Wie bin ich zu Jane Austen bzw. Stolz und Vorurteil gekommen?
Ich habe den neuen Film Stolz und Vorurteil (2005, Keira Knightley & Matthew Macfadyen) gesehen, und war sofort ein Fan!
Danach habe ich das Buch an einem Tag verschlungen. Ich kaufte die Reclamausgabe (gottseidank, näheres später).
Dadurch sah ich auch den Film von BBC von 1995. Und da ich so ein Fan von S&V war, las ich auch Überredung, Verstand & Gefühl von Jane Austen.
Welche Ausgabe?
Viele Verläge habe Austen's S&V übersetzt, die einzige beste Ausgabe & Übersetzung ist die Ausgabe von Reclam, mit der Übersetzung & Nachwort von Christian Grawe. Grawe übersetzt mit Gefühl, das das Gefühl von diesem Zeitalter auferstehen lässt. Alle die schon die anderen Übersetzungen gekauft/gelesen haben, sind zu bemitleiden.
Wer ist Jane Austen?
Sie ist geboren am 16.Dezember 1775 in Steventon, Hampshire (GB). Sie hat 6 Geschwister und ist Tochter eines Pfarrers.
Sie schrieb:
Jugendwerke (1793)
Lady Susan - ein Briefroman (1794)
Verstand und Gefühl (1811)
Stolz und Vorurteil (1813)
Mansfield Park (1814)
Emma (1816)
Überredung (1818)
Kloster Northanger (1818)
doch auch unvervollständigte Romane:
Die Watsons (1804)
Sanditon (1817)
Worum geht es in Stolz und Vorurteil?
Es geht um den Stolz von einem reichen, gutaussehenden Mann, und einer Frau die Vorurteile gegen diesen Mann hat, und um Liebe!
Story
In Hertfortshire, im 19.Jahrhundert, lebt eine Familie Bennet mit 5 Töchtern. Die Mutter, Mrs.Bennet, tut alles vergebliche um die Töchter zu verheiraten. Ein Glück, dass ein reicher, in ein benachbartes Grundstück einzieht, Mr.Bingley, hat 5000 Pfund im Jahr, und Mrs.Bennet will ihn für ihre älteste und schönste Tochter Jane erobern. Mr.Bingley kommt mit seinen Schwestern, Miss Bingley und Mrs. & Mr.Hurst und seinem besten Freund Mr.Darcy.
Bei einer Veranstaltung verliebt sich Mr.Bingley in Jane Bennet, doch als er seinen Freund Darcy zum Tanzen auffordert, beschimpft dieser die 2.älteste Bennet, Elizabeth. Diese aber lacht mit ihrer Freundin Charlotte Lucas wegen Darcys Stolz.
Miss Bingley ladet Jane zum Dinner ein, und Jane wird krank. Elizabeth kommt um ihr zu helfen. Darcy verliebt sich in Elizabeth, doch diese hasst ihn, wegen seines Stolzs und wegen Mr.Wickham.
Angeblich soll Mr.Darcy Wickham seinen Anteil von dem Testament von Darcys Vater nicht gegeben haben. Nach dem Ball von Bingley reisen die Bingleys, Hurst, und Mr.Darcy nach London.
Eigentlich wollte Bingley nur nach London wegen Geschäfte, doch Darcy und seine Schwestern, die seine Liebe zu Jane Bennet entdeckten, wollten sie trennen, wegen den Bennets, die keine Vermögen haben.
Doch Elizabeth trifft Mr.Darcy wieder in Kent und dieser macht ihr plötzlich einen Heiratsantrag.
Doch sie lehnt ab wegen ihrer Schwester und wegen Wickham, er darauf schreibt einen Brief um gegen diese Anklagen Stellung zu nehmen. Sie bereut Wickham geglaubt zu haben, und trifft ihn wieder bei einer Reise nach Derbyshire, in seinem Haus Pemberley.
Alles scheint besser zu werden, und die beiden verstehen sich gut, als ein Brief kommt mit der Nachricht, Lydia, Elizabeths jüngste Schwester, sei geflohen mit Wickham, der Absicht zu heiraten. Elizabeth muss abreisen, und die Bennet familie zittert um einen Skandal.
Können Wickham gezwungen werden Lydia zu heiraten und kann Mr.Darcy Elizabeth immernoch lieben?
FAZIT:
Ein Liebesroman, in der englischen Regencyzeit, den jeder unbedingt lesen muss. Austen's Schreibstil ist faszinierend und die
Grundgeschichte des Romans ebenso.
Verfilmungen:
Es gibt 7 Verfilmungen von Stolz und Vorurteil:
1940: die 1.Verfilmung mit Laurence Olivier und Greer Garson
1952: Peter Cushing und Daphne Slater
1967: Lewis Fiander und Celia Bannerman
1980: David Rintoul und Elizabeth Garvie
1995: Colin Firth und Jennifer Ehle, der Liebling aller S&V Verfilmungen, eine Miniserie der BBC
2004: Liebe lieber Indisch, Stolz und Vorurteil auf Indisch! Mit Martin Henderson und Miss Universe Aishwarya Rai.
2005: Matthew Macfadyen und Keira Knightley, mein persönlicher Favorit
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jane austen-was würde sie sagen, wenn sie jetzt leben würde??
ein Testbericht von 12annalisa342011-07-22 16:16:53vom 22.07.2011Empfehlung: ja
Jane Austen schreibt mit viel Ironie und Schalk. Ihre Figuren haben alle eine bestimmte Rolle und aufgabe. Man merkt, das sie ihre Zeit kritisiert und ein freigeist ist.
