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Donna Woolfolk Cross: Die Päpstin
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Donna Woolfolk Cross: Die Päpstin
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Testberichte Donna Woolfolk Cross: Die Päpstin

 (Taschenbuch)
4.8 von 5
Platz 4 in der Kategorie "Belletristik Romane & Erzählungen - Die".
Bewertung: Kundenbewertung 4,80 / 5,00 4.8 von 5
Meinungen:
Ihre Meinung?  27 Meinungen
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Donna Woolfolk Cross: Die Päpstin Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,80 / 5,00 4.8 von 5
von 89% aller Autoren empfohlen (24/27).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • spannend und unterhaltsam
  • historischer Hintergrund, interessante Geschichte
  • Spannung, Geschichte: der Leser wird in die damalige Zeit entführt
  • große Spannung, sehr fesselnder historischer Roman
  • Spannend Unterhaltsam
Nachteile/Kritik
  • unwahrscheinlicher Hintergrund
  • nichts
  • fällt mir grad nix ein ;)
  • Nicht alle Angaben historisch korrekt Klischeebeladen Übertrieben und unglaubwürdig Einige Ungereimheiten
  • unrealistisch, kitschig, unsauber recherchiert
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holsi

gab es sie wirklich?

ein Testbericht von 2003-07-22 11:01:29 vom 22.07.2003
Empfehlung: ja
Vorteile: spannend und unterhaltsam...
Nachteile/Kritik: unwahrscheinlicher Hintergrund
Einleitung

Wie ich ja schon in einem anderen Bericht mitgeteilt habe, ist der Sommer für mich eine Zeit in der ich viele Bücher lese. Diesmal bin ich dabei über ein besonderes Buch gestoßen, bei dem mich schon der Titel reizte. Die Päpstin verspricht doch alleine im Titel einiges, das höchste Amt der katholischen Kirche besetzt von einer Frau, dass ist doch vollkommen unmöglich, dachte ich mir jedenfalls. Als ich dann noch erfahren habe, dass dieses Buch auf tatsächlichen Begebenheiten beruhen sollte, war mir klar, ich muss diesen Roman von Donna W. Cross lesen, was ich auch tat.


Story

Zu Anfang des 9. Jahrhunderts wird Johanna als drittes Kind des anglikanischen Dorfpriesters und Missionars von Ingelheim geboren. Zu der damaligen Zeit zählten Mädchen nichts und so hatte Johanna von Anfang an einen schweren Stand bei ihrem Vater. Johanna ist zwar extrem wissbegierig, aber als Mädchen ist ihr der Weg zur Bildung offiziell verwehrt.

Doch sie hat Glück, denn ihr ältester Bruder Matthias bringt ihr Latein bei. Später bekommt Matthias einen Hauslehrer mit Namen Aeskulap, der auch Johanna unterrichtet. So bekommt sie nun neben Latein auch noch Griechisch beigebracht und die Lehre der alten Philosophen.

Auf Empfehlung von Aeskulap kommt sie und ihr anderer Bruder Johannes, da Matthias mittlerweile gestorben ist, an die Domschule zu Dorstedt. Dort lernt sie den Marktgrafen Gerold kennen und die beiden verlieben sich im laufe der Jahre. Aber auch in Dorstedt hat Johanne keinen leichten Stand da sie weiblich ist.

Jedes Unglück hat aber auch oft seine guten Seiten. So auch in dieser Geschichte. Dorstedt wird während Gerolds Abwesenheit von Nordmännern überfallen und Johanna ist die einzigste Überlebende. Ganz alleine in mitten der Leichen entschließt sich Johanna ihr Leben vollkommen auf den Kopf zu stellen und sich ihrer Probleme zu entledigen. Sie nimmt die Identität ihres toten Bruders an und geht ins Kloster Fulda. Dort erlernt sie umfangreiche Kenntnisse in der Medizin und tut sich als sehr guten Arzt hervor.

Das geht über Jahre hinweg sehr gut, bis Johanna eines Tages krank wird. Nun ist sie in ernsten Problemen, da bei einer Untersuchung ihr wahres Geschlecht bekannt würde. Mit letzter Kraft flieht sie aus dem Kloster und wird durch Zufall von Menschen gefunden, denen sie einmal geholfen hat. Diese pflegen Johanna gesund und verstecken sie. Nun, ins Kloster kann Johanna nicht wieder zurück und so widmet sie sich neuen Zielen. Der damalige Nabel der Welt war Rom und genau dorthin wollte Johanna.

Aber Rom ist nicht mehr das was es mal war und so kommt es, dass Johanna aufgrund ihrer Heilfähigkeiten im Laufe der Zeit einen sehr guten Ruf als Arzt in Rom einnimmt. So kommt es, dass sie die Leibärztin des Papstes Sergius wird.

Auch für dessen Nachfolger Leo IV. wird Johanna zu einer wichtigen Person, zwar nicht als Arzt sondern vielmehr als Berater und Stadthalter.

Aber Rom wird nicht nur vom Papst regiert, sondern vielmehr von einflussreichen Familien die unter sich die hohen Ämter des Vatikans aufteilen.

Einer der größten Ränkeschmiede ist Anasthaseus, der selbst Papst werden möchte. Deshalb sorgt er auch dafür, dass Papst Leo stirbt. Nun erhofft er sich selbst Papst zu werden. Doch es kommt anders als er es sich denkt, denn nicht er, sondern Johanna wird der neue Papst.

In ihrer Amtszeit werden einige sehr spektakuläre Projekte zum Wohle des Volkes initiiert und auch Gerold, den sie wieder getroffen hat, bekommt seine Aufgabe. Er wird Hauptmann der Wache.

Johanna und Gerold lieben sich noch immer und so kommt was kommen muss, Johanna wird von Gerold schwanger. Am Ende stirb Johanna an einer Fehlgeburt.


Schreibstill

Nun, ich bin mir nicht sicher was dieser Roman sein soll. Eine biographische Zusammenfassung des lebens von Johanna oder ein reiner historischer Roman?

Wenn es ein biographischer Roman sein sollte, so müssten auch die geschichtlichen Hintergründe stimmen. Das ist definitiv nicht so. Ereignisse werden vor oder nach verlegt, damit sie in die Dramaturgie passen. Weiter wird der Einfluss der fränkischen Kaiser vollkommen falsch dargestellt. Also kann es keine Biographie sein.

Also ist es nur ein historischer Roman, bei dem bestimmte geschichtliche Einflüsse herein spielen. Und das sie dabei so gedreht werden wie es der Autorin gefällt ist meiner Meinung nach vollkommen legitim. Aber dann soll sie eben nicht den Anspruch erheben, was sie im Nachwort tut, dass dies eine wahre Geschichte sein soll. Allerdings gibt es keinen Beweise dafür, dass es jemals eine Päpstin gegeben haben soll. Der Vatikan soll über Jahrhunderte alle Beweise dafür verschwinden gelassen haben. Nun, dass kann man sehen wie man will, für mich ist das lediglich ein Roman.

Und noch dazu ein sehr guter, denn der Schreibstill ist extrem spannend und unterhaltsam. Das Buch zieht einen sofort in seinen Bann. Dabei ist es der Autorin gelungen, obwohl sie sehr viele lateinische Passagen verwendet, doch einfach zu bleiben. Also keine so komplizierten, verschachtelten Sätze. Und die lateinischen Passagen werden auch immer übersetzt.


Fazit

Wem der Medicus gefallen hat, wird auch von der Päpstin begeistert sein. Für alle anderen ist dieser Roman ebenfalls empfehlenswert. Er ist sehr unterhaltsam und spannend.

Man darf eben nicht den Anspruch auf die Richtigkeit von geschichtlichen Ereignissen legen, sondern den Roman als reine Unterhaltung ansehen. Mir ist es eigentlich egal, ob es Johanna in der Position des Papstes wirklich gab oder nicht.

Wenn man ihn so betrachtet kann es nur eine Empfehlung und die volle Wertung geben.


