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| Angebot/Beschreibung | Preis | endet in | Gebote | Shoplink | |
| Ratgeber Zivildienst von Cornelia Funke (2007) |
7,06 € |
28T 16Std. | 0 | ||
| RdZ - Reichsbund Zivildienst Anstecknadel Ehren-Nadel |
1,00 € | 3T 13Std. | 0 | ||
| Alle Angebote für Zivildienst | |||||
Bewertung
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Vorteile
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Nachteile/Kritik
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![]() Zivildienstschule Barth „ Gut Glück“ein Testbericht von apex52002-09-28 17:25:09 vom 28.09.2002 Empfehlung: jaTja viele Zivi`s kenne sie schon und noch mehr werden sie kennen lernen. Ich habe vor einem Monat mit dem Zivildienst im Krankenhaus angefangen und gleich in der zweiten Woche hieß es dann ab nach Barth. Naja viele gemischte Gefühle würden in mir geweckt. Da ich in meinem engeren Freundeskreis kaum jemanden habe der zur Bundeswehr gegangen ist, holte ich mir erst mal so ein paar Infos von denen die schon dort waren. Eigentlich bekam ich auch nur sehr positives zuhören, aber die angst vor dem Ungewissen blieb dennoch. In Barth gibt es 1 und 3 Wochen Lehrgänge und ich hatte, im Nachhinein das Pech nur einen 1 Wochenlehrgang belegen zu dürfen. Ich fuhr also am Montagvormittag mit der Bahn los und sagte mir es wird wie auf einer „ Klassenfahrt“ sein. Nach 1 Stunde fahrt, einem komischen Gefühl, stand ich nun mit 20 anderen zivis in Barth auf dem Bahnhof. Mit einem Kleinbus wurden wir dann abgeholt und standen wenige Minuten später im Haus 1 der Empfangshalle. Nicht schlecht habe ich da gestaunt alles total neue Gebäude. Jetzt wurden erst mal die Personalien weitergeben und dann wurde mir eine Frage gestellt, die sämtliche Komische Gefühle verflogen ließ und mir sagte: Die Leute hier sind nicht nur nett sondern und Aufgeschlossen sondern sie beschäftigen sich mit mehr als nur ihrem Job. Auf die Frage Raucherzimmer oder Nichtraucherzimmer antwortete ich mit Raucher und weiter gings. Ich bekam einen Schlüssel mit der dazugehörigen Nummer und schon war ich in dem Zimmer, das mich die anstehende Woche beherbergte. Nicht schlecht, auch hier alles neu und in einem super Zustand. Kurzes Vorstellen ( 3 Bett Zimmer) und dann erst mal Sachen ablegen. Es Harmonierte sehr schnell unter den 2 gleichgesinnten, und es ging ab zur Einweisung + Mittag. Der erste Tag beginnt dann auch gleich mit Seminar. Schon am ersten Abend musste ich mir mal wieder eingestehen das ich mir viel zu viele Gedanken um diese Woche im Vorfeld gemacht hatte. Die Woche war wirklich nur super. Angefangen bei der wirklich guten Unterkunft, dem leckeren essen, den sehr interessanten Seminaren ( Rechte und Pflichten der Zivis, Entstehung der Kriegsdienstverweigerung, was ist los im Verteidigungsfall, soziale Diskussionen u.v.m.). Die Freizeitmöglichkeiten sind extrem vielseitig. Wer in Barth Langeweile hat, ist ein Faulpelz oder selbst so Langweilig. Töpferkurse, Korbflechtkurse, Fußball + Tischtennis + Basketball mit kleiner Halle im Gebäude, Schwimmhalle, Billardtische, Bibo + Video + Spiele –verleih sowie ein großer Fernsehsaal, in jedem Haus + mehrer kleine Tv Video Räume, Fitnessraum und zu guter letzt ein Musikzimmer mit Schlagzeug+ Keyboard sind die Geländeinternen Möglichkeiten sich die schöne Zeit nach den Seminaren zu genießen. Ein eigener Fahrradverleih und die nahe liegende Ostsee laden bei gutem Wetter zu viel Natur ein. Ein weiteres schönes Erlebnis war die Besichtigung des Stasigefängnisses in meiner Heimatstadt Rostock. Die von der Zivischule organisierte Führung war wirklich sehr Interessant und selbst als Rostocker habe ich an diesem Tag viel gelernt. Also es war eine schöne Woche und unser Zimmer überlegt an einer weiteren Seminar Woche teilzunehmen. ... |
campimo, 29.04.2007
H LG
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![]() Zivildienst im Krankenhaus auf Stationein Testbericht von fsimon2009-07-25 13:59:45 vom 25.07.2009 Empfehlung: ja Vorteile: viel Lebenserfahrung...Nachteile/Kritik: viel Stress, nicht für Jedermann geeignetIn einem relativ kleinen Krankenhaus war ich auf einer urologischen Station als Zivi eingesetzt. Die Station konnte man sich nicht aussuchen, sondern diese wurde den Zivis erst am Antrittstag verraten. Urologie wäre sicher nicht meine Wahl gewesen, aber nach Eingewöhnung war auch das ok. Für mich als Langschläfer das Schlimmste: meistens hatte ich Frühschicht, d.h. Arbeitsbeginn 6 Uhr. Spätschicht hatte ich nur selten, da in der Spätschicht wesentlich weniger zu tun ist (keine Patienten waschen, keine OPs versorgen, keine Neuaufnahmen ...). Nachtschicht hatten Zivis bei uns nicht, da Nachts nur eine Kraft anwesend war. Grund für mich dies hier heute zu schreiben war, dass ich in anderen Berichten immer lese, ausser Essen verteilen, Patienten waschen und Betten wäre nicht viel zu tun gewesen. Bei mir sah das deutlich anders aus: Puls, Blutdruck, Blutzucker messen. Infusionen wechseln, Urinbeutel leeren, Spülbeutel wechseln (ja in der Urologie hat halt fast jeder einen Katheter - zumindest ab OP - und dort läuft ständig eine Spüllösung durch. Die Mischung aus dieser, Blut und Urin sammelt sich dann in einem Beutel, der teils mehrmals stündlich geleert wird). Natürlich habe ich auch Patienten gewaschen, Blut ins Labor gebracht, Essen ausgeteilt, Betten gemacht und Patienten zum OP und zu Untersuchungen gefahren. Aber das hat max. die Hälfte der Zeit ausgemacht. Genauso viel Zeit habe ich mit Überwachung und Dokumentation der Vitalwerte nach OPs (bei uns wurde fast jeder Patient operiert) und eben Wechsel von Infusionen und Spülungen verbracht; teilweise habe ich auch den Verbandwechsel übernommen, auf jeden Fall aber die Katheterpflege und Desinfektion. Manchmal habe ich auch s.c. Spritzen gegeben, je nach dem mit welcher Krankenschwester ich gerade zusammen Dienst hatte - abgezeichnet hat sie dann aber, dass sie es getan hätte. Weitere Aufgabe war die Neuaufnahme der Patienten mit Puls, Blutdruck, Blutzucker und Temperaturmessung und Erfragen von eingenommenen Medikamenten, Allergien etc. Zudem mussten die Patienten vor den OPs je nach OP entweder komplett oder teilweise durch mich rasiert werden (im Genitalbereich versteht sich). Daran gewöhnte ich mich ebenso wie daran, auch weibliche Patientinnen zu waschen (wobei auf der Urologie 90% männlich sind). In den 15 Monaten sind ca. 5 Patienten verstorben (ca. 700 Patienten habe ich in der Zeit kennengelernt). Ich war jedoch im entsprechenden Augenblick nie im Dienst. Ein paar Leichen habe ich aber mit in den Keller gebracht. Ich war den Großteil meiner Dienstzeit der einzige Zivi auf Station. Die letzten Monate haben wir einen anderen hinzu bekommen, wobei ich nicht sicher bin, ob er die Zeit durchgehalten haben wird, da er ziemlich Probleme hatte das viele Blut anzusehen etc. Das war es. Fazit: wenn man medizinisch interessiert ist (kann man hier checken: http://medctr.de/index.php?page=quiz ) und sich nicht blöd anstellt, darf man sicher auch etwas mehr machen ausser Töpfchen und Essen bringen - je nach dem, mit was für Leuten man zusammenarbeiten muss, versteht sich. Nachtrag: am Anfang des Zivildienst Stand ein zweiwöchiger Einführungslehrgang mit Themen wie Staatsbürgerkunde, der im Bezug auf den Zivildienst überhaupt nichts gebracht hat. Das Krankenhaus hat dann irgendwann für alle Zivis im Haus einen 40-stündigen Pflegelehrgang durchgeführt. Das war dagegen eine sinnvolle Sache, allerdings war ich z.B. zu diesem Zeitpunkt bestimmt schon 8 Monate im Dienst. ... |
morla, 25.07.2009
wünsche dir ein schönes wochenende lg. petra
Nina1805, 25.07.2009
sh und noch ein schönes Wochenende! LG!
