Das Boot Video

Das Boot - The Director's Cut Video
Das Boot
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Testberichte Das Boot

 (DVD) Antikriegsfilm
4.7 von 5
Platz 1 in der Kategorie "Antikriegsfilme".
Bewertung: Kundenbewertung 4,80 / 5,00 4.7 von 5
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Das Boot Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,80 / 5,00 4.7 von 5
von 93% aller Autoren empfohlen (14/15).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • So ziemlich alles, zumindest was den Film an sich angeht.
  • Musik, Darsteller, Ausstattung, Regie
  • Vor allem die erstklassige Besetzung!Man ist hautnah dabei, also tolle Inszenierung!Nette Effekte für dieses Produktionsjahr!Spannend, trotz Überlänge!Das überarbeitete Tonformat ist klasse!Neue Szenen mit mehr Action!Günstig zu haben!
  • sehr spannend, sehr gute Bild- und Tonqualität, excellenter Klang, gute Extras
  • anschauen kann man ihn schon
Nachteile/Kritik
  • Da diese Version ursprünglich für den amerikanischen Markt gedacht war, fällt das Bonusmaterial recht mau aus und liegt nur in Englisch vor. Kuriosum bei einem deutschen Film.
  • Nicht viel
  • Was soll es hier denn geben!?!?
  • Thema Krieg
  • Nichts was man beanstanden könnte
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Mathi15

Beeindruckend und schockierend zugleich

ein Testbericht von 2005-08-31 12:05:09 vom 31.08.2005
Empfehlung: ja
geschrieben am 12.08.02
von Mathi15

Dieser Filme wurde 1982 unter deutscher regie produziert und in ihm spielen namhafte Schauspieler wie Jürgen Prochnow, Herbert Grönemeyer, Klaus Wennemann, Uwe Ochsenknecht oder Martin Semmelrogge mit.

Die Regie führte einzigartig Wolfgang Petersen. Denn hierbei handelt es sich um einen wirklich ergreifenden Spitzenfilm.

Dabei wird beschrieben, wie ein deutsches U-Boot 1941 auf Jagd nach Handelsschiffen Englands im Mittelmeer geht.

Denn zu diesem Zeitpunkt rief Dtl. schon den absoluten See bzw U-BootKrieg aus.

Sodass auch Handelsschiffe angegriffen wurden um die Wirtschaft des jeweiligen Landes zu schwächen.

Doch nach vielen Aufeinadertreffen mit engl. zerstörern und eine halsbrecherischen durchquerung der Meerenge von Gibraltar, kommt die Mannschaft vollzählig wieder nach Dtl. zurück.

Dort wird sie jedoch größtenteils durch einen Flugzeugangriff von Allierten Bomberns getötet.

So auch der Kapitän. Der Film besticht durch seine Dramatik und dem Wechseln sich emotionalen und eiskalten Passagen.

Es werden alle Seiten des krieges unbeschönigt dargestellt.

Außerdem ist auch die Filmmusik einfach nur einmalig. das Titellied wurde auch mal von U96 als Technoremix gecovert, ist jedoch nicht so gut wie das Original.

Schaut ihn euch mal an. er lief zuletzt auf Arte als Zusammenschnitt der eigentlichen 3 Teile in Spielfilmlänge.

Die verkürzte Version ist 2h und 46 min lang



----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2005-08-31 12:05:09 mit dem Titel Diesen Film muss man gesehen haben.

In diesem Film spielen unter anderem bekannte Schauspieler wie Klaus Wennemann, Uwe Ochsenknecht oder Martin Semmelrogge mit. Auch der nun als Säger überaus bekannte Herbert Grönemeyer hat eine Rolle in diesem Film.

Wolfgang Petersen führte zudem in dem Film das Boot Regie. Hierbei handelt es sich um einen wirklich ergreifenden Spitzenfilm.

Dabei wird beschrieben, wie ein deutsches U-Boot 1941 auf Jagd nach Handelsschiffen Englands im Mittelmeer geht. Dochb die anfänglichen erfolge im U-Boot-Krieg werden später jäh enttäuscht, wie es ja auch in Wirklichkeit war, da die Technik und die Anzahl an Schiffen und Booten durch den Eingriff der Amerikaner in den Krieg für Deutschland verschwindend zurückging.

deutschalnd rief zu diesem Zeitpunkt schon den absoluten See bzw U-BootKrieg aus.

Sodass auch Handelsschiffe angegriffen wurden um die Wirtschaft des jeweiligen Landes zu schwächen.
Doch nach vielen Aufeinadertreffen mit engl. zerstörern und eine halsbrecherischen durchquerung der Meerenge von Gibraltar, kommt die Mannschaft vollzählig wieder nach Dtl. zurück.
Dort wird sie jedoch größtenteils durch einen Flugzeugangriff von Allierten Bomberns getötet.
So auch der Kapitän. Der Film besticht durch seine Dramatik und dem Wechseln sich emotionalen und eiskalten Passagen.

Es werden alle Seiten des krieges unbeschönigt dargestellt.

Außerdem ist auch die Filmmusik einfach nur einmalig. das Titellied wurde auch mal von U96 als Technoremix gecovert, ist jedoch nicht so gut wie das Original.

Schaut ihn euch mal an. er lief zuletzt auf Arte als Zusammenschnitt der eigentlichen 3 Teile in Spielfilmlänge.

Die verkürzte Version ist 2h und 46 min lang. Das finde ich aber etwas Schade, denn man hätte das ganze nicht kürzen sollen. Dies ist leider auch auf der DVD so gemacht worden. Das ist schon etwas ungünstig, da so Spannung und Dramatik wegfällt. Denn der Film zeichnet sich auch trotz seiner Länge durch besagte Dramatik aus und wird nicht langweilig.

Die DVD kostet im Laden so ungefähr 20 Euro, man kann sie aber auch bei ebay für gerade mal so in etwa 15 Euro oder mit Glück und Geschick etwas weniger ersteigern.
Die DVD bietet zudem auch viele Hintergrundinfos über den Film und die schauspieler sowie einen Trailer und noch weitere Extras.

ich kann ihn daher trotz der Verkürzung immer noch auf jeden Fall weiterempfehlen. spiel spaß beim Anschauen wünsche ich euch.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
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Dany

Der beste deutsche Film !!!

ein Testbericht von 2005-07-27 21:23:20 vom 27.07.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: super authetische Darstellung der U-Boot Besatzung, klasse Schauspieler, viele Extras auf der DVD...
Nachteile/Kritik: leider sind einige Features auf der DVD nur in Englisch
Hallo liebe Yopi´s !

Heute möchte ich Euch mal den Film "Das Boot - The Director´s Cut" von Wolfgang Petersen vorstellen.

Inhalt:

Über den Inhalt, bzw. worum es in dem Film geht, muß ich wohl nicht allzuviel Worte verlieren, denn es gibt wohl kaum jemanden, der diesen Film noch nicht gesehen hat. Aber ganz kurz: "Das Boot" erzählt die Geschichte einer deutsche U-Boot-Besatzung während des 2. Weltkrieges mit all Ihren Höhen und Tiefen für die Mannschaft.

Laufzeit:

Die Länge des Fims beträgt netto 208 Min., was ziemlich lang ist. Wenn man den Film aber gespannt verfolgt, wird man durch die faszinierende Geschichte so in dessen Bann gezogen, dass die Zeit im Nu verfliegt.

Widergabe:

Der Film läuft in den Sprachen Englisch und Deutsch. Untertitel gibt es wahlweise in 6 Sprachen. Durch die Dolby Digital-Auflösung fühlt man sich direkt wie im Boot, vorausgesetzt, man besitzt eine Heimkinoanlage oder ähnliches, um den Sound richtig authetisch zu genießen. Das Filmformat ist 16:9, also wie im Kino.

Extras:

Da es sich bei dieser DVD um die Directors Cut-Version handelt, sind weiterhin zum Film auch noch ein Making Of (in Englisch), Original US-Kinotrailer sowie ein ausführlicher Kommentar von Wolfgang Petersen und Jürgen Prochnow (leider auch in englisch) zu sehen.

Darsteller:

Der Film spielt nur mit deutschen Spitzen-Besetzung, wie Uwe Ochsenknecht, Klaus Wennemann, Jürgen Prochnow, Herbert Grönemeyer und Ralf Richter um nur einige zu nennen.

Umsetzung und Darstellung:

Man darf nicht vergessen, dass der Film bereits 1981 herauskam. Um so erstaunlicher finde ich die technische Umsetzung von damals. Kein großes High-Tech-Brimborium und Spektakel. Der Film kommt einem vor, als sei man live dabei gewesen und hat alles selbst gedreht. Er wirkt sehr authentisch. Die Schauspieler verkörpern sehr gut die charakterlichen Seiten der Mannschaft des Bootes.

Persönliches Fazit:

Man muß kein Kriegsfilm-Fan sein um diesen Film zu mögen. Er stellt für mich den besten Film aus deutscher Produktion dar. Es ist ein Meisterwerk und sucht seines Gleichen im Filmgeschäft. Am besten kann man den Film in Ruhe gucken und wie gesagt mit einer Surround-Anlage um die Sound-Effekte voll auskosten zu können. Auch der Krieg wird hier nicht verherrlicht, was ich sehr gut finde. Ich denke auch, dass der Film dadurch so ein großes Publikum ansprach und so auch der Erfolg in den USA zu erklären ist. Ich kann jedem nur empfehlen, sich diesen Film anzuschauen, oder es mal wieder zu tun.

In diesem Sinne....viel Spaß beim bewerten..."...und Auftauchen !"
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Kommentare
BaBy1987
BaBy1987, 27.07.2005
sollte ich mir mal wieder eine dvd kaufen sollen,weiszlig ich auf jeden fall welche! lg pia
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wildheart

Unser Boot

ein Testbericht von 2005-05-02 06:59:09 vom 02.05.2005
Empfehlung: ja
Fast ein Vierteljahrhundert, scheint es, war Wolfgang Petersens "Das Boot" nach dem Roman Lothar-Günther Buchheim "unser Film", bevor "Der Untergang" dieses Prädikat übernehmen sollte - ein Film über das "Dritte Reich" aus der Enge eines U-Boots, in technischer und dramaturgischer Brillanz gedreht, Petersens Eintrittskarte in Hollywood, ein Film, den man "uns Deutschen" kaum zugetraut hätte, ein Film, der den Maßstäben des Hollywood-Kinos entsprach, ein Film, den selbst der bekannte amerikanische Filmkritiker Roger Ebert als Antikriegsfilm einstufte, dessen großartige schauspielerische Leistungen allerorts gelobt wurden und so weiter und so fort. Schäme sich der, der auch nur ein Fünkchen Kritik an diesem Meisterwerk äußert?

Der Schluss des Films, der Moment, in dem fast alle Besatzungsmitglieder des U-Boots in La Rochelle bei einem Luftangriff getötet werden, scheint zu der Frage zu zwingen: Wofür sind sie gestorben? Und der Anfang des Films, ein feucht-fröhliches Männerbeisammensein vor dem Auslaufen (Motto: Erst ordentlich einen tanken, dann auslaufen), scheint dieses Wofür sogar durch seinen Anti-Hitler-Touch zu bestätigen, als der Marinesoldat Thomsen (Otto Sander) in volltrunkenem Zustand das Mikrophon ergreift und den versammelten und zumeist torkelnden Kameraden zuruft: "Unser herrlicher, wertgeschätzter abstinenter und unbeweibter Führer, der in glorreicher Karriere vom Malerlehrling zum größten Schlachtenlenker aller Zeiten ... stimmt's etwa nicht?" ... "Also, der große Flottensachverständige, der unübertroffene Seestratege, dem es gefallen hat, in seinem unermesslichen Ratschluss ... wie geht's 'n weiter?"

Die aussagekräftige Klammer des Films scheint zu funktionieren. Eine Anti-Hitler-Koalition der besonderen Art, sozusagen eine unter Wasser, scheint sich zusammen zu schmieden. Eine Männergemeinschaft scheint entschlossen, ja, aber zu was?

