zum durchschmökern und ablachen: Kolumnen aus Amerika
ein Testbericht von Loewie2004-05-01 23:24:07vom 01.05.2004Empfehlung: ja
Vorteile: unheimlich kurzweilig, witzig, dabei aber auch informativ und manchmal zum nachdenken...Nachteile/Kritik: nichts
Bill Bryson wird als Reiseschriftsteller geführt. Dieses neuere (2002), noch nicht so bekannte Buch aber ist keine Reiseliteratur, sondern eine Führung durch die Lebensgewohnheiten und den Alltag in Amerika in 77 Kolumnen.
Bill Bryson selbst, geboren in Amerika, kehrt nach 20 Jahren in England nach Amerika zurück und betrachtet den Alltag und die Lebensumstände dort mit einem gewissen Abstand und einer unnachahmlichen Ironie. Die Kolumen sind sehr breit gefächert, von Banalitäten wie Käse in Sprühdosen, Telefongesellschaften, Motelketten bis hin zur staatlichen Drogenpolitik.
Bill Bryson ist der geborene Satiriker, ohne überheblich zu wirken oder bösartig zynisch zu werden.
Zwei Beispiel für seinen unnachahmlichen Schreibstil gebe ich hier wieder:
Wie man auch zu Hause seinen Spaß haben kann
(Auszug:)
Meine Frau findet alles in den Vereinigten Staaten wunderbar. Sie ist entzückt, wenn man ihr ihre Lebensmitteleinkäufe in Tüten packt, sie liebt Gratiseiswasser und -streichholzbriefchen in Restaurants, und ein Pizzalieferservice ins Haus ist für sie der Gipfel der Zivilisation. Bisher hatte ich noch nicht den Mut, ihr zu sagen, dass die Kellnerinnen hier alle Leute nötigen, "einen schönen Tag zu haben".
Ich persönlich mag Amerika zwar auch und bin für seine vielen Annehmlichkeiten dankbar, aber nicht ganz so sklavisch und unkritisch. Gut, beim Einkaufen werden einem die Lebensmittel eingepackt. Natürlich ist das eine nette Geste, doch was hat man anderes davon, als dass man zuschauen kann, wie einem die Lebensmittel eingepackt werden? Es verschafft einem ja mitnichten wertvolle zusätzliche Freizeit.Ich will kein Spielverderber sein, aber wenn ich die Wahl hätte zwischen Gratiseiswasser und staatlicher Gesundheitsfürsorge hätte, würde ich mich doch instinktiv für letzteres entscheiden.
Schwamm drüber. Manches ist hier trotz allem so herrlich, dass ich es selbst kaum aushalten kann. Und dazu gehört an vorderster Stelle und ohne jeden Zweifel die Art der Müllentsorgung. Die Müllschlucker sind der Inbegriff dessen, was eine arbeitssparende Einrichtung sein sollte und so selten ist - laut, lustig, extrem gefährlich und so überwältigend funktionstüchtig, dass man sich gar nicht mehr vorstellen kann, wie man je ohne sie ausgekommen ist. Wenn sie mich vor achtzehn Monaten gefragt hätten, wie die Aussichten dafür stünden, dass binnen kurzem mein Haupthobby sein würde, ausgewählte Gegenstände in ein Loch im Küchenabwaschbecken zu stecken, hätte ich Ihnen wahrscheinlich bloß ins Gesicht gelacht. Aber so ist es nun.
Ich habe noch nie einen Müllschlucker besessen, musste also die Bandbreite seiner Möglichkeiten zunächst mittels Trial-and-Error- Methode erkunden. Mit Eßstäbchen erzielt man vielleicht die lebhafteste Wirkung (ich empfehle es natürlich nicht, aber irgendwann kommt bei jedem Gerät der Zeitpunkt, wo man einfach sehen will, was es alles kann), doch Honigmelonenscheiben erzeugen den vollsten, kehligsten Klang und brauchen auch weniger Rutschzeit. Mit großen Mengen Kafeesatz erzielen Sie am ehesten den Vesuveffekt, aber aus Gründen, die klar auf der Hand liegen, sollten Sie dieses schwierige Kunststück erst dann ausprobieren, wenn Ihre Gattin den ganzen Tag außer Haus ist und Sie Wischlappen und Trittleiter bereitstehen haben.
