Es ist wieder einmal soweit. Das Jahr ist vergangen und die Vorfreude geht nun in die letzten Züge. Bald ist Heilig Abend. Die Gänse fettgefüttert vom Bauern oder gefroren aus dem Supermarkt kommen wieder in die Töpfe und Pfannen. Welche Gerüche , Aromen und Gedanken kommen einen in den Sinn?
Hier ein paar Tipps und eine von vielen Möglichkeiten den Festtagsbraten zum Erlebnis werden zulassen:
Bauerngans, hoffentlich das ganze Jahr auf der Wiese gewesen, echte Bodenhaltung und etwas Wasser zu schwimmen gehabt und schön fett, hat auch ihren Preis
Supermarkt: verschiedene Sorten polnische, ungarische, deutsche Gänse, groß aber nicht den ganzen Sommer über von mir beobachtet
billiger über die polnische Grenze geholte polnische Gans ( ein Gerücht geht um, könnte auch manchmal ein junger Schwan sein ) am preiswertesten im Verbund mit Zigarettenholen und billig Tanken usw. , aber das nur am Rande
Doch nun zum Thema:
Gans als Festtagsbraten, wann fange ich damit an:
1. im Sommer :
Besuch bei Bauern, Gans ausgucken,vielleicht ein Schleifchen umbinden ;-), und bestellen Beifuß sammeln, Blätter der Beifußpflanze abpuhlen (sind zu bitter)und trocknen
2. Gans holen oder bringen lassen; unsere Gans ist dieses Jahr wahrscheinlich etwas später ( Rupfmaschine kaputt, welch eine grausige Maschine), früher haben wir die von der Hand gerupfte Gans selbst noch über Spiritusfeuer abgesenkt
Herz, Magen, Flügel und Hals kommen in die Suppe
3. letzte Daunenreste mit Pinzette entfernen, Gans abwaschen, Fett herausstreifen, einsalzen und pfeffern
4. füllen mit Äpfeln , entkernt mit Apfelausstecher
5. 2 Beifußstengel einlegen
6. zunähen mit normalen Zwirn
7. frische Gänse 1 Stunde kochen, gefrostete kann man gleich braten
Die Gans in der Pfanne in der Röhre braten lassen ( 3 cm gefüllt mit Wasser) mit geschlossenen Deckel, ab und zu nachschauen , dass sie nicht anbackt und mit der Lake abpinseln ( 150°, 2 Stunden ), abkühlen lassen
8. nächsten Tag Heilig Abend , Fett abschöpfen, und wieder in die Röhre damit, erneut 1-2h, immer schön einstreichen mit dem enstandenen Sud
9. 1. Weihnachtsfeiertag nochmals in die Röhre und diesmal 180°C wegen der Bräunung, wenn man bequem mit einem spitzen Gegenstand in die Keule reinkommt ist sie gut, heiß tranchieren
Wie es duftet und dampft!
Die Äpfel aus der Gans werden in einer Schüssel serviert. (Vorspeise)
mehlig kochende Kartoffeln und Apfelrotkohl als Beilage zum Gänsebraten
als Soße nehmen wir immer die durchgeseite Bratflüssigkeit
Nachtisch Pfirsichkompott
trockener Riesling oder Grauer Burgunder gehören zum festlichen gedeckten Tisch
Kerzen, Servietten und den Knochenteller nicht vergessen.
Geschmack bekommen ?
Na denn Guten Appetit
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Weihnachtsgans a la campino
ein Testbericht von campino2002-12-08 23:02:11vom 08.12.2002Empfehlung: ja
Die Sitte, zu Weihnachten Gans zu essen, ist von England aus in den deutschen Kulturkreis eingeflossen. Es wird berichtet, dass am Heiligen Abend des Jahres 1588 der damaligen englischen Königin eine Gans serviert wurde, gerade als die Nachricht vom Sieg Englands über die spanische Armada eintraf. Seither gilt die Gans in England als typischer Festtagsbraten.
