Das Mädchen mit dem Perlenohrring Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Bewertung 3.6 von 5
von 83% aller Autoren empfohlen (5/6).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
alles
- Darsteller
- Bildungseffekt
Komplexes Thema
stimmungsvoll und atmosphärisch, passende Musik, gut gewählte Schauspieler, gute Ausstattung und Kostüme, tolle Kameraführung
Die Liste von erstklassigen Schauspielern ! Die Musik zum Film, hebt das Ganze manchmal etwas hervor ! Idealer Film für den romantischen Abend zu Zweit ! Tolle Bilder und Emotionen !
Nachteile/Kritik
- langweilig und ohne erkennbaren Höhepunkt
Schauspielerische Leistung könnte besser sein.
etwas zu langsam fortschreitende Stroy
Einen Tick zu ruhig meiner Meinung nach ! Handlung birgt kaum Überraschungen ! Mittel ist aber nicht schlecht, also nett anzusehen, einmal reicht dann aber auch wie ich finde !
Das Mädchen mit dem Perlenohrring (DVD) Historienfilm am günstigsten bei:
Nachdem meine Frau und ich von dem Film "Untergang" noch ganz gerädert waren, mussten wir uns danach etwas Aufbauendes anschauen. Unsere Wahl fiel auf "Das Mädchen mit dem Perlohrring" nach einem Gemälde von Johann(Jan) Vermeer van Delft und einer Novelle.
In unserer Nähe wurde der Film nur in Bonn und Mainz gegeben. Als wir aber nach einer Stunde Fahrt nach Bonn kamen und uns in 50 m Schlange einreihten, stellte sich bald heraus, dass ausverkauft war und die Schlange sich auflöste. Zufällig waren dann doch noch die zwei schlechtesten Plätze frei, und wir erlebten einen wunderbaren Film, für den sich auch eine Fahrt von 2 Stunden gelohnt hätte.
Wir tauchen zunächst ein in die Zeit von 1665 und in die Stadt van Delft, erleben, wie dort gelebt und gearbeitet wird. Überall laufen Hühner herum, die Wäsche wird umständlich in Bottichen gestampft und geschrubbt, auf den Märkten wird ungekühltes Fleisch angeboten und Pinkeleimer werden schon mal auf die Staße geleert.
Das junge Mädchen Griet (Scarlett Johannson: toll) kommt als Magd in das Haus Vermeers, des Malers (Colin Firth). Er lebt auf großem Fuß, vor allem seine Frau will immer die höchsten Ansprüche befriedigt haben, aber nicht mit Geldsorgen behelligt werden. Sie ist ständig schwanger - naja, 2 Monate Pause können schon mal zwischen zwei Schwangerschaften liegen - und führt ein großes Haus. So sieht man, wie bei einer Geburt unzählige Silberschüsseln und goldenes Besteck für -zig Personen aufgefahren werden.
Dafür, dass dies alles bezahlbar ist, sorgt nicht nur die Kunst Vermeers, denn sein Hauptkunde und Mäzen Peter van Ruijven (Tom Wilkinson) lässt ihn immer wieder seine Abhängigkeit spüren: Nein, es sorgt auch die strenge Schwiegermutter Maria (Judy Parfitt) dafür, dass das Geld fließt. Sie umschmeichelt den Mäzen bis hin zur Unerträglichkeit.
Als Griet auf den Markt geht und verdorbenes Fleisch zurückweist, wird der Sohn des Metzgers auf sie aufmerksam. Sie kommen ins Gespräch, und es werden Treffen daraus ...
Griet gefällt aber nicht nur dem jungen Mann; sie gefällt auch dem Mäzen. Als sie ihm einen Brief bestellt, zeigt er ihm ein Bild, auf dem er mit einer jungen Frau abgebildet ist - und er weist sie darauf hin, wie die Seide den Busen bespannt und sich um die Schenkel schmiegt. Kurz: Sie hat es ihm so angetan, dass er, der alte Bock, der schon die Magd auf dem Bild ins Unglück getrieben hat, von ihr nicht mehr lassen kann.
Das letzte Bild wird ausgehändigt, und ein Thema wird für ein neues gesucht. Aber der Mäzen will sich nicht äußern, denn er hat schon ein Thema, das er der Herrin des Hauses nicht verraten will: Es ist die schöne Griet. Sie will er gemalt haben; und seine schmutzige Phantasie wird beflügelt von den Vorstellungen von Dingen, die zwischen einem Maler und seinem Modell, wenn sie nachts heimlich malen, passieren könnten.
Griet begegnet Vermeer aber nicht erst jetzt. Er merkt sehr schnell, dass sie etwas hat, was ich den "künstlerischen Blick" nennen möchte. Sie erkennt sofort an einem Bild, wenn die Farben nicht stimmen, wenn die Komposition unausgewogen ist oder
wenn das Bild Gefühle auslöst, die nicht dahingehören. So wird sie sehr bald auch die Assistentin Vermeers, hilft ihm beim Anrühren der Farben und berät ihn bei der Komposition der Bilder, ja, sie ändert sogar schließlich selbständig Anordnungen von aufgestellten Gegenständen, die gemalt werden sollen, - und Vermeer muss erkennen, dass sie immer Recht hat. Als er schließlich vor der gesamten Familie eine Bemerkung zu Griet über Schatten, Licht und Wirkung macht, reagiert die Familie natürlich sauer.
