Michael Crichton: Airframe
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Michael Crichton: Airframe
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Michael Crichton: Airframe

Testberichte Michael Crichton: Airframe

 (Taschenbuch)
4.6 von 5
Platz 218 in der Kategorie "Belletristik Romane & Erzählungen - A".
Bewertung: Kundenbewertung 4,60 / 5,00 4.6 von 5
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Michael Crichton: Airframe Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,60 / 5,00 4.6 von 5
von 75% aller Autoren empfohlen (3/4).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • sehr gut recherchiert, viele Informationen, spannend
  • Einblick in diesen interessanten Industriezweig, Spannungsaufbau der Geschichte
Nachteile/Kritik
  • Etwas zu vordergründige Actioneinlagen
MDC11

Spannung pur in diesem Buch!

ein Testbericht von 2004-08-06 16:59:12 vom 06.08.2004
Empfehlung: ja
Ein Flugzeug gerät in Turbulenzen, stürzt beinahe ab und kann eben noch notlanden. Nun gilt es herauszufinden, woran es lag. Ein Pilotenfehler, Sabotage, ein Konstruktionsfehler? Lag es am Triebwerk oder am Airframe (sozusagen die Karosserie des Flugzeugs)? Es scheint, als läge der Fehler an einem kleinen Detail, an das niemand gedacht hätte... das kommt sehr vertraut vor, derartiges kennen wir von Concorde, ICE, Seilbahnen. Das macht die Aktualität dieses Buches aus, es ist aus dem Leben gegriffen.

Die Chefin der Fertigungskontrolle des Flugzeugherstellers wird beauftragt, die Aufklärungsarbeiten zu leiten. Und das schnell, der Ruf des Konstrukteurs steht auf dem Spiel, die Presse wittert eine Sensation. Die Protagonistin leistet wahre Detektivarbeit und findet dabei erstaunlich wenig Unterstützung. Will man die Wahrheit überhaupt wissen? Ein Großauftrag droht zu platzen, Arbeitsplätze sind gefährdet, da käme ein Fehler in der Konstruktion sehr ungelegen. Wie schon so oft gilt Geld mehr als Sicherheit.

Trotz aller Hindernisse gelingt es schließlich, die Unglücksursache zu finden und gleichzeitig eine ungeahnte Verschwörung aufzudecken.

Wie von Crichton gewohnt, erfährt der Leser, während er die spannende Auflösung des Rätsels verfolgt, so einiges über die Problematiken der Luftfahrt und der Flugzeugkonstruktion. Ohne zu sehr ins Detail zu gehen, erläutert der Autor, wie die betroffenen Komponenten zusammenspielen, und wie scheinbar kleine technische Abweichungen Katastrophen verursachen können.

Dies ist kein Buch, das einem Angst vorm Fliegen macht, eher im Gegenteil. Man bekommt einen Eindruck, wieviel know how in so einem Flugzeug steckt, wieviel in seine Sicherheit investiert wird. Aber auch, wie schnell Prinzipien über Bord gehen, wenn p ersönliche oder wirtschaftliche Interessen einzelner in den Vordergrund treten.
Ich bin kein Experte auf diesem Gebiet und kann die technischen Fakten nicht beurteilen, aber sie sind glaubwürdig dargestellt. Dabei ist die ganze Story lebendig geschrieben, und sogar die Erörterung von technischen Feinheiten ist noch spannend. Dieses Buch ist wirklich an keiner Stelle langweilig, es ist meines Erachtens bisher das beste von Michael Crichton.
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
rider-of-apocalypse

"Airframe - die Flugzeugzelle ...

ein Testbericht von 2005-06-21 20:36:07 vom 21.06.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: s. Text...
Nachteile/Kritik: s. Text
Das ist die Gesamtheit eines Flugzeugs ohne Triebwerke, also Rumpf, Tragflächen, Leitwerk und die in diesem Buch so wichtige mechanische und elektronische Ausstattung. Es ist der Teil des Flugzeugs, den der Hersteller entwirft und baut und für den er die Verantwortung trägt."

Diese (erklärenden) Worte leiten den Roman AIRFRAME von MICHAEL CRICHTON ein, den vor kurzem gelesen habe und den ich nun zum Thema meines heutigen Beitrags mache.




