Andreas Diekmann: Empirische Sozialforschung
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Andreas Diekmann: Empirische Sozialforschung
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Andreas Diekmann: Empirische Sozialforschung

Testberichte Andreas Diekmann: Empirische Sozialforschung

 (Taschenbuch)
4.0 von 5
Platz 63 in der Kategorie "Bücher Soziologie allgemein".
Bewertung: Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4.0 von 5
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Andreas Diekmann: Empirische Sozialforschung Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4.0 von 5
von 100% aller Autoren empfohlen (3/3).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • leicht zu lesen, gute Klausurvorbereitung, schöne Beispiele
  • Aufbau, Schreibstil, Thema
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ein Testbericht von 2005-07-19 11:54:11 vom 19.07.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: leicht zu lesen, gute Klausurvorbereitung, schöne Beispiele...
Nachteile/Kritik: nix
.oO Vorwort Oo.

Wie manche vielleicht wissen, studiere ich Sozialwissenschaften auf Diplom in Mannheim. Ein großes – und das wohl Wichtigste – Gebiet ist hierbei empirische Sozialforschung. Um meinem Ziel etwas näher zu kommen, belegte ich im 3. Semester das Fach Methoden I. Gleich in der ersten Vorlesung wurden uns zwei Lehrbücher nahegelegt, von denen man sich wenigstens eines kaufen sollte. Dies waren der sogenannte „Schnell, Hill, Esser“ und das Lehrbuch „empirische Sozialforschung“ von Andreas Diekmann. Man sagte uns, dass sich der Schnell, Hill, Esser eher an die Vorlesung hielte, der Diekmann aber einfacher zu verstehen wäre und zudem noch billiger ist. Doch beide Bücher reichten bei aufmerksamer Lektüre gut dazu aus, die Klausur in Methoden zu bestehen. Ich entschied mich, faul wie ich bin, für den leichteren Diekmann und bestellte ihn noch am selben Tag für 17,90 Euro, und hielt ihn drei Tage später in der Hand.


.oO Was ist empirische Sozialforschung? Oo.

Lest das Buch, und ihr wisst es! Nein okay, ich sage es euch einfach. Empirische Sozialforschung ist die Erforschung gesellschaftlicher Vorgänge und Entwicklungen, sowie derer Zusammenhänge durch empirische Methoden. „Empirisch“ bedeutet übrigens, „anhand von Erfahrungen überprüfbar“, d.h. empirische Daten beziehen sich direkt oder indirekt auf Erfahrungen, die man konkret überprüfen kann. Eine empirisch überprüfbare Aussage wäre es zum Beispiel, wenn ich sage, dass der gegenwärtige Bundespräsident Köhler heisst. Daran gibt es nichts zu rütteln, denn in dem Moment, in welchem ich das sage, entspricht dies einfach den Tatsachen. Außer, er ist in der letzten Viertelstunden zurückgetreten, aber solche Unwahrscheinlichkeiten kann man außer Acht lassen.

Parteien, Verbände, Wissenschaftler etc. benötigen die Erkenntnisse der empirischen Sozialforschung zur Entscheidungsfindung oder um in der Gesellschaft mitreden zu können. Die Methoden der empirischen Sozialforschung wird in vielen Gebieten angewendet, neben der Wissenschaft z.B. auch in der Markt-, Meinungs- oder Wahlforschung und sind deshalb unerlässlich. Die häufigsten Methoden sind hierbei Umfragen in allen möglichen Formen, bei denen wohl fast schon jeder einmal mitgemacht hat. Eine bekannte Umfragen ist z.B. der Mikrozensus, welcher vom Staat ausgeht. Und vor allem mit diesen Methoden beschäftigt sich das Buch von Diekmann.


.oO Aufbau Oo.

Das Buch ist insgesamt in vier große Gebiete gegliedert.

Diese wären:

A) Grundlagen, also Ziele, Probleme, Theorien und Geschichte der empirischen Sozialforschung.

B) Untersuchungsplanung, also Planung und Ablauf der Untersuchungen, Messungen, Art der Datenerhebungsmethoden, Experimente und Stichproben.

C) Datenerhebung, also die Datenerhebung in der Praxis, also wie man Befragungen, Beobachtungen, Inhaltsanalysen und andere Methoden durchführt.

D) Datenauswertung, also die Analyse der erhobenen Daten und deren Verwendung.

