Allgemein:
Christiana F. ist wohl die berühmteste Drogensüchtige Deutschlands. Zugleich die Autorin und die Hauptfigur des Buches schildert sie, wie es wirklich in einer der härtesten Drogenszenen Deutschlands, dem Bahnhof Zoo, abgeht und versucht dadurch, Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene wachzurütteln.
Klappentext:
Mit zwölf kam sie in einem evangelischen Jugendheim zum Haschisch, mit dreizehn in einer Diskothek zum Heroin. Sie wurde süchtig, ging morgens zur Schule und nachmittags mit ihren ebenfalls heroinabhängigen Freunden auf den Kinderstrich am Bahnhof Zoo, um das Geld für die Droge zu beschaffen. Ihre Mutter bemerkte fast zwei Jahre lang nichts von dem Doppelleben ihrer Tochter. Christiane F. berichtet mit minuzösem Erinnerungsvermögen und rückhaltloser Offenheit über Schicksale von Kindern, die von der Öffentlichkeit erst als Drogentote zur Kenntnis genommen werden. Nach turbulenten Jahren in Amerika und Griechenland lebt die Autorin, inzwischen 4 Jahre alt, wieder in Berlin. Den Kampf gegen die Drogen ha sie immer wieder von neuem geführt - vor Rückfällen ist kaum ein ehemaliger Junkie sicher.
Andere wichtige Drogensüchtige aus dem Buch: Detlef D., Christianes Freund. Er träumt noch immer davon, mit Christiane ein bürgerliches Leben zu führen. Lutz F., "Lufo", starb am 25.01.1978. Er gehörte zu Christianes Sound-Clique und imponierte ihr, weil er zunächst nur am Wochenende fixte. Catherine Sch., "Stella", war Christianes Freundin und wohnte zeitweise mit ihr zusammen. Mit 14 kam sie ins Frauengefängnis Lehrter Straße. Andreas W., "Atze", starb a, 07.04.1977- Er war der erste Junge, in den sich Christiane verliebte. Er injizierte sich absichtlich eine Überdosis Heroin und hinterließ einen Abschiedsbrief, in dem er alle Jugendliche vor Heroin warnte. Babette D., "Babsi", starb am 19.07.1977. Sie war Christianes beste Freundin. Die Stieftochter eines berühmten Pianisten war mit 14 Jahren die bislang jüngste Heroin-Tote in Berlin.
Wichtige Schauplätze aus dem Buch:
Die Gropiusstadt vom Rodelberg. Die Plätze, auf dem die Kinder spielten, wurden betoniert, eingezäunt oder mit Verbotsschildern umstellt.
Das evangelische "Haus der Mitte" war Treffpunkt der Jugend von Gropiusstadt. Sein Leiter, Pfarrer Jürgen Quandt, musste hilflos zusehen, wie der Jugendclub auch zum Drogenzentrum wurde.
Im Soundm "Europas modernster Diskothek", kamen ganze Gruppen Jugendlicher und Kinder über weiche Drogen zum Heroin.
Ein verwildertes Grundstück an der Lützöwstraße, in der Nähe des "Sound". Dieser Platz ist Ziel der Männer, die von der Diskothek junge Fixerinnen in ihrem Wagen mitnehmen.
Jugendliche Fixerinnen auf dem "Babystrich" an der Berliner Kurfürsten-Straße. Dreizehn- bis Sechzenjährige bieten sich hier für 20 Mark an.
Statements anderer "Fixer":
Werner H., 21, und Michael S., 21, am U-Bahnhof Kurfürstendamm, der Berliner Fixer-Szene. Werner H.:"Ich habe mit 16 angefangen zu fixen. Drei Jahre war ich im Knast wegen Heroin. Der Bewährungshelfer und der Therapeut hatten danach keine Zeit mehr für mich. Die einzigen Leute, die man kennt, sind auf der Heroin-Szene. Man geht dahin und macht sich wieder einen Druck. Ich habe keine Chancen mehr, ich stecke zu tief drin." Michael S.:"Mit 15 habe ich angefangen. Aber ich will die Hoffnung nicht aufgeben. Ich müsste was kennenlernen, wo ich mich dran festhalten kann, etwas, woran ich glauben kann, dann könnte ich es vielleicht schaffen."
Bärbel W., 21 in dem Stundenhotel "Eisenach"; "Mit 13 habe ich mir den ersten Schuß gesetzt. Das Anschaffen bleibt ekelhaft, aber es ist für Mädchen der einzige Weg, das Geld für die
Droge zu beschaffen. Wenn man aufhören will, muss man wissen, wofür. Ich weiß es nicht."
Karin S., 17 vor der Toilette am Bülowbogen, einem Fixer-Treffpunkt:"Ich habe mit 13 angefangen. Als meine Mutter es irgendwann merkte, hat sie mich angezeigt. Sie glaubte im Knast würde ich aufhören zu fixen. Da gab es aber jede Menge Heroin. Wenn man so früh anfängt wie ich, hat man kaum eine Chance."
Livia S. begann mit fünfzehn zu drücken und starb mit achtzehn in einer öffentlichen Toilette am Hansaplatz. In der Tasche der Toten wurde ein Brief an das Sozialamt mit der Bitte um ein Therapieplatz gefunden:"Ich bitte nochmals innig, da jeder überflüssige Tag sozusagen mein Leben kosten könnte. Ich bitte um Ihre Mithilfe, wieder einen gesunden, arbeitsfähigen Menschen aus mir zu machen."
Rudi H., 17, und Dirk L.,18, auf dem Strich im Bahnhof Zoo. Rudi sagt:"Ich drücke seit drei Monaten und muss deswegen anschaffen gehen. Ich wollte aus meinem Leben etwas machen. Das geht jetzt nicht mehr." Dirk drückt seit eineinhalb Jahren:"Einmal hatte ich entzogen und eine Arbeit, aber dann erfuhr der Chef von meiner Vergangenheit und schmiss mich raus. Vor dem körperlichen Entzug habe ich keine Angst, nur vor dem, was danach kommt."
Fazit:
Ein bewegendes Buch, das unter die Haut geht. Auf jeden Fall lesenswert, denn es gehört schon fast zur Allgemeinbildung. Einziger Makel: Man kann sich darüber streiten, ob es wirklich Menschen davon abhält, Drogen zu nehmen, bzw von den Drogen abzukommen.
Danke fürs Lesen & die Bewertungen/Kommentare!
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Wenn Anerkennung alles ist
ein Testbericht von CyberQueeny2008-12-24 15:08:05vom 24.12.2008Empfehlung: ja
heute möchte ich über ein Buch schreiben, welches ich gerade durchgelesen habe. Es handelt sich dabei um den Klassiker „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“, welches in fast jeder Schule zum Standardprogramm gehört.
**KAUFGRUND**
Bei uns wurde das Buch nicht in der Schule gelesen, sondern nur der Film angesehen. Dieses Buch habe ich erst kürzlich in einem Buchpaket bei Ebay erworben und wollte es natürlich mit dem Film einmal vergleichen.
**ALLGEMEINES**
Titel: Wir Kinder vom Bahnhof Zoo
Autor: Christiane F. aufgeschrieben von K. Hermann und H. Rieck
Verlag: Heyne
Preis: Damals hat es 12,90DM gekostet. Heute kostet es neu 9,90€
Jahr: Meine Ausgabe ist von 1999
Seitenzahl: 366 Seiten, darunter viele Fotos im Mittelteil
ISBN: 3453162847
Rubrik: Biographie über Drogen und Babystrich
Art: Taschenbuch
**BUCHRÜCKEN**
"Mit zwölf kam Christiane F. in einem evangelischen Jugendheim zu Haschisch, mit dreizehn in einer Diskothek zum Heroin. Sie wurde süchtig, ging vormittags zur Schule und nachmittags mit ihren ebenfalls heroinabhängigen Freunden auf den Kinderstrich am Bahnhof Zoo, um Geld für die Droge zu beschaffen.
Ihre Mutter bemerkte fast zwei Jahre lang nichts vom Doppelleben ihrer Tochter. Christiane F. Berichtet mit minuziösem Erinnerungsvermögen und rückhaltloser Offenheit über die Schicksale von Kindern, die von der Öffentlichkeit erst als Drogentote zur Kenntnis genommen werden.
Christiane F. lebt heute wieder in Berlin. Den Kampf gegen die Drogen hat sie immer wieder von neuem geführt. Vor Rückfällen ist kaum ein ehemaliger Junkie sicher."