sigrid9979, 25.07.2009
Ein Interessanter Bericht..Lg Sigi
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![]() Zivildienst mal ganz andersein Testbericht von anne___2008-05-16 22:24:37 vom 16.05.2008 Empfehlung: ja Vorteile: Der Nutzen eines solchen Jahres im Ausland ist nach meiner Ansicht kaum zu ermessen. man lernt eine Fremdsprache auf die wohl gründlichste Art und Weise, zusätzlich ist die bedeutende Erweiterung des eigenen Horizonts ein deutlicher Zuwachs an Lebenserfahr...Nachteile/Kritik: Es gibt einfachere WegeZivildienst mal ganz anders: Es gibt eine Organisation ADiA (Anderer Dienst im Ausland) mit dieser ging der Patensohn von meinem Schwager nach La Paz (Bolivien). Möglich wird dies durch eine Sonderregelung, die es Zivildienstleistenden ermöglicht, ihre Dienstzeit außerhalt der BRD zu verbingen. Voraussetzung für eine Bewerbung ist das Abitur und ein Musterungsbescheid, sowie Kenntnisse der jeweiligen Landessprache. Außerdem verplichtet sich der Zivildienstleistende im Ausland unentgeltlich zu arbeiten und seine Dienstzeit von den üblichen 9 Monaten auf ein ganzes Jahr zu verlängern. Im Fall von Max ist die Trägerorg. hier vor Ort eine Stiftung namens Fundación Arco Iris, die sich der Arbeit mit Menschen widmet, die auf der Straße leben. Die Stiftung gliedert sich in mehrer Projekte verschiedenster Art, von Wohnheimen für Waisen und ausgesetzte Kinder über Arbeitsgruppen und mobilen Schulen mit Unterricht direkt auf der Straße bis hin zu einem eigenen Krankenhaus, in dem bedürftige und mittellose Menschen kostenlos behandelt werden. Neben dem ständigen Personal aus Lehrer, Psychologen, Sozialarbeitern und Ärzten arbeitet die Fundación jedes Jahr mit einer neuen Generation von Zivildienstleistenden und Freiwilligen Jugendlichen. Die Gruppe von Max bestehen aus 21 Jugendlichen (18 Deutsche und 3 Engländer) die alle im vergangenen Sommer die Schule abgeschlossen haben und jetzt hier in La Paz den Zivildienst oder ein Freiwilligen Soziales Jahr verbringen. Von Max: Der Zugang zu Menschen, die auf der Straße leben, und speziell zu Kindern, die obwohl erst halb so alt wie man selbst schon so stark von einem zermürbenden Leben gezeichnet sind, ist oft sehr schwierig und es braucht lange Zeit um ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Ich persönlich arbeite im Krankenhaus, wo ich erst in der chirg. Abt. war und mittlerweile in der Notaufnahme den Ärzten assistiere, was eine unglaublich interessante und intensive Arbeit ist - ganz abgesehen davon, dass man eine Menge lernt; welcher Zivi in Deutschland wird denn mit Nähen und Gipsen beauftragt? Das Leben und Arbeiten hier in Bolivien ist für einen Durchschnittseuropäer aufgrund der Kopf stehenden Gebräuche und Sitten eine ungewohnte und manchmal augenöffnende Erfahren. Eine große Umstellung ist natürlcih, eine Fremdsprache zu seiner eigenen Umgangs- und Arbeitssprache zu machen, und das beinahe rund um die Uhr. Aber eigentlich ist so gut wie alles komplett verschieden von dem, was man bisher von zu Hause als normal kennt und selbstverständlich empfunden hat. Ich denke das ist eine nicht einfach aber sehr interessante Möglichkeit. Manchmal ist der einfachste Weg einfach nicht genug. Der Nutzen eines solchen Jahres im Ausland ist nach meiner Ansicht kaum zu ermessen. man lernt eine Fremdsprache auf die wohl gründlichste Art und Weise, zusätzlich ist die bedeutende Erweiterung des eigenen Horizonts ein deutlicher Zuwachs an Lebenserfahrung und Persönlichkeit. Natürlich fragt man sich zeitweise, warum man nicht den einfacheren Weg gegangen und zu Hause in Deutschland geblieben ist, wenn einem die Heimat mit all ihren Annehmlichkeiten und ihrem Komfort fehlt. Falls ihr weitere Info's möchtet könnt ihr gerne Schreiben!!!!! ... |
alemanita, 16.05.2008
---liebe grüsse--- maria
esposa1969, 16.05.2008
sehr schöner Bericht.
Schattenesserin, 17.05.2008
Wünsche Dir ein schönes Wochenende :- LG
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![]() Anstrengend aber sehr viel Erfahrungein Testbericht von grandmastr2004-10-31 00:51:28 vom 31.10.2004 Empfehlung: jaLos ging es mit 18 Jahren. Ein Brief von der Bundeswehr kam und man teilte mir mit da sich nun datentechnisch erfasst bin. Kurze Zeit danach kam dann ein zweiter Brief mit einer Frist in der ich mich zu melden hatte. Es ging darum ob ich schon gezogen werden kann oder noch eine Ausbildung oder ähnliches mache. Da ich nun mal zu dem Zeitpunkt gerade auf dem Weg zum Abitur war wurde es zurückgestellt bis ich selbiges beendet hatte. Etwa 6 Monate vor dem Abitur kam dann der neue Brief, die Einladung zur Musterung nach Essen. Dort gab es einen allgemeinen Gesundheitscheck und man tendierte in Richtung T2. Ich habe aber direkt verweigert in Form eines Briefes. Dennoch musste der Tauglichkeitsgrad festgestellt werden, wieso auch immer. Jedenfalls kam ich zu einer Untersuchung in eine Praxis, die feststellen sollte was da mit meinem eptileptischen Anfall war, den ich vor einigen Jahren hatte. Nach der Untersuchung ging es dann wieder heim und ich bekam nach einigen Wochen einen Brief, dieser besagte meinen Tauglichkeitsgrad 3. Mir eigentlich immer noch ziemlich wurscht. Bei der Verweigerung ist die wichtige Frage, wieso eigentlich verweigern? Es gibt viele gute Gründe für eine Verweigerung, wenn man will kann man eine Verweigerung heute ohne Probleme durchkriegen. Ich habe selbst wegen meiner christlichen Grundeinstellung verweigert und habe auf das Grundgesetz der BRD hingewiesen. Demnach muss man nicht gegen sein Gewissen handeln. Und für mich geht es gegen mein Gewissen wenn ich auf Lebewesen schießen muss. So sieht die Kurzverweigerung auf, die lange und genaue Beschreibung enthielt noch einige kleinere Unterpunkte und war insgesamt etwa eine Seite lang. Tja, danach war ich zum warten verdammt. Es war klar das die Verweigerung weitergeleitet wird nach Köln, denn dort sitzt das Bundesamt für Zivildienst. Nach einiger Zeit des wartens war ich dessen überdrüssig und habe mehrmals in Köln angerufen was denn nun los ist. Es dauerte immer noch jedoch kriegt man durch solche Anrufe wesentlich schneller Nachricht. Ich hatte vor mir im Falle einer Annahme der Verweigerung einen eigenen Platz zu suchen. Somit habe ich mich in Duisburg Hamborn beworben in einem Altenheim. Dort muss man sich normal wie für einen Beruf oder eine Ausbildungsstelle bewerben, es gibt auch ein Vorstellungsgespräch. Jedoch war es natürlich wichtig die Zusage von Köln zu bekommen. Also bekam ich dann endlich die besagte Zusage das ich anerkannter Wehrdienstverweigerer bin. Somit ging dann eine Nachricht zurück nach Köln über den Platz als Zivildienstleistender in besagten Altenheim. Dies muss dann aber noch aus Köln bestätigt werden. Ein schöner Briefwechsel war das… Wie kann man sich einen Tag im Leben eines Zivildienstleistenden vorstellen? Los ging es morgens um 8 Uhr. Brötchen und Brote müssen vorbereitet und zubereitet werden. Kaffee einschenken, Wasser einschenken, eine