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A LLGEMEINES & AUTOR
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Der 1942 in Chicago geborene Autor MICHAEL CRICHTON veröffentlichte schon als Student (Harvard College und Harvard Medical School) unter einem Pseudonym erste Romane und zählt heute wohl zu den bekanntesten und erfolgreichsten Romanautoren weltweit.
Viele seiner Romane wurden mehr oder weniger gelungen und/oder erfolgreich verfilmt. So lieferte er unter anderem die Romanvorlagen für die Filme JURASSIC PARK (basierend auf dem Roman DINO PARK), DIE WIEGE DER SONNE (basierend auf dem Roman NIPPON CONNECTION), SPHERE (basierend auf dem Roman DIE GEDANKEN DES BÖSEN) ENTHÜLLUNG (basierend auf dem gleichnamigen Roman), ...
Zu seinen weiteren Romanen zählen:

- TIMELINE
- DER GROSSE EISENBAHNRAUB
- BEUTE
- ANDROMEDA
- ...

Seinen Roman AIRFRAME veröffentlichte er in der zweiten Hälfte der 90er Jahre, das Copyright der deutschsprachigen Ausgabe datiert aus dem Jahr 1997, wobei für die deutschsprachige Ausgabe der Originaltitel AIRFRAME (ausnahmsweise) übernommen wurde.
Ich habe bei www.ebay.de eine gebundene Lizenzausgabe (für die Bertelsmann Club GmbH) dieses Romans erstanden (aus diesem Grunde kann ich hier auch keine Angaben zur ISBN machen), aber AIRFRAME sollte auch als Taschenbuch für einen Preis von knapp unter 10,00 € erhältlich sein.
Der Einband meiner Ausgabe zeigt neben den üblichen Beschriftungen für Titel und Autor die Konstruktionszeichnung eines Passagierflugzeugs und passt so meines Erachtens sehr gut zur Story des Romans.

Titel: AIRFRAME
Autor: Michael Crichton
Jahr (deutschspr. Ausg.): 1997
Übersetzung: Klaus Berr
Seitenzahl: 446




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STORY
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Ku rz bevor der aus Hongkong kommende Flug Nummer 545 der Transpacific Airlines sein Ziel Denver erreicht, gerät das Flugzeug des Typs N-22 der Norton Aircraft scheinbar in schwere Turbulenzen, bei denen es zu einigen Toten und zahlreichen verletzten kommt, so dass der erfahrene Pilot der Maschine sich gezwungen sieht, in Los Angeles notzulanden.
Bereits unmittelbar nach der Notlandung beginnt ein Team der Norton Aircraft unter Leitung von Casey Singleton mit den Untersuchungen des Vorfalls., wobei sich schnell herausstellt, dass Turbulenzen als Unglücksursache unmöglich sind. Aufgrund von Beobachtungen von Passagieren scheint es, als wären während des Fluges die Slats ausgefahren und hätten die Maschine destabilisiert. In der Vergangenheit gab es bereits bei diesem Flugzeugtyp Probleme mit den Slats, die aber längst behoben sein sollten. Selbst wenn die Slats ausgefahren wären, so hätte der Autopilot der N-22 in Sekundenschnelle die Maschine stabilisiert, aber auch der Pilot hatte aufgrund seiner mehr als ausreichenden Erfahrung problemlos entsprechende Maßnahmen ergreifen können und müssen, wodurch Casey Singleton auch nicht an eine Fehlfunktion der Slats glauben kann.
Norton Aircraft steht kurz vor dem Abschluss eines Verkaufs zahlreicher Maschinen des Typs N-22 nach China und so drängt Casey Singletons Vorgesetzter John Marder auf einen schnellstmöglichen Abschluss der Untersuchung um die Verkaufsverhandlungen nicht zu stören.
Während der Verkauf der Maschinen nach China schon aus finanziellen Gründen von größter Wichtigkeit für Norton Aircraft, die mit Boeing und Airbus gegen leistungsfähige Konkurrenten zu kämpfen haben, ist, glaubt der Gewerkschaftsführer bei Norton Aircraft, im Rahmen des Verkaufs nach China solle auch die Herstellung der Flugzeugtragflächen nach China verlagert werden, wodurch Arbeitsplätze in den USA massiv bedroht werden. Darüber hinaus meint er zu wissen, dass bereits Tragflächen der N-22 nach Korea verschifft werden und so sieht sich Casey Singleton auch noch massiven Bedrohungen seitens der Arbeiter ausgesetzt.
Auch die Presse ist natürlich an den Vorfällen um den Flug Nummer 545 interessiert und es ist zu befürchten, dass die Berichterstattung die Flugsicherheit der N-22 im Allgemeinen in Frage stellt.
Als hätte Casey Singleton nicht bereits genug Probleme, muss sie sich auch noch um einen Praktikanten/Assistenten kümmern, der ihr von der Konzernleitung zugewiesen wurde und der John Marder über jeden ihrer Schritte zu informieren scheint.
Währenddessen bringen die Untersuchungen erste Erkenntnisse. So wurden einige Teile der Maschine durch gefälschte Komponenten ersetzt, doch auch alle diese minderwertigen Teile hätten die Vorfälle allein nicht auslösen können ...




