Platz 1421 in der Kategorie "Dramen". Genre: Drama/Thriller / System: VHS Videofilm / Altersfreigabe (FSK): 12 / Da der angebetete, aber dummerweise verheiratete Loïc nichts von ihr wissen will, ...mehr
Liebes Yopi – Community,
ich begrüße euch ganz herzlich am schönen Sammstag und möchte euch einen Film vorstellen, den ich mir angesehen habe. Es handelt sich um französischen Film „A la folie pas du tout“ alias „Wahnsinnig verliebt“ von Laetitia Colombanis. Den Bericht möchte ich allen widmen, die unglücklich verliebt sind, aber auch Menschen, die Geschmack der Liebe noch nicht kennen, um sie zu warnen, dass Liebe ab und zu blind ist und kann zu tragischen Konsequenzen führen. Den Film finde ich einfach genial, denn obwohl er ein schwerer Fall der Verliebe beschreibt, kann er jeden von uns lernen, was macht die Liebe, wenn sie außer Kontrolle geratet. Also hört mal zu:
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♥ Woher kenne ich den Film? ♥
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Schon am Anfang möchte ich euch um Verzeihung bitten, dass ich die DVD – Platte nicht beschreiben werde, denn ich habe den Film ganz per Zufall bekommen. Ich habe nämlich eine Zeitschrift in Polen gekauft und der Film war zu dieser Zeitschrift als Geschenk zugegeben. Ich habe mich also den Film auf Polnisch angesehen, bei einer Freundin von mir, die DVD Gerät hat. Also bitte um Verständnis, dass ich die Qualität des Filmes, sowie Klang, Sprachen, Preis und andere Infos, die man normalerweise bei Beschreibung der DVD gibt, nicht beschreibe.
Angélique - Audrey Tautou
Loïc- Samuel Le Bihan
Rachel -Isabelle Carré
David- Clément Sibony
Héloïse - Sophie Guillemin
Julien - Eric Savin
Claire Belmont - Michèle Garay
Anita - Elodie Navarre
Jeanne - Catherine Cyler
Léa - Mathilde Blache
Arthur - Charles Chevalier
Jean-Louis, le kiné - Michael Mourot
Jean Timbault - Yannick Alnet
Sonia Jasmin - Nathalie Krebs
Mme Dubois-Rollin - Sophie Vaslot
M. Dubois-Rollin - Michel Bonnefon
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♥ INHALT ♥
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♥ Zusammenfassung ♥
Der Film erzählt eine Liebesgeschichte, die aus zweien Perspektiven gesehen wird – aus der Perspektive einer verliebten in verheiratetem Mann jungen Frau, die so verliebt ist, dass die bereit ist, alles zu machen, um Liebe des Mannes zu gewinnen, und aus der Perspektive des Objektes ihrer Gefühlen, der durch eine unbekannte Frau verfolgt ist, die seine glückliche Ehe vernichtet, und eine Lawine der unglücklichen Schicksale in seinem Leben verursacht. Wenn der Mann endlich erfahrt, wer steht hinter seiner Tragödie, neidische Frau versucht ihn zu töten. Dann stellt sich heraus, dass die Frau psychisch krank ist und leidet an einer Art der Erotomanie.
♥ Liebesgeschichte aus dem Aussichtspunkt der Angelique ♥
Der Teil des Filmes erinnert sehr an „die fabelhafte Welt der Amelie“, es ist eine romantische Erzählung über Liebe junger Kunststudentin Angelique zum Herzarzt, Loïc. Man erfährt hier über ihre Gefühle, ihre Erwartungen, dass er seine Frau verlässt und zusammen mit ihr ein neues Glück baut.
Der Film beginnt mit der Szene, als hübsche und reizvolle junge Frau unter Blumen surft und sucht schönste Rose, um sie ihrem Geliebten zum Geburtstag schenken. Die Rose soll unter genaue Adresse gesendet werden, was in diesem Blumengeschäft keine Sitte
ist. Der Verkäufer macht aber für die Angelique eine Ausnahme. Die Rose wird zum Praxis des Herzarztes Loïc geschickt. Dort erhaltet das Geschenk eine Rezeptzionistin, die es dem Arzt gibt. Er ist begeistert, denn er denkt, es sei ein Geschenk von ihr geliebter Frau.
Nächste Szene – ein Künstelatelier, Studentinnen und Studenten malen David, den Model, der in Angelique verliebt ist. Alle Studenten malen den Model bildgetreu, nur Angelique nicht. Für Angelique sieht David wie Loïc aus. Auf die Antwort der Lehrerin, wieso ist ihr Porträt gar nicht dem Model ähnlich, antwortet sie, dass ihr Porträt ist genauso schön und gutaussehend.
Wie in diesen Szenen schon gezeigt wurde, ist ganzes Leben der Angelique dem Loïc gewidmet, sie kann nicht schlaffen, sie denkt nur über ihm, sie lebt in einer imaginären Welt. Sie plant eine Reise nach Florenz, natürlich mit dem Schatz, und ist sehr enttäuscht, als er nicht kommt zum Flughafen. Im Laufe des Filmes erfahren wir verschiedene seltsame Schicksale, die Angelique treffen. Mal leiht er ein Mofa von Héloïse, ihrer Arbeitkollegin und hat einen Unfall, sie hat danach Probleme, um als Kellnerin zu arbeiten. Nach diesem Unfall stellt es sich heraus, dass Ehefrau von Loïc ihres Baby fehlgeboren hat, Angelique meint, dass der Loïc nun ihre Frau für sie verlassen wird. Es passiert aber nicht. Angelique wird mehr und mehr verliebt, ganze ihre Umgebung muss von ihrer Liebe ständig erfahren, sie folgt ganze Zeit den Loïc, schickt ihm immer wieder neue Geschenke, es beginnt alles schon peinlich zu sein, besonders als Loïc sein Porträt von Angelique gesendet bekommt. Seine Frau will das Bild in Haus nehmen, ihr Mann hat ihr gesagt, dass er es von einem dankbaren Patienten bekommen hat. Alles beginnt schon schwer für Loïc sein, er wird mehr und mehr nervös.
An einem Tag bereitet Angelique einen Schlüssel zu ihrer Wohnung, mit der Aufschrift: „Loïc“, dann kommt zum Loïc David, um ihm zu sagen, dass er nicht zulassen wird, dass Angelique so durch ihm leidet. Selbst in Angelique verliebt kennt er nur ihre Version, dass der Arzt sie verlassen sollte, und dass sie durch ihn leidet. Der Besuch endet sich mit dem Streit. Dann erfahren wir, dass der Arzt eine Patientin geschlagen hat, und dass sie ihm mit einem Prozess droht. Angelique ist empört, dass ihr Schatz leiden wird durch diese Frau, und weicht nicht vor Verbrechen. Man erfährt, dass die Frau an Herzinfarkt gestorben ist, nach dem Besuch beim Arzt. Polizei denkt, dass der Arzt etwas mit diesem Tod zu tun hat und besucht Angelique zu Hause, die dem Arzt ein Alibi erfindet.
Die Sehnsucht der Angelique nach Loïc ist so groß, dass sie nicht länger warten kann, sie entscheidet, sich Selbstmord zu begehen. Man findet sie in der Küche, mit Gas vergiftet. Glück oder eher Pech will, dass sie gerade Loïc reanimiert. Er macht ihr künstliche Beatmung und....Angelique beginnt wieder zu leben. Wie beim klinischem Tod sehen wir ihres ganzen Leben zurück in schnellem Tempo, bis zum Anfang im Blumengeschäft. Wir beginnen die gleiche Geschichte von der Seite des Loïc zu erfahren.
♥ Liebesgeschichte aus dem Aussichtspunkt des Loïc ♥
Szene im Blumengeschäft, Angelique kauft die Rose und lässt sie an Loïc schicken. Der Herzarzt bekommt die Rose von die Rezeptzionistin und meint, sie sei von ihrer Frau. Als er nach Hause kommt, erlebt er eine Enttäuschung, denn ihre Frau fragt, wovon er so schöne Rose hat. Dann kommt das Porträt von ihm. Seine Frau ist begeistert, und sie will das Bild in Schlaffzimmer hängen, der Herzarzt weiß nicht, was ist los und muss lügen, dass er das Bild von einem dankbaren Patienten bekommen habe. Während Sonntagspaziergang, erfahrt er dass er durch jemanden verfolgt und beobachtet ist, denn er findet auf der Bank Bleistiftzeichnungen, die sein Spiel mit Kind ihres Freundes im Park vorstellen. An einem Tag erlebt er eine Tragödie, und zwar ihre Frau verlöscht das Kind, denn sie wurde durch ein Mofa angefahren. Erste Tragödie, die mit Ehekrise droht.