Im Herbst 1941 müssen die Marine-Verantwortlichen zur Kenntnis nehmen, dass Churchill sich durch die deutsche U-Boot-Flotte nicht in die Knie zwingen lässt. Immer jüngere Soldaten werden in die U-Boote abkommandiert. Am Ende des Krieges wird selbst 20jährigen ein Kommando auf U-Booten erteilt. 1945 steht fest: 30.000 der 40.000 Männer in deutschen U-Booten sind bei ihren Einsätzen ums Leben gekommen.

Inhalt
Kapitänleutnant Lehmann-Willenbrock (Jürgen Prochnow) - genannt der Kaleu (Kapitänleutnant) - und seine 50 Marinesoldaten gehen zu Wasser. Sie sollen im Atlantik mit der U-96 nach feindlichen Schiffen fahnden. Mit an Bord sind u.a. der Kriegsberichterstatter Werner (Herbert Grönemeyer), Lehmanns Stellvertreter Fritz Grade (Klaus Wennemann), der am liebsten nach Hause zu seiner schwer kranken Frau möchte, der erste Offizier (Hubert Bengsch), der einzig 150%ige Nazi an Bord und der leicht zynische zweite Offizier (Martin Semmelrogge). Bei einem Manöver gegen feindliche Schiffe wird die U-96, nachdem sie Torpedos abgeschossen hat, von einem Zerstörer in arge Bedrängnis gebracht. Lehmann lässt das U-Boot immer tiefer tauchen, 150 Meter und mehr; das Boot droht zu zerbersten. Erst nach etlichen Stunden wagt Lehmann es, wieder aufzutauchen - und schießt auf ein brennendes feindliches Schiff erneut einen Torpedo ab. Erst danach bemerken die Besatzungsmitglieder, dass sich an Bord des beschossenen Schiffs noch Lebende befinden, die allesamt umkommen.

Nach der Rückkehr der U-96 erhält Lehmann den Auftrag, durch die Meerenge von Gibraltar in den italienischen Hafen La Spezia einzulaufen - ein mörderisches Unternehmen. Lehmann will die nur sechs Kilometer breite Meerenge, die von englischen Schiffen natürlich stark kontrolliert wird, bei Nacht anlaufen, dann tauchen, die Motoren abstellen in der Hoffnung, die Strömung treibe die U-96 ins Mittelmeer. Doch das Boot wird von einem feindlichen Flugzeuggeschwader entdeckt, beschossen und sinkt bis auf eine Tiefe von 260 Metern. Wasser dringt durch die platzenden Wände ein. Lehmann allerdings gibt nicht auf. Zum Glück setzt das Schiff vor einem weiteren Absinken auf. Nach den notwendigen Reparaturen und dem Ausschaffen des Wassers sieht Lehmann nur noch eine Chance, das Boot wieder flott zu machen, sprich aufzutauchen ...

Inszenierung
Ein typisch deutscher Film? Ja und Nein. Petersen orientierte sich vor allem an der Art und Weise, wie Hollywood solche (Kriegs-)Filme inszeniert. Und vieles an "Das Boot" erinnert tatsächlich in Machart wie Aussage an bekannte US-Kriegsfilme. Man könnte sogar andererseits sagen, dass "Das Boot" einige spätere US-Filme geradezu inspiriert hat, etwa "Pearl Harbor", auch wenn dieser Film auf wesentlich weiter entwickelte technische Möglichkeiten zurückgreifen konnte. Die Frage, die sich mir stellt, ist eher: Wozu dieser Film? Buchheim verarbeitete in seinem Roman eigene Kriegserlebnisse als Kriegsberichter in U-Booten und war mit der filmischen Umsetzung durch Petersen in verschiedenen Punkten nicht einverstanden. Da ich sein Buch nicht kenne, erspare ich mir, auf diese Kritikpunkte hier einzugehen (1).

Was zeigt Petersen? Zunächst einmal und ganz überwiegend zeigt er eine: Männergemeinschaft. Diese Männergemeinschaft, gekennzeichnet durch das, was man gemeinhin als "Kameradschaft" tituliert, und durch eine klare hierarchische Struktur, präsentiert einen Kapitänleutnant, der durch Jürgen Prochnow als eine Art Vaterfigur, also eine Person, die in jeder Hinsicht durch Verantwortung und Zuneigung für seine Untergebenen gekennzeichnet ist, dargestellt wird. Diese Interpretation des U-Boot-Kommandanten durchzieht den gesamten Film. Und viele, auch ich übrigens beim ersten Sehen des Films vor etlichen Jahren, werden durch die Art und Weise, wie Prochnow diesen Mann spielt, tief beeindruckt gewesen sein. Inwieweit Prochnow speziell aus diesem Gesichtspunkt heraus für die Rolle ausgewählt wurde, kann ich nicht sagen. Er präsentiert uns diese Rolle jedenfalls durchweg als das, was man gemeinhin "Sympathieträger" zu nennen pflegt. Mit dieser Darstellung ist die halbe Ernte des Films bereits eingefahren. Damit korrespondiert eine Besatzung, die - bis auf den überzeugten Hitler-Anhänger, den ersten Offizier, dessen ideologischer Fanatismus allerdings zum Schluss des Films hin auch eher bröckelt - "ihrem" Kaleu treu ergeben ist - wie eine Kinderschar, die auf Papa hört, geeint in ihrer kritischen Distanz zu Marineführung und Hitler.

Neben Kameradschaft und "väterlicher" Befehls- und Gehorsamsstruktur tritt ein Drittes: Ideologie. Gerade die mehr oder weniger scharfe Distanz der Besatzung und ihres Kommandeurs zum Nationalsozialismus - der erste Offizier ist in dieser Hinsicht "kalt gestellt", sprich: hat keinen Einfluss auf die Truppe - scheint eine ideologiefreie Atmosphäre an Bord zu implizieren, obwohl man sich fragen muss, ob es in den U-Booten damals wirklich so wenig überzeugte NS-Anhänger gegeben haben mag. Dazu trägt auch bei, dass - außer bei einem kurzen Aufenthalt beim Heil-Hitler-posaunenden Kapitän der "Weser" (Günter Lamprecht)- das politisch destruktive und skrupellose nazistische Milieu der Zeit ganz überwiegend außen vor scheint. Alles konzentriert sich auf den Zusammenhalt der Besatzung gegenüber den Risiken im Atlantik und bei Gibraltar. Also doch ideologiefrei? Keineswegs.

Petersen unterlässt es, wie in amerikanischen Militärschinken üblich, mit schwammigen Begriffen wie Ehre, Pflicht und Vaterland um sich zu werfen und fokussiert ganz auf die klaustrophobische Umgebung und das Verhalten einzelner Besatzungsmitglieder. Und gerade hier wird der Film - gewollt oder nicht - eben doch ideologisch.

Man mag einwenden, ein väterlicher Kommandeur sei immer noch besser als ein skrupeloser nazistischer Haudegen, der seine Männer in die Vernichtung führt. Aber dieses Argument trügt. Denn gerade dadurch, dass Petersen Abstand von solchen Verhältnissen nimmt, reproduziert er die Ideologie von "Kameradschaft", Pflichtgefühl und Ehre in einer scheinbar neutralen Weise. Die Bilder des Films sprechen in dieser Hinsicht Bände. Über weite Strecken - vor allem im Director's Cut ging mir dies allmählich auf die Nerven - sieht man ängstliche Gesichter von Männern, die sich aber dennoch zusammenreißen, die Ruhe bewahren (der Kaleu ermahnt sie dessen mehrfach), wie sie nach oben schauen, von wo aus die Gefahr naht, hört beschwichtigende Worte des Kaleu, sieht Prochnow leise lächeln, voller Zuversicht angesichts des Zusammenhalts der Truppe, sieht den unterwürfigen Gehorsam seiner Männer usw. Mehrfach eingeblendet wird ein Foto des Großadmirals Dönitz, den Hitler kurz vor seinem Tod zum Reichspräsidenten ernannte - einer jener typischen stockkonservativen Militärs, die nie hinter der Weimarer Demokratie standen. Noch am 1. Mai 1945 forderte er über den Rundfunk die kämpfende Truppe zum weiteren Krieg gegen "den Osten" auf: "Im Bewusstsein der Verantwortung übernehme ich die Führung des deutschen Volkes in dieser schicksalsschweren Stunde. Meine erste Aufgabe ist es, deutsche Menschen vor der Vernichtung durch den vordrängenden bolschewistischen Feind zu retten. Nur für dieses Ziel geht der militärische Kampf weiter." Sieben Tage später ließ Dönitz durch Jodl die bedingungslose Kapitulation unterschreiben.

Zurück an Bord: Als dort dann doch einer - Johann (Erwin Leder) - die Nerven nach einem Angriff verliert, zieht der Kaleu die Pistole, während Grade und zwei andere den entnervten Johann, der seinen Gefechtsstand verlassen hat, schützen und den Kaleu daran hindern, ihn wegen Befehlsverweigerung zu erschießen. Der Kaleu begreift schnell und lässt von seinem Vorhaben ab. Später entschuldigt sich Johann, der Angst vor dem Kriegsgericht hat, bei ihm und der Kaleu schaut ihn ruhig, milde gestimmt und väterlich an. Die Sache ist erledigt.

Was sehen wir also? Wir sehen, wie im Film die Grundvoraussetzung von Kampfbereitschaft und militärischem Gehorsam entwickelt wird. In dieser Hinsicht unterscheidet sich Petersens Film in keinem Punkt von US-amerikanischen Kriegsfilmen, die die "Kameradschaft" feiern. Diese Ideologie der Männergemeinschaft, deren Ausdruck militärische Kameradschaft ist, ist aber ein Produkt der noch zivilen Gesellschaft und Grundvoraussetzung auch heutiger militärischer Einsatzbereitschaft. Man mag das für banal halten. Aber letztlich liegt hier ein wichtiger Grund, warum Krieg überhaupt funktioniert. Das Wesen der Kameradschaft ist nicht Freundschaft, sondern eiserne Disziplin im Hinblick darauf, jederzeit auch unter eigener Lebensgefahr für den anderen einzustehen, ohne nach dem Zweck dieses Bündnisses noch zu fragen. Verkauft man dieses Prinzip in der Weise, wie im Film geschehen, durch die Präsentation eines Kommandanten, der geradezu väterliche Züge in Bezug auf seine Truppe und das Element des gnadenvollen Verzeihens in sich trägt, wird es umso überzeugender, zumal man von der NS-Ideologie Abstand genommen hat.

Auch die an einigen Stellen eingebauten Szenen, in denen ein Soldat Briefe an seine Braut schreibt bzw. Grade verzweifelt an seine todkranke Frau denkt, ändern nichts an meiner oben dargestellten Sicht. Diese Szenen kaschieren nicht etwa irgend etwas. Mit der "Kameradschaft" in der Ferne oder Fremde korrespondiert vielmehr dieser Blick auf die "Heimat", für die man Opfer bringt. Etwas ähnliches gilt auch für die Figur des Berichterstatters Werner. Grönemeyer wurde die Funktion des Soldaten zuteil, der erst im Kampf unter Wasser richtig begreift, was Krieg eigentlich ist. Und selbst der NS-gestählte zweite Offizier ist am Ende tief beeindruckt vom Männerbund, den der Kaleu anführt.

Es ist - um es noch einmal zu betonen - diese Männerbündelei, diese internalisierte, aber eigentlich fremden Zwecken dienende Kameradschaftsideologie, die neben anderen Dingen Krieg erst möglich macht; sie wird auch in "Das Boot" "leise" gefeiert. Man stelle sich den gleichen Film vor, aber ausschließlich mit Frauen in den Rollen. Das ist schlichtweg nicht vorstellbar. Kennzeichen einer solchen "Kameradschaft" ist es eben, nach den Gründen nicht mehr zu fragen, die die Truppe zum Einsatz bringt. Derlei militärische Einheiten können letztendlich für fast jeden Zweck eingesetzt werden. Gerade ihre scheinbare Entideologisierung - nur "das Vaterland zu verteidigen" bleibt als letzter, aber eben entscheidender Rest - schafft ihre Einsatzbereitschaft. Das in diesem Bezugsystem die Kapitulation oder das Überlaufen zum Feind, also Desertieren, keine Alternative ist, ergibt sich zwingend aus der vaterländischen Männerbündelei. Man beachte, wie viele Jahrzehnte nach 1945 Deserteure der Wehrmacht auch weiterhin verunglimpft wurden, bis endlich an wenigen Orten in der Bundesrepublik Deutschland auch ihnen positiv gedacht wurde.

