American Beauty
Abbildung vergrößern: American Beauty
American Beauty
American Beauty
American Beauty

Testberichte American Beauty

 (VHS) Drama
3.8 von 5
Platz 969 in der Kategorie "Dramen".
Bewertung: Kundenbewertung 3,90 / 5,00 3.8 von 5
Meinungen:
Ihre Meinung?  6 Meinungen
Preisvergleich: 1,00 € - 12,99 €
Bester Preis: 1,00 € bei Amazon Marketplace ¹

American Beauty Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 3,90 / 5,00 3.8 von 5
von 83% aller Autoren empfohlen (5/6).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • Einfach alles!
  • KEINE!!!!
  • klasse Schauspieler,klasse Story, intelligenter Film zum nachdenken
  • Kevin Spacey und Annette Bening!In diesem Drama ist wirklich alles drin!Humor, Dramatik und Spannung!Tolle einfache und simple Inszenierung!Ein Meisterwerk, zurecht Oscar-prämiert!
  • Tolle Handlung, großartige Schauspieler, klasse Musik.
Nachteile/Kritik
  • Bitte?
  • Grottenschlecht
  • nichts
  • Nichts, selbst nach dem 3 . Mal noch sehr gut !
American Beauty (VHS) Drama am günstigsten bei:
1,00 € ¹
Versand: 3,00 €
Gesamtpreis: 4,00 €
VisaMastercardAmerican ExpressBankeinzug
Alle Preise anzeigen
Sortiert nach 
Selbsthilfegruppe

Die Schönheit des Lebens

ein Testbericht von 2004-07-26 10:29:35 vom 26.07.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: Einfach alles!...
Nachteile/Kritik: Bitte?
"American Beauty"
---------------------------------------- ----

Dieser Beitrag enthält einige Spoiler!

Ganz allgemein
--------------------------------------- -----

Da ich weiß, das ich nicht anders kann, als diesen Film wo es nur geht zu lobpreisen, werde ich dieses auch tun. "American Beauty" ist ja DER Award-Abräumer 1999 gewesen - 5 Oscars (Beste Regie (Sam Mendes), Bestes Drehbuch, Beste Kamera, Bester Hauptdarsteller (Kevin Spacey), Bester Film) und etliche andere renommierte Auszeichnungen. Warum? Das liegt auf der Hand, wenn man den Film erst ein paarmal gesehen hat. Meiner Meinung nach gibt es keine Auszeichnung, die gut genug ist, um das auszudrücken, was ich für diesen Film empfinde. Womöglich klingt das komisch für den einen oder anderen, für mich ist es das aber keineswegs. Ich habe den Film schon oft gesehen (hab nie gezählt, aber viele Male auf Deutsch und auch auf Englisch) und komme jedesmal wieder auf den Schluss dass es einer der besten Streifen ist die meine jungen Augen je erblickt haben. Zugegeben, "Donnie Darko" ist harte Konkurrenz, von daher stelle ich sie mal auf eine Ebene. Danach folgt erstmal eine Weile gar nichts. Um hier aber nicht weiter abzuschweifen zu detaillierteren Ausführungen.

Die Schauspieler und Charaktere
-------------------------------------- ------

Kevin Spacey als Lester Burnham in vielleicht der Rolle seines Lebens. Die anfängliche Lebensmonotonie - aufstehen, arbeiten, zurückkommen, schlafen, und sich zwischendurch ordentlich demütigen lassen von Frau und Tochter- verwandelt sich nicht plötzlich aber unaufhaltsam in ein Glück, welches sich nur durch die Lebensfreude erzielen lässt. Das Wissen, tun zu können, was man möchte, und das Wissen, dass einem die Welt offensteht - nur dies kann dem Menschen vollkommenes Glück bescheren. Oder ist es die Liebe? Lester Burnham verbindet das, als die Konstellationen es schaffen, ihn auf die beste Freundin seiner Tochter namens Angela Hayes trifft und sich unsterblich in jene verliebt. Das Glück ist nun fast vollendet, doch gewisse Umstände hindern ihn daran, es ausleben zu können. Soviel zum Charakter, nun aber zu Kevin Spaceys Leistung. Er spielt Lester Burnham so gelassen, cool und gleichzeitig selbstbewusst dass es mich einfach nur umgehauen hat. Für manche erscheint Lester bestimmt nicht übermäßig cool aber ich sehe in ihm einen absolut klasse Typen - was darauf schlußfolgern lässt das Kevin Spacey sogar verschiedene Deutungsmöglichkeiten erschafft. Gefühlvoll ist Lester und Spacey verdient den Oscar nicht nur, es wäre eine Schande gewesen, hätte man ihn für diese Rolle nicht ausgezeichnet.

Annette Benning als Carolyn Burnham mimt die verzweifelte Ehefrau, die nicht nur karrieregeil ist, sondern auch noch untreu wird. Sie sieht in Lester nicht mehr als ein unangenehmes Anhängsel, wo sie doch früher eine so glückliche Beziehung hatten. Nun geht es ihr nur noch darum, in der Karriereleiter ganz nach oben aufzusteigen und dabei lernt sie ihren Konkurrenten Buddy Kane persönlich kennen, der ihr die Grundlagen eines erfolgreichen Immobilienmaklers sehr intim erklärt. Als Lester beginnt, sein Leben wieder in ein frohes zu ändern, hält Carolyn sich für unterdrückt und sieht einen blutigen Ausweg als einzige Variante...Annette Benning ist die einzige die diese Rolle so spielen kann. Eingebildet, dabei aber traurig, mit dem Wunsch nach einem besseren Leben, obwohl sie ihre glückliche Zeit vergessen hat. Großes Kino liefert uns Mrs. Benning.