Am aufregendsten ist es freilich, wenn der Müllschlucker verstopft. Dann muss man nämlich mit dem Arm hineinlangen und ihn frei machen, das heisst, gewärtig sein, dass er jeden Moment wieder zum
Leben erwacht und den Arm mir nichts, dir nichts von einem nützlichen Greifwerkzeug in ein Setzholz verwandelt. Vom Leben am Abgrund brauchen Sie mir also nichts zu erzählen. ....
Kein Anschluß unter dieser Nummer:
(Auszug:)
Von all den Einrichtungen auf Gottes weitem Erdboden, die meine Geduld auf die Probe stellen sollen - und Herr im Himmel, sind das viele - war über die Jahre hinweg keine erfolgreicher als die von AT & T, die Telefongesellschaft.
Wenn ich vor der Wahl stünde, mir ein Becherglas Salzsäure auf den Schoß zu kippen oder mit AT & T zu verhandeln, würde ich mich jederzeit für die Salzsäure als das weniger schmerzhafte entscheiden. AT & T hat die unverwüstlichsten Telefonde der Welt. Das weiß ich genau, weil ich noch nie von einem dieser Dinger aus telefoniert habe, ohne dass ich zum Schluß wie wild darauf eingedroschen habe.
Nun haben Sie vermutlich schon erraten, dass ich AT & T nicht besonders mag. Das geht aber in Ordnung, weil sie mich auch nicht mag. Sie mag ihre Kunden allesamt nicht, soweit ich sehe. Sie mag sie sogar so wenig, dass sie nicht einmal mit ihnen spricht. Für fast alles benutzt sie nun Computerstimmen, so dass man, einerlei was alles schiefläuft - und natürlich läuft immer alles schief - nie zu einem echten Menschen durchkommt. Das einzige, was man kriegt, ist eine seltsam metallische, eigenartig pampige, roboterhafte Stimme, die sagt: Die Nummer, die Sie gewählt haben, befindet sich nicht innerhalb eines anerkannten Wählparameters. Es ist ungeheuer frustrierend.
Ihr seht also, er neigt etwas zum übertreiben, es macht aber das lesen ungemein kurzweilig und sehr sehr amüsant, wenn man auch zuweilen nicht genau weiss, lacht man über den Schreibstil oder über die Dinge, die da behandelt werden, wie z.B. dass es in manchen Städten keine Bürgersteige mehr gibt, weil die Amis alles mit dem Auto erledigen. Und es einfacher ist, mit dem Auto zu einem auf der Straßenseite gegenüberliegenden Geschäft zu kommen, weil es für das Auto eine Abbiegerspur gibt, aber der Fußgänger nicht die Straße überqueren kann (weil es niemand will). Auch hahnebüchen: Da gestaltet man für viele Millionen Dollar ein schönes Innenstädtchen aus mit Ruhebänken und Pflanzen und allem was dazu gehört und nach zwei Jahren wird alles wieder abgerissen und umgebaut. Der Grund: Man musste ein paar hundert Meter weiter parken und sollte zu Fuß dort schlendern. Da fuhren die Amerikaner lieber zu einem riesen Shoppingzentrum außerhalb der Stadt, wo man direkt vor der Türe parken konnte.
Auch verrückt: Da wird mit dem Auto zum Fitneßzentrum gefahren, was keine 10 Minuten Gehweg entfernt liegt und sich beschwert, das man eine Viertelstunde lang einen Parkplatz suchen muss. Auf die Frage des Autors, warum frau denn nicht bereits den Weg dorthin zu Fuß bzw. laufend machen und als Fitneßübung ansehen würde, hieß es: nur auf einem Laufband könne man sich sportlich betätigen, da man dort auch den genauen Kalorienverbrauch ablesen und die Fitneßsteigerung messen könne durch Pulskontrolle etc.