Man vergleiche schließlich "Das Boot" etwa mit Kubricks "Full Metal Jacket", in dem diese auf amerikanische Soldatenschmieden zugeschnittene Männerbündelei im ersten Teil des Films gnadenlos bloßgestellt und im zweiten Teil jegliche Kriegsideologie und -wirklichkeit ebenso gnadenlos dekonstruiert wird. Gerade "Das Boot" zeigt unmissverständlich, dass ein Anti-Kriegs-Film letztlich gar nicht nur im Krieg spielen könnte, sondern in einer Gesellschaft beginnen müsste, die Kriegsbereitschaft erzeugt, zeigen müsste, wie sie diese erzeugt.

Petersen erzeugt Helden, die sich im Kampf bewähren und die am Schluss dennoch nur der Tod erwartet. Die damit verbundene Spekulation ist Rettung des Kameradschaftsgedankens angesichts der nazistischen "Verunreinigung" dieser "Idee". Es käme vielleicht eher darauf an, Helden zu zeigen, die sich nicht im Kampf bewähren, sondern in dessen Verhinderung.

P.S. Ich beziehe mich in diesem Bericht auf den Director's Cut, ein um eine gute Stunde längere Fassung des Films, der am 30.4.2005 im Fernsehen lief, nicht auf die DVD.

Wertung: 5 von 10 Punkten.

(1) Vgl. Buchheims Kritik in Auszügen, zu finden in:
http://www.staff.uni-marburg.de/~naeser/buchh eim.htm
Die gesamte Kritik ist zu finden in GEO 10/1981 unter dem Titel "Die Wahrheit blieb auf Tauchstation".

Das Boot
(Intern. Titel: The Boat)
Deutschland 1981, 149 Minuten (Director's Cut: 216 Minuten)
Regie: Wolfgang Petersen

Drehbuch: Wolfgang Petersen, nach dem Roman von Lothar-Günther Buchheim
Musik: Klaus Doldinger
Director of Photography: Jost Vacano
Montage: Hannes Nikel
Produktionsdesign: Rolf Zehetbauer

Darsteller: Jürgen Prochnow (Kapitänleutnant Henrich Lehmann-Willenbrock), Herbert Grönemeyer (Lt. Werner), Klaus Wennemann ("Der Leitende" Fritz Grade), Hubertus Bengsch (Erster Leutnant), Martin Semmelrogge (Zweiter Leutnant), Bernd Tauber (Kriechbaum), Erwin Leder (Johann), Martin May (Ullmann), Heinz Hoenig (Hinrich), Uwe Ochsenknecht (Chief Bosun), Otto Sander (Thomsen), Günter Lamprecht (Kapitän der "Weser")

Internet Movie Database:
http://german.imdb.com/title/tt0082096


© Ulrich Behrens 2005
zuerst publiziert bei: www.follow-me-now.de
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 3,00 / 5,00 3
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
modschegibbchen
modschegibbchen, 02.05.2005
bericht ist sehr ausfuumlhrlich und sehr gut, aber die faszination fuumlr diesen film kann ich irgendwie nicht teilen. am wochenende kam er ja wieder und ich fand ihn - wieder - sehr langatmig, so dass ich nach einiger zeit weggeschaltet hatte. lg heik
XXLALF
XXLALF, 11.10.2010
dramatisch und spannend ist der film wohl schon gemacht, aber dennoch muss ich nicht unbedingt die dvd davon haben. super geschrieben, bw und ganz liebe grüße
Scigy
Scigy, 09.05.2005
nur zustimmen, was das Thema quotKameradschaftquot und Kriegstreiberei betrifft. Wieder mal brilliant. Viele gruumlszlige - Scigy
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Lama40

Das Boot kein Antikriegsfilm

ein Testbericht von 2005-04-09 20:15:08 vom 09.04.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: anschauen kann man ihn schon...
Nachteile/Kritik: -
Hallo Filmgemeinde,
vor vielen Jahren habe ich die Fernsehfassung -also die 6 Folgen a 45 Minuten gesehen.
Ich bin ziemlich enttäuscht über die DVD-Fassung dieses Films. Der Film wurde zu einem Actionstreifen zusammengeschitten. Selbst die Szenen, in denen die Einsamkeit oder auch
die wahnsinnige Langweile an Bord des U-Boot ausdrückten sollten, sind nicht mehr vorhanden.
Auch die Konflikte des jungen Matrosen, der eine französische Freundin hat, welche ein Kind von ihm erwartet, wurden gnadenlos zusammengestrichen.
Glücklicherweise kann man die schauspielerische Leistung nicht so kaputt schneiden.
Herbert Grönemeyer ist für mich der beste Akteuer in diesem Streifen. Auch der Schauspieler, der das "Gespenst" Johann spielt, ist absolute Spitze. Aber auch dessen Ängste, die ihn fast
zum Wahnsinn trieben, und damit zu nicht mehr kontrollierbaren Aktionen bewegten, sind in der Filmfassung verharmlost worden.

Viele sind vielleicht begeistert von der digitalen Überarbeitung des Filmes. Ich habe solche Meinungen gelesen. Ich bin nicht davon begeistert. Um die Aktion vollkommen zu machen, wurden
die Angriffe mit Wasserbomben zusätzlich besonders intensiv gestaltet. Sicherlich etwas für den Bassgewöhnten Bauch.

Der Film ist eben auch für den amerikanischen Markt zugeschnitten worden.Ich kann nicht beurteilen ob er wirklich authentisch,wie behauptet, ist.Ich war im Technikmuseum in Bremerhaven und habe mir dort das U-Boot "Wilhem Bauer" auch von innen angesehen. Es ist eines der letzten im 2.Weltkrieg gebauten Boote.
Es ist sehr beklemmend durch dieses Boot zu gehen und man ist erschreckt über die Enge die dort vorscherscht. Dabei war es schon eines der größeren Boote. Diese Enge wird im Film
nicht authentisch wiedergegeben.
In Berichten ist zu lesen, daß das Aus- und Einlaufen der Boote in die Häfen, zu dem gefährlichsten Momenten zählte. Das Verabschieden und Empfangen mit Blasmusik und Trara ist ziemlich dümmlich und schadet nur dem Film und führt zu einem plötzlichen Ende.

Die DVD ist mit den Zusatzfunktionen -Kommentar von Wolfgang Petersen,das Making Of -beides in englisch- ist er kein Deutscher? oder dem Original US-Kinotrailer auch nichts besonderes.

Es ist leider kein AntiKriegsfilm, weil Antikrieg entsteht im Kopf und nicht dadurch stundenlang dem
Klang von detonierenden Wasserbomben zuzuhören.

Wenn ihr einen wirklichen Antikriegsfilm sehen wollt, dann schaut Euch den Film "Die Brücke" von
Bernhard Wicky an. Der hat diese Aktion, wie im Film "Das Boot" nicht nötig.

Lama40
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 3,00 / 5,00 3
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Kommentare
TOMM28
TOMM28, 09.04.2005
Hallo, ich fand den Original Film auch besser! fast 5Std Deutsche Darsteller die zusammen einen verdammt guten Film ergaben! Die Zusammenstellung die Auswahl der Hauptrollen fand ich bemerkenswert und sehr interessant! Durch die DVD verliert der Film e
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Tut_Ench_Amun

Seh tüchtig

ein Testbericht von 2004-11-04 21:31:41 vom 04.11.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: So ziemlich alles, zumindest was den Film an sich angeht....
Nachteile/Kritik: Da diese Version ursprünglich für den amerikanischen Markt gedacht war, fällt das Bonusmaterial recht mau aus und liegt nur in Englisch vor. Kuriosum bei einem deutschen Film.
Bei dem derzeit vorherrschenden Mistwetter und merklich kühleren Temperaturen kann man es sich mal wieder schön vor dem heimischen DVD-Player gemütlich machen. Irgendwie war mir nach Nostalgie zumute und so fand sich letztens mal wieder ein absoluter Evergreen im Laufwerk wieder. Die Verfilmung von Lothar-Günther Buchheims Bestseller „Das Boot“ – in der Director’s Cut Edition - Wolfgang Petersens. Das Projekt wurde damals 2 Mal von Hollywood angefangen, jedoch schon in der Pre-Production Phase wieder abgeblasen. Bis sich Petersen und die Bavaria-Studios 1980 des Stoffes annahmen. Mit einem Budget von 42 Millionen Mark und einem Cast, der sich heute liest, wie ein who-is-who der deutschen TV-, Kino- und Musikszene. Er brachte vielen heute bekannten Darstellern den endgültigen Durchbruch. Der Rest ist Geschichte. Er gilt immer noch als DER deutsche Nachkriegs- bzw. Antikriegsfilm und bis heute als ungeschlagene Referenz des Genres.

[ Alle Mann auf Gefechtsstation! | Zur Story ]
Im Winter 1941 steht es um die deutsche Kriegsmarine alles andere, als zum Besten. Die U-Boot Männer, die von allen ehrfurchtsvoll „Die grauen Wölfe“ genannt werden, feiern als so ziemlich der einzige Truppenteil zwar immer noch einige Erfolge im atlantischen Geleitzugkrieg, doch nicht zuletzt dank technischer Neuerungen auf Seiten der Alliierten, wird das Kriegshandwerk für sie immer schwerer. Das Kriegsglück der deutschen U-Bootwaffe steht am Wendepunkt der Geschichte, wo aus den Jägern schließlich Gejagte werden.

Ein weiteres Problem sind die durch Dauereinsatz und -beschuß von Wasserbomben psychisch und physisch ausgelaugten oder – dem Gegenteil - viel zu jungen, unerfahrenen Mannschaften, die das OKM/BdU ohne Unterlass auf Feindfahrt schickt. Die desolate Versorgungslage und immer wieder auftauchende, technische Defekte an den U-Booten (selbst ohne Feindeinwirkung), tun ihr Übriges. Der Opener des Films umschreibt die Situation passend: „Im zweiten Weltkrieg wurden 40.000 Mann auf deutschen U-Booten eingesetzt – 30.000 kehrten nicht zurück“.

Die Geschichte von U-96 und seiner Mannschaft, beginnt im November 1941 in französischen La Rochelle. U-96 bekommt den Marinekriegsberichter Leutnant Werner (H. Grönemeyer) zugewiesen, der im Verlauf zu einem der roten Fäden der Story wird. Er verkörpert den autobiographischen Teil Buchheims, sein Alter Ego, aus dessen gesammelten Kriegserfahrungen von 2 Feindfahrten sich das Buch zusammensetzt. Das Boot liegt derzeit nach einer Feindfahrt in den französischen Atlantik-Bunkeranlagen, wird wieder hergerichtet und neu bestückt, während die Besatzung einen ausschweifenden Landgang zelebriert, bevor es wieder ab an die Front geht.

Der besonnenen Kapitänleutnant (J. Prochnow) – kurz „Kaleun“ aber meist immer nur „Der Alte“ genannt - gehört ebenso, wie der Leitende Ingenieur (K. Wennemann) – kurz „L-I“ - als Mittdreißiger schon zu den alten und erfahrenen Hasen des U-Bootkriegs. Beide sind was den Krieg angeht vollkommen desillusioniert und immun gegen jegliche Propaganda. Auch die junge Besatzung ist weitgehend eine aufeinander eingeschworene Gemeinschaft. Eine Gemeinschaft, die auf der folgenden Feindfahrt im Atlantik erneut auf eine harte Probe gestellt wird. Katz und Maus Spiel auf hoher See - 48 Mann auf engstem Raum in einem verletzlichen, stählernen Sarg mit Dieselelektrischem Antrieb...Der Stoff aus dem psychologische Lehrstücke sind.

