Ich habe den Film Coffe & Cigarettes vor einiger Zeit im Kino gesehen und da ich ihn so toll fand, hab ich ihn mir nun auch auf DVD für gerade mal 10 Euro gekauft.
Das Genre des Films ist in einer Mischung zwischen Komödie und einem Episodenfilm zu wählen, denn die einzelnen Szenen haben meist von der Darstellerbesetzung untereinander wenig miteinander zu tun.
Einzig die Tatsache, dass in allen Szenen Kaffee und eben Zigaretten konsumiert werden, haben alle Gespräche gemeinsam.
Zumeist handelt es sich bei diesem Schwarz-Weiß-Film um Dialoge, aber ein paar Polyloge sind auch mit von der Partie. Diese zeichnen sich allesamt durch ihre eigene Dynamik aus und zudem erzählen sie jeweils eine eigene, kurze und knackige Geschichte. Diese kleinen Geschichten sind zumeist sehr unterhaltsam gestaltet, besonders in der Kombination mit den Produkten Kaffee und Kippen.
Der Film ist ab 6 freigegeben, von daher auch mit Abstrichen für den Familienabend geeignet, obwohl ich bezweifle, dass Kinder an diesem Streifen großes Interesse zeigen.
Aber theoretisch halt schon möglich.
Der Film zeichnet sich durch eine gute Abstimmung von Schnitt und Ton aus. Auch die Kameraperspektiven sind mitunter äußerst treffend und facettenreich gewählt. So schaut der Betrachter auch mal von oben auf den Tisch und die beiden Gesprächspartner herab und kann diesen in ihre noch vollen oder bereits leeren Kaffeetassen gucken.
Insgesamt ein wirklich unterhaltsamer und einmaliger Film. Zudem mit verrückter Schauspielerbesetzung. So geben sich zum Beispiel die beiden Rap-Ikonen GZA und RZA vom Wu-Tang Clan, ja bekanntlich nicht nur in der HipHop-Szene bekannt, die Ehre. Und das mit einem echt verrückten Gespräch mit der Anwesenheit der beiden wichtigsten Elemente im Film: Kaffee und Zigaretten. Was denn sonst ?
Und zum Schluss nochmal die harten Fakten zum Film:
Erscheinungsjahr: 2003
Regie Jim Jarmusch
Darsteller Roberto Benigni, Steven Wright, Joie Susannah Lee und andere
FSK: 6
Untertitel Deutsch
Bildformat 1:1,85/16:9
Ton Dolby Surround
Also, wartet nicht lange und legt euch die DVD auch schnellstmöglich zu!
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Endlich mal kein "Blockbuster", sondern feinste Unterhaltung!
ein Testbericht von annaaa2005-04-05 16:21:01vom 05.04.2005Empfehlung: ja
Vorteile: - tolle Stimmung
- siehe Testbericht ;)...Nachteile/Kritik: - nichts für Fans von Hollywood-Bustern
- nicht jede Szene berührt
Jim Jarmuschs neuer Film über seine beiden Lieblingslaster: Tabak und Kaffee. Extrem minimalistisch gehalten. Schwarz-weiß gedreht.
Im Zentrum der elf Kurzfilme stehen Menschen, die beim Plaudern gefilmt werden. Ohne technischen Schnickschnack hält die Kamera das Wesentliche fest: Beziehungen zwischen zwei Menschen, allesamt süchtig nach Kaffee und Rauch. Es geht um Konkurrenz, Neid, Sprachlosigkeit und Lüge, also um eben jene Dinge, die in einer Freundschaft oder Paarbeziehung für Reibung sorgen. Die Protagonisten treffen in minimalistisch gehaltenen kaffeeartigen Örtlichkeiten aufeinander. Der Raum ist extrem begrenzt. Die Grundausstattung: Zwei Stühle und ein Tisch, der häufig mit einem schachbrettartigen Muster versehen ist. Ein Symbol für das Verborgene, Unausgesprochene und taktische Verhalten der Figuren.
Die Atmosphäre in den Szenen ist sehr gebündelt und springt auf die Zuschauer über. Im Kino ist es sehr ruhig. Ab und an ein Lacher. Gebannt starrt jeder auf die Leinwand und verfolgt aufmerksam die Szenen. Erreicht wird dies ohne äußere Action oder Special-Effekts - ganz pur. Schon nach kurzer Zeit bekommt man den Eindruck, dass das Kino einer Räucherhöhle gleiche. Der intensive Duft des Kaffees und der Qualm der Zigaretten scheinen förmlich im Saal zu wabern.
