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VW Passat Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Der Bürgermeister - FSI oder TDI?
ein Testbericht von Overknees2007-04-28 22:54:23vom 28.04.2007Empfehlung: ja
Vorteile: + drehmomentstarker TDI
+ gutes Preis-/Leistungsverhältnis
+ gute Serienausstattung
+ preiswertes Business-Paket...Nachteile/Kritik: - schwachbrüstige FSI-Motoren
- schlechtes Normalfahrwerk
- TDI-Motoren ohne Laufkultur
- billige Materialanmutung (Trendline)
Der Bericht stammt in seinen Grundzügen schon aus dem jahr 2005. Jetzt, im April 2007 gibt es ein ausführliches Update.
Es finden sich die ersten Langzeiterfahrungen, ein Vergleich und eine Bewertung der Ausstattungsvarianten, dazu noch eine Ergänzung zu den jetzt lieferbaren Motor- und Getriebevarianten.
Für die, die keine Romane mögen, hier eine Kurzbewertung:
Karosserie:
+ brauchbare Platzverhältnisse vorn wie hinten
+ großer Kofferraum
- sehr mäßige (Trendline) bis
+ wirklich gute (Highline) Qualitätsanmutung
Fahrkomfort:
+ auch mit Sportfahrwerk noch guter Fahrkomfort
- Stuckerneigung der Vorderachse (weitgehend behoben ab Baujahr 2006)
- Normalfahrwerk neigt zum Nachschwingen
+ niedriges Geräuschniveau
O akzeptable (Trendline) bis
+ wirklich gute (Highline) Sitze
Antrieb:
- schwachbrüstig und dröhnig (1.6 FSI)
+ kraftvoll und ruppig (2.0 TDI)
O etwas teigige Schaltung
- wenig Antriebsharmonie
Sicherheit:
+ sehr gute Sicherheitsausstattung
+ standfeste Bremsen ohne Fading
- spürbare Seitenwindempfindlichkeit (geringer mit Sportfahrwerk)
Umwelt:
- zu hoher (FSI) bzw.
+ angemessen niedriger (TDI) Verbrauch
O Partikelfilter gegen Aufpreis (und dann nur veralteter 2-Ventil-Motor)
+ EU4 schadstoffarm
Kosten:
+ im Vergleich günstiger Anschaffungspreis
O noch erträglicher Wertverlust
+ niedrige (FSI) bis
- happige (TDI) Werkstattkosten
+ geringer (FSI) bzw.
- heftiger (TDI) Reifenverschleiß
Kleine Historie
Schon vor dem Golf war der Passat Anfang der 70ziger Jahre des vorigen Jahrhunderts Volkswagens erstes Modell, das die käferbedingte Heckmotorbauart in den Ruhestand schickte.
Damals diente allerdings der Audi 80 als Aggregatespender, Motoren und Achsen stammten aus Neckarsulmer bzw. Ingolstädter Entwicklung.
Man startete bescheiden, 50 PS aus 1.1 Litern Hubraum bildeten die Basis-Motorisierung (die damals neu entwickelte Motorbaureihe EA111, mit Querstromzylinderkopf sehr modern, eine VW-Entwicklung, die bis heute in Grundzügen vielen Motoren des VW-Konzern bis 1.6 Liter Hubraum zugrunde liegt), über 1.6 Liter (EA 827, Audi-Entwicklung, auch heute noch Basis für so manchen Motor im Konzern) mit 75 PS ging es hinauf bis zur 85 PS Spitzenmotorisierung. Nach dem Golf bekam auch der Passat den 1.5l Diesel mit 50 PS im Jahr 1977, damit war eine neue Generation sparsamer Selbstzünder geboren.
Von Anfang an verkaufte sich auch die Kombi-Version Variant recht gut, obwohl Kombis damals noch absolut nichts mit Lifestyle zu tun hatten und als reine Nutzgefährte galten.
Die erste Passat Baureihe erfuhr 1978 ein Facelift, das Kunststoff- statt der Chromstoßfänger brachte und den Innenraum wohnlicher machte.
Der Modellwechsel im Jahr 1980 brachte in erster Linie mehr Platz, der Passat war in allen Dimensionen gewachsen. Aus dem Audi-Baukasten stammten auch jetzt die Highlights.
Für sparsame Zeitgenossen mit Anspruch an brauchbare Fahrleistungen gab es erstmals den 70 PS starken Turbodiesel, betuchtere Zeitgenossen konnten gar 5-Zylinder Benziner mit wunderbar grolligem Klang ordern, die ebenso wie der bei VW Synchro genannte Allradantrieb ein direktes Audi-Erbe waren.
Mit dieser Passat Generation hielten auch erstmals Sondermodelle in die Baureihe Einzug, mit dem Passat Athena begann eine bis heute fortgesetzte Tradition.
Gnadenloser Flop wurde in Deutschland der „Santana“ genannte Stufenheck-Passat, der allerdings später in China zum begehrten Status-Symbol wurde, allerdings aus chinesischer Fertigung.
Die 1987 debütierende Nachfolgegeneration verabschiedete sich erstmals von Audi als plattformgeschwister, der Passat bekam nun quer eingebaute Motoren. Und teilte sich dementsprechend die meisten Aggregate mit dem Golf, so beispielsweise den ersten Turbodiesel mit Ladeluftkühler und 80 PS (dauernd kaputt) oder den neuen Saugdiesel mit jetzt
1.9 Liter Hubraum und satten 64 PS.
Optisch war der Passat dieser Jahre eine schwer traurige Lösung, es gab keinen Kühlergrill, die Motoren mußten sich ihre Ansaugluft durch ein vergrößertes VW-Zeichen in der Mitte der geschlossenen Frontmaske saugen.
Aber technisch gab es doch auch bemerkenswerte Aufrüstung. So kam der 2.0 Liter Motor, der als Zweiventiler mit 115 PS ein braver Zieher war und eher die Charakteristik eines Kaltbluts aufwies, mit Vierventilkopf und 136 PS zu ungeahnter Kraft.
Vollends in die nächstgrößere und bis dahin von VW nicht besetzte Klasse zielte der Sechszylinder-Passat VR6, eine zu Anfang etwas unglückliche VW-Eigenentwicklung, die aus einer Kombination von V- und Reihenmotor (daher die Typbezeichnung VR) ein sehr kompaktes Aggregat, tauglich für den Quereinbau im Fronttriebler, möglich machte.
Ein wenig unglücklich deshalb, weil die erste VR-Generation noch an konstruktionsbedingten Schwächen litt. Deren spürbarste war der vergleichsweise hohe Verbrauch, die unangenehmste und teuerste Schwäche waren zerbröselnde Zylinderkopfdichtungen wegen Wärmenestern im V des Kopfes.
Das traurige Gesicht dieser Passat-Generation verschwand mit dem Facelift 1992/93, der Passat des Typs 32B bekam wieder einen konventionellen Kühlergrill und damit ein Gesicht.
Auch innen wurde nachgelegt, die ersten Anzeichen von Premium waren jetzt im bürgerlichen Passat nicht mehr zu übersehen.
Motorseitig gab es, wieder einmal von Audi entwickelt, mit dem Einzug der ersten TDI-Generation (1.9 Liter, 90 PS) wieder einmal eine bis dato nicht gekannte Verbindung von Leistungsfähigkeit und Sparsamkeit. Allerdings hatte der Passat, zumindest bei entschlossenem Zugriff auf die Aufpreisliste, den Rahmen des Bürgerlichen schon hinter sich gelassen.
Im Jahr 1996 erblickte dann der Passat der Baureihe B6 das Licht der Autowelt. Liebe Schreiberlinge von Autobild: ihr habt doch genau wie ich auch Zugriff auf das Volkswagen Archiv. Dort könnt Ihr im Zweifel nachlesen, daß der Passat ab 1996 B6 hieß, die gerade vorgestellte Generation heißt C3. Morgen, die Herren!
Hier war erstmals schon bei der Entwicklung die Parole „Premium“ ausgegeben worden, für den Kunden wurde dieser Anspruch auch sicht- und fühlbar dokumentiert.
Zu einer Zeit, als beispielsweise Mercedes gerade den Rückwärtsgang in Sachen Qualität eingelegt hatte, preschte VW stark nach vorne und setze mit dem Golf und Passat der jeweils vierten Generation den Qualitätsbenchmark in der jeweiligen Klasse neu.
Zum ersten Mal in der Geschichte der Baureihe war auch die Passat Limousine einigermaßen ansehlich geraten, was auf dem deutschen Markt an der absoluten Dominanz des Variant aber nichts ändern konnte.
Auf den Exportmärkten, gerade z.B. in den USA und Mittelamerika sieht das ganz anders aus, hier wurde die Limousine zum bescheidenen Erfolg mit hohem Prestigewert.
Technisch gewann der Passat der vierten Generation vor allem bei den Top-Motoren wieder dazu, Grund waren die souveränen Audi-Motoren der V6 Modelle, als Benziner und Diesel zu bekommen. Dazu kamen ganze Generationen von TDI, bis hin zum Rußpartikelgefilterten PumpeDüse-Motor gab es diverse Varianten für den Passat.
Einen sagenhaften Flop landete man in Wolfsburg (Entwicklung) und Emden (traditionell das Werk der Passat-Fertigung) jedoch mit dem Passat W8. Die Volkswagen-Eigenentwicklung eines Achtzylindermotors, ähnlich aufgebaut wie das W12 Aggregat von Phaeton und Audi A8, konnte absolut nicht überzeugen.
Nicht mal beim Klang gab es Achtzylindergefühle, dazu fühlte sich der aufwendige Motor im Fahrbetrieb saft- und kraftlos an.
Die Kunden akzeptierten in der Passat-Klasse auch nicht die dafür aufgerufenen Preise, die Verbreitung des Passat W8 beschränkte sich im Grunde nur auf Vorführwagen bei großen Händlern bzw. auf Werksdienstwagen.
Bis zuletzt wurde die vierte Generation des Passat recht ordentlich verkauft, wobei es aber in der absoluten Mehrheit Firmenkunden waren, die Passat kauften, als Familienauto war auch die vierte Generation schon wenig gefragt... den meisten schlicht zu teuer.
Das aktuelle Modell
Das Lastenheft der VW-Entwickler war prall gefüllt. So sollte die fünfte Generation in allen Belangen besser werden, mehr Platz bieten, weniger verbrauchen... durfte aber auch nicht teurer werden und mußte sich mit anderen Konzernautos Komponenten teilen.
Der Weg zurück zur Quermotortechnik und damit zurück zu den Motoren, Getrieben und Achsen der Golf-Plattform schaffte schon ein Stückchen des begehrten größeren Innenraum.
Aber natürlich fielen damit auch wieder die V6-Motoren von Audi flach, der 90 Grad V-Motor ist nicht quer unterzubringen. So gibt es später im Passat einen V6 mit 3.2 Liter Hubraum und 250 PS zu kaufen, der in seinen Grundzügen ein Erbe des ersten VR6 von 1989 ist.
Bevor wir aber zur Technik kommen, sehen wir uns das neue Modell mal näher an.
Mir standen schon vor Verkaufsstart zwei Modelle des aktuellen Passat zur Verfügung, ein Basismodell, Trendline genannt mit 1.6 Liter FSI Benzindirekteinspritzer und 115 PS (der 102 PS Einstiegsmotor mit Saugrohreinspritzung kam erst im Sommer 2005) und ein satt ausgestattetes Spitzenmodell, im VW Jargon „Highline“ genannt, mit dem bereits aus dem Golf V bekannten Pumpe-Düse Vierventil Diesel und 140 PS.
Optik
Beide Autos nebeneinander gestellt zeigen sehr deutlich, was ein paar Kleinigkeiten wie Felgen und Fahrzeughöhe für einen grundverschiedenen Eindruck hinterlassen können.
Sieht der Trendline in silber, mit serienmäßiger Bereifung und Normalfahrwerk einfach nur schmal und hochbeinig aus, macht der Highline mit optionaler 17“ Bereifung und in dunklem Metallicblau gleich einen extrem viel höherwertigeren Eindruck.
Unbedarfte Zeitgenossen sind geneigt, beide Autos nicht der gleichen Baureihe zuzuordnen, so groß ist der optische Unterschied.
Schaut man sich die Karosserie aus der Nähe an, so muß man den VW Leuten wieder attestieren, sehr saubere Arbeit geleistet zu haben, die Spaltmaße sind eng, die Übergänge von Kunststoffen in Blech sauber gelöst, die Scheinwerfer und besonders die Rückleuchten machen einen aufwendigen und edlen Eindruck.
Störend wirken nur die Proportionen, die das Auto seitlich zeigt. Von vorn und hinten betrachtet zeigt der Passat harmonische und saubere Linien, die Seitenansicht leidet, insbesondere beim 16“ bereiften Trendline unter einer extrem speckigen Hüfte und einem im Verhältnis zur Außenlänge kleinen Radstand. Wie man so etwas eleganter kaschiert, das zeigt beispielsweise Peugeot mit dem 407, der im Grunde ebenso unglücklich proportioniert ist.
Ist die neue Front gelungen, stimmen die Proportionen des Hecks mit den Phaeton Anleihen... spätestens bei der Seitenansicht ist man sehr sehr geneigt, Wolfgang Bernhard, dem neuen VW-Markenvorstand, zuzustimmen und dem Team um den hochgelobten (und wie Bernhard Ex-Mercedes-Mann) Chefdesigner Murat Günak ein Nachsitzen zu verordnen.
Die Designer haben eins klar versäumt: Begehrlichkeiten wecken. VW wird sich jedenfalls mit einem dermaßen unemotionalen Design keinen Käufer zurück holen, der zu Audi, BMW oder Mercedes abgewandert war.
Erste Chance vertan.
Der Innenraum
Die Platzverhältnisse
Zugegeben, die Erwartungen waren sehr hoch bei uns. Der letzten Passat Generation haben nur wenige Leute zu wenig Platz vorgeworfen, also erwartet man beim Nachfolger, der gerade in Bezug auf den nutzbaren Innenraum gewachsen sein soll, einen sicht- und spürbaren Fortschritt.
Erster Eindruck: Pustekuchen!
Auch bisher hatte der Passat schon gut Platz für vier Passagiere, dazu einen brauchbaren Kofferraum.
Aber gefühlsmäßig hat sich außer beim Kofferraum (wo jetzt allerdings der Raum unter dem Boden, der vormals für das Reserverad gedacht war, mitgemessen wird) nicht viel getan.
Die technischen Vorteile (dazu später mehr) des längs eingebauten Motors für nicht spürbare Zentimeter aufgeben... ob das so klug war?
Der Passat bleibt wie bisher: großzügig, aber nicht üppig geschnitten. Andererseits hat keiner der Mitbewerber wirklich mehr Platz zu bieten.
Der auf Knopfdruck öffnende Kofferraumdeckel mag zwar praktisch sein, aber als zwingendes Kaufargument kommt er einem auch nicht in den Sinn.
Vielleicht schafft das unser nächstes Kriterium.
Material – Haptik - Verarbeitung
Hier kommt dem geneigten Tester, angesichts der beiden Extreme der Testfahrzeuge, spontan Goethes Faust in den Sinn.
Wo bei Doktor Faust zwei Herzen in der Brust schlagen, so zeigen sich hier auch innen zwei schon vom Charakter her ganz verschiedene Fahrzeuge.
Im Trendline, mit grauen Bezügen und ebensolchem Armaturenbrettunterteil und Mittelkonsole kommt spontan die Erinnerung an die freudlose Atmosphäre von Regionalzügen der Deutschen Bahn hoch, allerdings in den Zeiten, als der erste Passat das Licht der Welt erblickte.
Alles wirkt trist, und, schlimmer noch, schlicht billig. Ich bin mir sicher, das Volkswagen nicht die billigsten Kunststoffe verwendet... aber im Trendline wirken sie so. Ein wenig Linderung schafft die schwarze Ausführung, das bedeutet wenigstens den Aufstieg von der Holz- in die 2. Klasse Bahn.
Da reißen auch ein paar kleine Chromapplikationen und die sauber gezeichneten und übersichtlichen Instrumente nichts raus.
Atmosphäre ärmlich, gegenüber der letzten Passat Generation spürbarer Rückschritt.
Hat VW also völlig verwachst?
Kann man so nicht sagen. Der Highline, zugegebenermaßen auch in einer anderen Preisliga antretend, kann die Passat-Ehre zwar nicht gänzlich retten, aber doch vor dem Absturz bewahren.
Im zwar auch hellen Innenraum des Highline kommt auf Anhieb eine ganz andere Atmosphäre auf. Der Autor ist zwar bekennender Gegner von Holz im Auto, die hier gezeigte Kombination von Makassarholz im Streifen oben am Armaturenbrett und an der Mittelkonsole ist sicher auch kein Glanzstück der Designkunst, aber es macht aus einer freudlosen Bahnhofshalle doch einen bewohnbaren Raum.
Auch die Kleinigkeiten wie die Belederung der im Auto anzufassenden Teile (Lenkradkranz, Schaltknauf) schaffen einen echten Klassenunterschied. Faßt sich das Trendline Lenkrad im warmen Zustand noch an wie Lakritze, liegt das Dreispeichen-Lederlenkrad des Highline gut in der Hand. Wenngleich es schlicht häßlich ist.