Daten

Preis: 10,00 Euro
Broschiert - 566 Seiten - Aufbau Tb
Erscheinungsdatum: April 1998
ISBN: 3746614007
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
leuchttuermin
leuchttuermin, 06.08.2006
Ich habe die Papstin verschlungen! hihi... nicht wörtlich nehmen!
hanen11
hanen11, 05.10.2007
lg
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hexi5

nicht nur bloß eine geschichte

ein Testbericht von 2010-12-29 17:37:30 vom 29.12.2010
Empfehlung: ja
Vorteile: alles...
Nachteile/Kritik: -
als ich damals den trailer im kino gesehen habe, war ich fasziniert.....die päpstin. das buch musste ich unbedingt lesen. schnell wurde ich fünding und kaufte mir das taschenbuch von donna w. cross für nur 10€.
es ist eine packende erzählung über die mittelalterlichen zustände, die einem auch nach dem lesen nicht mehr loslassen und zum nachdenken animieren.
worum es in der geschichte handelt:

der dorfpriester und seine sächsische frau erwarten nachwusch, gegen jedes hoffen des mannes wir es ein mädchen, johanna.
dem mädchen gelingt es, dank der hilfe ihres bruders matthias was vielen mädchen in der damalige zeit verwehrt blieb... das lesen.
doch als ihr bruder stirbt schien alles vorbei zu sein, ihr vater dultete ihre klugheit nicht und prangerte sein schicksal an einen weiteren sohn zu haben der es zu nichts bringt und eine ,,satanastocher" wie er sie nennt.
doch durch eine glückliche wendung konnte johanna dank einem gelehrten ihr studium wieder aufnehem.
was dem vater sichtlich missviel doch er hatte keine wahl, entweder sein sohn und johanna wurde in die gelehrten sprache eingeführt oder keiner.
als der gelehrte weiter zieht ist das mädchen wieder dem zorn des vater ausgesetz.

doch ihre wunderbare geschichte nimmt ihren lauf als ihr bruder die gelegenheit bekommt auf die begehrte domschule zu gehen. kurzerhand entschließt sich das mädchen hinterher zu gehen, und wird tatsächlich aufgenommen.
auf einem gutshof leben entwickelt sie eine starke freundschaft zu dem markgrafen gerold.

als das dorf jahre später von normannen überfallen wird kann sie fliehen und gibt sich seitdem als bruder johannes aus.
in verschiedenen abtein lernt sie nicht nur mehr für ihr studium sondern auch medizin, in diesem fachgebiet kennt sie sich hervorragend aus.
so gelangt sie durch ihr wissen nach rom wo sich zu einem engen vertrauten des papstes wird. und später selber zum vater gewählt wird
doch die muss aufpassen den neider und fallensteller lauern überall.


donna w. cross hat wirklich eine glanzleistung hingelegt, nicht nur das ihr roman auf wahren begebenheiten bassiert, sie umschreibt auch die lebensgeschichte von johanna so spannend das man nicht mehr aufhören kann zu lesen.
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
Miraculix1967
Miraculix1967, 29.12.2010
Der Bericht ist nicht schlecht - aber arbeite bitte an Deiner Rechtschreibung!
katjafranke
katjafranke, 29.12.2010
Freue mich über deine Gegenlesungen
SH und LG von der KATJA
xYusufAgax
xYusufAgax, 29.12.2010
Super Bericht
Freue mich über Gegenlesungen
Viele Grüße
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Reisemaus

Die Päpstin - Donna Woolfolk Cross

ein Testbericht von 2010-12-23 10:03:42 vom 23.12.2010
Empfehlung: ja
Vorteile: spannung pur...
Nachteile/Kritik: nichts
Die Päpstin - Donna Woolfolk Cross
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Au torin:
______

Donna W.Cross veröffentlichte bisher etliche Sachbücher. Sie hat einen Lehrstuhl inne und ist Leiterin eines Schreib-Projektes am Onondaga College im Staate New York.




Buchinformationen:
_______________

Autor: Donna W. Cross
Verlag: Aufbau Verlag
Seitenzahl: 555
Genre: Roman
Deutsche Erstausgabe: 1996
Preis: (Taschenbuch) 10,00 Euro
ISBN: 978-3-7466-1400-7



Buchinhalt:
_________

Im bitterkalten Winter des Jahres 814 bringt die heidnische Frau des Dorfpriesters ein Mädchen zur Welt: Johanna. Sie wächst in einer Welt düsteren Aberglaubens auf, gegen den ihr Vater grausam zu Felde zieht; er lässt sogar die Hebamme des Ortes als Hexe verfolgen.Ein Mensch erkennt bei Johanna besondere Gaben- Aeskulapius, der Pädagoge aus dem fernen Byzanz, weist sie als einziges Mädchen in die Lehren der Philosophie und Logik ein.Doch beinahe wird Johanna ihr Wissensdurst zum Verhängnis. Nur der Ritter Gerold, ihr Freund und späterer Liebhaber, vermag sie vor dem grausamen Magister Odo zu bewahren. Nach einem verheerenden Feldzug der Normannen weiss sie entgültig; Frauen wie sie überleben in dieser Welt nicht.So geht sie als Mönch verkleidet ins Kloster Fulda.Als Medicus betritt sie Jahre später Rom, die Stadt des Papstes - wo die Wechselfälle des Schicksals sie schliesslich selbst auf den heiligen Stuhl bringen.



Meine Meinung zu diesem Buch:
_________________________

Dies ist mein erstes Buch von der Autorin.Mir gefällt ihr klarer und flüssiger Schreibstil.Man ist von Anfang an sofort Mitten drin im Geschehen.Es ist wirklich sehr bewegend,wenn man liesst,wie das Leben früher war.Schrecklich.Mir gefällt,dass sich die Geschichte um Johanna aber auch im ihre Liebesbeziehung zu Gerold dreht.Man erhält Einblicke in die Lebensart von Früher,das hat mich fasziniert.Ich habe das Buch praktisch in einem durchgelesen.Es war so spannend geschrieben.Was mir besonders gefallen hat, ist das es am Schluss vom Buch noch Erklärungen von der Autorin gibt.Man erfährt,ob es wirklich eine Johanna gab,die Beweise dafür werden aufgezählt und Erklärungen geliefert.Ich habe mich während des ganzen Buches gefragt, ob dies eine wahre Geschichte ist.Wollte es eingentlich nach Ende des Buches recherchieren,aber danke es Schlusswortes ist dies unnötig geworden.Also mich hat das Buch absolut überzeugt,obwohl ich sonst nur Krimis lese.


Fazit: würde das Buch glatt nochmal lesen
...
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Kommentare
Lanch999
Lanch999, 23.12.2010
Schöner Bericht von dir. LG, Lanch999
Ich wünsche dir ein Frohes Fest und würd mich freuen wenn du mal bei meinen Berichten vorbeischnupperst! :D
Miraculix1967
Miraculix1967, 23.12.2010
Schöne Weihnachtsfeiertage wünsche ich und LG aus dem gallischen Dorf Miraculix1967
uhlig_simone@t-online.de
uhlig_simone@t-online.de, 23.12.2010
viele schöne weihnachtsgrüße von simone aus halle
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Galadriel

Packendes Historiendrama

ein Testbericht von 2010-05-11 17:24:51 vom 11.05.2010
Empfehlung: ja
Nachdem ich den Kinofilm verpasst hatte habe ich wenigstens das Buch gelesen. Was heißt hier wenigstens!
Ein sehr spannendes und mitreißendes Buch. Ich habe es verschlungen und musste manchmal wegen der Schilderungen innehalten und die Kirch verfluchen. Wie passend zu der jetzigen Situation.
Ich möchte hier nicht eine Inhaltszusammenfasung wiedergeben, sondern Sie ermuntern ein Buch zu lesen, was Sie fesseln wird. Durch das Erzählte werde sie eine Zeitreise in die Vergangenheit erleben. Durch das Geschriebene werden Sie die Ausdünstungen der damaligen Zeit riechen, das Essen schmecken und die Dörfer vor ihrem geistigen Auge entstehen sehen. Auch die Geschichte ist plausiebel erzählt und wirkt nicht zu erfunden.
Die Brutalität eines Vater zur damaligen Zeit ist gut erzählt. Die Vormachtstellung des Mannes, wie es im Mittelalter gelebt wurde, schreit förmlich zum Himmel. Auch die Überheblichkeit der Kirche gegenüber altem Glauben ist sehr gut aufgegriffen. Wie kann es sein, dass ein Glaube der Nächstenliebe lehrt auch wieder mit dem Züchtigungsrecht an Frauen einhergeht. Die Muter von Johanna wird zum Beispiel vom Mann gezüchtigt, da sie der Tochter von den Göttern ihres Volksstammes erzählt.
Ich habe das Lesen dieses Buches genossen und die Seiten wurden wie im Fluge umgeblättert. Durch die Tatsache, dass ich den Film nicht gesehen habe, fehlt mir natürlich auch der Vergleich mit den Flimmerbildern. Ich kann also mir keine Meinung erlauben, ob das Buch besser wie der Film war oder ob der Film besser als das Buch war. Dies müssen Sie schon selber herausfinden. Aber im ernst. Gibt es nichts schöneres, wie bei der jetzigen Jahreszeit im Park, auf de Balkon oder auf der Terasse zu sitzen und ein gutes Buch zu lesen?
Wenn Sie es ausprobieren wollen, dann probieren sie es mit dem Buch "Die Päpstin" aus. Sie werden sehen; es lohnt sich. Wenn sie das Taschenbuch und nicht das eingebundene Buch lesen, dann ist es auch ein recht preiswerter Zeitvertreib.
...
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Kommentare
Janosch89
Janosch89, 11.05.2010
Wow, sehr schöner Bericht.
Würde mich über Gegenlesungen freuen.
Lakisha_1
Lakisha_1, 11.05.2010
sh... freue mich über gegenlesungen.lg
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rose015

