Die Rückseite des Buches.

Die Vorderseite des Buches.
Ken Follett: Die Säulen der Erde
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Ken Follett: Die Säulen der Erde
Ken Follett: Die Säulen der Erde
Ken Follett: Die Säulen der Erde

Testberichte Ken Follett: Die Säulen der Erde

 (Taschenbuch)
4.8 von 5
Platz 50 in der Kategorie "Belletristik Romane & Erzählungen - Die".
Bewertung: Kundenbewertung 4,90 / 5,00 4.8 von 5
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Ken Follett: Die Säulen der Erde Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,90 / 5,00 4.8 von 5
von 100% aller Autoren empfohlen (13/13).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • jedes wort, daß man nicht verpassen sollte
  • spannende Geschichte, eindrucksvoll beschriebene Charaktere
  • einfach genial
  • Genial erzählte Geschichte.
  • Spannende Geschichte Authentischer geschichtlicher Hintergrund Guter Schreibstil des Autors
Nachteile/Kritik
  • nichts
  • absolut nichts ! ! !
  • das Buch ist nach 1151 Seiten zu Ende
  • Nichts.
  • Nichts
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margy

die säulen der erde

ein Testbericht von 2007-08-06 15:12:04 vom 06.08.2007
Empfehlung: ja
Vorteile: jedes wort, daß man nicht verpassen sollte...
Nachteile/Kritik: nichts
Zum Buch:

Diese vollständige Taschenbuchausgabe erschien im Gustav Lübbe Verlag als Hardcoverausgabe. Der Titel der Originalausgabe "The Pillors of the Earth", 1989 von Ken Follett geschrieben. Originalverlag: Macmillion London Limited
1990 erschien die deutschsprachige Ausgabe in der Verlagsgruppe Lübbe GmbH & Co KG in Bergisch Gladbach.
Einbandgestaltung und Illustration: Pencil Corporate Art, Braunschweig, Achim Kiel und Thomas Przygodda
Satz: Kremerdruck GmbH, Lindler, Harlegasse
Druck und Verarbeitung: Ebner & Spiegel, Ulm
ISBN: 3-404-11896-0
Preis: 9,90€
1151 Seiten

1. - 50. Auflage: 1992 - 2001
51. Auflage: 8/2002
52. Auflage: 1/2003

Zum Autor:

Ken Follett, 1949 in Wales geboren, von Beruf Journalist, wurde mit dem Thriller "Die Nadel" weltberühmt. Brilliante Erzählkunst verbindet sich in seinen Romanen mit fundierter Sachkenntnis.
Ken Follett (* 5. Juni 1949 in Cardiff, Wales) ist ein britischer Schriftsteller.

Er wurde 1949 in Cardiff als Sohn von Martin und Veenie Follett geboren. Als er zehn Jahre alt war, zog die Familie nach London.

Er studierte zu Beginn der 1970er Jahre Philosophie am University College London. Danach arbeitete er mehrere Jahre als Journalist und begann, Romane zu schreiben.

Ken Follett wurde durch den Thriller „Die Nadel“ bekannt. Der Roman wurde in 30 Sprachen übersetzt, rund 12 Millionen Mal verkauft und mit dem Edgar Award ausgezeichnet. Verfilmt wurde er mit Donald Sutherland.

Seine Werke sind im Stil der klassischen Thriller-Dramaturgie verfasst.

Verheiratet ist er, in zweiter Ehe, mit Barbara, Abgeordnete des britischen Unterhauses, mit der er sowohl in Chelsea (London) als auch auf dem Land in Hertfordshire lebt.


Verfilmungen:


1980 - Die Nadel (Eye of the needle) – Regie: Richard Marquand
1985 - Auf den Schwingen des Adlers (On wings of eagles) – Regie: Andrew V. McLaglen
1985 - Geheimcode: Rebecca (The key to Rebecca) – Regie: David Hemmings
1993 - Ken Folletts Roter Adler (Red eagle) – nach dem Roman Die Löwen – Regie: Jim Goddard
1997 - Der dritte Zwilling (Ken Follett’s The third twin) – Regie: Tom McLoughlin


Werke:
Der Modigliani-Skandal (en. The Modigliani Scandal, 1976), verfilmt
Das Geheimnis des alten Filmstudios / Die Power-Zwillinge (The Mystery Hideout / The Power Twins, 1976)
Die Spur der Füchse (Paper Money, 1977)
Die Nadel (Eye of the Needle, 1978), verfilmt
Dreifach (Triple, 1980)
Der Schlüssel zu Rebekka (The Key to Rebecca, 1982)
Der Mann aus Sankt Petersburg (The Man from St. Petersburg, 1983)
Die Millionenbeute (Heist of the Century 1978), auch erschienen als
Unter den Straßen von Nizza (Under the Streets of Nice)
Cool - Der Bankraub von Nizza
Die Ratten von Nizza
Auf den Schwingen des Adlers (On Wings of Eagles, 1983), verfilmt
Die Löwen (Lie down with Lions, 1986)
Die Säulen der Erde (The Pillars of the Earth, 1990)
Nacht über den Wassern (Night Over Water, 1992)
Die Pfeiler der Macht (A Dangerous Fortune, 1994)
Die Brücken der Freiheit (A place called Freedom, 1996)
Der dritte Zwilling (The Third Twin, 1997), verfilmt
Die Kinder von Eden (The Hammer of Eden, 1999)
Das zweite Gedächtnis (Code to Zero, 2001)
Die Leopardin (Jackdaws, 2001)
Mitternachtsfalken (Hornet Flight, 2002)
Eisfieber (Whiteout, 2005)
Ken Follett arbeitet zurzeit an einer Fortsetzung von Die Säulen der Erde. Der Englische Titel dieses Sequels ist World without End.

Inhaltsangabe auf dem Buchdeckel:

Der neue, überragende Bestseller des berühmten Autors: Ein mitreißendes Szenarium aus Geschichte, Architektur, Liebe, Grausamkeit und Menschlichkeit.

England 1123 - 1173. Es ist eine Zeit blutiger Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und einfachem Volk, das unter Ausbeutung und Not leidet. Philip, ein junger Prior, dessen Eltern von marodierenden Söldnern abgeschlachtet wurden, träumt den Traum vom Frieden, die Errichtung einer Kathedrale gegen die Mächte des Bösen. Er und sein Baumeister Tom Builder, dessen Stiefsohn Jack und die Grafentochter Aliena müssen sich in einem Kampf auf Leben und Tod gegen ihre Widersacher behaupten, ehe Kingsbridge Schauplatz des größten abendländischen Bauwerks, der "Säulen der Erde" wird....

Einteilungen:

- Prolog
- Buch I 1135 - 1136
- Buch II 1136 - 1137
- Buch III 1140 - 1142
- Buch IV 1142 - 1145
- Buch V 1152 - 1155
- Buch VI 1170 - 1174
- Buchvorstellung von Ken Follett "Die Kinder von Eden"

Leseprobe:

Die kleinen Jungen waren die ersten, die zum Richtplatz kamen.
Es war noch dunkel, als sie aus ihren Verschlägen schlüpften. Lautlos wie Katzen huschten sie in ihren Filzstiefeln über den jungfräulichen Schnee, der sich wie Linnen über die kleine Stadt gebreitet hatte, mund entweihten ihn mit ihren Schritten. Ihr Weg führte sie, vorbei an windschiefen Holzhütten und über Sträßchen und Gassen, die von gefrorenem Marsch bedeckt waren, zum stillen Marktplatz, auf dem der Galgen bereits wartete.

Die Jungen verachteten alles, was den Älteren lieb und teuer war. Für Schönheit und Rechtschaffenheit hatten sie nur Hohn und Spott übrig. Sahen sie einen Knüppel, so brüllten sie vor Lachen, und lief ihnen ein verletztes Tier über den Weg, so bewarfen sie es mit Steinen, bis es tot war. Sie waren stolz auf ihre Narben. Besonders angesehen aber waren Verstümmelungen. Ein Junge, dem ein Finger fehlte, konnte es leicht bis zu ihrem Anführer bringen. Sie liebten nichts so sehr wie die Gewalt und liefen meilenweit, um Blut zu sehen.

Und niemals fehlten sie, wenn der Henker kam.

Einer der Jungen pinkelte an das Gerüst, auf dem der Galgen stand. Ein anderer kletterte die Treppen hinauf, griff sich mit beiden Daumen an den Hals und ließ sich fallen wie einen nassen Sack, das Gesicht abstrus verzerrt; die anderen johlten vor Vergnügen und lockten damit zwei Hunde an, die kläffend über den Marktplatz rannten. Einer der jüngeren Burschen biß unbekümmert in einen Apfel, da kam ein älterer, versetzte ihm einen Schlag auf die Nase und nahm ihm den Apfel weg. In seiner Wut ergriff der Kleine einen spitzen Stein und brannte ihm einen der Köter aufs Fell; der jaulte auf und machte sich davon.

Dann gab es nichts mehr zu tun. Die Herde ließ sich auf den trockenen Steinplatten im Portal der großen Kirche nieder und wartete darauf, daß irgendetwas geschah.

Hinter den Fensterläden der ansehnlichen Stein- und Holzhäuser, die den Marktplatz säumten, flackerte Kerzenschein auf. Die Küchenmägde und Lehrbuben der wohlhabenden Händler und Handwerker machten Feuer, setzten Wasser auf und kochten Hafergrütze. Der schwarze Himmel färbte sich langsam grau. Gebeugten Hauptes erschienen die Frühaufsteher in den niedrigen Türen ihrer Häuser und gingen hinab zum Fluß, um Wasser zu holen. Obwohl sie in schwere Mäntel aus grober Wolle gehüllt waren, zitterten sie vor Kälte.

Eine Weile später betrat eine Gruppe junger Männer den Platz - Knechte, Arbeiter und Lehrburschen. Sie lärmten und taten sich groß, vertrieben mit Tritten und Schlägen die Kinder aus dem Portal, lehnten sich selbst gegen die gemeißelten Steinbögen, kratzten sich, spuckten aus und redeten mit aufgesetzter Kaltschnäuzigkeit über den Tod am Galgen.

"Wenn er Glück hat, bricht der Hals gleich beim Fall" sagte einer, "das ist kurz und schmerzlos. Aber wenn er Pech hat und der Hals bricht nicht, dann hängt er am Strick, wird puterrot im Gesicht, und er schnappt nach Luft wie ein Fisch auf dem Trockenen. Bis er dann endlich erstickt." - "Und das kann so lange dauern, wie ein Mann braucht, um eine Meile zurückzulegen!" fiel ein anderer ein, und ein Dritter meinte, es könnte alles noch viel schlimmer kommen, er selbst hätte schon einmal gesehen, wie ein Gehenkter erst gestorben sei, als sein Hals schon eine Elle lang war!

Am anderen Ende des Marktplatzes kamen die alten Weiber zusammen, soweit als irgend möglich entfernt von den jungen Männern, denen jede Grobheit und jedes böse Wort gegenüber ihren Großmüttern zuzutrauen war. Die alten Frauen waren immer schon früh auf den Beinen. Längst brannte das Feuer im Herd und war die Stube gefegt.

Die Witwe Brewster, eine kräftige Person, die sie alle als ihre Wortführerin anerkannten, gesellte sich zu ihnen. Mühelos rollte sie ein Fäßchen Bier vor sich her wie ein Kind seinen Reifen. Kaum machte sie sich daran, es zu öffnen, da standen die Kunden auch schon mit Krügen und Eimern Schlange.

Der Büttel des Vogts öffnete das Haupttor und ließ die Bauern ein, die in den Häuschen vor den Stadtmauern lebten. Einige von ihnen wollten Eier, Milch und frische Butter verkaufen, andere kamen, um sich mit Bier und Brot zu versorgen, wieder andere aber blieben einfach auf dem Marktplatz stehen und warteten auf die Hinrichtung.