Als Vermeers Frau Perlenohrringe trägt, erkennt dieser, dass genau ein solcher Ohrring DAS ist, was ihm noch zu einer ausgewogenen Komposition in Griets Portrait fehlt. So werden mit Hilfe der schwiegermütterlichen Managerin die Ohrringe besorgt und im Bild verwendet.
Die vielen Stunden allein zu zweit bringen natürlich auch mal unwillkürliche Nähe mit sich. Ob sich die Finger bei der Übergabe eines Gefäßes berühren, ob die Hand geführt wird, wenn das Anrühren gezeigt wird, ob man zu zweit unter einer Decke in die Camera obscura sieht: Immer gibt es ein Knistern, das der Zuschauer deutlich spürt, ohne dass die Grenze, die zwischen einem Maler und seinem Modell, zwischen einem Herrn und seiner Magd steht, überschritten würde. Allerdings fahren sie manchmal schon hart an der Grenze entlang.
Mehr will ich nicht erzählen: Dass ein Knistern, dass eine echte LiebesGeschichte, dass ein geiler alter Bock, von dem man abhängig ist, und dass eine eifersüchtige Ehefrau noch Dramatik in das Geschehen bringen können, liegt auf der Hand.
Sicher sind diese Figuren auch klischeehaft - das sind sie ja bei Shakespeare schon -, aber die Klischees werden nicht benutzt, um uns zu unterhalten oder zum Lachen zu bringen (wie bei "Lost in Translation", in dem Scarlett Johannson schon ausgezeichnet spielte, die Lacher aber peinlich waren); sie dienen nur dazu, eine Konstellation zu erzeugen, die viele Möglichkeiten der Dramatik enthält.
Außer der schönen und gut entwickelten Geschichte des Films ergeben sich auch viele Nachdenklichkeiten über das Verhältnis von Mann und Frau, von Herrn und Untergebenem, von Freiberufler und zahlenden Kunden.
Warum bin ich nun so von dem Film begeistert? Es ist nicht nur die schöne Hauptdarstellerin, deren Schönheit übrigens darin besteht, dass sie nicht makellos ist; denn wenn es das wäre, würde ich Lost in Translation nicht viel weniger gut finden als diesen Film. Nein: Es ist einfach so, dass der Film stimmig ist. Er führt uns mit der Regie von Peter Webber in ruhigen, impressionistisch-schönen und expressionistisch-ausdruckvollen Bildern, von denen man fast jedes an die Wand hängen könnte, durch eine Welt des 17. Jahrhunderts und durch eine Geschichte, die glaubhaft ist, ruhig bleibt und nie lachhaft, satirisch, tragisch überspitzt wird. Hier wird nicht mit Lachern, Effekten oder überspitzten Handlungssträngen gearbeitet. Der Film bleibt vielmehr sich selbst und seiner guten Novellenvorlage treu.
Die Story, die ja von der Novelle stammt, ist schon einmal stimmig und glaubhaft; die Regie setzt dieses meisterhaft um. Die Kamera ist besonders zu erwähnen, denn sie zeigt die Ausschnitte immer genau so, wie es benötigt wird. Die Nahaufnahmen bringen Nähe, wo Nähe gewünscht ist; die Kamera entfernt sich wieder, wenn der Gesamtzusammenhang in den Vordergrund gerückt werden soll. Nicht umsonst wurde die Kamera für den Oscar nominiert.
Die Schauspieler machen ihre Sache allesamt gut, wenn man auch finden könnte, dass die Schwiegermutter zu streng, die Ehefrau zu egoistisch, der junge Liebhaber zu schön und lieb und die Magd Griet zu idealisiert dargestellt werden. Scarlett Johannson jedenfalls hat sich hier selbst übertroffen.
Die Musik hält sich sehr zurück, spielt nie in Gesprochenes hinein, sondern unterstreicht nur in langen oder langsamen Szenen die vorherrschende oder gerade entstehende Stimmung.
Etwas allerdings hat wirklich gestört, und das ist die Synchronisation. Wenn man schon nicht weiß, wie die niederländischen Wörter mevrouw und meneer ausgesprochen werden, dann wird es in einem Film über Vermeer sehr peinlich, wenn dieser als Wärr-mehr ausgesprochen wird. Das darf wirklich nicht sein. Ich empfehle deshalb, den Film demnächst, wenn er auf DVD erscheint, in der Originalsprache (englisch) zu sehen. Darauf bezieht sich meine Empfehlung ganz besonders.
Wer Lacher, Action, Spannung und Unterhaltung sucht, der wird hier nicht fündig werden. Wer einen ruhigen Film, der selbst ein Kunstwerk ist - vielleicht sogar meisterhafte Züge trägt -, zu schätzen weiß, dem kann ich diesen Film in der Originalsprache wärmstens empfehlen. Er ist nicht nur ein Kunstgenuss, er tut auch der Seele gut.
