Nachdem Yopi nun einige von mir beantragten Kategorien eröffnet hat, kann ich mich in die Arbeit stürzen und alle Berichte einstellen. Falls sich jemand wundert, dass er sie schon mal in einem anderen Forum gelesen hat. Ich bin natürlich auch bei ciao, hitwin und dooyoo tätig.
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Wie ich schon in meinem Bericht zum Camcorder MV 530i von Canon geschrieben habe, benutzen wir zur Bearbeitung unserer Filme das Programm *Video DeLuxe 2.0 Plus* von MAGIX. In der PC-Zeitschrift *Computer-Bild* (Ausgabe 16/2002) kam die Standard-Version *Video DeLuxe 2.0* zwar nur auf Platz sechs hinter *MGI Videowave 5.0*, *Aist Movie-DV-Suite 4.0*, *Ulead Video Studio 6*, *Pinacle Studio 7* und *Aist Movie-X-One Plus*. Doch sieht man mal von den beschriebenen Problemen mit Abstürzen ab, wäre *Video DeLuxe 2.0* auf Platz 1 gekommen.
Wortwörtlich steht dort:
Das Programm *Magix Video Deluxe* hätte das Zeug zum Test-Sieger gehabt. Die Bedienung ist einfach und komfortabel. So wird eine weiche Überblendung zwischen zwei Szenen mit nur zwei Mausklicks eingestellt. Auch der Funktionsumfang kann sich sehen lassen. Das Programm bietet 136 Möglichkeiten für Überblendungen. Und als bekannter Hersteller von Musik-Software hat Magix auch viele gute Funktionen zur Klangbearbeitung eingebaut. So weit hört sich das alles gut an. Die Begeisterung lässt jedoch rapide nach, wenn das Programm zum ersten Mal abstürzt und die ganze bisherige Arbeit vernichtet ist. Dafür gab’s eine kräftige Abwertung. Bleibt zu hoffen, dass die Fehler in der nächsten Version des an sich guten Programms behoben sind.
Auch die *PLUS*-Ausführung hat eine Macke
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Die Plus-Ausführung des Programmes unterscheidet sich von der Standardausführung nur durch ein paar Zusatztools. So werden anstelle von 16 gleich 32 Bearbeitungsspuren angeboten. Außerdem liefert die Plus-Version 2400 neue Vorlagen, Beispiele und Effekte mit.
Doch in einem Punkt stimmen beide Programme überein: Sie stürzen oft ab. Schon bei scheinbar leichten Ausführungen, z.B. beim Laden eines Überblenders oder beim Löschen einer Filmsequenz, kann das Programm mit einer Fehlermeldung abbrechen. Meist kommt dann die Bemerkung *Programm beendet. Starten Sie Ihren PC neu* (= ungefährer Wortlaut).
Bei einem Film von etwa 30 Minuten Spieldauer oder einer Bearbeitungszeit von ungefähr 2 bis 3 Stunden stürzt das Programm zwischen drei und acht mal ab. Je nachdem, wie die Bearbeitung abläuft...
Ich weiß nicht, ob es viel ausmacht, aber mir ist aufgefallen, dass sich die Abstürze verringern, wenn man zwischendrin öfter abspeichert. Außerdem vermehren sich die Probleme, wenn man die Filmsequenzen während der Bearbeitung oft abspielt. Mehrmaliges Löschen einzelner Szenen und viele Klicks auf die *Rückgängig*-Taste können ebenso zu vermehrten Abstürzen führen, wie ich beobachtet habe.
Installation und Systemvoraussetzung
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Die Installation geht schnell und problemlos. Systemvorraussetzung ist ein Festplattenspeicher für Programmdateien von mindestens 300 MB, für Video-Daten minimum 1 GB freier Speicher. Es werden jedoch 5 GB empfohlen (oho!!). Eine SVGA-Grafikkarte mit min. 4 MB RAM , eine Auflösung von über 800x600 bei einer 16-Bit-High-Colour ist von Vorteil. Außerdem soll eine Microsoft-kompatible Maus vorhanden sein (laut Benutzerhandbuch).
Für die digitale Aufzeichnung & Ausgabe (via DV-Camcorder) wird mindestens ein Pentium II, 266 MHz und höher empfohlen. Ein Mindestarbeitsspeicher von 64 MB (besser 128 MB) sollte vorhanden sein. Eine Festplatte mit
Datenrate min. 4 MB/s, OHCI-kompatible IEEEE-1394 DV Capture Karte (FireWire) mit DirectX8a kompatiblem Treiber, Microsoft Windows 98/98 SE/ME/2000/XP.
