ARMSTRONG Lance
Abbildung vergrößern: ARMSTRONG Lance
ARMSTRONG Lance
ARMSTRONG Lance
ARMSTRONG Lance

Testberichte ARMSTRONG Lance

5.0 von 5
Platz 1 in der Kategorie "Mehr zum Radsport".
Bewertung: Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5.0 von 5
Meinungen:
Ihre Meinung?  4 Meinungen
Preisvergleich: 7,61 € - 17,99 €
Bester Preis: 7,61 € bei Amazon Marketplace ¹

ARMSTRONG Lance Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5.0 von 5
von 100% aller Autoren empfohlen (4/4).
Bewertungsverteilung:
ARMSTRONG Lance am günstigsten bei:
Bus: My Ride with Lance Armstrong and the U.S. Postal Cycling Team: My Ride with Lance Armstrong and US Postal Cycling Team
11,84 € ¹
Versand: 3,00 €
Gesamtpreis: 14,84 €
VisaMastercardAmerican ExpressBankeinzug
Alle Preise anzeigen
cooldani

Das Leben des Lance Armstrong

ein Testbericht von 2002-09-26 16:16:02 vom 26.09.2002
Empfehlung: ja
Ich als begeisterter Hobbyradfahrer und leidenschaftlicher Tour de France Fan habe gerade das Buch "Tour des Lebens" von Lance Armstrong gelesen.

Ich muss sagen, es hat mich sehr beeindruckt so viel über das Leben, insbesondere auch über die Leidensgeschichte des mittlerweile vierfachen Tour de France-Siegers Lance Armstrong zu lesen.

Deswegen möchte ich euch diesen großarigen Sportler und seine Autobiographie "Tour des Lebens" vorstellen.

Zu Lance Armstrong:
Er wurde am 18.09.71 in Texas geboren und wuchs ohne Vater auf. Früh entdeckte er die Liebe zu Ausdauersportarten, zunächst absolvierte er erfolgreich Wettkämpfe im Schwimmen und Triathlon ehe er sich dem Radsport verschrieb. 1993 wurde er Weltmeister und gewann wie 1995 auch eine Etappe bei der Tour de France. Seine Karriere wurde 1996 scheinbar beendet: Es wurde Hodenkrebs im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert, später stellte sich heraus, dass er bereits Metastasen in den Lungen und Tumore im Kopf hatte. Seine Überlebenschancen waren sehr gering doch er hat den Kampf gegen den Krebs gewonnen. 1998 kehrte er zum Radsport zurück, zunächst nur um sich zu beschäftigen und Geld zu verdienen außerdem heiratete er Kristin. 1999 gelang ihm dann ein für nicht möglich gehaltener Sieg bei der Tour de France, den er in den letzten 3 Jahren in sensationeller Weise wiederholte.
Mittlerweile ist Lance Armstrong dreifacher Vater.
Außerdem hat er die Lance Armstrong Foundation for Cancer gegründet.

Nun zu seinem Buch "Tour des Lebens", das alle markanten Stationen seines Lebens und seiner Karriere (Stand Herbst 2000) beschreibt:

Lance Armstrong hat dieses Buch nach seinen ersten beiden Tour de France-Siegen geschrieben. Dabei wurde er von Sally Jenkins unterstützt.

Zunächst beschreibt Lance seine Kindheit, die zum einen von materiellen Entbehrungen (seine Mutter war 17 als Lance zur Welt kam, er wuchs ohne Vater auf), von einem sehr schwierigen Verhältnis zu seinem zeitweiligen Stiefvater Terry Armstrong, aber vor allem auch durch Sport und von seinem sehr innigen Verhältnis zu seiner Mutter, welches der Leser während des ganzen Buchs spürt, geprägt war.

Lance entdeckt die Liebe zu Ausdauersportarten und kann bereits in jungen Jahren große Erfolge im Schwimmen und Triathlon feiern. Später entscheidet er sich aber für den Radsport, da Triathlon nicht olympisch ist. Lance wird bald danach ein Mitglied der amerikanischen Nationalmannschaft.

Doch zunächst läuft karrieremäßig nicht alles nach Plan und Lance muss einige Rückschläge einstecken. Durch hartes Training schafft er es aber einige bedeutende Rennen zu gewinnen und er wird später Profi.