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ANMERKUNGEN
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Mit AIRFRAME führt MICHAEL CRICHTON den Leser in den Bereich der Luftfahrt, Flugsicherheit und Flugzeugbau und zeichnet dabei ein nicht gerade erfreuliches Bild der Verhältnisse und Vorgehensweisen in diesem Bereich, dass er in eine von der ersten Seite an sehr spannenden Geschichte "verpackt".
Auch wirkt die Geschichte in AIRFRAME sehr real und absolut glaubwürdig und denkbar. Diesen (scheinbaren) Realitätsbezug verstärkt der Autor dabei nicht nur mit seiner einleitenden Anmerkung ("Das vorliegende Werk ist, auch wenn es auf Tatsachen basiert, Fiktion), der Verwendung real existierender Unternehmen (Norton, Airbus, ...) und mit seinem Nachwort, in dem in Form von Zeitungsmeldungen und ähnlichem der weitere Werdegang einiger Hauptakteure dargestellt wird. Auch hatte ich während des Lesens immer den Eindruck, als habe MICHAEL CRICHTON vor dem Verfassen seines Romans sorgfältig recherchiert.
Innerhalb seiner Story zeigt MICHAEL CRICHTON mehrere Mißstände auf. So leuchtet beispielsweise zwar ein, dass Konstruktionspläne der Konkurrenz nicht zugänglich sein sollen, eine zentrale Verwaltung derartiger Unterlagen bei einer Flugsicherheitsbehörde scheint mir aber sehr wünschenswert. In den Ausführungen des Autoren scheitert diese aufgrund eines Bundesgesetzes, die eine Geheimhaltung der Unterlagen bei Aufbewahrung in einer Behörde unmöglich macht.
Der geschilderte Umstand, dass ausländische Fluggesellschaften nicht gezwungen werden können, technische Änderungen auf Weisung des Flugzeugherstellers, so wichtig sie für die Sicherheit auch sein mögen, durchzuführen, scheint mir aus rechtlicher Sicht nachvollziehbar stützt aber nicht unbedingt mein Vertrauen in die Flugsicherheit. Die Problematik gefälschter Ersatzteile ist aus anderen Bereichen (beispielsweise liest man entsprechendes gelegentlich in der Motorpresse) hinlänglich bekannt und angesichts eines steigenden Konkurrenzkampfs und damit verbundenem Kostendruck scheinen mir die entsprechenden Schilderungen in AIRFRAME erschreckend real.
Als guter Amerikaner, der MICHAEL CRICHTON zu sein scheint, arbeitete er in seine Geschichte auch einen kleinen Seitenhieb auf die Europäer ein. So schildert er, wie europäische Luftfahrtbehörden Zulassungsverfahren für amerikanische Flugzeuge erschweren, um eigenen Flugzeugen aus dem Hause Airbus Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.
Als etwas erschreckend empfand ich die Darstellungen, die sich auf die Gewerkschafter beziehen und in denen der Autor eine Vorgehensweise schildert, in der auch vor körperlicher Gewalt nicht zurückgeschreckt wird und auch ein weiterer Nebenaspekt der Geschichte, die internen Machtkämpfe der Führrungsriege bei Norton, schienen mir hoch interessant, auch wenn hier die Glaubwürdigkeit meines Erachtens ein klein wenig gelitten hat.
Kein gutes Haar läßt MICHAEL CRICHTON auch an der Presse, die in seinen Darstellungen gerne auch mal auf bedeutungslose Kleinigkeiten wie Zweifel oder Fakten verzichtet um eine möglichst reißerische Story drucken oder senden zu können. Betrachtet man die Berichterstattung in deutschen Massenblättern (Zeitung wage ich diese nicht zu nennen) wie BILD, EXPRESS und ähnliche, so ist das Geschilderte durchaus nicht völlig aus der Luft gegriffen und auch auf deutsche Verhältnisse übertragbar. Im Roman empfinde ich die Vorgehensweise der Journalisten gegen ein einheimisches Unternehmen und großen Arbeitgeber nicht nur rücksichts-, sondern auch verantwortungslos. Aber wie hieß es schon in einer britischen Fernsehserie namens YES MINISTER: "Ich lasse die Erhabenheit meiner Gedanken doch nicht durch so etwas triviales beeinträchtigen wie Fakten."

