Was braucht ein Mensch, um aus seiner Wohnung in die Welt hinaus schauen zu können? Richtig, ein Fenster! Und was wird benötigt, um in die virtuelle elektronische Welt hinaus schauen zu können? Genau, ein virtuelles Fenster. Andere bezeichnen das als Monitor. Ist vielleicht auch gar nicht so schlecht, diese Idee. Sind doch Monitore meist sehr viel kleiner als Fenster. So kommt wenigstens niemand auf die Einfall, durch das virtuell Fenster in die virtuelle Internet-Welt ganz real hinausklettern zu wollen ;-)
Wer also internetten will (oder sonstwie computern), der braucht so ein virtuelles Fenster - unter anderem. Und weil wir doch in so einer prima Überflußgesellschaft leben, gibt es so unglaublich viele verschiedene Typen davon. Zudem schreitet der wissenschaftlich-technische Fortschritt unaufhaltsam voran, was nun zu nichts anderem führt, als daß neuere und ältere Typen auf dem Markt zu erwerben wären, wollte man sich einen solchen zulegen. Idealerweise sollten neuere Geräte nicht nur mehr kosten, sondern auch mehr nutzen. Z.B. ein schöneres Bild von sich geben. Auf diesem Wege ist die Menschheit schon erheblich fortgeschritten, nicht zuletzt dank Bill Gates ;-) Wer erinnert sich nicht mehr mit Grausen an die Vor-Windows-Zeit der schwarzen Bildschirme mit grüner, wahlweise mit gelber, Schrift (wußte ich doch, daß jetzt ein paar Mac-User meckern wollten). Und als bei meiner Arbeit vor ein paar Monaten so ein fortgeschrittener Monitor plötzlich herrenlos herumstand, nun ja, da erbarmte ich mich seiner und tauschte meinen "alten" Monitor gegen den S26D von Videoseven aus.
Dieser bietet nämlich schärfere Bilder - auch bei der Nutzung einfacher Bürosoftware wie Word oder Excel. Und ein vergleichsweises flaches Bild auch, obwohl der Monitor kein Flat-Screen hat. Woran liegt das nun mit dem besseren Bild? Wenn ich das genau wüßte, würde ich in der Informatik-Branche arbeiten. Weiß ich aber nicht. Deshalb kann ich nur vermuten, daß die technische Ausstattung daran nicht unschuldig ist. Als da wären:
Röhre: Mitsubishi Diamondtron
Streifenabstand: 0,25 mm
Bildschirmdiagonale: 17 Zoll
(Von diesen sind lt. Hersteller aber nur 16 Zoll sichtbar. Warum heißt das Ding dann 17-Zöller?)
maximale Auflösung: 1600 * 1200
empfohlene Auflösung: 1024 * 768
Horizontalfrequenz: 30 - 96 kHz
Vertikalfrequenz: 50 - 180 kHz
Videobandbreite (max.): 135 MHz
Menüführung: One Touch Profi OSD
maximale Bildwiederholfrequenz bei folgender Auflösung:
640 * 480 sowie 800 * 600: 150 Hz
1024 * 768: 115 Hz
1280 * 1024: 85 Hz
1600 * 1200: 75 Hz
Deshalb also die empfohlene Auflösung von 1024 * 768 Hz. Bei höheren Auflösung droht sonst ein flimmerndes Bild.
Monitorgröße (Breite * Höhe * Tiefe): 421,5 * 408 * 435
Gewicht: 18,5 kg
Qualitätsstandards: ISO 9241 - 3, TCO99
Ein Wort zum Onscreen-Menü: Dieses kann kinderleicht über eine einzige Taste (One Touch eben) bedient werden. Behauptet zumindest der Hersteller. In Wahrheit muß zusätzlich ein Rädchen bewegt werden, das sich an der Monitor-Unterseite direkt unterhalb des One-Touch-Buttons befindet. Einstellen lassen sich damit Kontrast, Helligkeit, Farben – daß man sehen tut also - sowie Ausrichtung und Lage des Bildes auf der mit einer Antireflexions- und antistatischen Beschichtung versehenen Monitorüberfläche. Allerdings sollte
man nicht allzu viel mit den Horizontal- und Vertikaleinstellungen herumexperimentieren. Die Einstellungen für Größe gehen ja noch, aber wer sich bei Kissen-, Trapez- und sonstigen Verzerrungen vergaloppiert, hat hinterher ein schieferes Fenster als vorher. Was sicher nicht zu empfehlen ist - wie sieht denn das aus?
Was weiter positiv auffällt an diesem Monitor, ist, daß die sichtbare Oberfläche tatsächlich bis an den Gehäuserand heranreicht. Die sonst auffälligen schwarzen Ränder gibt es hier nicht.
Drehen läßt sich der Monitor auch recht leicht: sowohl um die senkrechte Achse als auch um die waagerechte. Dabei muß man wegen der guten Gängigkeit keine Angst haben, irgendetwas abzubrechen.
Bleibt noch die Frage nach dem Preis: Da ich das Ding nicht kaufen mußte, kann ich keine Summe mitteilen, die ich löhnen mußte. Aber ich habe kurz mal für Euch im Internet nachgeschaut: so um die 300 Euro werden fällig, je nach Anbieter vielleicht auch etwas weniger.
Alles in allem also ein Monitor, der gut geeignet ist für das Anschauen der bunten Seiten der virtuellen Welt und ebenso für das Arbeiten mit Bürosoftware. Ob der Monitor auch zum Spielen taugt, kann ich nicht beurteilen. Spielen kann ich doch nur zu Hause – manchmal.
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