kurze Unterhaltung wenn die zeit reicht. Und natürlich auf die alten und zum Teil dementen Menschen eingehen. Das ganze bei 30 Leuten. Teilweise essen die Bewohner auch auf dem Zimmer, diese bekamen dann zu bestimmten zeiten von mir ein Tablett. Bis 10 Uhr hatten dann alle gegessen, teilweise habe ich Essen auch gereicht. Bis 10 Uhr müssen die Bewohner dann aus dem Speisesaal in die Zimmer gebracht worden sein, oder aber in den Aufenthaltsraum. Es müssen Tabletts eingesammelt werden und die Küche muss aufgeräumt sein. Die kritische Zeit beginnt dann. Denn es ist wirklich Streß. Man muss genau mitdenken wer noch nicht gefrühstückt hat und dann für den Bewohner das Essen zubereiten und beiseite stellen, damit diese später frühstücken. So was kommt täglich vor, wenn irgendwo was schief geht oder länger dauert. Bis 10 Uhr 30 müssen die Wäschesäcke zusammengebunden, abgehangen und die neuen Wäschesäcke müssen eingehangen werden. Der Müll muss ebenfalls abgehängt und mit neuen Tüten versehen werden. Dies muss dann alles in den Keller. Ab da an war die sehr stressige Morgenszeit vorbei und man konnte etwas entspannen. Hauptsächlich ging es jetzt darum das man Getränke einschüttet, die Bewohner beschäftigt. Ab 11 Uhr 45 ging es wieder los. Die Bewohner müssen wieder in den Speisesaal, denn um 12 Uhr ist das Mittagessen da. Die Bewohner, die im Zimmer essen müssen nach ihren Wünschen gefragt werden. Um 12 Uhr wurde das essen dann verteilt, zubereitet (geschnitten) und teilweise gereicht. Tabletts werden direkt verteilt auf den Zimmern. Um 13 Uhr ist dann das Mittagessen beendet und es ging darum das die Tabletts wieder eingesammelt werden, die Bewohner aus dem Speisesaal gebracht werden und Getränke eingeschenkt werden. Danach ging es wieder weiter mit spazieren gehen mit Bewohnern oder kleinen Spielen mit diesen. Auch haben wir uns oft unterhalten. Um 14 Uhr wird dann Kaffee verteilt, dabei gab es Plätzchen oder ein Stück Kuchen. Um 15 Uhr wurde selbiges dann wieder eingesammelt. Am Anfang ist es wirklich sehr kompliziert. Gerade genau zu wissen welcher Bewohner was gerne isst, wie er seinen Kaffee trinkt, wie viel und wann er essen will, ob er noch ein wenig im Speisesaal warten möchte und vieles mehr ist zu beachten. Dies ist sehr viel Lernarbeit, jedoch hat man recht schnell eine Routine drin. Es hört sich ein wenig langweilig an immer das gleiche zu machen doch das ist es nicht. Es passieren immer im Altenheim Dinge. Sei es das ein Bewohner nicht zum Essen kommen will oder das jemand erkrankt oder oder oder. Das Schwierige in dem Beruf ist beileibe nicht das Körperliche. Es ist zwar anstrengend aber man kann es aushalten. Was deutlich mehr wirkt und sehr schwer ist das geistige. Man lernt viel und muss auch lernen. Ein sehr gutes Beispiel ist die Demenz der Menschen im Altenheim. Man muss lernen wie man damit umgehen kann, muss sich in den Menschen hineinversetzen um ihn zu verstehen. Doch das ist schwierig, nicht nur für mich damals als Zivildienstleistender sondern ebenso auch für das andere Personal. Es geht bei einfachen Dingen wie der Benutzung eines Löffels los, geht über die Namen bis hin zu Menschen die auf die Nahe Autobahn laufen in der festen Überzeugung da zu wohnen. Ein ebenso schweres Problem in der Hinsicht ist auch das man lernen muss mit Tod und Krankheiten umzugehen und das ist sehr schwer. Es ist mir persönlich passiert das ich mich mit einer Bewohnerin unterhalten habe und diese dann 15 Minuten danach gestorben ist. Friedlich eingeschlafen. Ich hatte einen Termin zu dem Zeitpunkt und weiß das es für mich wohl sehr schwer gewesen wäre wenn ich dabei gewesen wäre. Andererseits bin ich auch sehr froh das ich mich mit der Frau unterhalten habe, mit ihr gesprochen habe, denn so weiß ich das sie einen schönen Tod hatte, schöner als in Einsamkeit. Gerade in dieser Hinsicht hasse ich es regelrecht wenn ich dann Worte höre wie „Warmduscher“ und „Weichei“ denn das was ich da erlebe geht wirklich an die Nieren wie man so schön sagt. Die oben genannten Dinge passieren immer so nebenbei. Hinzu kommen wirklich Zeiten wo man mit dem Auto Bewohner sucht, die wieder mal in ihrer Demenz unterwegs sind. Dazu kommen noch viele Arztbesuche, besonders schön bei Ärzten die nicht über einen Aufzug verfügen. Wer mal einen Rollstuhl eine steile Treppe hochgeschleppt hat mit einer 120 Kilo Dame weiß was ich meine. Jedoch sind dies die sicherlich sehr schwierigen Dinge. Man lernt aber auch sehr viel, was man sonst missen würde. Die Erfahrung der Menschen im Altenheim die einen oder teilweise zwei Weltkriege hinter sich haben ist enorm. Zudem bekommt man somit viel soziale Kompetenz auf den Weg mit durch die zwischenmenschlichen Kontakte die sehr schnell entstehen. Man lernt sehr viel über das Altwerden und die Veränderung der Menschen im Alter. Somit weiß man schon ein wenig mehr die Jugend die man noch hat zu schätzen und zu nutzen. Ich habe nach knapp 5 Monaten ein Erlebnis gehabt worauf ich nicht stolz bin, was jedoch mir gezeigt hat das ich viel gelernt habe. Es war ein Tag, an dem ich auf einem anderen bereich eingesetzt war, weil dort Personalmangel herrschte. Morgens ging es einem Bewohner dort schon schlecht und ich habe damals schlicht und ergreifend einen Toten gesehen. Aber es hat mir nicht sehr viel ausgemacht. Sicherlich es war schwer weil man sich so was kaum vorstellen kann was da los ist und ich habe auch noch 2-3 Tage daran gedacht ab und an, aber ich weiß das es einfach dazu gehört. Einmal während des Zivildienstes ist die Zivildienstschulung. Für fünf Tage ging es zu einer Schulung, in der vor allem über Zivildienst, Demokratie und Gesellschaft gesprochen wurde. Es ist eine recht ruhig zeit gewesen von morgens 8:45 (glaube ich) bis 15:45. Es gab auch sehr viele Pausen zwischendurch und hatte mit richtigem Lernen wenig zu tun. Es war mehr eine Diskussionsrunde. Abends war dann frei und man konnte die vielfältigen Freizeitmöglichkeiten in der Schule nutzen oder aber in Bocholt etwas unternehmen (auch wenn da wenig los war ) Offiziell sollte man in dem Haus auch schlafen, jedoch wird das sehr locker gesehen. Ich glaube etwa die Hälfte hat wirklich dort geschlafen. Nun noch ein Kurzes Fazit. Ich habe Zivildienst gerne gemacht und würde mich wieder dafür melden, zumindest eher als Wehrpflichtiger. Es ist zwar sehr anstrengend aber es bringt meiner Meinung nach mehr als einen Soldaten zu Mimen. Ich sehe auch eher einen Sinn in dem Tun der Zivildienstleistenden als dahinter mein „Vaterland“ zu verteidigen gegen irgendwelche Feinde die es eh nicht gibt. Wir sind von Freundlich gesinnten Nachbarn umgeben, gegen Terroristen kämpfen Wehrpflichtleistende soweit ich weiß eh nicht. Und mit einer Waffe gegen einen Pappgegner zu kämpfen. Das sind Kinderspiele die ich im Alter von bis zu 10 Jahren im Sandkasten gespielt habe mM recht unsinnig für Erwachsene. Vielen Dank für das Interesse, bei Rückfragen einfach Fragen. ... |
campimo, 29.04.2007
..SH....LG..
