Donnie Darko
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Donnie Darko
Donnie Darko
Donnie Darko

Donnie Darko

 (VHS) Fantasyfilm
Platz 211 in der Kategorie "Fantasyfilme". Genre: Fantasy/Drama / System: VHS Videofilm / Altersfreigabe (FSK): 16 / VHS Tagträumer Donnie kann dank seines neuen Freundes, des dämonischen ...mehr
Bewertung: Kundenbewertung 4,90 / 5,00 (4.8 von 5)

Donnie Darko gebraucht & neu

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Donnie Darko VHS

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Donnie Darko Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,90 / 5,00 (4.8 von 5)
von 100% aller Autoren empfohlen (8/8).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • gute Story, beeindruckend rübergebracht
  • so vieles, viel zu vieles um es hier anzusprechen
  • Darsteller, Kamera, Musik, Drehbuch, Effekte,...
  • Ein Film mit Stil
  • Darsteller, Idee und Konzept, zum großen Teil die Musik
Nachteile/Kritik
  • leider etwas verworren und schwer verständlich
  • ein mehrmaliges Ansehen ist dringendst vonnöten.
  • Nichts
  • einige Musikstücke, wenige Extras, aber dafür gibt es ja eine Sonderausgabe der DVD
  • wenig Bonusmaterial auf leih-DVD, wenig spannend, dramaturgische Schwächen
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Rikimaru

Von Zeitreisen, Schitsophrenie und nem Hasen

ein Testbericht von 2004-03-14 22:29:26 vom 14.03.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: gute Story, beeindruckend rübergebracht...
Nachteile/Kritik: leider etwas verworren und schwer verständlich
Inhalt:
- Daten
- Darsteller
-Charaktere
-DVD features
- Story
- Fazit

Daten:
Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1, DTS 5.1) Englisch (Dolby Digital 5.1)
Laufzeit: 110 Min
Bildformat: 2.35:1
DVD Erscheinungstermin: 20. Januar 2004
Produktion: 2000
ASIN: B000100CCU

Darsteller:
Jake Gyllenhaal - Donnie Darko
Jena Malone - Gretchen Ross
Holmes Osborne - Eddie Darko
Mary McDonnell - Mrs.Rose Darko
Maggie Gyllenhaal - Elizabeth Darko
Daveigh Chase - Samantha Darko
James Duval - Frank
Patience Cleveland - Roberta Sparrow (Grandma Death)


Chraraktere:

Donnie Darko:
Auf den Ersten Blick merkt man, dass mit diesem Jungen etwas nicht stimmt, es ist ständig die Rede davon, dass er seine Tabletten einnehmen soll. Während des Films erfährt man, dass er unter paranoider Schizophrenie leidet, welche unter anderem auch zu Halluzinationen führen kann.

Gretchen Ross:
Dies ist nicht ihr richtiger Name, sie musste umziehen, da ihr Vater versuchte ihre Mutter zu erstechen und noch nicht geschnappt wurde. Aus diesem Grund darf sie ihren echten Namen wohl nie verraten. Sie wird im Film Donnies Freundin.

Eddie Darko:
Donnies Vater, er ist relativ ruhig und hat die Neigung über jeden Blödsinn zu lachen.

Mrs.Rose Darko:
Donnies Mutter, der Zustand ihres Sohnes macht ihr sehr zu schaffen, doch sie zeigt Donnie trotzdem wie gerne sie ihn hat und nimmt große Rücksicht auf ihn.

Elizabeth Darko:
Donnies Große Schwester, mit der er sehr oft streitet, dennoch ist es offensichtilch, dass die Geschwisterliebe besteht.

Samantha Darko:
Die Kleine Schwester, die immer die unpassendsten Fragen stellt, und in einer Tanzgruppe mitmacht.

Frank:
Ein merkwürdiger Junge in einem Hasenkostüm den nur Donnie sieht, zunächst hält man ihn für die Einbildung Donnies doch später erfährt man den Hintergrund.

Roberta Sparrow (Grandma Death):
Eine hunderteinjährige Frau die ständig zu ihrem leeren Briefkasten läuft um hinein zu sehen und danach wieder in ihr Haus zu gehen – Manchmal sieht sie auch mehrmals hintereinander nach. Zunächst hält man sie nur für eine verwirrte alte Frau doch später deutet sich eine Verbindung zu Donnie an.

DVD features:
-Audiokommentar von Regisseur Richard Kelly und Darsteller Jake Gyllenhaal
-Audiokommentar von Regisseur Richard Kelly, den Produzenten Sean McKittrick und Nancy Juvonen sowie den Darstellern Drew Barrymore, Jena Malone, Mary McDonnell, Holmes Osborne, Katharine Ross, Beth Grant und James Duval
-Trailer
-Biografien


Story:

Alles beginnt damit, dass Donnie morgens auf einer Straße neben seinem Fahrrad aufacht – er ist wie so oft schlafgewandelt. Er geht zurück nach hause als er dann am Abend ins Bett geht weckt ihn eine Stimme mit den Worten: „Wach auf Donnie“ und fordert ihn auf ihr zu folgen Donnie folgt der Stimme aus dem Haus vor ihm Steht ein Junge im Hasenkostüm der ihm prophezeit dass in 28 Tagen, 6 Stunden, 42 Minuten und 12 Sekunden die Welt untergehen wird. ein paar Augenblicke später schlägt eine Flugzeugturbine in Donnies Zimmer ein. Frank hatte Donnies Leben gerettet. Als Donnie am nächsten Morgen nach hause kommt erfährt er was geschehen war. Die Fluggesellschaft kann sich die Herkunft der Turbine nicht erklähren, trotzdem bezahlt sie den Schaden und einen Hotelaufenthalt für die Familie.
In der Schule betritt ein Mädchen das Klassenzimmer das zunächst in den falschen Kurs geschickt wurde das Mädchen gibt ihren Namen an - Gretchen Ross, auf das Angebot der Lehrerin dass sie sich zu dem Jungen setzen darf den sie am süßesten findet setzt sie sich neben Donnie. Es wird gerade ein Buch behandelt in dem es darum geht, dass eine Gruppe Jugendlicher das Haus eines alten Mannes durch einen Rohrbruch überflutet, danach zerstört und dessen Geld verbrannt haben. Als Donnies Vater Donnie von der Schule abholt überfährt er fasst Roberta Sparrow besser bekannt Grandma Death, die einmal wieder auf dem Weg zu ihrem Briefkasten ist. Donnie geht zu ihr und sie flüstert ihm die Worte: „Jedes Wesen stirbt für sich allein“ ins Ohr. Bei Donnies Psychologin Dr. Lilian Thurman, erzählt er ihr den Vorfall und wie er sich bei den Worten gefühlt hat, er sagt ihr, dass er an seine Hündin denken musste die sich unter die Veranda zurück zog „um zu sterben“ „um allein zu sein“
In der Nacht taucht Frank wieder auf, er befiehlt Donnie mit Hilfe einer Axt die Wasserleitung der Schule zu beschädigen um diese zu überfluten und das Schulmaskottchen (eine Bronzene Hundestatue „der Köter“) zu schänden. Aus diesem Grund fällt dann auch die Schule aus, was Donnie gelegenheit gibt in ruhe mit Gretchen zu reden, am ende des Gesprächs fragt er sie ob sie mit ihm gehen will, sie willigt ein.
Bei der Psychologin wird Donnie erstmals hypnotisiert wobei er bei der Befragung ständig vom Thema abschweift.

Wieder begegnet Donnie Frank, und versucht diesen zu berühren, doch eine art Kraftfeld blockiert seine hand. Auf die Frage wo Frank her kommt erwidert Frank „Glaubst du an Zeitreisen?“

Die Mitte des Films behalte ich wirklich für mich…

HIER KOMMT DAS ENDE, WEITERLESEN AUF EIGENE GEFAHR!

Donnie wird auf einer Halloweenparty durch ein Wurmloch alarmiert zu Roberta Sparrow (Grandma Deaths) Haus zu gehen. Als er mit seiner Freundin und zwei Klassenkameraden ankommt sind gerade zwei Mitschüler von ihnen eingebrochen sie verjagen die beiden Freunde von Donnie, werfen Gretchen auf die Straße und einer von ihnen hält Donnie ein Messer an die Kehle. Als ein Auto kommt fliehen die beiden. Roberta Sparrow steht wieder mitten auf der Straße, der Fahrer konnte ihr gerade noch ausweichen doch er überfährt die am Boden liegende Gretchen. Frank steigt aus dem Wagen und Donnie erschießt ihn mit einer Pistole die er im Zimmer seiner Eltern fand. (Jetzt nicht falsch verstehen, es ist zwar der Frank, aber bevor er zu Donnie kam also war der Frank den Donnie sah praktisch ein Geist der eine Zeitreise gemacht hat.)Donnie sieht wie der Himmel sich auftut er steigt in den Wagen und reist durch ein Wurmloch zurück in die Vergangenheit. Legt sich in sein Bett und lässt Turbine in sich einschlagen (das klingt jetzt zwar echt albern, aber im Film wirkt das nicht unplausibel)

Fazit:
Der Film ist sehr interessant, da es einen Einblick in das Leben eines Schizophrenen bietet und dem Zuschauer das Gefühl vermittelt selbst in dessen Rolle zu schlüpfen.
Jedoch ist die Story sehr verworren was meinen Bericht da er so wie so abgekürzt ist wohl sehr komisch aussehen lässt. Ich frage mich nur ob ich irgendwann hinter das Geheimnis der Story komme…
Vielleicht hat ja jemand von euch eine Idee…
Wenn das der Fall ist meldet euch mal bei mir ;)
Vielleicht bin ich dafür auch einfach nur zu beschränkt.
Na ja wie dem auch sei: obwohl der Film sehr unlogisch erscheint ist er jedoch auf jeden Fall sehenswert!
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
jacktyper

Alles nur Vision?

ein Testbericht von 2005-06-21 17:44:56 vom 21.06.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: Jake Gyllenhaal / Psychologisch wertvoll / Abstrakte, aber intelligente Darstellung / Düstere Bilder / Passender, melancholischer Soundtrack / Hervorragend gefilmt...
Nachteile/Kritik: ---
Am 2.Oktober 1988 nimmt das Leben des 16jährigen Donnie Darko eine dramatische Wendung. Dem sich wegen Verhaltensstörungen in therapeuthischer Behandlung befindenden Teenager erscheint mitten in der Nacht ein Mann im Hasenkostüm und lotst Donnie aus dem Haus und rettet dem Jungen somit das Leben. Denn nur Minuten später kracht die Turbine eines Flugzeugs genau in Donnies Zimmer. Der "Hase" Frank warnt vor dem nahe bevorstehenden Weltuntergang in 28 Tagen und animiert Donnie zu gewalttäigen und zerstörerischen Aktionen. So verunstaltet er öffentliche Plätze und zündet seine eigene Schule an. Den Lehrern stets rebellisch - aber intelligent argumentierend - gegenüberstehend, schafft er sich ebensoviele skeptische Widersacher wie Bewunderer. Donnie zählt die Tage bis zur vorausgesagten Apokalypse und richtet sich dabei nach den Hinweisen von Frank. Bis schließlich der finale Tag anbricht...

