Behringer BASS V-Amp Pro Tool Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Bewertung 1.7 von 5
von 50% aller Autoren empfohlen (1/2).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
Super Preis + Super kompakt.
Der Preis, die Ausrichtung auf Stereo, fast alle Regler endlos.
Nachteile/Kritik
Abstriche beim Klang und Ampmodelle teilweise komisch.
Die Schaltzeit (ganz großes Manko!), der Sound, die Körnigkeit, das Rauschen, die Kompression auch im "cleanen" Sound – im Prinzip alles, was wichtig ist!
ein Testbericht von Slapmastert2005-07-31 08:55:45vom 31.07.2005Empfehlung: ja
Vorteile: Super Preis + Super kompakt....Nachteile/Kritik: Abstriche beim Klang und Ampmodelle teilweise komisch.
Der Behringer Bass Vamp ist ein Multieffektgerät im Rackdesign. Wenn man gewollt hätte wäre der Bass Vamp nur 1 HE (Höheneinheit) klein, da sich das Gehäuse nur etwa 20 cm in die Tiefe begibt. Damit bleibt noch genügend Platz für etwaige Anschlüsse und Kabel in dem 2 HE großen 19" Gerät.
Der Bass Vamp ist mit seiner Ausstattung am besten mit dem Behringer Vamp zu vergleichen, da es sich um die Guitarrenversion des Bass Vamp handelt. Doch der größte Wiedersacher im Multieffektekampf ist und bleibt wohl der "Line 6 Bass Pod Pro XT", welcher nahezu die selben Eigenschaften zu Tage fördert wie der Bass Vamp.
Zu den Features:
- 32 virtuelle Amp-Simulationen – kombinierbar mit jeder der 23 Lautsprechersimulationen, Noise Gate, Compressor, Wah-Wah, Modulations-effekten, Delay und Reverb
- 125 Speicherplätze in 25 Bänken mit je 5 Presets – leicht editier- und abspeicherbar
- Erleichtert das direkte Aufnehmen ohne zusätzlichen Verstärker
- Hoch-präziser auto-chromatischer Tuner
- Zahlreiche LEDs zur Darstellung aller aktuellen Einstellungen
- 15 rückseitige Anschlüsse ermöglichen umfassendes Routing – so werden Sie praktisch jeder denkbaren Situation gerecht
- Zusätzliche authentische Lautsprechersimulation mit Sound Design von Jürgen Rath
- Stereo Kopfhörerausgang mit regelbarer Lautstärke
- Integriertes Netzteil für professionelle Anwendung
- Extrem rauscharmer Instrumenteneingang für maximale Signalintegrität
- Pre DSP Send/Return Loop für Aufnahmen ohne Effekte und Abhören mit Effekten
- 6,3 mm Stereoklinkenausgänge mit Master Volume ermöglichen den Live-Einsatz als Gitarrenvorverstärker
- Symmetrischer Stereo XLR DI-Ausgang mit Ground Lift-Schalter und zuschaltbarer ULTRA-G Lautsprechersimulation
- Post DSP Stereo Insert-Anschlüsse für den Anschluss externer Geräte
- Leicht zugänglicher Kopfhörerausgang auf der Frontseite
- BNC Wordclock-Anschluss für externe Sample Rate-Synchronisation mit bis zu 96 kHz
- AES/EBU und S/PDIF-Anschlüsse erlauben den Einsatz als universeller A/D- Wandler mit 24-Bit/96 kHz Digitalausgang
- Umfangreiche MIDI In-, Out- und Thru-Anschlüsse
Mit anderen Worten hat der Bass Vamp alles was man so braucht *g* und villeicht noch ein bischen mehr.
Der Sound der Effekte ist beeindruckend gut und ebenfalls beeindruckend gut einzustellen. Je nach Lust und Laune gibt der Bass Vamp alle gängigen Verstärkermodelle und Lautsprechermodelle mühelos wieder. Allerding ist der Bass Vamp nicht für Profis zu empfehlen, da sich der Simulierte Sound in geschulten Ohren doch immer noch um einiges anders anhört, als der Echte.
Fazit:
Insgesamt sollte man sich einen eigenen Eindruck machen, was nicht weiter schwierig sein sollte, da es das Teil in jedem Musikshop um die Ecke gibt, um sich seine Meinung selber zu bilden.