Von Zeit zu Zeit verrenkten die Leute die Hälse wie vorsichtige Spatzen und spähten zur Burg hinauf, die auf einer Anhöhe über dem Städtchen thronte. Gleichmäßig stieg der Rauch aus dem Küchentrakt, hie und da blakte Fackelschein hinter den schmalen Fensterschlitzen des Wohnturms auf. Dann - hinter der dicken grauen Wolke mochte gerade die Sonne aufgehen - öffneten sich die mächtigen Holztore, und eine kleine Prozession verließ die Burg. Voran ritt auf einem feinen schwarzen Roß der Vogt, gefolgt von einem Ochsenkarren mit dem gefesselten Delinquenten. Dem Karren folgten drei Reiter, ihre Gesichter waren auf die Entfernung nicht zu erkennen, doch verriet ihre Kleidung, daß es sich um einen Ritter, einen Priester und einen Mönch handelte. Die Nachhut bildeten zwei Bewaffnete.

Sie waren alle dabeigewesen, als tags zuvor im Kirchenschiff Gericht gehalten worden war. Der Priester hatte den Dieb auf frischer Tat ertappt. Der Mönch hatte bezeugt, daß der silberne Kelch dem Kloster gehörte; der Ritter war des Diebes Herr und hatte bestätigt, daß ihm der Bursche davongelaufen sei, und der Vogt hatte das Todesurteil gefällt.

Während die kleine Gruppe langsam den Burgberg heruntergeritten kam, strömten immer mehr Menschen auf dem Marktplatz zusammen und versammelten sich um den Galgen. Zu den letzten, die kamen, gehörten die führenden Bürger der Stadt: der Schlachter, der Bäcker, zwei Ledergerber, zwei Schmiede, der Messerschmied und der Bogner. Und alle brachten sie ihre Weiber mit.

Die Menge sah der Exekution mit gemischten Gefühlen entgegen. Normalerweise genossen es die Leute, dem Henker bei der Ausübung seiner Pflicht zuzusehen, denn die Delinquenten waren meistens Diebe, und Diebe wurden von ihnen, die ihre Habe im Schweiße ihres Angesichtes erwarben, mit unversöhnlichem Haß verfolgt. Der Dieb allerdings, dem es an diesem Tage an den Kragen gehen sollte, war kein gewöhnlicher Dieb. Niemand wußte, wer er war und woher er kam. Er hatte keinen Menschen aus dieser Stadt bestohlen, sondern Mönche in einem zwanzig Meilem entfernten Kloster. Und was er gestohlen hatte, war ein mit Juwelen verzierter Silberkelch von so unermeßlichem Wert, daß es nie im Leben einen Käufer dafür gefunden hätte. Das war schon etwas anderes als der Diebstahl eines Schinkens, eines neuen Messers oder eines guten Gürtels, der für seinen rechtmäßigen Besitzer einen echten Verlust bedeutete. Nein, eines so unsinnigen Vergehens wegen konnten sie den Mann nicht hassen. Gewiß, als der Ochsenkarren mit dem Gefangenen auf dem Marktplatz eintraf, johlten und pfiffen einige, aber es waren im Grunde nur halbherzige Mißfallenskundgebungen. Die einzigen, die den Dieb mit sichtlicher Begeisterung verhöhnten, waren die Gassenjungen.

Von den Bewohnern der Stadt hatte kaum einer an der Gerichtsverhandlung teilgenommen. Gerichtstage waren keine Feiertage und sie alle hatten ihre Arbeit. Sie sahen den Dieb jetzt zum ersten Male. Er war noch ziemlich jung, zwischen Zwanzig und Dreißig, von durchschnittlicher Größe und Gestalt zwar, ansonsten aber eine recht merkwürdige Erscheinung. Seine Haut war so weiß wie der Schnee auf den Dächern, die Augen - von einem leuchtendem Grün - standen vor, und sein Haar war von der Farbe einer geschabten Mohrrübe. Die jungen Mädchen fanden ihn häßlich, den alten Frauen tat er leid, und die Gassenjungen lachten, bis sie umfielen.

Den Vogt kannten die Leute alle. Die drei anderen Männer jedoch, die das Schicksal des Diebes besiegelt hatten, waren Fremde. Der Ritter, ein feister Mann mit strohblondem Haar, war offenbar eine nicht unbedeutende Person, kam er doch auf einem riesigen Schlachtroß daher, das gut und gerne ebensoviel kostete, wie ein Zimmermann in zehn Jahren verdiente. Der Mönch war um vieles älter, fünfzig oder fünfundfünfzig vielleicht, ein hochgewachsener, hagerer Mann, der vornübergebeugt im Sattel saß, als mache ihm die Last des Lebens schwer zu schaffen. Am auffallendsten war der Priester. Er war noch jung, mit scharfgeschnittener Nase und glattem schwarzem Haar. Er trug ein schwarzes Gewand und einen schwarzen Umhang und ritt auf einem dunklen Fuchshengst. Sein Blick war hellwach, so lauernd und bedrohlich wie der einer Katze, die ein Nest mit jungen Mäusen wittert.

Ein kleiner Junge zielte sorgfältig und spuckte dem Gefangenen ins Gesicht - kein schlechter Schuß, denn er traf genau zwischen die Augen. Der Delinquent stieß einen Fluch aus und wollte auf den Spucker losgehen, doch die Seile, mit denen er an beiden Seiten des Karrens festgebunden war, hinderten ihn daran. Der Zwischenfall war nicht weiter bemerkenswert - nur fiel den Leuten auf, daß der Gefangene normannisches Französisch gesprochen hatte, die Sprache der Herren. So war er wohl ein Sproß aus hohem Hausse? Oder bloß ein Ausländer, der von weit her kam? Niemand wußte es.

Der Ochsenkarren zockelte bis zum Galgen und hielt dort an. Mit der Schlinge in der Hand stieg der Büttel des Vogts auf die Ladefläche. Der Gefangene wehrte sich. Die Gassenjungen jubelten, sie wären enttäuscht gewesen, hätte der Mann alles widerstandslos über sich ergehen lassen. Der Gefangene, durch Fesseln an seinen Hand- und Fußgelenken in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt, verstand es dennoch, durch heftige Kopfstöße nach links und rechts der Schlinge zu entgehen. Da trat der Büttel, ein hünenhafter Mann, ein paar Schritte zurück, holte aus und versetzte ihm einen kräftigen Hieb in die Magengrube. Der Fremde krümmte sich; schon war der Büttel zur Stelle, warf ihm die Schlinge über den Kopf und zog den Knoten fest. Dann sprang er vom Karren herab, zog das Seil stramm und befestigte das andere Ende an einem Haken am Grunde des Galgens.

Das war der Wendepunkt. Wenn der Gefangene jetzt noch zappelte, schnürte es ihm um so schneller die Luft ab.

Die Bewaffneten nahmen ihm die Fußfesseln ab und ließen ihn dann allein auf dem Karren stehen, die Hände auf den Rücken gebunden.
Die Menge war auf einmal totenstill.

An dieser Stelle kam es bei Hinrichtungen gelegentlich zu Zwischenfällen. Die Mutter des Verurteilten bekam einen Schreikrampf, oder sein Eheweib sprang in einem letzten verzweifelten Versuch, sein Leben zu retten, mit gezücktem Messer aufs Schafott. Manchmal flehte der Verurteilte Gott um Vergebung an, in anderen Fällen brach er in wüste Verwünschungen gegen seinen Henker aus. Die Bewaffneten nahmen, auf alles gefaßt, zu beiden Seiten des Schafotts Aufstellung.

Da fing der Verurteilte auf einmal zu singen an. Er hatte eine hohe, ganz reine Tenorstimme. Er sang auf französisch, doch selbst jene, denen diese Sprache fremd war, hörten der wehmütigen Weise an, daß sie von Trauer und Abschied sprach.

Ein Lerchenvogel tat sich einst
im Jägernetz verfangen.
Und singt so süß und singt so rein,
als ob der Stimme Zauberklang -
ihn wieder könnt befrein.

Sein Blick ruhte dabei unentwegt auf einer Person inmitten der Menge. Die Leute wichen zurück, so daß sie alsbald für jedermann zu erkennen war.

Es war ein Mädchen, kaum mehr als fünfzehn Jahre alt. Die Menschen auf dem Marktplatz fragten sich, warum sie ihnen nicht schon früher aufgefallen war. Sie hatte langes, dunkelbraunes Haar, das ihr in üppiger Fülle über die Schulter wallte und oberhalb der breiten Stirn einen Wirbel bildete, den man im Volksmund "Teufelsmütze" hieß. Ihre Gesichtszüge waren ebenmäßig, die Lippen voll. Die alten Frauen schlossen aus der fülligen Mitte und den schweren Brüsten sofort, daß das Mädchen schwanger und der Verurteilte der Vater ihres ungeborenen Kindes war. Allen anderen jedoch fielen nur ihre Augen auf. Sie paßten nicht recht zu dem sonst durchaus hübschen Gesicht. Sie lagen tief in ihren Höhlen und waren von außergewöhnlichem, goldenem Glanz. Wer sie ansah, wandte alsbald den Blick wieder ab, denn diese Augen schienen tief ins Herz zu schauen und auch die geheimsten Geheimnisse zu entdecken. Das Mädchen war in Lumpen gehüllt, und Tränen liefen ihre weichen Wangen herab.

Der Ochsentreiber blickte den Büttel erwartungsvoll an und harrte des vereinbarten Kopfnickens. Der unheimliche junge Priester stieß den Vogt voller Ungeduld verstohlen in die Seite, doch der Vogt schenkte ihm keine Beachtung. Er ließ den Dieb weitersingen, und so gelang es dem häßlichen Mann mit seiner schönen Stimme, sich den Tod noch wenige furchtlose Augenblicke lang vom Leibe zu halten.

Es graut der Tag, der Jäger kommt,
um ihm den Tod zu geben.
Es stirbt der Vogel, stirbt der Mensch -
mein Lied wird ewig leben.

Als das Lied zu Ende war, sah der Vogt den Büttel an und nickte. Der Büttel rief: "Hopp!" und hieb dem Ochsen mit einem Seil in die Flanke, während der Ochsentreiber seine Peitsche knallen ließ. Der Ochse zog an, der Mann taumelte, der Wagen glitt ihm unter den Füßen weg, und er fiel ins Bodenlose. Der Henkerstrick spannte sich, und dann brach das Genick des Diebes mit hörbarem Knacken.

Ein Schrei ertönte, und alle starrten die junge Frau an.

Nicht sie hatte geschrien, sondern die Frau des Messerschmieds, das neben ihr stand, sie aber war der Anlaß gewesen: Vor dem Galgen war sie auf die Knie gesunken und reckte die Arme vor, bereit zum Fluch. Die Leute wichen vor ihr zurück, wußte doch ein jeder, daß der Fluch eines Menschen, dem Unrecht geschah, besondere Kräfte besaß. Und daß es bei dieser Hinrichtung nicht mit rechten Dingen zuging - den Verdacht hegten sie ohnehin. Die Gassenjungen packte das Grauen.

Das Mädchen richtete den beschwörenden Blick ihrer hellgoldenen Augen nun auf die drei Fremden - den Ritter, den Mönch und den Priester. Und dann verhängte sie ihren Fluch über sie - furchtbare Worte in hellem, klingendem Ton:

"Krankheit und Sorge, Hunger und Schmerz beschwöre ich auf Euch herab. Euer Haus soll vom Feuer verzehrt werden, und Eure Kinder sollen am Galgen enden. Euren Feinden soll es wohl ergehen, während ihr in Gram und Trauer alt werdet und in Siechtum und Elend dahinfault..." Noch während sie sprach, griff das Mädchen in einen Sack, der neben ihr auf dem Boden lag, und zog einen lebenden Hahn heraus.