nickvonzoehner, 31.10.2004
Von dem Brief des Wehramtes und detailgetreue Musterung bis hin zur Ausuumlbung der Taumltigkeit. Ein Wirklich sehr guter Bericht. Weiter so.
Vojvodinac, 31.10.2004
Mensch deine berichte sind echt SUPER!
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![]() Zivi-Schule? Xtreme Rollstuhl-Cruising!ein Testbericht von Daverigger2003-12-19 17:03:36 vom 19.12.2003 Empfehlung: ja Vorteile: Man bekommt im schlechtesten Fall Allgemeinwissen vermittelt, normalerweise lernt man aber einen Menge, nicht nur über Rechte und Pflichten des Zivildienstleistenden! Die Leute sind meist voll ok und Bier gibts auch genug ......Nachteile/Kritik: Man bekommt in der Regel für die Zeit weniger Sold, das Bier könnte nicht schmecken, man könnte einen 5-Wochen-Kurs erwischen obwohl man bloß Büroarbeit macht.Es gibt für die verschiedenen Tätigkeiten, die das Berufsbild Zivildienst einschließt, auch verschiedene Lehrgänge. 1 Woche dauert das Basis-Seminar, in dem ausschließlich die obigen Themen behandelt werden. Dieser Lehrgang bietet sich an für Zivildienstleistende (ZDL), die sich im öffentlichen oder sozialen Dienst befinden, einer einfachen Tätigkeit als Hausmeister oder auch Bürohilfe nachgehen. 3 Wochen sind für den erweiterten Lehrgang veranschlagt, in dem der ZDL die Grundlagen der Pflege und Betreuung von Behinderten und alten Menschen erlernt, sowie über Ernährung aufgeklärt wird. Außerdem werden Selbsterfahrungsseminare veranstaltet, in denen man seinen Körper besser kennen und verstehen lernen, sowie Verständnis dafür bekommen soll, wie man sich als Blinder, Rollstuhlfahrer oder sonstig körperlich behindert fühlt und im Alltag zurechtfindet. Zum Ende hin findet auch ein erweiterter Lehrgang in erster Hilfe und Notfallbetreuung statt. Weiterhin findet eine Aufklärung über die finanziellen Zuwendungen statt, die der ZDL während seiner Dienstmonate erhält. Einen solchen Lehrgang besuchen ZDL, die in der sogenannten ISB (Individuelle Schwerstbehinderten-Betreuung) tätig sind. Dies ist der Lehrgang, den auch ich besucht habe. 5 Wochen schließlich sind denjenigen vorbehalten, die ihren Dienst bei einer Rettungsgesellschaft absolvieren, z.B. Rotes Kreuz, DLRG (Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft) und ähnliche andere Organisationen, die in akuten Fällen zum Einsatz kommen, bei denen es wirklich um Leben und Tod gehen kann. Hier sollte eigentlich nur speziell ausgebildetes Fachpersonal eingesetzt werden, jedoch kann auch ein Zivi von entscheidender Bedeutung für die Rettung eines Lebens sein. Um in Notfällen auch handeln zu können, sind bestimmte Kenntnisse vonnöten, die dem ZDL in 2 weiteren Wochen beigebracht werden. Nicht jede der ca. 20 Zivildienstschulen kann diese Ausbildung vornehmen, nur eine Handvoll. Nebenbei bieten auch manchmal die Organisationen selbst Seminare zur Ausbildung ihrer ZDL an, was ich als sehr löblich und vorbildlich erachte! Zuständig für die Durchführung solcher Schulungen sind ca. 20, in ganz Deutschland verteilte Zivildienstschulen mit unterschiedlichen Fassungsvermögen, die über mehrere Dozenten und Gastredner verfügen, die den ZDL das nötige Wissen und die dazugehörige Praxis vermitteln. Ich selbst habe meinen Lehrgang in einer der 10 größeren Zivildienstschulen, in Köln-Waldbröl absolviert, über die ich hier im folgenden auch schreiben werde. Die Teilnahme an diesen Lehrgängen ist Pflicht, im Laufe der ersten 2 oder 3 Dienstmonate bekommt man als ZDL daher einen gesonderten Einberufungsbescheid für die Schule, mit dem auch weitere Informationen über Anreise, Unterbringung, Programm und Lerninhalte verschickt werden, falls man die Informationen nicht schon zum Dienstantritt mit den anderen Formularen bekommen hat. Meist wird diese Schulung in einem Atemzug mit den Staatsbürgerlichen Seminaren erwähnt, was ich nicht besonders gut finde, da man als Zivi schnell den Eindruck bekommt, beides sei gleichermaßen freiwillig und uninteressant, bzw. unnötig, was es keinesfalls ist! Als ich meine „zweite Einberufung“ auf den Schreibtisch gelegt bekam dachte ich mir, dass dies mal wieder die typische Steuergeld-Verschwendung sei. Einen Zivi schulen ... und das nach rund 2 Dienstmonaten ... also für nur noch 8 Monate Dienst, nach denen eh wieder ein anderer den eigenen Platz einnimmt. Aber so leicht kann man sich irren! Die Anreise nach Waldbröl gestaltet sich als relativ einfach, da die Schule nicht besonders weit in der Pampa liegt, sondern bequem über die Autobahn Richtung Köln/Olpe zu erreichen ist. Sie liegt auf einem stark bewaldeten Hügel recht idyllisch und bietet genug Parkmöglichkeiten für ca. 70 ZDL. Dummerweise beträgt die Anzahl der ständig anwesenden Lehrgangsteilnehmer ca. 100, plusminus 5. Daher kann es hier und da zu Ballungen kommen, jedoch bietet ein nahe gelegener Aldi auch noch Parkmöglichkeiten, die auf Anfrage (von Zivis) kostenlos genutzt werden können, sofern man auch etwas einkauft. Einen Haken gibt es ja eh immer, aber das Bier ist dort glücklicherweise billig, auch wenn es nur Kölsch gibt. Aber ein Getränkemarkt am Ende der Straße führt glücklicherweise auch Altbier. :) Die erste Abfertigung gelingt nicht immer Reibungslos, denn beim Eintreffen muss man zuerst ein recht unübersichtliches Formular mit nicht immer ganz eindeutigen Fragen ausfüllen, um dann endlich nach mehreren Rückfragen, um nichts falsches anzugeben, den Zimmerschlüssel zu erhalten. Die Zimmer sind immer für jeweils 2 ZDL eingerichtet, Einrichtung gibt es so gut wie keine. Zwei Betten, Zwei Stühle neben den Betten, für jeden einen dünnen abschließbaren Schrank, eine Ablage zwischen den Schränken und ein Waschbecken mit Lampe und Spiegel sind das einzige was man privat zur Verfügung hat, die Duschen befinden sich, genauso wie die Toiletten, auf den Gängen, die immer mit ca. 6 – 10 Zimmern bestückt sind. Seltsamerweise nimmt die Qualität zu, je höher man wohnt. Ganz oben im 4ten Stockwerk sind die Toiletten unglaublich sauber und gepflegt, großräumig, gelüftet und klimatisiert, es fehlt so gut wie nie an Papier, sogar die Seife ist immer voll und frisch. Das Gegenteil dazu findet man bei den unteren Toiletten, die selten sauber und gepflegt erscheinen und stets einen gewissen Odeur versprühen. Wundervoll! Mein Zimmer lag natürlich unten, aber ich hatte für mich ein kleines Fitnessprogramm erstellt, demzufolge ich jeden Morgen ein paar Stockwerke