Grob gesagt muß man festhalten, daß Kunden, die im Auto ein Stück weit Wohlfühlfaktor erleben wollen, nur zu Sportline und Highline greifen sollten.
In Trend- und Comfortline macht der Innenraum ansonsten einen extrem freudlosen Eindruck.
Bedienung
VW bleibt hier dem mit dem Golf V eingeführten Schema treu.
In den beiden Testfahrzeugen sind ganz verschiedene Ausstattungen verbaut, im Trendline ist das Nötigste an Bord, der Highline glänzt durch weitgehende Vollausstattung.
Und trotz Vollausstattung ergeben sich keinerlei Bedienrätsel, selbst die optionale Navigation ist sauber und logisch bedienbar.
Ob die jetzt elektrisch betätigte Parkbremse tatsächlich nötig ist, sei dahingestellt. Die Funktion ist jedenfalls einwandfrei, der optionale „Auto-Hold-Funktion“ (Rückrollsperre an Steigungen beim Anfahren) hat sogar einen Extra-Knopf neben dem Schalthebel bekommen, wobei man sich fragt, wofür so etwas abschaltbar sein muß. Praktisch ist es jedenfalls,
Hersteller wie Subaru statten ihre Fahrzeuge allerdings seit Jahren damit aus, ohne deswegen in ähnliche Euphorie wie Volkswagen auszubrechen. Der dafür geforderte Aufpreis von nur 50 Euro erscheint allerdings für VW-Verhältnisse extrem human.
Sitze
Und weiter geht es mit der Zweiklassengesellschaft beim Passat.
Man kann nicht behaupten, die Sitze in der Basisausstattung Trendline seien wirklich schlecht.
Sie fühlen sich aber so an, hat man einmal im Sportgestühl des Highline Platz genommen.
Die Sitze des Comfortlines haben wir nur kurz erleben und nicht fahren können, sie können aber schon ein Argument sein, der Basis Trendline den Rücken zu kehren.
Unser Highline Testwagen vereinigte alle aufpreispflichtigen Goodies rund um den Sitz, von der Beheizung bis zur elektrischen 12-Wege Verstellung inklusive Memory für Sitzposition und Außenspiegel. Der dafür geforderte Mehrpreis von 870,- Euro erscheint im Vergleich zu Audi, BMW und Mercedes extrem niedrig und ist uns eine 100%tige Empfehlung wert.
Hier „paßt“ alles, Sitzposition, Verstellbarkeit und Seitenhalt. Vermissen wird der Perfektionist lediglich eine Verstellung der Sitzkissenlänge und der Seitenwangen... bei den aufgerufenen Preisen aber mit Sicherheit nicht auch noch drin.
Auf der Rückbank gibt es neben den schon angesprochenen ordentlichen Platzverhältnissen auch eine angenehme Sitzposition mit brauchbarer Sitztiefe und eine auch langstreckentaugliche Ausformung der beiden äußeren Plätze.
Aber auch im Fond zeigt sich ein Klassenunterschied zwischen Trendline und Highline, nicht allein durch die Materialien bedingt, die Highline Rückbank ist auch besser gepolstert.
Die Technik
Hier hat VW einfach nur in den Baukasten gegriffen und dem Passat in vielen Bereichen Technik aus dem Golf spendiert.
So entspricht die Konstruktion des Antriebs mit quer eingebautem Motor, daran angeblockten Getrieben auf einem Fahrschemel, der Vierlenker-Achse, der jetzt elektrisch beaufschlagten Servolenkung und der Bremsanlage im Grunde exakt der des Golf.
Natürlich hört man diese Formulierung bei VW gar nicht gerne, man möchte den Passat auch technisch eine Klasse höher positionieren.
Das wird aber allein die elektrische Parkbremse nicht ergeben... zu wenig technische Eigenheit dokumentiert der Passat.
Die Motoren
Hier begegnen wir auch aus Golf & Co. altvertrauten Begleitern.
Update April 2007
1.6 Basis
In der Limousine bekommt man den 1.6 Lieter mit 102 PS und Saugrohreinspritzung bereits ab 22.876,73 € als Trendline. Den Basismotor gibt es nur mit 5-Gang-Schaltgetriebe, wobei der ab 4.000 U/min schwer brummige Motor einen drehzahlsenkenden 6. Gang gut gebrauchen könnte. Wie fährt er sich? Nun ja, man kommt voran, in einer mit zwei Personen besetzten Limousine ganz brauchbar, in einem urlaubsmäßig vollgepackten Variant (Trendline ab 24.005,17 €) ist der kleine Motor überfordert.
Man wird für den Verzicht nicht mal belohnt, nur Menschen mit sehr viel Geduld werden weniger als 8.5/100km verbrauchen, normal bewegt möchte der Basis-Benziner gut 9.5l/100km sehen, mit Bleifuß schafft man auch fast 13l zu verbrauchen.
Empfehlung: klar nein!
1.6 FSI
Der 1.6 Liter FSI mit 115 PS (als Limousine ab 22.876,73 €, im Variant ab 25.338,79 € zu haben) auch ein recht freudloser Geselle, untenrum schwach auf der Brust, obenraus immer noch etwas zäh und brummig. Die 115 PS verhelfen dem stattlichen Passat auch nicht zu berauschenden Fahrleistungen, immerhin schwimmt man im Verkehr noch gescheit mit. Gegen 2026,08 € Aufpreis liefert VW eine von Aisin aus Japan zugekaufte Sechsgang-Automatik, die dank straff ausgelegtem Wandler und gut
abgestimmter Übersetzung kaum Fahrleistung kostet und den Komfort deutlich erhöht. Der Verbrauch liegt auf gleichem Niveau wie beim 102 PS starken Basis-Benziner bei doch spürbar besseren Fahrleistungen und besserer Laufkultur, wenngeich auch der kleine FSI Motor kein Ausbund an Laufkultur ist. Der Automatik Mehrverbrauch macht etwa 0.5l/100km aus, ein verschmerzbarer Kostenfaktor angesichts des deutlichen Komfortgewinns.
Empfehlung: so lala, nichts für die Langstrecke
2.0 FSI
Der Motor ist schon ein Auslaufmodell, mit seinen 150 PS wird er wohl bald vom 1.4 TSI bzw. dem neuen 1.8 TSI (von Audi) ersetzt werden. In der Limousine ist der 2.0 FSI ab 26.698,07 € zu haben, im Variant sind mindestens 27.826,51 € anzulegen.
45 NM bei 500 U/min früher als beim 1.6 FSI sind keine Welt beim maximalen Drehmoment, für einen 2 Liter Benziner wirkt der Motor nicht sonderlich aufgeweckt. Objektiv reichen die Fahrleistungen den meisten Kunden sicher aus, von antrittsstarken TDI verwöhnte Fahrer werden aber auch mit dem größten Vierzylinder Sauger nicht glücklich werden. Ab 3.500 U/min wird der Ton schon leicht dröhnig und rauh, Komfort Fehlanzeige. Beim Verbrauch gibt es allerdings kaum einen Zuschlag zum 1.6 FSI, mit rund 10l/100km kommt man meist aus.
Als Fronttriebler bekommt man gegen Aufpreis die schon vom 1.6 FSI bekannte Automatik zum 2.0 FSI; aber auch der bei VW 4motion genannte Allradantrieb ist beim 2.0 FSI lieferbar. Mit 1.795,26 € Aufpreis ist der Allradantrieb für die Bewohner schneereicher Gegenden vielleicht eine Überlegung wert, im Alltag im Flachland und beim nicht besonders drehmomentstarken Benziner bleiben die Vorteile aber auf z.B. ruhigeren Anhängerbetrieb beschränkt. Der Verbrauch steigt mit Allrad nur moderat, etwa 0.6l/100km sind der Preis für vier angetriebene Räder.
Empfehlung: wenn es ausgrechnet ein Allrad-Benziner für nicht zuviel Geld sein soll, dann ja.
2.0 TFSI
Recht selten verkauft, bekommt man den 200 PS starken Turbo-Benziner (der seine Premiere im Golf GTI hatte) ab der Ausstattungsvariante Comfortline, in der Limousine ab 29.826,95 €, für den Variant sind mindestens 30.955,39 € fällig. Mit seinen 280 NM Drehmoment schon aus nominell 1.800 U/min hat der Turbo-Benziner eine sehr angenehme Charakteristik. Es gibt guten Durchzug aus dem Drehzahlkeller kombiniert mit Drehfreude, es ergibt sich eine sehr angenehm zu fahrende Kombination.
Leider ist der Vierzylinder nicht der kultiviertesten einer, er läuft zwar ruhiger als der 2.0 FSI, von großer Laufkultur kann aber keine Rede sein. Mit Automatik ergibt sich ein souveräner Reisewagen, leider gibt es die Kombination mit DSG nur bei der Quermotorplattform im Golf. In der Praxis verbraucht der Turbo oft kaum mehr als die schwächeren Benziner, mit rund 10l/100km kann man auskommen. Nutzt man dagegen das Leistungspotenial der 200 PS häufig aus, bezahlt man auch dafür, in der Spitze habe ich knapp 14l/100km mit dem 2.0 TFSI als Variant verbraucht. Allradantrieb? Sorry, aber den bietet VW hier nicht an, obwohl der Motor und Allrad eine gute Kombinaion wären.
Vorsicht bitte beim Gebrauchtkauf, der 2.0 TFSI ist neben den TDI ein Liebling der (Chip-) Tuningszene, manchmal werden dort Dinge veranstaltet, die der Lebensdauer alles andere als gut tun!
Empfehlung: für alle mit weniger als 20.000km/Jahr: kaufen!
3.2 FSI 4motion
Spitzenmotorisierung und einziger Sechszylinder im Passat ist der 3.2 FSI, in der Limousine ab 36.110,36 €, im Variant ab 37.418,32 € zu haben. Basis-Modell ist auch hier wieder Comfortline, da der Allradantrieb (4motion) und das auch automatisch schaltende Doppelkupplungsgetriebe (DSG) serienmäßig sind, ist der Passat im Vergleich zu Mitbewerbern nicht sehr teuer (BMW Dreier mit XDrive, Mercedes C-Klasse mit 4matic, Subaru Legacy usw.).
Und trotzdem wird er kaum gekauft, zu sehr ist das fehlende Prestige in dieser Preisklasse ein Hinderungsgrund. Objektiv kann höchstens den zu hohen Verbrauch bemängeln, gerade im Vergleich zum nicht viel schwächeren Turbo 2.0 TFSI Vierzylinder sind 12.5l/100km für Normalos, aber auch gern mal 14-16 Liter für Eilige schon sehr viel.
Die Motoren der Mitbewerber (vielleicht mal abgesehen von Subaru) sind fast alle sparsamer. Wobei kaum einer die gelungene Kombination aus reichlichem Platzangebot und guter Laufkultur zu diesem Preis nur annäherend bieten kann.
Empfehlung: gebraucht aus der VW-Werksvorführflotte gekauft ein reeller Gegenwert
1.9 TDI
Beim Passat der Basisdiesel, mit 105 PS und 250NM in der Limousine ab 25.800,44 €, im Variant ab 26.928,88 € (jeweils Basis Trendline) zu haben. Die Preise gelten für die Version MIT Dieselpartikelfilter (DPF), für mich persönlich ist es eine regelrechte Frechheit, da VW auch in 2007 die Diesel auch noch ohne den Filter verkauft.
Wie fährt er sich? Rau, laut, nagelnd und unwillig auf Befehle des rechten Fusses gehorchend im kalten Zustand, immer noch reichlich unkultiviert warmgefahren. Im Vergleich mit allen Mitbewerbern in dieser Klasse klar der älteste und unkultivierteste Motor. Nicht mal beim Verbrauch gibt es Rekordwerte, die rund 8.2-8.5l für einen zügig bewegten Variant schaffen auch die Mitbewerber mit ihren viel angenehmeren Motoren. Beim Getriebe gibt es auch nur Sparkost: fünf manuell zu schaltende Gänge, eine Alternative wird gar nicht erst angeboten.
Empfehlung: nicht wirklich (und drauf achten, daß er den Rußfilter hat!), höchstens als Bluemotion (siehe unten)
2.0 TDI (140 PS)
Der "kleine" Zweiliter TDI mit 140 PS ist eigentlich ein Recycling-Objekt und das Ergebnis einer verfehlten Plaung in Sachen Partikelfilter bei VW.
Warum?
Mit Rußpartikelfilter verbaut VW auch 2007 noch den alten Zweiventil-TDI, den es mit 136 PS bereits im Vorgänger gab. In der Limousine sind mindestens 27.544,40 € anzulegen, beim Variant steigt man ab 28.672,84 € ein. Rau, laut, ruppig. Dazu eine ausgeprägte Anfahrschwäche, die sich aber durch DSG (Aufpreis 2026,08 €) lindern läßt.
Der tatsächlich kultiertere Vierventil-TDI ist auch 2007 nicht mit Filter lieferbar, ein Armutszeugnis für VW.
Dafür gibt es den 2.0 TDI mit Allradantrieb 4motion, hier sinnvoller als beim 2.0 FSI Benziner, da die 320NM des Diesels die Traktion der Vorderräder gern überfordern, auch der Reifenverschleiß nimmt deutlich ab. Doch sind die 4motion Modelle beim Neukauf selten gefragt, als Gebrauchtwagen auch dementsprechend rar gesät.
Empfehlung: mit DSG akzeptabel, aber nicht kultiviert (und drauf achten, daß er den Rußfilter hat!)
2.0 TDI (170 PS)
Das derzeitige Diesel-Spitzenmodell hat 170 PS und satte 350NM. Zu bekommen ist es in allen Ausstattungsvarianten, bei der Limousine muß man mindestens 28.570,26 € anlegen, beim Variant sind für den Einstieg 29.698,70 € fällig. Etwas über 1.000 € Aufpreis gegenüber dem 140 PS Traktormotor mit 140 PS und DPF erscheinen ganz gut angelegt, der 170 PS Motor mit seinem Vierventilkopf und Ausgleichswelle geht doch ein wenig kultivierter zur Sache. Zur Sache geht es gehörig, allerdings (dem
großen VTG-Turbolader geschuldet, der einfach mehr Drehzahl für den Druckaufbau braucht) nach einem tiefen Loch, dann umso heftiger.
Deshalb hier noch mehr als beim 140 PS TDI die klare Empfehlung zum DSG, daß ganze Auto gewinnt eine Klasse an Laufkultur dazu, die ewige Kopfnickerei der Beifahrer ist damit vorbei.
Bei den laufenden Kosten gibt es nichts Böses zu vermelden, der 170 PS Diesel braucht kaum mehr als seine schwächeren Brüder, mit 8.5l/100km ist man zügig unterwegs, Bleifuß-Artisten zahlen naturgemäß Expresszuschlag, mehr als 11.3l/100km konnte ich dem 170 PS Variant aber nie verabreichen.
Wenigstens muß man über Rußfilter ja oder nein nicht grübeln, beim 170 PS TDI war der von Anfang an serienmäßig.
Empfehlung: mit DSG ein klares ja!
Die Getriebe
Volkswagen leistet sich mit seinen diversen Plattformen in ähnlichen Klassen einen ganz eigenen Motor-/Getriebemix.
Gibt es z.B. beim Golf (Quermotorplattform) Benziner und DSG zu kaufen, gibt es sowas weder beim Passat noch beim Audi A4/A6 (alle Längsmotorplattform).
Denkt man jetzt aber, daß wie früher einmal die Triebstränge von Audi verbaut würden, fehlt man.
Nein, beim Passat gibt es einen eigenen Weg, die Benziner haben optional eine japanische Aisin-Automatik, nur bei den Dieseln gibt es daß sehr empfehlenswerte Doppelkupplungsgetriebe (DSG).
Keine Regel ohne Ausnahme: für den Spitzenbenziner gibt es dann doch DSG... sogar mit Allrad.
Statt von vornherein dem Konzern (geringere Entwicklungskosten) und dem Kunden (bessere Technik) nur ein manuelles Sechsganggetriebe und optional DSG anzubieten, wird lieber klein klein gestückelt.
Mal sehen, ob es Martin Winterkorn schafft, diese Spiele zu beenden.
Das Fahrwerk
Hier findet man Golf V pur unterm Blech, bis auf die elektrische Parkbremse und veränderte Abmessungen und eine den veränderten Gewichten angepaßte Abstimmung ist die verwendete Technik deckungsgleich.
Das muß eigentlich kein Nachteil sein, wenn, ja wenn der Passat nicht im Vergleich mit ganz anderen Mitbewerbern als der Golf stünde.
Doch weg von der Philosophie, hin zum
Fahren
Wie fast alle Mitbewerber, so verabschiedet sich auch Volkswagen mit dem Passat vom Prinzip des konventionellen Zündschlüssels.