Und mit einemmal hielt sie ein Messer in der Hand. Eine einzige rasche Bewegung - da hatte sie auch schon dem Tier den Kopf abgeschnitten, den blutenden Rumpf gepackt und nach dem schwarzhaarigen Priester geschleudert. Das kopflose Tier traf ihn zwar nicht, doch das Blut bespritzte nicht nur den Priester, sondern auch den Mönch und den Ritter, in deren Mitte er stand.

Voller Abscheu und Ekel wandten sich die drei Männer ab, doch das Blut traf sie alle, befleckte ihre Gewänder und zeichnete ihre Gesichter.

Das Mädchen machte kehrt und rannte um ihr Leben.

Die Menge öffnete ihr eine Gasse, die sich hinter ihr wieder schloß. Danach herrschte das reine Chaos, bis es dem Vogt gelang, die Aufmerksamkeit seiner Bewaffneten auf sich zu lenken. Wütend befahl er ihnen, das Mädchen einzufangen. Gehorsam kämpften sie sich durch die Menge, drängten rüde Frauen und Kinder beiseite, doch ehe sie sich´s versahen, war das Mädchen verschwunden. Der Vogt hieß sie weitersuchen, aber er wußte genau, daß sie nicht gefunden würde.

Angewidert wandte er sich ab. Der Ritter, der Mönch und der Priester hatten die Flucht des Mädchens nicht weiter verfolgt. Statt dessen starrten sie allesamt auf den Galgen. Der Vogt folgte ihrem Blick. Der tote Dieb hing am Strick, sein blasses, junges Gesicht bereits blau verfärbt. Unter seiner sanft hin und her pendelnden Leiche drehte der kopflose Hahn in blutbefleckten Schnee zackige Kreise.

Inhalt:

In der Geschichte des 12. Jahrhunderts geht es um eine junge Familie. Der Vater ist Bauherr, seine Frau hochschwanger. Beide haben bereits 2 Kinder. Im Winter bei Eiseskälte, die Familie ist gerade unterwegs auf der Suche nach Arbeit für den Mann, kommt das Neugeborene im Laub des Waldes zur Welt. Die Mutter stirbt. Zuerst wird das Baby zurückgelassen, denn es fehlen die finanziellen Mittel, um das Kind aufzuziehen. Dann aber besinnt sich der Vater eines Besseren. Am Grab der Frau angekommen, sehen er und seine Kinder, daß das Baby verschwunden und nicht mehr auffindbar ist. Mit Entsetzen irren sie weiter umher und mit Hilfe einer jungen Frau findet Tom, der Vater des Neugeborenen, das Baby in einem Kloster wieder. Da ihnen allen die nötigen Mittel fehlen, das Kind großzuziehen, entscheidet sich Tom dafür, es im Kloster zu lassen. Total verarmt und ausgehungert sucht er so lange nach Arbeit, bis er nach monatelanger Suche endlich eine findet. Er soll eine Kathedrale bauen. Das aber verdankt er der Hilfe seines Ziehsohnes.

Meinung:

Es ist einfach nur großartig und fantastisch, solch ein Monumentalwerk eines Schriftstellers zu lesen.

Die Knechtschaft der Leibeigenen vollzieht der Leser mit, die Macht und Herrschaft, die nur aus grober und rauher Gewalt, gepaart mit sehr viel Dummheit und Dreistigkeit besteht. Es geht auch darum, wie sich die ärmsten Bürger mit Überlebenssinn trotz aller Widrigkeiten, Kampfgeist und Köpfchen durch das Leben schlagen, zu großem Reichtum gelangen und dann wieder verarmen.

Auch Treue und Liebe, Not, Elend und Leid, Ungerechtigkeiten, Arglist spielen eine Rolle in dem Roman "Die Säulen der Erde".

Ken Follett geht bei diesem spektakulären Roman in kleinste Details, spannend und flüssig geschrieben, die auch gerade deswegen so dargestellt werden, daß man sich in jede der einzelnen Personen und Figuren einfühlen und eindenken kann, Handlungen, Gefühle, Gesten nachvollziehen kann, manchmal sogar wütend wird wegen der Dreistigkeiten eines nach Macht strebenden Herren.

Erfolge, die gekrönt werden, sind zum Einsturz bzw. Absturz verurteilt, jeder errungene Sieg wird zu einer Niederlage wegen Machenschaften, Neid und Eifersucht, Habgier gepeinigter Gegenspieler.

Nicht ein Wort, ein Satz oder eine Zeile dieser 1151 Seiten waren je langweilig. Mir ging es nie schnell genug, in diesem Buch weiterzulesen, um zu wissen, wie die Geschichte endet. Innerhalb von 4 Tagen hatte ich des Rätsels Lösung und lese es auf jeden Fall mindestens noch einmal.

Das Buch "Die Kinder von Eden", ebenfalls von Ken Follett, ist der nächste Schmöker, den ich mir vorknüpfen werde und auch alle anderen oben aufgezählten Bücher werde ich in Zukunft noch von diesem hervorragenden Autor lesen.

Euch kann ich dieses Buch auf jeden Fall wärmstens empfehlen. Viel Spaß beim Lesen des Buches und meines Berichtes!
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
Baby1
Baby1, 08.08.2007
Hey, wir scheinen die gleichen Bücher zu lesen grins .: :. Liebe Grüße Anita .: :.
Torombolina
Torombolina, 06.08.2007
Super Bericht, SH und LG Tiziana
Kjeldi
Kjeldi, 07.08.2007
KLASSE BUCH UND KLASSE BERICHT
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CyberQueeny

Bekannt wie die Bibel

ein Testbericht von 2010-07-07 15:18:25 vom 07.07.2010
Empfehlung: ja
==Bekannt wie die Bibel==

Hallo lieber Leser, liebe Leserin.

==ALLGEMEINES==

===Einleitung===
D a ich eine absolute Leseratte bin und gerne mal etwas Neues lese, kaufe ich mir regelmäßig gebrauchte Bücher oder Buchpakete bei Ebay oder auf dem Flohmarkt. Darunter war auch dieses Buch, welches ich euch nun vorstellen möchte.


===Buchdaten===
Autor: Ken Follet
Titel: Die Säulen der Erde
Originaltitel: The Pillars of the Earth
Verlag: Goldmann
Erschienen: 1997
ISBN-10: 3404118960
Seiten: 1147
Einband: TB
Kosten: 10,99€
Serie:

===Autor===
Ken Follett war erst siebenundzwanzig, als er den Thriller "Die Nadel" schrieb, der sowohl zu einem internationalen Bestseller als auch zu einem großen Kinofilm wurde. Zuvor war der Autor nach dem Studium der Philosophie am University College London, als Zeitungsreporter und Verlagsmitarbeiter tätig. Er hat seitdem neun weitere Bestseller geschrieben, darunter den Welterfolg "Die Säulen der Erde", gefolgt von Romanen wie "Die Pfeiler der Macht", "Der dritte Zwilling" und "Das zweite Gedächtnis". Ken Follett lebt mit seiner Frau Barbara, die seit 1997 als Abgeordnete der Labour Party dem britischen Unterhaus angehört, und ihren Kindern in Chelsea, London, und Stevenage, Hertfordshire.(Buchangabe)

==NACH DEM LESEN==

===Inhaltsangabe===
England, 1123 - 1173. Jahre blutiger Auseinandersetzungen zwischen König und Adel, Klerus und Volk. Der junge Prior Philip träumt von einer gotischen Kathedrale, nachdem die alte Kirche abgebrannt ist. Doch bis dieser kühne Traum Wirklichkeit geworden ist, müssen der Klosterherr, sein Baumeister Tom, dessen Sohn Alfred, sein Stiefsohn Jack und die Grafentochter Aliena sich in einem Kampf auf Leben und Tod gegen ihre Widersacher behaupten.

===Meine Meinung===
Der Titel dürfte jeder Leseratte ein Begriff sein. Leider habe ich bis dato zu den Personen gehört, die generell noch nie ein Werk von diesem Autoren gelesen haben. Daher war ich erfreut diesen Bestseller in meinem Buchpaket zu finden. Ein Jahr lang habe ich um diesen dicken Schinken einen Bogen gemacht. Die Seitenzahl hat mich doch arg abgeschreckt. Da ich jetzt etwas mehr Zeit zum Lesen hatte, habe ich mich an den Roman getraut.

Der Einstieg beginnt mit einer unbekannten, schwangeren Frau, deren Mann gerade gehängt wird. Einige Jahre später springt man zu Tom und seiner Familie, die sich nach einer Baupleite auf die Reise nach einer neuen Baustelle machen. Toms größter Wunsch ist es, Baumeister einer Kathedrale zu werden. Auf diesen Weg lernen sie Ellen, die anfangs erwähnte Frau kennen. Als Toms Frau stirbt, beginnt er eine Liebelei mit Ellen. Es wird aber nicht nur diese Geschichte erzählt, sondern nebenher erfährt man etwas über Prior Philip, über Aliena und ihren Bruder, deren Erzfeinde, über die aktuellen Könige und deren Kriege. In abwechselnden Kapiteln oder Abschnitten erfährt der Leser die Zusammenhänge, die sich immer mehr zu einer einzelnen Handlung zusammenschließen. Normalerweise mag ich solche Sprünge nicht, sofern so viele Handlungen verknüpft sind, aber hier ist es total spannend und kein einziger Bereich ist langweilig. Ich habe viel über die damalige Zeit gelernt und dabei wird der Informationsgehalt in einer Geschichte voller Mord, Intrigen, Lügen, Sex und authentischer Charaktere verpackt.

Der Autor verwendet einen genial, bildhaften Stil. Egal ob Figuren, Orte oder Begebenheiten, alles wird so real beschrieben, dass ich alles vor meinem Auge sehen und Emotionen hervorragend nachvollziehen konnte. Ich konnte lachen, weinen, mich fürchten. Durch den guten Stil habe ich gar nicht bemerkt, wie schnell ich mit dem Buch voran gekommen bin. Ehe ich mich versehen habe, war ich auf Seite 400, wo ich ja noch dachte, nicht mal die Hälfte geschafft. Als ich dann aber die 1000 erreicht hatte, wurde ich mit jeder Seite trauriger, da man am Ende des Buches so vertraute Freunde wieder verliert.

Gelesen habe ich den historischen Roman an sechs Tagen. Da viele Informationen auf einen einprasseln, musste ich öfters mal eine Pause einlegen, um der weiteren Handlung gut folgen zu können.

Empfehlen kann ich das Buch jedem. In meinen Augen sollte jeder dieses klasse Meisterwerk kennen.


===Bewertung===
Von mir bekommt das Werk wegen der guten Struktur, den authentischen Personen und dem bildhaften Stil, fünf Sterne. Es ist einfach auf allen Seiten fesselnd.

Pro: fesselndes Meisterwerk
Contra: nix

Danke fürs Lesen und Bewerten.

!!!!! Die LESEPROBE habe ich bewusst weggelassen, da dies zu rechtlichen Problemen führen kann. Das Suchen nach freigegebenen Leseproben ist meist erfolglos und die Verlage sehen Leseproben nicht so gerne, obwohl sie den Verkauf des Buches fördern. Ich bitte hier um Verständnis. !!!!!

Eure Sarah
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
Grambo
Grambo, 07.07.2010
Sehr schöner Bericht von dir!

Ich freue mich immer über Gegenlesungen
und bin auch immer für eine schnelle
Leserunde bereit. Dann einfach bei mir im
GB melden.

Liebe Grüße
Grambo
mrwong
mrwong, 07.07.2010
Vielen Dank fürs Lesen :- LG
morla
morla, 07.07.2010
lg. petra
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AChristoteles

Vor den Toren waren Säulen

ein Testbericht von 2010-01-20 21:52:33 vom 20.01.2010
Empfehlung: ja
Vorteile: Spannende Geschichte Authentischer geschichtlicher Hintergrund Guter Schreibstil des Autors...
Nachteile/Kritik: Nichts
Besieht man sich meinen Bücherschrank so wird man in der obersten Etage einen speckigen, abgegriffenen Wälzer entdecken, dessen Einband und Seiten nur noch mit viel gutem Willen zusammengehalten werden. Jenes Buch trägt den poetischen Namen „Die Säulen der Erde“ von einem gewissen Ken Follett und dürfte höchstwahrscheinlich das am meisten benutzte Buch in meiner kleinen Bibliothek sein. Hier möchte ich euch jenes Buch, welches ich garantiert schon ein gutes Dutzend Mal verschlungen habe, etwas näher vorstellen.