Hier eine besonders leckere Version:
1 küchenfertige Gans von ca. 5 kg
200 g über Nacht eingeweichte Backpflaumen
50 g Korinthen
400 g Geschälte Äpfel
1-2 El Zucker
5 El Vollkornbrotkrümel
2 cl Weinbrand
ein bisschen Zimt
Salzwasser
Sauce: 5 El Sahne
1-2 El Mehl
3 El Apfelmus
Salz, Pfeffer
Die Gans waschen und trocken tupfen. Anschließend von innen salzen. Die (steinlosen) Backpflaumen, Korinthen und zerkleinerten Äpfel vermischen. Mit den Vollkornbrot-Krümeln, Zucker, Zimt und Weinbrand abschmecken. Mit dieser Masse die Gans füllen und dann die offene Seite zustecken oder zunähen.
ein Testbericht von Rosen2002-08-02 20:25:09vom 02.08.2002Empfehlung: ja
Eine gut gebratene Gans ist eine gute Gabe Gottes
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Diesen Satz habe ich mal gelernt und nie vergessen
Gibt ja einige Berichte über diese Schnattergänse, habe sogar heute gelesen das schon ein Bericht gelöscht wurde, warum ? war er zu lustig, nicht sachlich genug ?
Ich werde es auch mal probieren und lasse mich überraschen.
Wie ihr aus dem ersten Satz erkennen könnt, kenne ich die Gans hauptsächlich ohne Federn.
Die Gänse werden das Jahr über gefüttert, ja gemästet . Die Berichte im TV darüber sind ja nicht so schön.
Dann aber, Weihnachten , wenn
es dann soweit ist, wird ihnen das Federkleid entfernt.
Die Federn kommen dann in die Kissen.Also Hühnerrupfen habe ich auch schon mitgemacht. Ist gar nicht so schlimm.
Heute gibt es die Gänse ja tiefgeroren oder beim Metzger und Bauern frisch zu kaufen. Da hat man nicht mehr viel Arbeit mit Ihnen.
Sie sollte schon 5 kg. haben . Sie wird gut gewürzt, manche füllen sie auch noch, dann geht es für einige Stunden in den Backofen.
Man wie die Wohnung riecht. Und wenn sie zum Schluß dann so knusprig braun duftend auf dem Tisch steht Da läuft das Fett an Mund und Fingern runter.
So liebe ich die Gans. Mit Rotkraut und Klösse. Nur noch 5 Monate Wartezeit.
Das war meine Erfahrung mit den Gänsen. Mögt ihr diese Meinung nicht, bewertet sie doch einfach nicht. Aber das mußte auch mal gesagt sein.
Mal ehrlich : ihr mögt doch alle eine knusprige Gänsekeule und ein weiches Kopfkissen !?
So , aber ich kenne auch die Gans, wenn sie über die Wiese läuft, denn ich wohne ja auf dem Ort und als Kind war ich auch auf Bauernhöfen in der Hamburger Gegend.
So läuft sie nun schnatternd durch die Gegend, wenn sie nicht gerade im Maststall ist.
So eine glückliche Gans gibt es sicher nicht mehr oft. Diese auf der Wiese laufende Gans hat ein weißes Gefieder, wühlen sie mal nicht im Dreck sind die Federn schneeweiß.
Gänse legen Eier, natürlich sind diese größer als beim Huhn. Man das gibt ein Spiegelei !
Nein, nein ach neue Gänse werden ausgebrütet. Gänse laufen auf dem Bauernhof mit den anderen Tieren durch die Gegend, so könnte man sie als gesellig bezeichnen. Doch man soll sich nicht von ihnen täuschen lassen, kommt man zu nah und es gefällt ihnen nicht, fauchen sie mit ausgestrecktem Hals und schnappen auch schon mal zu. Das tut dann doch etwas weh.
Sonst sind sie recht hübsch , nett anzusehen, sie gehören einfach auch auf einen Bauerhof.
Auch das Sprichwort " dumme Gans ", trifft wohl nicht zu. Sieht man es doch in Dokufilmen und Berichten. Sie kümmen sich um Ihre Jungen und passen auf das keiner zu Nah an sie und ihr Heim kommt. Kommt eine Gans " nie " in den Backofen, kann sie doch an die 30 Jahre alt werden. Ist doch nicht schlecht ! Auch bleiben sie ihrem Partner treu, sagt man.
Wie die Störche, man bei uns sind zur Zeit wieder viele Störche, da schaut man und staunt und erfreut sich an diesen Langbeinern. Das wieder Nebenbei, ihr wißt ja, Ich schweife immer gerne mal ab, denn beim Schreiben fällt mir immer alles mögliche ein, so könnte ich eigentlich einen Endlosbericht schreiben. Also stop!
Ach ich denke das waren mal meine Gedanken zu Gans. Schaut sie euch an, wenn ihr Gelegenheit habt.
ein Testbericht von Babba2002-03-01 08:15:22vom 01.03.2002Empfehlung: ja
Hier geht es zwar um eine Weihnachtsgans, doch die kann man auch an anderen Tagen essen. Bei uns in Deutschland ist es überwiegend üblich, eine Gans am ersten Weihnachtstag zu essen, manche verschieben dies aber auch auf Neujahr oder anderes Festtage.