Den Designern, die sich gegen die Kostenrechner durchgesetzt zu haben scheinen sei Dank, der Zündschlüsselersatz ist kein Billigst-Plastikgefussel wie beispielsweise bei Mercedes, nein, es liegt ein griffiges, haptisch sehr gelungenes Metallgebilde in der Hand.
Im Armaturenbrett gleitet der Schlüsselersatz in das davor vorgesehene Löchlein, auf leichten Druck auf den eingesteckten Schlüsselersatz erwacht der Motor zum Leben.
Erster Fahrkandidat ist der Trendline, ausgerüstet mit dem zweitkleinsten Benziner und 115 PS.
Die Normalsitze des Trendline lassen sich zwar nur per Hand, dafür aber doch in eine gescheite Position bringen. Sitzkomfort und Seitenhalt reichen nur bescheidenen Ansprüchen, möchte man seinem Rücken etwas Gutes tun, ist die Investition in ein besseres Modell gefragt.
Die richtige Sitzposition ist schnell gefunden, das Lenkrad auf angenehme Höhe und Distanz gebracht, es kann losgehen.
Der erste Startversuch mit moderater Drehzahl endet gleich abgewürgt, dem 1.6 fehlt spürbares Grunddrehmoment. Neuer Versuch, mit jetzt erhöhter Drehzahl setzt sich die doch recht stattliche Limousine in Bewegung.
Unser karg ausgestatteter Trendline dürfte sich dabei nahe an den minimalen 1.348 kg Leergewicht bewegen, die das Werk angibt, aber selbst die sehr kurze Getriebeuntersetzung in den unteren Gängen läßt an der Gewichtsklasse des Passat keinen Zweifel.
Es kommt keine rechte Freude auf im neuen Volkswagen Mittelklasse-Schiff, der Antriebstrang verhindert das im Keim. Bei niedrigen Drehzahlen ist der 1.6 FSI schwachbrüstig, dreht man ihn, wird er laut und ist nicht frei von Dröhnfrequenzen.
Verschlimmern tut das ganze noch das Getriebe. Zwar kaschiert die kurze Übersetzung ein wenig die Drehmomentschwäche, aber trotzdem ist sehr häufig der Griff zum Schalthebel erforderlich, will man nicht zum Verkehrshindernis mutieren. Und das verleidet einem die Schaltbox mit einer nicht sonderlich präzisen Führung des Schalthebels, die Wege dürften auch kürzer sein.
Update April 2007:
Dieses harsche Urteil hat sich das Getriebe in einem sehr frühen Serienzustand gefangen, ein in 2006 kurz gefahrener 1.6 FSI ließ sich präzise und auf kurzen Wegen schalten.
Mit mehr Behagen zur Kenntnis nimmt man dafür die jetzt elektrisch unterstützte Lenkung, die angenehm direkt anspricht und eine gut dosierte Unterstützung der Lenkkräfte anbietet, ohne sich jemals synthetisch anzufühlen.
Die Erwartungen an das Fahrverhalten des Passat sind natürlich sehr hoch, gerade beim Fahrverhalten kann der Golf V als Teilespender überzeugen, das Fahrverhalten war auch zuletzt der gröbste Kritikpunkt am Vorgänger-Passat.
Und die böse Überraschung folgt: nichts ist zu spüren von der Leichtfüßigkeit und Präzision mit der sich ein Golf dirigieren läßt. Das Gefühl, einen schweren Wagen zu steuern, was so manchem noch eine trügerische Sicherheit vorgaukelt, auch das fehlt.
Statt dessen gibt es ein vertorkeltes, unpräzises, dazu oft das ESP forderndes Geschaukele, das man bei einem Auto aus dem Jahr 2005 sicherlich nicht vermuten sollte.
Würde im Gegenzug jetzt ein besonders sämiger Komfort geboten, man würde es vielleicht noch tolerieren.
Aber nein, auf Querfugen stuckert der ganze Antriebsblock mit der Vorderachse, solche kurzen Querrillen werden bis in den Schalthebel spürbar. Lange Wellen werden ohne Beladung besser gemeistert, je mehr Last die Hinterachse bekommt, desto mehr neigt sie allerdings zum Nachschwingen. Wäre das Auto ein ausgelutschter Fahrversuchsträger mit ultimo Kilometer auf dem Tacho gewesen, man wäre geneigt, es zu verzeihen.
Update April 2007:
Auch bei der Fahrwerksabstimmung des Normalfahrwerks hat Volkswagen im Vergleich zur allerersten Bauserie deutlich nachgebessert. Die Torkelbewegungen sind nahezu ganz verschwunden, das Stuckern der Vorderachse ist (wenigstens mit der Serienbereifung) kaum noch spürbar. Auch das Nachschwingen ist deutlich reduziert, wenn auch gerade für Fondpassagiere noch nicht gänzlich eliminiert. Wichtig: heute liegt auch ein Passat mit Serienfahrwerk ruhig und sicher.
Aber nein, wir haben einen Vorführwagen, der gerade einmal 1.400 km von der Welt gesehen hat, bevor er in unsere Hände fiel.
Ein wenig versöhnlich stimmt die Bremsanlage, trotz der Serienbereifung in 16“ sind die Bremswege angenehm kurz, die Dosierbarkeit ist sehr gut, allgemein entsteht ein sehr gutes Sicherheitsgefühl.
Abgesehen vom gefühlsmäßig überforderten Motor, der unpräzisen Schaltung, dem vertorkelten Fahrwerk kann man wenigstens mit der jetzt gebotenen Grundausstattung schon leben.
Alles, worauf es wirklich ankommt, ist an Bord. Für die Sicherheit sorgen die übliche Anzahl an Airbags, dazu ist natürlich ABS und ESP serienmäßig.
Der triste Innenraum tröstet mit sauber gezeichneten und vollständigen Instrumenten, der serienmäßigen Klimaanlage und einer ausreichenden Menge an gut nutzbaren Ablagen zumindest in Sachen Funktion.
Auch bei den Mitbewerbern zum Teil noch mit satten Aufpreisen behaftete Details, wie z.B. die geteilt umklappbare Rückbank auch bei der Limousine, beheizbare Außenspiegel, eine Außentemperaturanzeige mit Frostwarnung oder auch die Tatsache, auf allen fünf Sitzplätzen Automatikgurte vorzufinden stimmen mit der Tristesse der verwendeten Materialien ein bißchen
versöhnlicher.
In früheren Zeiten hätte davon so manches auf der Aufpreisliste gestanden, jetzt kann man mit Fug und Recht behaupten, daß die Grundzutaten für ein angenehmes Autofahrerleben an Bord sind, ohne das die Brieftasche damit extra belastet wird.
Ganz anders als beispielsweise beim neuen Dreier BMW, der an jeder Tankstelle für Neugier und interessierte Fragen sorgte, wird der Passat schlicht nicht wahrgenommen.
Traurig genug, das so etwas selbst bei Volkswagen selbst nicht anders ist, beim Besuch eines großen VW-Händlers in Köln noch lange VOR der Ankunft der ersten Händlerfahrzeuge interessierte sich nur ein jugendlicher Azubi für das neue Auto. Beim desinteressierten Vertrieb nahm es nicht mal jemand zur Kenntnis, das da bereits im Januar ein Auto auftauchte, das erst Ende Februar in die Händlerschaft geht. Kaum zu fassen, diese Ignoranz.
Knapp eine Woche nach dem Eintreffen des Trendline kam dann unerwarteterweise noch der Highline in unsere Hände.
Über 13.000 Euro Aufpreis gegenüber der „Holzklasse“ Trendline ohne weitere Extras machen sich nicht nur optisch bemerkbar.
2.575,- Euro gehen auf das Konto des Diesels und des Sechsganggetriebes, der Rest geht voll in die Erweiterung der Ausstattung.
Und so verrückt es klingt, aber das Geld ist bestens angelegt.
Schon der erste Blick in den Innenraum offenbart eine völlig andere Atmosphäre als in der kargen Basisvariante.
Hier paßt auch jetzt der Sitz, im Testwagen komplett elektrisch verstellbar. Lediglich die auch elektrisch verstellbaren Lendenwirbelstützen erscheinen ein wenig zu ausgeprägt, der Autor lebt jedenfalls mit der kleinsten Einstellung am besten.
In der grundsätzlichen Bedienung unterscheiden sich der üppige Highline und der karge Trendline nicht gravierend, das Mehr an Extras nimmt dem Passat nichts von seiner vorbildlichen Bedienbarkeit.
Und gerade in der edler anmutenden Highline Umgebung erschrickt man bei den ersten Lebensäußerungen des Pumpe Düse-TDI ein klein wenig.
Zwar hofft man bei Volkswagen, das die schlechtere Laufkultur des Quereinbaus den Kunden nicht auffällt, vergleicht man aber das identische Triebwerk im Audi A4 im direkten A-B Umstieg von Auto zu Auto, dann kann man VW nur bescheinigen, sich in Sachen Laufkultur zügig aus dem Premium Segment nach unten zu verabschieden.
Absolut betrachtet sind die Umgangsformen des Motors noch so gerade akzeptabel, von Laufkultur kann aber keine große Rede sein.
Dafür überzeugt die Sechsgangschaltbox durch eine bessere Definition der einzelnen Schaltgassen als die Version im FSI. Der Schaltung fehlt trotzdem die geschliffene Präzision einer BMW-Schaltung oder auch die Definition einer Audi Schaltbox.
Aber schmerzlicher als die Qualität der Schaltung erscheint doch die Abwesenheit des DSG-Getriebes, das zum komfortablen Charakters des Passat wirklich vermißt wird.
Das Trendline Fahrwerk noch in unangenehmer Erinnerung, hat sich die Erwartung im Highline schon stark reduziert.
Und auch das hier verbaute Sportfahrwerk zusammen mit den 17“ Leichtmetallrädern und den 235er Reifen ist keine Offenbarung, aber wenigstens hält jetzt ein Quantum Präzision und eine viele bessere Beherrschbarkeit Einzug in das neue VW Mittelklasse-Flaggschiff.
Dabei ist das Sportfahrwerk nicht gnadenlos hart abgestimmt, lediglich die Stuckerneigung ist noch stärker ausgeprägt, dafür fehlen die Tendenzen zum Aufschaukeln und Nachschwingen ganz, gerade Passagiere auf der Rücksitzbank werden das dankbar vermerken.
Aber auch mit Sportfahrwerk mutiert der Passat nicht zum Pylonenakrobaten, zum Klassenprimus BMW Dreier und auch zu den Handlingkünsten eines Audi A4 bleibt Respektabstand.
Der Passat bietet mit Sportfahrwerk in etwa die Fahrwerksqualitäten, wie sie auch eine Mercedes C-Klasse an den Tag legt. Den Begriff „Sport“ beim Fahrwerk sollte man also nicht überbewerten, Fahrer mit sportlichen Ambitionen sollten um den kopflastigen Passat einen Bogen machen.
Jetzt, Anfang Mai, hatte ich kurz die Gelegenheit, einen Passat mit 18“ Radsatz ab Werk und dem sogenannten „Sportfahrwerk Volkswagen Individual“ zu bewegen.
Dabei ergeben sich zwar noch einmal leicht spürbare Komforteinschränkungen, aber das Handling gewinnt mit der 18“ Kombination nochmals an Präzision und kommt den Klassenbesten, Dreier BMW und Audi A4, schon viel näher als vorher.
Aber auch der getestete 140 PS TDI im Highline mit normalem Sportfahrwerk kann schon eins vermitteln, ein gutes Gefühl unterwegs.
Störend bei den über 300 Nm des kräftig zupackenden Diesels macht sich vor allem der Frontantrieb bemerkbar.
Wie bei jedem kräftigen Fronttriebler spürt man deutliche Antriebskräfte in der Lenkung, in engen Kurven und bei feuchter Fahrbahn kommt die ESP-Lampe in einen annähernden Dauerleuchtzustand.
Beim kurz probegefahrenen 170 PS TDI wirkt die Vorderachse noch mehr überfordert, auf unebener Bahn voll auf dem Gas beginnt das Lenkrad zu tanzen.
Auf einen einfachen Nenner gebracht: mehr als 300 Nm lassen sich mit Frontantrieb allein kaum sinnvoll auf den Boden bringen, wenigstens nicht, solange man noch ein Feedback der Lenkung spüren will und diese nicht mit überviel Servounterstützung zum gefühllosen Steuerrad macht.
Diese Problematik trifft übrigens nicht VW alleine, auch bei Opel und Ford zerren die größeren Diesel gnadenlos und unharmonisch an den hilflosen Vorderrädern. Beim 155 PS Mondeo TDCI ist das recht eklig spürbar, aber auch einen Vectra/Signum mit V6 CDTI kann man nur mit Zurückhaltung harmonisch bewegen.
Beim Passat kann man nur auf den Syncro genannten Allradantrieb setzen, bietet man dafür auch das famose DSG an, bekommen Kenner einen sehr netten Antrieb in preiswerter Karosse.
Aber auch der Fronttriebler kann auf langen Strecken schon überzeugen, neben dem angenehmen Ambiente gefällt der Geräuschkomfort, selbst das Brummen des Diesels verliert sich auf der Autobahn, störende Windgeräusche finden so gut wie nicht statt.
Licht & Sicht
Die beiden Testwagen lassen den interessanten Vergleich konventionelles Halogenlicht (Trendline) und Xenon (Highline, 2005 noch nicht bestellbar) zu.
Das Ergebnis erscheint nicht als großes Wunder: gerade bei hohen Geschwindigkeiten Nachts lernt man die doch spürbar bessere Ausleuchtung sowohl in der Tiefe als auch gerade in der Breite sehr schnell schätzen.
Otto-Normalfahrer, der nicht vorhat, nächtliche Reiseschnitte dauernd zu optimieren, darf sich trösten, er wird auch gut bedient. Die beim Trendline aufpreispflichtigen Nebelscheinwerfer sollte man sich aber ruhig gönnen, man erwirbt mit wenig Aufpreis ein Stückchen mehr Sicherheit.
Verzichten kann man getrost auf die Mitlenkfunktion des Xenon-Lichts. Es nervt zwar nicht sehr... aber es bringt auch nicht viel.
VW-typisch gut gelungen ist die Funktion des Scheibenwischers, auch bei hohem Tempo wird ruckel- und schlierenfrei gewischt, der bei Comfort- und Highline serienmäßige Regensensor funktioniert in der aktuellen Generation vernünftig.
Als überflüssig empfindet der Autor die Heimleuchtefunktion der Außenbeleuchtung, das ist mehr Gag als Nutzen.
Fahrleistungen
Beide Autos wurden gefahren, nicht gemessen. Wobei die Werksangaben glaubhaft erscheinen, die dem 1.6 FSI eine Beschleunigung von null auf Hundert in rund 11.4 s zutrauen, der Diesel erledigt diese Disziplin laut Werk in 9.8 Sekunden.
Die Höchstgeschwindigkeit beziffert VW für den FSI mit 200 km/h, dem TDI bescheinigt man 209 km/h. Da erscheinen uns der Wert für den Benziner einen Tick zu optimistisch, der für den Diesel ebenso ein paar km/h zu pessimistisch.
Viel wichtiger als diese Extremwerte ist aber die Elastizität.
Für den klassischen Überland-Überholvorgang 80-120 km/h braucht der FSI nach unserer (nur mit Stoppuhr ohne Lichtschranke, daher nicht sehr präzisen) Messung satte 19.7 Sekunden, die 13.4 Sekunden des TDI sind im direkten Vergleich um mehr als eine Welt besser.
Verbrauch
Auch hier gibt es keine großen Überraschungen. Über die Testdistanz von knapp 2.500 km brauchte der FSI bei durchweg sehr niedrigen Temperaturen im gemischten Betrieb gut 9.7 Liter/100 km. Sehr ruhige Naturen werden ihn auf vielleicht 8.5 l/100 km bringen, Bleifußakrobaten vernichten ohne Mühe auch mal 13 l/100 km.
Der TDI unterbietet diese Werte naturgemäß, im Mittel über gut 3.200 km liefen 7.2 l/100 km durch die Einspritzdüsen, Minimalverbräuche mit einer 5 vor dem Komma sind für Sparmeister sicher zu realisieren, Vollgas befördert gut 10 Liter/100 km in die Brennräume.
Dank des großzügig bemessenen 70 Liter Tanks ergeben sich langstreckentaugliche Reichweiten, besonders der TDI läßt hohe Schnitte möglich werden.
Update April 2007:
Für Sparfüchse hat VW bereits 2006 mit dem Polo Bluemotion ein Angebot geschaffen. Beim Passat wird Bluemotion ab den Werksferien im Sommer 2007 lieferbar sein. Im Gegensatz zu früheren Sparversuchen (wie z.B. beim schwer überteuerten Lupo 3L TDI) hat VW hier weniger Aufwand getrieben. Beim Passat ist es eine sparsame Tieferlegung (vorn ein wenig mehr als hinten), ein bißchen ausgefeiltere Schürzen, moderat schmalere Reifen (205/55 R 16 statt 215/55 R 16, aber 0.4 bar mehr Basisluftdruck - immer eine gute Idee!), eine Multifunktionsanzeige mit Schaltempfehlung und als wichtigste und effektivste Zutat ein in den oberen drei Gängen länger übersetztes Fünfganggetriebe. Serienmäßig ist auch ein Tempomat an Bord, sinnvoll, da sich gleichmäßig gefahren die höchsten Sparpotentiale ergeben.