Auch lernt man, dass die Amerikaner in ihren überdachten Shopping-mails lieber joggen gehen als draußen in der freien Natur, weil man dort vor den Unwägbarkeiten der Natur geschützt ist.
Einfach verrückt. Nach dem Lesen wusste ich auf jeden Fall: Es ist das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, wo man 40 verschiedene Frühstücksflocken bekommt, die wiederum aber auch alle fast identisch schmecken, aber auch das Land der unbegrenzten Beklopptheiten und Widersprüche.
Ich jedenfalls wollte und konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe es verschlungen, obwohl es sich natürlich gerade durch seine kurzen, nicht zusammenhängenden Kolumnen bestens für eine "kurz noch mal was vorm Schlafen lesen" - Lektüre eignet.Es ist noch viel besser und kurzweiliger als sein Buch: Frühstück mit Känguruhs.
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Mrs. Bryson in einer brillanten Nebenrolle
ein Testbericht von _matthias_2009-05-31 08:43:47vom 31.05.2009Empfehlung: ja
Vorteile: Thematik, Humor, Sprache, Lesevergnügen, . . ....Nachteile/Kritik: liebloser Umschlag
Im Urlaub ist es für mich Pflicht, wenigstens ein Buch zu lesen. Denn den Rest des Jahres verzweifle ich in schöner Regelmäßigkeit daran, auch nur das eine Buch zu Ende zu bringen, welches auf meinem Nachttisch verstaubt. So gibt es denn nun zwei gute Nachrichten zu vermelden. Erstens, dass ich mehr als ein Buch geschafft habe und zweitens, dass diese Bücher allesamt sehr gut waren.
Der Autor Bill Bryson ist mir durch meine entstandene Liebe zum fünften Kontinent ans Herz gewachsen, denn seinen Bestseller "Frühstück mit Kängurus" habe ich regelrecht verschlungen. So habe ich die bekannte Taktik angewandt, indem ich das Buch "Streiflichter aus Amerika" meiner Frau geschenkt habe, um es bei der erstbesten Gelegenheit zu stibitzen und selbst zu lesen.
Das Buch begann unglücklicherweise gleich mit einer Enttäuschung, denn die 72 Kapitel sind bis auf das Erste allesamt Kopien von wöchentlichen Kolumnen, die Bill Bryson in der englischen "Mail on Sunday" geschrieben hat. So haben diese dann auch nur einen losen Bezug untereinander und nur ein einziges Mal ließ sich Bryson herab einem Kapitel eine Notiz hinzuzufügen. Das war es aber im wesentlichen schon mit den negativen Begleiterscheinungen ... nun gut, das Cover, aber das lassen wir nun mal außen vor.
Bill Bryson ist auf seine Art genial und wenn man seine Art zu schreiben mag, dann wird man wohl alle seine Bücher lieben lernen. Schwer bleibt einzig und allein zu beschreiben, wo genau das Faszinierende in den gedruckten Worten liegt. Seine Reiseerlebnisse und seine Gedanken zu gewissen Ländern zu beschreiben ist keineswegs ein Reiseführer in klassischem Sinne - eher eine Vermischung einer Selbstdarstellung mit einer zynischen Darstellung zum beschriebenen Grund und Boden, seinen Bewohnern und den verschiedenen Hürden, denen dieselben tagtäglich ausgesetzt sind - "Streiflichter aus Amerika" ist ein klassisches Beispiel dafür.
Eins sei von Vorneherein angemerkt: Bill Bryson liebt nicht nur seine Frau und seine Kinder, er liebt auch sein Heimatland, obwohl man daran manchmal ernstlich zweifeln könnte. Bei genauerer Betrachtung jedoch sieht man, dass er lediglich das anprangert, was ihm nicht logisch und/oder sinnvoll erscheint. Dagegen ist nichts einzuwenden, insbesondere dann nicht, wenn man in großen Teilen mit der Meinung des lebenslustigen Bryson übereinstimmt.
