Erstes „Zonen-Grenz-Museum“ist zehn Jahre alt !
Ungefähr 350 000 Besucher besichtigten bisher die Grenz-Anlagen an der hessisch-thüringischen Grenze .
„
Halt , hier Zonengrenze“ !
warnt am Rande Hessens noch immer ein Schild zwischen Selbst-Schuss-Anlagen , Metall-Gitter-Zäunen und einem Wachturm . Mitten im vereinten Deutschland scheint die Zeit stehen geblieben zu sein . Das „Zonen-Grenz-Museum“ bei Bad Soden-Allendorf dokumentiert Aufbau und Fall der einst fast unüberwindbaren innerdeutschen Grenze . 350 000 Besucher aus dem In- und Ausland besichtigten bislang die noch im Orginal-Zustand erhaltenen Grenz-Anlagen .
Es kommen jetzt ganz verstärkt Besucher aus der ehemaligen DDR , nachdem ja schon eine gewisse Zeit ins Land gezogen ist . Zum Beispiel ehemalige Grenz-Soldaten die ihre Familien mitbringen um ihnen zu zeigen , wo sie ihren Dienst abgeleistet haben . Wieder andere führen ihre Gäste auf das Museums-Gelände , damit sie sich die Grenz-Anlagen ansehen können . In den ersten Jahren des „Zonen-Grenz-Museums“ kamen vor allem Westdeutsche , die Leute , die in der ehemaligen DDR lebten , hatten erst einmal von der Materie die Nase gestrichen voll .
Das im ehemaligen Todes-Streifen eingerichtete Museum informiert in mehreren Ausstellungs-Räumen mit Orginal-Dokumenten , Bildern und Karten über die Geschichte der deutschen Teilung und das Leben der Menschen im ehemaligen Grenz-Gebiet . Grenz-Sicherungs-Anlagen sind im Modell nachgebildet . Auf dem Freigelände ist der Grenz-Zaun auf 1 500 Metern Länge im Orginal-Zustand erhalten . Besichtigt werden können Wachturm , Sperrgräben und Sicherheitsstreifen , Fahrzeuge und Hubschrauber . Ein Kreuz erinnert an den Ort , an dem 1982 der 35-jährige Heinz-Josef Große beim Flucht-Versuch von Grenz-Soldaten erschossen wurde .
Es war schlimm , aber es ist gottseidank vorbei , so ist inzwischen die vorherrschende Einstellung der Besucher . Besonders bewegt zeigen sich meist nur noch Anwohner aus den umliegenden Orten , deren Familien mit der Grenz-Ziehung zerschnitten wurden . Entlang der einst 1 200 Kilometer langen Grenze wurden inzwischen sechs spezielle Museen eingerichtet , die die Zeit der Teilung dokumentieren . Und an 20 anderen Orten wurden einzelne Ausstellungs-Räume geschaffen .
Wer einmal die jüngste deutsche Geschichte erleben und anschauen möchte , für den ist das „Zonen-Grenz-Museum“ ein idealer Ort dafür . Wie oben beschrieben ist alles Orginalgeträu erhalten so das man einen sehr guten Überblick über diesen Zeitabschnitt der Geschichte erhält . Es macht einen sehr nachdenklich und man sollte alles daransetzen das sich so etwas nicht wiederholt !