Erfolg und Ruhm gegen Schmerz und Leid?!

ein Testbericht von 2007-04-21 09:26:43 vom 21.04.2007
Empfehlung: ja
Vorteile: Story, Schreibstil, Gestaltung und Aufbau, Preis...
Nachteile/Kritik: nix
In meinem heutigen Bericht geht es um ein Buch, welches ich von meiner Oma bekommen habe und welches mir wärmstens empfohlen wurde.
Es handelt sich hierbei um das Buch „Die Päpstin“ und es ist von Donna W. Cross geschrieben.
Meine Meinung und allgemeines zu dem Buch, erfahrt ihr jetzt.

Allgemeines zum Buch
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Ich habe mir das Buch zwar nur ausgeliehen, aber den Preis weiß ich trotzdem, da dieser auf dem Pappkarton steht, in welchen man das Buch stecken kann. Damals hat das Buch 25,00 DM gekostet, aber zur Zeit kostet es ohne den Pappkarton circa 10,00 EUR.
Das Buch hat 566 Seiten, in diesen sind Prolog, 29 Kapitel, den Epilog und noch eine Anmerkung der Autorin zu dem Thema ob es die Päpstin tatsächlich gab enthalten.
Das Buch ist im Aufbau Taschenbuch Verlag erschienen und für die, die sich das Buch kaufen möchten, hier die ISBN-Nr.: 3-7466-1644-1.

Aussehen/Gestaltung
*********** **************
Das Buch befindet sich hier in einem Pappkarton, welcher rot gestaltet ist. Auf der Vorderseite sieht man die Päpstin in ihrem Thron sitzen und unter diesem liegt eine tote Frau. Um die Päpstin stehen verschiedene Kirchenmänner in ihren Gewändern mit Büchern und ähnlichem in der Hand.
Auf der Rückseite findet man dann einen kurzen Text zum Inhalt des Buches.
Die selbe Vorder- und Rückseite besitzt auch das Buch selbst.
Das Buch ist nicht aus Hardcover, sondern hat einen Pappeeinband. Innen sieht man keine Bilder oder ähnliches, was ich aber auch passend und angebracht finde.
Die Schrift ist angenehm groß und gut zu lesen. Gedanken und lateinische Sprache wurde kursiv geschrieben, um sie besser hervorzuheben und dies finde ich ebenfalls passend und praktisch.

Inhalt
*******
Johanna wurde im Jahre 814 in Ingelheim, also dem Frankenreich geboren. Sie ist die Tochter einer heidnischen Mutter und eines christlichen Dorfpriesters, welcher aus England stammt und ins Frankenreich kam, um die Heiden zum christlichen Glauben zu bewegen.
Johanna ist anders als die anderen Mädchen ihres Alters, denn anders als diese interessiert sich Johanna nicht für Hausarbeit, sondern fürs lernen. Schon mit 4 Jahren ist ihre Wissbegierde so groß, dass sie sogar schon lesen und schreiben lernt, obwohl dies Frauen nicht gestattet ist.
Durch Zufall erhält sie später eine Ausbildung und kommt Jahre später an die Domschule von Dorstadt, wo sie weiterhin studiert.
Auf Grund eines schrecklichen Vorfalles muss sie flüchten und kommt ins Kloster zu Fulda, wo sie viele Jahre verbringt. Doch sie lebt dort verkleidet als Mönch und als ihre Tarnung droht aufzufliegen muss sie erneut flüchten.
Sie pilgert schließlich nach Rom, wo sie Leibarzt des Papstes wird und schließlich selbst auf den Papstthron gelangt.
In dem Buch gibt es auch eine Liebesgeschichte, doch mit wem und wie diese endet, will ich nicht verraten, denn sonst wäre das Buch nur noch halb so spannend.
Auch viel über die Machenschaften in Rom und um den Papst wird erzählt, allerdings will ich das hier jetzt nicht auch noch erzählen, weil sonst braucht man ja das Buch nicht mehr lesen.

Meine Meinung
******************
Aufbau/Gliederung
De r Aufbau des Buches ist meiner Meinung nach der Autorin gut gelungen. Im Prolog erzählt sie die Geschichte von Johannas Geburt, was allein schon sehr spannend ist und auch zu einem wichtigen Teil der Geschichte zählt.
Die Gliederung in die 29 Kapitel ist übersichtlich und immer wenn eine größere Zeitspanne zwischen den Ereignissen liegt, wurde ein neues Kapitel angefangen. Somit ist das Ganze übersichtlich und leicht zu lesen, wie ich finde. Auch in den Kapiteln selbst hat die Autorin viele Absätze gemacht, so dass man auch mal das Buch leicht zu klappen kann und über den so eben gelesenen Abschnitt nachdenken kann. Ich glaube für Leute wie mich, die viel über die Bücher nachdenken die sie lesen, ist das schon hilfreich und praktisch.
Zwar wurde zwischen Johannas Leben und den Geschehnissen am Hof des Papstes in Rom ab und zu hin- und hergesprungen, allerdings waren das dann auch immer neue Kapitel und auch hier geschahen Ereignisse die äußerst wichtig für die Geschichte sind. Ich finde diese zwei Geschehnisse hat die Autorin gut unter einen Hut gebracht und ich konnte mich immer sehr leicht und verständlich in das gerade gelesene hineinversetzen.
Der Aufbau bzw. Gliederung ist meines Erachtens nach der Autorin sehr gut gelungen.

Schreibstil/Wortwahl
Donna W. Cross hat einen sehr angenehmen und einfachen Schreibstil. Die Sätze sind nicht zu kompliziert aufgebaut und somit muss man sie nicht fünfmal lesen, bis man sie verstanden hat. Trotzdem ist das Buch nicht so geschrieben, dass man das Gefühl hat man lese ein Kinderbuch. Ich finde der Schreibstil ist dem Thema und somit auch der Alterklasse angemessen.
Die Autorin hat auch lateinische Sätze mit eingebaut, vor allem bei den Gebeten. Diese Sätze wurde gleich danach noch einmal in deutsch niedergeschrieben, so dass man sie versteht. Einige wenige Wortgruppen wurden allerdings nicht übersetzt, was ich aber nicht schlimm finde. Bei diesen Wortgruppen handelt es sich meist nur um die Anfänge von Gebeten und diese wurden auch nur angerissen, da sie für die Story an sich nicht wichtig sind.
Die Wortwahl ist ausgezeichnet, da Donna W. Cross zwar in alltäglicher Sprache geschrieben hat, aber auch oft in der typischen Sprache der damaligen Zeit. Dies tat sie meist bei den Gesprächen oder den Gedanken der Personen. Somit ist auch der Satzaufbau manchmal etwas anders, als wir ihn kennen, aber man versteht ihn trotzdem.
Fremdwörter findet man kaum, so dass man wirklich alles versteht und sich nicht einen Duden mitnehmen muss, um alles so zu verstehen, damit man bei der Story mitkommt.
Wortwahl und Schreibstil sind meiner Meinung nach perfekt und so wie ich es von so einem Buch erwarte.