Der Arzt fühlt sich mehr und mehr verfolgt, und ist sehr nervös, alles geht ihm auf die Nerven. Er entlässt die Rezeptzionistin, die immer Fehler macht, ist immer zu spät und schlampig. Es hilft nichts, und sie wurde entlassen. Durch Rache gibt sie ihm die Reisekarten nach Florenz nicht, die für ihm Angelique nach Büro geschickt hat. Angelique ist natürlich enttäuscht, denn der Arzt zum Flughafen nicht kommt. Die Ehekrise ist bereit, als mal die Frau von Loic den Schlüssel findet, zur Wohnung von Angelique. Dann kommt zum Arzt der David, um ihm zu sagen, dass er der Angelique Kariere vernichtet hat. Der Arzt will ihn nicht hören, denn er denkt es handelt sich um die Rezeptzionistin, und sagt, er gab schon ihr mehrmals eine Chance, und nun ist schon Schluss. Es war natürlich Missverständnis, ein Zufall, der Arzt hat nicht verstanden, dass es sich um Angelique handelt, er wusste sogar nicht, dass es gerade Angelique ist die Frau, die ihn verfolgt. Die Geschenke werden aber immer wieder schwerer zu aushalten. Loïc versucht analisieren, was für eine Patientin in ihm verliebt sein kann. Meist wahrscheinlich ist, dass sie Sonia Jasmin ist, eine etwas hypochondrische Patientin, die sich vor ihm auszieht, sogar wenn er sie nicht untersuchen will. Als sie mal zum Besuch kommt ist Loïc so genervt, dass die Emotionen aushalten und er schlägt sie. Die Sonia ist so empört, dass sie ihm vor Gericht stellen will. Das hört mal Angelique in Nachrichten und versucht die Sonja überzuzeugen, dass sie es nicht machen soll. Die Sonia stirbt an Herzinfarkt, Angelique täuscht den Einbruch vor.
Die Ehekrise im Leben von Loïc und Rachel ist schon nah, aber sie besiegen es, und ihre Frau sagt zu ihm, dass sie glaubt, er würde nicht in der Lage sein, jemanden zu töten. Dann begeht die Angelique den Selbstmord, danach als sie sich einsam fühlt und bekommt keinen Anruf von Loïc. Der Herzarzt rettet sie, denn er ihr Nachbar ist, und Angelique ist im siebtem Himmel. Sie stellt sich vor, dass er für sie schönste Sache der Welt gemacht hat, er hat ihr wieder Leben geschenkt, er wird fast Gott für sie. Sie erlebt die künstliche Beatmung wie ein besonderes Kuss. Immer, wenn er kommt sie zu pflegen schaut sie auf ihn mit Kalbaugen und haltet ihre Hand. Dem Loïc beginnt alles klar zu werden. Er erinnert sich an alles, Angelique war zwar keine seine Patientin, aber Nachbarin. Er nimmt den Schlüssel und besucht die Wohnung von Angelique. Dort findet er seine Sachen, die Angelique gestohlen hat und eine getrocknete Rose, er erinnert sich, wovon die Rose kommt und es ist ihm schon klar, dass Angelique diese Frau ist, die ihn verfolgt. Er erinnert sich mal, dass er ihr die Rose geschenkt hat, als er mal erfahren hat, dass seine Frau das Kind erwartet, er hat damals ganzen Bouquet gekauft und Angelique getroffen, er war so glücklich, dass er ihr eine Rose gegeben hat. Dann hat sie mal nach der Party mit dem Auto mitgebracht, und hat vergessen, dass sie es schon zeigte, sie ist in ihm verliebt.
Als Angelique das Krankenhaus verlassen hat, besuchte sie ihn zu Hause, und hat gesehen, dass er versucht, sich auszuziehen, sie wollte seine Ehe retten. Er hat ihr gesagt, dass er mit ihr nichts zu tun hatte, und dass er sie nie liebte. Sie war so wütig, dass sie ihn mit der Blumenvase am Kopf geschlagen hat. Er hat es überlebt, obwohl er aus den Treppen gefallen hat. Die Angelique hat ihm doch das Leben vernichtet, denn er war dann behindert. Sie wurde aber nicht bestraft dafür, denn es stellte sich heraus, dass sie psychisch krank ist und muss unter Behandlung sein. Nach ein Paar Jahren wurde sie entlasen, denn sie simuliert hat, dass es mit ihr alles in Ordnung sei. Es stellte sich heraus, dass als sie Krankenhaus verlassen hat, wurde ihr Bild gefunden, und zwar ein Porträt von Loïc, aus Psychotabletten gebastelt. Ihre Erotomanie wurde also nicht geheilt.
Ich finde diesen Film sehr gut, er ist psychologisches Drama, in dem man erfahrt wozu kann blinde Liebe führen. Sie kann manchmal zur Krankheit werden, wo man ganzen gesunden Menschenverstand verliert und denkt nur an sich selbst. Den verliebten interessiert es oft nicht, dass andere Menschen leiden, dass man sogar der geliebten Person ganzes Leben vernichtet. Für ihn zahlen nur seine eigene Gefühle und nichts mehr. Man sieht ganzes nur von seiner eigenen Seite, nur wichtig ist, dass man Gefühle hat und das man leidet. Das, dass Ehe vernichtet sein kann, dass der Ehepartner / Partnerin und vor allem Kinder leiden werden, vergisst man oft. In diesem Film wurde extremes Fall gezeigt, und zwar ein Fall von schwer verliebten Frau, die alles macht, um Liebe ihres imaginären Liebhaber zu gewinnen, sie hat Tragödienreihe im Leben von Loïc verursacht, seine Ehe erlebte ein Paar mal Krisen, seine Frau hat Kind fehlgeboren, nur deshalb dass die Angelique ein Unfall verursacht hat, dann hat sie zufälligweiße verursacht, dass die Sonia gestorben ist, und am Ende versuchte sie sich selbst Leben entnehmen. Dann wütig und neidisch, dass er sie nicht liebt versuchte sie auch ihn töten.
Wie oft, liebt man nur sich selbst, wenn man verliebt ist, man denkt nur an sich, nicht an die andere Personen, die man so einfach verletzen kann. Hier wurde ein extremes Fall gezeigt, eine Karikature der Verliebe. Wir haben mir psychischkranke Person zu tun, aber der Film hat sehr viel zu zeigen und zu lehren. Es wurde sehr deutlich gezeigt, dass die Liebe manchmal blind sein kann, und zur Krankheit wird. Man muss nicht unbedingt psychisch krank sein, um so verliebt zu werden. Es genügt einfache Verliebe, worüber man Kontrolle verliert. Liebe, wo man eher an seine Gefühle denkt, als an Konsequenzen, die solche Liebe tragen kann.
Ich kann ein Beispiel aus meinem Leben bringen, ich war drei mal in meinem Leben in verheirateten Männer verliebt. Zwei von ihnen waren meine Gymnasiumlehrern und ein war Professor aus der Uni in Polen. In Gymnasium wurde ich verliebt, denn ich einen Gymnasium von Ursulinen besucht habe, wo es nur Mädels waren, und es war ganz normal, dass ich mich einen männlichen Gefühlenobjekt finden musste. Die Schwestern waren damit empört, weißt ihr, sie sehen überall Sünde, und Klasseschwester hat meine Mutter mal angerufen, um ihr zu sagen, dass ich „für die Person“ lerne, da meine Mutter eine Lehrerin ist, und kennt solche Liebefälle unter Teenies, hat sie nur davon gelacht. Ich war aber schwer verliebt, ich wollte nur mit diesen Lehrern reden, ich habe sie verfolgt ;o).