Bei seinem ersten Profirennen belegte Lance den letzten Platz und wurde vom Publikum ausgebuht, aber er gab nicht auf und wurde mit einigen großartigen Erfolgen – u.a. dem WM-Titel 1993 im Straßenrennen – belohnt.
Im Spätsommer 1996 fühlte er sich immer schlechter, so dass er sich entschied zum Arzt zu gehen, der ihm dem 25jährigen Radstar eine entsetzliche Diagnose mitteilte: „Sie haben Krebs“

Nun beschreibt Lance eine entsetzliche Zeit zwischen Hoffen und Bangen, Untersuchungen, Medikamente und weiteren Rückschläge (Später wurde entdeckt, dass sich der Krebs bereits in die Lungen und bis ins Gehirn ausgebreitet hatte). Trotz allem hat er nie die Hoffnung verloren, viel über Krebs und Therapien gelesen und mit Ärzten und Schwestern gesprochen.

Er fand Unterstützung bei seiner Mutter Linda und seinem sportlichen Förderer Chris Charmichael und einigen Freunden er wurde aber auch bitter enttäuscht: Sein neues Team Cofidis wollte ihm kein Gehalt mehr zahlen und die Krankenversicherung zahlte auch nicht.

Lance quälte sich durch die Schmerzen der Chemo, ließ sich die Tumore am Gehirn entfernen und lag monatelang im Krankenhaus. Was ein Mensch in so einer Situation mitmacht, kann wohl nur jemand nachvollziehen der in so einer Situation war aber Lance Armstrong beschreibt dies dennoch so gut, dass sich auch ein Nichtkrebspatient in diese Probleme zumindest ansatzweise hineinversetzen kann.

Lance Armstrong schafft das Wunder und besiegt die Krankheit und verliebt sich in die Journalistin Kristin Richards, genannt Kik, die er auf einer Pressekonferenz kennenlernte.
Es ist bewundernswert wie offen er über seine Gefühl und über seine Liebe zu Kristin spricht.

Nach dem Ende der Krankheit glaubt Lance zunächst nicht mehr an die Fortsetzung seiner Karriere, der Krebs und die Chemo hatten ihn zu sehr geschwächt. Seine Freunde überredeten ihn es noch einmal zu versuchen, was er mangels beruflicher Alternativen auch tat.
Zunächst klappte es aber nicht wie erhofft und er stellte sein Rad wieder für einige Zeit zur Seite.
Er startete danach noch einen Versuch der gelang: Er belegte 1998 den 4.Platz bei der Spanienrundfahrt.

Daraufhin hatte Lance wieder Mut gefasst sein großes Ziel – die Tour de France zu gewinnen – zu erreichen. Er begann sein Trainingsprogramm darauf auszurichten.
Aber im Winter 1999 hatte er noch ein weiters Ziel: Vater zu werden. Aufgrund seiner Hodenkrebserkrankung war er unfruchtbar geworden, er hatte aber vorsorglich Sperma in einer Samenbank deponiert.
Beindruckend wie Lance die einzelnen Etappen der künstlichen Befruchtung beschreibt, er sagt, dass er damit anderen Mut zu sprechen möchte, es auch zu versuchen.

Im Jahre 1999 erfüllt er sich beide Träume, er gewinnt die Tour de France in beeindruckender Weise und wir im Oktober Vater eines gesunden Sohnes.

Im nächsten Jahr wiederholt Lance seinen Tour de France Sieg und gewinnt bei den Olympischen Spielen in Sydney „nur“ Bronze im Zeitfahren.

Der Leser erfährt vor allem wie Lance Armstrong sich auch als Mensch verändert hat, wie er den Krebs nicht nur besiegen konnte, sondern auch gestärkt aus dieser Phase hervorgehen konnte.

