Schmidt Spiele Carcassonne Erweiterung Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Bewertung 4.0 von 5
von 82% aller Autoren empfohlen (9/11).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
einige interessante zusätzliche Karten für Carcassone, auch zu sechst spielbar
noch interessanter und spannender
Sinnvolle Erweiterung, die den Spielespass erhöht
mehr Spielspaß, einfache Regelergänzung, jetzt mit 6 Mitspielern, mehr Spannung zum Spielende
neue taktische Möglichkeiten, Material für einen sechsten Mitspieler, das Spiel dauert länger, man kann seinen Mitspielern nun auch schaden, Carcassonne mit allen Erweiterungen zusammen macht das Spiel unglaublich spannend
Nachteile/Kritik
zu teuer
keine
Nichts
da gibt es kein Kontra
die Erweiterung ist recht teuer, die zweite Erweiterung bringt noch mehr Vorzüge mit sich
Schmidt Spiele Carcassonne Erweiterung Schmidt Spiel am günstigsten bei:
Schmidt Spiele Hans im Glück 48131 - Carcassonne 1. Erweiterung Wirtshäuser & Kathedralen
Schon vor einer Weile ist es in Mode gekommen, neben Filmen, Computerspielen und anderen das tägliche Leben erträglich machenden Dingen auch herkömmliche, computerlose Spiele mit Erweiterungen und Fortsetzungen aller Art zu segnen. Manche davon sind hübsch und pfiffig, ich denke da an die diversen Erweiterungen und alternativen Spielideen zu Bohnanza, andere hingegen sind schlicht ein Versuch, die zahlende Kundschaft für die gleiche Idee nochmals zur Kasse zu bitten.
Zu letzteren ist aus meiner Sicht CARCASSONNE – DIE ERWEITERUNG zu zählen. Ich setze mal voraus, daß Leser eines Berichts über die Erweiterung von Carcassonne mit der Spielidee von Carcassonne vertraut sind, für alle anderen ganz kurz: Carcassonne war Spiel des Jahres 2001 und wird vom Verlag Hans im Glück herausgegeben. Bis zu fünf Spieler ziehen reihum Karten aus einem verdeckten Kartenvorrat, bis dieser erschöpft ist. Auf den Karten abgebildet sind Segmente von Wegen, Teile von Städten oder Klöster. Jeder Spieler verfügt über 7 Gefolgsleute, die er (in Übereinstimmung mit den Spielregeln) auf eine Wiese, auf einen Stadtteil oder ein Wegsegment setzen kann und die ihm, sobald die Stadt, der Weg oder das Kloster vollendet sind, Punkte bringen und für weitere Missionen zur Verfügung stehen. Die Wiesenbauern sind die Würze des Spieles, da nicht selten spielentscheidend – die werden erst zum Schluß gezählt, häufig übersehen und bringen fallweise Unmengen von Punkten, sind aber bis zum Spielende an ihre Aufgabe gebunden.
CARCASSONNE – DIE ERWEITERUNG fügt der Spielidee nichts Neues hinzu. Das ist einerseits gut, denn die Spielidee von Carcassonne ist genial und, wie ich finde, hübsch umgesetzt. Andererseits finde ich es nicht so schön, da damit das Erweiterungsset auf eine reine Aufstockung des Kartenvorrats reduziert wird – das finde ich mit 10 Euro aber zu teuer bezahlt.
Die Erweiterung bringt im Einzelnen folgende Neuheiten:
· Gefolgsleute in grau für einen weiteren Spieler; durch die Erweiterung kann Carcassonne dann mit bis zu 6 Spielern ab 8 Jahren gespielt werden.
· Je einen weiteren Gefolgsmann für die anderen Spielfarben (grün, rot, blau, gelb, schwarz und ebenfalls in grau). Dieser Gefolgsmann ist größer als die anderen und zählt doppelt.
· Zwei Kathedralen, die den Wert einer Stadt verdreifachen, falls die Stadt zum Spielende vollendet ist. Ist die Stadt nicht vollendet, gibt es (abweichend von den Originalregeln) für diese Stadt gar keine Punkte.
· 6 Wirtshäuser, die entlang von Wegsegmenten angesiedelt sind und den Wert der Wege verdoppeln, falls bis zum Spielende vollendet. Ist der Weg nicht vollendet, gibt es (abweichend von den Originalregeln) für diesen Weg gar keine Punkte.
· Einige weitere, den Spielablauf nicht maßgeblich beeinflussende Karten wie: Kloster mit durchführender Straße, Straßenkreuzung mit zwei Stadttoren, Wiese mit vier angrenzenden Stadtteilen.
· Völlig unnütz: 6 Punktekarten, die nur beim Zählen helfen (die ursprüngliche Zählkarte reicht nur bis 50 und wird beispielsweise aufgrund der durch Kathedralen aufgewerteten Städte mehrfach umrundet; diese 6 Karten helfen, hier die Übersicht zu bewahren, haben aber mit dem Spiel null komma nix zu tun).
Aus meiner Sicht erwirbt man im Erweiterungsset zu Carcassonne also zwei Dinge: die Möglichkeit, zu sechst zu spielen, sowie 18 neue Landschaftskarten, die einerseits den Spielspaß
verlängern und andererseits (Kathedrale, Wirtshaus) eine erhöhte Punktwertung nach sich ziehen. All dies hätte man in eine kleine Tüte packen und für 4 Euro unters Volk bringen können – dann wäre die Erweiterung perfekt gewesen. Man entschied sich jedoch, die Erweiterung in eine (im wesentlichen mit Luft gefüllte) Schachtel zu stecken, die halb so groß ist wie die Schachtel des Grundspiels, und deren Inhalt problemlos auch im Grundkasten Platz findet, und das Ganze deutlich teurer anzubieten, bei Karstadt beispielsweise für EUR 12,99. Preisbrecher Toys'R'Us offeriert die Erweiterung für immer noch EUR 9,99 – für meinen Geschmack zu teuer dafür, daß man lediglich 18 Landschaftskarten und 14 Holzmännlein in der Schachtel wirklich für das Spiel verwenden kann, wobei zur Spielidee an sich keine wirklich neuen Impulse geliefert werden; die Neuerungen bestehen ausschließlich in der Punktwertung. Überteuert finde ich die Erweiterung auch im Vergleich zum Grundkasten, der damals für 40 Mark zu haben war – daneben ist das Preis-Leistungsverhältnis der Erweiterung für umgerechnet 20 Mark einfach zu schlecht.
Zusammenfassend also: die Erweiterung ist hübsch, aber überteuert und keinesfalls unverzichtbar. Für das Spiel mit jüngeren Spielern, die dem dadurch komplexer werdenden Wertungssystem (mit komplettem Punkteverfall und entsprechend großer Enttäuschung bei nicht fertiggestellten Wegen/Städten mit neuen Elementen) nicht gewachsen sind, ohnehin nicht empfehlenswert. Da CARCASSONNE – DIE ERWEITERUNG nur auf dem Erfolg des Grundkastens reitet und nur Kleinigkeiten ergänzt, dafür jedoch recht teuer ist, gibt es hier nur eine "4".
PS: Die Spieldauer (bis 30 Minuten) ist für 2 Personen. Mit mehreren dauert es vermutlich etwas länger; der Hersteller sprich von "30-45 Minuten". Die Einzelwerte gelten, soweit sinnvoll, für die Erweiterung und nicht Carcassonne an sich.
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Kathedrale, Wirtshaus und Gefolgsmänner
ein Testbericht von Anne12342007-01-11 15:17:38vom 11.01.2007Empfehlung: ja
Vorteile: Sinnvolle Erweiterung, die den Spielespass erhöht...Nachteile/Kritik: Nichts
Nun mal zu einem Spiel, das wir immer wieder gerne, vor allem an so regnerischen Tagen hervorholen und immer wieder begeistert spielen. Es handelt sich dabei um das Spiel Carcassonne von Klaus-Jürgen Wrede. Das sich hervorragend zu zweit spielen lässt.
In meinem Bericht gehe ich auf eine der zahlreichen Erweiterung zu dem Spiel ein, die ich nach dem Grundspiel als erste kaufen würde.
Zunächst beschreibe ich ganz kurz das Grundspiel, für die die es noch nicht kennen. Wenn ihr dazu weiter Informationen sucht, es gibt hier über 100 Erfahrungsberichte. Das sollte doch ausreichen.
Zum Grundspiel für die die es noch nicht kennen:
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In diesem Spiel bauen die Spieler die französische Festungsstadt Carcassonne nach.
Nachdem eine Startkarte in die Mitte des Tisches gelegt wurde ziehen die Spieler nach und nach Karten die sie hier anlegen können.
So entsteht Zug um Zug eine mittelalterliche Landschaft, mit Städten, Straßen, Wiesen und Klöstern.
Bei jedem Zug hat der Spieler die Möglichkeit Gefolgsleute auf seine Karte zu setzen, die je nach Karte zu Ritten, Wegelagerern, Bauern oder Mönchen werden.
Je größer man die Stadt werden lässt oder je länger man seine Straße baut, desto mehr Punkte bringt diese bei der Fertigstellung ein.