Das schwerste Fall war aber der Professor, der einen Brauch hat, dass er sich einfach junge Studentinnen angelt, um sie für die Wissenschaft zu gewinnen, wenn sie schon verliebt sind, dann findet er andere, und die frühere verletzt (eine Art von Mobbing). Mit mir war es genauso, war total verliebt. In zweiten Jahr meines Studiums sind wir mit wissenschaftlichen Zirkel nach Rom gefahren, der Professor hat mich einfach geangelt, romantische Spaziergänge auf dem Kapitol, längere Gespräche, nette Lächeln würden bei allen Mädeln verursachen, dass sie etwas zu viel denken, bei mir auch. Andere Sache ist, dass er mich sowieso sehr mag, und sogar als er schon auf den Etappe war, dass er mich verletzt hat, hatte er spontane Reaktionen, die er nicht besiegen konnte, zum Beispiel in Griechenland, in Olympien, als ich mir mal von Eheublätern einen Kranz gemacht hatte, wollte er ein Photo mir mir, genauso in Sizilien, als ich eine schöne Hibiskusblume gefunden habe, und mir es in Haaren einflechtet habe. Ich war drei oder vier Jahre in ihm verliebt, und es war so sichtbar, dass seine Frau begann neidisch zu sein, und meine Kommilitonen begannen zu quatschen. In Rom wurde mal ein lustige Situation passiert, und zwar der Professor wollte ein Witz machen, und meine Kommilitonin photographieren lassen, als sie schläft, in dem sie ihren Kopf auf Armen meines Kommilitonen haltet. Er wollte eine Intrige machen, um dann das Photo Norbert zu zeigen, dem Freund von Joanna. Er hat also sich in meiner Richtung zurückgebeugt, so dass es Eindruck machte, dass er den Kopf auf meinen Armen haltet ;o) Jemand böseartig hat es ausgenutzt und zweites „Scheidungsphoto“ gemacht, und das Photo hat ihre Frau gesehen. Sie war sehr unzufrieden, und seit diesem Moment ist sie bezüglich mich sehr unnett und bissig. Es war ein Signal für mich, dass ich ein Abstand vom Professor machen muss, da ich vor allem ihn liebte (wirklich liebte, nicht nur mich selbst), habe ich entschlossen, dass ich leiden werden, aber ihn lasse ich in Ruhe. Ich wollte nur seinen Glück, und ich wusste, dass er kann nur in der Familie glücklich sein. Ich wollte auch, dass seine Frau und Töchter, die ich kenne und sehr mag, keinen Unheil von mir leiden. Ich habe den Abstand gemacht, was mir sich nicht so sehr lohnte, denn der Professor hat es schlecht verstanden, vielleicht, dass ich ihn missachte, oder was und hat sich eine andere Studentin gefunden, die er sehr favorisiert hat, besonders in meiner Anwesenheit. Da die Anka in ihm auch verliebt war, und der Professor ist auf ihrem Punkt verrückt worden (er hat für sie in San Marino mit Geld – Karte bezahlt, und ihr auch vielmals Geld ausgeliehen), habe ich sehr gelitten, so dass, dass ich keine Kräfte hatte, um meine Magisterarbeit zu schreiben, deswegen habe ich auch sie so vernachlässigt (3 Jahre keine Lust). Ich behandelte mich genauso wie diese Angelique, hatte verschiedene Gedanken, war einfach verliebt und habe Vernunft verloren. Heute lache ich davon, und ich freue mich, dass ich endlich nüchtern wurde. Es freut mich, dass der Professor mich noch mag, und auf meine Magisterarbeit wartet, mein Verhältnis zu ihm ist endlich gesund worden, und es ist viel besser als solche dumme Verliebe. Ich habe damals aber Abstand vom Professor gemacht, denn ich nicht wollte, dass er Probleme zu Hause hat, Arger mit Frau und stille Tage. Außerdem bin ich katholisch und so wurde so erzogen, dass jede Ehe Tabu für mich ist. Es war nicht mein Schuld, dass ich verliebt wurde, aber ich habe mich bemüht damit zu kriegen, denn meine Liebe nicht gesund war. Ich könnte nicht aushalten, wenn mal wegen meiner Liebe eine Ehe vernichtet sein sollte, ich könnte darauf verzichtet, damit viele andere Personen (Familie) keine Unheil fühlen. Wenn ich eine Ehe brechen wollte, würde ich doch eine Ehebrecherin, und es ist nicht nur Sünde, aber vor allem Unrecht wegen anderen Leute, Jesus hat doch gesagt. „du solltest deinen Nächten so lieben, wie sich selbst“, als ich mich mal in der Rolle der Ehefrau vom Professor gestellt habe, wenn ich mal erfahren würde, dass über meine Ehemann sich eine Studentin interessiert, würde ich mich sehr unwohl fühlen, und würde Angst haben, dass er mich verlässt. Es ist kein normales Neid, es ist ganz normale Reaktion.
Den Bericht widme ich also allem die so wahnsinnig verliebt sind, dass sie nur ihre eigene Gefühle sehen, dass sie vielleicht ihren Zustand gründlich analisieren und nachdenken, ob sie vielleicht niemanden einen Unrecht machen. Jemanden verletzen ist sehr einfach, aber es dann wiedergutmachen ist sehr schwer. Ich sehr es auf anderer Ebene meines Lebens, habe auch etwas böses in meinem Leben gemacht, und jetzt muss ich bittreren Gift trinken, nur deswegen, dass ich mal nicht nachgedacht habe, was ich mache. Darüber kommt noch ein Bericht von mir, denn ich brauche Eure Hilfe.
Ich möchte noch ein Paar Sätze über Schauspielen sagen. Das Schauspiel der Angelique (Audrey Tautou) finde ich genauso super, wie ihre Rolle der Amelie. Sie ist einfach süß, hübsch und reizvoll. Nein, Lesbe bin ich nicht ;o), aber es ist etwas angenehmes, auf so schöne Frau zu schauen. Manchmal habe ich ihr sogar mitleidet, dass sie so gequält ist, ihre Rolle war sehr suggestiv. Das Schauspiel anderen Schauspielern war auch sehr gut. Der Film hat, ähnlich wie „die fabelhafte Welt der Amelie“ statische Aufnahmen, und deswegen macht er manchmal Eindruck, dass er langweilig sei, er musste aber so sein, um eine Konvention zu behalten, eines Ereignis, das von zwei Schaupunkte gesehen wird. Ich finde den Film einfach genial und gebe ihm 5 Sterne.
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Manchmal muss man auch mal seine eigenen Hemmschwellen überwinden. Eine solche stellte für mich der Titel des Films vor, den ich nun vorstellen möchte. „Wahnsinnig verliebt“ heißt er, was die meisten unter uns eher an Teenie-Filme denken lassen wird, als an, das was dieser Film nämlich ist: Ein Thriller. Auch der Untertitel „Die dunkle Seite der Amélie“ macht dies nicht wirklich deutlich. Nun gut, aber schließlich haben wir Augen zum Lesen der Filmbeschreibung auf dem Rücken der Videokassette. Gesagt, getan und ab damit in den Rekorder.
Gleich zu Beginn des Films leuchten einem diese Augen entgegen, die man schon aus „Die fabelhafte Welt der Amélie“ kennt. Audrey Tautou alias Angélique, steht im Blumenmeer eines Floristen und versucht, sich für ein Geschenk zu entscheiden, dass sie ihrem Liebsten zum Jahrestag machen will. Kitschig, wird man jetzt denken. Ist auch so. Die Kunststudentin schickt eine einzelne Rose mit einem Kurier in die Praxis von Loic (Samuel Le Bihan), einem erfolgreichen Kardiologen. Dieser lächelt, lässt die Rose verschwinden und wendet sich seiner nächsten, zugegebenermaßen ziemlich nervig auftretenden Patientin zu. Diese lässt zum wiederholten Mal alle Hüllen fallen, um sich untersuchen zu lassen, obwohl Loic sie gar nicht darum gebeten hatte.