[ UZO auf Brücke! | Kritik ]
Ein Film, der bei seinem Erscheinen 1981 in Deutschland nicht nur auf Gegenliebe stieß, als die 6 Stunden Fernsehfassung dann 1985 in drei Teilen ausgestrahlt wurde, war der Streifen jedoch national und international bereits anerkannt und hoch dekoriert. Die schärfsten Kritiker hierzulande stimmten jetzt plötzlich in das Loblied mit ein. Unter ihnen auch Buchheim selbst, der vorher immer was zu nörgeln hatte (wenn auch aus anderen Gründen, als die Filmkritiker).

Es wurden seinerzeit recht fadenscheinige Argumente aus dem Ärmel geschüttelt, weswegen der Film schlecht sein müsse – nur wenige getrauten sich der Wahrheit die Ehre zu geben und die wahren Gründe für ihre Ablehnung kund zu tun: Ein deutscher Regisseur macht einen deutschen Kriegsfilm, ohne seine Figuren dabei mit reuiger Schwermut zu kasteien. Er zeigt die Menschen aus allen Gesellschaftsschichten, die das unbarmherzige Schicksal zum Dienst an Bord von U-96 verschlug. Alltags- und Extremsituationen sind vorprogrammiert - aber keine barbarischen Hunnen in Uniform.

Er besitzt sogar die Frechheit den Zuschauer förmlich dazu zu zwingen sich mit der Mannschaft des Bootes zu solidarisieren. Na wenn das nicht mal nach impertinenter Nazi-Glorifizierung riecht! Anno 1980 noch ein schwerer Tabubruch und Überbleibsel aus der Nachkriegszeit. Hat man den Deutschen doch schon in der Schule beigebracht (selbst in meiner Schulzeit noch teilweise) sich bei der Thematik des 2. Weltkriegs kollektiv schlecht und schuldig zu fühlen. Am besten man vermeidet das Thema komplett, so lautete lange Zeit die Doktrin. Aus den Augen – aus dem Sinn.

Und plötzlich zeigt Petersen eine Mannschaft, die nicht „Sieg Heil!“ brüllend mit Glanz und Gloria auf die Alliierten losgeht. Vielmehr um ihr Leben in der stickigen Sardinenbüchse kämpfen müssen, weil man sie schlichtweg dazu verdonnert hat. „Die oder wir“, das war die Devise und entspricht der simplen Wahrheit, auch wenn das von den hiesigen Kritikern nicht so gern zugegeben wurde. Deutsche in Uniform MUSSTEN zwangsläufig böse Finsterlinge sein und auch so dargestellt werden. Was sollen nur die ehemaligen Kriegsgegner denken?

Ich hab den ganzen Tumult damals schon nicht verstanden, denn wer „Das Boot“ auch nur halbwegs aufmerksam anschaut, dem können die unverhohlenen, kritischen Töne über den Wahnsinn des U-Krieges einfach nicht entgehen. Unmöglich. Es sei denn man WILL sie nicht wahrnehmen. Das ging selbst mir im zarten Alter von 15 Jahren auf, als ich die 3-teilige Langfassung im Fernsehen bei Erstausstrahlung 1985 sah (für die Premiere 1981 im Kino war ich mit 11 noch zu jung, um in den Film gelassen zu werden).

Die internationale Presse feierte damals den Kinofilm schon als Meisterwerk, während man in Deutschland noch vor falscher Scham versank. Die Wogen glätteten sich erst, nachdem Petersen 7 Oscar-Nominierungen einheimste. Ausgerechnet aus den USA (!), immerhin einem dieser ehemaligen Kriegsgegner, die man mit „Das Boot“ vergrätzt wähnte. Derart geadelt, hatte der Film urplötzlich auch bei uns den Stellenwert erhalten, den er verdient. Verrückte Zeiten. Verrücktes Volk, wir Deutschen. Heute sind wir hoffentlich etwas weniger dogmatisch.

Petersen und Prochnow verlagerten ihren Wirkungskreis hernach verstärkt in die USA, wer will es ihnen verdenken? Doch auch hier kamen viele der Darsteller zu ordentlichen Karrieren. Grönemeyer ist in aller Munde und mit der dienstälteste Deutschrocker. Martin Semmelrogge (Zwo-W-O), Klaus Wennemann (L-I), Heinz Hoenig (Hinrich), Ralph Richter (Frenssen), Uwe Ochsenknecht (Oberfeldwebel) und Claude-Oliver Rudolph (Ario) kennt heute jeder aus dem TV. Für Hubertus Bengsch (Eins-W-O) reichte es leider trotz der Klasseleistung als einziger, (zunächst) wirklich nationalsozialistisch überzeugtem Offizier nicht zu einer großen Schauspiellaufbahn, dafür verleiht er seine markante Stimme oft bei Synchronisationen – unter anderem an Richard Gere oder auch Geraint Wyn Davies ("Nick Knight").

Otto Sander (Thomsen) und Günter Lamprecht (Kapitän der „Weser“) waren vorher schon gefragte Darsteller im deutschen Fernsehen und auf Theaterbühnen. Der „lumpige“ Rest besteht weiterhin aus ziemlichen No-Names, sie als Statisten zu bezeichnen wäre jedoch unfair, sie konnten das gebotenen Sprungbrett leider nicht nutzen und dümpeln unverdient in der relativen Vergessenheit des Abspanns. Trotz ebenfalls hervorragender Leistungen. Das gilt in erster Linie für Maschinist Johann und den Steuermann Kriechbaum, aber auch andere Charaktere, ohne die der Film um wichtige Schlüsselfiguren ärmer wäre. Überhaupt hat Petersen im Directors Cut mehr der personenbezogenen Szenen eingebaut. Der neue Schnitt hat dem Werk gut getan.

Für eine glaubhafte Darstellung zog Petersen so ziemlich alle Register, die ihm 1980 zur Verfügung standen. Im Klartext bedeutet dass den Verzicht auf CGI, alle Tricks sind noch handgemacht. Das U-Boot Interieur wurde originalgetreu und maßstabsgerecht nachgebaut und befand sich auf einer beweglichen Aufhängung, um WaBo-Detonationen oder Bootsbewegungen zu simulieren.

Die Außenaufnahmen fanden mit Modellen verschiedener Größen statt, von 3 Meter bis hin zum leidlich seetüchtigen Boot mit den korrekten 64 Metern Länge eines Typ VII-C (übrigens vorher verleihen an Spielberg und zu sehen in „Indiana Jones – Jäger des verlorenen Schatzes“). Die Pyrotechnik, Hintergründe und Projektionen sind ebenfalls alle auf konventionellem Weg entstanden. Gelegentlich sieht man die Tricks bzw. den Einsatz von Modellen recht deutlich, wenn man Petersens Einfallsreichtum auch loben muss. Richtig grobe Patzer sind ihm nicht unterlaufen – heute könnte man das ohne Frage besser visualisieren. Für damalige Verhältnisse aber schon nicht schlecht. Stört auch nicht.

[ Auf Periskoptiefe gehen! | DVD und Bonus ]
1996 puzzelte Petersen aus der stark gekürzten Kino- und der epischen Fernsehfassung den Director’s Cut zusammen, mit restauriertem Bild und neu abgemischtem Ton. Unter dem Vertrieb von Columbia erschien diese editierte Fassung zunächst exklusiv auf dem mittlerweile aussterbenden Medium Laser Disc (LD). Mit Siegeszug der DVD im Wohnzimmer, wurde die Langfassung nun auch hierauf portiert. Am ziemlich interessanten Audiokommentar (lustigerweise in Englisch mit Untertiteln) merkt man, dass man die Fassung 1:1 davon übernommen hat – Petersen und Prochnow reden dort immer wieder von der „Laser Disc“ und nicht von „DVD“. Erstaunlich viele Darsteller haben sich übrigens für die englische Sprachfassung selbst synchronisiert, wenn auch leider einige der bekannten und berühmten Sprüche aufgrund schierer Unübersetzbarkeit deutschen Slangs ziemlich baden gehen.

Die neue Soundmischung und Modernisierung einiger Toneffekte betrifft hauptsächlich die englische Fassung, die deutsche Originaltonspur ist nun zwar auch in DD 5.1 remixed, doch leidet sie zuweilen an Schwächeanfällen. Besonders auffällig ist das in der „Bar Royal“-Szene. Zu dumpf und verwaschen – die (nicht ganz unwichtigen) Hintergrunddialoge und Gesprächsfetzen sind kaum noch zu hören. Es sei denn man reißt die Surroundanlage bis Anschlag auf. Schade. Betrifft auch einige Szenen im U-Boot. Trotzdem ist die Deutsche Originalfassung natürlich der schwachen Englischen immer noch vorzuziehen. Die Nebengeräusche sind akustisch gut und räumlich platziert, Plitschen von Wassertropfen, knarrende Spanten oder auch das Schraubengeräusch eines anlaufenden Zerstörers aus der richtigen Richtung schaffen beklemmende Atmosphäre – vom fies-hellen Pingen der alliierten ASDIC-Unterwasserortung mal ganz zu schweigen.

Während die WaBo-Detonationen und die Geräuscheffekte beim Bersten von Leitungen und anderen Beschädigungen des Bootes sehr knallig ausfallen, nimmt sich Klaus Doldingers berühmter Score dagegen sehr zurückhaltend aus. Da einige Tonspuren des Soundtracks aus unerfindlichen Gründen im Laufe der Jahre unauffindbar verschütt gegangen sind, steuerte er für die LD/DVD Produktion Material aus seinem privaten Fundus bei, sonst wäre der Director’s Cut streckenweise ohne Ton bzw. ohne Musikuntermalung gewesen. Nicht auszudenken. Der Soundtrack ist zwar dezent, aber alles andere als unwichtig, denn er unterstreicht und verstärkt die Handlung an wichtigen Stellen, ohne zu nerven. Ein Gutteil der erzeugten Stimmung geht auf seine Kosten.

Bildtechnisch hat man das Grundmaterial ein wenig restauriert, dennoch ist der Film in der Hauptsache recht dunkel und man sieht ihm sein Alter an, Kontrast und Schärfe (Pixelkörnung) sind aber noch in Ordnung und auch Blockbildung, Artefakte oder Bildzittern sind nicht - oder nur ganz minimal - festzustellen. Dass das Bildformat in 16:9 Widescreen vorliegt, darf man voraussetzen. Gut nur, dass Petersen auch die Teile für die lange Fernsehfassung (Die ja bekanntlich ein Seitenverhältnis von 4:3 aufweist, zumal in den 80ern noch niemand mit Widescreen im Wohnzimmer rechnen konnte) auch gleich im kinofreundlichen Breitbildformat gedreht hat. So war es kein Problem aus den 2 Versionen eine einzige zusammen zu schnippeln, ohne dass die Bildformate plötzlich mittendrin kollidieren.

[ Beide Maschinen AK! | Fazit ]
Die Geschichte ist laut Lothar-Günther Buchheim, dem Autor des zugrunde liegenden Buches, zwar „fiktiv, aber kein Werk der Phantasie“. Petersen oblag es nun aus dem Roman die wichtigsten und anschaulichsten Teile zu extrahieren und auf Celluloid zu bannen. Wie kein anderer Film gelingt es „Das Boot“ die klaustrophobischen Zustände und den Wahnwitz des U-Bootkrieges zu verdeutlichen – basierend auf den Erlebnissen Buchheims von 2 mitgemachten Feindfahrten als Kriegsberichter (wiewohl von einigen seiner Zeitgenossen hie' und da als Aufschneider oder Lügner diffamiert – teilweise sogar zurecht). Trotzdem wirkt "Das Boot" akkurat, schlüssig und glaubhaft.

Das magere Bonusmaterial ist nicht wirklich der Knaller, zumal für den amerikanischen Markt entworfen und dementsprechend nur deutsch untertitelt. Hier hätt man gerne das längst veröffentlichte Zusatz-Footage der deutschen TV VHS-Version drauf packen (u.a. eine 45 Minuten ZDF-Doku) können, das ist um Klassen umfangreicher und sehenswerter. Dafür ist der DVD-Audiokommentar recht aufschlussreich und entschädigt ein wenig. Gesehen haben sollte man den bislang erfolgreichsten Exportschlager unserer Filmindustrie auf jeden Fall einmal. Der Director’s Cut ist ein guter Kompromiss zwischen der Langfassung fürs Fernsehen und der zu stark gekürzten Kinofassung von Anno dazumal. Wenn auch so manche derbe und längst legendär gewordene Zote der TV-Version geschnitten wurde, so dient das der besseren Balance des Gesamtwerks. Dem verdienten Kultstatus tut das keinerlei Abbruch.

