Aber doch gelegentlich geniesse ich einen Fernet Branca. Für viele ist er nur ein Mittel zum Zweck, denn man sagt ihm wirklich eine positive Wirkung nach. Dieser Magenbitter sollte nach einem schweren, kalorienreichen und fettigen Essen getrunken werden. Er neutralisiert sehr schnell das Fett und das Völlegefühl, welches man nach so einer schweren Mahlzeit oft hat, schwindet tatsächlich. Meine Zuneigung zu dem Fernet Branca begann vor gar nicht allzu langer Zeit. Es ist vielleicht ein halbes Jahr her, dass ich ihn zum ersten Mal nach einem auswärtigen Abendessen bestellte. Seit dem mache ich öfter von der positiven Wirkung des Fernet Gebrauch.
Der Fernet Branca:
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Abgefüllt wird er in einer 0,7l Flasche und ich bezahlte 10,95 Euro für ihn. Der Anteil des Alkohols beträgt 40%.
Hersteller:
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Fa. Fratelli Branca – Distillerie S.r.I.
Milano / Italien
Das Rezept dieser besonderen alkoholischen Mixtur hält das Unternehmen geheim. Der Fernet wird schon seit 1845 im Familienunternehmen hergestellt und nur er ist der echte und originale Fernet Branca. Die Firma bürgt für immer gleichbleibende, sehr gute Qualität.
Allerdings weiss man, das der Fernet aus vielen verschiedenen Pflanzen, Blüten und Kräutern besteht, die ihm sein unverwechselbares Aroma und seine gute Bekömmlichkeit verleihen.
Die Flasche:
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Im Grunde ist eine Flasche recht unwichtig, doch bei der Fernet Flasche fiel mir die Bescheidenheit und Schlichtheit auf. Die Form ähnelt einer Weinflasche, nur mündet sie oben nicht in einem Naturkorken, sondern in einen Schraubverschluss. Die Flasche ist weder auffällig im Design noch in Farbe oder Beschriftung. Sehr zurückhaltend ist die Optik, ganz im Gegensatz zum Inhalt. Das Flaschenglas ist dunkelgrün und die Etikette vorn und hinten sind auch nicht besonders auffällig.
Geruch und Farbe:
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Der Geruch, der aus der geöffneten Flasche aufsteigt, ist gut wahrzunehmen, bleibt aber im normalen Bereich. Es duftet nach Kräutern und nach einer feinen Süße. Anders verhält es sich, wenn der Fernet offen in Gläsern auf dem Tisch steht. Dann bekommt man durch das kräftige und würzige Aroma, das sich sofort rings herum verteilt, eine leise Ahnung von dem besonderen Geschmack. Der Fernet hat eine hellbraune, warme Farbe und wenn sich das Licht im Glas und an der Flüssigkeit bricht, beginnt er förmlich im Glas zu strahlen.
Geschmack und Wirkung:
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Man sagte mir, solch einen Magenbitter dürfe man nicht „trinken“, man müsse ihn „kippen“. Einen großer Schluck nehmen, das Gläschen mit einem Zug leeren und abwarten, so riet man mir. Das zaghafte am Glas nippeln ist hier wirklich fehl am Platze. Zunächst ist es das starke Aroma, das man wahrnimmt. Doch dann setzt der Geschmack urplötzlich ein. Es ist ein Kräuteraroma, das ein bisschen Gesundheit vermittelt und nach Medizin schmeckt.
Doch dann nimmt man die starke Würze und den herben, etwas rauchigen Geschmack des Fernet auf und während man schluckt ist die Geschmacksentwicklung am stärksten. Im Mund bleibt das wundervolle Aroma zurück, doch in der Speiseröhre und im Magen erlebt man eine kleine Revolution. Während der Fernet unaufhaltsam die Kehle hinunter rinnt, beginnt es in der Speiseröhre leicht zu brennen, was aber überhaupt nicht unangenehm ist. Es entsteht eine wohltuende Wärme, die schliesslich bis in den Magen gelangt
und sich dort ungehindert ausbreitet. Diese Gefühl muss man auskosten. In diesen Sekunden sitze ich still wie angegossen auf meinem Platz und geniesse dieses warme, entspannende Wohlgefühl so lange ich kann.
Die Wirkung setzt einige Zeit später ein. Tatsächlich lässt der Druck auf den überfüllten Magen nach. Das unangenehme Völlegefühl schwindet und man fühlt sich wieder leichter und wohler. Natürlich gibt es noch eine andere Wirkung, nämlich die des „Katers“ am nächsten Tag. Wer meint, den Fernet gläserweise trinken zu müssen, wird am anderen Tag sicher einige Probleme haben. Obwohl ich mir kaum vorstellen kann, dass jemand den ganzen Abend nur Fernet Branca trinkt.
