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| Angebot/Beschreibung | Preis | endet in | Gebote | Shoplink | |
| 5 Ds 200g Danish Mixture Vanille Hausmarke Pfeifentabak |
87,75 € |
6T 13Std. | 0 | ||
| Germains Mixture No.7 Pfeifentabak 200 g Dose Medium (VPE: 122,50 ? pro kg) |
24,50 € |
20T 7Std. | 0 | ||
| Pfeifentabak Jahrestabak 2012 Edition 100 gr limitiert WO Larsen |
22,50 € |
17T 10Std. | 0 | ||
| 3 x 50g Pfeifentabak Danish Mixture Vanille, Mango, Cherry & Pfeife adsorba Neu! |
22,05 € |
1T 13Std. | 0 | ||
| Danish Mixture Vanille Hausmarke 200 g Pfeifentabak |
17,55 € |
4T 17Std. | 0 | ||
| Danish Mixture Mango Hausmarke 200g Pfeifentabak (VPE: 87,75 EUR pro kg) |
17,55 € |
27T 9Std. | 0 | ||
| Danish Mixture Cherry Hausmarke 200g Pfeifentabak (VPE: 87,75 EUR pro kg) |
17,55 € |
27T 9Std. | 0 | ||
| Danish Mixture Orange Coco Hausmarke 200g Pfeifentabak (VPE: 87,75 EUR pro kg) |
17,55 € |
27T 9Std. | 0 | ||
| Pfeifentabak MAC BAREN Mixture Flake 100g Dose |
17,50 € |
8T 12Std. | 0 | ||
| Original Danish Black Vanilla Mixture 125 g Planta (VPE: 132 EUR pro kg) |
16,50 € |
22T 12Std. | 0 | ||
| Alle Angebote für W. O. Larsen Mellow Mixture | |||||
![]() Karamellisierter Ingwer und Apfel-Marsh Mellows?ein Testbericht von Philosoph2005-09-18 18:57:22 vom 18.09.2005 Empfehlung: nein Vorteile: interessanter, nicht alltäglicher Geschmack, gutes Brandverhalten, leichtes Nachstopfen bei richtiger Vorarbeit...Nachteile/Kritik: grober Schnitt, schwer/aufwendig zu stopfen, evtl . Brennen auf der Zunge, starke Kondensatbildung, Nachlassen des Geschmacks im Laufe einer Füllung (Top - Flavour)****************************** Ein paar einleitende Worte ****************************** Diesmal werde ich es wagen, eine ganz neue Produktkategorie für mich zu entdecken: den Pfeifentabak. Ich rauche nunmehr seit ungefähr einem Jahr Pfeife, momentan zwar nur gelegentlich, aber dennoch sehr gerne. Und aus einiger Erfahrung heraus weiß ich inzwischen auch, daß Meinungen über die eingelösten Versprechen des Tabakgeschmacks sehr hilfreich bei der Auswahl aus einem sehr umfangreichen - um nicht zu sagen schier endlosen - Angebot sind. Denn nicht immer schmeckt der Tabak so, wie man es erwartet hätte. Manchmal wird man sehr positiv überrascht, oft aber auch enttäuscht. Wenn Euch in dieser Meinung etwas fehlt, dann laßt es mich bitte wissen, am besten über die Kommentare. Wie gesagt: es ist Neuland für mich, über Pfeifentabak zu schreiben und da kann es sehr gut sein, daß ich irgendetwas wesentliches vergesse - wir werden ja sehen. ************** Verpackung ********** **** Der Pfeifentabak "Mellow Mixture" von W. O. Larsen kommt in einem blaß grünlichen Outfit daher mit goldenen Rändern, goldener Innenseite sowie goldener und weißer Schrift. Wahlweise kann man in als 50g Pouch (Kunststoffrollbeutel, allseits bekannt vom Selbstdrehtabak bei Zigaretten) oder 100g Dose erhalten. ++++ Kostenpunkt ++++ 50g Pouch: 6,60 EUR 100g Dose: 12,85 EUR +++++++++++++++++++ Die Verpackung sieht ein wenig unscheinbar, aber dennoch dezent edel aus. Ich finde, sie hat ein wenig von dem typisch "englischen" Edel-Understatement. Edel durch die viele goldfarbige Folie, Understatement und englisch wegen des sehr dezent-zurückhaltenden, ein wenig "unentschlossen" wirkenden Blaßgrün, das fast schon ein wenig ins Gräuliche sticht. Auf dem blaßgrünen Untergrund befinden sich dann etwas dunkler grüne Muster, gebildet aus je vier klassischen Billard-Pfeifen, die um einen Sessel mit darinsitzendem Pfeifenraucher, nebst Rauchwölkchen, angeordnet sind. Das alles sehr stilisiert und als immer wiederkehrendes Muster gehalten, ein wenig ans "Schottische Karo" in der Anordnung angelehnt. Das Entsiegeln