Warum yopi dem Filmtitel den Vornamen "Concorde" gegeben hat, weiß ich nicht.
...
mima007, 03.10.2004
ist fuumlr Yopi der quotHerstellerquot, in Wahrheit aber nur der Verleih- Erstklassiger Bericht, vielleicht etwas zu ausfuumlhrl. Inhaltsangabe. VG, mima
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***Das Mädchen mit dem Perlenohrring***
ein Testbericht von dahi.koch@gmx.net2007-02-28 22:44:48vom 28.02.2007Empfehlung: ja
Vorteile: alles...Nachteile/Kritik: -
Der Film ist benannt nach einem Gemälde von Jan Vermeer van Delft, niederländischer Maler des 17. Jh., also der Barockzeit. Das Gemälde heißt wortwörtlich Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge, ist sein 20. Werk und wurde ca. 1665 gemalt.
Die Hintergrundstory wurde adaptiert vom Buch „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ der Schriftstellerin Tracy Chevalier.
*****Inhaltsangabe*****
Die 16-jährige Dienstmagd Griet erhält eine Stelle bei der Familie Vermeer, die dank reichem Kindersegen mehr Hauspersonal brauchen.
Im Haus leben Vermeer und seine Frau, die Schwiegermutter, die Kinder und eine weitere Magd.
Griet wird zu äußerster Diskretion verpflichtet.
Als Griet eines Tages in Vermeers Atelier die Fenster putzt, kommt er herein und bittet sie, für ihn am Fenster Model zu stehen. Sein nächstes Werk würde Griet am Fenster zeigen. Ab diesem Zeitpunkt wird sie seine Muse und Gehilfin, darf ihm helfen, die Farben zu mischen und einzukaufen, und ihm neue Ideen für seine Bilder zu geben.
Seine Frau ist davon nicht begeistert: sie misstraut Griet seit ihrer Ankunft im Haus und beschuldigt sie schließlich auch, mit ihm eine Affäre zu haben.
Doch soweit kommt es nie. Eher haben sie eine Affäre in Gedanken, denn es entsteht durch ihre Zusammenarbeit tatsächlich ein starkes Band, eine Verbundenheit und zeitweise auch eine erotische Spannung. Sie wird aber nie ihre Erfüllung finden. Das starke Band zwischen ihnen verunsichert Griet, denn sie will ihre Stelle im Haus nicht verlieren.
Und da ist ja auch noch der Metzgergeselle, zu dem sie sich hingezogen fühlt und der sie sogar heiraten möchte.
Und zu allem Überfluss hat auch der reiche Mäzen des Künstlers ein Auge auf die schöne Griet geworfen, und bittet den Künstler schließlich, ein Bild von ihr zu malen, für seinen privaten Genuss...
*****formale Details dieser Ausgabe*****
• Format: Dolby, DTS, PAL, Surround Sound
• Sprache: Deutsch, Englisch
• Region: Region 2
• Bildseitenformat: 16:9
• Anzahl Disks: 2
• FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
• Studio: Concorde Video
• DVD-Erscheinungstermin: 11. Mai 2005
• Spieldauer: 96 Minuten
• DVD Features:
• 2 Audiokommentare - mit Regisseur u. Produzent sowie mit Roman-Autorin u. Drehbuchautorin
• Geschnittene Szenen inkl. Kommentar
• The Art of Film Making � Featurette; Cast & Crew Text-Informationen
• Die Anatomie einer Szene � Featurette
• Bebilderte Produktionsnotizen; dt. Kinotrailer- Programmtipps; Special Features wahlweise mit dt. UT
*****Schauspieler*****
• Colin Firth: Jan Vermeer
• Scarlett Johansson: Griet
• Tom Wilkinson: Pieter Van Ruijven (der Mäzen)
• Judy Parfitt: Maria Thins (die Schwiegermutter)
• Cillian Murphy: Pieter (der Metzgergeselle)
• Essie Davis: Catharina Bolnes Vermeer (Ehefrau Vermeers)
*****Regisseur***** (von wikipedia.de)
Peter Webber
Peter Webber ist ein britischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Cutter. Mit seinem Kinodebüt Das Mädchen mit dem Perlenohrring (2003) war ihm internationaler Erfolg beschieden.
*****Filmmusik***** (von wikipedia.de)
Von Alexandre Desplat
Alexandre Desplat (* 23. August 1961 in Paris) ist ein französischer Komponist. Einen Namen machte er sich vor allem als Musikkomponist von bisher über neunzig Film- und TV-Produktionen.
*****eigene Meinung*****
Ein atmosphärischer, poetischer Film der Einblick gibt in das Leben der Familie Vermeer und das Leben des Künstlers und der Künstler in der barocken Zeit in den Niederlanden. Ein sehr künstlerischer Film der durch seine Bilder, und wenigen Dialoge wie durch
seine Musik verzaubert und in eine alte Zeit katapultiert.