Ich bleibe bei einem Gläschen, ein Zweites brauche ich nicht. Ich betrachte den Fernet Branca einfach als das, was er auch ist, ein Magenbitter, der meinem überanspruchten Magen hilft, wieder ins Gleichgewicht zu kommen. So genossen, bekommt er mir sehr gut und er schmeckt mir sogar. Dieses Kräuteraroma mit der minimalen Süße gefällt mir und es kostet mich mittlerweile keine Überwindung mehr, so einen kleines Schnäpschen nach einem ausgiebigen Essen zu trinken.
bjlghs, 15.02.2005
das von dir beschriebene szenario nach dem schlucken klappt aber nur beim ersten mal, der zweite am selben tag ist schon nicht mehr so toll - alternative ist uumlbrigens der milde norddeutsche stonsdorfer - guter bericht - gruszlig joumlrg
redwomen, 14.02.2005
nach einem quotfetten und gutenquot Essen bekomme ich ihn quothinunterquot aber sonst !!! brrrr ggg LG Maria
Tiffany, 13.02.2005
Trinke ihn ab und zu nach dem Essen, ist echt lecker das Zeug.
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Magische Kräfte !!!!!
ein Testbericht von anundka_ki2007-01-13 13:37:49vom 13.01.2007Empfehlung: ja
Vorteile: Der räumt auf bei Völlegefühl ...Nachteile/Kritik: nicht ganz preiswert
Man sagt er habe magische Kräfte - ich glaube dran !!!
Natürlich ein wenig scherzhaft gemeint, aber im Ernst; bei Völlegfühl nach einem überreichlichem Essen, hilft mir ein "Fernet" tatsächlich.
Ich habe dann immer das Gefühl: - aahh, der räumt so richtig auf im Magen.
Es gibt aber auch noch andere Varianten, mit denen man sich einen "Fernet" schmecken lassen kann; dazu aber später mehr.
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Zum Produkt - Zutaten - Geschichte
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Zu den Zutaten kann ich nichts genaues sagen.
Wüßte ich diese, könnte ich damit sicher eine Menge Geld verdienen.
Es ist nur soviel sicher, dass zur Herstellung über 40 Kräuter, Pflanzen und Gewürze wie Enzian, Safran, Myrrhe, Kamille, Holunderblüten usw. verwendet werden.
Der Alkoholgehalt beträgt 40% Vol.
Seit über 150 Jahren findet Fernet-Branca mittlerweile seine Geniesser.
Genau gesagt seit 1845.
Seitdem wird er nach einem geheimen Familienrezept der Fratelli Branca Distillerie S.r.L. in Mailand hergestellt, und ist weltweit und auch in Deutschland der größte und bekannteste Bitter.
Be der Herstellung wird Fernet-Branca über ein Jahr lang in handgefertigten Eichenholzfässern in alten Kellergewölben gelagert, bis er die Reife hat, die ihm seinen unverwechselbaren Geschmack verleiht.
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Zur Verpackung - Preis
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Da gibt es nicht viel zu sagen.
Natürlich wird er in Flaschen verkauft, normalerweise in 0,7 l Größen, aber auch in den beliebten 0,02 Fläschchen.
Auf dem Etikett prangt unverkennbar die Weltkugel mit der Aufschrift "BRANCA" und darüber breitet ein Adler seine Schwingen aus und hält eine Flasche Fernet in den Fängen.
Wer viel Glück hat bekommt eine Flasche Fernet Branca schon einmal unter 10 Euro (sonst zwischen 12 und 15 Euro).
Zur Zeit läuft bei Edeka ein Sonderangebot für 8,99 Euro.
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Arten des Verzehrs - Geschmack
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Fernet-Branca wird vorwiegend pur als Digestif oder auf Eis getrunken.
Auch sehr beliebt ist seine Verwendung in Heißgetränken wie Kaffee und Espresso (caffè corretto).
Zu den äußerst vielseitigen Mix-Varianten gehören auch z.B. Fernet-Branca mit Cola, Bier und auch mit Energy-Drinks.