Loic wohnt mit seiner schwangeren Frau in einem schicken Haus im Randgebiet der Stadt, Angélique passt derweil auf das Nachbarhaus auf, während die Bewohner im Urlaub sind. Auf einer Party zeigt sie ihrem Bekannten David (Clement Sibony) ihren Lover, der sich allerdings während des gesamten Abends nicht für sie zu interessieren scheint. Ganz im Gegenteil zu David, der sich schon vor längerer Zeit in die Studentin verliebt hat. Angélique erklärt ihm, dass ihr Geliebter sich nicht um sie kümmern könne, weil die Affäre sonst auffliegen würde. Seine Ehe sei aber so gut wie am Ende. Als Loic die Party verlässt, eilt auch Angélique davon. Für David ist die Sache klar: Loic behandelt seine Freudin schlecht. Einige Tage später taucht er deshalb in der Praxis des Arztes auf und macht ihm Vorwürfe. Dieser jedoch schmeißt ihn aus seinem Behandlungsraum, um sich wieder der Frau zuzuwenden, die sich permanent untersuchen lassen will.
Angéliques Liebe hingegeben scheint weiter zu wachsen. Im Aktzeichnen-Seminar zeichnet sie statt des Modells Loic, schickt ihm ein Portrait in seine Praxis (das sie Sprechstundenhilfe auch gleich aufhängt) und lässt ihm sogar einen Haustürschlüssel nachmachen. Außerdem schreibt sie ihm Nachrichten, bespielt seinen Anrufbeantworter mit Musik, plant schließlich sogar eine Reise nach Florenz.
All dies sehen ihre Freunde mit wachsender Besorgnis. Neben David macht sich auch ihre Freundin Héloise Sorgen, mit der Angélique zusammen in einem Café arbeitet. David macht seiner Freundin schließlich klar, dass sie sich den Arzt aus dem Kopf schlagen müsse. Diese bittet den Medizinstudenten um einen Gefallen, mit dem sie sich endgültig von ihrem Geliebten verabschieden kann. David zögert, geht dann jedoch darauf ein.
Am nächsten Tag erfährt Angélique, dass Loic verhaftet worden ist, weil er angeblich eine Patientin geschlagen habe, die daraufhin einen Herzanfall bekam und an den Folgen starb. Seine Frau, Anwältin und eigentlich von ihm getrennt lebend, übernimmt sofort
seine Verteidigung. Von ihrer Fehlgeburt, die sie einige Tage zuvor erlebt hat, ist sie immer noch sehr schwach.
Als Kriminalbeamte kurze Zeit später in der Nachbarvilla des Doktors auftauchen, ist Héloise gerade bei Angélique zu Besuch. Diese belügt die Beamten nach Strich und Faden und gesteht später ihrer Freundin, sie habe die Patientin umgebracht. Héloise versucht, sie zu überreden, sich zu stellen, was Angélique auf keinen Fall tun will. Als die Freundin weg ist, dreht sie die Hähne ihres Herdes auf und legt sich auf den Boden.
Hier endet der erste Teil des Filmes.
Der zweite Teil beginnt genauso wie der erste. Wieder kauft Angélique eine Rose, wieder wird sie zu Loic in die Praxis geliefert. Etwas überrascht fragt sich der Zuschauer, ob jetzt eine Art „Lola rennt“-Geschichte folgen wird.
Auch die Abendgesellschaft wird gezeigt, allerdings beginnt hier der Perspektivenwechsel. Während Teil eins vorwiegend aus Angéliques Perspektive erzählt wird, begleitet die Kamera hier mehr Loic. Die beiden treffen sich auf der Toilette, wo sich Angélique als seine neue Nachbarin auf Zeit vorstellt. Auf seinem Heimweg nimmt er sie mit nach Hause.
An seinem Geburtstag bekommt er ein unsigniertes Portrait, was seine Sprechstundenhilfe als „von Ihrer Freundin“ benennt. Er klärt sie leicht verstört darüber auf, dass er keine habe. Immer öfter erhält er Zeichen, die er nicht deuten kann. Botschaften von einer Geliebten, Bilder von sich auf einer Parkbank, Nachrichten auf dem Anrufbeantworter. Langsam wird auch seine Frau misstrauisch, obwohl er ihr versichert, dass er genau wie sie die Zeichen nicht deuten kann. Als sie auch noch eine Fehlgeburt erleidet, weil (wie sich nun herausstellt), Angélique sie mit einer Vespa angefahren hat, sind beide Ehepartner verzweifelt. Rachel zieht zunächst aus, um über die Zukunft ihrer Ehe nachzudenken.
Einen Tag später erhält er in der Praxis ein erneutes Geschenk, dass er eigentlich schon gar nicht mehr haben möchte. Er öffnet den Kasten dennoch und findet ein mit einem Pfeil durchbohrtes Menschenherz, dass Angélique sich von David besorgen ließ. Da wird Loic (fälschlicherweise) klar, dass es sich bei der Verehrerin nur um die Frau handeln kann, die sich immer wieder vor ihm entblößt. Wütend geht er bei ihrem nächsten Besuch auf sie los.
Nach seiner Verhaftung ist er für einige Zeit wieder zuhause, hat sich sogar mit Rachel wieder versöhnt. Als er draußen einen Krankenwagen sieht, rennt er hinaus und findet auf der Trage Angélique, die wegen der Gasvergiftung in Lebensgefahr schwebt. Er beatmet sie und sorgt für eine Einweisung in das Krankenhaus, in dem er an einigen Tagen der Woche arbeitet. Als er sie später in ihrem Zimmer besucht und nach Eltern oder Verwandten fragt, die sie besuchen könnte, antwortet sie: „Ich habe niemanden“.
Plötzlich begreift Loic, dass nicht die hysterische Patientin sondern Angélique ihm die Briefe und Geschenke gemacht hat. Denn in einem ihrer Briefe fanden sich genau diese drei Worte. Zu Überprüfung dieser These probiert er den Schlüssel, den sie ihm geschickt hat, aus und findet im völlig verwahrlosten Nachbarhaus an der Wand ein lebensgroßes Selbstportrait.
Als sich Loic und Angélique später im Treppenflur seiner Praxis treffen, sagt er ihr, dass zwischen ihnen nichts war und nichts sein wird. Daraufhin stößt sie ihn mit einem Stein die Treppe hinunter, wird sofort danach verhaftet und in eine geschlossene Anstalt gebracht.
Während Angélique in der Nervenklinik ans Bett gebunden wird, muss Loic nach einem wochenlangen Koma erst wieder gehen lernen, bleibt jedoch sein ganzes Leben leicht gehbehindert. Angélique jedoch scheint geheilt. Bis ein Handwerker hinter ihrem Schrank ein riesiges Portrait von Loic findet – aus abertausenden Pillen hergestellt.
Ich glaube, ich habe noch nie eine derart lange Inhaltsangabe für eine Kinokritik geschrieben. Hier war dies aber wichtig, um zu verstehen, wie der Film mit den Gedanken des Zuschauers spielt, mit den Illusionen, die bestimmte Ausschnitte aus einem Zusammenhang entstehen lassen können.
Im ersten Teil des Filmes scheint zunächst alles ganz klar zu sein. Angélique und Loic haben ein Verhältnis, in dem sie anscheinend der aktivere Part ist. Nichts Ungewöhnliches in einem Kinofilm – besonders wenn einer der Partner verheiratet ist. Nach und nach wird die Geschichte jedoch immer ungewöhnlicher. In Person ihres Freundes David wird auch der Zuschauer darauf gestoßen, dass in dieser Liebesgeschichte etwas nicht stimmt. Zunächst wird der Eindruck erweckt, dass Loic mit den Gefühlen der Studentin spielt. Weiterhin mit seiner Frau zusammenbleibt, mit der er sogar ein Kind bekommt. Wütend macht David seinem Ärger in der Praxis Luft, Loics Reaktion versteht der Zuschauer als unangenehmes Zugeben der Affäre, die dem Arzt nichts weiter zu bedeuten scheint. Wenn es eine Einteilung in Gut und Böse gäbe, wäre der Arzt eindeutig auf der bösen Seite. Dies ändert sich jedoch mit dem zunehmenden Wahnsinn der Aktionen, die Angélique plant. Besonders das Versenden der Kiste (der Zuschauer weiß noch nicht, dass ein menschliches Herz darin ist), versetzt ihn in eine leichte Angst, was die Protagonistin denn jetzt planen könnte. Wie ernst ihre Gefühle sind, zeigt der Selbstmordversuch am Schluss.