Folgende Kapitel beinhaltet das Buch:

1) Davor und danach
2) Die Startlinie
3) Ich gebe meine Mutter doch nicht an der Garderobe
ab
4) Schock
5) Gespräche mit dem Krebs
6) Schock
7) Kik
8) Zurück ins Leben
9) Die Tour
10) Luke
11) Die Zugabe

Das Buch „Tour des Lebens“ (Titel der amerik. Originalausgabe: It’s Not About the Bike. My Journey Back to Life) hat 335 Seiten (Es liest sich aber schnell) und ist im Bastei Lübbe-Verlag erschienen. Es kostet 8,45 €.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Neue Informationen zum Produkt automatisch per E-Mail erhalten
Missbrauch melden
Bericht bewerten und eigenen Kommentar schreiben
ARMSTRONG Lance kaufen
[UK Import]
16,99 € ¹
Versand: 3,00 €
Gesamtpreis: 19,99 €
17,28 € ¹
Versand: 3,00 €
Gesamtpreis: 20,28 €
Bus: My Ride with Lance Armstrong and the U.S. Postal Cycling Team: My Ride with Lance Armstrong and US Postal Cycling Team
17,99 € ¹
versandkostenfrei
Images of a Champion
7,61 € ¹
Versand: 3,00 €
Gesamtpreis: 10,61 €
¹ Alle Preisangaben inkl. MwSt. und ggf. zzgl. Versand. Zwischenzeitl. Änderung der Preise, Lieferzeiten & Lieferkosten sind in Einzelfällen möglich. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.
Sport-Fan

Der (scheinbar) Unbezwingbare

ein Testbericht von 2002-07-25 14:14:27 vom 25.07.2002
Empfehlung: ja
Ja genau, für den wird er gehalten, für den Unbezwingbaren, Lance Armstrong, dem scheinbar niemand das Wasser reichen kann. Für mich ist er einer der größten Sportler aller Zeiten. Sein Leidensweg ist bekannt, im Oktober 1996 wurde bei ihm Hodenkrebs mit Metastasen in Lunge und Hirn diagnostiziert. Obwohl der Krebs schon längst ausgebrochen war, fuhr er in diesem Jahr unglaublischerweise noch einige Erfolge ein und die Krankheit wurde erst relativ spät festgestellt. Nicht nur seine Karriere schien beendet, sondern auch seine Überlebenschancen standen bei gerade mal 3%. Lance Armstrong machte eine der schwersten Chemotherapien mit, die es überhaupt nur gibt und ließ sich vom Krebs nicht unterkriegen. Er sagte ihm den Kampf an, so ist Lance, ein Kämpfer-Typ.

Von seinem Cofidis-Team wurde der ehemalige Weltmeister hängen gelassen, ihm wurde kein neuer Vertrag angeboten, auf seine Freunde konnte er sich jedoch verlassen und so schaffte er es irgendwann den Krebs zu bezwingen. Lance bekam also 1998 einen Vertrag beim US-Postal-Team, wo er noch heute fährt und wo er heute auch der unangefochtene Chef ist. Er trainierte fortan wieder wie ein Bessesener, kannte keine Pausen und so etwas wie schlechte Bedingungen gab es für ihn nicht und gibt es auch heute nicht. Nachdem er unter großem Beifall der aktiven Fahrer wieder erste Rennen zum Testen bestritt, kam er 1999 bei der Tour de France wie aus dem Nichts.

Er gewann in dem Jahr gleich zu Beginn den Prolog, seine Geschichte kam erstmals groß in den Medien, doch man konnte davon ausgehen, dass er nur ein Mann der Stunde war, doch er entpuppte sich letztendlich als Tour-Held. Er hat nicht nur alle drei Zeitfahren dominiert, nein, auch im Gebirge debütierte er die Konkurrenz. Er spielte mit seiner Konkurrenz und zeigte keinerlei Schwächen. So kam es, dass ein Held geboren wurde. Er gewann mit einem überwältigenden Vorsprung von 7:37 Minuten vor dem Schweizer Alex Zülle.

Doch Lance wäre nicht Lance, wenn er sich auf seinen Lorbeeren ausruhen würde, er trainierte weiter wie besessen und strampelte sogar beim heftigsten Schneefall stundenlang die Berge hoch. So durfte man sich 2000 auf das Duell mit Jan Ullrich und Marco Pantani freuen, die beide ein Jahr zuvor nicht an der Tour teilnehmen konnten. Man konnte gespannt sein, welcher Tour-Sieger der letzten drei Jahre das Rennen macht, doch Armstrong entschied die Tour abermals für sich, war noch stärker als zuvor und lediglich ein Jan Ullrich konnte ihm halbwegs folgen und so sah es schließlich auch 2001 aus. Lance zeigte wahre Größe, als Jan Ullrich nach einer unfreiwilligen Abkürzung über die Leitplanken flog. Während der Mitkonkurrent Joseba Beloki die Situation ausnutzen wollte, ließ Lance Jan wieder rankommen, ehe er Ullrich, der sich in hervorragender Form befand, letztendlich doch gegen Ende des Anstieges abhängte. Der angriffslustige Ullrich bot dem Amerikaner zwar immer wieder ein packendes Duell, musste jedoch immer wieder den Kürzeren ziehen.

