Habt Ihr noch einen Sonnenplatz frei? Vergesst Ihr öfter mal das Blumengießen? Wenn ja, dann ist der Christusdorn die ideale Zimmerpflanze für Euch.
Ein Wolfsmilchgewächs
Der Christusdorn ist eine dicht üppig wachsende Pflanze mit äußerst spitzen Dornen. Er gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse(lateinisch Euphorbiaceen). Man erkennt diese botanische Familie daran, dass die Pflanzen einen weisen Milchsaft enthalten, der austritt, sobald ein Trieb verletzt wird. Die Experten unterscheiden über 1600 verschiedenen Wolfsmilchgewächsen.
Warme Heimat
Der Christusdorn stammt von der afrikanischen Insel Madagaskar. Da es dort warm und häufig trocken ist, kommt die Pflanze auch bei uns mit wenig Wasser und Luftfeuchtigkeit aus. In der Natur gibt es den Christusdorn nur mit roten Blüten. Gelbblühende Arten sind Zuchtformen. Ich besitze beide Formen.
Falscher Blütenzauber
Entgegen dem ersten Eindruck sind die Blüten des Christusdorns in Wirklichkeit klein und unscheinbar. Der farbige Effekt stammt von den Hochblättern, die rot oder gelb gefärbt sein können. Die Pflanze blüht normalerweise im Sommer. An einem besonders hellen Platz kann sich die Blütezeit erheblich verlängern.
Eine genügsame Pflanze
Am liebsten steht der Christusdorn an einem hellen, sonnigen Fenster. Das Außergewöhnliche an ihm ist, dass er sogar trockene Heizungsluft verträgt. Im Sommer könnt Ihr ihn, wenn Ihr wollt, ins Frei, auf den Balkon oder die Terrasse stellen. Im Winter fühlt er sich in einem beheizten Zimmer wohl. Wenn die Temperaturen unter 16°C sinkt, dann braucht er kaum noch Feuchtigkeit.
Der Christusdorn ist eine Pflanze die kaum Feuchtigkeit braucht. Er wächst aber besser, wenn Ihr die Erde immer ein wenig feucht haltet.
Er nimmt es Euch nicht übel, wenn Ihr das gießen hin und wieder vergesst. Ganz austrocknen sollte er aber auch nicht, sonst verliert die Pflanze ihre Blätter.
Ein Tipp: Je mehr Licht der Christusdorn bekommt, desto länger blüht er. An einem sonnigen Platz kann er den ganzen Winter über blühen.
Das Düngen
Während der Wachstumszeit, vom Frühjahr bis in den Herbst, braucht der Christusdorn Nährstoffe. Gebt alle zwei Wochen etwas Flüssigdünger mit ins Gießwasser.
Das Umtopfen
Alle zwei Jahre braucht der Christusdorn ein neues, etwas größeres Pflanzgefäß. Wichtig ist bei der Vorbereitung, dass in dem neuen Gefäß keine Staunässe entstehen kann. Füllt dazu eine Kiesschicht auf den Boden, dass das Wasser abfließen kann. Die Blumenerde solltet Ihr mit etwas Sand mischen. Die Pflanze wird nun aus seinem alten Topf genommen und von der alten Erde befreit. Der Wurzelballen wird in das neue Gefäß eingesetzt. Dann füllt Ihr den Topf ringsum mit neuer Erde auf und drückt diese fest an. Haltet den Boden gut feucht.
Die Vermehrung
Den Christusdorn könnt Ihr selbst vermehren. Im zeitigen Frühjahr kann man einige, etwa 10 Zentimeter lange Triebspitzen abschneiden. Dies taucht man ins Wasser bis keine Milch mehr austritt. Dann lasst den Steckling einen Tag lang trocknen. Diese sogenanten Kopfstecklinge werden in Töpfe mit einem Torf-, Sand-Gemisch gesetzt und leicht feucht gehalten. Nach einigen Wochen sind die kleinen Pflanzen bewurzelt und können in Töpfchen mit Blumenerde gepflanzt werden.
Was fehlt der Pflanze?
• Abfallende Blätter bedeuten, dass es der Pflanze zu kalt ist. Stellt sie an einem wärmeren Platz.
• Faulstellen am Stamm und abfallende Blätter lassen auf Bodenpilze schließen. Gießt weniger
und last die Erde fast austrocknen.
• Pulvrig-Weise Blätter deuten auf Mehltau hin. Dagegen hilft meist nur ein chemisches Mittel.
• Wenn die Blätter Flecken bekommen, handelt es sich meistens um Schmierläuse. Die weißen Insekten sind mit bloßem Auge zu erkennen. Wischt sie mit spiritusgetränkter Watte ab.
Noch eine letzt Info zum Schluss:
Der Christusdorn kann als Zimmerpflanze Jahrzehnte alt und bis zu zwei Meter hoch werden.
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Stachelig und genügsam
ein Testbericht von amrum2002-04-02 17:08:27vom 02.04.2002Empfehlung: nein
Wer kennt ihn nicht, den Christusdorn, der auf so mancher Bürofensterbank sein Leben fristet (und manche Hausfrau zur Verzweiflung treibt, wenn er denn mal durch die Gardiene wächst).
Der Christusdorn (Euphorbia millii) gehört zu einer der artenreichsten sukkulenten Pflanzenfamilien, den Wolfsmilchgewächsen (Euphorbiaceae).
In ihrer ursprünglichen Heimat (Madagaskar) wächst die Pflanze als 2 m hoher dichter Strauch, mit biegsamen, schlangenartig gekrümmten Zweigen. In der freien Natur sind in in Wuchsperiode nur die äußeren neuen Triebe mit Blättern versehen, der Rest der Pflanze bildet ein fast undurchdringliches Dornendickicht. Jeder der Zweige ist mit bis zu 15 mm langen Dornen übersät.
