ein Testbericht von sinfortuna2006-11-11 09:21:25vom 11.11.2006Empfehlung: ja
Vorteile: Originelles Spielkonzept, knallbunte Optik mit einigen Spezialeffekten, sympathische Spielfigur...Nachteile/Kritik: Üble Kamera, lahme Steuerung, erbarmungsloses Zeitlimit, hoher Schwierigkeitsgrad, nicht zu unterschätzender Frustfaktor
Man könnte ja meinen, dass Jump and Runs zum Großteil für Nintendos Spielkonsolen und ab und an auch für die Sony Playstation 2 erscheinen, insofern würde „Blinx – The Time Sweeper“ eine Ausnahme bilden, denn dieser Titel erschien – meines Wissens nach zumindest - exklusiv für die Microsoft X-Box. Microsoft selber war offensichtlich der Meinung, dass man unter anderem mit diesem Game die Zielgruppe für seine Konsole erweitern solle, ob ihnen das letztlich auch gelungen ist, möchte ich einmal offen lasse, denn ich maße mir nicht an, dies abschließend beurteilen zu können. Was ich mir jedoch zutraue, ist die Tatsache, über „Blinx“ urteilen zu können, meiner bescheidenen Ansicht nach ist dieses Game weder überaus top noch ein Flop. Richtig gefolgert, werte Leserschaft, demzufolge haben wir es mit einem eher mittelmäßigen X-Box-Titel zu tun, der aber nicht so richtig enttäuscht. Allerdings verbirgt sich hier ein hoher Frustfaktor, deshalb sollten sich ernsthaft an diesem Game Interessierte die Nachteile eindringlich zu Gemüte führen. Einen Multiplayermodus gibt es im Übrigen nicht, schade, aber dies ist im Hüpfspiel-Genre eher so üblich, daher will ich dies nicht überbewerten.
Im Zentrum des Geschehens steht Kater Blinx, welcher seine Brötchen in einer Firma verdient, die eine sehr ungewöhnliche Produktion betreibt: sie stellt die Zeit für andere Welten her. Schnell wird uns deutlich, dass wir es wieder einmal – wie so oft bei Hüpfabenteuern – mit einer sehr auf Kinder zugeschnittenen Story zu tun haben. Unser Protagonist gehört jedenfalls zu einer Spezialeinheit, die bei Störungen zum Einsatz kommt. Im Klartext bedeutet dies, dass bei „Reklamationsfällen“ zügig gehandelt und eine regelmäßig weite Reise angetreten werden muss, um am entsprechenden Himmelskörper – dem Kunden – tätig zu werden. Im Problemfall entstehen Kristalle, die möglichst umgehend eingesaugt werden müssen, bevor es zu fatalen Folgen kommt. Diese würden sich in bösartige Monster verwandeln und das wollen wir natürlich verhindern, versteht sich.
Dies würde möglicherweise relativ problemlos, ja fast schon harmonisch ablaufen, gäbe es da nicht eine im wahrsten Sinne des Wortes „Schweinebande“: die Tom-Tom-Bande (was für ein mittelprächtiger Name, aber egal) stellen eine professionelle Diebesbande dar, di sich nur allzu gerne jene Zeit-Segmente stibitzen, um diese dann an andere Welten weiter zu verkloppen. Schließlich kommt es so, wie es eines Tages kommen musste: auf einer jener Raubzüge geht etwas schief und zwar ordentlich. Die Kristalle sind urplötzlich nicht mehr zu kontrollieren, ein totaler Supergau droht. Dies hat zur Folge, dass das gesamte Personal des Helfertrupps – wir erinnern uns: die Truppe des Herstellers, welche die Störungen beheben soll – zurück gezogen werden und in ihr Heimatsystem verschwinden, nur eine Person stellt sic dem mutig entgegen: ja aber natürlich, selbstverständlich ist es unser Blinx. Die Motivation ist aber nicht ganz so unegoistisch wie es zunächst erscheinen mag: in erster Linie geht es unserem Helden nämlich darum, die von der Diebesband entführte Prinzessin zu befreien und dabei „so ganz nebenbei“ das dortige Sternensystem vor dem Untergang zu bewahren, quasi als Sekundärziel.