Die teils komisch-grotesken Szenen drehte Jarmusch über einen Zeitraum von 17 Jahren mit Schauspielern, bzw. Musikern, wie Roberto Benigni, Jim Murray, Kate Blanchet, Tom Waits, Iggi Pop etc.
Die einzelnen Episoden berühren mit Sicherheit unterschiedlich tief, doch besitzt jede Szene etwas sehr Ursprüngliches und Tiefes. Dieser Film lädt geradezu ein, Charakterstudien zu betreiben.
Wer Kino möchte, das so gar nicht ins Hollywood-Action-Romantik-Genre fällt, sondern durch seine reduzierte Machart nebst feinem Humor besticht, der wird mit "Coffee and Cigarettes" glücklich werden. Die Filmmusik, eine Mischung aus Klassik, Jazz, Rock und Funk, kommt gut rüber und bereichert die Szenen auf hervorragende Weise.
ein Testbericht von Cleem2004-08-31 22:23:25vom 31.08.2004Empfehlung: ja
Vorteile: trockener Humor
Jim Jarmusch
Cate Blanchet
Meg und Jack White
Bill Murray
GZA und RZA (Wu-Tang Clan)
Iggy Pop
Tom Waits...Nachteile/Kritik: -
„Coffee and Cigarettes“
Wenn ich aufstehe, brauch ich einen Kaffee. Und damit er mir noch besser schmeckt, gibt’s ne Zigarette dazu. Oder wenn ich Freunde auf ein Café treffe, dann darf die Fluppenschachtel nicht fehlen. Bekomme ich eine Krise und brauch ein geduldiges Ohr, so lad ich jemanden auf einen Kaffee ein und lege eine Kippe bereit.
Kaffee und Zigaretten sind in den letzten Zeiten zu einer fast untrennbaren Einheit verschmolzen. Beides kann süchtig machen und kann bzw. ist ungesund für den Körper. Jim Jarmusch nimmt sich den beiden Drogen an
und macht einen Film über diese. Und noch dazu mit Starbesetzung.
Der Film ist eine Collage aus 11 Kurfilmen. Den roten Faden sucht man vergeblich in Dialogen oder Symbolen. Er ist absolut simpel und gleichzeitig gerissen genial: in jeder Szene taucht ein Tisch mit Karomuster, auf dem zwei Tassen und eine Zigarettenschachtel liegen, sowie mindestens zwei Personen auf. Das verbindet alle Filme – vom ersten bis zum letzten.
Das erste Filmchen zeigt gleich, von welchem Karat der gesamte Film ist. Roberto Benigni und Steven Wright stellen beide fest, dass sie mit den Nerven vollkommen am Ende sind. Steven trinkt Kaffee, damit er nachts schneller träumen kann und so mehr von seinen Nächten hat.
Im zweiten Film streiten zwei Zwillinge über den guten und den bösen von beiden. Ein hinzukommender Kellner glaubt, dass Elvis seine Musik von den Schwarzen gestohlen habe.
Film Drei: ein Brüller!!! Tom Waits und Iggy Pop. Grandios!!! Die beiden rauchen eine Zigarette, weil sie aufgehört haben. Sie inhalieren aber nicht, sondern atmen nur ein und wieder aus. Und das kann man ja nicht als Rauchen bezeichnen.
Über die Gefahren von Zigaretten und Kaffee wird in Film Fünf diskutiert. Zwei alte Kameraden versuchen gegenseitig ihre Sucht als krank und schädlich darzustellen. Der Sohn von einem „vergiftet“ sie mit chinesischem Frass.
Die wohl schlechtesten Anmachsprüche eines Kellners, die ich je gesehen habe. Aber Renée Fench schlägt sich wacker und ist geduldig. Film Sechs!
Auch der siebte Film ist ein Sahnestückchen an filmtechnischer und humoristischer Arbeit. Zwei Schwarze – wie man erfährt sind sie beste Freunde – streiten sich darüber, wie es einander geht. Und als sie mit der Sprache nicht rausrücken wollen, weil es einfach mal nichts gibt, müssen sie sich nach Stunden damit zufrieden geben. Gute Freunde eben.
Film Nummer Acht ist ganz und gar für Cate Blanchet gemacht. Sie spielt eine Doppelrolle: zwei Cousinen, eine erfolgreiche Schauspielerin und die andere sorgenfreie arme Ökotante, treffen sich nach zwei Jahren wieder. Anschauen!!!