nach oben gejoggt bin. Die Seminare in Waldbröl finden, unabhängig von Kursgruppe und Dauer der Schulung, täglich von 8.15Uhr-12.30Uhr statt, darauf folgt Mittagspause bis 13.30, der zweite Seminarteil geht von 13.30Uhr-15.00Uhr, danach herrscht Freizeit. Frühstück gibt es von 7.30Uhr-8Uhr, das Personal ist aber meistens so nett und lässt bis 8.15 zu Ende essen, wenn’s knapp wird mit der Zeit. Sehr praktisch für Spätaufsteher! Das Abendessen findet 17.30Uhr-18.00Uhr statt und ist genauso organisiert wie das Frühstück, nur das man noch Reste vom Mittagessen zu sich nehmen kann, falls man eine warme Mahlzeit einem Brot vorzieht. Mittags gibt es 2 unterschiedlich Menüs, einmal normal und einmal eine vegetarische Alternative, die meist genauso gut schmeckt wie das andere Gericht, manchmal sogar einen Tick besser. Man weiß schließlich nicht, woher das Fleisch für die Mahlzeit wirklich stammt. Ausgewählt wird das Essen jeweils Montag, man trägt sich in die beim Frühstück ausliegenden Listen ein und erhält Essensmarken. Wichtig ist zu wissen, das man für die Zeit in der Zivildienstschule KEINEN ESSENSZUSCHLAG zum Sold gezahlt bekommt, wenn man diesen normalerweise beansprucht, da man von der Schulkantine verpflegt wird. Da das Essen aber meiner Meinung nach fast immer sehr gut ist gibt es auch keine Probleme, satt zu werden. Nachschlag zu holen ist immer erlaubt. Wer an dem Essen besonders rummeckert hat meiner Erfahrung nach einen seltsamen Geschmack oder will sich wichtig machen! Für die Freizeit, die an bestimmten Seminartagen recht großzügig bemessen ist, gibt es eine Freizeitpädagogin, die für jeden Tag ein Programm aushängt, an dem man je nach Lust und Laune teilnehmen kann. Meist beschränkt sich das Ganze jedoch auf eine johlende Horde von ca. 40 Fußballverrückten und 3 Leuten, die Töpfern und Yoga wollen. Angebote wie Badminton, Tennis und autogenes Training / Meditation werden eher weniger wahrgenommen. Ich frage mich woran das liegt. Ooooooohmmmm ... Wer sich die Zeit jedoch lieber selbst vertreibt kann auf einen recht netten Billardtisch zurückgreifen, der von der Tür aus gesehen leicht nach links geneigt ist, und der Tischtennistisch ist sowieso immer besetzt. Schläger und Bälle liegen immer irgendwo in der Nähe rum, weil die meisten Zivis zu faul sind, das Zeug wieder zur Ausleihstelle bei der Pädagogin abzugeben. Ich kann das irgendwie nachvollziehen, man hat durch die Seminare ja auch immer so viel zu tun ... dieser ganze Stress ... Die Seminare an sich sind stets locker. Es gibt immer einen Seminarleiter, der die Hauptthemen behandelt, sowie mehrere Dozenten, die verschiedene Sachgebiete abhandeln, so z.B. Ernährungslehre, was für solche Zivis interessant ist, die ihre zu betreuenden Klienten bekochen müssen. Geld/Sachbezüge sowie Pflege/Betreuung werden gleichermaßen von Dozenten abgehalten, wobei es immer wieder erstaunlich ist, wo manche staatlichen Einrichtungen immer wieder diese Unikate herbekommen. Ich hatte z.B. in Pflege/Betreuung einen ewig zappeligen, leitenden Krankenpfleger aus dem örtlichen Kreiskrankenhaus, der mit seinen nervösen Ticks und Adrenalinkicks immer wieder für Lacher sorgte. Die Dame für Geld und Sachbezüge war dagegen normal, bis auf ihre piepsige Stimme und eine Körpergröße von ca. 1,40. Ungelogen. Dafür hatte sie aber in der Breite noch einiges gelagert. Da die Seminarteilnehmer untereinander sehr locker miteinander umgehen ist es für die Dozenten und den Seminarleiter auch kein Problem, die Inhalte mehr oder weniger kompetent und aufgelockert rüberzubringen, was die Aufmerksamkeit sichert und keine Schulischen Verhältnisse schafft. Wer aufpasst, der passt auf, wer kein Interesse hat, hört weg, liest oder schläft. Natürlich nur, solange man die anderen nicht stört! Das schon angesprochene Verhältnis der Zivis untereinander ist bei den Mehrwöchlern immer recht familiär und Kumpelhaft. Es wird gegrillt, gesoffen, man spielt Karten um astronomische Beträge (Ungelogen, am letzten Abend hat mein Zimmernachbar 82 Cent gewonnen, die höchste Summe überhaupt!) oder zieht sich, wie ich, jeden zweiten Abend zwei Filme mit einer Handvoll anderer Zivis rein. Dazu ausreichend Chips, Drinks und Bier und die Sache ist geritzt! Den Seminarleiter lädt man natürlich am letzten gemeinsamen Abend auch mal auf ein Bierchen zum Grillen ein und schenkt ihm ein Huhn, das man auf dem örtlichen Vieh- und Krammarkt erstanden hat, nach einer kleinen Kollekte der Zivis. Solche Abschiedsgags sind bei Mehrwöchlerseminaren anscheinend sehr beliebt, eine Gruppe hat mal ein Pferd gemietet und auf den Parkplatz des Seminarleiters gestellt, ihm das Pferd quasi als Ersatz für den ja sowieso umweltschädigenden Wagen geschenkt. Es gibt haufenweise lustige Geschichten solcher Abschiedsgeschenke, die man bei ein paar Bierchen schnell erzählt bekommt, wenn die Grillwürste auch noch schmecken. Natürlich dient dies alles ausschließlich der Belehrung und Weiterbildung der Zivildienstleistenden, und zum Abschluss der Seminarzeit bekommt jeder Teilnehmer einen Wisch, der die Teilnahme bestätigt und den erhalt der 3ten Soldgruppe sicherstellt. Diese bekommt man nach dem 7ten Dienstmonat zwar sowieso, aber danach fragt keiner, schließlich muss man vor der Abfahrt noch Handy-Nummern tauschen! Insgesamt kann ich mit einem Lächeln im Gesicht, ein paar netten Erinnerungen und vielen interessanten Informationen und Erfahrungen mehr auf die 3 Wochen in Köln-Waldbröl zurückschauen. Egal welchen Job man als Zivi wirklich hat und mit welcher Einstellung man den Lehrgang antritt, man lernt immer etwas, selbst wenn es „nur“ Allgemeinbildung aus dem täglichen Leben FÜR das tägliche Leben ist. So etwas schadet wirklich nie! Die Zivis sind untereinander nach wenigen Tagen wie eine Gemeinschaft, man kennt sich besonders innerhalb der Seminargruppen gut genug um sich ein paar spaßige Tage miteinander zu machen und sich nicht auf die Nerven zu gehen. Natürlich ist das Gemeinsame Essen gewöhnungsbedürftig, die Aufstehzeiten genauso wie die Gemeinschaftsduschen, aber ich denke, das ist nur ein kleiner Haken an 3 Wochen Ausspannen mit gelegentlichen Raucherpausen zwischen den Seminaren. Die Jungs beim Bund haben zwar einen Monat weniger Dienst, dafür jedoch viel länger mit Gemeinschaftsduschen zu tun und dazu noch schlechteres Essen bei schlechterer Bezahlung ... ;-) ... |
campimo, 19.12.2003
..SH....LG..
