Hier haben wir es mit einem tollen DJ Mixing Programm zu tun. Man kann es mit einem Mischpult und beliebig vielen Turntables und CD- Playern bzw. MP3 Playern vergleichen. Dabei wären wir bei den Medien. Die Tracks lassen sich sowohl im MP3 wie auch im Wave- Format abspielen.
Was hierbei fehlt ist, dass man keine externen Quellen benutzen kann. Alle Sounds, die man benutzen will müssen in diesen Formaten sein. Deshalb ist es leider nicht möglich, dass ihr direkt CDs oder Vinyls mixen könnt, sondern ihr müsst sie erst einlesen und dann entsprechend als Wave oder MP3 Datei haben, so dass sie auf der Festplatte sind. Schade, sonst könnte man auch scratchen.... Als Trost sind kleine Scratch Samples dabei, die aber schlicht nahezu unbrauchbar sind und nur als Spielerei gedacht sind.
Ansonsten lassen sich die Tracks in Echtzeit pitchen (in der Geschwindigkeit verstellen) und auch ein EQ (wahlweise 3- oder 5- bändig), der bis unter –20dB reicht ist vorhanden. Per Hand lässt sich der Tack mit“tappen“. So kann man die BPMs ausrechnen und die Tracks lassen sich per Knopfdruck anpassen. Für den DJ Anfänger ganz nett un hilfreich.
Um den Takt bzw. den Beat übereinander zu bekommen kann man das ganze auch noch etwas anschieben bzw. abbremsen. 100%ig bekommt man das selten hin, aber Übung macht den Meister. Was wichtig ist, um schnelles Mixen zu ermöglichen ist der Crossfader, der neben den Linefadern beliebig auf der Bildfläche verschoben werden kann. Zusätzlich ist noch die Crossfaderkurve einstellbar. Desweiteren lassen sich pro Track 10 Cuepunkte setzen, um eine Stelle auf der „Platte“ wiederzufinden- ganz nett. Diese Cuepunkte lassen sich auch noch loopen (sampeln, immer wieder wiederholen), was aber leider nicht nahtlos von statten geht und deshalb auch fast überflüssig ist.
Mit einem kleinen Audiostecker ("Audiodoohicky") ist es auch möglich, mit einem Kopfhörer sämtliche Kanäle vorzuhören.
Um das Mixing kreativ zu gestalten kann man sich diverse Effekte aus dem Netz laden, sogenannte Plugins wie man sie auch von Winamp kennt. Für das Auge sind auch etliche Skins verfügbar.
Negativ zu bewerten ist, dass sowohl die Linefader (beim Crossfader ist es akzeptabel) wie auch der EQ sehr schlecht und spät ansprechen. So ist es kaum unmöglich, z. B. jeden 2. Bassschlag zu cutten, da das ganze einfach zu spät reagiert. Es hört sich dann einfach nicht mehr taktsymmetrisch an und es knackt ziemlich stark. Dafür, dass der Pitch auch in Echtzeit funktioniert ist es seltsam, dass diese Funktion fehlt.
Ebenso fehlt ein Gainschalter. Man muss entweder mit den Linefadern versuchen, dass man die Tracks in der Lautstärke anpasst, oder man lädt sich ein oben beschriebenes Effektplugin herunter, was die Tracks auf eine Lautstärke bringt. Allerdings mit Qualtätsverlust im Sound.
Fazit:
Für Hobbyuser:
1a empfehlenswert: Man kann einzelne Lieder überblenden und auch noch den Ton verändern. So kann man den PC als Anlage auf Partys benutzen und mixt wie der DJ in der Disko um die Ecke.
Für professioneller User:
Als Vorübung für die echten Turntables echt lohnenswert, aber nicht lange eine Alternative dafür. Es
klappt nicht alles so präzise. Allerdings bekommt man ein gutes Taktgefühl, wenn man sich den manuellen Beatcounter spart.
...