Die Geschichte
Die Geschichte von Johanna von Ingelheim ist wirklich bewegend.
Allein ihre Kindheit kann einem manchmal die Tränen in die Augen treiben. Wie sie von dem eigenen Vater und später auch von ihrem Bruder behandelt wird, ist zutiefst erschütternd. Mir wurde zwar gesagt, dass der Umgang mit den Frauen in dem Buch wirklich furchtbar ist, aber so schlimm habe ich es mir nicht vorgestellt.
Allerdings erfährt Johanna auch die andere Seite der Männer und somit die Liebe. Diese Liebesgeschichte zieht sich durch das ganze Buch und ist wirklich rührend. Ich liebe ja solche Liebesgeschichten und diese war besonders bewegend. Es handelt sich um eine so tiefsinnige Liebe, wie sie sich jeder wünscht und sie wurde von Donna W. Cross perfekt in die restliche Geschichte eingebunden.
Auch die Vorgänge im Palast vom Papst sind äußerst interessant. Man erfährt viel über die Intrigen dort und es ist wirklich grausam und erschreckend was einige Menschen nur für Ruhm und Geld getan haben und natürlich auch heute noch tun.
Die Geschichte wurde super geschrieben und ist wirklich lesenswert. Man bekommt einen sehr guten Einblick in die damalige Zeit und man lernt noch dazu.
Der Begriff „Roman“ hat es meiner Meinung nach hier auch gut getroffen. Donna W. Cross hat in der Anmerkung selbst geschrieben, dass sie nicht sehr viel von Johannas Kindheit weiß und auch nicht wie sie zu den einzelnen Rängen, wie z. B. Leibarzt gekommen ist. Aber das Grundgerüst stimmt so. Allerdings ist alles drum herum erfunden oder Wahrheiten wurden auch so „gedreht“ das sie besser in die Geschichte passen und somit ist es keine Biographie oder ähnliches, sondern doch schon ein Roman.
Es handelt sich hier um eine äußerst spannende, bewegende, freudige aber auch traurige Geschichte einer Frau, die ihren Traum verwirklich, obwohl es ihr eigentlich so nie möglich gewesen wäre.

Die Zeit damals und heute
Hier möchte ich mich nur kurz äußern. Wie ich eben schon angerissen habe, waren damals Frauen nichts wert. Sie wurden brutal behandelt und selbst die Tiere waren mehr wert. Es ist erschreckend was Frauen damals ertragen mussten. Prügel war an der Tagesordnung und diese von der schlimmsten Art. Selbst kleine Mädchen wurden auf brutalste Weise gequält und misshandelt.
Man kann echt froh sein in der heutigen Zeit zu leben, da wir Frauen den Männern gleichgestellt sind. Auch werden die Männer in der heutigen Zeit bestraft, wenn sie Frauen Gewalt antun, was damals auch nicht so war.
Das Buch zeigt einem die erschreckende Wahrheit die damals an der Tagesordnung war und es treibt einem schon ab und an die Tränen in die Augen und man leidet mit den Frauen und Mädchen.

Zur Anmerkung der Autorin
Die Anmerkung die Donna W. Cross am Ende des Buches geschrieben hat, zu dem Thema ob es die Päpstin tatsächlich gab, ist sehr interessant. Allerdings ist sie auch etwas kompliziert, wegen den ganzen Namen und weil die Geschichte des 9. Jahrhunderts eh nicht sehr bekannt ist. Man weiß allgemein nicht viel über die damalige Zeit und da der Kirche es äußerst peinlich war, das eine Frau auf dem Papstthron saß, hat sie alles getan um zu verhindern, dass sich die Geschichte der Päpstin verbreitet und am Leben gehalten wird. Somit wurden alle Schriftstücke in denen sie vorkam, verbrannt oder sonstiges. Sie wurde überall rausgelöscht, damit die Nachwelt nicht von ihr erfährt.
Ein Schriftstück hat allerdings überlebt und auch sonst gibt es noch einige Hinweise auf sie und somit Beweise, dass es sie wirklich gegeben hat.
Die Anmerkung wurde super geschrieben und ich bin froh das die Autorin diese Anmerkung noch mit ins Buch geschrieben hat. Es ist sehr interessant und wissenswert was hier steht und deswegen auch ein spannender Teil des Buches.

Fazit
******
Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, da es ein äußerst spannendes aber auch einfühlsames Buch ist.
Man lernt über das Leben von früher und auch über menschliches Verhalten in Extremsituationen, die auch heute noch so getan werden und vielleicht unverständlich sind.
Das Buch ist eins der Besten, dass ich je gelesen habe und ich gebe ihm deswegen auch alle 5 Sterne und kann es nur jedem ans Herz legen.


Grüße eure Rose015

(auch für Ciao, MyMeinung und Preisvergleich)
...
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Kommentare
AndreaRo
AndreaRo, 24.04.2007
ein tolles Buch, hab ich auch schon gelesen. Und wenn man bedenkt, das es auf einer wahren Begebenheit beruht.....
dreamlike
dreamlike, 04.05.2007
Ich habe das Buch verschlungen :- toller Bericht und sehr hilfreich. lg
Dani170782
Dani170782, 24.04.2007
Hab das Buch auch gelesen. Treffender kann man es kaum beschreiben.
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mousebear

Ein Vorbild nicht nur für Emanzen

ein Testbericht von 2007-03-10 22:35:39 vom 10.03.2007
Empfehlung: ja
Vorteile: richtig packend und aufrüttelnd ...
Nachteile/Kritik: keine
Emanzipation erst seit heute, von wegen. Bereits im 9. Jahrhundert gab es Frauen, die vor nichts halt machten.

Ihr werdet Euch vielleicht wundern, warum ich über einen „Frauenroman“ berichte, aber meine Freundin hat das Buch gelesen und war so begeistert von dem Buch, daß sie meinte, ich müße unbedingt darüber berichten.
Folgende Beschreibungen und Meinungen stammen also von meiner Freundin.

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Allgemeines
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„Die Päpstin“ geschrieben von Donna W. Cross, ist ein fesselnder + packender historischer Roman. Es ist im Aufbau Taschenbuch Verlag für 19,90 DM erschienen.

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Die Handlung
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Die Kindheit
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Das Buch handelt von Johanna, einem jungen Mädchen, das im Frankreich des 9. Jahrhunderts aufwächst.
Johanna ist die einzige Tochter einer heidnischen Mutter und eines strenggläubigen Vaters. Ihr älterer Bruder Mathias verschafft ihr den ersten Zutritt zu einer Ausbildung. Er bringt ihr das Lesen und Schreiben bei – natürlich ohne das es der Vater und die Mutter mitbekommen. Als Mathias viel zu früh stirbt, befürchtet Johanna nichts mehr lernen zu können.
Ein Gelehrter, den der Vater kommen ließ um seinen jüngsten Sohn zu testen, entdeckt die Intelligenz, Mut und Willen des Mädchens.
Ihr Vater ist sehr erbost und erlaubt die Unterrichtung nur wenn auch Johannes, der jüngste Sohn, unterrichtet würde.

*************************
Ihre Jugend
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So erlangt Johanna eine Ausbildung, die sogar soweit führt, daß sie unter vielen schweren Umständen in die Domschule gelangt. Dort lernt sie auch Gerald, ein Ritter bei dem sie wohnen soll, kennen. Im Laufe der Geschichte verlieben sich die beiden ineinander. (:-) ein Frauenroman ohne Liebesgeschichte wäre auch kaum möglich :-) )

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Ihr Mönchsleben
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Sie erhält in der Domschule und später im Kloster Fulda, wo sie als verkleideter Mönch lebt, eine fundierte, heilkundliche und philosophische Ausbildung. Johanna muß für ihre Liebe und Aufopferung zu Menschen ihre eigene Identität verstecken, denn als Frau würde ihr nicht nur der Zutritt verwehrt, sie würde auch nicht überleben. Als sie droht aufzufliegen, ihre Vater erscheint und erkennt sie, macht sie sich auf den Weg nach Rom.

***********************
Ihr Weg zum Papst
***********************

Nachdem sie sich einen Namen als Arzt macht, wird sie zum Leibarzt des Papstes berufen. Sie ist als Mann mit viel Wissen, Güte und Menschlichkeit bekannt. Das sind auch die Gründe, warum sie als Beraterin geschätzt wird und nach Ableben des Papstes vom „kleinen“ Volk als neuer Papst gewählt wird.
Natürlich treffen immer die Wege von Johanna + Gerald aufeinander, doch ihre Liebe hat keine Chance, denn dann müßte sie ihr Leben aufgeben.Sie haben nur eine Nacht, doch dass reicht ja auch schon um schwanger zu werden.
Gerald, der sie über alles liebt, weiß, dass es nie eine Zukunft für ihr gemeinsames Glück geben wird.
Auf dem Weg zur Papstkrönung stirbt Johanna durch ihr ungeborenes Kind.

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Mein Fazit
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Das Buch ist wirklich sehr fesselnd und empfehlenswert. Alles aufzuzählen würde Seiten füllen. Ich wollte nur einen kurzen Abriss geben und auch noch nicht alles verraten .

