Von: Klaus Teuber / Kosmos
Anzahl der Spieler: 3-4
Alter: ab 10
Dauer: ca. 75min
Auszeichnungen: Spiel des Jahres 1995, Deutscher Spiele Preis Platz 1, Goldene Feder (beste Spielanleitung), Stiftung Warentest : Spielspaß = Sehr groß
###1.Text###
Auf einer kleinen Insel müssen sie mit bis zu drei anderen Spielern einen harten Kampf um die Rohstoffe führen. Aber nicht durch Krieg sonder durch Wirtschaft mit Rohstoffabbau und Handel müssen sie sich behaupten. Die Spiellandschaft besteht aus 19 Sechsecken Land und darum 18 Wasserfelder. Die Karte wir kreisförmig aufgebaut und das beste ist, dass immer neue Landschaften und damit neue Strategien entstehen.
Für den Einsteiger gibt es eine Standartkarte anhand der alles erklärt wird, aber erfahrene Spieler können sich ihre Karte selbst zusammen bauen. Die Landgebiete können sie Rohstoffe Lehm, Holz, Getreide, Wolle und Erz. Von allen Rohstoffen existieren 4 Felder, bis auf das Erz ein Feld weniger hat. Des fehlende Erzfeld wird durch eine Wüste ersetzt wo sich der Räuber befindet.
Bei Spielbeginn darf jeder 2 Siedlungen aufbauen, wer anfängt die Siedlungen zu setzen, wird natürlich ausgewürfelt. Häuser dürfen nur an die Ecken der Felder gesetzt werden, der Abstand muss zwei Feldseiten betragen und sie müssen immer mit einer Straße verbunden sein.
Zu Spielbeginn bekommt man die 6 Karten an dessen Gebieten man mit seinen 2 Siedlungen angrenzt.
In der Anfangsphase sind Lehm und Holz sehr wichtig, da sie für den Straßen und Siedlungsbau benötigt werden. Für eine Siedlung braucht man aber auch Korn und Wolle, also sollte man darauf achten möglichst etwas von jedem zu haben. Auf jedem Feld werden Zahlen verteilt, die erst nach dem Setzen der beiden Siedlungen offen liegen. Es ist klar das ein 12(nur 6+6) oder 2(nur 1+1) nicht so oft gewürfelt wird wie eine 6(1+5, 2+4, 3+3) oder 8(6+2, 5+3, 4+4), deswegen muss man sich auch nach den Zahlen Orientieren. Vor jedem Zug wird gewürfelt, für jede Siedlung man an einem Feld mit dieser Zahl liegt bekommt man eine Rohstoffkarte dieser Art, bei einer Stadt zwei. Aber nicht nur der Spieler der gewürfelt hat, sondern alle bekommen ihre Rohstoffe. Aber es kann auch vorkommen das die 4 viel häufiger gewürfelt wird als die 6, denn wir befinden uns ja an einer endlos langen Abfolge von Zufällen. Wird eine 7 gewürfelt kommt der Räuber ins Spiel. Alle Spieler müssen ihre Karten zählen und wer mehr als 7 hat muss die Hälfe ablegen, es wird immer abgerundet. Der Spieler der die Sieben gewürfelt hat darf den Räuber auf ein Feld setzen, dieses Feld liefert dann keine Rohstoffe mehr und der Spieler darf bei einem Spieler der eine Siedlung an dem Feld hat eine Karte ziehen.
Nachdem ein Spielern gewürfelt hat, hat er die Gelegenheit etwas zu bauen oder eine Entwicklung zu machen. Dazu guckt er auf seinem Bauplan nach, was wie viel kostet und bezahlt es auf den Stapel. Er darf soviel bauen wie er will.
An jedes zweite Wasserfeld grenzt
ein Hafen, bei dem günstig tauschen kann. Theoretisch kann man das Spiel auch mit 2 Spielern spielen, aber der Handel unter den Spielern wird dadurch so stark eingeschränkt, dass das Glück den Gewinner bestimm und nicht das Können.
