Abacusspiele Anno Domini Frauen
Abbildung vergrößern: Abacusspiele Anno Domini Frauen
Abacusspiele Anno Domini Frauen
Abacusspiele Anno Domini Frauen
Abacusspiele Anno Domini Frauen

Testberichte Abacusspiele Anno Domini Frauen

 Kartenspiel
3.6 von 5
Platz 111 in der Kategorie "Kartenspiele".
Bewertung: Kundenbewertung 3,60 / 5,00 3.6 von 5
Meinungen:
Ihre Meinung?  4 Meinungen
Preisvergleich: 8,99 € - 12,99 €
Bester Preis: 8,99 € bei Amazon Marketplace ¹

Abacusspiele Anno Domini Frauen Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 3,60 / 5,00 3.6 von 5
von 100% aller Autoren empfohlen (4/4).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • witzige Ereignisse
Nachteile/Kritik
  • man kennt bald den Großteil der Karten
Abacusspiele Anno Domini Frauen Kartenspiel am günstigsten bei:
- Anno Domini, Frauen
8,99 € ¹
Versand: 4,95 €
Gesamtpreis: 13,94 €
VisaMastercardAmerican ExpressBankeinzug
Alle Preise anzeigen
Duvie

Wann wurde Napoleons Penis versteigert?

ein Testbericht von 2003-07-09 00:02:17 vom 09.07.2003
Empfehlung: ja
Vorteile: witzige Ereignisse...
Nachteile/Kritik: man kennt bald den Großteil der Karten
Ein Spieltrieb schlummert wohl in jedem von uns – wobei bei mir von „schlummern“ schon keine Rede mehr sein kann, da lustige Spiele mit Freunden zu meinen absoluten Lieblingsbeschäftigungen gehören.
Dabei stieß ich vor wenigen Wochen auf das eher unbekannte Kartenspiel „Anno Domini“, das sich seit der unverhofften Entdeckung in meinem Bekanntenkreis ausweitet!


Und nun geht’s los!
In einem Set befinden sich 336 Karten, die mit unterschiedlichen Ereignissen bedruckt sind. Z.B.:
- Der Stuhl wurde Gebrauchsgegenstand in deutschen Haushalten.
oder
- Das älteste bekannte Verhütungsmittel.
oder
- Ein 1950 geborener Albatros stirbt an Alterschwäche.

Die Spieler (mind. 2 und max. 8) bekommen bei Spielbeginn 9 solcher Karten ausgehändigt und legen sie mit den Ereignissen nach oben vor sich aus, so dass sie jede Runde selbst ein Ereignis wählen können, das sie ausspielen möchten.
Auf der Rückseite der Karten stehen die jeweiligen Jahreszahlen, z.T. auch grob geschätzte Daten oder Zeiträume, zu denen das Ereignis eingetroffen ist oder vorrausichtlich eintreffen wird (der Albatros wird z.B. um 2030 sterben).
Nun beginnt ein Spieler, indem er eine seiner Karten vor sich und den anderen auslegt, da wir im Uhrzeigersinn spielen, ist jetzt der linke Nachbar an der Reihe. Er liest sich die Karte durch und wählt eine seiner eigenen Karten, die er wie bei einer Zeittafel darüber (für früher) oder darunter (für später) anlegen kann.
So setzt sich das Spiel der Reihe nach fort, bis ein Spieler glaubt, dass sich ein Fehler bei der Reihenfolge eingeschlichen hat und deswegen alle Karten umdreht. Nun wird geprüft, ob die Jahreszahlen von oben nach unten gelesen wirklich zum frühesten Zeitpunkt beginnen und zum spätestens enden – ohne einen Dreher dazwischen! Falls alles richtig ist, muss der Spieler, der aufgedeckt hat, zwei Karten aufnehmen, findet sich irgendwo ein Fehler, muss die Person, die zuletzt eine Karte angelegt hat zwei Karten nehmen – unabhängig davon, ob sie auch den Fehler gemacht hat!
Gewonnen hat, wer zuerst alle Karten angelegt hat und somit keine mehr vor sich liegen hat.