So Long

Der Lenzpumpen-Pharao

DVD-Daten auf einen Blick:
Vertrieb: Bavaria / Euro Video
Genre: Kriegsfilm
Deutschland 1981 (DVD 1997)
DVD-Art: Typ 9 / Regio: 2 / FSK 12
Lauflänge: 208 Minuten + ca. 30 Minuten Bonus
Bildformat: 16: 9 Widescreen (1,85:1 anamorph)
Tonformat: DD (Englisch), DD 5.1 (Englisch, Deutsch)
Bonusmaterial: Audiokommentar, Making Of, Trailer

Drehbuch & Regie: Wolfgang Petersen
nach der Vorlage von Lothar-Günther Buchheim
Musik: Klaus Doldinger
Produziert von: Günter Rohrbach und Michael Bittins
Darsteller: Jürgen Prochnow (Der Alte), Herbert Grönemeyer (Lt. Werner), Klaus Wennemann (LI), Martin Semmelrogge (Eins WO), Hubertus Bengsch (Zwo WO), Heinz Hönig (Hinrich), Ralf Richter (Frenssen), Claude Oliver Rudolph (Ario), Uwe Ochsenknecht (OFw/Bootsmann), Jan Fedder (Brückenwilli) uva.
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Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
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Kommentare
Overknees
Overknees, 13.11.2004
...immer noch gelindes Miszligtrauen gegen alles, was von der Margarine an die Oumlffentlichtkeit dringt...

Bei diesem Film allerdings wenig... einer der ganz wenigen wirklich groszligen aus dieser Zeit.

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winterspiegel

Kriegsfilm mit Tiefgang

ein Testbericht von 2004-05-01 13:43:37 vom 01.05.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: Musik, Darsteller, Ausstattung, Regie...
Nachteile/Kritik: Nicht viel
Als ich Anfang der 80er Jahre, nahe München bei der Bundeswehr stationiert war, nutzte ich diese Gelegenheit zum Besuch der Bavaria-Filmstudios, um an einer Führung, der Sets teilzunehmen, die damals für verschiedene Film und Fernsehproduktionen, entstanden sind.
Ambitionierte Filme und Serien wie zum Beispiel: „Rote Erde“, die „unendliche Geschichte“, und „Enemy Mine“ entstanden hier.
Ein Film der die Bekanntheit, und das Renommee der Studios, auch über Landesgrenzen hinaus aber erst entstehen ließ, war: „DAS BOOT“ das der Ostfriese Wolfgang Petersen, nach dem Bestseller von Lothar –Günter Buchheim inszenierte. Zuvor hatte er sich mit verschiedenen Fernsehproduktionen (Tatort: „Reifezeugnis“) profiliert.

Petersen zog es bekanntermaßen nach Hollywood, und die Studios verloren in den Jahren danach immer mehr an Einfluss, lebten aber vom Mythos eines Filmes der in der deutschen Filmlandschaft einzigartig blieb.
Denn ohne Zweifel gute deutsche Filme wie: Bernhard Wickis „die Brücke“ oder Schlöndorffs „ Die Blechtrommel“, die in etwa in der gleichen „ereignisreichen“ Zeit angesiedelt sind, kommen meiner Meinung nach an diesen großartigen Film nicht heran.

Das BOOT gibt es in drei Filmversionen, einmal die ca.2 Stunden lange Kinofassung, dann die sich weit über 5 Stunden erstreckende mehrteilige Fernsehfassung, und schließlich den sogenannten Director`s – Cut, der eine Mischung aus den beiden erstgenannten ist, und immerhin noch in stolzen 208 Minuten Länge, diese fast schon epische Geschichte erzählt.

Auf diese Version möchte ich mich beziehen, um dieses cinematische Meisterwerk, auf vorliegender DVD etwas näher vorzustellen.


FILMHANDLUNG

1942: Die Tage des „Dritten Reiches“ sind langsam gezählt, die U–Boot-Flotte – einst ganzer stolz der Marine, wurde mittels massiven Wasserbombeneinsatzes der Alliierten stark dezimiert.
In dieser mehr als ungünstigen Situation bekommen die Männer um den Kapitän – „Der Alte“ (Jürgen Prochnow ) den Einsatzbefehl, feindliche Geleitzüge aufzuspüren, und diese zu torpedieren. Vom französischen Stützpunkt La Rochelle aus geht es, nachdem die Mannschaft zuvor noch einmal gefeiert, und so richtig die Sau rausgelassen hatte, auf Feindfahrt.
Anfangs ist die Stimmung noch ausgelassen, das ist auch Leutnant Werner (Herbert Grönemeyer) der als Kriegsberichterstatter, zu der Mannschaft gestoßen ist zu verdanken, dessen Arbeit die Leute von der Routine des Bootsalltags ein wenig ablenkt.
Nur der Kapitän hat dunkle Vorahnungen, ihrer Lage betreffend, das kann auch ein erfolgreich torpediertes, feindliches Schiff nicht übertünchen.
Als sie kurz darauf von einem Zerstörer entdeckt werden, und massiv unter Wasserbombenbeschuss geraten, dämmert es langsam auch dem letzten an Bord, dass sie nicht mehr Jäger, sondern Gejagte sind, die sich einer Militärischen Übermacht gegenüberstehen, die alle Vorteile auf ihrer Seite hat.
So beginnt eine Odyssee die das BOOT durch die Meerenge von Gibraltar führt, in der das gefährliche Katz und Mausspiel fortgeführt wird, und von den Männern des Bootes alles abverlangt wird, um wieder den Heimathafen zu erreichen, und nicht ein vorzeitiges, nasses Grab zu finden.


KRITIK

Als die Führung damals durch die enge Röhre des Nachbaus der U-96ging, die in ihrem inneren bis ins kleinste Detail dem Original nachempfunden ist, (Pläne und Photos mussten herhalten, da es kein einziges erhaltenes U- Boot mehr gibt) konnte ich mir kaum vorstellen wie hier die phantastischen, teils mit nervenzerreisender Spannung inszenierten Unterwasserabschnitte entstanden sein sollen. Zu nüchtern und pragmatisch schien der klaustrophobische Innenraum zu sein. Erst Licht, Kameraführung, Ton, und Filmmusik lassen aus dieser kalten Eisenröhre, den Schauplatz einer spannenden Geschichte werden, wie sie Petersen mit noch nie zuvor gezeigter Intensität der Bilder auf die Leinwand bannt.

Diesen Streifen sah ich erst als Video in der Kinofassung, (leider nicht im Kino) die mehr Aktion orientiert ist. Dann den im Fernsehen als mehrteilige Serie laufende Fassung, deren Stärke es ist auf die menschlichen Schicksale, die sich hinter den Protagonisten verbergen etwas näher einzugehen. Gefallen haben mir beide Versionen, obwohl mir die Serie alles in allem gesehen, vielleicht doch ein wenig zu langatmig war.
Schließlich die vorliege Fassung der DVD, die Petersen 1997 neu schnitt und wieder ins Kino brachte. In ihr hat er meiner Meinung einen schönen Mittelweg zwischen ausgeprägten Personenstudien und spannendem Kriegsfilm gefunden.
Es macht schon einigen Spaß sich diesen klasse Film in bester digitaler Qualität anzuschauen, da merkt man erst den großen Unterschied zu herkömmlichen Fernsehbildern.

Der Film musste sich nach der Premiere harte Kritik von allen Seiten gefallen lassen, den meisten war er anscheinend zu unkritisch was das Thema anbelangt.
Das der Film den ihm gebührenden Erfolg schließlich doch noch hatte, halte ich gerade diesem Umstand zugute. Es muss nicht immer gleich der moralische Zeigefinger erhoben werden, um zu zeigen welche Teufel die Deutschen doch waren, das ist ja schon zur Genüge von Hollywoodproduktionen vorexerziert worden. Natürlich muss der Film gewissen Spannungsmechanismen Folgen, damit er funktionieren kann, dennoch halte ich die Handlung alles in allem für durchaus glaubwürdig. Die neue Version untermauert wie ich glaube diese These noch mehr.


SCHAUSPIELER

Die meist unbekannten Schauspieler wurden durch ihre Rollen ziemlich gefragt und populär, der leider inzwischen verstorbene Klaus Wennemann, Martin Semmelrogge, Uwe Ochsenknecht, Heinz Hönig, und Herbert Grönemeyer – um nur einige zu nennen, machten danach die unterschiedlichsten, und zum Teil erstaunlichsten Karrieren im eigenen Land.
Einzig Jürgen Prochnow, der im „BOOT“ den „ALTEN“ spielt, war schon vorher etwas bekannter, und konnte sich danach einen Platz in Hollywood ergattern, dort spielt er seither vorwiegend Bösewichte.


FILMMUSIK

Eine der prägnantesten Filmmusiken die ich kenne, die von Klaus Doldinger mit gänsehautverursachender Intensität eingespielt wurde. Der Erfolg dieses Stückes machte auch vor den Charts nicht halt, soweit ich mich erinnere schaffte es eine Disco-Version dieser Zeitlosen Filmmusik ganz nach oben.
Auch Ton und Effekte wurden für diesen Director´s-Cut neu eingespielt, sodass es in dieser Hinsicht nichts zu bemängeln gibt.



DAS BUCH

Lothar – Günther Buchheim der selber gegen Ende des zweiten Weltkrieges als Kriegsberichterstatter auf einem U-Boot stationiert war, und im Film von Herbert Grönemeyer dargestellt wird, verarbeitet seine Erlebnisse und Erinnerungen in diesem Roman der als Vorlage gilt.
Buchheim stand lange auf Kriegsfuß mit der Verfilmung, schien mit der Zeit aber versöhnlicher auf den Film zu reagieren.


DVD – EXTRAS

Auf der DVD ist ein Audiokommentar von Petersen und Prochnow enthalten, zusammen mit dem Produzenten dieses Director`s – Cut, geben sie so manchen interessanten Einblick in die damaligen Dreharbeiten, nur Prochnow gibt sich ein wenig wortkarg.
Die Kommentare selbst sind leider in Englisch, dankenswerter Weise wurden sie jedoch deutsch untertitelt.
Ebenfalls enthalten ist eine gut zehn Minuten lange Featurette, die in der Art eines überlangen Werbeclips gestaltet wurde.
Als Alternative gibt es außer den Originalton in deutsch, noch eine Englische Synchronfassung.


RESÜMEE

Auch wenn die vorliegende DVD so manch kleinen Modelzauber entlarvt, an dem auch ein für damalige Verhältnisse großzügiges Budget von 25 Millionen DM nichts ändern kann, bleibt ein Meisterwerk zurück das absolute Standards setzt, und an dem sich alle anderen U – Boot Filme messen lassen müssen.
Auch sollte sich Heute niemand mehr an der Art der Inszenierung stören, - es waren nicht alles Nazis, wie uns die meisten Amerikanischen Genrefilme glauben lassen wollen.
Es bleibt zwar noch immer ein Kriegsfilm mit realem Hintergrund, doch das unterhaltene Element steht bei ihm ganz eindeutig an vorderster Stelle, und das tut dieser spannenden Produktion, die ich für den besten deutschen Film halte nur gut.

(c) winterspiegel für Ciao & Yopi
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Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Packer

Ein schwimmender Sarg

ein Testbericht von 2004-04-26 23:00:38 vom 26.04.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: gezeigt wird wie ein Einzelner mit der Situation im U – Boot umgeht ...
Nachteile/Kritik: Nichts was man beanstanden könnte
Von den 40. 000 deutschen U – Boot Männern des Zweiten Weltkrieges kehrten 30.000 nicht zurück.