Zehn ausgedehnt erwarten uns in diesem Hüpfabenteuer, in dem wir als Blinx beweisen müssen,
aus welch heldenhaftem Stolz wir geschnitzt sind. Jeder Level ist in drei Abschnitte unterteilt, so dass wir – richtig gerechnet, Leute – durch exakt dreißig Szenarien watscheln. Am Ende eines Levels erwartet uns traditionsgemäß ein miesgelaunter Obermotz, doch zuvor muss jeder Teilbereich innerhalb von zehn Minuten gänzlich von feindlichen Gesocks befreit werden. Dass wir somit in jedem Teilabschnitt unter Zeitdruck stehen, ist sicherlich nicht nach jedermanns Geschmack, für mich kam jedenfalls eine unangenehme Hektik mit hinein, die nicht unbedingt hätte sein müssen. Mit unserem staubsaugerähnlichen „Time Sweeper“ sammeln wir jedenfalls unzählige Objekte aus der näheren Umgebung auf und ballern mit diesen auf die Gegner. Die Kapazität ist dabei jedoch begrenzt, Abhilfe schafft da ein Besuch im örtlichen Shop, bei dem wir uns leistungsstärkere Maschinen und solche mit einem größeren Fassungsvermögen kaufen. Das dafür benötigte Kleingeld sammeln wir in den Leveln auf und erhalten für die aufgesammelten Objekte zusätzlich ein bisschen Gold. Was sicherlich nicht ganz uninteressant ist, ist die Tatsache, dass wir den Spielverlauf – zumindest kurzzeitig – beeinflussen können. Kurzzeitiges Einfrieren, Auslösen einer Zeitlupenfunktion oder auch ein geschwindes Vorspulen sollen für Abwechslung sorgen und somit frischen Wind ins Gameplay bringen. Das Zurückspulen hat den Vorteil, dass frühere Zustände wieder hergestellt werden, eingestürzte Brücken lassen sich somit wieder in den Originalzustand versetzen. Die Aufnahmefunktion hingegen erlaubt Euch ganz normal zu agieren, anzuhalten, eine Aufnahme zu starten, in der wir irgendetwas erledigen und dann wieder – ohne Zeitverlust und das ist entscheidend bzw. Sinn der Sache! – an der Stelle weitermachen, bevor wir die Aufnahme starteten. Über allem steht wie ein Damokles-Schwert das unbarmherzige Zeitlimit, innerhalb dessen wir den jeweiligen Spielabschnitt komplett von Feinden gesäubert haben müssen. Dauerstress ist somit angesagt. Der Spielverlauf ist somit ungewöhnlich aber durchaus innovativ, um einen müden Abklatsch eines alten Hüpfspiel-Hits handelt es sich hier somit keineswegs.
Leider gibt es die ein oder andere böse Macke, die das originelle Spielprinzip etwas in den Hintergrund treten lässt und die Spielfreude erheblich dämpft. Die Kameraführung ist unterdurchschnittlich, so klipp und klar muss ich das sagen. Diese nervt schon sehr schnell, durch das ungewollt auftretende Chaos bzw. die Unübersichtlichkeit fühlen wir uns chronisch benachteiligt. Dies wiegt umso schwerer, als wir es ohnehin mit einem nicht gerade niedrigen Schwierigkeitsgrad zu tun haben. Kurzum: „Blinx – The Time Sweeper” ist schwer. Nur mit einer Engelsgeduld werdet Ihr den Abspann erleben, ungeduldige Spielernaturen mit einem zu dünnen Fell schmeißen bereits nach wenigen Stunden (oder sogar noch früher) das Handtuch. Doch damit noch nicht genug: Blinx steuert sich nicht astrein, er ist oft viel zu lahm, so dass wir nicht reaktionsschnell reagieren können, um uns der urplötzlich auftretenden Angriffe des Feindes erwehren zu können. Darüber hinaus hatte ich des Öfteren das Gefühl, dass vieles auf Glück und Zufall aufgebaut ist, manchmal kam es so rüber, als wäre ich eher rein zufällig vorangekommen bzw. hatte die entsprechend nötigen Treffer gelandet. Spätestens nach einem Drittel der Gesamtspielzeit wird es richtig haarig.
Lasst Euch daher von den oft zu oberflächlichen Urteilen manch (selbsternannter) namhafter Zeitschriften nicht blenden, erst nach einigen Stunden Spielzeit erschließt sich nämlich, dass der Frustfaktor hier nicht gerade gering ist. Andauernd müssen wir die Perspektive nachjustieren und beten, dass die zu langsame Steuerung unsere Eingabebefehle noch rechtzeitig umsetzt. Dass unsere Spielfigur nicht gerade schnell unterwegs ist, nervt mit zunehmender Spieldauer ungemein, ohnmächtig müssen wir öfters mit ansehen, wie der Countdown gnadenlos heruntertickt, unser Protagonist aber „unbeirrt“ ein lediglich gemütliches Tempo an den Tag legt. Vergessen darf hier auf keinen Fall, dass das Zeitlimit auch im Pause-Modus nicht anhält! Dies dürft Ihr auf gar keinen Fall vergessen bzw. merkt Ihr die fatalen Auswirkungen sofort, solltet Ihr nicht ordentlich auf Zack sein. Das Resultat ist schließlich, dass wir es mit einem zwar außerordentlich originellen Gameplay zu tun haben, Hektik und Panik denn Spielverlauf aber primär bestimmen.