Stilistisch kann MICHAEL CRICHTON in AIRFRAME nicht überraschen, was in diesem Falle für meinen Geschmack aber von Vorteil ist. Wie ich es von dem Autoren bisher bereits gewohnt war, bediente er auch in diesem Roman seines üblichen Stils kurzer Sätze und ebenfalls sehr kurzer Kapitel (diese werde überwiegend mit einer Angabe von Ort und Zeit (einschl. Tag) betitelt).
Mit einigen Schilderungen technischer Vorgänge, vorgeschriebener Verfahren und ähnlichem, könnte der ein oder andere hier diese Ausführungen als Dozieren empfinden, für mich tragen eben diese erklärenden Ausführungen viel zum Gesamtverständnis bei, so dass ich sie keinesfalls als störend, sondern gar als interessant empfinde.
Als etwas weniger geglückt empfand ich allerdings (wiedereinmal) die Darstellung einiger Charaktere. Insbesondere im Falle der unbestrittenen Hauptakteurin Casey Singleton, von der er gelegentliche Auszüge aus ihrem Privatleben schildert, dies aber in so geringem Umfang und derart inkonsequent, dass er sich diese Ausführungen auch hätte sparen können. Selbiges gilt auch für die weiteren Akteure, die teilweise verhältnismäßig blass bleiben.
Der Ausgang der Geschichte, also gewissermaßen die Auflösung des Rätsels um den Flug, schien mir sehr gelungen. Im Nachhinein betrachtet ist dieser eigentlich recht einfach, war für mich aber absolut überraschend (und ebenfalls nicht so ganz ausgeschlossen).

Auch in AIRFRAME schaffte es MICHAEL CRICHTON also meines Erachtens wiedereinmal, seine Geschichte in spannender, glaubwürdiger und absolut kurzweiligen Form und ich könnte mir vorstellen, dass der ein oder andere Leser nach der Lektüre dieses Romans seine nächste Flugreise etwas verunsicherter antritt.




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LESEPROBE
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...
Vor dem Verwaltungsgebäude stieg Jennifer Malone, beunruhigter als sie zugeben wollte, in ihr Auto. Inzwischen schien es ihr unwahrscheinlich, dass die Firma ihren Präsidenten vor die Kamera schickte. Statt dessen beschlich sie das ungute Gefühl, dass sie Singleton zu ihrer Sprecherin machen würden.
Und das konnte den emotionalen Tenor ihrer Reportage ändern. Das Publikum wollte, dass bullige, arrogante Industriebosse ihr Fett abbekamen. Eine intelligente, ernsthafte, attraktive Frau machte sich da bei weitem nicht so gut. Waren die von Norton gerissen genug, um das zu wissen ?
Und natürlich würde Marty sie angreifen.
Das würde auch nicht gut aussehen.
Schon bei der Vorstellung der beiden zusammenlief es Jennifer kalt über den Rücken. Singleton war klug, sie wirkte einnehmend und offenherzig. Marty würde Mutterschaft und Apfelkuchen angreifen. Und man konnte Marty nicht zurückhalten. Er ging den Leuten immer an die Kehle.
Aber darüber hinaus beschlich Jennifer nun auch die Befürchtung, dass der ganze Beitrag auf schwachen Beinen stand. Barker hatte sehr überzeugend gewirkt, als sie ihn interviewte. Aber wenn das mit den ADs stimmte, dann war die Firma aus dem Schneider. Außerdem machte Jennifer sich Sorgen um Barkers Ruf.
Wenn die FAA etwas gegen ihn in der Hand hatte, dann war seine Glaubwürdigkeit beim Teufel. Und sie würden dumm dastehen, wenn sie ihm Sendezeit gewährten.
Und der Reporter, dieser Jack Wie-hiess-der-gleich, war eine Enttäuschung gewesen. Er machte sich nicht gut vor der Kamera, und sein Material war dürftig. Er hatte ihr keine echten Hinweise dafür geliefert, dass das Flugzeug schlecht war - doch genau das brauchte sie. Sie brauchte lebendige, überzeugende Bilder, die bewiesen, dass das Flugzeug eine Todesfalle war.
Doch die hatte sie nicht.
Bis jetzt hatte sie nur das CNN-Band, was bereits ein alter Hut war, und die Rotorgeschichte in Miami, die nicht sehr überzeugend war: Rauch, der aus einem Flügel quoll.
Nicht gerade ein Knüller.
Und das schlimmste war, wenn die Firma wirklich einen Zwischenbericht veröffentlichte, der Barker widersprach ...
...