Um den Film abzuspielen bzw. zu brennen ist folgende Ausstattung nötig: SCSI- oder IDE CD-R(W)-Recorder. DVs mit DVD-Brenner, und DVD-Player, der mit Video-CDs und Super-Video-CDs kompatibel ist. Im PC über CD-ROM/RW- bzw. DVD-R(W) und DVD+R(W)-Laufwerke. DVDs im TV über DVD-Player - DVD-R(W), DVD+R(W). Im PC über Windows-kompatible DVD-R(W) und DVD+R(W)-Laufwerke.
Aufbau
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Die Profi-Videobearbeitungsprogramme unterscheiden sich im Layout nur unwesentlich. Das farbliche Design von Video DeLuxe 2.0 Plus ist dezent, damit das Auge des Betrachters nicht vom Film abgelenkt wird. DeLuxe hat eine sehr umfangreiche Oberfläche, die anfangs etwas verwirrt. Doch hat man sich erst mal etwas vertraut gemacht, überzeugen die Anwendungen durch ihre Einfachheit. So hat man direkten Zugriff auf eine große Auswahl an Überblendungen, Titelläufen, Bildrahmen und vieles mehr... Nach dem Drag-and-Drop-System kann man z.B. eine Überblendung vom Media Pool direkt ins Storyboard ziehen. Aber der Reihe nach...
Storyboard und Media Pool
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Öffnet man ein neues Dokument, erscheint am oberen Bildschirmrand das sogenannte Media Pool mit Preview-Funktion. Dort steuert man Video-, Bitmap- (z.B. Bilderrahmen), Audio- (z.B. Hintergrundmusik), Text- (z.B. Scroll- oder Texteinblendungen) oder Midi-Dateien, indem man die gewünschte Funktion per Drag & Drop in das Storyboard zieht. Das Storyboard nimmt den meisten Platz auf dem Bildschirm ein. Auf diesem *Brett* sieht man die einzelnen aufgenommenen Szenen nebeneinander angeordnet. Dabei wird ein Bild der ersten Filmsequenz gezeigt, woran man die einzelnen Abschnitte sehr leicht erkennt. Innerhalb des Storyboard-Modes lassen sich einzelne Szenen einfügen, umheben oder löschen. Sequenzen können am Anfang oder Ende gekürzt werden. Habe ich eine Szene, in deren Mitte etwas rausgeschnitten werden soll, muss ich sie erst mit einer Trennlinie markieren und teilen. Habe ich nun zwei Teile, kann ich den ersten Teil hinten und den zweiten Teil vorne kürzen. Alles klar?
Timeline-Mode
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Oberhalb des Storyboards befindet sich ein Button, mit dem man in den Timeline-Mode gelangt. Leichter geht es jedoch mit der Tab-Taste. Mit ihr kann man schneller zwischen den Modes hin- und herzappen. Der Timeline-Mode zeigt eine genauere Ansicht sämtlicher Bearbeitungsspuren als es im Storyboard möglich ist. Hier kann man den minimalsten Bruchteil einer Sequenz präzise bearbeiten. Die Ansicht kann auf dem Bildschirm von mehreren Minuten bis auf drei Film-Bilder genau vergrößert werden. So kann man sogar Sekundenbruchteile eines Films löschen.
Auf 32 Spuren lassen sich untereinander Videos, Sounds, Musik, Fotos, Grafiken, Texte und Logos einarbeiten. Jede Spur kann für sich alleine oder kombiniert mit anderen Spuren nachkorrigiert werden. Um ein besseres Bearbeiten einzelner Effekte zu ermöglichen, lässt sich jede Spur auch stummschalten (*muten*). So werden irritierende Filmbestandteile (Hintergrundmusik, Effekte usw.) einfach ausgeblendet und man kann sich ungestört auf seine Arbeit konzentrieren. Später reicht ein Klick, um sie wieder zu aktivieren.
Der Timeline-Mode hat aber noch mehr Vorzüge. Die Sequenzen sind auf dem Storyboard - wie schon erwähnt - in grobe Abschnitte unterteilt. Im Timeline-Mode sind diese Abschnitte wesentlich kürzer. Ich kann also wesentlich detailierter korrigieren! Außerdem - was ich besonders schön finde - befindet sich an jedem Abschnitt fünf Ankerpunkte, mit denen ich einen Film oder auch den Ton langsam ein- oder ausblenden kann. Ich brauche bloß einen der Eckpunkte greifen und nach innen schieben und schon softet z.B. eine Hintergrundmusik langsam ab. Dadurch vermeide ich aprupte Schnitte in Ton-(und/oder Bild-)Sequenzen.