**BUCHINFOS DER AUFSCHREIBER**
"Wir trafen die damals 15 jährige Christiane F. zu Beginn des Jahres 1978 in Berlin, wo sie als Zeugin in einem Prozess aussagen musste. Wir verabredeten uns mit ihr zu einem Interview, das Recherchen über die Situation von Jugendlichen vervollständigen sollte. Vorgesehen waren zwei Stunden für das Gespräch. Aus den zwei Stunden wurden zwei Monate. Wir waren bald nicht mehr in der Rolle des Interviewers, sondern des betroffenen Zuhörers. Aus den Tonbandprotokollen der Gespräche entstand dieses Buch. Wir meinten, dass die Geschichte von Christiane mehr über die Situation eines großen Teils der Jugendlichen aussagt, als es ein noch so sorgfältig recherchierter Bericht könnte. Christiane F. wollte dieses Buch, weil sie wie fast alle Fixer das Verlangen hatte, das verschämte Schwiegen über die Drogensucht von Heranwachsenden zu brechen. Alle Überlebenden aus ihrer Fixer Clique und die Eltern unterstützten das Projekt. Eingefügte Protokolle der Mutter und Kontaktpersonen Christianes sollen anderen Perspektiven vermitteln und zur Analyse des Problems Heroinsucht beitragen."
Kai Hermann *1938, war Reddakteuer bei "Die Zeit", "Der Spiegel", "Twen" und "Stern" und lebt heute als freier Journalist in Landsatz, Kreis Lüchow- Dannenberg, Bucveröffentlichungen u. a. : "Die Revolte der Studenten", "Entscheidung in Mogadischu". Auszeichnungen: Theodor- Wolff- Preis, Karl- von- Ossietzky- Medaille.
Horst Rieck, geboren 1941, lebt als freier Journalist in Berlin und Damnatz, Kreis Lüchow- Dannenberg. Als Mitarbeiter von "Stern", "Twen" und "Die Zeit" beschäftigte er sich vorwiegend mit Problemen der Jugend.
**MEINE INHALTSANGABE**
Das Buch beginnt mit einigen Auszügen aus der Anklage von 1977 und mit Auszügen aus dem Urteil von Christiane F.
Christiane ist sechs Jahre alt und ihre Schwester fünf, als sie vom Lande in den Plattenbau Gropiusstadt in Berlin ziehen. Dort ist es kinderunfreundlich, dreckig und sie lernt, dass Macht alles ist.
Schnell lernt sie, wie sie sich durchzusetzen hat und das verbotene Dinge am meisten spaß machen. Zwar gibt es von ihrem gewalttätigen Vater immer Schläge, aber sie kennt es nicht anders. Als sich ihre Eltern scheiden lassen, findet ihre Mutter schnell einen neuen Freund und zusammen ziehen sie in eine kleine Wohnung. Sie gerät ständig mit ihm in Streit und als ihre Schwester zum Vater zurückgeht, bricht alles um sie zusammen. Der Anschluss in der Schule fehlt, da sie zwei Wochen zu spät in die neue Schule kommt. Sie lernt Kessie kennen und kommt über Kessie in eine Clique, wo gerne mal ein Joint geraucht wird. Es folgen LSD und Tabletten. Da ist sie 12 Jahre alt. Als dann alle ins Sound, Europas modernste Disko wollen, geht sie natürlich mit. Sie belügt ihre Mutter dafür. Dort gibt es schon einige Fixer und als Kessies Mutter hinter alles kommt, verbietet sie Kessie den Umgang. Sie kommt somit noch rechtzeitig von der Szene weg. Zu diesem Zeitpunkt lernt sie Atze ihren ersten Freund kennen und durch ihn Detlef. Detlef kümmert sich rührend um sie, als sie den ersten Liebeskummer hat. Alles ist super, bis er plötzlich auf Heroin umsteigt. Sie fühlt sich ausgeschlossen und hat Angst vor diesem Zeug. Es dauert einige Zeit und sie verliert die Angst. Am 16.4.1976 snieft sie das erste Mal Heroin. Detlef und sie kommen wieder zusammen und rutschen immer mehr ab. Dabei zieht sie spätere Freundinnen mit in diesen Sumpf. Öfters versucht sie alleine oder mit Detlef den Entzug, aber beide schaffen es nicht. Viele Freunde und Bekannte sterben um sie herum, Gefängnis, Babystrich und der nächste Druck. Aus mehr besteht ihr Leben nicht mehr. Es dauert lange, bis sie den Absprung alleine schafft.
Neben Christianes Erzählung, kommen noch in kursiver Schrift Einsichten von der Mutter, der Polizei und vom Jugendhaus.
**LESEPROBE**
Seite 67: Früher war ich mit meinem Hund in die Natur gegangen und hatte auch irgendwie durch den Hund die Natur erlebt. Nun zog ich vorher eine Pfeife durch, wenn ich nicht auf Pille war. Ich erlebte eine ganz andere Natur. Die war nicht so, wie sie war. Sie löste sich auf in Farben, Formen und Geräusche, die sich in meinen Stimmungen spiegelten. Ich fand das Leben das ich führte, einfach unheimlich cool. Es kamen ein paar Monate, da war ich meistens mit mir selbst zufrieden Irgendwann gab es aber einen Stillstand in der Gruppe. Shit, also Haschisch, und Trips gaben nicht mehr den richtigen Kick. Man hatte sich daran gewöhnt. Irgendwie war das der Normalzustand…
Seite 91: Ich sog das Pulver durch die Nase ein. Alles was ich spürte war ein beißend bitterer Geschmack. Ich musste den Brechreiz unterdrücken und spuckte dann noch eine Menge von dem Zeug wieder aus. Dann kam es unheimlich schnell. Meine Glieder wurden wahnsinnig schwer und waren gleichzeitig ganz leicht. Ich war irrsinnig müde und das war ein unheimlich geiles Gefühl. Die ganze Scheiße war mit einemmal weg. Kein „It is too late“ mehr. Ich fühlte mich so toll wie nie. Das war am 18.04.1976, einen Monat vor meinem 14. Geburtstag.
**FAZIT**
Wie oben erwähnt habe ich in der Schulzeit einmal den Film gesehen. Dieser fängt sehr viel später an und geht wenig auf die Kindheit ein. Das Buch hingegen beginnt mit den ganzen Anfängen und dadurch war vieles einfach klarer zu verstehen.
Dieses Buch gibt einen wirklich genauen Einblick, wie leicht es mit den Drogen beginnt und wie harmlos es am Anfang ist und wie schnell man abrutschen kann und wie schwer es ist, dort wieder herauszukommen. Wie so schön formuliert wurde, kaum ein Junkie ist vor Rückfällen sicher. Daher finde ich dieses Buch sehr wertvoll, um zu verhindern, dass andere Jugendliche diesen Schritt machen und später die gleichen Probleme ihr ganzes Leben haben.
Ich selbst bin in St. Georg zur Schule gegangen und auch wenn die Schule abgeschlossen war, haben sich doch regelmäßig Fixer bei uns in die Toiletten verirrt und darunter gab es auch den berühmten goldenen Schuss. Trotzdem hat das keinen von den Schülern abgeschreckt, ihre Erfahrungen mit den Einstiegsdrogen zu machen.
Wie in dem Buch von der Kindheit erzählt wird und viele es auf diese Kindheit schieben, finde ich schade. Ich selbst habe einen cholerischen Vater und Gewaltausbrüche waren nicht selten, nur das viele Kinder eben eher selten zu mir durften, da es in einer kleinen Stadt nicht so häufig vorkommt, wie in einem Plattenbau. Ich musste sogar die Schule wechseln, da ich einen kompletten Absturz hatte. Trotzdem hab ich nie auch nur etwas von Drogen probiert und ich bin der Meinung, dass es etwas mit der Persönlichkeit zu tun hat. Ihre Schwester hatte die gleichen Erlebnisse und sie hat ebenfalls nicht damit angefangen. Mein ehemaliger Lebensgefährte hatte ein gutes Elternhaus, liebe volle Eltern und ist trotzdem über den ein oder anderen Joint inzwischen zu den harten Drogen gekommen und ohne Einsicht ist da nicht zu helfen. Dementsprechend habe ich noch einen anderen Bezug zu diesem Buch, da ich die Mutter und ihre Hilflosigkeit sehr gut verstehen kann.
Das Buch ist nun schon recht alt, aber man merkt, dass auch heute wenig getan wird. Zwar reden viele von „Keine Macht den Drogen“ und es gibt viel mehr Aufklärung und auch etwas mehr Hilfe, aber im Grunde ist vieles noch wie damals. In der Schule helfen Lehrer immer noch sehr selten.
Christiane zeigt dem Leser, dass gerade Jugendlichen ohne Perspektive, Halt, Unterstützung, Anerkennung und Liebe oft Cliquen das Wichtigste sind und Verbotenes reizt. Ich denke, da Drogen gerade so verboten sind, reizt es noch mehr, sie zu probieren und auch zu zeigen, das Erwachsene falsch liegen.
**BEWERTUNG**
Ich kann das Buch sowohl für private Lesezwecke, als auch für den Schulunterricht nur empfehlen. Daher bekommt es volle fünf Sterne von mir.
giselamaria, 24.12.2008
super, dieses Buch habe ich vor zig jahren gelesen, und weitergegeben, an meine Töchter und andere - aber es dient leider nicht dazu, ganz im Gegenteil, sich abzusenden von diesen ganzen Giften - deshalb bin ich etwas skjeptisch gegenüber diesem Buch.