Alle Fans von The White Stripes hingesehen! Die Gebrüder White spielen mit. Jack will Meg seine Tesla-Spule vorführen, die dann aber den Geist aufgibt.
Überheblichkeit tut keinem gut. Dies muss auch Steve feststellen, der von Alfred auf einen Kaffee eingeladen wurde, weil er ihm mitteilen will, dass sie beide Cousins sind. Steve ist wenig begeistert davon, aber Alfred hat schon Pläne für die Zukunft geschmiedet. Frage von mir: Wer ist Spike Jonze???
Delirium – Film Zehn. Wieder ein Brüller. GZA und RZA (beide von Wu-Tang Clan) haben dem Coffein abgeschworen. Aber Bill Murray kann nicht loslassen. Die beiden empfehlen ihm, mit Ofenreiniger zu gurgeln!!!
Letzter Film: zwei alte Männer in einem Lagerraum machen Pause und genießen die letzten zwei Minuten mit schlafen.
Ende des Films.
In meinen Augen ist dieser reinste Lyrik. Jim Jarmusch nimmt ein Skript in die Hände und macht es zu einem Meisterwerk. Es ist nicht zu leugnen, dass – ebenso wie bei Quentin Terrintino – zu meist nur eingefleischte Fans den Sinn finden, aber das nennt unsere schnelllebige Gesellschaft heutzutage eben Kult. Und Jim Jarmusch ist eindeutig Kult!
Spezifisch für den Film ist ein trockener Humor, der von keiner Sintflut erschüttert werden kann. Manche Szenen überzeugen allein durch Bilder, in anderen könnte man die Leinwand ausschalten und nur den Ton gebrauchen. Aber wie immer: die Mischung machts.
„Coffee and Cigarettes“ ist kein Kinofilm nach Hollywood-Format, aber er ist alle Male Hollywood-reif. Wer von den üblichen Aufbau mal Abstand gewinnen will, ist hier genau richtig. Mein Tipp: geht in Programmkinos – es kostet fast ein drittel weniger.
ein Testbericht von wildheart2004-06-22 12:33:24vom 22.06.2004Empfehlung: ja
Die Tesla-Spule ist ein Luftspalttransformator mit in Resonanz aufeinander abgestimmten Spulen zur Erzeugung hochfrequenter Hochspannung und hat gegenüber traditionellen Spulen den Vorteil, relativ leicht Spannungen von mehreren MillionenVolt zu erzeugen. Warum? „Die viel effektivere Spannungsumsetzung der Teslaspule beruht auf dem Prinzip der Resonanz. Bei Sende-Antennen wird die Antenne immer optimal auf die zu sendende Frequenz abgestimmt, um möglichst viel der Senderenergie in den Äther zu befördern. Bei Empfangsantennen wird auch immer auf die optimale Abstimmung geachtet, um einen möglichst hohen Empfangspegel zu erhalten. Durch dieses Prinzip erreicht die Tesla-Spule eine
höhere Effizienz und höhere Spannungspegel bei der Umspannung.” Erfunden wurde sie von dem in Kroatien geborenen Wissenschaftler Nikola Tesla (1856-1943).
(Quelle: http://www.ebe-online.de/Home/tgobmaie/Tesla/spule.htm)
„Ich bin der Welt abhanden gekommen,
Mit der ich sonst viele Zeit verdorben,
Sie hat so lange nichts von mir vernommen,
Sie mag wohl glauben, ich sei gestorben!” (1)
Interessant, nicht? Im falschen Film? Nein, bin ich nicht. Bin mitten im richtigen Film. Denn genau das, was da oben steht, oder so etwas in der Art geht Jack (Jack White) durch den Kopf, der in einem Café sitzt, vor sich eine selbst gebaute Tesla-Maschine, neben sich Meg (Meg White). Das Paar schweigt. Kein Gesprächsstoff vorhanden? Er möchte gern über seine Maschine reden, traut sich aber nicht, sie möchte eigentlich über etwas ganz anderes reden, weiß aber, dass er zu sehr in Gedanken bei der Maschine ist. Der Raum ist dunkel. Auf dem Tisch, der ein Schachbrettmuster hat, stehen weiße Kaffetassen und es wird geraucht. Sie schaut ihn an, er schaut leicht beschämt weg. Und wer fängt wohl dann doch ein Gespräch an? Meg, wer sonst. Und über was redet sie? Über die Tesla-Maschine. Er springt natürlich drauf an und setzt das Ding in Gang. Es blitzt. Eine zündende Idee von Meg. Meg hat Resonanz erzeugt, allerdings eine, die mit „sich Gehör verschaffen” nur bedingt etwas zu tun hat. Denn Jack ist voll konzentriert auf seine Tesla. Und die hat plötzlich eine Fehlfunktion. Nichts blitzt mehr. Aus. Vorbei. Er überlegt, woran das liegen könnte. Und dann stellt sich heraus, dass Meg und der Küchenjunge, der Geräusche gehört hat und herbeieilt, mehr über Tesla wissen, als Jack je geahnt hätte.