Apropos Hintergrundmusik... Möchte ich diese etwas leiser haben, als sie in der original mp3-Datei (oder Midi, wav....) vorhanden ist, greife ich den oberen Anker und ziehe ihn einfach ein wenig runter.
Überblendtechnik
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Z wischen den Szenen ist jeweils ein kleines Kästchen abgebildet, dass den Übergang zwischen zwei Sequenzen kennzeichnet. Möchte man nun eine softe Überblendung zwischen zwei Aufnahmen, sucht man sich eine der zahlreichen Überblendmöglichkeiten im Media Pool unter der Rubrik *Blender* aus. Wenn man eine Überblendmöglichkeit anklickt, erscheint im Seitenfenster des Pools eine Voransicht, die schon erwähnte Preview-Funktion. Hat man sich für einen Blender entschieden, zieht man ihn einfach in das kleine Übergangskästchen im Storyboard. Fertig. Noch schneller geht es mit der rechten Maustaste, mit der man die Blenderliste aufrufen und anwählen kann. Mit der rechten Maustaste kann man bei einigen Überblendungen auch die Länge verkürzen oder ausweiten. Diese Funktion möchte ich jedem ans Herz legen. Viele Überblendungen sind zu schnell oder auch zu langsam und wirken sich unschön beim fertigen Film aus. Als Beispiel möchte ich die *umschlagende Buchseite* wählen. Dabei wird die erste Filmsequenz wie eine Buchseite umgeschlagen und darunter kommt die zweite Szene hervor. Ein Effekt, der den Film angenehm auflockert. Doch leider ist dieser Blender etwas zu schnell. Er ist standardmäßig auf eine Sekunden eingestellt - zwei bis drei Sekunden solten es aber mindestens sein. Feinabstimmungen sind - wie schon beschrieben - im Timeline-Mode anhand der Eckpunkte möglich.
Vor- und Abspann, Untertitel, Texte
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Ein richtiger Film braucht eine Titelmusik, eine Hintergrundmusik und einen Abspann. Als Anfangsmotiv nehme ich gerne ein Bild, das ich bereits beim Filmen aufgenommen habe. Wie ich schon im *Camcorder MV 530i*-Bericht erzählt habe, mache ich neben den Filmaufnahmen immer gerne ein paar Schnappschüsse mit der Foto-Funktion des Camcorders. Einen dieser Schnappschüsse kann ich nun für meine Anfangssequenz nehmen und das Bild mit einer Titeleinblendung versehen. Nehmen wir mal als Beispiel eine Bergwanderung in den Allgäuer Alpen. Ich baue das Bild von grasenden Kühen auf der Weide ein, dass ich während der Wanderung gemacht habe - kopiere mir ein lustiges Liedchen von einer CD mit Allgäuer Volksmusik, blende den Titel *Auf den Spuren des Allgäuer Bergschratts* ein und fertig ist ein perfekter Vorspann...
Den Titel kann ich - nach dem ich gedragt und gedropt habe - individuell gestalten. Verschiedene Schriften, Farben und Effekte (3D, Schatten usw.) stehen mir zur Verfügung. Ich kann den Titel von links nach rechts, von oben nach unten, oder umgekehrt über den Vorspann laufen lassen. Aber auch im Strudel oder in Zickzack... oder... oder... oder... Dabei ist die Geschwindikeit frei regelbar.
Tonstörung
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Störende Windgeräusche oder Straßenlärm sollte man schon beim Filmen vermeiden. Mit dem Camcorder kann man diese Fehler nur schwer ausmerzen und auch mit dem Videobearbeitungsprogramm sind Grenzen gesetzt. Zwar lassen sich Hintergrundgeräusche minimieren, aber leider werden dann auch interessante Töne, wie sprechende Personen, Vogelgezwitscher usw., verfälscht. Durch die Bearbeitung der Bässe verändern sich diese Töne deutlich. Ich selbst entscheide von Fall zu Fall. Bis zu einem gewissen Grad filtere ich Tonstörungen heraus. Lässt sich vom Ton nichts mehr retten, reduziere ich ihn auf ein Minimum (oder schalte ihn ganz aus) und spiele stattdessen eine passende Musik ein.