Man kann das Buch tausendmal lesen und immer wieder lachen wenn man geschichten aus dieser epoche und liebesgeschichten mag. das buch fängt so wie jede gute liebesgeschichte an, nämlich das sich eine wunderhübsche frau in eine reichen und gutaussehenden mann verliebt. das buch nimmt aber leider eine tragische wendung als er sich von ihr trennt, da ihre familie nicht passt.
hier zeigt die autorin, wie sich die zeit verhielt, nämlich das es nicht allein auf die liebe ankam, sondern auf vermögen und ansehen. sie kritisiert diese haltung.
das buch nimmt immer wieder unerwartete wendungen, aber am ende endet es wie jede gute liebesgeschichte: nämlich das die beiden lieben, hübschen und klugen frauen ihre wohlhabenden und hübschen männer heiraten.
ein unerwartetes ende, den wer etwas über jane austen weis, glaubt eher, das die beiden niemals heiraten. sie hat sich mit diesem ende doch ihrer zeit angepasst. trotzdem ist dieses buch sehr gut zu lesen. es ist eine leichtere lektüre, trotz ihrer sprachwahl. es wird eindringlich geschildert was damals üblich war und was nicht. auserdem sind die beschrieben charakter der schwestern (insgesamt 5) von vollkommen unterschiedlichem wesen. die eine ist ein mauerblümchen, die andere intelligent, die andere wunderschön, die andere dumm und die letzte lässt sich von jedem beeinflussen. aber eins haben sie alle gemeinsam: sie sind wahnsinnig naiv. also auch nicht anders als man in der jetzigen zeit vorfindet.
die dialoge im buch sind noch witziger als die im film und jeder dem der film gefallen hat sollte das buch lesen.
jemand der gerne eine lektüre für zwischendurch hat, sollte dieses buch in betracht ziehen. nur vorsicht: jane austens bücher haben suchtpotenzial und man ist versucht alles von ihr zu lesen.
goat, 24.07.2011
Hallo Annalisa. Es wäre schöner, wenn Deine Berichte etwas Struktur bekämen und Du nicht alles klein schreiben würdest. Das ist sehr anstrengend zu lesen. Vielleicht guckst Du Dir mal die Berichte von den Leuten an, die schon etwas länger hier sind. Dann weißt Du, was ich meine. Lieben Gruß Melanie
Summertime_1981, 22.07.2011
Prima beschrieben - Über Gegenlesung würde ich mich sehr freuen. LG
Luna2010, 23.07.2011
Ich wünsche ein schönes Wochenende!
Freue mich über Gegenlesungen
ein Testbericht von mg812010-01-24 17:00:54vom 24.01.2010Empfehlung: ja
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Allgemeine Buch - Informationen:
- Titel: Stolz und Vorurteil
- Originaltitel: Pride and Prejudice
- Autorin: Jane Austen
- Verlag: Anaconda
- Seitenzahl: 361
- Preis: 6,95 Euro
- ISBN-13: 9783866471788
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Klappentext:
Im England des ausgehenden 18. Jahrhunderts seht die junge und schöne Elisabeth Bennet vor einer großen Lebensentscheidung: der Wahl eines geeigneten Heiratskandidaten. Ihr allzu stolzes Wesen jedoch vernebelt ihr ein ums andere mal den Blick, bis sie nach vielen Verwicklungen schließlich doch die Liebe ihres Lebens findet.
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Autorin:
Jane Austen wurde 1775 in Steventon (Hampshire) als Tochter eines Landpfarrers geboren.
Sie gilt als die herausragendste Vertreterin des englischen Gesellschaftsromans. Jane Austens berühmtester Roman „Stolz und Vorurteil“, der 1813 erschien, krönt die erste Schaffensphase der englischen Autorin und sicherte ihr einen Platz in den Annalen der Weltliteratur. Jane Austen starb 1817 im Alter von einundvierzig Jahren an Tuberkulose. Erst nach ihrem Tod wurde sich als Schriftstellerin anerkannt.
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Meine Meinung + zwei kleine Leseproben:
Nach den vier Büchern der Twilight-Reihe wollte ich mal was „Anspruchsvolleres“ lesen und entschied mich für einen englischen Klassiker: Jane Austens „Stolz und Vorurteil“, das zum ersten Mal 1813 erschien.
Im Buch geht es um die Familie Bennet, die fünf Töchter hat. Die Mutter hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, die fünf Töchter möglichst bald zu verheiraten. Klar, dass es jede Menge Aufregung im Hause Bennet gibt, als zwei junge Männer mit Vermögen in die Gegend ziehen. Die Hauptperson ist die zweiälteste Tochter Elisabeth. Eigentlich ist es ihre (Liebes-)Geschichte, doch man erfährt auch allgemein sehr viel über die einzelnen Familienmitglieder, insbesondere die vier Schwestern, und andere Charaktere.
Das Buch ist nicht besonders einfach zu lesen, was ja auch kein Wunder ist, denn die Story ist knapp 200 Jahre alt. Dementsprechend ist auch die Sprache sehr altmodisch. Manche Sätze musste ich zwei oder drei Mal lesen, bevor ich den Sinn verstand. Ich habe für das Buch etwas länger gebraucht als sonst. Die Dialoge sind übertrieben höflich, selbst Gleichaltrige sietzen sich. Besonders die Art wie Mr. Collins spricht, war sehr gewöhnungsbedürftig. Von dem Mr. Darcy, der ja später der Auserwählte von Elisabeth sein wird, und demnach eine der Hauptfiguren im Buch ist, erfährt man nicht einmal den Vornamen, zuerst dachte, er würde Witzwilliam heißen, aber später hat sich rausgestellt, dass sein älterer Cousin diesen Vornamen trägt. (Oder war ich hier zu unaufmerksam?).
