstickt, einzig ein nebenberuflicher Student, der im Hauptberuf Beamter war, lies sich nicht abschrecken und pochte auf sein Recht. Ich habe das Studium dann als Mag.rer.soc.oec. abgeschlossen.
Für alle die nicht wissen sollte, was ein "Studium irregulare" ist bzw. war: Man konnte sich als Student selbst ein maßgeschneidertes Studium aus bestehenden Studienrichtungen zusammenstellen. Zu dem Zeitpunkt als uns die Idee gekommen ist, wurde die Zuständigkeit für die Genehmigung eines solchen Studiums gerade vom Bundesministerium an die jeweilige Universitäten verlagert. Das hat das Ganze ein wenig einfacher gemacht, allerdings mussten wir damals fast ein Jahr auf die Genehmigung warten, weil die bürokratische Verfahrensweise erst noch geklärt werden musste.
Das Besondere an meinem Studium war, dass es dann beide Fakultäten betroffen hatte, weil wir Inhalte aus der Pädagogik insbesonders der Berufs- und Betriebspädagogik, die damals noch eine eigene Studienrichtung war, aufgenommen hatten. Zudem haben wir ein wenig in den Bereich Gruppendynamik hineingeschnuppert.
Durch die Entscheidung für dieses Studium habe ich sicherlich meinen geistigen Horizont erweitern können, sowohl was das Hinausgehen über die Grenzen der BWL angeht, als auch was die soziale- und kommunikative Kompetenz betrifft. Das sind alles Dinge, die mir heute im Beruf und im Leben weiterhelfen.
Besonders wichtig war der damalige Rektor Dörfler, der dahingehend sehr offen war und für alle sinnvollen Neuerungen zu haben war. Er hat uns damals auch ermutigt das Ganze durchzuziehen, nachdem von Seiten der Professoren der BWL erste Widerstände aufgekommen sind.
Alles in allem habe ich an der Uni Klagenfurt eine gute akademische Ausbildung genossen, die ich klarerweise durch Eigeninitiative und Spezialisierung im Selbststudium erweitern und vertiefen musste. Schon damals war die Uni Klagenfurt in den Uni Rankings an den vordersten Plätzen, sowohl was den Bereich "BWL", als auch was den Bereich "Pädagogik" anging. Ebenso kann ich mich erinnern, dass auch die "Anglistik" und die "Mathematik" in den Rankings meist (oder sogar immer?) auf Platz eins in Österreich gelegen sind. Darauf waren wir immer stolz.
Das Studentenleben ist in Klagenfurt nicht so stark "ausgebaut" wie an anderen traditionelleren Unis. Mir hat das wenig ausgemacht, weil ich mich dahingehend engagiert habe und den "Mozartclub" zu einer herausragenden Institution von und für Studenten gemacht habe. Wir haben damals eben Studentenleben "gemacht" und nicht gewartet, dass wir was konsumieren dürfen, was zudem nicht da gewesen wäre. Durch den Mozartclub und einige weitere Aktivitäten konnten wir uns doch ein angenehmes Umfeld machen, indem es Spaß machte, studieren zu dürfen.
Heute erscheint mir das ganze Studentenleben ein wenig steril und kommerzialisiert. Mir ist da "unser" Studentenleben von früher, das oft nur improvisiert war, wesentlich lieber.
So, ich darf mich wohl nicht verplaudern, damit ich nicht doch noch das Thema verfehle! ;-)
In der Gegenwart bin ich als Universitäts-Lektor an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt aktiv, also als externer Lehrbeauftragter auf Werkvertragsbasis. Engagiert hat mich das "Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung" bzw. die "Abteilung für Historische und Systematische Pädagogik".
