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VW Golf II Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Der Golf - Eine kleine Modellchronik - Golf II
ein Testbericht von Overknees2005-06-10 23:15:34vom 10.06.2005Empfehlung: ja
Vorteile: + klassenloses Gefährt...Nachteile/Kritik: - die meisten sind lange gestorben
Dies ist der zweite Teil meiner kleinen Golf-Modellchronik, die anderen Teile findet Ihr bereits in meinem Profil.
Ursprünglich gab es diese Berichte auch schonmal bei Ciao, sie wurden aber für Yopi überarbeitet.
Heute möchte ich Euch noch mal den Golf der zweiten Generation ins Gedächtnis rufen, für viele Autofahrer, die heute unterwegs sind wohl das, was der Käfer unseren Altvorderen war, das erste eigene Auto.
Vorgestellt wurde der Golf II 1983, ab 1984 kamen die Autos dann in großen Stückzahlen in die Auslieferung.
Die Optik
Der Schritt vom Golf I zum Golf II war ein sehr vorsichtiger. Erhalten blieben das typische Golf Gesicht, auch die Silhouette behielt ganz klar die Botschaft Golf.
Mehr Evolution denn Revolution gehorchte der Golf II den Bedürfnissen der Käufer, es gab deutlich mehr Platz, insbesondere auf den Rücksitzen, ohne daß das Auto seine Fahrzeugklasse verlassen hätte.
Als Karosserievarianten kamen von vornherein 3- und 5-Türer zum Einsatz, außer dem Jetta gab es auch keine weiteren Derivate.
Alles war ein bißchen weniger eckig als beim Golf I, Kritiker nannten ihn pummelig, aber auch der Golf II traf den Geschmack der Masse. Mehrheitsfähig eben, manch Politiker neidet das bis heute.. :)
Modelle
Zur Einführung gab es die gewohnten Ausstattungslinien, C, CL und GL, kurze Zeit später erblickte dann auch der GT (90 PS, Sportsitze nicht serienmäßig) und das Spitzenmodell "Carat" das Licht der Welt.
Der GTI kam verspätet, die Vielfalt reichte zuerst einmal von "völlig nackt" (Golf C) bis hin zu "üppig" beim Carat (auch kurz GLX genannt), unter anderem mit elektrischen Fensterhebern, Zentralverriegelung, Servolenkung und farblich wie beim GL angepaßtem Cockpit.
Technik
Aber nicht nur in der Ausstattung blieb der Golf II eng an den Vorgänger angelehnt, auch die Technik wurde nicht groß verändert. Bis auf neue Maße blieb das Fahrwerk im Prinzip gleich, zum ersten Mal gab es gegen Aufpreis für 1.6 und 1.8 Servolenkung, lediglich die Bremsen wurden deutlich vergrößert, dem höheren Leergewicht angepaßt.
Dazu wurde der Tankinhalt von 40 auf 55 Liter vergrößert, was endlich vernünftige Reichweiten mit einer Tankfüllung möglich machte.
Die Motoren
Bei der ersten, noch KAT-losen, Motorengeneration gab es zu Anfang eine Auswahl aus schon vom Vorgänger bekannten und nur leicht überarbeiteten Triebwerken. Zum Start gab es je einen 1.3l (Basis EA111) und 1.6l (Basis EA827) Vergasermotor mit 55 PS und 75 PS, bei den Benzinern neu kam die Vergaservariante des 1.8l Langpleuelmotors dazu, den es im Golf I nur als Einspritzer mit 112 PS gegeben hatte, die vereinfachte Variante leistete 90 PS (zu Anfang nur für GLX/Carat zu haben).
Die Motoren wurden jedoch komplett auf wartungsfreien hydraulischen Ventilspielausgleich umgestellt. Dazu kam erstmals bei den Vergasermotoren ein sogenannter "Igel" zur Ansaugluftvorwärmung zum Einsatz. Ergebnis war eine verkürzte Kaltlaufphase und ein stark verringerter Verbrauch im Kurzstreckenverkehr. Bei den 1.3l und 1.6l gab es serienmäßig 4-Gang Getriebe (5 Gänge gegen Aufpreis), beim 1.8l ein 5-Gang-Getriebe mit lang übersetzten 5. Gang als Schongang und Höchstgeschwindigkeit im 4. Gang. Die bekannte 3-Gang Automatik gab es zuerst einmal nur für die 75 PS Variante, später auch für den Saugdiesel und für 90 PS Benziner.
Gleich zu Anfang gab es auch den
schon im Golf I überarbeiteten 1.6l Diesel mit 54 PS, außer für Carat für alle Modelle erhältlich und mit den gleichen Getrieben wie in den Benzinern kombiniert.
1984 folgte dann der Turbodiesel mit 70 PS, immer mit 5-Gang Getriebe und zuerst nur als GTD zu bekommen. Wobei der GTD zwar optisch schon sportlicher gestaltet war, jedoch Sportsitze noch Aufpreis kosteten. Im selben Jahr kam dann der GTI mit 112 PS dazu, die Ausstattung betont sportlich, härter abgestimmt, dazu mit Sportsitzen und den schon aus dem Golf I bekannten GTI Accessoires wie Schaltknauf im Stil eines Golfballs usw..
Der Innenraum
Im Innenraum blieb im übrigen bis auf die deutlich verbesserten Platzverhältnisse alles weitgehend in der gewohnten Optik, deutlich verbesserte Sitze und eine stark verbesserte Geräuschdämmung machten aber auch lange Strecken im Vergleich zum Einser besser erträglich. Dazu war ab Baubeginn für die 1.6l und 1.8l Benziner eine Klimaanlage bestellbar, die es im Golf I nur für die US-Versionen gab. Die Anmutung reichte von karg und ärmlich im C, der nicht einmal eine Uhr oder Mittelkonsole vorweisen konnte, bis hin zu gemütlich, üppig im Carat, in dem sonst der Mittelklasse vorbehaltene Extras im Golf Einstand feierten und der z.B. schon ein nicht aus Hartplastik, sondern mit einer geschäumten Oberfläche versehenes Armaturenbrett hatte.
Durch die vielen Varianten und auch eine immense Preisspanne (im ersten Jahr von 13.290,- Mark für einen 55PS C bis hin zu 19.200,- Mark für einen Carat mit 90 PS) wurde wieder "für jeden etwas" geboten, die Klassenlosigkeit des Golf I setzte sich fort, vom Schüler über die Hausfrau bis zum aufstrebenden Jungmanager später im 16V war jedem etwas geboten.
Evolution
Bereits 1984 gab es auch einen ersten Kat-Motor, den auch im Cabrio eingesetzten 1.8l ohne Hydrostössel und mit 95 PS, erhältlich zuerst nur im Sondermodell "Hit", Ahnherr einer unendlichen Reihe von Sondermodellen. Der erste KAT-Motor war im übrigen ursprünglich eine Entwicklung für die USA, da auch schon im dort "Rabbit GTI" genannten Golf I GTI erhältlich.
Zum Modelljahr 1986 gab es dann das erste sanfte Facelift, erkennbar vor allem daran, daß die Außenspiegel in die äußere Ecke der Seitenscheiben wanderten und die Strebe in der Seitenscheibe wegfiel. Dazu erhielten GT, GTD und GTI Doppelscheinwerfer, beim GTD wurde der Drehzahlmesser zur Serie, insgesamt stieg das Ausstattungsniveau leicht an.
Jetzt gab es eine ganze Reihe von KAT-Motoren. Ein Teil waren Vergasermotoren mit ungeregeltem KAT, also ohne Lambdasonde, steuerlich den G-Kat Modellen damals gleichgestellt. So gab es 1.3 und 1.6l Vergaser mit 55 und 72 PS als U-Kat Versionen. Den 1.8l gab es in zwei G-Kat Varianten, zum einen mit Zentraleinspritzung Mono-Jetronic (also eine Einspritzdüse für alle Zylinder) und 90 PS, jetzt aber mit Hydrostösseln, dazu die KAT-Variante des GTI mit 107 PS und Multipointeinspritzung (also pro Zylinder jeweils einer Einspritzdüse).
Erstmals war das ABS bestellbar, gegen einen Horroraufpreis von 3.600 DM bei den Varianten mit Trommelbremsen hinten (alles außer GTI und GT, da "nur" 3.300 DM Aufpreis), direkt aufwendig als Vierkanal-Variante ausgeführt (also jedes Rad hat seinen eigenen Sensor.. Ford war mit dem Escort bereits ein Jahr früher mit ABS vorgeprescht, dort allerdings auf 3-Kanäle, also lediglich Trennung vorne links/rechts und hinten gemeinsam, beschränkt).
Im Innenraum war das Facelift an neuen, schwer klobigen Blinkerhebeln erkennbar, dazu kamen neue Lenkräder und Stoffe im Innenraum. Erstmals gab es auch gegen Aufpreis eine vordere Gurthöhenverstellung.
"Mein" erster Golf II
Im Jahr 1985 ersetzte ein viertüriger Golf GTD in silbermetallic den Golf I GLD meiner Ma. Bis auf Servolenkung und Zentralverriegelung und ABS (war ein Vorführwagen) komplett ausgestattet, kam er mit 3.400 km auf dem Tacho zu uns. Noch aus der ersten Serie ohne Drehzahlmesser, dafür mit Sportsitzen, Schiebedach, grünem Wärmeschutzglas, elektrisch einstellbaren Außenspiegeln stand er schon ganz gut da. Auf die serienmäßigen Stahlfelgen mit Radkappen im Klodeckeldesign wurden Winterreifen aufgezogen, für den Sommer gab es dann eine ATS 7x15 Cupfelge mit 20mm Einpreßtiefe und damit extrem breitem Felgenrand, darauf 195/50 R 15 Bereifung, gnädigerweise ohne Tieferlegung, also erträglich.. ;) Da er auf langen Strecken viel günstiger im Spritverbrauch war, dazu mehr Platz als mein Einser GTI hatte, habe ich öfter mit meiner Ma die Autos getauscht. Da ich damals in meiner Studentenverbindung auch auf Bundesebene sehr aktiv war, sah er in kurzer Zeit viele Kilometer.
Ende 1986 bekam meine Mutter dann ihren ersten Firmenwagen (Audi 80 1.9E), der viertürige GTD wurde durch einen zweitürigen ersetzt, diesmal allerdings mit Servolenkung und ABS, dafür ohne Sportsitze. Das Auto erlebte wiederum meine Langstrecken, machte jedoch häufig Ärger, so fiel bereits bei Tachostand knapp 5.000 km der Turbolader aus, in der Folge war das der erste Golf in unserer Familie, der die Werkstatt auch dauernd außerhalb der regelmäßigen Inspektionen sah.
Und wieder Evolution
In 1988/89 wurden die U-Kat Motoren abgeschafft, ab dahin gab es für die Benziner durchgehend Einspritzanlagen und G-Kat, der 1.6l hatte ab dahin 70 PS, beim 1.3l blieb es bei 55 Pferdestärken.
1989 wurde auch der Turbodiesel aufgewertet, es gab eine zusätzliche Variante mit Ladeluftkühler und 80 PS. Der Aufpreis zum normalen Turbodiesel mit 70 PS war allerdings mit 1.600 DM sehr heftig, so blieb der 80 PS Turbo ein seltenes Stück. In den letzten beiden Baujahren kam dann noch der mit Dieselkat versehene 60 PS Turbodiesel dazu, auf geringe Abgasemission getrimmt, dabei aber teuer in der Anschaffung und wenig leistungsfähig... die Verbreitung blieb sehr begrenzt.