Mit "Donnie Darko" gelang dem damals erst 26jährigen Regisseur Richard Kelly gleich mit seinem Debüt ein Geniestreich. Der Zuschauer wird vor ein Rätsel gestellt, das sich erst im grandiosen Finale aufzulösen scheint und dem Wirken Donnies einen Sinn gibt. Zuvor läuft der Film durch die mehrmalige Einblendung von Datum und Resttagen bis zum Weltuntergang, wie ein Countdown ab.
Ein besseres Beispiel für filmische Perfektion dürfte nur äußerst schwer zu finden sein, denn Kelly liefert weit mehr als durchschnittliche Unterhaltungskost. Die richtige Wahl zwischen musikhinterlegten Passagen und Sequenzen, die absolute Stille voraussetzen, sind nur ein Indiz für diese künstlerische Meisterleistung. Verwendet wurden stets melancholische Klänge, die wunderbar mit dem Inhalt des Films harmonisieren und somit eine einzigartige Symbiose zwischen Bild und Ton entstehen lassen. Am bekanntesten ist wohl der in der Schlussphase verwendete Tears-For-Fears-Song "Mad World", den Gary Jules in eine langsamere und somit melodramatischere Form adaptierte.

Wunderschöne, meist düstere Bilder üben eine absolute Faszination aus und schaffen es, ohne viel Dialog zu überzeugen. Die Nahaufnahmen einzelner Personen schaffen eine beängstigend überzeugende Sogwirkung, der man sich nur sehr schwer entziehen können dürfte. Das kongeniale Zusammenspiel von Slow-Motions und Zeitraffern gibt dem Streifen eine weitere besondere Würze. Im Gegensatz zu vielen anderen Filmen, dessen Regisseure mit solchen Effekten im Übermaß, die Produktion völlig "zerschnippeln" und so vom eigentlichen Geschehen ablenken, ist Kelly in diesem Fall eine überzeugende und immer wieder bewundernswerte Verwendung gelungen.

Donnie wird von Jake Gyllenhaal ("The Day After Tomorrow") abolut authentisch dargestellt, womit er alle anderen Schauspieler völlig in den Schatten stellt, was aber auch Sinn und Zweck des Films ist, da der 16jährige im permanenten Fokus steht und die Handlung vorantreibt. Dennoch wissen ebenso Drew Barrymore als exzentrische Lehrerin und Patrick Swayze als Bösewicht zu beeindrucken.

Den Höhepunkt bildet schließlich das geniale, furiose Ende, das überraschend ist und absolut nachdenklich stimmt.
Viele würden den Film spätestens nach der Schlussszene als Fantasy oder SciFi einstufen, doch wäre dies sicherlich zu einfach, denn bei genauerem Betrachten, kann man der Handlung jegliche Realität zusprechen. "Donnie Darko" ist ein Psychogramm der ganz besonderen Art, die Durchleuchtung eines menschlichen Lebens, von Visionen geprägt und sich stark vom gewöhnlichen Alltagsdasein, unterscheidend. Somit ist der Film psychologisch hoch interessant und himmelweit entfernt von vielen anderen amerikanischen Streifen mit Möchtegern-Tiefgründigkeit. Der Film ist genresprengend, da auch dramatische und komische Einflüsse existieren.
Aber "Donnie Darko" wirft auch philosophische Gedanken über Leben und Zeit auf, die einfach fesselnd sind.

Richard Kelly, der für dieses Debüt eine Grundgage von nur 9000 Dollar bekam, ist in Zusammenarbeit mit Drew Barrymore als leitender Produzentin ein Meisterwerk gelungen, das sprachlos macht, über das man sich aber dennoch im Nachhinein stundenlang unterhalten kann. Nicht umsonst hat der Streifen besonders in den USA mittlerweile Kultstatus erreicht und die Gründung einer riesigen Fangemeinde bewirkt.

Eine abstrakte Darstellung und großartige Inszenierung, die man sich nicht entgehen lassen sollte... Unbedingt ansehen!


"Donnie Darko" ist derzeit auf DVD und vereinzelt VHS erhältlich und auf Premiere zu sehen.


"Donnie Darko"
USA 2000
D: Jake Gyllenhaal, Jena Malone, Drew Barrymore, Patrick Swayze, James Duval
R: Richard Kelly
FSK 16
109 Min.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
tammy
tammy, 17.07.2005
houmlrt sich sehr interessant an. liebe gruumlszlige tammy
PunkFreak
PunkFreak, 26.10.2005
Dieser Film ist einfach nur genial und ich schau ihm mir immer geren wieder an. Dein Bericht lässt sich sehr gut lesen und deshalb bleibt mir einfach nichts anderes übrig als dir ein sehr nützlich zu geben. Ja alle solltren so gute Berichte schreiben...
morla
morla, 18.10.2005
sehr hilfreich
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athomzombie

Der Wave-Song als Film

ein Testbericht von 2004-06-09 12:59:14 vom 09.06.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: Ein Film mit Stil...
Nachteile/Kritik: Nichts
Dieser Text ist der Versuch einer Interpretation des Films „Donnie Darko“ von Richard Kelly. Er wendet sich an Leute, die den Film bereits kennen (deshalb werde ich auch weniger detailliert den Inhalt berücksichtigen), bzw. an solche, die es nicht stört, wenn ihnen das Ende des Films verraten wird. Hinweis: Es könnte den Genuss der Spannung beim ersten Sehen schmälern, wenn man diesen Text vorher gelesen hat - wenngleich der Film aus vielen Gründen auch nach dem dritten Mal noch spannend bleibt. Ein Analyseversuch des Films scheint mir jedenfalls nur möglich, wenn ich das Ende ausplaudere, weil es einen möglichen Aufschluss für den ganzen Film liefert.



Mad World



All around me are familiar faces

Worn out places, worn out faces

Bright and early for their daily races

Going nowhere, going nowhere

And their tears are filling up their glasses

No expression, no expression

Hide my head I want to drown my sorrow

No tomorrow, no tomorrow



And I find it kind of funny

I find it kind of sad

The dreams in which I'm dying

Are the best I've ever had

I find it hard to tell you

'Cos I find it hard to take

When people run in circles

It's a very, very

Mad World



Children waiting for the day they feel good

Happy Birthday, Happy Birthday

Made to feel the way that every child should

Sit and listen, sit and listen

Went to school and I was very nervous

No one knew me, no one knew me

Hello teacher tell me what's my lesson

Look right through me, look right through me



(Tears for Fears)





Ein Teil eines Flugzeugs kracht in ein Haus - mit tödlichen Folgen. Angelaufen am 26.Oktober, 2001, also kurz nach dem 11. September, 2001, besaß der Film „Donnie Darko“ so viel visionären Gehalt, dass seine US-Besucherzahlen sehr gering waren. In die deutschen Kinos kam er schon erst gar nicht, und lange hat es gedauert, bis er seinen bei uns inzwischen unübersehbaren Kultstatus über zuerst eine Videoversion und seit Anfang 2004 auch eine DVD erreichte. Die Vorhersage eines Crashs zwischen Flugzeugteil und Haus ist ja schon unheimlich (ist Regisseur und Drehbuchautor Richard Kelly vielleicht selbst der in seinem Film ausgiebig thematisierten Fähigkeit des Zeitreisens mächtig?), den Nerv einer Epoche aber trifft der Film besonders wegen seiner pessimistischen Bestandsaufnahme der amerikanischen Kultur am Ende des 20. Jahrhunderts, genauer: der Zeit kurz davor, denn „Donnie Darko“ ist ein Blick zurück in die auslaufenden achtziger Jahre.



Wenn „Donnie Darko“, der in im Film genau datierten 28 Tagen die amerikanischen Achtziger mit einem (imaginierten) Weltuntergang zu Ende gehen lässt, dann passt das schon. Zumindest in einem kulturhistorischen Sinn. Jedenfalls scheint mir, dass mit dem Einläuten der neunziger Jahre die allerletzten öffentlichen Nischen für Träumer oder seelisch Labile, wie der Donnie im Film einer ist, geschlossen wurden. Mit den Neunzigern begann die Ära der Gesunden, der Fitten und der immer Leistungsfähigen. Unangepasstheit war in den Neunzigern entweder – z.B. im Bereich des Neuen Marktes – visionär und wirtschaftlich innovativ, in ihrer optischen Ausprägung neuer Style, oder - im Fall ihrer Nicht-Integrierbarkeit – stigmatisiert. Der Turbo-Kapitalismus begann, nicht nur endgültig seine „gesunden“ Normen zu konstituieren, sondern sich auch zu einer Art Religion zu entwickeln, die nichts mehr neben sich dulden will, keine Schwachen, keine Verlierer, keine „menschlichen“ Problemstellungen, geschweige denn humanere politische Alternativen.



Dass die letzten gesellschaftlichen Toleranzreserven erschöpft sind, dass es kälter und dunkler wird in den USA, spürt auch Donnie Darko, der jugendliche Held des Films, denn ihm bleibt nur Psychoanalyse und Hypnosetherapie, um seinen Frust an der Highschool und seinem ratlosen bürgerlichen Elternhaus abzuarbeiten. Offenbar ohne Erfolg, aber „Donnie Darko“ handelt nicht wirklich von diesem frustrierenden, kurzen Leben, sondern eigentlich von Donnies Traum davon, wie die letzten 28 Tage seines Lebens hätten anders verlaufen können. Donnie Darko ist ein Schlafwandler, ein Träumer in seinem eigenen Traum, und sein Traum besteht aus Versatzstücken seiner Wirklichkeit, die z.T. ins Groteske verzerrt (wie es in Träumen üblich ist), aber in ihrer Verzerrung umso deutlicher wird. Seine Geschichte ist die seelische Wirklichkeit eines adoleszenten jungen Mannes, der mit seiner Umgebung nicht klar kommt, nicht nur, weil er er „zu labil“ ist und an „paranoider Schizophrenie“ leidet, sondern auch, weil die Verhältnisse, in denen er lebt, kaum weniger schizophren sind, als er. Sind die Geschehnisse in „Donnie Darko“ mitunter etwas absurder und düsterer als das wirkliche Leben, heißt das noch nicht, dass die ihnen zugrunde liegende Realität ihrem Wesen nach nicht genauso düster ist.



