ein Testbericht von Marc122006-06-22 22:39:52vom 22.06.2006Empfehlung: ja
Vorteile: Kidman, Regie, Stimmung des Films...Nachteile/Kritik: Die Lösung im Vergleich mit dem Anfangsatz
- Z u m F i l m -
Zehn Jahre ist es her, dass Anna ihren geliebten Mann Sean plötzlich verloren hat. Nach dem Tod ihres Mannes befand sie sich in einem tiefen Tal der Tränen. Nun ist es aber an der Zeit ein neues Kapitel in ihrem Leben aufzuschlagen. Drei Jahre lang hat der charmante und gebildete Joseph Anna geduldig den Hof gemacht. Nun ist sie bereit ihn zu heiraten. Wenige Wochen vor der Hochzeit taucht auf einmal ein fremder kleiner Junge bei Anna auf. Er behauptet ihr verstorbener Mann Sean zu sein. Für Anna ist es am Anfang nur ein dummer Jungenstreich, der sie ziemlich wütend macht. Der kleine Junge will aber nicht locker lassen und Anna auf jeden Fall vor der Ehe mit Joseph bewahren. Als der Junge immer mehr Geschichten erzählt, die nur Sean und Anna wissen können, verschwindet langsam aber sicher der Zweifel bei Anna. Sie beginnt zu glauben, dass Sean in diesem Jungen lebt. Woher sollte er sonst wissen, wo sich die beiden im Park immer getroffen haben. Joseph ist über diese Entwicklung alles andere als Begeistert. Anna soll seine Frau werden und nicht mit einem kleinen Buben sich aus dem Staub machen. Doch woher zum Himmel weiß der Kleine all das von Sean?
- D a r s t e l l e r -
Nicole Kidman – Anna
Cameron Bright - Junger Sean
Danny Huston – Joseph
Lauren Bacall – Eleanor
Alison Elliott – Laura
Arliss Howard – Bob
Michael Desautels – Sean
Anne Heche – Clara
- F i l m s t a b-
Regie: Jonathan Glazer
Produktion: Lizie Gower, Nick Morris, Jean-Louis Piel
Drehbuch: Jean-Claude Carrière, Milo Addica, Jonathan Glazer
Filmmusik: Alexandre Desplat
- w e i t e r e I n f o s -
US-Titel: Birth
Genre: Drama
Land: USA
Jahr: 2004
Länge: 100 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Studios: Warner / New Line Cinema
- M e i n e M e i n u n g -
Jonathan Glazer ist ein junges Regietalent, welcher mit Birth einen beeindruckenden und vor allem beklemmenden Film inszeniert hat. Dieses behutsame und recht langsame Mystery Drama ist stilistisch und inhaltlich wirklich gelungen.
In diesem Film gibt es einige Szenen, die beim Publikum vielleicht etwas Verärgerung hervorrufen könnten. Da gibt es zum Beispiel eine Badewannenszene in der der kleine Sean und die erwachsenen Anna aufeinander geraten. Nicole Kidman hat im prüden USA dafür ziemlich viel Kritik einstecken müssen, weil sie eine angebliche Sexszene mit einem Kind haben sollte. Aber gerade dieses sehr heikle Thema wurde mit sehr viel Fingerspitzengefühl und sehr viel Sensibilität umgesetzt. Gerade diese Badewannenszene gibt dem ganzen Film die richtige beklemmende Stimmung, die man einfach braucht um das notwendige Verständnis des gesamten Films aufzubauen. Ohne dieses Unwohlsein beim Zuschauer wäre der ganze Film nur die Hälfte wert.
Viele offene Enden strömen in diesem Film Richtung Ende und man fragt sie wie diese alle nur noch aufgeklärt werden sollen. Doch überraschender Weise werden alle offenen Fragen am Ende des Films geklärt sein. Dies hat Glazer ziemlich gut hinbekommen.
Diese ganze Geschichte wird zum großen Teil aus der Sicht von Anna erzählt.