Natürlich reicht die Anzahl der Gefolgsleute nicht aus überall zu bauen und so kommt das taktische und strategische Geschick ins Spiel.
Am Ende werden dann noch die Felder ausgewertet und wie immer: der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt das Spiel.
Carcassonne wurde für eine Spielerzahl von 2-5 Spielern im Alter ab 8 Jahren entwickelt und dauert ca. 30 Minuten.
Der Preis liegt bei ca. 12 Euro.
Carcassonne lässt sich sehr gut zu zweit spielen.
Es wurde 2001 als Spiel des Jahres ausgezeichnet und erhielt den Deutschen Spielepreis .
Nun aber zur Erweiterung, die natürlich nur mit dem Grundspiel verwendbar ist.
Grundinformationen zur Erweiterung:
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Autor: Klaus-Jürgen Wrede
Verlag: Hans im Glück Verlag
Spieleranzahl: für 2-6 Spieler.
Spieldauer: 30-45 Min., zusätzlich zur Spieldauer des Grundspiels zu rechnen
Altersempfehlung: ab 8 Jahre
Preis: um die 10 €
http://www.carcassonne.de/
Die Erweiterung wird in den üblichen bunten Pappkartons geliefert.
Eine Spielanleitung ist selbstverständlich enthalten. Die wie immer sehr leicht zu verstehen ist.
Was kommt mit der Erweiterung zum Grundspiel hinzu?
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In dieser Erweiterung findet man viele Dinge, mit denen man sein Grundspiel aufstocken kann.
Geliefert werden 18 neue Landschaftstafeln, 6 Punktekarten, 8 Gefolgsleute aus Holz in grau und 6 große Gefolgsleute.
Zu den neuen Karten:
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Bei den 18 neuen Karten entdeckt man bisher unbekannte Dinge, die neue Taktiken ermöglichen.
Man findet eine Kathedrale in der Stadt oder ein Wirtshaus an der Straße, die den Wert verdoppeln oder verdreifachen. Aber hier gibt es auch ein Risiko: denn nur wenn man es bis zum Ende des Spiels schafft das Bauwerk fertig zu stellen gibt es die Punkte. Ansonsten geht man leer aus.
Das macht das Spiel sehr spannend und wir haben uns schon sehr geärgert (bzw. gefreut) wenn kurz vor Ende diese Karte gezogen wurde und sie noch irgendwo angebaut werden mussten.
Die neuen Karten ermöglichen es einem viel länger zu spielen und das erhöht bei diesem tollen Spiel nur den Spielespass.
Zum großen Gefolgsmann:
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Es sind insgesamt 6 große Gefolgsmänner vorhanden, für jeden Spieler einen. Sie sind größer und dicker als die anderen
Spielfiguren angefertigt.
Der Gefolgsmann wird wie zwei kleine gewertet und man kann durch klugen Einsatz so die Mehrheit über Felder, Burgen und Straßen gewinnen, sie übernehmen oder im Bedarfsfall verteidigen.
Der Gefolgsmann macht bei uns seine Sache ganz gut und biete die Möglichkeit noch besser gegeneinander zu "kämpfen".
Zu den Punktekarten:
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Hinzu kommen noch 6 Punktekarten, die man einsetzen kann, wenn man auf der Punktetafel die 50 Punkte überschritten hat. Dann nimmt man einfach eine Karte mit dem Wert 50 und legt sie vor sich ab. Schafft man eine zweite Umrundung wird die Karte auf die Zahl 100 umgedreht.
So behält man den Punktestand besser im Blick und die Wertung ist einfacher und übersichtlicher zu gestalten.
Zu den neuen Gefolgsleuten:
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Die 8 neuen, in grau gehaltenen Gefolgsleute und die neuen Landschafts- und Wertungskarten machen es nun möglich mit einem sechsten Spieler zu spielen.
Dies haben wir bisher noch nicht gemacht. Ich kann mir aber vorstellne das größere Spielerunden nur daruaf gewartet haben.
Nun noch ein Zitat von Klaus-Jürgen Wrede, für die die bisher noch nicht von dem Spiel zu überzeugen waren:
"Den Reiz zu beurteilen, fällt mir schwer, da ich gewissermaßen "befangen" in dieser Frage bin, ich denke aber, dass die intuitive Spielweise und die klaren Regeln bei dennoch vorhandenen taktischen Entscheidungsmöglichkeiten einen Reiz des Spiels ausmachen. Zudem ist es auch interessant, etwas gemeinsam zu entwickeln (das Landschafts-/Stadtbild) und zum Schluss jedesmal ein anderes Ergebnis in seinem "Endprodukt" vor sich zu sehen. Aber letztlich sollten den Spielreiz die Spieler von CARCASSONNE beurteilen..." (entnommen von der Seite: www.carcassonne.de)
...
Goldband, 15.01.2007
Über das Spiel und seine Erweiterungen habe ich auch schon mehrmals geschrieben. Wir spielen es immer wieder gern. Besonders mit dieser Erweiterung, die du beschreibst.
ein Testbericht von carsten19622005-04-20 14:09:56vom 20.04.2005Empfehlung: ja
Vorteile: mehr Spielspaß, einfache Regelergänzung, jetzt mit 6 Mitspielern, mehr Spannung zum Spielende...Nachteile/Kritik: da gibt es kein Kontra
Nachdem ich im vorletzten Bericht über das Spiel des Jahres 2001, Carcassonne berichtet habe und auch schon vor einiger Zeit über die zweite Erweiterung geschrieben habe, darf jetzt natürlich nicht die erste Erweiterung fehlen, die sich einfach "Carcassonne - Die Erweiterung" nennt.
Carcassonne - Die Erweiterung ist wie das Grundspiel im Hans im Glück Verlag erschienen. Es ist für unter 10 € im Handel zu erhalten.
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Spiel idee
Spielregeln
Material
Spielanleitung
Spiel alter
Taktische Tipps
Fazit
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Spielidee
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Die Erweiterung kann nur zusammen mit dem Grundspiel gespielt werden. Mit Carcassonne - Die Erweiterung sollen drei Ziele erreicht werden. Zum einen soll der Spielspaß
erhöht werden, war ihr auch gelingt. Zum anderen ist es mit der Erweiterung möglich nicht mehr nur zu fünft, sondern sogar mit sechs Mitspielern zu spielen. Und das dritte Ziel ist sicher auch ein finanzieller Aspekt für den Hersteller, der so noch einmal seine Umsatzzahl nach oben treibt.
Die Erhöhung des Spielspaßes wird erreicht durch neue Möglichkeiten Punkte zu erzielen, aber auch durch je einen neuen großen Gefolgsmann, der stärker ist als die herkömmlichen Gefolgsleute. Die nun mögliche Teilnahme eines sechsten Spielers kann das Spiel noch abwechslungsreicher gestalten.
Spielregeln
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Nun aber zu den Spielregeln der Erweiterung. Ich setze an dieser Stelle voraus, dass die Spielregeln für das Grundspiel bekannt sind, denn diese gelten natürlich weiter. Die 18 neuen Landschaftskarten werden zusammen mit den Landschaftskarten des Grundspiels gemischt und verdeckt bereitgehalten. Hier wäre es angebracht den Stoffbeutel aus der zweiten Erweiterung zu nehmen, da es aus produktionstechnischen Gründen zu farblichen Abweichungen zwischen den Landschaftskarten kommen kann und damit erkennbar wäre welche Landschaftskarten aus der Erweiterung stammen.
Nun aber zu den neuen Landschaftskarten im Einzelnen. Es gibt sechs neue Landschaftskarten auf denen neben einer Straße ein Wirtshaus am See abgebildet ist. Straßen die über eine oder mehrere Landschaftskarten führen, die an einem Wirtshaus am See liegen, zählen bei Fertigstellung nun nicht nur einen Punkt je Landschaftskarte, sondern zwei 2 Punkte. Hier kann man also den Wert der Straße verdoppeln. Allerdings kann man auch leer ausgehen. Ist die Straße bei Spielende noch nicht fertig gestellt, dann erhält man für die Straße keinen Punkt! Dies ist ein interessanter Aspekt, da diese Straßen für alle Spiele sehr interessant sind. Hier kommt ein wenig mehr Konkurrenzkampf ins Spiel.
Weiterhin gibt es zwei Landschaftskarten für den Städtebau auf denen eine Kathedrale abgebildet ist. Auch hier kann man eine Wertsteigerung erzielen. Für eine fertig gestellte Stadt, in der eine oder beide Kathedralen liegen, erhält man je Landschaftskarte und Wappen 3 Punkte anstatt der sonst üblichen 2 Punkte. Aber auch hier kann man leer ausgehen. Ist die Stadt bei Spielende nicht fertig gestellt, dann erhält man keine Punkte für diese Stadt. Diese Städte sind besonders gefragt. Auch dies ist eine sehr interessante Regelergänzung.
Die weiteren zusätzlichen Landschaftskarten stellen keine Besonderheit dar, die nicht schon mit den Spielregeln des Grundspiels abgedeckt wären. So gibt es zum Beispiel folgende Landschaftskarten:
- Eine Landschaftskarte auf der an jedem Rand ein Stadtteil und in der Mitte eine Wiese abgebildet ist.