LG
Bunny84, 25.12.2008
Ich wünsche dir angenehme ruhige Weihnachtstage und eine gute Nacht.
Lieben Gruß Anja
sindimindi, 24.12.2008
Ich kenne den Film...beeindruckend und erschütternd! LG und frohes Fest, Roland
ein Testbericht von dieGrinsekatze2006-05-02 16:46:29vom 02.05.2006Empfehlung: ja
Vorteile: einfach gut, Spannend, realistisch...Nachteile/Kritik: zu viel zu lesen xD
Das Buch "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" von Christiane F., ist einfach der Hammer, ich hab den Film gesehen und dann haben wir im Deutschunterricht dieses Buch durchgenommen. Ok, es war komisch für die Schule, denn da kamen viele Wörter drin vor, die man in der Schule nicht benutzt. Aber ich fand das Buch einfach spannend und ergreifend... aber ich will euch noch mehr erzählen....
Christiane F. ist die Hauptperson um die es da geht. Das sechsjährige Mädchen und ihre kleine Schwester ziehen mit ihren Eltern nach Berlin. Da musste sie
sich natürlich erst einmal dran gewöhnen, ich mein alles ist anders als Berlin (und dann noch in den 70'ern). Ihr gefällt es dort gar nicht, man wird schon als kleines Kind mit der harten Realität konfrontiert und als erwachsen abgestempelt. Es gibt kein Plätzen Wiese und auch keine sicheren Spielplätze. Aber das ist noch lang nicht alles, es kommt noch schlimmer für die kleine Christiane. Ihre Mutter ist kaum noch zu Hause, sie arbeitet von früh bist spät und der ist nicht grad der fröhlichste Mensch, denn er ist arbeitslos und das bekommt der Familie gar nicht gut. Es wird so kritisch zu Hause bei Christiane, dass sich die Eltern scheiden lassen. Doch die Mutter kümmert sich nicht lang um ihren "alten " Mann und hat kurz darauf schon einen neuen Freund. Christianes kleine Schwester kann dieses Chaos bei ihr nicht mehr aushalten und beschließt zu ihrem Vater zu ziehen. Aber dann wird es nur noch schlimmer für sie; sie wechselt die Schule und gibt sich große Mühe, Freunde zu gewinnen. Dafür würde sie alles tun. Sie beginnt schon mit zwölf Jahren zu Rauchen, damit sie annerkannt wird und mit den Leuten auch öfters was unternehmen kann...
Später, als alles so einigermasen gut lief, boten einige ihrer guten Freunde ihr Drogen an, um genauer zu sein Haschisch. Da sie weiterhin cool sein will und keine Schwäche zeigen will, nimmt sie es und tut so einen sehr großen Schritt in die Drogenszene. Später gehören diese Drogen schon zum Alltag und es reicht ihr nicht mehr. Also greift sie zu härteren Drogen, wie LSD. Als sie dreizehn Jahre alt war ging sie mit einer sechszehnjährigen in eine Berliner Diskothek namens "Sound", da das andere Mädchen die Leute alle kannte, kam Christiane auch ohne Probleme hinein.
Dort lernt sie einen Jungen kennen und Lieben. Für ihn beginnt sie alles zu tun, hauptsache er interessiert sich für sie und verlässt sie nicht... so kommt es dazu, dass sie Heroin nimmt.
Anfangs macht sie es ab und zu, um sich frei zu fühlen und glücklich zu sein und um das leben in Berlin ertragen zu können. Doch ab und zu ist die Droge nicht so angenehm, wie sie zu sein scheint, auch Horrortrips gehören dazu, aber auch die können Christiane nicht davon abhalten... es ist klar... sie war abhängig... Es war bald soweit, dass sie nicht ohne konnte...
Sie lernte immer mehr "Drogenopfer" kennen und befreudetet sich mit ihnen, die anderen Freunde waren schon vergessen.
Doch schon bald merkte sie, dass ihr Taschengeld und das herrum betteln auf der Straße und in Einkaufshallen nicht reichen, um sich ihre Drogen zu besorgen und sich in einen Rausch zu versetzten. Also muss sie sich was einfallen lassen, damit sie noch mehr Geld bekam.
Als sie ein Angebot von einem älteren Mann bekam, ihn für 100DM sexuell zu befriedigen (aber zumal nur mit der Hand), geht sie immer häufiger auf den Strich, weil sie sich denk, dass dies schnellgemachtes Geld ist. Bald schon hat sie Stammkunden und schreckt nicht mehr vor Geschlechtsverkehrj für Geld zurück... Doch das war ein großer Fehler von ihr... denn sie sank immer tiefer....
Christiane war nun schon 15 Jahre und nahm schon zwei Jahre lang Drogen. Doch erst jetzt bemerkt ihre Mutter, dass ihre Tochter drogenabhängig ist. Sie versuchte alles, um sie wieder clean zu machen - vergebens. Christianes Freundin, mit der sie immer in der U-Bahn rumlungerte, versprach ihr, am nächsten Tag mit den Drogen aufzu hören. Als Christiane den Tag darauf durch die Straße schlenderte entdeckte sie eine Zeitung, deren Deckblatt mit einem Foto von ihrer Freundin bedeckt war und daneben stand "Berlins jüngste Drogentote - sie war grad 13 Jahre"
Aber auch der Tot von ihrer Freundin konnte sie nicht davon abhalten. Sie machte immer weiter...
Am ende kommt Christiane F. von den Drogen weg... sie ist von Berlin weg - aufs Land gezogen. Von ihrem festen Freund hat sie nichts mehr gehört. Sie sagte, sie hat angst wenn sie an ihn denkt, und sie denkt oft an ihn.
Ich finde es hammerhart, wie ein so junges Mädchen schon an Drogen geraten kann, und dann noch an so harte... Und heftig ist auch noch, dass es auf einer Wahren begebenheit ist... sowas find ich immer richtig spannend. Ich hab gehört, dass vor kurzem in der Zeitung stand, dass sie wieder rückfällig geworden sei... aber ich kann es nicht genau sagen. Ich habs ja nur gehört... aber trotzdem ... die Story ist hammergeil.... und auf jeden fall ergreifend... und es bringt einen zum nachdenken...
Gut finde ich an diesem Buch, dass einmal das Leben eines solchen Falles ganz detailliert und ohne Ausschmückungen beschrieben wird. Somit erfährt man, wie man mit solchen Menschen umzugehen hat, und man kann ihnen besser helfen.
Was ich auch noch positiv finde, sind die Abbildungen von Menschen, Gebäuden oder Zeichnungen. Sie lassen einem die Möglichkeit, sich einen größeren Einblick in die Geschichte verschaffen.
...
BelgiumKing, 02.05.2006
s--ss..ssss.
s.
s
Os
sss
s
sindimindi, 02.05.2006
Inhaltlich ordentlich und die Handlung des Buches weitgehend richtig wiedergegeben - aber sprachlich zu viele Fehler, um noch quotshquot zu sein.Man erfährt, wie man mit quotihnen umzugehen hatquot? - wirklich?
RS
ein Testbericht von Blinkjewel2006-04-15 16:40:53vom 15.04.2006Empfehlung: ja
Vorteile: authentische (weil wahre) Schilderung aus einem Leben, das von Drogen bestimmt wird...Nachteile/Kritik: nichts
Nachdem ich mal wieder meinen Bücherschrank durchforstet habe, fiel mir das Buch "Christiane F.-Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" in die Hände. Ich haate es damals in der Schule gelesen und nun, dachte ich mir, könntest du es ja wieder mal lesen. Und das habe ich auch getan.
Das Buch schildert in Christianes eigenen Worten (durchgehend in der Ich-Form) ihren Weg in die Drogensucht. Alles wird erwähnt, nichts läßt sie aus und sie beschreibt, wie sie zu Drogen Kontakt bekam und langsam von den weichen Drogen zum Heroin übergeht. Der Weg ist
vorgezeichnet.
Im Kindesalter herausgerissen aus dem behüteten Leben in einer Kleinstadt nach Berlin verfrachtet, wo ihre Eltern das große Geld mit einer Heiratsvermittlung machen wollen; der von Christiane und ihrer Schwester bewusst miterlebte berufliche Schiffbruch der Eltern; der Umzug nach Berlin-Gropiusstadt, wo ihre Eltern versuchen, mit ihrer Situation klarzukommen und es nicht schaffen. Die Mutter, die wieder arbeitet, um die Familie zu ernähren, der Vater, der beruflich nichts rechtes mehr auf die Beine stellt, der sich als Versager fühlt und nicht damit umgehen kann, der seine Wut und Aggressionen an Christiane, ihrer Schwester und seiner Frau ausläßt, indem er sie schon bei Lappalien verprügelt und seine Familie schließlich verleugnet.