In diesem Jahr, im Jahr 2002, scheint alles bereits vorprogrammiert, Lance sollte seinen vierten Tour-Sieg in Folge einfahren, sofern kein Sturz dazwischen kommt. Da Jan Ullrich fehlt, ist eigentlich keiner in der Lage ihm Paroli zu bieten, auch wenn nach Kevin Livingston mit Tylor Hamilton ein weiterer wichtiger Helfer das Lager gewechselt hat. Aufpassen muss er nur auf das Once-Team, die mit Galdeaono und Beloki die größte Gefahr in sich bergen. Im Zeitfahren sollte ihn wieder keiner stoppen können, er fährt wie ein Übermensch, präzise bis zum Anschlag. Am Berg sehe ich auch keine Gefahr, mittlerweile habe ich es aufgegeben darauf zu warten, bis er dort eine Schwäche zeigt. Aber wer den Krebs besiegt, der kann über die Alpen nur schmunzeln. Auch dieses Jahr hat er seine Form mit den Siegen beim Midi Libre und bei der Dauphiné Libéré eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Ein Geheimnis für sein Erfolg ist neben seinen fahrerischen Qualitäten, seinem unbändigem Willen und seiner Trainingsbesessenheit die Trittfrequenz. Er tritt einen viel kleineren Gang, wie beispielsweise ein Jan Ullrich und erreicht damit enorm hohe Drehzahlen in der Minute. So kommt es, dass er am Berg von jetzt auf nacher geradezu explodieren kann.

Im seinem Team US-Postal ist er wie ein absoluter Monarch. Nicht die sportliche Leitung verpflichtet neue Fahrer und handelt die Verträge aus, sondern Lance himself. Alles ist auf ihn abgestimmt, es zählt nur die Tour, der Rest ist Zubrot. Lance ist aber nicht nur bestimmend, er ist dennoch ein beispielsloser Leader. Er ist hart aber gerecht und er steht auch seinen Helfern im Notfall bei, wie beim Mannschaftszeitfahren 2001, als zwei Teamkollegen stürzten und er nicht einfach wieter fuhr, sondern die Truppe wieder zusammentrommelte und somit Zeit einbüßte. Auch ansonsten sorgt er für eine familäre Stimmung im Team und beteiligt seine Mannen an seinen Erfolgen. Apropos Erfolge, da hätten wir doch was ...


Erfolge (kleiner Auszug):
=========================
Strassenweltm eister 1993
US-Strassenmeister 1993
Sieger bei der Clasica San Sebastian 1995
Sieger Flêche Wallonne 1996
Sieger bei der Tour de France 1999, 2000, 2001
Bisher 14 Tour-Etappensiege
Sieger Tour de Suisse 2001
Sieger Midi Libre Dauphiné Libéré 2002


Diese Erfolge sind mehr als beachtlich und man kann davon ausgehen, dass mit den Erfolgen noch lange nicht Schluss ist. Er peilt mindestens die magischen fünf Tour-Siege in Folge an, doch wer Lance kennt, der weiß, dass er sich auch damit nicht zufrieden geben würde ...


Ein paar persönliche Angaben:
=============================
Geburtsda tum: 18. September 1971
Geburtsort: Plano, Texas
Wohnort: Nizza, Frankreich
Nationalität: Amerikaner
Grösse: 1,78 m
Gewicht: 73 kg
Zivilstand: verheiratet mit Kristin
Sohn Luke, Töchter: Isabell Rose, Grace Elisabeth
Profi seit: 1992
Teams: 1992-1996: Motorola
1997: Cofidis
seit 1998: US Postal


Lance ist in seiner Art und Weise, von seinen fahrerischen Fähigkeiten und von seiner Vorgeschichte im gesamten Peloton einzigartig, er genießt den höchsten Respekt aller. Auch wenn man ihm nicht die Daumen hält, auch wenn man ihn nicht mag, man muss ihn einfach bewundern.