Geschichtlicher Hintergrund

Als der englische König Henry I. 1135 hinterließ er keinen männlichen, ehelichen Erben, so dass es zu einem über zwei Jahrzehnte andauernden Thronfolge – Kampf zwischen Henry's ältester Tochter Matilda und dem Neffen Henrys, Stephan, kommt. Follett beginnt „Die Säulen der Erde“ im Jahre 1135 und schildert, wie diese unstete Zeit das Leben seiner Romanfiguren beeinflusst.

Handlungsaufbau

Follett hat „Die Säulen der Erde“ in insgesamt 6 Hauptkapitel bzw. 6 Bücher unterteilt. Dabei schildert er stets einige Monate genau, und einige im Zeitraffer. Zwischen den einzelnen Büchern bzw. Hauptkapitel liegen bisweilen einige Jahre. Insgesamt gesehen beginnt die Handlung im Jahre 1135 und erstreckt sich bis in Jahr 1174 (also insgesamt eine Spanne von 39 Jahren). Aufgeteilt wie folgt:

1. Buch 1135 - 1136
2. Buch 1136 – 1137
3. Buch 1140 – 1142
4. Buch 1142 – 1145
5. Buch 1152 – 1155
6. Buch 1170 – 1174

Handlung

Der Roman beginnt damit, dass die Familie des Steinmetzes Tom Builder durch die englische Grafschaft Shiring auf der Suche nach Arbeit zieht. Kurz zuvor haben sie ein frisch geborenes Kind im nahen Kloster des Dorfes Kingsbridge ausgesetzt, da sie kaum genug haben, um sich selbst am Leben zu erhalten. Unterwegs stirbt Tom’s Frau und er und seine Kinder treffen auf die vogelfreie Ellen und deren Sohn Jack. Tom verliebt sich in Ellen und die neue Familie findet Arbeit in der Burg des Grafen Bartholomäus von Shiring.

Zeitgleich erfährt der Mönch Philipp durch seinen Bruder Francis von dem geplanten Sturz des neuen Königs Stephan und informiert den insgeheim machthungrigen Erzdiakon Waleran Bigod. In dem Kloster nahe Kingsbridge wird er schließlich (mithilfe des Bischofs) der Nachfolger des kürzlichen verstorbenen Priors. Der Erzdiakon gibt die von Philipp erhaltene Information an die Gutsherrenfamilie Hamleigh weiter, welche nach der geplanten Hochzeit des Grafen-Sohnes William mit der Tochter des Grafen, Aliena von Shiring, mit der Grafschaft Shiring verfeindet ist. Die Hamleighs erobern daraufhin die Grafschaft Shiring.

Tom und seine Familie müssen flüchten, finden aber Arbeit im Kingsbridger Kloster. Da die baufällige Kirche aufgrund von Geizigkeit nicht abgerissen, sondern repariert werden soll, beschließt Jack ein Feuer zu legen, um den Traum seines Stiefvaters Tom Builder – eine Kathedrale zu bauen – wahr werden zu lassen. Der Plan geht auf und Jack entwickelt sich mit fortschreittendem Alter als innovativer Architekt.

Philipp entdeckt nach und nach, dass Bischofs Bigod’s Interessen sehr eigennütziger Natur sind und warnt die nun herrschende Familie Hamleigh. Die Hamleighs stimmen zu, der jüngste Sohn der Hamleighs – William – jedoch vertreibt zunächst die Nachkommen des gestürzten Grafen von Shiring, Aliena und Richard, und vergewaltigt in ebenjenem Zug auch noch Aliena, welche ursprünglich seine Ehefrau werden sollte. Die Geschwister erhoffen die Freilassung ihres Vaters beim König durchzusetzen, scheitern jedoch. Aliena und Richard schwören sich jedoch, nicht eher zu ruhen, ehe die Grafschaft Shiring wieder in den richtigen Händen ist.

Die folgenden Jahre werden durch viele Schicksalsschläge bestimmt: William, der nach dem Tode seines Vaters Herrscher der Grafschaft Hamleigh / Shiring wird, erweist sich als brutaler Herrscher. Prior Philipp und Tom Builder hoffen noch auf Frieden und die Vollendung ihrer Kathedrale, während Jack und Aliena sich verlieben, aber zwischen Verpflichtung und ständischen Problemen stehen…

Mehr möchte ich euch nicht verraten, hoffe aber, dieser Handlungsabriss hat euch neugierig auf das Buch gemacht.

Kritik

Dramatisch, dramatischer, Die Säulen der Erde. Vor geschichtlichem Hintergrund lässt Ken Follett mit glaubwürdig gezeichneten Charakteren ein Drama um Macht, Liebe und Reichtum abspielen. Natürlich bedient der gute Follett sich hier nach allen Regeln der Kunst geschickt an dramatischen Wendungen um einen permanenten Spannungsbogen beim Leser aufrecht zu erhalten – doch es wirkt: Man KANN dieses Buch nicht aus der Hand legen bis man es entwedert fertig gelesen oder des Nachts der Schlaf einem übermannt.

Follett versteht es, den Leser geschickt in die Zeit des 12. Jahrhunderts zu entführen und ihm nebenbei gesehen sogar noch ein bisschen Geschichtsunterricht mitzuteilen da sämtliche Begebenheiten – sieht man von Kingsbridge und den Charakteren Folletts ab – hundertprozentig korrekt sind. Auch hat es Follett verstanden, seine Charaktere nicht nur in jener Zeit agieren zu lassen, sondern sie Teil jener Zeit sein zu lassen, z.B. Ansichten über Männer und Frauen, Denkweisen, Weltbild etc.

Jüngst hat Ken Follett mit "Die Tore der Welt" (siehe auch meinen Erfahrungsbericht hierzu) einen nicht minder guten Nachfolger geschrieben.

Buch / Preis

Originaltitel: The Pillars of the Earth
Ersterscheinung: 1990 (1992 in Deutschland)
Als Taschenbuch im Bastei Lübbe (www.lübbe.de) Verlag erschienen.
Seitenanzahl: 1296
Preis: 10,99 (Stand heute auf amazon.de)
ISBN-10: 3404118960
ISBN-13: 978-3404118960

Sonstiges Wissenswertes

„Die Säulen der Erde“ wird seit 2008 als deutsch-kanadisch Co-Produktion (ProSiebenSAT1 ist beteiligt) als Mehrteiler für das Fernsehen verfilmt. Letzten Infos zufolge soll es sich dabei um 3 oder 4 TV Filme, womit jeder Filme einen gewissen Zeitrahmen des Buches abdecken würde. Geplante Ausstrahlung ist Mitte 2010. Da dieselbe Produktionsfirma auch schon "Die Nebel von Avalon" gut verfilmt hat, freue ich mich ganz besonders auf dieses TV Highlight.

Mit „Die Tore der Welt“ erschien Anfang 2007 (2008 in Deutschland) der Nachfolger von „Die Säulen der Erde“. Auch in ihm ist die Priorei im Orte Kingsbridge der Haupthandlungsort. Allerdings knapp 150 Jahre später und handelt von den Nachkommen der Hauptprotagonisten. Der geschichtliche Hintergrund für dieses Werk war die Pest, welche in Europa im 14. Jahrhundert die Bevölkerung stark dezemierte.
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Kommentare
Bunny84
Bunny84, 24.01.2010
Du hast bei mir gelesen also habe ich auch bei dir gelesen. LG BUNNY84
cleo1
cleo1, 21.01.2010
Schön geschrieben. Einen schönen Tag noch und LG cleo1
fantagirlie
fantagirlie, 24.01.2010
Liebe Grüße und einen schönen Sonntag wünsche ich Dir
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milano

Das Mittelalter ist zurück

ein Testbericht von 2009-12-08 12:07:22 vom 08.12.2009
Empfehlung: ja
Vorteile: toller historischer Roman mit historischen Fakten, interessanten Themen und einem tollen Zusammenspiel der Charaktere und des Zeitgeschehens allgemein...
Nachteile/Kritik: nichts
Ich möchte heute eines meiner Lieblingsbücher vorstellen. Es geht um das Buch "Die Säulen der Erde" von Ken Follett.


Inhalt: Nach dem Tod von König Heinrich I. kommt sein einziger ehelicher Sohn bei einem Schiffsunglück um. Da er sonst nur unehelliche Söhne hat will seine Tochter Mathilde seine Nachfolge antreten. Aber auch ihr Cousin Stephan ist als Nachfolger bestimmt. Somit wird ein jahrelanger Kampf und Krieg entfacht.
In dieser Zeit reist der Steinmetz Tom Builder mit seinen Kindern und seiner schwangeren Frau durchs Land um Arbeit zu finden. Seine Frau stirbt bei der Geburt seines Sohnes.
Er beschließt das Neugeborenen am Grab der Mutter zurück zu lassen. Doch bald bereut er die Tat und kehrt sofort um. Das Kind ist jedoch nicht mehr an Grab der Mutter. Traurig setzt er seinen Weg fort und trifft im Wald Ellen, und ihren Sohn. Diese erzählt ihm die Geschichte eines Kindes, dass von Mönchen gefunden wurde, die sich zur Zeit herum spricht. Gleich erkennt er seinen Sohn und ist zunächst beruhigt, dass er behütet in einem Kloster aufwächst. Ellen und Tom verlieben sich ineinander und ziehen gemeinsam weiter. Bei Graf Bartholomäus bekommt Tom schließlich Arbeit. Er ist für die Verbesserung der Verteidigungsausrüstung zuständig. Doch es kommt nicht mehr zu diesem Prozess, da die Burg bereits vorher gestürmt wird. Der Graf wird als Anhänger von Mathilde an Stephan verraten und festgenommen. Seine beiden Kinder Aliena und Richard können fliehen. Da nun auch Tom fliehen muss, macht er sich auf den Weg zu dem Kloster in welchem sich sein Sohn aufhalten soll. Philip, ein junger Kleriker ist Prior des Klosters und träumt davon eine Kathedrale zu bauen. Als sich Sohn und Vater näher kommen will Jack seinem Vater helfen und ihm Arbeit verschaffen. Jack legt Feuer an der Kathedrale des Klosters. Daraufhin wird sein Vater als Baumeister der Kathedrale angestellt. Diese Anstellung ist aber nicht im Sinne von allen und somit gibt es auch Feinde von Tom und Jack. tom nimmt sich vor die größte Kathedrale der Welt zu errichten. Doch so einfach ist es nicht und es folgen viele Hoch und Tiefs.