„Jack Shows Meg His Tesla Coil“ ist eine von elf Szenen des neuesten Films von Jim Jarmusch. Und man ahnt schon, um was es in allen elf Szenen ungefähr geht. Um Kommunikation? Ja, sicher. Um Paarbeziehungen und Freundschaften? Auch, ja klar. Aber vor allem geht es um das, was Menschen denken und was sie sagen – bzw. um den Unterschied zwischen beidem. Es geht um Konkurrenz, Neid, Sprachlosigkeit, Intrige, Lüge und all die anderen mehr oder weniger kleinen Dinge des Lebens, die Jarmusch in minimalistisch ausgestatteten Räumen zur Sprache bringt. Es wird geraucht, es wird Kaffee getrunken, und die Ausstattung wird beherrscht von Schachbrettmustern auf Tischen. Und wie Schachfiguren in einem Spiel mit Geheimnissen, mit Verborgenem, mit Nicht-Ausgesprochenem, taktisch und spekulativ, verhalten sich die Pärchen, zu denen sich ab und an noch eine dritte Person gesellt.
„Es ist mir auch gar nichts daran gelegen,
Ob sie mich für gestorben hält,
Ich kann auch gar nichts sagen dagegen,
Denn wirklich bin ich gestorben der Welt.” (1)
Der Raum, in dem sich diese Szenen abspielen, ist extrem begrenzt, zumeist ein Café oder etwas, was so aussieht. Minimalistisch inszeniert Jarmusch auch die Situationen: Er lässt zwei Personen im wahrsten Sinn des Wortes kollidieren. Für einen Moment sitzen sie zusammen und sind auf die eine oder andere Art aufeinander angewiesen. Doch die Atmosphäre hat nichts von Klaustrophobie. Im Gegenteil: Es wird spekuliert, abgetastet, kalkuliert, vor allem mit dem eigenen Ego in bezug auf den anderen gegenüber. Sich nur keine Blöße geben!
Zu den schönsten Szenen gehört u.a. „Somewhere in California” mit Tom Waits und Iggy Pop. Sie mustern sich, sie betrügen sich selbst. Er habe aufgehört zu rauchen, meint Iggy Pop, daher sei es kein Problem, eine anzuzünden. Man schlürft den Kaffee in sich hinein. Jeder denkt: „Ich bin doch besser als der da” und veranstaltet small talk. Auch in „Cousins?” mit Steve Coogan und Alfred Molina geht es genau um diese Frage: die eigene Eitelkeit und den eigenen Egozentrismus gegenüber dem anderen zu verbergen, indem man a nice conservation betreibt. Alfred hat angeblich herausgefunden, dass beide Cousins seien. Steve ist das gar nicht recht. Was will der da drüben von ihm? Sein Cousin sein, dieser Versager? Die Telefonnummer will Alfred, um vielleicht einmal ein gemeinsames Projekt zu starten. Und Steve erfindet die Ausrede, er gebe seine private Nummer von zu Hause nicht einmal seinem Produzenten. Als Alfred dann auf dem Handy von einem weltbekannten Regisseur (Spike Jonze) angerufen wird, merkt Steve, dass er einen Fehler gemacht hat. Zu spät. Alfred will seine Nummer nicht mehr.
Jarmusch stellt seine Personen in einen teils ernsten, meist aber heiteren Kontext über menschliche Schwächen und Eitelkeiten. In „No Problem” z.B. sehen sich zwei Freunde nach langer Zeit wieder. Der eine glaubt fest daran, dass der andere ihn nur aus einem einzigen Grund angerufen haben kann: er muss ein Problem haben. Doch das hat er nicht. Isaach (Isaach de Bankolé) insistiert: Alex (Alex Descas) MUSS ein Pro7blem haben. In „Champagne” sitzen sich zwei alte Männer, Bill (William Rice) und Taylor (Taylor Mead) in einem manchmal an ein Gefängnis erinnernden Raum gegenüber. Der eine scheint Realist, der andere Phantast. Der eine scheint fertig mit der Welt, der andere stellt sich vor, in ihren Bechern sei kein schlechter Kaffee, sondern Champagner. Auch hier holt Jarmusch aus den beiden Schauspielern raus, was nur geht.