Bisheriger Verlauf bei der Tour + spätere Updates:

06. Juli 2002: Lance zeigt gleich zu Beginn wer der Chef im Peleton ist und zieht sich das Gelbe Trikot nach dem Prologsieg über.

07. Juli 2002: Er gibt das Gelbe Trikot zunächst wieder ab, dieses ist in der ersten Woche vornehmlich für die Ausreißer und Sprinter reserviert.

10. Juli 2002: Beim Mannschaftszeitfahren belegt US Postal hinter Once den zweiten Platz, alles ist im Lot.

13. Juli 2002: Lance Armstrong erleidet in einer von einem Massensturz geprägten Etappe kurz vor Schluss einen Deffekt und muss auf den Spitzenreiter Galdeano fast eine halbe Minute einbüßen. Das alles könnte sich aber bereits am Montag beim Einzelzeifahren wieder relativieren.

16. Juli 2002: Lance Armstrongs Serie von sechs Siegen in Folgen bei der Tour bei langen Zeitfahren ist gebrochen. Er wurde beim heutigen Zeitfahren über 52 Kilometer überraschenderweise "nur" zweiter hinter Santiago Botero. Auch mit dem angepeilten Gelben Trikot wurde es heute nichts. Zwar macht er auf den Spitzenreiter Galdeano acht Sekunden gut und schiebt sich auf den zweiten Platz im Gesamtklassement, doch es fehlen 26 Sekunden auf Gelb. Dennoch bin ich optimistisch, dass das Trikot von Lance bald die Farbe wechselt ;-)

18. Juli 2002: Es kommt wie es kommen musste. Lance Armstrong gewinnt spielerisch die erste Bergetappe, nur noch sein Helfer Heras und Joseba Beloki konnten ihm folgen. Er ist bei weitem nicht am Limit gefahren, aber Lance entreißt Galdeano, der für mich heute die Tour schon verloren hat, das Gelbe Trikot und führt nun in der Gesamtwertung mit 1:12 Minuten vor Beloki. Man sieht, höchstens ein Heras könnte ihm im Gebirge gefährlich werden, aber der ist in Armstrongs Team, von daher hat sich das natürlich erledigt. Ich denke nicht, dass er das Gelbe Trikot nochmal abgeben wird und ich denke, dass ich schon bald seinen nächsten Etappensieg updaten muss ...

20. Juli 2002: Armstrong gewinnt auch die zweite Etappe in den Pyrinäen. Selbes Bild wie gestern, US Postal macht Tempo und am Schluss sind nur noch Armstrong, sein Edelhefer Heras und Joseba Beloki zusammen. Armstrong tritt an und gewinnt die Etappe vor seinem Team-Kollegen. Man muss sagen, Lance hat in diesem Jahr keine Konkurrenz, auch wenn er dieses Jahr nicht so überragend ist wie in den letzten Jahren. Nur sein Edelhelfer Heras könnte ihm im Gebire die Stirn bieten, aber der steht ja bei US Postal unter Vertrag. Ich bin mir sicher, dass Heras unter normalen Umständen mindestens eine der beiden Etappen gewonnen hätte!

21. Juli 2002: Heute hat Armstrong den Gesamtsieg so gut wie besiegelt. Beim Schlussanstieg galt es den Mont Ventoux zu bezwingen und Armstrong hatte diesmal mit dem Tagessieg nichts zu tun, dieser ging an den Ausreißer Richard Virenque. Joseba Beloki, der Gesamtzweite, versuchte erstmals Lance Armstrong anzugreifen, doch dieser konnte locker folgen und zog seinerseits unwiderstehlich an. Letztendlich nahm er Beloki weitere zwei Minuten ab, wurde dritter und hat im Gesamtklassement nun einen Vorsprung von 4:21 Minuten. Nun kann Armstrong eigentlich nur noch durch einen Sturz gestoppt werden.