Das Leben in Gropiusstadt beschreibt Christiane bis in kleinste Detail; die kinderfeindliche Umgebung, die Anonymität, der Schmutz, bis zur Scheidung der Eltern und der Umzug zum neuen Freund der Mutter. Die Mutter muß arbeiten, mit dem Freund kommt Christiane nicht zurecht und mit der Schule erst recht nicht. Geborgenheit findet sie nur in der Clique ihrer Freundin Kessie, wo sie das erste Mal mit Drogen in Berührung kommt. Freunde hat sie bald nur noch in der Drogenszene.
Und es bleibt nicht bei Hasch und LSD, schon sehr bald gerät sie an Heroin, das auch ihr Freund Detlev, den sie im "Sound", Europas modernster Diskothek kennengelernt hat, nimmt. Alle aus ihrer Clique wollen Heroin nicht nehmen und tun es letztendlich doch. Christianes Abstieg beginnt. Ihr Alltag besteht bald nur noch aus Drücken, Anschaffen, Entzug mit und ohne Detlev, Drücken, Anschaffen, wieder Entzug usw.
Christiane macht eine typische Fixer-Karriere. Sie will einen Therapieplatz, bekommt keinen, entzieht ständig selbst und schafft es nicht durchzuhalten. Sie bekommt mehrmals Gelbsucht, eine typische Fixer-Krankheit, landet im Krankenhaus, haut wieder ab, besorgt sich erneut Heroin, geht wieder Anschaffen und landet auch mehrmals bei der Polizei, wo ihre Mutter sie schließlich herausholt und sie nach Norddeutschland bringt, wo sie von den Drogen loskommen soll.
Meine Meinung:
Das Buch "Christiane F.-Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" ist ein erschütterndes Dokument einer Fixer-Karriere. Sehr gut und eindringlich beschreibt Christiane dort ihren Weg in die Drogen. Aber auch die Fixer-Karrieren ihrer Freunde Detlev, Babsi, Stella und wie sie alle hießen hat sie nicht vergessen und sie beschreibt auch die Freundschaft und Liebe, die sie für ihre Freunde empfindet, sehr gut. Aber war es wirklich so? Gibt es wahre Freundschaft unter Fixern? Ist es wirklich so gewesen, dass Detlev für sie mit angeschafft hat, damit Christiane nicht auf den Strich musste, zumindest am Anfang nicht? Oder ist sich jeder Fixer selbst der nächste? Christiane bezweifelt das selbst ein wenig, denn sie schreibt ja auch, dass alle nur auf Heroin programmiert waren.
Trotzdem ist dieses Buch, das nach Tonbandaufzeichnungen geschrieben wurde, eine eindringliche Mahnung an alle, niemals mit Drogen anzufangen, will man nicht so enden, wie die Personen in diesem Buch. Sehr gut fand ich auch, dass auch ihre Mutter darin zu Wort kam und die Dinge aus ihrer Sicht schildern darf, so dass man sie einfach nicht verurteilen kann, denn sie hat wirklich versucht, ihrer Tochter zu helfen, wenn auch mit den falschen Methoden.
...
ein Testbericht von trine8002006-03-28 12:30:38vom 28.03.2006Empfehlung: ja
Mit dem Thema Drogensucht ist ja irgendwie jeder von uns schon mal konfrontiert worden: In den Medien, auf der Straße oder vielleicht auch im Familien- oder im Freundeskreis.
Das Buch „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ habe ich mir einmal auf dem Bahnhof gekauft, weil es dort als Taschenbuch erhältlich war.
Die Handlung und die Charaktere (man kann gar nicht alles schreiben ...):
Christina Vera F. wächst bis zu ihrem sechsten Lebensjahr au dem Lande auf. In der Nähe gibt es einen Baunhof, Tiere, Wälder... Ihre jüngere Schwester, deren Namen im Buch nicht genannt
wird und ihre Eltern haben da noch ein gutes Verhältnis zueinander gehabt. Eines Tages zieht die Familie nach Berlin. Die Eltern wollen dort eine Partnervermittlung eröffnen und so viel Geld verdienen. Doch es kommt ganz anders. Die Wohnung, in der auch die Büroräume eingerichtet werden sollen ist bald zu teuer, denn die Eltern schaffen den Einstieg in die Selbstständigkeit nicht. So zieht die vierköpfige Familie in den Stadtteil Gropiusstadt. Dort lernen Christiane und ihre Schwester ein ganz neues Leben kennen. Die Kinder dort sind gemein und böse. Sie ärgern sich untereinander, dass Christiane nur schwer den Anschluss findet.
Ihre Mutter findet eine Stelle in einem Sekretariat, doch der Vater ist arbeitslos. Er trinkt und wird immer wieder gewalttätig. Als Christiane in die Schule kommt, wird alles noch schlimmer. Er prügelt mit Stöcken auf sie ein, wenn sie mit Mühe versuchte die Hausausgaben zu machen.
Eines Tages zieht die Mutter mit den beiden Mädchen aus der Wohnung aus und lernt bald einen neuen Mann kennen.
Mit zwölf kommt Christiane an eine Gesamtschule und freundet sich schnell mit Kessi an, die das größte und stärkste Mädchen in der Klasse ist. Kessi geht nachmittags immer in das evangelische „Haus der Mitte“. Dort kommt Christiane das erste Mal in Kontakt mit Drogen und beginnt Haschisch zu rauchen und Tabletten zu nehmen.
Eines Abends nimmt Kessi Christiane mit in die Disko „Sound“. Dort wird gedealt, gekokst und Heroin gespritzt und die Eltern vieler junger Leute denken, dass dort nur Musik gehört und getanzt wird.
Im „Sound“ lernt Christiane auch Detlef kennen, ihren späteren Freund.
Die Freundschaft mit Kessi geht in die Brüche, weil deren Mutter sie aus der Drogenhöhle holt.
Mit fast 14 spritzt such Christiane das erste Mal Heroin um dazuzugehören. Dabei lernt sie auch ihre Freundinnen Stella und Babsi kennen, die schon länger Drogen nehmen und auch am Bahnhof Zoo anschaffen.
Eines Tages merkt die Mutter von der Drogensucht und schickt sie zur Oma. Dort gelingt es ihr von den Drogen loszukommen und sie wird esssüchtig. Als sie zurückkommt ist Atze gestorben. Atze, bei dem sie am Wochenende immer zusammen mit Detlef gewohnt hat.
Ihr Vorhaben clean zu bleiben kann Christiane nicht einhalten. Als die Mutter sie sogar von der Polizei abholen muss wird Christiane zu Verwandten nach Hamburg geschickt. Doch sie wird wieder rückfällig... Selbst Entzugsversuche bei der Narkonon bleiben erfolglos.
Meine Meinung dazu:
Das Buch entstand in den später 70er Jahren. Die Thematik war damals schon aktuell und ist es auch heute noch. Es ist eigentlich für jede Alterklasse geeignet. An manchen Stellen ist es, so finde ich etwas übertrieben dargestellt. Vielleicht liegt es aber auch an dem frühreifen Wesen der Christiane Vera F.
Weitere Infos zum Buch:
Preis: 9,90 Euro
Stern – Verlag
25. Auflage, entstanden 2004
...
Dieses Schicksal erleiden immer wieder 1000e von Kindern
ein Testbericht von campimo2006-02-14 08:38:21vom 14.02.2006Empfehlung: ja
Vorteile: s.u....Nachteile/Kritik: s.u.
Das Buch von Christiane F. war zu meiner Kind- und Teenagerzeit sehr populär, womit auch deutlich wird, wie das Buch über 25 Auflagen erreichen konnte. In meinem Umfeld gab es niemanden, der es nicht kannte. Dieses Werk war nahezu ein Brennpunkt. Jeder wollte es lesen, aber viele durften noch nicht, wegen der Eltern bzw. des Alters. Unter den Erwachsenen (Lehrern und Eltern wurde heiß diskutiert, ob das Buch guten oder schlechten Einfluß auf Jugendliche und Kinder ausübt). Zum ersten mal las ich Christiane F. mit 12 Jahren, von der Mutter
eines Klassenkameraden ausgeliehen. Als ich so ca. 18 war habe ich es mir dann selbst gekauft und mindestens 10 mal gelesen.
Das Buch „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ ist die Drogen - Autobiographie von Christiane, die anstelle eines Nachnamens das Pseudonym F. angibt. Bei Erscheinen der Erstauflage war die ehemals Heroinsüchtige 24 Jahre alt, hatte aber bereits so viel erlebt / durchgemacht, wie andere Menschen mit 40 Jahren noch nicht. Damals unterstellten einige Schandmäuler, Christiane hätte durch die Bewältigung ihrer Sucht viel Geld gemacht. Doch sie war noch nicht darüber hinweg, sondern hatte noch mehrere Rückfälle, wie Jahre später aus den Medien zu entnehmen war.
