Vandal Hearts
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Vandal Hearts

 PS1 Spiel
Platz 147 in der Kategorie "PS1 Spiele". Genre: Actionspiele / ...mehr
Bewertung: Kundenbewertung 4,20 / 5,00 (4.1 von 5)

Vandal Hearts Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,20 / 5,00 (4.1 von 5)
von 100% aller Autoren empfohlen (3/3).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • Nette Geschichte, abwechslungsreicher Spielverlauf, massig Charaktere und Fähigkeiten, fordernder (aber niemals unfairer) Schwierigkeitsgrad, ausgeklügelte Steuerung und Kameraperspektive, angenehmes Fantasy-Flair
  • epische Story, interessantes Kampfprinzip (rundenbasiert)
Nachteile/Kritik
  • In akustischer Hinsicht war seinerzeit schon mehr drin, streng linearer Spielverlauf, teils (unfreiwillig) komische Übersetzung
  • evtl. die Grafik
denjuandemarco

Das Strategie-RPG-Epos schlechthin??

ein Testbericht von 2004-06-28 12:43:13 vom 28.06.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: Nette Geschichte, abwechslungsreicher Spielverlauf, massig Charaktere und Fähigkeiten, fordernder (aber niemals unfairer) Schwierigkeitsgrad, ausgeklügelte Steuerung und Kameraperspektive, angenehmes Fantasy-Flair...
Nachteile/Kritik: In akustischer Hinsicht war seinerzeit schon mehr drin, streng linearer Spielverlauf, teils (unfreiwillig) komische Übersetzung
Unsere diesmalige Reise im Land der alten Videospiele führt uns nicht mehr ganz so weit zurück, denn mittlerweile hat das Zeitalter der Sony Playstation begonnen und wir schreiben das Jahr 1997. Erzählen möchte ich Euch nun über ein Playstation-Spiel, welches in meinem Lieblingsgenre beheimatet ist, nämlich dem der Strategie-Rollenspiele. „Vandal Hearts“ ist genau ein solches Game, welches von der Firma Konami entwickelt wurde und im Spätsommer 1997 tatsächlich auch als lupenreine europäische Pal-Version erschien. Und zwar kommt dieses Strategie-RPG sogar in deutscher Sprache daher, so dass diese Fassung für Videospielfreaks egal welchen Alters zumindest in dieser Hinsicht kein Problem darstellen dürft. Englischkenntnisse sind daher nicht vonnöten, außerdem handelt es sich hier aber sowieso nicht um ein sonderlich textlastiges Strategie-Epos, da die Geschichte (wie üblich in RPGs)zwar naturgemäß zwar schon eine erhöhte Bedeutung hat, jedoch im vorliegenden Fall nicht besonders breit getreten wird. Wer der (zugegebenermaßen phasenweise etwas holprigen) deutschen Übersetzung nichts abgewinnen kann, darf somit auch bei der englischen Version zugreifen. Der Schwerpunkt liegt hier nämlich eindeutig in den strategischen Handlungen, weniger in einer tiefgründigen oder etwaigen vielschichtigen Handlung. Die strategischen Elemente überwiegen hier eindeutig, nicht die eines Rollenspiels oder gar Actionadventures. Nun den, also nix wie rein mit der CD in den Playstation-Kasten (oder selbstverständlich ebenso ins PS2-Gerät) und los geht’s.