Merkwürdige Dinge geschehen in Middlesex: Der eigentlich freundliche und liberale Vater von Donnie ist geneigt, George Bush Senior zum Präsidenten zu wählen, obwohl er weiß, dass Bush als CIA-Chef totalitäre Regimes unterstützt hat. Eine Lehrerin versucht tatsächlich ihren Schülern weiszumachen, man könne sämtliche Beweggründe menschlichen Handelns auf zwei Begriffe reduzieren, zwei psychische Pole, zwischen denen eine Gerade verlaufe, auf der sämtliche menschliche Entscheidungsmotive markierbar seien: „Angst“ und „Liebe“. Urheber solch schlichten und dogmatischen Gedankenguts ist der geschäftstüchtige selbsternannte Guru Cunningham (Patrick Swayze), der im Ort schon soviel Einfluss hat, dass Lehrer, die eine differenzierte, humanistische Bildung vermitteln wollen (Drew Barrymore), kurzerhand ihren Job verlieren. Cunningham nutzt die allgemeine Orientierungslosigkeit angesichts immer undurchschaubarerer gesellschaftlicher Verhältnisse dazu aus, seine einfache, verdummende Ideologie zu verkaufen. Denn natürlich - das sieht man sofort - hat er nichts zu sagen, das braucht er auch nicht, denn die Leute wollen eben auch nichts mehr hinterfragen, sie wollen nur noch an etwas glauben können. Da wirkt es fast auch nur störend, dass Saubermann Cunningham leider einen Kinderpornoring betrieben hat.



Donnie lebt in einer verwirrten, gehirngewaschenen Gesellschaft, die dabei ist, ihre letzten moralischen und kulturellen Güter aufzugeben. Aber – und darin ist der Film „Donnie Darko“ ein Science-Fiction-Film – der Donnie in seinem Traum ist in der Tat (sein Comic-hafter Name deutet das ja an) ein Superheld, weil er mithilfe seines Einflüsterers Frank in der Lage ist, ein wenig an den Verhältnissen zu verändern: Er verschafft den Schülern einen freien Tag, indem er die Schule unter Wasser setzt, und er lässt Cunninghams Machenschaften auffliegen, indem er dessen Villa in Brand steckt: in einem geheimen Raum findet sich dessen Sammlung von Kinderpornographie.



Wenn ich nun gesagt habe, dass der Film hauptsächlich von Donnies letztem Traum handelt, dem Traum eines Sterbenden („the dreams in which I’m dying are the best I’ve ever had“), dann muss ich auch erwähnen, dass zwei Teile des Films, am Beginn und am Schluss, Szenen aus Donnies realem Leben/Tod wiedergeben. Alles, was am Anfang geschieht, bis zum ersten Auftritt des Jungen im Hasenkostüm, ist Donnies Realität. Sein Traum setzt im Moment seines Sterbens, im dem Augenblick ein, als die Flugzeugturbine ihn in seinem Zimmer zerquetscht. Ab diesem Moment erträumt er sich eine andere Realität, eine bessere als die, die er zeitlebens kannte. Eine Realität, in der er nicht nur depressiv und allein ist, sondern eine, in der er wichtig für andere wird, und andere wichtig für ihn. In seinem Traum begegnet er Gretchen, und sie „gehen“ miteinander. Am Ende des Films (zurück in der Realität) kommt Gretchen zufällig an seinem halbzerstörten Haus vorbei, seine Leiche wird herausgebracht, und sie hat ihn nie gekannt. Die Figur Donnie Darko ist in Wahrheit ein einsamer, zurückgezogener Teenager, der sich vielleicht sogar nach dem Tod sehnt, weil ihm ein glückliches Leben unmöglich scheint. Und Gretchen ist, ganz ähnlich wie das Gretchen in Goethes „Faust“, das, was der Held sich erträumt hat, was er aber nur mithilfe eines Mephisto, eines Dämons und Helfers, hier des „Hasen“ Frank, wirklich (in seinem ihm wirklich erscheinenden Traum) bekommt. Der „Hase“, was im alten Sprachgebrauch gleichbedeutend mit der „Graue“ verwendet wurde, galt bei vielen alten Völkerschaften übrigens als Symbol für das „Dämonische“ und „Unheimliche“. An dieser Stelle erinnert die Handlung an David Lynchs „Lost Highway“, in dem ein resignierter Musiker - ebenso mithilfe eines Mephisto – zumindest für kurze Zeit die Erfüllung (s)einer Liebe erleben kann. (Eine zweite Parallele beider Filme aber ist auch, dass der Alptraum immer wieder in den schönen Traum einbricht.) Interessanterweise tötet Donnie am Schluß seinen Dämon, den Jungen mit der diabolischen Hasenmaske; der Dämon in „Lost Highway“ verschwindet nur.



Nicht nur David Lynchs Erzählform, traumhafte, albtraumhafte und surreale Bilder zu einem Film, Mythen der klassischen und der Populärkultur zu Figuren seiner Geschichten zu machen, muss für den Film „Donnie Darko“ Pate gestanden haben. Eine Szene, nämlich als Donnies Vater zu Beginn mit einem Gebläse das Laub vom Rasen pustet, erinnert an die Anfangssequenz von „Blue Velvet“, in der der Vater den Rasen sprengt. Eine Reverenz, ein Zitat von unzähligen in diesem Film. Ich werde später weitere nennen.



„Und was wäre, wenn du in die Vergangenheit reisen und alle schmerzhaften und dunklen Stunden durch etwas Besseres ersetzen könntest?“ Diese Worte sagt ihm Gretchen in seinem Traum und sie sind die Erklärung für die Traum-Handlung des Films. Etliche Theorien über diese „Zeitreise“ findet man inzwischen auch im Internet, und es scheint, dass auch die Deutung der Handlung nicht als Traum, sondern als „wirkliche“, in sich logisch aufgebaute, Zeitreise inclusive Paralleluniversum und Weltrettung, bzw. Selbstopferung Donnies für die Welt, funktioniert. Im Film bezieht sich Donnie auch ständig auf das Thema „Zeitreisen“, wie er auch erwähnt, wie sehr er den Film „Zurück in die Zukunft“ (in dem es ja auch darum geht, dass ein jugendlicher Held die verkorkste Gegenwart rettet, indem er die Vergangenheit verändert) liebt.



Diesem im Film versteckten, verzwickten Rätsel auf die Spur zu kommen, soll sich hingeben, wer Spaß daran hat. Ich finde allerdings noch interessanter, dass der Film gleichzeitig auch ganz anders funktionieren kann. Eine ganz wesentliche Eigenschaft des Films ist seine sehr melancholische und nostalgische Rückwendung in die achtziger Jahre. Es scheint ja, dass mit dem Ende der Achtziger für Donnie tatsächlich die Welt untergeht. Und alles, was er am Leben schätzt - und alles, woraus die Atmosphäre des Films hergestellt wird - sind Mythen der achtziger Jahre. Der Film lässt das Kino, besonders aber die Teenager-Filme jener Zeit geradezu wieder auferstehen. Dass Drew Barrymore, die in E.T. das kleine Mädchen Gerti gespielt hat, in „Donnie Darko“ nicht nur die Rolle einer Lehrerin übernimmt, sondern den Film gleich mitproduziert hat, ist spätestens dann mehr als ein Zufall, wenn man merkt, dass „Donnie Darko“ den Film „E.T.“ mehrfach bis ins Detail kopiert. So trägt Donnie an Halloween das gleiche Kapuzenshirt wie es Elliott in „E.T.“ an Halloween trägt (mit dem Unterschied, dass Donnie darunter einen Body mit aufgedrucktem Skelett anhat – er ist ja schliesslich auch tot). Und wenn Donnie später mit seinen Freunden auf BMX-Rädern durch die Nacht eilt, ist das mindestens die dritte Reminiszenz an den Film. Später taucht auch der dämonische Clown aus Stephen Kings „Es“ auf, er sitzt als Beifahrer im Auto, welches Gretchen überfährt. So wird auch (verfilmte) Teenagerliteratur der achtziger Jahre mitberücksichtigt. Die Schulszenen in „Donnie Darko“ erinnern an Filme wie „Breakfast Club“, „Pretty in Pink“ oder „Ferris macht blau“, alles Filme, bei denen entweder als Drehbuchautor oder Regisseur John Hughes mitwirkte, Hollywoodfilme, die den Gefühlen der Jugend ihrer Zeit so nah waren, wie kaum zuvor oder danach. „Coming of Age“- Filme für „Coming of Age“ – Menschen. „Zurück in die Zukunft”, das in “Donnie Darko” auch häufiger zitiert wird, nannte ich ja schon.



So dienen Filme oder Geschichten (und deren typische Atmosphäre) „Donnie Darko“ als Vorbilder, die in den achtziger Jahren die Pubertät, aber auch die gesellschaftliche Problematik des Aufwachsens in den USA thematisierten, und Filme, die häufig zur Auflösung unauflösbarer Konflikte des Jugend-Milieus in den Bereich des Phantastischen wechselten. Zeitmaschinen, Außerirdische, Horrorgestalten standen für Hoffnungen und Ängste, waren Verkörperungen des unformulierbaren Unbehagens einer Generation oder ermöglichten die Flucht in erträumte, metaphysische Problemlösungen. Für manche Amerikaner, die 1975 geboren worden sind, mögen Filme wie E.T. eine Art Märchenersatz gewesen sein, und Filme von John Hughes gute Freunde in der schweren Zeit ihrer Adoleszenz. Richard Kelly ist ein Kind dieser Zeit, dieser Generation. Er verarbeitet Vergangenheit, als habe er mehr in der Welt dieser Filme gelebt, als in einer „reellen“, deshalb ist die Befragung des Films „Donnie Darko“ auch immer gleichzeitig eine Befragung einer besonderen Jugendkultur, die – eventuell ist das eine der Antworten des Films – mit den Achtzigern gestorben ist. Zugleich lebt der Film aber auch die Popmusik jener Zeit, diese düster-romantischen Lieder von Joy Division („Love Will Tear Us Apart“), The Church („Under The Milky Way“) oder von Tears For Fears, deren Songtext von „Mad World“ geradezu wie ein kurzer Plot des gesamten Filmes erscheint. „Donnie Darko“ wirkt tatsächlich wie eine Verfilmung eines depressiven Wave-Songs, der damals wiederum die Stimmung einer „Lost Generation“ auf den Punkt gebracht hat. Viel Resignation, viel Dunkelheit – Nomen est Omen: „Darko“ – kennzeichnete ihr Grundgefühl, aber der Raum, eben diese Resignation auszudrücken und leben zu dürfen, war in den Achtzigern noch vorhanden.