Nicole Kidman nimmt einen dabei wirklich sehr schön an die Hand und man kann bei jedem Schritt den sie macht selbst überlegen, ob man ihn auch so gemacht hätte. Wenn man ehrlich ist wird man ziemlich oft zu dem Schluss kommen, das man es genau so tun würde. Sean, der von Cameron Bright mehr sehr viel Nachdruck und Ernsthaftigkeit gespielt wird, ist für so einen jungen Kerl wirklich eine ganz große Leistung.
Ich möchte Euch noch auf eine ganz große Szene von Nicole Kidman aufmerksam machen. Bei einem Konzert wird ihr Gesicht für nahezu zwei Minuten in einem Close-up gezeigt. In diesen endlosen zwei Minuten bekommt man schauspielerische Leistung vom feinsten geboten. Man sieht Kidman ihr Innerstes ab und wie sie einen Entschluss fast. Das ist wirklich ganz großes Kino!
Trotz allen Lobes für Birth gibt es leider auch ein paar Kritikpunkte. Wer die dreiste Behauptung zu Beginn des Films noch im Kopf hat, wir vom Ende ziemlich enttäuscht sein. Die ganze Geschichte klärt sich leider nicht wie erwünscht.
Wer aber mal einen ganz anderen Film sehen will und von diesen Einheitsbrei die Nase voll hat, sollte sich Birth auf keinen Fall entgehen lassen.
...
topfmops, 23.06.2006
AHA !! . . . . . und ich sage und schreibe immer AHA, wenn ich mal wieder was Neues gelernt hab. Und bei diesem Bericht habe ich viel für mich Neues erfahren.
Estha, 23.06.2006
978897889788 ... lg susi ... 978897889788
Hallo ihr Lieben!
Heute präsentiere ich euch das tragische Melodram ,,Birth" mit Nicole Kidman in der Hauptrolle.
Der Plott:
An einem verschneiten Winternachmittag joggt Sean nach getaner Arbeit durch den Park, bevor nach Hause zu seiner Frau fährt. Doch dazu kommt es nicht. Er erleidet einen plötzlichen Herzinfarkt und bleibt regungslos auf dem Kiesweg liegen. Zur selben Zeit wird ein Kind geboren. Ein Junge namens Sean erblickt das Licht der Welt.
Seine Frau Anna, die Sean über alles geliebt hat, lernt nach einiger Zeit einen anderen Mann kennen, in den sich sich verliebt und der sie auch bald heiraten wird. Sie möchte die Vergangenheit ruhen lassen und das Kapitel abschließen, doch bei der Verlobungsfeier taucht plötzlich ein kleiner Junge auf, der behauptet Sean zu sein.
Anna ist verwirt. Wie kann ein kleiner Junge behaupten, er sei die Reinkarnation ihres verstorbenen Ehemannes? Auch Anna's Familienangehörigen und ihr neuer Ehemann trauen ihren Ohren nicht, als sie das hören. Sie glauben er sei verrückt, ein verrückter kleiner dummer Junge. Doch Sean ist hartnäckig. Mehrere Male versucht er erneut in Kontakt mit Anna zu treten, um ihr zu sagen, er sei Sean und dass er sie liebe.
Zuerst ist Anna geschockt und weiß nicht recht, was sie über den kleinen Jungen denken soll, zumal sein Detailwissen über ihren toten Ehemann sehr spezifisch ist. Außerdem rät er ihr davon ab, ihren neuen Anwärter Joseph zu heiraten, woraufhin sie ihn wütend aus dem Haus wirft...
Meine Meinung:
Ich finde diesen Film einfach klasse. So eine Story hat es noch nicht gegeben. Vor allem gefällt mir die melancholische Grundhaltung des Filmes, welches das Mysterium Sean noch mysteriöser erscheinen lässt. Ich bewundere die Hartnäckigkeit und den Mut des kleinen Jungen mit solch einer Vehemenz seine Behauptung zu verteidigen.
Spannend finde ich die Entwicklung von Anna. Sie reagiert erst abweisend und kühl. Nach und nach beginnt sie aber immer mehr dem kleinen dummen Jungen zu glauben, der behauptet ihr verstorbener Ehemann zu sein.