Thora Birch als Jane Burnham. Jane ist die Vorstadt-Rebellin in ihrer reinsten Form, sie hasst ihre Eltern, will ihre Brüste vergrößern lassen und versucht möglichst hässlich auszusehen (meiner Meinung nach sieht sie aber fantastisch aus, auch wenn es im Film anders ausgedrückt wird :-)). Ihre beste Freundin ist Angela, deren Sex-Geschichten sie sich ständig anhören muss. Sie beide verstehen sich prächtig, doch als Jane am Ende mit Ricky nach New York will, kommt es zu einem bösartigen Streit. Thora Birch ist ein neues Hollywoodtalent und ähnlich wie Mena Suvari stellt sie besonders in "American Beauty" ihr schauspielerisches Talent eindrucksvoll unter Beweis. Als Tochter, deren Eltern wenig von Erziehung verstehen, macht sie sich äußerst gut.

Mena Suvari als Angela Hayes spielt das notgeile Mädchen dass gerne Model werden möchte. Diesen Traum, erzählt sie Jane, will sie sich erfüllen, indem sie mit sovielen Männern wie möglich schläft, wenn es sein muss. Angela wird geliebt von Lester und sie ist Lester auch keineswegs abgeneigt. Das überraschende Ergebnis der Beziehung der Beiden ist ernüchternd und kommt unerwartet. Mena Suvari kennt man eher aus Teeniestreifen wobei man hier sieht, dass sie zu weitaus niveauvollerem berufen ist. Ich sehe in ihrem Spiel der zarten Maus mit grober Fassade eine Glanzleistung.

Wes Bentley als Ricky Fitts. Dieser nimmt ja eine entscheidende Rolle ein, da er Lester Drogen verkauft und dabei von seinem Vater beobachtet wird - nur das dieser etwas ganz anderes durch zwei Fenster hindurch sieht. Das minimalistische aber dadurch erst recht intensive Spiel von Wes Bentley ist beeindruckend und ich bin gespannt, wie seine Karriere weiter verlaufen wird.

Chris Cooper als Col. Frank Fitts - er bildet den Wendepunkt in Lesters Leben bzw. Ableben. Frank Fitts ist verheiratet mit einer Frau die Alzheimer hat (oder eine ähnliche Krankheit) und ließ seinen Sohn in eine Militärschule und in ein spezielles Krankenhaus einweisen, da Ricky Drogen- und Gewaltprobleme hatte. Frank zieht regelmäßig über Schwule her - am Ende sieht man, dass er das nur tat, um seine eigene Homosexualität zu verbergen. Ricky nennt ihn "traurigen, alten Mann" - wir sehen dass das ziemlich der Wahrheit entspricht. Chris Cooper ist ja nun ein altgestanderer Schauspieler und bringt eine Meisterleistung nach der anderen, auch hier mimt er seinen Charakter wieder zweifellos perfekt.

Regie, Drehbuch, Kamera
------------------------------------------ --

Da "American Beauty" ja auch in diesen drei Kategorien den Oscar abräumte, würde ich mich dazu auch gerne etwas äußern. Die Leistung eines Regisseurs ist ja nicht immer nachvollziehbar wie ich finde, da man ja nicht direkt sieht, was genau der Regisseur eigentlich erreichen wollte, es sei denn, man hört sich Audiokommentare an oder sieht sich Interviews an etc. Bei diesem Film aber denke ich hebt sich deutlich hervor, was Sam Mendes wollte: Seine Crew und die Cast sollten etwas vermitteln. Dinge wie das typische Vorstadtleben sollten satirisch durch den Kakao gezogen werde ohne dabei jemanden persönlich zu beleidigen. Das Leben einer typischen amerikanischen Familie sollte auf den Kopf gestellt werden, ohne jemanden anzugreifen. Visionen von der Schönheit in für die meisten absurden Dingen sollten demonstriert werden - Ricky's Aufnahmen sind dafür das Mittel. "American Beauty" ist wie eine ultimative Studie über das Leben, mit allem drum und dran: Freundschaft, Liebe, Leid, Hass, Spaß, all dies konnte ich in jeder Szene entdecken. Es gibt sovieles zu entdecken an diesem Film, was mein Herz höher schlagen lässt...ich denke, das habe ich irgendwo Sam Mendes zu verdanken. Und ja, ich verdanke es ihm, da mir dieser Film wirklich unendlich viel bedeutet.