Hier ein paar Mixvorschläge:
Branca on the beach - 2 cl Fernet-Branca, 1 cl Zitronensaft auf Eiswürfel geben und mit Orangensaft auffüllen
Branca Cola - Fernet-Branca (2 cl), reichlich Eiswürfel und mit Cola auffüllen; das ideale Verhältnis ist 1:7 Branca/Cola
Branca Sun Downer - 3 cl Fernet-Branca, 1 cl Zitronensaft, 3 cl Maracujasaft - schütteln und mit Red Bull auffüllen
Wer Fernet-Branca ganz stilecht geniessen möchte kann sich direkt unter www.fernet-branca.de Original Fernet-Gläser bestellen.
Den Geschmack muss man erleben, den kann man schlecht beschreiben.
Vielleicht so: kraftvoll, würzig, aber doch irgendwie natürlich , scharf - einfach unnachahmlich. Fazit: Nach dem Essen unverzichtbar
ein Testbericht von topfmops2006-06-26 13:56:41vom 26.06.2006Empfehlung: ja
Die Tapferen unter meinen Lesern – also diejenigen, die Berichte auch mal bis zum Ende lesen – wissen, dass ich ein Gründungsmitglied des DBTV e.V. von 1973 bin.
Ein eingetragener Verein am Amtsgericht Heidelberg, der inzwischen Dependancen in aller Herren Länder hat. Siehe auch den Bericht „Eigentlich heißt es ja S’Arenal“ über www.mallorca-kalle.info
Auf unseren sporadischen, wenn auch intensivern Treffen beschäftigen wir uns mit vielerlei Themen.
Diesmal mit dem Schmusesänger Eros Ramazotti.
Von dort ist zur Frage: “Gibt es dazu ein Äquivalent, meinetwegen Amor Fernet Branca?“ nicht weit und damit sind wir auch schon
beim Thema.
Und eingedenk der Tatsache, dass es kaum etwas Widerlicheres gibt, als angenüchtert in eine schon fortgeschrittene Runde zu kommen, haben wir mal ein Getränk namens „Starfighter“ kreiert.
Dabei wird ein normales Pernod-Glas genommen, mit 4cl Pernod bestückt – kein Eis!! Wasser verdünnt nur – und statt Wasser mit Apfelkorn aufgefüllt. Und schon fühlst Du Dich als „Starfighter“.
Die Gebrechlichen unter uns erinnern sich: Das waren die Flugzeuge, die ununterbrochen abstürzten.
Aber wir sind ja bei
FERNET BRANCA
Fernet Branca ist ein weltweit bekannter Kräuterbitter (Amaro) aus Italien, der seit 1845 in Mailand von der Fratelli Branca Distillerie S.r.L. nach einem geheimen Familienrezept mit über 30 Kräutern hergestellt wird. Dennoch kann man u.a. Enzian und Pfefferminze herausschmecken.
Fernet Branca muss über ein Jahr in Eichenfässern reifen, um seinen Geschmack zu entfalten. Getrunken wird er pur oder als Longdrink
Besonders populär ist Fernet Branca in Argentinien, das einen Großteil des weltweit produzierten Fernet konsumiert. Hier wird er normalerweise mit Cola gemischt (Fernet con coca) und ist besonders bei Jugendlichen beliebt . Dort gibt es auch zahlreiche Nachahmerprodukte wie Fernet Vittone, Fernet Capri oder Fernet Porta, die auf ähnlichen Rezepten beruhen. Auch werden dort Fertig-Drinks, die bereits Fernet und Cola enthalten, hergestellt.
Womit wir äußerst elegant den Bezug zu unserem nächsten WM-Gegner hergestellt hätten und beim zur Zeit alles beherrschenden deutschen Thema wären.
Zu kaufen gibt es dieses famose Getränk im wohlsortierten Spirituosenhandel auch über der Ladentheke ab 10,99 Euro für die 0,7-Liter-Flasche.
Bei meinem Allzweck-Helferlein ‚wikipedia’ habe ich folgendes Gerücht gelesen:
„Dem Fernet wird ähnlich wie anderen Kräuterlikören eine verdauungsfördende Wirkung zugeschrieben.“
Allerdings möchte ich hier über eine andere, noch verblüffendere Wirkung berichten.
Um eines gleich klarzustellen:
In diesen Zeilen und der vorangegangenen Versuchsreihe geht es keineswegs darum, den Konsum von Alkohol zu glorifizieren.
Politisch korrekt, wie wir nun mal sind, setzen wir uns für einen maßvollen – also das Maß muss voll sein – Umgang ein und wissen überdies:
Rauchen ist gefährlich,
die Lohnnebenkosten müssen gesenkt werden,
der große Wurf mit der Gesundheitsreform möge gelingen,
und schließlich ist es sinnvoll, ein, besser noch mehrere Kondome im ‚Kulturbeutel’ zu haben.