Der zweite Teil sorgt für die Klärung der Geschichte. Immer wieder werden beim Zuschauer Aha-Effekte ausgelöst, neue Facetten der Handlung eingebracht, die plötzlich alles ganz anders aussehen lassen. Es wird deutlich, dass sich Angélique und Loic nie richtig getroffen haben. Zufallsbegegnungen auf der Party, beim Nachhausefahren, im Garten, sind alles. Auch ist die Ehe des Kardiologen nicht schon vor der Belästigung durch Angélique kaputt, sondern wird durch sie auf eine Bewährungsprobe gestellt. Neben diesen großen Erkenntnissen, die der Zuschauer durch den zweiten Teil gewinnt, stellen sich ihm auch sämtliche Aktionen von Angélique immer mehr als die Taten einer Liebeskranken dar. Es wird klar, dass nicht Loic der Schuldige an ihren Gefühlen ist, sondern er, wie sie selbst, ein Opfer davon.
Gekonnt wird hier mit den Mitteln des Geschichtenerzählens und der filmischen Umsetzung selbiger gespielt. Laetitia Colombani, eine in Deutschland eher weniger bekannte Regisseurin zeigt dem Zuschauer nur zu deutlich, wie einfach es ist, ihn in die Irre zu führen. Dabei verwendet sie viel Aufmerksamkeit auf kleine Details, die im ersten Filmteil oft gar nicht auffallen. Vielleicht muss man den Film auch mehrmals sehen, um all die Verknüpfungen zu sehen, die sich durch die unterschiedlichen Perspektiven der gleichen Geschehnisse ergeben. Auch wenn der Film als eine Art Liebesthriller umworben wurde, geht es hier nicht um die „schöne“ Liebe. Es geht um die Abgründe die sich auftun können, wenn diese Liebe krankhaft wird. Vor einigen Jahren prägten amerikanische Forscher den Begriff „stalking“ für das krankhafte, wahnartige Verfolgen anderer Menschen aus Liebe. Dieser Film zeigt nicht nur die psychologischen Aspekte dieser Krankheit, sondern auch die Auswirkungen auf das Leben der betroffenen Person. Der Stalker selbst ist nicht mehr Herr seiner Gefühle, findet sich in seinem Leben nicht mehr zurecht. So wie Angélique: Sie lässt das Haus, auf dass sie eigentlich aufpasse sollte, verwahrlosen, tut nichts mehr für die Uni, kommt zu spät zu ihrem Job im Café, versucht am Ende sogar, sich umzubringen. Ebenso schlimm stellt sich die Situation für Loic, das Opfer, dar. Die anonymen Briefe zerstören nicht nur seine Ehe fast, sondern wirbeln sein ganzes Leben, seine Arbeit, sein Handeln durcheinander. Durch die ständige Bedrohung, der er ausgesetzt ist, zerbricht er fast selbst. Das Würgen seiner Patientin ist Zeichen dafür, dass er selbst mit der Situation überfordert ist.
Ich habe schon viele Berichte über Stalking-Opfer gelesen. Es gibt Menschen, die tatsächlich an der ständigen Bedrohung durch andere zerbrechen, psychologische Betreuung brauchen. Im Gegensatz zu den Opfern, bei denen meist nur noch eine psychiatrische Behandlung in einer Nervenklinik hilft, kann viele aber auch schon das Wissen beruhigen, dass diese Person ihnen nichts anhaben kann. Einige der Stalker wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt, die meisten landen allerdings in Kliniken. Wie auch Angélique. Dass so ein Aufenthalt auch nicht immer hilft, zeigt der Film auf beängstigende Weise. Handwerker finden Loics Portrait hinter dem Schrank, denken sich jedoch nichts dabei und melden es nicht der Klinikleitung. Der Film endet ziemlich beklemmend, zeigt die Schwächen von Therapien auf. Aber was tun? Wie man so schön sagt, man kann den Menschen nicht in den Kopf gucken. Auch wenn es noch so gute Therapiemöglichkeiten gibt, Gedankenlesen ist uns leider nicht möglich. So wird es immer Menschen wie Angélique geben, die sich für einen anderen Menschen so aufgeben, dass sie die Verbindung zu Wirklichkeit völlig verlieren.
Audrey Tautou erinnert trotz der anderen Rolle auch hier an Amélie. Denn, auch wenn es erst nicht so scheint, es gibt eine große Gemeinsamkeit zwischen den beiden Figuren. Beide träumen sich ans Ziel. Amélie in einer romantischen Art und Weise, Angélique in einer übersteigerten Vorstellung von dieser Romantik. So kann Tautou das Amélie-Image mit diesem Film leider auch nicht ablegen. Die großen Kulleraugen, sogar ein ähnlicher Kleidungsstil erinnern zu sehr an ihren Durchbruchs-Film. Trotzdem sind auch hier ihre schauspielerischen Leistungen alles andere als durchschnittlich. Mit einer Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit spielt sie Szenen, die sie wohl selbst noch nie erlebt hat. Gerade dieses Selbstverständliche ist es, was besonders den ersten Teil des Films so glaubhaft macht und den Zuschauer perfekt in die Irre führt. Ob dieser Tatsache sei es ihr verziehen, dass sie weiterhin ein bisschen Amélie in diesen Film einbringt.
Samuel Le Bihan dürfte den meisten vorher nicht bekannt gewesen sein, da er bisher in weniger bekannten Filmen mitspielte. Sein Schauspiel ist nicht ganz so, wie man es von Tautou gewöhnt ist. Man nimmt ihm die Rolle des Bösewichtes zwar ab, allerdings etwas widerwillig. Seine Mimik und Gestik sind nicht das, was man von einem Ehebrecher erwarten würde. Trotzdem ist auch hier ein Lob angebracht. Besonders in Teil zwei zeigt der Franzose, wie zerstört sich ein Stalking-Opfer zuweilen fühlen kann. Trotzdem ist auch hier eine recht schnelle Genesung zu sehen, für die Le Bihan weniger verantwortlich sein wird, als das Drehbuch.
Authentisch wirken die Figuren des David und der Héloise. Die beiden französischen Jungschauspieler wirken impulsiv und echt. Personen, in die sich das Publikum hineinversetzen kann, da sie die Rolle der mahnenden Betrachter einnehmen.
Insgesamt also ein Film, der sich wohltuend von der Masse der „Wir-lieben-uns-und-sind-glücklich“-Filme abhebt. Der zeigt, dass es auch zu viel sein kann. Wenn man sich einmal klar macht, wie viele glückliche Paare es um einen herum so gibt, kann man nur froh sein, dass dies so ist. Denn wie dieser Film zeigt, muss große Liebe nicht immer auf großes Glück hinauslaufen. Im Falle von Angélique nämlich führt sie zu einem noch viel größeren Ungück, zerstört fast eine bestehende Liebe und das Leben eines Menschen, der zum Liebesobjekt wider Willen geworden ist. Ein Film, den man trotz der kleinen Schwächen gesehen haben sollte. Ganz besonders im Kontrast zu „Die fabelhafte Welt der Amélie“.
ein Testbericht von Tuvok2003-03-29 23:35:38vom 29.03.2003Empfehlung: ja
Wahnsinnig verliebt
104 Min. Hochspannung. Eine bekannte Schauspielerin. Ein Film nicht aus Hollywood, mit den üblichen Klischees. Ein Film der ähnlich ist wie „ Eine verhängnisvolle Affäre „ oder „ Die Geschichte der Adele H. „
Das ganze erinnert mich auch an eine Killing Version von „ Magnolia „ meets „ Krank vor Liebe„.