Die Autobiographie beschreibt Christianes Leben in Berlin, eingangs in dem zu Neukölln gehörenden Bezirksteil Gropiusstadt. In diesem Hochhaus-Ghetto lebte sie mit ihren Eltern und später mit der geschiedenen Mutter und einer Schwester, die recht bald zu ihrem Vater zog. Da die Mutter sehr viel Zeit und Kraft für einen schlechten Job verwendet, hat sie keinen Sinn für die Kindeserziehung.
Angefangen hat alles in der neuen Schule, der Gesamtschule, wo Christiane infolge der Nachlässigkeit ihrer Eltern die ersten zwei Wochen versäumte und daher Probleme hatte, sich in dem für sie komplizierten System der Gesamtschule zurechtzufinden. In ihrer Jahrgangsstufe war Kessy, ein besonders beliebtes Mädchen, deren Freundschaft Christiane sich sehr wünschte. Durch Kessy kam Christiane in eine Clique, die in einem Jugendfreizeitheim Drogen nahm. Um dazugehören zu können rauchte sie – als 12jährige - Haschisch, obwohl sie damals eigentlich nicht kiffen wollte. Mit den gleichen Leuten begann sie mit Trips und allen möglichen Medikamenten. Kurz nach ihrem 13. Geburtstag begann sie die Diskotheke „Sound“ zu besuchen - wissend daß dort auch die Drogenszene ist - , wo sie neue Bekanntschaften machte, unter anderem einen Fixer. Nach und nach lernte sie mehrere Fixer kennen, erlebte wie von Zeit zu Zeit jemand aus ihrer neuen Clique auf Heroin umstieg und bemerkte auch daß aus der alten Clique von Jugendfreizeitheim einige mit Heroin begonnen hatten. Christiane fing mit 13 an Heroin zu nehmen.
Ihre Mutter bemerkte die Sucht erst lange Zeit später, als Christiane das Badezimmer auffallend lange besetzt hielt, da sie nach dem Fixen umgekippt war und Blut verspritzt war. Auf das Drängen der Mutter macht Christiane zu Hause einen körperlichen Entzug, bei dem sie durch Medikamente versuchten, die Entzugserscheinungen etwas abzumildern. Mutter und Tochter dachten damals, die Sucht wäre vorbei, wenn die körperlichen Entzugserscheinungen durchgestanden sind. Als Christiane das erste mal wieder die Wohnung verließ, fuhr sie sofort zur Drogenszene und spritzte sich wieder Heroin. Diese Art des Entzugs hat Christiane mindestens sechs mal wiederholt, bevor ihr die Worte Therapie und psychische Abhängigkeit ein Begriff wurden.
Mitte der 70er Jahre stellte der Staat wenig Geld für Drogentherapien bereit und die Krankenkassen bezahlten keine Drogen-Thrapien. Die staatlichen Therapieplätze reichten nicht für alle Drogenabhängigen, so daß Christiane keinen Therapieplatz bekam. Um trotzdem eine Therapie machen zu können meldetet sie sich bei „Narkonon“ an und ist dabei auf die Sekte Scientology hereingefallen, wovon sie und ihre Mutter damals noch nichts gehört hatten. Dort ist sie immer wieder weggelaufen und hat Heroin genommen und wieder entzogen, bis ihre Eltern sich weigerten diesen Platz weiter zu bezahlen. Aus Verzweiflung hat Christiane sich einige Zeit später sogar in die Karl-Bonhöfer-Nervenklinik einweisen lassen, was in Berlin eine (immer noch) sehr verrufene Nervenheilanstalt ist. Nach vielen Monaten und einigen Ausbruchsversuchen hatte sie es geschafft, zu fliehen und landete wieder direkt auf der Drogenszene. Zu ihrer Mutter bekam sie erst wieder Kontakt, als diese sie nach einer Festnahme bei einer Drogenrazzia aus dem Gefängnis abholen mußte. Christiane, die inzwischen schon 15 Jahre alt war wurde von ihrer Mutter zu Verwandten in der Nähe von Hamburg gebracht. Christianes Mutter hatte die Hoffnung, die Isolierung von der Berliner Drogenszene könnten zu einem endgültigen Entzug führen. Diese Hoffnung wurde erfüllt, Christiane ließ sich auf ihr neues soziales Umfeld ein, ging wieder zur Schule und bekam einen Hauptschulabschluß. Das Buch endet damit, daß Christiane clean ist, bzw. mit der neuen Clique kifft und einer Hilfsarbeit nachgeht. Also geschafft, hoffentlich bleibt sie clean, kann man als Leser denken. Wie o.g. stand aber Jahre nach Erscheinen des Buchs in der Presse, Christiane sei wieder rückfällig geworden.
Das Buch enthält einige Fotos von Christianes Freunden und Stellungnahmen von Christianes Mutter, dem Pfarrer aus dem Jugendfreizeitheim, einem Psychologen und Drogenberater der Caritas, dem Kriminaloberrat und Leiter der Rauschfift-Inspektion der Berliner Polizei.
Das Buch ist unglaublich spannend und fesselnd. Es zieht den Leser – jeden Alters – völlig in seinen Bann. Es ist aus Christianes Perspektive, als Ich-Erzählerin, in einer naiven kindlichen Sprache, geprägt von Begriffen eines Jugendjargons aus ihrer sozialen Herkunft. So wird das sexuelle Vorspiel z.B. als Fummeln betitelt, Heroin nur H (gesrochen Eytsch) genannt, Entzug heißt Turkey, die psychische Abhängigkeit als Schußgeil bezeichnet, Schoten sind witzige oder besonders freche Sprüche u.s.w.
Ich finde es bewundernswert, wie Christiane es über sich gebracht hat, all das zu veröffentlichen. Sie hat sich selbst eingestanden, immer mehr von den Dingen getan zu haben, die sie nie tun wollte, immer mehr Stolz und letztendlich die Achtung vor sich selbst verloren zu haben, und das auch noch aufs genaueste preisgegeben.
Wie bereits oben kurz erwähnt wurde zu meiner Zeit heiß diskutiert, ob „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ für Jugendliche abschreckend und somit pädagogisch wertvoll oder anregend und dementspechend ein unerwünschter Einfluß ist. Meiner Meinung nach kann das Buch animierend auf Kinder und Jugendliche wirken. Dabei denke ich an Heranwachsende, die selbst aus zerrütteten Verhältnissen kommen und sich daher sehr leicht, sehr stark mit Christiane identifizieren können. Christiane sagt so viel über ihre Wünsche, Gücksgefühle, welche Leute sie bewundert, wie beschissen sie die normalen Leute findet...daß man sich in diese Lebensart positiv hineindenken kann. Ich habe auch andere Bücher über Drogenabhängigkeit gelesen, die ich eher abschreckend fand, weil sie z.B. aus der Perspektive von Angehörigen der Drogensüchtigen geschrieben wurden. Zum Thema Abschreckung oder Animation denke ich, die Biographie von Christiane sollte im Unterricht – auszugsweise – im Zusammenhang mit anderen Büchern, Filmen und Artikeln verwendet werden, so daß eine sinnvolle Unterrichtseinheit entsteht.
Das Buch hat einen weitern Aspekt, über den man diskutieren / nachdenken sollte und zwar den Nebenschauplatz: die Gesellschaft. Der Staat hatte damals kaum Geld für Problemfälle aller Art bereitgestellt. Daher hatten die meisten heroinabhängigen Kinder keine Gelegenheit, eine Therapie zu machen. Seit einigen Jahren kürzt der Staat wieder mehr und mehr die Gelder für den sozialen Bereich, was man in Berlin sehen und spüren kann. In Berlin sind an vielen Ecken Drogensüchtige zu sehen, es gibt sehr viele Straßenkinder ... und parallel dazu arbeitslose Sozialarbeiter, die früher für die Betreuung der erstgenannten zuständig waren. Meiner Meinung nach sind Problemfälle in dieser Art ein großer Aufgabenbereich, für den wir (Bürger) die Politik / den Staat benötigen, der jedoch verantwortungslos handelt oder versagt. Zu kritisieren ist auch die Schulbehörde, da Christiane die Realschule in der Nähe von Hamburg trotz guter Leistungen nicht besuchen durfte, sondern wegen ihrer Drogenvergangenheit auf die Hauptschule verwiesen wurde. Damit befand sie sich in einer verwalteten Perspektivlosigkeit, da sie ihre Leistungen nicht für den eigenen Werdegang einsetzen konnte. Nach der Schule fand sie keinen Ausbildungsplatz und mußte einen Hilfsjob annehmen.
Noch einige wissenswerten Angaben zum Buch: Das Entstehen des Buches wurde von der Redaktion der Zeitschrift „Stern“ angeregt und gefördert. Einige Mitarbeiter des „Stern“ suchten auf einer Gerichtsverhandlung den Kontakt zu Christiane, weil sie ein Interview für ihren Bericht zur Situation von Jugendlichen wollten. Das für zwei Stunden geplante Interview wurde ausgeweitet zu einer zweimonatigen Zusammenarbeit, in der Christiane ihre Geschichte erzählt, die auf Tonband aufgenommen wurde. Die Reporter Kai Hermann, Horst Rieck und Prof. Dr. med Dr. phil Horst-Eberhard Richter schrieben aus diesen Tonbandprotokollen die Drogengeschichte von Christiane nieder. Das Projekt wurde von den überlebenden aus Christianes Clique, den Eltern und einigen Kontaktpersonen unterstützt, indem sie Fotos und Stellungnahmen hinzufügten.