Daten zum Buch:
Genre: Historischer Roman
Taschenbuch: 1168 Seiten
Verlag: Lübbe; Auflage: Neuauflage. (27. Oktober 1992)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404118960
ISBN-13: 978-3404118960
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 6,2 cm


Der Autor: Ken Follett, 1949 in Cardiff, Wales geboren, zählt ohne Zweifel zu den erfolgreichsten Autoren der Gegenwart. Egal ob Wissenschaftsthriller oder historischer Roman, immer weiß Ken Follett eine packende Geschichte zu erzählen. Als Follett mit zwölf Jahren James Bond kennenlernt, ist es um den Jungen geschehen. Seine Begeisterung für packende Geschichten ist entfacht. Doch bevor er sich als Autor etabliert, absolviert Ken Follett ein Studium der Philosophie in London und arbeitet eine Zeit lang als Zeitungsreporter. 1979 hat Ken Follett mit dem Spionageroman "Die Nadel" den Durchbruch. Weitere Thriller folgen, bis er sich gegen den Rat seiner Freunde an einen Roman wagt, der seine Karriere entscheidend prägen wird. 1990 erscheint der historische Roman "Die Säulen der Erde", welcher Folletts bisher größter Erfolg wird und vor kurzem hinter Tolkiens "Herr der Ringe" und der Bibel zum Lieblingsbuch der Deutschen gekürt wurde. Seitdem gilt Ken Follett als Markenzeichen für spannende Unterhaltung. Zu seinen Erfolgen zählen unter anderem "Die Pfeiler der Macht", "Die Löwen" oder "Der dritte Zwilling". Nach zuletzt zwei Thrillern aus der Zeit des zweiten Weltkrieges legt er mit Eisfieber nun einen grandiosen Wissenschaftsthriller vor. Ken Follett lebt heute abwechselnd in London oder in Stevenage, Herfortshire, wo seine Frau Barbara als Labour-Abgeordnete dem britischen Unterhaus angehört.

Das Buch ist wirklich unglaublich spannend und erzählt sehr detailliert aus dem 12. Jahrhundert. Das Hauptaugenmerkt liegt dabei auf dem Bau der größten Kathedrale der Welt. Diese Thematik wird wunderbar mit der Geschichte von Tom und seinem Sohn Jack untermalt. Viele wahrheitsgemäße historische Fakten wie der Erbfolgestreit in England und dem dazugehörigen Bürgerkrieg machen die Geschichte sehr glaubwürdig.
Brutalitäten und Grausamkeiten gehören ebenso in diese Zeit wie Folter, Vergewaltigung, Brandstiftung und Hinrichtungen. Aber auch die Liebe und zwischenmenschliche Beziehungen finden Platz in dem Werk von Ken Follet. Die Gesellschaft, das Dasein der Menschen und auch die Architektur dieser Zeit werden in Einklang miteinander dem Leser näher gebracht. Ständige Wandlungen und eine konstante Spannung machen das Buch aus. Ein historischer Roman zum dahinschmelzen. Es dauert etwas bis man zum eigentlich Thema, den Bau der Kathedrale gelangt. Der Teil davor ist aber keineswegs langeweilig oder trocken. Ich habe mich immer gut unterhalten gefühlt. Gerade das Zeitgeschehen und das Leben der Menschen in dieser Zeit interessiert mich. Man bekommt einen super Einblick. Ich habe mich wirklich gefühlt, als wäre ich mitten in diesem Zeitgeschehen.
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Kommentare
DMaster89
DMaster89, 08.12.2009
Toller Bericht!
Viele Grüße und ich wünsche noch einen schönen Tag.
Über eine Gegenlesung würde ich mich freuen :-
morla
morla, 08.12.2009
wünsche dir noch einen schönen abend. lg. petra
sigrid9979
sigrid9979, 08.12.2009
sehr hilfreich....lg sigi
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DrAmAQuEeN

Säulen der Erde

ein Testbericht von 2009-11-30 16:36:01 vom 30.11.2009
Empfehlung: ja
Vorteile: siehe Bericht...
Nachteile/Kritik: siehe Bericht
ALLGEMEINE DATEN
Titel: Die Säulen der Erde
Erscheinungsjahr: 1990
Autor. Ken Follett
Genre: historischer Roman


HINTERGRUNDINFOS
Als im Jahre 1135 der englische König Heinrich I stirbt hinterlässt er eine eheliche Tochter und weitere uneheliche Kinder. Sein ehelicher Sohn, verunglückt tödlich bei einem Schiffsunglück. Nach dem Tod Heinrichs steht England Kopf. Denn eigentlich hätte Mathilda, die eheliche Tochter den Anspruch auf den Thron. Damals hatten aber Frauen nur sehr wenig zu melden und ein Großteil der Bevölkerung wollte deshalb lieber einen Mann auf dem englischen Thron sehen. Deshalb entstand ein sehr langer und wahnsinnig harter Bürgerkrieg, der insgesamt 20 Jahre anhielt. Zuerst wurde Stephan, einer der unehelichen Söhne zum König ernannt, doch auch Mathilda erhebt noch immer Anspruch auf den Thron. Die anderen unehelichen Brüder, schlossen sich allerdings Stephan an. Die Menschen des damaligen Englands lebten also 20 Jahre lang in der Anarchie. Was das Leben sehr hart und gnadenlos gestaltete.
Ein Teil des Buches die Säulen der Erden wittmet sich diesem Thronfolge-Krieg, ein weiterer erzählt das Leben der verschiedenen Stände in dieser Zeit und wie schnell man alles verlieren konnte und ein weiterer Teil wittmet sich der Architektur dieser Zeit. Vorallem der kirchlichen Arichtektur. Hier wird einem der Wandel von der Romantik mit Tonnengewölben und Rundbögen zur Gotik mit den großen hellen und bunten Fenstern und den sehr hohen Gebäuden vermittelt.
Die Protagonisten des Romans werden insgesamt ganze 50 Jahre lang begleitet und man erfährt so ihr ganzes Leben in dieser grausamen Zeit.


DIE FIGUREN IM ROMAN
Tom Builder = Baumeister/Steinmetz
Jack Builder = Toms Stiefsohn und ebenfalls ein angehender Steinmetz
Alfred Builder = Toms leiblicher Sohn und ebenfalls angehender Steinmetz
Martha Builder = Tom und Agnes Tochter
Agnes Builder = Toms erste Ehefrau
Ellen Builder = Toms zweite Ehefrau
Jonathan Builder = Toms zweiter leiblicher Sohn
Prior Philip = Prior von Kingsbridge und Bauherr der Kathedrale
Alina von Shiring = Grafentochter
Richard von Shiring = Grafensohn
Bartholomäus von Shiring = Graf von Shiring und Alinas und Richards Vater
William Hamleigh
Die Eltern von William Hamgleigh
König Stephan
Königin Mathilda
Bruder Remigus




GESCHICHTE
Das Buch unterteilt sich eigentlich in sechs Bücher. Hierbei beschreibt das erste Buch die Handlung von 1135-1136, das zweite Buch erzählt die Handlung von 1136-1137, das dritte Buch von 1140-1142, das vierte Buch von 1142-1145, das fünfte Buch von 1152-1155 und das letzte, das sechste Buch beschreibt die Handlung von 1170-1174. Hier will ich Euch jetzt einmal nur von den ersten beiden genannten Bücher erzählen, damit Ihr etwas über die Handlung erfahrt, das Buch aber trotzdem noch selbst lesen könnt und auch hier die Spannung nicht genommen wird.
Das erste Buch beginnt mit der Beschreibung des Lebens der Familie Builder. Tom hat einen Lebenstraum. Er möchte gerne eine Kathedrale ganz nach seinen Vorstellungen errichten. Deshalb hat er auch seine gute Anstellung als Steinmetz aufgegeben und zieht seither mit seiner Frau Agnes und seinen beiden Kindern Martha und Alfred durch die Lande. Immer das Ziel vor Augen am Kathedralenbau Arbeit zu bekommen. Seine Frau Agnes ist damit nicht wirklich einverstanden, beugt sich aber dem Wunsch ihres Mannes und zieht deshalb mit ihm durch die Gegend. Denn Agnes hätte gerne ein gesichertes Leben.
Als Tom im Jahre 1135 kurzzeitig Arbeit bei William Hamleigh findet, der den Auftrag gab für ihn und seine Verlobte Alina von Shiring ein schönes neues Haus zu bauen, weiss Tom, dass wenigstens das Geld für seine Familie und ihn für den nächsten Winter, um gut überleben zu können gesichert ist. Doch das Schicksal macht ihm hier einen Strich durch die Rechnung, denn Alina löst die Verlobung mit William, worauf dieser wutentbrannt den Bau stoppt. Und Tom nur mit Mühe den Lohn für ihn und seine Arbeiter erhält. Mit dem Geld kauft sich die Familie ein Schwein, um dieses kurz vor dem Winter wieder zu verkaufen und somit genügend Rücklagen für den Winter hat.
Im ersten Buch erfährt man auch etwas über Philipp. Ein Mönch, der ein sehr gutes Herz hat.
Als Tom und seine Familie vor dem Winter wieder herumziehen um Arbeit für Tom zu finden, werden sie auf dem Weg von Wegelagerern überfallen und das Schwein wird ihnen geraubt. Agnes ist hochschwanger. Eine junge Frau mit einem seltsam wirkenden Sohn hilft den beiden. Ihr Name ist Ellen. Doch das Schwein bekommt die Familie nicht mehr zurück und weiss deshalb auch nicht, wie sie den Winter überstehen sollen. Denn die Verbrecher ertappen sie erst nach dem Verkauf des Schweines wieder. So zieht die Familie weiter. In einer kalten Wintersnacht bekommt dann Agnes ihr Baby ganz alleine im kalten verschneiten Wald und stirbt darauf. Das Kind kann auch nicht ernährt werden und somit setzt es Tom aus. Auch wenn ihn gleich darauf Gewissensbisse plagen. Aber das Kind wird von den Mönchen des Klosters gerettet. Er trifft auch wieder auf Ellen, mit der Tom gleich ein Verhältnis beginnt und somit ziehen auch Ellen und ihr Sohn Jack mit Alfred, Martha und Tom durch die Lande. Immer wieder auf der Suche nach Arbeit. Ellen ist eine Aussätzige, die mit ihrem Sohn Tom alleine im Wald lebt. Das Buch beginnt auch schon mit dem jungen Mädchen Ellen, das die Priester wegen der Hinrichtung ihres Geliebten verflucht und somit in den Wäldern leben muss, weil sie sonst getötet werden würde. Aber die Leute fürchten sie auch. Denn sie glauben sie sei eine Hexe.
Auch William Hamleigh will die gelöste Verlobung mit Alina rechen und plant deshalb ihren Vater in den Zeiten des Thronfolge Kriegs zu verraten, was ihm auch gelingt. Somit wird Bartholomäus eingesperrt und stirbt und seine Kinder verlieren alles was sie haben. Zusätzlich vergewaltigt er Alina auch noch vor den Augen ihres Bruders. Doch Alina ist ein schlaues Köpfchen und findet auch schnell wieder einen Weg wie ihr Bruder und sie wieder auf die Beine kommen.
Doch an dieser Stelle will ich Euch nicht mehr verraten. Es sei aber gesagt, es geht spannend weiter und es passiert noch Einiges.




FAZIT
Der Schreibstil des Autors hat mir wirklich sehr gut gefallen. Er schreibt zwar ausgeschmückt, aber nicht zu ausgeschmückt. Er hält die Spannung auch auf den ganzen 1100 Seiten, denn das Buch wird nie langweilig. Schön finde ich auch, dass er sich sehr gut über die Zeit und die Baukultur dieser Zeit informiert hat. Gut ist ebenfalls dass er die Charaktere und die Bauten, etc sehr lebendig beschreibt und man sich alles sehr gut vorstellen kann. Schön finde ich auch, dass er die Sätze nicht zu arg verschachtelt und auch nie vom Thema abschweift, so dass man den Zusammenhang nicht verstehen könnte. Die Charaktere sind wirklich auch sehr gut dargestellt. Der Autor hat auch die Gabe, einem gegen manche Charaktere wirklich aufzubringen und andere im Buch wirklich sehr gerne zu mögen. Ich finde er hat auch die gesellschaftlichen Zusammenhänge und die Unterschiede in der Gesellschaft gut dargestellt. Auch hat er gut aufgezeigt wie schnell man in dieser Zeit alles verlieren konnte und wie oft man auch die Seiten zwischen den einzelnen Thronfolgeparteien wechseln konnte. Wirklich erschreckend und ich bin froh nicht in dieser Zeit gelebt zu haben. ;-). So ich hoffe ich konnte Euch dieses Buch etwas näher bringen.
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Kommentare
Mondlicht1957
Mondlicht1957, 30.11.2009
SEHR HILFREICH
schöne Vorweihnachtszeit
ich lese gegen Du auch?
morla
morla, 30.11.2009
wünsche dir einen guten wochenstart lg. petra
Cessie47
Cessie47, 30.11.2009
Guter Bericht,ein schönen Abend,LG
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bone14

Hervorragende Geschichte über 3 Generationen

ein Testbericht von 2008-07-21 19:49:42 vom 21.07.2008
Empfehlung: ja
Vorteile: Genial erzählte Geschichte....
Nachteile/Kritik: Nichts.
Hallo.
Wieder mal ein Bericht von mir über ein Buch das ich kürzlich gelesen habe und großartig fand vom Aufbau, der Geschichte an sich, die Dramatik und Spannung, List und Tücke usw. Ich fand im kurzen und ganzen das ganze Buch von Anfang bis zum Ende grandios.