Eine Gans schmeckt eigentlich immer, so kann man sie eben auch einfach so mal am Wochenende machen, wenn einem danach ist. Aufwendig ist das Essen nicht besonders, doch die Gans hat natürlich ihren Preis. Was eine Gans nun in Euro kostet, kann ich nicht angeben, da wir klassisch zu Weihnachten
unsere Gans gegessen haben.
Die Zutaten:
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Eine Gans, je nach Belieben frisch oder gefrohren,
etwas Salz,
kochend heißes Wasser,
eine Tüte Backflaumen,
zwei Boskopäpfel und
etwas Majoran.
Als Beilage bietet sich Rotkohl mit Kartoffeln oder Knödeln an, dazu natürlich dann noch eine Soße.
Die Zubereitung:
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Die Gans wird ausgenommen, meistens ist sie das ja schon, doch die Innereien wie Magen, Darm, Herz und auch der Hals lieben oft im Bauch der Gans. Nun wäscht man sie einmal gründlich ab, untersucht, ob auch alle Feder entfernt sind.
Die noch feuchte Gans wird mit Salz eingerieben und auf einen Bräter gelegt. In den offenen Bauch gibt man nun die Füllung, die folgendermaßen zubereitet wird:
Die Äpfel schälen und klein schneiden, mit den Backpflaumen in einer Schüssel gut vermengen und mit etwas Maroran würzen. Diese Füllung gibt man nun mit einem Löffel den Bauch der Gans und verschließt diese mit Rouladenspießen.
Ist die Gans gefüllt wird sie im Bräter mit heißem Wasser übergossen und in den Ofen geschoben. Hier wird sie nun bei 180 Grad ca. 5 - 6 Stunden gebraten. Zwischendurch sollte die Gans immer wieder mit Wasser übergossen werden, denn nur so wird sie schön knusprig. Dazu nimmt man am besten eine Kelle und gießt das Wasser und den Bratensaft der Gans immer wieder über die Gans im Bräter.
Nach 3 Stunden werden die Innereien aus der Gans erst in den Bräter gelegt, die würden sonst vergaren. ob die Gans gut ist, das kann man an der Farbe der Haut sehen, ist sie schön goldbraun, dann ist die Gans fertig. Lieber auf niedrieger Temperatur braten, und dann etwas länger, als wenn man sie zu heiß brät, dann schmeckt sie nicht, ist innen zäh und außen verkohlt.
In der Zwischenzeit kann man die Kartoffeln schälen und kochen, wie auch den Rotkohl zubereiten. Da Rotkohl hier seine eigene Kategorie hat, werde ich über die Zubereitung nichts weiter schreiben, das kommt dann in der korrekten Kategorie.
Da zu diesem Gericht auch eine Soße gehört, eine Gans bekanntlich aber sehr fett ist und man aus dem Bratensaft somit keine Soße zubereiten kann, haben wir inzwischen unserer Vorliebe für Gefro Soßen gefunden, wo wir aus der Bratensoße eine Soße kochen.
Dazu braucht man:
500 ml Milch und
2 Eßl. Soßenpulver von Gefro.
Die Milch aufkochen und das Pulver hinneingeben. Das Ganze noch einmal eine Minute aufkochen lassen, schon ist die Soße fertig. Die wird von meiner Frau gekocht, während ich die Gans zerlege.
Meine Meinung:
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So eine Gans schmeckt wirklich sehr lecker, gewohnheitsmäßig gibt es sie bei uns zu Weihnachten, weil es Tradition ist. Doch auch schon zu anderen Anlässen gab es bei uns eine Gans. Viel Arbeit macht die Zubereitung nicht, denn die Gans brät im Ofen von alleine, muß nur regelmäßig übergossen werden.
Zeitaufwendig ist das Gericht jedoch, da die Gans sehr lange im Ofen braucht. Rechtzeitiges Aufstehen ist somit angesagt. Aus diesem Grund wird die Gans bei uns vor dem Frühsück in den Ofen gestellt, so können wir in Ruhe frühstücken, während der Ofen seine Arbeit macht. Alles andere, wie Rotkohl, Kartoffeln und Soße hat noch ausreichend Zeit.
Und so lange es noch kalt ist, kann man gut eine Gans essen, aber am besten schmeckt sie eben doch zu Weihnachten..... .
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