Story

Wie eben erwähnt, spielt die Geschichte trotz des vorhandenen Rollenspiel-Einschlags ausnahmsweise keine gewaltige Rolle, sie ist hier vielmehr nur nettes Beiwerk. Jedenfalls finden wir uns gleich zu Beginn in einer bunten Fantasy-Welt wieder, welche seit Jahrhunderten von der heiligen Ahah-Dynastie beherrscht wurde und einst ein sehr fruchtbares aber auch friedliches Fleckchen Erde war. Selbst an Luxusgütern herrschte kein Mangel und so führte der Großteil der ansässigen Bevölkerung ein überaus feudales Leben, naturgemäß speziell die Einwohner, welche dem Adelsgeschlecht angehörten. Doch wie so oft, wendet sich die Geschichte und die ehemaligen Adligen von edler Gesinnung vergaßen immer mehr, was es heißt, ein Ehrenmann zu sein und nach und nach regierten Verbrechen und Korruption das weite Land. Selbst die einst alles übergreifende Lehre des Messias namens Toroah, auf der ursprünglich das gesamte Land aufgebaut wurde, geriet in Vergessenheit. So sind sie nun einmal, die Menschen. Vorbei war es dann letztlich mit Harmonie und Gerechtigkeit, ganz im Gegenteil, die „normalsterblichen“ Bürger wurden zunehmend von einer kleinen aber feinen Gesellschaft unterdrückt, was diese sich nur wenige Jahre gefallen ließen und schließlich in einer Rebellion gegen das Königreich gipfelte. In diesen revolutionären Zeiten fackelte die königliche Armee allerdings nicht besonders lange und schlug unbarmherzig dazwischen, in der Hoffnung, die rebellische Bewegung schon im Keim ersticken zu können. Der Revolutionsführer Arris der Weise erwies sich jedoch als geschickter Taktiker und hartnäckiger Gegner des Imperiums, so dass die zahlreichen geplanten Übergriffe der königlichen Armeen verhindert, diese in die Flucht geschlagen werden konnten.
Zunächst erwies sich die Revolutionsbewegung als äußerst erfolgreich und es konnte sensationellerweise letzten Endes tatsächlich ein Reich gegründet werden, welches auf den Eckpfeilern einer demokratischen Grundordnung aufgebaut werden konnte. Die Republik Ishtaria war somit geboren. Knapp über ein Jahrzehnt herrschte endlich wieder Friede im Land, Arris der Weise hatte seine Arbeit getan und verschwand kurz darauf im Untergrund. Doch auch diese Harmonie währte nicht ewig und so kam es wie es kommen musste, knapp 15 Jahre später ist der Frieden im Land erneut ernsthaft bedroht, neue Unruhen entstehen und kriegerische Aktionen werfen ihre Schatten voraus. Dies ist der Zeitpunkt bzw. der geschichtliche Hintergrund, in welchem wir nun einsteigen. Wir übernehmen die Führung von Ash und seinen treuen Gefolgsleuten, welche nach und nach im Verlauf der Geschichte sich zu uns gesellen und machen uns auf, den Frieden im weiten Land zu sichern. Ein spannendes Fantasy-Abenteuer vor einem interessanten geschichtlichen Hintergrund liegt nun vor uns.