Die Stellung der Frau zu der Zeit steht im krassen Gegensatz zur heutigen Zeit. Die einzige Karriere , die das Leben den Frauen zu bieten hat, ist eine Heirat mit einem möglichst vermögenden Mann. Liebe spielt in den meisten Fällen nur eine sehr geringe Rolle. Dagegen wehrt sich Elisabeth mit Erfolg. Für sie kommt es auf gar keinen Fall in Frage, des Geldes wegen zu heiraten.
Eigentlich soll das Buch die Liebesgeschichte Elisabeths und Darcys erzählen, aber es wird irgendwie alle Mögliche erzählt. Hätte ich vorher nicht gewusst, dass es um die beiden geht, wäre ich wohl auch nicht darauf gekommen, bis sich die beiden ausgesprochen haben. Ich denke, vor allem weil man zu der Zeit nicht die lange Kennenlerndauer hatte, sondern sofort geheiratet hat, gab es ja eigentlich auch nicht viel über die Annährung der beiden zu erzählen. Dafür verschafft das Buch verschafft dem Leser einen sehr guten Einblick in die damalige Zeit.
Teilweise habe ich mich aber auch über einige Sätze sehr aufgeregt, mir als Möchtegernfeministin ;-) stellen sich die Nackenhaare auf, wenn ich z. B. folgenden Absatz lese, in dem Elisabeth Freundin Überlegungen über die Heirat mit Mr. Collins anstellt:
„Mr. Collins war weder klug, noch sehr angenehm; seine Gegenwart fiel einem auf die Neven, und seine Liebe bestand nur in seiner Einbildung, aber – er würde ihr Gatte sein. Ohne daß sie jemals viel von Männern oder der Institution der Ehe gehalten hätte, war die Heirat doch immer ihr Ziel gewesen; es war die einzig ehrbare Möglichkeit, sich zu versorgen, die ein Mädchen aus gutem, aber nicht eben reichem Hause besaß; und mochte aus das Glück, das sich daran knüpfte, höchst zweifelhafter Natur sein, so stellte es doch die annehmbarste Sicherung gegen künftige Not dar. Das hatte sie jetzt erreicht, und mit ihren siebenundzwanzig Jahren und ihrem nicht sehr reizvollen Gesicht durfte sie sich ihres Glückes durchaus bewußt sein.“
Oder noch besser, als die jüngste Schwester von Elisabeth mit einem Offizier durchgebrannt ist, schrieb der Vetter des Vaters einen Brief an diesen mit u. a. folgendem Wortlaut:
„(…) Nehmen Sie meine Versicherung entgegen, lieber Vetter, daß meine Frau und ich den Schmerz teilen, den Sie und Ihre liebe Familie in diesen Tagen empfinden werden und der umso bitterer ist, als die Umstände, die ihn verursacht haben, selbst nach Jahren in keinem milderen Licht erscheinen können. Von meiner Seite wird nichts unversucht gelassen werden, um Ihnen Ihren Kummer zu erleichtern und Ihnen Trost zu spenden in dieser Prüfung, die gerade für eines Vaters Herz so schwer zu tragen sein muß. Selbst der Tod Ihrer Tochter hätte im Vergleich zu solchem Unglück ein Segen genannt werden müssen.“
Unglaublich, oder? Mann bin ich froh, dass ich nicht vor zweihundert Jahren geboren bin. Obwohl es ja immer noch zu viele Länder gibt, in denen es auch heute noch so zugeht.
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Mein Fazit:
Es war sehr interessant, mal ein Buch aus einer anderen Zeit zu lesen. Auch wenn das Lesen und Verstehen des Gelesenen nicht immer ganz einfach war, hat es doch Spaß gemacht das Buch zu lesen und dabei habe ich mich doch sehr gut unterhalten gefühlt. Jane Austen bekommt von für „Stolz und Vorurteil“ alle fünf Sterne.
Auf Amazon.de gibt es die ersten 10 Seiten des Buches zu lesen. Bevor man sich für den Kauf des Buchs entscheidet, sollte man da vielleicht reinschauen.
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giselamaria, 24.01.2010
...hm .... Weltliteratur ?? - mit diesem Inhalt ? - bedenke: Weltliteratur nur, weil das Buch oder die Autorin viel gelesen wurde oder wird, zählt nicht - - okee, hat dir gut gefallen, Bericht ist okee, also was solls gell - - LG Gisela
Bunny84, 23.01.2010
Sehr Hilfreich. Ich wünsche dir ein schönes Wochenende. Lg Bunny84
Chandini, 26.01.2010
Proud Prejudice kann man getrost zu "Weltliteratur" zählen!
ein Testbericht von Steffi1409092009-12-22 14:02:50vom 22.12.2009Empfehlung: ja
Vorteile: Die Handlung ist mitreißend, man kann nicht aufhören, zu lesen. Ein Buch für Romantikerinnen....Nachteile/Kritik: Man muss sich an die etwas altertümliche Ausdrucksweise gewöhnen, sich entsprechend konzentrieren und die notwendige Ruhe haben.
Bei dem Buch "Stolz & Vorurteil" handelt es sich um mein absolutes Lieblingsbuch. Es ist eins von wenigen, was mich dermaßen gepackt hat, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen wollte.
Durch Zufall und aus Langeweile habe ich beim Hin- und Herzappen zu allererst den Film (Neuverfilmung aus dem Jahre 2006) im Fernsehen gesehen. Der Film hat mich total verzaubert, und schließlich habe ich mir die DVD gekauft, die ebenfalls absolut zu empfehlen ist. Es ist immer wieder schön, sich "Stolz & Vorurteil" anzugucken, auch wenn man schon genau
weiß, was passiert und man fast schon mitsprechen kann. Der unwiederstehliche Mr. Darcy in einer der Hauptrollen ist eine absolute Augenweide.
