Das Spiel lehnt an die Geschichte des Turmbau zu Babel an. Jeder Spieler hat 5 Bauplätze auf denen er Tempel bauen muss. Der Spieler muss versuchen viele und möglichst hohe Tempel zu bauen. Ein Tempel besteht aus 6 Stufen. Das bedeutet, dass es Kärtchen gibt, die von eins bis sechs durchnummeriert sind. Durch Übereinanderlegen der Plättchen in der richtigen Reihenfolge wird ein Tempel gebaut. Die Plättchen werden immer von einem (gut gemischten) Stapel aufgedeckt (2 pro Spielzug) und können vom Spieler verbaut werden, wenn sie auf seinen Tempel passen. Allerdings nur dann, wenn er auch mit der Spielfigur bei dem entsprechenden Tempel steht, was die Sache erheblich erschwert.
Beim Bau kann man sich der Fähigkeiten von 5 Völkern bedienen: Assyrer, Perser, Meder, Hethiter und Sumerer. Diese hat man als Handkarten auf der Hand und kann sie an verschiedene Tempel anlegen. Nutzen kann man die Fähigkeiten nur, wenn mind. 3 Karten einer Volkgruppe untereinander liegen.
Die Völker haben unterschiedliche Fähigkeiten, wie z.B. Zerstörung eines Tempels, Klau einer Baustufe vom Gegner etc.
Man muss natürlich sehr geschickt dabei sein, die richtigen Völker an den richtigen Baustellen zu platzieren, um sie im richtigen Zeitpunkt benutzen zu können.
Zum Glück kann man seine Völker auch in begrenztem Maße wandern lassen und sie so in eine günstige Position bringen!
Die Völkerkarten benutzt man übrigens auch, um seine Spielfigur von einem Bauplatz zum anderen zu bewegen. Jeder Bauplatz ist einer der 5 Volksgruppen zugeordnet. Will man dorthin reisen, muss man die entsprechende Handkarte ausspielen. Pech, wenn man diese gerade nicht hat!
*Bewertung*
Zunächst war ich skeptisch, als ich die wenigen Spielteile sah, aber wurde prompt eines Besseren belehrt.
Das Schöne an dem Spiel ist für mich vor allem, dass es von Anfang bis Ende spannend bleibt. Selbst wenn man hinten liegt, hat man immer die Chance durch einen geschickten Spielzug, das Spielglück zu wenden. Hierbei ist es wichtig, dass meine seine Völkerkarten geschickt auslegt und umlegt, um deren Fähigkeiten zur richitigen Zeit an der richtigen Stelle nutzen zu können!
Man kämpft hierbei direkt gegen seinen Mitspieler, zerstört seine Tempel, "klaut" seine Völker etc. Das macht natürlich den besonderen Reiz an diesem Spiel aus...birgt aber auch die Gefahr, dass man nach dem Spiel kein Wort mehr miteinander redet...
Zweiter und nicht unwesentlicher Vorteil für mich ist, dass das Spiel kurz ist. Nach ca. 45 min ist das Spiel zu Ende. Man kann es also einfach mal zwischendurch spielen.
Übrigens ist es auch relativ leicht und schnell zu erklären!
Ein kleines Schmankerl: die beiden Spielfiguren sind aus Stein (oder einem ähnlichen Material). Ein schönes Detail in der heutigen Zeit der Billigplastikspielfigürchen!
Ich habe irgendwo gelesen, dass eine Erweiterung zu Babel geplant ist, die die Sprachverwirrung als Element mit einbeziehen soll. Na, da bin ich ja mal gespannt!