Bis zu diesem Zeitpunkt hatte es bereits eine Menge Golf Sondermodelle gegeben, nach Match kam New Orleans, es gab einen Madison, einen Manhattan, einen Fun, einen Flair, einen Ocean, den Avenue, den schon erwähnten Hit, einen Pasadena, natürlich den 10 Millionen Golf, den Bistro, den Edition One, den Moda und ganz zum Ende den in Mosel gebauten Function (eine zeitlang parallel zum Golf III gebaut) und bei den "Großen" zum Ende den Edition Blue... fallen jemand noch mehr Modelle ein?
Mein erster Neuwagen
In 1989 sah meine Existenz gesichert aus, meinen 12 Jahres-Vertrag bei der Bundeswehr hatte ich in der Tasche, also bestellte ich mir meinen ersten Neuwagen.
Das Objekt meiner Begierde und Bestellung war ein Golf GT Special. Damals mit sechs (!) Monaten Lieferzeit.
Als Zweitürer, mit Klimaanlage, höhenverstellbaren Gurten vorn, Anhängerkupplung (mein Moped sollte schließlich mit auf lange Urlaubstouren), Servolenkung, ABS, CD-Radio usw. außer Schiebedach (hab damals mal nicht geraucht), Zentral und elektrischen Fensterhebern mit allem ausgestattet, was es ab Werk gab. Erstzulassung 04.01.1990, direkt beim Neuwagen wurde die Auspuffanlage gegen eine von Ernst getauscht, es kam ein Jetta-Grill hinein (inklusive Grillspoiler von Kamei), dazu mein vom GTI gewohntes Koni-Komplettfahrwerk. Alles zusammen kostete dann stolze 30.885 Mark Rechnungsendpreis... schon eine ganz andere Größenordnung als vom Einser gewohnt. Auf die serienmäßigen BBS 6x15 Alu kamen schweineteure Michelin Alpin Winterreifen in 185/55 HR 15, die Momo 7 1/2x16 mit 215/45 R16 übernahm ich von meinem alten GTI.
Den GT Spezial habe ich dann etwas über ein Jahr extrem intensiv genutzt (Fahrstrecke von Trier zum Dienstort Cochem ein Weg 120 km), dazu drei lange Urlaubsfahrten, als am 10.01.1991 eine Holländerin mit ihrem Kadett seitlich einschlug, standen bereits knapp 80.000 km auf dem Tacho. Hin war er, krumm wie eine Banane. Den Schrott habe ich dann erst mal in die Garage zu Hause gestellt und mir vom Geld der gegnerischen Versicherung einen Jetta 16 V Style gekauft, zwei Jahre alt und ebenfalls vollausgestattet inkl. Klima und Schiebedach. Doch der Golf stand da, allerdings ging es erst 1992 an den Wiederaufbau, gleich gescheit auf Basis einer neuen Rohkarosse.
So blieb der Golf GT Special dann bis zum Jahr 2000 in meinem privatem Besitz, immer als Zweitwagen, meist von meinen jeweiligen Freundinnen bewegt und mir die 1% Regel auf meinen ab 1992 vorhandenen Firmenwagen ersparend.
Er läuft übrigens noch heute, mit erstem Motor und Getriebe, eine Bekannte hat ihn in 2000 mit 246.000 km auf dem Tacho gekauft, er ist erst im November wieder problemlos durch den TÜV gekommen, wohl nicht zuletzt, weil ich die neue Rohkarosse damals extrem gegen Rost geschützt habe.
Und heute?
Heute ist allerdings auch der Golf II schon weitgehend aus dem Straßenbild verschwunden, die meisten sind den Rosttod gestorben, viele haben aber auch den Weg über die Ostsee genommen, in Litauen z.B. sieht man ihn auch heute noch extrem häufig im Einsatz.
Es wird kaum jemanden geben, der ihn in 2003 noch ernsthaft kaufen möchte, da auch der Golf II ein klassisches Gebrauchsauto war, ist den allermeisten nicht übermäßig viel Pflege zuteil geworden.
Ausnahmen findet man selten, oft in Liebhaberhand überlebt, aber genausooft bis zum nicht-wiedererkennen getunt haben einige GTI überlebt.
Die Schätzchen
Was gab es noch für Varianten?
Erwähnenswert ist mir hier vor allem noch einmal der GTI. 1986 erschien die Version, die auch wieder den Namen einer Klasse ergab, der 16V. Auf Basis des EA827 entstand einer der ersten in der Großserie produzierten Vierventiler, ohne Kat mit 139 PS, aus den bekannten 1.8 Litern zum ersten Mal deutlich über 200 km/h schnell und ein echtes Statussysmbol.
Zwar gab es selbst für den Golf I von Oettinger in Friedrichsdorf (seit Käferzeiten schon DER Volkswagen-Tuner) schon einen Vierventilkopf, dessen Verbreitung aber ob der regelrecht horrenden Preise extrem begrenzt war, ein Oettinger 2.0 16V kostete bereits 1980 über 30.000 Mark, als ein GTI von der Stange noch für 17.085,- zu haben war.
Jetzt gab es also 16V ab Werk, die Antenne auf dem Heck ist auch heute noch oft gesehen, da hat der Name überlebt... fragt man nach einer 16V Antenne, weiß auch heute noch jeder Mann im Zubehörladen, was gemeint ist.
Nötig war der 16V allein deshalb, weil Opel mit dem Kadett GSi (2.0 Liter, 115, dann 130 PS) den reinsten GTI Killer entwickelt hatte... hinter dem Erzrivalen herfahren mochte VW nicht, der EA827 erschien hubraummäßig ausgereizt, also wurde der Weg zum Vierventilkopf beschritten. Mit Kat blieben dann allerdings "nur" noch 129 PS, bedenkt man, das der allergrößte Teil der Golf II mit nicht mehr als 75 PS motorisiert war, immer noch ein Wort.
Doch die Entwicklung schritt fort, als Opel den GSi mit Vierventilkopf krönte und auf 150 PS kam, spielte der Golf wieder die 2. Geige. Jetzt standen die Zeiten wieder auf Sturm, bei VW wurde ein neuer Lader entwickelt.
1989 erblickte dann im Corrado (Coupé Version des Golf II, wie zuvor der Scirocco auf Golf I Basis) der G-Lader im G60 das Licht der Welt. Aus den bekannten 1.8l Hubraum wurden aus dem zweiventiligen Basismotor 160 PS mobilisiert, dank mechanischem Lader (per Riemen von der Kurbelwelle angetrieben ähnlich wie ein Roots-Kompressor) gab es auch bei niedriger Drehzahl schon ein strammes Drehmoment.
Der Motor fand dann 1991 auch den Weg in den Golf, wo bei einem letzten Facelift GL und GTI, dazu die Sondermodelle Edition One und Fire&Ice mit neuen Front- und Heckschürzen versehen wurden.
Als Rallye-Golf war dann die Krönung der Baureihe erreicht, dies war ein G60 mit breit ausgestellten Kotflügeln und dem Syncro-Allradantrieb, extrem selten, extrem teuer, mal als Basis für Motorsport gedacht, aber nur wenige Exemplare fanden dahin, die meisten gab es für die Straße.
Ein Wort zum Synchro: zuerst als Fahrzeug für Förster und Behörden nüchtern konzipiert, war die Allradversion des Golf II immer nur ein Nischenmodell. Als Gipfel der Albernheit der Modellvielfalt sei dann der höhergelegte und mit Rammschutz und ähnlichem Geländewagenzierrat aufgemotzte Golf Country erwähnt, dem allerdings auch nur ein äußerst bescheidener Markterfolg beschieden war. Außer im G60 gab es den Synchro auch nur mit 95 PS/90 PS und nie mit dem gewünschten Diesel, mit ein Grund für die bescheidenen Zulassungszahlen.
Damit war die letzte Evolutionsstufe des Golf II erreicht. Den meisten im Gedächtnis und aus eigener Erfahrung bekannt ist sicher eher ein Golf CL Diesel oder ein Golf C mit 75 PS, Brot- und Butterautos, die für viele der erste Untersatz waren. Freue mich über Eure Kommentare und Eure Erinnerungen!
Im Jahr 1992 gab es dann den Nachfolger, bis 1993 wurde die Produktion komplett umgestellt.
Der dritte Teil meiner Golf-Geschichte wird also den Golf III zum Inhalt haben.
Sollte noch jemand Anregungen und Gedanken zum Golf II haben, immer her damit! :)
Vielleicht erinnert ja der ein oder andere auch noch ein Sondermodell, das mir entgangen ist, ich freue mich über jeden Kommentar und alle, die mich auf der Zeitreise über fünf Generationen Golf begleiten.
An dieser Stelle noch mal vielen Dank an André, Thomas und Chronologist für die Ergänzungen!
...
infoload, 01.05.2005
ein schoumlnes Auto. Super Bericht. Gruszlig Sascha
plötzlichpapa, 25.05.2005
Du verstehst wirklich etwas davon. Ich habe folgende Erfahrungen gemacht mit dem zweier Golf: Gekauft habe ich das Ding mit 70.000 km Diesel, 55PSfuumlr damals 6.000 DM. Bis 110.000 km war alles noch in Ordnung, doch dann gingen die Probleme los. Rost
ein Testbericht von Hunley2008-01-04 11:21:22vom 04.01.2008Empfehlung: ja
Vorteile: Ersatzteile und Unterhalt billig, Hochofenheizung...Nachteile/Kritik: manchmal etwas zickig, Roststellen kommen schon langsam
Ich beginne erst einmal mit meinem "Lebenslauf" von meinem Fahrzeug und komme später auf den Golf im Allgemeinen.
Also ich bin seit über einem Jahr Fahrer und Besitzer eines weißen Golf GL 1.8, 90 PS, 3türig, Bj. 89, gekauft im Oktober 2006 mit 200tkm. Servo, ZV, elektrische Spiegel, ABS, schwarze Rückleuchten und Blinker, originale Kunststoffverbreiterungen, zwar auf Winterreifen aber die wenigstens auf Alu. Heute, im November 2007, hab ich 215tkm drauf.
Ich hatte vorher einen 2004er BMW 320d, die Finanzierung ist jedoch ausgelaufen und ich hatte momentan kein Geld für ein richtiges Auto. Maximal 1000,- Euro wollte ich ausgeben mit neuem TÜV. Warum also nicht mal Golf fahren. War nicht unbedingt der Golf-Fan (hatte schon 1er und 2er Scirocco aber sonst eher auf BMW), aber so schlecht war er ja gar nicht. Probieren wir es einmal. Es mußte aber ein GL sein, weil ich die großen Stoßstangen wollte (ohne schaut er ja auch nach nichts aus). Dazu noch Servo und ZV. Und eben relativ neuen TÜV.
Ich hab dann den richtigen Kandidaten gefunden, für 950,- Euro wechselt er den Besitzer, incl. nagelneuen TÜV und schon mit Umrüstung auf D3. In unseren Breiten sind Winterautos üblich, daher war es auch nicht erstaunlich daß schon eine 2stellige Anzahl an Vorbesitzern eingetragen waren. Ich glaube ich bin der erste, der sich wieder um die Pflege so richtig gekümmert hat. Gut, bringt der Gesellenbrief zum Mechaniker ja doch noch etwas.