Die Geschichte ist doch so einfach. ANGÉLIQUE ( Audrey Tatou ) ist verliebt. In den Kardiologen LOIC, der in der Nähe wohnt. Es ist so was wie Liebe auf den Ersten Blick. Es ist mehr als das. Sie kauft
für ihn eine Rose ein, der Zeitpunkt an dem die ganze Geschichte beginnt. Leider hat sie eines nicht bedacht, das da noch eine andere Frau im Spiel ist. RACHEL. Blond, nett, gut aussehend. ANGÉLIQUE ist selber ein wunderschönes Mädchen, aber sie hält sich nicht für Bildhübsch. Sie erinnert sich wie sie LOIC getroffen hat, die erste Begegnung, es war auf einer Toilette, dann kamen die ganzen Glückwünsche. Und schon fing die es an kompliziert zu werden. LOIC fängt an sie zu versetzen, wie sie Ihrer Freundin HELOISE erzählt. Sie will mit ihm nach Florenz fahren von Bordeaux aus direkt fliegen, und er versetzt sie, sie ist den ganzen Tag am Flughafen gewesen sie hasst ihn, daweil hat LOIC Ihr versprochen sich von dieser Frau zu trennen, wie Ihre beste Freundin erfährt und auch Ihr bester Freund DAVID hält von dem ganzen nichts, schließlich geht es um einen angesehenen reichen Arzt. Er ist jedoch in ANGÈLIQUE verliebt, und das ist ein wahres Problem. Doch er kann mit seinen Gefühlen haus halten. Doch ANGÉLIQUE lässt sich nichts vormachen sie bleibt ganz auf der Linie von LOIC. Bis sie ihn eines Tages, küssend mit dieser RACHEL sieht. Ihrer Freundin erzählt sie das alles, sonst nichts. Das er sie hat fallen lassen. ANGÉLIQUE ist so ein richtiges Mauerblümchen sie ist verdammt nett hat einen ehrlichen guten Charakter, wie alle in Ihrer Umgebung sagen, und sie hat einen überaus treuherzigen Blick. Eine Traumfrau eigentlich. Warum da LOIC nicht zugreift ? Und als RACHEL die Anwältin ist, LOIC auch noch verteidigen will, der angeblich einer Frau an den Busen gegrapscht hat, sieht sie dieses Schwein, wie sie sich küssen, und begeht einen Selbstmordversuch.
2 Monate früher. Ein Kardiologe ist nur dann gut, wenn die Patienten ihn weiterempfehlen, und er hat nur dann eine glückliche Beziehung wenn er mit der Frau mit der er zusammen ist, in Wahrheit lebt und beide offen sind. Doch er ist es nicht. Eines Tages bekommt er eine Blume, eine Rose, und es werden immer mehr. Ein unbekannter Patient hat ihm ein Bild geschenkt, von ihm, RACHEL will es mit zu ihm nach Hause nehmen. Und dann kommen täglich Briefe, Geschenke, Anbetungswünsche, Liebesschwüre. Selbst seine Windschutzscheibe ist nicht sicher vor dieser Person. Er fühlt sich anfangs geehrt, doch als RACHEL dahinter kommt, ist er es nicht, und er befürchtet das schlimmste. Angeblich ist sie auch noch schwanger. Was spielt diese Frau alles nur mit ihm ? Wird er Vater ? Wer ist der Mensch der ihn mit Liebe so überhäuft ? Keiner weiß es, die Polizei sogar war da, wegen eines Einbruches in seiner Wohnung, kann keine Spuren finden. Welcher Patient quält ihn da so ?
Hitchcock war immer Meister des Perfiden „ Ich lass dich nicht hinter die Kulissen schauen „ Filmes.
Im Gegensatz zu Hitchcock gibt es auch hier im Lande Frankreich einen Regisseur der es verseht seine Zuseher mit Doppeldeutigkeiten so richtig zu packen, bis sie gar nicht mehr wissen ob sie Männchen oder Weibchen sind. Während sich die Hälfte der männlichen Zuseher in Audrey verliebt hat, und Ihr im Dunklen Liebesbriefe schreibt, ist die weibliche andere Hälfte, die zu Hause geblieben ist, leider kann man nur sagen damit beschäftigt, die Liebesbriefe zu verbrennen, und die andere Hälfte die im Kino ist, sich vor Spannungsblitzbögen die Zehennägel der mitgebrachten Freunde abzukauen bis auf Stumpf und Stängel.
Mann glaubt gar nicht das ein einfacher Film, nicht so wie ein Amerikanischer Hollywoodverseuchter Mord und Totschlag , ich zeige alles was grauslich ist Film, mit so wenigen Mitteln auskommt, und jedem Ami Film Paroli bietet, mit so wenigen Mitteln. Wir haben es hier mit einem sehr reißerischen Drehbuch zu tun, das seinesgleichen sucht, und einem Film der nicht nur Spannung reinbringt, sondern auch einen neuen Wind in den Schauspielerhimmel, und der die liebliche gutaussehende, glubschäugige Mauerblümchenzuckerschnute wohl in ungeahnte $ Höhen raufschnalzen lässt. Von der kann sich so manche Hollywoodmaid was abschauen. Der Film ist herrlich für Laue Sommernächte geeignet, in der man sonst irgendwo an einem Fluss sitzt und seiner Alten an die Wäsche geht, und sich dann doch entscheidet sich einen sehr spannenden, souveränen Film anzusehen mit guten Darstellern die allesamt noch dazu sehr hübsch aussehen.
Lange Rede, kurzer Sinn, der Film ist ungemein spannend, er hat einige wenige Parallelen zu andere berühmten Vorgängern, er ist etwas anders gestrickt, es spielt eine sehr gute Schauspielerin mit, die wirklich Ihr Fach gut erlernt hat, und man kann ihn getrost jedem empfehlen zwischen 4 und 100.
ein Testbericht von T-Shirt2002-10-08 13:46:59vom 08.10.2002Empfehlung: ja
Audrey Tautou ist so, wie man sie aus der „wunderbaren Welt der Amélie“ kennt: Mit ihren riesigen, braunen Knopfaugen und einem Lächeln, das die ganze Antarktis zum Schmelzen bringen könnte, wirkt sie, als wolle sie die ganze Welt umarmen. Kein Wunder, denn Amélie, die diesmal Angélique heißt, ist wieder einmal verliebt.
Ziel von Angéliques Begierde ist der renommierte Arzt Loic (Samuel Le Bihan) – der ist zwar verheiratet, wolle seine Frau aber verlassen, lässt Angélique ihren Freundeskreis wissen. So wirkt es auch durchaus plauisbel, als sie sich auf einer Party verwundert
fragen lassen muss, warum sie und Loic getrennte Wege gehen, und sie glaubhaft erklärt, man müsse vorsichtig sein – schließlich würden alle Gäste Loics Ehefrau kennen, die zu diesem Zeitpunkt hochschwanger zu Hause sitzt.
Dass Angélique ihrem Lieblings-Arzt Blumen schickt oder ihm ein selbstgemaltes Bild in seiner Praxis hinterlässt, wirkt für ein frisch verliebtes Pärchen ebenfalls völlig normal. Doch trotzdem kommt dem Zuschauer – obwohl es sich um eine französische Produktion handelt – bald einiges ziemlich spanisch vor. So ist es doch ziemlich merkwürdig, dass man die beiden nie gemeinsam in einer intimen oder zumindest vertrauten Situation sieht. Fragen werfen auch eine ohne plausible Erklärung geplatzte Florenz-Reise, ein beschädigter Motorroller und eine überraschende Fehlgeburt auf.
Doch plötzlich wird der Film zurückgespult, und die Geschichte wird noch einmal von vorne erzählt – diesmal allerdings nicht, wie bisher, aus der Sicht von Angélique, sondern aus Loics Perspektive. Nach und nach wird immer klarer, dass beim deutschen Filmtitel „Wahnsinnig verliebt“ die Betonung vor allem auf dem Wörtchen „wahnsinnig“ liegt ...
Der Debütfilm von Laetitia Colombanis führt den Zuschauer geschickt in die Irre. Zwar drängt sich schon früh die Vermutung auf, dass Angélique sich in einer irrealen Traumwelt verirrt hat, aber immer wieder wird man im ersten Teil des Films, als wir die Story mit Angéliques Augen erleben, mit Szenen konfrontiert, die derartige Theorien ins Wanken bringen. So entsteht ein faszinierendes Puzzle, das sich nur langsam Stück für Stück zusammenfügt.
Darüber hinaus kommen auch die Fans von Audrey Tautou voll auf ihre Kosten. Wer nach „Amélie“ von Frankreichs neuem Kino-Star noch nicht genug hat, kann sich hier nicht nur erneut von ihr verzaubern lassen – man kann auch beobachten, wie sie absolut glaubwürdig die Wandlung von einem engelsgleichen Wesen zu einer Femme Fatale vollzieht, die in ihrem Wahn sogar bereit ist, über Leichen zu gehen.