Was gibt es nicht? Keine Start-/Stop-Automatik, wie heute wieder von BMW propagiert. Dabei müßte das für VW ein alter Hut sein, die "Formel E" Modelle hatten diese Technik bereits vor 25 Jahren an Bord. Auch nicht zu finden: wirkungsgradoptimierte Nebenaggregate (z.B. nur bei Bedarf arbeitende elektrische Wasserpumpe, Lichtmaschine, die nur im Schubbetrieb Strom produziert usw.). Bei VW ärgert man sich ein wenig, wenn man die mangelnde Konsequenz anmerkt, man verweist lieber auf die Effektivität der jetzt getroffenen Maßnahmen.
Und ehrlich: am Motor ist nichts optimiert, unsensible Bleifüßler werden exakt genausoviel oder wenig Diesel verfeuern wie beim "normalen" 105 PS TDI. Witziger Nebeneffekt: dank verbesserter Aerodynamik ist der Bluemotion sogar 5 km/h schneller in der Spitze.
Aber für die, die sich auf das Sparen einlassen, die gebotenen Fahrhilfen nutzen (oder eh eine energieeffektive Fahrweise praktizieren), gibt es angenehme Erlebnisse. Mit 6l/100km auf der (genauen) MFA lief der von mir über ein langes Weekend gefahrene Variant. Das ist wenig genug, die Standardversion braucht nter meinem Fuß einen satten Liter mehr.
Rechnet man dazu die Ausstattung korrekt dagegen, ist der Bluemotion keinen Deut teurer als ein gleich motorsierter Trendline.
Empfehlung: kaufen! Aber die Sportsitze beim bestellen nicht vergessen.
Kommunikation
Im Trendline-Testwagen beschränkt sich das Angebot an Kommunikationseinrichtungen auf das einfachste Radio des 2005er Lieferprogramms, des RCD 300, hier auch nur mit Lautsprechern vorne kombiniert.
Der Radioempfang ist sehr gut, die Bedienung einfach und eindeutig, der Klang, auch bei CD, etwas undurchsichtig und baßlastig.
Im Highline Testwagen tut ein Prototyp seinen Dienst, dessen Einsatztermin noch nicht feststeht. Es handelt sich um die Volkswagen Navigation MFD, allerdings in der Ausführung mit DVD-Laufwerk statt des bisher bestell- und lieferbaren Geräts mit CD-Laufwerk.
Neben der deutlich schnelleren Routenberechnung gegenüber der CD-Ausführung hat man nun endlich ganz Europa auf einer Karte dabei, eine lange überfällige Verbesserung der im Grunde brauchbaren Navigation.
Das auch MP3-taugliche Gerät überzeugt auch klangmäßig eher als das RCD 300, wenngleich im Testwagen nur die Standardlautsprecher vorn wie hinten verbaut waren.
Unverschämterweise berechnet Volkswagen für die DVD-Navigation sogar noch 210,- Euro Aufpreis gegenüber der lange veralteten CD-Variante.
Dafür lassen sich sowohl das „kleine“ Volkswagen Soundsystem als auch das eigens entwickelte „große“ Soundsystem, mit dem im Heimhifi-Bereich guten Namen Dynaudio (Werbeslogan: „Dänen lügen nicht“) jetzt nicht nur mit dem Radio RCD 500 (integrierter 6-fach CD-Wechsler), sondern auch mit der DVD-Navigation kombinieren.
Es fehlt weiterhin eine „kleine“ Navigation (ohne Kartendarstellung) mit DVD-Laufwerk für den Passat, beim Golf gibt es die zwischenzeitlich bestellbar.
Ein zappendusteres Kapitel stellen dagegen die Telefonoptionen für den Passat dar.
Nicht wegen der Qualität der eingesetzten Freisprechanlagen, die zwischenzeitlich auch endlich E-Netz tauglich sind, nein, kreuzunglücklich macht einen die Wahl der Montageorte für die Handy-Cradles Aufnahmehalter). Rechts oberhalb der Mittelkonsole postiert erweckt er in etwa den gleichen Qualitätseindruck wie Oberschalen aus Hinterchina, die der freundliche Türke auf dem Wochenmarkt verramscht.
Vollends zum Weglaufen wird es aber dann, wenn die Bluetooth-Freisprechanlage den Weg in den Passat findet. Da ist nicht nur der Halter windig, nein, als Krönung gibt es eine separate Tastatur, die in Optik und Haptik fatale Erinnerungen an die Tonsender erweckt, die nicht-postzugelassenen Billigst-Anrufbeantwortern made in Taiwan zur Aktivierung der Fernabfrage beigepackt hatten... das, liebe Kinder, ist Zeugs, das wir seit zwanzig Jahren verdrängt zu haben glaubten.
Wenigstens sieht man das Elend nicht dauerhaft, die unsäglich häßliche Tastatur läßt sich auf Druck nach unten verstecken.
Dem Autor ist es jedenfalls absolut unverständlich, wie solch ein Zeugs bei Volkswagen den Weg in den Innenraum eines Autos finden konnte, da befanden sich wohl ganze Abteilungen im kollektiven Tiefschlaf.
Update April 2007:
Obwohl zwischenzeitlich ein paar Optionen mehr auf der Liste stehen, hat VW in diesem Bereich nicht spürbar nachgebessert.
Erst 2007 lernte das gewißt nicht preiswerte Grundradio RCD300 die MP3-Wiedergabe, die Modellpflege vorher beschränkte sich auf silberne Bedienelemente.
Zwar ist auch eine Ipod-Anbindung lieferbar, von einer echten Integration kann allerdings genauso wenig wie bei der optionalen USB-Schnittstelle die Rede sein. Man kann VW nur zugute halten, daß die Aufpreise (je rund 200 €) m Vergleich zu den Mitbewerbern human sind.
Auch noch löblich: da daß "Business-Paket" sehr günstig angeboten wird (z.B. 276,98 € bei Comfortline), gibt es sehr viele Passat, die eine Freisprecheinrichtung an Bord haben. Selbst die dort verbaute recht veraltete Technik ist besser als keine. Bedenkt man den Umfang des Pakets (Alarmanlage, Freisprecheinrichtung, Nebelscheinwerfer, Sitzheizung vorn, Multifunktionsanzeige Plus und beheizte Scheibenwaschdüsen) sollte es kaum einen Käufer geben, der diese Option nicht wählt.
Bald peinlich: die jetzt endgültig "große" Navi MFD DVD: ohne separaten Wechsler spielt sie keine CD ab während der Navigation, die Grafiken sind überholt, die Bedienung zäh und die Routen nicht mehr wirklich gut. Für den Preis (ab 2.723,66 €) schon fast eine Frechheit.
Empfehlung: das Standard-Radio RCD 300 und eine gute mobile Navi nehmen.
Anschaffung und Preise
Man mag es angesichts der Preispolitik von Volkswagen in den letzten Jahrzehnten gar nicht glauben... aber der aktuelle Passat ist ein im Klassenvergleich preislich sehr konkurrenzfähiges Angebot.
Traditionsgemäß werden die Preise von Audi, BMW und Mercedes zwar unterboten, teurer als der Rest des Mitbewerberfeldes war man aber immer.
Der Trendline Testwagen kostet in der gefahrenen Ausführung 24.555,- Euro ab Werk, wobei lediglich Metallic-Lack, das Winterpaket mit Sitzheizung und beheizbaren Scheibenwaschdüsen, die Multifunktionsanzeige und das kleinste Radio mit an Bord sind.
Update April 2007:
Heute kostet das Fahrzeug 25.738,90 €, selbst wenn man die nunmehr 3% höhere Mehrwertsteuer berücksichtigt hat VW die Preise doch deutlich angezogen.
Sinnvoll ist auch der Parkpilot, gerade nach vorn ist der Passat nicht gerade sehr übersichtlich. Dazu empfiehlt sich die Auto-Hold-Funktion (Rückrollsperre) für 50,- Euro, die Reifendruckkontrollanzeige für 51,- Euro, das Sportfahrwerk für 260,- Euro, die Lordosenstützen mit der Sitzhöhenverstellung für den Beifahrer für 288,- Euro.
So ausgestattet in einer Metallicfarbe, am besten mit schwarzer Innenausstattung, kommt der Trendline auf faire 25.589,- Euro. Nicht billig, aber doch den Preis wert.
Update April 2007:
Heute käme das Fahrzeug auf 26.655,00 €, ohne Sportfahrwerk allerdings. Heute ist das Sportfahrwerk für 271,86 € zu haben, aber nicht mehr wirklich nötig.
Nach und nach tauchten auch Sonderausstattungen in den Preislisten auf, die zur Markteinführung noch nicht lieferbar waren, wie beispielsweise das Xenon-Licht oder auch die DVD-Navigation.
Update April 2007:
Seit 2005 bietet VW für den Passat ein paar Extras mehr an.
Neben der extrem selten bestellten Ausstattungsvariante "Chromeline" erwähne ich mal drei Punkte:
Sinnvoll, aber recht selten bestellt, sind die integrierten Kindersitze auf der Rückbank. Gut gemacht, einfach zu bedienen und preislich akzeptabel, dabei optimal in Sachen Sicherheit auf das Auto abgestimmt. Klare Empfehlung, leider nicht mit vielen Innenfarben lieferbar.
Auch sinnvoll, auch so gut wie nie bestellt: die "Top-Sportsitze". Eine echte Empfehlung, bequem, guter Halt, in der Klasse sicher ein Highlight. Aber nicht billig und nie in der Vorführung. Was die Leute nicht kennen, bestellen sie nicht. Sie wissen nicht, was sie verpassen.
Kaum sinnvoll, aber auch so wie nie gekauft: "Automatische Distanzregelung ACC" (nur mit Automatik/DSG bestellbar), so ungern ich auf einen Tempomat verzichte... die ACC ist nichts wert. Zu empfindlich im Gesamtabstand, regelt nicht im Stop&Go. Lieber lassen. Genau wie "Kessy", das schlüssellose Zugangssystem. Über 400 Euro Aufpreis, da alle Technik bereits serienmäßig im
Passat steckt, ein heftiger Preis. Wird wohl nur von ehemaligen Renault-/Peugeot-Fahrern vermißt. Wenn überhaupt.
Doch zurück zum Hauptdarsteller dieses Berichts, der einen deutlich tieferen Griff in die Brieftasche erfordernde TDI-Highline.
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Vordersitze elektrisch einstellbar, mit Memory für 870,- (902,76)
Fahrersitz und Außenspiegel
Seitenairbag auch hinten 320,- (333,40)
Sonnenschutzrollo für die Heckscheibe, elektrisch 260,- (271,86)
Schiebe-/Ausstelldach aus Glas, elektrisch 880,- (913,02)
Navigations-System MFD mit 4x20 W, Europa DVD 2.620,- (2.723,66)
CD-Wechsler für 6 CDs im Handschuhfach 340,- (353,92)
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Nebelscheinwerfer Serie
ComingHome-/LeavingHome-Beleuchtung Serie
Elektrisch öffnender Kofferaumdeckel Serie
Gesamtpreis ab Werk 37.999,- (40.621,08)
Preise Stand 23.03.2005, inkl. 16% MwSt. ab Werk; Preise in Klammern Stand April 2007 (Motor mit DPF) inkl. 19% MwSt.
Absolut betrachtet sind 37.999,- (40.621,08 in 2007) Euro sicher kein Pappenstiel, der sehr zu empfehlende Rußpartikelfilter (Aufpreis in 2005 565,- Euro) ist im Testwagen nicht an Bord.
Der Partikelfilter (wartungsfrei und ohne Additive wie sie z.B. bei den Autos aus dem PSA-Konzern (Citroen und Peugeot) nötig sind) lohnt sich nicht nur der Umwelt wegen, er wird beim Wiederverkauf auch viel bessere Preise für das ganze Auto erzielen.
Apropos Wiederverkauf. Auch wenn die Passat-Limousine in der jetzt vorgestellten Form nicht gänzlich unattraktiv daherkommt... man darf getrost davon ausgehen, das auch in Zukunft die allermeisten Passat (im Lauf der Bauzeit stellenweise bis zu 90% Anteil an der Produktion) als Variant auf die Straße kommen werden.
Das bedeutet schlicht, daß hoher Werterhalt die Domäne des Kombis ist, bei der Limousine sollte man sich da keine Illusionen machen.
Dieser vergleichsweise hohe Wertverlust trübt die Kostenbilanz ein ganzes Stück, auch wenn der Preis auf dem Papier niedriger scheint, least man den Passat, dann stellt man fest, das man für das gleiche Geld auch Mercedes oder BMW (mit sehr viel höheren Listenpreisen) hätte fahren können.
Die laufenden Kosten halten sich ansonsten im Rahmen, die Versicherungstypklassen sind recht annehmbar, wobei der Diesel mit den Einstufungen 17 für die Haftpflicht, 19 bei der Vollkasko und 25 bei der Teilkasko den Rahmen seiner Klasse nicht sprengt.
Der 1.6 FSI ist ein Stück günstiger zu unterhalten, nicht nur die günstigeren Versicherungstypklassen tragen dazu bei, der schwachbrüstige Benziner hält sich auch beim Thema Reifenverschleiß mehr zurück.
Die Kostennachteile des Diesels wachsen weiter, wenn man das geradezu prohibitiv teure Spezialöl für den TDI (von dem er auch noch mehr in der Ölwanne hat als der Benziner) berücksichtigt, vollends verhagelt dem TDI der bei spätestens 100.000 km nötige Wechsel des durch die PumpeDüse-Einspritztechnik hochbelasteten Zahnriemens die Kostenbilanz.
Nimmt man dazu den selbst gegenüber dem 150 PS 2.0 Liter FSI noch fälligen Aufpreis, dann muß man schon wirklich viele Kilometer fahren, um mit dem TDI zu sparen.
Oder man sieht es anders: ein bißchen investiert man ja auch in Fahrspaß mit dem TDI.
Im realen Verkauf werden die später einsetzenden 2.0 Liter Turbo-FSI (aus dem Golf GTI bereits bekannt) mit 200 PS und der 3.2 Liter V6-FSI mit 250 PS mit Sicherheit keine Rolle spielen.
In diesen Leistungsregionen greift der deutsche Käufer viel lieber zu BMW und Mercedes, selbst Audi verkauft den A4 mit den Spitzenmotorisierungen nur in homöopathischen Dosen.
Frauentauglichkeit
Ich habe es mir bis fast zum Schluß aufbewahrt, das Thema.
Der Passat und die Frauen, das ist keine Liebesgeschichte.
Als klassischer Firmenwagen greifen schon wenig Frauen beruflich in das Lenkrad eines Passat, als (seltene) Familienkutsche ziehen Frauen Vans und Geländewagen mit Sicherheit vor.
Lassen sich Männer vielleicht noch mit der Vernunft zum Passat bewegen, Frauen lassen ihn schlicht links liegen.
Da hilft auch keine gute Funktionalität, praktische Ablagen können nicht überzeugen, der Regenschirm wirkt auch im praktischen Türfach mit Ignoranz gestraft, selbst der auf Knopfdruck öffnende Kofferraumdeckel wird kaum eine Frau bewegen, einen Kaufvertrag zu unterschreiben.
Und dabei sollen Frauen doch angeblich Autos eher mit Verstand als mit Herz kaufen. Angeblich.
Update April 2007:
Langzeiterfahrung
Seit Mai 2006 tut jetzt ein Passat Variant Highline mit 170 PS TDI und DSG seinen Dienst bei uns. Aktueller KM-Stand: 48.000km.
Bis auf den ziemlich heftigen Reifenverschleiß (Auto rollt auf 17") sind außer einer inspektion bisher keine Kosten angefallen. Die Wartung kostete 326,- Euro, lag damit eher am oberen Ende der Skala in dieser Klasse.
Ein wenig Kopfschmerzen bereitet mir noch der Zahnriemenwechsel, der bei VW trotz Longlifezahnriemen immer nötig ist.
Störungen im ersten Jahr: Ausfall der Scheinwerferhöhenverstellung (automatisch bei Xenonlicht): Garantie, ohne Berechnung.
Verbrauch, sehr zügig bewegt: 9.4l/100km.
Fazit und Empfehlung
Hier wird es schwer. Ginge es hier um den Variant, dann fiele die Empfehlung sicher nicht schwer.
Fangen wir mit dem ungeliebten 1.6 FSI mit Basis-Fahrwerk an: den kann man nur Menschen ans Herz legen, die man nicht mag.
Für den kleinen FSI gäbe es also maximal drei Sterne.
Und der TDI?
Im Umfeld seiner Mitbewerber sieht er ganz gut aus. Preiswerter als Audi A4, Mercedes C-Klasse und Dreier BMW, viel besser in der Qualität als Opel Vectra und Ford Mondeo.
Für fünf Sterne fehlt dem Passat der Feinschliff des Fahrwerks, ein Stück weit Laufkultur und ganz sicher Emotion.