Bevor ich den Film gesehen kannte, habe ich nur die Filmmusik von Alexandre Desplat gekannt, die den Film so wunderbar unterstreicht und ihm eine weitere magische Note verleiht. Am liebsten würde ich euch jetzt eine musikalische Probe bieten, aber in geschriebener Weise geht das ja leider nicht.
Am besten ist, ihr holt euch den Soundtrack.
Der Film konnte allerdings beim ersten Sehen (nämlich bei einem Kinotag im BK LK in der 12. Klasse) nicht so gut einwirken; das kam vielleicht durch meine teilweise störenden Klassenkameraden, die einfach nicht stillsitzen bzw. ruhig sein konnten.
Man muss sich den Film in Ruhe anschauen, das habe ich auch gemacht, auf DVD, und dann hat er seinen ganzen Zauber ausgestrahlt, und mir die Bestätigung gegeben, dass 1. ich eine Kunstliebhaberin bin und immer sein werde, 2. die Barockzeit meine Lieblingsepoche bleiben wird, 3. Vermeer wirklich ein Genie von Maler war, aber auch ein Mensch, der fühlt wie jeder andere, 4. nicht jeder Künstler ein Spinner ist, 5. ich anspruchsvolle Filme liebe (so wie diesen), 6. Scarlett Johansson zu recht eine so gefragte Schauspielerin ist mit einem unglaublichen Talent, 7. man für einen gelungenen Film nicht zu viele Dialoge und Text braucht, und dass 8. schon Musik, Bild und Bewegung einen Film sehenswert machen können. Die Dialoge sind nur vereinzelt aufzufinden, wenn, dann aber sehr bedacht, und sehr authentisch, so wie alles von diesem Film.
Ein wunderbares Werk von Regisseur Peter Webber, der zuvor nur durch TV-Produktionen und Kurzfilme sich einen Namen gemacht hat. Der internationale Durchbruch durch „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ ist verdient.
Fazit: Ein Muss für alle Kunstliebhaber und Freunde des anspruchsvollen Kinos.
...
Junia6, 21.02.2007
Ich fand den Film eher enttäuschend, nachdem ich vorher das Buch gelesen hatte. Vieles, was im Buch angesprochen wurde, ist im Film nämlich nicht zu finden. Oder es sind manche Dinge völlig anders im Film dargestellt. LG Junia
MarkusH18, 21.02.2007
Toller und informativer Bericht, deshalb ein quotsehr hilfreichquot von mir!! Weiter so! Gruß Markus!!
meverick, 21.02.2007
schaut doch mal ins yopi forum:
http:www.yopi.detemplatesphpbbviewtopic.php?t52
ein Testbericht von Skywalkeratwork2006-04-14 12:14:45vom 14.04.2006Empfehlung: ja
Vorteile: Die Liste von erstklassigen Schauspielern ! Die Musik zum Film, hebt das Ganze manchmal etwas hervor ! Idealer Film für den romantischen Abend zu Zweit ! Tolle Bilder und Emotionen ! ...Nachteile/Kritik: Einen Tick zu ruhig meiner Meinung nach ! Handlung birgt kaum Überraschungen ! Mittel ist aber nicht schlecht, also nett anzusehen, einmal reicht dann aber auch wie ich finde !
Vorwort
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Eigentlich sind diese Filme ja nicht unbedingt was für mich, doch da ich ja noch ein paar Monate Premiere habe, nutze ich diese Zeit auch mit Filmen, die ich mir wohl eher nicht ausleihen würde. Aber bei diesem Film war es so, das ich alleine bei dem Namen Scarlett Johannson schon wusste, den Film will ich sehen. Daher hatte ich kaum Erwartungen, jedoch mag ich diese Schauspielerin sehr gerne, vor allem zuletzt in Die Insel oder davor in Lost in Translation, daher war ich gespannt wie sie sich hier macht.
Denn den Namen des Films hatte ich schon oft gehört, daher mal sehen wie er letztlich war, der Film "Mädchen mit dem Perlenohrring"!
Kurze Infos zum Film
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Freige geben ist dieser Film ab 6 Jahren und die Laufzeit beträgt 96 Minuten. Produziert wurde der Streifen 2003 und auf DVD erschien er dann am 11. Mai 2005, aktuell zu kaufen bei Amazon.de für ca. 15 Euro, jedoch in der 2er DVD Edition. Die Musik stammt von Alexandre Desplat und das Buch von Tracy Chevalier. Peter Webber war hier der Regisseur und feiert mit diesem Film zugleich sein Debüt, jedoch hat er schon mal für einzelne Folgen bei Six Feet Under Regie geführt. Ansonsten ist es eine Produktion aus Luxemburg und Großbritannien und gehört in das Genre Drama!