Erst mal eine Grundreinigung gemacht. Der Lack sieht noch gut aus, hat bis zu den Fensterkanten mal eine neue Schicht bekommen. Zwar nicht unbedingt in "Erstausrüsterqualität", aber glänzen tut er. Die Kunststoffteile mit Sonax "Kunststoffneu" auch wieder auf Vordermann gebracht und innen war er relativ sauber.
Der Vorvorbesitzer wollte aus dem Auto anscheinend was machen und ist auf halber Strecke stehen geblieben. Ich muß mich heute mit so ach so tollen pupertären Gimmicks rumschlagen wie einem Startknopf und einem abgesägten Schaltknauf. Ersteres sollte wohl cool sein und letzteres sportlich. Tatsächlich war ersteres umständlich und letzteres ließ hauptsächlich nur die Gänge hakeln.
Er war schon laut, das mußte ich zugeben. In meinen Ohren schon dröhnend, vor 10 Jahren hätt ich das noch als sportlich empfunden.
Da war ein neuer Auspufftopf angesagt. Hab es noch eine Weile rausgeschoben. Genau solang, bis mir auf der Autobahn das letzte Stückchen Endrohr am Topf abgerissen ist und sich, bedingt durch die Aufhängung und der Hebelwirkung, nach oben gerichtet hat und mir ein halbrundes Loch in den Stoßfänger geschmort hat.
Hab dann bei Ebay einen Komplettsatz bestellt ab Kat, also Rohr, Mittel- und Endtopf. Zusammen für 120 Euro. Gut, kannst nichts falsch machen, wenn es 2 Jahre dicht bleibt hat es seine Schuldigkeit getan. Leider hat das Endrohr eine falsche Krümmung gehabt und hätte meinen Stoßfänger weiter verschmort, das mußten wir also auch richten. Bei einem CL mit kleiner Stoßstange wäre es wahrscheinlich nicht aufgefallen.
Aber jetzt hatte ich wenigstens einigermaßen Ruhe im Karton.
Irgendwann nach ein paar Tagen fängt er an zu ruckeln beim Fahren, vor allem beim Gasgeben. Ich hab dann erstmal Luftfilter und Zündkerzen gewechselt, das Kabel
von der Lambdasonde geflickt (war schon angeschmort) und dann noch den Benzinfilter gewechselt. Welche dieser Maßnahmen letztendlich geholfen hat weiß ich nicht, es war jedenfalls Ruhe danach.
Da die Temperatur im Stand und Stadtverkehr gerne mal bis kurz vor den roten Bereich ging ist mal ein neues Thermostat reingekommen. Jetzt steht der Zeiger zwar auf 3/4, aber das ist anscheinend normal was ich so von anderen Gölfen gehört habe.
Die Servolenkung ruckte bei voll eingeschlagenem Lenkrad. Ursache war ein Keilriemen, der schon an den Seiten eingelaufen war und dadurch zu tief in die Riemenscheibe reinrutschte. Dadurch war er natürlich locker. Den neuen Riemen wollte ich dann bei ATU kaufen. Laut denen gab es die Größe nicht mehr, er wollte mir einen breiteren Aufschwatzen, der dafür 5mm länger war. Über kurz oder lang wären da die Seiten wieder eingelaufen und das gleiche Problem wäre wieder da. Hab den Riemen dann für 8 Euro beim VW-Händler gekauft und er paßt. Soviel zur Beratung von ATU.
Hab im Laufe des Jahres auch mal den Zahnriemen gewechselt (13,- Euro), die hinteren Stoßdämpfer (35,- Euro die Dämpfer und ca. 25,- Euro Kleinteile dazu) und eine Antriebswellenmanschette (10,- Euro). Ein Getriebeölwechsel hat eine kleine Erleichterung beim Schalten gebracht, der Ölstand war eh schon viel zu niedrig.
Leider war er immer noch laut. Eine genauere Untersuchung des Kats ergab im Juni 07, daß ein "Katalysator-Tuning" verbaut war. Dabei wird nichts eingebaut sondern rausgeschmissen. Dat Ding war leer wie meine Brieftasche. Deshalb auch die unangenehme Lautstärke und das Dröhnen bei Vollgas. Da ich meine Ohren schonen wollte und außerdem mich mit dem Ding nicht erwischen lassen wollte (ist Steuerhinterziehung und die ABE erlischt!) hab ich gebraucht einen anderen Kat gekauft (60,- Euro). Beim Einschweißen gab es gewisse Kontaktprobleme, also das vordere Rohr vom Krümmer zum Kat auch gleich noch neu mit reingemacht. Hätte normal 70 Euro gekostet beim Teilehändler, hab es im Versandhandel für 18 gekriegt.
Jetzt war er doch schon merklich ruhiger. Leider hielt das nicht lange an. Seit 4 Wochen ungefähr dröhnt er schon wieder unangenehm. Das kommt vom Endtopf. Die billigen Ebay-Püffe sind zwar blechmäßig nicht so schlecht, aber die Schalldämmwirkung läßt sehr zu wünschen übrig. Also kommt in nicht allzu ferner Zukunft ein Marken-Topf rein.
Habe noch die hinteren Scheiben getönt (8 Euro), fürs erste Mal hab ich es gar nicht schlecht hingekriegt.
Ansonsten ist der Golf ein zuverlässiger Kamerad, hat mich nur 2x stehen lassen. Einmal war der Stecker vom Hall-Geber ein bißchen korrodiert und Halter von einer Schaltstange war gebrochen (nur noch 3. und 4. Gang schaltbar).
Bin jetzt auch schon gut durch den Winter gekommen, obwohl alte no-name-Winterreifen drauf sind. Und ich muß hier im Bayerischen Wald wirklich durch viel Schnee.
AUßENMERKMALE
BELEUCHTUNG
Ich habe die normalen, originalen Scheinwerfer drin mit helleren H4 Birnen. Damit erleuchtet man die Straße absolut ausreichend. Das Fernlicht ist auch ok, mit den Doppelscheinwerfern wäre es natürlich noch besser. Billige Klarglasscheinwerfer sind meist sogar noch schlechter in der Ausleuchtung und blenden den Gegenverkehr.
Je nach Fahrzeugalter kann es sein, daß die Scheinwerfer etwas schwach sind. Meist sind da die Kabel schon ein bißchen korrodiert. Um dem auf den Grund zu gehen sollte man bei laufendem Motor einmal die Spannung an der Batterie und am Stecker der H4-Birnen messen. Der Strom geht nämlich komplett über den Lichtschalter und ist aufgrund der Leitungslänge natürlich anfällig für Gammel. Ist da ein deutliches Gefälle messbar, kann man über 4 Relais (2x Abblend- und 2x Fernlicht) einen Bypass legen vom Batterieplus zum Scheinwerfer. Sicherung dazwischen nicht vergessen.
Die Blinker sind in der Stoßstange verbaut und von den Seiten nicht zu erkennen. Deshalb sollte man vielleicht noch Seitenblinker nachrüsten. Die sind nicht so teuer und die Löcher sind schon vorhanden und mit schwarzen Plastikschildern abgedeckt. Wenn man den Innenkotflügel rausbaut kommt man da gut hin.
Die Rückleuchten sind von innen leicht erreichbar und bieten auch schon eine Nebelschlußleuchte. Es gibt diverse Rückleuchten, teilweise auch schon ab Werk. Es gab Standard, weiße Blinker, schwarze Blinker, Klarglas und auch noch die ganz schwarzen. Bei letzteren muß dann eine extra Nebelschlußleuchte installiert werden und zusätzliche Rückstrahler. Die hab ich bei mir übrigens da hingeklebt, wo normal die NSL im Gehäuse wäre.
MOTOR
Der Motorraum ist zumeist sehr aufgeräumt und gut zugänglich (für heutige Verhältnisse). Die Ventildeckeldichtung ist manchmal etwas undicht, ist aber eine Sache von 10,- Euro und von jedem Schrauber zu bewältigen. Meist sieht man dem Motor das Alter an, es ist auch überall Rost. Dieser ist aber eigentlich nur optischer Natur und kein eigentlicher Mangel. Ich habe ordentlich saubergemacht drin und dann mit Motorplast versiegelt. Hab es gerne sauber.
Die Einfüllstutzen für die Flüssigkeiten sind allesamt gut zugänglich und auch gut ablesbar.
Der Ölfilter kann leicht von oben gelöst werden, ein Ölwechsel ist also ohne Grube oder Bühne leicht möglich.
GETRIEBE
Ich habe bei mir das 5-Gang-Schaltgetriebe drin. Meines hakelt schon ein wenig, was zum Teil auf den gekürzten Schalthebel zurückzuführen ist, was die Schaltung auch unpräzise macht. Der 1. Gang geht nur im Stand rein. Der Rest wird wohl Verschleiß der Synchronringe sein.
Eigentlich ist eine Lebensdauerfüllung Getriebeöl drin. Da aber das Öl auf keinen Fall mehr wird sollte man doch mal einen Wechsel anstreben. Es sind 2 17er Inbusschrauben, die von der linken Seite erreicht werden können. Eine unten zum Ablassen und eine an der Seite zum Auffüllen.
Die Übersetzungen sind angemessen, bei Tempo 100 liegt man bei den Benziner-typischen 3000 U/min. Der Rückwärtsgang liegt links oben, die Arretierung (Drücken und rüber) macht bei meinem keine Probleme. Wenn das Getriebe schon recht ausgenudelt ist kann es bei manchem Auto vorkommen, daß man den 1. mit dem R-Gang verwechselt.
Die Übertragung vom Schaltknüppel zum Getriebe wird vorne über 2 kurze Schaltstangen geregelt. Diese sind ca. 20 cm lang und haben auf einer bzw. beiden Seiten Kunststoffpfannen zur Verbindung. Im Alter können diese leicht brechen. Man kann dann entweder nur noch horizontal oder vertikal schalten. Eine neue Stange kostet unter 10 Euro.
Ich weiß nicht ob meine Kupplung schon mal gewechselt worden ist, ich denke aber nicht. Bisher hatte ich noch keine Probleme damit.
Es gab den Golf auch mit 4-Gang-Automatikgetriebe, da gehen die Meinungen aber auseinander. Der Komfort ist schon größer, aber oft auch der Benzinverbrauch. Kommt wohl auch viel auf die Fahrweise an.
FAHRWERK
Die Manschetten der Antriebswellen sind eigentlich fast bei jedem Auto marode und sollten umgehend gewechselt werden. Bei tiefergelegten Autos ist der Lebenszyklus der äußeren Gummis kürzer. Hört man beim Einschlagen oder Kurvenfahren ein Klappern so ist ein Gelenk schon fettfrei und oft auch schon kaputt. Wer es zu lange hinauszögert dem kann das Gelenk schon mal um die Ohren fliegen bei voller Fahrt. Ein Wechsel ist mit entsprechendem Werkzeug machbar. (außen eine große Mutter die fest angezogen ist und innen sind es Vielzahn-Schrauben. Die sollten evtl. gleich mit ersetzt werden). Die Achsträger sind meist mit Rost überzogen, das ist aber normal und meist nur optischer Natur.