Auch wenn ich die Handlung schon ziemlich gut kannte, habe ich mir dann trotzdem noch das Buch zugelegt, weil Bücher ja öfters noch besser sein sollen als die entsprechenden Filme. Ich wurde nicht enttäuscht ...
Die Handlung spielt in England, zum Ende des 18. Jahunderts. Mrs. Bennet hat nur ein Ziel - ihre fünf Töchter "unter die Haube" zu bringen, doch ihre zweitältesten Tochter Lizzie hat nicht vor, sich jemals zu vermählen. Sie lernt allerdings irgendwann den gut aussehenden und versnobten Mr. Darcy kennen, doch bald schon gefährden Stolz und Vorurteile ihre aufblühende Liebe. Lasst Euch überraschen, wie die Geschichte ausgeht.
Das Buch packt einen von der ersten Seite an. Man muss sich anfangs an die etwas altertümliche Ausdrucksweise und an die für uns ungewohnten Redensarten gewöhnen. Hierfür benötigt man die notwendige Ruhe und Konzentration, aber man ist trotzdem schon nach kurzer Zeit mittendrin im Geschehen und kann das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen, auch wenn man aufgrund des Films vielleicht schon weiß, wie die Handlung ausgeht.
Wie fast immer, unterscheiden sich Film und Buch voneinander. Im Buch werden Details viel besser beschrieben und wiedergegeben, aber auch komplette Szenen und Orte differieren, was etwas verwirrend sein kann, falls man den Film schon kennt. Insgesamt würde ich das Buch dem Film vorziehen.
Es ist eher ein Buch für Frauen, die eine sehr romantische Ader haben und sog. Schnulzen mögen. Wer gerne Liebesromane liest, für den ist dieses Buch genau richtig. Es ist aufgrund der Ausdrucksweise keine unbedingt leichte Kost und nichts, um es nebenbei mal eben zu lesen. Für den Strandurlaub z. B. eignet es sich nicht.
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ein Testbericht von rainbow902009-05-03 20:00:56vom 03.05.2009Empfehlung: ja
Vorteile: einfach alles...Nachteile/Kritik: nichts
Hallo alle zusammen!
Es ist mal wieder an der Zeit, euch ein Buch vorzustellen, welches, wie ich meine, doch sehr berühmt ist:
>>Stolz und Vorurteil<<
Von Jane Austen
~~~ Wie kam ich zu diesem Buch? ~~~
Nachdem vor einer Weile der Film „Stolz und Vorurteil“ im Fernsehen zu sehen war und ich den wirklich super fand, wollte ich auch gern das Buch lesen. Nach einigem Herumfragen stellte sich heraus, dass meine Freundin dieses Buch besitzt und gleich den nächsten Tag brachte sie es mir mit und ich begann zu lesen...
~~~ Zur Autorin Jane Austen ~~~
Auszug
aus dem Buch:
Jane Austen (1775 – 1817) gilt als die große Dame der englischen Literatur, der es als erster gelang, die Komik des Alltäglichen zu gestalten. Nach außen hin führte sie ein ereignisloses Leben im elterlichen Pfarrhaus. Ihre Romane jedoch – neben „Pride and Prejudice“ sind dies vor allem „Sense ans Sensibility“ (1811), „Mansfield Park“ (1814), „Emma“ (1816), „Northanger Abbey“ (1818) und „Persuasion“ (1818) – erfreuen sich heute weltweit einer millionenfachen Leserschaft; fast alle sind mehrfach erfolgreich verfilmt worden.
Das Buch ist in einem hellen mintgrün gestaltet worden. Auf der Vorderseite sieht man ein Bild in schwarz- weiß, welches fünf junge Damen und einen Mann zeigt. Darüber stehen der Titel und die Autorin in einer roten Schrift.
~~~ Der Klappentext ~~~
Jane Austens populärstes Werk in einer Neuübersetzung.
„Drei, vier Familien auf dem Lande“ sind der Stoff, aus dem die große Dame der englischen Literatur ihre Romane schuf.
In „Stolz und Vorurteil“ sind es die Bennets, die nicht weniger als fünf Töchter unter die Haube bringen müssen – wobei sich besonders die kluge und stolze Elizabeth als Problemfall erweist.
~~~ Leseprobe ~~~
Es ist eine Wahrheit, über die sich alle Welt einig ist, daß ein unbeweibter Mann von einigem Vermögen unbedingt auf der Suche nach einer Lebensgefährtin sein muß.
Welcher Art die Gefühle und Wünsche eines solchen Mannes im übrigen auch immer sein mögen, diese Wahrheit hat eine so unumstößliche Geltung, daß er schon bei seinem ersten Auftauchen von sämtlichen umwohnenden Familien als rechtmäßiger Besitz der einen oder anderen ihrer Töchter angesehen wird.
»Mein lieber Bennet«, sprach eines Tages Mrs. Bennet zu ihm, »hast du schon gehört, daß Netherfield Park endlich einen Mieter gefunden hat?«
Mr. Bennet erwiderte, er habe es noch nicht gehört.
»Trotzdem ist es so, wie ich sage«, beharrte Mrs. Bennet. »Mrs. Long war gerade hier und hat es mir erzählt - Willst du denn nicht wissen, wer der neue Mieter ist?« fuhr sie mit ungeduldiger Stimme fort.
»Du willst es mir doch gerade erzählen, und ich habe nichts dagegen.«
Einer deutlicheren Aufforderung bedurfte es nicht.
»Also, Mrs. Long erzählte, daß Netherfield von einem sehr wohlhabenden jungen Mann aus Nordengland gepachtet wurde. Er kam letzten Montag im Vierspänner an, um das Haus zu besichtigen, und er war so entzückt davon, daß er sogleich mit Mr. Morris abschloß. Noch vor Michaelis will er einziehen, und seine Dienerschaft soll zum Teil schon Ende dieser Woche herkommen.«
»Wie heißt er denn?«
»Bingley.«
»Verheiratet?«
»Aber nein! Unverheiratet! Natürlich unverheiratet! Ein steinreicher Junggeselle, mit vier- oder fünftausend Pfund im Jahr! Welch ein Glück für unsere Kinder!
