...als den T-Online-Vogel auf dem Dach... soll heißen: lieber Callando als DSL-Flatrate nehmen, als T-DSL Flat von T-Online. Wer weiß, wann der rosa Riese die Preise erneut erhöht.
Mit Argwohn betrachtete ich im August die Email der T-Online Kundenbetreuung. Derartige Elektro-Post verheißt oft nichts Gutes.
Und so war es auch: zum 1. November sollen bei T-Online die Preise erhöht werden. Für meine hochgeliebte DSL Flatrate wären dann 29,95EUR anstatt 25,00EUR fällig. Das hört sich zwar nicht viel an, gemessen am D-Mark-Preis entspricht diese Erhöung aber fast 10,00DM. Das ist schließlich eine halbe Handy-Grundgebühr. Ein Ersatz mußte also her.
Leider gestaltete sich die Suche nach dem neuen Flatrate-Anbieter schwieriger als erwartet. Nur eine Handvoll Anbieter listete der DSL-Vergleich auf. Die meisten waren deutlich teurer, hatten Volumenbegrenzung oder hohe Einrichtungsgebühren. Bis auf callando.dsl. Als ich mich für diesen Anbieter entschied, bestand der Tarif erst knappe zwei Wochen. Und dementsprechend niedrig ist auch meine Kundennummer. Laut Begrüßungsschreiben bin ich der 178. Callando-DSL-Surfer. Kein Wunder also, daß man in den Meinungsbörsen noch nicht allzu viel über diesen Anbieter in Erfahrung bringen kann.
Zumindest die Leistung kann sich sehen lassen. Man wird nicht - wie bei T-Online - mit undurchsichtigen Tarifmodellen zugedröhnt, sondern kann zwischen 3 Tarifen wählen, die sich nur in Mindestlaufzeit und dem Preis unterscheiden. Es gibt keine Volumenbegrenzung. Auch rasselt keine Stoppuhr im Nacken: das Surfen ist zeitlich unbegrenzt. Bis zu 768kBit Downstream und 128kBit Upstream sind möglich - genauso viel wie bei T-DSL Flat. Und in den DSL-FAQs von Callando (die mir sonst nur als Stromanbieter ein Begriff waren) wird immer wieder dafür geworben, auch Power-User offenherzig empfangen zu wollen: Filmdownloader und Co. werden also nicht gekündigt.
Das DSL-Vergnügen ist schon ab 24,95EUR zu haben... selbst dann schon billiger als die T-Online Flatrate heute. Dieser "Tarif 3" setzt eine einmonatige Mindestnutzung voraus. Billiger geht es mit den anderen Tarifen: die "2" kostet 21,95EUR und muß 3 Monate lang genommen werden, bei der Wahl des Tarifes "1" muß man sich ein halbes Jahr an Callando binden, dafür kostet der ganze DSL-Spaß auch nur 19,95EUR monatlich. Eine einmalige Einrichtungsgebühr von 9,95EUR wird aber auf jeden Fall erhoben.
Vorteil der Laufzeiten: die Preise bleiben stabil.
Die Bestellung geht recht einfach vonstatten. Über ein Online-Formular gibt man seine persönlichen Daten ein, ebenso die Kontoverbindung. Selbst einen Wunschtermin kann man machen. Nach wenigen Tagen (bei mir waren es 2) kommt dann schon die Email mit der Auftragsbestätigung. Und keine Woche danach hatte ich Post von Callando im Briefkasten.
Mitgeteilt wurden mir Benutzername und Passwort und eine URL mit einem Zugangstool (das nur ein neues PPPOE-Protokoll installiert). Aussetzer wie bei T-Online gehören damit der Vergangenheit an.
Schwieriger als vermutet lief dann die Installation der DFÜ-Verbindung ab. Das Zugangstool (als .ZIP gepackt) hatte einen Fehler und konnte nicht entpackt werden - selbst nach mehrmaligen Download-Versuchen trat keine Besserung des Problems ein. Hier der Tipp: auf http://www.adsl-support.de findet man (unabhängig von Callando & Co.) immer das aktuellste Protokoll für die Netzwerkkarte.
Die Verbindungen sind in der Tat nicht ganz mit denen der Telekom zu vergleichen. Sofort fiel mir auf,
daß die Zugriffszeiten auf Websites etwas länger waren als in T-Online-DSL-Zeiten. Die Übertragungsraten sind wiederum mit denen von T-DSL Flat identisch: mit dem Download Accelerator bringe ich es bis auf knappe 90kB in der Sekunde - wenn die Downloadserver mitspielen. Und das Gute: man surft ohne speicherfressende Dial-In-Software, sondern wählt sich über das DFÜ-Netzwerk ein.
Und wo ist der Haken an der ganzen Sache? - In der Tat gibt es mehrere Haken; der erste ist die Zuverlässigkeit. Während meine T-Online DSL-Flatrate von November 2001 bis August 2002 nicht ein einziges Mal ausgefallen ist, während ich im Internet surfte, konnte ich seit Vertragsabschluß bei Callando schon 3 bis 4 Mal nicht auf das Internet zugreifen - und dann für mindestens 3 Stunden nicht.
