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Platz 109 in der Kategorie "Webseiten - A". Typ: Information / Namibische Tierschutzorganisation zur Rettungvon Großkatzen ...mehr
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africatuk.org Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

LeaofRafiki

Wo Rafiki lebt

ein Testbericht von 2003-02-09 00:40:02 vom 09.02.2003
Empfehlung: ja
Einige wissen ja, daß ich seit nunmehr über drei Jahren eine elfte Katze, nun ja, nicht direkt mein eigen nenne, aber immerhin bepate - und jedes Jahr auf‘s neue erfolgreich versuche, Menschen zu finden, die sich an dieser Patenschaft beteiligen.
Rafiki, das ist Suaheli, und bedeutet „Freund", lebt in Namibia auf dem Gelände der Okonjima-Farm in Otjiwarongo, das von der AfriCat Foundation unterhalten wird.

Genau um diese Organisation geht es jetzt und so möchte ich sie und deren Homepage vorstellen.
Vorab, es gibt deren zweie. Da ist die Ursprungshomepage www.africat.org, die auf einem namibischen Server liegt, und wie auf dem schwarzen Kontinent üblich, ab und an nicht zu erreichen ist. (Dies merkte auch das Ciao-Team bei der Bearbeitung meines 1. Produktvorschlags, so daß dieser nicht angenommen wurde). Mittlerweile aber gibt es auch einen britischen Ableger, www.africatuk.org, der sogar einen hervorragend durch einen Praktikanten übersetzten deutschsprachigen Teil hat.

Alle drei Seiten sind gleich aufgebaut, wobei die Ursprungsseite natürlich den größten Umfang hat. Im folgenden beziehe ich mich hauptsächlich auf den deutschsprachigen Teil, werde aber auch Informationen aus dem englischen bzw. aus den mails mit AfriCat einfließen lassen.

AUFBAU
Auf der linken Seite befinden sich die Buttons zu den einzelnen Unterseiten:
Einführung
Fleischfresser
Rettung und Rehabilitation
Tierärztliche Behandlung
Bildung
sowie der Link zur britischen Mutterseite (bzw. dort dann zur namibischen)
und am Ende der sprintende Gepard, wie ihn manche auch aus meinem Profil kennen...

Die Farbgestaltung ist sehr schön und schlicht in erdfarben gehalten, die Navigation kinderleicht, die meisten Seiten sind ausführlich bebildert mit Photos und/oder Landkarten, die Texte stehen gut lesbar auf einem pastelligen Gepardenportrait als Hintergrundbild.


EINFÜHRUNG:
Die AfriCat Foundation wurde 1992 von Lise Hanssen und ihrem Mann Wayne als Tierschutzorganisation gegründet. (Der britische Ableger formierte sich 1996 und wird voraussichtlich dieses Jahr als gemeinnützig anerkannt werden.)
Die Hanssens haben ihre landwirtschaftliche Farm aufgegeben und betreiben nun die Okonjima-Farm als Refugium für verletzte oder gerettete Großkatzen. Ein Grundgedanke ihrer Arbeit ist, daß sie ein Zusammenleben von Großkatzen UND Menschen, also vornehmlich Farmern ermöglichen wollen. Dadurch ergeben sich folgende Aufgabengebiete:
Die Erforschung der freilebenden Populationen
Schulung und Ausbildung von Namibiern
Umweltbewußtsein und Unterricht
Tierschutz-Promotion bei Personen, die Raubkatzen in Gefangenschaft haltenHilfe bei Auswilderungsprojekten
Bereitstellung von Zufluchtsorten für verwaiste Jungtiere

Im Einzelnen haben sie z.B. in den vergangenen Jahren die umliegenden Farmer dazu gebracht, wildernde Großkatzen nicht mehr abzuschießen oder in den aufgestellten Fallen zugrunde gehen zu lassen, sondern rufen nun an, daß Lise sie abholen kann. Dann werden sie aufgepäppelt und entweder wieder ausgewildert, an andere Naturschutzgebiete vermittelt oder wenn das nicht möglich ist, bleiben sie bis an ihr Lebensende in Okonjima.
Sie halten Schulungen ab für Farmer, wie sie ihr Vieh auf ihrem Land z.B. per Elektrozaun vor Großkatzen bewahren können (Waynes Idee), es werden Forschungen dazu durchgeführt, wie ältere Geparden quasi "Lehrer" für verwaiste Gepardenkinder werden können (Gepardenkinder müssen das Jagen in den ersten zwei Lebensjahren von der Mutter lernen, sonst verhungern sie), es gibt Schulungen und Informationsveranstaltungen für Schulklassen, Lehrer und wichtige Personen aus dem Umweltschutz.
Sie haben eine Verschärfung der Tierschutzgesetze Namibias erreicht, so daß den als Touristenattraktion auf sogenannten „game farms" gehaltenen Großkatzen nun bessere Lebensbedingungen gewährt werden müssen, die auch von Regierungsseite kontrolliert werden.
Auf der Okonjima Farm selbst, deren Gelände in 500 ha umzäunter Gehege zur Zeit über 70 Geparde, 6 Löwen, 5 Leoparde und 4 Karakals beherbergt, befindet sich auch ein ewigenes Schulungszentrum und einee eigene Veterinärstation, die pro Jahr zwischen 40 und 100 Tiere behandelt und Lise forschte dort über Futterzusätze für Geparden.
Außerhalb der Okonjima Farm gibt es zwei Basisstationen, die in Zusammenarbeit mit dem namibischen Ministerium für Umwelt und Tourismus betrieben werden.