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Live bedingt, im Studio gänzlich ungeeignet…
ein Testbericht von rhavin2010-06-26 16:53:42vom 26.06.2010Empfehlung: nein
Vorteile: Der Preis, die Ausrichtung auf Stereo, fast alle Regler endlos....Nachteile/Kritik: Die Schaltzeit (ganz großes Manko!), der Sound, die Körnigkeit, das Rauschen, die Kompression auch im "cleanen" Sound – im Prinzip alles, was wichtig ist!
Der Behringer Bass V-Amp Pro wird oft mit dem Line6 Bass Pod XTpro verglichen… ich habe Beide, kann also ein qualifiziertes Urteil dazu abgeben.
Zuerst muß man fair sein: der Behringer ist natürlich mit seinen ca. 180€ in einem deutlich niedrigerem Preissegment angesiedelt als der Line6 mit seinen 550€. Was die Auswahl betrifft, nehmen sich beide Geräte nicht viel; auch wenn sie nicht das gleiche Sortiment an Amps und Boxen bieten, findet man für viele Modelle des Einen Entsprechungen beim Anderen.
Kommen wir also zu den für Musikern wichtigen Eigenschaften:
Der Sound:
Auch ein angeblich absolut unverändertes Signal (alle Einstellungen auf neutral) wird vom V-Amp leicht komprimiert und mit einem wahrnehmbaren Rauschen sowie einer digitalen Rasterung versehen. Auch daß mit einer nicht ganz abschaltbaren Highshelv-Gate-Schaltung diesem Rauschen versucht wurde, Hardware-mäßig beizukommen, ist hörbar. Allerdings fällt das Alles erst wirklich deutlich auf, wenn man Kopfhörer benutzt und sich darauf konzentriert, was also dem Teil in jedem ernsthaften Studio ein sofortiges Hausverbot bzw. dem Bassisten eine Diskussion mit dem Tech einbringen dürfte. Auf der Bühne – falls man nicht gerade in der Philharmonie spielen möchte – stört das natürlich wenig, daher kann der Sound Live oder im Bandraum durchaus brauchbar sein.
Die Schaltzeit:
Au weia! Wenn man die Sounds nicht pro Song benötigt, sondern in einem Song Partweise andere Sounds haben will, ist man mit dem V-Amp verloren, weshalb ich ihn Live auch nur bedingt empfehlen möchte, denn das Teil braucht zum Umschalten teilweise 1.5sec (!), was je nach Song schonmal der halbe Takt sein kann. Wer im Gegensatz dazu den Line6 benutzt, bemerkt dessen Schaltzeit noch nichtmal, wenn er darauf achtet.
Die Effekte:
Man hat den Eindruck, Behringer hat einen seiner Virtualizer in den Amp eingebaut: Große Auswahl an rauschenden, digital körnig klingenden Effekten, die Live je nach PA ausreichend sein könnten, aber im Studio vermultlich jeden Tech auf die Palme bringen werden. Ein externes, gebrauchtes Multi-FX ist in jedem Fall dringend zu empfehlen. Auch hier ist der Line6 um Welten besser, der allerdings – und hier liegt der einzige wirkliche Vorteil des V-Amp – nur Mono-Effekte hat, während der Behringer Stereo-Effekte bietet. Ein externes Effektgerät umschifft diese Klippe natürlich.
Die Handhabung:
Während der Line6 ein übersichtliches, ca. 40×180 Pixel großes Display bietet, auf dem alle Einstellungen abgelesen werden können, hat Behringer dem V-Amp einige LEDs sowie zwei (!) 8-Segment-Anzeigen verpaßt. Einen Preset-Sound damit auszuwählen ist denkbar einfach, für alles Weitere sollte man dringend auf den kostenlosen Editor für PCs zurückgreifen. Auch der eingebaute Tuner braucht den Vergleich mit dem Line6 garnicht erst anzutreten, er ist mit seinen 5 LEDs viel zu ungenau. Die Endlos-Regler, deren derzeitige Werte von LED-Kreisen um die Regler herum angezeigt werden, sind allerdings eine feine Sache und würden dem Line6 auch gut zu Gesicht stehen, bei dem zwar die Reglerpositionen ebenfalls gespeichert werden, aber der Regler bei Benutzung dann doch dort anfängt, wo er halt gerade steht.
Fazit:
Man kauft sich soeinen Amp ja nicht für die einmalige Benutzung; selbst falls man nur 100 Mal (Proben, Auftritte,…) soeine Kiste benutzt, ist der Preisunterschied pro Benutzung zum Line6 nur noch 3.70€ – soviel sollte Einem ein anständiger, kompromißloser Sound schon wert sein! Daher: Finger weg. ...