ein Testbericht von wakingtall20052007-10-31 21:51:16vom 31.10.2007Empfehlung: ja
Vorteile: dialogreich, zeichnet die schwierigkeit und grausamkeit eines Krieges, Ausstattung der DVD...Nachteile/Kritik: wer den Film versteht für den spricht hier nichts Kontra
Dies ist nun mein 2. Bericht und diesmal über den Film der ein Stück Deutscher Geschichte verkörpert, "Der Untergang" die letzten Tage Adolf Hitlers.
Es war ein lang gehegtes Projekt des deutschen Erfolgsproduzenten Bernd Eichinger ( Der Name der Rose, Der bewegte Mann ) ein Film über die letzten 12 Tage Adolf Hitlers.
Jahrzehnte hatte sich Eichinger mit dem dritten Reich beschäftigt bis ihm 2002 das Buch "Der Untergang" von Joachim C. Fest den dramaturgischen Rahmen für einen Film lieferte.
Zusammen mit den Erinnerungen "Bis zur letzten Stunde" von Hitlers Sekretärin Traudl Junge diente es als Vorlage für Eichingers Drehbuch.
Inszeniert wurde der Film von Oliver Hirschbiegel ( Das Experiment) in St. Petersburg.
Das Vorhaben wurde zum Erfolg, über 4,4 Millionen Menschen in Deutschland und eine Oscar-Nominierung als Bester fremdsprachiger Film.
Zur Handlung
April 1945, die Rote Armee steht vor den Toren Berlins und Adolf Hitler (Bruno Ganz) hat sich in den Führerbunker zurückgezogen.
Fanatisch plant er weitere Feldzüge, die den Endsieg bringen sollen, doch der Untergang des Dritten Reiches ist nicht mehr aufzuhalten.
Bruno Ganz schafft es eindrucksvoll, die Figur Adolf Hitlers mit Leben zu füllen, ohne sie zu verharmlosen oder übertrieben zu dämonisieren.
Aber auch die übrigen Darsteller wie Corinna Harfouch, Ulrich Matthes oder Juliane Köhler überzeugen, Eichinger und Hirschbiegel gelang ein eindrucksvoller Film, der sein schwieriges Thema überzeugend vermittelt.
Zum Bild
Das auf viele Grautöne reduzierte Bild verkörpert die düstere, dreckige und hoffnugslose Umgebung.
Auf Hintergründen ist eine leichte Körnigkeit erkennbar, die sehr detailierte Schärfe zeigt noch jede kleinste Falte in Ganz Gesicht.
Zum Ton
Lebensechter Sound, praktisch ununterbrochen schlagen dumpf die Artillerie Granaten über und rund um den Sitzplatz ein.
Dabei wird äusserst differenziert zwischen fern und dumpf grollenden Geschützdonner und nahen, krachenden Einschlägen unterschieden, aber auch feine Effekte wie die rauschende Lüftung im Führerbunker schaffen viel Atmosphäre.
Zur Ausstattung der Premium Edition
in interessanter 30 minütiger Regiekommentar auf der Extra DVD, der detailliert auf die schwierigen Dreharbeiten eingeht, eine Dokumentation liefert mit gut einer Stunde Laufzeit viele Eindrücke vom Dreh.
Das Interview mit Hauptarsteller Ganz ist meiner Meinung nach das grösste Highlight der DVD.
149 Minuten Lauflänge des Films und eine dramatische Handlung aus der Deutschen Geschichte werden euch an euren Sessel fesseln.
Ich hoffe ich konnte euch ein wenig behilflich sein was diesen Film angeht.
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Der Untergang (TV-Langfassung/Extended Edtition)
ein Testbericht von oohexleoo2006-06-01 16:05:33vom 01.06.2006Empfehlung: ja
Vorteile: Realitätsnah, gut für den geschichtsunterricht geeignet...Nachteile/Kritik: Verharmlost
Ich habe den Film der Untergang, prässentiert von Constantin Film und Das Erste damals bei Filmstart im Kino gesehen und ich war ziemlich aufgelöst nach dem fast dreistündigen Film.
Zu sehen, welche Zerstörungen der 2. Weltkrieg mit sich gebracht hat, wieviele Soldaten ihn nicht überlebt haben und wie sich Hitler ganz feige vor der russischen Regierung verzogen hat.
Jedoch, wer diesen Film mal sehen möchte, sollte die gesammte Geschichte vom 2. Weltkrieg wissen, über den Aufstieg des dritten reiches bescheid wissen und eine historische Seite haben. Denn dieser Film ist nicht für "Blutgeile" gedacht, sondern spielt sich auf wahren Tatsachen ab.
:::::Hauptdarsteller:::::
Adolf Hitler (1889-1945) gespielt von Bruno Ganz:
Der Sohn eines Zollbeamten aus Linz (Österreich) verfolge zunächst ein Leben als "Kunstmaler", meldete sich 1914 freiwillig zur bayrischen Armee und dient im 1. Weltkrieg. Nach der Niederlage wurde er als V-Mann der Reichswehr eingesetzt und trat 1919 in die Deutsche Arbeiterpartei (DAP) ein. Bereits 1921 wurde er zum Vorsitzenden der NSDAP umbenannten rechtsextreminischen und antisemitischen Gruppierung.
Am 30.01.1933 wurde Hitler zum Reichskanzler ernannt. Mit dem Einmarsch in Polen am 01.09.1939 begann Hitler den 2. Weltkrieg. Als Ziel des Krieges wurde die Gewinnung von "Lebensraum" propagiert. 1941 fand die Wannsee-Konferenz zur "Endlösung der Judenfrage" statt, die besagte, die die Ausrottung aller in Deutschland lebenden Juden befahl um am 31.01.1943 zur Kapitulation der 6. Armee bei Stalingrad führte.
Trotz der seit Frühjahr 1943 sichtbar nahenden Niederlage weigerte sich Hitler, politische Gespräche mit den "Gegnern" zu führen.
Er führte den Krieg bis zur letzten Minute und fand nach dem fehlgeschlagenden Attentat 1944 noch mehr Anhänger in der Bevölkerung. Die letzten Monate verbrachte Hitler mit seinem engsten Führungskreis in der Bunkeranlage unter der Berliner reichskanzlei. Dort verübte er, nach der Heirat mit seiner langjährigen Freundin Eva Braun, am 30.04.1945 Selbstmord.
Unter seiner Führung Führung wurden im 2. Weltkrieg 6 Millionen Juden ermordet.
Traudl Junge (1920-2002) gespielt von Alexandra Maria Lara:
Im Alter von 22 Jahren entschloss sich Traudel Humps, in die Reichshauptstadt Berlin umzuziehen und sich als Bürokraft in der "Adjutantur des Führers" zu bewerben. Sie wurde ausgewählt und begann ihre Anstellung Ende 1942. 1943 heiratete sie den SS-Offizier Hans Herman Junge. Dieser ließ sich von Hitlers Ordonnanz zur Waffen-SS versetzen und fiel 1944 in der Normandie. Traudl Junge blieb bis zuletzt in der Nähe des Führers und verließ den Bunker erst nach dessen Tod. Nach Kriegsende geriet sie in russische Gefangenschaft, wurde jedoch als "jugendliche Mitläuferin" eingestuft und freigelassen.
Eva Braun (1912-1945) gespielt von Juliane Köhler:
Als Frau an der Seite Hitlers durfte sie nie auftreten, um dem allgemeinen Bild des großen "Führers" keinen Schaden zuzufügen. Sie litt stark unter der Isolation und Missgunst der NS-Größen und vorallem auch deren ehefrauen. Bis zuletzt warb sie um die Liebe und die Aufmerksamkeit des sehr väterlichen Freundes Hitler. Trotz Hitlers Verbot fährt sie am 07.03.1945 nach Berlin, um das bittere Ende mit ihm zu teilen. Am 29.04.1945 heiratet Hitler sein "Tschapperl", wie sie von ihm genannt wurde. Nach einem Tag als Ehefrau an der Seite des Führers begehen sie beide am 30.04.1945 im Führerbunker gemeinsam Selbstmord.
Joseph Goebbels (1897-1945)
gespielt von Ulrich Matthes:
Film und Rundfunk waren für Reichspropagandaminister Joseph Goebbels die Hauptinstrumente der Massenbeeinflussung, daher trieb er die Produktion des preisgünstigen "Volksempfängers" voran, im Volksmund "Goebbels-Schnautze" genannt. Goebbels war der einzigste NS-Minister, der im Bunker bei seinem "Führer" bis zum letzten Moment ausharrte. "In dem Delirium von Verrat", das den Führer umgebe, müsse es wenigstens einige geben, "die bedingungslos und bis zum Tode zu ihm halten", schrieb er in einem Nachtrag zu Hitlers politischem Testament. Keine einsicht, keine Reue.
Magda Goebbels (1901-1945) gespielt von Corinna Harfouch:
Magda Goebbels war die Vorzeigefrau des "Dritten Reichs": Als siebenfache Mutter wurde sie von der NS-Propaganda zur "Über-Mutter" stilisiert. Linientreu, elegant und gebildet fungierte sie als Werbeträgerin für das Regime und spielte an der Seite ihres Mannes die Rolle der "Ersten Dame" in Hitlers Reich. Einen Tag nach dem Suizid Hitlers, am 1. Mai 1945, gibt Magda Goebbels ihren sechs Kindern ein Schlafmittel und vergiftet sie dann in ihren Betten.
Heinrich Himmler (1900-1945) gespielt von Ulrich Noethen:
Himmler war ein fanatischer Rassenideologe und konnte mit dem ihm unterstellten Machtapparat aus Gestao, Kripo, Ordnungspolizei über die Konzentrationslager, Junkerschulen, Ordensburgen gebieten. Er war der Cheforganisator der Endlösung und verfolgte dieses Ziel mit extremer Korrektheit und Gnadenlosigkeit. Hitler ernannte ihn aus Dankbarkeit für seine Treue zum Innenminister, nach dem Attentat am 20. Juni 1944 zum Befehlshaber des Ersatzheeres. Kurz vor Kriegsende fiel er bei Hitler in Ungnade, nachdem er versucht hatte, mit den Westalliierten Kontakt aufzunehmen. Nach Kreigsende tauchte er in einem Flüchtlingsstrom unter, beding nach seiner Entdeckung Selbstmord.
Albert Speer (1905-1981) gespielt von Heino Ferch:
Beeindruckt von Speers Organisationstalent und dessen Schnelligkeit übertrug Hitler ihm die Planung der neuen Reichskanzlei in Berlin und des Parteitagsgeländes in Nürnberg. Auch beauftragte er Speer, die Umgestalltung Berlins in die zukünftige Welthauptstadt "Germania" zu übernehmen. 1937 wurde er zum Generalbauinspekteur für die Reichshauptstadt Berlin ernannt und 1942 zum Reichsminister für Bewaffnung und Munition berufen. Damit wurde Speer zum wichtigsten Mitglied der Regirung und auch einer der engsten Vertrauten des Führers. Speer wurde bei Nürnberger Prozessen 1945 wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu 20 Jahren Haft verurteilt. Nach seiner Entlassung 1966 ging er nach England, wo er 1981 in London starb.
Hermann Fegelein (1906-1945) gespielt von Thomas Kretschmann:
Bereits am 1. Januar 1944 war hermann Fegelein ins Führerhauptqutier versetzt worden, wo er als Verbindungsoffizier der Waffen-SS beim Führer Verwendung fand. Dort lernte er auch Gretel Braun kenne, die Schwester von Eva Braun. Durch seine Hochzeit mit Gretel wurde er Hitlers Schwager. Beim Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juni 1944 wurde Hermann Fegelein leicht verwundet. Am 27. April 1945 versuchte Fegelein mit ein paar Begleitern, die eingeschlossene Reichskanzlei zu verlassen. Um nicht erkannt zu werden, zog er sich Zivilkleidung an. Am 29. April wurde er in seiner Berliner Wohnung verhaftet, wegen Desertierens standrechtlich zum Tode verurteilt und am selben Tag hingerichtet.
Martin Bormann (1900-1945) gespielt von Thomas Thieme:
Bormann trat 1927 in die NSDAP ein. Durch die Heirat mit Gerda Buch, der Tochter des obersten Parteirichters, wurde er 1933 zum Stabsleiter bei Heß. Bormann gilt als Bauherr der Führeranlage auf dem Obersalzberg, verwaltete Hitlers Privatvermögen und schaffte sich somit im engsten kreise Hitlers eine unentbehrliche Position. 1943 wurde er zum "Sekretär des Führers" ernannt. Er verfolgte dessen Befehle mit verschärfter Vehemenz und ging dabei meist mit gewissenloser Brutalität vor. 1946 wurde er in Nürnberg in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Erst 1973 wurde sein Skelett an der Berliner Invalidenbrücke identifiziert und damit wurde er amtlich für tot erklärt.