Daten zum Buch: Christiane F., Kai Hermann, Horst Rieck und Prof. Dr. med Dr. phil Horst-Eberhard Richter.: Wir Kinder vom Bahnhof Zoo. Hg.: Henry Nannen. Gruner und Jahr Verlag. Hamburg. 1987. 25.Auflage. ISBN: 3-570-02391-5, Preis (heute) 9,90 € (Ich habe bei wap.booxtra.de nachgeschaut).
Fazit: „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ ist ein sehr ergreifendes Buch, aber keine leichte Kost, also zur Unterhaltung in der Freizeit weniger geeignet, als für Personen die sich ernsthalft mit dem Problemfeld Drogen auseinandersetzen wollen. Ich empfehle das Buch uneingeschränkt an Erwachsene und nicht unbedingt an Jugendliche und Kinder. Wie o.g. denke ich, daß es sinnvoll wäre dieses Buch in einer Unterrichstseinheit oder in einem Seminar zu verwenden. Auf den Preis bezogen würde ich empfehlen, einmal bei Ebay (was Yopi immer anbietet) zu suchen, denn Bücher sind dort oft unheimlich preiswert zu haben.
...
ein Testbericht von Tweety302005-10-08 14:24:37vom 08.10.2005Empfehlung: ja
Vorteile: total ergreifend...Nachteile/Kritik: ---
Mitte der 80er Jahre sah ich im TV den Film "Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo". Ich war etwa 15 und der Film nahm mich ganz schön mit. Ich war ein Teenager in der DDR und obwohl ich doch in den Fernsehnachrichten von den ganzen Drogentoten in West-Berlin gehört hatte, war das doch für mich eine ganz andere Welt. Die armen Westdeutschen, die hatten keine Perspektive und konnten dermaßen tief abrutschen, bloß gut, dass es so was bei uns in der DDR nicht gab...
Nach der Wende bekam ich
dann das Buch, inzwischen habe ich es schon mehrere Male gelesen und es ist immer wieder so packend, dass man es nicht mehr aus der Hand legen will.
Das Buch wurde 1978 geschrieben. Stern-Reporter trafen die damals 15-jährige Christiane F. bei einem Gerichtsprozess und führten mit ihr ein Interview. Aus den Tonbandprotokollen entstand ein ganzes Buch.
Christine war 6, als sie mit ihren Eltern und ihrer 1 Jahr jüngeren Schwester nach Berlin zog. Vorher lebten sie in Hessen auf dem Land, wo es für die Kinder wunderschön war. Jetzt versprach sich der Vater die große berufliche Karriere in Berlin, was aber völlig schief ging. Die Familie landete in einer kleinen Wohnung in der Gropiusstadt. Die großen weißen Hochhäuser fand ich, vom Osten Berlins gesehen, immer so toll. Wie blöd es dort vor allem für die Kinder war, erzählt Christiane in dem Buch sehr ausführlich.
In Berlin herrschen andere Regeln als auf dem Land. Hier zählt nur Stärke und eine große Klappe. Das lernt Christiane schnell und freundet sich mit dem stärksten Mädchen ihrer Klasse an, Kessi. Diese nimmt sie mit in das "Haus der Mitte". Eine Einrichtung des evangelischen Zentrums, wo die Eltern glauben, ihre Kinder wären gut behütet. Aber dort machen schon die ersten Drogen die Runde, es wird Hasch geraucht und Pillen genommen, die vom öden Alltag ablenken.
Dann eröffnet in Berlin das "Sound", die modernste Discothek Europas und obwohl Christiane erst 13 ist, schminkt sie sich und kommt ohne Probleme rein. Dort lernt sie Detlef kennen, der schließlich ihr Freund wird und viele andere Leute, bei denen sie irgendwann merkt, dass eigentlich alle Drogen nehmen.
Christiane bleibt mit 13 schon nächtelang von zu Hause weg und eigentlich fragt man sich, wieso die Eltern das erlauben. Der Vater, frustriert durch seine Arbeitslosigkeit, begann die Kinder regelmäßig zu verprügeln. Die Mädchen hatten total Angst vor ihm und waren froh, wenn er abends weg war. Somit versuchte auch Christiane, so viel wie möglich von zu Hause wegzubleiben. Die Mutter wurde als Kind von ihrem Vater total eingeengt und wollte ihrer Tochter nun die Freiheit bieten, die sie nie hatte. Als sie sich schließlich von ihrem Mann trennt, geht sie von Früh bis Abend arbeiten, um Christiane etwas bieten zu können, deren Schwester irgendwann zum Vater zieht.
Das mit den Drogen war noch recht neu in Berlin, der Markt fing gerade erst an, richtig zu blühen. Somit hatten die Eltern und Behören noch keinerlei Ahnung, was man dagegen tun könnte und die Eltern dachten ja auch keinen Augenblick daran, dass ihr Kind so was nehmen würde.
Zunächst nimmt Christiane nur irgendwelche Aufputschmittel und raucht mal einen Joint. Bald jedoch bringt das nicht mehr den richtigen Kick und als sie merkt, dass Detlef bereits H (Heroin) spritzt, will sie es auch versuchen. Es passiert schließlich nach einem David Bowie - Konzert, da snieft sie das erste Mal H, da sie sich noch nicht traut, die Spritze zu setzen. Das ist 1 Monat vor ihrem 14. Geburtstag.
Sie ist bereits im Teufelskreis gefangen, es geht nur noch abwärts. Sie schläft in dreckigen, stinkenden Fixerbuden und Detlef geht für beide auf den Strich am Bahnhof Zoo. Christine geht nach der Schule auch immer dort hin, bringt ihren Freunden was zu Essen mit und will doch eigentlich nur mit Detlef zusammen sein.
In der Schule schläft sie meistens. Seit sie auf die Gesamtschule geht, kümmert sie sowieso kein Lehrer mehr um den Einzelnen. Die Anwesenheit wird nur morgens kontrolliert, dann fällt es nicht mehr auf, wenn man abhaut.
Zwischendurch, in den Ferien, fährt Christiane mal mehrere Wochen zu ihrer Oma aufs Land. Da wird sie wieder richtig zum Kind, spielt mit ihren alten Freunden mit den Tieren und im Wald. Könnte sie für immer dort bleiben, wäre alles gut geworden, aber sie muss wieder zurück nach Berlin, zur Schule, zu Detlef, zum Bahnhof Zoo.
Christiane ist eigentlich schon ein körperliches Wrack, als die Mutter endlich merkt, was mit ihr los ist. Zusammen mit Detlef machen sie einen Entzug in Christianes Kinderzimmer. 14 Tage, und die Mutter war froh, dass endlich alles vorbei ist. Tja, so leichtgläubig waren die Eltern damals, weil es noch keine Infos gab und niemanden, der über Drogen aufklärte.
Christiane und Detlef, total froh, dass sie es geschafft hatten, erst mal hin zu den Kumpels und voller stolz vom Entzug erzählt. Und zur Feier des Tages gab es erst mal einen Druck. Und alles war beim Alten.
Irgendwann reichte das Geld nicht mehr aus, das Detlef beim Anschaffen verdiente und Christiane musste selbst mit ran. Alles drehte sich nur noch um H. Immer wieder standen Berichte in den Zeitungen mit den neuesten Drogentoten, immer wieder Leute, die Christiane kannte. Irgendwann sogar ihre Freundin Babsi, sie war erst 14.
Christiane wird öfters wegen Drogenbesitzes von der Polizei verhaftet, macht etliche Entzüge, lässt sich sogar freiwillig in eine Irrenanstalt einliefern, aber sie landet immer wieder beim H.
Manchmal hat sie klare Momente, in einem solchen erkennt sie, dass ihre Träume vom Leben mit Detlef ohne H nur Quatsch sind, dass sie niemals davon loskommt und sie beschließt, sich den letzten, den "Goldenen Schuss" zu setzen. Doch ihr Plan misslingt, sie überlebt.
Die Eltern schicken sie zu Verwandten auf ein Dorf in der Nähe von Hamburg, dort geht sie zur Schule, macht ihren Abschluss, lebt ohne Drogen. So endet das Buch.
Zwischendurch wird Christiane´s Geschichte immer wieder unterbrochen, dann kommen die Mutter und andere Kontaktpersonen zu Wort. Sehr interessant finde ich die Meinung der Mutter, die doch ziemlich hilflos war, obwohl sie sich an alle möglichen Institutionen und Behörden wandte. Man hatte zu wenig Erfahrungen, die Wartezeit für einen Therapieplatz war immer viel zu lang und auch nur für Leute, die es wirklich Ernst meinten.