Vier Sterne, mit Schmerzen.
Soderle, wie immer an dieser Stelle sind mir Kritik, Kommentare und besonders Hinweise, was Ihr am Bericht vermißt, sehr willkommen!
P.S.: bei Yopi war das jüngste, wählbare Baujahr 2003... natürlich sind die beschriebenen Fahrzeuge Baujahr 2005
...
Vorgeschichte
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Ich habe mir 1999 einen neuen VW Passat V6 4motion mit Vollausstattung (Highline-Ausstattungspaket, Automatik, Handyvorbereitung, Klimaautomatik, Ledervollausstattung, ESP, 6fach-CD-Wechsler, Radio Gamma, VW Soundsystem mit Raumklangprozessor, Metallic-Lackierung, Holzlenkrad, Tempomat und Xenonlicht) zum Preis von 73.789,15 DM gekauft.
V6 oder VR 6?
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Zur Erklärung: Die Bezeichnung VR6 wurde meines Wissens beim 174PS-Motor geführt, mit dem Modellwechsel ca 1997 wurde die Leistung auf 193 PS erhöht und die Bezeichnung auf V6 geändert, ab dem Modelljahr 2000 (Auslieferung ab Herbst 1999) wurde der Name des Allradantriebs von syncro auf 4motion geändert.
Raumangebot
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Die Ladequalitäten des Fahrzeugs sind bekannt: Sowohl der Innenraums wie auch der Kofferaums sind im Vergleich zur Konkurrenz in dieser Fahrzeugklassedeutlich größer. Innen können bequem 5 Leute sitzen, ohne sich auf die Pelle zu rücken. Durch die relativ steile Heckscheibe passen größere Gepäckstücke in den Laderaum als bei anderen Kombis (z.B. Audi A6 Avant, BMW 5er Touring), die hier eher als Lifestyle-Fahrzeuge gelten könnten.
Materialien
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Die Qualität der verwendeten Materialien ist gut, die verbauten Kunststoffe fühlen sich hochwertiger als z.B. in einem BMW oder Mercedes an! Auch nach 7 1/2 Jahren Dauerbetrieb und jetzt 102500 km hat der Wagen noch einen erheblichen Gebrauchswert, von Abnutzung keine Spur. Auch die beigefarbenen Ledersitze sind noch sehr gut erhalten. Teppiche und Innenverkleidung sind trotz heller Farbe noch einwandfrei. Das Holzlenkrad faßt sich nach 7 Jahren immer noch klasse an, viel angenehmer als Leder (im Grunde genommen greift man auf Klarlack über Holzmuster auf Stahl, Echtholz wird aus Sicherheitsgründen natürlich nicht verbaut). Der Außenlack zeigt einige Kratzer, von Flugrost oder gar von Durchrostung zeigt sich keine Spur. Lediglich die dunklen Kunststoffteile im Außenbereich zeigen eine gewisse Tendenz zum Vergrauen.
Bedienung
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Die Funktionalität aller verbauten Teile ist gut, das Cockpit ist ergonomisch gestaltet, alle Schalter und Tasten lassen sich bequem erreichen und vermitteln auch bei der Bedienung das Gefühl von Qualität. Die Bedienung ist intuitiv, langes Studium der Betriebsanleitung ist nicht erforderlich. Überzeugend ist auch Verarbeitungsqualität (z.B. Paßgenauigkeit von Einbauteilen oder Spaltmaße der Karosserie).
Prima Klima
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Die Funktion der Klimaautomatik ist gut, ohne Probleme wird die gewünschte Innentemperatur erzeugt und gehalten. Lediglich bei feuchtem Wetter im Temperaturbereich um 4° gibt es Probleme: die Klimaanlage schaltet aus, um eine Vereisung zu verhindern, dadurch wird die Zuluft nicht mehr entfeuchtet und die Innenscheiben können beschlagen. Hier wäre eine Zuluftheizung wünschenswert.
Sound und andere Extras
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Das VW Soundsystem mit 12 Lautsprechern und Raumklangprozessor mit einigen eingebauten Klangsimulationen besticht durch einen hervorragenden Klang, deutlich besser als bei Serienfahrzeugen. An High-Endanlagen (z.B. Bose Soundsystem) kommt es wohl noch nicht heran. Regensensor, automatisch abblendender Innenspiegel und Xenonlicht mit Scheibenwaschanlage funktionieren perfekt. Manchmal vermisse ich ein Xenonfernlicht, das damals aber noch nicht verfügbar war.
Fahr'n wir mal
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Auch im Fahrbetrieb ist der Wagen überzeugend: wunderbare Laufruhe auch bei höheren Geschwindigkeiten, Komfort und ausreichend Kraftreserven. Lediglich die Beschleunigung aus dem unteren Drehzahlbereich könnte etwas besser sein, ein gleich starker Audi A6 reagierte im Vergleich besser auf Pedaldruck. Hier hilft dem, ders braucht, das manuelle Schalten des eher auf Komfort ausgelegten Automatikgetriebes. Ein dreifaches Hoch auf die Wintereigenschaften: dank Allradantrieb 4motion (früher syncro genannt) gab es noch in keinem
Winter Traktionsprobleme, weder auf Schnee, Eis, Matsch, noch auf Split oder Sand. Hilfreich war in kritischen Situationen das ESP, das zum Kaufzeitpunkt noch nicht Serie war. Ich bin aber froh, daß ich es als Extra geordert habe.
Als echter Geländewagen ist das Fahrzeug natürlich nicht einsetzbar (hier fehlt es an Bodenfreiheit, Untersetzung und Sperrdifferentialen), aber auch auf Feldwegen mit Kies oder Split oder auf nassen Wiesen hatte ich nie Traktionsprobleme.
Aber jetzt kommt der Klopper!
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Leider hatte ich bei km 73000 im sechsten Betriebsjahr einen kapitalen Motorschaden in Form einer Undichtigkeit des Kurbelwellenlagers (trotz eigenhändigen liebevollen Einfahrens und regelmäßigen Serviceinspektionen beim Vertragshändler). Ein Austauschmotor und Kosten in Höhe von ca 5500 Euro waren die Folge, von denen VW aus Kulanz einen Teil übernahm. Ein solcher Motorschaden ist zu keinem Zeitpunkt normal, nach übereinstimmenden Aussagen vieler Leute aus der Automobilbranche (nicht nur VW-Leute) sollte ein Motor wie dieser locker eine Laufleistung von 400 000 km durchhalten. Ich habe natürlich einen Hals: Wer kauft noch ein Fahrzeug mit Austauschmotor?
Der Betrieb war ansonsten weitgehend störungsfrei, lediglich dreimal sprang der Motor nicht an, einmal mußte in der Werkstatt der Motor gereinigt werden, das komme angeblich öfter bei diesem Motorentyp vor. Sonstige Defekte: einmal Versagen des Kofferraumschlosses (Garantiefall), bereits zwei neue Blinkerrelais, eine neue Batterie, einmal Austausch des Heckscheibenwischermotors bei 90 000 km und eine ungeklärte Batterieentladung (vielleicht durch das RDS-System des Radios).
Betriebskosten
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Die Werkstattkosten fand ich recht hoch, das scheint heutzutage aber für Fahrzeuge aller Marken zu gelten (akutuell erwirtschaften die Automobilkonzerne 1% des Gewinns über Neufahrzeuge, 36% über Finanzdienstleistungen, aber fast 60% über Ersatzteilhandel). Die Wartungsintervalle sind als sogenannter Longlife-Betrieb variabel: das Fahrzeug meldet sich selbst, wenn es zur Inspektion muß (bei mir immer so nach 25 000 bis 27 000 km). Wird diese Grenze nicht erreicht, ist alle zwei Jahre eine Inspektion fällig. Negativ ist der damit verbundene höhere Ölpreis zu werten: man braucht von VW für den Longlife-Betrieb freigegebene Motoröle, die um 20 Euro pro Liter kosten. Nach Auskunft meiner Werkstatt kann man den Wagen aber von Longlife auf Normalbetrieb umschlüsseln lassen, dann sind auch billigere Öle freigegeben, dafür aber häufigere Werkstattintervalle.
Negativ sind der hohe Verbrauch von 12 bis 13 l Super/100km (Herstellerempfehlung: Super plus, alternativ auch bei geringem Leistungsverlust Super möglich) und der hohe Ölverbrauch von ca 1l auf 1000 km zu werten. Der hohe Anschaffungspreis und der damit verbundene Wertverlust sind ungünstig, hier werden kleinere Motoren und Dieselmodelle wesentlich besser gehandelt. Mir wurden jetzt in den letzten Wochen von verschiedenen Autohändlern Einkaufspreise von 8000 bis 8900 Euro genannt. Als Trost bleibt nur: viel weiter kann der Verkaufspreis nicht mehr heruntergehen. Der Gebrauchswert des Fahrzeugs ist allerdings mit den Jahren kaum schlechter geworden, er fährt noch genauso komfortabel wie am Anfang.
Prestige
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Das Sozialprestige des Wagens ist nicht so hoch wie zum Beispiel bei Porsche, Audi, Mercedes oder BMW. Dafür ist der Preis niedriger. Qualitativ kann das Fahrzeug in dieser Liga locker mithalten.
Fazit
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An und für sich ein klasse Auto, aber aufgrund des Motorschadens kann ich jedem von diesem Motor (der auch im Golf und Touareg verbaut wird) nur abraten. Eventuell sollte man sich hier mehr in Richtung TDI orientieren. Ich werde aufgrund dieser Erfahrungen wohl keinen VW mehr kaufen.
ein Testbericht von KaKaO2006-02-10 02:48:44vom 10.02.2006Empfehlung: ja
Vorteile: Qualität
Fahreigenschaften
Handling
Schönes, schlichtes Design...Nachteile/Kritik: Kleinere verbesserungswürdige Schwachpunkte (anfällige Vorderachsenaufhängung)
Erst einmal muss ich sagen, dass sich in meiner bis jetzt sieben jährigen Karriere als Autofahrer ausschliesslich VW Fahrzeuge in meinem Besitz befanden. Ich bin zwar verschiedene andere Automarken gefahren, bin aber zu dem Punkt gelangt, dass VW eine durchaus günstige Variante in der mir zusagenden Qualitätsklasse ist. Der VW Passat zählt seit je her zu meinen Favoriten unter der vielzahl der auf dem Automarkt erschienenen Combis. Er verspricht ein grosszügiges Platzangebot und genügend Komfort für einen relativ fairen Preis. Allerdings gab es auf die letzte Neuerung des Wagens einen
saftigen Preisanstieg, weshalb ich mich beim Kauf eines Neuwagens (was im Moment für mich sowieso nicht in Frage kommt) wohl eher für ein Modell einer Tochterfirma VW´s entscheiden würde.
Mit dem Passat war ich vollstens zufrieden. Er hatte sehr gute, vor allem sehr ruhige Fahreigenschaften. Man hatte auf Autobahnfahrten das Gefühl einen qualitativ hochwertigen Wagen zu fahren. Es gab keine störenden Geräusche durch eine gute Schallisolierung. Die integrierte Stereoanlage lieferte satten, sauberen Klang. Man spürte nahezu keine Bodenwellen und das Handling war sehr präzise und nahezu perfekt, wie man es von einem guten Mittelklassewagen erwarten kann.
Das Interieur ist sehr sauber und übersichtlich angelegt und verarbeitet und bietet eine gewisse Wohlfühlatmosphäre.
Was mich besonders überrascht hat ist die lange Lebensdauer der Motoren. Ich habe meinen Passat letztes Jahr (im Alter von 5 Jahren) für 4000 Euro verkauft ( Kilometerstand : ca. 365000 km!!! ).
Der Motor zeigte mit steigender Kilometerzahl keinerlei erkennbare Mängel oder Leistungsminderungen. Ich hatte in den fünf Jahren Nutzung keine einzige Panne, wobei ich Vielfahrer bin/war (ca. 400km pro Tag). Der Kraftstoffverbrauch auf lies sich bei Autobahnfahrten mittels Tempomat ( gute 120 - 130 km/h ) auf 5-6 Liter auf die 100 km reduzieren. Bei meinem letzten Umzug bewies der Wagen ausserdem gute Stauraummöglichkeiten, bei weggeklappter Rücksitzbank lies sich problemlos ein komplettes Bett (Madratze 140 mal 200 cm) samt Madratze und Gitterrost im Kofferraum transportieren.
Einziges Manko war bei meinem Passat eine bekannte Schwäche des Fahrzeugs, die Vorderachsenaufhängung musste nach ca. 250000 Kilometern Nutzung erneuert werden.
Alles in allem, ich würde jederzeit wieder einen solch tollen Wagen mein Eigen nennen wollen.
Danke für ihre Aufmerksamkeit und vorallem : Gute Fahrt !
...
ein Testbericht von brain182006-01-19 13:36:22vom 19.01.2006Empfehlung: ja
Vorteile: Günstig im Unterhalt...Nachteile/Kritik: Ggfls. teure Werkstattkosten
Heute schreibe ich einen Erfahrungsbericht über den VW Passat Limousine mit dem ich bis heute noch keinerlei Probleme gehabt habe, allerdings muß man die Verschleißteile oft teuer bezahlen. Ich kaufte mir den Passat vor anderthalb Jahren wobei ich sagen muß das mein Vater den Wagen schon seit dem 27.10.1999 besessen hat. ich fahre ihn jetzt seit März 2003 und mein Vater und ich können nur sagen das es sich bei diesem Fahrzeug um ein wirklich Familien- und Werkstattfreundlichen Wagen handelt.
Zum Auto:
Der Passat hat einen 1,8l Motor und ist mit 90
Ps ausgerüstet.
Die Höchstgeschwindigkeit ist mit 178 eingetragen wobei mein Fahrzeug gut eingefahren ist und bei gutem Wetter auch gut und gerne die 195km/h Spitze erreicht.
Er besitzt die Schadstoffklasse Euro 2 und kostet somit ca. 133 Eur an Steuern im Jahr was doch sehr preisgünstig ist. Es handelt sich bei meinem fahrzeug um einen Benziner welcher mit Super Bleifrei betankt werden muß.
Er hat eine Länge von 4605mm, eine Breite von 1720mm und eine Höhe von 1430mm.
Das Leergewicht beträgt 1220 kg und darf max. 1750kg betragen also zum Beladen sehr geeignet.
Die zulässige Achslast liegt bei 900kg.
Die zulässige Anhängerlast mit Bremse liegt bei 1200kg und ohne Bremse bei 600kg.
Standgeräusch des Autos beträgt 83db (A) und Fahrgeräusch 75db ( A).
Tag der ersten Zulassung war der 06.10.1995
Fahrkomfort:
Der Passat ist ein wunder im Fahrkomfort, sehr schön gepolsterte Sitze wo einem auch nach mehrstündiger Fahrt der Hintern noch nicht weh tut, die lenkung ist spielend leicht und das Fahrzeug hat nur einen sehr geringen Wendekreis was einem beim Ein-/ Ausparken sehr behilflich sein kann.
Das Fahrzeug hat auch ABS was gerade zur Winterzeit sehr behilflich sein kann damit man nicht unkrontollierbar durch die Gegend rutscht.
Da das Auto nicht über eine serienmäßige Klimaanlage verfügt bin ich doch sehr dankbar das es ein elektronisches Sonnenschiebedach hat.
Die Stoßdämpfer federn angenehm auch bei holprigen Straßen, leider habe ich das Glück jetzt nicht mehr da ich meine Stoßdämpfer wechseln mußte im vergangenen Monat die sehr hart sind und sogar das Auto auf einer geteerten Straße schon holpert.
Die Bereifung:
Serienmäßig ist das Fahrzeug mit 185/ 65R14 85T oder
mit 195/ 60R14 86T
ausgestattet, in meinem Fall mit 195er Bereifung.
zugelassen ist aber auch lt. Fahrzeugschein 205/ 50R15 86T
Die Ausstattung:
Bei meinem Fahrzeug gibt es noch an Ausstattung folgende Dinge:
- Servolenkung
- Sonnenschiebedach
- ABS
- Alpha Radio
- Fahrer und Beifahrerairbag
Die Innenausstattung ist sehr modern, was man auch an den Polsterfarben erkennen kann, früher war es oft so das die Polster in langweiligem Beige gewesen sind, das ist bei meinem Auto anders, hier sind sie schwarz mit blauen Applikationen.
Das Auto verfügt über ABS was das Fahren gerade jetzt wieder im Winter doch sehr erleichert das man nicht unkontrolliert durch die Gegend rutschen muß.
Die Federung ist angenehm weich und federt auch sehr gut ab wenn man mal durch eine Schlaglochstraße fahren muß.
Leider habe ich diesen Luxus im vergangenen Monat da ich jetzt das erste mal meine Stoßdämpfer gewechselt haben mußte und die sind doch sehr hart:-(
Das Auto hat auch sehr viele Ablagefächer wo man seine ganzen Unterlagen verstauen kann und auch eine abschließbare Mittelkonsole befindet sich im Auto die gleichzeitig als Armlehne genutzt werden kann. Da sich sich aber ziemlich weit hinten befindet kann sie nur von großen Menschen genutzt werden die weit hinten sitzen müssen, für mich mit 1,73m ist sie zu weit weg und wird somit auch nicht von mir genutzt.