Spielverlauf

Während in reinrassigen Rollenspielen sich der Spielverlauf üblicherweise unter anderem über unzählige Handlungsabläufe verfügt, die mit unendlich vielen Dialogen angereichert sind, so wird hingegen bei diesem Strategie-RPG nicht lange getrödelt, kaum habt Ihr die Möglichkeit, Euch lange in den jeweiligen Städten oder sonstigen Örtlichkeiten aufzuhalten. Vielmehr wird die Geschichte durch automatisch eingeblendete Dialogboxen forsch vorangetrieben bzw. weitergesponnen, so dass Ihr kaum „in die Breite“ spielen könnt, sondern nur zuschaut, wie die einzelnen Protagonisten munter drauflosquatschen. Das Hauptaugenmerk liegt bei diesem Spiel hier eben eindeutig in den Schlachten, ausgedehnte Einkaufsbummel oder sonstige Trödeleien werden hier nicht geduldet. Nur knappe Bruchstücke der Story werden Euch vermittelt und schon geht es weiter zur nächsten Schlacht. Und so weiter und so fort. Der Handlungsstrang gestaltet sich demzufolge starr, Ihr habt keinerlei Einfluss auf eine diesbezügliche Gestaltung. Macht aber auch nix, denn schließlich soll sich hier primär der Stratege bzw. Feldherr gefordert fühlen und kein Kaffeeklatsch gehalten werden. So sieht’s aus.
Demzufolge wandert Ihr nicht durch verschiedene Landschaften und erkundet das Gebiet, sondern landet automatisch in einer bestimmten Szenerie, wo lediglich ein Menübildschirm eingeblendet wird. So habt Ihr vornehmlich nur zwischendurch die Möglichkeit, kurz den Schmied oder die örtliche Kneipe zwecks Auffrischung des Proviants aufzusuchen und das war es dann eigentlich auch schon. Ach ja, das Dojo steht Euch des weiteren noch zur Verfügung, in welchem Ihr Eure einzelnen Kämpfer aufleveln könnt. Das war es dann aber auch wirklich und schon geht die Reise weiter und Ihr findet Euch umgehend auf dem nächsten Schlachtfeld wieder. Vorausgesetzt, dass Ihr knapp die nötigen aktuellen Informationen erhalten und Eure Charaktere entsprechend ausgerüstet habt, kann es also weitergehen. Über eine Landkarte steuert Ihr den nächsten Schauplatz zielstrebig an, feindliche Truppen erwarten Euch schon begierig.
Naturgemäß hängt Euer Vorankommen in „Vandal Hearts“ primär davon ab, über welche Fähigkeiten Eure einzelnen Protagonisten verfügen. Durch zahlreiche Kämpfe erhaltet Ihr Erfahrungspunkte, welche dafür sorgen, dass die einzelnen Figuren nach und nach aufsteigen und somit zunehmend stärker werden. Dies ist auch bitter nötig, denn selbstverständlich tun dies Eure Gegner mit zunehmendem Spielverlauf auch. Vor jeder einzelnen Schlacht werden Euch die Bedingungen mitgeteilt, welche von Euch letztlich erwartet werden, in der Regel erschöpfen sich diese aber darin, entweder eine bestimmte Person heil durch ein bestimmtes Gebiet schleusen zu können oder ganz humorlos sämtliche Gegner aus dem Weg zu räumen. Natürlich werdet Ihr im Erfolgsfalle mit reichlich Zaster und ab und an auch mit dem Auffinden eines sehr nützlichen Utensils belohnt. Habt Ihr die Schlacht erfolgreich beendet, seht Ihr das Gesamtresultat nebst der Summe der hartverdienten Knete.
Von entscheidender Bedeutung ist hier die Positionierung der einzelnen Helden, denn Ihr habt sowohl mächtige Krieger, edle Ritter, Magier, Heiler und Bogenschützen am Start. Jeder Charakter verfügt typischerweise über individuelle Stärken und Schwächen, so dass Ihr zum Beispiel selbstverständlich mit einem Heiler, Magier oder Bogenschützen Nahkämpfen ausweichen solltet. Zudem ist es sehr wichtig und gerade hier bei „Vandal Hearts“ von überragender Bedeutung, aus welcher Richtung Ihr den Feind angreift bzw. aus welcher Richtung Ihr angegriffen werdet. Eine Attacke von hinten oder von der Seite verursacht einen höheren Schaden als ein Frontalangriff. Zudem können Angriffe von vorne des öfteren abgeblockt werden.
Des weiteren stehen Euch manchmal auch Hindernisse im Weg oder Ihr habt eine unterschiedliche Höhenlage, so dass beispielsweise ein Angriff von oben nach unten immer mächtiger ist, als eine Attacke von unten auf einen sich auf erhöhtem Gebiet befindlichen Kameraden. Eine ausgeklügelte, gut durchdachte, behutsame, strategische Vorgehensweise ist hier der Schlüssel zum Sieg. Stehen zwei Eurer befreundeten Recken in unmittelbarer Nähe, so ist es möglich, eine Kombinationsattacke auszulösen, da der (zunächst passiv danebenstehende) Kamerad unterstützend eingreift. Auf diese Weise erreicht Ihr eine extrem hohe Durchschlagskraft, welche oft dann für den totalen Knockout des Gegners verantwortlich ist. Aber Vorsicht, umgekehrt funktioniert dies natürlich auch. Ihr müsst daher die einzelnen Talente Eurer Helden gut einschätzen und Euch die Vorteile, welches jede einzelne Terrain mit sich bringt zunutze machen, dann sollte der Erfolg eigentlich nicht besonders lange auf sich warten lassen.
Für ein bisschen Abwechslung in einer Schlacht sorgen dann noch die vorhandenen Kisten, die sich verschieben und somit in Euren Strategieplan miteinbauen lassen und last but not least das Vorhandensein der guten alten Schatztruhen. Gezogen werden sämtliche Protagonisten alle in einem rundenbasierten Modus, was bedeutet, dass ein Held nach dem anderen brav an die Reihe kommt, dann die feindlichen Truppen und dann wieder wir. Und so weiter und so fort. Allerdings könnt Ihr dabei bestimmen, welche Figuren zuerst aktiv werden sollen, demzufolge überlegt Ihr Euch sehr gut, welcher Held zu welchem Zeitpunkt angreifen, heilen, zaubern oder einen Gegenstand benutzen soll. Insgesamt stehen Euch im späteren Spielverlauf dabei bis zu siebzehn Hauptspielfiguren zur Verfügung, so zum Beispiel nicht nur unser Held Ash Lambert, sondern auch Kira die Bogenschützin, Sara die Heilerin, Zohar der Magier, Dolf der Ritter und, und, und. Langeweile kommt daher ganz sicher nicht auf, da Ihr in den Schlachten selbst entscheiden könnt, welche Figur Ihr speziell schützen oder durch Attacken (und somit dem Erwerb an Erfahrungspunkten) fördern wollt. Die Gegnerscharen unterscheiden sich ebenso, denn Ihr kämpft gegen kriegerische Armeen, räuberische Banden und sonstiges Gesocks. Erweist sich die Handlung „außerhalb“ noch als relativ einfach und unspektakulär, so entfaltet sich das strategische Element in den zahlreichen Schlachten vollends, hier wird Euch in der Tat ein enorm Abwechslung geboten, wobei sowohl Spielatmosphäre, Spielumfang und Spielpass Lust auf mehr machen.