Zur Geschichte: Es beginnt mit dem Steinmetzen Tom Builder und seiner Frau so wie seiner Kinder Alfred einen Raufbold und Martha einer liebreizenden Tochter, ebenso um Aliena und ihren Bruder Richard, so wie Ellen und ihrem Sohn Jack, dazu noch der Mönch und spätere Prior Philip und zu guter letzt noch die Gegner William, Bischof Waleran und einige Könige.
Alle diese Personen spielen Hauptrollen da das Buch doch recht lang ist kommt auch jeder zu seiner Geschichte. Es beginnt mit der Suche nach Arbeit als Steinmetz für Tom Builder. Mit seiner Familie kommt er nach Kingsbridge wo alle landen. Durch den Listigen Sohn Jack von Ellen brennt die Kirche dort ab und Tom wird benötigt eine Neue zu bauen. William will ständig Rache an allen und nimmt sich alles heraus was er kann (ob er darf oder nicht) da er der Herschende Graf ist. Ebenso baut sich Aliena ein Vermögen auf das stets zunichte gemacht wird. Ihr Bruder Richard versucht als Ritter seinen geraubten Grafentitel zurück zu bekommen. Ellen versucht die Kirche zu verfluchen und eine gute Ehefrau zu sein. Jack hingegen will eine Kathedrale bauen. Waleran verfolgt seine eigenen Ziele und geht dabei über Leichen da ihm als Bischof alles möglich ist. Philip hingegen ist ein wirklich Gläubiger Mensch der an das gute im Menschen glaubt.

Ich muß sagen das die Geschichte genial erzählt ist, es beginnt wirklich am Anfang und erzählt von den Kindern die langsam, erwachsen werden und zu guter letzt Alte Männer sind. Es wird von Intrigen und Christlicher Brutalität erzählt von Vergewaltigungen, Mord, Brandschatzung, Liebe, Glauben, Hoffnung, Ehre, Stolz usw. Also jede menge verschiedene Themen.

Ich kann das Buch jedem empfehlen da ich es wirklich genossen habe es zu lesen. Wer sich in Geschichte der Kirche hineinversetzen kann und etwas Phantasie hat diese epischen Schlachten in seinem Kopf vor zu stellen dem wird das Buch gefallen.

Seiten Zahl: 1151

Taschenbuch Ausgabe

Autor: Ken Follett

Verleger: Bastei/Lübbe

Die schrift ist recht klein.

Ich kann das Buch jedem empfehlen da es meiner Ansicht nach sogar einen Wiederlesewert hat was nicht bei vielen Büchern ist.

Ich wünsche somit jedem viel Spaß damit.

Also los suchen und kaufen.

Auf dem Flohmarkt sollte man es für 0,50 zent bekommen.
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Kommentare
Sweeaty
Sweeaty, 21.07.2008
ein guter bericht! liebe grüße und ich hoffe du hattest einen guten wochenstart!!
cybermaus
cybermaus, 21.07.2008
Ein wirklich toller Bericht! Ganz liebe Grüsse von der cybermaus
jacki0987
jacki0987, 22.07.2008
Sehr hilfreich für mich! Liebe Grüße! Jacqueline
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Die Vorderseite des Buches.
Die Vorderseite des Buches.
Ken Follett: Die Säulen der Erde: Die Vorderseite des Buches.
Ken Follett: Die Säulen der Erde: Die Vorderseite des Buches.
Die Rückseite des Buches.
Die Rückseite des Buches.
Ken Follett: Die Säulen der Erde: Die Rückseite des Buches.
Ken Follett: Die Säulen der Erde: Die Rückseite des Buches.
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HEIDIZ

überragender Bestseller

ein Testbericht von 2008-05-02 16:36:13 vom 02.05.2008
Empfehlung: ja
Vorteile: siehe Text...
Nachteile/Kritik: siehe Text
Vor einigen Wochen kam der neue Roman von Ken Follett auf den deutschen Markt.

Ich habe mich daher entschlossen, nun endlich einmal den schon länger in meinem Bücherregal befindlichen Vorgängerroman "Die Säulen der Erde" zu lesen.

Heute habe ich das Buch fertig gelesen und möchte euch meine Empfindungen, Gedanken und Meinungen dazu mitteilen.

Daten zum Buch:
=============

Taschenbuch: 1151 Seiten
Verlag: Lübbe; Auflage: 65., Aufl. (27. Oktober 1992)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404118960
ISBN-13: 978-3404118960
Größe: 18,4 x 12 x 5,8 cm

9,95 Euro ist der Preis und der ist sehr annehmbar, so muss ich sagen.

Mein vorliegendes Buch hat ein sehr ansprechendes Design, es ist mit einer passenden und schönen Illustration versehen.

Der Autor:
========

Ich habe Ken Follett in Leipzig zur Messe erleben dürfen und muss sagen, dass ich ihn mir wirklich so vorgestellt habe. Ein typischer Engländer. Er ist sehr sympatisch und hat sich viel Zeit genommen, um seinen Fans Autogramme zu geben.

Er wurde 1949 geboren mit mit dem von mir vorgestellten Buch weltbekannt.

Es ist laut statistischen Angaben der Deutschen drittliebstes Buch (1. Herr der Ringe" 2. Die Bibel)

Nun eine kurze Inhaltsangabe:
=========================

Viel brauche ich dazu sicher nicht sagen, wer sich für Mittelalterromane und Ken Follett im Allgemeinen interessiert, der kennt diesen Roman sicher.

Er spielt im England zu Zeiten 1123 bis 1173
Dies war keine einfache Zeit und das stellt Follett unheimlich gut dar. In seiner überaus bildhaften und ausschmückenden Darstellungsweise kann man sich diese Zeit sehr gut vorstellen, die Gerüche, die Unordnung, die kriegerischen und hungrigen Zeiten, die Personen und Landschaften, all dies entsteht beim Lesen des Buches vor den Augen des Lesers.
Ich finde, kaum ein anderer Schriftsteller bekommt dies so gut hin.

Ken Follett beschäftigt sich intensiv mit dem Mittelalter und interessiert sich auch privat für die Architektur besonders die sakralen Bauten des Mittelalters, diese intensive Auseinandersetzung mit dem Thema merkt man dem Buch an. Man bekommt einen umfassenden Einblick sowohl in das Leben der einfachen Menschen des Mittelalters,als auch des Adels und besonders der Bauweisen, die Follett besonders interessant und bildhaft darstellt.

Der Bau einer Kathedrale entsteht vor dem geistigen Auge.
Aber dieser fachlichen Details sind so gut in die Handlung integriert, dass sie nicht störend oder langatmig wirken, sondern sich toll in die Handlung einfügen.

Philip ist ein junger Prior, dessen Eltern bei einer Auseinandersetzung sterben. Tom ist ein einfacher Baumeister, dessen Frau bei der Geburt des dritten Kindes im Wald stirbt. Wohl oder übel muss Tom das Kind aussetzen. Es wird von Elen gefunden und Philip sozusagen in die Arme gelegt. Das Kind wächst behütet im Kloster auf. Tom, der mit Nachnamen passenderweise Builder heißt kann dort im Kloster als Baumeister der neuen Kathedrale anfangen und so seinem Sohn nahe sein, ohne dass jemand ahnt, dass er der Vater ist.

Es kommt aber zu Auseinandersetzungen zwischen den Söhnen Elens und Toms, beide lernen sich kennen und lieben (Ich meine Tom und Elen) aber die Söhne sind verfeindet und dies zieht sich durch den gesamten Roman.

Viel mehr möchte ich nicht verraten ....

Es geht jedenfalls um das gesamte Leben dieser Hauptpersonen von Kindheit an, was sie im Laufe der Jahre erleben und wie sie ihr Leben in den Griff bekommen.

Der Schauplatz ist Kingsbridge.

Es geht um Liebe, Macht und Intrigen. Man ist ständig hin und her gerissen von der Spannung und den Ereignissen, die sich überschlagen. Ein Buch, welches an Spannung sehr viel zu bieten hat.

Das mittelalterliche Leben in einem Kloster, welches auch von Macht und Intrigen gezeichnet war, wird sehr gut dargestellt und wie man das von Follett gewohnt ist *g* sind auch einige Szenen sehr bildhaft geschildert, wo z.b. Tom und Elen oder Jack und Aliena miteinander schlafen. Auch diese Szenen sind von Follett sehr eindrucksvoll dargestellt und man bekommt eine Gänsehaut.

Die ganzen Verstrickungen bezüglich der Personen und Familien sind sehr gut dargestellt und auch die Entwicklung dieser Personen vom jungen Menschen bis zum Greis finde ich sehr gut dargestellt.

Wer dieses Buch gelesen hat, der ist auf jeden Fall dazu verdammt, Follett-Fan zu werden und ganz sicher möchte er den Folgeroman, der 17 Jahre auf sich hat warten lassen, lesen.

Ein Mittelalterroman der Extraklasse, der hier im Bastei-Lübbe-Verlag herausgebracht wurde.

Vielen Dank für euer Interesse an meinem Bericht.

Vielen Dank für das Lesen, Bewerten und ggf. Kommentieren.

Eure HEIDIZ
...
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Kommentare
giselamaria
giselamaria, 06.10.2008
sehr gut berichtet
LG Gisela

naja, da gehöre ich nicht dazu. Ich bekam das Buch geschenk, habe es auch gelesen, aber ein weiteres angefangen und weggelegt. Ist mir alles zu ähnlich - die Charaktere verändern sich nicht. usw.
Leseratee
Leseratee, 05.05.2008
Schon viel über Ken Follett gelesen, aber seine Bücher noch nicht. Scheinen spannend zu sein. Gruss Leseratee.
Goldband
Goldband, 11.08.2008
Ich habe diesen Roman auch gerade verschlungen und finde deinen Bericht sehr gelungen.
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Nettiteddy

Immer wieder Fesselnd

ein Testbericht von 2006-12-29 13:27:29 vom 29.12.2006
Empfehlung: ja
Vorteile: fesselnd bis zum Ende, super Preis...
Nachteile/Kritik: .............
Ich möchte ein Buch vorstellen, das ich nun schon mindestens 3 mal gelesen habe und sicher noch öfter tun werde.

Das Buch heisst, "Die Säulen der Erde" und ist von dem Schriftsteller Ken Follett

Dieses Buch hat 1151 Seiten, ist also ein dicker Wälzer, der einem aber so fesselt, das man es am liebsten in einem durchlesen möchte.
Für 9.95€ ist es im Amazone.de zu erhalten, allerdings als Taschenbuch

Die Handlung:

Der Prolog beginnt im Jahre 1123. Ein Steinmetz träumt davon einmal eine Kathendrale zu bauen. Doch Krieg und Hunger herrchen in England und Tom Builder geht es nicht anders, als er mit seiner Familie auf Arbeitssuche ist. In einem Wald bekommt seine Frau ein Kind und stirbt bei der Geburt. Was soll Tom mit dem kleinen machen? Er ist völlig verzweifelt, denn er hat sich ja auch noch um die anderen Kinder zu kümmern, ausserdem, wo sollte er Milch für das Kleine her bekommen? So legt er es im Wald erst mal ab, kommt aber dann mit seinem Gewissen damit nicht klar, es einfach da liegen zu lassen, also kehrt er um und sieht, das ein Mönch den kleinen grad gefunden hat. Er lernt die ausgestossene Ellen kennen, die mit Ihrem Sohn jack bei Ihm bleibt.
Irgendwann stossen sie auf die Spur des ausgesetzten Jonathan. Ihre Leben verschlingen sich ineinander und ohne das es erst mal ersichtlich ist, arbeiten sie an dem Bau, eines Domes.
Tom Builder wird zur Zielscheibe der Gewalt und gerät in dei Fänge von Barons William Hamleigh.