»Wieso? Wieso für unsere Kinder?«
»Du bist aber auch zu langweilig, mein Lieber. Verstehst du denn nicht, daß er vielleicht eine unserer Töchter heiraten wird?«
»Kommt er deshalb hierher?«
»Deshalb? Was redest du da? Unsinn! Aber es ist doch sehr gut möglich, daß er sich in eine von ihnen verliebt; und daher mußt du ihm einen Besuch machen, sobald er eingezogen ist.«
»Weshalb denn? Du kannst ja mit den Mädchen hinübergehen. Oder besser noch, du schickst sie allein; denn da du noch ebenso gut aussiehst wie jede von deinen Töchtern, würde sich Mr. Bingley vielleicht gar dich aus dem Schwarm aussuchen.«
»Ach, du Schmeichler. Gewiß, ich bin einmal recht schön gewesen, aber jetzt bilde ich mir nicht mehr ein, irgend etwas Besonderes vorzustellen. Wenn eine Frau fünf erwachsene Töchter hat, tut sie gut daran, alle Gedanken an ihre eigene Schönheit fallen zu lassen. Du mußt aber unbedingt Mr. Bingley aufsuchen, sobald er unser Nachbar ist.«
»Ich gebe dir heute nur die Versicherung, daß ich es dir nicht versprechen kann.«
»Aber denk doch an deine Töchter! Denk doch an die gesellschaftliche Stellung, die es für eine von ihnen bedeuten mag! Sogar Sir William und Lady Lucas sind fest entschlossen, ihm nur deshalb einen Besuch zu machen; du weißt, wie wenig sie sich sonst um Neuankömmlinge kümmern. Du mußt unter allen Umständen hingehen; denn wie sollen wir ihn besuchen kön¬nen, wenn du es nicht zuerst tust?«
»Du bist viel zu korrekt; ich bin überzeugt, Mr. Bingley wird sich sehr freuen, euch bei sich begrüßen zu dürfen. Ich kann dir ja ein paar Zeilen mitgeben und ihm aufs herzlichste meine Ein¬willigung zusichern für den Fall, daß er sich eine von meinen Töchtern aussuchen und sie heiraten will. Für meine kleine Lizzy will ich dabei ein besonders gutes Wort einlegen.«
»Ich will sehr hoffen, daß du nichts dergleichen tust. Lizzy ist nicht einen Deut besser als die anderen. Im Gegenteil, ich finde sie nicht halb so hübsch wie Jane und nicht halb so reizend wie Lydia. Aber du mußt sie ja immer vorziehen.«
»Du hast recht. Wirklich empfehlen könnte ich keine von ihnen«, erwiderte Mr. Bennet. »Sie sind albern und unwissend wie alle jungen Mädchen; nur Lizzy ist wenigstens etwas lebhafter als ihre Schwestern.«
»Aber hör mal, wie kannst du deine eigenen Kinder so herabsetzen! Es macht dir offenbar Spaß, mich zu ärgern. Du hast eben gar kein Mitgefühl mit meinen armen Nerven!«
»Da verkennst du mich ganz und gar, meine Liebe. Ich hege die größte Achtung vor deinen Nerven. Seit zwanzig Jahren höre ich mir nun schon das mit deinen Nerven an; sie sind mir nun gute alte Bekannte geworden.«
»Ach, du ahnst nicht, wie sehr ich unter ihnen leiden muß!«
»Aber ich hoffe, du überstehst es auch dieses Mal und erlebst, daß noch viele andere junge Männer mit viertausend Pfund im Jahr sich in unserer Nachbarschaft niederlassen.«
»Und wenn zwanzig kämen, was nützt es uns, wenn du sie doch nicht besuchen willst?«
»Verlaß dich auf mich, meine Liebe: wenn es erst zwanzig sind, werde ich sie nacheinander aufsuchen.«
~~~ Handlung ~~~
Nachdem Mr. Bingley in die Nähe der Bennets gezogen ist, sind alle ganz aus dem Häuschen. Alle wollen ihre Töchter mit ihm verheiraten. Seinen Freund hingegen – Mr. Darcy – kann niemand leiden, er ist so stolz und eitel und unhöflich. Das sieht auch Elizabeth so. Da ihre Schwester Jane und Mr. Bingley sich sehr gut verstehen, kann sie es aber nicht vermeiden, Mr. Darcy öfter zu sehen und kann ihn zusehends weniger leiden. Obwohl eigentlich allen klar war, dass Jane und Mr. Bingley heiraten würden, reist er plötzlich ab und hinterlässt keine Nachricht. Elizabeth bleibt bei Gedanken aber dennoch immer bei ihm, da sie einen alten Bekannten von ihm trifft und herausfinden muss, dass Mr. Darcy ein noch schlimmerer Mensch ist, als angenommen. Bei einem Besuch bei ihrer Freundin trifft sie Mr. Darcy, wo er ihr völlig unerwartet einen Heiratsantrag macht. Er liebe sie schon sehr langer Zeit. Elizabeth lehnt ab und wirft ihm Schlechtigkeiten vor, von deren Richtigkeit sie überzeugt ist. Kurze Zeit später erhält sie von ihm einen Brief, in dem er diese Dinge erklärt und Elizabeth muss einsehen, dass sie ihm Unrecht getan hat und nach einigen Treffen in den drauffolgenden Monaten gewinnt sie ihn sehr lieb. Es scheint nur so, als habe Mr. Darcy nun das Interesse an ihr verloren und ihre aufkeimenden Gefühle für ihn völlig hoffnungslos...