Den Begriff das Drehbuch verwende ich hier mal für die Dialoge und den Handlungsablauf. Die Gespräche sind nicht immer tiefsinnig, aber haben doch Bedeutungen, die sich nicht gleich offenbaren wollen. Am meisten hat mich allerdings das Gespräch zwischen Ricky und Jane umgehauen, welches sie führen (oder besser gesagt welches Ricky monologiert), als sie sich das Video mit der Plastiktüte ansehen - schaut dabei mal in die Augen der Beiden. Ihr werdet euch davon nicht mehr lösen können, soviel sei euch versichert. Es ist einfach fantastisch, dabei zuzuhören, was Ricky für eine Ansicht der Dinge hat und wie andere darauf reagieren. Allgemein die Dialoge sind große Klasse geworden, oder auch die Monologe am Anfang und Ende des Films von Lester. Was die Story betrifft gibt es nichts zu nörgeln, so wie es passiert, ist es richtig und zufriedenstellend. Der Zufall der Dinge verwandelt sich unaufhörlich in ein trauriges Schicksal, welches aber nicht unbedingt für jeden traurig ist. Lester lächelt als er stirbt und Ricky erkennt die Schönheit. Eine Abfolge der Dinge, die mir sehr gefällt.

Ja, die Kamera ist ebenfalls wahrlich etwas besonderes. Hier könnte ich das gleiche sagen wie bei der Regie. Mir fallen solche Dinge nicht immer auf aber bei "American Beauty" ist das etwas anderes. Die Charaktere werden sehr häufig stark fokussiert und über nicht kurze Zeitspannen beobachtet, sodass man sich intensiver mit ihnen befassen kann. So z.B. die Szene, in der Carolyn zusammenbricht, weil sie das Haus nicht verkaufen konnte, und dann heult und sich selbst schlägt - das meine ich damit. Die Kamera hält lange auf Personen um dem Zuschauer zu ermöglichen tiefere Einblicke zu bekommen. Auch die Szenen von der kleinen Vorstadt fand ich sehr schön, oder die Straße, auf der Jane und Ricky zusammen gehen. Die Schönheit der Umstände wird grandios eingefangen und die Kameraführung verdient ihren Oscar.

Die Musik
------------------------------------------- -

Ein definitiver Grund 5 Sterne zu vergeben. Die Musik, dieses sanfte Geklimpere durch den ganzen Film, das fesselte mich noch mehr. Thomas Newman hat einen Score erschaffen, der die sanfte Grundstimmung der meisten Szenen gut unterstreicht und für mich zumindest die Atmosphäre endgültig abgerundet hat. Faszinierend auch bei der Schlüsselszene von Angela und Lester: Der Song "Don't Let It Bring You Down" von Neil Young wird von Annie Lennox gecovert und mit ihrer wunderschönen Stimme neu interpretiert. Also, diese Stelle könnte ich mir 100mal am Stück ansehen und ich wäre immer noch nicht satt. Das Lied passt da einfach so gut hin, dass mir nicht einfällt, was da sonst hinsollte. Große Stücke wie auch "The Seeker" von The Who bringen auch gute Laune in den Film, oder die Pink Floyd - Beiträge. Der Score und der Soundtrack erschaffen irgendwie ein Gesamtbild, dass mich umwirft. Egal, ob ich die ganze Zeit nur Wörter wie "unglaublich" "umwerfend" oder so benutze, ich meine es ernst, wenn ich das schreibe.

Unterhaltung/Action/Humor
---------- ----------------------------------

"American Beauty" ist vom Genre her denke ich mal in die Kategorien Melodram, Satire oder Gesellschaftsstudie einzuordnen. Der Film vertritt je nach Szene verschiedene Genres, ich konnte auch sehr häufig lachen - z.B. als Angela feststellt das Jane in Ricky verknallt ist :-) Es wird auch gern dramatisch, wenn Lester bemerkt, dass seine Frau eine Affäre hat, oder wenn Frank Fitts Gewalt an seinem Sohn anwendet ohne den wirklichen Grund zu kennen. Das satirische hier ist natürlich die Idee, dass Klein- oder Vorstadtleben der Amerikaner auf humorvolle Weise zu betrachten und um die Gesellschaft zu kritisieren, die sich selbst in ihre engen Korsett-Rollen schnürt und dann keine Luft mehr bekommt. Action in dem Sinne gibt es zwar in "American Beauty", aber der Zweck des Films wird nicht erreicht, indem man ständig explodierende Autos oder einstürzende Häuser sieht. Mich stört es nicht, dass es hier meistens langsamer zugeht, das ist genau richtig für mich. Unterhaltsam ist der Streifen sowieso grenzenlos - witzig, traurig, schön. Wie bereits erwähnt enthält jede Szene ein eigenes Muster, welches auf das geniale Ende hinsteuert und dabei ganz unterschiedlich rüberkommt. Nach vielfachem Sehen des Films würde ich aber sagen, was zu Lachen gibt es eher nur bei den ersten Malen, später empfand ich den Film eher als traurig und bestürzend. Es ist halt jedesmal ein neues Erlebnis, wenn ich den Film sehe und dadurch verändert sich meine Perspektive auch immer ein wenig.