Die Autorin befasst sich im Nachwort mit der Frage, ob es Johanna wirklich gab, denn die katholische Kirche bestreitet dies, obwohl ihre Existenz bis ins 17. Jahrhundert allgemein bekannt war. Erst danach wurde sie aus den Manuskripten entfernt.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
Gemini_
Gemini_, 11.03.2007
Das sit wirklich ein genialer historischer Roman, den ich auch sehr gerne gelesen habe! LG
Volker111
Volker111, 01.05.2007
Naja, katholische Kirche und Emanzipation ist wohl in Konsequenz eher ein Paradoxon. -
manyatta
manyatta, 04.05.2007
Ich fand das Buch schwer zu lesen, wenn es auch packend war. LG!
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nebelkraehe

Eine Frau auf dem Papstthron

ein Testbericht von 2006-12-13 17:16:44 vom 13.12.2006
Empfehlung: ja
Vorteile: Spannend Unterhaltsam...
Nachteile/Kritik: Nicht alle Angaben historisch korrekt Klischeebeladen Übertrieben und unglaubwürdig Einige Ungereimheiten
___ % Inhalt

Johanna erblickt in einer stürmischen Winternacht in Ingelheim das Licht der Welt. Sie ist die Tochter eines strenggläubigen Priesters und einer heidnischen Sachsin, die der Dorfpriester bei einer Missionarreise kennen gelernt hat.

Schon früh kann man erkennen, dass Johanna ein sehr intelligentes Kind ist, dass sich nur wünscht, sich noch mehr Wissen anzueignen. Doch da sie in einer Zeit lebt, in der Frauen nicht das Privileg hatten, ihren Wissensdurst zu stillen, kann sie sich diesen Herzenswunsch erst einmal nicht erfüllen.

Ihre zwei älteren Brüder, Mathias und Johannes, dagegen müssen regelmäßig ihrem Studium nachgehen. Schließlich bittet Johanna ihren Bruder Mathias, ihr lesen und schreiben beizubringen – natürlich heimlich, damit ihr Vater, der dies als schwere Sünde bezeichnet, nichts mitbekommt. Nach anfängliches Zweifeln willigt der Junge schließlich ein.

Johanna lernt rasch, ihre Intelligenz ist wirklich beachtenswert. Doch bald darauf stirbt Mathias nach einem schrecklichen Fieber – und Johanna hat nicht nur ihren geliebten Bruder, sondern auch vorerst die Chance, etwas zu lernen, verloren.

Da dem Dorfpriester nur noch Johannes als Sohn bleibt, möchte er ihm eine gute Bildung ermöglichen, damit er ebenfalls ein Geistlicher wird. Doch Johannes interessiert sich mehr für Ritter und Schlachten, und wirklich intelligent kann man ihn auch nicht nennen. Schließlich bekommt der Priester vor dem griechischen Gelehrten Aeskulapius, der das Amt eines Lehrmeisters an der scola antreten soll, einen Besuch. Da der Dorfpriester wünscht, dass der Grieche Johannes nach seinem Wissen testet, wird der Junge befragt – allerdings mit einem ernüchternden Ergebnis. Doch Johanna, die ihrem Bruder oft über die Schulter geschaut hat, kann die Fragen beantworten.

Aeskulapius ist von ihrem Wissen begeistert, und schlägt vor, ihr Unterricht zu geben, doch der Dorfpriester wehr sich dagegen. Schließlich einigen sie sich auf einen Kompromiss: Der Grieche wird beiden Kindern, Johanna und Johannes, regelmäßig <unterricht geben. Nach einiger Zeit muss Aeskulapius sie verlassen, verspricht aber Johanna, alles Mögliche zu tun, um ihr zu ermöglichen, dass sie weiterhin unterrichtet wird.

Einige Zeit später kommt ein Abgesandter des Bischofs nach Ingelheim und möchte Johanna mit nach Dorstadt in die dortige scola bringen. Johanna kann ihr Glück nicht fassen, doch ihr Vater stellt sich quer. Er behauptet, in dem Brief wäre ein Schreibfehler – der Bischof würde nach Johannes und nicht nach Johanna schicken. Da Gudrun, die Mutter, aus ihren eigenen Gründen nicht will, dass ihre einzige Tochter zur scola geht, nimmt der Abgesandter Johannes mit, obwohl er nicht die scola besuchen möchte.

Johanna ist wütend und enttäuscht. In der folgenden Nacht flieht sie aus ihren Elternhaus und wird wenig später durch eine Fügung des Schicksals zusammen mit ihrem Bruder an der scola aufgenommen. Dort lernt sie auch Gerold kennen, in der sie sich bald über beide Ohren verliebt.

Johanna hat es als einziges Mädchen schwer auf der scola, und auch Richild, die Frau von Gerold, ist gegen sie. Nach einem Überfall der Normannen entschließt sie sich, einem Kloster in Fulda beizutreten – als Mann verkleidet. Schnell wird sie wegen ihrem beachtlichen Wissen hoch geschätzt und reist bald nach Rom. Dort wird sie der Leibarzt des Papstes.

In Rom warten weitere Gefahren auf Johanna, nun bekannt unter Johannes Anglicus, und sie lebt in ständiger Angst, dass irgendjemand ihre wahre Identität herausfindet. Sie trifft Gerold nach vielen Jahren wieder, der gedacht hat, dass Johanna von den Normannen entführt worden ist. Die Liebe der Beiden zueinander ist groß – und so entschließen sie sich nach langer Zeit, gemeinsam Rom zu verlassen und als Mann und Frau zu leben.

Doch dann passiert das Unvorstellbare – Johanna, eine Frau, wird Gottes Vertreter auf Erden – sie wird vom Volk zum Papst gewählt.


___ % Hintergrund

Von seriösen Historikern wird die Päpstin Johanna als fiktive Gestalt eingestuft.
Auszug aus wikipedia.de

Johanna lebte in einer sehr „dunklen“ Zeitepoche, nämlich im frühen, oft „finsteren“ genannten, Mittelalter. Nach dem Zusammenbruch des römisches Reiches musste die Bevölkerung Europas mit Hungersnöten, Bürgerkriegen und Invasionen kämpfen. Aus dieser Epoche ist nur wenig bekannt, da zu dieser Zeit nur wenige Menschen schreiben konnten. So gesehen ist es nichts außergewöhnliches, dass nicht viele schriftliche Quellen aus dieser Zeit von Johanna (falls es sie gab) berichteten.

Wie die Autorin in dem Nachwort erklärt, ist der Großteil des Romans reine Fiktion. Es gibt zwar einige Indizien, die für die Existenz Johannes sprechen, doch keine endgültigen Beweise. Zudem ist über Johannes Leben nur sehr wenig bekannt, als das man daraus ein Buch machen könnte, der vollkommen auf historische Fakten basiert. Einige Nebenhandlung im Buch sind wirklich geschehen, teilweise hat die Autorin sich aber die Freiheit genommen, diese etwas zu verändern, damit sie in den Roman auch passen.

Bis Anfang des 17. Jahrhunderts wurde von der katholischen Kirche das Papsttum der Johanna anscheinend als historische Tatsache akzeptiert. Für Existenz einer Päpstin sprechen ein paar mehr oder weniger glaubwürdige schriftliche Quellen. In den Chroniken des Martinus Polonus steht zum Beispiel geschrieben: "Nach diesem Leo herrschte Johannes Anglicus aus Mainz 2 Jahre, 7 Monate, 4 Tage (...). Dieser Johannes war, wie versichert wird, eine Frau, die (...) auf verschiedenen Wissensgebieten derartig glänzte, dass sich niemand mit ihr messen konnte. (...). Außer den schriftlichen Quellen gibt es noch ein paar weitere Indizien, die man auf den weiter unten stehenden Webseiten lesen kann.

Insgesamt kann man sich darum streiten, ob es wirklich die Päpstin Johanna gab und dies damit einer der größten Skandale der christlichen Kirche gewesen ist, oder ob es eine reine Legende ist. Weder das eine noch das andere kann man zweifelsfrei beweisen – und so bleibt Johanna wohl eine Person, um die sich auch in Zukunft viele Geschichten ranken werden und vielleicht auch noch viel Stoff für weitere Bücher dieser Art geben wird =).

Links

http://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A4pstin_Johanna
http://www.bautz.de/bbkl/j/Johanna_pae.shtml
http://www.loq12.at/conspiracy/13_johanna/


___ % Die Autorin

Donna Woolfolk Cross, geboren 1949 in New York, machte ein Studium der englischen Literatur und arbeitete danach unter anderem in der der Verlagsbranche. Heute ist sie die Leiterin eines Schreib-Projektes am Onodaga College. Sie veröffentlichte bisher nur Sachbücher und Ratgeber, der Buch „Die Päpstin“ war ihr erster Roman.