Grafik

Grafisch zeigte dieses Strategie-Rollenspiel schon spürbare Verbesserungen im Vergleich zu den Spielen der damals frisch abgelaufenen Ära der 16-Bit-Konsolen. Supernintendo und Sega Mega Drive hatten im Jahr 1997 endgültig frisch ausgedient, es brach das Zeitalter des Sega Saturn, des Nintendo 64 und eben der Sony Playstation an. Bot gerade ein Strategie-RPG oft über eine interessante Story oder einen sehr abwechslungsreichen Spielverlauf, so war oftmals gerade die Grafik leider ein echter Schwachpunkt Mit den nunmehr größeren Möglichkeiten in spieltechnischer Hinsicht musste dies nicht mehr sein.
Seid Ihr noch kurz zuvor durch schlichte zweidimensionale Kampfszenarien marschiert, so lasst Ihr es in „Vandal Hearts“ immerhin schon vor einer deutlich opulenteren Kulisse krachen. Im Gegensatz zu den klassischen 2D-Abenteuern, könnt Ihr dank der 3D-Grafik die Größe eines Hügels oder einer Brücke auf dem Schlachtfeld sehr gut einschätzen und demzufolge Eure Helden entsprechend klug in Position bringen. Sehr gut unterstützt wird das Ganze durch die intelligente Kameraführung, doch dazu an anderer Stelle mehr.
Die Helden an sich sind angenehm groß gezeichnet und sehr deutlich sind die (zudem gelungenen) Animationen zu erkennen. Auch die Hintergründe wissen eindeutig zu gefallen, denn diese werden saftig-bunt und detailreich in Szene gesetzt. Die CD macht’s möglich. Kommt es zu einem Kampf zwischen zwei aufeinandertreffenden Figuren, erkennt Ihr sehr gut die jeweils ausgeführte Kampfaktion und die entsprechende Auswirkung auf die Zielperson. Auch die Höhe des Schadens wird groß angezeigt und im Falle des Dahinscheidens erblickt Ihr einen gewaltig hohen Blutschwall, da sich das bemitleidenswerte Subjekt gerade in seine Einzelteile zerleget bzw. pulverisiert wird. Zwar wirkt die grafische Präsentation heutzutage schon wieder etwas antiquiert, doch muss sie sich auch heute (noch) nicht verstecken. Zum damaligen Zeitpunkt, im Jahr 1997, war das optisch Dargebotene aber nicht nur völlig okay und im „grünen Bereich“, sondern richtig gut.


Sound

Eigentlich stand ich der gesamten musikalischen Untermalung nach ein paar Stunden durchaus positiv gegenüber, denn sowohl die vorhandenen Begleitmelodien als auch insbesondere die in diesem Strategie-RPG enthaltenen Soundeffekte hatten mir vom Start weg gefallen. Die Hintergrundmusik passt nämlich durchweg sehr gut zum jeweiligen Kampfgeschehen und unterstützt die Atmosphäre gut. Auch die Soundeffekte sind gut gewählt und lassen es sowohl beim Zaubern und Heilen als auch gerade bei den physischen Attacken ordentlich krachen. Segnet ein Charakter das Zeitliche, ziert nicht nur ein mächtiger Blutschwall kurzzeitig Euren Bildschirm, sondern ist jenes Dahinscheiden auch in akustischer Hinsicht unüberhörbar.
Dass sich die Akustik in qualitativer Hinsicht jedoch nicht in oberen Gefilden ansiedeln kann, liegt daran, dass es eindeutig an Abwechslung mangelt. Dies musste ich damals leider Gottes dann doch nach wenigen Stunden zur Kenntnis nehmen. Denn leider Gottes waren die Entwickler der Firma Konami diesbezüglich doch etwas faul, denn eine besonders große Auswahl an unterschiedlichen Musikstücken kann „Vandal Hearts“ leider nicht beeindrucken. Nach wenigen Schlachten habt Ihr nahezu alle Soundtracks gehört, was insbesondere auf die Soundeffekte im Kampf zutrifft. Das ist schade, denn somit nutzt sich das Ganze dann im weiteren Verlauf des Spiels merklich ab, gerade bei einem solchen Strategie-Rollenspiel-Mix mit Fantasy-Flair wie diesem hier hatte ich mir dann doch mehr erhofft. Somit bleibt die gesamte Präsentation in diesem Punkt leider dann doch nur im durchschnittlichen Bereich und siedelt sich folgerichtig im Mittelfeld an.