Das Spiel ist zu Ende wenn ein Spieler 10 Punkte erreicht hat, man kann sich auch vorher auf eine andere Anzahl einigen, aber 10 ist Standart. Jede Siedlung zählt einen und jede Stadt zwei Siegpunkte. Zwei Punkte werden für die längste Handelsstraße bergeben, wenn jemand eine durchgehende Straße aus mindestens 5 Einzelstücken hat bekommt er diese Karte, wenn jemand mehr hat muss die Karte an diesen Spieler abgegeben werden. Genauso funktioniert es mit der Rittermacht(Dazu mehr unter Punkt 5 Fortschrittskarten), hat jemand 3 Ritter bekommt er die Karte die ebenfalls zwei Punkte zählt, hat jemand mehr wird sie an den Spieler abgegeben.
###2.Bauen###
Die ersten beiden Siedlungen die sie zu Spielbeginn setze müssen keinen Anschluss unter einander haben, aber eine Straße anliegend. Wollen sie später Siedlungen bauen müssen zwischen den Siedlungen immer zwei Straßen liegen. Eine Stadt kann nur gegen eine Siedlung ausgetauscht werden.
Kosten:
Straße: 1Holz + 1Lehm
Siedlung: 1Holz + 1Lehm + 1Getreide + 1Wolle
Stadt: 2Getreide + 3Erz + 1Siedlung
###3.Fortschrittskarten###
Es gibt noch einen Weiteren Stapel, den der Fortschrittskarten. Wenn sie die Entwicklungskosten: 1Getreide + 1Wolle + 1Erz bezahlen können sie eine Karte vom Stapel der Fortschrittskarten nehmen. Die Karten zählen nicht zu den 7 beim Räuber und müssen wenn ein Spieler bei ihnen zieht rausgelegt werden.
Die Fortschrittskarten:
-14 Ritterkarten(56%) = Wenn sie diese Karte ausspielen dürfen sie den Räuber versetzen und bei einem Spieler der eine Siedlung an dem Gebiet hat eine Karte ziehen. Außerdem können sie 2 Siegpunkte ergattern wenn sie min 3 und mehr Karten als die anderen Spieler ausgespielt habe.
-5 Siegpunkte(20%) = Diese Karte zählt jeweils einen Siegpunkt
-2 Straßenbau(8%) = Mit dieser Karte dürfen sie kostenlos zwei Straßen bauen.
-2 Monopol(8%) = Sie dürfen einen Rohstoffbestimmen, alle Spieler müssen ihnen alle dieser Karten geben die sie besitzen.
-2 Erfindung(8%) = Sie dürfen sich zwei Karten ihrer Wahl vom Rohstoffstapel nehmen.
###4.Handel###
Der Handel ist eine sehr wichtige Sache in Siedler und gibt dem Spiel richtig Würze. Sie können immer wenn sie an der Reihe sind 4 gleiche gegen eine beliebige mit der Bank tauschen, wenn sie mit einer Siedlung an einen Hafen 1:3 liegen dürfen sie sogar 3geliche gegen eine beliebige tauschen. Es gibt auch Häfen an denen sie 2bestimmte Rohstoffkarten gegen eine beliebige tauschen können. Der Handel untereinander darf nur nach dem Würfel und wenn man an der Reihe ist durchgeführt werden. Sie können auch einem Spieler der am Zug ist Rohstoffe anbieten.
###5.Pro & Contra###
Pro:
-Taktisches Denken ist gefragt
-Gut durchgesetzter Handel
-Variable Spiellandschaft
-Überraschung durch Räuber
Contra:
-Die Zahlenchips sind auf der anderen Seite mit Buchstaben versehen, man kann die Buchstaben auswendig lernen und hat so einen Vorteil
-Das Glück hat noch zuviel Einfluss
-Leider nur für 3 bis 4 Spieler
###6.Fazit###
Siedler von Catan ist meiner Meinung nach das beste Brettspiel. Leider nur für 3 oder 4 Spieler. Mit den vielen Erweiterungen gibt es immer wieder etwas neues. Strategie und Handel wurden Perfekt ins Spiel eingebettet.
###7.Erweiterungen###
Zu Siedler gibt es mittlerweile duzende Erweiterungen, die immer das Originalspiel voraussetzen und es mit neuen Waren und Möglichkeiten erweitern.
-Set für 5-6 Spieler
-Sehfahrer
-Set für 5-6 Spieler für Sehfahrer
-Städte und Ritter
-Set für 5-6Spieler für Städte und Ritter
Ich habe bis jetzt nur Städte und Ritter gespielt, es ergänzt das Spiel sinnvoll durch neue Handelswahren, Fortschritte, Händler und Sehräuber und macht noch mehr Spaß.