Die 14 Kapitel des Buches verteilen sich quer über die vier Gebiete, wobei ein Gebiet eines bis fünf Kapitel hat, welche auch selber noch mehr oder weniger unterteilt sind. Im Grunde kann ich sagen, dass das Buch sehr übersichtlich ist und auch sehr logisch aufgebaut ist. Man arbeitet sich in der korrekten Reihenfolge vor, welche man auch in der Praxis durchführt.

Das Buch hat insgesamt 640 Seiten. Ich war ziemlich schockiert darüber, denn es beschäftigt sich lediglich mit dem Stoff eines Semesters, und das auch nur in einem Fach. Dabei läuft das Fach Methoden über zwei Semester, also Methoden I und II! Das Buch beschäftigt sich anscheinend nur mit Methoden I! Das war ein ziemlicher Hammer für mich, insbesondere da ich nur 6 Wochen Zeit bis zur Klausur hatte. Aber was soll’s, denn glücklicherweise liest sich das Buch runter wie ein Krimi.


.oO Inhalt Oo.

Ich will nicht allzu genau auf den Inhalt eingehen, denn für die meisten Leser wird dies zu spezifisch. Auch lässt es sich dann nicht verhindern, dass ich massenhaft Fachbegriffe verwenden muss (mit denen ich so oder so schon um mich schmeiße), deren Erklärung es kostbaren Speicherplatzes bedarf. Ich beschränke mich demnach also auf das Wesentliche.

Das erste Kapitel ist mehr oder weniger eine kleine Einführung. Insbesondere dieses ist für Laien gut geeignet, also damals auch für mich. Von empirischer Sozialforschung wusste ich nur wenig. Zwar hatte ich zwei Semester das Fach „Statistik“, aber dieses beschäftigte sich eher mit Mathematik und war wenig Praxisbezogen. In diesem Sinne kam mir das Kapitel sehr gelegen. Ich erfuhr, worum es geht, was es bringt und wie es gehen soll. Das Kapitel ist am einfachsten zu verstehen und mit vielen schönen Beispielen belegt. Man hat sofort einen Eindruck, was da auf einen zukommt.

Im zweiten Kapitel wurden die Probleme der empirischen Sozialforschung erläutert. Einige kennt man ja aus dem Alltag, z.B. selektive Wahrnehmung. Dies ist ein sozialpsychologisches Phänomen. Ein schönes Beispiel wären die schlechten Autofahrer, die aus einer bestimmten Stadt kommen. In nahezu jeder Gegend bildet man sich ein, dass Autofahrer mit einem bestimmten Kennzeichen schlechter fahren, als Andere. Bei uns sind das z.B. die Heppenheimer. So kommt es, dass man jedes Mal, wenn ein Heppenheimer einen Fahrfehler macht den Zeigefinger hebt und ruft „Aha! Wieder mal ein Heppenheimer!“ Diese fahren tatsächlich nicht schlechter, aber man achtet bei schlechten Fahrern insbesondere darauf, wenn sie aus Heppenheim kommt. Alles pure Einbildung. Weitere Probleme sind z.B. der Datenschutz, Werturteile, Persönlichkeitsschutz oder schwer überprüfbare Hypothesen.

Weiter geht es mit der Geschichte der empirischen Sozialforschung, mit welcher sich das dritte Kapitel befasst. Da wird von Frühformen im Mittelalter erzählt, von Traditionen etc. Kein wirklich wichtiges Kapitel.

Im vierten Kapitel wird es dann langsam spezifischer und wissenschaftlicher. Hier sollte man schon über wissenschaftstheoretische Grundkenntnisse verfügen. Hier geht es um Theorien, Hypothesen, Variablen, Bezeichnungen und wissenschaftliche Erklärungen. Für den angehenden Sozialwissenschaftler unabdingbar, für den Laien aber eher lästig.