- Eine Landschaftskarte auf der ein Kloster eine Straße in zwei Abschnitte teilt.
- Eine Landschaftskarte mit zwei gegenüber liegenden Stadteilen, die eine Straße verbindet und damit in einer Kreuzung eine dazwischen verlaufende Straße teilt.
Diese zusätzlichen Karten erhöhen die Möglichkeiten beim ein wenig. Eine netter, aber neben den anderen Neuigkeiten dieser Erweiterung nicht so wesentlicher Aspekt.
Es sind aber nicht nur neue Landschaftskarten in der Ergänzung enthalten. Jeder Mitspieler erhält einen großen Gefolgsmann, der genauso eingesetzt werden kann wie alle anderen Gefolgsleute auch. Der Vorteil des großen Gefolgsmannes ist aber, dass er so viel wert ist wie zwei herkömmliche Gefolgsleute. Damit ist es einfacher sich eine Mehrheit in einer Stadt, auf einer Straße oder auf einer Wiese zu verschaffen. Durch den geschickten Einsatz des großen Gefolgsmannes kann man sich wesentliche Vorteile verschaffen. Aus meiner Sicht der wichtigste Punkt in dieser Erweiterung.
Zur Erweiterung gehören auch noch 6 Karten bei denen auf der einen Seite eine 50 und auf der anderen Seite eine 100 abgebildet ist. Sie dienen lediglich der besseren Übersicht, ob ein Mitspieler schon eine oder mehrere Umrundungen auf dem Zählbrett zurückgelegt hat.
Nicht unterschlagen möchte ich natürlich die zusätzlichen Gefolgsleute für den sechsten Mitspieler. Eine gute Idee, denn Carcassonne lässt sich mit 6 Mitspielern genauso gut spielen wie mit 5 Mitspielern.
Die einzelnen Bestandteile dieser Erweiterung müssen nicht unbedingt als Gesamtheit genutzt werden. Man kann genauso gut auch nur einen Teil dieser Erweiterung verwenden. Das ist jedem offen gelassen.
Material
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Die Landschaftskarten sind aus dem gleichen, stabilen Karton, wie im Grundspiel gefertigt. Leider kann es zu farblichen Abweichungen kommen. In der zweiten Erweiterung hat man dazu eine Abhilfe geschaffen, einen Stoffbeutel. Der wäre hier eigentlich schon angebracht gewesen. Aber erst mit dieser Erweiterung ist dieses Problem im laufenden Herstellungsprozess erkannt worden. Ich empfehle, falls es eine farbliche Abweichung gibt, sich selbst einen kleinen passenden Stoffbeutel selbst zu nähen oder besser gleich auch die zweite Erweiterung mit zu kaufen. Diese wird manchmal auch in einer Kombination der ersten und zweiten Erweiterung angeboten. Dann ist es auch gleich noch ein bisschen günstiger. Die Gestaltung der Landschaftskarten ist grafisch sehr ansprechend.
Die sechs Zahlenkarten zur Vereinfachung der Punktezählung sind aus dem gleichen stabilen Karton hergestellt, wie die Landschaftskarten. Sie haben eine einfache aber zweckmäßige Bedruckung
Die Gefolgsleute für den sechsten Spieler und die großen Gefolgsleute sind, wie auch die Gefolgsleute aus dem Grundspiel aus Holz hergestellt und in der jeweiligen Spielerfarbe eingefärbt. Mir gefallen Holzspielfiguren eigentlich immer besser als Kunststoffspielfiguren. Ein Pluspunkt für das Spiel.
Spielanleitung
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Di e Spielanleitung ist auf einem doppelseitig bedruckten Blatt enthalten, das ein wenig größer ist als DIN A6. Neben der schriftlichen Erklärung sind alle Regeln auch noch durch grafisch dargestellte Beispiele erklärt, so dass fast schon das Anschauen der Grafiken ausreicht, um die zusätzlichen Regeln zu verstehen. Besser kann man Spielregeln nicht darstellen.
Spielalter
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Die Erweiterung kann ab einem Alter von 8 Jahren gespielt werden. Ich gehe aber davon aus, dass Kinder in diesem Alter noch nicht die taktischen Feinheiten übersehen können. Von einigen Ausnahmen nach längerer Übung vielleicht einmal abgesehen.
Taktische Tipps
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Nun noch ein paar taktische Ratschläge zu der Erweiterung.
Eine Landschaftskarte mit Straße und Wirtshaus am See sollte man nun bei Straßen einsetzen, bei denen man ein bisschen Sicherheit hat, dass diese Straße nicht schnell von anderen Mitspielern übernommen werden kann. Manchmal ist es sinnvoll lieber eine kurze Straße zu nehmen als eine etwas längere Straße. Vorteilhaft ist es auch, wenn die Straße schon auf einer Seite einen Abschluss hat, dann man im Verlauf des Spiels wahrscheinlich noch eine weitere Landschaftskarte findet, um die Straße fertig zu stellen. Zum Spielende hin macht es unter Umständen Sinn, diese Landschaftskarte an eine Straße eines Mitspielers zu bauen, damit er, falls er die Straße nicht fertig stellt, keine Punkte für diese Straße erhält. Dieser Zug stößt bei den Mitspielern sicher auf große Freude! ;-)
Eine Landschaftskarte mit einer Kathedrale sollte man nur bei Städten einsetzen, bei denen man ein bisschen Sicherheit hat, dass diese Stadt nicht schnell von einem anderen Mitspieler übernommen werden kann. Bei zu großen Städten besteht die Gefahr, dass man sie bis zum Spielende nicht fertig stellen kann. Es kann durchaus sinnvoll sein, eine Stadt mit einer Kathedrale mit einem anderen Mitspieler zusammen fertig zu stellen, denn dann geht die Fertigstellung schneller. Zum Spielende ist es auch bei einer Landschaftskarte mit Kathedrale sinnvoll, diese bei einer Stadt der Mitspieler anzulegen, da dann die Möglichkeit besteht, dass der Mitspieler die Stadt nicht fertig stellt und somit keine Punkte erhält. Auch dieser Spielzug ruft bei den Mitspielern erhebliche Freunde hervor! ;-)
Den großen Gefolgsmann sollte man möglichst für den schnellen Erfolg verwenden, weil dieser dann mehrfach im Spiel eingesetzt werden kann. Also schnell eine Stadt oder Straße übernehmen und fertig stellen. Das werden eure Mitspieler sicher auch versuchen. Es ist absolut nicht sinnvoll den großen Gefolgsmann sehr früh im Spiel auf eine Wiese zu legen, weil er dann dort bis zum Spielende verbleibt und nur dort zur Wirkung kommt. Wenn man den großen Gefolgsmann unbedingt auf eine Wiese legen möchte, dann nur zum Spielende hin und auch nur dann, wenn man sicher ist, dass er noch zur Wirkung kommen wird.
Fazit
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Carcassonne die Erweiterung ist meiner Meinung nach eine gelungene Ergänzung zum Grundspiel, die mehr Abwechslung und Spannung ins Spiel bringt.
Die Möglichkeit die doppelte Punktzahl bei einer Straße zu erhalten gefällt mir sehr gut. Außerdem besteht mit diesen Landschaftskarten noch die Möglichkeit zum Spielende beim Gegner ein paar Punkte zu vernichten. Dies macht den Spielausgang noch offener.
Genauso gut gefällt mir die Landschaftskarte mit der Kathedrale. Auch hier können noch mehr Punkte gewonnen werden und zum Spielende dem Mitspieler noch ein paar Punkte abgenommen werden. Auch damit ist der Ausgang des Spieles offener geworden.
Erfreut bin ich über die Möglichkeit jetzt Carcassonne mit sechs Mitspielern zu spielen, da sich bei Spieleabenden manchmal genau sechs Mitspieler zusammen finden. Ein sechster Mitspieler kann auch beim Grundspiel ohne weiteres gut mitspielen. Schön, dass dies vom Verlag erkannt wurde.
Mit dem großen Gefolgsmann kann man sich bei geschicktem Einsatz entscheide Vorteile sichern. Eine gute Idee, die mir besonders gut gefällt.
Insgesamt kann ich jedem Spieler des Carcassonne Grundspiels empfehlen, sich diese Erweiterung zuzulegen. Sie erhöht den ohnehin schon hohen Spielspaß nochmals merklich. Für diejenigen, die das Grundspiel noch nicht kennen, möchte ich empfehlen neben dem Grundspiel gleich die Erweiterung mit zu erwerben. Der Preis von unter 10 € ist noch tragbar. Ich wünsche euch viel Spaß beim Spielen!
Vielen Dank für das Lesen, Bewerten und Kommentieren!