Deshalb ist der Film für mich in erster Linie ein sehr trauriger Abgesang auf eine Zeit, die zwar „dunkel“ war, die aber auch noch Träume zuließ, in der auch Depressionen noch gesellschaftsfähig waren, in der Gefühle in der Kultur noch, zumindest teilweise, wahrgenommen und gespiegelt wurden, und er ist gleichzeitig ein Film über einen inneren Seinszustand in einer eigentlich schon untergegangenen Welt, die von geldgierigen Sektengurus regiert wird, in der mittels Angstproduktion Angriffskriege ermöglicht werden. In all seiner Traurigkeit, in seiner nostalgischen Sehnsucht nach einer unschuldigeren Achtziger-Jahre-Teenager-Zeit steckt auch die Sehnsucht nach einem Ende allen Leidens in und an der heutigen Gegenwart. Donnie sagt: „Ich hoffe, dass ich, wenn die Welt untergeht, erleichtert aufatmen kann, weil es dann so viel gibt, auf das ich mich freuen kann.“



athomzombie/Andreas Thomas


Dieser Text ist vorher erschienen bei ciao.de und in der www.filmzentrale.com






Donnie Darko

(Donnie Darko)

USA 2001, 113 Minuten

Regie: Richard Kelly

Drehbuch: Richard Kelly

Musik: Michael Andrews

Director of Photography: Steven B. Poster

Schnitt: Sam Bauer, Eric Strand

Produktionsdesign: Alec Hammond, Jennie Harris

Darsteller: Jake Gyllenhaal (Donnie Darko), Holmes Osborne (Eddie Darko), Maggie Gyllenhaal (Elizabeth Darko), Daveigh Chase (Samantha Darko), Mary McDonnell (Rose Darko), James Duval (Frank), Beth Grant (Kitty Farmer), Jena Malone (Gretchen Ross), Drew Barrymore (Karen Pomeroy), Patience (Roberta Sparrow), Katherine Ross (Dr. Lilian Thurman), Arthur Taxier (Dr. Fisher), Patrick Swayze (Jim Cunningham), Mark Hoffman (Polizist), David Moreland (Direktor Cole), Noah Wyle (Prof. Kenneth Monnitoff), Jolene Purdy (Cherita Chen)
...
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Kommentare
Amana_Blech_Blech
Amana_Blech_Blech, 22.07.2004
schoumlner bericht , vorallem fuumlr deinen ersten hier . vorher schon bei Ciao gewesen ?
Dickerchen
Dickerchen, 31.10.2004
Ich,.. ich weiszlig nicht was ich sagen soll,...
Super Bericht!

LG Dickerchen
mima007
mima007, 31.08.2004
schoumlner Bericht. Der Film hat mir zu 80 Prozent gefallen, v.a. Jakes Schwester- VG, mima
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rengert

Die Welt des Donnie Darko

ein Testbericht von 2004-03-04 14:56:51 vom 04.03.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: Darsteller, Idee und Konzept, zum großen Teil die Musik...
Nachteile/Kritik: einige Musikstücke, wenige Extras, aber dafür gibt es ja eine Sonderausgabe der DVD
Was macht ein Student, wenn er nachts um 1 Uhr Langeweile hat?
Falsch! Nicht das was ihr denkt: Ich war natürlich in der Videothek. In Wirklichkeit war ich aber auch nicht aus Langeweile da, sondern hatte eine DVD ausgeliehen und wenn ich die noch vor Schließung zurückbringe erspar ich mir die Kosten für den nächsten Tag und wenn ich nur kurz vor Schließung der Videothek (1h vorher) eine DVD ausleihe, so spare ich mir auch die Kosten für den einen Tag. So konnte ich mir von Samstag Nacht bis Montag DVDs ausleihen und zahl nur Montag.
Aber wen interessiert schon dieses Gefasel. Es soll hier ja um eine DVD gehen. Und zwar geht es um die DVD Donnie Darko. Die Verpackung hat mich schon das ein oder andere Mal angelächelt, aber nie habe ich sie mitgenommen, aber nun….

Inhalt
°`°`°`°
Hier könnte ich mich etwas schwer tun, das ganze richtig zu erzählen, besonders so, dass es auch einer versteht.

Donnie ist ein Teenager in einer amerikanischen Eigenheimsiedlung. Er wacht morgens mitten auf einer Straße auf, betrachtet kurz den Himmel, als müsse er realisieren, was geschehen ist, lächelt und macht sich auf den Heimweg.
Dies ist schon etwas wundersam, aber beim Abendessen wird man etwas aufgeklärt. Da kommt nämlich zu Tage, dass Donnie Tabletten schlucken muss und eine Therapie macht. Er hat es mit der Psyche, bezeichnet sich selber als Irren (im späteren Verlauf). Er wirkt auch etwas agressiv, besonders im Gespräch mit seiner Mutter, die ihn doch nur ermuntern will, seine Tabletten wieder zu nehmen, er bezeichnet sie lieber als Miststück, doch im Nachhinein geht er ins Bad und nimmt seine Tabletten.
Aus dem Schlaf wird Donnie durch eine Stimme geweckt. Der Stimme folgend verlässt er das Haus und trifft draußen auf Frank, verkleidet als übergroßer Hase. Schnell realisiert man, dass Frank eher der Phantasie Donnies entspringt. Frank sagt Donnie wann das Ende sein wird. Das Ende der Welt, von allem, dem Tag an dem sich der Himmel auftun wird. 28 Tage 6 Stunden 42 Minuten und 12 Sekunden, so genau kann man das angeben.
Donnies Schwester kommt nachts nach Hause, als das Haus erschüttert, der Vater, welche schlafend vor dem Fernseher saß sprach sofort auf. Eine Flugzeugturbine hat sich in das Schlafzimmer von Donnie gebohrt und hat dort alles vernichtet. Doch Donnie schläft mal wieder nicht zu Hause. Es ist unheimlich, denn keiner weiß, wo die Turbine herkommt.
In die Schule geht Donnie natürlich in seinem Alter auch noch, da erweist er sich zu mindestens in der Schulstunde, in der er gezeigt wird als äußerst intelligent. In dieser Stund tritt Gretchen in sein Leben – soll der Name Gretchen etwas ein Zufall sein? Aber Gretchen spielt die entscheidende Rolle für den Schluss.

Dann bekommt Donnie seinen ersten Auftrag von Frank, er setzt die Schule per Rohrbruch unter Wasser und verpasst einer Bronzestatue (ein Hund) eine neue Frisur.
Nur den Schriftzug „they made me do it“ wird man als Spur finden.

Alles was in diesen Tagen passiert, bringen Donnie dazu über eine Sache nachzudenken. Er denkt über das Thema Zeitreisen nach, redet mit einem der Lehrer darüber und bekommt sogar ein Buch, welches eine Frau vor Jahren geschrieben hat, die jetzt alt, einsam und verwirrt ist.

Es wird immer spannender. Immer wieder wird das Datum eingeblendet und immer wieder mit dem Hinweis, wann der Countdown enden wird. Was wird nun am besagten Tag passieren. Wird die Welt wie wir sie kennen untergehen? Ich kann ja verraten, dass die Welt nicht untergehen wird, denn der Film spielt im Jahr 1988, also haben wir es ja zum Glück überstanden.

Bewertung
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Der Film ist äußerst spannend und dies auch wirklich bis zum letzten Moment, denn man will die ganze Zeit wissen, was nun nach Ablauf der Zeit passieren wird. Und als dann etwas passiert, ist man mehr als überrascht, denn auf diese Idee kann man nicht kommen. Ich finde das Ende gut, es ist etwas schwer zu realisieren, was da nun wirklich passiert ist. So einen kleinen Abschnitt muss man sich da wohl selber denken.
Im Endeffekt, aber ist alles im Film wichtig. Alles was passiert, passierte aus einem bestimmten Grund, des bemerkte auch Donnie schon ganz treffend. Er konnte nur noch nicht sagen warum und auf was es dann hinauslaufen wird, aber im richtigen Moment wird er dann schon das richtige tun.
Man kann hier sicherlich viel interpretieren. Ich würde sagen, Donnies tun im Abschluss beruhen auf innigster Liebe. Es schaut sich Gretchen an, lächelt und kehrt nach Hause zurück und danach ist alles anders, aber in gewisser Weise ist alles wie früher. Eine Zeitreise, ein Zeitsprung, was auch immer.
Was damit erreicht wird ist fraglich und liegt dann wohl allein in der Vorstellungskraft des Betrachters, ich für meinen Fall denke, dass Donnie zu mindestens einer Person das Leben rettet.
Bevor ich zu den Darstellern komme, möchte ich aber auch noch ein paar negative Kritikpunkte anführen. Der Film ist spannend, trotzdem denkt man „oh ist der lang“, man hat das Gefühl man sitzt schon ewig rum und dabei läuft der Film erst eine knappe Stunde, dies ist wohl ein kleines Merkmal für Langatmigkeit. Im Film betrachtet man gewisse Weise als sinnlos und überflüssig, welche dann aber nach dem Ende einen sinn ergeben (könnten, je nach dem wie es der Betrachter auslegt).

Ein paar bekannte Gesichter konnte ich unter den Darstellern ausmachen. Patrick Swayze und Drew Barrymore kennen sicherlich alle von euch und auch Noah Wyle ist sicherlich nicht der Unbekannteste, spielt er ja schon seit Jahren erfolgreich bei E.R. mit. Und die Rose Darko, gespielt von Mary McDonnel, war vor Jahren mal die First Lady in Independence Day.
Ein Gesicht kam mir aber noch bekannt vor und zwar das von Dr. Lilian Thurman, aber der Name der Schauspielerin - Katharine Ross – sagte mir nichts, doch dann fiel es mir ein. Sie spielte eine Bedeutende Rolle in „The Final Countdown“. Diesen Film kennen vielleicht einige, er befasst sich unmittelbar mit dem Zeitreisen.
Mir haben alle Schauspieler gut gefallen, nur eine Szene in der der Hauptdarsteller lachte, kam mir unnatürlich vor, aber vielleicht ist es trotzdem seine natürliche Lache.
Auch wenn ein paar bekannte Namen in der Liste der Darsteller auftauchen, ist der Film dennoch nicht überladen mit ihnen, denn sie spielen mehr eine hintergründige Rolle. Dies gefällt mir so schon richtig gut.


Filminfos
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Produktion:
Regie:

Darsteller : Jake Gyllenhaal (Donnie Darko), Mary McDonnel(Rose Darko), Holmes Osborne (Eddy Darko), James Duval (Frank), Jena Malone (Gretchen Ross), Patrick Swayze (Jim Cunningham), Drew Barrymore (Karen Pomeroy), Noah Wyle (Kenneth Monnitoff) , Katharine Ross (Dr. Lilian Thurman)



Bild und Ton
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Also über das Bild kann ich nicht klagen, es war die ganze Zeit schraf und die Farben haben auch gestimmt. Der Ton war auch immer blendend und klar, keinerlei Kratz- oder Rauschgeräusche.
Der Ton liegt in Deutscher und Englischer Sprache jeweils im Dolby Digital 5.1 Format vor. Wenn man sich den Film über Kopfhörer anhört, kann man die Funktion headphone-surround aktivieren. Damit soll ein Surroundsound auf Kopfhörern simuliert werden.

Das Bild ist im Format 2,35:1, so dass man sogar auf einem 16:6-Geräte mit Balken oben und unten leben muss. Dem entsprechend groß sind dann auch die Balken auf einem normalen Gerät bzw. auf dem Monitor. So Störend ist es ja nicht, es ist halt alles etwas kleine, wenn nicht die Höhe zur Verfügung steht.