Ich hätte euch so gerne noch mehr Einzelheiten erzählt, das Buch ist so fesselnd.
Aber wenn ihr Interesse habt, kauft es euch lieber selber. 1981 hat Bernd Eichinger das Buch auch verfilmt, im Film wurden aber viele wichtige Details weggelassen.
Hier noch einige Details zum Buch:
Taschenbuch
Bei Amazon 9,90 Euro
Sprache: Deutsch
Broschiert - Stern-Verlag
Erscheinungsdatum: 2004
ISBN: 3570023915
324 Seiten
Meine Ausgabe (die 37.) ist aus dem Jahre1994, daher noch in der alten Rechtschreibung verfasst und trotzdem noch mit einigen Rechtschreibfehlern. Einmal ist auch eine Jahreszahl falsch angegeben. Ansonsten sehr fesselnd in der damaligen Ausdrucksweise der Jugend geschrieben. Da lernt man z.B., dass es damals, in den 70ern, Teenie-Bopper-Musik gab, aber David Bowie viel cooler war, und dass Anziehsachen nicht Klamotten, sondern "Zeug" hießen. Bei Entzugserscheinungen sind sie "auf Turkey", was auf Deutsch eigentlich Truthahn heißt und wenn ein Truthahn erregt ist, flattert er.
In der Buchmitte findet ihr mehrere Fotos von Christianes Freunden und Bekannten, Bilder vom Bahnhof Zoo und vom "Sound".
Aber wie ging es mit Christiane nach dem Buch weiter?
Im Internet hab ich folgenden Text gefunden:
Nach turbulenten Jahren in den USA und in Griechenland lebt Christiane Felscherinow als Buchbinderin in Berlin-Neukölln und ist nach vielen Entzügen und Rückfällen von ihrer Drogensucht geheilt. Sie hat einen Sohn, Jan-Niklas (* 1996).
Christiane wirkte außerdem in den Filmen Neonstadt (1981), einem Film über das Großstadtleben von Absolventen der Münchner Filmhochschule, und Decoder (1983) mit. Letzterer behandelt Musik und Töne als Hauptthema
Durch das Buch wurde sie reich, sie bekam Millionen dafür. Aber von den Drogen kam sie nicht los.
Das Buch sollte jeder mal gelesen haben. Es zeigt so richtig krass den Verfall eines Menschen auf, der drogensüchtig ist. Auch wenn es heute andere Drogen sind, an denen die Leute kaputt gehen, so gibt es doch garantiert einige Parallelen.
Ich war stellenweise auch erstaunt, wie sehr sich Christiane an einzelne Details erinnern konnte. Und wenn sie das soziale Umfeld erläutert, in dem sie lebte, kann man ihren Absturz auch irgendwie nachvollziehen.
Ich glaube, mein Bericht ist diesmal ganz schön lang geraten. Ich danke allen, die ihn trotzdem bis zum Schluss durchgelesen haben.
campimo, 23.10.2005
Ich finde es absolut gut, wie du deine perönliche Sichtweise - damals aus der DDR - in den Bericht einbringst.
Mit dem Kiffen und den Trips hatte sie schon im Haus der Mitte angefangen, und sogar sehr viel genommen. Im Sound kam sie dann auf H. Die Mu
mannhal, 17.09.2005
liegt dieses Buch und auf Grund deines Testberichtes werde ich es mir auch mal zu Gemuumlte fuumlhren, denn ich denke, es zahlt sich aus...
Schnuffelinchen, 01.09.2005
...wenn es um eine die Geschichte eines drogenabhaumlngigen Maumldchens geht.
Toller Bericht.
LG, Schnuffelinchen
ein Testbericht von eleodita2005-09-17 22:57:03vom 17.09.2005Empfehlung: ja
Vorteile: realer einblick, verständliche sprache...Nachteile/Kritik: christiane ist unsympathisch,auf dauer nervt der sprachstil
~~Christiane F. und Klappentext~~
Da das Buch ja von der Jugendzeit der Christiane F. handelt,ist der Klappentext zugleich
ein verkürzter Lebenslauf von Christiane.
Mit zwölf kam sie in einem evangelischem Jugendheim zum Haschisch, mit dreizehn in einer
Diskothek zum Heroin. Sie wurde süchtig, ging morgens zur Schule und nachmittags ,mit
ihren ebenfalls heroinabhängigen Feunden auf den Kinderstrich am Bahnhof Zoo, um das Geld
f+r die Droge zu beschschaffen. Ihre Mutter bemerkte fast zwei Jahre nichts vom dem
Doppelleben ihrer Tochter.Christiane F. berichtet mit muniziösem Erinnerungsvermögen und
rückhaltloser Offenheit über Schicksale von Kindern,
die von der Öffentlichkeit erst als
Drogentote zur Kenntnis genommen werden. Nach turbolenten Jahren in Amerika und
Griechenland lebt die Autorin, inzwischen 40 Jahre alt, wieder in Berlin. Den kampf gegen
die Drogen hat sie immer wieder von neuem geführt- vor Rückfällen ist kaum ein ehemaliger
Junkie sicher.
~~Kurze Einschätzung~~
Sie beschreibt ihr Leben von dem Moment an, seit sie 6 Jahre alt ist.Richtig intensiv
beschreibt sie es erst, als sie ungefähr 12 ist. Wie sie in Berlin als kleines Kind
alles verboten bekommen hat, und wie sie alle Regeln gebrochen hat. So ist es für sie
normal geworden, verbotene Dinge zutun und kommt schließlich nach dem Schule schwänzen
auch zu Drogen.Christiane beschreibt mit einer einzigartigen Art, bei der man alles
versteht und mit der einem ganz real mitgeteilt wir,wie es in der Drogenszene so läuft.
~~Charaktere~~
Christiane-> Sie ist manchmal wirklich naiv. Sie denkt dass alles nach dem Entzug gut wird,
dass sie mit Detlef zusammenwohnen wird und dass alles toll wird. Das alles denkt sie,während
sie high ist. Ziemlich dumm, meiner Meinung nach. Chrisitne ist manchmal ziemlich eingebildet,zB
sagt sie,dass die Freier auf sie fliegen, und dass sie ziemlich hübsch ist, obwohl sie Drogen nimmt.
Mir ist sie keineswegs sympathisch, daher fallen mir ihre guten Chraktereigenschaften nicht
ein.
Mutter-> Die Mutter tut mir manchmal echt Leid. Wenn ich eine Tochter hätte, die mich belügt,
ihre Versprechen nicht hält und nichts auf die Reihe kriegt, würde ich mich glaub ich umbringen
oder total zu Grunde gehen. Doch sie hält sich in der ersten Zeit ziemlich gut. Dass sie danach
nichts mehr mit Christiane zu tun haben will, verstehe ich total.Schließlich hat sie alles
mögliche versucht.Mehrere Male im Buch beschreibt die Mutter aus ihrer Sicht die Erlebnisse.
Mal eine gute Abwechslung, nicht Christianes Schreibstil ausgesetzt zu sein und die Erlebnisse
aus einer realen Sicht zu lesen. Denn ob man Christiane alles glauben kann, weiß ich nicht.
Schließlich war sie die meiste Zeit unter Drogen.
Detlef-> Er ist Christianes Freund.Mit Heroin hat sioe nur angefangen,damit sie wieder mit
ihm auf einer Wellenlänge ist. Das beweist wieder mal ihre Dummheit. Detlef träumt auch
von einer Zukunft mit Christiane,aber steht während dieses Gedankens unter Drogen.In dem
Buch befindet sich auch ein Foto von Detlef. Er sieht überhaupt nicht so aus, wie ich
erwartet hatte.Er sieht sehr klein aus und ich kann mir nicht vorstellen,dass er so ist
wie in dem Buch beschrieben wird.Ich glaube aber trotzdem,dass er zärtlich und echt lieb ist.
~~Fazit~~
Dieses Buch musste ich lesen,weil es von der Schule so vorgeschriebenn wurde.Mich regt
Christiane total auf. Ich hasse ihr Verhalten und finde sie total dumm und dämlich.Als
sie zB. auf der Bonny Ranch war, hat sie gedacht, dass sie es diesmal schafft zu entziehen,
doch in der gleichen Zeile hegt sie Gedanken an einen Ausbruch. Das überzeugte mich von
ihrer Dummheit. Das ist so was von naiv. Einerseits beweist sie Willensstärke, weil sie
eine Woche durchhält ohne Drogen. Doch gleich danach hat sie die Willensstärke einer Maus,
die Käse sieht. Im ersten Spaziergang geht sie gleich wieder zum Bahnhof Zoo.Aber ich weiß
ja nicht, wie es ist, von Drogen abhängig zu sein. Manche sagen,dass sie Christiane total
bewundern,weil sie es geschafft hat. Ich denke, sie hat nichts geschafft. Sie hätte an
vielen Stellen aufhören können und es auch geschafft. Bewundern tue ich hingegen ihre Mutter.