Die Schauspieler
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Scar lett Johansson spielt Griet
Colin Firth spielt Johannes Vermeer
Tom Wilkinson
Cilian Murphy
Essie Davis
Also zuerst einmal habe ich gelesen Scarlett Johansson und daher wollte ich diesen Film überhaupt erst sehen, denn wie oben schon kurz erwähnt, eine klasse Frau :-) Und wie schon erwähnt war sie aktuell noch in Die Insel zu sehen, aber auch in Filmen wie Lost in Translation oder Reine Chefsache. Und hier mal in einer absoluten Hauptrolle, wenn auch von dem Charakter her den sie hier spielt, sehr schüchtern und zurückhaltend. Als Nächstes las ich beim Intro des Films Colin Firth und dachte sofort an beide Bridget Jones Filme, wo er mir sicher nicht mehr so leicht aus der Erinnerung gehen wird. Aber auch in Shakespeare in Love oder Tatsächlich Liebe spielte er schon mit und neben Scarlett einer der Hauptcharaktere des Films, der allgemein sehr stark von den Schauspielern und Emotionen abhängt. Aber das ist noch lange nicht alles, weiter geht es mit Tom Wilkinson, ihn kennt man z. B. aus Der Patriot, Rush Hour oder Batman Begins, um nur einige zu nennen, sehr bekannt, jedoch auch nicht mehr gerade der Jüngste. Einzig eher unbekannter Schauspieler in dieser Reihe ist Essie Davis, jedoch ist Cilian Murphy einer, der immer beliebter wird, hier sage ich nur Red Eye oder auch Dawn of the Dead, wo ich ihn zuerst gesehen habe, aber auch wie Tom in Batman Begins. Alles in allem hatte ich ja vor dem Film keinerlei Erwartungen, bis auf eine attraktive Scarlett, doch nachdem ich die Liste der Schauspieler gesehen habe im Intro des Films, stiegen diese doch enorm muss ich sagen, weil die Besetzung wirklich klasse ist!
Die Handlung
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Also der Charaktername Vermeer sagt mir irgendetwas muss ich zugeben, von einem Klassiker in Sachen PC oder Amiga-Spiel damals. Nun denn, dieser Film handelt im 17. Jahrhundert, ungefähr zur Mitte und zwar genauer gesagt im Blickpunkt des niederländischen Malers Johannes Vermeer. Und die große Familie lebt im Grunde nur von den Kunststücken des Vaters, die Bilder die er malt sind einzigartig und so lässt er sich diese auch bezahlen und so kommen sie auch ganz gut über die Runden. Doch auch dies lässt nach einiger Zeit nach, als die Nachfrage nach Bildern nachlässt. Jedoch muss trotzdem noch ein weiteres Zimmermädchen eingestellt werden, denn der nächste Nachwuchs ist unterwegs und das bedeutet auch gleich wieder sehr viel mehr Arbeit...
Deshalb wird auch Griet eingestellt, auch wenn sie nicht gerade freundlich empfangen wird, es dauert auch sehr lange bis sie sich richtig wohlfühlt. Dazu ist sie sehr schüchtern und ist froh wenn sie diesen "Job" so lange wie möglich behalten darf. Und auch in der Liebe hat sie jemanden kennengelernt, einen Fleischer wo sie für die Familie Vermeer das Essen einkauft. Und sie kann sich in dieser Familie durchsetzen, was bei sovielen Kindern nicht einfach ist und auch die Frau von Johannes ist nicht gerade freundlich und zuvorkommend. Aber vor allem der Vater dieser Familie hegt ein wenig Gefühle für Griet und das wird ihr am Ende auch zum Verhängnis. Und selbst das Malen ist ihr nicht mehr fremd...
So, eigentlich habe ich schon zuviel verraten, kurz gesagt ist es einfach nur eine romantische Liebesgeschichte oder ein Liebesdrama, ohne viel nackte Haut, sondern einfach nur mit vielen Emotionen, sinnvoller Musik und tollen Schauspielern die diese sehr leichte Handlung grandios umsetzen. Nichts Besonderes, aber die Inszenierung und die Bilder bzw. die Atmosphäre machen diesen Film so besonders!
Meine Meinung
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Zwar habe ich diesen Film nun gesehen, doch mit einer Bewertung tue ich mich verdammt schwer muss ich feststellen. Das Ende war ziemlich knapp und kurz, dazu sehr ruhig, so konnte sich der Zuschauer denken was er mochte. Nun denn, aber auch sonst ist der Film eigentlich einfach gehalten und hier sind es Kleinigkeiten die diesen Film so besonders machen. Fangen wir daher mal an mit den Schauspielern, also die Besetzung ist richtig genial, tolle bekannte Namen, die ihre Rollen ruhig und abgeklärt spielen, aber dadurch auch nicht sehr auffällig wie ich finde. Das kann gut oder schlecht sein, in diesem Fall fast schon schlecht, weil nämlich auch die Handlung und Inszenierung sehr ruhig sind, einzig die Musik hebt sich manchmal etwas hervor. Der Rest ist wie der gesamte Film einfach nur ruhig, lebt von den Bildern und Emotionen, also ohne jegliche Spannung oder Action. Aber trotzdem schön anzusehen, doch am Ende kann ich dafür leider nicht mehr als ein "Mittel" vergeben, aber weiterempfehlen werde ich ihn noch gerade so. Halt ein romantischer Film, ideal für einen schönen Abend zu Zweit, mit tollen Schauspielern. Daher schaut ruhig mal rein, wer den Abend ruhig und gelassen ausklingen lassen möchte. Und dabei wünsche ich euch dann viel Ruhe, euer gelassener Sky :-)
...