Fazit
--------------------------------- -----------

Wozu brauch ich denn jetzt noch ein Fazit. Ich weiß nur, dass ich "American Beauty" liebte, liebe und immer lieben werden. Kein Film ist in seiner Gesamtheit so vollständig und bombastisch wie dieser. Wer ihn nicht sieht, ist wirklich selbst schuld. Ein Genuss wie es ihn kein zweites Mal gibt. !
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Neue Informationen zum Produkt automatisch per E-Mail erhalten
Missbrauch melden
Kommentare
Duvie
Duvie, 30.07.2004
Das ist wirklich ein super Bericht, ich mag es sehr, wenn man ausfuumlhrlich auf die Darsteller eingeht.
nintscha
nintscha, 26.07.2004
Find diesen Film auch genial und ich liebe ihn auch! gg Toller Bericht!Liebe Gruumlszlige Nina
hlemmur
hlemmur, 26.07.2004
wenn ein film, dann diesa.
Bericht bewerten und eigenen Kommentar schreiben
American Beauty kaufen
6,99 € ¹
Versand: im Shop erfragen
12,99 € ¹
Versand: 3,00 €
Gesamtpreis: 15,99 €
¹ Alle Preisangaben inkl. MwSt. und ggf. zzgl. Versand. Zwischenzeitl. Änderung der Preise, Lieferzeiten & Lieferkosten sind in Einzelfällen möglich. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.
Snille

Ein absolutes Muss

ein Testbericht von 2011-11-30 20:45:09 vom 30.11.2011
Empfehlung: ja
Vorteile: Tolle Handlung, großartige Schauspieler, klasse Musik....
Nachteile/Kritik: nichts
Lester Burnham ist in den Vierzigern und steckt mitten in einer Mittlifekrises. Seine Frau Carolin nimmt ihn nicht ernst und seine Tochter Jane findet ihn peinlich und respektiert ihn nicht. Eines Tages, bei einer Sportveranstaltung in der Schule seiner Tochter, trifft er Angela, eine Schulfreundin von Jane. Schlagartig begehrt er sie und kann an nichts anderes mehr denken, als an sie. Noch in der selben Nacht, fängt er an zu trainieren, um Angela zu beeindrucken und sich in Form zu bringen. Er wird aufmupfig in der Arbeit und setzt sich gegen seine Frau immer mehr zur wehr. Der Nachbarsjunge Ricky, der gerade erst mit seinen Eltern nebenan eingezogen ist, verliebt sich in Jane und stellt ihr mehr oder weniger nach. Jane, die sonst immer im SChatten von ihrer Freundin Angela steht, genießt die Aufmerksamkeit und nährt sich an Ricky an. Lester beginnt wieder zu Kiffen und besorgt sich den Stoff von Ricky. Dessen Vater, ein ehemahliger Marien, missversteht das Verhältnis von Lester und Ricky. Er denk, sein Sohn ist schwul und Lester verführt ihn. Irgendwann hat Lester durch einen Zufall herausgefunden, das seine Frau eine Affäre mit einem Immobilien Mogul hat. Doch anstatt sie zu verlassen oder wütend zu sein, zeigt er verständnis. Irgendwann hat er Angela soweit, dass sie bereit ist, mit ihm zu schlafen...

Dieser Film ist ein absolutes Muss für alle Fans von großartigen Filmen. Sowohl die Handlung, als auch die Schauspielerische Leistung ALLER ist unübertrefflich. Eine wirklich verrückte Familiengeschichte die teils aus dem Leben gegriffen ist. Ich kann jedem diesen Film empfehlen. Man kann lachen bis zum abwinken, vorallem über die Rolle des Lester Burnham gespielt von Kevin Spacey, der eine grandiose Schauspielerische Leistung erbracht hat und verdient einen Oscar für die beste Hauptrolle erhalten hat für diesen Film. Auch die Musik im Film ist passend und emotional. Einfach klasse.
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:hilfreich
Neue Informationen zum Produkt automatisch per E-Mail erhalten
Missbrauch melden
Kommentare
providertausch
providertausch, 12.12.2011
Gefällt mir gut, lg olli.
Lale
Lale, 30.11.2011
Allerbesten Gruß
Bericht bewerten und eigenen Kommentar schreiben
Skywalkeratwork

Wie das Leben so spielt!

ein Testbericht von 2006-05-12 10:15:37 vom 12.05.2006
Empfehlung: ja
Vorteile: Kevin Spacey und Annette Bening!In diesem Drama ist wirklich alles drin!Humor, Dramatik und Spannung!Tolle einfache und simple Inszenierung!Ein Meisterwerk, zurecht Oscar-prämiert!...
Nachteile/Kritik: Nichts, selbst nach dem 3 . Mal noch sehr gut !
Vorwort
---------------

Da ich diesen klasse Film mir letztes Mal bei Amazon.de bestellt habe auf DVD, so habe ich die Möglichkeit mir diesen immer und wieder anzuschauen. Und ich glaube ich habe ihn nun zum insgesamt 3. Mal gesehen und von daher möchte ich euch nun darüber berichten. Ich wünsche euch daher viel Spaß mit dem Streifen Amercian Beauty und wer ihn noch nicht kennt, sollte gut aufpassen, es lohnt sich!

Kurze Infos zum Film
----------------------------------

7,99 Euro habe ich damals bei Amazon.de bezahlt für die DVD und ich denke das ist ganz in Ordnung, es gibt nämlich noch eine Limited Edition für 14,99 Euro, doch ich denke meine Version reicht vollkommen aus. Erschienen ist der Film auf DVD am 27. Dezember 2000 und die Laufzeit beträgt 117 Minuten. Freigegeben ist er ab 16 Jahren anhand der brisanten Themen dieses Films und das ist auch so gerechtfertigt wie ich finde. Die Musik stammt von Thomas Newman und Regie führte Sam Mendes, wie auch schon in Jarhead oder Road to Perdition. Ansonsten stammt er wieder aus den USA, wurde 1999 produziert und gehört in das Genre Drama, was übrigens Oscar prämiert wurde!