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FAZIT
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Nachdem ich mit DIE GEDANKEN DES BÖSEN und TIMELINE zuletzt zwei Romane von MICHAEL CRICHTON gelesen hatte, die mir zwar durchaus sehr gut gefielen, die ich aber eher zu den Schwächeren Werken dieses Autoren zähle, konnte mich AIRFRAME wieder vollkommen überzeugen.
So spreche ich hier auch eine klare Empfehlung aus und verbinde diese mit dem Urteil SEHR GUT !
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
winterspiegel

Nichts für Leute mit Flugangst

ein Testbericht von 2004-07-25 14:28:20 vom 25.07.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: Einblick in diesen interessanten Industriezweig, Spannungsaufbau der Geschichte...
Nachteile/Kritik: Etwas zu vordergründige Actioneinlagen
Spätestens seitdem Steven Spielberg seine Romanvorlage „Jurassic Park“ zu einem der erfolgreichsten Filme überhaupt gemacht hat, dürfte auch der Autor Michael Crichton nicht nur in der literarischen Szene ein Begriff sein. Denn bekanntermaßen wurden die meisten seiner Bücher sehr schnell in irgendeiner Form für den Film oder das Fernsehen umgesetzt, so zum Beispiel: „Enthüllung“, „Coma“, „Nippon Connection“ (Die Wiege der Sonne) oder auch die erfolgreiche Arztserie „ER“.

Da mir Crichtons Roman „Timeline“, den ich vor kurzem gelesen habe sehr gefallen hat, und der (wie könnte es auch anders sein) demnächst in den Lichtspielhäusern anläuft, habe ich mich dazu entschlossen ein weiteres Buch des amerikanischen Schriftstellers unter die Lupe zu nehmen.
„Airframe“ verspricht einen interessanten Einblick in die Welt der Großraumflugzeuge - und Hand aufs Herz, wer hat sich nicht schon einmal gefragt wie es überhabt möglich ist, dass diese Titanen aus Stahl und Aluminium am Himmel so eindrucksvoll ihre Bahnen ziehen können.



Handlung


Eine Maschine von Pacific Airlines - Flug 545 gerät während eines Fluges von Hongkong nach Los Angeles in große Schwierigkeiten. Nachdem die Großraummaschine vom Typ Norton N-22 später notgelandet ist, präsentiert sich erst allmählich das ganze verheerende Ausmaß dieses Zwischenfalls.

Casey Singelton, seit kurzem zur Chefin der Qualitätssicherung bei Norton Aircraft aufgestiegen, bekommt von ihrem Vorgesetzten John Marder den Auftrag die interne Untersuchung des Fluges TPA 545 zu leiten und innerhalb kürzester Zeit Ergebnisse zu liefern. Denn ein Multi Milliarden Dollar Geschäft mit China, dass kurz vor dem Abschluss steht, soll auf keinen Fall wegen dieser Sache gefährdet werden. Doch die Untersuchung gestaltet sich alles andere als einfach. Erst werden an der Maschine eingebaute Teile entdeckt, die Imitationen – also keine Original-Ersatzteile sind, dann taucht bei CNN auch noch ein sensationelles Video über den grässlichen Vorfall während des Fluges auf, dessen Folgen drei Tode und zahlreiche Verletzte waren.
Auch in der eigenen Firma stößt Casey nicht nur auf ungeteilte Hilfsbereitschaft, so wird sie unter anderem von den Männern aus der Gewerkschaft bedrängt. Die glauben nämlich, dass die Führungsspitze eine großräumige Auslagerung des Unternehmens ins Ausland befürwortet.

Die TV-Reporterin Jennifer Malone wittert hier eine explosive Story und setzt sich mit einem langjährigen Kritiker von Norton Aircraft in Verbindung, um eine sensationslüsterne Medien-Campagne vom Zaun zu brechen. Marder versucht in der für die Firma immer brenzliger werdende Situation, seine Frau für alle Fälle – Casey Singleton an vorderster Front einzusetzen, um die aufkommenden Vorwürfe von mangelnder Flugsicherheit zu entkräften.
Doch da taucht noch ein weiterer Film mit Aufnahmen aus der Unglücksmaschine auf, und nachdem Casey ihn genau untersucht hat, ist das sichtbare Ergebnis eine totale Überraschung...