des Pouch, was durch ein vorsichtiges Lösen der inneren Schweißnaht, welche den Vorder- mit der Rückseite luftdicht verbindet, geschieht, klappt vollkommen problemlos. Die beiden Teile lassen sich leicht und mühelos voneinander lösen. Die Fixierung durch einen weißen, beschichteten Klebestreifen ist gut und zweckmäßig und hält den Pouch gut zusammen. Die Klebeleistung läßt, so man darauf achtet, den Streifen nicht mit Tabak zuzukleistern (ich klebe nach dem Öffnen den oberen Teil des Überschlags damit immer an der Rückseite der unteren Tabaktasche fest, so kann sich kein Tabak in den Kleber verlieben *g* und ich habe beide Hände zum Stopfen der Pfeife frei), auch nicht sonderlich stark nach. Nach nunmehr vier Wochen der Nutzung klebt der Streifen noch immer gut und hält den Pouch zusammen wie es sein soll - sollte das einmal nicht mehr funktionieren, schafft ein um den Pouch gewickelter und dann verdrillerter Pfeifenreiniger schnelle, zuverlässige, preiswerte und funktionale Abhilfe (so werden die Losepackungen und England eh nur verkauft ;-). Aber sind wir mal ehrlich: kein Mensch kauft seinen Tabak nach dem Aussehen der Verpackung und deren Funktionalität - jedenfalls nicht, wenn die "inneren Werte" nicht stimmen. ********************************** Was verspricht der Hersteller? ********************************** Der sagt uns erst einmal, daß es sich bei diesem Pfeifentabak um einen "handblended" Tabak handelt, der aus der Serie "The Masters Blend" stammt und eben "Mellow Mixture" heißt. Der Tabak wird wie folgt beschrieben (auf der Packung auf Englisch - Übersetzung frei nach Philosoph): "Eine sanft und langsam abbrennende Mischung, hergestellt aus ausgewählten Tabakblättern. Zwei Partien ribbon cut Black Cavendish gemischt mit getoastetem Burley. Um die natürliche Süße der Mischung zu unterstreichen, wurde reifer, crosscut golden Virginia hinzugefügt. Ein Hauch von Ingwer gibt dieser hervorragenden Mischung einen ausgewogenen Geschmack mit einer sehr weichen und frischen Süße." Eine andere Beschreibung (aus dem Prospekt des Tabakhändlers DanPipe) lautet: "Zwei verschiedene Partien Black Cavendish im Loose Cut ergänzen sich mit leicht gerösteten Burley- und Virgina-Tabaken. Fruchtige Aromen und süßer Ingwer verleihen dieser kontrastreichen Mischung die ausgewogene, aromatisch-fruchtige Note." Tja, klingt nicht unbedingt so, als wäre das die Beschreibung ein und desselben Tabaks. Aber welche trifft nun zu? Wir werden es bald genauer wissen! ************************************* ******************************* Was finden wir in der Packung? - Aussehen, Schnittbreiten ************************************************ ******************** Wenn wir nun einen Blick in die Packung werfen sehen wir zunächst eine eher braun dominiert Mischung, die von einigen schwarzen Sprenkeln aufgelockert wird. Man kann also davon ausgehen, daß sich in dieser Mischung Burley- und Virgina-Tabak in der Überhand befinden, der Black Cavendish hat wohl eher eine optische, denn wirklich eine geschmacklich durchschlagende Bedeutung. Wir erinnern uns, daß vorhin von "zwei Partien" Black Cavendish die Rede war. So daß sich nun die Frage stellt, wo die denn nun eigentlich hingekommen sind… Die Mischung ist auffallend grob geschnitten. Zwar handelt es sich um eine "cross cut" Mischung (verschieden Schnittarten werden bei cross cut Mischungen zusammengemischt), aber dennoch sind deutlich die groben Stücke in der Mehrzahl, auch wenn sich ein guter Anteil feinerer Tabakteile in der Mischung findet. Die größeren Tabakstränge sind immer ein wenig ärgerlich, bedeuten sie doch immer erst einmal größeres Aufreiben des Tabaks, bis dieser rauchfertig ist - und zudem lassen sie sich nicht