Die Grenze des guten Geschmacks wird jedoch überschritten, als Anna sich in die Reinkarnation Sean verliebt und mit ihm eine gemeinsame Zukunft plant, fernab von den vorwurfsvollen Blicken der Gesellschaft. Die Gradwanderung zwischen Pädophilie seitens Anna gegenüber Sean und der Liebe einer Ehefrau zu ihrem Ehemann ist sehr schmal.
Dieses ,,was-wäre-wenn-doch?" ist es, was den Film reizvoll macht. Ich meine, was wäre, wenn es wirklich so etwas wie Reinkarnation geben würde? Würden wir uns sicherer fühlen, indem wir wissen, dass unsere verstorbenen Lieben in einem anderen Körper weiterleben würden?
Die schauspielerische Leistung des Films ist von großer Bedeutung und Nicole Kidman als Anna bringt dies zum Beispiel sehr gut zur Geltung. Ihre Mimik bringt sehr gut ihre Gefühle gegenüber Sean zum Ausdruck. Auch andere, äußerst bekannte Schauspieler, wie Lauren Bacall, Anne Heche, Peter Stormare und Danny Huston überzeugen durch außerordentliches schaupielerisches Können. Dies verleiht dem Film eine gewisse Glaubwürdigkeit.
DVD-Specials: Sehr mager: Lediglich ein Trailer. Mehr nicht.
Lauflänge: 96 Minuten.
Genre: Tragisches Melodram.
Darsteller: Nicole Kidman alias Anna,
Lauren Bacall alias Anna's Schwiegermutter,
Peter Stormare alias Joseph,
Anne Heche alias eine Freundin von Sean und Anna.
Regie: Jonathan Glazer.
FSK: Ab
12 Jahren, man mag es kaum glauben!
Fazit:
Ein Film der zum Nachdenken anregt und Grenzwürdigkeiten aufdeckt.
ein Testbericht von DieEine2005-08-04 18:29:32vom 04.08.2005Empfehlung: nein
Vorteile: Ansatz einer guten Story...Nachteile/Kritik: fehlende Regiearbeit, fehlende Handlung, fehlender theologisch - psychologischer Ansatz, sauteure DVD mit keinen Extras
"Birth" war einer der Filme, die ich unbedingt im Kino sehen wollet, da mich die Geschichte sehr angesprochen hat. Leider lief der Film nirgends in einem Kino in meiner Nähe und so musste ich auf die DVD-Version warten. Gestern habe ich mir den Film angesehen und weiß nun, warum er im Kino total untergegangen ist.
Aber mal von vorne...
_Die Story
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Der junge Physiker Sean hält einen Vortrag über den Unsinn von Reinkarnations-Glauben - kurze Zeit später bricht er beim Joggen tot zusammen.
Seine Witwe Anna (Nicole Kidman) kommt über diesen Tot nur schwer
hinweg, aber schließlich nach 10 Jahren entschließt sie sich wieder zu heiraten.
Plötzlich tritt Sean zurück in ihr Leben. Sean (Cameron Bright) ist 10 Jahre alt und behauptet die Reinkarnation von Annas Mann zu sein.
Obwohl der kleine Sean Sachen weiß, die nur der tote Sean wissen kann, glaubt Anna dem Jungen kein Wort, doch sie beginnt wieder über Sean nachzudenken und hat Sehnsucht nach ihrem verstorbenen Mann - so große Sehnsucht, dass sie nach einiger Zeit beginnt dem Jungen zu trauen und sich sogar in ihn verliebt.
Doch ist Sean wirklich Sean?
_Meine Meinung
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Viele überflüssige Szenen, wenig Dialoge und eine miserable Schnitttechnik (man muss sich wirklich nicht eine ganze Minute ein Close up von Nicole Kidman angucken, wo sie starr geradeaus guckt), machen "Birth" zu etwas ganz besonderem - nämlich zum langweiligsten Psychothriller aller Zeiten.
Wie man an meiner Inhaltszusammenfassung sehen kann, behandelt der Film das große Thema der Reinkarnation bzw. er will das Thema behandeln, geht aber irgendwie gar nicht darauf ein.