Mit dem fünften Kapitel beginnt sodann auch das zweite große Thema, Untersuchungsplanung. Das heisst also, die ganze Planung, wie man das Projekt umsetzen will, denn eine gut durchdachte Planung ist unumgänglich für gute Daten und einer der arbeitsreichsten, aber auch leider fehleranfälligsten Teile. Ein kleiner Fehler kann erhebliche Folgen haben, so dass man wirklich jedes noch so kleine Detail genauestens festlegen muss. Zuerst muss man das Forschungsproblem formulieren und festlegen, das heisst: Was genau möchte man wissen? Dann wählt man die Methode der Datenerhebung, sowie die Ebene, auf der die Untersuchung laufen soll. Also z.B. Art und Umfang der Stichprobe, wer soll untersucht werden? Weiter wird geplant welche Art der Befragung durchgeführt wird (wenn es überhaupt eine Befragung sein soll), wie man Daten erfasst und sie nutzbar macht, sowie deren Analyse und zuletzt die Zusammenfassung und Formulierung eines Forschungsberichtes. Dieses Kapitel ist aber eher eine grobe Übersicht, wie man sich eine wissenschaftliche Untersuchung vorzustellen hat. Ins Detail geht es noch in den folgenden Kapiteln.

Im sechsten Kapitel geht es dann darum, wie man die Forschungsergebnisse nutzbar und auch sichtbar macht. Also um Skalen, Indizes und Messungen. Ein schöner Index ist hier der sogenannte Big-Mac-Index. Dieser soll anzeigen, wie lange man in einem Land für einen Big Mac und eine große Portion Pommes arbeiten muss. Der Big Mac wurde deshalb genommen, weil er in fast allen Ländern verfügbar ist. Ein weiterer witziger Index ist auch der Wasserverbrauch, mit dem man früher Einschaltquoten gemessen hat. Kein Scherz, das hat man wirklich gemacht! Als es nur die ARD hab, konnte man anhand des Wasserverbrauches sehen, wie viele Leute die Sendungen geschaut haben. Während sie liefen wurde weniger Wasser verbraucht und wenn sie gerade vorbei waren, schoss der Verbrauch in die Höhe, weil jeder auf die Toilette etc. ging. Je größer der Unterschied des Verbrauches während der Sendung und kurz danach war, umso mehr Leute haben die Sendung geschaut. Pfiffig, wenn auch heute natürlich schon lange überholt. In etwa so kann man sich die Visualisierung von wissenschaftlichen Daten vorstellen. Weiter geht es in dem Kapitel auch noch um Skalen zur Datenmessung sowie deren Objektivität, Verlässlichkeit und Richtigkeit.

Im nächsten Kapitel geht es um Querschnitt-, Trend- und Längserhebungen. Also, ob die Daten nur an einem kurzem Zeitpunkt erhoben werden, oder ob man sie über einen längeren Zeitpunkt beobachtet. Hier wird erklärt, wann welche Methode sinnvoller ist und wie sie funktioniert.

Wenn wir nun mit dem achten Kapitel anfangen, haben wir in etwa die Hälfte des Buches hinter uns und wenden uns Experimentellen und quasiexperimentellen Designs zu. Doch ist dieses kurze Kapitel so spezifisch und theoretisch, dass es kaum Sinn macht, es hier zu erläutern. Das würde mehr Fragen aufwerfen als beantworten. Um es kurz zu machen: Es geht um Experimente und Ähnliches.

Handfester geht es da wieder im neunten Kapitel zu, denn es geht hier um Stichproben. Es ist echt unglaublich, wie viele Arten von Stichproben es gibt, die sich teilweise kaum unterscheiden. Doch die Wissenschaft kann auf keine einzige Sorte verzichten, kann doch eine auch nur unwesentlich falsch gewählte Stichprobe die gesamte Arbeit zunichte machen.

Das zehnte Kapitel – übrigens das Längste – leitet nun das dritte große Gebiet ein, die Datenerhebung. Es geht, um genauer zu sein, um die Befragung. Hier können die meisten Fehler auftreten, die, wenn auch nur unscheinbar, weitreichende Konsequenzen haben können. Je nach Art der Befragung treten andere Fehlerquellen auf, die es zu beachten gibt. So kann ein Interviewer auch schon durch Kleinigkeiten einen Einfluss auf die Antworten ausüben, oder die Fragen selber tun dies. Dies ist wirklich sehr tückisch, so dass es Dutzende Techniken gibt, die versuchen dem entgegenzuwirken. Dieses Kapitel ist meines Erachtens übrigens am ehesten Praxisbezogen, z.B. wenn man selber als Befrager arbeitet. Es hat mir bei meiner Arbeit, die ich an unserem Uni-Projekt getätigt habe, sehr geholfen.

Beobachtungen sind Thema des elften Kapitels. Beobachtungen sind, wie man sich denken kann, anders als Befragungen. Ihr habt es erfasst: Hier wird beobachtet! Nicht immer kann man Beobachtungen einsetzen und auch hier gibt es viele verschiedene Verfahren. Wann man beobachtet und wie man das tut, wird hier erklärt.