Die Schauspieler
----------------------------

Scot t Bakula
Kevin Spacey spielt Lester Burnham
Chris Cooper
Annette Bening spielt Carolyn Burnham

Ich fange einfach mal oben an und obwohl Scott Bakula fast nur eine Nebenrolle spielt, denn er ist mir bekannt aus der Science-Fiction-Serie Enterprise und er spielte auch schon in Color of Night mit und in einer anderen bekannten Serie, ich komme aber nicht mehr auf den Namen. Chris Cooper hat da schon in größeren Filmproduktionen mitgespielt, wie Der Patriot, Die Bourne Identität oder dem neuen Kriegsstreifen Jarhead. Aber die beiden nächsten Charaktere haben eindeutig die Hauptrolle, vor allem Lestern Burnham, der von Kevin Spacey gespielt wird und der damit seinen absoluten Durchbruch hatte in den USA und auch sonst, ist er seitdem absolut angesagt siehe L.A. Confidential, Die Jury, Verhandlungssache oder K-Pax um nur ein paar wenige zu nennen. Er spielt seine Rolle hier wie gewohnt ruhig, abgeklärt und einfach nur absolut genial, besser geht es nun wirklich nicht und niemand Besseres hätte hier in die Rolle gepasst. Und auch Annette Bening spielt an seiner Seite einen vollkommen anderen Charakter, doch ebenso genial wie ich finde. Sie war unter anderem schon in Open Range oder Ausnahmezustand zu sehen, also die idealen Hauptschauspieler wie ich finde. Geniale Besetzung die bei diesem Film und dieser Handlung auch absolut notwendig war, damit die Inszenierung um so gelungener ist!

Die Handlung
------------------------

Lester Burnham erzählt seine Geschichte genau ein Jahr lang, bis zu seinem Tode. Und davon kann der Zuschauer hier teilhaben und das auf eine sehr lustige Art und Weise :-)

Lester wird schon jahrelang von seiner Ehefrau Carolyn unterdrückt, sie hat die Hosen an und Sex gibt es in ihrer Ehe sowieso schon nicht mehr. Carolyn ist frustriert und gibt dies wunderbar an ihren Mann weiter, genauso wie die gemeinsame Tochter der Beiden, Jane. Sie ist ebenfalls missmutig und das vor allem ihrem Vater gegenüber, doch Lester versucht eines Tages, sein Leben zu überdenken und alles grundlegend zu ändern. Und damit beginnt der Spaß für ihn, doch leider nicht für sein Umfeld...

Und so beginnt er sein Leben umzukrempeln und geht gleich mit seiner Frau eine Aufführung mit seiner Tochter besuchen, wo er dann auch noch ausgerechnet eine Freundin von Jane kennenlernt, in die er sich direkt verliebt. Von nun an trainiert er sogar, um bei ihr zu landen, obwohl sie sehr viel jünger als er ist und so kommen sich die beiden auch eines Tages näher. Derweil gibt es auch neue Nachbarn, wo anscheinend der Sohn auf Jane steht und sie das gar nicht so schlecht findet. Zudem schmeißt Lester sogar seinen Job und nimmt keine Rücksicht mehr auf Verluste, alles eine Ansichtssache und sogar Drogen kommen hier mit ins Spiel, übrigens vom Nachbarsjungen :-)

Alles in allem wirklich ein super gelungenes Drama, was einfach Spaß macht anzuschauen und von daher ist alles mit drin. Liebe und Sex, Humor, Dramatik, Spannung und jede Menge vor allem trockener Humor der ganz besonders gut rüberkommt durch die Schauspieler. Und von daher ist hier alles enthalten was in ein Drama hineinmuss und das trocken und einfach inszeniert!

Meine Meinung
-------------------------

Am Ende muss man diesen Film einfach ein einziges Mal gesehen haben, denn es ist relativ schwer ihn einfach nur durch Worte zu beschreiben. Hier sind wirklich alle Facetten eines Dramas vorhanden und er ist dadurch niemals langweilig, sondern durchgehend interessant und sogar sehr lustig wie ich finde, ist halt dieser trockene Humor, den auch Kevin Spacey vor allem richtig gut rüberbringen kann. Er ist genial umgesetzt der Film, ohne jegliche Action, sondern nur mit der Situation der ganzen Familie, die einfach hinreißend ist, wenn ich auch nicht selbst in seiner Haut stecken möchte :-) Er bekommt von mir selbst nach dem sicherlich 3. Mal anschauen immer noch ein "Sehr gut" als Bewertung und ich kann ihn absolut weiterempfehlen. Wie gesagt, es ist Pflicht ihn wenigstens einmal gesehen zu haben und er lief soweit ich weiß auch schon öfters im TV. Richtig gute Schauspieler sind hier mit von der Partie, wenn auch nur die Hauptcharaktere doch das reicht ja aus und dann bietet er Spannung, Dramatik und viel Humor. Die Inszenierung ist schlicht und einfach, teilweise etwas abgehoben mit den Szenen der Rosenblätter, doch all dies macht diesen Film aus und einen Kevin Spacey in Bestform. Daher schaut ihn euch an, es lohnt sich zu 100 %. Danke schön für das Interesse an meinem Bericht, euer Sky!
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Neue Informationen zum Produkt automatisch per E-Mail erhalten
Missbrauch melden
Kommentare
topware2002
topware2002, 12.05.2006
..................................................... .........................ö ö....................... SH-------oOO----OOo-----------
blackangel63
blackangel63, 12.05.2006
.. quot quot... quot quot.. . 039o039 . 039o039 . - ,,-,, - ,,-,,-...LG Anja :-
oxalife
oxalife, 13.05.2006
9786 Schöner Beitrag, LG Oxalife 9786
Alle Kommentare anzeigen
Bericht bewerten und eigenen Kommentar schreiben
yoopi