Steuerung, Schwierigkeitsgrad und Perspektive

Sowohl die Steuerung als auch die Perspektive sind gut gelungen, ja im Grunde sogar sehr gut. Wie vorhin schon kurz erwähnt, marschiert Ihr auf einer Landkarte von einer Örtlichkeit zur nächsten. Zwischen den Schlachten wird sich nicht lange aufgehalten, primär seid Ihr also in den Schlachten gefordert. Das Menü ist sehr übersichtlich aufgebaut, was sowohl für das Optionsmenü als auch jenes im Kampf gilt. Trotz der Fülle an Waffen, Rüstung, Utensilien, Spezialattacken und Zaubersprüchen behaltet Ihr immer den Überblick. Das Steuern der Figuren im Kampf gestaltet sich schon nach sehr kurzer Zeit trotz der Komplexität als kinderleicht und stellt erfreulicherweise auch den Einsteiger in dieses Genre nicht vor unüberwindliche Hindernisse. Da es sich um ein rundenbasiertes Strategiespektakel handelt, kommt auch zu keiner Zeit ungewollte Hektik auf. Sehr schön.
Habt Ihr anfangs möglicherweise noch Einstiegsprobleme bezüglich der Kameraführung, so habt Ihr schon nach sehr kurzer Zeit „den Bogen raus“. So könnt Ihr nämlich Umherzoomen, was das Zeug hält und durch ein zusätzliches Drehen der Kamera nahezu jeden Winkel erforschen. Demzufolge könnt Ihr das gesamte Spielfeld bzw. das ganze Schlachtszenario rotieren und zoomen lassen, bis Euch schwindlig wird. Kommt es zum Kampf, zoomt die Kamera in gekonnter Manier nahe heran und präsentiert Euch den entsprechenden Schlagabtausch. Den besonderen geographischen Besonderheiten kann somit Rechnung getragen werden und die einzelnen Protagonisten hinsichtlich ihres Aktionsradius auf taktisch ausgeklügelte Art und Weise entsprechend positioniert werden. Demzufolge gab es in diesem Punkt für mich überhaupt nichts zu beanstanden, im Gegenteil, Kameraführung und Steuerungsmöglichkeit sind eine Stärke dieses Strategie-RPGs.
Erfreulicherweise ist der Schwierigkeitsgrad von „Vandal Hearts“ alles andere als niedrig, so dass Ihr im Grunde das ganze Abenteuer über hochmotiviert bei der Sache bleibt. Einsteiger und Gelegenheitsspieler müssen sich vom Start weg mächtig warm anziehen, denn schon eine kleine Unaufmerksamkeit führt oft zum Tod. Doch da dieses Spiel keinerlei unfaire Passagen aufweist, ist dies völlig in Ordnung, vielmehr begeisterte mich das ausgesprochen intelligente Verhalten der Computergegner im Kampf. Ständig müsst Ihr aufpassen, ob Eure körperlich etwas schwächeren Charaktere auch ausreichend geschützt sind, müsst aber ebenfalls besonders darauf achten, dass gerade jene eher etwas „zurückhaltende“ Figuren regelmäßig Kampfaktionen ausführen, da sie ansonsten nicht genügend Erfahrungspunkte sammeln und früher oder später zu schwach werden würden, um sie dann noch weiter „mitschleppen“ zu können. Die Erweiterung der speziellen Fähigkeiten, das Erlernen neuer Zaubersprüche, das Aufleveln und Befördern der einzelnen Charaktere sowie die fordernden Schlachten sorgen jedenfalls für einen ausgewogenen (und stets fairen) Schwierigkeitsgrad, so dass sich Euch ein Spektakel mit hoher Langzeitmotivation bietet, in der Regel liegt es eben nur an Euch (und nicht am Spiel) solltet Ihr wiederholt scheitern und der Verzweiflung nahe sein. So sollte es immer sein. Okidoki.