24. Juli 2002: Heute stand die Königsetappe der Tour auf dem Programm. Michael Boogerd startet eine lange Alleinfahrt und im Hauptfeld ist es recht ruhig, niemand will Armstrong angreifen, alles konzentriert sich nur noch auf die weiteren Plätze. Armstrong will jedoch alles und greift 4 Kilometer vor dem Ziel an und macht Jagd auf Michael Boogerd. Unterwegs schluckt er noch einen weiteren Außreißer mit Carlos Sastre, dieser kann ihm jedoch überraschenderweise folgen. Lance kann Boogerd nicht mehr einholen und wie es sich für einen fairen Sportler gehört, lässt er Sastre im Kampf um Platz zwei den Vortitt und wird folglich dritter. Auf den zweitplatzierten Joseba Beloki macht Armstrong mit der Zeitgutschrift von acht Sekunden weitere 45 Sekunden gut. Sein Gesamtvorsprung beträgt nun 5:06 Minuten und die Gefahr diesen Vorsprung zu verlieren liegt bei null.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
peter222

Der beste Sprinter den es gibt!!!

ein Testbericht von 2002-07-16 08:22:24 vom 16.07.2002
Empfehlung: ja
Der scheinbar unfehlbare Lance Armstrong hat gepatzt - oder hat er doch nur gepokert? Der große Strahlemann des gestrigen Einzelzeitfahrens der Tour de France von Lanester nach Lorient war jedenfalls nicht der Titelverteidiger aus Texas, sondern der kolumbianische Tagessieger Santiago Botero. Igor Gonzalez de Galdeano (Spanien) verteidigte das Gelbe Trikot des Spitzenreiters.

US-Postal-Kapitän Armstrong war beim ersten direkten Kräftemessen der Favoriten elf Sekunden langsamer als Botero (Kelme), der die 52 Kilometer in 1:02,18 Stunden herunterspulte. Auf den ersten Blick eine doppelte Niederlage für den dreifachen Toursieger: Er zog im Kampf gegen die Uhr den Kürzeren gegen einen Rivalen, der ihm auch in den Bergen Kopfzerbrechen bereiten könnte. Wie gut Botero mit Pyrenäen-und Alpenriesen zurechtkommt, bewies er bereits bei der Tour de France 2001, bei der er den dritten Gesamtrang belegte. Das zweite Ärgernis für Armstrong: Er verfehlte auch das avisierte Gelbe Trikot, mit dem nun wahrscheinlich der für das spanische Once-Team startende Galdeano in die Pyrenäen ziehen wird. Galdeano, im Juni Gewinner der Deutschland-Tour, bewies auch gestern in der Bretagne seine Klasse und war nur 19 Sekunden langsamer als der grandios fahrende Botero. Damit wurde er hinter Sergej Gontschar (Ukraine/Fassa Bortolo) Vierter.

In der Gesamtwertung geht Galdeano jetzt mit 26 Sekunden Vorsprung vor dem zweitplatzierten Armstrong in den ersten von zwei Ruhetagen. Mit seiner Once-Mannschaft hatte er Armstrong bereits beim Team-Zeitfahren am vergangenen Mittwoch 16 Sekunden abgeluchst. Bester deutscher Starter war gestern Galdeanos Teamkollege Jörg Jaksche. Der Ansbacher wurde mit 2:56 Minuten Rückstand 28. Im Gesamtklassement liegt er nun auf dem zwölften Rang.

Seit seinem ersten Toursieg 1999 hatte Armstrong bis gestern sieben von neun Zeitfahren (einschließlich Prologe) bei der Frankreichrundfahrt gewonnen. Insofern ist sein zweiter Platz sicherlich eine Überraschung - die allerdings ins Bild einer ersten Tourphase passt, bei der den Perfektionisten Armstrong einiges wurmen dürfte: Er hatte nicht nur beim Mannschaftszeitfahren wertvolle Sekunden eingebüßt, sondern - nach einem Defekt in der Schlussphase - auch bei der Etappe am Samstag. Dennoch wirkte er beim Überqueren der Ziellinie und im Gespräch mit Journalisten keineswegs "angefressen", was einige Beobachter gleich zu der Spekulation veranlasste, der 30-Jährige habe möglicherweise gepokert und baue ganz auf seine Qualitäten am Berg. Tatsächlich kündigte Armstrong nur wenige Minuten nach der Zieldurchfahrt an, dass er seine Taktik ändern werde: "Ich werde noch aggressiver zu Werke gehen, als ich es geplant hatte." Gleichzeitig gab er zu: "Mir wäre die Situation lieber gewesen, in den Bergen das Gelbe Trikot verteidigen zu können. Nun muss ich es angreifen."