Nun aber zum Thema Fusel:
Es scheint ein bedeutendes zu sein, denn es ist schon viel darüber geschrieben und berichtet worden in den zurückliegenden Tagen.
Der amerikanische Großbrauer Anheuser & Busch etwa, der ein bierähnliches Getränk namens Budweiser herstellt und vertreibt, ist schließlich einer der Hauptsponsoren dieser FIFA-WM. Aber wen dürstet schon nach einem ‚offiziellen’ Bier, das nicht mal danach schmeckt?
Nun – den englischen Fans ist’s ziemlich egal, sie trinken zu ziemlich alles, sogar Stuttgarter Hofbräu, wie in der schwäbischen Metropole zu beobachten war. Und das kübelweise!!
Was mich an einen Werbespruch aus den Tagen der anarchistischen Tübinger Kommune ‚Judengasse’ erinnert:
„Stuttgarter Hofbräu unerreicht!!
Eins getrunken, drei geseicht!“
Dass 30.000 Schweden am Samstag den Ausflug nach München nutzten, die Produkte der bajuwarischen Braukunst einem Dauertest zu unterziehen, versteht sich von selbst. Denn noch immer ist das Bier im Land der Elche sündhaft teuer, und es ist wohl kein Zufall, dass es in der Landessprache „Öl“ heißt.
Und vielen Schweden war deutlich anzumerken, dass sie mit dem ‚Ölwechsel’ erhebliche Probleme hatten.
Und wir Deutschen?
Was fehlt, ist ein Getränk, welches das Zeug zum „offiziellen deutschen Weltmeisterschafts-Drink“ hätte und so gleichsam auf immer und ewig mit diesen Wochen verwurzelt wäre.
Und der Vorstand des DBTV war auf seiner letzten Plenarsitzung nahe dran.
Es begann ein qualvoller Eigenversuch.
Einzelheiten erspare ich Euch und komme direkt zum offiziellen, amtlichen Endergebnis:
Um vollstes Schwarz-Rot-Gold-Feeling entfalten zu können, entschieden wir uns für ein geschichtete Mixtur aus Jägermeister, Persiko und Eierlikör.
Gelegentlich – für die italienischen Momente des Tages gewissermaßen – und dann endgültig tauschten wir Jägermeister gegen Fernet Branca, und einmal kamen auch die fast vergessenen Sechsämtertropfen zum Einsatz.
Aber die gewünschte Wirkung ist am besten mit Fernet Branca zu erreichen.
Irgendwie gelang es uns auch, pfiffige Namen für diese Mischungen zu entwickeln, aber leider haben wir sie wieder vergessen.
Denn wir wissen jetzt, dass es nicht nur im Eishockey einen „Sudden Death“ gibt.
Ein besonders dickes Dankeschön an Alfons Batke, der sich als Mitexperimentator zur Verfügung stellte.
topfmops, der auch auf anderen Plattformen und in etlichen Tageszeitungen zu Gange ist, bedankt sich fürs Lesen und Bewerten und freut sich auf viele lesenswerte Kommentare.
...
annemone62, 11.07.2006
Also mit dem Zeugs hat sich mein Schatz mal tierisch die Kugel gegeben. Seither kann er das Zeug nicht mal mehr riechen. Wenn ich an seinen Zustand damals denke, kommt die Bezeichnung sudden death dem ganzen ziemlich nahe g
mami_online, 06.07.2006
Ich mag ihn gerne, trinke ihn aber nur gaaaaanz selten mal nach einem deftigen Essen im Lokal. Zu Hause haben wir den nicht. Aber Ramazotti ist auch sehr gut habe ich aber auch nicht zu Hause .. g LG, Nicole
redwomen, 26.06.2006
Ob quotpurquot oder quotgemischtquot ich persönlich finde quotdieses Zeugsquot einfach nur wiederlich. LG Maria
ein Testbericht von Hopsten2003-11-27 13:03:22vom 27.11.2003Empfehlung: ja
Nach einem deftigen, fetten Essen fühlt man sich nicht immer top. Das schlechte Gewissen plagt einen, weil man wieder mal die Beherrschung verloren hat und weiter aß, nur aus reinem Genuss. Und nun sitzt man da, dick und rund und kämpft mit dem fiesen Völlegefühl. Kaum jemand kennt dieses Gefühl nicht. Und was hilft dagegen? Na, klar ein Magenbitter. Das sagen jedenfalls alle Freunde des Magenbitters. Und wenn man sieht, dass alle rings um einen herum so ein Pinneken trinken, trinkt man eben einen mit. Um es schon mal vorweg
zu sagen, ich bin kein Fan von diesem Zeug, aber eine gewisse Wirkung kann man ihm nicht absprechen.