Macht so was denn Spaß?
Oh ja! Es ist wirklich verrückt, was für Ereignisse da ab und an auftauchen! Wer weiß denn Noch, wann diese Sachen geschehen sind:
- Bei Christie’s in London gelangt der Penis Napoleons zur Versteigerung?
- Die Nackte-Busen-Show „Tutti Frutti“ erfreut simple Gemüter.
- Die Kinsey-Studie zum sexuellen Verhalten des Mannes entsetzt Amerika: über 40% der Ehemänner gestehen einen Seitensprung.

Wollt ihr’ selbst mal versuchen: Zur Auswahl stehen 1948, 1990 und 1969.
Es können natürlich auch viel frühere Ereignisse auftreten, der erste Würstchenstand Deutschlands wurde z.B. im 10 Jhdt. aufgestellt.
Ab und zu gibt’s auf der Rückseite neben der Jahreszahl auch eine Erläuterung, der Penis Napoleons blieb z.B. beim Auktionshaus, weil das nötige Mindestgebot nicht genannt wurde.

Wie ihr merkt, haben echte Geschichtefreaks kaum einen Vorteil und gefestigtes Allgemeinwissen ist bei weitem nicht immer hilfreich. In erster Linie kommt es auf den Spaß an und den hat man, wenn man mal wieder so richtig weit daneben liegt. Beim ersten Spielen haben wir zu dritt mindesten 5 Runden bestritten und uns das Spiel dann auch selbst gekauft. Um den Euphorie aber einen kleinen Dämpfer zu geben, muss ich sagen, dASS man nach mehreren Spielrunden doch den Großteil der Karten kennt und das Spiel dadurch ein wenig an Reiz verliert – zwar kann man sich die Jahreszahlen nicht merken, aber das Schmunzeln, aufgrund der absurden Ereignisse, schwächt doch ab!
Dem Gegenwirken kann man, indem man sich verschiedene Editionen des Spiels kauft, mir bekannt sind die Themengebiete:
- Sex and Crime (aus dem die meisten Beispiele hier sind)
- Seefahrer und Flieger
- Frauen
- Schweiz
- Flops
- Kirche und Staat
- Lifestyle
- Natur
Witzig sind sie alle, soweit ich das beurteilen kann!
Dennoch werde ich in der Gesamtwertung einen Stern abziehen, weil man das Spiel auf Dauer ergänzen muss, damit es nicht an Reiz verliert!


Wie schaut’s aus?
Je nach Edition stecken die Karten in unterschiedlich farbigen Kartons, die alle länglichen Formats sind und nicht sofort auf ein Kartenspiel schließen lassen. Die Karten selbst haben auch nicht gängige Spielkarten Größe, sondern sind wesentlich kleiner (ca. 4 auf 6 cm).
Das Design der Karten ist nicht sonderlich aufregend, sie sind farblos und auf der Vorderseite mit schwarzer Schrift bedruckt. Die Jahreszahlen sind in Farbe aufgedruckt, die der Packungsfarbe entspricht. Wenn man mit mehreren Editionen gleichzeitig spielt, wird einem so am Ende das Sortieren erleichtert. Als weiteres Hilfsmittel ist auf jeder Edition ein bestimmtes Symbol aufgedruckt (bei Sex und Crime z.B. ein durchbohrtes Herz).
Die Schrift „anno domini“ erscheint in einem lustigen Schriftarten-Mix und das Thema wird neben der schriftlichen Kennzeichnung auf der Packung immer durch ein passendes Bild klar.
Weiter erfährt man auf der Packung noch, dass wir die lustigen Ereignisse der Spielkreateurin Urs Hochstettler zu verdanken haben – die für alle Editionen verantwortlich ist.

Die Spielanleitung ist übersichtlich und gut strukturiert aufgebaut. Da das Spielprinzip einfach ist, ist auch die Anleitung gut verständlich. Empfohlen wird das Spiel für Kinder ab dem Lesealter, wobei ich das als etwas früh gegriffen empfinde, das Grundschulalter sollte beendet sein.
Die Anleitung ist ausschließlich auf Deutsch, ist aber logisch, da die Karten ebenfalls deutsch sind und die Spieler somit dem Deutschen mächtig sein müssen!