Weiter geht es mit der trockenen, aber nicht ganz uninteressanten Inhaltsanalyse, Kapitel zwölf. Auch hier sagt der Name alles, denn die Inhaltsanalyse beschäftigt sich mit den Inhalten von Büchern, Zeitungen, Fernsehsendungen, Interviews, Anzeigen etc. Sie analysiert diese und vergleicht sie zu verschiedenen Zeitpunkten. So lässt sich einiges über die Wandlung von Medien, Gesellschaften, Werten etc. im Laufe der Zeit aussagen. Oftmals lassen sich dadurch interessante Erkenntnisse herauskristallisieren.

Im vorletzten Kapitel geht es dann um nicht-reaktive Erhebungsmethoden. Reaktive Erhebungsmethoden sind solche, bei denen die Art der Erhebung die Daten in eine Richtung lenkt oder verzerrt. Also, wenn der Interviewer bei einer telefonischen Befragung durch die Art und Weise seines Interviewstils den Befragten bei seinen Antworten beeinflusst. Meist ist dies unbeabsichtigt, aber es kann leicht passieren. In diesem Kapitel geht es darum, wie man solche Reaktivität verhindern soll.

Das vierzehnte und letzte Kapitel schließt nicht nur das Buch ab, sondern beschäftigt sich auch mit dem letzten Gebiet, der Datenauswertung. Die Datenerhebung ist nun abgeschlossen und es geht darum, wie man die Daten analysiert, sie auswertet, überträgt und aufbereitet, sie in Tabellenform bringt, Hypothesen anhand der Daten prüft, Zusammenhänge erstellt etc. Kurz: Wie bringt veredelt man die Rohdaten? Hat man dies hinter sich, ist die Studie mehr oder weniger abgeschlossen.


.oO Meine Meinung zum Buch Oo.

Um es kurz zu machen: Das Buch ist super! Es hat mir die optimale Klausurvorbereitung gegeben. Es ist gut und verständlich geschrieben, logisch gegliedert, selbsterklärend und lässt keine Fragen offen. Diekmann hat einen sehr lockeren Schreibstil, so dass man sich nicht mit einer hochwissenschaftlichen Formulieren plagen muss. Man könnte meinen, er ist Ciao-Autor oder so, denn man merkt nur selten, dass es sich um ein wissenschaftliches Lehrbuch handelt, vom Inhalt mal angesehen. Diekmann benutzt auch gerne schöne Beispiele, um die Theorie zu verdeutlichen. Er nimmt dabei handliche und auch oftmals lustige oder kuriose Beispiele. Nicht selten muss man bei der Lektüre schmunzeln.

Insgesamt sind die 640 Seiten ruckzuck durchgelesen. Durch den logischen Aufbau und die einfache Verständlichkeit liest es sich runter wie ein Roman. Insbesondere, wenn man sich für die Thematik interessiert.

Das Buch empfiehlt sich in erster Linie für Studenten der Sozialwissenschaft, oder ähnliches. Doch auch für Leute, die sich einfach nur für die Materie der empirischen Sozialforschung interessieren kann ich es empfehlen. Wer allerdings nicht so ins Detail gehen will, aber trotzdem etwas darüber erfahren will, kann ich Bücher von Walter Krämer empfehlen, z.B. „So lügt man mit Statistiken“. Seine Bücher picken sich die Dinge aus der Sozial- oder Marktforschung heraus, die für jeden interessant sind, z.B. wie man durch Statistiken o.ä. an der Nase herumgeführt wird. Auch als zusätzliche Lektüre schwer zu empfehlen.


.oO The Fazit Oo.