~~~ Meine Meinung ~~~
Nach den ersten paar Zeilen war ich überrascht. Ich hatte eigentlich mit einer anderen Ausdrucksweise gerechnet, da das Buch ja schon ziemlich alt ist und man damals bekanntlich anders gesprochen hatte. Natürlich war es nicht wie jedes moderne Buch geschrieben, aber auch so gar nicht so, wie man es von alten Büchern kennt. Nach anfänglicher Verwirrung hatte ich mich aber an den Schreibstil gewohnt und mit der Zeit mochte ich hin sogar sehr.
Ich finde, das Buch ist wirklich super. Ich stehe ja sowieso so auf Liebesschnulzen, aber diese ist nicht einer von der allgemein bekannten Art, sondern so zauberhaft in frühere Tradition und Umgangsformen gepackt und dabei so romantisch und mitfühlend geschrieben, obwohl man doch meist die Gefühle erahnen muss. Es wird oft von leidenschaftlicher Liebe gesprochen, aber wirklich eingehen beschrieben wird diese nicht. Ich muss aber sagen, dass ich diese Art und Weise zu schreiben auch sehr schön finde, denn so steigt irgendwie die Spannung, weil man immer auf einen Gefühlsausbruch wartet. Außerdem ist das Buch dadurch auch nicht so kitschig und langweilig und es zieht einen geradezu in seinen Bann. Ich habe das Buch in ganz kurzer Zeit durchgelesen, und wollte es gar nicht mehr weglegen, weil es sich so schön gelesen hat. Natürlich ist es letztendlich doch eine normale Liebesgeschichte, die aber von ganz besonderer Art ist und einem nicht so plump vor die Füße geworfen wird. Schön sind auch, diese dezente Zurückhaltung und die höflichen Umgangsformen. Da so etwa heutzutage nicht mehr existiert, finde ich es umso toller diese in einem Roman vorzufinden und besonders deswegen spricht mich das Buch so sehr an, weil in dieser Zeit eben alles so anders ablief, als heute.
Ich bin wirklich sehr froh, dass ich das Buch gelesen habe und werde es höchstwahrscheinlich demnächst noch einmal lesen.
~~~ Meine Bewertung ~~~
Ich kann dem Buch nur fünf von fünf Sternen geben, da es absolut lesenswert ist. Sowohl in seinem Schreibstil, als auch im ganzen Aufbau und der Verpackung der Geschichte spricht es einen an. Folglich empfehle ich es weiter und ich finde, jeder sollte das mal gelesen haben, oder zumindest alle, die gern Romane lesen. Denn das ist einer der besten, die man nur lesen kann – und dazu noch ein Klassiker.
Ich bedanke mich für das Lesen und Bewerten.
Liebe Grüße
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ein Testbericht von schnolgi2009-04-01 08:56:58vom 01.04.2009Empfehlung: ja
Vorteile: Es lässt sich gut lesen....Nachteile/Kritik: Das Ende.
Jane Austen - Stolz und Vorurteil
Ich bin immer auf der suche nach neuen und interessanten Büchern, als ich bei einer Buchhandlung in Abteilung für Klassische Literatur stand, fand ich „Stolz und Vorurteil“ von Jane Austen. Ich bin zwar kein großer Fan von Liebesromanen, fand den Inhalt der ersten Seite trotzdem Interessant.
Jane Austen wurde als siebtes von acht Kindern eines Landpfarrers im Bezirk Hampshire im Süden Englands am 16.12.1775 geboren. Kaum älter als zwanzig Jahre war Jane Austen, als sie 1796/97 ihren ersten Roman Stolz und Vorurteil (Pride and
Prejudice) schrieb. Stolz und Vorurteil ist der beliebteste und populärste Roman, der erst 1813 in London, anonym unter „by a lady“ erschienen sowie ihre anderen zu Lebzeiten veröffentlichten Werke. Jane Austens Romane gehören zu den bedeutendsten Werken der angelsächsischen Literatur um die Wende zum 19. Jahrhundert. Jane Austen starb mit 42 Jahren an Tuberkulose in Jahr 1817.
Leseprobe:
"Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass ein Junggeselle im Besitz eines schönen Vermögens nichts dringender braucht als eine Frau."
„Die Herren nannten ihn ein Bild von einem Mann, die Damen erklärten, er sehe viel besser aus als Mr. Bingley, und den halben Abend lang wurden ihm bewundernde Blicke zugeworfen, bis sein Verhalten schließlich Anstoß erregte und seine Beliebtheit abflaute. Man entdeckte, dass er stolz war, dass er auf seine Umgebung herabsah und zu hochmütig war, um sich zu vergnügen.”
„Sie eigensinniges, halsstarriges Mädchen! Ich pflege mich nicht den Launen anderer zu unterwerfen. Ich bin es nicht gewohnt, Enttäuschungen hinzunehmen.” „Dadurch wird die gegenwärtige Lage von Mylady freilich umso bedauernswerter, aber auf mich hat es keinerlei Auswirkungen.”
„Lydia sah das Lager in all seiner Pracht, die Zelte schnurgerade ausgerichtet und voll gestopft mit fröhlichen jungen Männern in Scharlachrot, und um das Bild zu vervollkommnen, unter einem Zelte sich selbst, wie sie mit mindestens sechs Offizieren gleichzeitig schäkerte.”
Buchbeschreibung:
Jane Austens bekanntester Roman - und eine der schönsten Liebesgeschichten der Weltliteratur. Mit Ironie und scharfer Beobachtungsgabe behandelt Jane Austen in "Stolz und Vorurteil" ein heikles Sozialthema der damaligen Zeit: die von den Eltern arrangierte Ehe.