immer problemlos auf eine Größe zerreiben, die auch für kleine(re) Pfeifenköpfe geeignet ist. ******************** Was riechen wir? ******************** Der Duft, der mir von dieser Dänischen Mischung in die Nase steigt ist verführerisch - auch wenn ich von Ingwer so rei gar nichts riechen kann. Was ich rieche erinnert mich an Nüsse, Karamell und ein kleines bißchen auch an Zuckerwatte oder Marsh Mellows (soll ja auch mellow sein, die mixture *lach*). Und außerdem riecht es sehr intensiv nach getrockneten Äpfeln - nicht unbedingt das, was ich mir von der Richtung "Frucht" erwartet hätte… Nun ja, wir werden ja bald sehen, wie es schmeckt. *********************************** *** Wie läßt sich der Tabak stopfen? ************************************** Eine nicht gerade unbedeutende Seite des Tabaks ist immer, wie gut man ihn in welchem Pfeifenkopf platzieren kann. Dieser hier ist hat ein bißchen die Eigenschaften eines "Problemkinds". Die teilweise sehr groben Schnittbreiten machen es nicht leicht, ihn rauchfertig aufzureiben, da muß man sich schon mal in Geduld fassen und auch etwas beherzter zur Sache gehen. Ferner sollte man ihn nicht unbedingt versuchen in Pfeifen mit wirklich kleinen Köpfen zu rauchen, da hätte man nicht wirklich seine Freude mit. Ich empfehle kleinstenfalls kleine mittlere Pfeifenköpfe, besser jedoch große mittlere oder am allerbesten: GROSSE (und zwar richtig große). Dann hat man den wenigsten Ärger und kann sein Pfeifchen auch wirklich genießen. Ist der Tabak erst einmal aufgearbeitet, so läßt er sich in der von W. O. Larsen gewohnten, guten Manier leicht und problemlos stopfen (so man es nicht in der falschen Pfeife probiert…). Er legt sich gut in den Pfeifenkopf und gibt beim Runterdrücken bereitwillig nach - wenn man vorher selber gut gerieben hat. Irgendwo im Netz fand ich den Tabak mal als "ready rubbed" beschrieben. Ich nehme davon Abstand, rubbed vielleicht noch, aber ganz sicher nicht ready. Wobei man das Problem als Pfeifenraucher ja kennt: ready rubbed ist so ziemlich alles - vom feinen, lockeren, sofort rauchbaren Tabak bis hin zu einer Mischung aus noch halben Platten, mit Curls und ähnlichem. Ist irgendwie immer wieder eine Überraschung, so wie damals als Kind, mit den Ü-Eiern. ;-) ***************************************** * Wie brennt, riecht und schmeckt er? ****************************************** Zünden wir uns nun also genüßlich unsere Pfeife an. Jaaaaa, so soll das sein, so kennt man das vom alten Dänen! Das Streichholz einmal langsam und gründlich über die Tabakfläche führen, drei-, viermal in kurzen Abständen ziehen und - er brennt. Und wie! Das Anzünden bei diesem Tabak ist so einfach, daß es selbst ein Ungeübter auf Anhieb hinbekommen dürfte. Der Tabak bäumt sich auch nicht allzu stark auf, allerdings nur dann nicht, wenn man ihn zuvor schön fein zerrieben hat. Sollte man da geschlampt haben, wird man ein wahres Feuerwerk des Widerstands beobachten können - und seine liebe Mühe haben, die Pfeife anzubekommen. Nach dem sechsten oder siebten Zug merke ich ein leichtes Bitzeln an der Zunge… Nana, allzu vielseitig brennen sollst du aber nicht mein Freund… Nach einigen Pfeifen mit diesem Tabak blieb dieses Phänomen bestehen, wurde jedoch nie wirklich schlimm. Er bitzelt ein wenig, meist am Anfang, ist aber sonst recht zungenfreundlich und führt weder zu Zungenbrand nach der dritten Pfeife noch zu "tauben Waschlappen" am nächsten Morgen. ;-) Der Geschmack ist - interessant. Ich schmecke eine Mischung aus leichter Frucht, ein wenig süß, könnte man als Hauch von Karamell bezeichnen und etwas leicht Würziges. Ingwer? Nun ja, nicht so richtig, Ingwer schmeckt irgendwie anders… Aber vermutlich kommt der Geschmack