Für Telekom-Ass Erik Zabel (1:09,30 /Platz 144) war die neunte Etappe eher etwas zum Ausruhen. Zähler für die Punktwertung, die Zabel knapp vor dem Australier Robbie McEwen anführt, erhielten nur die zehn Schnellsten. Dazu konnten beide nicht gehören - das war von vornherein klar. Die Etappe nach dem Ruhetag am Mittwoch von Bazas nach Pau an den Rand der Pyrenäen wird Aufschluss darüber geben, ob der Weltranglistenerste aus Unna im Grünen Trikot in die Pyrenäen fährt. Der auf dem Papier zurzeit stärkste Telekom-Zeitfahrer Bobby Julich (USA) blieb in enttäuschenden 1:06,14 weiter hinter seinem tollkühnen Plan ("Ich will unter die ersten fünf") zurück und wurde 50.

Die 600 Kilometer von Lorient nach Bordeaux legen die 182 Fahrer und ihre Betreuer heute mit dem Flugzeug zurück. Die rund 3000 Männer und Frauen des Begleittrosses haben es weniger bequem: Sie fahren über die Autobahn. Der zehnte Tagesritt führt am Mittwoch über 147 Kilometer von Bazas nach Pau. Am Donnerstag beginnen dann die schweren Pyrenäenetappen.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Marcel12

Auf zum Tour-Sieg Nummer 4!

ein Testbericht von 2002-07-12 20:59:09 vom 12.07.2002
Empfehlung: ja
Das hat es bei der Tour de France immer wieder gegeben: einen Mann, der völlig unangreifbar scheint und der den Sieg beim wichtigsten und härtesten Radrennen der Welt schon in der Tasche hat, ehe auch nur ein einziger Meter gefahren wurde. Der Letzte, dem so etwas nachgesagt wurde, war Miguel Indurain. Fünf Mal in Folge gewann er die Tour de France, ein Rekord, den Lance Armstrong einstellen könnte. Der vierte Titel scheint ihm so gut wie sicher, und dass im nächsten Jahr ein Fahrer vom Himmel fällt, der Armstrong von seinem fünften Sieg abhalten könnte, gilt als höchst unwarscheinlich.

Der 30-jährige Amerikaner ist in diesem Jahr noch früher in Form als im vergangenen Jahr, als er die Tour de Suisse gewann. Diesmal kommt er mit Siegen bei Midi Libre und Dauphine Libere zur Tour de France. Einen kleinen Makel hatten beide Erfolge jedoch: Armstrong wurde beide Male im Einzelzeitfahren geschlagen, was eigentlich seine Stärke ist.

In den Alpen hingegen entledigte sich der Texaner noch schnell eines Traumas, als er während der Dauphine Libere den Col de Joux Plane stürmte. Dort hatte Armstrong bei der Tour 99 seinen einzigen Schwachpunkt gehabt und die Konkurrenten Heras, Virenque und Ullrich ziehen lassen müssen.

Aus solchen Erfahrungen zieht Aumstrong ganz konsequent seine Lehren. Seitdem hatte er während der Tour keine sichtbaren Schwächen mehr. Höchstens beim Mannschaftszeitfahren 01, als zwei Kollegen stürzten und US Postal ins Hintertreffen geriet. Doch Armstrong zeigte in diesem Moment absolute Führungsqualitäten, wie man sie sich von anderen Fahrern
auch öfter mal wünschen würde.

Aumstrong ist bereit, Verantwortung zu übernehmen und das Rennen selbst zu bestimmen. Im entscheidenden Moment tritt er an und lässt die Konkurrenz stehen. So verschafft er sich einen immer größere Vorsprung, der die anderen Fahrer relativ schnell demoralisiert. Umso trauriger für alle Fans, aber auch für den Texaner, dass der kampfbereit Jan Ullrich nicht am Start der Tour sein wird. So fehlt ein echter Konkurrent, und auch einer, der Armstrongs Leistung weiter aufwertet. In diesem Jahr fährt Aumstrong zur Tour, um vor allem gegen sich selbst zu gewinnen.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:weniger hilfreich
1-4 von 4 Testberichten über ARMSTRONG Lance
Amazon.de
Niedrige Preise, Riesen-Auswahl und kostenlose Lieferung ab nur 20 EUR
Home > Sport & Fitness > Fahrradfahren / Radsport > Mehr zum Radsport > ARMSTRONG Lance > Testberichte