Die AfriCat Foundation ist als Non-Profit-Organisation und gemeinnützig registriert und anerkannt, und wird von einem 6-köpfigen Kuratorium geleitet, dem folgende Personen angehören:
Dr. Axel Hartmann - Tierarzt und Partner der Otjiwarongo Veterinary Clinic
Carla Conradie - Geschäftsführerin der Africat Foundation
Lise Hanssen - Gründerin und Vorstand der Africat Foundation
Wayne Hanssen - Inhaber der Okonjima Guest Lodge
Dr. Mark Jago - Tierarzt und Partner der Otjiwarongo Veterinary Clinic
Dr. Flip Stander - Raubtierbeauftragter des Ministeriums für Umweltschutz und Tourismus

Das ganze Projekt finanziert sich nur durch Spenden und Patenschaften sowie durch sanften Tourismus. Über diverse Internetkontakte hab ich auch schon gehört, besser gelesen, daß es auch für Tierärzte möglich ist, dort einen Arbeitsurlaub zu verbringen ;-) Aber auch andere nette Menschen können dort ihren Urlaub verbringen, wenn sie, vorher abgesprochen, Medikamente und ärztl. Hilfsmittel wie Spritzen, Kanülen, Verbandszeug etc. pp oder gar Futter mitbringen, freuen sich auch die dortigen Tiere und MitarbeiterInnen.


Der Punkt FLEISCHFRESSER
umfaßt die drei Tierarten Gepard, Leopard und Karakal und beinhaltet jeweils ein bebildertes Portrait der jeweiligen Gattung mit Informationen zu ihr. Ich werde diesen Punkt nicht weiter ausführen, sonst bleibt ja nichts mehr zum Angucken...


RETTUNG und REHABILITATION
Hier wird ausführlich beschrieben, warum und wieso Großkatzen auf der Okonjima Farm landen: sei es, daß sie verletzt aufgefunden wurden und erstmal rehabilitiert werden müssen, oder daß sie konfisziert wurden. Alle Tiere werden erstmal tierärztlich untersucht und ggf. behandelt, bis sie wieder freigelassenwerden können. Aber nicht alle Tiere haben dieses Glück. Manche, wie z.B. „meine" Rafiki, die als geschwächtes Jungtier nach Okonjima kam, wird aufgrund der Spätschäden durch einen Unfall und mangelhafter Aufzucht nie richtig jagen und sprinten können, andere, die zuvor als „Haustiere" gehalten wurden, sind zu zahm, als daß sie je wieder „richtige" Raub-Katzen werden könnten.
Zur Rehabilitation gehört auch ein von Tusk Trust unterstütztes 4000 ha großes Areal, das als „Übungs- und Trainingslager" für junge Geparden gilt, das Jagen und Beute schlagen auch ohne Mutter als Lehrerin zu lernen, womit AfriCat sich an diesbezüglichen Forschungen beteiligt.

Ein echter Hingucker allerdings sind die folgenden, bebilderten Geschichten von dort lebenden Großkatzen. Wie z.B. die der „Addams Family", vier per Kaiserschnitt aus dem Bauch einer abgeschossenen trächtigen Gepardin, die dank Carla Conradies 24-Stunden-Dienst tatsächlich überlebt haben und nun als 6-Monate-alte Rabauken für frischen Wind sorgen.
Aber auch die anderen Geschichten über die Zwillinge, von denen einer ein Bein verlor, oder die schiefpfotige Paws sind lesenswert und treiben mir die Tränen in die Augen!