Die knallbunte 3D-Optik darf sich noch ein „Gut“ einheimsen, dies ist aber angesichts der teils derben Mängel ein nur schwacher Trost, schätze ich. Aber immerhin: pastellfarbene Hintergründe, ein gut modellierter und animierter Held und massig Spezialeffekte – insbesondere die Lichteffekte – machen eine gute Figur. Zugeben muss ich allerdings auch, dass der Detailgrad am Boden und im Hintergrund nicht gerade ungemein hoch ist. Netterweise wurde uns aber ein 16:9-Format und ein 60-Hertz-Modus spendiert, wobei die Grafik trotz des nicht geringen Actionanteils größtenteils flüssig bleibt. Letzteres wurde aber auch etwas „erschummelt“ bzw. auf Kosten des langsamen Helden erkauft. Die Soundkulisse präsentiert sich leider zu zurückhaltend, mehr als durchschnittliche Kost wird uns hier nicht geboten. Den durchaus atmosphärischen Klängen mangelt es an Abwechslung und auch die Soundeffekte gewinnen keinen Innovations-Preis, um ehrlich zu sein. Immerhin unterstreichen blitzsaubere Digi-Klänge das Ambiente. Einem ungewöhnlichen und eigentlichen originellen Spielkonzept mit knallbunter Grafik stehen eine miese Kamera und träge Steuerung gegenüber, welche dieses Abenteuer noch schwerer machen, als es ohnehin schon ist. Die Folge ist, dass nur Hüpfspiel-Profis mit stahlharten Nerven sich dieses Game antun sollten. Meine Spielspaßwertung rutscht demnach ins Mittelmaß, 57% halte ich im vorliegenden Fall für angebracht.
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ein Testbericht von marius82392008-10-19 13:13:07vom 19.10.2008Empfehlung: ja
Vorteile: - Es ist gute Grafik für ein altes Spiel
- Es macht lange Spass
- Es ist mittlerweile sehr billig auf dem Markt zu erwerben...Nachteile/Kritik: <--Siehe Bericht
( Der Endboss ist ziemlich schwer)
Blinx - The Time Sweeper ist ein sehr lustiges und fantasiereiches Spiel. Es handelt von Katzen, die die Zeit beschützen,doch dann gibt es Chaos mit der Zeit und durch die Zeit-Kristalle, die nicht unter Kontrolle sind, entstehen Monster. Somit fängt das ganze Abenteuer an und man muss sich durch viele Level durchschlagen.
Man hat eine Art Sauger, die Müll aufsaugen kann um die Monster zu besiegen. Man muss den Müll aufsaugen und ihn dann gegen die Monster schiessen um sie zu besiegen. Jedes Level hat eine bestimmte Anzahl Monster die man besiegen muss, damit sich das Portal öffnet. Das Portal ist das Ziel von jedem Level. Da gibt es auch noch die Zeitkristalle, man brauch sie zum Stoppen,Aufnehmen,Zurückspulen,Vorspulen oder Verlangsamen der Zeit, damit wird aber nicht die normale Spielzeit beeinträchtigt, denn man hat nur 10 Minuten für jedes Level. Die Level sind in verschiedene Stufen eingeteilt, in jeder Stufe gibt es 4 Level, davon ist ein Level das des Bosses der Stufe. Man bekommt auf seine Reise durch die Level auch 3 Leben geschenkt, die man aber durch die Shops, die es in jeder Stufe gibt verbessern kann. In diesen Shops kann man nach der Zeit auch bessere Sauger kaufen, die schneller saugen können und Feuer oder Sand einsaugen können. Doch um diese Sachen kaufen zu können, muss man Gold sammeln, das man im Verlauf des Spiels in den Levels oder von den Bossen bekommt. Das Spiel wird nicht schnell langweilig wie manch andere, denn zuerst ist es leicht und wird in höheren Level immer höher. Es ist wie oben schon gesagt sehr fantasie- und abwechslungsreich. Es lohnt sich auf jeden Fall dieses Spiel für knapp 15€ zu kaufen.
Danke, dass sie diesen Bericht gelesen haben, ich hoffe er hat ihnen geholfen und ich freue mich um viele zahlreiche Bewertungen.