Die Tonbearbeitung erfolgt im Timeline-Mode. Dabei solltet ihr darauf achten, dass die Tonspur mit der Bildspur verbunden ist. Sollten diese beiden Spuren nämlich getrennt sein und man löscht nur den Ton, passen zum Schluss Ton und Bild nicht mehr zusammen. Was im ersten Moment witzig erscheint, weil die Stimme einer Person schon zu hören ist, aber die Mundbewegung erst nach einiger Verzögerung beginnt, stellt sich hinterher als großes Problem dar. Die Bildsequenz nachträglich auf den Ton zuzuschneiden ist eine nervige Fieselei.
Doch Achtung: Solltet ihr - ohne diesen Fehler begangen zu haben - trotzdem einmal Tonprobleme haben, reicht schon ein Neustart des PC’s, um die falsche Tonüberschneidung zu beheben. Auf diesem Gebiet scheint das Programm öfter einen Aussetzer zu haben. Ich habe schon zwei Stunden am Film rumgebastelt, entnervt aufgegeben und am nächsten Tag festgestellt, dass alles in bester Ordnung war und alle Mühe umsonst.
Es werden in der Plus-Version auch einige Nachvertonungseffekte angeboten. Ich habe sie noch nicht ausprobiert, da ich mit dem Originalton immer zufrieden war. Außerdem finde ich es schöner, wenn der Film möglichst originalgetreu rüberkommt. Klar, es stöhnt jeder auf, wenn er seine Stimme hört: „Höre ich mich wirklich so schrecklich an?“ - Aber ist das nicht gerade das schöne am Filmen?
Nun ja, die Effekte beinhalten also Hall, Echo, räumliche Tiefe uvm. Individuell kann man die Bässe korrigieren oder den Sound dichter machen.
Eigene Musik soll man wohl auch erstellen können. Ich habe es nicht ausprobiert, da mir Midi-Songs nicht gefallen und ich auch sonst völlig unmusikalisch bin.
Bildbearbeitung
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Die Nachbearbeitung der Bildqualität ist möglich. Die Option *Video Cleaning* lässt Veränderungen in Helligkeit & Kontrast, Schärfe und Farbe zu. Da wir mit dem Ergebnis unseres Camcorders sehr zufrieden sind, mussten wir solche Nachkorrekturen nicht machen. Interessant finde ich jedoch die Möglichkeit, Ausschnitte herzustellen. Falls mich das viele *Drumherum* im Bild stört oder am Rand eine Person ins Bild läuft, kann ich mit dieser Funktion die Ränder wegschneiden. Die Handhabung ist sehr leicht und innerhalb weniger Minuten erledigt.
Filmausgabe
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Es gibt x-verschiedene Möglichkeiten den Film abzuspeichern. Alle zu nennen, würde den Rahmen des Berichts sprengen. Da ich mich mit diesem Thema auch noch nicht ausführlich beschäftigt habe (bis jetzt hat dies mein Freund immer übernommen), möchte ich nur kurz erwähnen, dass wir den fertig bearbeiteten Film auf die Mini-DV-Kassette zurückspulen. Für sechs BASF-Kassetten haben wir 23 EUR bezahlt, was nicht gerade wenig ist. Sie nehmen jedoch kaum Platz weg und sind von sehr guter Qualität.
Sicherheitshalber werden wir die Filme noch auf CD brennen. Wir sind gerade dabei uns zu erkundigen, welches Format am besten ist. Da wir annehmen, dass wir irgendwann einmal einen DVD-(Brenner)-Spieler haben werden, müssen wir das qualitativ hochwertigste Speicherformat wählen. Im Moment sind wir aber noch in der Versuchsphase. Ich werde die Ergegnisse bei Gelegenheit nachliefern.
Allgemeine Tipps zur Filmbearbeitung
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A ls Anfänger verfällt man gerne von einem Extrem ins andere. So gibt es Leute, die ellenlange Filmsequenzen aufnehmen. Mal ehrlich, ist es nicht furchtbar langweilig, minutenlange Aufnahmen einer Blumenwiese oder einer Sesselliftfahrt anzuschauen? Mein Tipp: Halte diese Szenen möglichst kurz (aber nicht ZU kurz - etwa 1 bis höchstens 3 Minuten) oder unterbrich sie mit kleinen Zwischenschnitten wie z.B. eine Nahaufnahme einer Blume oder das Gesicht deines „Hauptdarstellers“.