___ % Meine Meinung

Niveau: # # # (3/5)
Humor: # (0/5)
Spannung: # # # (3/5)
Unterhaltungswert: # # # # (4/5)

„Die Päpstin“ ist eine Geschichte über eine einzigartige und ehrgeizige Frau, die in einer eher frauenfeindlichen Epoche lebte und es trotzdem schaffte, ihr Traum zu verwirklichen und, als Mann verkleidet, ein Gelehrter wurde. Dass sie dazu noch Päpstin wurde, ist, wenn diese Legende war ist, einer der größten Skandale der katholischen Kirche.

Der Roman wird spannend erzählt, da stören auch nicht die sprachlichen Holpersteine, die ab und zu in dem Buch auftauchen. Die Sprache ist recht einfach und nicht besonders anspruchsvoll, obwohl in dem Buch oft lateinische Wörter auftauchen, bei denen man nur durch den Zusammenhang herausfinden kann, was sie bedeuten. Insgesamt erinnert mich das Buch vom Schreibstil her sehr ab Rebecca Gable („Das Rad der Fortuna“). Das Buch ist aus gutem Grund historisch zweifelhaft ist, doch man erfährt nebenbei noch viel aus dem Leben im „finsteren“ Mittelalter. Allerdings ist nicht alles so gut recherchiert, wie es aussieht (s.u.).

Manche Wendungen im Buch wirken eher unrealistisch und an den Haaren herbeigezogen, z.B. dass Johanna als einzige den Normannenüberfall (der zudem noch an ihrer ungewollten Hochzeit stattfindet!) überlebt und Gerold als einziger die Schlacht – und dann treffen sie sich auch noch in Rom wieder! Die Welt ist wirklich sehr klein. Manche Stellen werden lieblos erzählt, während andere Stellen eher unnötig ausgeschmückt werden. Zudem bekommt man öfters den Eindruck, dass der Roman nicht ganz durchdacht ist und voll Ungereimtheiten steckt, wie man zum Beispiel an einigen Altersangaben erkennen kann oder daran merkt, dass die Menschen in dem frühen Mittelalter Mais aßen oder Hexen verbrannten. Was noch stört, ist diese Schwarz-Weiß-Malerei. Die Charaktere sind gut oder böse, dumm oder klug – es gibt nichts, was irgendwo dazwischen ist und von der Weiterentwicklung der Charaktere gibt es keine Spur. Insgesamt ist das Buch dazu noch recht klischeebeladen und dementsprechend vorausschaubar. Recht Hollywood-Niveau, wie ich finde. Auch das Ende kommt etwas abrupt und überzogen, sogar kitschig. Es wirkt nach meiner Meinung sehr unbefriedigend nachdem man sich durch die vielen Seiten gelesen hat, die voll von Wendungen und Schicksalsschlägen sind – da ist das Ende einfach zu schlicht und einfach.

Nun ja, bei „Die Päpstin“ bin ich irgendwie gespalten. Auf der einen Seite ist es ein unterhaltsames und spannendes Buch, auf der anderen Seite allerdings auch klischeebeladen und überzogen. Insgesamt gebe ich dem Roman noch ein knappes „gut“, da mich die Kritikpunkte beim Lesen nicht so sehr gestört haben, wie es vielleicht den Eindruck erweckt.

Man wird das Buch wohl lieben oder hassen – scheinbar wird es, wie man an den Bewertungen sieht, von den meisten geliebt, doch die, die eine anspruchsvolle, originelle und historische Lektüre suchen, werden mit dem Roman wohl nicht so gut bedient sein.
...
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Kommentare
sindimindi
sindimindi, 19.05.2006
sh - eine Frau hat es auch meines Wissens nie mit einer Tiara gegeben...es gab zwar mehrere Schismen in der KirchengeschichteKirchenspaltungen und Gegenpäpste, aber nie Frauen. Die Infos aus Wikipedia sind hier richtig, was keinesfalls selbstverständlich
Scheinshaxe
Scheinshaxe, 07.05.2006
o,,,o quotDer ist 039 039 für ,039039039039039, dichquot! 039039039039039,,,,,,,,,,,,,, - sehr hilfreich :o Gruß Scheinshaxe
dani___
dani___, 20.05.2006
Von diesem Buch habe ich schon einiges gehört, aber bisher konnte ich mich nie durchringen, es wirklich zu lesen. Es gibt meiner Meinung nach so viel interessantere Bücher! Liebe Grüße, Daniela
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knudly

Die Päpstin

ein Testbericht von 2006-05-24 19:39:38 vom 24.05.2006
Empfehlung: nein
Vorwort:
In diesem Monat hatte ich kein Geld um mir ein Buch zu kaufen, darum habe ich mir eines meiner Mutter genommen. Sie liest ganz andere Arten von Bücher, die ich nicht so ansprechend finde, doch da ich das Buch &#8222;Die Päpstin&#8220; schon immer mal lesen wollte, habe ich mich doch für eines entschieden.

Inhalt:
Den Inhalt tippe ich mal ab:
>>Johanna, ein junges Mädchen mit überragenden Geistesgaben, wächst in Frankreichdes 9. Jahrhunderts heran. Als Tochter eines strenggläubigen Vaters und einer heidnischen Mutter gelingt ihr, was allen Mädchen im Mittelalter verwehrt blieb: Sie erhält eine fundierte heilkundliche und philosophische Ausbildung. Doch Johanna weiß, da ihr als Frau die letzten Tore der Weisheitverschlossen bleiben, ja daß sie kaum überleben wird. Als Mönch verkleidet,tritt sie zunächst ins Kloster Fulda ein und macht sich Jahre später aufden Weg nach Rom. Dort gelangt sie als Leibarzt des Papstes innerhalb kurzer Zeit zu großer Berühmtheit. Und schließlich ist sie es selbst, die dieGeschicke der katholischen Kirche leitet: Als Papst Johannes Anglicus besteigtsie den päpstlichen Thron.<<

Informationen:
Sprache: Deutsch
Broschiert - 566 Seiten - Aufbau Tb
Erscheinungsdatum: April 1998
Auflage: 53., Aufl.
ISBN: 3-7466-1400-7
Übersetzer:Wolfgang Neuhaus
Gewicht: 382 g

Preis:
Das Taschenbuch kostet 10 Euro und ist in allen Buchhandlungen und auch oft im Internet zu kaufen/bestellen.

Die Geschichte:
Ich hätte nicht gedacht, dass ein historischer Roman so verständlich und schön geschrieben worden sein kann. Schon von der ersten Seite an, hat mich das Buch sehr interessiert und auch etwas erschüttert. Man ist geschockt, was die Religion zuerst für Fehler gemacht hat. Der Mut und Ergeiz der Päpstin sind sehr bewundernswert. Nach einiger Zeit bemerkt man jedoch, dass die Menschen entweder vollständig böse oder gutmütig sind, etwas dazwischen gibt es in diesem Buch gar nicht. Aber vielleicht war das ja damals so ^^.
Besonders gut ist die Anmerkung der Autorin, ob es die Päpstin gab oder nicht, denn gerade über dieses Thema wird in der letzten Zeit sehr oft diskutiert.

Ein sehr interessantes Buch-alle Sterne!
Dieser Bericht ist für Yopi und Ciao geschrieben worden.
Knudly
327 Wörtern
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
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Kommentare
topfmops
topfmops, 24.05.2006
So lange die infomail nicht funktioniert, lese und bewerte ich eben alles, was mir unter die Tastenuhr kommt. Wird die Administration schon sehen, was sie davon hat.
katjakub
katjakub, 25.05.2006
ist es Absicht, dass Du bei Empfehlung 039nein039 geklickt hast ?? ansonsten: toller bericht! - sh lg
ShortBrini
ShortBrini, 24.05.2006
schöner Bericht...habe shcon von dem BUch gehört..aber ist glaube ich nicht so mein Fall...Brini
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Tina_07

->Die PÄPSTIN<- written by Donna W. Cross

ein Testbericht von 2006-03-01 15:12:36 vom 01.03.2006
Empfehlung: ja
Vorteile: Spannung, Geschichte: der Leser wird in die damalige Zeit entführt...
Nachteile/Kritik: fällt mir grad nix ein ;)
DIE PÄPSTIN