Im Zentrum des Geschehens steht Elizabeth. Mr. und Mrs. Bennet haben fünf Töchter, die sie verheiraten müssen. Da trifft es sich glänzend, dass der reiche Junggeselle Bingley das Nachbargut Netherfield pachtet. Bei den obligatorischen Anstandsbesuchen lässt sich die Vermählungslust des Neuzugangs aus London eruieren. Doch Mr. Bingley kommt nicht allein nach Hertfordshire; er hat seine Schwestern und vor allem seinen Freund Fitzwilliam Darcy im Gefolge.
Elisabeth, Lizzy Bennet sucht keinen Kontakt, obwohl auch sie im Ehehafen vertäut werden soll, zum neuen Nachbarn und seinem schroffen Begleiter: „Und da Elisabeth genauer beobachtete als ihre Schwester, ihr Gemüt weniger weich und ihr Urteilsvermögen nicht durch Komplimente geschwächt war, verspürte sie wenig Neigung, sich anerkennend über die beiden zu äußern.” Mr. Bingley wird am Ende des Romans gut mit der rechten Lebenspartnerin versorgt sein. Wie die Geschichte zwischen Elisabeth und Darcy ausgeht, darf man, selbst falls alle Welt es seit zweihundert Jahren weiß, niemals ausplaudern.
Die Spannung, wer wen bekommt, steigert sich bis zum Schluss. Dabei ereignet sich gar nicht viel. Jane Austen führt im frohen Erzählbogen verschiedene Modelle vor, von stumpfer zweisamer Häuslichkeit bis zur Ausdauer des Traumpaars.
Meine Erfahrung:
Ich muss zugeben, ich wurde vom Inhalt des Buches angenehm überrascht, man erwartet von einem Liebesroman nicht gerade viel Tiefsinn und Komplexität. Meiner Meinung nach hat Jane Austen hat diese beide Begriffe sehr gut in ihrem Buch umgesetzt.
Jede Einzelne Seite des Romans wurde spannend geschrieben, dass man am liebsten das ganze Buch am Stück lesen will, was ich beinahe auch getan habe. Das Happy End fand ich etwas enttäuschend, da es nicht der realen Welt entspricht, ein Märchen halt.
Jane Austen lebte in der Gesellschaft, wo Reichtum, Ansehen und Ehre eine wichtigere Rolle im Leben eines Menschen spielten als es heute der Fall ist. Frauen träumten von der Sicherheit der Ehe und das spiegelt sich natürlich auch im Buch ab.
Trotz allen Abneigungen gegenüber Liebesromanen, finde ich das Buch sehr gut und daher vergebe ich auch 4 Sterne, einen muss ich abziehen für das Ende des Romans, ist halt Geschmackssache.
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ein Testbericht von Anja792006-04-12 18:54:14vom 12.04.2006Empfehlung: ja
Vorteile: Fesselnde großartig geschriebene Geschichte über Stolz und Vorurteil und über die Liebe...Nachteile/Kritik: nichts
Bei der Reclam Ausgabe von Stolz und Vorurteil handelt es sich um die Übersetzung von Ursula und Christian Grawe, welche meiner Meinung nach die beste Übersetzung des Originals pride and prejudice von Jane Austen darstellt. Diese Ausgabe wurde auch von der FAZ als beste Übersetzung empfohlen! Das Buch Stolz und Vorurteil ist, wie ich finde, das beste Buch von Jane Austen. Es wurde 1813 veröffentlicht. Die Autorin zeigt mit diesem Buch, dass sie ihrer Zeit um einiges voraus war und überzeugt mit gut durchdachten wordgewandten Dialogen. Stolz und Vorurteil stellt
die englische Gesellschaft dieser Zeit und ihren Standesdünkel bloß und wurde nach seiner Veröffentlichung begeistert aufgenommen.
Zum Inhalt:
Familie Bennet hat 5 Töchter, die besonders nach dem Wunsch der Mutter, so gut wie nur möglich unter die Haube gebracht werden sollen. Dies scheint ihre einzige Sorge zu sein, die auch nicht ganz unberechtigt ist, da das Anwesen der Bennets nach dem Tod von Mr. Bennet an den entfernten Cousin Mr. Collins übergeht. Doch Mr. Bennet denkt noch nicht ans Sterben. Mit seiner humorvollen, ironischen Art bildet er den krassen Gegenpol zu seiner hysterischen Ehefrau. Als Mr. Collins seiner Tochter Elizabeth einen Heiratsantrag macht und diese ablehnt, besteht Mrs. Collins auf der Annahme des Antrags durch ihre Tochter, ansonsten will sie sie nie wiedersehen. Mr. Collins meint dazu nur trocken, dass Elisabeth sich nun von einem Elternteil trennen müsse, da er sie nicht mehr sehen möchte, wenn sie ihn heiratet!
Das Buch beginnt damit, dass die zwei vermögenden Junggesellen Mr. Bingley und Mr. Darcy den benachbarten Besitz Netherfield beziehen. Mrs. Bennet möchte natürlich sofort Bekanntschaft mit diesen jungen Herren schließen, sie wittert eine gute Partie. Bei Mr. Darcy handelt es sich um einen besonders vermögenden und stolzen Mann, der nach und nach heftige Gefühle für die intelligente und schöne Elizabeth entwickelt. Doch er verachtet ihre Familie wegen ihres niedrigen Standes und wegen des vulgären Verhaltens ihrer Mutter und jüngeren Schwestern. Elizabeth empfindet zunächst nur Verachtung für diesen eingebildeten und hochmütigen Mann und seine abfällige Art. Es entstehen Missverständnisse, Irrungen und Wirrungen und große Gefühle. Ein glückliches Ende scheint nicht erreichbar zu sein, denn Elizabeth lehnt auch den Heiratsantrag von Mr. Darcy ab. Doch schließlich kommt alles noch ganz anders...