Viel Spaß beim Tempel bauen...und vor allem beim wieder kaputt machen :-)
...
aldobar, 11.06.2002
Kein Wort mehr miteinander reden - oh ja, das kenn ich. Wenn ich das Spiel mit meiner Freundin spiele kommt es mit schoumlner Regelmaumlszligigkeit zu Mord und Totschlag g aldobar
Tubenquetscher, 13.06.2002
ich hatte es mal zusammen mit Lost Cities von einem freund ausgeliehen, aber leider nie gespielt...dafuumlr LC um so mehr... :-
ein Testbericht von Revan242010-03-10 10:08:24vom 10.03.2010Empfehlung: ja
Vorteile: Keine große Spielfläche, jederzeit möglich, geringe Spieleranzahl (2 Personen), leicht verständliche Spielanleitung...Nachteile/Kritik: Nur 2 Spieler, also kein Gruppenspiel möglich
Das sagenumwobene Babel. Ein Traum der Menschheit. Reichtum, Schönheit, Geld, Völkervereinigung, große Tempelanlagen und und und.....
....nun wird der Traum wahr! Mit BABEL des Spieleherstelles Kosmos hat man jetzt die Möglichkeit sich sein eigenes kleines Babel zu bauen.
Vorweg, es handelt sich hier um ein klassisches Kartenspiel. Keine Würfel, kein Brettspiel, keine Zufallsereignisse. Ein reines Spielvergnügen im Duell 1 gegen 1.
Der Aufbau des Spiels erinnert ein wenig an den alten Kartenklassiker Solitaire. Auch hier muss man seine Karten anordnen, nur anstatt sie in einer Reihenfolge zu sammeln und anhand von Zahlen und Symbolen sammelt man hier Völker, welche bestimmte Eigenschaften besitzen die ab einer Kartenzahl von 3 Stück anschließend beliebig oft ausgespielt werden können.
Hier einmal ein paar Beispiel welche Fähigkeiten der einzelnen Völker zur Verfügung stehen:
- Völkerwanderung: Es wird Hilfe benötigt oder es ist Not am Mann bei einer Tempelanlage, dann lasst doch einfach ein Volk zu einer anderen Tempelanlage wandern um diese dort zu unterstützen
- Abwanderung: Schicke ein Volk des Gegenspielers in die Wüste, so schnell kann man Völker loswerden
- Seitenwechsel: Komm doch zu mir, bei mir wirst Du mir Ruhm überhäuft! Werbe ein gegnerisches Volk vom Gegner ab, das ab sofort für Dich zur Verfügung steht
- Tempeleinsturz: Hat der Gegner schon zu große Tempelgebaut (6 Stufen sind maximal möglich), dann zerstören wir den Tempel einfach, jedesmal wenn er hier ein Tempel bauen will
Diese und Noch weitere Eigenschaften stehen zur Verfügung. Und hier kommt das Problem auf den Gegenspieler zu. Diese Völker werden nicht nur 1x eingesetzt und stehen dann nicht mehr zur Verfügung. Diese Volk bleibt, soweit es nicht abwandert, die Seiten wechselt etc. immer an der gewünschten Baustelle vor Ort, dass heißt die Fähigkeit kann in jeder Runde ausgespielt werden, sofern mind. 3 Spielkarten des Volkes vorhanden sind.
Man muss also schauen ob es Sinn macht dort ein Tempel zu bauen oder ob dieser gleich wieder abgerissen wird vom Gegner usw.
Ziel des Spiels ist es 15 Punkte zu sammeln, diese werden anhand der Baustufen der jeweiligen Tempelanlagen berechnet. Gewonnen hat der Spieler wer zuerst die 15 Punkte erreicht hat und der Gegner weniger als 10 Punkte hat.
Sollte der Gegner mehr als 10 Punkte haben, geht das Spiel in eine Verlängerung. Nun müssen 20 Punkte erspielt werden oder der Gegner auf unter 10 Punkte gedrückt werden, sollte es auch hier zu keiner "Einigung" kommen, geht es noch einmal in eine Verlängerung.
Die Spielzeit kann also zwischen 10 Minuten bis zu einer Stunde gehen, je nachdem wie taktisch klug man die Karten ausspielt und den Gegner beobachtet und natürlich auch das Glück beim ziehen von neuen Karten dazu kommt.
Für mich ein sehr interessantes Spiel was überall gespielt werden kann und durch die max. Anzahl von 2 Spielern auch jederzeit möglich ist.