:::::Kapitel:::::
01 Filmstart
02 Vorstellung der Sekretärinnen
03 Berlin liegt unter Beschuss
04 Empfang beim Führer
05 Albert Speer und Adolf Hitler/Die Vision
06 Lagebesprechung im Bunker
07 Ehrung der Berliner Hitlerjugend
08 Das Fest der Eva Braun
09 General Wedling
10 Feigling
11 Schwerer Angriff
12 Der Führer verliert die Fassung
13 Es ist alles Verloren
14 Fahnenflüchtige
15 Frau Goebbels und die Kinder
16 Peter trifft seine Eltern
17 Gerüchte
18 Telegramm von Göring
19 Albert Speers letzte Gespräche
20 Albert Speer verlässt den Führer
21 Peter kommt nach Hause
22 Treue und Mut
23 Verrat durch Himmler
24 Der Reichsarzt will weg
25 Kein Erbarmen mit Verrätern
26 Aussichtslose Lage
27 Das Testament des Führers
28 Eheschließung
29 Nachricht von Keitel
30 Der Führer ruft die Ärzte
31 Gespräch mit Prof. Haase
32 Das letzte Essen
33 Frau Goebbels will zum Führer
34 Der Führer ist tot!
35 Verhandlung mit den Russen
36 Tödliche Medizin
37 Kampfeinstellung
38 Das Ende der Goebbels
39 Raus aus Berlin
40 Fräulein Manziarly gibt auf
41 Die Russen sind im Bunker
42 Wir ergeben uns nicht!
43 Der Krieg ist aus!
44 Traudl Junge
45 Abspann
:::::Aussehen:::::***
Auf der Vorderseite Der DVD-Hülle ist der Hintergrund schwarz. Eingebelndet wird ein blauschimmertes Bild, auf dem man zerstörte Gebäude erkennt und schwach sieht man russische Panzer. Deutlich wird der verzweifelte Hitler gezeigt, der stützend von einem Kammeraden gehalten wird.
Oben sieht man die Namen der Darsteller nebeneinander aufgelistet, im unteren Drittel den Titel in Großbuchstaben DER UNTERGANG. Unten kann man Constantin Film und Das Erste lesen, die den Film prässentieren. Rechts oben, klein gedruckt steht ein teil von einer Rede Hitlers: "Wenn der Krieg verloren geht, ist es vollkommen egal, wenn das Volk mit untergeht. Ich könnte darüber noch keine Träne weinen, denn es hätte nichts anderes verdient."
Auf der Rückseite der Hülle ebenfalls schwarzer Hintergrund. Auf der oberen Hälfte sieht man in schwarz-weis ein Bild von Adolf Hitler mit verschränkten Armen, daneben Traudl Junge mit Hut, Rücksack und zugeknöpfter Jacke, ein hilfloser Blick. Daneben ein Aufmarsch der SS- und SA-Soldaten.
Direkt darunter Beginnt eine sechszeilige Hinhaltsangabe.
Auf der unteren Hälfte ist aufgelistet, welche Bonus-Tracks auf welcher DVD sind, wie lange der Film geht, Bildformat ect.
:::::Angaben zum Film:::::
Freigegeben ab 12 Jahren
Produktionsjahr: 2004
Bildformat: 16:9
Laufzeit: ca 179 Minuten
Tonformat: Dolby Surround
Untertitel: Dt. Hörfilmfassung für Blinde und Sehbehinderte, dt. Untertitel für Hörbehinderte, Audiokommentar Bernd Eichinger
Bestell-Nr.: HC083198
DVD-Typ: DVD-9
DVD 2: Bonusmaterial:
-Making-of "Hitlers letzte Tage" ca. 58 min
-Melissa Müller liest aus dem Buch von Traudl Junge ca 5 min
-Melissa Müller spricht über Traudl Junge ca 8 min
-Melissa Müller kommentiert Filmszenen ca 15 min
-Dietmar Arnold spricht über die Entstehung der Bunkeranlagen ca 20 min
-Der Bunker-ein virtueller Rundgang ca 13 min
DVD 2: Bonusmaterial:
-Interviews ca 90 min
-Dreharbeiten zu "Der Untergang" ca 50 min
-Storyboard mit Oliver Hirschbiegel ca 2,5 min
-Die historischen Figuren und ihre Darsteller (Textseiten)
-Biografie (Textseiten)
-Filmtipp und Trailershow
:::::Inhaltsangabe zum Hauptfilm:::::
Am Anfang erzählt Traudl Junge (Aufnahme kurz vor ihrem Tod), wie sie die Zeit an Adolf Hitlers Seite empfunden hat und wie es ihr während der schlimmen Zeit erging.
Der Film direkt startet mit der Vorstellung der Sekretärinnen, in dem Traudl Junge eingestellt wird, weil sie eine Münchnerin ist, so wie seine Freundin Eva Braun.
Berlin steht unter Beschuss-Atellarie der Russen. Der Führer ist aufgebracht. Er hat nicht damit gerechnet, dass die Russen schon so nah am Stadtkern sind. Es ist der Geburtstag Hitlers.
Trotz dem Beschuss plant seine Freundin Eva Braun am Abend im Reichtstagsgebäude eine "Party" für ihren Lebensgefährten.
Die endet jedoch dann, als eine Bombe einschlägt und sich alle durch die unterirdischen Gänge retten.
Aus Verzweiflung verlassen viele Offiziere den Führer, sowie später im Film auch Speer. Manche sitzen im Bunker, betrinken sich mit Schnapps und wein, rauchen Zigarren und vergessen den Gedanken, dass auch sie bald Fallen werden.
Ein SS-Kommandtan sprengt sich mit seiner Familie am Essenstisch in die Luft, da er vom Führer nicht die Erlaubnis bekommen hat, Berlin mit Frau und Kindern zu verlassen.
Manche werden erschossen, weil sie "Verrat gegen den Führer" ausgeübt hat, indem sie versucht haben, aus Bunker und der Hauptstadt zu fliehen, obwohl sie im Krieg eingesetzt werden müssten.
Traudl Junge ist damit beschäftigt, das testament des Führers aufzunehmen, sowie das von Goebbels.
Der Führer verteilt an seine nun Ehefrau Eva, die er im Bunker geheiratet hat Nervengift, für alle Fälle. Er ist sich immer noch sicher, dass er mit seinen Truppen die Russen vernichten kann und Deutschland den Krieg gewinnt.
Der Führer beauftragt seinen Kommandant, 200 Liter Benzin zu besorgen. Der Führer hat beschlossen, sich und seine Frau Eva umzubringen in ihrem Zimmer. Danach sollen die Leichen vor dem Bunker verbrannt werden, weil, so wie er sagt, nicht möchte, dass seine Leiche den Russen in die Hände fällt.
Fegelein trifft sich mit dem russischen Offizier, um ihn zu benachrichtigen, dass der Führer tot ist. Die Russen fordern von den Deutschen absolute Kapitulation und Waffenabgabe. Fegelein stimmt nicht zu.
Trotzdem wird durch eine Freisprechanlage in einem deutschen Militärsauto, dass durch die kaputte Hauptstadt fährt gesprochen, dass der Krieg aus ist.
Traudel Junge flüchtet mit den restlichen Leuten im Bunker nach draußen. Viele werden trotz Kriegsende von den Russen gefangen gehalten, doch sie als Frau hat mehr Chancen als die Männer. Sie ist mit dem Jungen peter, der in der Hitlerjugend gedient hat unterwegs, man sieht die zwei auf dem Fahrrad durch bewaldetes Gebiet fahren. Der Film ist vorbei.
Am Schluss ist ein Abspann, in dem man lesen kann, was mit den Darstellern passiert ist.
:::::Preis:::::
Also ich habe die DVD im Marktkauf damals für 19,90€ gekauft. Ich finde den preis OK, denn es ist viel Bonusmaterial vorhanden.
:::::Eigene Meinung:::::
Ich fande den Film total stark, absolut mitreisend! Ein paar Szenen sind wirklich nichts für 12jährige, aber der Film ist in dem Sinne noch sehr verharmlost, denn die Realität hat viel schlimmer ausgesehen!
Also was ich damit sagen will: Den Film muss man gesehen haben, wenn man ein Händchen für Geschichte hat und Sinn für die historische Biographie Deutschlands im Dritten reich.
ein Testbericht von manuelgreulich2006-05-10 13:02:11vom 10.05.2006Empfehlung: ja
nun werde ich den versuch machen einen sehr schwierigen Film passend zu bewerten. Bin mir aber bewusst, dass bei so einem Thema man niemand gerecht werden kann.
1. Geschichte:
Dieser Film basiert auf den Erinnnerungen der Sekretärin Hitlers: Traudel Jung und spielt in der Zeit kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges. Daher auch der Name "der Untergang".
Er zeigt die Geschichte des Führerbunkers samt der Insassen und zeigt das Ende der Führungselite der Nazis auf. Vom Selbstmord Hitlers bis zur Verurteilung von Heß (am ende vom Film) wird die Geschichte hier
gezeigt. Natürlich wird der Fokus auf Hitler gelegt, der von Bruno Ganz hervorragend in Szene gesetzt wird.
2. Schauspieler:
Bruno Ganz als Hitler spielt hier wohl die Rolle seines Lebens. Es wirk schon fast gespenstisch, wie als ob Hitler noch lebt. Er spielt ihn sehr realitätsnah und zeigt, dass der brutale Führer z. B. sehr nett und aufmerksam gegenüber frauen war. Auch wird die Gestik und mimik sehr gut von Ganz gespielt. Er schafft es den Wahnsinn Hitler zu verdeutlichen. Dies zeigt sich in den Wahnwitzigen Aktionen des Führers als er gegen Ende des Krieges immer noch an einen Endsieg glaubt.
Die anderen Schauspieler machen ihre Sache auch sehr gut, doch natürlich steht in diesem Film die Figur Hitlers im Vordergrund. Auch Speer wird sehr gut dargestellt.
3. Szenen:
Einige Szenen sind sehr brutal und abschreckend. Dadurch wird der Film natürlich sehr emotional aufwühlend. Hier ist wirklich etwas gelungen, was selten zu sehen ist. Man bekommt ein gutes Bild von der damaligen Wirklichkeit gezeigt. natürlich sind noch immer viele Punkte zu kritisieren, aber das liegt auch an der Thematik, die der Film aufgreift.
Sehr gut sind auch die Gerichtsszenen am Ende des Filmes, die sehr gut dargestellt sind. und uach der Ausblick auf die Realität ist sehr gut.
Eine der bewegensten Szenen ist sicherlich die Szene als Frau Goebbels ihre Kinder vergiftet, weil sie findet, dass es ohne NS nicht lebenswertes mehr gibt. Da fühlt man nur noch Trauer und Wut über solch eine Verblendung und eine abscheuliche Tat. Hier kommt sehr gut zum Ausdruck was der NS war: eine menschenverachtete Ideologie, die nichts positives an sich hatte.
4. Kritik;
Die Person Hitlers hätte man vielleicht noch etwas differenzierte beleuchten müssen, so kommt oftmals die Grausamkeit und der Rassenwahn nicht ganz so sehr zum Ausdruck, wie er eine Rolle in Hitlers Leben spielte.
Aber dies ist natürlich schwer darzustellen.
Fazit:
Wir sollten froh sein, das wir als Deutschen solche Filme machen können und sie nicht den Ammis überlassen haben. Ich denke mit solchen Filmen betreibt man auch Aufarbeitung von historischer Schuld.
Der Film eignet sich auch sehr gut für den Geschichtsunterricht.
Ich finde es ist ein Muss solch einen Film gesehen zu haben. Ein Stück dunkler und trauriger Geschichte kommt hier zum Gesicht. Davor sollten gerade wir als Deutsche uns nicht verbergen, sondern einen Teil dazu beitragen, dass niemals mehr so etwas derartiges geschehen kann.
jwoebking, 10.05.2006
quotNurquot ein hilfreich. Ist mir alles etwas zu oberflächlich, und unter Punkt 4. kann ich Deine Meinung nicht teilen, denn nach Deiner Kritik muss ich leider annehmen, dass Du nicht verstanden hast, warum Hitler in diesem Film so dargestellt wurde.
Gemeinwesen, 10.05.2006
Ja, der Film ist gut. Ob die DVD so kaufenswert ist wie der Kinobesuch oder der Abend vorm Fernseher lohnend, weiß ich jetzt allerdings nach wie vor nicht. Beste Grüße vom Gemeinwesen.
Scheinshaxe, 10.05.2006
o,,,o quotDer ist
039 039 für
,039039039039039, dichquot!
039039039039039,,,,,,,,,,,,,, - sehr hilfreich :o Gruß Scheinshaxe
Der Untergang - warum bin ich so bewegt? Eine sehr subjektive Reflexion der Filmhandlung
ein Testbericht von Andreas682005-11-26 14:00:03vom 26.11.2005Empfehlung: ja
Vorteile: Eine Darstellung dieses Zeitabschnittes, die sich gerade für eine deutsche Produktion erstaunlich um Sachlichkeit bemüht, statt in anzuzweifelnder Einseitigkeit ausschließlich zu verurteilen....Nachteile/Kritik: Siegerverbrechen wurden nicht erwähnt, einige historische Details wurden zeitgeistgemäß dargestellt oder weggelassen.
Der Untergang
Gestern Nacht habe ich mir endlich den Spielfilm "Der Untergang" angesehen. Mit der Besprechung richte ich mich zugleich mit der Frage an das Publikum, ob es mir erklären kann, warum mich dieser Film derartig ergriffen und bewegt hat.