Johanna, die Hauptperson der Geschichte, kommt am 27.12.814 in Ingelheim (Frankreich) zur Welt. Sehr zum Missfallen ihres Vaters, dem Dorfpriester von Ingelheim, denn Mädchen galten zu dieser Zeit noch als Strafe Gottes.
Er, ein fanatischer Katholik, ist ein strenger und brutaler Mann aus England , der auf seine Weise nach der Bibel lebt.
Seine Frau Gudrun, eine heidnische Sachsin, hat er bei einer seiner Missionarreisen verschleppt. Sie hat ihre ganze Familie bei dem Massaker in Verden an der Aller verloren.
Tausende von Sachsen sind an diesem Tag lieber gestorben, als den Glauben an ihre Götter aufzugeben und die Wahrheit des Herrn Jesus Christus als neuen Glauben anzunehmen. Gurdrun hat vor Johanna noch zwei Söhne zur Welt gebracht. Matthias und Johannes.
Johannes Vater hält große Stücke von Matthias. Er will, dass Matthias auch ein Geistlicher wird. Johannes möchte später lieber in den Krieg ziehen und kämpfen.
Johanna dagegen wird von ihrem Vater völlig verachtet und gequält. Doch sie ist sehr wissbegierig und schaut ihrem Bruder Matthias ständig über die Schulter wenn er mit seinen Studien beschäftigt ist. Sie bittet ihn ihr Lesen und Schreiben beizubringen. Er willigt schließlich ein. Aber das Ganze muss unter größten Vorsichtsmaßnahmen geschehen damit ihr Vater ja nichts mitbekommt.
Matthias liebt seine Schwester und behandelt sie als Menschen und nicht nur wie ein Mädchen. Er weiß das sie sehr intelligent ist, doch als Frau in dieser Welt überhaupt keine Chance hat. Johanna will einfach nicht begreifen, dass Frauen nicht lesen und schreiben dürfen und warum sich Frauen stets zu unterwerfen haben.
Nach einem schrecklichen Fieber stirbt Matthias und der Dorfpriester setzt nun alles daran seinen jüngeren Sohn Johannes zu einem gelehrten und frommen Menschen zu machen.
Aufgrund dessen wird der Gelehrte Aeskulapius engagiert, der den faulen Johannes unterrichten soll. Aeskulapius erkennt bald die herausragende Intelligenz Johannas und unterrichtet Johannes nur, um auch Johanna unterrichten zu können. Johannes Vater willigt schließlich nur gezwungenermaßen ein, dass Johanna Latein und Griechisch lernt. Als Aeskulapius abreisen muss, empfiehlt er Johanna an die Klosterschule in Dorstadt. Ihr Vater verweigert ihr aber diesen Schritt, denn er will Johannes an der Klosterschule sehen. Dieser zeigt jedoch nicht das geringste Interesse an dem Lernen.
Johannes Kutsche wird auf dem Weg nach Dorstadt überfallen. Er kann sich als einziger in den Wald retten.
Zur gleichen Zeit beschließt Johanna von zu Hause auszureißen und glückliche Umstände führen dazu, dass sie auf Johannes trifft und zusammen machen sie sich auf den Weg zur Domschule.
Da Johanna im Kloster nicht mit den Jungen wohnen kann, wird sie von einem freundlichen jungen Adeligen namens Gerold aufgenommen, der sein Anwesen in der Nähe der Klosterschule hat.
Das Leben in der Schule ist sehr hart für sie, denn sie wird von ihren männlichen Mitschülern, darunter auch ihr Bruder Johannes, nicht akzeptiert und gehänselt.
Auch der Lehrmeister Odo macht ihr das Leben schwer.
Es wird nicht akzeptiert, dass ein Mädchen klüger ist oder logischer Denken kann.
Gerold ist von diesem Mädchen, das so oft die eingefahrenen Denkweisen in Frage stellt, fasziniert und verliebt sich in sie. Gerolds Frau Richild jedoch bemerkt die aufkeimenden Gefühle der beiden.
Als Gerold gerade auf einer Reise im Auftrag des Kaisers ist, will sie Johanna gegen ihren Willen mit dem Sohn des ansässigen Schmieds verheiraten.
Die Hochzeitszeremonie wird durch einen Überfall der Normannen gestört, die einen Großteil der Einwohner Dorstadts töten und die Stadt vollständig zerstören. Johanna kann sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, doch ihr Bruder Johannes stirbt als tapferer Kämpfer.
Johanna fasst eine Entscheidung. Sie beschließt die Identität ihres Bruders anzunehmen und an seiner Statt an das Kloster Fulda zu gehen.
Sie hat keine Probleme, ihre Rolle als Mann zu wahren, hat aber öfters Streit mit dem Abt Rabanus, weil sie neue Wege vorschlägt, die von der Tradition abweichen aber durchaus ein Fortschritt wären.
In Fulda lernt Johanna, jetzt Bruder Johannes, von Bruder Benjamin, dem Arzt des Klosters, sehr viel über Medizin und die griechischen Schriften.
Eines Tages rettet sie die kranke Frau Madalgis, an Allerseelen, dem feierlichen Ritual, mit dem die Leprakranken aus der Gesellschaft ausgestoßen werden. Sie erkennt, dass die roten Geschwüre auf Madalgis Gesicht kein Lepra sind. Zuerst stößt sie mit ihrer Behauptung auf Unverständnis. Doch dann gelingt es ihr, die Zustimmung für eine Behandlung der Frau zu bekommen. Zusammen mit Bruder Benjamin pflegt sie die Frau in ihrem Haus gesund. Die roten Geschwüre sind auf die unreinen Lebensumstände zurückzuführen. Als sich die Nachricht der Genesung Madalgis verbreitet, wird Johanna hoch gepriesen und sogar zum Priester ernannt.
Ihre neuen Aufgaben beanspruchen viel Zeit.
Viele Jahre vergehen, als eines Tages, zu Johannas Erstaunen, ihr Vater zu Besuch kommt. Er hält Johanna natürlich für seinen Sohn Johannes und erzählt ihr, dass Gudrun vor einem Monat gestorben sei und er nun ihre Hilfe bräuchte da seine Stellung in Ingelheim problematisch geworden ist, denn die Einschränkungen für verheiratete Priester, auf deren Einhaltung man während der Regierungszeit Karl des Großen nur halbherzig geachtet hat, sind von seinem Sohn Ludwig, dem derzeitigen Herrscher erheblich verschärft worden.
Beinahe fliegt ihre Tarnung auf als ihr Vater ihre wahre Identität erkennt und zu schreien anfängt. Er regt sich sehr darüber auf und erleidet einen Herzinfakt. Er stirbt noch bevor er den Mönchen Johannas Geheimnis verraten kann.
Der Dorfpriester wird auf dem Friedhof beerdigt. Zwar hat er Johanna sein Leben lang gehasst und verabscheut, trotzdem empfindet sie tiefe Trauer, denn Matthias, Johannes und Gudrun, alle sind tot und ihr Vater ist das letzte Bindeglied an zu Hause gewesen.
Wieder vergeht einige Zeit, die Johanna mit lernen, heilen und ihre Aufgaben als Priester erledigen verbringt.
Doch dann wird sie krank. Sehr zu ihrem Entsetzen, denn wenn die anderen davon erfahren würden, müsste sie sich Untersuchungen unterziehen, die ihre Tarnung auffliegen lassen würden.
Sie schafft es mit hohem Fieber aus dem Kloster zu flüchten und am nahegelegenen Fluss in ein Boot zu steigen wo sie bewusstlos zusammenbricht.
Als sie aufwacht findet sie sich in einem großen Haus wieder. Als sie wieder klar denken kann lernt sie die Besitzer des Hauses kennen und ist ein bisschen überrascht.
Das große schöne Haus gehört Arn, dem Sohn Madalgis, die Johanna vor einigen Jahren gesund gepflegt hat. Arn ist ihr deswegen noch sehr dankbar und schlägt Johanna vor, bei ihnen zu bleiben. Sie könnte seiner Tochter Arnalda lesen und schreiben beibringen.
Doch Johanna hat andere Pläne im Kopf. Sie möchte eine Pilgerreise nach Rom unternehmen und so begibt sie sich schließlich auf den langen, nicht ungefährlichen Weg nach Rom.
In Rom angekommen wird sie bald als Johannes Anglicus, der bekannte Arzt und Heiler akzeptiert. Sie wird zum Leibarzt des Papstes und gelangt so in das Zentrum der Macht.
Eines Tages taucht auch Gerold - und mit ihm die alten Gefühle - in Rom auf. Eine Liebe, die auch dann nicht endet, als Johanna schließlich zum Papst gewählt wird.
Johanna wird von Gerold schwanger, doch sie verliert das Kind sehr früh und stirbt dabei.
Dieser Vorfall enttarnt sie schließlich als Frau und löst damit große Verwirrung aus.