Kosten:
Wie schon gesagt, Steuern ca. 130Eur und Versicherung zahle ich bei SF 25 und 30% für Haftpflicht mit Vollkasko( 300€ SB ) und Teilkasko ( ohne SB ) einen vierteljahresbeitrag von 78€
Fazit:
Ich weiß ich will kein anderes Auto als den Passat mehr fahren, seit ich das Auto habe habe ich noch keine Unregelmäßigkeiten an dem Auto erlebt und es war immer ein zuverlässiger Freund für mich. Auch als mein Vater das Auto noch fuhr konnte er sich nie beschweren, das einzige was mir an meinem Auto aufgefallen ist ist eine ganz kleine Roststelle in der Nähe des Tankdeckels.
Mein Vater fährt schon wieder das neuere Modell und ich warte schon Sehnsüchtig das er wieder das neueste Modell möchte damit ich seinen "alten" wieder übernehmen kann.
So ein zuverlässiges Auto wie dieses ( Trotz eines Alters von 10 Jahren) habe ich noch nicht gehabt und werde auch in Zukunft nicht mehr umsteigen.
Nachtrag: Heute morgen ist die Zündspule defekt gewesen und mußte für 200 € gewechselt werden!!
...
Düsseldorf, 20.01.2006
Hallo : Das ist wirklich ein sehr guter Bericht von Dir und ich hoffe, das wir uns noch oft lesen werden..mit freundl. Grüßen und einen guten Start in den letzten Tag vorm Wochenende wünscht Düssi :
Leela, 18.01.2006
sh
Tommiknocker, 21.01.2006
Ich bin mit meinem Audi seeeehr zufrieden :-
ein Testbericht von Heimkimiki2005-09-18 02:20:40vom 18.09.2005Empfehlung: ja
Vorteile: siehe Bericht...Nachteile/Kritik: siehe Bericht
Volkswagen PASSAT
Vor kurzer Zeit bot sich mir die Möglichkeit den neuen VW Passat einmal testen zu dürfen. Ich nahm die Gelegenheit war und könnte mir so in 2 Stunden ein relativ gutes Bild über die neue Passat-Generation machen.
Da ich bis dato auch schon einige Male die fünfte (alte) Variante gefahren bin, versuche ich im folgenden auch einen Vergleich zwischen Generation Sechs (NEU) und Fünf (ALT) darzulegen.
Schon vom ersten Sehen her machte der neue Passat eine beeindruckende Wirkung auf mich. Er wirkt noch kräftiger und bulliger als die ausgelaufene Passatversion, wirkt
aber gleichzeitig auch extrem elegant. Wenn ich meine ersten eindrücke mit zwei Worten beschreiben müsste, würde ich dieses Auto wie folgt beschreiben: "sportlich/elegant"!!! Am beeindruckensten empfand ich, die wie aus allen anderen Passatgenerationen gewohnte klare Passat-Linie, die seit nun mehr als 30 Jahren den Passat immer moderner macht aber trotzdem unverbweckselbar bleib. Um die Außenpartie des großen Golfbruders abzuschließen, möchten noch die sehr gelungenen LED-Rückleuchten erwähnen, die meinem Gesschmack sehr entgegenkommen.
Wenn man nun den Innenraum betritt wird die Großzügigkeit der Außenlinie nicht unterbrochen. Die angebehm großen und wie bekannt mit guter Seitenführung machen das Sitzen mit Passat von der ersten Sekunden zum Wohlgenuss. Auch die Amaturen sind ganz VW-typisch wie immer sehr übersichltich und leicht zu bedienen. Eine weitere Neuerung, die mir sehr gut gefallen hat, ist das schlüssellose starten des Motors. Mittels eines kleinen rechtigen Blocken der mit einem Chip versehen ist wird gestartet. In den dafür vorgesehenen Schlitz gesetzt, aktiviert der Chip die Zündung; daaufgedrückt, startet der Motor. Mächtig beeindruckend!!!
Trotz des relativ schwachen Motors, der mir zur Vergügung stand (1.6 FSI mit 115PS) macht der Passat richtig Spaß. Da die sechste Passatgeneration gegenüber seinem Vorgänger wieder in Ausmaßen und Gewicht gewachsen ist, würde ich mich beim Kauf für einen größeren Motor, wie beispielsweise den 2.0 FSI mit 150PS oder den neuen Diesel 2.0 TDI mit 140PS, entscheiden. Denn das stabile Fahrverhalten und die relativ straffe Abstimmung (straffer als der Vorgänger) sowie die zielgenaue Lenkung verleiten zu einen sportlichen Fahrstil und dafür ist der 1.6-Motor einfach zu schwach auf der Brust.
Also mich hat der neue Passat wirklich überzeugt!!!
SERIENAUSSTATTUNG:
---Fahrer-/Bei fahrer-Airbag
---Kopfairbags vorn/hinten
---Seitenairbags vor
---ESP
---Rückleuchte in LED-Technik
---Dreipunktgurte/Kopfstützen auf allen Sitzplätzen
---aktive Kopfstützen vorn
---Außenspiegel elektrisch einstell- und beheizbar
---Fahrersitz höhenverstellbar
---elektrische Parkbremse
---Servolenkung
---Stahlräder (16Zoll)
---elektrische Fensterheber vorn
---Lenksäule höhenverstellbar/längsverstellbar
---Rücksitzlehn e asymmetrisch geteilt umklappbar
---Bordcomputer mit Außentemperaturanzeige
---Warnblinkfunktion, automatisch bei Vollbremsung
---Zentralverrieglung mit Funkfernbedienung
---Klimaanlage
EXTRAS:
-- -Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Kurven und Abbiegelicht
---Sportfahrwerk
---6-Gang-Automati k
---DSG-Getriebe
---Diesel-Partikelfilter
---M etallic-Lackierung
---elektrisches Schiebe-/Hebedach
---zugfreie Klimaautomatik
---Lederausstattung
---Multifunkt ionslenkrad
---Lederlenkrad
---Navigation
---Ne belscheinwerfer
---Park-Pilot
---CD-Radio
---Le ichtmetallräder (16 Zoll)
---Regenschirm (passend für Fach in Türverkleidung)
---vollelektronische Vordersitze
---Seitenairbags hinten
---Steckdose (230VOLT)
Weiterhin hat man die Wahl zwischen 5 verschiedenen Motorisierungen. Vom von mir angesprochenen 1.6FSI (BENZINER) über den klassischen 1.9 TDI (Diesel), bis hoch zum 2.0TFSI mit stolzen 200PS.
Ich würde mir den neuen Passat sofort kaufen, wenn ich es könnte...
Schließlich hat soviel sportlicher Luxus auch seinen Preis. Und der geht nicht unter 23000 Euro los!!!
luxusklasse1, 07.09.2005
eigentlich finde ich muumlsste man schon ein paar Monate Fahrerfahrung mit bringen, wenn man uumlber ein Auto schreibt. Serviceleistungen und Probleme kann man sonst doch gar nicht beurteilen. Trotzdem sh.
freshmaik, 05.09.2005
Ich finds etwas knapp und man findet recht wenig Informationen uumlber Fahrwerk und Haptik des Wagens. Das wuumlrde ich mir noch wuumlnschen.. Gruszlig Michael
ein Testbericht von GentleGreg2005-06-13 18:43:37vom 13.06.2005Empfehlung: ja
Vorteile: Verarbeitung,
zuverlässig,
Platzangebot,
funktionell
...Nachteile/Kritik: mittlerweile kleine Roststellen an der Heckklappe
Der "VW Passat", der meinem Vater gehört, hat mittlerweile 470.000 Kilometer hinter sich. Wir haben ihn 1992 als Neuwagen gekauft, wenn ich mich recht entsinne, hat er knappe 40.000 DM gekostet. Mittlerweile ist er also schon 13 Jahre alt, trotzdem ist er immer noch zuverlässig und leistet treu seinen täglichen Dienst, bei dem er Tag für Tag mehrere hundert Kilometer gefahren wird.
Wir fahren den "VW Passat GL Variant 35i".
Dieser Bericht beruht nun wirklich auf Langzeiterfahrungen, ich selbst fahre den Passat natürlich auch gelegentlich (wenn ich nicht gerade mit meinem Jetta
unterwegs bin). Ich wünsche euch nun viel Spaß beim Lesen, Bewerten und Kommentieren!
Motor & Fahreigenschaften
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Im Passat ist ein 2,0 Liter Motor, der Motorkennbuchstabe ist 2E. Dieser leistet 115 PS (85 kW).
Die eingetragene Höchstgeschwindigkeit liegt bei 191 km/h, die sind auch wirklich drin - vielleicht auch mehr. Der Motor zieht durch den großen Hubraum in allen Drehzahlbereichen ordentlich durch, dennoch würde ich sagen, dass der beste Bereich bei etwa 3000 - 4000 U/min liegt. Mit dem Fünfganggetriebe ist es somit möglich, den Passat mit seinen knapp 1200 kg in 10,8 Sekunden von 0 auf 100 zu beschleunigen, ein akzeptabler Wert für die Familienkutsche. Man sollte den Passat Variant auf jeden Fall mit mindestens 90 PS wählen, unsere 115-PS-Variante geht schon ganz schön ab. Inzwischen ist der neue Passat eher zum TDI-Klassiker geworden.
Serienmäßig erreicht der Motor die Euro-1-Norm, inzwischen haben wir jedoch einen neuen Katalysator nachgerüstet, mit der die D3-Norm erreicht wird, damit kostet der Passat mit seinen 2000 cm³ Hubraum etwa 135,-EUR an Steuern jährlich.
Wie schon erwähnt, ist der Motor inzwischen fast 500.000 km gelaufen, es ist natürlich der originale erste Motor. Mit regelmäßigen Ölwechseln (alle 15.000 km) und einer sanften Fahrweise (insbesondere in der Kaltlaufphase) machten dies möglich. Als Öl wird das Leichtlauföl 10W40 benutzt.
Der Motor braucht mindestens 91 ROZ, Normalbenzin reicht also aus, wir tanken jedoch ausschließlich Shell-V-Power - weil wir's ja haben - NEIN, natürlich nicht, wir tanken Super. Der Verbrauch liegt damit bei sparsamen 7,4 l pro 100 Kilometer. Es ist möglich ihn bis auf 6,9 l herunterzudrosseln (konstant 120 km/h auf der Autobahn). Im Stadtverkehr und bei zügiger Fahrweise sind auch mal bis zu 9 l drin. Insgesamt ist dies jedoch bei der Leistung und dem höheren Gewicht immer noch ein guter Wert.
Fahrwerk & Reifen
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Das Fahrwerk ist natürlich auf Komfort ausgelegt. Trotzdem ist es nicht zu weich und auch bei schnellerer Fahrweise recht angenehm. Durch die gut dosierte Servolenkung ist auch das Lenken sehr einfach.
Die serienmäßigen Reifengröße ist 195/65 R15. Im Winter sind das dann 185/55 R14. Die serienmäßigen Stahlfelgen halten immer noch und werden von den schlichten Radzierblenden verdeckt.
Insgesamt ist das Fahrgefühl sehr angenehm. Sicherlich haben sich in den Jahren mehrere neue Stoßdämpfer angesammelt, aber das Fahrgefühl hat dadurch in keinster Weise gelitten, die Achsen sind so wie am ersten Tag!
Innenraum & Platzangebot
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Der wohl häufigste Grund für den Kauf eines Passats ist das Platzangebot. Und ich werde euch berichten, dass dieser Passat (35i) den wohl größten Raum aller Passat-Modelreihen hat. Sowohl vorne als auch hinten ist die Beinfreiheit enorm. Da kann kein anderes Auto mithalten. Die vorderen Sitze bieten sehr guten Seitenhalt und sind trotzdem bequem, den Fahrersitz kann man natürlich auch in der Höhe verstellen.
In der Rückbank ist eine ausklappbare Armlehne integriert.
Die Instrumente sind grün beleuchtet und gut ablesbar, die Anordnung der Schalter und Funktionen ist sehr übersichtlich und auch im Dunkeln leicht zu bedienen. Irgendwann sogar intuitiv, ohne hinzusehen. Der DIN-Radioschacht ist somit für jedes handelsübliche Autoradio verwendbar. Die Antenne ist übrigens in der Heckscheibe integriert, so ist sie vor Randalismus oder Diebstahl geschützt. Wir haben dann noch elektrisch verstellbare und beheizte Außenspiegel. Die Lüftung und Heizung erreicht sehr schnell ihre Temperatur und bringt im Sommer genügend Frischluft ins Innere.
Das elektrisch verstellbare Schiebedach ist besonders im Sommer ein genialer Erfrischungsweg.
Es gibt jede Menge Ablagemöglichkeiten, da bleibt kein Wunsch offen. In allen vier Türen gibt es großzügige Türfächer.
Hinsichtlich des Inneraumes sollten sich neuere Modelle mal ein Beispiel nehmen.
Der Kofferraum ist natürlich ebenfalls riesig. Die Rückbank kann man zweiteilig umklappen, so werden auch größere sperrige Sachen kein Problem. Man könnte dann auch problemlos zu zweit darin bequem schlafen.
Somit ist sowohl die Einkaufstour als auch die Urlaubsfahrt kein Problem für den Passat.
Jedes Jahr geht's mit dem Passat in den Urlaub, mit dabei sind die Fahrräder, die auf dem Dachgepäckträger montiert werden. Der Gepäckträger kann dann bis zu 75 kg aufnehmen, er wird an der Dachreiling befestigt. Für vier Fahrräder ist also auch Platz genug.
Die Stoffbezüge der Sitze sehen fast neu aus, sie sind extrem abnutzungsarm und trotzten mittlerweile schon einigen Transporten.
Karosserie
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Die Karosserie ist im großen und ganzen sehr gut verarbeitet, es gibt fast keine Roststellen. Lediglich an der Heckklappe treten zur Zeit einige Blüten auf, die wir aber recht einfach behandelt haben. Man sollte den Lack regelmäßig mit einer Versiegelung pflegen, unser Metallic-Schwarz ist recht neuwertig und strahlt immer noch in vollem Glanze!
Die Karosserie ist in besten Zustand, hier hat sich nichts in den Jahren verzogen, auch der Unterboden hat keinerlei Mängel oder Roststellen.
Reparaturen
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Sic herlich kommt auch das beste Auto bei so einer Laufleistung nicht ohne Reparaturen aus. Bei unserem Passat wurden so selbstverständlich schon alle Verschleißteile gewechselt:
- Bremsen
- Stoßdämpfer
- Zahnriemen
- Auspuff
- Reifen
- Kupplung
- Luftfilter
- Keilriemen
- Bremsleitungen
- Lichtmaschine
Größere Defekte kamen bis jetzt noch nie vor, auch bei längeren Fahrten braucht man eigentlich keine Angst vor Pannen zu haben.
Da wir die Arbeiten aber allesamt selbst durchführen, sparen wir eine Menge Geld. Wie auch in meinem Jetta-Bericht möchte ich euch dazu noch das "Motor-Talk"-Forum empfehlen (www.motor-talk.de), dort kann man Probleme und Lösungen besprechen.
Fazit
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Allein der Kilometerstand spricht für sich. Der Passat war auch schon damals ein echter Langzeitläufer. Vor allem das große Platzangebot und die Funktionalität sind die Stärken des Wagens. Wir werden ihn jedenfalls weiter fahren - wer weiß, vielleicht könnt ihr ja irgendwann hier erfahren, dass er die 1.000.000-Grenze geknackt hat. Bis dahin kann ich euch den Passat nur empfehlen! Gute gebrauchte gibt es immer noch für wenige tausend Euro.
kengi, 28.06.2005
Besonders gut fand ich, dass du auf die Zuverlaumlssigkeit eingegangen bist weil euer Modell nur noch als Grauchtwagen erhaumlltlich. Im Kapitel Fahrwerk haumltte ich mir noch Bemerkungen zur Fahrsicherheit gewuumlnscht z.B. waren die damaligen
moniseiki, 22.03.2006
sh
mausi4, 08.02.2006
lg...freu mich über gegenlesungen!
ein Testbericht von rider-of-apocalypse2005-06-06 21:19:47vom 06.06.2005Empfehlung: ja
Vorteile: s. Text...Nachteile/Kritik: s. Text
Immer dann, wenn ich in meine alte Heimat (Hannover) fahre, übernehme ich für die Dauer meines Aufenthalts das Automobil meines Vaters und auch immer dann, wenn meine Eltern (oder auch nur mein Vater) eine Flugreise antreten (seit die beiden im Ruhestand sind, kommt dies sehr häufig vor), übernehme ich für diese Zeit dieses Auto
So kommt es auch, dass bei etwa 30% der Gesamtlaufleistung dieses Autos von etwa 60.000 km, bei dem es sich übrigens um einen VW PASSAT 1,8 des Baujahres 1998 handelt, ich der Fahrer war und diese nicht
ganz unerhebliche Erfahrung mit diesem Kraftfahrzeug und der Umstand, dass mir mein Vater vor einigen Tagen seinen VW PASSAT 1,8 wieder einmal für einige wenige Wochen übergab, versetzt mich nun in die Lage, hier einen entsprechenden Beitrag (bzw. ein entsprechendes Beitragsupdate) zu verfassen.