Der Film handelt von den letzten Stunden in der Reichskanzlei sowie vom Kampf um Berlin von Ende April bis zum 2. Mai 1945.
Nach meinen Erkenntnissen ist er historisch im Großen und Ganzen wirlichkeitsnah. Allein werden die "Nero-Befehle" Hitlers zu sehr in den Vordergrund gedrängt Diese wurden in verzweifelter Lage und Wut, vielleicht
dem Irrsinn nahe, erteilt, mehrfach widerrufen und hatten, bei aller Grausamkeit, durchaus ihren militärischen Sinn. Die Sowjetunion wandte ggü. den deutschen Angriffsarmeen 1941 und 1942 dieselbe, schon gegen Napoleon bewährte, Taktik an:
Überlässt man dem Feind zerstörtes Gebiet, aus dem er sich nicht ernähren kann und dessen Infrastruktur vernichtet ist, wird er allein abhängig von seinen überdehnten Nachschubwegen. Der ohnehin unzureichende Nachschub kann dort zusätzlich noch von den eigenen Fernwaffen gestört werden.
Im Film unerwähnt blieb, dass die deutsche Wehrmacht noch die Kraft besaß, am 2. Mai mit 30000 Soldaten, erbeuteten und eigenen Panzern aus der Stadt auszubrechen und sich durchs russisch besetzte Reichsgebiet bis zur Elbe vorzukämpfen.
Wir alle wissen vom Irrsinn und den Verbrechen des Dritten Reichs. Allein schon das bloße Einsperren von Millionen Menschen aufgrund einer biologisch völlig unzutreffenden Rassentheorie, die Angehörige der eigenen Subspecies (Rasse) zu "Untermenschen" erklärte, wäre schon Verbrechen genug gewesen.
Obendrein kosteten der Raub und das Vernichten solchen Potentials vielleicht sogar den Krieg.
So trägt Böses den Keim seiner Zerstörung in sich.
Deshalb frage ich mich, weshalb ich mich so sehr auf der Seite der Verteidiger fühlte.
Gut, ich war schon immer für die Schwächeren, schon als kleiner Junge. Sie erregten mein Mitleid und meine Solidarität: die kleinere und jüngere Partei bei einer Schneeballschlacht, die Büffel und die Indianer in Wildwestfilmen, die Südstaatler in "Vom Winde verweht" oder in der Schule gehänselte Mädchen.
Damals, 1945, seit 1942, waren wir die Schwächeren.
Aber ich schreibe "wir". Mir ist dieses Gefühl, zu einem Volk zu gehören, eben noch eigen. Nur vorübergehend hatte ich es mir aberziehen lassen. Ich war stets misstrauisch ggü. Lehrmeinungen.
Heute reden uns die Mächtigen ein, es gäbe eigentlich gar keine Völker, sie wären nur Kopfkonstrukte. Gerade Intellektuelle glauben ihnen das und gefallen sich darin als gebildet, augenscheinliche Unterschiede in Kultur, Sprache, Weltsicht, Mentalität, Aussehen, Körperbau, Sprachveranlagung und ihrem ganzen Wesen vorsätzlich zu ignorieren, statt sie in ihrer Vielfalt als Schatz der Menschheit zu begrüßen.
Währenddessen lassen die Mächtigen in ihren Labors ihre Wissenschaftler und Techniker nach ethnisch selektiv wirkenden Waffen forschen ...
Ich habe mich wieder einmal verliebt während dieses Films. Es mag albern scheinen, und vielleicht ist es das sogar. Aber was soll ich machen, spüre ich doch dieses Wühlen irgendwo zwischen Magen und Zwerchfell, diese Hingabe. Sie erfolgte diesmal gegenüber dem blonden Mädchen mit den dicken Zöpfen, die kriegsfreiwillig an der Seite ihrer HJ-Kameraden die Straßenbarrikade gegen die Russen verteidigte, bis die Munition verbraucht war.
Als die Verteidiger sich verschossen hatten, überredete dieses wunderschöne Mädchen ihren Kameraden mit glühender Gebärde dazu, sie mit der vorletzten Patrone zu erschießen. Danach erschoss er sich selbst.
Gebannt und jenseits aller Fassung war ich. Tränen steigen mir noch in die Augen, wenn ich nur von dieser Szene schreibe. Der dargestellte Glaube und Idealismus dieser Jugendlichen ließen mich meinen Atem anhalten. Ich bewundere ihn zutiefst und ohne jede moralische Verurteilung. Sie wäre einfach nur anmaßend.
Und ich weiß, ich wäre an ihrer Seite gewesen, und ich fürchte, auch ich hätte den Freitod einem Weiterleben vorgezogen, in der damaligen Situation.
Eine weitere Szene erregte meine Aufmerksamkeit: Der Volkssturm greift an in Berlin! Es ist Ende April 1945, doch in Berlin führen Volkssturmeinheiten einen Angriff durch.
Sie greifen an, wie man nicht angreift, schlecht oder gar nicht geführt: im gruppenweisen Sprung über offenes Gelände, ohne gegenseitige Deckung und ohne Feuerschutz. Gruppenweise fallen die realistisch im Alter von um 50 Jahren dargestellten Männer; sie werden zusammengeschossen, ihr Angriff bleibt sinn- und erfolglos.
Dennoch durchströmte mich etwas bei diesem Anblick. Wer angreift, mobilisiert in sich unbekannte Reserven. Unbewusst wird die Hoffnung eine Rolle spielen, durch den Angriff die Situation zu bereinigen und danach Ruhe zu haben. Nur dadurch wurde und wird immer wieder angegriffen, finden Menschen sich bereit, ins Feuer, in ihre physische Vernichtung zu laufen. Schon in der Übung vermittelt sich einem dieses Gefühl. Ich erfuhr es selbst, mit dem MG aus der Hüfte schießend und in der Überraschung der Ausbilder über das plötzlich aufbrandende "Hurra".
Ich weiß um den Irrsinn des Tötens und Sterbens und der Bereitschaft dazu. Dennoch vermag ich ihn tief in mir zu verspüren und nachzuvollziehen.
Manche werden das einfach als krank abtun. Nun, Massen von Menschen sind so "krank", ohne geheilt werden zu wollen.
Nichts wurde besser durch die selbst verordnete Sterberei. Dem Nachkriegsdeutschland fehlten die auf diese Weise Gefallenen. Uns fehlen ihre Enkel. Ja, ich glaube, dass solche Menschen zu den besten gehörten.
Diese Szenen waren nicht nur Filmdramaturgie. Sie vollzogen sich vielerorts und massenhaft im Deutschland des Jahres 1945. In der eigenen Familie gab es solche Fälle und in deren Nachbarschaft.
So irrsinnig es sein mag: Mich durchströmt tiefster Respekt vor Menschen, die lieber sterben wollen, als ihre Ideale zu verraten. Vielleicht kann solche Haltung viel mehr mit Liebe zu tun haben als mit Hass.
Viele werden jetzt aus dem Abstand des Nichtdabeigewesenseins und ihrer fernen Betrachtungsweise urteilen: Auch diese jungen Deutschen waren Opfer des verbrecherischen Nationalsozialismusses, der sie missbraucht hat.
Mit Verlaub, ich halte diese Einstellung für vereinfacht: Sie waren ebenso sehr Opfer eines "irrsinnigen Vernichtungswillens der Westalliierten" (Graf Schenk von Stauffenberg), der friedensfeindlichen Forderung nach bedingungsloser Kapitulation, der Erfahrungen von Millionen hingeschlachteter und vergewaltigter Deutscher bei Flucht und "Befreiung" und der damals bekannten Kaufmann- und Morgenthau-Pläne.
Wer seiner Vernichtung entgegensieht, ohne Gnade erwarten zu können, hat keinen Grund zu kapitulieren!
Kein Mensch kann auf eine bedingungslose Kapitulation eingehen:
Man stelle sich vor, man würde überfallen und zusammengeschlagen werden. Man verteidigt sich, will sich schließlich ergeben, doch der Angreifer sagt: "Nur, wenn ich danach mit dir machen kann, was ich will." Durch die Art seines Angriffes oder seine vorherigen Erklärungen wurde deutlich, dass man damit rechnen müsse, von ihm getötet oder als Frau vergewaltigt zu werden. Widerstand zu leisten solange man kann, wird in dieser Situation ja fast zur menschlichen Pflicht!
Diese Jugendlichen sahen damals ihrer physischen Vernichtung nach der Kapitulation entgegen, zumindest der Vernichtung ihres Volkes, das sie liebten und als dessen Teil sie sich zurecht sahen.
Sie hatten vielleicht Eltern, Geschwister, Freundinnen und Freunde, Geliebte, durch den Bombenterror, auf der Flucht oder bei den Massakern während der Befreiung verloren.
Sie konnten nicht wissen, dass es weniger schlimm kam, dass sie eine Chance gehabt hätten, wenn auch eine geringe. Gerade die Kriegsfreiwillige wäre vom "Befreier" vielleicht nicht gerade mit großzügiger Siegergeste anständig als Kriegsgefangene behandelt worden ...
Von ca. 250000 deutschen Soldaten, die in Stalingrad gefangen genommen wurden, kehrten ca. 6000 aus der Gefangenschaft zurück.
Der Film endete mit der Darstellung der Schicksale im Filme vorgestellter Persönlichkeiten: 1953 aus Kriegsgefangenschaft entlassen, 1955 aus Kriegsgefangenschaft entlassen! Viele kamen noch später zurück, noch nachdem ich geboren wurde!
Es gibt kein moralisches und es gab kein geschriebenes Recht in dieser Welt, so mit Gefangen, Unterlegenen, dem besiegten Feind umzugehen, ihn jahrelang, teilweise über 10 Jahre, in Gefangenschaft und Zwangsarbeit zu halten.
Die wenigen kriegsfreiwilligen Frauen, soweit bei Volkssturm und Werwolf kämpfend, besaßen nicht einmal das formale Recht auf Gnade. Sie wurde ihnen den wenigen Beispielen nach, die mir bekannt sind, auch nicht zuteil.
Welchen Grund also hätten sie gehabt, zu kapitulieren oder auch nur weiter zu leben, um sich ermorden (oder mit dem Tode "strafen") zu lassen?
Hier wäre es dem im Namen der Menschenrechte kämpfenden Gegner, dem "Befreier", möglich gewesen, durch besseres Beispiel und anständige Bedingungen, Leid, Tod und übers Leben hinaus reichenden Widerstandswillen zu verhindern!
Aus dieser Geschichte sollte man gelernt haben. aber man hat es nicht. Selbstmordattentäter, so unverständlich sie uns erscheinen, mögen Leid erfahren haben, das ihnen das Weiterleben als nicht wünschenswert erscheinen lässt.
Es muss schon viel Schlimmes geschehen oder geschehen sein, um Menschen so weit zu treiben. Normalerweise will der Mensch lieber irgendwie weiter leben als gar nicht. Der Überlebenswille von Verstümmelten und Behinderten spricht Bände.
Heute hört man von vielen Menschen und in den Medien schon oft: "Selber schuld!" Denen, die sich so äußern, oftmals diejenigen, die sonst gerne von Menschenrechten faseln, rufe ich entgegen: "Verzeiht mir bitte, dass ich eure Menschenverachtung, eure Arroganz, euren unerträglichen Zynismus nicht teile, und sicherlich bin ich deshalb für euch `menschenverachtend´!"
Wer die Menschen nicht kennt, nicht versteht und wer die Völker nicht achtet, ist ihnen wirklich ein schlechter Anwalt!
Die zweite Szene, die mir so unter die Haut ging, dass ich kaum von ihr zu schreiben vermag, war die Vergiftung der Goebbels-Kinder.
Ich weiß nicht, ob ich meiner Tochter diesen Film zumuten kann.
Das Schicksal dieser wunderbaren, gläubigen, vertrauensvollen, wunderschönen Kinder, die nach dem, was ich darüber las, durchaus wirklichkeitsgerecht dargestellt wurden, mit ansehen zu müssen, war mehr, als ein mitfühlender Mensch ertragen kann.
Ich hatte die Selbsttötungen der Nazi-Größen nie verstanden. Erst nach dem Studium des Nürnberger Prozesses konnte ich ihre Entscheidungen nachvollziehen. Aber ich empfinde sie als feige. Sie hätten im Kampfe fallen müssen, wären sie sich selbst treu gewesen. Im Verwundungsfalle hätten sie ihre Giftkapseln immer noch anwenden können.
Die Entscheidungen gegen das Leben der eigenen Familien und Kinder entziehen sich aber gänzlich der Nachvollziehbarkeit meines Verstandes und Gefühls.
Waren sie schlicht unnötige Verbrechen? Waren sie Verzweiflung? Mit welchem Schicksal hatten die Täter für ihre Kinder gerechnet? Was hat sie bewegt? Die mir bekannten Erklärungen aus Tagebüchern, ihnen ein Weiterleben unter den neuen Umständen nicht zumuten zu wollen, befriedigen in keiner Weise. War es nur wahnsinniges Verbrechen oder wussten die Eltern Dinge, die sich unserer Kenntnis entziehen, die sie nicht einmal aufgeschrieben haben, oder erfahren wir einfach nur nichts davon?