Es gibt auch ein Siedler Kartenspiel mit folgenden Erweiterungen:
-Ritter und Händler
-Zauberer und Drachen
-Handel und Wandel
-Politik und Intrige
-Wissenschaft und Forschung
Über das Kartenspiel selbst kann ich nichts sagen, aber von Freunden weiß ich dass es auch sehr gelungen sein soll.
...
¹ Alle Preisangaben inkl. MwSt. und ggf. zzgl. Versand. Zwischenzeitl. Änderung der Preise, Lieferzeiten & Lieferkosten sind in Einzelfällen möglich. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.
Auf zu fernen Inseln...
ein Testbericht von meridian_star2002-02-13 15:20:25vom 13.02.2002Empfehlung: ja
Die Siedler von Catan ist eines der beliebtesten Gesellschaftsspiele - und das zu Recht!
Die Idee ist recht schlicht: die Insel Catan soll von den 3-4 Spielern besiedelt werden.
Es müssen Straßen, Siedlungen und Städte gebaut werden. Hierfür muß man Rohstoffe
erwerben. Am Anfang bekommt man zwei Siedlungen als Starthilfe, die an die Grenze von
Rohstoffeldern gesetzt werden. Wird eine bestimmte, durch Zahlenchips festgelegte Zahl
gewürfelt und befindet sich diese an einem der angrenzenden Felder, so erhält man einen
der fünf Rohstoffe Lehm, Holz, Getreide, Erz oder Wolle. Diese können beliebig mit den
Mitspielern getauscht werden und schließlich baut man mit ihrer Hilfe seine eigene Siedlung
aus. Aber Vorsicht: wird eine sieben gewürfelt, so wird der Räuber losgeschickt. Hat jemand
mehr als sieben Rohstoffkarten, so muss er die Hälfte abgeben.
Außerdem kann man mit Erz, Getreide und Wolle Entwicklungskarten erwerben - darunter
können sich Ritter verbergen (der Räuber darf versetzt werden), Fortschrittskarten (kostenloser
Straßenbau oder Rohstoffe) oder auch Siegpunkte.
Gewonnen hat schließlich derjenige, der zuerst zehn Siegpunkte hat (für Siedlung je 1, Städte 2,
für die längste Handelsstraße 2, für die aus Entwicklungskarten bestehende Rittermacht 2).
Die Rohstofffelder werden zufällig gezogen und auch die Zahlenchips in jeder Runde neu
ausgelegt, das macht dieses Spiel immer wieder neu und aufregend!
Schade ist nur, dass die Siedler von Catan nur für maximal vier Spieler ausgelegt ist. Will man
zu fünft oder sechst spielen, muss man ein Ergänzungsset kaufen.
Aber Vorsicht beim Ausprobieren: man kann nur schwer wieder aufhören....
ein Testbericht von Genialissimo2002-02-12 17:41:18vom 12.02.2002Empfehlung: ja
Meine Eltern schenkten mir zum Geburtstag, da sie wußten das ich gerne mit Freunden Brettspiele game, Siedler von Catan.
Also setzen meine Freunde und ich uns 2 Tage später hin und versuchten das Spiel zu spielen.
Also fingen wir an die gut verständliche Beschreibung durchzuarbeiten.. Da diese nicht sehr lang ist dauerte dies nicht allzu lang und wir konnten gleich anfangen zu spielen.
Hierbei verwunderte uns das dieses Spiel selbst beim ersten spielen sehr leicht verständlich ist und man sehr schnell am aufbauen und verhandeln gefallen findet.
Zum Spiel:
Zuerst baut man eine Grundfläche auf,
da diesse aus vielen 6eckigen Feldern besteht gibt es viele Varianten, welches den Vorteil hat ddas man Selbst nach Zwanzig spielen noch Abwechslung hat.Diese grundfläche besteht dann aus verschiedenen Landschaften (Acker/Getreide,Wald/Holz,Miene/Kohle,Weide/Wolle) Danach baut man auf diese Karte Dörfer und Städte und versucht diese an möglichst vielen verschiedenen Landschaften zu Positionieren damit man alle Rohstoffe abbauen kann. Nun wird durch Würfeln entschieden welche Rohstoffe verteilt werden. Jetzt muß jeder versuchen durch neue Dörfer,Städte und Straßen sein Reich auszubauen.
