ein Testbericht von darkunit2003-05-13 14:09:09vom 13.05.2003Empfehlung: ja
Vorteile: anspruchslos, überbringt die ersten Frühlingsgrüße...Nachteile/Kritik: kein
Die Christrose, oder auch schwarzer Nieswurz genannt, gehört zu der Familie der Hahnenfußgewächse. Sie hört aber auch auf den botanischen Namen Helleburus niger. Ausgerechnet heute möchte ich von ihr erzählen, denn wer mag, kann sich die ersten Frühlingsgrüße mit ihr schon zu Weihnachten ins Zimmer zaubern. Auch jetzt, wir haben ja schon fast Mitte Mai steht sie noch draußen im Garten und blüht. Ist doch unglaublich!
Mehr durch Zufall sind wir in ihren Besitz gekommen, eine Gärtnerei hat schamlos Blumen ausrangiert und ich konnte nicht wiederstehen und habe alle Blümchen bei mir aufgenommen.
Sie ist je nach Anwendung giftig bis heilsam. Soviel ich weiß werden Pflanzenteile von ihr in der Herzmedizin verwendet. Doch viel hilft nicht immer viel, überlassen wir es also den Fachkräften...
Normalerweise locken ihre großen, erst weißen Blüten, die sich mit jedem Tag etwas purpurner färben, im Freiland so ab Februar oder März den Frühling. Die Christrosen sind jedes Jahr, außer den Frühblühern, die ersten im Garten die blühen. Doch man kann auch nachhelfen, dann blühen sie schon ab Dezember bis in den April hinein. Rosen zu Weihnachten...
(`*•.¸_Pflege_¸.•* ´)
Gerade jetzt wo es draußen fast immer dunkel ist brauche ich etwas woran ich mich erfreuen kann. Dazu hole ich die Pflanzen Ende Oktober oder Anfang November aus der Erde im Garten und setze sie in große Töpfe. Erst dieses Wochenende habe ich das wieder getan was auch der Anlass hierfür was. Vorläufig bleiben die alten abgestorbenen Blätter noch an der Pflanze, was zwar nicht so schön aussieht, aber schon Mitte November schneide ich die abgestorbenen Blätter ab. In der ganzen Zeit versuche ich der Christrose den Winter „vorzuspielen“ indem ich den Topf, wo sie drin sitzt, einfach draußen im Frühbeet in den Garten stelle. Noch schneller geht es, habe ich bemerkt, wenn ich sie im Haus behalte und ihr immer wieder täglich eine Stunde eine schwarze Folie überstülpe. Schon nach 3 Wochen zeigen sich die ersten Blüten. Ab jetzt mögen sie es kühl und hell. Ich bin immer ganz hingerissen über diese Frühlingsgrüße. Mit Kerzen kombiniert auf dem Adventstisch eine Augenweide. Ähnlich treibe ich ja auch die Blüten der Amaryllis voran, so dass es schon richtig bunt wird im großen Blumenfenster.
Sind sie abgeblüht, werden sie wieder ins Frühbeet verbannt und im April kommen sie wieder in die Blumenrabatte.
Während der Blüte haben Christrosen es gerne gleichmäßig feucht aber nicht nass. Dann, ich hatte es schon erwähnt, keine pralle Sonne, sondern Halbschatten, also hell und kühl. Kühl sind ca. 15 °C, wir haben sie im Glasanbau, wo auch andere Pflanzen überwintert werden, die keinen Frost mögen. Und nach der Blüte stelle ich sie immer wieder raus ins Frühbeet, die Kälte macht ihnen ja nichts aus.
(`*•.¸_Vermehrung_¸.•*´ ;)
Diese ist kinderleicht. Ist die Pflanze zu groß geworden, teile ich einfach ihren Wurzelballen. Aber auch durch Samen kann man sich neue Pflänzchen anziehen. Diese müssen aber erst mal Frost abbekommen.
(`*•.¸_Fazit_¸.•*&acu te;)
Ansonsten sind Christrosen sehr anspruchslos, ganz normale Erde, oder lehmige Humuserde vertragen sie gut. Sie mögen es hell, kühl und nicht nass. Ein Jahr hatte ich mal mit Blattläusen zu
kämpfen, sie war über und über damit bedeckt. Richtig eklig, aber auch ohne das ich was dagegen unternommen habe, hat sie es gut überstanden. Aber alles in allem haben Schädlinge wenig Chancen, da die Blätter hart und ledrig sind und sicher keinem schmecken. So jetzt kann es aber trotzdem langsam Sommer werden...
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Eine etwas eigenartige Pflanze
ein Testbericht von Beatrix202002-07-13 16:00:24vom 13.07.2002Empfehlung: nein
Letztlich fand ich sie im Keller wieder, ein graues, trockenes Knäuel aus Fäden, das irgend etwas in der Mitte krampfhaft festzuhalten schien. Als wenn es eine Perle oder irgend etwas Kostbares vor den Blicken der Welt verbergen und beschützen wollte. Sie schimmert zwischen einem Grau und einem Grün. Wie kleine Arme biegen sich die vertrockneten Ästchen nach oben und treffen sich in der Mitte.
Sie sieht nicht besonders gut aus - die Rose von Jericho, zumindest nicht in diesem Zustand. Auf einem Weihnachtsmarkt kaufte ich sie, der Verkäufer hatte auch die andere Form der Rose von Jericho und es überzeugte mich schon diese Pflanze mit der Verwandlungskunst.
Ich nahm sie mit, sie war nicht besonders teuer, ein paar Mark. Der Verkäufer sagte, daß sie überleben kann, auch ohne Wasser, ohne Nahrung.
Sobald sie wieder Wasser bekommt, fällt sie aus ihrem Schlaf und wird wieder zur saftvollen Pflanze. Eigentlich lebt die Rose in der Wüste. Der Verkäufer erklärte mir, daß diese Rose von der Rittern nach Europa gebracht worden ist.
Zu Hause probierte ich es dann aus:
Ich legte die trockene Rose vorsichtig auf einen kleinen Teller und gab ihr Wasser, das Wasser spühte ich vorher auf den Teller und legte sie in das Wasser genau hinein.
Es dauert ein bißchen, aber nach einiger Zeit fängt sie an, sich zu bewegen, ihre Äste fangen an, weich zu werden und sich langsam zurück zu biegen, bis sie schließlich als runde grüne Pflanze ihre Äste in alle Himmelsrichtungen streckt und so aussieht, als wäre sie nie eingetrocknet gewesen.
Sie hat auf einem normal großen Teller ausreichend Platz. Wenn die Wüstenrose wieder in vollem Grün erblüht ist, kann man sie aus dem Wasser nehmen und auf einen trockenen Teller oder so legen.
Man sollte ihr regelmäßig etwas Wasser geben und hat ca. 7-12 Tage etwas von ihr. Dann sollte man sie wieder eintrocknen lassen. Und so kann es immer weiter gehen.
Wenn man Kindern so etwas zeigt, ist es für sie bestimmt wie ein Wunder, aber auch mir als Erwachsenen ist es wie ein kleines Wunder, wenn dieses eingetrocknete Pflänzchen ganz schnell wieder zur grünen Pflanze wird.
Also achtet bei Eurem nächsten Besuch auf einem Weihnachtsmarkt auf diese Pflanze, die Rose von Jericho.