Ich konnte es mir nicht vorstellen, dass Frau Goebbels lustvoll das Verbrechen der Ermordung ihrer Kinder beging.
Den Film zeichnet es aus, dass ihre Taten nicht etwa politisch-korrekt so dargestellt wurden, sondern als verzweifelt und - hier muss ich bitter eine Pause machen - tatsächlich in Liebe zu ihren Kindern.
Hier tritt etwas ein, was mir nur selten geschieht: Das Niederschreiben der Worte, das Analysieren versagt, ich bleibe unfähig, meine Gefühle in Gedanken zu fassen und diese als Worte niederzuschreiben. Man muss diese Szene gesehen haben, über Sensibilität verfügen, keine Abwehrhaltung gegen einem ähnliche Kinder haben und wahrscheinlich sein Volk, das zu wenige solcher Kinder hat, lieben wie ich, um nachvollziehen zu können, was mich bewegt. Beschreibungen werden dem nicht gerecht.
Für das Lesen dieses lang gewordenen Aufsatzes bedanke ich mich. Ausgangspunkt war mein Unverständnis für meine eigenen Gefühle, meine Traurigkeit und mein Hoffen während des Ansehens dieses Films. Im Vergleich zu anderen verstehe ich meine Haltung, hier scheinbar `auf der falschen Seite zu stehen´ nicht mehr. Es gelingt mir nicht, Kriegsverbrechen oder das Böse einseitig zu sehen, es gelingt mir nicht, Menschen, die von ihren Idealen und ihrem Handeln bis zum Tode überzeugt waren, zu verurteilen. Es gelingt mir aber auch nicht, Hass für die eine oder andere Seite zu empfinden.
Wohl erfüllen mich Wut und Traurigkeit, denke ich an deutsche Verbrechen gegen die Menschlichkeit, an den Versuch, ein Volk oder Teile des eigenen Volkes auszurotten und über den deutschen Umgang mit ursprünglich freundlich gesinnten Völkern wie Balten, Ukrainern und Bretonen.
Doch empfinde ich gleichermaßen Wut und Traurigkeit über die Verbrechen des Bombenterrors, der sich gezielt gegen die Zivilbevölkerung richtete und bei den Verbrechen der Morde, Vergewaltigungen und Verstümmelungen während der Befreiung, bei der Flucht und der späteren Vertreibung.
Fast verzweifeln lassen mich die Aussagen Deutscher, wonach ihr Volk dieses Unrecht verdient hätte. Von den ehemaligen Feinden habe ich ein so verächtliches Aufrechnen noch nicht vernommen.
Kein Verbrechen rechtfertigt ein anderes.
Doch für die Jungs und Mädchen, die aus ihrer tiefsten inneren Überzeugung ihr Leben gaben, empfinde ich nichts als Mitleid, Nähe und Sympathie.
Das will ich mir von heutigen, selbstgerechten Besserwissern nicht in Zynismus umwandeln lassen.
...
Ein Film, der das Blut in den Adern des Rezipienten gefrieren lässt. Ein Film, der eine unglaubliche Faszination ausstrahlt. Das Böse - Es ist doch gigantischer und faszinierender, als man zu glauben pflegt. "Der Untergang" ist meines Erachtens nach wieder einmal ein sehr guter deutscher Film. Ein mehr als brisantes Thema, das aber gekonnt und detailliert beleuchtet wird. Die unterschiedlichsten Charakter treffen aufeinander und zeigen ihren mehr oder weniger bedingungslosen Glauben an den Endsieg beziehungsweise an den Steuermann des dritten Reichs - dem Führer Adolf Hitller.
Der Film sorgte besonders im
Ausland für mitunter durchmischte Resonanz. Er sorgte für Furore sowohl in negativer, als auch positiver Sicht. Allein schon das behandelte Thema sprüht ja nur so vor Brisanz. Produzent Bernd Eichinger und dem durch gewagte Filme bekannten Regisseur Oliver Hirschbiegel (auf seine Kappe geht beispielsweise das Meisterwerk "Das Experiment") für Aufsehen. In der englischen Regenbogenpresse war sogar zu lesen, dass Deutschland dem nicht nur Führer vergeben habe, sonder ihm nun betrauern würde. Wenn das mal nicht Grund zum Anstoß einer dynamischen Diskussion ist.
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Wir schreiben zu Beginn der Verfilmung das Jahr 1942. Es ist Ende ´42. Das Reich ist mitten im zweiten Weltkrieg. Die erst 22-jährige Traudl Jung (gespielt von Alexandra Maria Lara) bewirbt sich mit vielen anderen jungen Frauen für die Stelle als Sekretärin. Letztendlich erhält sie auch zunächst das OK vom Führer. Sie kann sich gegenüber den restlichen 5 Bewerberinnen durchsetzen, obwohl alle Anwesenden jungen Frauen lediglich ihren Namen und ihre Herkunft dem Führer vortragen sollen. Traudl ist gebürtige Münchnerin. Mit dieser Herkunft hat sich natürlich bei lange Zeit in Linz (Österreich) und München lebenden Adolf Hitler natürlich ein Stein im Brett. Zudem konnte er von Nürnberg ausgehend seine Machtrolle ausbauen. Einfängliche Misserfolge mit dem Kapp-Putsch konnten aber leider wieder ausgemerzt werden und so kletterte er Stück für Stück die Sprossen der Karriereleiter empor.
Obwohl sich die junge Traudl etwas tollpatschig anstellt und sich zunächst nicht wirklich als gute Sekretärin herausstellt, hat sie beim Führer Bonuspunkte geerntet. Sie ist engagiert in Hitlers Hauptquartier in der Wolfschanze zu arbeiten.
Schnitt.
Hierauf folgt ein starker Sprung - meines Erachtens nach nicht sonderlich gut in Szene gesetzt. Da aber primär die Thematik des Untergangs im Führerbunker in der Berliner Poststraße beleuchtet werden muss, ist dieser Sprung halt schon nachvollziehbar aber filmisch meines Erachtens nach nicht sonderlich glücklich und gut gelungen. Es musste halt die Engagierung von Traudl filmisch gezeigt werden. Denn es werden im Film 2 vorrangige Erzählperspektiven geschildert: Zum einen die Sicht der Dinge besonders aus der Lage von Traudl, aber auch dem Führer geschildert, und zu anderen die Geschehnisse draußen auf der Straße.
Nachdem Schnitt schreiben wir nun das Jahre 1945. Es ist der 20. April - Der Geburtstag des Führers. Die beste Freundin Traudls Gerda, eine Art Köchin, fasst es treffend in Worte, was draußen vor sich geht:
"Die Russen hätten dem Führer doch ein anderes Geburtstagsgeschenk machen können, als mit der Artillerie zu schießen. Die Fliegerangriffe waren mir lieber."
Es zeigt die Beschränktheit eben dieser einfachen Person. Nach dem Motto: Mir geht es hier unten im Bunker gut, aber oben rumort es ja mal wieder. Hat das denn gar kein Ende?
Was ich sehr gut finde, aber was auch die Grundlage eines solchen Dramas sei sollte: Das empirische Ereignisse im Film berücksichtigt werden. Denn die Russen sind schon nah am Zentrum Berlins herangekommen: Ein eindeutiges Zeichen ist der Beschuss mit der Artillerie.
Die Lage spitzt sich immer mehr zu:
Nach Anraten des selbsternannten Architekten des dritten Reichs, Albert Speer (gespielt von Heino Ferch), bleibt Adolf Hitler in Berlin, obwohl im fast alle davon abraten, da es sein sicherer Untergang sei. Doch Speer weiß dem Führer mit polemischen Worten zu überzeugen:
"Sie sollen auf der Bühne stehen, wenn der Vorhang fällt, mein Führer."
Der diplomatische Speer ist eben ein Mann der nachhallenden Worte.
Die Stadt soll nun nach Anraten vieler Berater Hitlers evakuiert werden. Denn die Zivilbevölkerung sollte geschützt werden. Doch kein Spiel ohne den Führer:
"In einem Krieg wie diesem, gibt es keine Zivilisten."
Worte, die einfach nur schauerlich sind, aber Hitler eindeutig charakterisieren.
Seine Euphorie kennt keine Grenzen: Unter seiner Anwesenheit werden Auszeichnungen an besonders tapfere Leute der Hitlerjugend verlieren: Unter ihnen auch der erst 12-jährige Peter, auf dem in der Folge auch mitunter der Fokus des Betrachters landet. Peter hat 2 Panzer der Russen mit seiner Panzerfaust zerstört und wird dafür ausgezeichnet.
Hitler schließt dieses Zeremoniell mit den Worten:
"Die Geschichte schaut auf euch und wenn Germania aus den Trümmern neu emporsteigt, seid ihr die Helden. Heil euch!"
Schreckliche, verklärende Worte. Es zeigt den verbissenen unbarmherzigen Glauben des Führers an den Endsieg. Doch das Blatt scheint sich immer mehr zu wenden. Immer mehr glauben schon lang nicht mehr den Worten des Führers, ein zermürbender Zusammenbruch.
Doch auch die junge Traudl Jung zeigt ihren Opportunismus offen:
"Wenn es ans Eingemachte geht, hab ich eingesehen, dass es nicht richtig war, was ich tat, wofür ich mich entschieden habe. Nein, das geht nicht! Ich muss mit in den Führerbunker."
Sie will ihr eigenes Handeln, die Konsequenzen und Intentionen eben nicht selbst einsehen. Auch zu Beginn wird der Film durch ein kurzes Statement eingeläutet und am Ende des Films eingerahmt. Tja, es zeigt eben das unselbstständige vieler einfacher, aber auch wichtiger Leute zu dieser Zeit. Zeigt aber auch eindrucksvoll, dass der Nationalsozialismus auch heutzutage leider aufgrund des vermehrt abgestumpften Bevölkerungsbildes möglich wäre.
In der Folge wird der Werdegang des Arztes Dr. Schenk (gespielt von Christian Berkel) näher beleuchtet. Er soll auch zum Führerbunker kommen.
Auch der Kritiker Albert Speer weicht nicht von seinem gefährlichen Kurs ab und versuchte dem Führer ins Gewissen zu reden: Er kritisiert die geplante und bereits umgesetzte Zerstörung der Habschaften und wirtschaftlichen Güter, um so das Land dem Brachliegen anzunähern. Doch Hitler ist wie überzeugt - er kontert:
"Was am Ende übrig bleibt, sind eh nur die Minderwertigen. Denn die Guten sind gefallen."
ohne Worte !
Auch das Anhängsel des Führers, Eva Braun, die im Führerbunker sich mit ihrem Adolf vermählt, will die Wahrheit ausklammern: Sie feiert Feste um sich abzulenken.
Doch Traudl ist dieser ganze Spuk nicht geheuer. Sie sagt zu ihrer besten Freundin Gerda:
"Es ist wie in einem Traum, aus dem man aufwachen möchte! Aber man kann nicht. Gerda, mir ist schlecht"
Nach diesen Worten schlägt auch prompt eine Bombe unmittelbar neben der feiernden Meute ein.
Die Lage spitzt sich noch weiter zu: Die Russen sind auf dem Vormarsch. Und gegen den Willen Hitlers konnte der Befehl Steiner nicht umgesetzt werden - ein Gegenschlag gen Osten, konnte nicht realisiert werden. Denn die Bolschewisten sahen Hitler und Goebbels als die gefährlicheren Gegner an, als die westlichen Staaten. Hitler ist erbost:
"Ich hätte gut daran getan, alle höheren Generäle zu liquidieren, wie Stalin."
Er geht sogar so weit:
"Es ist aus! Der Krieg ist verloren!"
Auch in der Folge weiß der Führer, die Verantwortung wieder von sich wälzen, als ihn General und Arzt Prof. Dr. Werner Haase (gespielt von Matthias Habich) zur Rede stellt. Denn er soll standrechtlich erschossen werden, weil sich angeblich dem Führerbefehl widersetzte und nicht weiter nach Osten vorrückte.
Doch der rhetorisch talentierte General weiß den Führer zu überzeugen und versucht ihn zur Vernunft zu bringen. Doch Hitler wälzt erneut die Verantwortung von sich.
Da er so begeistert ist vom General, ernennt wer diesen zum Kommandant zur Verteidigung Berlins. Doch er nimmt diesen Entschluss meines Erachtens nach richtig mit den Worten auf:
"Es wäre besser gewesen, mich zu erschießen."
Auch der hinkende Propagandaminister Joseph Goebbels schockt mit seinen menschenverachtenden Worten:
"Ich kann kein Mitgefühlt empfinden. Das Volk hat dieses Schicksal selbst gewählt. Das Volk hat dieses SCHICKSAL selbst gewählt. Das Volk hat uns selbst beauftragt, jetzt wird den kleinen das Hälschen durchgeschnitten."
Es zeigt eindrucksvoll den blinden Glauben an höhere Gewalten in Form des Schicksals auf. Auch in der Folge lässt er unglaubliche aber auch symptomatische und richtungweisende Worte vom Stapel, als Hitler geraten wird zu fliehen.
"Der Führer kann sich nicht als ruhmloser Flüchtling vom Parkett der Weltgeschichte verabschieden!"