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ein Testbericht von linnie2005-04-15 21:13:04vom 15.04.2005Empfehlung: ja
Vorteile: neue taktische Möglichkeiten, Material für einen sechsten Mitspieler, das Spiel dauert länger, man kann seinen Mitspielern nun auch schaden, Carcassonne mit allen Erweiterungen zusammen macht das Spiel unglaublich spannend...Nachteile/Kritik: die Erweiterung ist recht teuer, die zweite Erweiterung bringt noch mehr Vorzüge mit sich
Zum Spiel des Jahres 2001 gibt es bislang drei Erweiterungen, die beiden großen Erweiterungen, die halbe Erweiterung aus "König und Späher" und den Fluss, den ich auch als halbe Erweiterung zählen mag, da er das Spiel nicht wesentlich voranbringt. Als Fan des Grundspieles habe ich mir selbstverständlich alle erhältlichen Erweiterungen angeschafft und ausprobiert.
** Spielmaterial
18 neue Landschaftsplättchen zum Anlegen
Wirtshaus
Kathedrale
Spielmaterial für einen 6. Mitspieler
Spielerzahl: 2 - 6
Spieldauer: ca. 30 - 45 Minuten
Alter: ab 8 Jahre
Verlag: Hans im Glück
Preis: etwa 10 Euro
Hinweis: Auch diese Erweiterung ist NUR mit dem Grundspiel "Carcassonne" spielbar.
** Was
ist überhaupt Carcassonne?
Carcassonne ist ein Legespiel, bei dem die Spieler abwechselnd jeweils ein Landschaftsplättchen ausspielen und auf das jeweils neueste Plättchen eine Spielfigur setzen dürfen. Diese Spielfiguren markieren sozusagen einen Anspruch des Spielers auf die jeweilige Stadt, Wiese oder Straße. Wird eine Stadt durch ein neues Plättchen abgeschlossen, so erhält der Spieler mit den meisten Spielfiguren pro Plättchen und Wappen aus der Stadt jeweils zwei Punkte, bei Abschluss einer Straße bekommt der Spieler mit den meisten Wegelagerern auf der Straße einen Punkt pro Plättchen.
Wichtig dabei ist, dass man keine Figur in eine Stadt oder auf eine Straße stellen darf, auf der bereits eine eigene oder fremde Figur steht. Es können also erst dann mehrere Figuren in einer Stadt oder auf einer Straße stehen, wenn durch ein Plättchen zwei Stadt- oder Straßenteile miteinander verbunden werden.
Am Spielende werden nochmals Punkte für unfertige Städte und Straßen vergeben und auch für die Wiesen, eine genaue Anleitung dazu gibt es im Grundspiel.
** Was ist neu in der ersten Erweiterung?
Das Grundspiel an sich bleibt vollkommen gleich, das heißt, es werden weiterhin Plättchen ausgelegt, auf die ein Spieler eine Figur stellen kann, daran ändert sich nichts. Allerdings kommen neue taktische Möglichkeiten ins Spiel durch das Wirtshaus und die Kathedrale.
Wirtshäuser sind kleine Häuschen, die am Rande einer Straße stehen und die Straße wertvoller machen. Wird eine Straße abgeschlossen, an der mindestens ein Wirtshaus steht, so erhält der Spieler mit den meisten Wegelagerern auf dieser Straße zwei Punkte pro Plättchen statt nur einem. Mehrere Wirtshäuser an der gleichen Straße machen diese allerdings nicht noch wertvoller, das heißt, über die zwei Punkte pro Plättchen kommt man nicht hinaus. Am Spielende zählt eine unfertige Straße mit Wirtshaus allerdings gar nichts. Hier besteht also durchaus auch ein Risiko für den Spieler, der zwar die Chance auf mehr Punkte erhält, aber auch das Risiko eingeht, leer auszugehen.
Auch die Kathedrale birgt Risiken in sich, denn legt ein Spieler eine Kathedrale in eine Stadt, so zählt jedes Stadtplättchen und Wappen dort drei Punkte. Jedoch geht der Spieler mit den meisten Figuren in der Stadt leer aus, wenn eine Kathedralenstadt am Spielende nicht beendet ist.
Mit der Erweiterung ist es also erstmals möglich, seinen Mitspielern auch zu schaden, denn besonders gen Spielende legt man eine Kathedrale natürlich vorzugsweise in eine fremde Stadt, denn die Kathedrale ist zu allen vier Seiten offen und braucht demnach einige Zeit, um abgeschlossen zu werden. Besonders im Spiel mit mehr als zwei Spielern ist eine Kathedrale daher ein erhebliches Risiko, denn wenn ein Spieler versucht, seine Kathedralenstadt abzuschließen, haben die gegnerischen Spieler die Gelegenheit, durch Anlegen weiterer Plättchen, die Stadt immer weiter zu öffnen.
Eine weitere kleine Änderung ist ein großer Spielstein, den man setzen kann wie andere Spielsteine auch, der allerdings als Bauer eingesetzt wie zwei Spielfiguren zählt.
Die neuen Spielplättchen machen das Spiel wesentlich interessanter und abwechslungsreicher, z.B. gibt es auch ein Plättchen, in dem eine Wiese zwischen vier angefangenen Städten liegt. Setzt man dort einen Bauern und vollendet alle vier Städte, so ist dieser Bauer am Ende 12 Punkte wert.
Zur Übersichtlichkeit des Punktezählens gehören zur Erweiterung Punktekärtchen mit 50 bzw. 100 Punkten, die man vor sich legen kann, um eine bessere Übersicht über seine eigenen Punkte und die der Mitspieler zu haben.
** Fazit
Die Erweiterung lohnt sich in jedem Fall, macht viel Spaß und bringt viel mehr Spannung ins Spiel. Schlecht ist in jedem Fall das Preis- Leistungsverhältnis, da die Erweiterung mit 10 Euro viel zu teuer ist. Negativ auffallend ist außerdem die Tatsache, dass die Rückseiten der Erweiterungskärtchen etwas anders eingefärbt sind als die Kärtchen des Basisspiels, sodass man vorher sehen kann, ob man eine Karte aus der Erweiterung oder aus dem Basisspiel zieht. Abhilfe schafft dann zum Beispiel der Carcassonne-Sack, der auch wirklich zu empfehlen ist, um ein faires Spiel zu ermöglichen.
Aufgrund des Preises ziehe ich einen Stern ab, vergebe aber dennoch eine Empfehlung.
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ein Testbericht von Tethra2004-12-31 10:52:16vom 31.12.2004Empfehlung: nein
Vorteile: Neue taktische Möglichkeiten, macht immernoch viel Spaß...Nachteile/Kritik: zu wenige richtige Neuerungen, schlechtes Preis-Leistungs Verhältnis
Heute schreibe ich über die Erweiterung zu dem Brettspiel „Carcassonne“, das im Jahre 2001 mit der Auszeichnung „Spiel des Jahres“ versehen wurde.
Es ist mein persönliches Lieblingsspiel, weil es sehr abwechslungsreich ist und ich dabei meistens gewinne…
Ich habe mir „Carcassonne“ kurz nach dem Erscheinen zugelegt, weil ich im Fernsehen einen Bericht darüber gesehen hatte, der mir sehr gut gefallen hatte.
Im Jahr darauf erschien dann die Erweiterung dazu und für mich war diese ein Muss, da ich ein großer Fan dieses Spiels bin.
Im Folgenden möchte ich zuerst kurz über das Hauptspiel (weil
es bestimmt einige von euch noch nicht kennen) und dann über die Erweiterung berichten.
1.Was ist Carcassonne?
In diesem Spiel geht es darum aus einzelnen viereckigen Landschaftskärtchen Städte, Straßen, Klöster und Wiesen zu bauen. Dazu deckt jeder Spieler pro Runde ein Kärtchen auf und legt es an die bereits gelegten an. So entsteht eine große Landschaft, die jedes Mal anders aussieht. Die Landschaftskärtchen zeigen Teile von Städten, Wegteile, Wiesen oder auch Klöster. Der Spieler, der gerade an der Reihe ist, kann einen seiner Gefolgsleute (dargestellt durch kleine Holzfiguren) auf das Teil, das er gerade gelegt hat platzieren. Das bringt, wenn die Stadt, der Weg oder das Kloster (es muss ganz von Kärtchen eingeschlossen sein) verschieden viele Punkte. Jedes Männchen muss solange auf dem Feld sitzen bleiben, bis das jeweilige Gebilde fertig gestellt ist.
Jedes Teil einer Stadt bringt zwei, bei einem Weg einen und ein fertiges Kloster neun Punkte. Außerdem hat man die Möglichkeit einen seiner Gefolgsleute auf einer Wiese zu platzieren. Das bringt in der Endabrechnung, zu der ich noch genauer kommen werde, drei Punkte für jede fertige Stadt, die an die Wiese angrenzt.
Was nicht erlaubt ist, ist ein Teil an die Stadt oder den Weg oder die Wiese eines anderen Spielers anzubauen und dann eine seiner Figuren darauf zu setzten. Wenn aber eine Stadt oder auch ein Weg oder eine Wiese „zusammenwächst“, erhalten beide Spieler nur die Hälfte der Punkte. Falls ein Spieler mehr Gefolgsleute in einer Stadt hat, wie der andere erhält nur dieser Spieler die Punkte.