Ohne näher auf den exakten Inhalt eingehen zu wollen (und zu können), sei gesagt, dass dieses Buch selbst dann Spaß machen wird, wenn man niemals einen Fuß in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten gesetzt hat. Dafür sorgen die plakativen Vergleiche zwischen dem amerikanischen und britischen (oder allgemein dem europäischen) Lebensstil und eine derart erfrischende Sprache, dass das Lesen oftmals durch prustendes Gelächter des Buchhalters unterbrochen wird, dass ein Weiterlesen oder gar ein Umblättern unmöglich macht. Bryson benutzt viel Phantasie, entführt den Leser in seine Gedankenwelt und hält ihn darin fest. Statistiken sind meist Ausgangspunkt für die Kapitel, sei es die Energieverschwendung, der CIA, die amerikanischen Präsidenten, das Thanksgiving-Fest, ein gewöhnlicher Garten oder die Unfähigkeit von Amerikanern, mehr als 10 Meter am Stück zu Fuß zu gehen ohne nicht zwischendurch ein Auto benutzt zu haben.
Formulare und Gesetze sind ein weiteres Thema, dass Bill Bryson süffisant humoristisch unter die
Lupe nimmt. Er zeigt auf, was in Amerika offensichtlich nur in völlig alkoholisiertem Zustand beschlossen und verkündet worden sein kann, insbesondere Reisebestimmungen, die Post, die Steuer und Vieles mehr bringt den Leser zum Mitlachen, wenn Bryson (manchmal scheint es ihm sichtlich beziehungsweise leserlich peinlich preiszugeben) überspitzte Fakten und Phantasie mischt, die wirklich dem letzten Hohlkopf zeigen müssten, wo der Hase begraben ist ... Ausgehend von persönlichen Erlebnissen ergeben sich teilweise nicht kombinierbare Zusammenhänge und Gedankengänge, die einem mehr als nur ein Schmunzeln entlocken. Nicht nur er, sondern auch seine Familie spielt mit - freiwillig oder nicht. Seine Liebe zu den amerikanischen Diners und der Individualität der Vereinigten Staaten ist spürbar ... und er wehrt sich (verzweifelt) dagegen, dass diese von den eigenen Landsleuten aufgegeben wird.
350 Seiten lang bin ich für 9 Euro entführt worden und musste eigentlich fortwährend lachen, weinen oder mit dem Kopf nicken - ich liebe Bryson. Und gerade, wenn man denkt: "Jetzt spinnt er aber wirklich", so holt Bryson einen auf den Boden der Tatsachen zurück und führt einem vor Augen, dass es so fern von der Realität gar nicht ist, was er sich zusammenreimt. Dass dabei auch namentlich genannte Politiker, staatlich-geheime Organisationen und insbesondere Telefongesellschaften ihr Fett wegkriegen, zeugt davon, dass Bryson kein Blatt vor den Mund nimmt - niemals.
Ich habe Bryson für seine Australien-Reiseerlebnisse ins Herz geschlossen, seine Gedanken zu Amerika haben diese Bindung noch verstärkt. Der manchmal trottelige (so stellt er sich gern dar), normale Bürger hat ein wunderschönes Buch geschrieben, welches ich nahezu vorbehaltlos weiterempfehle. Oder doch nicht: Wer es nicht ertragen kann, dass an dem "gelobten Land" das eine oder andere Haar gekrümmt wird, alles toll findet oder einfach zu engstirnig ist um über den Tellerrand zu schauen, der wird keine Freude haben; wobei ich ausdrücklich erlauben möchjte, dass man das Buch auch aus anderen Gründen nicht leiden kann - auch wenn ich das dann nicht verstehen muss ...
...
ein Testbericht von Hallie_Morgan2005-08-29 19:18:50vom 29.08.2005Empfehlung: ja
Vorteile: Bryson's Wortspiele...Nachteile/Kritik: Es gibt keinen zweiten Teil...
