ein Testbericht von daswirdschon2008-06-06 11:30:59vom 06.06.2008Empfehlung: ja
Vorteile: regt, bedingt, zum Nachdenken an ...Nachteile/Kritik: nicht immer unbedingt glaubhaft
von Michael Cordy (Autor); Sepp Leeb (Übersetzer)
Taschenbuch: 366 Seiten; Verlag: Heyne (April 2005); Sprache: Deutsch
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Die Story ist geschickt aufgebaut, definitiv spannend, teilweise sehr wissenschaftlich, nicht immer sehr glaubhaft - aber doch genial !
Einige Metaphern machen richtig Spaß. Michal Cordy's Spiele mit Licht und Dunkelheit, mit Himmel und Hölle sowie den skurrilen Schicksalen einiger seiner, recht schrägen Akteure, versprechen neben dem Titel Lucifer*** ( der hier im weitesten Sinn für Licht steht ) , gleich zu Beginn recht viel.
Cordy schreibt sehr flüssig und lässt uns gleich zu Beginn scheinbar mitten in seiner, gnadenlos guten, Utopie einsteigen und fordert uns scheinbar auf dieses Buch NIE wieder aus der Hand zu legen.
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Die Story selber :
Neuartige, optische Computer der neuesten Generation sollen Licht in "das letzte Rätsel der Menschheit" bringen, die Seele. Eine mächtige Sekte, die sich von der katholischen Kirche abgespalten hat, ein schwer kranker (lichtüberempfindlicher ) Firmenchef eines äußerst erfolgreichen Technologiekonzerns und ein ehrgeiziger Arzt und Wissenschaftler versuchen mittels verschiedener Experimente der menschlichen Seele auf die Spur zu kommen .........
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Wie gesagt, Cordy schickt uns auf eine spanende, mitreißende und teileweise nicht recht glaubhafte, aber doch nicht völlig unmögliche, Reise.
Lesen muss man jedoch recht aufmerksam ! sonst werden einem die Verknüpfungen, die nach und nach in die Story eingebunden werden, nicht verständlich und man verliert den Zusammenhang.
Das Ende dieses Buches einigermaßen überraschend, man begreift den tiefergehenden Sinn der Geschichte! und dieses Buch regt ( wenn auch nur bedingt ) sicher, die eine oder den anderen, zum Nachdenken an!
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Klappentext :
Kaltblütig, raffiniert, gnadenlos, abgründig
Der Rote Papst, der charismatische Anführer einer von der katholischen Kirche abgespaltenen Bewegung namens Kirche der Seelenwahrheit, erfährt von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen über das Leben nach dem Tod. Mit Hilfe dieser Technologie, die der brillante Neurologe Dr. Miles Fleming entwickelt hat, versucht er seine größenwahnsinnigen Pläne in die Tat umzusetzen. Fleming nimmt den Kampf auf, bei dem das Schicksal der Menschheit auf dem Spiel steht.
"Cordy wird seine Reputation als Antwort auf Dan Brown auf Dauer festigen können."
Mirror
"Ein fessendes Action-Abenteuer mit einer gut durchdachten Grundidee."
Daily Mirror
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Michael Cordy (* 1962) ist ein britischer Schriftsteller.
bis 1993 war er in einem englischen Konzern als Marketingleiter tätig. Seine Faszination für die Genforschung, ihrer Entwicklung und der ethisch-moralischen Herausforderung setzte er erstmals in dem Bestseller Das Nazareth-Gen schriftlich um. Das Buch war in über 25 Ländern erfolgreich.
Mit Mutation konnte er sich als einer der besten Thrillerautoren etablieren. Mit seiner Frau Jenny und ihrer gemeinsamen Tochter lebt er in bzw. bei London.
Werke:
* Das Nazareth-Gen (1997)
* Mutation (2000)
* Lucifer - Träger des Lichts (2003)
* Das Wahrheits-Serum (2006)
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*** Lucifer - aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie :
Lucifer (zu lat. lucifer, lichtbringend) ist die Bezeichnung u.a. für
* eine mythologisch-biblische Gestalt, vgl. Luzifer
* der lateinische Name für den Planeten Venus als Morgenstern
* ein Bischof und Heiliger der katholischen Kirche, Lucifer von Calaris (Lucifer Cagliari, Lucifer Calaritanus)
* ein Verschlüsselungsalgorithmus für Computer, Lucifer (Kryptographie)
* ein Asteroid, Lucifer (Asteroid)
* eine theosophische Zeitschrift Lucifer (Zeitschrift)
* eine theosophisch-/anthroposophische Zeitschrift, Lucifer-Gnosis
* der frühere Name der Metal-Band "Blind Guardian", Lucifer's Heritage
* eine Musik-Band, Lucifers Friend
* eine österreichische Lokomotive,
KFNB - Lucifer,
* ein bekanntes Instrumentalmusikstück der Gruppe The Alan Parsons Project, welches auch als Titelmelodie der deutschen Fernsehsendung Monitor dient.
* ein Nahinfrarot-Spektrograph für das Large-Binocular-Telescope (LBT) auf dem Mt. Graham in Arizona, LUCIFER (LBT)
Auch das heute zu besprechende Buch gehört zu den Thrillern – inzwischen habe ich mir dieses Genre aber etwas überlesen. Ein Indiz dafür ist, das ich für das vorliegende Buch geschlagene drei Wochen gebraucht habe – was aber nicht unbedingt an der Qualität des Romans „Lucifer“ lag.