„Empirische Sozialforschung“ von Andreas Diekmann ist wohl eines der besten Lehrbücher, das ich kenne. Es ist nicht nur informativ und behandelt den kompletten Stoff, der nötig war um meine Klausur im Handstreich zu bestehen, es hat sogar noch richtig Spaß gemacht, zu lernen. Es war nicht mehr lästig, und deshalb danke ich in diesem Bericht Andreas Diekmann. Dies ist mein Tribut an ihn ;o)
...
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Kommentare
doeter
doeter, 16.04.2006
Interessant, wie viele Interessierte sich auf einer doch so unverdächtigen Plattform zum Thema quotEmpirische Sozialforschungquot finden. --- Btw: Mit dem Datenmaterial, dass sich so bei Ciao und Yopi und und und ansammelt, könnte man ja sowas von for
moniseiki
moniseiki, 26.03.2006
Ich lese gerne zurück Liebe grüße moniseiki
BaBy1987
BaBy1987, 19.07.2005
gut zu wissen,dass es daruumlber auch interessante Buumlcher gibt.. jedoch werde ich das nicht freiwillig lesen lg baby
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Esbe2000

Diekmann - Ein Muss für Sozialwissenschaftler

ein Testbericht von 2010-07-04 14:24:44 vom 04.07.2010
Empfehlung: ja
Vorteile: Aufbau, Schreibstil, Thema...
Nachteile/Kritik: nichts!
Jeder der Soziologie studiert, kennt ihn, Andreas Diekmann und das Buch Empirische Sozialforschung. Grundlagen, Methoden, Anwendungen.

Das Buch eignet sich nicht nur um sich mal schnell einen Überblick zu verschaffen, sondern auch um ein fundiertes Wissen zum Thema empirische Sozialforschung aufzubauen. Auch als Nachschlagewerk ist das Buch ein ständiger Begleiter für den ambitionierten Soziologie-Studenten.

Der ein oder andere mag bei der ersten Ansicht des Buches, den über 700 Seiten zunächst erschrecken und sich wünschen, es nie gekauft zu haben, aber hier trügt der Schein. Wenn man sich das Inhaltsverzeichnis ansieht, wirkt es schon garnicht mehr so furchterregend.

Es beginnt mit Punkt A. den Grundlagen, der Methodenvielfalt, Alltagswissen und Sozialforschung, Sozialforschung in der Praxis, die Anwendung von Sozialforschung in den sozialwissenschaftlichen Disziplinen, geht weiter mit den Problemen der empirischen Sozialforschung, wie Wahrnehmung, dem Werurteilsproblem, dem Persönlichkeitsschutz und so weiter.

Es folgt ein relativer kurz gehaltener Abriss über die Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart und geht weiter mit dem Thema Variablen, Hypothesen und Theorien.

Unter Punkt B geht es dann zur Sache mit Untersuchungsplanung, der Messung, Skalen, Indizies. Welche Arten von Erhebung gibt es von der Querschnitt- hin zur Langsschnitterhebung.
Die Designwahl kommt auch nicht zu kurz, so werden experimentell und quasiexperimentelle Designs erläutert.

Die Stichproben, ein gern genommenes Thema in den Vorlesungen, werden ausführlich behandelt.

Unter Punkt C kommt es dann zum Thema Datenerhebung, hier wird Befragung zum Mittelpunkt, die Fragetypen, die möglichen Fehlerquellen, auch zum Thema Onlinebefragung gibt es einen Abschnitt.
Die Beobachtung, Inhaltsanalyse, nichtreaktive Erhebungsmethoden, Verhaltenspuren werden ebenfalls unter Berücksichtigung ihrer "Eigenarten" behandelt.

Punkt D trägt den Titel Datenauswertung. Intensiv beschreibt Diekmann hier die Datenanalyse, welche Schritte sind zu Datenauswertung notwendig.

Zum Schluss findet sich weitere Literatur und ein Sachregister.

Das schöne an diesem Buch ist, ist die Leichtigkeit mit der es zu lesen ist. Begrifflichkeiten werden erläutert und der Zusammenhang wird deutlich. Wer dieses Buch gelesen hat, hat sich ein fundiertes Grundwissen erarbeitet und ist mehr als gut vorbereitet auf jede Klausur zu diesem Thema.

Ich kann es jedem empfehlen, der mit dem Bereich zu tun hat und bin immer noch froh es zu besitzen. Auch der Preis für dieses Standardwerk kann sich sehen lassen, der studentische Geldbeutel wird nicht allzu sehr strapaziert, für diese Menge an Wissen, lässt sich sicher sagen, dass Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt!
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
misscindy
misscindy, 09.07.2010
Ein sehr schöner Bericht, lg Sylvia
catmum68
catmum68, 04.07.2010
sehr hilfreicher Bericht, LG
XXLALF
XXLALF, 05.07.2010
und einen guten wochenstart
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Mathi15

Eine hilfreiche Einführung ?

ein Testbericht von 2005-09-28 14:37:36 vom 28.09.2005
Empfehlung: ja
Einleitung:

Sehr wichtige Themenkomplexe beim Studiengang der Soziologie sind unter anderem die Methoden- und Statistikausbildung. Beides zusammen bilden die Grundlage für die Datenauswertung in Form der Erstellung, Betrachtung und Analyse von Fragebögen, Interviews, Beobachtungen, Befragungen oder anderen Untersuchungsmethoden. Daher ist eine Heimlektüre in Form dieses Buchs schon zu empfehlen.