Ein philosophischer oder theologischer Ansatz fehlt völlig und das wäre doch wünschenswert gewesen, damit man sich in den Film, seine Handlung und seine Figuren einfinden kann und nach den 95 Minuten auch noch Ansätze für eine Diskussion hat.
"Birth" behandelt ein großes Thema, hat aber eigentlich keine Handlung.
Regisseur Jonathan Glazer gelingt es auch einfach nicht mit Bildern Stimmung oder gar Spannung zu erzeugen. Vielmehr erinnert mich der Film an Schülertheater und teilweise wirkt es, als hätten den Schauspieler ihren Text vergessen oder würden verzweifelt auf Regieanweisungen warten.
So sieht man zum Beispiel in der Anfangssequenz minutenlang zu, wie ein Jogger (Sean) durch eine Winterlandschaft läuft, aber man erfährt nichts über die Beziehung von Anna und Sean, man sieht die beiden nie zusammen (den toten Sean sieht man eh nur von hinten), man erfährt aus Dialogen nur sehr wenig darüber, wie sehr Anna Sean geliebt hat.
Überhaupt bekommt man nicht sehr viele Hintergrundinformationen, so taucht anfangs auch die etwas merkwürdige Gestalt der Clara auf, die, wenn sie Anna besucht, nie zur gleichen Zeit mit ihrem Mann die Wohnung betritt, sondern immer etwas vergessen hat und sich "mysteriös" vor dem Haus rumtreibt.
Es sind ein paar solcher Momente, die man nicht direkt einordnen kann und die im Hinblick auf den Schluss des Films ein bisschen Spannung erzeugen sollen, aber in der Auflösung hinterher einfach zu flach sind.
Das Ende des Film möchte ich natürlich nicht verraten - vielleicht will den Film ja doch noch jemand sehen.
Ich persönlich fand das Ende nicht überraschend, aber es wird ebenfalls sehr platt und einfältig inszeniert.
So leid wie mir das ja tut, aber selbst Top-Akteure wie Nicole Kidman und Lauren Bacall können da nicht viel gutmachen.
Die Schauspieler sind für ihre Rollen zwar gut gewählt und versuchen auch den Figuren viel Charakter zu verleihen, aber wenn man kein vernünftiges Drehbuch und keinen fähigen Regisseur hat, kann einem wohl der Spaß bei der Arbeit vergehen - so verblasst zum Beispiel Nicole Kidman zum Ende des Films sehr stark.
"Bir th". USA 2004
Regie: Jonathan Glazer
Drehbuch: Jonathan Glazer, Milo Addica, Jean-Claude Carriére
Produzent: Lizie Gower, Nick Morris, Jean Louis Piel
Darsteller: Nicole Kidman, Cameron Bright, Lauren Bacall, Anne Heche, Peter Stormare
Verleih: Warner
FSK: 12
Länge: 95 Minuten
Homepage: http://wwws.warnerbros.de/movies/birth/
_Kurz zur DVD
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Die DVD kostet momentan rund 20 Euro und als Käufe käme ich mir total verarscht vor, denn an Bonusmaterial bekommt man nur den US-Kinotrailer geboten.
Kein Interview, kein Audiokommentar (was will der Regisseur auch groß kommentieren, wahrscheinlich ist er mit seinem Werk selbst nicht so glücklich) - nichts!
Ansehen kann man sich den Film auch nur in Deutsch und Englisch mit gleichsprachigen Untertiteln.
Auch die Bild- und Tonqualität lässt meiner Meinung nach stark zu wünschen übrig. Vielleicht hat es künstlerischen Anspruch, aber ich habe das Bild als stark verschleiert erlebt und den Ton musste ich an meinem Fernseher auf 20 drehen (normal ist 8-10), um überhaupt etwas verstehen zu können.
Alles ist sehr dumpf (Ton) und stumpf (Farben) - für den hohen Preis wirklich eine Unverschämtheit.