Diese Worte des Propagandaministers haben eine schier unglaublichen Nachhall zur Folge. Erschreckende rhetorische Fähigkeiten. Die eben fruchteten. Auch der Aufruf des Propagandaministers zum totalen Krieg und die damit verbundene Mobilisierung der letzten Reserven in Form des Volkssturms, wurden im Film umgesetzt.
"Die werden wie die Fliegen liquidiert."
Sagt ein General, als sieht, wie sich die Mannen des Volksturms genau in der Schusslinie aufhalten.
In der Folge erfährt Hitler zudem von den Sabotageversuchen durch Herman Göring. Er unterstellt ihm den Volksverrat und meint, dass durch diese die Korruption erst ausgebrochen sei. Er ernennt zum Generalfeldmarschall und Oberbefehlshaber der der deutschen Luftwaffe Robert Ritter von Greim.
Erschreckend ist auch das wirklich stattgefundene und filmisch umgesetzte Verhalten von Magda Goebbels: Der Frau von Joseph Goebbels. Sie sagt
"Meine Kinder sollen nicht in der Welt ohne den Nationalsozialismus aufwachsen."
Sie vergiftet schließlich auch ihre eigenen 6 Kinder und wird von ihrem Mann erschossen, der danach auch Selbstmord begehrt. Die Schrecken der Geschichte.
Der zunehmende Zusammenbruch beschreibt Hitler mit folgenden Worten und beruht sich darauf wieder auf das Schicksal, eine höhere Macht.
"Das Starke kann letztlich nur triumphieren, indem es das Schwache ausmerzt. Mitleid ist eine Ursünde. Das Leben vergibt keine Schwächen."
Daraufhin erhält er die Nachricht, dass der Heinrich Himmler (der Hühnerzüchter) mit den Alliierten kooperiere, indem er mit den Westmächten eine bedingungslose Kapitulation eingehen würde.
Hitler ist geknickt:
"Das ist der schlimmste Verrat."
Weiter möchte ich die Handlung nicht vorwegnehmen.
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Br uno Ganz spielt Adolf Hitler
Alexandra Maria Lara spielt Traudl Junge
Corinna Harfouch spielt Magda Goebbels
Ulrich Matthes spielt Joseph Goebbels
Juliane Köhler spielt Eva Braun
Heino Ferch spielt Albert Speer
Christian Berkel spielt Dr. Schenk
Matthias Habich spielt Prof. Dr. Werner Haase
Thomas Kretschmann spielt Herman Fegelein
Michael Mendl spielt General Weidling
Andre Hennicke spielt SS-Gruppenführer Mohnke
Ulrich Noethen spielt Heinrich Himmler
Birgit Minichmayr spielt Gerda Christian
Rolf Kanies spielt General Hans Krebs
Justus von Dohnanyi spielt General Burgdorf
Dieter Mann spielt Feldmarschall Wilhelm Keitel
Christian Redl spielt General Alfred Jodl
Götz Otto spielt Otto Günsche
Thomas Limpinsel spielt Heinz Linge
Thomas Thieme spielt Martin Bormann
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Am Ende noch die allgemeinen Daten zur DVD:
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Regie: Oliver Hirschbiegel
Produzent: Bernd Eichinger
basiert auf: Joachim Fest: „Der Untergang“ und Traudl Junge: „Bis zur letzten Stunde“
Soundtrack: Stephan Zacharias
Genre: Drama
Verleih: Constantin Film AG
Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch DTS
Untertitel: Deutsch (optional für Hörgeschädigte)
Format: 1.78:1 in 16:9
Länge: ca. 150 Minuten
Extras: 15 Minuten
Regionalcode: 2
Freigabe: ab 12 Jahren
Preis: 20 Euro
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Insgesamt finde ich, dass die behandelte Thematik zwar insgesamt gut in Szene gesetzt worden ist, es aber auch einige Kritikpunkte gibt. Die Kritik aus England ist mitunter nicht zu Unrecht gewählt. Mitunter werden politische und geschichtliche Ereignisse aus einer etwas zu subjektiven Sicht geschildert und es kommt mitunter der Verklärung nahe.
Im Endeffekt, kann der Film also die in der Überschrift gennante These natürlich weder falsifizieren noch verifizieren. Der Untergang ist ein guter Film, den man unbedingt gesehen haben muss, aber eben auch mit einigen angesprochenen Macken ausgestattet.
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...
sindimindi, 04.11.2005
Noch sh. Allerdings geht der quotrote Fadenquot durch die Verknüpfung von Meinung und Handlung etwas verloren.Insgesamt eine etwas verwirrende Filmkritik, die nicht aus einem Guss gechrieben scheint.
Siehe dazu Referenzbericht von quotwildheart
Volker111, 04.11.2005
Sehr guter Bericht über einen Film, den ich eher skeptisch in seiner Verharmlosung der quotMitmörderquot ansehe. -
irmi1967, 04.11.2005
Den Film habe ich auch gesehen - und bin sehr beeindruckt von deinem Bericht. Lg. Irmi.
ein Testbericht von magnifico2005-08-24 09:12:06vom 24.08.2005Empfehlung: ja
Vorteile: ein gelungener Film, der nichts beschönigt oder verfälscht...Nachteile/Kritik: im Zusatzmaterial hätte etwas mehr zum NS-Regime eingebracht werden können
"Der Untergang" präsentiert sich als rekordverdächtiges, oscarträchtiges, Meisterwerk, der nicht nur die Emotionen der Zuschauer berührt, sondern vielmehr auch das nachholt, was in der Geschichtsforschung und insbesondere der zeitgenössischen Darstellung des NS-Regimes gerne vergessen oder verdrängt wird, zumindest aber beinahe nicht mehr als solches wahrnehmbar ist: Adolf Hitler ist bei aller Entartung und Perversität (im originären Wortsinn) zunächst ein Mensch wie jeder andere gewesen. Einen Grund, weshalb sich eine derartige Persönlichkeit - parallel zu ihr tobte sich die auf ihre Weise nicht weniger abstoßende Persönlichkeit eines Jossif Stalin in Russland
aus - nicht erneut entwickeln und durchsetzen könnte, ist daher nicht ersichtlich. Und genau diese Leistung oder auch Erkenntnis, die von nicht wenigen als "Verklärung" oder "Verharmlosung" jener Menschheitsgeisel gedeutet wird, ist es, die den Film zu weit mehr als nur einer weiteren minutiösen Dokumentation des Berliner Untergangs werden lässt.
Worum es im Film geht, lässt sich dabei, anders als bei Fiktionen, an dieser Stelle ungleich leichter schildern, da die Gefahr, das regelmäßig zunächst ja unbekannte Ende vorwegzunehmen, kaum bestehen dürfte. Zwar bin ich kein Historiker oder auch nur hinreichend in der Geschichte des III. Reichs bewandert, als dass ich die Authentizität jeder einzelnen Handlung bejahen oder verneinen könnte, doch meine ich, dass sich Drehbuch und Film an die bekannten Geschehnisse halten. Gleichwohl werde ich keine umfassende Schilderung vornehmen, da eine solche letztlich nur Bekanntes oder ohne besondere Mühen Nachlesbares wiedergeben würde.
Der Film beginnt im Jahre 1942. Fünf ausgesuchte Damen werden zur Wolfsschanze, jenem berühmt berüchtigten Führungsbunker im Norden des damaligen Reiches gebracht, um dem Führer als Sekretärin vorgestellt zu werden. Eine von ihnen, eine Münchnerin, erhält nach einer kurzen Vorstellung von Hitler die Gelegenheit, ihr Können unter Beweis zu stellen, bringt jedoch auf der Schreibmaschine kein einziges korrekt geschriebenes Wort heraus ... wird allerdings gleichwohl Hitlers Sekretärin.
Die nächsten Einstellungen springen in das Berlin des April 1945. Die Rote Armee hat sich Berlin bis auf wenige Kilometer genähert und ist mittlerweile nahe genug, um die Hauptstadt unter Artillerie-Beschuss zu nehmen. Die Führung des Reiches, insbesondere Hitler, Dr. Goebbels und die Generalität, musste sich in den Bunker unter der alten Reichskanzlei flüchten, während alle Einrichtungen des öffentlichen Lebens geräumt werden. Der Fall Clausewitz ist ausgegeben worden. Das Leben im Bunker ist geprägt von Hitlers zunehmendem geistigen Verfall, der auch von seinen Generalen wahrgenommen wird. Gleichwohl sind diese nicht bereit, energisch genug gegen den Diktator vorzugehen, insbesondere die aussichtslose Lage der näher rückenden feindlichen Truppen sowie der drohenden Vernichtung Berlins zu beenden. Die letzten Tage des Schreckensregime sind heraufgezogen ...
Die schauspielerische Leistung der unterschiedlichen Akteure ist zu bewundern und zu beneiden. Bruno Ganz, der Adolf Hitler verkörpert, versteht es dabei meines Erachtens ganz hervorragend, das Mensch gewordene Monster - oder den Monster gewordenen Menschen - zunächst, 1942, als eher nachsichtigen und warmherzigen, später als bedingungslosen und gefühlskalten Psychopathen zu projizieren. Es ist gerade der Beginn, der den ganzen weiteren Film prägt. Anstelle des erwarteten "An die Wand!" oder Ähnlichem begegnet der Führer dem Fehlerchaos mit einem "Das versuchen wir gleich noch mal.". Plötzlich wird klar, dass hier kein abgrundtief böser Luzifer in Menschengestalt, sondern vielmehr ein "normaler" Mensch am Werk ist; die pure Abstraktion des Bösen, wie Hitler leider viel zu oft in der Geschichtsschreibung dargestellt wird, fehlt; einen Grund für die (beruhigende(?)) Annahme einer historischen Singularität fehlt.
Auch im nachfolgenden Film, namentlich mit dem zunehmend der Realität entrückten Tyrannen und dem nicht minder oder sogar noch fanatischeren Goebbels samt seiner Frau, die ihre eigenen Kinder lieber umbringt, als sie "in einer Welt ohne Nationalsozialismus" groß werden zu lassen, fesseln und beeindruckend doch sehr. Während Eva Braun mehrfach eine Party in den Räumen der Alten Reichskanzlei zu arrangieren versucht, die vom bevorstehenden Untergang ablenken soll, fallen zunehmend Hilters einstige Weggefährten von ihm ab.
Albert Speer "beichtet" in einer beeindruckenden Szene die Nichtausführung der Nero-Befehle, nach denen die Infrastruktur sowie die Fabriken des Reichs, bevor sie dem Feind in die Hände fallen, zerstört werden sollen. Himmler, der Reichsführer SS, "droht" mit der Machtübernahme, sofern er aus dem eingekesselten Berlin keine anderweitigen Befehle erhält und zeigt seine Bereitschaft, mit den Alliierten zu kooperieren, an.
Unheimlich und von faszinierender Emotionslosigkeit wird schließlich die Tötung der sechs Kinder durch ihre Mutter dargestellt. Die eben noch vergnügt im Kreis des Führers singenden Kinder erhalten, unbeschadet ihres Widerstandes, ein Schlafmittel und werden anschließend mit ergreifender Perfektion durch Giftkapsel getötet. Corinna Harfouch gelingt es dabei, die Rolle der gefühlskalten und durch und durch vom Nationalsozialismus überzeugten Mutter zu spielen, die mit leisem Knacken ihre eigenen Kinder ins Jenseits befördert.
Der Film ist insgesamt und ausnahmslos ein beeindruckendes Monumentalwerk, das den Mythos NS-Regime entzaubert und die Schwächen der einzelnen Akteure der damaligen Horrorherrschaft in einer Weise hervorbringt, die wie kaum eine andere verdeutlicht, dass es Menschen gewesen sind, die anderen Menschen dieses Leid angetan haben. So wird auf jegliche Glorifizierung oder Heroisierung verzichtet, wie andererseits auch gerade Aspekte, die das menschliche Individuum ausmachen, nicht verborgen bleiben. Der Film ist sicherlich alles andere als ein "feel-good"-Film, die Altersgrenze von 12 Jahren stellenweise auch eher zu niedrig.
Eine "Beschönigung", wie es teilweise kritisiert wurde, stellt der Film meiner Meinung nach allemal nicht dar. Er macht nur eben nicht da halt, wo oftmals halt gemacht wird: an der Schwelle des Verständnisses dazu, dass das III. Reich weder einmalig noch letztmalig gewesen sein kann oder muss und, lernt die Menschheit wie seit Jahrhunderten nicht aus ihren Fehlern, keine Garantie für eine Unmöglichkeit der Wiederholung besteht.
Zur DVD in der Premium Edition - normalerweise würde man das, nachdem es auch die einfache DVD mit der Kinoversion gibt, als Special Edition bezeichnen - ist insbesondere auf die Dokumentation sowie die historischen Biografien hinzuweisen. Der Film selbst ist in hervorragender Bild- und Tonqualität, wobei auch hier "nur" die deutschsprachige Fassung in Dolby Digital 5.1 vorhanden ist. Lediglich ein englischer Untertitel kann zugeschaltet werden. Wem es in erster Linie nur auf den Film selbst ankommt, der kann allerdings ebenso gut mit der Single-DVD leben, denn die Bild- und Tonqualität wie auch die Länge des Films selbst sind bei beiden Ausgaben identisch. Der aktuelle Preis für die Premium Edition liegt bei knapp 24,- €, der der Single Edition bei 19,- €. Die übrigen Features der Premium Edition sind Interviews mit Schauspielern und Crew (circa 100 Min.), Dokumentation 'Hitlers letzte Tage' (circa 58 Min.), Blick hinter die Kulissen der Dreharbeiten mit Audiokommentar des Regisseurs und des Ausstatters (circa 30 Min.), Der Bunker 3 D (Rundgang mit Szenen aus dem Film) sowie Biografien der Schauspieler und Biografien der wichtigsten historischen Personen.