Zum Autor:

Ken Follett ist sicher vielen Bekannt, er hat schon einige Bücher verfasst, unter anderem , Die Nadel, Der dritte Zwilling, Die Pfeiler der Macht.
Er stammt aus Cardiff in Wels, lebt aber gegenwärtig wohl in London. Er gehört zu den erfolgreichsten Spannungsautoren der Gegenwart.

Leseprobe:

Agnes blutete immer noch. Dass mit der nachgeburt stets ein Blutschwall abging, war Tom noch geläufig, nur erinnerte er sich nicht an solche Mengen. Er wusste jetzt, dass die Krise noch nicht überstanden war. Vor Hunger und Erschöpfung schwindelte Ihn, doch dre Anfall war nur von kurzer Dauer. Er riss sich zusammen.
>> Du blutest immer noch ein bisschen<<, sagte er zu Agnes, wobei er sich bemühte, seine Sorge nicht durchklingen zu lassen.
>>Das hört sicher bald auf<<, sagte sie. >>Deck mich zu.<<
Tom knöpfte ihr das Oberteil der Tunika zu und wickelte ihr den Umhang um die Beine.
>>Kann ich mich jetzt etwas ausruhen?<< fragte Alfred.
Er kniete noch immer hinter Agnes und stützte sie. Er hat so lange in derselben Stellung verharrt, das ihm alle Glieder abgestorben sein müssen, dachte Tom und sagte: >>Ich löse dich ab.<<

Meine Meinung:

Es ist immer wieder fasziniernd für mich, ich hab das Buch nun schon mehrmals gelesen, aber immer wieder fesselt es mich von Anfang an.
Was ich als sehr schön empfinde, ist das dieses Buch auch gleich ein Lesezeichen mit dabei hat. Das ist immer sowas, was ich eigentlich weniger zur Hand hab.
Wer gerne Liest, grad Romane von drüheren Zeiten, der liegt mit diesem Buch genau richtig. Man bekommt einen super Einblick, wie es früher gewesen sein muss, wie die Menschen da gehaust haben, als es noch kein Strom oder eine Wasserleitung in jedem Haus gab. Es ist wirklich ein Wunder, wie sie für den Bau eines Domes schufften mussten. Jeder einzelne Stein musste durch Menschliche Kraft hoch gehieft werden. Man kann einen Dom mit ganz anderen Augen betrachten.
Es ist eigentlich zu meinem Lieblingsbuch geworden, das ich mir mit Sicherheit schon 5 mal wieder gekauft habe, da ich es immer wieder verliehen hab und nie wieder zurück bekam.

Ich wünsche allen meinen Lesern einen guten Rutsch ins jahr 2007
...
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Kommentare
topfmops
topfmops, 30.12.2006
Und während der Silvester-Fete: Tu nichts, weswegen ich mich schämen würde, also unter der Bettdecke rauchen oder ähnliches. Ansonsten gesund und munter bis nächstes Jahr auf dass Dir alles gelingen möge, was Du Dir vornimmst!!
JustOliver
JustOliver, 01.01.2007
Mmhhh. Mir würde es helfen, wenn ich mehr zum Erzählstil erfahre, zur Sprache, zur BEschreibung der Personen etc. Dafür könnte ich dann auf die Leseprobe gerne verzichten. Frohes neues Jahr, O.
mrwong
mrwong, 21.06.2007
sh.........................ich freu mich auch über jede GEGENLESUNG von euch viele und liebe grüße Felix :-
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Zzaldo

Die Kathedrale von Kingsbridge !!!!

ein Testbericht von 2006-03-30 12:25:24 vom 30.03.2006
Empfehlung: ja
Vorteile: einfach genial...
Nachteile/Kritik: das Buch ist nach 1151 Seiten zu Ende
Hallo alle zusammen,

heute möchte ich euch vom Buch „Die Säulen der Erde“ aus der Feder von Ken Follett berichten.



### Vorwort ###

Wie ja nun schon einige von Euch wissen, bin ich ein absoluter Ken Follett Fan und habe daher auch alle seine Bücher gelesen. In meiner Sammlung darf „Die Säulen der Erde“ natürlich auch nicht fehlen. Worum es in diesem Buch geht und wie ich es empfunden habe, sollt ihr nun erfahren. Ich weiß zwar das es schon sehr viele Berichte über dieses Buch gibt, aber ich glaube ich sollte auch noch mal meinen Senf dazu abgeben. Aber erst gibt es noch ein paar andere Infos.



### Der Autor ###

Ken Follett wurde am 5. Juni 1949 in Cardiff, Wales, geboren. Mit zehn Jahren zog er mit seiner Familie nach London, wo er später am University College, Philosophie studiert. Nach seinem Studium arbeitete er für diverse Zeitungen als Journalist und in seiner Freizeit schrieb er Romane. Als er im Jahre 1978 seinen ersten Welterfolg mit dem Buch „Die Nadel“ schrieb, hängte er seine Tätigkeit als Journalist an den Haken und widmete sich ganz dem schreiben von Romanen.
Jetzt lebt Follett, mit seinen Kindern und seiner zweiten Frau Barbara, in einem alten Pfarrhaus in Hertfortshire.
Mittlerweile hat Ken Follett noch viele weitere Romane geschrieben, wovon ich hier jedoch nur ein paar wenige nennen möchte. Jeweils mit den Jahreszahlen, wann das Original im Englischen erschienen ist und wann die deutsche Übersetzung.


- Auf den Schwingen des Adlers (1990 / 1996)
- Die Leopardin (2001 / 2002)
- Die Brücken der Freiheit (1995 / 1998)
- Die Löwin (1985 / 1986)
- Die Kinder von Eden (1998 / 1999)
- Der dritte Zwilling (1997 / 1997 )
- Das zweite Gedächtnis (2000 / 2001)
- Mitternachtsfalken (2002 / 2003)
- Dreifach (1979 / 1979 )
- Die Spur der Füchse (1977 /1996 )
- Eisfieber ( 2005 / 2005 )
- Der Mann aus Sankt Petersburg (1991 / 2000)



### Angaben zum Buch ###

++ Verlag ++

Bastei Lübbe ( www.luebbe.de )

++ ISBN ++

3-404-11896-0

++ Anzahl der Seiten und Preis ++

Das Buch umfasst 1151 Seiten und zu kaufen sind diese für 9,95 €uro.

++ Kurzbeschreibung ++

England 1123 - 1173. Es ist eine Zeit blutiger Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und einfachem Volk, das unter Ausbeutung und Not leidet. Philip, ein junger Prior, dessen Eltern von marodierenden Söldnern abgeschlachtet wurden, träumt den Traum vom Frieden: die Errichtung einer Kathedrale gegen die Mächte des Bösen. Er und sein Baumeister Tom Builder, dessen Stiefsohn Jack und die Grafentochter Aliena müssen sich in einem Kampf auf Leben und Tod gegen ihr Widersacher behaupten, ehe Kingsbridge Schauplatz des größten abendländischen Bauwerks, der "Säulen der Erde", wird.



### Der Inhalt ###

England im Jahre 1123. Der Baumeister Tom Builder und seine Familie ziehen durch das mittelalterliche England auf der Suche nach Arbeit. Er sucht allerdings nicht irgendeine Arbeit. Tom will seinen Traum verwirklichen und die schönste Kathedrale der Welt erbauen.
Im Winter des gleichen Jahres, welcher sehr hart und kalt ist, gebärt seine Frau ihr drittes Kind. Da es eine sehr schwierige Geburt ist, verstirbt sie bei der selbigen. Aufgrund der schwierigen Lage seine Kinder mit Nahrung zu versorgen, entscheidet sich Tom, das neugeborene Baby am Grabe seiner Mutter zu lassen. Auf seiner weiteren Reise trifft er Ellen, eine junge Frau, mit ihrem Sohn Jack. Sie entschließen sich gemeinsam den beschwerlichen Weg zu gehen.
Das neugeborene Baby wurde mittlerweile vom Prior des nahegelegenen Klosters aufgegriffen und wird in seiner Obhut aufgezogen. Prior Philip nennt den kleinen Jungen Jonatan. Er ist nun der ständige Wegbegleiter des Geistlichen und geht mit ihm in späteren Jahren in das völlig heruntergekommene Kloster Kingsbridge.
Hier treffen sich dann auch die Wege von Tom Builder und dem Prior Philip. Tom wird zum Baumeister ernannt und kann nun endlich seinen großen Traum verwirklichen. Den Bau der Kathedrale.
Dann gibt es da noch Aliena und ihr Bruder Richard. Die beiden stammen aus dem vornehmen Grafenhause von Gloucester. Seit dem Tod ihres Vaters des Grafen durch die Hand des William Hamleigh, sind die beiden auf sich alleine gestellt. Eigentlich sollte Aliena einmal die Frau von William werden, was sich durch die Ermordung allerdings zerschlug. Sie hat nun nur noch einen Wunsch. Den Eid ihres Vaters zu erfüllen und Richard wieder zum Grafen von Gloucester zu machen. Um dieses und ihrer beider Leben zu finanzieren, steigt sie in das Geschäft mit Wolle ein, womit sie sich nicht nur Freunde macht.
Der absolute Mittelpunkt bildet sich jedoch in Kingsbridge, da sich hier nach und nach alle Hauptcharaktere treffen und zusammenfinden.

Weiter möchte ich an dieser Stelle nicht schreiben, da die Beschreibung dann zu verwirrend werden würde, da einfach zu viele Personen und Faktoren in diesem Buch eine Rolle spielen.



### Leseprobe ###

Ellen fiel ihm ein, die Vogelfreie. Auch sie hatte ihn gereizt. Sie war von verführerischer Schönheit, doch der durchdringende Blick ihrer tiefliegenden Augen hatte etwas Einschüchterndes. Das freizügige Angebot einer Hure irritierte Tom nur vorübergehend; der Zauber Ellens hingegen wirkte nach. Urplötzlich packte ihn der unsinnige Wunsch, in die Wälder zurückzulaufen, sie zu suchen und über sie herzufallen.
Sie erreichten die Kathedrale, ohne den Dieb gefunden zu haben. Tom beobachtete die Dachdecker, die das dreieckige Holzdach über dem Mittelschiff mit Bleiplatten versahen. Da die Pultdächer der Seitenschiffe noch nicht gedeckt waren, ließen sich noch die Halbbögen ausmachen, welche die Seitenschiffe mit der Mauer des Hauptschiffs verbanden und die obere Hälfte des Langhauses trugen. Er machte Alfred darauf aufmerksam: ,Ohne diese Stützen würde das Gewicht der steinernen Gewölbe im Innern der Kirche die Mauer des Hauptschiffs nach außen drücken', erklärte er. ,Siehst du, dass sich die Halbbögen auf einer Linie mit den Strebepfeilern der Mauer des Seitenschiffs befinden? Innen wird diese Linie durch die Säulen der Arkaden im Hauptschiff fortgesetzt. Und die Fenster im Seitenschiff liegen auf der gleichen Höhe wie die Bögen der Arkade. Stärke verbindet sich mit Stärke und Schwäche mit Schwäche.' Alfred hatte nichts begriffen und empfand die Erklärung offensichtlich als Zumutung. Tom seufzte.....