_Mein Fazit
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"Birth" ist ein Film, den die Welt nicht braucht. Er verschenkt das Potential der Story total und legt das Augenmerk zu sehr auf die Darsteller. Für mich ist der Film einfach nur sehr dilettantisch produziert und die DVD ist eine Unverschämtheit.
...
ein Testbericht von Jenni29Mai802005-06-26 09:36:13vom 26.06.2005Empfehlung: ja
Vorteile: interessante Story, super Schauspieler...Nachteile/Kritik: die Umsetzung, das Ende . . .
… Sei vorsichtig was Du Dir wünschst.
Wenn uns die bevorstehende Langeweile am Abend nach Video World treibt, dann greifen wir, wenn wir keine konkreten Wünsche haben, oft nach DVD´s auf denen NEU steht. Meistens handelt es sich um Filme von denen man nichts gehört hat, weil sie in den Medien nicht groß angepriesen worden. Vielleicht sind sie aber auch unserer Aufmerksamkeit entgangen. Ich entdeckte "Birth" befand ihn der Schauspieler Nicole Kidman und Cameron Bright und der Story wegen für interessant und nahm ihn mit.
Ich hatte mich vorher also NULL informiert
und ging völlig unbefleckt an den Film. Ich sah ihn allein, mein Bruder und mein Freund hatten kein Interesse, besser war es wohl auch ;o)
■ ■ ■ DARSTELLER ■ ■ ■
Nicole Kidman - Anna
Cameron Bright - Der kleine Sean
Danny Huston - Joseph (Anna´s Verlobter)
Lauren Bacall - Eleanor
Alison Elliot - Laura
Arliss Howard - Bob
Anne Heche - Clara
Peter Stormare - Clifford
Ted Levine - Mr. Conte
Cara Seymoure - Mrs. Conte
Zoe Cadwell - Mrs. Hill
Milo Addica - Jimmy
■ ■ ■ CREW ■ ■ ■
Regie - Jonathan Glazer
Drehbuch - Jean-Claude Carrière, Milo Addica, Jonathan Glazer
Kamera - Harris Savides
Schnitt - Sam Sneade, Claus Wehlisch
Musik - Alexandre Desplat
Produktionsdesign - Kevin Thompson, Jonathan Arkin
Kostüme - John A. Dunn
Ton - Michael Barosky
Produzenten - Jean-Louis Piel, Nick Morris, Lizie Gower
Ausführende Produzenten - Kerry Orent, Xavier Marchand, Mark Ordesky
Casting - Avy Kaufman
■ ■ ■ FSK ■ ■ ■
ab 12 Jahren - weiß nicht was 12-13-14- oder auch 15 Jährige damit anfangen sollen. Ist für mich eher ein Erwachsenenfilm. Die Bedürfnisse von Jugendlichen kann er meines Erachtens nicht im geringsten erfüllen. Und auf Story´s die derart zum Nachdenken anregen legen so junge Leute wohl auch wenig wert. Aber nun gut, ich kann mich irren und Ausnahmen bestätigen die Regel!
■ ■ ■ STORY ■ ■ ■
Der Film beginnt in einem schneebedeckten Park, in dem ein Jogger, ein junger Mann, seine Runden dreht. Er bricht plötzlich einfach zusammen und ist tot. Sein Name war Sean! Gleich daraufhin sehen wir wie ein Baby im Wasser auf die Welt kommt. Besteht eine Verbindung zwischen dem Tod des Joggers und dem Beginn eines neuem Menschenleben?!
Zehn Jahre später feiert die Witwe Anna (Nicole Kidman) des Joggers gerade ihren Geburtstag im Kreise ihrer Familie da taucht ein 10 Jähriger kleiner Junge namens Sean(Cameron Bright) auf und behauptet allen Ernstes die Widergeburt ihres verstorbenen Mannes zu sein. Sie schenkt ihm erst einmal keinen Glauben, schmeißt ihn raus und beschwert sich bei seinem Vater.
Doch der Kleine ist erschreckend hartnäckig und überzeugend, was Anna ganz schön aus der Fassung bringt und ihre Verlobung mit dem neuen Mann an ihrer Seite gefährdet. Aber genau das will Sean ja. Er meint sie würde einen Fehler machen wenn sie diesen Mann heiratet.