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![]() Zivi im Ausland - ein echtes Erlebnis ...ein Testbericht von moritzzzz2003-10-25 00:44:43 vom 25.10.2003 Empfehlung: ja Vorteile: Abenteuer pur !!! Du kannst dich selbst testen, ob du mit der (anfangs) Fremde zurecht kommst, lernst unglaublich viele Menschen kennen aus den unterschiedlichsten Gebieten, Das Feeling machts. Der Job ist genial und reich an Erfahrungen. Kanada ist fanta...Nachteile/Kritik: ... des war viel zu kurz !!! Aber ich werd da wieder hinfahren, und meine gewonnen Freunde besuchen.Auch ich hatte die Wahl der Qual :) entweder zum Bund oda Zivi. Bei der Musterung hab ich mich so sehr angesträngt un dacht mit den Lügen die ich denen erzähl werd ich ausgemustert - aber ich war wohl immer noch zu gut ;) *kein Plan* hehe. Nuja hab dann aba son Wisch geschrieben - des ich gern Zivi machen will, und das im Ausland. Hab darüber schon einiges gelesen un viel von Kumpelz gehört.. und es war echt ne gute Sache, kann ich nur jedem empfehlen der sich ma Herausforderungen stellen will :) und einfach mehr sehen will, mehr von der Welt :) < Für mich war es kein Problem im Ausland meinen Dienst zuleisten, Voraussetzung war halt: gute Englisch Kenntnisse, Führerschein, öhm un Geduld ( so, nu mal meine Eindrücke und so weiter ... Wer mit Behinderten arbeitet, der sollte über Offenheit und Feingefühl verfügen. Und wenn jemand obendrein in ein fernes Land mit einer anderen Kultur aufbricht, um dort mit vielen behinderten Kindern zusammenzuleben und sie zu betreuen, dann bedarf es zudem einer Menge Mut. Nicht jeder hat das gewisse Feeling, und kann sich sofort auf die neue Situation umstellen. So traf ich meine Entscheidung, ...für eine zehnmonatige Betreuung mit behinderten Kinder in Kanada. Zweifellos entschied ich mich für eine Herausforderung im Doppelpack: Zum einen stand ich vor der nicht leichten Aufgabe, mich in den richtigen Umgang mit behinderten Kindern einzufühlen (Anfangsprobleme eben aber diese verschwanden nach den ersten Tagen au schon wieder); zum Anderen war ich gefordert, da ich mich fernab der Heimat zurecht finden musste - ein neues Lebensumfeld, mit dem ich mich arrangierte. Genau darin liegt der Reiz einer solchen Herausforderung. Wie weit kann ich gehen ? wo liegen meine Grenzen ? Jeder muss seine, für sich selbst persönliche Antwort auf diese Fragen finden. Und der wird neben der Herausforderung auch eine Menge Spaß haben, wenn ers richtig angeht :) *auf Menschen zugehen* Denn im Lauf der Zeit rücken Betreuer und Behinderte immer näher zusammen und schaffen gemeinsam ein familiäres Verhältnis, das von einer großen emotionalen Verbundenheit geprägt ist. Um so wehmütiger gestaltet sich allerdings das Abschiednehmen am Ende der gemeinsamen Zeit. Spätestens dann weiß man aber, wie enorm der daraus gezogene Profit ist: ein Mehr an sozialer Toleranz und Eigenverantwortung und eine Erweiterung des persönlichen Horizonts. Ein Aufenthalt wie der von mir, kann eine prägende Wirkung für das ganze Leben haben. Es ist ein Erlebnis, das unvergesslich bleibt, weil es in der Persönlichkeit des Menschen wundervolle Spuren hinterlässt. Es war fantastisch, das könnt ihr mir glauben. Die 10 Monate gingen um wie im Flug. Ich hätte diesen Dienst echt gern länger gemacht und würde es immer wieder tun. Solch ein Aufenthalt im fremden Land könnte auch ein guter Test sein, um zu erleben ob man mit den verschiedenen Situationen zurecht kommt, ob man sich integrieren kann. Um herauszufinden - wie es ist, wenn man auf sich selbst gestellt ist. Während meiner Zeit schloss ich viele Freundschaften mit jungen Leuten aus Südamerika, Afrika, Asien und Europa. Es war sehr interessant die verschiedenen Kulturen besser kennen und verstehen zu lernen. Am 31.Mai 2003 musste ich mich schließlich verabschieden, denn ich wollte noch zwei Monate quer durch Kanada reisen. Ich besuchte Sehenswürdigkeiten wie die Rocky Mountains, oder die Niagara-Fälle und konnte die unbeschreiblich schöne und abwechslungsreiche Natur bewundern. Um mir Kost und Logis zu verdienen, arbeitete ich auf Bauernhöfen un half beim Heumachen, Holzhacken und Tiere versorgen. Schlaflose Nächte verbrachte ich beim Mäuse fangen und Schlagen vertreiben. *g* Das Jahr in Kanada war das größte Abenteuer meines bisherigen Lebens. liebe Grüße moritz ... |
campimo, 29.04.2007
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![]() Wer, Wie, Wo, Was – Fakten, Fakten, Fakten !ein Testbericht von Doerki2003-09-23 12:50:12 vom 23.09.2003 Empfehlung: ja Vorteile: keine Waffen...Nachteile/Kritik: %Primär gesagt, ich bin 19 Jahre und habe vor kurzem meinen Zivildienst beantragt ( warte noch auf Annahme/Ablehnung ). Dennoch versuche ich die ersten Fragen, die man sich so stellt, zu beantworten. ~_~ WANN ? ~_~ Ja, wann soll man seinen Antrag auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer abschicken bzw. stellen ?. Grundsätzlich sollte man es NACH der Musterung machen, da man durch diesen Bescheid zwar als Wehrdienstfähig eingestuft ist/wird ( T1, T2 ) aber dennoch die Möglichkeit auf Zivildienst hat. Wenn man als T3 eingestuft wird ist man prinzipiell gesehen Zivildienstfähig. Vorraussetzung zum Antrag auf KDV ist jedoch, dass man mindestens 17 Jahre alt ist, wenn man jünger ist braucht man noch die Unterschrift des/der Erziehungsberechtigten. ~_~ WAS ~_~ WAS kann man in 2 Bereiche einteilen, nämlich : 1. ~_~ WAS benötige ich zum Antrag als KDV ~_~ und 2. ~_~ WAS schreibe ich ~_~ ~_~ Was benötige ich zum Antrag als KDV ? ~_~ Benötigt wird : - Ein Anschreiben - Eine ausführliche Begründung - Ein ausführlicher Lebenslauf ( nicht tabellarisch ! ) - Polizeiliches Führungszeugnis ( nur noch bis 01.10.03 !! ) ~_~ WAS schreibe ich ? ~_~ Grundsätzlich muss man wahrheitsgemäße Aussagen machen, jedoch kann man, in brenzligen Situationen ein wenig flunkern. Der Antrag auf KDV muss nämlich nachvollziehbar geschildert sein. Nach einer Statistik werden 95 % aller Anträge sofortig angenommen, lediglich 2 % werden abgelehnt und weitere 3 % werden zu einem persönlichem Gespräch geladen ( hier wird der Wahrheitsfindung, d.h. dem Wahrheitsgrad der Begründung auf den „Zahn gefühlt“. Primär muss man sich beim Antrag auf KDV auf Artikel 4 Absatz 3 Grundgesetz berufen. Hier steht nämlich, dass jeder das Recht auf eine Verweigerung des Wehrdienstes aus Gewissensgründen hat. Die ausführliche Begründung sollte nicht weniger als 2 Seiten sein, da dies den Anschein erweckt, die Gründe sein „minderwertig“ und man gelangt zu einer Ablehnung. In der Begründung kann man deutlichst klarmachen, dass man keine Art von Gewalt toleriert und eher auf passive Gewalt „steht“. Wenig später kann man noch auf die Familienverhältnisse zurückgreifen, d.h. wenn z.B. der Großvater im Krieg gefallen ist. Wenig später kann man auf einen Widerspruch mit dem Grundgesetz und den Menschenrechten verweisen, denn warum soll man durch Waffengewalt einen dritten töten oder verletzten, d.h. seine Menschenwürde verletzten, wobei einem dies Artikel 1 des GG verbietet ?. Der ausführliche Lebenslauf beträgt in der Regel 