### Meine Meinung ###

Ich habe eigentlich nur eine positive Meinung von diesem Buch. Ich konnte absolut nichts negatives feststellen. Aber es gibt einige Punkte, die dieses Buch ganz besonders interessant und wertvoll macht. Die Beschreibung der Lebensumstände in der damaligen Zeit sind Ken Follett sehr gut gelungen. Man erfährt sehr viel über die Lebensweisen und Unterschiede zwischen den einzelnen Ständen, also ob Adeliger oder Bettelmann. Dieses ist jedoch nicht einfach nur hingeschrieben, sondern man hat sehr oft das Gefühl, selbst in diese Zeit zurückversetzt zu sein. Auch die Verbindungen und Machenschaften zwischen König und Kirche, mit all ihren Fassetten, sind auf grandiose Weise dargestellt und sehr gut in die Geschichte eingegliedert. Ganz besonders begeistert war ich jedoch von den Beschreibungen des Kathedralenbaus. Hier besticht Follett mit sehr detaillierten Aufzeichnungen der damaligen Architektur. Auch hier kam ich mir des öfteren vor als wenn ich direkt auf der Baustelle stehen würde und mir der beachtliche Bau direkt vor den Augen stehen würde.
Die für Ken Follett allseits bekannte Spannung ist natürlich auch ausreichend vorhanden und natürlich gibt es auch ein bisschen Liebe und Herzschmerz. Also ein rundum gelungenes Buch.



### Mein Fazit ###

Ich habe nun schon einige Bücher gelesen. Natürlich alle von Ken Follett , aber auch von vielen anderen Autoren. Wenn ich diese ganzen Bücher vergleichen würde, bekäme „Die Säulen der Erde“ mit Abstand die meisten Punkte. Für alle von Euch die dieses Buch noch nicht gelesen haben, kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen und für die die es schon mal gelesen haben, kann ich nur den Tipp geben, es noch mal zu lesen. Es lohnt sich einfach immer wieder. Wenn ich dürfte, würde ich diesem Meisterwerk der literarischen Kunst mindestens zehn Sterne verleihen, aber leider sind ja nur fünf vorhanden. Diese fünf bekommt es aber auf jeden Fall.



Ich hoffe ich konnte Euch mit meinem Bericht ein bisschen bei Eurer Bücherwahl unterstützen.
Über Eure Lesungen, Bewertungen und Kommentare würde ich mich sehr freuen.



Ciao bis zum nächsten Mal
...
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Kommentare
feldhase
feldhase, 29.04.2006
Ein rundum gelungener Buchbericht. Ich habe es hier in meinem übervollen Regal stehen - aber noch nicht angefangen... zu meiner Schande Aber nach deinem so überschwänglichen Bericht, werde ich mir das Buch 039reinziehen039 Sind ja nur .... Seiten.
moniseiki
moniseiki, 26.03.2006
Ich lese gerne zurück Liebe grüße moniseiki
Venezianerin_2005
Venezianerin_2005, 07.04.2006
Ein himmlisches Buch... erst dachte ich das würd mich nicht interessieren... von wegen... gegen 14 Uhr damit angefangen und morgens um 5 war ich fertig. Seither hab ich es schon 4 mal gelesen. Klasse Bericht Ein dickes SH und liebe Grüsse.
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Onkel_Roger

Politik, Kirche, Liebe, Sex and Crime

ein Testbericht von 2005-11-30 19:22:51 vom 30.11.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: spannende Geschichte, eindrucksvoll beschriebene Charaktere...
Nachteile/Kritik: absolut nichts ! ! !
Story:
+++++

Tom Builder ist ein Steinmetz, welcher mit seiner Familie, seiner Frau Agnes, der Tochter Martha und seinem Sohn Alfred, auf der Suche nach Arbeit ist. Sein größter Wunsch ist es, den Bau einer Kathedrale als Baumeister zu leiten. Seinen letzten Job, den Bau eines Hauses für das zukünftige Ehepaar William Hamleigh und Aliena, der Tochter des Grafen von Shiring hat er verloren, da sich die Grafentochter weigerte William Hamleigh, einen jähzornigen, brutalen und skrupellosen Zeitgenossen, zu heiraten.

Auf der Suche nach einer neuen Arbeit klappert er verschiedene Städte und Klöster ab, ohne jedoch, dass ihm irgendjemand eine dauerhafte Arbeit anbieten kann. Erschwerend kommt hinzu, dass die Familie Builder auf ihrer Reise von Outlaws überfallen wird und ihnen somit die einzige Reserve für den Winter, ein Schwein, gestohlen wird. Agnes, die Frau des Steinmetzes ist zudem noch schwanger. Mitten im Wald bringt sie ihr Kind zur Welt, überlebt diese Geburt jedoch nicht. Der Rest der Familie steht vor dem Nichts und so beschließt der Vater, Tom, den neugeborenen Sohn auszusetzen. Ein paar Stunden nach dieser Tat, packen ihn die Gewissensbisse und er möchte zurück zu dem ausgesetzten Kind. Dieses ist jedoch nicht mehr an der alten Stelle aufzufinden. Es wurde von einem Mönch gefunden und in das nächstgelegene Kloster mitgenommen, in welchem sich der junge Prior Philipp dem Kind annimmt. Nach dem Verlust seiner Frau trifft Tom wieder auf Ellen, welche mit ihrem Sohn Jack im Wald lebt. Ihr Mann wurde vor vielen Jahren gehängt und so musste sie bisher ihren Sohn alleine großziehen. Tom und Ellen haben sich bereits beim Überfall auf die Builder Familie kennengelernt und schon zu dieser Zeit haben beide gespürt, dass sie sich einander anziehend finden. Sie beschließen gemeinsam weiterzureisen und gelangen in das Kloster zu Kingsbridge, in welchem nun Philipp durch einen Kuhhandel der Prior geworden ist. Zwar kann Philipp der Familie lediglich ein Nachtlager jedoch keine Arbeit gewähren, doch reicht diese Nacht aus, um die Zukunft der Familie und des Klosters zu verändern. Ellens Sohn, Jack, steckt in dieser einen Nacht unentdeckt die alte Kathedrale des Klosters in Brandt und Tom hat somit einen neuen Arbeitsplatz. Er wird Baumeister der Kathedrale in Kingbridge. Zudem hat er dadurch die Möglichkeit die Entwicklung seines ausgesetzten Sohnes zu beobachten, welcher nun in diesem Kloster aufwächst. Von verwandtschaftlichen Verhältnisse weiß jedoch niemand außer Tom und Ellen.

Erschwerend für alle ist, dass zu dieser Zeit die politische Lage sehr instabil ist. Der König, gegen den ein Komplott ausgeheckt wurde, dessen Ausführung nur durch das Zusammenspiel zwischen dem Prior Philipp und dem derzeitigen Erzdiakon Waleran Bigod verhindert wird, ist zu sehr mit kriegerischen Auseinandersetzungen mit seiner Konkurrentin beschäftigt, als das er sich um die Interessen seines Volkes und den rücksichtslosen Machenschaften des Landadels kümmern könnte. Zudem ist er auf die Hilfe des Landadels angewiesen und trifft somit vielfach Entscheidungen, welche die Protagonisten dieses Romans negativ trifft. So werden das Kloster von Kingsbridge, insbesondere durch Prior Philipp repräsentiert, und die Familie des Baumeisters Tom Builder nicht nur finanziell im Verlauf des Romans durchgeschüttelt. Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen werden durch die Machenschaften zwischen den Kirchenoberhäuptern und dem Landadel, welcher insbesondere durch den neuernannten Grafen von Shiring, William Hamleigh, repräsentiert wird, auf mehrere harte Proben gestellt.

Mehr möchte ich an dieser Stelle bezüglich der Story nicht erzählen. Etwas Spannung soll beim Lesen des Romans noch verbleiben und für diese sorgt Ken Follet auch.

Meine Meinung zum Roman:
+++++++++++++++++++++++

Ken Follet hat eine interessante Story in die Geschichte des Englands von 1123 bis 1173 eingebettet. Während der Beginn der Geschichte etwas schleppend erscheint und die gelegentlichen Wechsel von einem Ort bzw. Handlungsstrang zum nächsten eher verwirren, als irgendeinen anderen Effekt zu bewirken, gelingt es dem Autor bereits nach wenigen Seiten durch die Verwendung dieses Elements einen enormen Spannungsbogen aufzubauen. Gerade in besonders interessanten bzw. spannenden Situationen schwenkt Ken Follet zu anderen Protagonisten des Romans um und drängt den Leser dazu weiterzulesen. So war es jedenfalls in meinem Fall.

Ken Follet hat es in diesem Roman geschafft vor dem Leser ein Puzzle auszubreiten, welches nur nach und nach zusammengefügt wird. Die Spannung wird bis auf die letzten Seiten des Romans gehalten, was auch dadurch gewährleistet wird, dass sich die Puzzleteilchen wunderbar ineinander fügen. Von einer konstruiert wirkenden Story kann in diesem Roman nicht die Rede sein.

Dabei beschreibt er eindrucksvoll die Kirchenbaustile des 12. Jahrhunderts, ohne zu ausführlich und langweilig zu werden, die Seilschaften und Intrigen zwischen der Kirche und dem Adel und in besonderer Art und Weise die privaten Beziehungen zwischen den Hauptdarstellern. Von Hass, über Verachtung, Zuneigung bis hin zur Liebe, werden alle Facetten zwischenmenschlicher Beziehungen auf beeindruckende Art und Weise dargestellt. Nicht zu vergessen sind auch die Machtspiele und Intrigen, welche innerhalb des Klosters und zwischen verschiedenen Weltlichen und Geistlichen herrschen und deren Beschreibung das Bild von der heiligen Kirche leicht ankratzen.

Bei der Vorstellung der verschiedenen Charaktere handelt es sich nicht um ellenlange Erläuterungen zu Personen, sondern um geschickt in die Geschichte eingebrachte Beschreibungen, die den Lesefluss an keiner Stelle „behindern“.

Nachdem ich nun so begeistert über das Buch „Säulen der Erde“ berichtet habe, möchte ich natürlich nicht auf die Nennung ein paar allgemeiner Informationen verzichten.

Allgemein:
+++++++++

Der Roman ist erstmals im Jahre 1992 erschienen. Mittlerweile ist im August 2004 die 55. Auflage vom Bastei-Lübbe Verlag herausgegeben worden. Übersetzt wurde der Roman, welcher im Original (The Pillars of the Earth) 1989 veröffentlicht wurde, von Gabriele Conrad, Till Lohmeyer und Christel Rost. Der Leser wird für €9,90 (Taschenbuch) von Seite 5 bis Seite 1151 in den Bann dieser Geschichte gezogen.

ISBN: 3-404-11896-0

Kurzinfo zum Autor:
++++++++++++++++
Ken Follet ist von Hause aus ein Journalist, welcher 1948 in Wales geboren ist. Richtig berühmt wurde er durch den Roman „Die Nadel“. Viel mehr weiß ich von diesem Mann nicht, aber eines ist ganz klar. „Die Säulen der Erde“ war nicht mein erster und letzter Roman von ihm.

Fazit:
+++++
Der Roman ist aus meiner Sicht aufgrund seiner Geschichte sowohl etwas für Krimi- ;-) und Liebesromanfans etwas. Für €9,90 erhält man ein Taschenbuch, dessen Inhalt einen in den Bann zieht. Aufgrund der unbeschreiblichen Darstellung der verschiedenen Akteure und der spannenden Story mit allen Höhen und Tiefen, die ein Menschenleben beinhaltet, kann ich dieses Buch nur empfehlen.
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Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
claudimaus
claudimaus, 13.03.2006
Die Säulen der Erde - ein Buch, dass man lesen sollte!
waltraud.d
waltraud.d, 30.11.2005
sehr hilfreich
morla
morla, 30.11.2005
sehr hilfreich
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