Gemeinwesen, 14.04.2006
der Charaktername Vermeer sagt mir irgendetwas muss ich zugeben, von einem Klassiker in Sachen PC oder Amiga-Spiel damals Ohauerha. Als Filmrezension durchaus nett, als Entscheidungshilfe für den DVD-Kauf leider gar nicht hilfreich. Im Schnitt gibt
IQIQIQ, 14.04.2006
Ich hab den Film auch auf meiner Analyseliste ... bin aber noch nicht dazu gekommen. Hört sich aber fast so an, als könnte mir der Film besser gefallen als dir - und das spricht sehr für deinen Bericht! :-
kesseKirsche, 14.04.2006
0,,,0
039039
,quotquot, 039039039SH039039039039 Lg Nicole
quotquot,,,,,,,,,
ein Testbericht von Jinxx2006-03-22 21:09:00vom 22.03.2006Empfehlung: nein
Vorteile: - Darsteller
- Bildungseffekt...Nachteile/Kritik: - langweilig und ohne erkennbaren Höhepunkt
Allgemeines zum Film
- Originaltitel: Girl with a Pearl Earring
- Kinostart Deutschland: 23.09.2004
- Genre: Drama
- Großbritannien, Luxemburg 2003
- Laufzeit: ca. 101 Minuten
- Regie: Peter Webber
- Drehbuch: Olivia Hetreed
- Buch: Tracy Chevalier
- FSK: 6
FSK
Die FSK ist ab 6. Wobei dieser Film nicht unbedingt eine FSK gebraucht hätte, da ja eh so gut wie gar nichts passiert.
Darsteller
Griet ... Scarlett Johansson (Die Insel, Lost in Translation)
Johannes Vermeer ... Colin Firth (Eine Zauberhafte Nanny)
Van Ruijven ... Tom Wilkinson (Geliebte Lügen)
Maria Thins ... Judy Parfitt (Auf immer und ewig)
Pieter ... Cillian Murphy (Batman Begins)
Catharina ... Essie Davis
Tanneke
... Joanna Scanlan
Cornelia ... Alakina Mann (The Others)
Maertge ... Anna Popplewell (Die Chroniken von Narnia: Der Prinz von Narnia)
Inhalt
Ja, um was geht es denn nun eigentlich?
Die 17 Jährige Magd Griet kommt 1665 in eine niederländische Familie und wird so von ihren Eltern zumindest zeitweise getrennt. Sie beginnt sich rasch für das Atelier des Malers Vermeer zu interessieren, da ihr Vater auch - sei es nun beruflich oder privat - malt.
Wie es der Zufall so will, beginnt sie rasch eine Nebentätigkeit als Gehilfin des Künstlers aufzunehmen. Von nun an mischt sie
hinter dem Rücken von dessen Frau Farben und steht Model für das Bild "Das Mädchen mit dem Perlenohrring", welches von dem
Gönner Vermeers in Auftrag gegeben wurde.
Zwischendurch gibt es kleinere Reibereien zwischen einer Tochter des Paares und der Magd.
Persönliche Meinung
Nun ja.. der Trailer hat leider alle Höhepunkte vorweg genommen. Sah doch noch alles so schön interessant aus in dem lieblich
hergestellten Spot, so kann man dies leider nicht vom Rest des Filmes behaupten.
Sowieso und überhaupt ist alles sehr langsam angelaufen bzw. ich habe am Ende des Filmes noch auf die Pointe gewartet.
Hinsichtlich des Bildungseffektes bekommt der Film ein klares Plus! Gerade die Herstellung der Farben und die Camera Obscura
(1. Kamera) näher beschrieben zu bekommen ist sehr interessant. Ansonsten kann ich neben der unglaublich tollen darstellerischen Leistung von Scarlett Johannson kein gutes Wort an dem Film lassen, da er weder spannend, noch humorvoll ist. Von Liebe und irgendwelchen Aktionen mal ganz zu schweigen. Man weiß nie so genau, wen die Protagonistin nun anbetet - ich vermute mal ihren "Besitzer/Herren" - und eben derselbige ist eh sehr undurchsichtig für den Zuschauer.
DVD
- Sprache: Deutsch DD 5.1, Deutsch DTS, Englisch DD 5.1
- Untertitel: Deutsch
- Extras: leider nicht vorhanden, sehr schade, da so ein Kaufreiz schonmal von vorn herein wegfällt
- Programmtipps: Sehnsüchtig, Kleinruppin Forever
Fazit
Wer sich ernthaft bilden will und interessiert daran ist, einen Ausschnitt des Lebens einer jungen Magd im 17. Jahrhundert beizuwohnen, wird an diesem Film sicher Gefallen finden. Ist man jedoch auf großes Kino - Humor, Liebe, Trauer, Action, etc. - aus,
so kann ich diesen Film leider nicht empfehlen.