Urteil

Schon nach wenigen Stunden spürte ich damals, dass dieses Strategie-Epos auf dem besten Wege war, zu einem meiner absoluten Lieblingstitel zu werden. Die schöne Hintergrundgeschichte, die im weiteren Verlauf auch gut weitererzählt wird, besticht allein schon durch ihre interessanten Dialoge. Jeder Charakter hat dabei nicht nur seine ureigenen Stärken und Schwächen, was seine Kampffertigkeiten angeht, sondern hat auch eine sehr individuelle Art der Gesprächsführung inne. Schon nach kurzer Zeit könnt Ihr Euch des Gefühls nicht erwehren, dass Ihr einzelne Kämpfer doch bevorzugt und bewusst „pushen“ wollt, andere hingegen eigentlich nicht unbedingt.
Der Spielverlauf, sprich die Schlachten an sich, sind interessant, fordernd und unglaublich motivierend gestaltet. Die Fülle an erlernbaren Fähigkeiten und das Vorhandensein spezieller Attacken der einzelnen tapferen Recken sorgen für ordentlich Abwechslung. Dies sorgte unter anderem dafür, dass ich dieses Strategie-RPG insgesamt 3x durchspielte, was augenscheinlich für eine höhere Langzeitmotivation bzw. einen entsprechenden Wiederspielfaktor spricht. Akustisch wird das Spielgeschehen stimmungsvoll untermalt, wobei sowohl die Hintergrundmelodien als auch die Soundeffekte gleichermaßen dazu beitragen. Eine diesbezügliche Schwäche ist aber ganz klar der Mangel an Abwechslung, so dass Ihr Euch schon nach ziemlich kurzer Zeit „sattgehört“ haben solltet. Von einer „grafischen Pracht“ möchte ich zwar hier nicht sprechen, dennoch enttäuscht die optische Präsentation keineswegs. Bunte, kräftige Farben, detailreich animierte Hintergründe und groß animierte Helden wissen zu gefallen, gar keine Frage.
Eine gut durchdachte und trotz der Komplexität schnell erlernbare Steuerung der Kämpfer in Verbindung mit einer variablen Kameraführung, die es Euch ermöglicht, das Kampfgeschehen aus zahlreichen Perspektiven zu betrachten, sorgen dafür, dass der Adrenalinspiegel in den fordernden Schlachten stets ansteigt. Der fordernde Schwierigkeitsgrad, der sich durch die zahlreichen teils schweren aber niemals unfairen Schlachten ergibt, sorgt für einen langanhaltenden Spielspass. Da auch der Spielumfang stimmt (ich verbrachte in etwa 40 Stunden mit diesem Abenteuer) und ebenso das Fantasy-Flair sehr gut rüberkommt, kann mein Daumen demzufolge nur nach oben gehen. Dass es bei „Vandal Hearts“ nicht ganz zum Top-Titel reicht, liegt primär an dem doch sehr linearen Handlungsstrang, welcher Euch zu keinem Zeitpunkt die Möglichkeit gibt, ein bisschen abseits der Hauptgeschichte „zu grasen“. Außerdem ist die deutsche Übersetzung teilweise nicht ganz so doll gelungen, wieso auch immer, jedenfalls führt dies ab und an zu (unfreiwillig!) komischen Elementen. Da es sicherlich in Sachen Grafik und insbesondere der Akustik seinerzeit schon qualitativ hochwertigere Spiele für Sonys Playstation gab (wenn auch nicht unbedingt in diesem Genre), siedelt sich diese Strategie-RPG klar im oberen Mittelfeld an, für einen Platz in der Spitzengruppe der Playstationspiele reicht es jedoch nicht. Fans dieses Genres oder überhaupt Videospieler, welche sich für Strategie-Rollenspiele interessieren, „müssen“ allerdings unbedingt zugreifen, für diese führt kein Weg an diesem Fantasy-Abenteuer vorbei.



Story: 83%

Grafik: 76%

Sound: 68%

Steuerung: 90%

Schwierigkeitsgrad: 6.5 / 10

SPIELSPASS: 84%
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
lodi18
lodi18, 19.02.2002
Ich hab die beiden Teile auf Playstation gespielt und ich muss echt sagen, das das Game supergenial ist!! Cooler Beitrag, schoumln beschrieben. Schau mal bei mir vorbei, Gruszlig Lodi18
Ludwig123
Ludwig123, 26.03.2002
gut
owesen
owesen, 21.02.2002
Hi ! Tja, was mache ich hier ? g Die Auszligenstaumlnde wiederholen natuumlrlich !!! ggg Gruszlig, Soumlnke
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himmelssurfer

Held sein ist kein Zuckerschlecken

ein Testbericht von 2004-07-28 21:03:37 vom 28.07.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: epische Story, interessantes Kampfprinzip (rundenbasiert)...
Nachteile/Kritik: evtl. die Grafik
Held sein ist kein Zuckerschlecken

Vandal Hearts ist ein Spiel, welches inzwischen bereits ein paar Jährchen auf dem Buckel hat (Erscheinungsjahr: 1997). Nichtsdestotrotz halte ich es nach wie vor für ein sehr schönes Spiel. Im Gegensatz zum Nachfolger. Aber dazu später mehr.