Zunächst einige allgemeine
Informationen zum Buch
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Gekauft habe ich auch dieses Buch innerhalb eines Buchpaketes bei ebay; der Neupreis beträgt ansonsten 7 Euro. Die „technischen Daten“:
- 366 Seiten
- Heyne Verlag (1. Oktober 2007)
- ISBN-10: 3453721616
- ISBN-13: 978-3453721616
- Größe: 18,3 x 11,4 x 3 cm
Der Vollständigkeit halber folgen einige Bemerkungen über Michael Cordy:
Der Autor
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Michael Cordy war bis 1993 als Marketingleiter in einem englischen Konzern tätig, bis ihm mit 'Das Nazareth-Gen' auf Anhieb ein Bestseller gelang, der in über 25 Ländern erfolgreich war. Mit Mutation konnte er sich als einer der besten britischen Thrillerautoren etablieren. Michael Cordy lebt mit seiner Frau Jenny in London. (buecher.de)
Klappentext
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Der Rote Papst, der charismatische Anführer einer von der katholischen Kirche abgespaltenen Bewegung namens Kirche der Seelenwahrheit, erfährt von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen über das Leben nach dem Tod. Mit Hilfe dieser Technologie, die der brillante Neurologe Dr. Miles Fleming entwickelt hat, versucht er seine größenwahnsinnigen Pläne in die Tat umzusetzen. Fleming nimmt den Kampf auf, bei dem das Schicksal der Menschheit auf dem Spiel steht.
Inhalt / eigene Meinung
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Michael Cordy ist mit diesem Roman ein Science- Thriller der besseren Sorte gelungen, obwohl... siehe unten. Ich habe ja ohnehin eine Schwäche für Romane mit einem gewissen wissenschaftlichen Hintergrund. Wer das nicht mag, wird über einige Seiten des Buches sicherlich schneller hinwegblättern, etwa wenn es um den Welle- Teilchen- Dualismus des Lichts mit ausführlichen Erklärungen des Doppelspalt- Experimentes oder um die Funktionsweise des optischen Computers „Lucifer“ (lat. „Träger des Lichts“) sowie des sogenannten „Optinets“ (den „Nachfolger“ des Internets) geht.
Aber erst diese leistungsfähigen Computer ermöglichen es, Untersuchungen a’ la: Was passiert nach dem Tod? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Existiert Gott? usw. anzustellen. Sehr schnell schälen sich die „guten“ und die „bösen“ Protagonisten heraus.
Auf der einen Seite Miles Fleming, ein brillanter Neurologe, der an einem NeuroTranslator arbeitet, und Dr. Amber Grant, die am Anfang des Romans operativ von ihrem siamesischen Zwilling Ariel getrennt wird.
Auf der anderen Seite Xavier Accosta, der Rote Pabst, der das „Soul Project“ vorantreibt und Bradley Soames, der Chef von Optrix Industries, der sich schnell als der eigentliche Bösewicht erweist.
„Soul Project“? Eigentlich besser „Seelenfang“- Experimente: Bei Eintritt des Todes verlässt die „Seele“ den Körper in Form von Photonen; jeder Mensch hat seine eigene, individuelle Wellenlänge, die mittels der neuen Technik ermittelt werden kann, wodurch die Kommunikation mit den Verstorbenen möglich wird...
Bei den „Seelenfang“- Experimenten werden todkranke und zum Teil auch nur unbequeme Menschen ermordet, damit der Gehirnstrom auch wirklich aufgefangen werden kann, denn die Kenntnis des genauen Todeszeitpunktes ist dafür unerlässlich. Eine beklemmende, weil leider nur allzu realistische „Fiktion“, denn für die Wissenschaft gilt wohl wie für alle anderen Gebiete des Lebens auch: Was machbar ist, wird auch getan.
Mit Beginn der Seelenfang- Experimente plagen Amber unerklärliche Migräne- Anfälle, die auf Kontaktversuche durch die verstorbene Zwillingsschwester
Ariel, die Amber warnen will, zurückzuführen sind. Daraufhin kommt sie in die Klinik von Miles Fleming, der sie mit Hilfe des NeuroTranslators untersuchen soll...
Der Roman gibt eine Reihe von Denkanstössen (beispielsweise wird die Abhängigkeit der Menschheit von der Computertechnik angesprochen – was passiert, wenn sämtliche elektronischen / optischen Datenspeicher plötzlich leer sind?), hat aber auch einige Schwächen. Ziemlich lächerlich kommt z.B. das Einsatzkommando herüber, das den Supercomputer Lucifer mit Hilfe von Amber Grant und Miles Fleming außer Gefecht setzen soll, aber schon bei der Landung erhebliche Verluste erleidet. Am Ende kommen nur die Haupthelden durch...
Auch bei diesem Buch - ähnlich wie beim letztens besprochenen Roman „Crisis“ - gilt wieder: das Ende macht viel kaputt. Hauptsächlich wegen des Endes, das zumindest in meinen Augen völlig übertrieben bzw. an den Haaren herbeigezogen ist, muss ich 2 Sterne abziehen.
Trotzdem insgesamt 3 Sterne, denn gut unterhalten hat mich das Buch allemal.
Ach ja, eins noch: Weißer Pabst, Roter Pabst, Schwarzer Pabst... das ist recht eintönig: ich bin für einen Bunten Pabst!