Kritik


Michael Crichton hat sich bei seinem Luftfahrt-Thriller gewissermaßen auf zwei wichtige weibliche Charaktere verlassen, die er mehr oder weniger in das Zentrum seiner Geschichte stellt. Casey Singleton, die allein erziehende Mutter und Sicherheitsverantwortliche bei Norton Aircraft, spiegelt die erfahrene geschäftstüchtige und gewissenhafte Karrierefrau wieder. Jennifer Malone repräsentiert dagegen den jungen dynamischen Typ Reporter, der mit Feuereifer und jeder Menge Rücksichtslosigkeit ihrer Karriere auf die Sprünge helfen will.

Anhand dieser so grundverschiedenen erfolgreichen Frauen zeigt Crichton, wie die Welt innerhalb so einer Flugzeugfirma funktioniert. Er zeigt die Firmenpolitik und die sich daraus ergebenden Grabenkämpfe, die in den letzten Jahren mit immer härteren Bandagen ausgetragen werden.
Der Autor der sich nicht festnageln lässt und mit jeder seiner neuen Veröffentlichung ein ganz anderes Thema anschlägt, gibt dem Leser von Anfang an eine Nuss in die Hand, an der er während der ganzen überaus spannenden Handlung zu knappern hat. Denn sehr schön lässt uns Crichton miträtseln, was den verhängnisvollen Zwischenfall von Flug 545 wirklich ausgelöst hat, in dem er uns Stück für Stück die Puzzelteile in die Hand drückt. Das Gesamtbild ergibt sich zwar langsam, in der entgültigen Form dann aber um so überraschender.

Auch entwickelt der Leser vielleicht sogar als lehrreiches Nebenprodukt ein besseres Verständnis für die komplexen Zusammenhänge in der Luftfahrt. Wenn dann das nächste Mal in den Nachrichten von einem ähnlichen Störfall berichtet wird, sieht er das Ganze unter Umständen mit etwas anderen Augen. Des weiteren ist Crichton ein sehr „visueller“ Schriftsteller, der es versteht seine Romanfiguren geradezu nach Kino-Manier in Szene zu setzen. Deshalb wollte er wohl auch nicht auf eine dementsprechende Actionsequenz verzichten, in der er seine Hauptprotagonistin durch die gigantischen Kulissen der Flugzeugmontagehalle hetzen lässt, um von einer gefährlichen Situation in die nächste zu geraten. Meiner Meinung nach eigentlich völlig unnötig, denn die psychologische Kriegsführung und Scharmützel die sich die konkurrierenden Parteien sowieso untereinander liefern, sind eigentlich schon nervenaufreibende Unterhaltung genug.

Crichtons Stil ist so, wie ich in aus seinen anderen Büchern auch schon kenne – sehr nüchtern und keinesfalls zu sehr ausschmückend. Dies passt natürlich hervorragend zu seiner lückenlosen Recherchearbeit und den technischen Details, die er für diesen Roman wieder mal ohne jeden Zweifel exzellent eingebracht hat, und damit zu einer noch größeren Glaubwürdigkeit der Geschichte beiträgt.



Fazit


Was sie schon immer über Flugzeuge wissen wollten, und den Kapitän nicht getraut haben zu fragen: In diesem Buch werden neben einer ungemein interessanten Handlung viele Einzelheiten und Interna aus der Fliegerei und dem Flugzeugbau verraten. Crichtons peniblen Recherchen sei Dank, vermittelt die Geschichte ein jederzeit logisches und reales Gesamtbild von diesem Industriezweig.
Als vielleicht kleiner Negativpunkt sind unter Umständen die Actioneinlagen zu bewerten, die ein wenig zu sehr an den Haaren herbeigezogen wirken.

Für Leute die sich schon von Witzbolden ins Boxhorn jagen lassen, die kurz vor dem Start eines Flugzeuges allerlei merkwürdige Geräusche zu vernehmen glauben und dies auch noch lautstark kundtun, würde ich diese Lektüre vor dem nächsten anstehenden Flug nicht unbedingt empfehlen.
Andererseits sollte man immer daran denken: Runterkommen sie schließlich alle wieder.