RÄDER UND REIFEN
Die gängigsten Reifengrößen sind 155/80 R13, 175/70 R13, 185/60 R14 und 195/50 R15. Ich habe die goldene Mitte drauf, nämlich die 185er. Die sind der beste Kompromiss zwischen Komfort und Seitenführung. Die Reifengrößen sind allesamt gängig und deshalb auch nicht sonderlich teuer. Gebrauchte Felgen sind in Stahl und Alu auf dem Markt reichlich vorhanden und verhältnismäßig günstig zu erwerben. Die Felgen haben einen Lochkreis von 4x100, die hatte der Golf III auch. Per Eintragung passen auch manche Felgen vom alten 3er BMW E30.
Im Kofferraum befindet sich nur ein Notrad.
KAROSSERIE
Die Karosserie ist unverkennbar im Stil der 80er gezeichnet, das ist Geschmacksfrage und läßt kaum Raum für feste Beurteilungen ob schön oder nicht. Ich habe den 3türer, es gab ihn natürlich auch mit 5 Türen, optisch schaut aber der 3türer meiner Meinung nach besser aus. Die Türen sind ausreichend groß. Leider hängen sie im Alter etwas durch, man muß sie dann neu ausrichten, was mit etwas Geduld und einer 15er Nuß zu machen ist. Man muß dann den besten Kompromiss finden, entweder die Tür geht nur mit Schwung zu oder sie steht etwas heraus und verursacht Windgeräusche.
Der Tankdeckel sitzt rechts hinten und wird entweder über die ZV verriegelt oder per Schlüssel aufgeschlossen.
Die Zentralverriegelung läßt sich nur von der Fahrertür aus betätigen. Die Beifahrertür läßt sich aber normal auf- und zusperren. Der Kofferraum wird mit verriegelt. Wenn man den manuell hinten zusperrt geht er auch mit der ZV nicht auf.
Alle Gummidichtungen außen färben extrem ab. Wenn man mit einem Lappen drüberfährt könnte man meinen, die wären mit Schuhcreme eingeschmiert. Mehrfaches Reinigen half bei mir nicht wirklich. Das ablaufende Regenwasser zieht auch immer schwarze Spuren nach unten, was bei einem weißen Auto natürlich extrem auffällt. Erst seit ich auch diese Gummis mit "Sonax Kunststoffneu" behandelt habe ist einigermaßen Ruhe.
Der GL hatte grüne Wärmeschutzverglasung serienmäßig.
Die Türfenster neigen mit zunehmender Betätigung zum Klappern, hierbei ist das Gestänge ausgeschlagen. Ein neues kostet pro Tür ca. 40 Euro (VW) oder auch im freien Handel für 20. (Manueller Heber). Sie schließen dann auch meist nicht mehr ganz dicht und verursachen Windgeräusche. Die äußere Schachtabdeckungsleiste der Tür (schwarze Gummileiste an der Unterseite der Scheibe) wird im Alter leider auch nicht besser. Oft wird die immer kürzer, was man vorne im Bereich des Außenspiegels gut sehen kann. Bei mir fehlen bestimmt schon 2 cm. Auch das verursacht Windgeräusche. Bei Wassereinbruch sollte man einen Austausch in Erwägung ziehen. (ca. 30 Euro je Stück, nur bei VW)
Die Scheiben sind alle nur eingezogen und nicht geklebt. Das ist zwar vorteilhaft beim Austausch einer Scheibe, die Frontscheibe neigt allerdings zu Undichtigkeiten in den unteren Ecken. Sollte man ständig Feuchtigkeit im Fahrzeug haben (Scheiben beschlagen trotz Heizung) und der Fußraum feucht sein ist da die Ursache zu suchen. Abhilfe schafft meist nur einen neue Scheibendichtung. Dabei sollte man auch gleich auftretenden Rost an den Fensterkanten entfernen und gut versiegeln.
Apropos Rost. Meiner hat eigentlich fast keinen, nur an den üblichen Stellen wie die Fensterrahmen und an den Löchern der Scheibenwischerarme. Ab ca. 1988 wurde die Rostvorsorge drastisch verbessert. Alle Baujahre danach haben eigentlich kaum ein Rostproblem. Teilweise läuft auch heute noch das Hohlraumwachs aus der Heckklappe. Zu sehen in den 2 senkrechten dunklen Streifen.
Die schwarze Kunststoffschürze der vorderen Stoßstange ist robust und beweglich. Sie verzeiht auch Bordsteinkontakte. Für den Winter kann man die Schürze auch ganz leicht abnehmen, ist nur geklickt.
Die Türgriffe sind etwas empfindlich. Technisch bedingt neigt der Betätigungshebel zum Abbrechen. Hinauszögern kann man das am besten mit regelmäßiger Schmierung. Dazu einfach die silberne Blende abhebeln. Diese Schraube und die 2. in der offenen Tür lösen und den Griff einfach rausnehmen und einsprühen. Im Notfall gibt es auch diese Teile gebraucht, ob diese dann allerdings noch in besserem Zustand sind ist zweifelhaft.
Der Heckwischer ist serienmäßig und wird über den Scheibenwischerhebel (drücken für ein- und ausschalten) betätigt. Auch eine Scheibenwaschanlage ist dabei.
INNERE WERTE
Das Armaturenbrett ist übersichtlich und in der GL-Ausführung auch gepolstert und mit einer Chromleiste versehen. Alle Schalter sind neben dem Tacho untergebracht und immer im Sichtfeld. Der Warnblinkschalter ist seit der neuen Zentralelektrik auf der Lenksäule und damit nicht ideal erreichbar. Aber das ist eben Stand der 80er.
Die Blinker- und Scheibenwischhebel sind normal erreichbar und versagen bei manchen Fahrzeugen den Dienst. Ersatz ist gebraucht in Massen vorhanden für weniger als 20 Euro. Bei Fahrzeugen ab 89 mit neuer ZE passen auch die runderen Schalter vom Golf III.
Die Beleuchtung ist in grün gehalten. Ich habe sie auf rot umgebaut, das geht zumindest für die Instrumente und den Heizungsregler ohne großen finanziellen Aufwand, nur ein wenig Glühlampenlack. Es ist aber eine ziemliche Fummelei.
Als Lenkrad war im GL war serienmäßig das 4-Speichen-Sportlenkrad verbaut. Ich hatte noch ein richtiges Sportlenkrad da (nur ein billiges mit Kunststoffkranz) von meinem 2er Scirocco. Dazu mußte ich nur die Adapterhülse von der Lenksäule machen dann hat das auch gepaßt. Ich kann es jedem mit Servo empfehlen, der Fahrspaß verdoppelt sich damit wirklich, er fährt sich richtig knackig um die Kurven.
Der Radio (siehe meinen Bericht Clarion DXZ 468 RMP) ist auf Lenkradhöhe ein wenig gewöhnungsbedürftig. Man kann 6 Lautsprecher an original Einbauorten unterbringen. 2 kleine auf dem Armaturenbrett, 2 in den Türtaschen (Bei Klappfächern gibt es Adapter günstig im Zubehör) und 2 ovale hinten in den starren Auflagen der Hutablage. Evtl. bau ich den Radio auch an die Stelle des Aschenbechers in der unteren Konsole. Die ist übrigens überhaupt nicht beleuchtet, d. h. wer den Aschenbecher nicht aufmacht hat unterhalb der Instrumente keinerlei Lichtpunkte. Da ich es so dunkel nicht mag hab ich gleich noch eine rote Lampe in das mittlere Ablagefach vor dem Schaltknüppel gebaut. Die Konsole ist leicht entfernbar.
Neben diesem Fach finden sich Ablagen links vom Lenkrad vor dem Sicherungskasten (Sogar mit Filz ausgeschlagen), das "Geheimfach" unter dem Lenkrad, in dem die Bordbuchmappe steckt, natürlich das Handschuhfach und darunter noch eine offene Ablage, in der man bequem einen Atlas im A4-Format unterbringen kann. Wer keine elektrischen Fensterheber hat findet über dem Aschenbecher noch eine Ablagemöglichkeit für z. B. die Sonnenbrille. In den Türverkleidungen sind auch noch Fächer. Im vorderen Bereich davon ist entweder ein Klappfach oder die Lautsprecher untergebracht, im Rest lassen sich bequem CDs, Eiskratzer usw. unterbringen. Ein bißchen festklemmen schadet nicht (nehm dazu immer den Schwamm), da die Fächer aus Kunststoff sind und der Inhalt natürlich zum Klappern neigt.
Die Stoffbezüge der Sitze sind bei mir trotz der hohen Laufleistung noch nicht abgewetzt. In den Türen findet man den Stoff des Innenausstattung wieder. Die Rücksitzlehne ist 2/3 zu 1/3 umklappbar, man kann sie dann mit der Bank zusammen nochmals vorklappen und legt dadurch einen sehr geräumigen Laderaum frei. Ich habe eben einen Umzug hinter mir und habe dort einige Umzugskartons reingebracht.
Die vorderen Sitze neigen zum Kippeln, das liegt an verschlissenen Gleitstücken in den Sitzschienen. Die sind aber für ein paar Euro leicht ersetzbar. Die Sitze an sich lassen sich sehr leicht herausnehmen. Am Vordersitz muß nur die 10er Schraube an der Längsverriegelung (Mitte) abgeschraubt werden dann kann man den Sitz nach hinten rausschieben (Blenden hinten noch lösen). Die Rücksitze sind nur mit 6 Schrauben festgemacht, die unter schwarzen Plastikkappen im Innenraum zu finden sind.
Die Aufnahmen für die Vordersitze sind sehr verbreitet bei VW und alten Audi, da passen oft auch Sitze eines anderen Modells. Die Sportsitze vom Corrado sollen sehr bequem sein und sind deshalb für den Golf begehrt.
Bei Sportsitzen wetzen sich oft die äußeren Wangen ab vom Aus- und Einsteigen. Manchmal gibt es bei dieser Gelegenheit auch schmerzhafte Zusammenkünfte von Oberschenkel und diesen Wangen, die am Rand sehr hart sind. Ist aber alles eine Frage der persönlichen Gelenkigkeit.
Der Kofferraum ist im allgemeinen recht gut zugänglich. Die Ladekante ist zwar recht hoch aber noch erträglich, da das Nummernschild ja an der Klappe ist und der Raum zwischen den Rückleuchten auch mit hochschwingt. In der GL-Ausstattung sind die Radkästen meist mit Schaumgummi ausgekleidet, der CL war normalerweise nackt und im GTI gibt es die Seitenverkleidungen auch als Teppich. Apropos Teppich. Bei mir ist er schwarz und zeigt noch keinen Verschleiß, was an den langen Fasern liegt. Diese machen ihn zwar auf eine gewisse Art und Weise flauschig, erschweren aber die Reinigung. Wer schon einmal versucht hat, Sandkörner aus so einem Material zu saugen weiß wovon ich rede. Der Teppich geht übrigens bis unter die Rücksitze, d. h. wenn diese vorgeklappt sind ist das Transportgut auch weich gelagert.
Im Kofferraum selbst befindet sich in der linken Ecke die Pumpe für die ZV und an der Rückwand rechts das ABS-Steuergerät (wenn vorhanden). Auf der linken Seite ist ein Halter für einen Verbandkasten angebracht und an der Innenseite der Rückwand 2 Gummibänder für das Warndreieck. Ich habe das restliche sichtbare Blech in schwarz matt lackiert, damit es zur restlichen Innenverkleidung paßt.