Sind alle Karten aufgebraucht, kommt es zur Endabrechnung. Darin werden für alle unfertigen Gebäude Punkte verteilt, aber man erhält weniger, als wenn die das Gebäude fertig wäre. Gewonnen hat natürlich, wer am Schluss die meisten Punkte hat.
Das Spiel ist für 2-5 Personen ab 8 Jahren geeignet und dauert je nach Spieleranzahl 20-45 Minuten.
„Carcassonne“ wurde von Klaus-Jürgen Wrede erfunden und wird vom „Hans im Glück Verlag“ vertrieben.
2.Die Erweiterung:
Was ist an der Erweiterung neu??
Die Erweiterung enthält 18 neue Landschaftskarten, 8 Gefolgsleute für einen sechsten Spieler, sechs Punktekarten und 6 große Gefolgsleute.
Im Folgenden möchte ich euch erklären, ob die verschiedenen Neuerungen sinnvoll oder nicht sind.
Die neuen Landschaftskarten:
Die wichtigsten neuen Karten sind die 6 Wirtshäuser und die 2 Kathedralen.
Wenn man ein Wirtshaus in einen Weg einbaut, erhält man für jedes Wegteil statt einem zwei Punkte. Falls der Weg aber bis zum Ende des Spiels nicht fertig gestellt wird, erhält man für einen gar keine Punkte.
Ähnlich verhält es sich mit der Kathedrale. Baut man eine von ihnen in eine Stadt ein, so erhält man für jedes Stadtteil drei statt zwei Punkten. Wie beim Wirtshaus, erhält man, falls die Stadt nicht fertig gestellt wird gar keine Punkte.
Dies ist für Kinder sehr frustrierend, da diese denke ich sehr traurig sind, wenn sie z.B. eine sehr große Stadt mit einer Kathedrale darin haben und sie bis zum Ende des Spiels nicht fertig bekommen.
Außerdem sind in der Schachtel auch noch 10 weitere mehr oder weniger sinnvolle neue Teile enthalten, die auch keine richtigen Neuerungen bringen, wie z.B. ein Kloster das eine Straße in zwei Straßenabschnitte trennt.
Die Gefolgsleute für einen sechsten Spieler:
Diese Neuerung bringt einen weiteren (grauen) Satz Gefolgsleute mit sich, damit man „Carcassonne“ nun auch zu sechst spielen kann. Dies verlängert die Spielzeit um etwa fünf Minuten. Dies ist eine der sinnvolleren Neuerungen, aber mir bringt sie nicht viel, da ich das Spiel eigentlich meistens zu zweit oder zu dritt spiele.
Die sechs Punktekarten:
Dies ist eine völlig sinnlose Neuerung. Dem Hauptspiel liegt eine Punktetafel bei, die aber nur bis fünfzig geht. Wenn man diese Punktzahl überschreitet, konnte man seine Figuren ohne die Erweiterung einfach anders aufstellen (vier verschiedene Möglichkeiten, z.B. legen statt stellen), damit man erkennen konnte, dass man schon mehr als fünfzig Punkte hatte.
Die Punktetafeln ersetzen dies, da auf einer ihrer Seiten 100 und auf der anderen 50 steht. Aber für so etwas Geld zu verlangen finde ich einfach nur sinnlos, weil diese Neuerung eigentlich überhaupt nichts bringt.
Die großen Gefolgsleute:
Jede Farbe erhält mit der Erweiterung einen „Großen Gefolgsmann“, der überraschenderweise größer ist als die anderen wie die anderen. Für ihn gelten die gleichen Regeln, wie für die kleineren, nur dass er soviel wie zwei Gefolgsmänner zählt.
Diese Erweiterung ist recht sinnvoll, da sich damit neue taktische Möglichkeiten bieten. Man kann sich z.B. eine große Stadt, auf der nur ein Männchen eines anderen Spielers steht, mit dem großen Gefolgsmann schnell zu Eigen machen.
3.Sonstiges:
Was mir aufgefallen ist, ist, dass die neuen Kärtchen auf der Rückseite heller sind als die Alten. Dadurch kann man, wenn man die Karten der Erweiterung gut kennt und eine davon gerade dringend benötigt, einfach eine Karte mit hellerer Rückseite ziehen und hat damit eine große Chance, das benötigte Kärtchen zu erhalten.
Dadurch werden Anfänger benachteiligt, da diese das nicht wissen und diese Taktik entsprechend auch nicht nutzen können.
Die Verpackung ist, wie beim Basisspiel auch, viel zu groß geraten, da sich in der Mitte der Schachtel alle neuen Utensilien befinden und außen herum noch ca. 10cm Platz ist. Das hätte sich durch eine kleine Verpackung leicht verhindern lassen.
4.Anleitung:
Die Anleitung besteht aus einem DIN A5 Blatt, das vorne und hinten bedruckt ist.
Sie erklärt die wenigen Neuerungen kurz und knackig mit vielen Beispielen und Bildern.
5.Preis und Erhältlichkeit:
Die Erweiterung kostet 10€, was ich für die wenigen Neuerungen schon etwas zu viel finde. Das Hauptspiel kostet rund 20€. Die beiden Spiele dürften eigentlich in jedem Kaufhaus und Spielwarengeschäft erhältlich sein.
6.Verlag:
Hier die Adresse des Verlags:
Hans im Glück Verlag
Birnauerstr. 15
80809 München
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7.Fazit:
Carcassonne ist und bleibt mein persönliches Lieblingsspiel. Es macht wegen den einfachen Regeln und des jedes Mal anderen Spielplans einfach immer wieder sehr viel Spaß, vor allem wenn mein Bruder schon vor der Endabrechnung siegessicher grinst und ich ihn dann noch mit einem Punkt Vorsprung besiege.
Aber die Erweiterung bringt mir persönlich bringt zu wenige sinnvolle Neuerungen und ist mit einem Preis von 10€ einfach zu teuer. Meine Meinung zu den Neuerungen habe ich ja oben schon geäußert, darum liste ich sie hier nicht noch einmal auf.
Carcassonne Fans würde ich die Erweiterung auf jeden Fall empfehlen.
Alle anderen sollten es sich schon gut überlegen, ob sie diese wirklich brauchen.
Ich vergebe drei Sternchen und keine Empfehlung, da es einfach nicht genügend Neuerungen gegenüber dem Basisspiel gibt und weil das Preis-Leistungsverhältnis nicht gerade toll ist.
ein Testbericht von ausforming_von_ciao2003-11-23 10:48:04vom 23.11.2003Empfehlung: ja
Vorteile: abwechslungsreich, ab zwei Spieler geeignet...Nachteile/Kritik: die Punktekarten sind überflüssig, zu große Schachtel
Heute möchte ich mich dem Spiel Carcassonne, genauer gesagt, der Erweiterung zum Spiel, zuwenden. Bei Carcassonne handelt es sich um das Spiel des Jahres 2001. Seit wir uns dieses Spiel auf einer Messe gekauft haben ist es des Öfteren in Gebrauch und erfreut sich noch immer großer Beliebtheit. Wie es bei solchen Spielen (Die Siedler von Catan ist das beste Beispiel) üblich ist, wird der Erfolg noch in bare Münze verwandelt, indem man eine Erweiterung auf den Markt bringt. Da ich davon ausgehe, dass nicht alle Leser das Urspiel kennen,
möchte ich zunächst ein paar Worte darüber verlieren.
WAS IST CARCASSONNE
Der Name Carcassonne ist einigen wohl durch die Geographie bekannt, es handelt sich nämlich um eine Stadt in Frankreich, die für ihre Festung bekannt ist, die Handlung des Spieles soll sich in der Hochzeit Carcassonnes befinden. Im Spiel geht es nun darum aus einzelnen Landschafts-Plättchen Städte, Straßen, Klöster und Wiesen zu bauen. Dazu decken die Spieler der Reihe nach ein Plättchen auf und legen es passend an die bereits gelegten an. So entsteht, ausgehend von einem Startplättchen, eine Art Spielplan. Die Plättchen sind quadratisch und zeigen Teile der Landschaft (z.B. eine Hälfte Stadt, die andere Hälfte Wiese). Der Spieler, der an der Reihe ist, hat nun die Möglichkeit einen seiner Gefährten (dargestellt durch eine kleine Holzfigur) auf einen Landschaftsteil seines Plättchens zu setzen. Dabei muss nur beachtet werden, dass auf dem restlichen Teil keine weitere Figur steht, egal ob eine eigene oder die eines Gegners. Will man also an einer Stadt teilhaben, muss man sein Teil so legen, dass man im nächsten Zug eine Verbindung zum Zielobjekt herstellen kann. Ist eine Landschaft abgeschlossen, wird abgerechnet. Dabei erhält aber nur der Spieler mit den meisten Gefolgsleuten Punkte. Nach dem Abrechnen erhält jeder seine Gefolgsleute zurück.
Das Spiel eignet sich auch für zwei Personen und hat den großen Vorteil, dass es recht schnell (15 – 20min) vorbei ist (man hat ja nicht immer Zeit um stundenlang zu spielen)
DIE ERWEITERUNG
Was gibt es durch die Erweiterung neues?