Also das ist er nun:
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Er heißt Fernet - Branca, es ist ein Magenbitter mit 40% Alkohol. In der Flasche sind 0,7l und er kostet 15,85 Euro.
Der Magenbitter wird natürlich aus Alkohol hergestellt, er enthält Infusionen aus Pflanzensubstanzen und ausschließlich natürliche Aromen.
Weitere Infos:
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Hergestellt wird der Fernet Branca von der Firma Fratelli Branca- Distillerie S.r.l., Milano/ Italien. Sie besitzt das einzige Originalrezept für diesen Magenbitter. Eine super Qualität und Echtheit werden garantiert. In dem Fernet wurden exotische Bestandteile verarbeitet, die dem Zeugs ein volles Aroma geben, mit einer angenehmen Wirkung. Dieser Fernet Branca ist auf der ganzen Welt bekannt und findet immer mehr Liebhaber. Eingeführt wurde der Magenbitter im Jahre 1845 und erobert seit dem die Welt, sagt der Hersteller. Das Rezept ist teilweise geheim.
Praxis:
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Die Flasche ist unauffällig und bescheiden. Das Flaschenglas ist dunkelgrün, was man aber zuerst nicht sieht, weil der Fernet selbst bräunlich ist. So sieht die Flasche fast schwarz aus. Wie man eine Flasche öffnet brauche ich keinem zu erklären, aber hat man es in diesem Fall getan, riecht man es schon. Der typische Magenbittergeruch schlägt einem sofort entgegen. Es riecht nach Kräutern und leicht süß und doch sehr herb. Wie soll man so was beschreiben?
Und so ähnlich wie er riecht, schmeckt er auch. Heraus schmecken kann man keine einzelnen Kräuter, nur zusammen genommen erinnern Geruch und Geschmack doch sehr an Kräuterbonbons mit viel Alkohol. *g* Etwas streng finde ich den Fernet auch. Scharf und stark ist er. Das merke ich, wenn er mir durch die Kehle rinnt. Die ganze Luftröhre hinunter, bis in den Magen, durchströmt mich ein heißes, ja fast brennendes Gefühl. Der soll ja auch dem Magen wieder auf die Sprünge helfen, sagt man mir. Nun ja, wenn das brennende Gefühl abklingt, bleibt eine wohlige Wärme zurück, und der Alkohol scheint schon nach einem Gläschen bis in mein Hirn vorgedrungen zu sein. Ich fühle mich schon nach einem Pinneken leicht benebelt. Kurzfristig nur, aber immerhin. Das Zeugs hat auch 40% Alkohol und das darf man nicht unterschätzen. Ich vertrage ihn auch nicht ganz so toll und merke ihn sofort. Vielleicht ist das der Trick. Das Brennen und Kribbeln im Magen lenkt vom Völlegefühl ab und hat man die Wirkung des Fernet überstanden, sind die Qualen des Völlegefühl und Unwohlseins nur peanuts. Ja, so muss es sein.
Als ich den Fernet erst einmal runter hatte, fühlte ich mich vom Magen her gut. Aber ehrlich gesagt, so richtig schmecken tut er mir nicht. Er ist mir echt zu bitter und zu stark. Aber ganz sicher werde ich ihn an den Weihnachtstagen mal zu mir nehmen. Fetter Gänsebraten und Knödel setzen dem Magen ganz schön zu und da kommt ein Fernet gerade recht. Nach dem Essen geht das für mich in Ordnung. Da vertrage ich ihn noch so eben . Doch freiwillig, einfach nur so, werde ich ihn pur nicht trinken.
Nun kann man ihn aber auch in Cocktails mixen oder sogar einen Schuss in den Kaffee geben. Ein Cocktailfan bin ich nicht ab über einen Fernet im Kaffee bin ich nicht abgeneigt. Aber auch das bleibt bei mir die Ausnahme.
Zum Schluss kann ich nur sagen, es gibt für mich leckerere Getränke. Doch als Magenaufräumer kann man ihn echt gut gebrauchen und wer ihn sehr gern trinkt, ist hier klar im Vorteil. *g* So, nun weiß der werte Leser, was er bei den wahnsinnigen Gelagen an den Feiertagen tun kann, um dem Magen beizustehen. In diesem Sinne: Zum Wohl!