La Rochelle Herbst 1941. Die „Schlacht im Atlantik“ wird härter. Die deutsche U – Boot – Flotte, mit deren Hilfe Hitler England aushungern wollte, hat die ersten schweren Rückschläge erlitten. Immer wirkungsvoller werden die Geleitzüge fahrender englischer Frachtschiffe von Zerstörern abgesichert. Dennoch werden von den französischen Atlantikhäfen aus immer neue U – Boote in den Kampf geschickt.

Die Handlung
*************
Bevor das U – Boot mit seinem Kommandanten (Jürgen Prochnow) und dessen Mannschaft am nächsten Tage für mehrer Monate sich durch den Atlantik kämpft. Wird am Abend noch richtig lustig gefeiert. Thomsen, ein Kommandant eines weiteren U – Boots wird zudem auch durch ein Ritterkreuz gefeiert, der bei diesem Fest sich in einem starken alkoholisierten Zustand fast um Kopf und Kragen redet, aber es noch rechtzeitig schafft davon abstand zu gewinnen und den Richtigen Weg einzuschlagen. Am nächsten Morgen wird das U – Boot mit dem Titel „Mussi denn zu Städtele hinaus“, aus dem Hafen begleitet.

Die recht junge Mannschaft, Kinder die noch an der Mutterbrust gehören, wie der Kommandant sagt durchkreuzen mit dem U - Boot den Atlantik, in der Hoffnung mal endlich auf Feindberührung zu stoßen. Aber was sie auch machen, sie haben einfach nicht den erwarteten Erfolg. Das ewige Warten auf feindliche Schiffe zu stoßen, bringt Langeweile und unter anderen auch Disharmonie. Der Kommandant entscheidet sich mal eine Platte aufzulegen um für einen Augenblick aus der Langeweile und Disharmonie zu flüchten. Durch den Deperrary Song entwickelt sich eine ausgelassene Stimmung der Mannschaft. Doch auch wenn es kurz zu einer aufgeheiterten Stimmung kommt, so hängt die Mannschaft wieder auf den Null Punkt. Nach einer Zeit wird ein Funkspruch entschlüsselt und der Kommandant glaubt zunächst, dass es ein neuer Kurs sein könnte, aber nach kurzer Zeit steht fest der Geleitzug ist zu weit weg und kann von der Zeit her nicht erreicht werden. Die Emotionen der Männer ist weiterhin auf den Null Punkt also von verschiedenen Emotionen gesegnet aber dann endlich nach langer Zeit der Warterei passiert endlich was….

Meinung:
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Zufällig weiß ich, wie die deutschen Soldaten damals richtig gefeiert haben, wenn es am nächsten Morgen wieder los ging, denn mein Opa hatte mir mal davon erzählt und so wie diese Feier in diesen Film gezeigt wurde gab es keine Unterschiede, berauschend und frivol. Sich ein ansaufen, bis es nicht mehr ging. Aber am nächsten Morgen wieder munter und ohne Anzeichen das man den Soldaten ansehen würde das sie tatsächlich am vor Abend ein getrunken hatten. Man kann die U – Boote von Damals mit denen von Heute natürlich gar nicht vergleichen, denn Damals kann man noch sagen, dass diese U – Boote wie Fischkonserven gebaut wurden, eng und mit 50 Mannbesatzungen. Man stelle sich mal vor, was alles für Düfte in einem hochkommt und dann ebenso noch eine einzige Toilette für 50 Mann. Ein U – Boot fährt ja mehr unter Wasser, als auf Wasser und wenn es auf längerer Sicht keine frische Luft gibt, ziemlich übel. Das Boot war Damals als der Film gedreht wurde, ein ferngesteuerte Modell, das man immer auf freier Fahrt in diesen Film zu sehen bekommt und die Schauspieler spielten im Studio. Das U – Boot wurde zur hälfte aufgebaut, so das die Kamerateams immer ein guten Weg hatten. U – Boote nennt man auch schwimmende Särge

Es gibt in diesen Film auch Szenen, die mich doch hin und wieder amüsierten, weil es Situationen gibt die man im Einzelnen gar nicht verhindert kann. Sei es nun die Essecke des Kommandanten, weil die natürlich so eng ist das immer mal der eine oder andere durchmarschieren musste. Oder man muss sich mal vorstellen da sitzt einer auf Toilette, hat noch nicht mal richtig abgedrückt und dann gibt es ein Alarm und der läuft mit halb angezogener Hose durch das U – Boot. Auch die Situation mit den Sackratten ist für mich eine amüsante Situation. Ich habe auch viel Lachen können, denn es hat viele kleine komische Situationen gegeben. Zum Beispiel als der eine Sagte Hast Du eigentlich Haare in der Nase Sagt der andere Nee Wieso? Da sagt der andere Ich habe nämlich Haare am Arsch die können wir ja zusammen knoten.

Die Darstellung der Schauspieler in Situationen, wie diese als man ein Probealarm ausgelöst hat, finde ich sehr beeindruckend, denn die haben in ihren Gesichtern es so wiedergegeben, das man es ihnen angesehen hat das sie Panik hatten. Auch als der Kommandant, nach dem Probealarm eine Tauchfahrt anordnete um mal zu prüfen ob die Verschlüsse halten würden. Hat man eine Situationen gesehen, zum Beispiel der Schauspieler Herbert Gröhnemeyer( Kriegsberichtserstatter) der noch nie in einem U – Boot sich befunden hat, zeigte durch die Geräusche vom arbeitenden Metall Angst und schweiß. Amüsant finde ich auch wie man den Herbert Gröhnemeyer beobachtet und die Mannschaft sich dabei ein grinste. Zudem kommt natürlich auch noch dazu, dass der Schauspieler Semmelrogge ihn auch so richtig aufbaute.

Wenn sich einer bei den Film mal die Frage stellen sollte, warum die soviel Zitronen essen, das hat damit zu tun, das die Zähne nicht ausfallen sollen. Aber wie das so im Einzelnen nachzuvollziehen ist kann ich auch nicht genau sagen nur das irgendwie das Zahnfleisch ohne diese Zitronensäure kaputt geht also viel Vitamin C.


Dramatische Situationen ergeben sich in diesen Film mehr als man denkt. Gerade auch die Konfrontation mit einem Zerstörer. Auf Seerohrtiefe beobachtet der Kommandant den herannahenden Zerstörer und will den bei rauer See angreifen. Für einen Augenblick verliert der Kommandant den Zerstörer aus den Augen, plötzlich taucht der Zerstörer ganz nahe auf, so dass sie Tauchen müssen, dann fallen auch schon die ersten Wasserbomben. Eine weitere Situation, der Maschinist Johann der von der dauerhaften Bombardierung der Wasserbomben wahnsinnig wird. Oder durch die Bombardierung befindet sich das U – Boot bei über 260 Meter auf den Meeresboden. Wasser ist eingedrungen, der Sauerstoff wird knapp und der Eindruck könnte entstehen die Mannschaft könnte es nicht mehr schaffen an die Oberfläche zu kommen, durch Geschick und Überlegung wird es geschafft, das U – Boot wieder flott zu machen.


Durch diesen Film sind viele Schauspieler, wie Jürgen Prochnow, Uwe Ochsnknecht Herbert Gröhnemeyer, Klaus Wennemann oder Heinz Hönig erst richtig bekannt geworden. Zu den einzelnen Schauspielern ist eigentlich kaum etwas zu sagen, denn als Team spiegelte sich ein Bild wieder, wo jeder einzelne eine Glanzrolle spielt, Jeder Schauspieler spielte seine dramatische Rolle ganz hervorragend und es entwickelte sich in jedem Schauspieler eine eigene menschliche Figur.

Das Boot Deutschland 1981 von Wolfgang Petersen vom Genre Action, Drama, Krieg Label Euro Video, Freigabe ab 16 Jahren 199:33 Minuten. Oft genug hat es den Film im Fernsehen gegeben, doch denke ich auch dass die DVD bestimmt besser ist. Wenn ich wieder ein wenig mehr Geld habe werde ich mir die DVD auch noch kaufen. Wolfgang Petersen Geboren am 14 März 1941 in Emden Lower Saxony Deutschland gehört zu den vier Top Regisseuren die ein Recht auf den „Director`s Cut (das letzte Sagen über den Film) haben. In den 70er hat er schon mit Tatort angefangen und das Reifezeugnis mit der seinerzeit 16 jährigen Nastassja Kinski gedeht Mit In the Line of Fire drehte er sich zum Erfolg

Fazit:

Die Mischung aus Dramatik und Action gibt eine gewisse Note. Da ich bei diesem Film auch Lachen konnte sollte man den Film aber nicht als eine Komödie betrachten, denn das ist der Film ganz gewiss nicht. Der Film bleibt von Anfang bis ende Spannend, weil man hier auch viel mit Dialogen zu tun hat und zudem ist das auch ein Film mit Anspruch. Empfehlung für Alle die wissen was sie bei einem solchen Film erwarten. Über eine Schenkung würde sich die Person ebenso freuen (Sammler und Kriegsfilmseher) aber immer darauf achten das die Person diesen Film noch nicht hat.

Danke für das Lesen und bewerten

tätig bei ciao als (Pestlaeufer)
und bei dooyoo als (Filmpsychologe)
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
dreamweb

Das nenne ich Mittendrin

ein Testbericht von 2004-04-05 13:06:04 vom 05.04.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: sehr spannend, sehr gute Bild- und Tonqualität, excellenter Klang, gute Extras...
Nachteile/Kritik: Thema Krieg
Mittendrin in einem guten Film sein, wer will das nicht. Für mich ist es immer der Traum bzw. das Ziel, bei einem Film wirklich auch Soundmässig mitten drin zu sein. Aber auch wenn ich bei Filmen oft den Dolby Surround Ton lobe, so habe ich doch eher selten das Gefühl, mitten im Geschehen zu stecken. Vor einigen Tagen habe ich mir gebraucht in der Videothek ddie DVD Das Boot Directors Cut Special Edition gekauft. Hier meine Meinung zu dieser DVD, die ich mir jetzt schon zweimal angesehen habe.


VORWORT ZUR DVD VERSION


Das Boot ist ist auch heute noch der international erfolgreichste deutsche Film der Geschichte. Die Romanverfilmung über die Erlebnisse eines Kriegsberichtserstatters an Bord des deutschen U-Boots U 96 im Jahre 1941 erhielt neben 6 Oskar Nominierungen in den USA sogar den Golden Globe. Die mir hier vorliegende Directors-Cut Special Edition wurde nicht nur auf 208 spannende und interessante Minuten gekürzt sondern in einigen Szenen auch abgändert und vollkommen neu digitalisiert.


INHALT


Alles beginnt hier ganz friedlich. Eine junge U-Boot Mannschaft feiert ihre letzte Nacht an Land, bevor sie am nächsten Tag in See stechen. Es ist 1941 und die Männer befinden sich in La Rochelle, einem Hafen in Frankreich, das zu der Zeit schon von den Deutschen besetzt ist.

Der mit seinen 30 Jahren schon erfahrene Kaptain, den alle nur "Der Alte" nennen (Jürgen Prochnow) hat hier nur wenige Crewmitglieder, die schon lange mit dabei sind, ansonsten sind es alles sehr junge Männer. Mit auf die gefährliche Reise kommt auch Leutnant Werner (Herbert Grönemeyer), ein junger, noch unerfahrener Kriegskorrespondent, der sich von der Mission Vorteile für seine Karriere verspricht.

Doch er ahnt nicht, was noch alles auf ihn zukommen wird. Denn so einfach und sicher, wie sich das Leutnant Werner und einige aus der Mannschaft diese U-Boot Fahrt vorgestellt haben, wird das nicht. Während Anfangs die Bedrohung eher durch die sich immer höher schraubende Aggression der Mannschaft durch zu starken Leerlauf und schimmelnde Lebensmittel entsteht kommt es später auch zu gefährlichen Begegnungen mit englischen Schiffen (Zerstörern). Zudem bekommt der Kapitän einen Auftrag, der fast undurchführbar ist...