...
ein Testbericht von schalkman2005-02-18 11:53:52vom 18.02.2005Empfehlung: ja
Vorteile: stimmungsvoll und atmosphärisch, passende Musik, gut gewählte Schauspieler, gute Ausstattung und Kostüme, tolle Kameraführung...Nachteile/Kritik: etwas zu langsam fortschreitende Stroy
1. Einleitung
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Letzten Super-Kino-Dienstag verschlug es mich und einen Kumpel doch tatsächlich in den Film „Das Mädchen mit dem Perlenohrring”. Der Film lief in den meisten Kinos schon im Jahr 2004, bei unserem kleinen Provinzkino ist er aber erst vor einer Woche angelaufe, daher kommt mein Bericht für die Kinoversion erst so spät, aber naja, vielleicht hilft er ja einigen weiter, die auch an Provinzkinos gebunden sind oder sich die DVD-Version zulegen wollen, die wohl Mitte 2005 erscheinen wird.
2. Handlung
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Die 17-jährige Griet (Scarlett Johannson) muss von Zuhause ausziehen, um fortan als
Magd bei der Familie Vermeer zu arbeiten. Der Familienvater, Johannes oder Jan Vermeer (Colin Firth), ist Maler und auf die Gunst seines Gönners van Ruijven (Tom Wilkinson) angewiesen, während er für das Heranschaffen des Geldes zuständig ist, ist seine Schwiegermutter (Judy Parfitt) sozusagen seine „Managerin”, verwaltet das Geld und kümmert sich um die Auftragsbeschaffung. Vermeers Frau Catharina (Essie Davis) ist mehr oder weniger die Kindermaschine der Familie, hat bereits sechs Kinder geboren und ist während des Films auch zwei mal schwanger.
Griets Aufgaben umfassen neben Waschen und Kochen auch die Reinigung von Vermeers Atelier und der Einkauf auf dem Markt. Das Atelier von Vermeer soll möglichst so geputzt werden, dass Griet nichts verrückt und alles exakt so auf dem Platz stehen lässt, wie es der Meister gestellt hat. Doch eines Tages „erdreistet” sich Griet einen Stuhl aus einer Bildvorlage des Meisters zu ziehen, da er die auf dem Bild dargestellte Frau ihrer Meinung nach zu sehr einenge (Vermeer entfernt daraufhin den Stuhl aus dem Bild), ein anderes mal inspieriert sie den Meister zu einem neuen Kunstwerk, das er ohne Auftrag eines Mäzänen anfertigt. Die Beziehung zwischen Magd und Meister wächst mit zunehmender Dauer des Films merklich, sie hilft ihm sogar beim mischen und zubereiten der Farben, was in der damaligen Zeit eine Wissenschaft für sich war. Während der vielen gemeinsamen Stunden fühlt man ein stets zunehmendes Knistern zwischen Meister und Magd...
Die zweite Begegnung mit einem männlichen Wesen findet auf dem Marktplatz statt: Der Fleischerssohn Pieter (Cillian Murphy) hat es Griet angetan und sie ist ihm auch sehr zugeneigt. Nun kommt aber etwas Bewegung in die ganze Sache: Vermeers Gönner van Ruijven will, dass Jan Griet auf der Leinwand verewigt – die letzte Magd, die van Ruijven für sein Privatkabinett haben wollte, hat dies ins Unglück gestürzt, denn die Abmachung beinhaltet nach van Ruijvens Dafürhalten auch die Entjungerung Griets, die sich aber aufgrund glücklicher Umstände vermeiden lässt. Natürlich ist Vermeer diese Abmachung nicht wirklich recht, denn auch er empfindet etwas für Griet, doch er muss diese um des Geldes Willen akzeptieren.
Für die letzte Auftragsarbeit van Ruijbens entdeckt Vermeer ein letztes Acessoir, das die Komposition Griets auf dem Bild perfekt macht: Der Perlenohrring seiner Frau, den er und die Schwiegermutter unter größter Geheimhaltung aus ihrem Schmuckkästchen entwenden müssen, denn diese würde ein Bildnis Griets nie akzeptieren...
3. Schauspieler
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Scarlett Johannson sieht „dem Mädchen mit dem Perlenohrring” recht ähnlich. Verhält sich anfangs glaubwürdig-schüchtern gegenüber Herrin und den anderen Mägden, doch im Lauf der Geschichte wird verkörpert sie ihren sozialen Aufstieg durch die enge Beziehung zu Jan Vermeer sehr gut. Irgendwie kommt es einem so vor, als würde sie von Szene zu Szene schöner wirken, besonders als sie in einer Szene die Haube abnimmt erscheint sie wunderschön.