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ALLGEMEIN ES
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VOLKSWAGEN ist der wohl größte Hersteller von Automobilen in Deutschland und in nahezu allen Fahrzeugklassen mit eigenen Modellen vertreten. Während beispielsweise der VW POLO in der Klasse der Kleinwagen antritt und der VW GOLF die Kompaktklasse dominiert, ist der VW PASSAT ein Vertreter der Mittelklasse.
Nachdem der VW PASSAT viele Jahre lang überwiegend als geräumiges Familien- und Transport-/Handwerkerauto verkauft wurde, führte der Konzern das Modell mit diversen Modellwechseln und Aufwertungen nun etwa in der Zweiten Hälfte der 90er Jahre in die gehobene Mittelklasse, wo er nun durchaus ein Konkurrent für BMW und MERCEDES (C-Klasse) ist.
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TECHNISC HE DATEN
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Bezeichnung : Volkswagen Passat 1,8
Baujahr: 1998
Hubraum: 1781 ccm
Leistung: 110 KW (150 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 217 km/h
Motor: 5 Zylinder Turbomotor
Antrieb: Frontantrieb
Leergewicht: 1395 kg
zul. Gesamtgewicht: 1870 kg
Maße: 4675 x 1740 x 1459 mm
Standgeräusch: 81 dB
Fahrgeräusch: 71 dB
Schadstoffklasse: D3
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DESI GN / VERARBEITUNG
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Beim VW PASSAT 1,8 handelt es sich der Form nach um eine klassische Limousine mit klassischem Stufenheck. Dabei ist das Dach nach hinten leicht abfallend gestaltet und kanten wurden durch ansprechende Rundungen ersetzt. Den schwarzen Kühlergrill ziert ein recht großes Markenemblem, die vorderen Scheinwerfer und Blinker bestehen aus Klarglas, die hinteren Leuchtenelement sind einheitlich rot (mit einem weißen Quadrat für den Rückfahrscheinwerfer in der Mitte) und so ist der VW PASSAT 1,8 von schlichter Eleganz mit einer dezent sportlichen Note geprägt.
Zwar mag der ein oder andere den VW PASSAT 1,8 aufgrund seines Verzichts auf wirklich markante Merkmale als "langweiliges Altherrenfahrzeug betrachten, ich empfinde das Design als zeitlos und klassisch.
Auch bezüglich der Verarbeitung kann der VW PASSAT 1,8 dem Anspruch, zur gehobenen Mittelklasse zu gehören vollends gerecht werden. Die verwendeten Materialien im Innenraum wirken sehr hochwertig und wurden optimal eingepaßt. Hebel und andere Bedienelemente wirken absolut solide und auch auf schlecht befestigten Straßen kommt es nie zu irgendwelchen Störgeräuschen.
Die Lackierung wirkt 100%ig gleichmäßig und auch die Spaltmaße bieten keinerlei Anlass für Beanstandungen., so dass der VW PASSAT 1,8 bezüglich Materialanmutung und Verarbeitung der vermeintlich nobleren Konkurrenz (Audi, BMW, Mercedes) in nichts nachsteht.
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KOSTEN
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Im Jahre 1998 hate der hier vorgestellte VW PASSAT mit der beschriebenen Ausstattung einen Neupreis deutlich jenseits der 50.000,- DM, der heute, nach zwei Modellwechseln und eines allgemeinen Preisanstieg natürlich nur noch von geringer Bedeutung ist. Auch als Gebrauchtwagen ist der VW PASSAT 1,8 ein relativ beliebtes Automobil und auch wenn der VW PASSAT als Kombi (und/oder mit TDI-Motor) deutlich beliebter ist, als die Limousine, so sind auch die Gebrauchtwagenpreise für die Limousine vergleichsweise hoch.
Die Preise der (recht zahlreich vertretenen) Werkstätten sowie die Ersatzteilpreise liegen etwa auf durchschnittlichem Niveau und bieten ebenfalls keinen Anlass für Beanstandungen, zumal auch ein außerplanmäßiger Werkstattaufenthalt bisher nie nötig war.
Der Verbrauch (Super) des VW PASSAT 1,8 bewegt sich dabei im Durchschnitt auf einem für ein Automobil mit 150 PS aus 1,8 l Hubraum angemessenen Niveau. Bei einer "Cruising-Speed" von etwa 150 km/h kommt das Auto mit etwa 8,6 l auf 100 km aus, auf meiner täglichen Strecke ins Büro und zurück (überwiegend Landstraße, aber auch Autobahn und Stadtverkehr) ermittelt der Bordcomputer einen Durchschnittsverbrauch von etwa 8,4 l.
Die Versicherungseinstufungen für den VW PASSAT 1,8 sind erfreulich niedrig. So ist dieses AUtomobil in der Hafatpflichtversicherung in die Typenklasse 15 eingestuft, in der Teilkasko in die Typenklasse 23.
Nach dem Einsteigen in den viertürigen VW PASSAT 1,8 fällt zunächst auf, dass dieses Automobil auch für die maximal zulässigen fünf Insassen mehr als Ausreichend Platz bietet Trotz dem leicht abfallenden Dach ist die Kopffreiheit auch für Menschen jenseits der 190 cm ausreichend und auch die Beinfreiheit sollte selbst im Fond auch für groß gewachsene Insassen deutlich ausreichen (mit meinen 1,82 m Körpergröße empfinde ich das Platzangebot auch auf den hinteren Sitzen immer als absolut ausreichend).
Im PASSAT sitzen Fahrer, Beifahrer und Insassen auf den hinteren Rängen nicht nur weitestgehend unbeengt, sondern auch auf ausgesprochen angenehm ausgeformten und bequemen sitzen, wobei die Frontsitze unter anderem auch in der Höhe und Neigung verstellt werden können. Es sollte also ein jeder eine optimale Sitzposition finden können. Auch das Kofferraumvolumen (präzise Angaben in Litern kann ich hier leider nicht machen) empfinde ich als mehr als ausreichend (ich habe hier schon 9 Kisten Bier sowie diverse kleinere Einkäufe problemlos verstaut) und durch die umklappbare Rückbank kann der Stauraum noch erweitert werden.
Vom Fahrersitz aus blickt man auf ein recht ausladendes Armaturenbrett, auf/an dem alle Bedienelemente leicht zugänglich angebracht und problemlos zu bedienen sind. So werden beispielsweise die Scheinwerfer mittels eines Drehschalters links neben dem Lenkrad geschaltet. Hinter dem griffigen, vergleichsweise kleinen Lenkrad sind zentral der Drehzahlmesser sowie der Tachometer (und natürlich etwas kleiner auch Tankanzeige, diverse Warnlampen, ...) zu sehen. Weiterhin finden ich an beiden Seiten der Lenksäule Hebel, über die Blinker, Scheibenwischer (einschließlich Scheinwerferwaschanlage) sowie der Tempomat bedient werden. An der Innenseite der Fahrertür befinden sich die Regler für die elektrischen Fensterheber (alle Fenster) sowie für die elektronische Einstellung der Rückspiegel.
Insgesamt scheint mir die Bedienung also durchaus intuitiv, lediglich die Fernentriegelung für die Tankklappe (in der Mittelkonsole, leicht verdeckt durch eine klappbare Armstütze) mußte ich einige Sekunden suchen.
In meinem Falle kann die Ausstattung des VW PASSAT als nahezu perfekt bezeichnet werden. So stehen mir elektronisch verstellbare Spiegel, elektrische Fensterheber, Sitze aus Leder und Alcantra, Armaturenbrett mit Aluminium und Holz, Servolenkung, Zentralverriegelung, Klimaanlage, Tempomat, Navigationsgerät, 8 Lautsprecher (das Radio stammt von einem anderen Anbieter (Aiwa) und zählte nicht zur Werksausstattung), beleuchteter Schminkspiegel in der Sonnenblende, gekühltes abschließbares Handschuhfach, Dosenhalter, ... zur Verfügung.
Zweifellos kann man über die Notwendigkeit vieler Extras streiten und auf einen beleuchteten Schminkspiegel kann ich auch gut verzichten, aber Ausstattungsmerkmale wie beispielsweise der Tempomat erweisen sich immer wieder als nützlich (ich nutze den Tempomat gerne auf meiner Strecke (Landstraße) ins Büro, wo sehr häufig geblitzt wird - eingestellt auf 70 km/h kann ich, wenn erlaubt, problemlos auf 100 km/h beschleunigen um dann das Auto automatisch auf 70 km/h zurückfallen zu lassen und dieses Tempo dann zu halten).
Die Sitze aus Leder (Seiten) und Alcantra (Innenteile) sowie die Innenraumaplikationen aus Holz (und Aluminium) haben zwar keinen wirklichen praktischen Nutzwert (außer natürlich der im Winter sehr angenehmen Sitzheizung), tragen aber viel zur recht edlen Anmutung des VW PASSAT 1,8 bei.
Die Klimaanlage möchte ich nicht mehr missen, da diese nicht nur gerade im Sommer sehr angenehm ist, sondern auch beschlagene Scheiben innerhalb von Sekunden frei bläst. Darüber hinaus ist eine Klimaanlage in der Zwischenzeit auch schon fast Pflicht, wenn man ein Auto für einen realistischen Preis verkaufen will.
Die 8 Lautsprecher sind zwar nicht für extreme Lautstärken und Ausgangsleistungen ausgelegt, bieten aber überall im Auto sehr guten Klang.
Selbstverständlich hat VOLKSWAGEN beim VW PASSAT 1,8 auch die Sicherheitsausstattung nicht vernachlässigt. So sind ABS und Airbags (wenn ich mich nicht irre vier Stück) selbstverständlich vorhanden und letztlich trägt ja auch die Motorleistung mit den Reserven (für ggf. notwendiges zügiges Beschleunigen o.ä.) zur Sicherheit des Automobils bei.
Beim Fahren erkennt man schon auf den ersten Metern, dass der VW PASSAT 1,8 sehr gut auf der Straße liegt. Mit seinen (in meinem Fall) Reifen der Dimension 205/60R15 folgt das Auto präzise und sicher den Lenkbefehlen des Fahrers, wobei ich nie eine übermäßig ausgeprägte Neigung zum Über- oder Untersteuern feststellen konnte - der Geradeauslauf ist ohnehin über jeden Zweifel erhaben.
Die 150 PS (bei 5700 U/Min) beschleunigen den VW PASSAT 1,8 zügig auf die gewünschte Geschwindigkeit und auch die Elastizität scheint mir ausgesprochen gut. Letztere scheint mir schon aus Sicherheitsaspekten (schnelles Überholen) nicht ganz unwichtig. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt gemäß Fahrzeugschein 217 km/h, gemäß Tachoanzeige dagegen etwas mehr als 230 km/h. Wie hoch diese Höchstgeschwindigkeit in der Realität auch sein mag, sie kann in jedem Fall ohne allzu langen "Anlauf" erreicht werden, so die Straßenverhältnisse/das Verkehrsaufkommen dies überhaupt zulassen (dies auf NRWs Autobahnen nicht allzu oft der Fall).
Erfreulicherweise äußert sich eine höhere Geschwindigkeit nicht auch durch eine zu hohe Geräuschentwicklung. Wurde es in meinem ehemaligen Auto, einem Rover 216 GTI, ab etwa 160 km/h im Innenraum unangemessen laut, so kann ich mich im VW PASSAT 1,8 auch in der Nähe der Spitzengeschwindigkeit noch gepflegt unterhalten, ohne die Stimme anheben zu müssen.
Unabhängig von der Geschwindigkeit arbeitet die Servolenkung ebenfalls nahezu perfekt. So ist die Servolenkung recht leichtgängig, vermittelt aber immer ein gutes Gefühl für die Fahrbahn und arbeitet absolut präzise. Beim Einparken und/oder Rangieren scheint mir die Servolenkung nahezu ideal, bei höheren Geschwindigkeiten dürfte sie aber meines Erachtens ein klein wenig mehr widerstand aufbringen.
Die Motorleistung ermöglicht auch ein zügiges Fahren auf Steigungen und auch bei Schnee/Regen konnte ich nie irgendwelche Traktionsprobleme feststellen.
Entsprechend der Motorleistung arbeiten auch die Bremsen absolut zuverlässig und Verzögern auf jedem Untergrund (und auch bei Nässe) absolut zuverlässig innerhalb eines Bremsweges, den ich als erfreulich kurz empfinde (gemessen habe ich ihn natürlich nicht).
Ach ja, selbstverständlich springt der VW PASSAT 1,8 (mit erster Batterie) noch immer problemlos an und mit Ausnahme der regelmäßigen Inspektionen gab es noch nicht einen einzigen Werkstattaufenthalt.
Insgesamt habe ich den VW PASSAT 1,8 bisher immer als absolut problemlos und sicher zu fahrendes Auto mit einer Motorleistung, die ausreichend Reserven bietet erlebt.
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GETRIEBE
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In meinem Falle ist der VW PASSAT 1,8 mit einem Automatikgetriebe ausgestattet, das aber auch wahlweise als eine Art sequentielles Getriebe arbeiten kann.
Im Automatikbetrieb finden die Gangwechsel zwar durchaus spürbar, aber auch sehr sanft statt und auch die Momente/Geschwindigkeiten, in denen sich das Automatikgetriebe nicht so recht für einen Gang entscheiden kann und hin und her wechselt, stellen eine absolute Ausnahme dar.
Richtig Spass macht bei diesem VW PASSAT 1,8 übrigens ein klassischer "Kick down". Tritt man das Gaspedal voll durch, so nimmt sich das Getriebe eine kurze Gedenksekunde, bevor die Nadel des Drehzahlmessers sich sprunghaft dem roten Bereich nähert und der Wagen erfreulich zügig beschleunigt. Den Bordcomputer, bzw. dessen Anzeige des Momentanverbrauchs sollte man dabei aber besser nicht beachten.
Neben der Schaltkulisse für das Automatikgetriebe (also für die Fahrstufen P,N,R,D, ...) kann der Schalthebel in eine rechts daneben befindliche Kulisse geführt werden, wodurch der Fahrer dann manuell schalten kann. Dabei handelt es sich wie bereits erwähnt um eine Art sequentielles Getriebe, das heißt, Schalthebel rauf für den nächst höheren, Schalthebel runter für den nächst niedrigeren Gang. Gekuppelt wird auch hierbei nicht und auch hier finden die Gangwechsel sehr sauber und sanft statt.
Insgesamt nutze ich aber nahezu ausschließlich das Automatikgetriebe und nachdem ich bisher immer eine herkömmliche Schaltung mit Kupplung bevorzugt hatte, konnte mich der VW PASSAT 1,8 von den Vorzügen des Automatikgetriebes überzeugen, so dass mein nächstes (eigenes) Automobil, so ich denn ein Neufahrzeug kaufe, ein solches Automatikgetriebe haben wird.
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FAZIT
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Obwo hl der von mir gefahrene VW PASSAT nun auch bereits sechs Jahre alt ist empfinde ich das Design noch immer als zeitlos ansprechend. Die Fahreigenschaften und Fahrleistungen bieten mir keinen Anlass für Beanstandungen, der Verbrauch scheint mir angemessen, die Kosten halten sich in akzeptablen Grenzen, das Platzangebot ist mehr als ausreichend und die Ausstattung (im Falle des beschriebenen Automobils) ist vollständig und perfekt.
Ich spreche hier also eine ganz klare Empfehlung aus, die ich mit dem Urteil SEHR GUT verbinde.
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Overknees, 06.06.2005
Schon sehr schoumlner Bericht, paar Kleinigkeiten.
Die Ausstattungslinie Eures Passat ist Highline, nicht Comfortline... zu erkennen schon an der Leder-Alcantara-Polsterung.
Der Motor ist uumlbrigens kein 5 Zylinder, es ist der von Audi entwickelt
ein Testbericht von sutadur2005-05-29 20:12:55vom 29.05.2005Empfehlung: ja
Vorteile: Prei/Leistung...Nachteile/Kritik: verwendete Materialien im Innenraum
Am 11.März wurde der neue VW Passat 3C auf der Modell-Plattform B6 vorgestellt. Im Rahmen der Vorstellung vereinbarte ich eine Probefahrt und entschied mich für einen Benziner. Als Vergleich dient mir der „alte“ Passat 3B mit dem 74 kW-Motor.
Letzte Woche konnte ich den Neuen testen. Mir stand ein Trendline 1.6 FSI mit 115 PS zur Verfügung. Die Ausstattungsversion Trendline bildet das Basismodell der neuen Passatreihe. Weitere Ausstattungsvarianten sind Comfortline, Highline und erstmals eine Sportline.
Außen
Die Frontpartie des neuen Passat ist sehr gefällig und erinnert in den Stilelementen gelegentlich an den Phaeton.