MEINUNG ZUM FILM


Den Film das Boot kenne ich schon, seit dem er 1981 herausgekommen ist und dann auch kurze Zeit später bei uns im Fernsehen als Mehrteiler ausgestrahlt wurde. Damals war ich noch in der Ausbildung und gerade auf einem Seminar. Ich erinnere mich daran noch sehr gut, weil ich mir diesen Film unbedingt ansehen wollte. Und ihn dann auch zusammen mit ca. 40 anderen Seminarteilnehmern in einem Gruppenraum sah. Und obwohl ich sowas eher nicht mag, hatte der Film auch damals schon eine ungeheure faszinierende Wirkung auf mich, so dass ich auch da alle Folgen angesehen habe.

Meiner Ansicht nach eroberte DAS BOOT wegen der sehr guten Machart, der guten Schauspieler und wegen der fast spürbaren Anti-Kriegs-Botschaft des Filmes hier nicht nur mein Herz sondern auch das von Millionen anderer Menschen. Noch heute ist DAS BOOT auch dafür bekannt, dass hier völlig neue Maßstäbe hinsichtlich des dramaturgischen Aufbaus und des technologischen Standards gesetzt wurden. Zudem hat der Film auch eine erschütternde Authentizität, was ihn zu etwas ganz Besonderem macht. Wer die Gelegenheit hat, sollte sich unbedingt in den Bavaria Filmstudios in München das Boot ansehen. Denn dort kann man sich das U-Boot ansehen und erfährt auch vieles darüber, wie dort gefilmt wurde. Auch die Enge eines solchen U-Bootes kann man sich dann viel besser vorstellen.

DAS BOOT war der elfte Film von Wolfgang Petersen. Für mich selbst ist aber der Name Wolfang Petersen immer direkt mit DAS BOOT verknüpft, weil er damals eine solche Furore auch bei uns in Deutschland machte und ich bewutß zum ersten Mal auch den Namen Wolfgang Petersen wahrnahm.

Der ganze Aufbau des Filmes ist realistisch und gut vorstellbar. Hier gibt es keine Supermänner und auch keinen übertriebenen Patriotismus, wie das so oft in amerikanischen Kriegsfilmen der Fall ist. Alles an dem Film zeigt eher, dass es sich um einen Anti-Kriegs-Film handelt. Denn das Leben in dem U-Boot wird genauso dargestellt, wie es zu Kriegszeiten wohl auch ist. Es wird hier nichts beschönigt und man bekommt auch einige schlimme Szenen zu sehen. Beispielsweise hat mich eine Szene sehr betroffen gemacht, in der einem schon sechs Stunden treibenden englischen Schiff der Gnadenschuss mit Torpedos gegeben wird. Und als das Schiff dann zerspringt und explodiert, bemerkt die Mannschaft erst, dass die Männer noch alle auf diesem Schiff sind. Es gibt da entsetzliche Szenen mit in Flammen stehenden Männern, die ins Wasser springen. Bloß haben sie da auch keine Chance, denn auch das Wasser brennt durch einen gewaltigen Ölteppich, den das beschossene Schiff versacht hat. Und wenn man da bei einigen hartgesottenen Männern auch noch normale menschliche Regungen sieht (einer heult), dann ist das für mich realistisch. Zumal war ich schon vorher am heulen, als ich die Schreie (Help me) der armen im Wasser treibenden Menschen sah und der Kapitän den Befehl gab, Rückwärtsschub einzuschalten. Denn es ist leider auch klar, dass so ein U-Boot keine Gefangenen aufnehmen kann. Das ist aber jetzt die einzige detaillierte Szene, die ich euch zumuten möchte. Denn ich will auch niemanden den Spaß an diesem gut gemachten Film verderben.

Sehr gut hat der Regisseur es hier meiner Ansicht auch geschafft, die Stimmung der Menschen in so einem U-Boot zu zeigen. Da sieht man wie sich die Mannschaft verhält, wenn es zu Krisensituationen kommt oder wenn es einfach darum geht durchzuhalten. Und man sieht auch, wozu Menschen in der Lage sind, wenn es um ihr Leben geht. Die Stimmung des Filmes ist insgesamt eher düster und bedrohlich, aber das ist für mich realistischer als heroische Helden mit coolen Sprüchen.

Musik und Effekte sind hier ebenfalls lobenswert. Alles wirkt hier sehr echt und untermalt damit noch die Botschaft, die der Film hier rüberbringt. Und schon im Vorwort wird gezeigt, worauf es hier drauf ankommt. Denn DAS BOOT ist eine Widmung an die vielen Menschen, die im zweiten Weltkrieg auf U-Booten ums Leben kamen. 40.000 deutsche Soldaten stachen auf U-Booten im zweiten Weltkrieg ins Meer und nur 10.000 Soldaten kehrten davon zurück. Das alleine zeigt zumindest mir hier schon, dass hier der Krieg nicht glorifiziert wird sondern der Regisseur zeigen will, wie schrecklich es dort manchmal zuging. Die Musik kann man sich aber auch ohne den Film gut anhören, so gut gefällt sie mir. Das Boot habe ich auch auf mindestens einer CD mit guten Filmmusiken.

Wer ein Happy-End erwartet, der wird enttäuscht sein. Denn wenn alles gut zu werden scheint, dann kommt es zu einem dicken Knall, den ich selbst schon nach allem, was die Männer hier ausgestanden haben, wie einen Faustschlag ins Gesicht sehe. Aber auch das Ende ist leider sehr realistisch.

Die schauspielerische Leistung in DAS BOOT ist auch ein Lob Wert. Nicht nur, dass man hier sehr viele bekannte deutsche Schauspieler für den Film bekommen hat. Nein, sie spielen hier auch ihre Rollen fast schon perfekt. Und so ist der in einem Ernstfall durchdrehende Mann ebenso vorstellbar wie die Bonzen, die mal kurz gezeigt werden, die alle nur ausfragen und ihr Leben genießen während die anderen gerade dem Tode entronnen sind. Bekannte Namen bei den Schauspielern sind beispielsweise Jürgen Prochnow, Herbert Grönemeyer ,Klaus Wennemann, Martin Semmelrogge, Heinz Hoenig und auch Uwe Ochsenknecht. Fasz9inierend fand ich aber, wie jung die da alles sind. Denn irgendwie war mir gar nicht bewußt, dass der Film jetzt schon so lange her ist.


MEINUNG ZUR DVD


Ich war sehr erstaunt über die gute Bildqualität. Denn immerhin ist 1981 doch schon ein wenig her. Da muss ich Columbia Pictures ein großes Lob zur Bildqualität dieser DVD aussprechen. Das Bild ist sehr deutlich und von der Qualität her kommt der Film auch mit neueren Filmen ohne Probleme mit. Selbst in den vielen Rotlicht-Filmszenen ist das Bild hier von sehr guter Qualität. (Rotlicht bezieht sich jetzt nicht auf Rotlicht-Milieu. In einem U-Boot kann man auf Rotlicht umschalten, dann sieht auch alles rotgefärbt aus).

Noch begeisterter war ich allerdings von dem Ton. Hier hat es sich gelohnt fast alle Soundeffekte digital neu Aufzunehmen. Bereits zu Anfang des Filmes macht sich das in einer Sezne bei der Anfahrt des U-Bootes stark bemerkbar. Der gesamte Sound wurde hier tatsächlich gleichmässig auf alle Lautsprecher verteilt, so dass ein sehr realistischer räumlicher Eindruck entsteht. Das bedeutet für das Ansehen des Filmes, man fühlt sich, als wäre man mittendrin. Ich habe nicht gewußt, dass dieses räumliche Mittendrin-Gefühl wirklich so machbar ist. Aber ich kam mir manchmal so vor wie dieses Päärchen von der Ersten-Reihe Reklame. Denn manchmal musst ich nachhorchen, ob jetzt bestimmte Töne von draußen kamen oder doch Hintergrundgeräusche des Ubootes waren. Sehr stark macht sich das auch in Szenen bemerkbar, in denen es zu Schusswechsel kommt. Da kommt man sich vor, als würde man ebenfalls beschossen, so echt kommt das herüber. Ich muss sagen, da schauderts mir doch ein wenig, denn ich distanziere mich gerne bei so schlimmen Szenen und das war hier nicht möglich. Aber auch sämtliche Geräusche, die man in so einem U-Boot hört, die hört man selbst hier so, als befinde man sich darin. Und das ist schon ein merkwürdiges Gefühl. DAS BOOT hat hier eindeutig neue Maßstäbe hinsichlich digitalisiertem Mehrkanalton gesetzt. Und ich bin schon gespannt, ob ich noch mal einen durchgängig so guten Mittendrin-Effekt bei einer DVD erleben kann. Ich habe mir den Film auf Deutsch in Dolby Digital 5.1 angesehen.

Auch einige Specials weist die DVD auf. Wer viel Zeit und Interesse an der Technik und den Hintergründen hat, sollte sich DAS Boot mit den Kommentaren des Regisseurs ansehen. In dieser Funktion stehen auch deutsche Untertigel zur Verfügung. Auch das Making Off ist sehr interessant, leider aber nur in englischer Sprache und ohne Untertitel verfügbar. Als drittes Special gibt es noch den Original Kinotrailer in englischer Sprache.


INFORMATIONEN ZU DEN ÄNDERUNGEN

(aus dem Internet)

Petersen, der nach DAS BOOT zu einem der angesehensten Regisseure in Hollywood aufstieg ("Outbreak", "Air Force One"), überwachte persönlich den Schnitt der neuen Fassung, die aus über sechs Stunden Original-Material zusammengesetzt wurde. Das Resultat ist eine der umfassendsten Modernisierungen, die je von einem Regisseur unternommen wurden, vergleichbar nur noch mit der Restauration der "Krieg der Sterne"-Trilogie durch George Lucas.

Um das Beziehungsgeflecht zwischen den einzelnen Männern an Bord der U 96 noch zu intensivieren, nahm Petersen feinfühlige Änderungen in der Personenzeichnung vor. Diese Präzisierung hat nebenbei noch den Nebeneffekt, daß sich die Spannung während der "Gammelfahrt"-Szenen und als das U-Boot manövrierunfähig am Meeresboden liegt, für den Zuschauer schier ins Unerträgliche steigert. Dazu trägt auch der ungeheure Realismus der Klangeffekte bei, die das bedrohliche Szenario fast schon körperlich spürbar machen.

Und Wolfgang Petersen fügt hinzu: "Ich wollte diesen Film schon immer als höchst unterhaltsamen Abenteuerfilm inszenieren, ohne dabei jedoch die grausamen Aspekte des Krieges zu unterschlagen. Diese Schnittfassung stellt jetzt endlich meine Idealvorstellung von DAS BOOT dar. Denn dank der modernen Technik kann die schockierende Realität an Bord der U 96 noch eindringlicher dargestellt werden als 1981 - die unheimlichen Geräusche ebenso wie die klaustrophobische Atmosphäre und die dennoch fast magische Anziehungskraft eines U-Boots. Ich denke, daß die Zuschauer eine Erfahrung machen werden, die sie nie mehr vergessen werden."

- Ich selbst finde die mir hier vorliegende Version durchgängig spannend und kann aus meiner Warte hier nur zufügen, dass mir diese Version sogar noch besser gefällt als die alte Version. Es kommt hier in keinen Fällen zu Langatmigkeit und das, was Petersen hier wollte, hat er bei mir auch erreicht. Der Film ist unterhaltsam, abeteuerlich, zeigt aber auch die Grausamkeit und Schrecklichkeit des Krieges.


DATEN


Titel: Das Boot - Director's Cut - Special Edition
Studio: Bavaria Film (1985)
Verleih: Columbia TriStar Home Video (1997)
Laufzeit: 207:51 min.
Regie: Wolfgang Petersen
Darsteller:
Jürgen Prochnow
Herbert Grönemeyer
Klaus Wennemann
Hubertus Bengsc
Martin Semmelrogge
Bernd Tauber
Erwin Leder
Martin May
Heinz Hoenig
Uwe Ochsenknecht

Regionalcode: 2
Fernsehnorm: PAL
Bild: 19:9 Widescreen, anamorph

Audiokanäle

1. Deutsch, Dolby Digital 5.1
2. Englisch, Dolby Digital 5.1
3. Englisch, Dolby Digital 2.0
4. Spanisch, Dolby Digital 2.0
5. Audio-Kommentar Wolfgang Petersen

Untertitel: Untertitel in sechs Sprachen verfügbar.