Neben dieser Haupthandlung, gibt es natürlich noch weitere interessante Handlungen. Aber ich möchte nicht zu viel verraten, denn dann macht das Lesen nicht mehr so viel Spaß.
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ein Testbericht von fäääl2003-07-31 12:13:19vom 31.07.2003Empfehlung: ja
Vorteile: tolles Buch!!!!...Nachteile/Kritik: -
Mit 20 Jahren einen Welt-Klasse-Roman voller Spitzfindigkeiten, Anspielungen und Ironie zu schreiben? Jane Austen ist das mit Pride and Prejudice gelungen. Wer also Spaß daran hat, in der Schilderung von Personen Charaktere ironisch gespiegelt zu sehen, eine gewisse Portion Schmalz und Romantik nicht verachtet und außerdem noch Spaß daran hat, wenn sich eine GEsellschaftskomödie entfaltet, der sollte dieses Buch unbedingt zur Hand nehmen!
Worum es geht:
Um Liebe und Enttäuschung, um Stolz und verfehlte Vorurteile natürlich, um Sanftmut und Rationalität, um Bindungen und Verflechtungen und auch ein gehöriges Stück um die britische
Mittel- und Oberschicht des 19. Jahrhunderts.
Die Story:
Familie Bennet hat fünf Töchter. Das ist schade, fällt doch damit das Familienerbe an einen entfernten Cousin, Mr. Collins. Mrs. Bennet träumt also von nichts anderem, als ihre Töchter endlich "unter die Haube" zu bringen - und zwar an einen möglichst charmanten und vor allem auch reichen oder jedenfalls gut-situierten Gentleman. Das ist aber angesichts der geringen finanziellen Mitgift ihrer Töchter (s.o.) nicht gerade einfach...
Das zweite Hindernis auf diesem Ziel sind natürlich die Töchter selbst.
Jane, die älteste, ist sanftmütig, gütig und ein Ausbund an Tugend, Schönheit, Erziehung und NAtürlichkeit.
Elisabeth, die nächste, ist da schon etwas pragmatischer veranlagt, mit einem Sinn für die Realität und für die Winkelzüge des menschlichen Charakters. Diese beiden sind sozusagen die Töchter ihres Vaters, einem klugen, etwas bequemen Mannes.
Die anderen drei dagegen sind, jede auf ihre Weise, Töchter der eher simpel gestrickten und geradezu plumpen Mutter.
Mary ist eher unscheinbar, was sie durch erhöhte Gelehrsamkeit und nervige Präsentation derselben auszugleichen versucht.
Und die beiden jüngsten sind genau solche Simpletons wie ihre Mutter, die sich nur für die Offiziere des nahegelegenen Örtchens interessieren und scih zum Narren machen.
Die Sympathien sind also von Anfang an verteilt: Jane, vor allem aber Elisabeth, verdienen sie, der Rest eher nicht.
Bewegung in diese Familienstatik kommt durch Besuch auf dem nahegelegenen Sitz Netherville: Ein junger, reicher Gentleman, seine unverheiratete und seine verheiratete Schwester samt Mann sowie sein bester Freund ziehen für einige ZEit ein. Während sich zwischen Jane und dem Gentleman eine zarte Beziehung anbahnt (von der MAma eher laut gefördert), findet Elisabeth den "besten Freund", einen wirklich reichen Mann, nur abstoßend und ärgerlich. Der dagegen erkennt ihre Vorzüge.
Bis aber die Paare sich finden (auch der anfangs erwähnte Mr. Collins darf eine Rolle spielen), gibt es reichlich Verwirrungen, in deren Mittelpunkt die Befindlichkeiten der Mädchen stehen.
Was das Buch lesenswert macht:
Tja, wie gesagt, Ms. Austen versteht sich auf die Ironie. Die Schilderung der Konversationen zwischen Mr. Bennet, der seine dümmliche Frau längst satt hat, und Mrs. Bennet, die überhaupt nicht begreift, wie unmöglich sie sich verhält, sind HÖhepunkte des scheinbar Nicht-Gesagten.
Auch die Beobachtungen der Gesellschaft, die sie vorsichtig verpackt, und der einzelnen handelnden Personen sind packend und hervorragend nachvollziehbar, dabei aber nie aufdringlich.
Dazu kommt, dass Stolz und Vorurteil wirklich eine hinreißende Romanze schildert, herrlich Szenen einbaut und einfach über alle Ingredienzen verfügt, die eine gute Geschichte braucht.
Was das Buch nicht so angenehm macht:
Es handelt sich um einen Roman aus dem 19. Jhr - in eben dieser Sprache. Uns erscheint daher manches gestelzt. Wer sich aber daran nicht weiter stört und darin sogar einen Vorzug erblicken kann - der findet auch nichts mehr zu nörgeln.
Wer sich dafür interessiert hat:
Verfilmungen gibt es einige, auch jüngeren Datums (nach dem ERfolg von Sinn und Sinnlichkeit und Emma). Keine davon ist aber wirklich eine Alternative zum Buch. Auch im TV gibt's Adaptionen. Und - wieder einmal leider - haben auch manche Englisch-Lehrer das Buch zur Lektüre in der Oberstufe entdeckt - mit allen Vor- und Nachteilen, die damit einhergehen.
Was es kostet:
Das kommt darauf an. Es gibt Hard- und Softcover-Ausgaben, Sammelbände - alles, was man will. Eine Empfehlung sei vielleicht, das Original bei Penguin anzuschaffen - durchaus noch vertretbar für ca. 20 DM. Es lohnt sich aber auch das Hardcover, liest man doch diese amüsante Gschichte durchaus mehrmals!