(c) winterspiegel für Ciao & Yopi





Michael Crichton

Airframe

Roman

Goldmann-Verlag

Preis: ca. 9 Euro
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
catmother
catmother, 09.08.2004
Klingt nach Lektuumlre fuumlr mich Vielflieger.
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Anuschka

M.Crichtons Airframe - realistisch und spannend

ein Testbericht von 2002-05-03 12:32:40 vom 03.05.2002
Empfehlung: nein
Vorteile: sehr gut recherchiert, viele Informationen, spannend...
Nachteile/Kritik: -
Ich bin mal wieder zu Hause in Hamburg. Und mir fehlt ein Buch. Was tut man da als Tochter eines Vaters mit vollen Bücherregalen? Richtig, man sucht dort nach etwas lesbarem. Obwohl ich mich da schon relativ häufig durchgearbeitet hatte, fand ich doch noch ein Buch, welches mich interessierte: Airframe von Michael Crichton. Natürlich eines der vielen Bücher bei meinem Vater das sich mit Flugzeugen und deren Unglücken beschäftigt. Wobei es meistens keine Spaß macht, ihn nach seiner Meinung zu fragen. Als technischer Prüfer von Flugzeugen findet er eigentlich an jeder Story den Schwachpunkt. Aber ich meine mich zu erinnern, daß er bei „Airframe“ wenig zu meckern gefunden hat.

Michael Crichton ist bekannt für seine fundierten Recherchen, die er vor dem Schreiben eines Buches durchführt. So wimmelt es auch in Airframe von Fachbegriffen (dankenswerterweise mit einem Glossar am Ende), Hintergrundinformationen in Sachen Flugzeugen und Flugsicherheit und sachlichen Details. Trotzdem langweilt auch einen Laien wie mich die Story keineswegs, ganz im Gegenteil. Trotz aller Fachsimpelei kann man der Geschichte gut folgen und auch alles verstehen. Doch worum geht es in Airframe?

Der Flug 545 der Transpacific Airlines gerät auf ihrem Nonstopflug von Hongkong nach Denver in heftige Turbulenzen. Aber erst zwei Flugstunden später bittet der Pilot über Los Angeles um eine Erlaubnis zur Notlandung. Unverständlich, gab es an Bord der Norton N-22 doch mehrere Tote und Schwerverletzte bei dem Zwischenfall.

Der Flugzeughersteller Norton gerät unter Druck, ein großes Geschäft mit China steht an. Da kann man sich Aufsehen um eine Maschine nicht leisten. Schon gar nicht, wenn alles darauf hindeutet, daß unplanmäßig mitten im Flug die Slats, ausfahrbare Vorflügel für Start und Landung, ausgefahren sind. Das führt zu einem Strömungsabriß und die Maschine fällt steil nach unten. Die N-22 der Transpacific Airlines stieg danach wieder steil in die Höhe, fiel wieder in den sog. Sackflug und wiederholte dieses Drama mehrmals. Die Passagiere wurden durch den Rumpf geschleudert, erlebten das Grauen an Bord.

Die Mitarbeiter von Norton, allen voran Casey Singleton die Chefin der Fertigungskontrolle stehen vor einem Rätsel. Wie konnte das passieren? Warum hat der Autopilot nicht eingegriffen? Warum berichtet eine Stewardess, daß der Pilot äußerte, er müsse mit dem Autopiloten um die Kontrolle über die Maschine kämpfen? Nicht genug, daß die Umstände dieses Vorfalls äußerst mysteriös und rätselhaft sind, nein Norton hat nur wenige Tage Zeit herauszufinden, was wirklich an Bord von Flug 545 geschah. Gelingt es ihnen nicht nachzuweisen, daß das Flugzeug sicher war droht das China-Geschäft zu platzen.

Bei ihren Ermittlungen stoßen Casey und ihre Mitarbeiter auf immer neue Probleme und Ungereimtheiten. Und nicht nur die Gewerkschaft macht Probleme, auch eine neugierige Reporterin einer berüchtigten TV-Sendung mischt sich ein...

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Mehr möchte ich zum Inhalt nicht verraten, auch wenn es vielleicht ein wenig dürftig ist. Doch der Roman ist inhaltlich so dicht geschrieben, daß man schnell zuviel verrät. Auch wenn Crichton diesen Thriller bereits 1996 geschrieben hat, so besitzt er doch immer noch viel Brisanz. Bei jedem Flugzeugabsturz geraten Hersteller, Fluglinien und Piloten unter Druck. Auch wenn wesentlich mehr Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr sterben, als bei Flugzeugabstürzen. Michael Crichton versteht es bestens viele Seiten der Problematik in Sachen Flugzeugbau, -wartung und -instandhaltung in die Geschichte zu integrieren. Die Konflikte mit den Flugaufsichtsbehörden, die begrenzte Macht der Hersteller, wenn ein Problem auftritt. Die unterschiedlichen Sicherheitsbestimmungen in verschiedenen Ländern, die teilweise schlechte Wartung der Maschinen usw.