Die Heizung verdient ihren Namen wirklich. Ich brauche morgens bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ungefähr 300 Meter bis die erste warme Luft aus den Düsen kommt und 2 Kilometer bis die volle Wärme rausbollert wie aus einem Hochofen. Perfekt für den Winter. Ich bin bisher noch nicht dahintergekommen wie der Golf das macht.
LEISTUNG UND KOSTEN
Es gab den GL u. a. mit folgenden Motoren:
1.8 Liter 90 PS
1.6 Liter 72 PS
1.3 Liter 55 PS
1.6 Liter Diesel 54 und 70 PS
Der 1.8 Liter ist da wohl die beste Wahl beim Golf II. Er läuft relativ sparsam und man ist ausreichend stark motorisiert unterwegs. Endgeschwindigkeit laut Tacho liegt bei abgelesenen 180-190. Der RP-Motor läßt sich auch auf D3-Norm umrüsten.
Ich zahle mit D3-Norm im Jahr knappe 120 Euro an Kfz-Steuern und 78 Euro Haftpflichtversicherung im Vierteljahr (bei 45 %). Die Versicherungsklassen für den 1.8 Liter (Schlüsselnummer 0600/612) sind KH/VK/TK 17/N10/N13 (Stand 01.10.2007). Der Golf ist in der Haftpflicht um 3! Stufen billiger geworden, bisher habe ich bei 50 % noch 108 Euro bezahlt. Ich halte das persönlich für bezahlbar. Ich bin in der DEVK.
Der Benzinverbrauch liegt bei 8 Litern Normalbenzin bei normalen Landstraßenfahrten zu Arbeit. Angeblich soll er mit Superbenzin besser laufen und weniger verbrauchen. Das habe ich persönlich nie feststellen können, ich tanke zwar gelegentlich Super, man merkt es aber nicht.
Ersatzteile gibt es an jeder Ecke, sei es gebraucht oder neu. Bei manchen Sachen lohnt es sich, nicht zum Billigsten zu greifen (z. B. Auspuff). Auch Tuningteile sind sehr verbreitet, hier sind die günstigsten Teile meist aber ihr Geld nicht wert. (undichte Scheinwerfer, schlechte Technik etc.). Hier sollte man doch von einem renommierten Tuner kaufen.
Mein Golf muß jetzt noch bis Oktober 08 halten, dann schau ich mal ob er nochmal durch den TÜV kommt. Da ich ca. 50 km einfach auf die Arbeit habe werde ich wohl noch ein paar Kilometer draufbringen. Ich fahr eigentlich gerne komfortablere Autos, aber es macht mich auch stolz wenn er sich hier durch den Schnee kämpft mit jeder Menge Gepäck im Kofferraum und ich spottbillige Ersatzteile bekomme. Er ist im kalten Zustand etwas zickig, das sehe ich aber nicht als tragisch an, ist ja kein Neuwagen.
Auch wenn er seine Macken hat. Aber: Wer hat die nicht?
Erstellt für Ciao.de, Dooyoo.de, Yopi.de, Preisvergleich.de
...
MasterT86, 03.01.2008
Na das sh gabs schon bei PV, da gibt es dann hier logischerweise dasselbe. Liebe Grüße Tobias
tobbbbi, 02.01.2008
Super! So muss ein Autobericht aussehen. Sehr viel Inhalt, klar gegliedert und dazu noch gut geschrieben. Perfekt! Klares sh! : LG Tobias
ein Testbericht von evinor2005-07-13 00:33:03vom 13.07.2005Empfehlung: ja
Vorteile: Spritverbrauch, Anschaffungskosten
Kult ...Nachteile/Kritik: Alter
Ich selber fahre einen Golf 2 GTD Baujahr 1986. Es ist mein erstes Auto und ich bin echt zufrieden damit, er hat 80 ps und mittlerweile 290 000 km, gekauft habe ich ihn mit 268 000 km. Bis jetzt musste ich ausser zwei neuen Stossdaempfern hinten nichts an diesem Auto machen. Durch Breitreifen und sein Fahrwerk ist er nicht aus der Spur zu bekommen. Er springt immer an, auch bei minus 15 Grad. Wenn man ihn immer schoen warm laufen laesst bevor man aufs Gas drueckt wird er glaub ich
noch eine ewigkeit halten (Warmlaufen dauert unter Umstaenden schon mal 15 Kilometer) ein Auto das fuer Langstrecken gebaut wurde und auch voll und ganz seinen Zweck erfuellt. Ich bin mit dem Auto noch nie stehen geblieben auch bei Stunden langen Autobahn oder Bergfahrten. Und das beste ist wenn man konstant seine 80 90 km/h faerht habe ich einen spitzen verbrauch von 3,5 Litern Diesel geschafft da muessen sich so einige Autos von heute verstecken. Kein Rost nichts.
Topspeed was ich gefahren bin waren 185km/h es war noch bisschen Spiel aber bei dem Alter und der Laufleistung fahr ich lieber meine 130-140 max damit er mir noch lange erhalten bleibt. Durchschnittsverbrauch 5,2 Liter
Das einzige negative ist sein Oel-Verbrauch von ca. 1/2 Liter auf 1000 Kilometer.
Fazit... ein Panzer auf Raeder. Guenstiger kann man nicht motorisiert Unterwegs sein.
...
mami_online, 13.07.2005
aber mir fehlt hier zu viel in dem Bericht....... Schaue dir andere Autobericht an, dann weiszligt du, was ich meine. Man muss nicht unbedingt an das Mitglied quotOverkneesquot herankommen mit seinen Autoberichten, aber etwas davon koumlnnte so ein
ThugAngel86, 13.07.2005
Der Bericht ist zwar kurz aber trotzdem gut.....
Bekommt ein SN von mir
LesungBewertungGegenlesungBewertung
ein Testbericht von Robzn2004-05-06 17:31:34vom 06.05.2004Empfehlung: ja
Vorteile: sehr niedriger Benzinverbrauch, viel Platz, komfortable Sitzmöglichkeiten, günstige Ersatzrteile, Pflegeleicht, niedriger Anschaffungswert...Nachteile/Kritik: teuer in der Versicherung, teuer in der Steuer
Der Golf 2 1.6 CL, Baujahr 1984 (einer der ersten Golf2 überhaupt), mit ca. 50 PS, Diesel und Viergangschaltung war das beste Fahrzeug, dass ich je gefahren habe. Um einige Punkte gleich vorweg zu nehmen, er verbraucht nur 6-7l Diesel max., schafft mit seinen nur 4 Gängen über 170km/h und ist in der Beschleunigung durch die Übersetzung der wenigen Gänge spritziger wie ein Golf2 mit 75 PS (im dritten Gang >125km/h).
Ich erhielt das Fahrzeug in gut erhaltenem Zustand und konnte mir gleich einige schöne Eindrücke dieses wirklich einzigartigen Fahrzeugs
machen. Hervorzuheben ist wirklich der sehr sehr niedrige Verbrauch, der sowohl auf der Autobahn, wie auch in der Stadt bei höchstens 7l (und weniger) lag. Das besondere an dem relativ alten Fahrzeug war zudem die Viergangschaltung. Sie ermöglichte es dem Golf, sehr schnell und gut zu beschleunigen, so das man nie das Gefühl hatte in einem herkömmlichen Diesel zu sitzen. Im vierten Gang schaffte man auf der Autobahn eine Endgeschwindigkeit von ca. 170km/h, was aber auch vollkommen ausreicht. Ein weiterer Unterschied zu einem Standart-Golf2 sind die versetzten Außenspiegel die etwas weiter vorne sitzen (vor und nicht hinter dem kleinen Eckfenster in der Tür), ansonsten dürfte er aber Baugleich sein. Kaputt gegangen ist bei mir nie etwas und selbst einige kleine Grabenfälle hat er ohne zu Mucken weggesteckt. Einziges Verschleißteil war das Getriebe. Um dies kurz zu erklären; man versuchte in den ersten Gang zu schalten und hatte manchmal damit zu kämpfen, nicht im Rückwärtsgang zu landen, da dieser links daneben liegt und man den Knauf kaum noch runter drücken brauchte. Versuchte man nun ein wenig weiter rechts zu schalten, landete man im dritten Gang (doch selbst im dritten Gang ließ sich der Golf anfahren). Hatte man sich aber an diese eigenartige Schaltung gewöhnt, ging das Schalten ganz leicht von der Hand (Ist übrigens aber ein gängiges Problem vieler Golf2.).
Mein Fazit zu diesem Wagen bekräftigt meine bisherigen Worte. Wer lange Strecken fährt, ein günstiges Auto braucht und in einer niedrigen Versicherungsklasse liegt, der sollte zugreifen. In einer niedrigen Versicherungsklasse deshalb, weil der Golf 2 eines der teuersten Fahrzeuge in der Versicherung ist. Mit nur 50 PS hat er noch zu DM Zeiten über 1300,00 DM gekostet, was sich seitdem auch nicht wesentlich geändert hat. Dadurch, dass der Wagen auch nur als Schadstoffarm eingestuft wurde (wen wundert es bei dem enormen schwarzen Rauch der aus dem Auspuff kommt) und keiner neuen Europäischen Norm entsprach, war die Steuer auch entsprechend teuer. Diese lag dann ebenfalls bei über 1100,00 DM. Wer jedoch ein sehr pflegeleichtes Fahrzeug mit niedrigem Verbrauch, guten Fahreigenschaften und langer Haltbarkeit (meiner hatte am Anfang schon 220000km auf dem Buckel) möchte, der sollte nicht lange zögern. Schauen Sie doch einfach mal bei mobile.de nach, was ein Wagen von 1984 nur noch kostet, sie werden Augen machen! Ich habe damals nur 500 DM für meinen bezahlt. Und Ersatzteile, wie z.B. neue Bremsen oder selbst Kleinteile, findet man an jeder nächstbesten Werkstatt zu Sonderpreisen. Doch eine Werkstatt werden Sie mit diesem Modell eh nie besuchen brauchen, denn nach über 16 Jahren war das einzige was er mal hatte das Getriebe, was aber dennoch selbst dann noch hielt.
Leider fuhr ich den Wagen kaputt, doch selbst dann konnte man den Wagen noch fahren. Wenn mich nicht alles täuscht, wurde der Motor danach nach Russland verkauft und treibt heute einen LKW an. Da sieht man mal wozu VW Wertarbeit selbst nach dem schlimmsten Unfällen noch in der Lage ist. :)
ein Testbericht von devon2003-07-07 18:11:55vom 07.07.2003Empfehlung: ja
Vorteile: Einfach gestrickte Technik und Mechanik...Nachteile/Kritik: Natürlich nicht so sicher wie die neue S-Klasse aber für Kleine Leute und Geldbeutel genau das Richtige!
Man kann alles mit ihm machen , selber dran rumbasteln ohne großartig viel kaputtzumachen , er hat einfach einfach gestrickte Technik und Mechanik.Ich bin voll damit zufrieden !!! Genau das Richtige für den kleinen Verbraucher und den kleinen Geldbeutel !!!!!!!!!!!!! Ist wahrscheinlich nicht genauso sicher wie die neue S-Klasse von Mercedes aber das muss man bei jedem Wagenkauf in Kauf nehmen.Entweder man bezahlt sich dumm und dähmlich oder man fährt halt n bisschen vorsichtiger. Ich bin auf jeden Fall super zufrieden und gebe gleich erstmal wieder GAS!!!