ZUR AUTORIN SELBST

Donna Woolfolk Cross wurde in den 40er Jahren in New York geboren, wo sie auch aufwuchs. Nach ihrem Studium arbeitete sie unter anderem in der Verlagsbranche.
Heute unterrichtet sie an einer Universität und ist Leiterin eines Schreibprojektes am Onandaga College im Staate New York. Bisher veröffentlichte sie einige Sachbücher.
'Die Päpstin' ist der erste Roman der Autorin.
Die Päpstin Johanna zählt zu den faszinierrensten und außergewöhnlichsten Gestalten der abendländischen Geschichte. Ob es sie wirklich gegeben hat ist leider nicht klar. Es gibt einige historische Belege, in denen sie erwähnt wird, die aber nicht einwandfrei anerkannt werden. Und schließlich hatte die katholische Kirche über 1000 Jahre Zeit, ihren Namen aus allen Aufzeichnungen zu tilgen.
Dies alles hat Donna W. Cross nicht daran gehindert, aus vorhandenem Material, alten Geschichten und ihrer eigenen Fantasie ein gelungenes Buch über die Päpstin zu schreiben.


MEINE MEINUNG

Was ich an diesem Buch besonders eindrucksvoll finde, ist, dass Johanna so viel an Demütigungen und Qualen auf sich genommen hat, um ihre Ziele zu verfolgen. Ihr Verlangen nach Wissen bringt sie sogar dazu, ihre eigene Identität aufzugeben um in der dominierenden Männerwelt zu bestehen.
Als sie selber dann an der Macht ist, setzt sie sich unter anderem für die Bildung von Mädchen ein und berücksichtigt auch die ärmere Gesellschaft.
...
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Kommentare
Sarah1509
Sarah1509, 01.03.2006
Freue mich immer über gegenlesungen kommen von mir auch zurück.Gruß sarah
leuchttuermin
leuchttuermin, 06.08.2006
Tolle Zusammenfassung! Aber deine meinung kommt ein bissi knäpplich! :-
tanjadr
tanjadr, 02.03.2006
Super.... Hat mir bei meiner Entscheidung sehr geholfen! :-
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Donna Woolfolk Cross: Die Päpstin:
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orlan

Eine Frau als Papst? – Warum nicht?

ein Testbericht von 2005-12-12 18:36:07 vom 12.12.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: historischer Hintergrund, interessante Geschichte...
Nachteile/Kritik: nichts
„Die Päpstin“ ist ein historischer Roman von Donna W. Cross. Die englischsprachige Originalausgabe erschien 1996 unter dem Titel „Pope Joan“.

Inhalt
********
Johanna wächst mit ihren Brüdern Matthias und Johannes in Ingelheim auf. Ihr aus England stammender Vater ist ein überaus strenggläubiger Dorfpriester, ihre Mutter Sächsin, die der Priester von seiner Missionarstätigkeit in Sachsen mitgebracht hat.
Gegen den Willen des Vaters lernt Johanna von ihrem Bruder Matthias heimlich das Lesen – für ihren Vater eine schwere Sünde vor Gott. Als Matthias stirbt, setzt er seine ganzen Hoffnungen in Johannes, doch der interessiert sich viel mehr für das Kriegshandwerk als für die Gelehrsamkeit. Mit Argwohn beobachtet der Priester auch die Ausbildung seiner Kinder bei dem griechischen Gelehrten Aeskulapius. Doch als Johanna auf Geheiß des Bischofs nach Dorstadt in die dortige Klosterschule aufgenommen werden soll, stellt er sich quer. Johanna und Johannes aber fliehen nach Dorstadt.
Dort lernt Johanna auch die große Liebe ihres Lebens kennen, Gerold, den Markgrafen zu Villaris. Ein schreckliches Unglück zwingt Johanna, Dorstadt zu verlassen. Sie verkleidet sich als Mann und tritt in das Kloster Fulda ein. Dort kann sie weiterlernen und erfährt auch viel über die Kunst der Heilkunde. Nur mit dem strengen Abt Rabanus Maurus kann sie sich nicht anfreunden. Nachdem sie auch aus Fulda fliehen muss, gelangt Johanna eines Tages nach Rom, wo sie im Ausländerviertel als Heilerin tätig ist. Ihr Ruf verbreitet sich langsam in der ganzen Stadt und öffnet ihr schließlich sogar die Türen zum Papstpalast, wo sie unter dem Namen Johannes Anglicus die persönliche Ärztin und Vertraute von Papst Sergius wird.
Sehr schnell wird sie mit den Realitäten im Lateran konfrontiert. Intrigen, Morde und Giftanschläge stehen an der Tagesordnung und aus dem Frankenreich droht Kaiser Lothar, dem die Macht des Papstes langsam aber sicher zu groß wird.
Mit Glück und Geschick gelingt es Johanna zu verhindern, dass der intrigante Anastasius den Papstthron besteigen kann. Nach Sergius wird Leo zum Papst gewählt und auch diesem ist Johanna eine große Stütze und erhält vom Volk den Titel „Der kleine Papst“.
Während sie beim Volk von Rom immer beliebt ist, schlägt ihr im Kreise der hohen Würdenträger der katholischen Kirche auch viel Misstrauen entgegen. Zu fortschrittlich sind ihre Ideen und außerdem ist sie Ausländer. Doch trotz alledem wird Johanna zur großen Überraschung aller nach Leos Tod zum neuen Papst gewählt. Dadurch werden ihre Schwierigkeiten aber auch nicht kleiner…

Meine Meinung
****************
„Die Päpstin“ ist ein sehr lesenswerter historischer Roman, den ich nur jedem weiterempfehlen kann, der diese Art von Romanen gerne liest (und dieses Buch nicht sowieso schon gelesen hat).

In ihrer Anmerkung am Ende des Buchs beschäftigt sich die Autorin mit der Frage, ob Päpstin Johanna tatsächlich gelebt hat. Sie verficht diese These vehement und zum größten Teil mit zumindest nachvollziehbaren Argumenten. Aber egal, ob es die „Päpstin“ wirklich gegeben hat oder nicht, es ändert nichts daran, dass Donna W. Cross mit „Die Päpstin“ ein hervorragendes Buch gelungen ist, das zu lesen mir großen Spaß gemacht hat.

Der Roman beschreibt natürlich vor allem das Leben der Johanna von Ingelheim, bindet aber auch viele historische Personen und Ereignisse in die Geschichte mit ein, die historisch belegbar sind.

Das aus meiner Sicht interessanteste an diesem Roman war allerdings die Art und Weise, wie Johanna trotz der Gefahr, in die sie sich dadurch begibt, immer wieder gegen damals bestehende Vorurteile, Aberglauben und vermeintliche Gläubigkeit ankämpfte. Dies beginnt bereits in ihrer Kindheit, wo sie sich gegen ihren engstirnigen Vater, aber auch gegen ihre Mutter durchsetzen muss, um wie ihre Brüder ein gewisses Maß an Bildung erreichen zu können.
Im Laufe ihres Lebens werden auch ihre Widersacher immer mächtiger: Erst ist es (bloß) ihr Vater, der Dorfpriester, dann der Lehrer der Klosterschule in Dorstadt, Abt Rabanus Maurus in Fulda und schließlich einige der höchsten Würdenträger des Vatikans und der Stadt Rom.

„Die Päpstin“ zeigt natürlich auch, dass man mit einem starken Willen, Verstand und ein wenig Glück Großes erreichen kann, egal ob nun als Mann oder als Frau.

Auch die Liebe darf selbstverständlich in einem solchen Roman nicht zu kurz kommen. Doch Johanna und Gerold haben auf beiden Seiten viele Schwierigkeiten zu überwinden. Gerolds Problem ist seine Ehefrau und Johannas schließlich ihre Verkleidung als Mann und die Würde ihres Amtes.

Fazit
*******
Ich vergebe für diesen Roman die vollen fünf Sterne, da er überaus unterhaltsam ist und auch ein wenig zum Nachdenken anregt.
Darüber hinaus ist „Die Päpstin“ auch noch recht spannend, so dass einem beim Lesen nie langweilig wird.

Daten
*******
Die Päpstin / Cross, Donna Woolfolk
Aufbau Taschenbuch Verlag, 1999
Taschenbuch, 566 Seiten
ISBN: 3-7466-1400-7
Preis: 10,- Euro
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
sindimindi
sindimindi, 12.12.2005
Historischer Roman? - eher historisierend, wie die meisten dieser Machwerke...-
leuchttuermin
leuchttuermin, 06.08.2006
Schade, dass es hier kein quotbesonders hilfreichquot gibt! :-
morla
morla, 12.12.2005
sehr hilfreich
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