Genre: Action Drama - Krieg
Land: Deutschland

Jahr: 1981 / 1997

Spieldauer: 210 min Director's Cut

FSK-Freigabe: 12

Neupreis bei Amazon: 25,99 Euro



FAZIT


DAS BOOT ist ein abenteuerlicher und sehr spannender Anti Kriegs Film über eine deutsche U-Boot-Mannschaft im Zweiten Weltkrieg. Es ist Surroundmässig der erste Film, bei dem man vom Anfang bis zum Ende hin durchgängig das Gefühl hat, mittendrin zu sein. Auch die Bildqualität ist erstaunlicherweise hier sehr gut. Ich bin ziemlich beeindruckt von DAS BOOT in dieser Version auf DVD und halte hier sogar den relativ hohen Preis für gerechtfertigt. Ich selbst habe den Film allerdings gebraucht für Euro 14,99 in meiner Videothek erhalten. Wer sich nur ein wenig für das Thema interessiert, der sollte sich unbedingt DAS BOOT in der Special Edition ansehen. Bestbewertung hier von mir.


Liebe Grüße, danke fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren - Miara
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
EdeH

Der beste deutsche FIlm allerzeiten!!!

ein Testbericht von 2004-01-20 13:12:31 vom 20.01.2004
Empfehlung: ja
Hi

Den Film "Das Boot" hab ich zum ersten mal so mit 11 Jahren zusammen mit meinem Vater geschaut, und der Film hat mich da schon von Anfang an fasziniert.
Als die DVD rauskam war für mich klar: Die musst du haben!
Hier mein Bericht zu einem für mich größten Filme.

Hauptdarsteller:

Jürgen Prochnow
Uwe Ochsenknecht
Herbert Grönemeyer
Klaus Wennemann
Hubertus Bengsch
Martin Semmelrogge
Bernd Tauber
Jan Fedder
Ralph Richter
Heinz Hönig


Der FIlm spielt im Jahr 1941.
Der Kriegsberichterstatter Leutnant Werner geht 1941 an Bord der U-96, die den Auftrag hat, englische Transportschiffe zu versenken. Werner(Herbert Grönemeyer) soll der Heimatfront von den Heldentaten des Kapitäns und seiner Mannschaft berichten.

Kommandiert wird das Boot von dem erfahrenen Kapitänleutnant Lehmann-Willenbrock (Jürgen Prochnow), von allen nur respektvoll "Der Alte" genannt. Die Verantwortung für den Kurs trägt der Chefingenieur Johann (Erwin Leder), genannt "Das Gespenst". Er ist der wortkarge Mechaniker des U-Boots, der die Motoren Tag und Nacht liebevoll pflegt wie seine Kinder. Während der ersten Tage auf See hat die U-Boot-Besatzung nicht viel mehr zu tun, als ziellos zu kreuzen. Plötzlich ist der erste feindliche Zerstörer in Sicht. Der Kapitän gibt Alarm und die U-96 taucht ab. Wasserbomben explodieren ganz in der Nähe des U-Boots und erschüttern den metallenen Rumpf. Doch dies sollte nur ein leichter Vorgeschmack auf die kommenden Ereignisse sein. Die U-96 gerät in einen wochenlangen Sturm, der sie zwingt, ständig auf Tauchfahrt zu bleiben. Die Nerven der Besatzung werden aufs Äußerste strapaziert.
Als das U-Boot schließlich wieder auftaucht, wird ein Frachter-Konvoi gesichtet, der von mehreren Zerstörern eskortiert wird. Sofort lässt der Kapitän die Torpedos des U-Boots abfeuern. In einem Gegenangriff wird das Boot getroffen und fälltdanach in die bisher undenkbare Tiefe von rund 270 Metern ab. Für die Besatzung beginnt ein Albtraum aus Klaustrophobie und Todesangst.

Jetzt beginnt die unglaubliche Leistung der Besatzung, die die angeschlagenen Maschinen wieder auf Vordermann bringen, und nachdem sie das geschafft haben steigt das Boot wieder.
Der Sauerstoff war mittlerweile sehr knapp geworden.

Nun kommt der Schlussteil, das boot läuft triumphal in den Hafen ein, gefeiert von den Landsleuten, doch plötzlich ein Luftangriff des Feindes, und alle Besatzungsmitglieder kommen ums Leben bis auf Werner (Herbert Grönemeyer). Ein tragisches Ende.

Die Bild und Tonqualität ist hervorragend und tragen daszu bei, dass mit dieser DVD der Film noch großartiger scheint.

Alles in Allem ist das wirklich ein Film den man gesehen haben muss.

Vielen Dank fürs lesen

Mfg
Slim alias EdeH
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Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Skywalkeratwork

Torpedo Marsch!

ein Testbericht von 2003-12-04 17:51:02 vom 04.12.2003
Empfehlung: ja
Vorteile: Vor allem die erstklassige Besetzung!Man ist hautnah dabei, also tolle Inszenierung!Nette Effekte für dieses Produktionsjahr!Spannend, trotz Überlänge!Das überarbeitete Tonformat ist klasse!Neue Szenen mit mehr Action!Günstig zu haben!...
Nachteile/Kritik: Was soll es hier denn geben!?!?
Vorwort
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Ihr werdet es vielleicht nicht so recht glauben, aber ich hatte „Das Boot“ vorher noch nicht gesehen und war deshalb besonders gespannt auf den Film. Mein Bruder hat ihn mir auf DVD ausgeliehen und da habe ich ihn zum ersten Mal gesehen. Daher kann ich auch leider nicht vergleichen zwischen dem Original und der überarbeiteten Fassung auf dieser Special Edition. Wie er mir am Ende gefallen hat, erfahrt Ihr wie gewohnt in meinem Bericht!

Kurze Infos zur DVD bzw. zum Film
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Der Kostenpunkt für die Special Edition liegt derzeit bei 10 Euro beim Saturn. Außerdem kann man ihn jetzt im 16:9 Format ansehen sowie das Tonformat Dolby Digital 5.1 genießen. Die Laufzeit beträgt stolze 208 Minuten und das ist ja länger als einer der Herr der Ringe Teile. Bei dem Genre handelt es sich um einen Kriegsfilm und im Allgemeinen sehe ich dieses Genre ja sehr gerne neben Science-Fiction. Freigegeben ist er ab 12 Jahren und für weitere Infos geht man am Besten unter www.eurovideo.de!

Das Cover
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Ist hauptsächlich in meerwasserblau gehalten und im Hintergrund erkennt man den Kapitän des Schiffes, der ja von Jürgen Prochnow gespielt wird. Ganz oben steht über „Das Boot“ noch „Ein Wolfgang Petersen Film“ sowie darunter noch der Zusatz „Wenn Jäger zu Gejagten werden“. Ansonsten gibt es noch eine Menge Infos zu den Specials und „Special Edition“ damit man auch weiß, das es sich um die Directors Cut Edition handelt!

Die Schauspieler
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Jürgen Prochnow
Uwe Ochsenknecht
Herbert Grönemeyer
Klaus Wennemann
Hubertus Bengsch
Martin Semmelrogge
Bernd Tauber
Jan Fedder
Ralph Richter
Heinz Hönig u.v.a.

Zu den Schauspielern braucht man wohl nicht mehr viel zu sagen, denn von den Namen her kennt man sie heutzutage wohl alle, auch wenn sie bis dato ziemlich gealtert sind. Jürgen Prochnow macht seine Sache als Kapitän aber besonders gut und spielt ihn wirklich sehr souverän. Herbert Grönemeyer hätte ich eine sehr gute schauspielerische Leistung eigentlich gar nicht zugetraut, genauso wie Uwe Ochsenknecht. Martin Semmelrogge spielt leider nicht so recht den lustigen Part, aber trotzdem überzeugt auch er. Alles in allem einfach eine super Besetzung, die es wohl in einem heutigen Film nicht mehr so schnell geben wird. Also nicht nur der Film ist ein Klassiker, sondern auch die Besetzung!

Die Handlung
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Diese spielt im 2. Weltkrieg und handelt im Grunde nur über dieses eine U-Boot, welches sich auf einer „Zerstörungsmission“ befindet. Doch es dauert nicht mehr lange und dann sind sie die „Gejagten“. Als sie sich auf dem Grund befinden, geht es vor allem um den Zusammenhalt...

Zur Handlung gibt es eigentlich nicht sonderlich viel zu erzählen, denn es wird realitätsnah die Geschichte an Bord eines U-Bootes geschildert, die spannender nicht erzählt werden konnte. Man ist nämlich sozusagen live dabei und der Film lebt deshalb durch die Spannung und Inszenierung. Über den Gegner bekommt man so gut wie nichts mit, sondern es wird sich wirklich nur auf die Besatzung konzentriert und die Hürden die sie nehmen müssen. Das ist aber nicht einfach, denn anfangs waren sie Jäger und nun sind sie die Gejagten und haben nur noch wenig Hoffnung, wieder nach Hause zu kommen...

Das Bonus-Material
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Zuerst kann man sich im Sprachmenü zwischen Englisch und Deutsch entscheiden, wobei man beide Sprachen in Dolby Digital 5.1 und nur Englisch in Dolby Surround genießen kann. Weiter geht es anschließend zu den Untertiteln und dort kann man Deutsch, Englisch, Türkisch, Hindi, Hebräisch und Isländisch aussuchen. Bei der Kapitelauswahl kann man durchschalten zwischen 60 Kapiteln, aber nun kommen wir doch mal zum eigentlichen Bonus-Material!

Extra-Features
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Das größte Special mit 6 Minuten ist eindeutig die Featurette und das ist eine Art Making Of. Eigentlich aber nur mit einigen Kommentaren der wichtigsten Schauspieler und des Regisseurs. Man erhält eine Menge Einblicke in den Film und bekommt einige Eindrücke, welche Zeit in den Film investiert worden ist, damit er neu und digitalisiert auf DVD erscheinen kann. Dazu gibt es noch üblicherweise den Original-Kinotrailer sowie einen Kommentar von Wolfgang Peterson, der einem den ganzen Film mit deutschem Untertitel näher bringt. Alles in allem aber nichts Besonderes, aber trotzdem kann man froh sein über diese wenigen Specials, denn immerhin stammt der Original-Film ja aus dem Jahre 1981!

Meine Meinung
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Alles in allem kann man diesem Klassiker einfach nur ein „Sehr gut“ geben und etwas schlechteres ist einfach nicht drin. Die Besetzung ist einfach nur einzigartig und auch der Film an sich ist nur schlecht zu überbieten, auch nicht mit den heutigen Mitteln, denn er lebt einfach von der schlichten Inszenierung, so als ob man hautnah dabei ist. Deshalb sind hier aus meiner Sicht auch die Effekte besonders wichtig und gut das sie neu hinzugefügt worden sind, mit ein paar neuen Szenen, die ich leider nicht unterscheiden kann, da ich ja das Original nicht gesehen habe. Ich bin aber wirklich froh diesen Film in Dolby Digital hab genießen zu können, denn dadurch wirkt er einfach noch bedrohlicher. Alleine schon die vielen Effekte mit dem Wasser und den Explosionen bringen die Handlung und Spannung im Boot noch besser rüber. Er ist zwar sehr lang mit über 3 Stunden, aber ich habe mich nie so recht gelangweilt, was ich eigentlich zuvor doch gedacht hätte. Die Features sind zwar nichts Besonderes, aber im Grunde kann man über alles froh sein was man noch bekommt. Heutzutage sind zwar die Features schon Standard, doch damals eher nicht und deshalb soll man umso zufriedener sein, welchen Genuss man hier geboten bekommt. Mehr kann ich leider nicht zu diesem Klassiker sagen, außer das ich ihn nur empfehlen kann und für günstige 10 Euro ist er überall zu haben und jederzeit erschwinglich!

Damit bleibt mir nur noch zu hoffen, das ich euch ein wenig mit meinem Bericht weiterhelfen konnte und ich freue mich über jeden Kommentar. Daher sage ich bis zu meinem nächsten Bericht, euer Sky!
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Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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