Denn Gas geben kann
man mit nem Golf 2 immer wenn man Bock hat.Der Spritverbrauch kommt natürlich stark auf die Fahrweise des Fahrers an, bei schneller Fahrweise mit hohen Beschleunigungen kann man manchmal sogar der Tanknadel beim Tanzen zugucken, aber bei ruhiger Fahrweise habe ich mit 50 Liter schon mal ca.750 km geschafft!
Das Design des Golfs ist zwar nicht jedermanns Sache , aber Hey , es ist ein Volkswagen , also soll er ja auch nur dem Durchschnitt entsprechen. Das Aussehen kann man beim Golf ja auch sehr leicht verändern , es gibt in allen Tunerkatalogen (wie D&W etc...) massenhaft VW-Teile zu fairen Preisen( auf jeden Fall im Vergleich zu BMW -Teilen oder so).
Ich hoffe ich habe euch den Kauf eines Golfs ein wenig näher gebracht und wünsche viel Spass beim Fahren und Basteln.
...
ein Testbericht von wuddel22002-11-24 00:45:58vom 24.11.2002Empfehlung: ja
Na ja, um genau zu sein: eigentlich gehört er meinem "Papa" *g*.
Der hat ihn mir 1994 gekauft, damit ich nach Abschluß des Abiturs damit zu meiner Lehrstelle fahren konnte.
Da ich die Lehre zur Tischlerin dann doch erst im Januar 1995 anfangen konnte (der "Vorstift" war noch nicht fertig), ging der Wagen das erste halbe Jahr bei meiner Schwester in Gebrauch.
Aber es war ja nun einmal nicht so, daß er den Gebrauch noch nicht gewohnt gewesen wäre.
Immerhin ist er 1987 gebaut worden und hatte, als er in den Besitz meiner Familie
überging, schon stolze 131.000km auf dem Tacho.
6.000DM hat mein Vater damals bezahlt, was ich aus heutiger Sicht eigentlich zuviel finde. Aber der Wagen wurde ja nun einmal von guten Bekannten gekauft und in dieser Beziehung ist Papa dann wohl doch etwas zu weichherzig.
Die Ansprüche, die er an ein Auto stellte waren allemal erfüllt.
"Ein Auto muß ordentlich aussehen."
Das tat er damals auch noch!
Mit weißem, von Waschanlagen verschont gebliebenem Lack und völlig unverbeult fuhr der Vorbesitzer den schnuckeligen Zweitürer (ich weiß, es heißt Dreitürer, aber ein Kofferraumdeckel ist und bleibt für mich keine Tür) auf unseren Hof.
Nachdem mein Bruder dann auch noch den für ihn obligatorischen Stoßdämpfer-Test gemacht hatte (das Auto an jeder Ecke einmal kräftig runterdrücken und dann schauen, wie er wieder hochfedert) und der Wagen auch diesen bestanden hatte, war der Kaufvertrag praktisch schon besiegelt.
Außerdem hatte mein Vater das letzte Mal kurz nach der Maueröffnung ein Auto gekauft, einen alten, relativ schlecht dastehenden Fiesta für meine andere Schwester. Dieser hatte stolze 4.500DM gekostet, und so erschienen ihm die 6.000Dm für ein völlig rostfreies Fahrzeug wohl nicht zu viel (auch wenn sich seit dem an den Preisen auf dem Kleinwagenmarkt einiges getan hatte, aber es war ja weder mein Geld noch meine Entscheidung).
Nach einem halben Jahr Gezanke mit meiner Schwester, wer das Auto denn nun am Wochenende fahren dürfe, war es dann endlich soweit.
Ihr Praktikum war beendet und meine Lehre begann, somit hatte ich von jetzt an freie Verfügungsgewalt über den Wagen.
Natürlich wurde er in Notfällen noch verliehen, aber die Hauptnutzung stand jetzt eindeutig mir zu *bg*.
*** *** ***
*brumm* *brumm* *brumm*
Eifrig wurde Gebrauch gemacht von dem jetzt "meinigen" Gefährt und eine erste Ermittlung des Spritverbrauchs ergab gerade mal 5,6l/100km.
Da ich vorher eigentlich nur den 123 200er D Mercedes meiner Eltern gefahren war, kam mir "mein" Auto geradezu sportlich vor.
Stolze 40kW (ca. 55PS) bei einem Leergewicht von nur 900kg (zulässiges Gesamtgewicht ist übrigens 1415kg) waren da doch schon eine deutlich wahrnehmbare Steigerung zu etwa gleicher kW-Zahl bei doppeltem Gewicht. Na gut, das war jetzt schamlos übertrieben, aber das 1-1/2fache brachte der 123 meiner Erinnerung nach locker auf die Waage.
Brav bracht mich der Golf jeden Tag zur Arbeit, von der kleinen Glatteiseskapade mal abgesehen.
Ja, ich gestehe, ich war zu schnell und habe wie geisteskrank auf der Bremse gestanden. Aber sooo tief war der Graben dann auch wieder nicht, und meine Eltern sind stolze Besitzer eines IHC-Treckers, der hat das Autochen dann auch ohne weitere Blessuren aus dieser mißlichen Lage befreit. (Oh, was gab das Schimpfe!)
Das ganze Frühjahr über konnte ich freie Fahrt genießen, bis dann im Frühsommer unweit des bekannten Grabens die Temperaturanzeige rot aufleuchtete. Diese Gegend scheint schlechte "Vibrations" zu haben ;-).
Ein erster "fachmännischer" Blick unter die Motorhaube ergab außer der Sichtung eines kleinen Dampfwölkchens gar nichts.
Erst der hinzugezogene Werkstattmensch klärte mich dann über ein _Loch_ im Zylinderkopf auf.
Die Diagnose lautete "Alufraß". Ein Phänomen, das mir bis heute noch niemand so recht zu erklären in der Lage war. Irgendwas mit Korrosion (und ich dachte das geht bei Alu nicht, weil die obere korrodierte Schicht einen Schutzfilm bildet) oder Materialfehler.
Einig waren sich die Geister nicht, aber um ein Weiterleben des Wagens zu ermöglichen, mußte ein neuer Zylinderkopf samt Dichtung her. Und wenn man grad´ dabei ist macht man natürlich noch Keilriemen und ähnliches mit.
Reparaturkosten von insgesamt 1.600DM.
Ich war meiner Mutter sehr dankbar, daß sie mir diese Kosten abnahm, in mein aus Lehrgehalt bestehendes Budget hätte das doch ein sehr großes Loch gerissen.
Die nächsten drei Jahre wurden dann relativ unbeschadet überstanden.
Eine neue Antriebswelle, auf der anderen Seite eine Achsmanschette, ein verstopfter Dieselfilter (ich hasse die Tankstelle dafür bis heute).
Alles in allem Reparaturen, die mit Ausgaben von je 10-20DM beim Auto-Schrotthändler oder Zuliefererteilehändler meines Vertrauens und einer Flasche Whisky für meinen Bruder abgetan waren.
Der dann anstehende TÜV-Termin hätte jedoch fast das Ende für mein kleines, weißes Wunder bedeutet.
Bei der vorher durchgeführten AU (oder hieß es damals noch ASU?) platze die Wasserpumpe.
Der zuständige Servicemensch hatte einen recht irritierten Gesichtsausdruck, als er mich aus dem gemütlichen Warteraum holte mit den Worten: "Ääähhhh, Frau Meier, könnten Sie bitte einmal mitkommen? Ich müßte Ihnen da etwas zeigen."
Der Werkstattmeister unterschrieb schon einen Blanko-Totenschein, als er mir die Ursache für diese niedliche Wasserspur vom Prüfstand zur jetzigen Position meines Autos erklärte.
Aber da hatte er nicht mit meinem neuen Freund gerechnet *g*.
Auch die Lichtmaschine, die sich aus Gram um die Wasserpumpe kurz darauf das Leben genommen hatte, konnte diesen nicht schrecken, und so reichten 60 beim Schrotthändler gut investierte DM und ein leckeres Essen im Restaurant, um mein Auto wenigstens wieder bis zur Vorführung beim TÜV fahrbereit zu machen.
Dieser verlangte dann noch einen neuen Endtopf, welcher prompt geliefert wurde, und "schon" prangte eine neue, niedliche Plakette hinten auf meinem Nummernschild. (Die zweite AU wurde übrigens ohne weitere Vorkommnisse abgelegt, wobei einem eine
Minute Vollgas ohne Last nervlich schon ganz schön beanspruchen kann.)
Zwischenzeitlich hatte mein Wagen auch noch ein paar engere Bekanntschaften geknüpft.
Unter anderem zu einem Hofeinfahrts-Pfeiler (was steht der da auch so dumm rum?), zu einer Säule in einem Parkhaus (ja, ja, Frauen und Autofahren, es stimmt halt doch. Dafür habe ich jetzt eine Vorderstoßstange mit einem neckischen roten Rallye-Streifen *g*), einem VW-Pritschen-Bulli (der entgegenkommende LKW hat mich eindeutig abgedrängt!) und einem Taxi (da war ich ausnahmsweise mal nicht schuld, die Ampel, vor der ich gebremst habe, war wirklich schon tieforange.).
Kurz gesagt, mein Vater erfreut sich nicht mehr ganz so stark an dem Anblick seines Wagens.
Aber wozu soll man bei einem so alten Auto die Beulen noch reparieren?
Der nächste TÜV wollte dann schon wieder zur Beerdigung einladen, aber da hatte zufälligerweise der Golf II Diesel meines Tischlergesellens einen Motorschaden.
Also flugs auf einen Hänger gepackt und ab zu mir nach Hause.
Die bemängelten Sachen wie Windschutzscheibe (kleiner Riß), Reflektoren, Motorlager-Block, Bremsscheiben, rechter Außenspiegel und Reifen konnten erfolgreich umgebaut werden.
Die ganzen Kleinigkeiten, die auf meiner eigenen Wunschliste standen, zeigten mir jedoch eindeutigen die Serienmängel des Golf II auf.
So war zum Beispiel der Seilzug im Fahrersitz gerissen, so daß ich diesen nicht mehr umklappen konnte, ebenso war es auch bei meinem Ersatzteil-Golf.
Mimik für den Fensterheber: Fehlanzeige
Achsmanschetten auf Vorrat: gerissen
Motor für die Scheibenwaschanlage: funktionierte bei beiden Wagen nur noch in eine Richtung
Schalter für die Nebelschlußleuchte: zweimal defekt
Sogar das Gummi, das auf dem Kupplungspedal sitzt, hatte ich jetzt zweimal in eindeutig kaputtem Zustand.
Immerhin hat mein Auto es nochmals durch den TÜV geschafft und die Leuchten habe ich mir auch noch weggelegt (man weiß ja nie).
Diesen Sommer hat der Golf dann noch einmal einen finanziellen Höhepunkt erlebt.
Ein grummlieges Gewitter zog über unser Dorf und hatte reichlich Hagel zu verteilen, dieser verursachte einige niedliche Beulen auf Dach, Motorhaube und Tür.
Auf Grund notorischer Überversicherung brachte dieses einen Teilkaskoschaden von immerhin 350€.