Was der Normalbürger als Blüte (meist rot, in den letzten Jahren durch Züchtung auch gelb und zweifarbig) ansieht, sind nur die Hüllblätter, welche die eigentliche Blüte umgeben. Diese ist unscheinbar (unter der Lupe erkennbar jedoch sehr kompliziert aufgebaut), es sind die kleinen gelben "Pinne" in der Mitte der "Blüte". Die Scheinblüten erscheinen in mehrfach gegabelten Trugdolden. Ähnlich aufgebaut sind die "Blüten" der Weihnachtssterne, daß, was man als rote Blüte ansieht, ist nur Ummantelung der wirklichen kleinen Blüte.
Die Wildpflanzen haben "Blüten" von max. 10 mm Durchmesser, es gibt mittlerweile Zuchtformen (vor allem aus dem asiatischen Raum) die mehrere Zentimeter große "Blüten" in verschiedenen Farben aufweisen.
Allen diesen Zuchtformen ist jedoch eines geblieben, die Anspruchslosigkeit der Pflanze, die fast jeden Pflegefehler verzeiht. Im Extremfall wirft die Pflanze halt die Blätter ab und geht in den "Winterschlaf".
Die normale Blühperiode ist das Frühjahr bis zum Herbst. Bei entsprechender Pflege blüht sie jedoch durchgängig. Die Pflanze verträgt aufgrund ihrer Herkunft die trockene Luft von zentralbeheizten Räumen, große Hitze und unregelmäßige Wassergaben.
Wenn man gießt, dann stoßweise = wenn Wasser, dann ordentlich viel, aber selten. Nasse Füße mag die Pflanze nicht, deshalb das überschüssige Wasser aus dem Umtopf oder Untersetzer abgießen. Im Sommer 1 x im Monat etwas Dünger geben (normalen Blumendünger in der halben Konzentration wie vorgeschrieben, oder Kakteendünger wenn man ihn hat).
Wenn die Pflanze zu groß geworden ist, und einen neuen, größeren Topf benötigt, ist Vorsicht angesagt. Die Dornen pieksen ganz ordentlich, da man die Pflanze ja auch nicht regelmäßig abwäscht sind an diesen Dornen jede Menge Schmutzpartikel, die zu schönen Entzündungen führen können. Hilfreich ist dann zum Festhalten eine Kakteenzange, oder Spalgelzange oder dergleichen. Wenn nicht vorhanden, hilft auch zeitungspapier, daß locker in vielen Bahnen um die anzufassende Stelle gewickelt wird, auch Arbeitshandschuhe aus Leder helfen. Als Substart (Erde) nimmt man normale Blumenerde, die mit Sand, feinem Kies vermischt ist, oder Kakteenerde. In den ersten 2 Monaten nach dem Umpflanzen braucht dann auch nicht gedüngt zu werden.
Wenn die Pflanze nach vielen Jahren dann mal unansehnlich geworden ist (unten herum nur kahles, dorniges Gestrüpp, Blätter nur an den Triebspitzen) kann man diese verjüngen, indem man Ableger heranzieht. Dazu werden die Triebspitzen (ca 10 cm) mit einem scharfen Messer angeschnitten, 2 Wochen zum trocknen an die Seite gestellt und dann in ein Erd/Sandgemisch zur Bewurzelung gestellt.
Vorsicht: Der Christusdorn führt Milchsaft und ist in allen Teilen giftig (Wolfsmilch). Wenn die Pflanze verletzt wird, z.B. beim Transport oder beim schneiden der
Ableger, tritt an diesen Stellen ein milchiger, klebriger weißer Saft aus. Bei "Verzehr" dieses Saftes kann es zu Bewußtseinsstörungen, Durchfall, Erbrechen, Lähmungen, Nierenreizungen kommen. In der Regel ist man selber ja vorsichtig, aber Kleinkinder und Haustiere stecken ja alles in den Mund.
Zusammenfassung :
Standort:
Am besten vollsonniges Südfenster. Die Pflanze fühlt sich wohl bei trockener Heizungsluft und normaler Zimmertemperatur. Ideal sind im Winter Temperaturen von etwa 15-18°C; die Temperatur sollte jedoch nicht unter 10°C fallen, da die Pflanze dann die Blätter abwirft.
Pflegetipp:
Die Pflanze sollte selbst in den Sommermonaten nur mäßig gegossen werden (alle 2 Wochen). Im Winter wird sie, je nach Raumtemperatur, trockener gehalten (1x im Monat gießen). Von April bis September alle 2 Wochen düngen.
Vermehrung:
Die Stecklingsvermehrung ist besonders einfach, wenn man sie im Frühjahr vornimmt.
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ein Testbericht von pm0072002-03-12 07:45:41vom 12.03.2002Empfehlung: nein
Der Chrsitusdorn ist eine Kakteenart mit kleinen dunkelgrünlichen Blättern, vielen Dornen und kleinen Blüten.
Die Farbe der Blüten gibt es in weiß, rose und rot.
Sie blühen das ganze Jahr hin weg.
Aber "VORSICHT" diese Pflanze ist hoch giftig!!!
Also nichts für Leute mit kleinen Kindern!!!
Der Christusdorn steht gerne hell bis sonnig und mag es warm bei 18° bis 25° Grad im Sommer und im Winter liebt er es bei 15° bis 20° Grad.
im Somer kann man ihn auch etwas geschützt auf den Balkon stellen.
Nasse Füße mag es nicht!
Also nicht das Wasser im
Untersetzter stehen lassen.
Er ist nicht sehr anfällig gegen Schädlinge und hat eine lange Lebensdauer bei guter Pflege.
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