Extras
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Die animierten Menüs sind fein anzusehen. Es sind mit die besten die ich in letzter Zeit zu Gesicht bekommen habe. Für die Informationshungrigen unter euch, werden für viele Darsteller eine Biografie und eine Filmografie bereitgestellt. Da kann man auch etwas in der Erinnerungen schwelgen.
Sonst wird noch ein Trailer zum Film angeboten und es gibt jeweils einen Trailer für „Wrong Turn“, „Knallharte Jungs“, „The Musketeer“, „Das Duell in der verbotenen Stadt“, „Wendigo“, „Nichts bereuen“, „Money for Mercy“, „Nirgendwo in Afrika“, „Cypher“, „May“, „Naked Weapon“ und „Grabgeflüster“. Diese sind aufgeteilt in Demnächst, Toptitel und weitere Titel.
Ein paar nette Infos – z.B. wer die Darsteller in der deutsch Version spricht – findet man bei den DVD Credits.
28 Kapitel kann man direkt anwählen. Sie werden auf eine sonderbar aber dennoch ansprechende Weise auf mehrere Seiten verteilt.
Es gibt 3 Untertitel zur Auswahl: Deutsch, Englisch und Deutsch für Hörgeschädigte.
Eines kann man noch erwähnen. Die animierten Übergänge zwischen den Menüs lassen sich an und abschalten.

Es gibt allerdings noch eine Collector´s Edition – sie soll seit dem 20. Januar auf dem Markt sein – und da soll es dann auch mehr Extras geben.

Fazit
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Keine Frage der Film bekommt von mir eine gute Bewertung, minimale Abstriche muss man wegen der Mager-DVD und den kleinen Längen machen, trotzdem erhält der Film volle Punktzahl, wer mehr Extras will kann ja auch zu einer Sonderedition greifen, welche wesentlich mehr bieten kann.
So kann ich den Film auch empfehlen. Ich weiß natürlich nicht ob er für jeden etwas ist, bei manchen Filmen kann man dies einfach mal behaupten, aber hier denke ich eher gegenteiliges. Mir würde es sogar schwer Fallen den Film in ein Genre zu packen.
Schaut euch den Film einfach mal an, besser ist es den Film aus der Videothek zu holen, als gleich direkt zu kaufen.

Ich habe den Film auch ein paar Tage auf mich einwirken lassen und haben den Bericht auch erst einmal zur Seite gelegt und nun bin ich eigentlich tief beeindruckt, ein Film der Kultstatus erreichen kann und zum Teil – laut Eigenaussage - auch hat, ein Film, den man einfach sehen muss.

Nachtrag: Habe gefunden, dass der Film als Tragikkomödie bezeichnet wird. Ich finde dies trifft es nicht wirklich. Tragisch okay, aber Komödie ?!? Sollte ich die ganzen Gags verpasst haben? Wenn es den Begriff „Tragikunterhaltung“ gäben würde, dann würde ich eher diesen wählen. Hier ist er unter Fantasy geführt, das trifft es auch ganz gut.

RengerT 04.03.2004
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Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
filmorama.de

Der Hase und das Ende der Welt...

ein Testbericht von 2004-02-07 09:55:13 vom 07.02.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: Darsteller, Kamera, Musik, Drehbuch, Effekte,......
Nachteile/Kritik: -
= STORY =

Im Oktober 1988, in einer Nacht schlafwandelt der Teenager Donnie aus seinem Haus. Ihm erscheint ein Hase namens Frank, der ihm sagt, dass in 28 Tagen die Welt untergeht. Seine Klassenkameradin und Seelenverwandte Gretchen ist an seiner Seite als Donnie (Jake Gyllenhaal) beginnt sein Leben durch eben diese Visionen vorauszusehen; und Frank Donnie schließlich veranlasst, Vandalismus und noch weit schlimmere Dinge zu treiben...

= KRITIK =

Was kann man von einem amerikanischen Independent-Streifen erwarten, der es nicht in die deutschen Kinos geschafft hat?
Wenn man kein Filmfan ist, der sich per Internet oder Zeitschriften auf dem Laufenden hält mit Sicherheit nicht viel – ich bezweifle auch, dass die Mehrheit jemals etwas von DONNIE DARKO gehört haben. „Denn Filme, die nicht in den Kinos laufen können nur schlecht sein...“
Da sag ich nur: Ganz falsches Denken!
Ich persönlich kann keinen großen Gefallen mehr an naiven, oberflächlichen und stupiden Sachen finden, was im Moment zu Hauf in den Kinos läuft. Alles Sachen, die kurzfristig vielleicht gut unterhalten können, aber nach dem Abspann im Gedächtnis keinerlei nennenswerten Erinnerungen hinterlassen – geschweige denn zum Nachdenken anregen. DONNIE DARKO weist im Gegensatz dazu wirklich innovative Neuerungen auf und genau diese Innovativität erwarte ich von einem genialen Film. DER SCHMALE GRAT, BLADE RUNNER, BRAZIL, MAGNOLIA. Im Grunde alles Filme, die sich doch stark voneinander unterscheiden, aber von ihrer Machart her Einzigartig sind und bleiben. Genau in diese Liste reiht sich DONNIE DARKO gnadenlos ein.

Was Regisseur Richard Kelly mit dem sehr geringen Budget von knapp 4,5 Millionen US-Dollar vollbracht hat ist nicht nur lobenswert, sondern auch bemerkenswert.
Natürlich sind die Effekte teils nicht perfekt gelungen, aber schadet das dem Film und seiner Klasse nicht im geringsten. Ich würde sogar behaupten, dass der Grossteil der Special-Effects exzellent gelungen ist. Jedoch hält sich die Anzahl in Grenzen, was heutzutage einen weiteren Pluspunkt für mich darstellt.

Weitere große Pluspunkte gibt es für die hervorragenden Leistungen der Darsteller, die, wenn man mal von Drew Barrymore (die übrigens auf einen großen Teil ihrer Gage verzichtete, um in diesem Projekt mitzuwirken) und Patrick Swayze absieht, hauptsächlich Newcomer und unbekanntere Gesichter sind. Besonders Jake Gyllenhaal der den vermeintlichen Helden Donnie Darko spielt, glänzt in seiner Rolle als geisteskranker Jugendlicher, der teils böse und unberechenbar wirkt, aber teils auch mitfühlend und sensibel. Ein Gesicht also, dass man sich gut einprägen sollte, denn wird man noch so einige Filme mit ihm sehen können.

Das Selbige kann man auch zu Richard Kelly sagen, der wohl kaum mit seinen darstellerischen Leistungen Erfolg haben wird, sondern eher mit seinem Film- und Erzählstil. Nicht selten benutzt er Zeitraffer und Zeitlupen, die den Eindruck der späten 80er Jahre vermitteln sollen – denn diese Elemente wurden häufiger zu der Zeit verwendet. Außerdem sind seine gewählten Kamerafahrten zugleich interessant und einfallsreich. Daher freue ich mich schon ganz besonders auf seinen kommenden Science-Fiction Streifen KNOWING, der dieses Jahr noch abgedreht werden soll.
Jedoch finde ich, dass man DONNIE DARKO kaum in die Schublade Science-Fiction legen kann. Vielmehr behandelt er mehrere Genres wie Fantasy, Science-Fiction, Mystery und einen Hauch von Drama und Thriller. Eine vielversprechende, Genre-übergreifende Mischung, die in KNOWING hoffentlich seine ebenso geniale Fortsetzung finden wird.


= FAZIT =

Ein Film der glücklicherweise aus der Reihe tanzt und genau deswegen so richtig meinen Geschmack trifft. DONNIE DARKO ist ein Streifen, der es sogar schafft, dass gestandene Filmjunkies über die Interpretation diskutieren. Und ich muss sagen, nach dem ersten Mal schauen bringt er die grauen Hirnzellen richtig in Wallung.
Mal abgesehen davon, dass er einen leichten Touch von Depressivität bei mir hinterließ und hart kritisiert, was falsch in dieser Welt läuft, fiel mir positiv auf, dass er dennoch die Seelenverwandtschaft und Zuneigung zu anderen Menschen in das rechte Licht rückt.
Wer schon in den Genuss von DONNIE DARKO kommen durfte wird mein abschließendes Zitat verstehen, dass meine eigene Komposition darstellt und meiner Meinung nach den Film sehr gut auf dem Punkt bringt:
„Auch wenn es so scheint, als ob die Welt um dich herum zerbricht, wird es immer einen Menschen geben der an dich denkt – dich retten wird.
Jedoch vielleicht auch ohne zu wissen, dass dieser Mensch existiert...“

= FILMDATEN =

Regisseur: Richard Kelly
Laufzeit: 113 Minuten
FSK-Freigabe: ab 16 Jahren
Darsteller: Jake Gyllenhaal, Maggie Gyllenhaal, Holmes Osborne, James Duval, Patrick Swayze, Drew Barrymore

Weitere Infos zum Film gibt es hier:
http://www.moviemaniaxx.de/start.php?seiten id=19&filmid=50
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Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
wildheart

Zwischen Himmel und Hölle

ein Testbericht von 2004-01-30 12:54:39 vom 30.01.2004
Empfehlung: ja
Ein junger Mann, Donnie Darko (Jake Gyllenhaal), in einer dieser x-beliebigen Städte der USA, die man als normal bezeichnen würde, als durchschnittlich, besucht die High School, hat eine ganz normale Familie, ganz normale Freunde, ist aber selbst geplagt, vielleicht auch privilegiert durch – ja, wie soll man es nennen: Phantasien? Donnie, ein Schizophrener, ein Psychopath? Manisch-depressiv? Donnie hat einen Freund, den sonst niemand sehen kann: Frank nennt der sich und tritt als Hase auf, das heißt er trägt eine Hasen-Maske. Und Frank prophezeit Donnie den Weltuntergang in ungefähr einem Monat.

Donnie schluckt Tabletten, Donnie geht zu Dr. Thurman (Katherine Ross) in Therapie. Dr. Thurman versucht, durch Hypnose hinter Donnies Geheimnisse zu kommen; natürlich hält sie ihn für psychisch labil, krank. Donnies Eltern Eddie (Holmes Osborne), den offenbar nichts zu erschüttern vermag und der Mr. Bush bevorzugt, während die anderen Familienmitglieder auf Mr. Dukakis setzen, und Rose (Mary McDonnell), die vergeblich versucht, Donnie näher zu kommen, tragen es mit Fassung, wenn der junge Mann phantasiert oder seine Aggressionen an Rose auslässt. Auch seine große Schwester Elizabeth (Maggie Gyllenhaal) bekommt ihr Fett weg. Aber eigentlich mag Donnie seine Familie, zu der auch noch Küken Samantha (Daveigh Chase) gehört.

Donnie steht abseits von anderen und auch wieder nicht. Er mag seine Englischlehrerin Karen Pomeroy (Drew Barrymore), die frischen Wind in die High School bringen will und dafür von Direktor Cole (David Moreland) geschasst wird. Und Donnie verachtet ihre Kollegin Kitty Farmer (Beth Grant in einer grandiosen Rolle), für die nichts zu existieren scheint als die (auf die Tafel gemalte) Lebenslinie zwischen Angst und Liebe, mit der sie ihre Schüler plagt, und die den TV-Prediger Jim Cunningham (Patrick Swayze) anbetet, der gegen Angst und Gewalt und Alkohol und Drogen und Materialismus wettert und damit sein Geld verdient – aber, wie sich herausstellt, nicht nur damit.