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„Der Untergang“ präsentiert sich als rekordverdächtiges, oscarträchtiges, Meisterwerk, der nicht nur die Emotionen der Zuschauer berührt, sondern vielmehr auch das nachholt, was in der Geschichtsforschung und insbesondere der zeitgenössischen Darstellung des NS-Regimes gerne vergessen oder verdrängt wird, zumindest aber beinahe nicht mehr als solches wahrnehmbar ist: Adolf Hitler ist bei aller Entartung und Perversität (im originären Wortsinn) zunächst ein Mensch wie jeder andere gewesen. Einen Grund, weshalb sich eine derartige Persönlichkeit – parallel zu ihr tobte sich die auf ihre Weise nicht weniger abstoßende Persönlichkeit eines Jossif Stalin in Russland aus – nicht erneut entwickeln und durchsetzen könnte, ist daher nicht ersichtlich. Und genau diese Leistung oder auch Erkenntnis, die von nicht wenigen als „Verklärung“ oder „Verharmlosung“ jener Menschheitsgeisel gedeutet wird, ist es, die den Film zu weit mehr als nur einer weiteren minutiösen Dokumentation des Berliner Untergangs werden lässt.
Worum es im Film geht, lässt sich dabei, anders als bei Fiktionen, an dieser Stelle ungleich leichter schildern, da die Gefahr, das regelmäßig zunächst ja unbekannte Ende vorwegzunehmen, kaum bestehen dürfte. Zwar bin ich kein Historiker oder auch nur hinreichend in der Geschichte des III. Reichs bewandert, als dass ich die Authentizität jeder einzelnen Handlung bejahen oder verneinen könnte, doch meine ich, dass sich Drehbuch und Film an die bekannten Geschehnisse halten. Gleichwohl werde ich keine umfassende Schilderung vornehmen, da eine solche letztlich nur Bekanntes oder ohne besondere Mühen Nachlesbares wiedergeben würde.
Der Film beginnt im Jahre 1942. Fünf ausgesuchte Damen werden zur Wolfsschanze, jenem berühmt berüchtigten Führungsbunker im Norden des damaligen Reiches gebracht, um dem Führer als Sekretärin vorgestellt zu werden. Eine von ihnen, eine Münchnerin, erhält nach einer kurzen Vorstellung von Hitler die Gelegenheit, ihr Können unter Beweis zu stellen, bringt jedoch auf der Schreibmaschine kein einziges korrekt geschriebenes Wort heraus ... wird allerdings gleichwohl Hitlers Sekretärin.
Die nächsten Einstellungen springen in das Berlin des April 1945. Die Rote Armee hat sich Berlin bis auf wenige Kilometer genähert und ist mittlerweile nahe genug, um die Hauptstadt unter Artillerie-Beschuss zu nehmen. Die Führung des Reiches, insbesondere Hitler, Dr. Goebbels und die Generalität, musste sich in den Bunker unter der alten Reichskanzlei flüchten, während alle Einrichtungen des öffentlichen Lebens geräumt werden. Der Fall Clausewitz ist ausgegeben worden. Das Leben im Bunker ist geprägt von Hitlers zunehmendem geistigen Verfall, der auch von seinen Generalen wahrgenommen wird. Gleichwohl sind diese nicht bereit, energisch genug gegen den Diktator vorzugehen, insbesondere die aussichtslose Lage der näher rückenden feindlichen Truppen sowie der drohenden Vernichtung Berlins zu beenden. Die letzten Tage des Schreckensregime sind heraufgezogen ...
Die schauspielerische Leistung der unterschiedlichen Akteure ist zu bewundern und zu beneiden. Bruno Ganz, der Adolf Hitler verkörpert, versteht es dabei meines Erachtens ganz hervorragend, das Mensch gewordene Monster – oder den Monster gewordenen Menschen – zunächst, 1942, als eher nachsichtigen und warmherzigen, später als bedingungslosen und gefühlskalten Psychopathen zu projizieren. Es ist gerade der Beginn, der den ganzen weiteren Film prägt. Anstelle des erwarteten „An die Wand!“ oder Ähnlichem begegnet der Führer dem Fehlerchaos mit einem „Das versuchen wir gleich noch mal.“. Plötzlich wird klar, dass hier kein abgrundtief böser Luzifer in Menschengestalt, sondern vielmehr ein „normaler“ Mensch am Werk ist; die pure Abstraktion des Bösen, wie Hitler leider viel zu oft in der Geschichtsschreibung dargestellt wird, fehlt; einen Grund für die (beruhigende(?)) Annahme einer historischen Singularität fehlt.
Auch im nachfolgenden Film, namentlich mit dem zunehmend der Realität entrückten Tyrannen und dem nicht minder oder sogar noch fanatischeren Goebbels samt seiner Frau, die ihre eigenen Kinder lieber umbringt, als sie „in einer Welt ohne Nationalsozialismus“ groß werden zu lassen, fesseln und beeindruckend doch sehr. Während Eva Braun mehrfach eine Party in den Räumen der Alten Reichskanzlei zu arrangieren versucht, die vom bevorstehenden Untergang ablenken soll, fallen zunehmend Hilters einstige Weggefährten von ihm ab. Albert Speer „beichtet“ in einer beeindruckenden Szene die Nichtausführung der Nero-Befehle, nach denen die Infrastruktur sowie die Fabriken des Reichs, bevor sie dem Feind in die Hände fallen, zerstört werden sollen. Himmler, der Reichsführer SS, „droht“ mit der Machtübernahme, sofern er aus dem eingekesselten Berlin keine anderweitigen Befehle erhält und zeigt seine Bereitschaft, mit den Alliierten zu kooperieren, an.
Unheimlich und von faszinierender Emotionslosigkeit wird schließlich die Tötung der sechs Kinder durch ihre Mutter dargestellt. Die eben noch vergnügt im Kreis des Führers singenden Kinder erhalten, unbeschadet ihres Widerstandes, ein Schlafmittel und werden anschließend mit ergreifender Perfektion durch Giftkapsel getötet. Corinna Harfouch gelingt es dabei, die Rolle der gefühlskalten und durch und durch vom Nationalsozialismus überzeugten Mutter zu spielen, die mit leisem Knacken ihre eigenen Kinder ins Jenseits befördert.
Der Film ist insgesamt und ausnahmslos ein beeindruckendes Monumentalwerk, das den Mythos NS-Regime entzaubert und die Schwächen der einzelnen Akteure der damaligen Horrorherrschaft in einer Weise hervorbringt, die wie kaum eine andere verdeutlicht, dass es Menschen gewesen sind, die anderen Menschen dieses Leid angetan haben. So wird auf jegliche Glorifizierung oder Heroisierung verzichtet, wie andererseits auch gerade Aspekte, die das menschliche Individuum ausmachen, nicht verborgen bleiben. Der Film ist sicherlich alles andere als ein „feel-good“-Film, die Altersgrenze von 12 Jahren stellenweise auch eher zu niedrig.
Eine „Beschönigung“, wie es teilweise kritisiert wurde, stellt der Film meiner Meinung nach allemal nicht dar. Er macht nur eben nicht da halt, wo oftmals halt gemacht wird: an der Schwelle des Verständnisses dazu, dass das III. Reich weder einmalig noch letztmalig gewesen sein kann oder muss und, lernt die Menschheit wie seit Jahrhunderten nicht aus ihren Fehlern, keine Garantie für eine Unmöglichkeit der Wiederholung besteht.
...
DER UNTERGANG - Die letzten 12 Tage des Deutschen Reiches
ein Testbericht von vipie152005-07-05 16:18:19vom 05.07.2005Empfehlung: ja
Vorteile: - authentische Wiedergabe des Geschehens
- man kann immer etwas dazulernen
- viele Effekte...Nachteile/Kritik: - teilweise etwas zum Ermüden
- Der Untergang -
Die letzten 12 Tage des Deutschen Reiches
Kritik:
Ich bin der Meinung, dass „Der Untergang“ die dunklen Jahre Deutschlands authentisch wiedergibt, soweit ich dies beurteilen kann. Dennoch ist der mittige des Films ein wenig zum Ermüden, da kaum kleinere Ereignisse mit eingebaut wurden, sondern dass man im letzteren Teil alle Begebenheiten an den „Kopf geworfen kriegt“! Aber so war nun einmal die Geschichte. Ansonsten kann ich den Film 100%ig weiterempfehlen, da man einen kleinen Einblick in die Vergangenheit erhält und den unglaublichen Wahnsinns Hitlers zu sehen bekommt. Man
sollte sich die Frage stellen, wie ein Mensch ein fast ganzes Volk so fanatisieren konnte, dass es für ihn hasse und töte!
Eckdaten:
- Filmlänge: 2 ½ h Film und ¼ h Extras
- Kapitel: 35
- Produktionsjahr: 2004
- Regisseur(e): Bernd Eichinger und Oliver Hirschbiegel
- Schauspieler:
· Bruno Ganz (Adolf Hitler)
· Alexandra Maria Lara (Traudl Jung)
· Juliane Köhler (Eva Braun)
· Heino Ferch (Albert Speer)
· Ullrich Matthes (Joseph Goebbels)
· Corinna Harfouch (Magda Goebbels)
- Kosten: 13,5 Millionen Euro
Besonderheiten:
· wahre Begebenheit
· Vorspielung in 141 Ländern
...
ein Testbericht von KingNothing2005-07-03 13:55:15vom 03.07.2005Empfehlung: ja
Vorteile: Gute Darsteller, gute Bild und Tonqualität der DVD...Nachteile/Kritik: Historisch nicht immer einwandfrei
Der Untergang (DVD)
Filminhalt:
„Der Untergang“ spielt in Berlin, im April 1945. Die Rote Armee ist in die Hauptstadt eingerückt, in den Strassen tobt der Häuserkampf und, obwohl Berlin nicht mehr zu halten ist leistet der Volkssturm erbitterten Widerstand.
Von all dem bekommt Adolf Hitler nichts mit, da er die letzten Kriegstage hinter dicken Mauern im „Führerbunker“ erlebt. Obwohl Berlin verloren ist weigert sich „der Führer“ die Stadt zu verlassen um, wie Architekt Albert Speer es ausdrückte, „auf der Bühne zu stehen wenn der Vorhang fällt“.
Der Film schildert eindrucksvoll die letzten Kriegstage im
Führerbunker bis hin zu Hitlers Hochzeit mit Eva Braun und dem anschliessenden gemeinsamen Selbstmord des Diktators und seiner Frau.
Bildqualität:
Die Bildqualität von „Der Untergang“ ist gut. Kontrast und Bildschärfe sind Augenfreundlich gewählt. Allerdings hat es den Anschein das das Bild leicht „grünstichig“ ist ,wahrscheinlich ist dies absichtlich gewählt um den Film einen historischen „Look“ zu geben.
Ansonsten gibt es zur Optik nicht viel zu sagen..für DVD’s Jahres 2005 ist sie Standart.
Tonqualität:
Der Ton des gesamten Filmes ist ausgezeichnet. Donnergrollen und Kanoneneinschläge sorgen für düstere Endzeitatmosphäre. Das Surroundgefühl ist ebenfalls mit „Sehr gut“ zu bezeichnen. Neben den deutschen Tonspuren gibt es des weiteren eine Tonspur für Sehbehinderte.
Untertitel sind in Deutsch sowie in Englisch vorhanden.
Ausstattung:
„Der Untergang“ ist als Single-DVD erhältlich, jedoch gibt es auch eine „Premium“-Edition, die neben dem eigentlichen Film noch eine Bonus-DVD mit folgendem Inhalt enthält:
Dokumentation „Hitler’s letzte Tage“ (ca 60 min)
Gespräch mit Melissa Müller , der Autorin des Buches „Bis zur letzten Stunde“ über Traudl Müller, der Sekretärin Hitler’s
Biografien der Darsteller und der historischen Figuren
Interviews mit den Darstellern
Making of von „Der Untergang“
Filmkritik:
„Der Untergang“ ist zweifellos ein packender, aufwühlender Film. Bruno Ganz sieht dem Diktator Adolf Hitler in seiner Maskerade geradezu erschreckend ähnlich. Seine Darstellung des „Führers“, wenn auch brilliant gespielt, entspricht jedoch nicht immer den historischen Tatsachen. Ganz verfällt teilweise in eine Karikatur des deutschen Diktators.
Ebenfalls negativ zu bemerken ist die Tatsache, das etliche Nazigrössen die Hitler umgeben nicht als die skrupellosen Kriegsverbrecher dargestellt werden , die sie im historischen Rückblick waren.
Kurzum, „Der Untergang“ ist ein sehr gut gemachter Film mit ordentlicher Schaupielleistung. Sehenswert allemal, jedoch kann er historisch nicht allzu viel vermitteln.