TIERÄRZTLICHE BEHANDLUNG
Wie jedersich denken kann, besteht ein Großteil der Arbeit mit den Großkatzen aus dem Umgang mit verletzten Tieren. Leichtere Verletzungen und Gesundheitsprobleme können im Veterinärzentrum von AfriCat behandelt werden, bei schwerwiegenderen Problemen wird das betreffende Tier zur Tierklinik in Otjiwarongo transportiert.
Aber auch alle AfriCat lebenden Tiere werden jährlich im Februar/März einer gründlichen Gesundheitsüberprüfung unterzogen, für die die Katzen natürlich narkotisiert werden müssen. Diese beinhaltet: Die Verabreichung von Verhütungsmitteln, Entnahme von Blutproben für diverse Tests, eine Augenuntersuchung, Impfungen gegen Leukose, Tollwut, Katzenschnupfen und Chlamydien. Darüber hinaus werden die allen Tieren implantierten Mikrochip-Peilsender überprüft, die Weibchen auf Trächtigkeit mittels Ultraschall untersucht und Vaginalabstriche abgenommen (bei Männchen werden Spermaproben entnommen) und zu guter letzt müssen alle ein Desinfektionsbad gegen externe Parasiten über sich ergehen lassen. Natürlich werden auch alle Tiere gewogen und gemessen sowie die über sie bestehenden Aufzeichnungen aktualisiert.


BILDUNG
wird bei AfriCats groß geschrieben! und fußt auf drei Schwerpunkten: dem Center für Umwelterziehung, dem Schulbesuchs-Programm und einem „Carnivore Times"-Newsletter für Jugendliche.
Weil ich diesen Punkt für außerordentlich wichtig hakte, zitiere ich mal im Original:

„AfriCat vertritt die Auffassung, daß es für Kinder wichtig ist, etwas über Artenerhaltung und Umwelt zu lernen, solange sie jung und wissbegierig sind und sich noch keine starre Meinung über große Landraubtiere gebildet haben. Die heutigen Kinder werden die Farmer der Zukunft sein, somit bringt die Vermittlung von Wissen über eine mögliche Koexistenz zwischen Farmern und Raubtieren einen großen Unterschied für die Zukunft mit sich.
AfriCats Center für Umwelterziehung und das Schulbesuchs-Programm haben sich als sehr populär erwiesen; gegen Ende 2001 wurde eine Zahl von 20.000 Schülern erreicht. Das Center für Umwelterziehung war so populär, daß die Schulen teilweise mehrere Monate im Voraus buchen mußten."
Diese Besuche dauern jeweils 1 – 3 Tage und sind, abgesehen von den Lebensmitteln und der An- und Abreise für die Schüler kostenfrei. Weitere Kosten würden ärmeren Schulen bzw. Kinder davon abhalten, zu kommen. AfriCats Anliegen jedoch ist es, möglichst allen Schülern und Schulen die Möglichkeit zu bieten, an den Bildungsangeboten teilzuhaben.
Aber dennoch gibt es auch so arme Schulen/Schüler, daß diese nicht ins Schulungscenter kommen können - dann kommt halt AfriCat zu ihnen. „Dazu werden Lehrer zu den Schulen geschickt, um die Kinder dort zu unterrichten. Das Programm umfaßt viele der Aktivitäten, die auch im Center für Umwelterziehung durchgeführt werden, allerdings bekommen die Kinder nicht die Möglichkeit, die Geparden und Leoparden bei AfriCat zu sehen."

Natürlich kostet so etwas auch viel Geld - und bringt mich - mal wieder auf eine Idee...
Heißt es doch auf der Website: Durch eine Spende können sie AfriCat helfen, mit den Bildungsprogrammen noch mehr Kinder zu erreichen. Für € 11 kann ein Kind das Zentrum für Umwelterziehung besuchen. Für € 23 können wir ein Buch für die Bibliothek anschaffen. € 150 decken die Kosten für An- und Abreise einer Schülergruppe von 30-40 Personen bei Besuch des Centers.
So müßte es doch möglich sein, wenn jeder Leser dieses Berichts oder Besucher eines Ciao-Stammtisches nur € 1 Euro spendet, was noch nicht einmal Preis für ein Bier ist..., damit einer ganzen Schülerklasse den Besuch des Schulungszentrums zu ermöglichen.

Soviel also zum deutschsprachigen Ableger der www.africatuk.org.
Auf der englischsprachigen Seite gibt es natürlich noch ein paar mehr Informationen! So gibt es noch den Punkt „FORTHCOMING EVENTS", der über die Aktivitäten der Mitglieder von AfriCat UK berichtet, so sind diverse Ausstellungen und eine Mitgliederreise nach Namibia geplant (der ich mich natürlich wahnsinnig gerne anschließen würde!), und es gibt unter „LATEST NEWS" die Möglichkeit, sowohl den britischen als auch den namibischen Newsletter, den alle Paten per Post bekommen, online einzusehen.

Ich hoffe, ich hab Euch neugierig gemacht, Euch diese Seite(n) einmal anzuschauen:
www.africat.org
www.africatuk.org
http://www.africatuk.org/deutsche.htm

© LeaofRafiki, 03.02.2003

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ACHTUNG FAKERSCHUTZ: Ich poste meine Berichte lieber selber und unter gleichem Nick regelmäßig bei Ciao, häufig bei Yopi, ab und an bei talkon, nach dem Relaunch selten Dooyoo, und noch seltener auf irgendwelchen anderen Plattformen *grins*
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