Testbericht zu American Beauty

ein Testbericht von 2005-07-28 14:21:04 vom 28.07.2005
Empfehlung: ja
Hallo Yopi Mitglieder

Vor kurzem schaute ich den Film über das amerikanische Leben, in dem alles darum geht, nur nicht gewöhnlich zu sein. Der Film wurde von vielen hochgepriesen und gelobt, aber meiner Meinung nach ist er leider nicht so gut. Deshalb nur 3 Sterne, weil er nicht hält was er verspricht. Es sind zwar einige witzige Szenen enthalten, daneben aber auch eine Menge Szenen die, wie ich finde, sehr überdreht wirken. Aber ich gebe gerne noch mehr Informationen über den Film:
FSK: 16
Darsteller: Kevin Spacey, Annette Bening
Inhalt:
Typische amerikanische Vorstadt-Umgebung. Lester Burnham (Kevin Spacey) erzählt aus seinem scheinbar gewöhnlichen Leben. Darüber, wie sehr er von seiner in der Pubertät steckenden Tochter gehasst wird, wie ihn seine Frau betrügt und er selbst schließlich seinen Job hinschmeißt und beginnt sein eigenes Leben zu leben und sich die Sachen, die er sich in den Kopf gesetzt hat, zu erfüllen. Darunter auch eine Affäre mit der besten Freundin seiner Tochter. Das Ende ist dramatisch, denn der Film endet mit dem Tod von Lester Burnham und der Erkenntnis, dass alle Angst davor haben, "gewöhnlich" zu sein, denn jeder möchte etwas besonderes sein.
Der Film ist optimal für jeden, der schwarze Komödien mit einem Hauch Dramatik liebt, denn es gelingt dem Regisseur sehr gut ein Gleichgewicht aufzubauen, dass von einer schwarzen Komödie nahtlos in ein bewegendes Drama überführt.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 3,00 / 5,00 3
Bewertung Testbericht:hilfreich
yerusha

Ich fand ihn miserabel...

ein Testbericht von 2005-04-30 00:53:02 vom 30.04.2005
Empfehlung: nein
Vorteile: KEINE!!!!...
Nachteile/Kritik: Grottenschlecht
Titel Deutschland: American Beauty
Titel USA: American Beauty
Genre: Melodram
Farbe, USA, 1999, FSK 12
Kino Deutschland: 2000-01-20
Kino USA: 1999-09-17
Laufzeit Kino: 122 Minuten
Kinoverleih D: UIP

---

Darsteller:
Kevin Spacey (Lester Burnham)
Annette Bening (Carolyn Burnham)
Thora Birch (Jane Burnham)
Wes Bentley (Ricky Fitts)
Mena Suvari (Angela Hayes)
Peter Gallagher (Buddy Kane)
Allison Janney (Barbara Fitts)
Chris Cooper (Colonel Fitts)
Scott Bakula (Jim 1)
Sam Robards (Jim 2)

Regie: Sam Mendes

---

Lester Burnham, Familienvater mit Vorstadtvilla, befindet sich mitten in der Midlife-Crisis. Er hat eine Frau, die ihre Rosen mehr liebt als ihn, und eine Tochter, deren größte Angst es ist gewöhnlich zu sein. Der Höhepunkt seines Tages ist der morgendliche Höhepunkt unter der Dusche, "danach geht es abwärts".

Doch als seine Tochter ihre Freundin Angela das erste Mal mit nach Hause bringt, krempelt Lester sein ganzes Leben um. Angela wird der Inhalt seiner erotischen Phantasien; um sie zu beeindrucken fängt er an mit Fitneßtraining. Das als Anstoß, folgt dem eine ganze Lawine von Veränderungen, er schmeißt seinen Job hin, erpreßt seinen Chef und will sein Leben verändern.

Eine weitere Rolle in dem Film spielt eine ebenso seltsame Nachbarsfamilie, die in klischeehaftem Verhalten erstarrt ist.

---

Vorher hatte ich ja noch nicht viel von diesem Film gehört, die Begeisterung auf die ich bei anderen Leuten allerdings ständig gestoßen bin, irritiert mich seit ich ihn gesehen habe!

Ich fand diesen Film ja einfach nur grottenschlecht. In der ersten Hälfte, naja, da gab es ab und zu noch mal eine Stelle an der ich lachen konnte. Die zweite Hälfte habe ich im sanften Dämmerschlaf verbracht, richtig schlafen war wegen der Lautstärke im Kino leider nicht möglich. Das Eintrittsgeld schmerzte mich noch 3 Wochen später.