Glücklicherweise hatte ich telefonisch bei T-Online meinen Vertrag auf einen Call By Call Tarif ohne Grundgebühr umgestellt - so nutzen mir wenigstens als Notlösung noch meine alten T-Online Zugangsdaten.
Die AGBs von Callando könnten dem Einen oder Anderen ein Dorn im Auge sein. So verpflichtet sich Callando beispielsweise, zu 95% verfügbar zu sein (Jahresmittelwert), was mögliche Ausfälle "im Rahmen der Serverwartung" rechtfertigt. Auch ist eine postalische Zusendung der Rechnung NUR bei Zahlung von 3,00EUR pro Rechnung möglich - wo wir uns schon wieder in T-Online Preisdimensionen befinden.
Der Support von Callando erreicht jedoch keine Telekom-Qualität. Die Hotline ist kostenpflichtig (12Ct pro Minute), und für die Beantwortung der Emails gehen schon mal einige Tage ins Land. Faxe werden - enthalten sie kritischen Inhalt - gerne ignoriert (ich fragte nach Ursache häufiger Ausfälle am einem Tag), aber wenn es ums Geld geht (Änderung der Bankverbindung), wurde ein Fax innerhalb von wenigen Stunden beantwortet.
Ein großer Vorteil ist jedoch, daß der DSL-Zugang nicht telefonnummernabhängig ist. Überall, wo es einen T-DSL Anschluß gibt, kann man mit den Callando-DSL-Zugangsdaten surfen.
Fazit: Einen goldenen Mittelweg sucht man sich zweifelsohne mit dem Tarif 2. Dieser ist jetzt bereits etwa 3,00EUR billiger als der von T-Online. Ab November kostet er im Vergleich zu DSL-Flat sogar 8,00EUR weniger. 3 Monate Mindestlaufzeit sind für heutige Entwicklungen noch recht gut überschaubar, und an die Performnce (die fast der von T-Online ebenbürtig ist) habe ich mich schon lange gewöhnt.
Wenn man sich also für den T-Online-Singvogel (bessere Performance, aber teurer) oder den Callando-Spatz entscheiden soll (billiger, aber schlechtere Performance), dann gehe ich nach einem alten Sprichwort vor. Und wer lieber T-Online treu bleiben will, der hat auch keinen Fehler gemacht, denn eines haben die "Vögel" gemeinsam: fliegen können sie alle.
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ein Testbericht von Gracie992004-11-11 08:04:55vom 11.11.2004Empfehlung: ja
Vorteile: günstige Preise, sehr unbürokratisch, gute Verbindungsgeschwindigkeit...Nachteile/Kritik: Probleme mit der Verbindung werden grundsetzlich auf die Telekom geschoben
Ich möchte hier an dieser Stelle die DSL-Flatrate von Callando bewerten.
Meine Callando - Flatrate habe ich nun schon seit ziemlich genau zwei Jahren.
Da die Telekom damals schon 29,95 € für die Flatrate haben wollte, riet mir ein Informatiker doch mal die Callando-Flatrate auszuprobieren, die zu dem Zeitpunkt immerhin im billigsten Tarif nur 19,95 € kostete.
Gesagt, getan und hier meine Erfahrungen mit Callando ;) ...
*** Der Tarif ***
Callando bietet die Flatrate ohne Zeit- und Volumenbegrenzung in drei Tarifen an.
callando.DSL 1000 Tarif 1
19,95 EUR mtl. ** bei einer Mindestlaufzeit von 6 Monaten
hierbei muss man allerdings eine einmalige Anmeldegebühr von 14,99 € entrichten.
callando.DSL 1000 Tarif 2
21,95 EUR mtl. ** bei einer Mindestlaufzeit von 3 Monaten.
Die Anmeldegebühr beträgt hier 12,99 €
callando.DSL 1000 Tarif 3
24,49 EUR mtl. ** bei einer Mindestlaufzeit von 1 Monat
In diesem Tarif gilt eine Anmeldegebühr von 9,99 €
Ich entschied mich damals für den ersten Tarif, da der am günstigsten war. Somit war ich aber auch mindestens 6 Monate an Callando gebunden. Allerdings habe ich zu dem Zeitpunkt noch ganze 29,99 € einmalige Anmeldegebühr bezahlt. Was ich aber immer noch als angemessen empfand, da die Telekom damals noch 49,99 € nur alleine als Einrichtungsgebühr haben wollte.
*** Die Anmeldung ***
Die Anmeldung war fast einfacher, als sich für eine Online-Community registrieren zu lassen.
Nachdem man online das Anmeldeformular ausgefüllt hat, bekommt man sofort eine Anmeldebestätigung mit den gültigen Zugangsdaten, allerdings ist dann auch sofort ab diesem Tag die Gebühr fällig, egal ob man den Zugang schon eingerichtet hat oder nicht.