Dabei spielt sie auch mühelos ihren Partner Samuel Le Bihan an die Wand. In seiner Rolle als Arzt, dessen Welt zusammenbricht, ohne dass er den Grund dafür kennt, bleibt er leider etwas blass. Umso sympathischer besetzt sind hingegen die Nebenrollen – sei es der in Angélique verliebte Medizinstudent, deren beste Freundin oder Loics Ehefrau, die zunehmend an ihrem Gatten zweifelt und an der Situation langsam zu zerbrechen droht.
Dadurch, dass sich die zahlreichen Rätsel erst peu à peu auflösen, bleibt der Film zudem bis zum Ende spannend. Dieser subtil erzählte Psycho-Thriller kommt ohne dramatischen Showdown aus und wird trotzdem niemals langweilig. Sicherlich hat man rätselhafte Filmpuzzle bei „Memento“ oder „Mulholland Drive“ schon komplexer und kunstvoller verwoben gesehen (wobei „Mulholland Drive“ für meinen Geschmack zu kompliziert verwoben war), aber das beeinträchtigt den Filmgenuss in keinster Weise. Den Zauber von Amélies „wunderbarer Welt“ versprüht „Wahnsinnig verliebt“ zwar nicht, aber spannende und faszinierende Kinounterhaltung ist trotzdem garantiert.
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ein Testbericht von wildheart2002-09-10 23:04:15vom 10.09.2002Empfehlung: nein
Sehr zwiespältig hat die Kritik den neuen Film mit Audrey Tautou aufgenommen. Während die „Frankfurter Rundschau“ schreibt: „Deutlich ist der Einfluss amerikanischer Thriller zu spüren. Filme wie ‘Eine verhängnisvolle Affäre’ haben in der Vergangenheit ja bereits das Bild von der schönen Frau entworfen, die nach erotischen Höhenflügen zum Monster werden kann. Hier geschieht das mit einem ironischen Augenzwinkern. Colombanis Film ist vor allem ein gelungenes Verwirrspiel“, kritisiert die „Süddeutsche Zeitung“: „Im Grunde aber erzählt Laetitia Colombani kühl aus dem Labor der Gefühle, in dem sich Liebe und Wahn, verzerrte Wahrnehmung
und realitätsfernes Wunschdenken zu einem klinischen Lehrbuchfall fügen – das macht schließlich auch die Schwäche des Films aus. Je mehr der Thriller seinem fatalen Ende entgegen steuert, desto weniger scheint der Zuschauer bereit, sich auf falsche Fährten locken zu lassen. Besonders Tautou leidet darunter, die hier konsequent gegen ihr Amélie- Image arbeitet, sie wird allmählich zu einer Person, deren Gefühlswelt nicht mehr zur Identifikation einlädt. Irgendwann lässt einen ihre doch so existentielle Liebe kalt.“
Oh, Amélie!
Inhalt
Die Kunststudentin Angélique (Audrey Tautou) ist verliebt. Zweifellos. Die junge, sympathische Frau hat sich den erfolgreichen Kardiologen Loïc (Samuel Le Bihan) als Geliebten auserwählt, schickt ihm eine Rose, ein Gemälde mit ihm, das sie selbst gemalt hat, Briefe und andere Liebesbeweise mehr in seine gut gehende Praxis. Ein Problem gibt es allerdings: Loïc ist verheiratet und seine Frau Rachel (Isabelle Carré) schwanger. Doch Angélique hofft und hofft und hofft auf die Liebe Loïcs, auf eine gemeinsame Reise nach Florenz und auf eine letztendlich erfolgende Trennung von seiner Frau. Als Loïcs Frau eine Fehlgeburt hat, ist Angélique nicht berührt, sondern hofft noch mehr.
Als Loïc von einer Patientin, die ihn fast jede Woche aufsucht, beschuldigt wird, sie tätlich angegriffen zu haben, und daraufhin von der Polizei festgenommen wird, ist Angélique zu allem entschlossen, um Loïc zu helfen ...
Der zweite Teil des Films erzählt die Geschichte aus der Perspektive des Kardiologen. Mehr will ich hier nicht verraten.
Inszenierung
Audrey Tautou ist noch immer Amélie. Eingetaucht in ein Meer von Rosen zu Anfang des Films, ein strahlendes, glückliches Gesicht, eine junge Frau, die lebenslustig, verliebt, entschlossen, für ihre Liebe zu kämpfen, durch ihr Leben geht – das ist Amélie. Dass Audrey Tautou es nach dem Welterfolg als Amélie schwer haben würde, nicht allzu sehr auf diese Rolle fixiert zu werden, war eindeutig. In solchen Fällen hilft meist nur: eine völlig andere Rolle. Und ich gehe jedenfalls davon aus, dass die Tautou zu etwas anderem durchaus in der Lage ist. Laetitia Colombani geht einen anderen Weg, der auch denkbar, allerdings riskant ist: Aus Amélie soll – sozusagen schleichend – Angélique werden, aus Liebe Wahn, aus gesundem Selbstvertrauen zwanghafte Erotomanie.
Sie versucht noch etwas anderes: Sie erzählt die Geschichte aus der Perspektive von Angélique in ihrem Liebeswahn, ihrer Einbildung, die für sie eine reale Welt geworden ist, und im zweiten Teil des Films aus der Sicht Loïcs, der überhaupt keine Affäre mit der jungen Frau hat, völlig ratlos und ahnungslos Opfer einer Intrige zu sein scheint. Auch dieser Ansatz ist gut gewählt, denn er könnte demonstrieren, wie unterschiedlich „Welt“ wahrgenommen werden kann.
Allein, die Inszenierung der Geschichte – so sehr Laetitia Colombani auch dem Suspense Hitchcocks und der Grenzwelt von „Normalität“ und „Wahn“ etwa im Sinne Roman Polanskis verpflichtet sein mag – ist wenig überzeugend. Allzu gewollt und manchmal schon aufdringlich spielt die Regisseurin mit Symbolik, etwa durch Überbetonung roter, kräftiger, lebensfroher Farben im ersten Teil, beherrschendes Blau im zweiten. In diese den Film überfrachtende Symbolik gehört auch die ständig wiederkehrende Herzkurve, die einen Wechsel oder Bruch in der Geschichte überdeutlich demonstriert, damit es auch der letzte Zuschauer im Kinosaal kapiert.
Die Geschichte selbst stilisiert Audrey Tautou zur lehrbuchmäßigen Erotomanin, so dass eine wirkliche Nähe zu der Figur der Angélique kaum entstehen kann. Eher Enttäuschung. Denn anfangs ist da ja noch Amélie und damit Sympathie und Erinnerung an einen anderen Film. Der Bruch ist dramaturgisch wenig überzeugend. Man hat das Gefühl, plötzlich, unvermittelt jemand anderen vor sich zu haben. Die Figur der Angélique wird eben nicht „entwickelt“, sondern im schlechtesten Sinne konstruiert. Es wird kühl im Kino, Identifizierung war mir jedenfalls mit Tautous Angélique nicht möglich.
Der Perspektivwechsel – also die Geschichte aus der Sicht Loïcs – hat einige überraschende Momente, die allerdings kaum dem Anspruch Colombanis gerecht werden. Die Perspektive Loïcs erscheint eher als realitätsgerechte Korrektur von Vorgängen, die in Angéliques Leben wahnhaft interpretiert wurden. Auch mit der Figur des Loïc selbst hat man nur kurze Zeit ein gewisses Mitgefühl. Letztlich spielt Samuel Le Bihan den Loïc eher als Kriminalkommissar seines eigenen Falls. Auch hier wenig an Identifikationsmöglichkeiten. Es wird immer durchsichtiger in „À la folie ... pas de tout“.
Völlig verloren „zwischen“ Loïc und Angélique steht die wohl als „vermittelnde Instanz“ gedachte Figur des David (Clement Sibony), eines jungen Studenten, der in Angélique verliebt ist und fast alles tun würde, um sie Loïc zu entreißen. Auch diese Figur entstammt einem allzu bemühten Drehbuch, bei dem alles „stimmig“ gemacht werden sollte, ebenso Angéliques Freundin Héloïse (Sophie Guillemin), die Angélique ihrer Wahnvorstellung opfert. Danach verschwindet Héloïse spurlos von der Bildfläche, obwohl sie z.B. weiß, was Angélique mit einer Patientin Loïcs getan hat.