Nix wie los! Aber wohin?
Ich habe nach einmaligem Spielen beschlossen, dass ich dieses Spiel in mein persönliches Kontingent aufnehmen möchte, allerdings kann die Besorgung etwas mühsam werden. Bei großen Kaufhäusern wie Karstadt, Globus und Co habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie es nicht führen. Bei Vedes wollte man 12,95 € für eine Ausgabe – für ein Kartenspiel doch recht teuer. Deswegen habe ich letztlich bei spielenet.de bestellt. Dort verlangte man zwar 4,50 € Porto von mir, da ich aber direkt drei Editionen bestellt habe und wir das Porto zu dritt geteilt haben, kam ich bei einem Preis von 9,95 € pro Spiel doch günstiger weg.

Ich wünsche euch viel Spaß beim eventuellen ausprobieren und spreche hier meine Empfehlung aus!
Und zu guter letzt schätzt mal, seit wann das „Manneken-Pis“ in Brüssel in seinen Brunnen pisst!
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Neue Informationen zum Produkt automatisch per E-Mail erhalten
Missbrauch melden
Bericht bewerten und eigenen Kommentar schreiben
Abacusspiele Anno Domini Frauen kaufen
- Anno Domini, Frauen
10,98 € ¹
Versand: 3,00 €
Gesamtpreis: 13,98 €
10,99 € ¹
Versand: 3,50 €
Gesamtpreis: 14,49 €
Domini Spiel - Abacus
12,99 € ¹
Versand: 3,95 €
Gesamtpreis: 16,94 €
- Frauen
12,99 € ¹
Versand: ab 3,00 €
Gesamtpreis: 15,99 €
- Frauen
12,99 € ¹
Versand: 3,00 €
Gesamtpreis: 15,99 €
¹ Alle Preisangaben inkl. MwSt. und ggf. zzgl. Versand. Zwischenzeitl. Änderung der Preise, Lieferzeiten & Lieferkosten sind in Einzelfällen möglich. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.
Anakin

Super Wissensspiel

ein Testbericht von 2002-06-15 19:29:27 vom 15.06.2002
Empfehlung: ja
Zu Beginn bekommt jede Spielerin 9 Karten, die sie mit der Ereignisseite nach oben vor sich legt. NIEMAND darf unter eine Karte sehen! Die erste Spielerin sucht eine ihrer Karten aus, liest sie vor und legt sie in die Tischmitte. Die nächste Spielerin entscheidet sich ebenfalls für eine Karte und legt sie vor oder hinter die erste, je nachdem ob sie meint ihr Ereignis sei vor oder nach dem anderen passiert. Die nachfolgenden Spielerinnen dürfen ihre Karten dann auch noch zwischen zwei anderen ablegen, wenn sie meinen, dass sie dort hin gehören.

Da niemand der Mitspielerinnen (außer vielleicht einer Verrückten, die alle Karten auswendig gelernt hat) bei jedem Ereignis weiß, wann es stattgefunden hat, kommt es sehr schnell zu den spannenden Momenten, wenn frau so tun muss, als wüsste sie Bescheid.

War das Konzert der Rolling Stones mit den weißen Schmetterlingen vor oder nach dem lautesten Geräusch, das die Welt je hörte? Und wann war das längste Jahr seit Einführung des gregorianischen Kalenders? (Antworten: 1969, 1965 & 1972). Dann hilft nur ein frecher Bluff und viel Überzeugung bei der Kartenablage.

Wenn die Spielerin nicht bluffen kann (oder will) darf sie auch die bisher gelegte Reihe in Frage stellen. Tut sie das, wird die GESAMTE Reihe überprüft. Wird auch nur ein Fehler in der Chronologie gefunden, bekommt die Spielerin, die zuletzt gelegt hat (egal ob sie die falsche Karte gelegt hat oder jemand anders davor), drei Strafkarten. Hat die Zweiflerin falsch gelegen, bekommt sie zwei Stück. Wer zuerst alle Karten losgeworden ist, hat das Spiel gewonnen.

Aber bis dahin ist es ein langer Weg, denn immer wieder werden Fehler ruck zuck bestraft und die Menge der loszuwerdenden Karten ist schon wieder größer geworden. Um so größer ist dann die Freude, wenn die letzte Karte erfolgreich abgelegt werden konnte und in der liegenden Reihe kein Fehler ist.