Nachdem ich in den letzten Jahre einige einschlägige wissenschaftliche Publikationen verfasst habe und zu unterschiedlichen Themen immer wieder meinen "Senf" dazugegeben habe, kurz gesagt "ausgewiesen" bin, wurde mir ein Lehrauftrag für den Bereich "Aktuelle Texte und Diskurse in englischer Fachsprache" erteilt. Ein weitere Grund für meine "Berufung" ist wohl auch der, dass ich als Unternehmensberater weltweit tätig bin und somit meine internationale Erfahrung zusätzlich einbringen kann.
Die Arbeit ist eine interessante Herausforderung und macht Spaß, manchmal ist es richtig erleichternd, sich mit jungen Studenten auseinandersetzen zu dürfen und nicht nur mit "alten" Managern. Ich muss mich auf meine Arbeit als Universitätslehrer zwar immer wieder einstellen, aber es ist eine schöne Abwechslung zum "normalen" Job. Soweit ich weiß, finden mich meine Studenten ganz gut, aber zuviel Eigenlob möchte ich hier auch nicht bringen.
Alle jene Leser, die sich noch mehr für meine persönliche Beziehung zur Uni Klagenfurt interessieren sollten, kann ich anbieten, entsprechende Fragen zu stellen.
*** Mein Fazit ***
Die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt ist eine sehr junge Universität. Mit dem Gründungsdatum 1970 kann sie logischerweise auf noch keine lange Tradition verweisen. Sie hat auch noch keinen Nobelpreisträger hervorgebracht.
Allerdings hat sie sich in den ersten 35 Jahren doch ganz gut entwickelt und wurde zumindest auf nationalem Niveau eine anständige tertiäre Bildungseinrichtung. Das Bild und das Selbstverständnis haben sich in den Jahren gewandelt, was meistens mit einer Namensänderung Hand in Hand gegangen ist.
Für die nähere Zukunft wird sich die Uni mit der eigenen Ökonomisierung und Autonomie ebenso auseinandersetzen müssen, wie mit der Einführung des anglo-amerikanischen Universitätssystems mit Bakkelaureats- und Masterstudien. Zwei Aufgaben, an denen eine Universität mit "Beamtentradition" doch zu knabbern hat.
Viele Dinge haben sich geändert, nur wenige zum Guten, was neu ist, ist meines Erachtens eine Verunsicherung bei Universitätsprofessoren, wie ich sie früher nicht gesehen habe.
Ich kann "meine" Uni allen Interessierten empfehlen, nicht weil sie eine "first-class" Universität ist, sondern weil sie eine gute Universität geworden ist, die sich nicht verstecken muss und wo man als Student sicherlich eine gute Ausbildung bekommt.
Immerhin kann man an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt dort studieren, wo andere Urlaub machen. Ein Sommersemester in Klagenfurt kann man mit dem Erlebnis eines wunderbaren Frühling und heißen Sommer ebenso verbinden, wie mit einer Saisonkarte im Strandbad Klagenfurt.
Im Winter spricht Klagenfurt eher Freunde des Wintersports, insbesonders Skifahrer und Eisläufer an.
Mit dem Stadttheater Klagenfurt und der Wörtherseebühne gibt es auch entsprechende kulturelle Angebote, wenn auch nicht so zahlreich, wie an manch anderen Orten.
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Produktbewertung:
4
Bewertung Testbericht:
sehr hilfreich
Erreichbarkeit:
gut
Lehrniveau:
hoch
Mensa:
gute Alternative zum selber kochen
Studentenfreundlichkeit:
gut
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Produktbeschreibung Universität Klagenfurt Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
Technische Daten und ProdukteigenschaftenDie Alpen-Adria-Universität Klagenfurt – seit eh und je zukunftsorientiert und dynamisch – ist die führende Bildungs- und Forschungsinstitution Kärntens. Sie öffnet ihre Tore in alle Welt und lebt Interkulturalität ohne Grenzen im Kopf.
Allgemeine Informationen Universität Klagenfurt Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
gelistet seit: 05.09.2005
Hersteller: Universität Klagenfurt weitere Universität Klagenfurt HochschulenBewertung durch unsere Mitglieder
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