1 Seite und wird in Sätzen geschrieben ( wie ein Aufsatz ). Hier schreibt man wo und wann man geboren wurde, wo man zur Schule ging, welche Hobbys man hat und wie die Eltern/Geschwister heißen. Das polizeiliche Führungszeugnis, welches ab 01.10.2003 nicht mehr benötigt wird, soll die polizeilichen Auffälligkeiten der Person widerspiegeln. Nach einem Beschluss wurde jedoch erkannt, dass der ausführliche Lebenslauf dies ersetzt ( somit spart man sich 13 Euro Gebühr ). Wer noch vor dem 01.10.2003 seinen KDV Antrag stellen will braucht ein Führungszeugnis und muss dies bei der Stadt-/Gemeindeverwaltung beantragen. ~_~ WIE geht das ganze zum KWE ? ~_~ Man sollte den Antrag auf KDV als Einschreiben an das nächste bzw. zuständige KWE ( Kreiswehrersatzamt ) schicken. In der Regel erhält man nach 2 Wochen eine Akzeptierung oder Ablehnung der dargelegten Gründe. In Einzelfällen jedoch zieht sich der gesamte Prozess auf 3 Monate hin !. Sollte man als Kriegsdienstverweigerer akzeptiert worden sein, HEZLICHEN GLÜCKWUNSCH !. Nun ist nicht mehr das KWE zuständig sondern die Zivildienststelle in Köln. Von hier aus bekommt man nun eine Reihe von Zivildienststellen angeboten ( man kann sich jedoch auch eine eigene suchen ). Die Besoldung des Zivildienstes ist mit der der Bundeswehr gleich, d.h. ungefähre 300 - 600 Euro/mtl. Ich persönlich warte noch auf das Schreiben, wo mir die Annahme oder Ablehnung bestätigt. Derweil heißt es nur DAUMEN DRÜCKEN ( gilt auch für alle anderen die noch auf den Brief warten ). Mit freundlichen Grüßen an alle Leser der Yopi-family Doerki :o) ... |
campimo, 29.04.2007
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![]() Zivildienst im OPein Testbericht von gericomi2002-07-09 14:05:38 vom 09.07.2002 Empfehlung: jaich berichte euch nun im folgenden über meine Zivildienstzeit. Angefangen hat alles sehr seltsam. Etwa 8 Monate vor meinem Zivildienstbeginn habe ich angefangen mir Gedanken zu machen wo ich den Dienst absolvieren könnte. Da ich mir überlegt hatte eventuell Medizin zu studieren, kamen eigentlich nur Kliniken oder Krankenhäuser in meinr Nähe (Freiburg, BW) in Frage, da ich außerdem nicht umbedingt wegziehen wollte. So erkundigte ich mich als erstes beim Uni-Klinikum Freiburg, da ich mir dort die größten Hoffnungen machte einen atraktiven Platz zu bekommen. Das erste Gespräch war etwas entäuschend. Außer Hol- und Bringdienst, Pflege, Verwaltung und Hausmeistertätigkeiten gab es anscheinend nichts. Ich machte mir erstmal nichts draus und ließ meine Suche schleifen. 3 Monate vorher hat ich es auf einmal doch eilig. So ging ich noch mal zur Klinik zurück und siehe da, auf einmal gab es doch andere Jobs. Mir wurde unter anderem eine Posten im OP der HNO-Klinik angeboten. Na ja dachte ich, daß könnte ja was werden. Aber schon bald kamen leichte Zweifel auf. Denn ca. 2 Wochen später bekam ich einen Anruf zu einem Vorstellungsgespräch. Dies wäre ja weiter nichts besonderes gewesen, aber ich erfuhr, daß es neun weitere Anwerber gab. Toll. Wie auch immer, ich habe mir ein paar Infos zum Fachgebiet der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde(HNO) eingeholt und beim Vorstellungsgespräch dicke Geschütze aufgefahren. Die Wirkung hatte nicht verfehlt. Schon am nächsten Tag bekam ich die Zusage. Zum 02.08.2001 trat ich nun die Stelle an. Schon bald merkte ich, daß man bei richtige Engagement eine gute Zeit haben würde. Und so kam es schließlich auch. Das Team war super nett, zu vielen habe ich heute noch Kontakt. Außerdem war die Arbeit äußerst spannend, denn wann sonst hat man die Möglichkeit soviel von einem OP zu sehen. Die neuen Erfahrungen gingen aber weit darüber hinaus. OP-Instrumentarium, Narkoseverfahren, Medikamente, Gips- und Verbandsversorgung, erste Hilfemaßnahmen, Hygiene, Sterilität, Krankheiten, Latein, Teamgefühl usw. Die Liste ließe sich bestimmt noch erweitern. Aber eine gewisse Reifung im persönlichen Wesen hat sich abgespielt. Nicht selten bekam man tragische Fälle live mit. Aber man konnte auch Leidens- oder Freudengeschichten und -wege über einen längeren Zeitraum mitbekommen. So fiel es mir am Anfang schwer, mich nicht beinflußen zu lassen. Der wichtigste Grundsatz war das Abschotten, sich nicht einlaßen auf Gefühlsregungen. Ich merkte bald, daß dies nicht einfach war. Aber ich schaffte es, nach der Arbeit dachte ich einfach nicht mehr dran. In meiner Zeit habe ich mehrer Pflegr/inne erlebt, die diesem Druck nicht standgehalten haben. Sie schulten entweder komplett um, oder aber sie leideten darunter. Einige hatten Alpträume. Fazit ***** Ich für meinen Teil muß sagen, daß ich nichts anderes hätte machen wollen. So interessant und lehrreich gingen die 10 Monate schnell rum. Da störte auch das frühe aufstehen nicht (6 Uhr),denn immehin hatte ich ja imme freie Wochenenden. Mein Tipp ist im Prinzip ganz einfach, wenn ihr Zivildienst macht, seht es nicht als "Muß" an, sodnern macht was draus, es gibt euch was fürs leben. Es gibt nämlich kein schöneres Gefühl, als wenn ein Patient wieder gesund wird und sich bei dir bedankt. ... |
campimo, 29.04.2007
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![]() Ein Bericht zum Ende des Zivildienstesein Testbericht von Peter16jh2002-06-05 09:55:17 vom 05.06.2002 Empfehlung: jaDie Neue Dienststelle war dann ein Krankenhaus. Da ich auch schon einmal in der Altenpflege gearbeitet hatte, kam ich in auf die geriatrische Station. Dort wurde ich trotz der Vorgeschichte sehr herzlich aufgenommen. Was man wohl sagen muss, im Krankenhaus wird man im Gegensatz zu den Bundeswehrsoldaten wirklich ausgenutzt, wenn man nicht sehr aufpasst. Schnell wird man wie eine voll ausgebildete Pflegekraft eingesetzt. Außer Nachtdienst erwartet einen alles. Des weiteren hat man außer seine Pausenzeiten Selten mal die Zeit, 5 Minuten zu sitzen, man wird neben der Arbeit ja noch als Laufbursche genutzt. Trotzdem fand ich es schön, mit den alten Menschen zusammenarbeiten zu können. Die Meisten dieser Menschen zeigten deutlich ihre Dankbarkeit darüber, das man ihnen so hilflos die meißten waren, half. Normalerweise kamen Patienten zu uns, die grade wieder sitzen konnten, oder immer noch vollständig Bettlägerig waren. Viele von ihnen verließen das Krankenhaus wieder laufend. Man sah also seinen erfolg, was immer besonders wichtig ist, wenn man eine Arbeit verrichtet. Denn eine Arbeit, die keinen Erfolg zeigt, gestaltet sich normalerweise sehr schnell als langweilig. Somit kann und möchte ich mich über die Dienststelle nicht beklagen. Fazit: Alleine die Entscheidung aus Gewissensgründen hat mir persönlich schon gezeigt, dass diese Arbeit einfach sinnvoll gewesen ist. Außerdem hat mir die Arbeit an den Patienten selber, auch wenn sie nicht immer ungefährlich gewesen ist, wirklich viel spaß gemacht. Also sehe ich trotz der Komplikationen die Zeit als Zivildienstleistender als Positiv an! ... |
campimo, 29.04.2007
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peter-stephan, 05.12.2002
Ich mach auch Zivi, kein Bock auf Bund! MfG Peter-Stephan
vollkrass, 13.07.2002
Ich gehe wahrscheinlich schon zum Bund.