So absurd es auch erscheint, Anna kommt nicht umhin dem Kleinen Glauben zu schenken. Der kleine Sean weiß Dinge, die nur ihr Mann Sean wissen kann.
(Diesmal ist die Story von mir selber wiedergegeben ;o) Toll, necht?)
■ ■ ■ MEINUNG ■ ■ ■
Überwunden hat Anna den Tod ihres Mannes noch lange nicht, das wird sehr deutlich als sie mit dem kleinen Sean konfrontiert wird und auch als sie zusammen mit ihrem Verlobten das Grab ihres Mannes besucht. Dennoch hat sie sich nach 3 Jahren Betteln und Flehen ihres Verlobten endlich dazu durch gerungen wieder zu heiraten. Ihr Mann starb vor 10 Jahren, da ist das mehr als verständlich. Der kleine Mann bringt ihre Entscheidung aber gehörig ins Wanken. Sein starrer Gesichtsausdruck und seine Überzeugungskraft wirken etwas gruselig, mir erschien der Junge wie ein kleiner Psychopath. Kein Wunder. In einem Kinderkörper zu stecken mit den Erinnerungen eines erwachsenen Mannes und der Liebe zu seiner Frau, zu stecken, ist sicher alles andere als prickelnd, sind so Gedanken von mir gewesen. Wenn er seine Frau aber so geliebt hat, dann soll er doch bitte einfach verschwinden und sie in Ruhe lassen. Warum quält er sie so? Wie soll Anna mit einem 10 Jährigen zusammen leben, wie soll das gehen? Andererseits ist es ja auch Sean´s Sicht verständlich, wenn alles so wäre wie man denkt. Er hat Anna geliebt und hätte sie nie verlassen, wenn ihm nicht ein Herzinfarkt oder was auch immer es war in die Quere gekommen wäre. Seine Liebe zu ihr ändert auch die Tatsache nicht das er in dem Körper eines kleinen Jungen steckt. Fragen über Fragen, Gedanken über Gedanken während des Films.
Lustig fand ich Anna´s Frage, als ob sie ernsthaft darüber nachdenkt mit dem neuen Sean ein Leben zu beginnen, beinahe mit einem Schmunzeln im Gesicht, wie er sich das wohl vorstellt. Eine erwachsene Frau hat doch Bedürfnisse die ein kleiner Junge nicht befriedigen kann. Ja und das Jugendschutzgesetz, wollen wir ja auch mal nicht vergessen. So fand ich es schon heftig dass Sean zu Anna in die Wanne steigt und sie sich nicht dagegen wehrt. Das Ganze wurde aber so inszeniert ohne Pervers zu wirken, genauso wie Anna´s Kuss später oder vorher, ich weiß es nicht mehr. Der Kleine hat sie wirklich gehörig durcheinander gebracht.
■ ■ ■ BILD QUALITÄT und anderes …■ ■ ■
Ich fand das Ganze sehr trist und farblos. Das hat mich sehr genervt und hat bei mir wohl kaum die gewünschte Stimmung hervorrufen können. Alles ist so dunkel und pastellfarben, das Apartment, die Darsteller so grau. Sie wirken dadurch alle wie Geister. Sicher zerren von den Toten auferstandene Familienmitglieder an den Nerven ;o) aber das war mir einfach alles zu gruselig dargestellt. Die Story hätte auch in einen farbenfrohe Umsetzung gepasst, weil die Geschichte selber diese Ganze "düster wirken lassen", gar nicht nötig hat.
Der Film kam mit interessanter Story daher, die leider dann total umgedreht wird. Meiner Meinung nach hätte man das Gleis auf dem der Film vor sich hin glitt nicht wechseln dürfen.
Mir gefiel der anfängliche Gedanke, und dann ist alles dahin irgendwie.