Da wäre zuerst einmal ein neuer Satz Gefolgsleute, so dass nun ein Spieler (also insgesamt sechs) mehr mitmachen kann. Diese Erweiterung mag für kinderreiche Familien geeignet sein, ansonsten kommt man aber wohl kaum dazu, das Spiel mit so vielen Personen zu Spielen.
Des weiteren gibt es einen „Großen Gefolgsmann“. Dieser ist etwas größer als die anderen (wer hätte das gedacht) und zählt dementsprechend so viel wie zwei kleine Gefolgsleute. Diese Erweiterung ist recht gut, da sich so neue taktische Möglichkeiten ergeben. Man kann sich so recht schnell wieder ins Geschehen bringen, auch wenn ein anderer Spieler schon zwei Gefolgsleute auf einer großen Stadt stehen hat.
Natürlich gibt es auch zusätzliche Landschaftskarten, nämlich genau 18 Stück. Diese sind mit neuen Zusammenstellungen bedruckt (z.B. Kloster mit zwei Straßenanschlüssen), so dass es nun mehr Variationsmöglichkeiten gibt.
Auf sechs der neuen Karten ist am Rand einer Straße ein Wirtshaus abgebildet. Dieses bewirkt, dass die fertige Straße doppelt so viel zählt wie ohne Wirtshaus. Dadurch kann man natürlich seine Punktzahlen gehörig steigern, geht beim Bau allerdings auch ein gewisses Risiko ein. Wenn eine normale Straße am Spielende noch nicht fertig ist, gibt es dennoch die volle Punktzahl. Ist in einer solchen unfertigen Straße allerdings ein Wirtshaus enthalten, gibt es gar keinen Punkt.
Ähnlich wie die Wirtshäuser für die Straßen, wirken die Kathedralen für die Städte. Ein Kathedralen-Plättchen wird vollständig von einem Stadtteil ausgefüllt, die fertige Stadt besteht also aus mindestens fünf Stadtteilen (ein Abschlussplättchen an allen vier Seiten des Quadrates). Im Normalfall werden diese Städte allerdings größer, da alle versuchen auch auf diese Stadt zu gelangen. Gelingt es eine solche Stadt zu beenden, zählt jeder Stadtteil drei statt zwei Punkten. Durch solche Städte kann eine gesamte Runde entschieden werden, da Größenordnungen von über 50 Punkten erreicht werden können. Da dies natürlich die anderen Spieler verhindern wollen, kann es natürlich auch sein, dass Plättchen so angelegt werden, dass die Stadt nicht mehr fertig werden kann und der Spielr am Ende leer ausgeht. Für eine solche Taktik muss man allerdings wissen, welche Kärtchen es wie oft gibt.
Ein völlig sinnloser Zusatz sind die Punktekarten. Die Punktetafel, die dem Basisspiel beiliegt geht nur bis 50, danach durchläuft man eben die Runde erneut. Damit es nicht zu verwechslungen der Runden kommt, gibt es nun Tafeln mit der Aufschrift 50 beziehungsweise 100 auf der Rückseite. Das Rundenproblem kann aber auch einfach durch ein umkippen der fürs Zählen abgestellten Figur bewerkstelligt werden. Einen Gefolgsmann kann man nämlich auf vier Arten aufstellen und das sollte fürs Zählen eigentlich reichen.
SONSTIGES
Was einem recht schnell auffällt ist, dass die neuen Kärtchen eine etwas hellere Rückseite haben. Wenn man nun genau weiß, welche Karten es im alten und welche im neuen Spiel gibt, kann man die Wahrscheinlichkeit ein gewünschtes Teil zu ziehen natürlich beträchtlich steigern. Dadurch werden allerdings neue Spieler etwas benachteiligt, die das Spiel noch nicht so intus haben. Ob diese leichte Farbabweichung nun produktionsbedingt ist, oder ein Trennen der beiden Sätze erleichtern soll, kann ich leider nicht sagen.
Wer die Schachtel der Erweiterung sieht, wird feststellen, dass sich diese von der Verpackung des Originals nur durch die Größe der Verpackung unterscheidet. Dass sie aber immer noch zu groß ist, zeigt ein kleines Experiment. Stapelt man alle Landschaftskarten, also auch die des Basisspiels, einigermaßen in die neue Schachtel, stellt man fest, dass man beide Spiele in die neue Schachtel bekommt. Einzig die Zähltabelle hätte mit einem Mittelknick ausgestattet werden müssen. Dies zeigt allerdings auch, wie groß dann erst die Packung des Basisspiels ist.
ANLEITUNG
Die Anleitung befindet sich auf einem einzigen DIN A5 Blatt. Dies ist damit zu erklären, dass sich die Regeln ja nicht grundlegend verändert haben. Die Gestaltung der Anleitung ist wieder sehr übersichtlich und verständlich. Die neuen Regeln werden wieder an Hand von bebilderten Beispielen verdeutlicht und ermöglichen ein sofortiges Spiel. (Schon das Basisspiel konnte man nach einmaligem Durchlesen der Anleitung ohne Probleme spielen)
ÄNDERUNGEN DIE WÄHREND DEM SPIEL AUFTRETEN
Dass die Spieldauer natürlich etwas zunimmt ist selbstverständlich, es gibt ja mehr Karten. Ansonsten wird das Spiel noch etwas taktikreicher. Besonders durch die Wirtshäuser und Kathedralen und eben die mögliche Unterscheidung der alten von den neuen Karten. Ansonsten ändert sich eigentlich nichts.
PREIS
Im Vergleich mit anderen Spielen ist Carcassonne eher billig. Das Basisspiel kostet 20€, die Erweiterung 10€.
FAZIT
Carcassonne ist und bleibt ein geniales Spiel. Trotz, oder gerade wegen, der einfachen Regeln kommt ein ungeheurer Spielspaß auf, der auch nach langer Zeit noch nicht abebbt. Vor allem ermöglichen die leichten Regeln auch, dass man das Spiel mit kleineren Kindern spielt. Diese können zwar noch keine taktischen Kniffe, werden an diesem Spiel aber auch ihre Freude haben. Ein weiterer Vorteil des Spieles ist auch die Eignung für Duelle. Viele Spiele benötigen wenigstens drei Spieler, für Carcassonne reichen ohne Probleme zwei aus.
Auf jeden Fall kann ich Carcassonne uneingeschränkt empfehlen. Diese Empfehlung bezieht sich sowohl auf das Basisspiel als auch auf die Erweiterung.
Zum Schluss bleibt eigentlich nur noch eine Frage offen:
Wann kommt die nächste Erweiterung?
Zum Schluss möchte ich noch auf ein weiteres Spiel der Carcassonne-Reihe aufmerksam machen, Carcassonne – Jäger und Sammler. Dabei handelt es sich um eine Verlegung der Szenerie in die Steinzeit. Auf der Verpackung steht ebenfalls Carcassonne, so dass der Verdacht aufkommen kann, es handele sich ebenfalls um eine Erweiterung, dem ist aber nicht so. Es handelt sich vielmehr um ein eigenständiges Spiel, dass sich allerdings nicht allzusehr vom Original zu unterscheiden scheint. Als ich es auf einer Messe gesehen habe, kam es mir so vor, wie wenn die Klöster nun eben Tiere, die Straßen Flüsse und so weiter wären.
Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren!
ein Testbericht von susi.sunkist2003-10-10 08:50:12vom 10.10.2003Empfehlung: ja
Vorteile: Super für zwei Spieler...Nachteile/Kritik: Die neuen Kärtchen weichen in der Farbe ab
Irgendwie ist es erstmal an mir vorbeigegangen, dass es eine Erweiterung für Carcassonne gibt, doch beim Stöbern durch die Bertelsmannseite bin ich dann doch draufgestossen. Hier kann man die Erweiterung für 11,85 Euro bestellen was ich natürlich sofort getan habe.
In grosser Erwartung haben wir dann die nächsten Tage verbracht, alle Freund waren schon auf Lauerstellung... dann endlich war es soweit. Gespannt packe ich die neue Errungenschaft aus.
Viel ist eigentlich nicht drin:
- 18 neue Landschaftskarten
- 6 grosse Gefolgsleute
- 8 Gefolgsleute für den 6.Spieler
- 6 Punktekarten 50/100 und natürlich
-
die Erläuterung der zusätzlichen Regeln.
Die neue Spielbeschreibung ist ungefähr 1/3 eines DINA 4-Blattes gross bzw. klein und doppelseitig bedruckt. Die neuen Regeln bzw. Zusätze sind einfach zu verstehen und lassen keine Fragen offen. Einmal durchgelesen kann man eigentlich gleich anfangen zu spielen.
Die neuen Landschaftskarten sind folgende:
- Wirtshaus am See (insgesamt 6 davon in verschiedenen Versionen)
- Kathedralen
- ein Kloster, die neue Fassung mit Strasse wobei das Kloster als Kreuzung dient
- eine Stadtkarte die vier einzelne Stadtteile zeigt
- eine Stadtkarte mit zwei Stadtteilen, getrennt durch eine Strasse mit Kreuzung und
- eine Stadtteilkarte mit einem auf der Ecke spitz zulaufenden Ende das, entsprechend angelegt eventuell geschickt Wiesen trennt.