"Anno Domini" ist ein herrlich amüsantes Spiel, in dem viele interessante, verrückte und seltsame Fakten präsentiert werden. So können die Spielerinnen während des Spiels nicht nur Spaß haben, sondern auch noch etwas lernen und immer wieder den Kopf schütteln über die überraschenden Dinge, die in unserer Welt passiert sind (oder passieren werden).

Gut an dem Spiel ist außerdem, dass es schon jede Menge Themensets gibt, die sich beliebig miteinander verbinden lassen. Wir haben "nur" mit dem Themenset "Natur" gespielt, werden uns aber über kurz oder lang noch weitere zulegen. Und das solltet ihr auch tun.
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Miril

Im Jahre des Herrn

ein Testbericht von 2002-03-28 18:46:55 vom 28.03.2002
Empfehlung: ja
Nach einer kleinen, suchtbedingten Schreibpause möchte ich mich nun auch mal wieder zu Wort melden (JA, es gibt noch andere Süchte als yopi und NEIN sie ist nicht vorbei, diese Phase ;-). Nicht verursacht wurde sie übrigens durch das Spiel, was ich heute beschreiben möchte, denn dieses ist deutlich kurzweiliger.

Wenn ihr glaubt im Fach Geschichte bewandert zu sein, dann macht doch mal folgenden kleinen Test und sortiert die unten genannten wichtigen Ereignisse chronologisch:

1. Das älteste Waldmeisterbowlenrezept
2. In Wien wird ein Straßenstück mit Holz gepflastert
3. Theodor Tobler erfindet die dreieckige Toblerone
4. Autos mit Zündschlüsseln
5. Puzzlespiele kommen auf den Markt
6. Transparente Gläser
7. Erste Erwähnung einer Wäscheklammer
8. In der Sonnenatmosphäre wird das Element Helium nachgewiesen
9. Ein Schweizer Bergsteiger erfindet den Klettverschluss

Wie ihr könnt das nicht? Es gelingt euch wirklich nicht, diese hochwichtigen Erfindungen unserer Vorfahren zeitlich richtig zu sortieren? Nun das macht aber nichts, denn in diesem Spiel geht es eigentlich weniger darum, dies tatsächlich zu können, sondern mehr darum, den Eindruck zu erwecken, dass man weiß was man tut ;-).

Anno Domini ist ein Kartenspiel für 2 –10 Spieler (mehr geht meiner Meinung nach auch, wenn man genug Sitzplätze für die Leute hat). Für Kinder ist es durchaus geeignet, allerdings sollten sie zumindest lesen können. Der Hersteller macht keine genaue Altersangabe. Die Spielregeln sind jedenfalls hinreichend simpel, so dass sie eigentlich niemanden überfordern dürften. Das Spiel besteht aus 336 Karten, auf deren Vorderseite ein wichtiges historisches Ereignis festgehalten wurde und auf deren Rückseite die dazugehörige Jahreszahl zu finden ist. Erfunden wurde es von einem Schweizer namens Urs Hostettler.

Anno Domini gibt es in verschiedenen Ausgaben, die jeweils ein Oberthema haben und deren Verpackungen sich hauptsächlich farblich unterscheiden. Die oben genannten Beispiele stammen aus der Ausgabe Erfindungen (gelber Karton im Format 11cm x 6,5 cm x 4,5 cm = 321,75 cl ;-) Folgende Ausgaben gibt es bislang: Kirche&Staat, Lifestyle, Natur, Sex&Crime, Seefahrer, Erfindungen, Frauen, Sport, Kunst, Flopps und nicht zu vergessen: Schweiz. Letzteres ist sicher nur für die ganz harten Historiker unter euch zu empfehlen. Alle Ausgaben lassen sich beliebig mischen, was den Spielspaß noch erhöhen soll.

Zu Beginn des Spiel mischt man den Stapel von 336 Karten und passt dabei auf, sie nicht ungeschickterweise fallenzulassen. Ist diese erste Hürde genommen dann darf man schon jeweils 9 Karten an die Mitspieler verteilen. Vorher allerdings sollte man diese warnen: Erstens fuchtelt man nicht mit den Karten in der Gegend rum, denn sonst kann jeder die Jahreszahl auf der Rückseite sehen und zweitens ist es natürlich streng verboten, die Rückseiten anzuschauen (wäre ja zu einfach). Die Karten werden einfach offen auf den Tisch gelegt, Ereignis oben.