Preis:

Naja, für 17,90 Euro bekommt man schon ganz hilfreiche Tipps auf knappen 700 Seiten. Außerdem bekommt man das Buch auch günstiger: bei ebay -> wo sonst wohl ?


Gliederung:

Neben 14 Kapiteln ist das Werk von Andreas Diekmann mit dem Namen "Empirische Sozialforschung" in vier große Themenkomplexe gegliedert:

Und zwar:

I) Grundlagen der diesbezüglichen Problemstellung. Soll heißen: Ziele, Probleme, Theorien und Geschichte der empirischen Sozialforschung

II) Art der Datenerhebungsmethoden, Experimente und Stichproben und wie wird eine Planungsphase effizient genutzt sind die Themen dieses zweiten großen Themenkomplexes.

III) Wie funktioniert die praktische Umsetzung der Datenerhebung? Was ist eine Pilotstudie? Das sind unter anderem zentrale Fragen dieses Segments. Wie werden denn nun die einzelnen Untersuchungsmethoden durchgefüghrt? Auch dieses Spektrum wird gut und anschaulich auf den betreffenden Seiten beleuchtet.

IV) Im letzten Segment steht hingegen die eigentlich Datenauswertung im Vordergrund. Was muss man beachten, um keine Auswertungsfehler zu begehen. Was tun, wenn statistische Abweichungen auftreten und wie kann man diese interpretieren? All das wird im Schlussteil anschaulich geschildert.


Design:

Klar ist zwar, dass es sich um ein Sachbuch handelt und man daher vom optischen nicht mit Höhenflügen überhäuft wird, aber die angesprochenen Themen werden nicht nur angerissen, sondern werden auch gut durch anschaliche Abbildungen, Übersichten und Tabellen beleuchtet. Also auch hier ein weiterer Pluspunkt wie ich finde.


Verständlichkeit:

Andreas Diekmann bedient sich leider einer für die Laienhand nicht sonderlich gut verständlichen Sprache. Alles etwas abstrakt mitunter und daher sind auch Vorkenntnisse zwar nicht zwingend erforderlich, machen sich aber bei der Herangehensweise schon ganz gut wie ich finde.


Am Ende möchte ich noch die allgemeinen Daten zum Produkt in komprimierter Form angeben:

Autor: Andreas Diekmann
unverbindliche Preisempfehlung: 17.90 Euro
Untertitel: Grundlagen, Methoden, Anwendungen.
Abbildungen: Zahlreiche Abbildungen, Tabellen unf Übersichten
Seitenzahl: 639
Schlagworte: Empirische Sozialforschung;Sozialforschung / Empirische Sozialforschung;Sozialforschung;Forschung (wirtschafts-, sozialwissenschaftlich) / Sozialforschung;Soziologie / Empirische;
Erscheinungsjahr: Oktober 1995
Hersteller/ Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verla
Maße: Länge x Breite x Höhe: 191 x 124 x 29
Ausgabeformat: Taschenbuch


Fazit:

Insgesamt daher eine recht hilfreiche Lektüre besonders für Soziologen. Aber auch für verwandte Studiengänge aus dem geistes- und sozialwissenschaftlichen Sektor eignet sich dieses Werk als hilfreiche Grundlagenbasis.
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Produktbewertung:Kundenbewertung 3,00 / 5,00 3
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
RainingNaninka
RainingNaninka, 28.09.2005
haben doch alle Soziologen so an sich... Diekmann fand ich da noch relativ harmlos... Und wenn man bisschen denkt, dann versteht man doch alles... Bordieu ist viel schlimmer...
psychonaut
psychonaut, 09.09.2005
mit dem Herrn Diekmann hatte ich auch schon zu kaumlmpfen :-P
morla
morla, 26.12.2008
ich wünsche dir einen schönen 2. weihnachtsfeiertag lg. petra
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1-3 von 3 Testberichten über Andreas Diekmann: Empirische Sozialforschung
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