Im Gegenzug dazu neigen viele Hobbyfilmer dazu, die Filmsequenzen sehr kurz zu halten. So sind Aufnahmen von 3 bis 20 Sekunden viel zu kurz!!! Lieber etwas längere Aufnahmen verwenden, die durch schöne Überblendung abgerundet werden. Du darfst nicht vergessen: Filmen ist nicht gleich Fotografieren, wo man einen kurzen Augenblick festhält. Filmen bedeutet „bewegte Bilder“ und das Auge des Betrachters gewöhnt sich nur langsam an neue Filmsequenzen. Kurze Momentaufnahmen sollten deshalb nur als Auflockerung dienen.
Sehr schlechte Aufnahmen schneidest du am besten völlig raus. Extreme Zooms gehören genauso dazu, wie verwackelte oder zu dunkle Aufnahmen. Sie strengen die Augen des Zuschauers zu sehr an, irritieren und stören das Gesamtbild des Films. Nur wenn es sich um extrem wertvolle (lustige) Szenen handelt, solltest du solche Filmabschnitte übernehmen.
Wie Fotografieren, so ist auch Filmen eine *Kopfsache*. Man sollte sich schon vorher überlegen, was man erreichen will und wie man es umsetzt. Dazu gehört auch: *Zusammenhänge verstehen*. Schon während des Filmens sollte man eine gewisse Vorstellung vom fertigen Produkt haben. Als Beispiel möchte ich hier wiederum einen Wanderausflug in die Allgäuer Berge nennen. Das Thema Wandern beinhaltet nicht nur die Wanderung selbst, sondern auch die Vorbereitungen. Das frühzeitige Aufstehen, die verschlafenen Gesichter der Hauptdarsteller, das aufwändige Anziehen der Bergschuhe... all das gehört zum eigentlichen Wanderfilm schon dazu. Das Einsteigen in die Seilbahn, die Fahrt und das Aussteigen auf der Bergstation sollte auch festgehalten werden wie z.B. diverse Verschnaufspausen, Gespräche der Darsteller und Nahaufnahmen. Keine Angst, der Film wird dadurch nicht zu lang. Bei der anschließenden Bearbeitung am PC werden viele überflüssige oder verwackelte Szenen herausgeschnitten. Aus 90 Minuten Aufnahme werden zum Schluss zwischen 30 und 45 Minuten reine Filmzeit.
Wie schon erwähnt, lockern Bilder oder Momentaufnahmen den Film auf. Deshalb schon beim Filmen immer wieder nach Motiven suchen, die dazu in Frage kommen: Blumen, Nahaufnahmen, vorbeiziehende Wolken, Lachen oder auffällige Bewegungen der Darsteller, Tieraufnahmen, spielende Kinder (Achtung: die Eltern fragen! Auch für private Filme besteht ein Schutz der Person. Möchte eine Person nicht gefilmt werden, kann sie gerichtlich dagegen vorgehen!). Diese Kurzszenen kann man dann an beliebiger Stelle einfügen. Dabei ist es nicht wichtig, dass man die Nahaufnahme einer Blume eigentlich erst am Schluss des Filmes gedreht hat. Sie kann - wenn sie zum Thema passt - auch am Anfang des Filmes eingefügt werden.
Nicht zu viel Schnick-Schnack!!!
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So schön es ist, eine große Anzahl an Effekten zur Verfügung zu haben... übertreib’ es nicht! Texteinblendungen, kitschige Bilderrahmen, viele verschiedene Musikeinspielungen.... Ein überladener Film wird schnell anstrengend. Weniger ist manchmal mehr - in Maßen nicht in Massen. OK?
Benutzerhandbuch
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Das Benutzerhandbuch hat mich nicht sonderlich begeistert. Schritt für Schritt werden zwar alle Funktionien aufgeführt, aber leider nicht ausführlich genug. Eine Fehlerkurzhilfe fehlt, was auch in der Computer-Bild angekreidet wird. Ich habe mich für *Learning by Doing* entschieden und das mitgelieferte Einführungsvideo beiseite gelassen.
Preis
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Die Plus-Version von *Video DeLuxe 2.0* kostet regulär 99.- EUR, die Standard-Version wird in der Computer-Bild mit 59,95 EUR angegeben.
Fazit
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Ein umfangreiches Programm, an dem man schon nach kurzer Zeit seine Freude hat. Es ist sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene gut geeignet. Einziges Manko: Es stürzt oftmals ab! Man kann nur hoffen, dass die nächste Version in dieser Beziehung besser wird.
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Produktbeschreibung Video DeLuxe 2.0 PLUS
Allgemeine Informationen Video DeLuxe 2.0 PLUS
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