Die
Heckpartie hingegen wirkt stark japanisiert und ist sicherlich der aktuellen PKW-Mode geschuldet. Das Aussehen der Heckpartie ist auch sehr stark von der Fahrzeugfarbe abhängig. In dunklen Farben gefällt sie mir wesentlich besser, wie das helle Silbermetallic.
An den Seiten und im Heckbereich hat der Passat noch dunkle Plaststoßfänger, die leichte Rempler mit der Garagenwand abfangen sollen. Auch an der vorderen Stoßstange sind solche Stoßfänger noch vorhanden, hier allerdings in Wagenfarbe lackiert. Warum man dies Stoßfänger allerdings auf die Breite und Dicke eines Zimmermannsbleistiftes reduziert hat ist unverständlich.
Zur Freude der Werkstätten hat man die Blinkleuchten in die Stoßstange integriert.
Innen
Der Innenraum hinterlässt bei mir einen gespaltenen Eindruck. Auf den ersten Blick fühlt man sich ein einen Wagen der Oberklasse versetzt. Beim genaueren Betrachten muss man feststellen, dass viele Plastteile einfach billig wirken. Die von mir gefahrene Ausstattung hatte eine helle Innenraumfarbe (Hellgrau). Das Oberteil des Armaturenbretts war schwarz, alle Bereiche darunter hellgrau. Speziell diese hellgrauen Plastteile wirken billig, a la 1990er Nissan Micra. Auch das Vierspeichenlenkrad vermittelt mehr den Eindruck eines Polos.
Das Raumgefühl ist sehr gut, auch wenn mir die Mittenkonsole etwas breiter vorkommt wie bei meinem alten 3B. Die Schalter und Bedienelemente sitzen alle an den Stellen, wie man es bei VW gewöhnt ist. Jeder VW Fahrer würde sofort mit den Bedienelementen zurechtkommen.
Für meine Verhältnisse besitzt der neue Passat schon fast zu viele Ablagemöglichkeiten, die förmlich dazu Einladen viel Ramsch mit durch die Gegend zufahren. Die Möglichkeit größere Flachen (1L auf der Fahrerseite und 1,5 L auf der Beifahrerseite) in den Türen unterzubringen halte ich für sehr gut, denn gerade auf längeren Fahrten hat man oft etwas zu Trinken dabei. Ob die zwei Cubholder in der Mittelkonsole auch noch notwendig sind sei dahingestellt.
Weiterhin gibt es zwischen Fahrer- und Beifahrersitz eine große Ablagemulde. In den besseren Ausstattungsvarianten ist diese abgedeckt. Der Fahrer eines Trendline muss auch auf eine Mittelarmlehne verzichten.
Der Fahrersitz ist, wie bei den Vorgängern, höhenverstellbar.
Die Innenlampen unter den Sonnenblenden wurde eingespart und sind gegen Aufpreis in einem s.g. Lichtpaket erhältlich. Es gibt über dem Rückspiegel eine große Innenbeleuchtung und zwei Leselampen. Davor befindet sich eine Ablage für eine Sonnenbrille. Im hinteren Bereich befindet sich eine zentrale Innenraumlampe und zwei Leselampen für die Fondpassagiere.
Der Innenrückspiegel ist aus meiner Sicht etwas zu tief positioniert und nur bei den Ausstattungsversionen ab Comfortline selbstständig abblendend.
Die stärkere Schrägstellung der Frontscheibe ist beim Fahren anfangs sehr gewöhnungsbedürftig, da sich dadurch das gewohnte Blickfeld verändert.
Ausstattung
Der von mir gefahrene Trendline besitzt, wie die Basisversion früher auch, nur vorn elektrische Fensterheber. Früher war die handgeregelte Klimaanlage serienmäßig, heute erhält bereits die Basisversion die einfache Klimaautomatik namens Climatic.
Auch ein einfacher Bordcomputer zählt heute zur Serie bei der Grundausstattung.
Das beleuchtete Handschuhfach ist ausreichend groß und hat per Klimaanlage eine Kühlmöglichkeit. Dieses nützliche Feature wurde beibehalten.
Eine Sitzheizung ist nur gegen Aufpreis für den Trendleine erhältlich, bei den höheren Ausstattungsversionen jedoch Serie.
Einen unverständlichen Schritt ging VW bei den Radios. Hier wählte man den gleichen Weg wie Ford und baut jetzt überdimensionale Radios ein. DIN-Einbauschacht ade. Der Einbau eines Fremdfabrikates ist de facto nicht möglich oder kostet sicherlich erhebliche Umrüstaufwendungen. Die jetzigen Radios sind alle mit DC-Player ausgestattet. Das billigste Radio ist für ca. 500,- Euro zu bekommen.
Technik
Der Passat hat serienmäßig Scheibenbremsen. Die vorderen Bremsscheiben sind innenbelüftet. Weiterhin gehören ABS, ESP EDS, ASR und ein Bremsassistent zum Serienumfang.
Serienmäßig sind 2 Front-, 2-Seiten- und vier Kopfairbags. Seitenairbags für die Fondpassagiere sind gegen Aufpreis zu haben.
Der von mir gefahrene Passat hatten den 1,6 l Motor FSI mit 85 kW (115 PS). Im Zuge der Typervereinheitlichung wird der Motor jetzt, analog zum Golf, quer eingebaut. Leider verlangt die FSI-Technik Super Plus-Benzin oder mindestens Super. Die Zeiten mit Normalbenzin sind leider vorbei.
Diese Motorisierung sollte das untere Level für den ca. 1,4 t schweren Passat sein. Beim Fahren wirkt der Motor sehr angestrengt und verlangt nach relativ hohen Drehzahlen. Es ist kein Motor für Schaltfaule! Das Sechsganggetriebe hat erfreulich kurze Schaltwege und die hydraulisch unterstützte Kupplung ist eine Wohltat.
Die Höchstgeschwindigkeit soll bei dieser Motorisierung bei 200 km/h liegen. Leider konnte ich das auf der Landstraße nicht austesten.
Angelassen wird der neue Passat mit einem elektronischen Stick der auch die Fernbedienung für die Türen und den Kofferraum enthält. Der Kofferraum kann dann nicht nur entriegelt werden, sondern die Kofferraumklappe öffnet sich von allein. Eine schöne und auch nützliche technische Spielerei.
Das Anlassen erfolgt per Druck auf den Stick, danach greift die Hand ins Leere. Handbremse – Fehlanzeige. Der neue Passat verfügt über eine elektronische Parkbremse die per Knopfdruck geschaltet wird. Beim Anfahren löst sich diese Bremse automatisch, ähnlich einen Fahrzeug mit Automatikgetriebe. Zu diesem Feature war ich anfangs sehr skeptisch, muss jedoch sagen man gewöhnt sich sehr schnell daran.
Fahren
Bei den Fahreigenschaften habe ich wenig Unterschied zu meinem alten 3B festgestellt. Die Straßenlage ist gewohnt Sicher. Bei einer Nachtfahrt störten mich jedoch die Spiegelungen der Chromringe der Instrumente in der Frontscheibe. Zu mindestens für meine Sitzposition waren diese Spiegelungen genau im Sichtfeld.
Kofferraum
Der Kofferraum fasst 565 l. Die hinteren Verzurrösen sind für einen nur 174 cm großen Mitteleuropäer schon sehr schlecht erreichbar. Das Warndreieck befindet sich in der Kofferraumklappe, also alles wie gehabt. Das Reserverad wurde durch ein Hilfsset bestehend aus Kompressor und Schaum ersetzt. Die Reserveradmulde verleitet also auch zum mitschleppen von viel unnutzem Kram.
Fazit
Der neue Passat ist ein solider Mittelklassewagen. Den Werbeanspruch in Richtung Oberklasse zu marschieren sollte er, oder besser VW, sich jedoch verkneifen. Der größte Vorteil des Passat dürfte sein Preis sein. Bei 23075,- Euro geht es los. Wer z.B. 25000,- Euro für ein Fahrzeug ausgeben will, hat somit die Wahl zwischen Passat und Golf. Meine Entscheidung wäre dann eindeutig der Passat.
Die Auflistung von technischen Daten erspare ich mir, diese sind auf der Internetseite von VW besser zusammengestellt.
Leider gibt es bei Yopi die ModellJahre 2004 und 2005 noch nicht.
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ein Testbericht von drhotte2005-02-17 12:44:35vom 17.02.2005Empfehlung: ja
Seit knappen drei Jahren zähle ich zu den stolzen Besitzern eines VW Passat.
Anfangs war dieses jedoch ein eher gestörtes Verhältnis. Das lag weniger an mir, sondern hauptsächlich an der anfälligen Elektronik (Fensterheber machten sich während der Fahrt selbstständig, Alarmanlage ging nachts ohne Grund an). Nach zwei Werkstattbesuchen (kostenloser Ersatz-Passat wurde zum Glück gestellt) war dieses Problem aber behoben und der Fahrspass konnte (endlich) beginnen.
Zu diesem Fahrspaß tragen die ordentlichen Beschleunigungswerte aus jedem Drezahlbereich und die für 125 PS Motor hohe Endgeschwindigkeit von ca. 215 km/h bei (im Verhältniss zum
Gewicht!). Diese Werte werden jedoch nicht mit übermäßig hohen Verbräuchen erkauft, nein mit diesem 1,5 t schweren Fahrzeug ist es möglich mit 6-7 Litern pro 100 km auszukommen. Und selbst wann man den 4 Zylinder 20 Ventil Motor richtig quält, (was eigentlich nicht notwendig ist), rauschen selten mehr als 11 Liter pro 100 km durch die Benzinleitung.
Die Ausstattung meines Passats ist eigentlich komplett, mußte jedoch auch recht teuer erkauft werden. Dies ist unter anderem auch dadurch bedingt, dass Volkswagen Sonderausstattung nur in sogenannten Paketen (Sport-, Winter-Paket, etc.) verkauft und man dadurch auch Sachen eingebaut bekommt, die man eigentlich garnicht wollte!
Die Ausstattung an sich hat dann aber auch Qualität vom feinsten und ich möchte auf manches, was ich vorher eigentlich nicht wollte, garnicht mehr verzichten: Die Klimaanlage hat sehr gute Kühl- und Heizwerte. Im Verbund mit der praktischen Sitzheizung, hat man im Winter keinerlei Probleme. Da wird es einem selbst bei tiefsten Temperaturen nie kalt. Auch das Autoradio hat einen guten Klang und findet zuverkässig alle Sender (allerdings hätte ich mir lieber ein Autoradio privat gekauft; da hätte ich sicher 300 € sparen können und die selbe Qualität bekommen).
Einziger Schwachpunkt der Innenausstattung sind doe Fensterhebr, denn sie haben entgegen der Aussage meines Verkäufers keinen zuverlässigen Klemmschutz. Da heißt es aufpassen für die Eltern von kleinen (und verspielten Kindern), den da können schnell die Finger dazwischen kommen. Der Komfort, das Platzangebot (besonders der Kofferraum) sowie die Verarbeitung haben in dieser Klasse sicherlich Maßstäbe gesetzt (besondes als der Passat vor knapp 5 Jahren neu herauskam), genauso wie die 12 Jahre Garantie gegen Durchrostung. Insgesamt also ein super Auto mit einem recht hohen Preisniveau und manchen kleinen Problemen, welches ich aber jederzeit wieder kaufen würde.
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Jamsession2222, 22.12.2004
aber zu einem auto kann man doch noch viel viel mehr schreiben. Vielleicht uumlberarbeitest du deinen Bericht einfach noch ein bisschen? Gruumlszlige
Overknees, 06.01.2005
... nach deiser doch recht langen Erfahrung duumlrfte aber eine Menge mehr im Bericht stehen.
Auszliger beim Verbrauch wirst Du auch nirgends konkret, kein Wort zu den weiteren Unterhaltskosten wie SteuerVersicherung, Werkstattkosten, Reifenverschl
ein Testbericht von a_wendt2005-01-05 09:17:18vom 05.01.2005Empfehlung: ja
Vorteile: zuverlässig, bequem, Langstreckler...Nachteile/Kritik: Vertreterimage, inszwischen alte Optik
Zu Ostern bin ich im Urlaub gewesen. Wir hatten uns die Toskana ausgeguckt... Das Haus war gebucht und die Vorbereitungen begannen .... Dabei beschlossen wir uns einen etwas schnelleren und bequemeren Wagen zu leihen(von priv.) Es ging um einen VW Passat 130 TDI Ausstattungsvariante Exekutive. Meine Erfahrungen während dieses Urlaubs mit dem Auto möchte ich hier niederschreiben .
Unser "Testwagen" ist recht neu ... hatte erst 3500 km auf der Uhr .... jetzt sind es 7500 ... also haben wir schon ein wenig mehr getestet ....
Als ich den Wagen abholte
und mich hineinsetzte war sofort klar ... eine gute Entscheidung ... dieses Auto wäre erheblich bequemer als der eigene VW Beetle. Mit den zu dieser Ausstattungsvariante gehörenden Ledersitzen hat man sofort das Gefühl in einem etwas höherwertigem Auto zu sitzen. Man macht den Motor an und durch das tiefe Grummeln ... spürt man das etwas mehr Leistung zur Verfügung steht :)
Beim Beladen kam ich mir ein wenig komisch vor. Super viel Platz ... aber mit Proviant und großzügig ausgewähltem Gepäck füllte sich der Kofferraum trotzdem langsam.
Wir hatten uns noch mit jemandem anderen an einer Raststätte in Bayern verabredet und wollten nicht zu spät kommen .... deshalb und wegen den erwarteten Staus ging es pünktlich los ...
Letztendlich hatten wir aber gut laufenden Verkehr ... Also einfach mal antesten .... Der Wagen liegt wahrscheinlich durch den langen Radstand und die recht breite Karosse richtig gut auf der Strasse ... Für alle die viel Auto um sich herum brauchen genau das richtige. Der Motor hat genügend Drehmoment um mit allem mit gut mitzuhalten bis es über die 210 km Marke hinaus geht ... ab da wird die Beschleunigung etwas träger und hört bei 220 km/h komplett auf :) aber dabei hat man immer noch das Gefühl man hat alles im Griff .. Selbst bei Bergen und ständigen Steigungen macht es dem Vortrieb keinen Abbruch. Die Fahrgeräusche halten sich dabei noch im Maß des Erträglichen.
Wir waren knapp eine Stunde zu früh da :( aber in den bequemen Sitzen kann man sich auch einfach mal entspannen ...
Jetzt zu den in der heutigen Zeit recht wichtigem Thema der Verbrauch ... Bei richtig flinker Gangart also quasi nahezu immer Vollgas und immer wieder Beschleunigung um jedes Sekunde mitzunehmen die zu gewinnen wäre .. greift auch dieses Sparwunder ein wenig zu ... dabei landeten wir bei etwas mehr als 8 Liter ... genau 8,4 Liter .... wenn man etwas Vernunft walten lässt also teilweise dann auch nur mit 180 km/h an vorfahrende Autos heranrollt und so weiter sind es nur noch so 7,6 Liter ... bei 150 KM/h landet man dann nur noch bei 7,3 Litern und wenn man gemütlich wie in Italien oder Österreich 120 km/h dahinrollt bleibt man knapp unter 7 Litern ...
Als Ergänzung habe ich ein paar Daten aus dem Fahrzeugschein zusammengetragen:
max. Leistung : kW (PS) bei 1/min 96 (130)/4000
max. Drehmoment: Nm bei 1/min 310/1900Hubraum 1896 ccm
Getriebe: 6-Gang-Schaltgetriebe
Kraftstoff : Diesel
Schadstoffnorm: Euro 3
Anhängelast Anhänger mit Bremse : 1600 Kg
Anhängelast Anhänger ohne Bremse : 650 kg
Maße über alles:
Länge : 4682
Breite : 1746
Höhe : 1447
Gewichtsangaben:
Leergewicht : 1595 kg
Zul. Gesamtgewicht 2050 kg
Geschwindigkeiten:
Eingetragene Höchstgeschwindigkeit: 201km/h
Beschleunigung von 0-80/0-100 km/h: 7,1s/10,2s
Wendekreis: ca. 11,4m
Kraftstoffbehältervolumen: ca. 62l
Innenmaße :
Einstieg vorn, 4-türig, Breite/Höhe, mm 903/1284
Einstieg hinten, Breite/Höhe, mm 741/1310
Effektiver Kopfraum vorn, mm 1011 (962 bei Schiebe-/Ausstell-Glasdach)
Effektiver Kopfraum hinten, mm 1010 (966 bei Schiebe-/Ausstell-Glasdach)
Sitzraum vorn, mm 741 - 1026
Innenraumlänge, mm 1785
Größte Breite, mm 1209
Breite zwischen den Radkästen, mm 1003
Ladehöhe bis Himmel, mm 900
Gepäckraumvolumen, l 9) 495/1600
Garagenmaße:
Länge mit Anhängevorrichtung, mm 4797
Höhe geöffnete Frontklappe/Boden, mm 1819
Fazit :
Ein richtig guter Langstreckler mit einem leider etwas zu alltäglichen Aussehen. Übrigends unser Urlaub war auch sehr gelungen ... Bericht dazu ist in Arbeit !!!
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