Ich wäre abgedreht an ihrer Stelle.Trotz alledem empfehle ich dieses Buch,denn ich denke in
keinem anderen Buch erhält man so einen realen Einblick in die Drogenwelt und wie so etwas
abläuft.Die Meinung über Christiane werden bestimmt nicht alle teilen, aber das kann ja jeder
selber rausfinden.Ich gebe dem Buch 3 Sterne und eine Empfehlung.
glowhand, 03.06.2005
das buch auch gelesen und fand es recht interessant.
finde ehrlich gesagt, das buch verharmlost heroin, oder beschreibt es so, wie es wirklich ist.
denn die sucht schien eigentlich recht leicht zu besiegen zu sein... einfach woanders hinziehen. und denk
modschegibbchen, 26.03.2005
in dem buch kam sie ziemlich unsympathisch und auch ganz schoumln daumlmlich ruumlber. auch in interviews, die sie ja hin und wieder gibt bzw. gegeben hat, wirds nicht besser. Sie haumllt sich fuumlr den nabel der welt und alle anderen sind blo
VampirKatz, 26.03.2005
Ich habe das Buch auch gelesen, aber mehr freiwillig. In der Schule haben wir nur den Film angeschaut.
Fuumlr mich kommt Christiane eher sehr verzweifelt ruumlber und sie tut mir leid. Sie kommt mit ihrem Leben nicht zurecht und rutscht deswegen ab in
ein Testbericht von Mimilein2005-09-09 15:02:57vom 09.09.2005Empfehlung: ja
Vorteile: Es wurde nichts verschwiegen und über alles offen geredet......Nachteile/Kritik: /
Da mir viele dieses Buch empfahlen, lieh ich mir das Buch letztens in der Bücherei aus und ich bin echt erstaunt!
Aussehen
Das Buch ist Schwarz und in gelber Schrift steht drauf "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo".
Unten ist ein Bild von einem Mädchen und einem Mann (Ich denke mal das soll Christiane sein mit einem Freier)
Inhalt
Christiane F. hat einen Schläger als Vater.
Er tyrannisiert die ganze Familie und die Mutter traut sich nicht, ihn zu verlassen.
Christiane wohnte in einem kleinen Dorf doch dann zogen sie nach Berlin.
Sie hält sich schon nicht mehr an
die ganzen Regeln und der Vater reagiert wieder mit Schlägen.
Bald ziehen sie nochmal um und Christiane kommt auf eine weiterführende Schule.
Dort ist es ganz anders, als sie es sich vorgestellt hat.
Es gibt keine Klassengemeinschaft und die Lehrer sind auch nicht besonders.
Endlich schafft es die Mutter mit Christiane und ihrer Schwester von ihrem Mann wegzuziehen und Christiane kommt in eine Clique, in der Drogen genommen werden.
Christiane ist jetzt 12 Jahre.
Sie macht sich keine Gedanken und schmeißt mal einen Trip, dann raucht sie Haschisch und dann mischt sie ein paar andere Pillen.
Die Drogen bekommt die Clique aus dem Haus der Mitte.
Doch dann gehen sie auch immer öfter ins "Sound" und kommen auf härtere Drogen.
Kessi, die beste Freundin von Kristiane jedoch word von der mutter von den Drogen weggebracht aber Christianes Mutter bemerkte noch nichts.
Irgendwann lernte Christiane Detlef kennen, in den sie sich verliebte.
Durch ihn kam sie in eine andere Clique und durch einen anderen Jungen zum Heroin.
Erst drückte sie nur ab und zu, doch dann wurde sie süchtig und sie ging auf den Strich auf dem Bahnhof Zoo.
Ihre Mutter bekam es irgendwann heraus und machte mit Christiane einen Entzug nach dem anderen, doch Christiane fing immer wieder an...
Irgendwann war sie so verzweifelt, dass sie versuchte, sich den Goldenen Schuss zu setzen...
So, mehr verrat ich jetzt mal nicht...
Preis
Das Buch kostet so zwischen 8 und 12 € und das ist finde ich völlig ok.
Es lohnt sich auf jeden Fall.
Fazit
Ich finde die Story echt schlimm...
Wenn man so früh schon anfängt hat man kaum noch eine Chance.
Es ist ein perfektes Buch, um Jugendliche über Drogen aufzuklären.
Also, wer es noch nicht gelesen hat ab in die Bücherei und ausleihen!
...
Erschütternder Einblick in das Leben einer Heroinabhängigen...
ein Testbericht von Cinderella2005-07-24 10:25:57vom 24.07.2005Empfehlung: ja
Vorteile: total erschütternd/geht unter die Haut, sehr spannend, zeigt, wie gefährlich Drogen sind und wohin sie führen können!...Nachteile/Kritik: -
Bei "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" handelt es sich (finde ich) um ein Buch, das man gelesen haben muss. Schonungslos wird in dieser wahren Erzählung von Christianes Vergangenheit, in der sie bis zum Heroin kam, erzählt und von einem Leben, dass man sich (ich jedenfalls) gar nicht vorstellen kann...
Inhalt:
Christiane zieht mit ihren Eltern und ihrer Schwester nach Gropiusstadt, einem ärmlichen berliner Stadtviertel. Dort lernt sie schon sehr früh, dass sie mit guten Manieren und Freundlichkeit nicht weit kommt. Wie die meisten Familien dort lebt auch Familie F. in einer erbärmlichen
Situation, Christianes Vater schlägt sie und ihre Schwester, es gibt kaum Geld. Nach der Scheidung ihrer Eltern sinkt Christiane immer tiefer, fängt mit 12 im "Haus der Mitte" an, Hasch zu rauchen, und nimmt immer härtere Drogen. In dem Alter sagt sie sich noch: Wie die Fixer, die nur noch eine Spritze vom Tod entfernt sind, so will ich nie werden. Ich möchte nie heroinabhängig sein.
Im Sound, "Europas modernster Disco", trifft sie auf Detlef, ihren späteren festen Freund und Babsi und Stella, ihre späteren besten Freundinnen. Und außerdem auf Heroin. Anfangs nur "Wochenendfixerin", später abhängig, verdient sie als Prostituierte auf dem Babystrich am Bahnhof Zoo ihr Geld, zusammen mit ihrem Freund Detlef, der auf dem Schwulenstrich "abeitet".
Als Christianes Mutter, zu Tode erschrocken, herausfindet, was mit Christiane los ist, versucht sie vergeblich, Christiane mit Entzügen von den Drogen wegzuholen. Die Sucht ist zu stark, außerdem besteht Christianes Welt aus nichts weiter mehr als Drogen...
Dieses Buch ist total erschütternd. Ich habe noch nie ein Buch gelesen, das so unter die Haut geht! Besonders, da alles wahr ist und nach Christianes Berichten aufgeschrieben wurde, was man auch an der Sprache merkt, die nicht noch extra verändert wurde, es ist genauso abgedruckt, wie Christiane es erzählt hat.
Obwohl es eigentlich ziemlich dick ist, kann das Buch total schnell durchgelesen werden, so war das zumindest bei mir. Total fesselnd, abwechselnd von Christiane und anderen Personen (z.B. ihrer Mutter) berichtet, kriegt man einen Einblick in das traurige und hoffnungslose Leben eines Fixers (= Heroinabhängiger). Man kann sich gar nicht vorstellen, dass es so ein Elend gibt. Ich war schon als ich mir die Bilder in der Mitte des Buches von ihren Fixerfreunden und den Orten, wo das alles passiert ist, angeguckt hab total fassungslos. Ja, besser kann man das wohl echt nicht beschreiben, man ist fassungslos.
Wenn man ein Unterhaltungsbuch sucht, dass man einfach zum Vergnügen liest und danach vergisst, dann ist dieses wohl schlechter geeignet. Was mir beim Lesen zuerst aufgefallen ist, war, dass man sich fühlt, als ob man selbst Christiane wäre. Und dann all das mitzuerleben, das ist irgendwie ... naja, man muss halt ständig drüber nachdenken und so und ist umso froher über alltägliche Dinge, über die man sonst gar nicht nachdenkt.
Fazit: Ein erschütterndes, nachdenklich machendes, hochspannend gschriebenes Buch, das die Bedingungen, in denen manche Leute leben müssen, zeigt.
Außerdem zeigt es, dass Drogen weit gefährlicher sind, als manchmal angenommen wird....unbedingt lesen!
...
eleodita, 29.03.2005
mein tipp gelle?
money money money.. xD
mag den bericht gerne.ich finde uumlber das buch kann man gut schreiben. seeehr nuumltzlisch wie ich finde.
eleodita
gromis, 24.07.2005
Toller Bericht, hab das Buch mit 16 Jahren gelesen und hab es bis heute nicht vergessen !!! Gruumlszligchen gromis
babyrose, 24.07.2005
uumlber ein wirklich Klasse Buch! Besitz ich selber auch!