Die Story ist platt und oberflächlich. Die DarstellerInnen sind durch die Bank weg total übertrieben und abgehoben. Für eine Satire reicht's dann aber wiederum doch nicht, obwohl viele Leute behaupten, es sei eine. Vielleicht bin ich auch einfach zu blöd für diesen Film, aber ich stehe mit meiner Meinung nicht allein da - die Person mit der ich den Film zusammen geguckt habe, war ebenso genervt wie ich.

Daß dieser Film dann auch noch dermaßen viele Oscars abgesahnt hat, führte seinerzeit bei mir zu einem regelrechten Schockzustand und ließ mich - übrigens nicht zum ersten, und bestimmt auch nicht zum letzten Mal - am Verstand der Mitglieder der Academy zweifeln...
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 0,00 / 5,00 0
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Neue Informationen zum Produkt automatisch per E-Mail erhalten
Missbrauch melden
Kommentare
Muirne
Muirne, 30.05.2005
nein, nein, natuumlrlich gehts nicht um meinen persoumlnlichen geschmack. die bewertung hab ich schon dementsprechend gegeben, wie ich den bericht empfand. der grund fuumlr meine bewertung ist hauptsaumlchlich, dass du ein paar tatsachen falsch aus
Neptune87
Neptune87, 05.07.2005
Sorry aber ich finde deine Meinung zum Film etwas daneben, wen ich ehrlich sein soll. Du solltest den Hintergrund des Films vielleicht besser verstehen.
Bericht bewerten und eigenen Kommentar schreiben
Das Mitglied ist nicht mehr auf Yopi.de aktiv.

Ein Blick hinter die Fassade

ein Testbericht von 2004-03-31 22:44:40 vom 31.03.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: klasse Schauspieler,klasse Story, intelligenter Film zum nachdenken...
Nachteile/Kritik: nichts
Hallo!

Ich möchte Euch heute einen meiner Lieblingsfilme vorstellen, der mich auch nach unzähligem Gucken immer noch begeistert: “American Beauty”

/// Daten ///

“American Beauty”

Freigegeben ab 16 Jahren
Produzenten: Bruce Cohen und Dan Jinks
Drehbuch: Alan Ball
Regie: Sam Mendes
Kamera: Conrad L. Hall
Musik: Thomas Newmann

/// Handlung ///

In einem Vorort irgendwo in den USA lebt der 42jährige Lester Burnham mit Ehefrau Carolyn und pubertierender Tochter Jane. Und in weniger als einem Jahr wird er tot sein, soviel steht bereits wenige Minuten nach Beginn des Films fest.
Lester Burnham ist sowohl Ich - Erzähler als auch Protagonist des Films. Aus seiner Perspektive berichtet er wie er sich in die hübsche Angela, eine Freundin seiner Tochter verliebt und wie sein nach außen hin perfektes Leben wie ein Kartenhaus zusammenfällt. In dem Film geht es nicht nur um die Beziehung zwischen älteren Männern und blutjungen Frauen, sondern um das was hinter der Fassade eines spießigen Reihenhauses, einer “ganz normalen” Ehe und eines typisch amerikanischem Familienlebens steckt. Während Carolyn verzweifelt versucht ein Haus verkaufen, weil es ihr Job ist, träumt Lester von einer Affäre mit einer 16jährigen Schönheit und knüpft Jane Kontakt zu dem neu in die Nachbarschaft gezogenen Ricky, der von seinem dominanten Vater unterdrückt wird und alles tut, um seinen alltäglichen Drogenkonsum geheim zu halten...

/// Protagonisten ///

So wie die handelnden Charaktere und ihre Wege unzertrennlich miteinander verwoben sind, so scheinen auch die Schauspieler perfekt miteinander zu harmonieren.
Kevin Spacey alias Lester Burnham spielt einen alternden Ehemann und Familienvater, der ignoriert und belächelt und von allen nur als Verlierer angesehen wird und sich eine Welt flüchtet, in der Realität und Wunschtraum sich vermischen.
Es ist seine typisch müde und resignierende Miene und der dazugehörige Zynismus, der ihn ausmacht.

Kostprobe:

Lester: “Ich hole mir unter der Dusche einen runter. Das wird der Höhepunkt meines Tages”

Anette Bening spielt Lesters Ehefrau Carolyn, die früher einmal glücklich war und heute mit einer Heckenschere hantiert, die farblich zu ihren Gartenclogs paßt und ihre homosexuellen Nachbarn freundlicher begrüßt als ihren eigenen Mann. Carolyn erscheint als Inbegriff der frustrierten, aber dennoch angepassten amerikanischen Frau, die das Essen zur immer gleichen klassischen Musik serviert, verzweifelt versucht sich beruflich zu etablieren, von ihrer Tochter gehasst wird und sich irgendwann auf der Suche nach ein bisschen Glück in eine Affäre stürzt.

Mena Suvari alias Janes Schulfreundin Angela ist den meisten als blonde Schönheit in einer Badwanne voller Rosen ein Begriff. Sie ist der Inbegriff von Lesters Träumen, ihr stellt er nach. Mena Suvari besticht nicht nur durch ihr Aussehen, sondern ihr gelingt ein geschicktes Wechselspiel zwischen der Rolle der Angela in Lesters Vorstellung , die sich als Frau präsentieren und mit ihren Reizen spielen möchte und der wahren Angela, deren Selbstbild so wenig mit der Realität übereinstimmt.