Die 6 grossen Gefolgsleute sind jetzt quasi der Chef unserer Manschaft. Diese zählen nun so, als ob man zwei Leute eingesetzt hätte.
Laut Spielbeschreibung kann man nun aufgrund der grösseren Kartenanzahl auch problemlos zu sechst spielen. Meines Erachtens ändert sich lediglich die Farbe der nun auf dem Spielbrett stehenden Mänchen und die zu erreichende Gesamtpunktzahl minimiert sich, hätte man die Mänchen vorher schon besessen, hätte man auch ohne die neuen Kärtchen zu sechst spielen können, oder?
Die 6 Punktekärtchen dienen der Vereinfachung des Zählens der Punkte auf der Punktetafel. Damit wird angezeigt, wer schon über die 0 gezogen ist (man nimmt sich ein Kärtchen und legt die 50 vor sich ab) bzw. schon zweimal (man dreht das vor sich liegende Kärtchen auf die 100). Dies kommt daher, dass man mit den neuen Landschaftskärtchen mehr Punkte erzielen kann als früher, gute Überleitung; kommen wir also zu den neuen Kärtchen und deren Bedeutung.
Ganz klar ist das neue Klosterkärtchen, es ändert sich ausser, dass es auch als Kreuzung der darauf abgebildeten Strassen dient, nichts. Es gibt nach wie vor, bei Umschliessung neun Punkte und der Gefolgsmann geht zurück an den Spieler.
Die Kärtchen mit den Stadtteilen sind witzig gemacht, gerade das Kärtchen mit den vier Stadtteilen drauf bringt einen regelmässig zum Grübeln*g*, die mittige Wiese ist ein guter Platz für einen Bauern;-)
Die beiden Kathedralen bringen etwas Würze ins Spiel, denn wird eine Stadt in der eine Kathedrale angelegt wurde fertiggestellt, erhält der Spieler mit den meisten Rittern die dreifache Anzahl der Punkte und Wappen pro Plättchen. Wurde die Stadt jedoch am Spielende nicht fertiggestellt gehen die Besetzer leer aus;-(
In unserem Kreis hat der Spieler, der tatsächlich den Mut aufbringt, die Kathedrale ernsthaft an eine seiner Städte zu legen schon von vornherein ein Problem: ab jetzt werden alle anderen Spieler ihre riesigen Stadtkarten an diese Stadt anlegen um es dem Spieler so schwer wie möglich zu machen, seine Stadt fertigzustellen*g*, eigentlich hat er nur noch eine Chance darauf, wenn sich ein anderer „dazuzeckt“ und sie beide gemeinsam ihr Glück versuchen;-)
Ähnlich die Regeln für das Wirtshaus am See. Auch hier erhält der Spieler mit den meisten Wegelagerern einen Punkt pro Plättchen mehr (also 2) bei Fertigstellung der Strasse , am Spielende jedoch nichts, wenn die Strasse nicht fertiggestellt wurde. Es gilt die Regel, dass die Punkte nur an die Strasse gehen, auf deren Seite auch das Wirtshaus steht, auch wird nur x 2 gerechnet, egal wieviele Wirtshäuser an einer Strasse liegen.
So, das war’s eigentlich auch schon. Aufgrund der Erweiterung werde ich meine Gesamtbewertung ändern, denn erstens habe ich mittlerweile auch meine helle Freude an Carcassonne und zweitens gehört es, mit der Erweiterung, nun auch zu meinen Lieblingsspielen.
Jetzt fällt mir doch noch was ein: leider gibt es eine kleine Farbabweichung auf der Rückseite der neuen Teile, so dass man sieht, ob als nächstes Teil ein altes oder neues gezogen wird. Dies hat den Nachteil, dass nun alle von einem Stapel ziehen müssen (bei einem grösseren Tisch in grösserer Runde etwas nervig).
Liebe Grüsse und viel Spass beim Zocken!!
PS: Gehe ich recht in der Annahme, dass die Verfasser sich in der Spielbeschreibung beim Zusammenzählen der Punkte für Blau im Rechenbeispiel der Kathedrale vertan haben? Ich persönlich komme auf 27, nicht auf 24 Punkte... oder mache ich was verkehrt?`
...
ein Testbericht von NestorAparatschik2003-10-06 21:29:27vom 06.10.2003Empfehlung: ja
Vorteile: macht (fast) noch mehr Spaß als das Orginal...Nachteile/Kritik: Grafische Gestaltung zu detailliert und deshalb bei den ersten Spielen recht unübersichtlich
Wie schon so oft folgt einem erfolgreichen Spiel ein zweites, das thematisch und vom Spielmechanismus an das erste Anknüpft. So geschehen auch bei "Carcassonne - Die Jäger und Sammler". Das Ergebnis kann sich zwar durchaus sehen lassen, aber die Verwandschaft zu "Carcassonne" läßt sich nicht übersehen.
------------ Fakten -----------
Autor: Klaus-Jürgen Wrede
Verlag: Hans im Glück
Spieleranzahl: 2-5
Empfohlenes Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 30 - 45 min
-------- Spielmaterial --------
Neben den aus "Carcassonne" bekannten Elementen: Wertungsplan, Landschaftskärtchen (79 inkl. einer Startkarte) und den fast identisch aussehenden Spielfiguren (30 Stammesmitglieder in 5 Farben), sind 12 Bonus(Landschafts-)karten, 5
Wertungskarten, 10 grüne Holzscheiben und 10 Hütten (2 pro Farbe) enthalten.
Die Kärtchen sind allesamt aus fester Pappe und von guter Qualität, auch die Holzfiguren lassen in Puncto Qualität keine Wünsche offen.
Die Landschaftskärtchen enthalten neben Flüssen, Seen und Wäldern auch eine Menge an Tieren (Mammuts, Auerochsen, Wild und Säbelzahntiger, sowie Fische in den Seen). Leider ist die Gestaltung der Wälder - wie auch die der gesamten Verpackung - nicht ganz gelungen, sie ist einfach zu detailliert. Die Wälder wirken etwas wirr und man hat Mühe während des Spiels alle spielrelevanten Elemente z.B. die Tiere auf den Karten zu entdecken.
---------- Spielregel ----------
Die sechsseitige Spielregel klärt alle Fragen mit Hilfe von ausführlichen Beispielen. Mit 20-30 Minuten sollte man für ein Studium einplanen, kennt man allerdings das normale "Carcassonne" so wird man einige bekannte Elemente wiederentdecken und das Regelstudium verkürzt sich entsprechend. Die Regel ist - zum Glück - so geschrieben, daß dieses Vorwissen aber nicht notwendig ist.
--------- Spielablauf ----------
Die Spielkarten werden gemischt und in verdeckten Stapeln am Spieltischrand verteilt. Jeder Mitspieler setzt eine seiner Spielfiguren auf die Wertungstafel und das Startkärtchen wird ausgelegt. Ist ein Spieler an der Reihe, zieht er ein Kärtchen und legt dieses passend an ein bereits ausliegendes Kärtchen an. Genau auf diese eine Kärtchen kann er dann noch einen Fischer, einen Jäger, einen Sammler oder eine Fischerhütte einsetzen. Fischer werden auf Flüsse gesetzt, Fischerhütten ebenfalls, Jäger werden auf Wiesen gelegt und die Sammler werden in Waldgebiete eingesetzt. Man darf eine Spielfigur nur dann einsetzen, wenn auf dieser Wiese bzw. in diesem Wald bzw. in diesem Fluß noch keine Figur - auch keine eigene - sitzt.
Nach Abschluß eines Flusses bzw. eines Waldes erfolgt sofort eine Wertung für diesen Fluß bzw. Wald. Der Spieler mit den meisten Spielfiguren in diesem Fluß bzw. Wald erhält Punkte. Beim Wald sind das 2 Punkte pro Waldteil plus 2 Punkte pro Pilz, beim Fluß ist es 1 Punkt pro Flußstück plus je einen Punkt pro Fisch in den angrenzenden Seen. Die Hütten und Jäger werden erst am Spielende gewertet.
Beendet man einen Wald, der einen Goldklumpen enthält, so darf man eine Bonuskarte ziehen und einsetzen. Auch hier darf man dann noch eine Spielfigur auf der Karte einsetzen. Die Bonuskarten enthalten verschiedene Sonderkarten, die ich an dieser Stelle nicht ausführlich erklären möchte.
Sind alle Karten gelegt, erfolgt die Schlußwertung, alle Spielfiguren auf nicht beendeten Wäldern und Flüssen werden entfernt. Die Fischerhütten bekommen pro Fisch in ihrem Flußsystem (gesamter Fluß, Seen zählen nicht als Unterbrechung) einen Punkt. Die Jäger bekommen pro Tier auf der Wiese zwei Punkte, wobei pro Säberlzahntiger allerdings ein Wild nicht zählt. Um das zählen der Tiger und des Wilds zu erleichtern können diese beiden Tiergruppen paarweise mit den grünen Holzscheiben abgedeckt werden.