genau daher. Der Geschmack ist mild - mir fast schon etwas zu mild - und ein wenig anders. Aber sicher keine Geschmacksrevolution - schade, ich hätte mir da wirklich mehr versprochen. Hinzu kommt, daß der sehr angenehme, süßliche Geschmack vom Anfang nicht allzu lange vorhanden bleibt. Nach etwa der halben Füllung verflüchtigt sich der Geschmack langsam, es schmeckt einfach nur noch nach Tabak. Nicht schlecht, aber auch nicht revolutionär. Zudem ist die Kondensatbildung etwas höher, so daß man sehr darauf achten muß, nicht zu schnell zu rauchen, sonst wird es naß und bitter. So langsam wird klar: Dänische Mischung mit Top-Flavour (siehe dazu unten: Kleine Tabakkunde), zumindest der tragende und eigentliche Geschmack rührt offensichtlich eben aus dieser Art des Flavourings. Sollte einem die Pfeife im letzten Drittel oder Viertel ausgehen, so sollte man auf ein erneutes Entzünden dankend und weise verzichten. Denn das, was dann kommt, schmeckt ohnedies nicht mehr so wirklich überzeugend. Eher ein bisschen fies, sotterig und überkondensiert. Und es kann auch passieren, daß es dann wirklich anfängt auf der Zunge zu beißen. Dann weg damit! Geiz ist nicht unbedingt die erste Tugend eines Pfeiferauchers. Riechen tut er, nach Aussage meines Freundes, sehr gut. Er soll mild und süß riechen. Angeblich ein wenig nach "Süßenwarenstand auf dem Jahrmarkt". Die Raumnote ist eher dezent denn aufdringlich und für nahezu jeden erträglich. Der Tabak bildet beim Abbrand eine schön gleichmäßige, hellgraue Asche, welche sehr fein ist und sich problemlos aus dem Pfeifenkopf entfernen läßt. Im Normalfall wird man die Pfeife eher nicht bis ganz zum Ende rauchen und den Tabak vorher, mit einem kleinen Rest "Frischtabak" im unteren Teil, aus dem Pfeifenkopf entfernen. Dies geht relativ problemlos, auch wenn der Tabak dann schon sehr feucht, mitunter auch wirklich naß, ist. Wenn man ihn vor dem endgültigen Entfernen mit der Asche verrührt und ca. 10 Minuten wartet, ist es erheblich leichter. Die Pfeife ist nach dem Entleeren erkennbar feucht und sollte nun mindestens 24 Stunden - ich plädiere eher, zur Schonung der Pfeife und für den besseren Geschmack, für 48 Stunden - ausruhen dürfen. Am besten mit der Kaminöffnung nach unten, damit sich nicht alles Kondensat im Boden des Kopf sammelt. ******* Fazit ******* Die Mellow Mixture ist ein Tabak, der im guten, gut genießbaren Mittelfeld liegt. Die Schnittbreite ist wohl am ehesten als Grobschnitt zu definieren, daher ist dies eher kein Tabak für Anfänger, da er durch die intensive Vorbereitung schon etwas Wissen und Fingerfertigkeit erfordert. Und außerdem die richtigen Pfeifen. Ein Tabak für geduldige oder routinierte Pfeiferaucher, die wissen, wie sie mit dem, was da vor ihnen liegt, umgehen müssen und die sich die Zeit für eine längere Vorbereitung gerne nehmen. Geschmacklich ist er gut, aber nicht überragend. Ein Tabak, den man mal probieren kann, aber nicht muß. Ich werde ihn sicher ab und an mal rauchen, aber ich kenne andere Tabake, die mir wesentlich mehr zusagen. Ich würde ihn als raffiniert unspektakulär beschreiben. Kein Kraut, aber auch kein Rolls Royce. ;-) Da man hier keine eingeschränkte Empfehlung aussprechen kann, werde ich ihn nicht empfehlen. Für die unkomfortable Handhabung und den, im Vergleich zur Beschreibung, doch eher unspektakulären Geschmack gibt es je einen Stern Abzug - bleiben dann drei. Mittelmäßig eben...wenn auch raffiniertes Mittelmaß. Aber die nicht unbedingt vorbildlichen, wenn auch durchschnittlich guten, Raucheigenschaften (Kondensatbildung mit allen Auswirkungen) stimmen mich auch nicht unbedingt milder; so daß ich hierfür auch noch einmal einen halben Stern abziehen würde. Da dies jedoch nicht