...
ein Testbericht von NineW2005-06-19 18:42:54vom 19.06.2005Empfehlung: ja
Vorteile: alles...Nachteile/Kritik: Kriegsfilm
"Wenn der Krieg verloren geht ist es vollkommen egal , wenn das Volk mit untergeht. Ich könnte darüber noch keine Träne weinen, denn es hätte nichts anderes verdient." (Adolf Hitler )
Worte die mich schon geschockt haben bevor ich mir den Film im Kino angetan habe ,ja angetan habe, ihr lest richtig. Ich hasse Kriegsfilme ,nicht weil es nicht wichtig wäre zu wissen warum so viele Menschen in anderen Ländern noch heute so furchtbar böse auf Deutschland sind ,was eigentlich gar nicht mehr angebracht ist, da unsere Generationen und auch schon
viele Generationen vor und nach uns gar nichts mehr damit zu tun haben und sicher es ist auch verdammt wichtig. Auch ist es wichtig zu wissen was passiert ist ,damit sich die Geschichte nicht noch einmal wiederholt ,aber genau das ist es ,die Angst davor ,Angst meinerseits die Geschichte könnte sich wiederholen .
Ich war glaube ich eine von den wenigen die zuerst nein gesagt haben als ich gefragt wurde ob ich mit ins Kino gehen würde zu dem Film der Untergang , mir hatte eigentlich schon der Trailer gelangt ,den ich im TV sah ,aber da mein Mitbewohner sich diesen Film unbedingt ansehen wollte, hab ich ihn mir zwangsläufig angetan und ich bin auch froh darüber, dass es so gekommen ist, denn erst jetzt ist mir vollends bewusst was für ein kranker und wahnsinniger Mann Adolf Hitler wirklich war ,aber genug der Vorworte ,kommen wir zum Punkt ,der Film an sich.
Filmdaten:
Regie: Oliver Hirschbiegel
Produzent: Bernd Eichinger
Genre: Drama
Soundtrack: Stephan Zacharias
Verleih: Constantin Film AG
Länge: 155 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Schauspieler
Bruno Ganz: Adolf Hitler
Juliane Köhler: Eva Braun
Alexandra Maria Lara: Traudl Junge (Sekretärin)
Corinna Harfouch: Magda Goebbels
Ulrich Matthes: Joseph Goebbels (Propagandaminister)
Heino Ferch: Albert Speer (Rüstungsminister)
Christian Berkel: Dr. Schenk (Arzt)
Matthias Habich: Prof. Dr. Werner Haase (Arzt)
Thomas Kretschmann: Hermann Fegelein
Ulrich Noethen: Heinrich Himmler (Innenminister)
Micheal Mendl: General Weidling
und viele andere
Story:
Der Film beginnt 1942 und zwar damit ,dass "der Führer" (denn Adolf Hitler der Name an sich kommt höchst selten von in dem Film) eine Sekretärin sucht.
Sehr spät in der Nacht bestellt er mehrere junge Damen zu sich um eine von ihnen als Sekretärin einzustellen. Seine Wahl fällt auf Traudel Junge ,was irgendwo nicht wirklich zu verstehen ist ,denn mit ihren Tippkünsten steht es nicht zum besten ,aber atens ist sie wohl laut Angaben sehr hübsch gewesen und verdammt jung und Adolf Hitler hatte es mit jungen hübschen Frauen und btens hatte er es auch mit wie in diesem Fall und im Fall von seiner Frau (insofern man sie so nennen kann , denn verheiratet waren sie ja wohl nur ganz kurz ,weil sie sich einen Tag nach der Trauung ja umbrachten ) mit sehr naiven Frauen, weil er wusste sie würden zu ihm stehen und bis zum Schluss bei ihm bleiben.
Danach finden wir uns im Jahre 1945 wieder und zwar am 20ten April ,der Tag an dem Adolf Hitler Geburtstag hatte. Zu diesem Zeitpunkt ist der Krieg eigentlich nur noch eine Pharse ,denn obwohl Hitler der Ansicht ist seine Truppen (die teilweise gar nicht mehr vorhanden sind) würden dem Krieg noch eine entsprechende Wende geben ist eigentlich im Grossen und Ganzen schon alles verloren ,da die Russen östlich von Berlin stehen und immer näher kommen . Sehr auffällig in mehreren Szenen und wohl auch so gewesen , Adolf Hitler ist zu dem Zeitpunkt nur noch ein Schatten seiner Selbst ,laut meines Wissens nahm er wohl auch Medikamente wegen seiner Parkinsonkrankheit und dieses erklärt auch sein sehr starkes Zittern seiner Hand. Immer mehr Verlustmeldungen und auch schlechte Meldungen über die Lage an sich (Stand der Russen , Munition geht zu ende, Verluste der Armee und so weiter) werden ihm zugetragen. Trotz alledem ist Hitler immer noch der Meinung er wird den Krieg gewinnen und rastet auch immer öfter gegenüber seinem Generalsstab völlig aus ,obwohl er doch tief im Inneren weiß, er hat den Krieg verloren. Ausserdem macht zu diesem Zeitpunkt eh schon fast jeder was er will und keiner was "der Führer" will, nur das erfährt er alles erst später.
Danach kommt für mich eine der Szenen die ich glaub ich nie verstehen werde ,schon weil ich in der Situation zwar auch Angst gehabt hätte ,aber nie so reagiert hätte.
Eva Braun, die Lebensgefährtin und kurzzeitig auch Frau von Hitler veranstaltet eine Party ,während draussen der Krieg tobt ,aber diese Veranstaltung findet ein schnelles Ende, denn Bomben fallen und so muss man sich wieder zurückziehen.
In dieser Szene kommt die Angst speziell von Eva Braun zum Vorschein ,die sie mit der Party verdrängen will , dieses überschwängliche ,ausgelassene und fröhliche von ihr macht deutlich welche Angst sie doch hatte, ausserdem ist sie so furchtbar naiv und glaubt genau wie ihr Partner auch noch immer, dass der Krieg gewonnen wird und immer wieder wird deutlich wie sehr sie Adolf Hitler geradezu vergöttert hat ,weil sie alles akzeptiert was er macht und wie er handelt.
Noch 3 ausschlaggebende Szenen die ich hervorheben möchte drehen sich um Adolf Hitler selber ,hier wird sehr deutlich wie wahnsinnig und krank er wirklich war.
Manchmal denkt man während des Filmes er hätte verstanden ,dass der Krieg verloren sei und wäre auch bereit dieses einzusehen ,aber dann merkt man das Hitler es einfach nicht wahrhaben wollte, zum einen als er seinen ganzen Generalstab zu sich beruft und taktische Anweisungen gibt für Armeen die es nur noch teilweise gibt oder gar nicht mehr. Wenn es Einwände gibt oder aber man ihm den Sachverhalt erklärt ,lässt er es erst sacken und dann ganz plötzlich rastet er völlig aus ,so das keiner sich mehr traut Widerworte zu geben ,doch nach dem Gespräch beschliessen seine Leute trotzdem weiter so zu handeln wie sie es für richtig befinden.
Zum anderen gibt es eine Szene in der er anordnet einen befehlshabenden General erschiessen zu lassen ,nur weil dieser sich nicht gerade an der Front befindet wo Hitler es gerne hätte. (Da frag ich mich doch echt ,hat der Mann zu irgendeinem Zeitpunkt überhaupt mal einen lichten Moment im Oberstübchen gehabt ,ich glaube nicht)
Dieser General läuft dann aber höchstpersönlich im Führerbunker auf und erklärt in recht barschem bestimmten Ton das er sich in direktem Gefecht mit dem Feind befindet und so nicht auf 2 Hochzeiten gleichzeitig tanzen kann und ich glaube es ist das einzige Mal wo selbst Hitler nicht mehr viel einfällt ,denn der Befehl wird nicht ausgeführt.
Und zum Schluss noch eine Szene wo glaube ich jeder mit dem Kopf schüttelt ,
Hitler und Albert Speer sein Rüstungsminister stehen gemeinsam vor dem Modell des "neuen Berlin" ,dem Berlin was Hitler gerne aufgebaut hätte nach dem Krieg. Er erzählt von seinem Vorhaben ,während Speer ihm erklärt das dieses wohl nicht umsetzbar sein wird ,durch den verlorenen Krieg ,aber es beeindruckt Hitler wenig um nicht zu sagen gar nicht ,denn sie reden aneinander vorbei und er schwelgt weiter in seinen irren ,kranken Träumen.
Danach geht es um andere Personen ,die aber auch eine Schlüsselrolle spielen ,teilweise spielen die Szenen im Führerbunker ,teilweise auch draussen wo gekämpft wird, aber als erstes bleiben wir im Führerbunker und zwar bei Familie Goebbels , denn auch Magda Goebbels mit ihren sechs kleinen Kindern zieht zu ihrem Mann und gleichzeitig auch engsten Vertrauten Hitlers in den Bunker . Schlimm für mich ist, sie sieht allerdings keine Zukunft für ihre kleinen ,unschuldigen Kinder nach dem Krieg ,denn alles was nicht mit Nationalsozialismus zu tun hat ist für sie nicht denkbar. Das was sie tut ist für mich das Schlimmste am ganzen Film ,denn alle ihre Kinder bekommen erst ein Schlafmittel verabreicht und später werden sie von ihr vergiftet. Diese Szene war glaube ich die ,die mich am meisten erschüttert hat. Kleine, wehrlose Kinder.... wie krank muss man dafür sein?
Hitler war ja zum Schluss so hilflos und irre, dass er auch Kinder in den Krieg schickte. Im Film taucht auch immer wieder ein kleiner Junge auf.
Dieser kleine Junge und noch andere Kinder werden von seinem Vater gewarnt aufzuhören ,wegzulaufen ,sich zu verstecken ,weil sie nicht den Hauch einer Chance hätten sich zu verteidigen.
Am Anfang ignoriert der Junge alles ,wird von Hitler auch noch ausgezeichnet ,für seine "Heldentat" mit einer Panzerfaust zwei Russenpanzer zerstört zu haben ,aber als er merkt welche Gefahr auf ihn zuzukommen droht und es ihn fast selber erwischt und er um sich herum von Leichen umgeben ist, bekommt er es doch mit der Angst zu tun und läuft weg.
Auch wird deutlich gemacht das Leute die helfen wollten und noch ein wenig Verstand hatten im Krieg gerade zu diesem Zeitpunkt fehl am Platz waren. Denn alle Bemühungen des Arztes Dr. Schenk, der auch tatkräftig Prof. Haase im total überfüllten Lazareth unterstützt, den Leuten begreiflich zu machen ,dass es alles keinen Sinn hat, Zivilisten zu opfern ,sein eigenes Leben zu opfern für einen schon längst verlorenen Krieg werden nicht wirklich gehört und angenommen .
Deutlich zu erkennen in der Szene als der Arzt auf eine Gruppe Menschen trifft ,2 davon sind alte Leute die kaum noch laufen können und für den Krieg eingesetzt werden sollen ,aber nicht wollen und erschossen werden sollen. Die anderen beiden sind 2 uniformierte ,einer von ihnen erklärt dem Arzt den Sachverhalt ,doch dieser meint das es keinen Zweck hätte die alten Leute für den Krieg einzusetzen und eben so wenig sie zu erschiessen , darauf bekommt er von dem uniformierten zur Antwort "Wer will mich daran hindern? Sie? " und erschiesst die beiden Alten.
Und nicht zuletzt geht es ja auch um Traudl Junge aus deren Sicht der Film ja auch spielt und die auch nach dem Film noch einmal zu Wort kommt.
Sehr deutlich wird , sie war noch zu jung und viel zu naiv um zu erkennen wie verkehrt es doch war ,was sie da tat, dieses hat sie ja später auch eingesehen ,aber da war der Krieg schon vorbei und sie konnte nichts mehr tun.
Sie hat nach ihrer eigenen Aussage nicht gewusst welches Ausmass der Krieg hatte und mit 22 und einer naiven beschränkten Sichtweise ihrerseits ,vielleicht auch ein klein wenig verständlich ,was nicht heisst das ich sie in Schutz nehmen möchte.
Am deutlichsten erkennt man ihre Naivität als sie von Hitler aufgefordert wird zu fliehen und es nicht tut und im Treue gelobt und bei ihm bleiben will bis zum bitteren Ende.
Später als es schon fast zu spät ist flieht sie dann aber doch noch zusammen mit anderen.
Dann zum Ende des Filmes hin spitzt sich die Lage immer mehr zu , die Russen kommen immer näher ,kreisen Berlin ein und der Rest ist einfach nur noch Zerstörung pur und im Bunker bricht die blanke Angst und Panik aus und jeder der den Mut hat zu fliehen tut es und jeder der den Mut nicht hat bringt sich an Ort und Stelle um.
Aber ist ja auch ein Kriegsfilm und also folglich auch logisch ,trotzdem sollte man sich auch den Rest anschauen ,denn dann wird es erst richtig heftig und man ist wirklich im Bilde wie der Krieg war.