/// Bewertung ///

“American Beauty” wurde mit erstklassigen Kritiken überhäuft, erhielt 1999 fünf Oscars für den besten Film, die beste Regie, die besten Darsteller, das beste Original - Drehbuch und die beste Kamera und war lange Zeit in den Top Ten Kinolisten.

Der Steifen bringt einen zum Lachen, provoziert, erschüttert, macht einen zu traurig, regt einem zum Nachdenken an und das ohne viel Action. Es ist schwierig “American Beauty” in ein bestimmtes Genre zu stecken. Handelt es sich um ein Drama? Eine Sozialstudie? Eine schwarze Komödie? Eine Mischung aus allem dreien?

Meiner Meinung nach gelingt diesem Film ein kritischer, aber auch von einer guten Portion schwarzem Humor genährtem Blick auf die amerikanische Gesellschaft, nein auf das Leben und menschliches Handeln im allgemeinen eigentlich. Indem diese “Geschichte” aus der Perspektive Lesters erzählt wird, dessen Gedanken, Befürchtungen und Wünsche uns am nächsten sind (das macht ihn auch als Figur sympathisch) , bekommen wir einen ganz persönlichen Einblick in das, was sein Leben ausmacht oder auch nicht ausmacht. Er ist zum einen Beobachter und steckt zum anderen fast immer selbst in der Situation. Er spielt mit dem, was ihm noch bleibt in einer Umgebung, die ihn bereits als Verlierer abgestempelt hat, in der niemand mehr an ihn glaubt und selbst seine eigene Tochter ihn ignoriert: Er flüchtet in eine Phantasiewelt, die ihm mehr zu bieten scheint und in die Idee für ein blutjunges, attraktives Mädchen interessant zu sein.

Währenddessen beginnt sich Jane langsam von Angela zu lösen und wendet sich dem Nachbarsjungen Ricky zu, über den schlimme Gerüchte in der Schule kursieren. Hier werden weitere Themen eingeleitet, die sich mit der Hauptthematik verbinden und alles in allem ein Bild ergeben, welches mich persönlich fassungslos gemacht hat. Es geht um Schein und Sein, um Einsamkeit, um Liebe, um Freundschaft, um den Wunsch nach Anerkennung, um Scham, Hoffnung, Schönheit und Hass - alles aus dem Käfig heraus, den wir Menschen uns unter anderem aus gesellschaftlichen Normen und Zwängen heraus zusammenbasteln und dem wir entkommen möchten, aber uns nicht trauen.
Wissen wir nicht mehr weiter, sind wir verzweifelt so liegt es nahe uns in Träumereien und Wunschvorstellungen zu flüchten, doch werden wir alle irgendwann von der Realität eingeholt. Ob wir nun daran glauben, dass uns eine Brustvergrößerung glücklich machen wird, wir mit dem Geliebten ein erfüllteres Leben führen werden als mit dem Ehemann oder die Erfüllung im Sex mit einem Teenager liegt: Wir würden es nicht zugeben und lassen den Alltag über uns ergehen, als würde nach diesem Leben ein anderes warten, in dem alles besser wird.

“American Beauty” zeigt in wunderschönen Bildern (das beste Beispiel ist sicherlich die tanzende Papiertüte im Wind), aber auch aufrüttelnden (zum Beispiel, als Angela verlassen und weinend auf der Treppe hockt) Gefühle und Gedanken ohne eine Spur von Kitsch oder Übertreibung. Intelligente Vorausdeutungen, Wendungen und schließlich das Zusammenpassen der verschiedenen Puzzleteile schafften schließlich einen Film, der so authentisch wirkt, dass man glaubt, dass es man selbst auch dieses Schicksal erleiden könnte. Unterstützt wird das Ganze noch von einem genialen Soundtrack.
Dass Lester sterben wird, ist von vornherein klar, doch nimmt keineswegs die Spannung, wie man vielleicht vermuten könnte. Der Zuschauer wird neugierig, möchte wissen welche Umstände dazu führen werden und überhaupt: Wer ist dieser Lester Burnham? Was geht in ihm vor? Weshalb ist seine Ehe mit Carolyn eigentlich schon gescheitert und weshalb hat er den Draht zu seinem einzigen Kind verloren?
Und welche Funktion hat Angela?
Was fasziniert, ist das Leben der Menschen h i n t e r der Fassade, die wir uns alle aufbauen und aufrechterhalten in dem Glauben dann keine Angst mehr haben zu müssen.

Diesen Film muss man gesehen haben. Er ist zu Recht mit fünf Oscars ausgezeichnet worden und hat meinen kompletten Bekannten - und Freundeskreis begeistert. Mich berührt er jedes Mal, egal wie oft ich in vorher schon gesehen habe. Daher vergebe ich volle fünf Ciao ***** und spreche eine Empfehlung aus. Wer ihn noch nicht gesehen hat, sollte ihn sich unbedingt mal auf DVD holen, denn “American Beauty” wird sicherlich einer der Filme sein, über die man in 20 Jahren noch redet.

Vielen Dank für Eure Lesungen, Bewertungen und Kommentare

Eure böse Maus (Mausimausmaus bei Ciao)
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
1-6 von 6 Testberichten über American Beauty
Amazon.de
Niedrige Preise, Riesen-Auswahl und kostenlose Lieferung ab nur 20 EUR
Home > Filme & DVDs > Spielfilme > Dramen > American Beauty > Testberichte