Hierbei zählen Dorfer und Städte als Punkte und der der zu erst die geforderte Punktzahl erreicht hat gewinnt.
Zudem wird das Spielgeschehen durch Ereignisskarten aufgefrischt.
Insgesammt dauert dieses Spiel gut 1 bis 2 Stunden wobei es aber nichts an Spielspannung mit der Zeit verliert.
Alles in allem ist dies ein Spiel welches Jedem Strategen/Denker/Händler gefällt und unbedingt einmal im Freundeskreis verhanden sein sollte.
Für Rechtschreibfehler und Schrift haftet der Stift.
Hatte ich doch glatt vergessen:(danke für die Erinnerung)
Dieses Spiel ist für 4Spieler wobei er noch eine Erweiterung gibt welche dies auf 6Aufstockt.
Da ich dieses Spiel mal mit meiner 15Jährigen Cousine versucht hab zu spielen und dies mehr oder weniger floppte würde ich sagen das dieses Spiel erst ab 16 Jahren gut geeignet ist.
...
ein Testbericht von Stoewi2002-02-12 10:43:37vom 12.02.2002Empfehlung: ja
Diese Warnung müsste eigentlich auf der Verpackung der Siedler von Catan stehen. Einmal mit dem Spiel begonnen kann man eigentlich gar nicht mehr aufhören. Die Spielregeln sind ganz simpel: Baue, Ernte, Tausche, Baue mehr. Das dies nicht langweilig wird, dafür garantieren tausende von Gestaltungsmöglichkeiten fr das Spielbrett. - kein Spiel ist wie das andere - trotzdem giert man schnell nach den diversen Erweiterungssets, die das Spiel noch interessanter, wenn auch komplizierter machen. Auf den ersten Blick scheinen die Regeln des Spiels wahrlich nicht einfach zu sein, aber keine Angst, nach
dem ersten Spiel hat es garantiert jeder verstanden.
Anstatt jetzt noch weiter auf das Spielprinzip einzuhehen will ich euch jetzt schonmal die ersten Tips & Tricks verraten:
Zu beginn sollte man sich zwar auf Wald und Hügel konzentrieren (um Straßen zu bauen) aber keinesfalls Weide und Ackerland vernachlässigen. Es empfielt sich so schnell wie möglich (in eine Richtung) zu expandieren. Das sichert erstmal die Ernteerträge und ist bei der Jagd nach der längsten Handelsstraße (2 Punkte!) von Vorteil. Evtl. kann ein Hafen auch großen Nutzen stiften. Berge sind zu Beginn eher zu vernachlässigen, da sie nur für Städte und Ereigniskarten (halte ich nur wenig von) einsetzbar sind. Städte sollten erst dann gebaut werden, wenn die 5 Siedlungen bald verbraucht werden (Städte ziehen den Räuber magisch an!).
Dieser Strategie folgend solltet ihr eigentlich keine Probleme mit euren Gegnern haben (bin selbst in 23 Partien noch ungeschlagen!), werden aber Erweiterungssets gespielt, dann ergeben sich zudem noch alternative Strategien, die durchaus von Erfolg gekrönt sein können.
Viel Spaß beim Spielen - bleibt mir gute Gewinner...
...
filmfacts, 12.02.2002
Spielen wir selbst auch haumlufig. Ich halte die Ereigniskarten aber durchaus fuumlr sehr wichtig - nicht nur, weil man da auch Siegpunkte bekommen kann.
TrAgIc, 21.02.2002
Spiele nur das Brettspiel, das ist aber genial!!! Besonders mit den Erweiterungen.
Anubis71, 22.04.2002
Sorry, aber da kann man wesentlich mehr schreiben
ein Testbericht von horschtelfrankvom 13.08.2010Empfehlung: ja
Vorteile: + viel Interaktion
+ leichte Regeln
+ schönes Design...Nachteile/Kritik: - kann irgendwann eintönig werden
Auch nach 15 Jahren ist das Spiel noch gut für einen lustigen und verhandlungsreichen Brettspielabend geeignet. Und wenn irgendwann keine Lust mehr auf das Grundspiel hat, helfen die beiden bekannten Erweiterungen da weiter.