Meine Meinung:
Sicher ,ich habe diesen Film als noch schrecklicher empfunden ,als andere Kriegsfilme ,was aber nicht letztendlich daran lag ,dass er so gut gemacht ist ,dass man sich sehr gut vorstellen kann wie schlimm es damals wirklich war.
Ich verbinde eigentlich mit Adolf Hitler immer nur eine Aussage und zwar diese ,die Frage an das deutsche Volk "Wollt ihr den totalen Krieg?" für mich eine der schlimmsten Fragen ,aber leider hat Hitler so sehr auf dieses Volk eingewirkt ,dass bis auf ein paar Ausnahmen(die aber auch leider schnell beseitigt wurden) alle begeistert ja gerufen haben. Alleine diese Frage an sich zu stellen, ist für mich der blanke Irrsinn, denn die bitteren Erfahrungen die, die Menschen damals durch dieses ja machen mussten und den Ausgang des Krieges und sein ganzes Ausmass kennen wir heute alle ( hoffe ich zumindest ).
Der Film hält sich an die Geschichte und die einzelnen Schauspieler ,spielen ihre Rolle so perfekt ,man könnte denken, sie wären es tatsächlich gewesen, aber auf einige werde ich noch im Einzelnen ein wenig eingehen.
Sehr interessant für mich war an diesem Film , das Leben im Führerbunker an sich und dann die Szenen wo Hitler immer wieder seine Leute zu sich ruft um taktische Anweisungen zu geben ,die eigentlich so völlig irrsinnig sind ,aber keiner traut sich zu widersprechen und wenn doch dann gibt es so ein Donnerwetter ,dass danach sich niemand mehr traut auch nur einen Mucks zu sagen und doch machen hinter Hitlers Rücken kurz vor Ende des Krieges alle was sie wollen und es interessiert sie absolut nicht ,ob es dem Führer passt oder nicht.
Was ich auch ziemlich heftig finde sind die ganzen Szenen mit Erschiessungen ,zum teil Zivilisten die als "Verräter" betitelt werden oder Widerstand in irgendeiner Form geleistet haben und zum Teil auch als sich die Leute im Bunker erschiessen ,was aber auch nur die pure Angst und Panik vor dem Danach widerspiegelt ,aber auch so brutal ist ,dass mir ganz anders geworden ist.
Auch wirklich heftige Szenen sind die Szenen im Lazareth, man kann teilweise zusehen wie mit der Knochensäge hantiert und operiert wird ,überall Blut ,überall Menschen mit den verschiedensten Verletzungen ,zum Teil fehlen Gliedmaßen, also da kann es einem echt übel werden, aber so war die Realität und spätestens an der Stelle sollte einem bewusst werden ,dass die Geschichte sich auf gar keinen Fall wiederholen sollte ,nur anscheinend gibt es immer noch Leute die das anders sehen und das finde ich traurig ( ich hoffe die NPD wird irgendwann verboten ).
Dieser Film ist deswegen auch so wertvoll ( ich finde er sollte in der Schule im Fach Geschichte auch verwendet werden ) ,weil absolut alles gezeigt wird ,die ganze Brutalität des Krieges ,der so viele Opfer gefordert hat ,der Wahnsinn und die Krankheit von Adolf Hitler ,der bis fast zum Schluss daran geglaubt hat, der Krieg würde noch gewonnen werden und dem das deutsche Volk (siehe auch die Aussage eingangs ) am Ende so absolut egal war und natürlich auch wie er ohne Rücksicht auf Verluste gehandelt hat und Befehle gab ,dies alles spiegelt dieser Film wieder.
Klasse fand ich auch die musikalische Untermalung während des ganzen Films ,die aber gekonnt im Hintergrund gehalten wird, aber immer wirklich sehr passend gestaltet wurde.
Nun möchte ich auf die absolut perfekten Schauspieler zu sprechen kommen. Als erstes natürlich die Hauptrolle des Bruno Ganz , der den Adolf Hitler spielt und dieses so absolut perfekt, .perfekter geht es glaub ich gar nicht .Ich denke mal es ist so verdammt schwer ,wenn man jemanden spielen muss ,wo sich wirklich alles sträubt bei der Person an sich ,noch dazu die vielen Emotionen rüberzubringen ,die gerade bei Hitler so plötzlich umschlagen konnten. Vor allem aber hat mich fast erschreckt die absolute Ähnlichkeit in der Person an sich, die gleiche Sprache und auch sonst ,er hat die ganze Person Adolf Hitler so überzeugend gespielt ,man hat ein Bild davon bekommen wie er wirklich gewesen ist ,als Mensch ,insofern man ihn so nennen kann ,für mich war er alles ,aber kein Mensch. Und auch sein Auftreten war so perfekt dargestellt , wie er die Leute unter seiner Befehlsgewalt hatte ,wenngleich es ihm dann schliesslich und letztendlich aus dem Ruder lief . Die ganze Ausstrahlung und Persönlichkeit mit allem was dazu gehörte kam für mich deutlich rüber und ich kann bei diesem genialen Schauspieler echt nur sagen Hut ab, dazu gehört schon eine ganze Menge.
Des weiteren zu erwähnen Juliane Köhler als Eva Braun. Es ist schon eine sehr grosse Leistung eine naive Frau zu spielen die so völlig überzeugt war von ihrem "Führer". Doch dieses Kunststück ist Juliane Köhler sehr gut gelungen ,sie bringt klar und deutlich rüber wie sehr Eva Braun Hitler geliebt und vergöttert hat ,bis zum Schluss war sie treudoof bei ihm ,hat all sein Tun und Handeln nie missbilligt auch wenn sie mehr Angst als Verstand hatte und ist mit ihm in den Tod gegangen und genau so spielt Juliane Köhler auch diese Rolle, für mich eine absolute Glanzleistung.
Eine weitere Hauptrolle spielte Alexandra Maria Lara als Traudl Junge , Hitlers Sekräterin. Dadurch das der Film aus ihrer Sicht erzählt ,spielt sich mehr oder weniger auch alles in ihrem Umfeld ab. Sehr deutlich wird durch den Film die Unwissenheit der jungen Frau . Sie war so naiv und ja vielleicht auch teilweise dumm ,dass sie a nicht wusste worauf sie sich einlässt , denn sie bleibt ja bis "kurz vor 12" wie es so schön heisst im Bunker beim Führer und b nicht wusste was da eigentlich wirklich genau um sie herum vor sich ging. Genau all das bringt Alexandra Maria Lara auch zum Ausdruck für mich und man ist darüber im Bilde wie sie sich damals gefühlt hat und welche Angst sie gehabt haben muss ,auf der dann doch letztendlichen Flucht bei der ihr wohl sämtliche Schutzengel beigestanden haben müssen ,dass sie alles unbeschadet überlebt hat. Ebenfalls eine absolute klasse Leistung für mich und ich finde auch gut das sie selbst nach dem Film noch mal zu Wort kommt und darüber redet das sie sich schuldig bekennt ,aber leider ändert das nichts an der Tatsache das um die 50 Millionen Menschen im Krieg gestorben sind. Es ist mir unbegreiflich wie man einen Mann wie Adolf Hitler überhaupt in irgendeiner Art und Weise unterstützen konnte und es ist schade das damals viel zu wenig Menschen Widerstand geleistet haben. Sicher ,es ist immer einfach mit dem heutigen Wissen was ich jetzt habe solche Aussagen zu treffen ,aber auch ohne die Geschichte vorher gekannt zu haben ,Krieg war und ist das ,vor dem ich am meisten Angst habe und ich würde immer nein sagen.
Und nun komme ich auf die Rolle zu sprechen ,die ich persönlich niemals spielen hätte können ,schon wegen der für mich grausamsten Szene des Films überhaupt, die Rolle der Magda Goebbels gespielt von Corinna Harfouch. Zum ersten spielt sie perfekt die absolut überzeugte Nationalsozialistin die absolut keine Zukunft für ihre Kinder sieht und sie dann eiskalt vergiftet .Oh jeh ,ich glaube diese Szene zu spielen und das nicht mit Tränen in den Augen ,dass gelingt wohl kaum jemanden, es ist so furchtbar grausam und erschreckend wozu ein Mensch in der Lage ist wenn er so von etwas überzeugt wurde und ist, denn letztendlich nimmt ja auch sie sich das Leben zusammen mit ihrem Mann . Zum anderen kommt auch hier deutlich zum Ausdruck wie sehr Magda Goebbels an "ihrem Führer" hing ,denn kurz bevor dieser sich und seine Frau umbringt wirft sie sich vor ihm auf die Knie und bittet ihn nicht zu gehen ,was aber wenig Sinn bringt .
Absolut perfekt gespielt und auch jegliche Emotionen gut zum Ausdruck gebracht finde ich.
Dies sind nur einige schauspielerische Glanzleistungen ,aber zu jedem Schauspieler etwas zu schreiben würde glaube ich auch zu lange dauern, trotz alledem finde ich ,dass alle Schauspieler wirklich eine absolut klasse Job gemacht haben.
Zum Schluss möchte ich noch auf das ganze Drumherum eingehen also die ganzen Kampfszenen mit Bomben und so weiter.
Es ist schon heftig wie gut diese Szenen doch gedreht wurden .Sehr gut wurde zum Ausdruck gebracht ,welches Ausmass der Zerstörung der Krieg mit sich brachte und ich denke es stand so ziemlich kein Stein mehr auf dem anderen ,gerade hier in Berlin ,erinnern auch noch sehr viele Sachen an den Krieg ,aber ich für mein Teil kann trotz alledem nur bruchstückhaft nachvollziehen wie es gewesen ist. Gerade der Film "der Untergang" hat mir nur noch mehr gezeigt ,was für eine schlimme Zeit es gewesen sein muss damals .Deutlich kam die Angst der Menschen zum Ausdruck und teilweise auch ihre Verzweiflung.
Der Film ist einer der Filme bei denen schlechte Kritik wohl unangebracht ist , die Schauspieler haben ihr bestes gegeben ,die geschichtliche Abfolge stimmt , das Drumherum hat gestimmt , da kann man echt nur 5 Punkte verteilen.
Viele meinten in diesem Film wurde Hitler zu sehr vermenschlicht ,ich finde das nicht und wie ich schon erwähnte für mich war Hitler eh kein Mensch .
Ein wahres Meisterwerk was Bernd Eichinger und Oliver Hirschbiegel da vollbracht haben, so sehe ich es zumindest.
Die Freigabe ab 12 Jahre ist in diesem Falle berechtigt ,aber ich denke auch für 12 Jährige sind manche Szenen nicht wirklich berauschend ,wenn es mir schon ab und an zuviel wurde .
Abschliessende Sätze
Also ich kann echt nur sagen ,der Film lohnt es sich ihn anzuschauen ,wenngleich er ziemlich heftig ist.
Ich bin so froh, dass ich diesen Krieg nicht miterlebt habe und ich hoffe wirklich ,dass es nie wieder solch einen Krieg geben wird und auch nie wieder ein solcher Mann wie Adolf Hitler es war an die Macht kommt.
...
Mayani, 02.08.2005
ich glaub ich bin erstmal sprachlos! Entweder du hast ein super Gedaumlchnis, oder du hast den Film auf DVD gehabt und hast ihn nebenbei laufenlassen : Gigantisch. Hab selten so einen tollen, ausfuumlhlichen Bericht gelesen! Aber ne Frage haumltt
Sommergirl, 31.03.2006
Hitler war ne arme und kranke Kreatur
ein Testbericht von RomeoOhneJulia2005-05-18 15:00:13vom 18.05.2005Empfehlung: ja
Vorteile: Guter Film...Nachteile/Kritik: -
Der Untergang:
„Wenn der Krieg verloren geht ist es vollkommen egal wenn das Volk mit untergeht.“
Ein Zitat von Adolf Hitler!
Der Untergang ist deutscher Film über die Schlussphase des 2.Weltkrieges und den Untergang Hitlers.
Es zeigt wie sich die letzten Stunden von Hitler und seinen Gefolgsleuten im Führungsbunker zugetragen haben, der unter der Reichskanzlei war, während draussen der Krieg tobt. Die Zivile Bevölkerung um ihr über Leben kämpfen. Die Rote Armee maschiert immer weiter vor und leutet den Untergang des dritten Reiches ein.
Der Untergang ist der erste deutsche Film der die letzten
Tage Adolf Hitlers in Szene setzt.
Es ist ein gelungender Film, der viele viele Details über das ende eines Diktators wiedergibt.
Ein Stück deutsche Geschichte wurde zum Leben erweckt und das auf eine erschreckende und doch fesselnde Weise. Bruno Ganz der Adolf Hitler spielt ist in seiner Rolle sehr überzeugend.. In den Weiteren Rollen sieht man Alexandra Maria Lara als Traudl Junge, Juliane Köhler als Eva Braun, Ulrich Matthes als Joseph Goebbels und Heino Ferch als Albert Speer.
Der Film hätte nicht besser besetzt sein können. Mein Fazit: Ein guter Film über die schwarzen Seiten Deutschlands!
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Stephieee, 18.05.2005
..und fuumlr deinen ersten bericht ganz okay.. aber in die naumlchsten solltest du wesentlich mehr infos reinpacken ..
in dem film hat so ein moumlchtegern-macho aus meiner schule mitgemacht..hat mich bis jetzt immer davon abgehalten den film zu gu