Donnie Darko lebt in dieser Welt und er lebt irgendwo anders. Frank erteilt ihm Aufträge. Er solle die Schule unter Wasser setzen und er solle Cunninghams Haus in Brand stecken. Donnie tut dies. Ob er weiß, was er tut, ob er einen tieferen Sinn darin sieht? Er kreist um etwas herum, um sich, um die anderen, um Frank, von dem er selbst nicht weiß, ob er real ist – was immer man darunter auch verstehen mag – oder Produkt seines Geistes.

Und ganz zu Anfang passiert etwas Schreckliches. Ein Flugzeugteil fällt vom Himmel, landet in Donnies Zimmer. Keiner weiß, woher es kommt, die Fluggesellschaft nicht, die Polizei nicht ... niemand. Man räumt auf, und alles scheint wieder in Ordnung, nur Donnie nicht. Donnie ist nicht „in Ordnung“ und nicht in der vorgegebenen Ordnung. Er provoziert Mrs. Farmer – provoziert? Er sagt nichts anderes, als dass es mehr gebe als Angst und Liebe. Aber Mrs. Farmer will das nicht hören. Und daher solle sie sich ihre Weisheit respektive ihr Buch, aus dem sie ihre Weisheiten hat, in den Hintern stecken. Donnie wird suspendiert. Seine Eltern sind weniger erschreckt, als amüsiert über das, was ihr Sohn „angerichtet“ hat. Donnie provoziert auch Cunningham, den Lehrmeister der Farmer, und wird hinausgeschmissen.

Donnie kreist. Auch die alte Mrs. Roberta Sparrow (Patience), die so ungefähr 100 Jahre alt ist, kreist, jeden Tag, immer wieder geht sie zum Briefkasten vor ihrem Haus, schaut hinein, aber nie befindet sich ein Brief darin. Alle nennen sie Gramdma Death. Und schon manches Mal wäre sie beinahe überfahren worden, weil sie ohne zu schauen auf die Straße geht. Aber sie hat Glück, und sie hat ein Buch geschrieben über die „Philosophie des Zeitreisens“. Donnie bekommt es in die Hand. Irgendwie hat es mit Frank zu tun, und Donnie befragt Prof. Monnitoff (Noah Wyle), ob es das denn geben könne – Zeitreisen. Frank taucht auf und verschwindet wieder. Wenn er da steht, mit seiner Maske, dann liegt eine Art dichter, durchsichtiger Film um ihn herum, wie ein Mantel. Ein Zeittunnel? Ein Wurmloch, durch das man in die Vergangenheit oder Zukunft gelangt?

Donnie liebt Gretchen (Jena Malone), eine bildhübsche Mitschülerin, er mag auch die dicke Cherita Chen (Jolene Purdy), die wohl heimlich eine Art Tagebuch über Donnie führt und die ab und an zum Gespött ihrer Mitschüler wird. „Alles wird besser, das verspreche ich Dir“, sagt er zu Cherita, doch die nimmt Reißaus.

Die Zeit des Weltuntergangs naht: der 30. Oktober 1988. Was an diesem Tag jedoch alles geschieht, sieht etwas anders aus, als Frank es prophezeit hat ...

Donnie lebt in einer Welt der Verlogenheit, der Feigheit, der Feindschaft und der moralinsauren Arroganz. All das umgibt ihn. Nur Frank, der ihm während eines Kinobesuchs erscheint und Donnie sein Gesicht zeigt, fällt aus dem Rahmen, Frank, die Erscheinung, vielleicht ein Racheengel? Oder ist auch Frank Teil der verlogenen Umgebung, in der Mrs. Farmer nicht wahrhaben will, dass ihr angebeteter Cunningham etwas mit Pornografie zu tun haben soll, in der Direktor Cole zu feige und nicht willens ist, einer jungen, aufgeschlossenen Lehrerin eine Chance zu geben. Dieser Welt des Trügerischen und Betrügerischen droht der Untergang, von Frank angekündigt, von Gott oder dem Teufel. Und Donnie? Er versucht, dieses Ereignis zu verhindern.

Nur drei Menschen scheinen Donnie wirklich zuzuhören: seine Mutter, seine Freundin Gretchen und Dr. Thurman. Aber keine versteht ihn wirklich. Am Schluss dieses Trips zwischen Horror und irgendeiner Form von Erlösung allerdings winken sich Rose und Gretchen zu, Rose, verzweifelt an einen Baum gelehnt, rauchend, und Gretchen, die mit dem Fahrrad an Darkos Haus vorbeifährt und kurz Halt gemacht hat. Sie schauen sich an, als spürten sie etwas, etwas, das Angst macht und Trauer hervorruft, aber auch Hoffnung gibt, ein wenig jedenfalls. Und fern davon spürt auch Dr. Thurman etwas Furchtbares.

„Donnie Darko“ ist Horrortrip und reinigende Reise zugleich. Richard Kellys erster Spielfilm ist eine Art phantastische Reise durch die Seele eines jungen Mannes, der mit sich und der Welt nicht fertig wird, die ebenfalls mit sich ganz und gar nicht im Reinen ist. Es gibt zwei Möglichkeiten: Man kann sich von diesem Film forttragen lassen, mitnehmen auf eine außergewöhnliche Reise, oder man bekommt überhaupt keinen Bezug zu Donnie und Frank und all den anderen. Ein Wagnis also. Eine wirklich exzellente Besetzung – nur Drew Barrymore ist meinem Gefühl nach doch etwas unterbeschäftigt worden –, die teilweise düstere, kleinräumige Atmosphäre und die nur scheinbar stabile kleinbürgerliche Enge bewirken die außergewöhnliche Stimmung, die den Film wie einen Mantel umgibt. Vieles bleibt offen, interpretationsfähig. Aber das „Donnie Darko“ umso interessanter und sehenswerter.

Wertung: 10 von 10 Punkten.

Donnie Darko
(Donnie Darko)
USA 2001, 113 Minuten
Regie: Richard Kelly

Drehbuch: Richarrd Kelly
Musik: Michael Andrews
Director of Photography: Steven B. Poster
Schnitt: Sam Bauer, Eric Strand
Produktionsdesign: Alec Hammond, Jennie Harris
Hauptdarsteller: Jake Gyllenhaal (Donnie Darko), Holmes Osborne (Eddie Darko), Maggie Gyllenhaal (Elizabeth Darko), Daveigh Chase (Samantha Darko), Mary McDonnell (Rose Darko), James Duval (Frank), Beth Grant (Kitty Farmer), Jena Malone (Gretchen Ross), Drew Barrymore (Karen Pomeroy), Patience (Roberta Sparrow), Katherine Ross (Dr. Lilian Thurman), Arthur Taxier (Dr. Fisher), Patrick Swayze (Jim Cunningham), Mark Hoffman (Polizist), David Moreland (Direktor Cole), Noah Wyle (Prof. Kenneth Monnitoff), Jolene Purdy (Cherita Chen)

Internet Movie Database:
http://german.imdb.com/title/tt0246578

Weitere Filmkritik(en):
„Chicago Sun-Times“ (Roger Ebert) (2,5 von 4 Punkten):
http://www.suntimes.com/ebert/ebert_rev iews/2001/10/102602.html

„Movie Reviews“ (James Berardinelli) (3 von 4 Punkten):
http://movie-reviews.colossus.net/movies/d/donnie_darko.html


© Ulrich Behrens 2004
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Kommentare
XXLALF
XXLALF, 28.04.2012
..nach deinem bericht zu urteilen, wär dies ein film, der auch mir gefallen könnte. bewe und ganz liebe grüße
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Bjoern.Becher

The dreams in which I’m dying are the best…

ein Testbericht von 2004-01-16 17:48:54 vom 16.01.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: so vieles, viel zu vieles um es hier anzusprechen...
Nachteile/Kritik: ein mehrmaliges Ansehen ist dringendst vonnöten.
...I ever had! - Leitspruch eines Superhelden!



Ich möchte hier etwas ganz ungewöhnliches für eine Filmkritik voranstellen. Lesen sie diese Filmkritik nicht! Gehen sie stattdessen in die nächste Videothek oder zum nächsten DVD oder Videohändler und kaufen sie sich den Film „Donnie Darko“ oder leihen sie ihn sich aus. Schauen sie sich dann diesen sagenhaften Film an und lesen sie dann diese Kritik. Bei diesem Film ist es absolut unmöglich eine Kritik zu schreiben, ohne eigene Interpretationsansätze darzulegen. Dazu sind massig Spoiler nötig. Die Kenntnis der Interpretation eines anderen, kann ihnen mit hoher Wahrscheinlichkeit das eigene Sehen des Films verderben, zumindest nimmt es ihnen die Möglichkeit sich völlig frei eigene Gedanken zu machen. Dies ist aber unerlässlich, denn gerade das ist die Stärke des Films: Er regt den Zuschauer an sich Gedanken über das Gesehene und dessen Bedeutung zu machen. Also nicht weiterlesen (maximal noch die nächsten zwei (!!!) Absätze mit der kurzen Inhaltsangabe), sondern erst den Film anschauen, dann zurückkommen lesen und mit mir über den Streifen diskutieren!



Oktober 1988: Donnie Darko (Jake Gyllenhaal) ist äußerlich ein ganz normaler Junge, der auf das Erwachsenwerden zu geht. Er lebt in einer betulichen Familie mit seinen Eltern (Holmes Osborne, Mary McDonnell) und seinen Schwestern (Maggie Gyllenhaal, Daveigh Chase) und geht auf die Highschool. Doch Donnie bereitet seinen Eltern Sorgen. Er schlafwandelt nachts, verhält sich oftmals aggressiv und ist wegen einiger Vorkommnisse, die ihn kurzzeitig sogar ins Gefängnis brachten, in psychiatrischer Behandlung, wo er Tabletten verschrieben bekommt.

Und er hat einen imaginären Freund namens Frank (James Duval), der ihm in einem Hasenkostüm begegnet. Dieser sagt ihm bei einer seiner Schlafwandlungen, dass am 2. Oktober 1988, dass in 28 Tagen, 6 Stunden, 42 Minuten und 12 Sekunden die Welt untergehen wird. Just in jener Nacht kracht eine Flugzeugturbine in das Haus der Darkos und mitten in Donnies Zimmer. Er wäre tot gewesen, wenn er nicht auf einer seiner Schlafwandlungen gewesen wäre.

In den nächsten Tagen passieren ungewöhnliche Dinge. Die Schule von Donnie steht unter Wasser, woraufhin er seine neue Mitschülerin Gretchen (Jena Malone) kennen lernt. Die beiden werden ein Paar. Frank erscheint Donnie immer öfter, fragt ihn was er über Zeitreisen weiß. Dadurch stößt Donnie auf ein Buch namens „Philosophie der Zeitreisen“, dass von einer ehemaligen Lehrerin seiner Schule namens Roberta Sparrow (Patience Cleveland) geschrieben wurde. Darko kennt die Frau. Sie lebt etwas außerhalb des Ortes, ist über hundert Jahre alt und ganz alleine. Jeden Tag stapft die „Grandma Death“ getaufte Frau zu ihrem leeren Briefkasten und beinahe vor ein Auto. In ihrem Buch ist genau das beschrieben, was Donnie gerade sieht. Kommt Frank aus einer anderen Zeit?