Nachdem man sich auf möglichst unblutige Weise auf einen Startspieler geeinigt hat (die Regeln schlagen hier den Besitzer vor), darf dieser eine Karte von dem übrig gebliebenen Stapel ziehen und in die Mitte des Tisches platzieren. Danach muss er noch eine eigene Karte laut vorlesen und dann an die andere anlegen. Jetzt wird es spannend: Legt er sie oberhalb oder unterhalb der anderen an? Drüber bedeutet: Ereignis fand vorher statt. Was unterhalb dann wohl bedeuten soll könnt ihr euch denken.

Für den folgenden Spieler gibt es nun immer zwei Möglichkeiten. Er kann selber eine Karte anlegen, indem er diese laut vorliest und oberhalb, unterhalb oder zwischen die bereits gelegten einsortiert. Tut er dieses, so ist das Unheil möglicherweise schon geschehen. Er kann aber auch unhöflich sein und seine Zweifel bezüglich der Geschichtskenntnisse seines Vorlegers, äh Mitspielers äußern und damit die bereits gelegte chronologische Reihenfolge der Karten anzweifeln. Nun gibt es wieder zwei Möglichkeiten: Er hat Recht und sein Vorgänger ist wirklich ne Niete in Sachen Geschichte, dann muss dieser zur Strafe drei neue Karten vom Stapel ziehen. Oder er ist selber die Niete und wird aber nur mit zwei Strafkarten bedacht. Entschieden wird dies dadurch, dass man die gelegten Karten umdreht und nachschaut, von welchen Jahreszahlen man auf der Rückseite überrascht wird. Diese Karten dürfen dann auch nicht mehr mitspielen. Es startet eine neue Runde, bei der der Zweifler anfängt, falls er Recht hatte. Ansonsten fängt derjenige an, der nach dem Zweifler dran gewesen wäre.

Das Spiel ist beendet, sobald jemand seine neun Karten komplett losgeworden ist und nicht durch einen nachfolgenden Nörgler als unwissender Bluffer enttarnt worden ist. Um die Sache noch etwas zu erschweren, muss jemand, der nur noch eine Karte hat und Startspieler wird gleich zwei Karten vom Stapel ziehen, diese sortieren und seine letzte einfügen.

So, nachdem ihr nun die Regeln verstanden habt, gebe ich euch auch die Auflösung für den obigen Test. Legt man die Karten regelgerecht, dann sieht die Reihenfolge, die man besser nicht anzweifeln sollte, folgendermaßen aus:

6. Transparente Gläser (ca. 50 v.Chr.)
7. Erste Erwähnung einer Wäscheklammer (110)
1. Das älteste Waldmeisterbowlenrezept (854)
5. Puzzlespiele kommen auf den Markt (1760)
2. In Wien wird ein Straßenstück mit Holz gepflastert (1827)
8. In der Sonnenatmosphäre wird das Element Helium nachgewiesen (1868)
3. Theodor Tobler erfindet die dreieckige Toblerone (1908)
9. Ein Schweizer Bergsteiger erfindet den Klettverschluss (1948)
4. Autos mit Zündschlüsseln (1949)

Wieder was gelernt, nicht wahr? Ob es nun so wichtig war, müsst ihr selber wissen ;-).

Wie ihr den Regeln unschwer entnehmen könnt, geht es bei diesem Spiel in erster Linie darum, möglichst gekonnt zu bluffen bzw. intuitiv zu entscheiden, wann eine Kette von Ereignissen lang genug ist, um Fehler zu enthalten. Man sollte dann lieber anzweifeln, statt darauf zu warten, dass es der nachfolgende Spieler tut.

Das Spiel macht mit vielen Leuten ziemlichen Spaß. Ich denke, dass es zu zweit keinen Spaß macht (wie leider viele Spiele), habe es aber noch nicht ausprobiert.

Anno Domini kostet pro Ausgabe um die 10 Euro, was ich persönlich etwas teuer finde, da es sich dabei lediglich um einfache weiße bedruckte Karten ohne Abbildungen handelt. Vergleicht man dies beispielsweise mit dem letzten Spiel des Jahres Carcassonne, das etwa genauso viel kostet, dann erscheint es mir zu teuer (vor allem dann, wenn man alle Ausgaben haben möchte).