■ ■ ■ SCHAUSPIELER ■ ■ ■
Nicole Kidman sieht man deutlich an wie der Gedanke das der kleine Sean ihr verstorbener Mann sein könnte, an ihren Nerven nagt, was sich Äußerlich an ihr abzeichnet. Wirklich überzeugend gemacht diese ernsten schmerzerfüllten Augen, ihre Bewegungen und die schockierten Blicke in die Ferne, das unsichere Lächeln usw. Sie versteht es grosses Kino zu machen.
Wobei mir das Ganze trotzdem allgemein zu dramatisch dargestellt wurde.
Danny Huston spielt hervorragend den eifersüchtigen immer mehr vor Wut rasenden Verlobten Joseph. Unglaublich das er ernsthaft den Kleinen verprügeln wollte. lol
Die Schauspieler, vor allem der Junge, der wirklich prima kleine Psycho´s spielen kann, waren absolut überzeugend. Er wirkt besorgniserregend erwachsen. Ich fand ihn bisher in jeder seiner Psychorollen fantastisch. Wie z.B. auch in Godsend. Der Kleine macht mir immer wieder Angst ;o)
■ ■ ■ DIE DVD ■ ■ ■
Das es sich um eine Leihdvd handelte und es schon einige Zeit her ist kann ich euch zum Aufbau des Menü´s nichts sagen. In jedem Fall sehe ich mir für die Ciao Berichte immer die Extra´s an und da waren wohl keine. Ich kann mich jedenfalls nicht mehr daran erinnern. Deswegen habe ich im Internet geforscht und alle Seiten besagten "Special Features - keine Angaben" oder ähnliches. Also wird es wohl wirklich nichts geben. Das wundert mich allerdings sehr. Bei einer solchen Starbesetzung, sprich Nicole Kidman und Cameron Bright , sollten doch wenigstens Interviews drin sein, aber das ist wohl nicht der Fall.
Bevor ich in der Luft zerrissen werde, weil ich nicht sagen kann in wieviele Szenen der Film eingeteilt wurde habe ich mir gerade überlegt zu behaupten das ich eine VHS gesehen habe, oder gar im Kino war ... *lach* aber das wäre gelogen. ;o)
Und mal ehrlich, so richtig wichtig ist der Menüpunkt Kapitelanwahl nicht, oder?
■ Bildformat:
16:9 (1.85:1) anamorph
■ Tonformat:
Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
■ Untertitel:
dvd-ausstattung für Hörgeschädigte
■ Kapitel- / Szenenanwahl
■ Kinotrailer
■ ■ ■ FAZIT ■ ■ ■
Empfehlenswert auf jeden Fall, aber nicht wenn man Bock auf richtig gute, spannende, lustige Unterhaltung hat. Wenn man gerade nichts Besseres zu tun hat und schon alles andere gesehen hat ;o) kann man ruhig mal einen Blick riskieren. Vielleicht mögt ihr Filme derart auch viel mehr als ich. Vielleicht fehlt mir auch eine gewisse Weitsicht dafür.
Ich habe den Film ein bisschen bereut weil ich ihn mir glanzvoller und spannender vorgestellt habe. Ist alles etwas zu flach für mich gewesen. Starke Story, schwache Umsetzung, trotzdem teilweise schockierend, doofes Ende.
Ich gebe dem Film für die Story noch 3 Sterne, und auch der Schauspieler wegen, dafür das er zum Nachdenken anregt, aber mit dem Ende und dem Grau und Grau Bild bin ich einfach nicht einverstanden.
Auch bleibt für mich die Frage offen was genau der Film genau aussagen will. Soll es bedeuten, dass Wiedergeburt Schwachsinn ist? Das man an so einem Mist nicht glauben soll. Soll es 10 Jährige dazu animieren erwachsenen Frauen hinter herzuspionieren um ihnen das Leben schwer zu machen? Geht es lediglich um den Tod und Trauer?
Auf jeden Fall: Im Kampf Liebe und Tod, gewinnt die Liebe, weil sie den Tod überlebt.
■ Lieben Gruß Jenni
■ ■ ■ Einen Trailer findet ihr unter anderem auf:
http://www.prosieben.de/kino_dvd/trailer/pop up_video/08880/
Der verspricht aber mehr als der Film halten kann.
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