„Donnie Darko“ ist ein äußert vielschichtiger Film, der den Zuschauer eigentlich immer im Ungewissen lässt, worauf er hinausläuft. Was wie ein Teeniedrama beginnt, zieht sich durch fast alle Genres von Science-Fiction bis Romantik. Immer im Mittelpunkt der außergewöhnliche Charakter des Donnie Darko. Er scheint der Welt entrückt zu sein, sieht außergewöhnliche Dinge, weswegen ihn viele in seiner Umwelt vor allem die Psychiaterin für verrückt halten.

Doch vielleicht sieht Donnie die Welt als einziger klar und so wie sie ist. Das fängt überall an, so zum Beispiel an seiner Schule. Seine Lehrerin Kitty Farmer (Beth Grant) will alles in der Welt auf Liebe und Angst reduzieren, gibt den Schülern die Aufgabe Geschehnisse auf einem Strahl zwischen Liebe und Angst einzutragen. Donnie rebelliert, er meint es gibt viel mehr Faktoren, kritisiert die Zweidimensionalität seiner Lehrerin. Das ganze endet in einem Schulverweis für Donnie, als er seiner Lehrerin sagt, sie solle sich den Strahl in den Arsch schieben. Die Umwelt von Donnie erkennt größtenteils nicht, wie recht er hat. Die aufgeklärte junge Lehrerin Karen Pomeroy (Drew Barrymore) wird dagegen gefeuert, da sie den Kindern Graham Greene zum Lesen gab, ein weiterer Lehrer kann sich nicht mit Donnie über seine Theorien unterhalten, weil er sonst vielleicht gefeuert wird. Klar Kritik am System der 80er Jahre in den USA, in welchem Regisseur Richard Kelly aufgewachsen ist.

Diese Kritik zieht sich durch den Film. Alleine schon die Bilder des paradiesischen Middlesex. Nach außen hin alles weiß und idyllisch, doch die Verlogenheit, die hinter vielem steckt, erkennt keiner: Nur Donnie Darko. Immer wieder kleine Szenen spielen auf bestimmte Dinge an, so zum Beispiel, wenn Donnies Vater George Bush Sr. beim Wahlkampf im Fernseher sieht.

Die Kritik setzt sich in der Person TV-Guru Jim Cunningham (Patrick Swazye) fort. Dessen Videos bekommen Donnie und seine Klasse von ihrer Lehrerin Kitty Farmer immer vorgesetzt. „Befreie Dich von Deiner Angst“ ist das Credo von Cunningham, welches er schließlich auch auf einer Veranstaltung in der Schule predigt, in der er mit hohlen Phrasen um sich wirft und trotzdem alle begeistert an seinen Lippen hängen. Bis auf Donnie Darko, er reißt dem Guru die Maskerade ab und beschimpft ihn als Anti-Christ. Wie recht er hat, erkennt der Zuschauer erst, als Darko schließlich auf Geheiß von Frank Cunninghams Haus abfackelt und dadurch für die Feuerwehr und die Polizei zu Tage führt, dass Cunningham einen Kinderpornoring betreibt.

Die Szene, in der dies geschieht, kann man exemplarisch nehmen für den großartigen und gelungen Stil, den Kelly hat. Da lässt er erst die fette und von allen nur gehänselte Schülerin Cherita Chen (Jolene Purdy) weiß wie ein Engel über eine Schulbühne springen. Eine Vorstellung, die trotz ihrer Großartigkeit nur mit müden Applaus und kurzen Worten von Cunningham gewürdigt wird. Dann tritt die Schultanzgruppe auf, darunter Donnies kleine Schwester und die Tochter der konservativen Lehrerin Kitty Farmer, die auch die Trainerin ist und diese führen - ein weiterer Hinweis auf die Verlogenheit der Gesellschaft im Allgemeinen und auf die von Kitty Farmer im Besonderen - im krassen Gegensatz zu Chens reiner Unschuldsnummer einen dunkle, sexy-Tanz ab. Zur gleichen Zeit entfacht Donnie ein Höllenfeuer im Haus von Cunningham. Die Szenen wechseln sich wie in einer Collage ab. Großartig inszeniert.

Neben dieser kritischen Auseinandersetzung mit dem Leben in den Achtzigern, wobei vieles auch noch auf die heutige oftmals ebenso intolerante und konservative (nicht politisch, sondern im Sinne von allem Neuen gegenüber skeptische und wenig aufgeschlossene) Gesellschaft übertragen lässt, läuft auch noch der „Science-Fiction-Erzählstrang“ ab, wobei beide nicht voneinander zu trennen sind, sondern unweigerlich zusammengehören.

Frank, der Donnie Darko erscheint, redet über Zeitreisen, Donnie recherchiert über Zeitreisen, sieht die Zeitströme der Menschen, die den von Gott vorgegeben Weg vorzeichnen. Kommt Frank aus der Zukunft und will Donnie etwas mitteilen? Das fragt man sich als Zuschauer, das Ende lässt genau hier will Diskussionsraum. Meine Ansicht ist nein! Donnie Darko ist der Zeitreisende.

„Donnie Darko! Hört sich an wie der Name eines Superheldes“, sagt Gretchen in einer Unterhaltung mit Donnie. „Ich bin ein Superheld“ antwortet Donnie. Was sich beim Schauen des Films wie ein Scherz anhört, könnte die Wahrheit sein. Donnie Darko ist ein Superheld. Als die Schule unter Wasser gesetzt wird, haut der Täter eine Axt in eine Bronzestatue. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit für einen Menschen. Später erfährt man, dass es Donnie war. Und was genau ist mit den 28 Tagen vom Einschlag der Turbine bis zum von Frank prophezeiten Ende der Welt? Das Ende der Welt ist dabei in einem anderen Sinne zu sehen, als es der Zuschauer und Donnie glauben. Es ist nicht das Ende der gesamten Welt, sondern nur das Ende von Donnies Welt. Und Donnie wird nicht das Ende herbeiführen, sondern er kann es verhindern.

Und das macht er, worauf er noch einmal zeigt, dass er ein Superheld ist. Am Ende der 28 Tage stirbt Gretchen. Hier springt der Film zurück an den Zeitpunkt, an dem die Turbine einschlug. Nun ist Donnie in seinem Bett geblieben. Er stirbt. Nun wird er Gretchen nie kennen lernen. Doch er hat sie gerettet. Die 28 Tage in denen der Film spielt, finden nach meiner Ansicht auf einer anderen Zeitschiene statt. Donnie kann in die Zukunft schauen und sehen, was passieren wird. Er kann auf die festen Bahnen Gottes in denen unser Leben verläuft, einwirken, allerdings nur in geringen Maßen. Nur eine Möglichkeit hat er: Er opfert sich selbst, er widersetzt sich seinem Drang Schlafzuwandeln und stirbt dadurch. Er opfert dadurch nicht nur sein Leben, sondern er versetzt vielleicht die Gesellschaft wieder dahin zurück, wo sie ohne seine Erkenntnisse war. Er riskiert es, dass Cunningham weiter seinen Kinderpornoring betreiben kann. Er ordnet dies unter, um das Leben von Gretchen zu retten. Das ist Liebe!

Natürlich ist dies nur eine mögliche Interpretation des Endes, es gibt sicher mehrere. Interessant wird hier auch der Audiokommentar des Regisseurs auf der DVD sein, der wohl sicher noch einiges erklären wird. Zudem gibt es schon ein ganzes Buch mit Interpretationen zu diesem Film. Einer der besten Interpretationen liefert aber der Film selbst. Gary Jules singt am Ende eine Coverversion des Songs „Mad World“ der Band „Tears for Fears“ (die selbst mit einem anderen Lied auf dem großartigen Soundtrack zu hören sind):

And I find it kind of funny
I find it kind of sad
The dreams in which I'm dying are the best I've ever had
I find it hard to tell you
'Cos I find it hard to take
When people run in circles

It's a very, very
Mad World



Donnie Darko kann die Kreise, die Pfade auf den wir gehen durchbrechen, dafür muss er sterben. „The dreams in which I'm dying are the best I've ever had”. Denn auch ein Superheld muss in unserer Welt sterben um seine Liebste zu retten.

Dazu passt auch die Rolle von „Frank“. Der wirkliche Frank ist, wie man beim zweiten Sehen erkennt, der Freund von Donnies Schwester. Es gibt diesen Frank also und er taucht bei Donnies Halloweenparty am Ende sogar in einem Hasenkostüm auf. Es ist aber nicht (bzw. nur äußerlich) der gleiche Frank, der Donnie in seinen Visionen erscheint. Dieser dürfte eine Art Bote Gottes sein. Denn Gott spielt in diesem Film eine zentrale Rolle. So war die Autorin des Buches „Grandma Death“ früher Nonne, Donnie spricht von den von Gott vorbestimmten Pfaden des Menschen, Gretchen, der Name von Donnie Freundin könnte ein Hinweis auf Goethes Faust und dadurch indirekt auf Gott sein und beim Halloweenfilmfest wird neben „Tanz der Teufel“ „The Last Temptation of Christ“ gespielt, was auch eine völlig andere Interpretation möglich macht, nämlich, dass Donnie schon zu Beginn tot ist und nun sieht, was passieren wäre, wenn er nicht gestorben wäre (Stichwort: „The dreams in which I'm dying are the best I've ever had“). Auch diese Theorie wird in einigen Diskussionsforen im Internet zu diesem Film vertreten. Dafür spricht unter anderem auch, dass Frank auf Donnies Frage, wann das endlich aufhöre, antwortet, dass er dies schon längst wissen sollte. Oder, dass er auf die Frage, warum er ein Hasenkostüm trägt, Donnie mit der Gegenfrage antwortet, warum dieser denn ein Menschenkostüm trägt.

So gibt es sicher noch mehr Theorien, die man zu „Donnie Darko“ entwickeln und vertreten kann. Wie ein Film von David Lynch lässt auch dieser Film mehr Fragen offen als er beantwortet, nötigt ein zweites, drittes, viertes,... Ansehen ab und ist immer wieder hervorragend (zumindest bis Nr. 4 weiter kam ich noch nicht). Die von McOne mit reichhaltiger Ausstattung am 20. Januar erscheinende DVD wird sicher durch den Audiokommentar noch einige Fragen beantworten, aber wohl auch neue aufwerfen.

Eins ist sicher, man muss es dem jungen Richard Kelly danken, dass er einen so interessanten und vielschichtigen Film geschaffen hat. Angeblich hat es länger gedauert seine Idee umzusetzen, da zwar viele Studios sein Drehbuch gut fanden, dem jungen und unerfahrenen Mann aber nicht den Regiestuhl überlassen wollten. Erst Drew Barrymore vertraute Kellys Regiefähigkeiten und produzierte den Film, der innerhalb von weniger als einem Monat abgedreht wurde. Dafür muss man ihr danken.