Fazit
Dem Betrachter lässt der Film keine Chance des „eigenen Kopfes“. Er führt uns nicht auf falsche Fährten, weil die Fährten, die er legt, allzu durchsichtig sind. Daran ändern die wenigen überraschenden Momente kaum etwas, die – wie gesagt – eher Korrektivfunktion haben, als Ausdruck unterschiedlicher Perspektiven der Wahrnehmung zu sein. Das alles hat wenig mit Suspense und Psychologie und viel zu viel mit formaler Konstruktion zu tun.
Audrey Tautou ist ihr Amélie-Image (leider) mit diesem Film auf eine unrühmliche, ernüchternde Weise los geworden. Der „Süddeutschen Zeitung“ war zu entnehmen, Amos Kollek plane mit ihr einen Film unter dem Titel „Nowhere to Go But Up“.
Wahnsinnig verliebt
(À la folie ... pas de tout)
Frankreich 2002, 100 Minuten
Regie: Laetitia Colombani
Drehbuch: Laetitia Colombani, Caroline Thivel
Musik: Jerome Coullet
Kamera: Pierre Aim
Schnitt: Veronique Parnet
Spezialeffekte: –
Hauptdarsteller: Audrey Tautou (Angélique), Samuel Le Bihan (Loïc), Isabelle Carré (Rachel), Clément Sibony (David), Sophie Guillemin (Héloïse), Eric Savin (Julien), Michèle Garay (Claire Belmont), Elodie Navarre (Anita), Catherine Cyler (Jeanne), Mathilde Blache (Léa), Charles Chevalier (Arthur)
Offizielle Homepage: http://www.wahnsinnig-verliebt.de/
Internet Movie Database: http://us.imdb.com/Title?0291579
ein Testbericht von andy772002-09-10 08:44:30vom 10.09.2002Empfehlung: ja
Inhalt:
Für sie ist es die große Liebe: Angélique liebt Loïc, den smarten Herzchirurgen. Da dieser aber unglücklicherweise mit einer Anderen verheiratet ist und zu allem Überfluss auch noch Vater wird, werden die Gefühle der jungen hübschen Kunststudentin auf eine harte Probe gestellt. Heimliche Treffen, einsame Nächte und tagelanges Warten sind offenbar alles, worauf Angélique hoffen darf so hat es den Anschein. Doch dann wendet sich das Blatt. Nach einer Fehlgeburt verlässt Loïcs Frau Mann und Haus, nichts steht der Verwirklichung von Angéliques Träumen nun mehr im Wege. Aber warum
läuft in Loïcs bisher so wohlgeordnetem Leben plötzlich alles schief? Eine Patientin, die ihm erfolglos Avancen macht, verklagt ihn des tätlichen Angriffs. Mysteriöse Anrufe, anonyme Briefe und makabre Päckchen versetzen den Arzt in Angst und Schrecken. Und dann gibt es eine Tote: die liebestolle Patientin wird erschlagen aufgefunden ...
Aus der anfänglichen Liebesgeschichte wird, ohne dass man es sich versieht, ein Thriller, der es in sich hat. Nichts ist, wie es zu sein scheint. Warum wird der sonst eher ruhige Kommilitone David auf einmal so aggressiv? Wieso ist Angéliques beste Freundin Héloïse plötzlich deren erbitterte Feindin? Ist Loïc ein zu Recht beschuldigter Mörder? Und warum ist ausgerechnet Angélique die Einzige, die ihm helfen könnte? Nur eine Person weiß wirklich, was vor sich geht in diesem spannenden Film, der mit außerordentlich subtiler Suspense bis zur letzten Minute fesselt. Und die führt nicht nur die anderen, sondern auch den Zuschauer, dem im Vorfeld natürlich nicht zuviel verraten werden sollte, bis zum Schluss mit Bravour an der Nase herum. „Er liebt mich, er liebt mich nicht ...“ – dieses Spiel um die Liebe ist bei diesem außergewöhnlichen Film Programm. Audrey Tautou zeigt sich nach der „fabelhaften Amélie“ diesmal von einer ganz anderen Seite.
Kritik:
Es gibt zwei Gründe weshalb dieser Film ein wenig mehr Aufmerksamkeit erfordert. Zum einen ist es der erste Film von Audrey Tautou nach "Die fabelhafte Welt der Amelie", zum anderen handelt es sich bei "Wahnsinnig verliebt" um ein Regiedebut der erst 25 jährigen Laetitia Colombani. Natürlich hilft der weltweite Hype um die neue Marianne der Franzosen und Colombani weiss dies auch gut für ihre Geschichte zu nutzen. Und genau diese, auf den ersten Blick gewöhnlichen Geschichte einer Liebeskranken Frau ist Zentrum und Gefahr zugleich. Der Film lebt vom Überraschungsmoment und einer zweigeteilten Perspektive, die es der Regisseurin erlaubt mit den Zuschauern und ihrer Wahrnehmung zu spielen. Wenn man unbelastet in diesen Film geht wird man getäuscht und das verärgert ungemein. Man glaubt eine Stunde lang jemanden zu kennen und muss doch feststellen, wie leicht die Macht der Bilder einen in die Irre führen kann. Nach dem ersten Schock erholt man sich schnell und schaut sich fasziniert den weiteren Verlauf der Geschichte an. Immer mit dem Hintergedanken, das passiert mir kein zweites Mal.
Wenn man jedoch diese plötzliche Wendung erahnt oder schon gehört hat, bleibt nicht viel von dieser Faszination über. Natürlich bezaubert Audrey Tautou im ersten Teil wieder jeden und man möchte ihr kaum böse Absichten unterstellen, doch leider ist dieser Psychothriller sehr konventionell inszeniert worden. Neben der Überrraschung der zwei Seiten ein und derselben Geschichte bietet der Film nicht viel mehr. Colombani setzt bewusst auf diese Wendung und kostet sie bis zum Letzten aus. Das ist sehr schade, denn die Bedingungen für einen aussergewöhnlichen Film waren vorhanden. Man möchte ihr dabei keine Vorwürfe machen, denn es handelt sich schliesslich um ihr Erlingswerk, doch gleichzeitig wünscht man sich ein wenig mehr Mut zu Überraschungen. Eine labyrinthartig durchkalkulierte Story, wie diese, kann sich leicht in sich selbst verloren gehen. "Wahnsinnig verliebt" wird sicher viele Zuschauer finden, was im grossen und ganzen an der bezaubernden Hauptdarstellerin liegt. Sie spielt hier mit ihrem Image der Amelie und wird dies hoffentlich irgendwann einmal ablegen können. Sie ist eine dieser jungen Schauspielerinnen, denen man eine grosse Karriere wünscht, um sie viel öfter auf der Leinwand beobachten zu können.
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Produktbeschreibung Wahnsinnig verliebt (VHS)
Technische Daten und ProdukteigenschaftenDa der angebetete, aber dummerweise verheiratete Loïc nichts von ihr wissen will, sieht sich die junge Angélique gezwungen, andere Saiten aufzuziehen. Psychologischer Thriller, in dem "Amélie"-Darstellerin Audrey Tautou ihre dunkle Seite ausleben darf.
Allgemeine Informationen Wahnsinnig verliebt
EAN: 3259190730823
gelistet seit: 12.10.2004Bewertung durch unsere Mitglieder
Produktbewertung:
Film / Kino-Daten
Darsteller: Audrey Tautou , Samuel Le Bihan , Isabelle Carré
Genre: Drama/Thriller
Kategorie: Spielfilm
Land / Jahr: Frankreich 2002
Originaltitel: À la folie ... pas du tout
Altersfreigabe (FSK): 12
Regie: Laetitia Colombani Video / DVD-Daten
Anbieter (Label): Universal Pictures (Prokino)
Bildverhältnis: Vollbild (4:3)
Auslieferung: 03.04.2003
EAN-Code: 3259190730823
Sprache: Deutsch
System: VHS Videofilm
Ton-System: Dolby Surround
Vertrieb: Universal Pictures