Aus dem Grund kann man bei Callando auch einen Wunschtermin zur Freischaltung direkt im Anmeldeformular eingeben. Dann wird die Email erst am Wunschtag zugesand und man muss auch erst ab dann bezahlen.
*** Der Zugang / bzw Die Einrichtung ***
Auch das ist relativ schnell erledigt, wenn man sich ein bisschen auf diesem Gebiet auskennt. Zusammen mit den Zugangsdaten erhält man auch eine Anleitung, wie man mit Callando ins Netz kommt.
Die Einwahl erfolgt hier über das Standard-Protokoll PPPOE, ähnlich wie bei einem DFÜ-Netzwerk mit Ihrem Benutzernamen und Passwort.
Für den, der weiss, wie das funktioniert, ist das kein Problem und die Sache ist in nicht einmal 5 min. erledigt.
Wer allerdings eher weniger Ahnung davon hat, der hat schon ein kleines Problem. Es gibt nämlich keine Software, man muss also die komplette Internetverbindung selbst einrichten.
Die Anleitung von Callando ist auch nicht so unbedingt für jedermann verständlich geschrieben, dass man das ohne jegliche Vorkenntnisse von alleine hinbekommt. Also meiner Meinung nach ein kleiner Minuspunkt.
Bezahlen tut man schließlich, aber was hat man davon, wenn man den Zugang nicht einrichten kann.
*** Die Leistung ***
Ich hatte keinen direkten Vergleich zur Telekom-Flatrate, da ich diese ja vorher ja nicht besaß. Aber mittlerweile kann ich defintiv sagen, dass Callando die gleiche Geschwindigkeit auf die Reihe bekommt, wie die Telekom.
Am Anfang meiner Callandozeit hatte ich allerdings ein paar Probleme wegen kompletten Ausfällen. Ich kam teilweise so 3-4 mal die Woche für mehrere Stunden nicht online. Das ganze ging 4-5 Wochen so und seit dem ist nie wieder was vorgekommen.
Bei Callando hat man
also für die 19,99 €
--> keine Volumenbegrenzung
--> keine Zeitbeschränkung
--> laut Callando bis zu 1.024 kbit/s Downstream und bis zu 128 kbit/s Upstream
--> gratis Webmail und Support
--> schnelle Freischaltung
--> hohe Verfügbarkeit
Die Callando Flatrate gibt es jetzt auch für T-Com 2000 DSL - Anschlüsse.
Fastpath/Interleaving ist laut Callando vom Telekom DSL Anschluss abhänig.
Nach 24 h erfolgt eine automatische Zwangstrennung. Direkte, automatische Wiedereinwahl ist aber kein Problem
Ein weiterer wichtiger Punkt, warum ich mich für Callando entschied, war, dass auch über einen Router mehrer Rechner mit dieser einen Flatrate ins Netz dürfen. Das ist bei Callando kein Problem, während das zum Beispiel bei anderen genauso günstigen Anbietern nicht möglich, bzw verboten war.
*** Der Service ***
Der Service ist bei Callando meiner Meinung echt super schnell.
Man bekommt per Email meist noch innerhalb einer Stunde eine Antwort und auch am Telefon landet man nicht in einem Callcenter, wo keiner weiss was der andere tut. Jeder hat quasi eine eigene Ansprechperson.
Das einzigste Problem bei dem Sevice ist allerdings, dass Callando jedes Problem was man hat, auf die Telekom schickt.
Egal was man für ein Problem hat, entweder ein technisches oder eins mit der Verbindung, man bekommt immer die Standartantwort, dass der Anschluss überprüft wurde und kein Problem festgestellt wurde. Das nervt ein wenig.
Aber man kann wirklich nicht sagen, dass man dort lange warten muss, man bekommt wirklich immer promt eine Antwort.
Nachdem ich irgendwann mal mein Zimmer umgeräumt hatte und auch am Rechner alles neu installieren musste, hatte ich meine Zugangsdaten verlegt und ohne kam ich natürlich nicht ins Netz.
Also rief ich bei Callando an und bat drum, das man mir neue zuschickt. Aber die freundliche Dame am Telefon (kostenlose Nummer) gab mir die Daten direkt am Telefon und ich konnte sofort wieder ins Netz.
Kann allerdings auch ein Nachteil sein... zugangsdaten über Telefon ... denn schließlich hätte jeder sagen können, das er ich wäre.
Die Rechnungen kommen übrings jeden Monat bequem per Email und werden per Lastschrift abgebucht. Auf Rechnung ist leider nicht möglich und Rechnungen per Post gibt es nur gegen eine Gebühr.
*** Mein Fazit ***
Die Callando Flatrate ohne Volumen- und Zeitbegrenzung für 19,99 € ist durchaus annehmbar. Bei der Geschwindigkeit erkennt man keinen Unterschied und auch der Service annehmbar. Zumindest solange man kein schwerwiegendes Problem hat ;) ... immerhin ist die Hotline kostenlos und es gibt keine Warteschleifen.
Auch die Abwicklung und die Anmeldung ist einfach und unbürokratisch.
Meiner Meinung nach eine gute Alternative zur nicht ganz so billigen Telekom
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