Denn „Donnie Darko“ ist ein ungemein vielschichtiger und interessanter Streifen, in höchstem Maße gelungen, dank seiner zahlreichen unterschiedlichen Aspekte und interessanten Details, die so zahlreich sind, dass sie nicht alle hier eingearbeitet wurden (zum Beispiel ist noch die Tatsache interessant, dass Donnie am Ende gerade den realen Frank erschießt und damit den Grundstein für das Verstecken hinter einem Hasenkostüm des „fiktiven“ Frank legt). Ganz eindeutig zehn von zehn Punkten und die Aufforderung: Noch einmal anschauen!

D A T E N
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Titel Deutschland: Donnie Darko
Originaltitel: Donnie Darko
Genre: Drama / Fantasy / Romantik / Science Fiction
USA 2000, FSK 16, Laufzeit: 110 Minuten

Darsteller: Jake Gyllenhaal (Donnie Darko), Jena Malone (Gretchen Ross), Holmes Osborne (Eddie Darko), Maggie Gyllenhaal (Elizabeth Darko), Daveigh Chase (Samantha Darko), Patrick Swayze (Jim Cunningham), Drew Barrymore (Karen Pomeroy)

Regie: Richard Kelly
Produzenten: Adam Fields, Sean McKittrick, Nancy Juvonen
Ausführende Produzenten: Chris Ball, Drew Barrymore, Casey LaScala, Hunt Lowry, Aaron Ryder, William Tyrer
Drehbuch: Richard Kelly
Kamera: Steven B. Poster
Musik: Michael Andrews
Schnitt: Sam Bauer, Eric Strand


W E I T E R F Ü H R E N D E * I N F O R M A T I O N E N
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Internet Movie Database: http://german.imdb.com/title/tt0246578/

Online Filmdatenbank: http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=10251


Websites mit interessanten Aspekten zum Film:
http://www.donniedarko.com/
http://www.rui nedeye.com/cd/index.htm


© Björn Becher 2003
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Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
mima007

Teufel, Liebesglück und Zeitschleifen

ein Testbericht von 2004-01-16 12:03:10 vom 16.01.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: unterhaltsam, stellenweise witzig-frech, ergreifender Schluss, guter Sound, ein paar dekorative Stars...
Nachteile/Kritik: wenig Bonusmaterial auf leih-DVD, wenig spannend, dramaturgische Schwächen
Den Weltuntergang zu verhindern, ist nicht immer einfach. Das muss auch Donnie Darko erfahren, ein etwa sechzehnjähriger Schüler an einer rein weißen Musterschule. Als ihm eine Turbine ins Haus rauscht, hilft ihm wenigstens sein unsichtbarer Freund Frank. Der hat ihm prophezeit: In 28 Tagen (und etlichen Sekunden) geht die Welt unter. Aber sollte man einem finsteren Riesenhasen mit Teufelshörnern ohne weiteres Glauben schenken?

Filminfos
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O-Titel: Donnie Darko (USA), DVD:
FSK: ab 16
Länge: ca. 105 Min.
Regisseur: Richard Kelly
Drehbuch: Richard Kelly
Musik: Michael Andrews
Darsteller: Drew Barrymore (Exec Prod.), Patrick Swayze, Mary McDonnell, u.a.

Handlung
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Donnie Darko hat ein schweres Problem. Sein Freund Frank hat ihm prophezeit, dass die Welt in 28 Tagen untergeht, also in der Nacht von Halloween. Nur er, Donnie, werde überleben - sofern er ihm, Frank, gehorche. Null problemo, denkt sich Donnie schlafwandelnd - und wird prompt von einer Jet-Turbine, die in seinem Zimmer einschlägt, verschont.

Nun gehört Donnie nicht nur einer recht christlichen Familie an, sondern geht auch noch in einer superchristliche Schule, an der kein einziger Schwarzer zu sehen ist. Hier läuft Donnie mit seinen liberalen Ansichten regelmäßig auf. Und obwohl er brav regelmäßig seine Pillen gegen Schizophrenie einnimmt, muss sich doch die Psychotherapeutin mit ihm beschäftigen. Bei einer revolutionären Technik namens "Hypnose" kommt heraus, dass Frank nur in seiner Einbildung existiert. Das ist nix Neues, denn schon Elwood P. Dowd alias James Stewart hatte einen Riesenhasen zum Freund (Harvey), denn sonst niemand sehen konnte. Doch Frank Riesenhase ist schwarz wie die Nacht und extrem hässlich; seine abstehenden Ohren sehen aus wie Teufelshörner.

Auf Franks Geheiß setzt Donnie die Schule unter Wasser, spaltet dem in Bronze gegossenen Schulmaskottchen den Hundeschädel und zündet das feudale Heim eines Predigers gegen die Angst (Swayze) an. Von diesem stellt sich heraus, dass er einen Kinderpornoring leitete - ein schwerer Schlag gegen die christlichen Kräfte an Donnies Schule.

Doch der Weltuntergang naht unausweichlich. Und Donnie weiß nicht, was er dagegen unternehmen kann. Auch Frank hilft nicht. Da stößt er auf ein Geheimnis seiner Schule: Die frühere Lehrerin Roberta Sparrow, inzwischen eine verhutzelte Alte in einer einsamen Hütte, hatte ein Buch mit dem Titel "Die Philosophie des Zeitreisens" geschrieben. Wieso "Philosophie"? Weil die Physik dafür schon bekannt sei (Gefasel von realen Einstein-Rosen-Brücken und daraus resultierenden Wurmlöchern), meint sein Physiklehrer. Und was, wenn das Zeitreisen möglich wäre? Dann käme man dem Willen Gottes in die Quere. Und darüber zu sprechen, würde ihn seinen Job kosten, meint der christliche Herr Lehrer (der offensichtlich Gott auch sein Hirn geopfert hat).

Nun hat Donnie endlich den Schlüssel zur Rettung der Welt gefunden: eine Zeitschleife. Ist auch höchste Zeit, denn über seinem Heimatstädtchen braut sich düsteres Gewölk zusammen, das reichlich unnatürlich aussieht...


Die Leih-DVD
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Technische Infos
Bildformate: 16:9
Tonformate: Dt. in DTS, DD 5.1; GB in DD 5.1
Sprachen: D, GB
Untertitel: D, GB

Extras:

- Biografien
- Programmhinweise
- Trailer

Extras der geplanten Kauf-DVD (Quelle: IMDb.com):

- Audio commentary by the director and the actors
- Deleted scenes with director's commentary
- "Cunning Visions" infomercials
- "The Philosophy of Time Travel Book"
- Website gallery
- Music video "Mad World"
- Art gallery
- Production stills (Standfotos)

Mein Eindruck
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Meine Inhaltsangabe klingt (hoffentlich) verständlicher, als es der Film auf weite Strecken ist. Obwohl man den Schluss durchaus verstehen kann, so enttäuscht doch der Handlungsverlauf eine Erwartung nach der anderen. So weiß man ab einem gewissen Punkt mehr, mit was für einer Art von Film man es eigentlich zu tun hat. Ist das "Zurück in die Zukunft" auf dem Horrortrip? Ist es eine Matrix-Welt à la Philip K. Dick und alles nur ein Drogentraum? Ist es eine Satire auf die geschniegelte Welt gedankenbereinigter Gated Communities (no coloreds, please!).

Nun, um unsere Erwartungen zu unterlaufen, hat der Regisseur alles getan, und wir stehen völlig im Wald. Manche Szene erscheint überflüssig und trägt nichts zu den zentral notwendigen Entscheidungen bei. Figuren wie die Englischlehrerin (Drew Barrymore) und der weltliche Prediger Cunningham (Swayze) werden nicht weiter erklärt - ihre Interaktion mit Donnie ist minimal.

Auch Donnies Love Story ist gegen den Strich gebürstet. Sie stammt aus einem zerfallenden Elternhaus, in dem Gewalt ihre Opfer fordert. Sehr untypisch für Donnies Städtchen, wo alles harmonisch sein muss. Und dieses geliebte Mädchen ist denn auch der einzige Grund, warum Donnie sich für seine Welt opfert: Love conquers all!

Ein interessanter Einfall sind auch jene Ektoplasmaröhren, die Donnie eines Tages erblickt. Jeder Mensch hat so ein Ding aus seiner Brust herauswachsen. (Sie sehen genauso aus wie das Wasserwesen in Camerons "Abyss".) Als auch Donnie seiner Röhre folgt, gelangt er in den Kleiderschrank seiner Eltern, nur um dort eine Pistole zu finden. Sie wird noch eine wichtige Rolle spielen

Die Leih-DVD
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Das Bonusmaterial ist relativ mager, sieht man von den vielen Trailern und zahlreichen Biografien der Mitwirkenden ab. Dafür ist der Sound von höchster Qualität: DTS. Leider kommen Surroundeffekte ein wenig zu kurz, so dass man den Film auch gut auf Video genießen kann. Das Bild ist durchweg fehlerfrei und scharf.

Leider fehlen Dokus, Kommentare, Interviews und ein Making-of sowieso. Diese sollen am 20.1. auf der KAUF-DVD sein (siehe oben)!

Unterm Strich
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"Donnie Darko" könnte ein unterhaltsamer, weil unorthodoxer Streifen über den Weltuntergang sein, wenn er nicht ständig den Faden verlieren würde und das Drehbuch ein wenig stringenter in der Charakterisierung und straffer in der Plotführung wäre. Es gibt einige nette Szenen, in denen der rebellische Donnie für Aufruhr und Anstoß sorgt. Auch Effekte hier und da sorgen für Interesse, aber letzten Endes bleibt kein großer Zusammenhang übrig. Da hilft auch das Zitieren zahlloser Filmvorbilder nichts mehr.

Die Leih-DVD bietet außer gutem Bild und Sound nichts Aufregendes. Man könnte sich also bei geringeren Ansprüchen auch das Video zulegen.

Michael Matzer (c) 2004ff
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Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
1-8 von 8  Fantasyfilme
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Produktbeschreibung Donnie Darko (VHS)

Technische Daten und Produkteigenschaften
VHS

Tagträumer Donnie kann dank seines neuen Freundes, des dämonischen Riesenkarnickels, in die nicht immer rosige Zukunft blicken. Originelles, edel gestyltes Fantasy-Garn.
Allgemeine Informationen Donnie Darko
EAN: 4042662430340
gelistet seit: 12.10.2004
Bewertung durch unsere Mitglieder
Produktbewertung: Kundenbewertung 4,90 / 5,00
Film / Kino-Daten
Darsteller: Jake Gyllenhaal , Jena Malone , Drew Barrymore 
Genre: Fantasy/Drama 
Kategorie: Spielfilm 
Land / Jahr: USA 2000 
Originaltitel: Donnie Darko 
Altersfreigabe (FSK): 16 
Regie: Richard Kelly 
Video / DVD-Daten
Anbieter (Label): MC One 
Bildverhältnis: Widescreen 
Sprache: Deutsch 
Auslieferung: 20.01.2004 
EAN-Code: 4042662430340 
System: VHS Videofilm 
Ton-System: HiFi Stereo 
Vertrieb: MC One 
Donnie Darko (VHS) Fantasyfilm im Vergleich
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