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![]() Zivildienst oder Bund? Meine Verweigerungein Testbericht von tobi.birkner2002-05-08 10:19:54 vom 08.05.2002 Empfehlung: jaSoll ich zum Bund gehen, zwei Monate durch den Matsch robben und dann 7 Monate nur saufen oder soll ich etwas sinnvolles tun, unserem Sozialsystem, welches wir spätestens im Alter alle mal in Anspruch nehmen, bischen Erleichterung schaffen. Für mich war diese Frage klar,es kam nur ein Kriegsdienstverweigerung in Frage. Und ich muss sagen, ich hab es bis heute nicht bereut. Meine Diensstelle ist ein ein Heim für gehörlose oder schwerhörige Kinder, die dort wohnen in die SChule gehen oder gerade eine Ausbildung machen. Trotz anfänglicher Kommunikationsprobleme( auf meiner Wohngruppe sind alle völlig gehörlos, können nicht von den Lippen ablesen, beherrsche naber die Gebärdensprache)und dem Erlernen der Gebärdensprache funktioniert das aber mittlerweile echt gut. Total lockerer Job, super Kollegen, die Jungs sind meistens auch oK, ich kann mich also nicht beschweren. Außerdem lernt man während seiner ZIvizeit glaube ichmehr fürs Leben, als in 13 Jahren Schule. doch nun aber zu meiner Verweigerung, die man natürlich nicht so wie sie ist abschreiben darf, aber man kann sie als Vorlage benützen. Die Begründung meiner Gewissensentscheidung Am Anfang meines Weges zum Kriegsdienstverweigerer stand die Erziehung meiner Eltern. Als überzeugte Kriegsgegner und Pazifisten versuchten sie mir schon sehr früh beizubringen, dass alle Konflikte, auch mit "bösen Kindern", friedlich und ohne Gewalt lösbar waren. Ein anderer entscheidender Grund zu meiner Entscheidung zur Kriegsdienstverweigerung ist meine religiöse Grundeinstellung, wobei hier vor allem zwei zentrale Aspekte des Christentums zum Tragen kommen. Das Gebot der Nächstenliebe ("Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst" 3. Buch Mose Kap.19 V.18) und das fünfte Gebot ("Du sollst nicht töten" 2. Buch Mose Kapitel 20, Vers 13); sie sind für mich als Christ absolut bindend und bestimmen so meinen Alltag und den Umgang mit anderen Menschen. Dieses christlich geprägte Bild vom Menschen bedeutet deshalb für mich unbedingten Respekt vor der Einzigartigkeit des Lebens jeden Menschens, egal welcher Hautfarbe, Rasse oder Religion er angehört. Diese Einstellung versuche ich stets durch meine Lebensweise und durch den Umgang mit anderen Menschen in die Tat umzusetzten. Ab derzehnten Klasse beschäftigten wir uns zunehmend sowohl in den Fächern Religion und Geschichte als auch in Gemeinschaftskunde mit dem Thema Krieg und Tod. Sogar jetzt in der 13. Klasse ist das Thema Krieg und Frieden eins der zwei großen Unterrichtsthemen im Fach Politik. Unser Lehrer, Herr Köchling, war immer sehr darauf bedacht das Thema Krieg auch unter moralischen Aspekten zu beleuchten.Er wies uns schon damals darauf hin, dass wir aus dieser Unterrichtseinheit auch persönliche Konsequenzen ziehen könnten. Zu meiner Freude stieß das Thema allgemein auf großes Interesse, so dass wir einige Stunden lang eine tiefgreifende Diskussion, auch über den Wehrdienst und die persönliche Entscheidungfür oder gegen das Töten, führen konnten. Am Ende dieser für mich sehr prägenden Unterrichtseinheit kam ich zu der Überzeugung, das ich absolut gegen mein Gewissen handeln würde, müsste ich einen anderen Menschen töten. Deshalb will ich niemals an irgendwelchen Kriegshandlungen teilnehmen und lehne Waffengebrauch zu Beilegung von Konflikten, egal welcher Art, ab. In meiner Vorstellung von mir selbst und vom Umgang mit anderen Menschen muss ich jeglichen Waffengebrauch, mit dem Ziel andere Menschen zu verletzten oder sogar zu töten, ablehnen. Ich bin deshalb auch nicht bereit, gegen mein Gewissen, bei der Bundeswehr eine Ausbildung zu durchlaufen, deren Ziel es ist, mir beizubringen, wie ich einen anderen Menschen töten kann. Meine Ablehnung des Dienstes an der Waffe wurde auch durch Berichterstattungen verschiedener Medien vor allem zum Kosovo- Krieg noch verstärkt. Hier wurde mir bewußt wie unsinnig und grausam ein Krieg doch eigentlich ist. Auch leiden in neuerer Zeit unter diesen Kriegen hauptsächlich Unschuldige und die Zivilbevölkerung. Es wäre für mich eine unerträgliche Vorstellung einem anderen Menschen genüberstehen zu müssen, um ihn zu töten, vor allem da ich durch den Unfalltod eines Freundes am eigenen Leib spüren und bei seiner Familie sehen musste, welchen Schmerz ein solcher Verlust verursacht. Diese persönliche Konfrontation mit dem Tod brachte mich neben anderen Faktoren zu der Überzeugung, dass man den Tod nie selber "künstlich" herbeiführen darf. Die Ausbildung bei der Bundeswehr hat aber genau das zum Ziel: Methoden zu erlernen um anderes Menschenleben gewaltsam zu zerstören. Für mich ist jedes Leben heilig und jeder Mensch ein potentieller Freund. So könnte ich es mit meinem Verständnis von Gewissen nicht verantworten, gegen irgenjemanden eine Waffe zu ziehen und zu schießen. Dieses müsste ich aber tun, um die Menschen in Deutschland zu verteidigen. Wenn ich jemals in solch eine Lage geraten würde , müsste ich unweigerlich innerlich zerbrechen. Darum verweigere ich den Kriegsdienst. Ich bin der Meinung, dass es für jedes Problem und jeden Konflikt eine gewaltfreie Lösung gibt, und das Toleranz und Verständniss in jedem Fall besser sind als eine gewalttätige Lösung. Ein berühmtes Beispiel hierfür ist wohl Mahatma Ghandi, der trotz der gegen ihn gerichteten Gewalt immer gewaltfrei handelte und so sein Ziel auch erreichte. Genauso, wie mir mein Gewissen jegliche Gewaltanwendung, auch im ganz normalen Alltag, verbietet, so gebietet mir mein Gewissen auch Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft. Ich bin froh dass ich in einem demokratischen Staat lebe, dessen Gesetzte mir es erlauben der Entscheidung meines Gewissens zu Folgen. Deshalb will ich meine Fähigkeiten und Überzeugungen im Rahmen des Zivildienstes zum Einsatz bringen. Deshalb nehme ich auch gerne die etwas längere Dienstzeit in Kauf. ... |
campimo, 29.04.2007
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leser@tte, 08.05.2002
Sicher fuumlr manchen nuumltzlich, aber irgendwie auch kein Erfahrungsbericht uumlber Zivildienst - oder?
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