„Ich bin gestorben dem Weltgetümmel,
Und ruh' in einem stillen Gebiet!
Ich leb' allein in meinem Himmel,
In meinem Lieben, in meinem Lied!” (1)
Tatsächlich scheint allen, die hier auftreten, für einen Moment die Welt abhanden gekommen zu sein, wie es in dem Mahler-Rückert-Lied heißt. Sie scheinen für Minuten aus dem geworfen, was ihren Alltag ansonsten beherrscht, und doch kehrt in den Gesprächen respektive Verhaltensweisen der Beteiligten genau dieser Alltag bzw. die Mentalität der Personen wieder – nur in einer Art Konzentrat. Ob Cate Blanchett als erfolgreiche Schauspielerin ihrer überhaupt nicht erfolgreichen Cousine gegenüber tritt, Bill Murray als Kellner von den beiden DJs RZA und GZA Ratschläge zur Reinigung der Lunge entgegennimmt, Roberto Benigni für Steven Wright zum Zahnarzt geht oder Steve Buscemi einem streitenden Paar eine Verschwörungstheorie über Elvis Presley darbietet – stets bleibt das „Weltengetümmel” außen vor – und bricht über die Hintertür doch wieder so gnadenlos tragisch und komisch zugleich hinein.
Die elf Szenen entstanden zwischen 1986 und 2003. „Strange To Meet You” war eine Auftragsarbeit, die Jarmusch 1986 für „Saturday Night Life” drehte. 1992 folgte „Somewhere in California” mit Tom Waits und Iggy Pop, der Rest wurde größtenteils 2003 in kürzester Zeit gedreht.
Wertung: 10 von 10 Punkten.
Prädikat: Wertvoll.
(1) „Ich bin der Welt abhanden gekommen”, Text: Friedrich Rückert; Musik: Gustav Mahler; im Film gesungen von Janet Baker.
Starttermin: 19.8.2004.
Coffee and Cigarettes
(Coffee and Cigarettes)
USA 2003, 96 Minuten
Regie: Jim Jarmusch
Drehbuch: Jim Jarmusch
Director of Photography: Tom DiCillo, Frederick Elmes, Ellen Kuras, Robby Müller
Schnitt: Jim Jarmusch, Terry Katz, Melody London, Jay Rabinowitz
Produktionsdesign: Dan Bishop, Mark Friedberg, Tom Jarmusch
Darsteller: Roberto Benigni (Roberto), Steven Wright (Steven) [„Strange To Meet You“]; Joie Lee (guter Zwilling), Cinqué Lee (böser Zwilling), Steve Buscemi (Kellner) [„Twins“]; Iggy Pop (Iggy), Tom Waits (Tom) [„Somewhere in California“]; Joseph Rigano (Joe), Vinny Vella (Vinny), Vinny Vella Jr. (Vinny Jr.) [„Those Things’ll Kill Ya“]; Renée French (Renée), E. J. Rodriguez (Kellner) [„Renée“]; Alex Descas (Alex), Isaach de Bankolé (Isaach) [„No Problem“]; Cate Blanchett (Cate / Shelby), Mike Hogan (Kellner) [„Cousins“]; Jack White (Jack), Meg White (Meg), Cinqué Lee (Küchenjunge) [„Jack Shows Meg His Tesla Coil“]; Alfred Molina (Alfred), Steve Coogan (Steve), Katy Hansz (Katy) [„Cousins?“]; Genius / GZA (GZA), RZA (RZA), Bill Murray (Bill Murray, Kellner) [Delirium“]; William Rice (Bill), Taylor Mead (Taylor) [„Champagne“]
Internet Movie Database:
http://german.imdb.com/title/tt0379217
Weitere Filmkritik(en):
„Chicago Sun-Times“ (Roger Ebert) (3 von 4 Punkten):
http://www.suntimes.com/ebert/ebert_reviews/2004/05/052802.html
XXLALF, 16.10.2010
nicht nur der filmbericht ist wirklich erstklassig geschrieben, sondern auch die 4-zeiler, die du zwischen die absätze gesetzt hast, gefallen mir auch sehr gut. bw und ganz liebe grüße