------------- Fazit -------------
"Carcassonne - Die Jäger und Sammler" lehnt sich vom Spielablauf zwar stark an das "ursprüngliche" "Carcassonne" an, der Effekt, den man bei Nachahmungen häufig beobachten kann, nämlich dass die Nachahmung bei weitem nicht das Orginal heran reicht, trifft hier nicht zu. Der Spielmechanismus ist noch ausgereifter und es bieten sich viele neue Möglichkeiten der Spielgestaltung. Einzig die zu detaillierte Gestaltung der Spielkarten, an die man sich erst nach ein paar Runden gewöhnt, ist nicht ganz gelungen.
Alle denen "Carcassonne" gefällt, sind auch auch mit "Carcasonne - Die Jäger und Sammler" gut bedient, und alle, die "Carcassonne" noch nicht kennen, sollten vielleicht gleich zu "Carcasonne - Die Jäger und Sammler" greifen.
Besonders lobenswert ist auch die Spielbarkeit für 2 Personen. Selten habe ich ein so kurzweilige Spiel - das kein reines Strategiespiel ist - für 2 Personen gesehen.
...
ein Testbericht von MOFFt2003-08-11 12:56:13vom 11.08.2003Empfehlung: ja
Vorteile: einige interessante zusätzliche Karten für Carcassone, auch zu sechst spielbar...Nachteile/Kritik: zu teuer
Spiel des Jahres 2001 wurde Carcassone, ein tolles Spiel für gemütliche Abende mit Freunden das ich folgend kurz erklären werde. Zusätzlich zum Basisspiel gibt es bereits mehrere Erweiterungen wobei ich hier auf die eigentliche Carcassonne - Erweiterung eingehen möchte.
=ALLGEMEINES===
Carcassonne ist ein Legespiel für 2 bis 5 Mitspieler (im Grundpaket). Ein einfach zu erlernendes Spiel ab 10 Jahren, aber mit mächtig viel Spielspass für Spiele in etwa einer Stunde.
Man zieht quadratische Karten auf denen Flüsse, Wiesen, Städte und Kloster abgebildet sind und muss diese passend zu einer gesamten Landschaft zusammenlegen.
Weiters
kann man diese Karten mit Bauern, Ritter und Wegelagerer besetzen, die einem dann die nötigen Punkte zum Sieg bringen.
Etwa 15 Euro kostet das Basispaket mit dem man schon toll spielen kann.
Freunde von Carcassonne werden aber wohl noch mehr Spielspass mit Erweiterungen haben, wobei ich nun auf eine eingehen werde.
=DIE ERWEITERUNG===
Sie besteht aus 18 neuen Landschaftskarten mit Kathedralen, die den Punktewert einer Stadt erhöhen, und Wirtshäusern, die den Strassenwert erhöhen. Für beide gilt jedoch, falls eine solche Stadt bzw. Strasse nicht abgeschlossen wird bis zum Spielende zählt sie am Ende gar nichts (im Gegensatz zu einer normalen Stadt/Strasse, wo man immerhin noch einige Punkte bekommt)
Ein weiteres Spielfigurenset ist ebenfalls dabei, somit kann man Carcassonne auch zu sechst spielen.
Zusätzlich gibts für jede Spielfarbe einen grossen Gefolgsmann, der doppelt zählt und mit dem man schnell wichtige Städte eines Gegners erobern kann bzw. eigene besser schützen kann.
Einige Zählkarten runden das ganze Paket ab.
=MEINUNG===
An und für sich eine sinnvolle Erweiterung, allein schon weil man nun auch zu sechst spielen kann (wobei man sich diese Figuren auch leicht selbst basteln kann).
Die Landschaftskarten bringen noch etwas mehr Pfiff rein und nicht selten kommt es vor, dass man eine bereits gewinnbringende, grosse Stadt eines Gegenspielers mit einer Kathedrale zunichte machen kann (falls dieser die Stadt nicht mehr vollenden kann)
Das einzig negative an dem ganzen Paket ist der Preis. Vergleicht man die 15 Euro fürs Grundpaket mit den 13 Euro (Amazon) für die Erweiterung, ist die Erweiterung eindeutig zu teuer. Da hilft auch nicht die eigene meiner Meinung nach aufwendige Verpackung.
Die Taktik vom Spielhersteller ist eigentlich nicht schlecht. Ein relativ billiges Grundpaket, dass man nach und nach mit mehreren Erweiterungen ausstattet und so eher schleichend auf einen hohen Gesamtpreis kommt.
Mein Tipp ... falls Du eine Erweiterung zum Basispaket Carcassonne suchst, nimm die Erweiterung Händler und Baumeister, die für selbiges Geld eindeutig mehr bietet.
Zusätzlich gibts derzeit auch noch eine gratis Erweiterung Der Fluss zum download auf deren homepage www.carcassonne.de zum selber kleben (Dank an Emty)
=ZUSAMMENFASSUNG===
Carcassonne - die Erweiterung bietet meiner Meinung nach zu wenig für den hohen Preis, da es fast so teuer ist wie das Grundpaket (ohne dem einem auch die Erweiterung nichts nützt) aber kaum mehr Spielspass bringt.
Am interessantesten sind die paar erweiterenden Legekarten. Ob man dafür 10-13 Euro bezahlen möchte, sollte man sich genau überlegen ...
Einen erfolgreichen Landschaftsbau wünsch ich Euch ... heute schon geMOFFt?
...
ein Testbericht von Goldband2003-05-02 15:36:12vom 02.05.2003Empfehlung: ja
Vorteile: noch interessanter und spannender...Nachteile/Kritik: keine
Nachdem ich um die Weihnachtszeit über Carcassonne einen ausführlichen Bericht verfasst habe, will ich heute über die 2. Erweiterung zu diesem Spiel schreiben. Kurz vor Ostern hat mein Mann diese bei Karstadt für 9.99Euro erstanden.
Sie trägt den Namen Händler & Baumeister.
Während der Osterferien wurde sie gründlich getestet und hier mein Bericht dazu.
Was ist neu ?
24 Landschaftskarten
davon besitzen 9 Karten das Warenzeichen Wein, 6 das Kornzeichen, 5 das Tuchzeichen
Diese Zeichen finden wir auch auf den neuen Warenblättchen in der gleichen Anzahl wieder. Sie werden neben der Wertungskarte
ausgelegt und wenn man eine Stadt mit diesen Zeichen geschlossen hat, bekommt man die entsprechende Anzahl, die sich in der Stadt befindet.
Am Ende des Spieles erhält der Mitspieler, der die meisten Warenblättchen einer Art hat 10 weitere Punkte auf der Wertungstafel angerechnet.
Weiterhin enthält die Erweiterung Händler & Baumeister noch 2 Spielfiguren - einen Baumeister und ein Schwein.
Setzt man das Schwein auf seine Wiese, erhält man am Ende des Spieles, wenn die Wiese im eigenen Besitz bleibt, für jede volle Stadt 4 statt 3 Punkte gut geschrieben.
Den Baumeister kann man auf eine eigene Straße oder in eine eigene Stadt stellen und dadurch darf in der nächsten Runde 2x angelegt werden. Wenn später die Straße oder die Stadt beendet ist, bekommt man den Baumeister wieder und man kann ihn wieder neu einsetzen.
Außerdem gibt es jetzt einen blauen Stoffbeutel, aus dem man die Karten ziehen kann, ohne die eventuellen geringen Farbunterschiede dieser zu sehen.
Besonders schön finde ich 2 von den 4 Landschaftskarten, die keine Waren haben. Darauf sind 2 Brücken, die über Wege führen.
Fazit:
Unsere Spielfreude, die in den 4 Monaten nicht nachgelassen hat, wird damit noch erhöht.
Mit dieser neuen Erweiterung wird das Spiel noch interessanter und spannender.Die neuen Warenzeichen erhöhen die Siegchance am Ende, wenn man beim Bau der Stadt diese besonders beachtet und aufpasst, welche Zeichen die anderen Mitspieler bereits besitzen.
Auch den Baumeister sollte man nicht vergessen, denn so bekommt man ja die Chance mehr Karten zu erhalten als die Mitspieler, die nicht so darauf achten.
Allerdings kann sich der Doppelzug auch negativ auswirken und sollte gut überlegt sein, wenn man nämlich gezwungen wird, die Stadt zu schließen, weil man immer dort wo der Baumeister steht anlegen muss, verliert man vielleicht wertvolle Punkte.
Uns macht das Spiel mit beiden Erweiterungen jedenfalls viel Spaß und die Zeit geht wie im Flug vorbei. Meist folgt gleich ein 2. Spiel nach.
Die Spannung, wer am Ende denn nun der Gewinner ist, wird mit der 2. Erweiterung beträchtlich erhöht.
Die Erweiterung hat einen roten Kasten, der die gleiche Größe wie die 1. Erweiterung hat. Es ist aber kein Problem alles im großen Kasten unterzubringen.
Vielleicht habe ich Carcassonnefreunde auf die Händler & Baumeister aufmerksam oder neugierig gemacht.
...