Vandal Hearts ist im Grunde genommen ein rundenbasiertes Strategiespiel mit einer ziemlich breiten und epischen Story. Es besteht aus Kämpfen in einer isometrischen Draufsicht, in der sich die Helden/Charaktere sowie deren Feinde befinden. Zwischen diesen Kämpfen entwickelt sich die eigentliche Geschichte weiter. Und diese Geschichte hat es in sich: Am Anfang beginnt man mit einigen wenigen Charakteren. Vom Hintergrund weiß der Spieler zu diesem Zeitpunkt noch gar nichts. Im Laufe der Zeit kommen immer mehr Charaktere hinzu und jeder hat seine eigene Geschichte, die im Laufe des Abenteuers immer „tiefer“ wird. Man könnte die Intensität und Gestaltung des Geschehens mit „Shining Forces“ auf dem guten alten Mega Drive oder mit Suikoden (PS1) vergleichen, sofern diese bekannt sind. Nur die Anzahl der Charaktere bleibt doch etwas überschaubarer (bei Suikoden sind es beispielsweise über 100!).
Bei Fortschreiten der Geschichte werden die Schicksale der Charaktere kunstvoll miteinander verwoben, um dann letztlich zum Showdown hinzuführen.

Zu den Kämpfen:

Die „Kampfkarten“ haben alle eine bestimmte Größe, bieten aber von der Gestaltung her viele unterschiedliche Varianten. Es gibt einige Dinge zu berücksichtigen: Wie ist das Gelände beschaffen (wer höher steht als der Feind ist eindeutig im Vorteil), wie setze ich meine Flieger und Bogenschützen am besten ein? Wie kann ich es verhindern, daß meine Charaktere geschlagen oder eingekreist werden? Wobei der Kampf erst verloren ist, wenn der letzte Charakter "gefallen" ist. Ansonsten fallen die Charaktere lediglich für den Rest dieses Kampfes aus. Der Schwierigkeitsgrad der Kämpfe steigt in einem moderaten Rhythmus an, macht es dem Spieler aber auch nicht zu einfach, so daß doch der eine oder andere Kampf einmal zu wiederholen ist.

Alle Charaktere besitzen eine gewisse Klasse (Magier, Priester, Kämpfer, Flieger, Bogenschütze u.a.), die sich im Laufe des Abenteuers verändert. Für jeden Typus gibt es hier zwei Richtungen, in die er sich „verwandeln“ kann.

Die Grafik von Vandal Hearts könnte man als relativ einfach bezeichnen, aber das gesamte Spiel besitzt einfach eine Tiefe und damit Atmosphäre, die das ganze schnell vergessen macht. Wie bereits gesagt: über die Charaktere erfährt man im Laufe des Spiels so einiges. Das betrifft ihre Gedanken und Beweggründe ebenso wie die Geschichte, die bisher hinter ihnen liegt. Was übrigens in gewissem Maße auch für die „Bösen“ gilt. Selten habe ich eine Geschichte erlebt, die so „dicht“ ist. Normalerweise ist es bei mir so, daß ich gerne spiele, weil mir das Spielprinzip einfach gefällt, ohne unbedingt den Ehrgeiz zu besitzen, das ganze bis zum Ende durchzuspielen. Der Spaß an der Sache zählt. Vandal Hearts wiederum „mußte“ ich zu Ende spielen, da mich die Faszination der Geschichte einfach nicht losgelassen hat. Auch nach mehrmaligem Durchspielen nimmt einen die Story immer wieder mit.

Ganz im Gegensatz zum zweiten Teil (Vandal Hearts II), der dann später noch erschienen ist. Dieser ist nicht uninteressant, erreicht aber bei weitem nicht die Atmosphäre des Vorgängers: die Grafik ist nicht stimmig (die Hintergründe der „Sprechblasen“ wollen so gar nicht zum eigentlichen Spiel passen), man beginnt anfangs mit „richtigen“ Kindern zu spielen, was die Geschichte bis zu einem gewissen Grad unglaubwürdig macht (im Gegensatz zu den erwachsenen Helden des ersten Teils) und das ganze Spiel wirkt sehr überladen und ist auch komplizierter geworden.