Und einen verbrieften Restwert von gerade mal 100€.
Seit dem ist der Versicherungsaufwand rapide gesunken, bei 150€ Selbstbeteiligung und dem erwähnten Restwert braucht man nicht mehr lange zu überlegen, ob sich die Teilkasko noch lohnt.
Das kassierte Geld reichte für die nächsten TÜV-Mängel: Auspuff, Ölverlust, Handbremsseil.
Auch drei der vier Dieselleitungen hatten zwischenzeitlich ihren Geist aufgegeben (ich warte auf die vierte).
Ein Kupplungsbautenzug, zwei Kabelbrüche bei Neumond ohne Taschenlampe und noch die ein oder andere Achsmanschette und Antriebswelle waren zu verbuchen.
*** *** *** ***
Um jetzt allmählich mal zum Fazit zu kommen *g*:
Hätte ich alle Reparaturen in einer Werkstatt machen lassen müssen, so wäre der Wagen wohl spätestens vor vier Jahren auf dem Schrott gelandet. So ist es ein immerwährendes Schwanken zwischen "Jetzt ist Schluß" und "Das schaffen wir auch noch".
282.000km hat er inzwischen schon geschafft.
Als ich kürzlich noch einmal den Spritverbrauch ermittelte, lag dieser bei 6,2l/100km (hauptsächlich Autobahn, da bringt das Ding doch tatsächlich 155km/h).
Der Ölverbrauch hält sich wirklich in Grenzen und praktisch ist der Wagen allemal.
Er ist klein genug, um in fast jede Parklücke zu passen (vorausgesetzt, man kann Auto fahren *g*). Das Fassungsvermögen ist dabei ungeschlagen gut.
Zwei Kisten Bier und zwei Kisten Wasser sind problemlos im Kofferraum verstaubar, und als mein Chef bei meiner Gesellenprüfung auf Montage war, hat sich der Wagen dank der umklappbaren Rücksitzbank auch als Transportmittel für eine stattliche Herrenkommode bewährt (120*90*40cm).
Auf die Optik brauche ich wohl nicht näher einzugehen, jeder dürfte wohl einen Golf II kennen.
Es ist halt ein praktischer "Klein"wagen ohne viel Firlefanz, die Inneneinrichtung scheint (wie ich kürzlich in einer News-Group-Diskussion erfahren habe) stark zu variieren.
Mein Golf hat z.B. keine Uhr, dafür eine Mittelkonsole mit Ablage und sage und schreibe _zwei_ Aschenbecher.
Der Zigarettenanzünder mußte allerdings nachgerüstet werden und steckt inzwischen fest.
Ich habe einfach die entsprechende Sicherung herausgezogen und sorge jetzt immer dafür, ein Feuerzeug dabei zu haben.
An die vielen kleinen Zipperlein habe ich mich inzwischen gewöhnt.
Bei mir müssen halt alle Mitfahrer auf der Beifahrerseite einsteigen, das Radio geht nicht mehr, deshalb singe ich jetzt selber (am liebsten russische oder klingonische Opern *g*) und daß mein Auto doch kein Sportwagen ist, weiß ich inzwischen auch. Obwohl ich immer wieder von Leuten, die sich meinen Wagen zu Transportzwecken ausleihen (dazu ist er wirklich gut geeignet) höre, daß sie doch erstaunt sind, wie gut der Wagen zieht. Von 55PS scheinen die meisten sich heutzutage weniger zu
erhoffen.
Ich bin glücklich, "meinen" Golf zu haben und ich hoffe sehr, daß auch die nächste TÜV-Prüfung 2004 es nicht schaffen wird, uns zu trennen.
Rost hat er noch keinen und der Unterboden ist abgesehen von einem kleinen Loch, das ich selber hineingebohrt habe um eine übelriechende Milchüberschwemmung auszuspülen, noch perfekt.
Im Vergleich zum 190er Mercedes gleichen Baujahrs meines Freundes steht mein Wagen allemal besser da.
Und auch daran, eine Taschenlampe für Neumondnächte mitzunehmen, kann man sich gewöhnen.
In diesem Sinne ein Lob an den tapferen Leser und bis zum nächsten Bericht
ein Testbericht von ac_mofa2002-08-24 21:01:30vom 24.08.2002Empfehlung: ja
Hi Leute!
Alle Jugendlichen fiebern dem 18. Geburtstag entgegen und die damit verbundenen Veränderungen im Leben! Man darf endlich den Führerschein machen und ein Auto umherkutschieren!
Am Anfang fährt man meisten mit dem Auto der Eltern, denn ein Eigenes kann man sich oft nicht gleich leisten! Doch man spart und spart und endlich ist der Tag gekommen, an dem man sich sein erstes eigenes Auto kauft!
Okay am Anfang ist es nicht immer gleich der Traumwagen, doch man kann sich ja auch erst mal mit etwas kleinerem begnügen!
So war das auch bei
mir! Ich wollte schon immer einen Golf II haben, doch das erste Jahr "quälte" ich mich mit meinem Fiat Panda ab. Ein sehr zuverlässiges Auto muss ich dazusagen, doch mit nur 34PS entschieden zu langsam!
Mit 19 kaufte ich ihn mir dann endlich: MEINEN Golf II!
Er verfügt zusätzlich noch über ein Schiebedach, einen höherverstellbaren Fahrersitz, Kotflügelverbreiterungen und diverse andere kleine Extras.
Die Probefahrt wurde gleich mit 5 Leuten gemacht und zeigte, das der Golf ein sehr geräumiges Fahrzeug, auch für größere Menschen geeignet, ist.
Beim Kauf schreckte mich der sehr hohe km- Stand von 179.000 km ein wenig ab, doch es war ein neues Getriebe und ein neuer Motor ( Laufleistung etwa 20.000km ) eingebaut.
Doch für 2.500 DM sagte ich nicht nein und kaufte ihn mir.
Der Wagen konnte natürlich nicht in seinem Urzustand bleiben und wurde ein wenig modifiziert!
Als erstes wurde der Wagen natürlich um 60/40 tiefergelegt, und ich verabschiedete mich von den 14" Stahlfelgen und montierte 15" Alus mit 195/50 Bereifung drauf. Das machte den Wagen doch schon ein wenig windschnittiger und auch von der Optik sahs schon wesentlich besser aus als vorher!
Die Tieferlegung empfehle ich übrigens allen Autofahrern, denn die Autos liegen wesentlich ruhiger auf der Strasse und Kurven sind deutlich angenehmer zu durchfahren.
Als nächstes wurden die orangenen Blinker in Schwarze umgetauscht, dann kamen komplett schwarze Rückleuchten, der böse Blick und zusätzlich tönte ich noch die hinteren Seitenscheiben und die Heckscheibe mit schwarzer Tönungsfolie.
Das Standartradio und die Standartboxen wurden natürlich auch ausgetauscht und so wurde ein Sony Radio mit 10-fach Wechsel und 2 3-Wege Magnat mit je 200 Watt eingebaut! Denn das Ohr fährt ja bekanntlich mit *g*
Jetzt entsprach das Auto meiner ungefähren Vorstellung und ich beendete meine Arbeiten an meinem Kfz.
Nach knapp einer Woche war das Fahrvergnügen auch schon fast zu Ende! Auf einer Fahrt nach Köln brach auf der Autobahn aus bisher unerklärlichen Gründen die Motoraufhängung und der nun fast lose Motor zerknickte ein Kühlrohr, so dass das ganze Kühlwasser sich auf der Autobahn verteilte. Die Reparatur kostete mich gar nix ( da ich das beim Vorbesitzer beanstandete ), aber ihn kostete das glaub ich 500 DM.
Naja da der Wagen halt ein Gebrauchter ist, vielen halt in den 1,5 Jahren in dem ich den Wagen jetzt schon besitze weitere Reparaturen an. Neue Bremsscheiben und Bremsbelege, dann ein neuer Auspuff und vor kurzem wurde der Wärmetauscher ausgewechselt, auf den es aber noch Garantie gab!!!
Aber ich denke an jedem Auto gibt es Verschleißteile die ausgebessert werden müssen!
Mittlerweile hat er schon 195.000km runter, aber er läuft und läuft und läuft! Ich hoffe ich kann ihn noch weitere Jahre fahren, denn ich denke nicht, das der TÜV im Sommer etwas zu beanstanden hat und wenn dann wird es halt ausgebessert.
Mein Fazit vom Golf II:
*°*°*°*°*°*°*°*&d eg;*°*°*°*
Also alles in allem bin ich mit dem Golf sehr zufrieden! Was mich ein bisschen stört ist, das er bei meiner Fahrweise knapp 10,5 Liter auf 100 Kilometer verbraucht! Gut ich denke man kann ihn auch mit 7 bis 8 Litern fahren, aber wo bleibt denn dann der Fahrspaß???
Das Platzangebot ist wie gesagt sehr groß, und auch voll beladen hat der 90 PS starke Golf noch einen guten Anzug. Der Kofferraum ist sehr groß ( mehrer Bierkisten und ein paar Einkaufstüten passen schon hinein ) und wenn man mal außerplanmäßig im Auto schlafen muss, bieten die Sitze einen guten Schlafkomfort!
Was ich gut finde ist, das es für den Golf II und allgemein für VW ein großes Tuningangebot gibt, was genau wie die Ersatzteile ein nicht allzu großes Loch im Geldbeutel hinterlässt.
Was ich dagegen nicht so gut finde, ist die Tatsache, das Steuern und Versicherung den Besitz eines Golf II fast unerschwinglich machen! Egal ob als Erst- oder Zweitwagen ist er viel zu teuer in der Unterhaltung!
Aber ich finde jeder sollte mal einen Golf II gefahren haben, denn irgendwie ist er ja schon KULT!
ein Testbericht von Evil_Duke2002-05-04 19:15:57vom 04.05.2002Empfehlung: ja
Der 01.10.2001 war für mich der größte Tag in meinem Leben. An diesem historischen Datum habe ich meinen Autoführerschein bekommen. Endlich, ein Kindheitstraum ging in Erfüllung. Es war früh am Morgen, als ich die Pappe bekam. Und das erste, was ich machte war, dass ich nach Hause fuhr und mich in mein Auto setzte und in die Schule fuhr.
Dieses besagte Auto ist ein "Volkswagen Golf II CL" aus dem Jahre 1992. Es ist also einer der letzten 2er Golfs überhaupt.
Früher habe ich VW gehasst, weil es für mich ein Jedermann-Auto
war, doch heute bin ich VW-Fan und fahre meinen kleinen Schatz mit Begeisterung. Vielleicht wird der eine oder andere von euch auch noch ein VW-Freund - da kann man nichts falsch machen!
--allgemeine Informationen / Daten--
Mein Golf II ist ein CL. Ich nenne es immer die Holzklasse, denn Sonderausstattung hat er nicht. Und viele PS hat er auch nicht. Gerade einmal 55 Pferdestärken beschleunigen den kleinen Flitzer in nur 13,4 Sek von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei satten 170 km/h, obwohl nur 152 km/h im Fahrzeugbrief stehen - sehr komisch! Die Abmessung sind auch sehr kompakt: (Länge x Breite x Höhe) 3.985cm x 1.665cm x 1.415cm.
Leicht ist er auch noch, denn mit 885kg ist er nun wirklich nicht schwer.