Da ich eher langwierigere Strategiespiele bevorzuge, gehört Anno Domini nicht zu den Spielen, die bei uns sehr häufig gespielt werden. Es hat allerdings eine Reihe von Vorteilen und ist insgesamt recht witzig. Man kann es sehr schnell lernen und mit sehr vielen Leuten spielen. Es dauert auch nicht allzu lange (ca. 20- 40 Minuten). Nebenbei lernt man noch eine Menge unnützer Dinge, speziell dann, wenn man sich die Ausgabe Schweiz angeschafft hat. Manchmal ist man allerdings wirklich verblüfft, wann bestimmte Ereignisse stattgefunden haben, bzw. wie alt manche Erfindungen schon sind.

Als Nachteil empfinde ich zum einen den Preis und zum anderen die etwas lieblos gestalteten Karten. Aber letzteres ist sicherlich bei einem solchen Spiel nicht allzu schlimm.

Insgesamt spreche ich durchaus eine Empfehlung für dieses Spiel aus, allerdings ist es mir aufgrund des Preises und meiner persönlichen Vorlieben nur drei Sternchen wert. Für Leute, die kurzweilige Spiele bevorzugen, bei denen es weniger um Wissen, sondern mehr um Bluff geht, ist es sicherlich das richtige.

Viel Spaß beim zeitlichen Sortieren und danke fürs Lesen :-)

© Miril 27.3.2002
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 3,00 / 5,00 3
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Neue Informationen zum Produkt automatisch per E-Mail erhalten
Missbrauch melden
Kommentare
antjeeule
antjeeule, 29.03.2002
Ich werde mir das Spiel besorgen, nachdem ich deinen Bericht kenne. Der naumlchste Urlaub kommt bestimmt. Es muss ja nicht immer Skat oder Doppelkopf sein.
Bericht bewerten und eigenen Kommentar schreiben
Kucki

Wann wurde was erfunden?

ein Testbericht von 2002-02-28 22:05:37 vom 28.02.2002
Empfehlung: ja
Bei dem Spiel "Anno Domini - Erfindungen" geht es darum, verschiedene, mehr oder weniger bedeutsame, Erfindungen in die richtige zeitliche Reihenfolge zu bringen. Dabei nutzen einem aber nicht unbedingt besonders gute Geschichtskenntnisse, weil es nämlich nicht nur darum geht z.B. die Erfindung des Linoleums, der Ölheizung oder des Airbags einzuordnen, sondern auch zu wissen (bzw. gut zu schätzen) wann es den ersten Computervirus gab, Toblerone erfunden wurde oder aber wann die Indianer reiten lernten. Diese meist witzigen Erfindungen zu sortieren macht besonders in größeren Gruppen Spaß, ist aber auch für drei Spieler empfehlenswert, aber wie bei den meisten Spielen muß die Gruppe natürlich stimmen und niemand darf das Ganze zu ernst nehmen, denn im Grunde geht es darum seine Karten loszuwerden, aber wenn der nächste Spieler der Meinung ist, dass irgendetwas in der Reihe nicht stimmt und damit Recht hat bekommt man wieder Karten nd muß so unter Umständen auch für "Fehler" der Mitspieler büßen.
Alles in allem kann man also sagen, dass es ein Spiel ist, das man sowohl kurz zwischendurch spielen kann, als auch stundenlang, aufgrund der Kartenvielzahl und immer neuer Kombinationsmöglichkeiten.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:hilfreich
Neue Informationen zum Produkt automatisch per E-Mail erhalten
Missbrauch melden
Kommentare
cafemausi
cafemausi, 28.02.2002
bischen ungenaue Beschreinung fuumlr Leute, die das Spiel nicht kennen.
Tris.
Tris., 13.05.2003
Etwas kurz aber IK.
Bericht bewerten und eigenen Kommentar schreiben
1-4 von 4 Testberichten über Abacusspiele Anno Domini Frauen
Amazon.de
Niedrige Preise, Riesen-Auswahl und kostenlose Lieferung ab nur 20 EUR
Home > Spiel & Spaß > Spiele für die Familie > Kartenspiele > Abacusspiele Anno Domini Frauen > Testberichte