Nachdem der in Iowa geborene Schriftsteller und Kolumnist Bill Bryson seine Frau auf einer Rucksacktour durch England kennen lernte entschied er sich, nach England auszuwandern. Als er Jahre danach mit Kind und Kegel wieder nach Amerika kommt wird er auch prompt von seinem alten Freund Simon (der Chef einer Zeitung ist) gebeten, eine wöchentliche Kolumne über Amerika zu schreiben. Seine Hartnäckigkeit zahlt sich aus, denn obwohl Bryson erst ablehnt schreibt er die Kolumne (gut, man ließ ihm auch keine Möglichkeit, es nicht zu tun). Die Jahre in Europa zeigen ihre
Wirkung als Bryson das amerikanische Volk unter die Lupe nimmt. Herausgekommen ist ein herrlich zynisches und lustiges Buch, das nicht nur die Aufmerksamkeit einer Amerikanistik-Studentin auf sich ziehen müße.
" In einem meiner Bücher habe ich mal gewitzelt, daß man drei Dinge im Leben nie schafft. Man gewinnt nie einen Streit mit einer Telefongesellschaft, man bringt einen Kellner nie dazu, einen zu sehen, bevor er nicht bereit ist, einen zu sehen, und man kann nie wieder nach Hause zurückkommen." (Zitat S. 7)
Schon als ich anfange zu lesen merke ich, womit ich es zu tun habe. Kein verbitterter Mann in einer Midlife-Crisis sondern ein erfahrener Mann mit einem gesunden Maß an Witz. Mal sehen, ob es so weitergeht, denke ich, und werde nicht enttäuscht. Die einzelnen Kapitel sind nicht zu lang und nicht zu kurz, jedes behandelt eine neue Marotte der amerikanischen Bevölkerung, die den Leser sogar manchmal ins Staunen versetzt. Ob Baseball, Schulbildung, übertriebene Höflichkeit, oder eine (sehr einseitige, sehr zu Bryson's Leidwesen) Konversation mit einem Computerfachmann bei einer Hotline, vor nichts macht er halt. Ohne dabei zu zynisch oder verletzend zu sein werden nicht nur die Fast-Food-Gewohnheiten der Amerikaner unter die Lupe genommen, auch der Braten seiner Frau (und erst der seiner Mutter) bekommt es manchmal ab, was mich zu meinem Lieblingskapitel führt: das über Thanksgiving. Hier ein kleiner Auszug:
"Thanksgiving liebe ich deshalb so sehr, weil es, von allem anderen abgesehen, der einzige Tag im Jahr war, an dem wir bei uns zu Hause aßen. An allen anderen Tagen steckten wir uns eigentlich nur Nahrung in den Mund. Mein Mutter war nämlich keine begnadete Köchin. [...] Meinem Vater kam das seltsamerweise entgegen. Seine Essensvorlieben könnte man getrost als primitiv bezeichnen. Sein Gaumen reagierte eigentlich nur auf drei Geschmacksrichtungen - Salz, Ketchup und verbrannt. [...] Kurzum: er machte sich nichts aus gutem Essen, und meine Mutter arbeitete jahrelang hart, um ihn nie zu enttäuschen."
Bryson zieht die Marotten der Amerikaner liebevoll durch den Kakao ohne sich dabei selbst zu ernst zu nehmen oder herablassend zu wirken. Das ganze Buch hindurch erwischt man sich beim Schmunzeln, manchmal auch beim laut auflachen (was mir in der Öffentlichkeit auch manchmal diverse Blicke verschafft hat). Schade nur, daß es so schnell vorbei ist.
Dieses Buch wurde mir selber zum Geburtstag geschenkt in der Hoffung, der mich beschenkende könne mich überreden, doch nicht nach Amerika zu gehen. Das ging nach hinten los, denn als ich mit den 345 Seiten fertig war wollte ich Amerika mehr denn je ,live' erleben. Da wurde zwar auch nichts draus, aber die Investition von 9 € hat sich in jedem Fall gelohnt. Auch für nicht-Amerika-Fans ein tolles Buch!!