Ich habe mich beim Lesen von „Airframe“ nicht eine Minute gelangweilt, im Gegenteil, mußte ich zwangsweise aufhören zu lesen, blätterte ich aus reiner Neugier ein paar Seiten vor (was mich natürlich im selben Moment schon wieder ärgerte...). In eine spannende Geschichte verpackt erfährt der Leser viel vom Umfeld der Flugzeuge, ihrer Hersteller und auch der internen Problematik mit Gewerkschaft und Machkämpfen.

Casey Singelton bewegt sich ständig auf dünnem Eis, jedes Wort könnte zuviel sein, gerade beim Umgang mit der Presse. Keinen Schritt kann sie mehr tun ohne vorher darüber nachzudenken, ob sie sich selbst oder die Firma in Gefahr bringt. Der Leser fiebert mit und wird in kurzer Zeit zum Experten in Sachen Zivil-Luftfahrt. Denn die schon angemerkten Fachbegriffe werden ganz beiläufig miterklärt, man merkt kaum daß man gerade etwas Unbekanntes begreift.

Der Stil ist somit als fesselnd und mitreißend zu beschreiben, soviel Fachwissen erhält man sonst wohl nur in speziellen Fachbüchern. Und die sind meist eher mühsam zu lesen. Doch Crichton schafft es auf gut 400 Seiten problemlos eine Roman über ein sehr spezielles Thema zu schreiben, welches sehr viel Fachhintergründe erfordert ohne Otto-Normalleser damit zu überfordern oder zu langweilen. Man lernt mit Casey Singelton die wahren Begebenheiten kennen, entdeckt ständig neue Details und Überraschungen, eigentlich hat man kaum eine Chance das Buch mal zur Seite zu legen. Schon alleine die Überschriften der einzelnen Kapitel spiegeln den Druck wieder, unter dem die hochintelligente Frau steht: Der Ort, der Tag und die Uhrzeit. Dem Leser wird immer wieder klar vor Augen geführt, unter welchem Druck Casey steht, wie schnell die zeitlichen Abläufe von statten gehen. Man kann quasi in Echtzeit lesen...

Inwieweit die dargestellten Vorkommnisse in der Realität passieren könnte, wage ich nicht einzuschätzen. Schließlich ist mein Vater der Experte auf diesem Gebiet und nicht ich. Tja und der erinnerte sich bei meiner Nachfrage leider nicht mehr an das Buch (man wird nicht jünger...). Bei allem, was ich jedoch im Laufe meines Lebens so am Rande mitbekommen habe und mit welcher Kompetenz Michael Crichton die Geschichte rüberbringt denke ich jedoch, daß das ganze sehr nah an die theoretischen Möglichkeiten bei einem Flugunfall herankommt. Zumal der Roman auf wahren Begebenheiten basiert.

Fazit
********************
Ein Roman sicher nicht für Jedermann, man muß schon ein Grundinteresse an der Materie Fliegen und Flugzeug mitbringen. Und man muß spannende Literatur mögen. Sicher handelt es sich bei „Airframe“ nicht um ein literarisches Meisterwerk, aber Michael Crichton ist es gelungen fundierte Recherchen zu einem stets aktuellen Thema in einen fesselnden Roman zu bringen. Ich wollte dieses Buch nur äußerst ungern zur Seite legen und das ist doch immer ein gutes Zeichen, oder?
...
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Kommentare
FloVi
FloVi, 21.05.2002
Es stimmt, dass Fliegen sicherer ist als Auto fahren. Das Bloumlde ist nur, dass bei einem Flugzeugabsturz immer gleich so viele Menschen auf einen Schlag sterben. Ich denke, das macht einen groszligen Teil der Diskerepanz zwischen Statistik und Wirkun
masterskup
masterskup, 02.11.2003
Auch wenn es in Airframe auch um technische Details der Fliegerei geht, ein enorm spannendes Buch fuumlr jeden und brilliant recherchiert!
leser@tte
leser@tte, 03.05.2002
Jurassic Park amp Timeline fand ich ebenfalls spannend.
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