möglich ist, vergebe ich auch weiterhin drei Sterne, verzichte dafür aber auf die Empfehlung (statt: zwei Sterne und eine eingeschränkte Empfehlung für den, der meint, mit diesem Tabak klarzukommen). ****************************** ********************************** Drei Tipps zum Schluß zu diesem (und ähnlichen) Tabak ******************************************* ********************* 1). Wer keine Lust auf die ewige Bröselei und zeitraubende Aufbereitung des Tabaks hat, der nehme ein Küchenbrettchen und ein scharfes Küchenmesser, kippe den Inhalt des Pouchs/der Dose auf das Brettchen und hacke das ganze einmal grob durch - geht alternativ auch mit einem Wiegemesser. Aufpassen muß man nur, daß es nicht zu fein wird, daß läßt sich dann auch wieder nur sehr mühsam stopfen und verteilt sich gerne in alle Winde oder Wände. ;-) Wenn man das Ergebnis dann noch beim Zurückfüllen ins Behältnis einmal gut mit den Fingern zerreibt, hat man eine einwandfrei rauchfertige Mischung - und das alles mit nur einmal kurz aufarbeiten. (Dauert ca. 5 Minuten) Ist nicht unbedingt sehr elegant und adäquat in der Durchführung, dafür aber sehr stressfrei bei künftigen Rauchfreuden. Allerdings gibt es Pfeifenraucher-Ideologen, die bei solch einer Behandlung des Tabaks in Ohnmacht fallen. Aber zur allgemeinen Beruhigung: an die sogenannten "Plugs", die man vornehmlich in England erhält (das sind fest gepresste Tabakblöcke), muß man zwangsläufig mit dem Küchenmesser ran, sie in Scheibchen schneiden, auflockern, ggf. nochmal etwas hacken und dann aufbröseln. Da ist das dann höchste Rauchkultur! Zwei Seelen schlagen, ach, in unserer Brust… 2). Tabak mit Top-Flavor, oder solchen, der übermäßig viel Kondensat produziert, sollte man entweder in wirklich kleinen Pfeifen rauchen oder, wenn dies aufgrund des Schnitts nicht möglich ist, größere und große Pfeifen nur zu einem Drittel oder zur Hälfte füllen. Dann schmeckt es besser, es sammelt sich nicht so viel Kondensat in der Pfeife (was deren Lebensdauer und dem Geschmack zu gute kommt) und man braucht sich nicht unnötig über nicht mehr vorhandenen Geschmack ärgern. 3). Reste von Tabak, die man nicht mehr entzünden kann oder möchte, kann man, nachdem man die darüber befindliche Asche sowie den angekohlten Tabak entfernt hat, in einem hierfür geeigneten (und reservierten) Behältnis sammeln. Das Behältnis sollte luftdurchlässig sein, da der Tabak sonst zu feucht/naß bleibt. Ich bevorzuge hierfür eine leere Zigarrenkiste aus Zedernholz. Verschiedene Tabake kann man dabei getrost zusammen sammeln und alles gut durchmischen. Raucht man mehrere Pfeifen am Tag, in denen Reste verbleiben, hat man am nächsten - oder übernächsten - Tag mindestens eine Füllung beisammen. Der Tabak sollte, bevor man ihn für die Füllung seiner Pfeife verwendet, ein wenig getrocknet sein und nicht mehr sotterig riechen. Diesen Tip fand ich übrigens bei Sherlock Holmes. Dieser sammelt die Reste seines täglichen Pfeifentabaks auf dem Sims seines Kamins und raucht die dort getrockneten Rest des Tabaks am nächsten Morgen als "before breakfast pipe". ;-) Ich selbst praktiziere dies nun seit etlichen Monaten - da ja doch immer einmal Reste von rauchbarem Tabak in einer Pfeife verbleiben - und bin begeistert. Vor allem das Mischen verschiedener Reste bringt oftmals erstaunlich schmeckende Resultate zuwege, die durchweg phantastisch riechen und bislang noch nie ungenießbar waren. Oftmals schmeckte diese Mischung besser als die einzelnen Tabake alleine - was auch bei der Mellow Mixture der Fall ist. **************************************** ************************ Kleine Tabakkunde - Dänische und andere Mischungen ************************************************ **************** Pfeifentabake der "dänischen Richtung", eben auch "Dänische Mischung" genannt, enthalten in der Regel hohe Anteile an Black Cavendish- (eine Tabakart, die durch eine zweite Fermentierung unter hohem Druck hergestellt wird) und reifen Virgina-Tabaken. Darüber hinaus sind sie aromatisiert. Je nach Hersteller unterschiedlich stark. Diese Aromatisierung kann durch Beigabe bestimmter Zutaten (z. B. Rosenblätter) erfolgen, durch eine spezielle Lagerung (z. B. in alten Whiskyfässern) oder durch die s. g. Saucierung. Dabei werden die Tabake vor dem Pressen mit Aromastoffen oder anderen "Wässerchen" (wie z. B. Whisky, Sherry, Orangenlikör) besprüht. Oft ist es so, daß man alle drei oder zumindest zwei der Arten (Beigabe, Lagerung, Saucierung) vorfinden kann. Auch gibt es noch s. g. "Top Flavoured"-Tabake. Diesen wird das Aroma erst durch Aufsprühen nach dem gesamten Produktionsprozeß (Lagern/Reifen/Fermentiere, Pressen, ggf. noch einmal fermentieren/lagern, Schneiden, ggf. Auflockern) beigegeben. Sie haben zwei Nachteile: zum einen verlieren sie rasch ihr Aroma - sowohl durch die Lagerung als auch beim Rauchen, häufig schmecken diese bereits nach dem ersten Drittel, spätestens jedoch nach der Hälfte der Füllung nicht mehr so recht nach dem, was sie am Anfang verheißungsvoll versprachen -, zum anderen brennen sie sehr häufig auf der Zunge. Und zudem neigen sie noch dazu, besonders feucht abgepackt zu werden. Was zum einen das Brennen auf der Zunge, zum anderen ein Versottern der Pfeifenkopfes (starke Kondensatbildung am Boden) sowie einen schlechten Abbrand mit sich bringt. Oftmals muß man diese erst einmal einige Stunden, mitunter auch zwei Tage, offen liegen lassen, bis man sie überhaupt vernünftig anzünden und rauchen kann (dann haben sie aber auch schon wieder sehr viel von ihrem Aroma verloren). Saucierte Tabake bergen alle das Risiko, daß sie zu feucht sein können und erst einmal trocken müssen, daß sie auf der Zunge brennen, daß sie zu erhöhter Kondensatbildung neigen und ferner nach einer gewissen Rauchzeit (auf eine Füllung bezogen) nicht mehr recht schmecken wollen (hier meist im letzten Drittel der Fall, wenn die Kondensatbildung zuvor zu hoch war). Außer den dänischen Mischungen gibt es noch: Englische Mischungen: nicht aromatisiert, oft mit der Beigabe von/eine Mischung aus Würztabaken wie Latakia oder Perique, sehr kräftig und stark im Geschmack, meist nicht jedermanns Sache - und auch nicht unbedingt duftend. Eine eher individualistische Art der Pfeifenfüllung - und dann meist eine sehr leidenschaftliche. ;-) Amerikanische Mischungen: ähnlich den Dänischen Mischungen, oftmals reiner Virgina-Tabak, sehr, sehr stark sauciert, oft noch mit zusätzlichem Top-Flavour. Nicht einfach zu rauchen, da oft wirklich sehr (!) feucht - man könnte auch sagen: naß - und kondensatbildend. Oftmals beste Kandidaten für taube Zungen und nur für geübte Raucher zu empfehlen. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Der Philosoph, am 07. März 2005 Überabeitet am 22. August 2005 (Korrektur) Veröffentlicht bei Yopi: 18. September 2005 ... |
Leseratee, 19.05.2006
sh
Whiteghost, 18.09.2005
Sehr aufschlussreich, sehr interessant und sehr informativ! Gaumlbe es hier ein quotbesonders nuumltzlichquot, dann wuumlrde ich dir eines geben! - Zwar bin ich kein Raucher oder Pfeifer, aber trotzdem fesselt dein Bericht bis zum letzten Wort. M
inspire, 03.06.2006
schöner bericht...lg inspire
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Allgemeine Informationen W. O. Larsen Mellow Mixture
gelistet seit: 15.09.2005
Hersteller: W. O. Larsen weitere W. O. Larsen Pfeifentabak | Bewertung durch unsere Mitglieder
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