Colin Firth hat mich persönlich sehr überrascht, erst spät erkannte ich ihn überhaupt, da er mir nur aus Kommödien wie „Bridget Jones” oder „Tatsächlich... Liebe” bekannt war. In „Das Mädchen mit dem Perlenohrring” zeigt er, dass er auch andere Rollen spielen kann, jedoch hätte ich mir in der Rolle des Jan Vermeer eine bessere Besetzung gewünscht, ein unbekanntes Gesicht hätte einen wohl weit weniger irritiert.
4. Fakten
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USA/GB 2004
Regie: Peter Webber
Drehbuch: Olivia Hettred
Länge: ca. 95 Minuten
Freigegeben ab 6 Jahren
http://www.girlwithapearlringmovie.com
5. Kritik
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Der Film ist nicht umsonst für die Oscars in den Kategorien „Beste Kamera”, „Beste Ausstattung” und „Bestes Kostümdesign” nominiert. Er lebt sozusagen von seiner Atmosphäre. Austattung und Kostümdesign haben mich im Kino von der ersten Minute an fasziniert – ich habe mich gefragt wie die Macher das Delft des 17ten Jahrhunderts so glaubwürdig herüberbringen konnten. Diese glaubwürdige Ruhe, die das ganze Setting ausstrahlt wird von den Schauspielern ebenfalls mitgetragen, wenn auch nicht immer 100 %ig, aber dennoch passen alle ganz gut in ihre Rollen.
Die Ruhe und Ausgewogenheit des Film spiegelt sich auch in der Story wieder, die auf große Wendungen oder Unvorhergesehenes komplett verzichtet – Auch dies kann man als Kunstgriff verstehen, denn jede gekünstelte Katastrophe hätte den Film wohl etwas unglaubwürdiger gemacht.
Besonders zu erwähnen wäre die Kameraführung, die den Film teilweise als Aufeinanderfolge von Kunstwerken erscheinen lässt. Die Lichteffekte und die Kameraeinstellungen sind bedacht so gewählt, dass man fast in den Bildern versinken könnte – Ein Lob an Regie und Kamera.
Die Musik spielt unaufdringlich im Hintergrund – Hauptsächlich Klavier, begleitet von Streichern und Flöte – immer passend, nie wirklich auffallend, aber dennoch perfekt.
6. Fazit
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Sehenswert ist der Film allemal, aber nicht für jeden. Wer seine Action haben will, der ist hier komplett an der falschen Stelle, auch große Tragödien passieren nicht – nein, dieser Film ist etwas für Freunde eines Films, in dessen Stimmung man regelrecht versinken kann und für historisch begeisterte. Die langsam fortschreitende und stimmungsvolle Story, die Glaubwürdigkeit con Charakteren und Schauplätzen und nicht zuletzt die bildhafte Kameraführung sorgen für eine Filmtiefe, die begeistert.
Vier von Fünf Sternen gibts von mir, da die Schauspieler zwar gut, aber nicht sehr gut in ihren Rollen agieren, die langsam fortschreitende Story bleibt etwas unter ihren Möglichkeiten, ist aber wie gesagt sehr stimmungsvoll, für die Stimmung und Atmosphäre hat sich „Das Mädchen mit dem Perlenohrring” auch die Empfehlung verdient.
...
ein Testbericht von Krawuzikabuzi2004-10-22 17:05:18vom 22.10.2004Empfehlung: ja
Vorteile: Komplexes Thema...Nachteile/Kritik: Schauspielerische Leistung könnte besser sein.
Erfundene Geschichten um große Künstler und die Entstehung großer Kunstwerke sind stets hart am Rande zum Kitsch (weil zumeist nur alte Klischees mit übermenschlichen, abnormalen, höchst sympathischen etc. Meistern aufgetischt werden).
Dieser Film geht nicht in diese Falle, obwohl das Ganze pure Fiktion ist.
Denn klugerweise hat man sich dafür entschlossen, keine tränentriefende Herz-Schmerz-Schmonzette - garniert mit viel Schmalz -zu servieren. Sondern es wird eine Möglichkeit gezeigt, wie das Bild, das diesem Film seinen Titel gibt, entstanden sein könnte.
Und vor allem zielt man auf eine Schilderung von Vermeers Zeit, die
Lebensumstände damaliger Menschen, die sozialen Schranken, die Abhängigkeit der Künstler von Mäzenen und das andere Verhältnis zwischen Mann und Frau ab.
Da wirkt dann das Durchstechen eines Ohrs mit heraustretendem Blut fast schon wie eine Defloration.
Klug auch die Entscheidung, das berühmte Licht Vermeers hier zu rekonstruieren. Das führt dann immer wieder zu schönen Bildern.
Scarlett Johannson hat mich offen gesagt nicht allzusehr beeindruckt. Sie macht ihre Sache gut, kein Zweifel, aber an ihre Leistung in LOST IN TRANSLATION ist dabei nicht zu denken.
Etwa weniger nervöse Schüchternheit, die sie schon in Redfords HORSE WHISPERER vorgeführt hat, wäre besser gewesen.
Das Ende ist intelligent:
Die Muse bzw. Inspiration für ein später berühmtes Gemälde geht davon, verschwindet.
Das Leben und die Menschen vergänglich, die Kunst dagegen bleibt.