Zumindest ich habe den zweiten Teil nach einer Weile wieder aus der Hand gelegt, weil es mich nicht „gepackt“ hatte. Den ersten würde ich jederzeit wieder spielen wollen. Aber letztlich müßt Ihr Euch natürlich Eure eigene Meinung bilden.
Wünsche Euch viel Spaß, falls Ihr Euch angesprochen fühlen solltet. :-)

28.07.2004
Himmelssurfer

auch veröffentlicht bei Ciao
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
bruuno

Es lebe Vandal Hearts II

ein Testbericht von 2002-02-23 23:04:15 vom 23.02.2002
Empfehlung: ja
Vandal Hearts II ist ein sehr gutes Rollenspiel, dass eher für Fortgeschrittene oder Profis und vorallem für Taktiker geeignet ist. Wer Vandal Hearts I, (so wie ich) zu Hause hat, für den ist dieses Spiel ein absolutes MUSS !!! Zwar hat der zweite Teil überhaupt keinen Zusammenhang mit der 1. Ausgabe, trotzdem sollte mann sich als Besitzer des ersten Teils den zweiten Teil unbedingt kaufen !!! Es ist einfach super, obwohl die Grafik nicht die allerbeste ist (aber besser als bei VH I). Die Dialoge sind etwas lang, dadurch kann man leicht den Durchblick verlieren, aber dem ist abgeholfen worden, denn wenn man aus irgendeinem Grund (z.B.: wenn man länger nicht gespielt hat, oder den Überblick verloren hat) vergessen hat worum es gerade ging, kann man alles in einer Datei nachlesen, die mit jedem Speichern eines Spielstandes mitgespeichert wird.

Warum für Taktiker?
-------------------

Ganz einfach, das Spiel ähnelt Schach, jeder darf immer einen Spielzug ausführen, in dem er den Gegner durch Waffen, wie Bogen, Schwert, Zauberstab etc. , oder durch Zaubersprüche angreifen , oder seine "Kollegen" heilen kann. Vor jedem Zug überlegt der "Computergegner" und der Spieler (du) wen er wie angreifen will. Wenn beide fertig sind, beginnen die Spielfiguren (eine von dir und eine vom Computer) gleichzeitig die Befehle auszuführen. Der Witz ist du weist nie genau welche Figur er bewegen wird, so kann der Gegner den du angreifen willst genau der sein, den der Computer woanders hingehen lässt. So greift dein Spieler vielleicht eine leere Stelle an, weil sein Gegner weggegangen ist.


Zum Spiel selbst:
-----------------

Es beginnt mit einem kleinem Jungen, der ca.980 n Chr. von einem Dach fällt, und dadurch seinen Namen vergisst. Du musst ihm seinen Namen sagen (deinen Namen). Aber vergiss nicht er behält im ganzen Spiel diesen Namen!
Dieser Junge hat anfangs zwei Freunde, die fast immer bei ihm sind. Ihr müsst einige Abenteuer miteinander bestehen. Durch einige Zwischenfälle gerät er auf die schiefe Bahn. Es geht damit weiter, dass er ca. 12 Jahre später der Chef einer dreiköpfigen Bande wird die reiche Überfallen, und die Beute armen Bauern geben (erinnert an Robin Hood). Mit der Zeit bricht Krieg aus, und die drei lernen neue Freunde kennen, mit denen sie auch wieder kurze Kämpfe gegen Soldaten oder Monster kämpfen. Bei jedem gewonnenem Kampf bekommt man Geld, wovon man sich wiederrum Waffen kaufen kann. Mit der Zeit gehören bis zu ca. 10 Kollegen, und Kolleginnen zu deiner Party.


Im ganzen ein super Spiel finde ich!!!
Ja klar es gibt welche, denen Rollenspiele nicht gefallen, diese würde ich bitten nur den Inhalt dieser Nachricht zu bewerten, nicht das Spiel an sich!!!
Danke!!!


Euer Bruuno
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
BjoernPeters
BjoernPeters, 23.02.2002
Wuumlnsche dir noch einen schoumlnen Samstagabend!!
clauds22
clauds22, 03.03.2002
recht kurz, aber mit den noumltigen Infos... gelungen : Gruumlssle, Claudi
engel123
engel123, 03.03.2002
Ist zwar ziemlich knapp, jedoch sind die wichtigsten Infos enthalten. Gruszlig Engel.
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Produktbeschreibung Vandal Hearts

 
Allgemeine Informationen Vandal Hearts
gelistet seit: 25.09.2003
Bewertung durch unsere Mitglieder
Produktbewertung: Kundenbewertung 4,20 / 5,00
Allgemeine Daten
Genre: Actionspiele 
Vandal Hearts PS1 Spiel im Vergleich
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