--Aussehen--
Das Design war eigentlich ursprünglich für den Trabant gedacht, da aber die damalige Regierung der DDR meinte, dass der Bürger der ostdeutschen Republik kein cooles Aussehen für ein Auto braucht, wurde es in den Westen verkauft und schmückte von da an den Golf!
Mein Auto ist grau-metallic. Wie es sich für einen "CL" gehört, hat er keine Nebelscheinwerfer. Die bekommt man erst beim normalen Golf dazu. Ansonsten ist er schlicht gehalten. Fällt nicht sonderlich auf, aber jeder kennt ihn, denn er ist recht eckig für ein Auto. Aerodynamaik ist so fast nicht möglich.
--Ausstattung--
Wie auch beim Äußeren ist auch der Innenraum sehr schlicht gehalten. Weniger geht fast gar nicht. Obwohl er doch recht klein ist, haben 5 Personen locker Platz. Nicht wie im "Citroen Saxo" - da kann man sich hinten fast gar nicht bewegen.
Anstelle eines Drehzahlmessers hat er eine bescheuerte Uhr (das ist das einzige, was mich aufregt). Insgesamt muss man sagen, dass er keine unnützen Schnörkel hat, aber trotzdem alle nötigen Funktionen hat, die man zum Autofahren braucht!
Die Sitze sind aus normalen Stoff, grau und sehr bequem! Der "Himmel" ist etwas billig, denn er hat so ein komisches gepunktetes Muster.
Obwohl er einfach ausgestattet ist, gibt es bei der Verarbeitung nichts zu meckern. Alles vom Feinsten. Da ist nichts billig angeklebt!
--Fahrgefühl--
Da der Fahrer ausreichend Platz im Fußbereich hat, kann man eigentlich keinen Krampf oder sontiges bekommen. Jedenfalls ist das mir noch nicht passiert.
Das Auto habe ich mit 47.001 km bekommen und jetzt hat er schon mehr als 58.000 km runter. 11.000 gefahrene Kilometer, in nur 4 Monaten, sind für mich sehr viel.
Da er nur 55 PS hat, kann man natürlich nicht die Beschleunigung in Porsche-Manier verlangen, aber einen Opel hänge ich locker ab (das wollte ich doch jetzt gar nicht schreiben, aber es kam so heraus). Er neigt bei höheren Geschwindigkeite etwas zum Übersteueren, aber das kann man leicht beheben.
Am liebsten fahre ich aber auf der Autobahn mit dem Golf, denn da kommt die Golf-Power richtig zum Vorschein. wie ich schon erwähnte habe ich satte 175 km/h mit einer 1,3l-Maschnine geschafft. Das habe ich aber nicht lange gemacht, denn das kann einfach nicht gut für den Motor sein.
Die Lenkung lässt sich leicht betätigen, genau wie Kupplung und Gas. Die Bremse ist nicht die Beste, aber sie reicht aus. Natürlich hat er weder Servo-Lenkung noch ABS.
Es macht einfach nur Spaß!
--Verbrauch--
Man kann entweder Normal-Benzin oder Super bleifrei tanken. Bei Super bekommt man noch einmal 3-4 PS mehr, da die Octanzahl höher ist und er somit ruhiger läuft. Im Winter würde ich jedoch Normal-Benzin empfehlen, da man da nicht so schnell fährt und das Geld somit aus dem Auspuff fliegen würde.
Mit einer Tankfüllung (ca. 50 Liter) kommt man gut 560km weit. Mein bester Verbarauch lag einmal bei 7,6 l/100km und mein schlechtester bei 8,9 l/100km,aber da habe ich ihn aber richtig gescheucht!
--Tuning--
Der Golf ist mit Abstand das beste Auto für Tuner, denn da kann man wirklich alles machen, da das Auto nicht sehr kompliziert aufgebaut ist und alles leicht verständlich. Da ich kein Kfz-Meister bin, kann ich auch nicht über Motor-Tuning oder sonstiges technisches Tunen reden, da ich von so etwas keine Ahnung habe. Jedoch habe ich noch viel zu tun, denn am 28. Juni 2002 gehts ab noch Wolfsburg zum VW-Treffen und da will ich mich ja nicht blamieren. Also kommt er noch etwas tiefer, bekommt einen "bösen Blick", schwarze Rücklichter und neue Nebelscheinwerfer für die Front.
Die Teile dafür bekommt man überall her. Ich kaufe nur noch bei eBay ein, denn da gibt es eine riesige Auswahl für kleine Preise!
--Der billige Psychologe--
Habt ihr einmal Stress in der Schule oder auf Arbeit? Nervt die Freundin wieder einmal? Kein Problem, wenn ein Golf in der Garage steht. Einfach reinsetzten und die Musik laut aufdrehen. Dann eine leere Strecke suchen (am besten eine Autobahn) und richtig aufs Gas drücke. Ich weiß, dass das kein guter Rat ist, aber mir hift es immer. Auch wenn ich nur 60km nur so zum Spaß herumfahre. Es hilft. Aber bitte gefährdet keine anderen Personen oder Insassen, denn das muss wirklich nicht sein!
--Fazit--
Der Golf II CL ist für jeden etwas. Auch für Leute, die keinen großen Geldbeutel zur Verfügung haben, denn die Unterhaltungskosten sind nicht hoch. Das Fahrgefühl ist typisch für VW. Und man kann ihn gut und gerne 200.000 km fahren!
Lange Rede, kurzer Sinn! Ein klasse Auto!
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ein Testbericht von red.muh2002-04-07 10:50:39vom 07.04.2002Empfehlung: ja
Meinen roten Golf I Diesel fahre ich nun seit fast 2 Jahren und bin bisher relativ zufrieden gewesen – immerhin ist das Auto schon 20 Jahre (Baujahr 1982) alt!
Ich habe den Golf von meinem Opa bekommen, der ihn sehr gepflegt hat: Garagenwagen, regelmäßige Inspektion mit allen nötigen Reparaturen und nur 180.000 km gefahren.
Zuerst war ich allerdings etwas skeptisch, denn für mich waren die 55 PS unterm Hintern schon was anderes als bei meinem vorigen Auto, das mit seinen 103 PS fast 190 km/h gefahren ist. Der Golf ist weniger spritzig
und vom Fahrgefühl nicht allzu komfortabel. Die eingetragene Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h möchte ich lieber nicht austesten, denn bei 120 km/h hat der Motor den Geräuschen nach zu urteilen schon ziemlich gut zu tun...
Überzeugt hat mich der Verbrauch – zum einen ist Diesel ja immer noch günstiger als Benzin und bei etwa 6 Litern auf 100 km kann ich gut mit den neuen Kleinwagen mithalten. Hinsichtlich Steuern und Versicherung bekommt der Golf aber einen klaren Minuspunkt von mir: Jährlich sind fast EUR 600,-- Kfz-Steuer fällig, so daß sich dieses Auto nur für Vielfahrer wirklich rechnet. Die jährliche Versicherungsprämie beträgt bei 85 % auch nochmal etwa EUR 600,-- (ohne Kasko).
Bis auf ein paar kleine Reparaturen hatte ich bisher keine größeren Probleme mit dem Golf. Der Motor läuft zwar sehr laut (oder ist da doch was kaputt?!), aber kleinere Strecken kann man ganz gut fahren. Nach einer Langstrecke von einigen hundert Kilometern dröhnen einem aber am Ende der Fahrt ganz schön die Ohren! Vorsichtig bin ich inzwischen bei Kurzstrecken, weil die Batterie das nicht gerne hat.
Die Fahreigenschaften sind zufriedenstellend: Meiner Meinung nach liegt er nicht besonders gut in der Kurve, da sind ihm andere Autos um Einiges voraus. Die Beschleunigung ist wirklich nicht die beste, ich überlege mindestens zweimal, ob ich wirklich überhole oder über orange Ampeln fahre!
Das Platzangebot ist okay, man kann schon einiges transportieren (bereits mehrfach auf IKEA-Tauglichkeit getestet...). Negativ fällt mir aber immer wieder der Kofferraum auf, weil der „Einstieg“ sehr hoch ist, so daß man schwere Gegenstände nur ziemlich kompliziert hereinheben kann.
Die Wintertauglichkeit ist nur ausreichend, denn bei Minusgraden funktioniert die Zündung nicht besonders gut. Und bis die Heizung warm ist, dauert es gut und gerne 15 Minuten...
Aber trotzdem ist er irgendwie liebenswert und hat in gewisser Weise doch schon einen Kultstatus :)
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ein Testbericht von new_siveritas2002-03-08 16:31:54vom 08.03.2002Empfehlung: ja
Achtung: Das war mein Allererster Bericht, den ich nun noch mal frisiert habe. Wenn die Umbrüche also manchmal n bisschen komisch sind, wundert Euch nicht:
Hört ihr, wie es durch den Prenzlauer Berg - und manchmal auch durch Kiel-Elmschenhagen - tuckert und röhrt. Wie ein leichter Duft von Frittenöl durch die Gegend wabert? Leute, holt die Kinder rein und das Oropax raus: Siveritas is unterwegs, mit sein FrittenölPorsche. Das ich mein Wägelchen nun auch mit Pflanzenöl betreibe,erwähnte ich ja bereits.
Mein Golf II CL Diesel (Baujahr 85) hat jetzt 320.000
Kilometer gelaufen- mit dem ersten Motor! Etwa 130.000 davon gehen auf mein Konto, seit ich ihn 1993 zu Beginn meines Studiums von meinem Daddy übernahm. Die Kiste ist ein echter Wanderpokal, allerdings, was die Hauptnutzer angeht, innerhalb der Family: erst meine Ma, dann mein Vater und dann meine Wenigkeit.
Größere Probleme habe ich mit dem Auto noch nie gehabt.
Der Verbrauch beträgt bei einigermaßen vernünftiger Fahrweise gerade mal ca. 6 Liter auf 100 Kilometer - und dass bei einem 15 Jahre alten Motor. In Zeiten steigender Spritpreise für mich ein wichtiges Kriterium. Wenn ich Pflanzenöl "tanke" ist der Verbrauch sogar etwas niedriger.
Auf dem Nürburgring sollte ich mit der Kiste vielleicht nicht starten: 140 sind das höchste der Gefühle, das reicht gerade, um n Laster zu überholen und schnell wieder nach rechts zu fahren, bevor der nächste Bi Em Dabbelju mit dauerblinkerlinks angepest kommt. 40 kw hat das Teil - nich gerade viel, aber mir reichts.
Auch die Karosserie kann sich bis auf ein Paar Roststellen noch sehen lassen. Auch wenn man für einen gebrauchten Golf Diesel vielleicht etwas mehr hinlegt als für einen Benzinschlucker mit großem Durst - die Anschaffung lohnt sich! Das einzige Manko ist das laute - und mit den Jahren nicht leiser gewordene - Fahrgeräusch. Doch auf so mancher Heimfahrt nach Kiel, auf so mancher Chorfahrt, was mir - und nicht nur mir - mein Golf ein treuer Begleiter. Möge es nóch eine Zeitlang so bleiben!
update: Den Wagen hab ich nicht mehr. Er hatte immer mehr Startschwierigkeiten, und eine Finanzspritze meiner Eltern tat ihr übriges. So erfüllte ich mir den Langgehegten Wunsch nach einem Käfer (siehe Bericht), und der Golf wurde für den symbolischen Preis von einem Euro verkauft.
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